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Sad and Lonely

Sad and Lonely

(Traurig und Einsam)

 

 

written by Detail and Dark Sephiroth

 

 

Die Sonne strahlte in das Fenster eines kleinen Jungen und weckte ihn, indem ihn die Strahlen an der Nase kitzelten.

 

Leon erwachte, sah zum Fenster und lachte. Dann kletterte der 4jährige kleine Junge, mit den halblangen schwarzen lockigen Haaren und den dunkelbraunen Augen, aus seinem Kinderbettchen, das tat er schon immer. Die Kinderzimmertür war für ihn auch kein Problem, so dass er schon bald auf dem Flur des Hauses seiner Eltern stand.

 

"Mami! Papi!", rief der Kleine und lief mit seinen kleinen Beinchen ins Schlafzimmer, was er ebenfalls schon seit langem tat, denn es machte ihm Spaß seine Eltern zu wecken.

 

So lief er auf das Bett seiner Eltern zu und krabbelte dann auf das Bett drauf. Er schüttelte erst seine Mutter und rief freudig:

 

"MAMIII... aufsteht!!!", doch sie wachte nicht auf:

 

"Mami?!", sagte der Kleine nun und schüttelte sie weiter... doch sie erwachte nicht.

 

Tränen traten in seine Augen... so versuchte er es bei seinem Vater:

 

"Papa... aufwacht...!!!", sagte er und schüttelte nun seinen Vater.... doch auch er erwachte nicht.

 

Noch einmal und noch einmal versuchte er es, doch sie ...erwachten nicht...

 

Leon weinte...

 

"Mami... Papi... aufwacht..."

 

... doch beide würden nie wieder erwachen...

 

Sie waren tot... doch konnte der Kleine das ja nicht wissen, sie hatten sich das Leben genommen, da sie viele Sorgen hatten, aus denen sie keinen Ausweg wussten... ohne jedoch an ihren kleinen Sohn zu denken.

 

So lief Leon aus dem Zimmer, lief die Treppen hinab, dann hatte er auch schon die Haustür erreicht... die er öffnete... auch das hatte er ziemlich schnell gelernt... so wie er war, im Schlafanzug und barfuß lief er nun auf die Straße...

 

...vielleicht konnte ihm irgendwer helfen... seine Mama und seinen Papa wecken...

 

"Mami... Papi... ", sagte er immer wieder traurig vor sich her... ob sie böse mit ihm waren und ihn nun nicht mehr sehen wollten...?

 

*-*-*

 

Ich kam gerade aus dem Büro, weil ich zu einen Kunden wollte. Da rannte ich doch beinahe einen kleinen Jungen um. Der im Schlafanzug Barfuß durch die Straßen lief.

 

''Hey, Vorsicht! Alles okay, mein Kleiner?'', hackte ich nach, während ich mich auf Knien zu ihm runter beugte.

 

Verwirrt schaute ich mich um, suchte nach Eltern oder jemandem der zu ihm gehörte. Doch es war nichts zu sehen. Warum hatte ihn keine bemerkt?

 

Ein kleiner Junge, der kaum etwas an hatte und das bei dem kalten Wetter. Schnell legte ich meine Jacke um ihn und nahm ihn auf den Arm. Dann zog ich mein Taschentuch aus der Brusttasche und versuchte seine Tränen wegzuwischen.

 

Seine Nase machte ich auch sauber und dann versuchte ich darauf einzugehen, was er mir zu sagen hatte.

 

''Sir Ajan, ihr Termin wartet nicht gern'', hörte ich meinen Sekretär hinter mir sagen.

 

*-*-*

 

Weinend, so dass dicke Tränen an seinem kleinen Gesicht herab liefen, sah er den großen Mann vor sich an.

 

Als ihn der Mann dann hochhob und ihm die Tränen weg wischte... auch seine Nase nicht vergaß, sah er ihn fragend an, während seine Tränen einfach nicht versiegen wollten.

 

Außerdem war der Mann doch fremd und Mama hat doch immer gesagt, dass er nicht mit fremden Menschen reden oder mitgehen durfte.

 

"Mama... Papa... will nicht aufsteht...", schluchzte Leon und sah den Mann nun doch hilfesuchend an.

 

"Ich war bestimmt böse... und Mama will mich nicht mehr...seht...", stotterte der Kleine weinend weiter, wobei er unbewusst mit seinen kleinen Fingerchen auf das Haus am Ende der Straße zeigte.

 

Er zitterte, ihm war noch immer kalt und er hatte Hunger. Normalerweise hätte ihm seine Mama doch schon längst das Frühstück gemacht. Doch nun war er ...ganz allein...

 

Traurig und allein... mit einem wildfremden Mann, der gar nicht böse zu sein schien... dennoch hatte Leon Angst und zitterte ein wenig.... vor Angst... vor Kälte und Hunger hatte er auch immer noch... begriff so gar nicht was hier los war...

 

*-*-*

 

''Einen Moment noch'', sagte ich zu meinem Sekretär.

 

Dann ging ich die Straße entlang, folgte dem Finger des kleinen Jungen auf meinem Arm.

 

''Alles gut, du brauchst keine Angst zu haben. Dir wird nicht geschehen, Ich komme jetzt mit und wir schauen, wo deine Eltern sind, okay'', lächelte ich den Kleinen an.

 

Es war irgendwie alles komisch und ich hatte ein ganz mulmiges Gefühl in der Magengegend. Mein Sekretär folgte uns etwas aufgebracht.

 

Als wir das Haus erreichten, stand bereits die Haustür offen.

 

''Sind deine Eltern Zuhause?'', fragte ich den Kleinen, ließ ihn aber nicht los, versuchte ihn auch ein wenig zu wärmen. Immerhin war er immer noch ganz kalt.

 

''Hallo? Jemand zu Hause?'', fragte ich dann und klopfte kräftig an die Tür. Irgendwie war es gruselig, doch ich ging trotzdem hinein.

 

*-*-*

 

Leon stammelte sich frei und fiel etwas unsanft auf den Boden.

 

Er fasste den fremden Mann an der Hand und zog ihn mehr oder weniger hinter sich her, ins Schlafzimmer.

 

"Guck...", zeigte er mit seinen Fingerchen, auf seine Eltern die im Bett lagen: "Mama... Papa wollen nicht aufsteht.", beschwerte er sich bei dem fremden Mann.

 

Er krabbelte auf das Bett und versuchte abermals seine Eltern zu wecken... jedoch wiederum ohne Erfolg.

 

Wieder weinte er.

 

"Mama... Papa...", schluchzte er wieder und zitterte.

 

*-*-*

 

Etwas wortlos ließ ich mich ins Schlafzimmer führen und war sehr erstaunt, was ich da zu sehen bekam.

 

''Sieg?'', rief ich nach meinem Sekretär, der sofort zur Stelle war.

 

''Kein Puls!'', kam es von ihm. Während er den Pulsschlag überprüfte und nebenbei den Notarzt anrief, nahm ich den kleinen Mann an die Hand.

 

''Wir kümmern uns jetzt darum. Wie heißt du eigentlich?'', wollte ich von dem kleinen Jungen wissen, ''Willst du mir mal dein Zimmer zeigen?''

 

Sieg schüttelte unterdessen den Kopf, als Zeichen, dass bei beiden Eltern kein Puls mehr zu spüren war. Dabei redete er bereits mit dem Notarzt und ich konnte noch hören wie er sagte, dass sie bereits in der Leichenstarre waren.

 

Der Junge tat mir so leid und ich war der Meinung, dass er das hier nicht länger mit ansehen sollte. Deshalb versuchte ich ihn abzulenken.

 

*-*-*

 

"Ich... heiße Leon Rogers und bin... schon... vier Jahre.", antwortete der Kleine ängstlich stotternd und nickte auf die nächste Frage des fremden Mannes.

 

Er ging dann etwas vor, nicht allzu viel... hielt ihn doch der Mann an der Hand. Er sah sich aber noch einmal um... was war nur mit seiner Mama und mit seinem Papa? Tränen liefen ihm wieder an den kleinen Wangen herab... so als spürte er, dass etwas nicht in Ordnung war.

 

Der andere fremde Mann hatte irgendwas gesagt... was Leon nicht verstand und er hatte Angst... große Angst.

 

Eigentlich wollte er wieder zu seinen Eltern... er hatte sie doch so lieb... warum wachten sie nicht auf?

 

Schließlich riss er sich wieder von der Hand des Mannes los und rannte zurück ins Schlafzimmer seiner Eltern, wo er sogleich wieder auf das Bett krabbelte, sich zwischen seine Eltern legte und sich an sie kuschelte.

 

Ganz ruhig blieb er zwischen seinen toten Eltern liegen, schmiegte sich an sie... hoffte sie wären dann nicht mehr böse mit ihm.

 

"Mama... Papa... ich hab lieb...", schluchzte er weiter, konnte sich nicht beruhigen... streichelte seine Mama liebevoll und schloss die Augen.

 

*-*-*

 

Es brach mir beinahe das Herz, wie Leon sich verhielt.

 

Ich hatte ihm noch geantwortet, dass ich Ajan Bahri hieß, doch war ich mir nicht sicher, ob es es realisiert hatte.

 

Sieg wollte Leon schon wegziehen, doch ich war der Meinung, dass er sich ruhig verabschieden sollte.

 

''Gib ihm einen Moment!'', bat ich meinen Sekretär.

 

Wenig später kam der Krankenwagen und die Polizei. Erst dann nahm ich Leon wieder an mich.

 

''Magst du mir jetzt dein Zimmer zeigen? Schau mal das ist die Polizei und die kümmern sich jetzt um deine Eltern'', versuchte ich ihn erst mal aus dem Zimmer zu locken.

 

''Herr Bahri, sie haben die Beiden gefunden? Dann haben wir sicher noch ein paar Fragen an sie'', kam es vom Polizisten, der mich kannte, da mein Vater eine große Firma hatte und sehr bekannt war.

 

''Mein Sekretär war dabei und wird ihnen vorläufig die Fragen beantworten. Ich werde Leon erst mal hier raus bringen'', antwortete ich.

 

Sieg nickte zustimmend und schaute uns nach.

 

*-*-*

 

Leon schaute auf, als er die vielen anderen Leute ins Schlafzimmer kommen sah... es waren die Polizei und der Notarzt, das wusste Leon auch schon.

 

Noch einmal schaute er seine Eltern an... sie waren wohl wirklich sehr böse auf ihn, dass sie ihn nicht mehr sehen wollten.

 

Noch einmal streichelte er beide...:

 

"Mama... Papa....", weinte er noch immer schluchzend, stand dann aber resignierend auf, nickte auf die Frage des fremden Mannes hin, der sich ihm als Ajan vorgestellt hatte.

 

Langsam ging er in sein Kinderzimmer, zeigte aber nur wortlos mit dem Finger drauf, dann nahm er sich seine Sachen, die ihm seine Mama gestern Abend noch raus gelegt hatte, und ging dann ins Bad.

 

Dort wusch er sich, wie er es gelernt hatte, putzte sich die Zähne und zog sich anschließend an. Danach kämmte er sich die Haare, mit seiner Bürste.

 

Bekleidet mit einem weißen Pullover, einer blauen Latzhose, weißen Söckchen und schwarzen Schuhen, verließ er das Bad.

 

Ohne ein Wort zu sagen, ging er dann in sein Zimmer, schnappte sich seinen hellbraunen Lieblingsteddybären, den ihm seine Eltern zum vierten Geburtstag geschenkt hatten und lief dann langsam ins Wohnzimmer, wo er sich in eine Ecke setzte... seinen Bären festhielt und immer wieder vor und zurück schaukelte.

 

Denn noch immer begriff er nicht was los war. Warum die Polizisten hier waren... warum seine Eltern ihn nicht mehr lieb hatten... ihn nicht mehr sehen wollten....

 

Jedoch weinte er nun nicht mehr... zitterte nur noch und schaukelte weiter vor und zurück....

 

*-*-*

 

Der Kleine hatte sich selbstständig fertig gemacht und ich ging ihm langsam nach.

 

''Leon'', sprach ich ihn ruhig an, nachdem ich mich vor ihm hingesetzt hatte, ''Deine Eltern sind nicht böse auf dich.''

 

Irgendwie musste ich es dem Kleinen doch begreiflich machen.

 

''Haben deine Eltern dir schon mal etwas von dem Himmel erzählt und dass, wenn jemand stirbt, dass er dann dorthin kommt?'', hakte ich nach.

 

Irgendwie tat ich mich ein wenig schwer, immerhin hatte ich keine Kinder und bisher auch noch keinen Umgang mit ihnen gehabt.

 

Sieg stand währenddessen schon wieder in der Tür und schien etwas sagen zu wollen, was er dann aber doch ließ. Nebenbei bekam ich mit, wie er meinen Termin wohl absagte.

 

Erfreut würde mein Termin darüber nicht sein, aber das nützte jetzt nichts.

 

Dann stand auch schon ein Polizist in der Tür und wollte mit mir reden.

 

''Ich bin gleich wieder da, okay'', sagte ich zu Leon, versuchte ihm irgendwie Halt zu geben. Aber im Grunde war ich nur ein fremder Mann für ihn.

 

''Wir bringen sie jetzt weg. Gleich kommt eine Psychiaterin, die wird sich des Jungen annehmen. Er wird erst mal mitkommen, bis wir wissen, wer seine Paten sind oder ob Verwandtschaft für ihn zuständig ist'', erklärte der Polizist mir.

 

Es kam so kalt rüber, als wäre Leon ein Gegenstand und ich schaute den Polizisten erschrocken an.

 

''Wenn Leon es möchte, kann er auch solange bei mir bleiben, bis die Sache geklärt ist. Ich denke eine Polizeiwache wäre nicht der richtige Ort für einen verängstigten kleinen Jungen'', kam es im ernsten Ton über meine Lippen und ich hatte für mich eine Entscheidung getroffen.

 

''Ähm... Herr Bahri, ich weiß wie viel Einfluss ihr Vater hat, aber ich bin mir nicht sicher, ob das so einfach geht. Wir haben Vorlagen... sie verstehen'', stotterte der Polizist.

 

''Warten wir mal ab, was die Psychiaterin dazu zu sagen hat'', beschloss ich, ließ den Polizisten stehen und widmete mich wieder Leon.

 

''Na mein Kleiner, hast du auch Hunger? Soll ich mal schauen, ob ihr etwas leckeres zum Frühstücken da habt? Oder wollen wir mal zusammen schauen?'', versuchte ich Leon etwas abzulenken.

 

Vielleicht würde er auch gar nichts weiter essen, aber ein Versuch war es definitiv wert.

 

*-*-*

 

Erst jetzt, da Ajan ihm was von Himmel erzählte, begriff Leon, dass seine Eltern tot waren... sie hatten ihn allein gelassen... einfach so allein gelassen.

 

Nun hatte er niemanden mehr... nur noch seinen Teddybären, aber er weinte nun nicht... konnte es nicht, starrte nur vor sich hin, auch sagen konnte er jetzt nichts mehr, schüttelte aber den Kopf, als Ajan was vom Essen sagte.

 

Schließlich stand er auf und rannte wie vom Blitz getroffen in sein Zimmer, wo er sich unters Bett.... in die hinterste Ecke versteckte und sich ganz klein machte. Seinen Teddybären Maxi hielt er dabei engumschlungen fest... würde ihn wohl vorläufig nicht loslassen.

 

Niemand würde ihn hier finden.

 

Er hatte Angst... solche Angst.

 

Natürlich hatte er genau gehört was sich die Erwachsenen unterhalten hatten... dass es dabei um ihn ging.

 

Sie wollten ihn mitnehmen... einfach so mitnehmen... nein... er würde hier unterm Bett liegen bleiben... hier würden sie ihn nicht finden.

 

Jetzt erst weinte er wieder... leise... schluchzend.

 

*-*-*

 

Ich beließ es dabei. Vielleicht brauchte der Kleine einfach ein wenig Zeit. Schließlich kannte ich mich mit so etwas gar nicht aus.

 

Sieg schaute ungeduldig auf die Uhr, was mir sagte, dass bald der nächste Termin anstände.

 

Zum Glück kam die Psychiaterin, die sich, nachdem sie mir zugehört hatte, direkt um Leon kümmerte. Sie wollte sich ihr eigenes Bild machen.

 

Vermutlich hatte ich nicht mal den Hauch einer Chance. Wieso machte ich mir auch so einen Kopf um den Kleinen. Bis vor ein paar Minuten kannte ich ihn nicht einmal.

 

Wahrscheinlich hatte er Oma und Opa oder Onkel und Tante bei denen er besser aufgehoben war und die er sehr gut kannte.

 

*-*-*

 

Noch immer lag Leon unter dem Bett, als er ängstlich sah, wie sich zwei Beine vor sein Bett stellten und die Decke langsam angehoben wurde und sich dann ein weiblicher Kopf zeigte.

 

"Hallo, du bist Leon, hm.", sprach ihn die Frau an.

 

"Magst du nicht zu mir kommen? Es ist doch so dunkel unter dem Bett, hm?"

 

Aber Leon rührte sich nicht.

 

"Ich möchte dir helfen, Leon und mich nur mit dir unterhalten, okay. Du kannst auch unter dem Bett bleiben, wenn du dich dort sicherer fühlst."

 

Aber Leon antwortete und regte sich auch weiterhin nicht. Er weinte nur schluchzend... konnte sich nicht beruhigen.

 

So wurde es schließlich notwendig, dass ihn die Psychiaterin vorsichtig unter dem Bett hervorziehen musste.

 

Leon schrie sich nun aber beinahe die Seele aus dem Leib.

 

"NEIN.... MAMA!", schrie und weinte er... konnte es nicht überwinden, dass ihn seine Eltern einfach so verlassen hatten.

 

Es zerriss auch der Psychiaterin beinahe das Herz, den Kleinen so leiden sehen zu müssen.

 

Anscheinend hatte es wirklich keinen Sinn, der Kleine war zu verstört und geschockt.

 

So würde auch sie an ihn nicht herankommen. Irgendwie fühlte auch sie sich nun ein wenig hilflos.

 

Auch ihr entkam Leon und rannte kopflos und weinend aus dem Haus... rannte einfach so lange und soweit ihn seine kleinen Beine trugen, doch ließ er seinen Teddy dabei nicht los.

 

*-*-*

 

''Na das haben sie ja toll hinbekommen'', regte ich mich auf, ''So was nennt sich Psychiaterin!''

 

Ich war so was von wütend auf die Frau, dass ich gar nicht merkte, die unfreundlich mein Ton war. Sieg jedenfalls schien mich zu verstehen und eilte voraus, um den Wagen holen zu lassen.

 

Auch ich rannte raus, doch suchte ich nach Leon. So weit konnten ihn seine zwei kleinen Beinchen ja noch nicht getragen haben. Bald war Sieg auch schon mit dem Wagen da und dann sah ich Leon auch schon.

 

*-*-*

 

Eine Weile lief Leon noch, doch dann stolperte er, fiel hin und blieb einfach liegen. Er konnte nicht mehr.... versuchte gar nicht erst mehr aufzustehen.

 

Er weinte und noch immer konnte er sich nicht beruhigen.

 

Da es ihm aber zu kalt wurde, krabbelte er nun auf allen Vieren an eine Hauswand, kauerte sich an die Mauer und starrte vor sich hin... seinen Teddybären hatte er auf der Straße liegen lassen.

 

Er wusste nun zwar, dass seine Eltern im Himmel waren, aber er verstand nicht warum sie ihn ganz allein gelassen hatten...

 

*-*-*

 

Erst war ich noch gerannt, jetzt wurde mein Schritt langsamer und ich versuchte meinen Atem zu beruhigen.

 

Vorsichtig hob ich Leons Teddy auf und setzte mich neben Leon an die Hauswand.

 

''Ich hab deinen Teddy gefragt, ob du jemanden hier hast, zum Beispiel eine Oma oder einen Opa? Einen Onkel oder eine Tante? Ist jemand für dich da? Doch weißt du was? Teddy redet nicht mit mir?

 

Er mag mich wohl nicht...'', versuchte ich Leon aus der Reserve zu locken.

 

*-*-*

 

Noch immer starrte Leon geschockt vor sich hin, als er Ajan hörte, wie er mit ihm sprach.

 

Nur ganz langsam richtete er seinen Blick zu Ajan, schaute ihn an und meinte:

 

"Nein... Maxi nicht böse... Maxi lieb... und Maxi mag dich."

 

Traurig sah Leon Ajan an und sprach stotternd... sehr langsam weiter:

 

"Meine Oma und Opa ist auch im Himmel und ...Tante und Onkel hat ich ...nicht."

 

Ajan, weiterhin ansehend sprach Leon traurig weiter:

 

"Jetzt... ist Maxi und ich ...ganz alleine.", dann weinte er wieder und wie von selbst... so als bräuchte er jetzt dringend Trost, lehnte er sich an Ajan an... krallte seine kleinen Hände in dessen Sachen.

 

Langsam krabbelte er nun auf Ajans Schoß, hielt sich an ihm fest und sah ihm mit Hundebabyblick ...hilfesuchend... bittend an.

 

*-*-*

 

''Du bist nicht allein. Wenn du und Maxi möchtet, dass ich für euch da bin, dann werde ich für euch da sein!'', antwortete ich wie von selbst und hielt Leon in meinen Armen, versuchte ihn zu trösten.

 

Jetzt würde ich alles dafür tun, dass Leon mit zu mir dürfte.

 

Schon waren die Sirenen zu hören. Ziemlich spät, wie ich fand. Als der Polizist ausstieg, blieb er beim Wagen stehen und schaute sich das Schauspiel an. Jetzt verstand er mein Handeln und unternahm nichts.

 

Auch die Psychiaterin, die scheinbar nicht so gut zu Fuß war, kam keuchend dazu.

 

''Alles wird gut, Leon'', sprach ich, ''Ich bin ab jetzt für dich da!''

 

*-*-*

 

Noch ein wenig traurig sah Leon Ajan an, doch spürte auch er langsam, dass er doch nicht allein sein musste... zudem hatte Ajan es ja gesagt, dass er nicht allein war und er für ihn da sein wollte.

 

Außerdem war Ajan bis jetzt der einzige gewesen, der sich wirklich Mühe mit ihm gegeben hatte. Alle anderen hatte es doch nicht wirklich interessiert was mit ihm wurde.

 

Schließlich nickte Leon ein wenig verstehend und einwilligend... kuschelte sich an Ajan heran, der ihn lieb in seinen Armen hielt, und schloss ein bisschen die Augen.

 

Nur einen Moment Ruhe... das alles war sehr viel für ihn gewesen.

 

Als er dann jedoch die Sirenen hörte, erschrak er sich so sehr, dass er sich Schutz suchend an Ajan krallte und ihm am liebsten noch in die Hosentasche gekrabbelt wäre. Nun ließ er ihn nicht mehr los.

 

Er wollte die anderen Leute nicht sehen... sie sollten weggehen.

 

Die Psychiaterin stand nur noch da und schaute Leon verblüfft an. Nun, dazu fiel ihr auch nichts mehr ein. Der Kleine hatte anscheinend seinen Beschützer und vielleicht – Ersatzvater gefunden.

 

Der Polizist fuhr nun wieder ab, für ihn war die Sache ebenfalls klar gewesen.

 

Nur die Psychiaterin riet Ajan noch, während sie Leon lächelnd ansah:

 

"Wenn sie sich wirklich um Leon kümmern wollen, werden sie viel Geduld für ihn aufbringen müssen und es wird nicht leicht für sie werden. Denn der Kleine muss diese ganze Sache erst richtig verarbeiten. Er wird viel Liebe und Geborgenheit brauchen.

 

Kümmern sie sich gut um Leon und sollten sie Hilfe brauchen, dann wenden sie sich ruhig an mich.", mit diesen Worten verabschiedete sie sich von Ajan und auch von Leon, der sich aber noch immer an "seinen Beschützer" krallte und ihn nicht mehr loslassen wollte....

 

~ Dreizehn Jahre später ~

 

Seit dem Tod meiner Eltern lebte ich nun bei Ajan.

 

Er hatte damals um mich gekämpft, durfte mich mit sich nehmen und sich um mich kümmern. Das tat er auch, mit seinem ganzen Herzen und seiner ganzen Liebe. Er war wirklich immer für mich da, obwohl er sehr oft eigentlich viel zu tun hatte, da er ja zwischenzeitlich die Firma seines Vaters übernommen hatte.

 

Dennoch fehlte es mir an nichts.

 

Ich bin Ajan noch heute mehr als dankbar und werde niemals vergessen was er für mich getan hat.

 

Ajan hatte mir irgendwann, als ich alt genug war, erklärt was mit meinen Eltern passiert war, doch konnte ich nicht um sie trauern, denn ich begriff, dass sie mich einfach allein gelassen hatten. Sie hatten sich das Leben genommen ohne auch nur eine Sekunde an ihren kleinen Sohn zu denken.

 

Was wäre denn aus mir geworden, wenn Ajan mich nicht gefunden und sich nicht so liebevoll um mich gekümmert hätte....?

 

Irgendwann kam ich dann auch in die Schule, fand Freunde und lernte sehr gut und sehr schnell. Ajan half mir wo er konnte, auch bei den Hausaufgaben, wenn ich mal etwas nicht so wirklich verstand.

 

Ich sah ihn als meinen Ersatzvater, als meinen Beschützer und Freund an... all das stellte er für mich dar und verkörperte er für mich. Nie konnte ich so mit jemandem über meine Probleme reden... meine Freude teilen... wie mit Ajan.

 

Er war wirklich alles für mich und gab mir in all der Zeit den Halt, den ich so dringend gebraucht hatte.

 

Mit ihm konnte ich lachen, weinen und einfach nur reden.

 

Da ich zur Zeit Sommerferien hatte, lag ich jetzt eben noch in meinem Bett und schlief mich aus. Von Ajan hörte ich erst mal nichts, er schien wohl schon aus aus dem Haus zu sein.

 

Ich würde erst später aufstehen und mich hier ein wenig nützlich machen.

 

Die elfte Klasse des Gymnasiums hatte ich schließlich mit einem sehr gut hinter mich gebracht und würde nach den Ferien in die zwölfte Klasse gehen.

 

Mir machte das Lernen wirklich großen Spaß, weshalb ich mich auch wirklich richtig dahinter klemmte, aber auch nicht zu viel. Ich hatte viel Freizeit und diese nutzte ich auch aus.

 

*-*-*

 

Wie fast jeden Morgen, war ich früh aus dem Haus und in der Firma fleißig. Termine über Termine standen an und ich versuchte, die meisten bis zum Mittag zu bewältigen.

 

Immerhin wollte ich zum Mittag Zuhause sein und dort essen, wie ich es in den Ferien immer tat. Der Schreibkram hatte sich auch angehäuft und zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl nicht dagegen anzukommen.

 

Doch wusste ich genau, wie sehr ich mich auf Leon verlassen konnte und er sich im Haushalt nützlich machen würde. Er half mir sogar manches mal beim beseitigen des Papierkrieges.

 

Er war mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich es mir ohne ihn gar nicht mehr vorstellen konnte. Mehr als ein Ziehsohn oder Freund bedeutete er mir.

 

Manches mal fragte ich mich, wie ich reagieren würde, wenn er mit einem Mädchen nach Hause kommen würde. Ob ich wie ein Vater reagieren würde? Käme ich überhaupt damit klar?

 

Bisher war es noch kein Thema bei ihm, doch Leon war ein gutaussehender junger Mann geworden, dem die Frauen gewiss Reihenweise nachliefen.

 

Mein Blick fiel in den großen Spiegel, der im Büro an der Wand hing und ich sah einen schlanken Mann, mittleren Alters im Anzug. Meine schwarzen kurzen Haare waren perfekt geföhnt und meine dunkelbraunen Augen, passten zu meinen Asiatischen dunklen Teint.

 

*-*-*

 

Irgendwann schälte ich mich auch mal aus dem Bett, schleppte mich ins Bad, stellte mich unter die Dusche und drehte das lauwarme Wasser auf.

 

Gründlich duschte und pflegte ich mich... vergaß auch meine nunmehr langen, schwarzen... gewellten Haare nicht, verließ dann die Dusche und trocknete mich ab. Das Badetuch hängte ich ordentlich über die Wanne und putzte mir dann meine Zähne.

 

Nackt verließ ich das Bad und ging in mein Zimmer, wo ich mich anzog und danach meine Haare trocken föhnte.

 

Anschließend machte ich mich auf in die Küche, wo ich mir ein Glas Orangensaft nahm und es in einem Zug leerte. Hunger hatte ich keinen, also unterließ ich es was zu essen.

 

Da Ajan jetzt nicht hier war, kümmerte ich mich um den Haushalt. Ich räumte die Spülmaschine aus, saugte und wischte Staub und tat auch sonst alles was eben so anfiel.

 

Ajan arbeitete wahrlich genug und wenn ich ihm ein wenig helfen konnte... war es nur gerecht.

 

Mit dem Haushalt fertig, begab ich mich ins Arbeitszimmer von Ajan und erledigte fleißig und sehr sorgfältig den Papierkram... eben wie ich es gewohnt war. Es machte mir Spaß Ajan zu helfen... war er doch auch immer für mich da gewesen.

 

Sicher, ich hätte auch ein wenig raus gehen können, aber das wollte ich nicht. Außerdem waren meine Freunde eh nicht da... sie waren verreist. Klar, sie hatten mich gefragt, ob ich mit wollte, aber ich hatte abgelehnt, blieb viel lieber bei Ajan.

 

Auch einige Mädchen hatten mich schon ziemlich angemacht, doch ließ ich sie alle eiskalt abblitzen... hatte einfach kein Interesse an ihnen.

 

Überhaupt hatte ich kein Interesse an irgendwelchen Beziehungen.... Freundschaften natürlich ausgenommen. Meine ganze Welt war hier im Haus bei Ajan... mehr brauchte und wollte ich nicht.

 

Er und nur er, war mir lieb und teuer. Jedoch konnte ich ihm seit einiger Zeit kaum noch, bis gar nicht mehr richtig in die Augen schauen... warum war mir nicht bewusst, aber es ging nicht.

 

Sobald er versuchte mit mir zu reden, begann ich ohne ersichtlichen Grund zu stottern und vor mich hin zu stammeln. Wenn er daheim war, verkrümelte ich mich in mein Zimmer... versuchte ihm auszuweichen.

 

Auch die Gefühle, die ich in seiner Gegenwart spürte... machten mich unsicher, so dass ich sehr oft weinte, wenn er nicht da war und es nicht sah... oder nachdachte... nicht wissend was das zu bedeuten hatte... warum ich so fühlte.

 

Mich aber Ajan in dieser Sache anvertrauen.... nein, das konnte ich nicht und litt für mich allein... schweigend...

 

Bald würde Ajan heim kommen und ich würde mich dann wahrscheinlich wieder in mein Zimmer verkrümeln... nur um ihm nicht in die Augen schauen oder ihm gegenüber stehen zu müssen.

 

Leider ließ sich das nicht immer verhindern und ich würde somit weiter vor mich hin leiden... und... schweigen...

 

*-*-*

 

Die Uhr zeigte schon nach 12, als ich endlich fertig war. Schnellen Schrittes verließ ich das Gebäude und fuhr nach Hause.

 

Der Weg war nicht allzu weit, so dass ich auch bald in die Garage fuhr. Anschließend ging ich ins Haus, wo ich meine Schuhe direkt auszog und mein Jacke auf einen Bügel hängte.

 

''Ich bin Zuhause'', rief ich in die Stille hinein, wie ich es immer tat.

 

Im Vorbeigehen klopfte ich, wie immer, noch leise an Leons Tür. Dass er sich in letzter Zeit lieber in seinem Zimmer vergrub, kannte ich nun schon. Vermutete ich doch ein Mädchen dahinter, was mir Magenschmerzen bereitete.

 

Erst ging ich ins Bad und machte mich kurz frisch, wusch mir auch die Hände, bevor ich in die Küche ging, um Essen zuzubereiten.

 

Nebenbei deckte ich noch den Tisch für uns Beide, wobei ich es gerne edel mochte.

 

Mit dem Getränk wartete ich noch, da ich nicht wusste, was Leon trinken wollte. Mir stellte ich ein kleines Glas Wein hin.

 

Das Essen war beinahe fertig, als ich zu Leons Tür ging und abermals klopfte.

 

''Hey, mein Kleiner, Essen ist gleich fertig!''

 

*-*-*

 

Ach herrje... jetzt hatte ich doch glatt die Zeit vollkommen vergessen, bei all dem Papierkram und Ajan war nun schon zuhause... und ich hing noch immer im Arbeitszimmer herum.

 

Dass er an meine Tür geklopft hatte, hatte ich ebenfalls nicht mitbekommen, erst als er mich ansprach und meinte das Essen wäre gleich fertig, stand ich auf und verließ das Arbeitszimmer.

 

Auf dem Flur traf ich sogleich auf Ajan, der an meinem Zimmer stand.

 

"Hallo Ajan. Ich... war im ...Arbeitszimmer und hab... etwas Papierkram erledigt... und... ja... und den... Haushalt ...hab ich auch schon fertig... ich... ähm... mach dann... nachher auch... gleich ...weiter....", stotterte ich mal wieder herum, wobei sich mein Gesicht in ein leuchtendes Rot tauchte, während ich versuchte Ajan in die Augen zu blicken.

 

Es waren nunmehr schmachtende ...verliebte Blicke... ohne dass ich mir dessen allerdings bewusst wurde.

 

Jedoch hielt ich seinen Augen nicht lange stand, so dass ich verlegen meinen Blick wieder senkte.

 

"Ähm... also, ich... geh mir nur schnell... die Hände waschen...", stammelte ich weiter und verschwand dann ins Bad.

 

*-*-*

 

Nachdenklich ging ich zurück in die Küche. Leons Reaktion war mehr als eindeutig oder redete ich mir da etwas ein?

 

Gedankenverloren stellte ich das Essen auf den Tisch und nippte an meinen Glas Wein.

 

Könnte es wirklich sein?... Nein! Oder etwa doch?

 

Ich war wohl etwas überarbeitet und brauchte dringend ein bisschen Urlaub. Müde rieb ich mit der Hand über die Augen und atmete tief aus.

 

*-*-*

 

Nachdem ich mir die Hände im Bad gewaschen hatte, lehnte ich mich kurz an eine Wand und atmete tief durch bevor ich das Bad wieder verließ, um in die Küche zu gehen.

 

Die Küche erreicht fiel mein Blick sogleich auf Ajan, doch schwieg ich... denn mein Gesicht tat mal wieder nichts anderes als rot zu leuchten. Ich hatte echt das Gefühl... mein Gesicht würde glühen.... selbst mein Körper schien so halbwegs in Flammen zu stehen.

 

Warum, verdammt noch mal, musste Ajan so hammergeil aussehen?

 

Warum musste er solche Augen haben?

 

Warum musste er so lieb sein und warum musste er so einen Körperbau haben?

 

Ich setzte mich auf einen Stuhl und schaute nachdenklich aus dem Fenster... versuchte mich zu beruhigen... wieder in den Griff zu kriegen.

 

Versuchte mir zu sagen, dass er doch mein Ersatzvater war... aber ich kam einfach nicht gegen meine Gefühle an, die ich für ihn hegte.

 

Nervös kaute ich an meiner Unterlippe herum... selbst meine Fingernägel waren vor mir nicht sicher....

 

*-*-*

 

Als ich den Kopf wieder hob, sah ich Leon vor mir sitzen.

 

''Was hältst du von Urlaub? Ich glaube, ich könnte welchen gebrauchen!'', lächelte ich ihn an.

 

Warum eigentlich nicht? Ein paar Tage ausspannen, irgendwohin, in ein schönes Luxushotel mit Whirpool und Massagen. Natürlich alles separat.

 

Das würde uns sicher gut tun.

 

Dann tat ich mir etwas zu Essen auf und reichte Leon die Schüssel. Noch einen Schluck Wein genehmigte ich mir, bevor ich den ersten Bissen kostete.

 

Es war gut geworden. Zwar nicht hervorragend, aber gut!

 

*-*-*

 

Vollkommen aus meinen Gedanken gerissen, hörte ich Ajan mit mir reden und sah ihn erst mal leicht verwirrt an.

 

"'Ähm... ja... klar... ich....", weiter konnte ich nicht reden... es ging nicht... nicht wenn er so vor mir saß... mich so anblickte.

 

Irgendwie ein wenig von der Rolle nahm ich dankend die Schüssel entgegen und tat mir etwas auf den Teller.

 

"D-danke....", stammelte ich und schaute dann auf meinen Teller... konnte irgendwie nicht essen.

 

...Ajan...

 

Was tust du mit mir?

 

Warum schaust du mich so an?

 

Krampfhaft versuchte ich mich aufs Essen zu konzentrieren, aber es war nicht möglich. Mein Herz schlug so laut, dass ich meinte er müsste es hören können.

 

Aber anstatt mit ihm zu reden... oder es wenigstens zu versuchen rannen nun ein paar Tränen aus meinen Augen, doch wollte ich nicht, dass er sie sah, deshalb erhob ich mich und entschuldigte mich mit Tränen erstickter Stimme:

 

"Entschuldige mich bitte, einen Augenblick...", dann lief ich aus der Küche raus... direkt in mein Zimmer...

 

*-*-*

 

''Leon?'', kam es fragend von mir. Dann erhob ich mich und ging ihm nach. Klopfte jedoch höflich an die Tür und wartete auf eine Antwort.

 

''Ist alles okay bei dir?'', fragte ich besorgt.

 

Ich machte mir ernsthafte Gedanken und fragte mich, ob ich etwas falsches gesagt hatte oder aber, ob es etwas in der Schule war, was ihn so mitnahm.

 

''Leon, bitte rede mit mir. Du weißt doch, dass du mir alles sagen kannst!'', bat ich ihn dann noch.

 

Mich nahm das ganze total mit und ich hatte selber auch schon Tränen in den Augen.

 

*-*-*

 

Schnell wischte ich mir die Tränen weg und sagte, noch ein wenig schluchzend:

 

"Du kannst ruhig reinkommen."

 

Doch blieb ich erst mal am Fenster stehen, sah hinaus.

 

Sicher, ich wusste, dass ich mit Ajan über alles reden konnte, aber sorry, darüber konnte ich mit ihm nicht reden... es ging nicht... nicht wenn es dabei um ihn und mich ging.

 

Ich packte das nicht.

 

Wie sollte ich ihm denn sagen, was ich für ihn empfand?

 

Nein, nein, nein... ich konnte nicht... lieber schluckte ich alles runter und litt für mich allein.

 

Aber ich wollte auch nicht, dass sich Ajan Sorgen um mich machen musste... also würde ich mich wohl noch etwas mehr zusammenreißen müssen... was so schon weh genug tat...

 

*-*-*

 

Langsam öffnete ich die Tür und ging in Leons Zimmer. Liebevoll legte ich eine Hand auf seine Schulter und zog ihn ein wenig zu mir herum.

 

Mit vorgestellten Lippen und einem aufgesetzten Hundeblick schaute ich ihn an.

 

''Hab ich etwas falsches gesagt? Willst du lieber hier bleiben?'', wollte ich von ihm wissen.

 

Es tat mir weh, ihn so zu sehen. Erst recht wenn er versuchte alles zu überspielen.

 

Vielleicht würde es mit ein paar Wochen Urlaub wirklich besser werden.

 

*-*-*

 

Ich schüttelte den Kopf und sah ihm nur ganz kurz in die Augen, senkte meinen Blick aber direkt wieder.

 

"Nein... ich... du hast nichts falsches gesagt und... ich... also... würde gern mit... dir in den Urlaub fahren. Es ist nur... ich... ich..."

 

Nein, es ging nicht... ich wollte ihm doch sagen, was ich für ihn empfand... aber... ich traute mich das einfach nicht.

 

Die Angst, er könnte mich auslachen, oder für verrückt erklären... saß tief.

 

Noch einmal atmete ich tief durch und fasste allen Mut zusammen... auch auf die Gefahr hin, dass er mich abweisen würde.

 

"Also... es ist so.... ich... habe... weißt du... ich habe, in deiner Gegenwart immer so... seltsame Gefühle... so... es kribbelt wie verrückt in meinem Bauch, wenn ich dich... anschaue... oder mit dir rede...

 

Ich weiß ja... es klingt verrückt... aber... ich kann es doch... nicht ändern... ich... weiß nicht was ich tun ...soll.", sprach ich es nun doch aus... sah ihn jedoch nicht an.

 

Jetzt war es zwar raus, aber ich fühlte mich deswegen nicht etwa besser... nein, jetzt hatte ich ein scheußliches Gefühl in meiner Magengegend.... als würde sich alles zusammen krampfen...

 

*-*-*

 

Ein breites Lächeln legte sich auf mein Gesicht und ich schaute Leon immer noch an. Mein Kleiner! Mein Sonnenschein. Der junge Mann, der mein Leben so von Grund auf verändert hatte.

 

''Du weißt aber schon, was das vermutlich bedeutet, oder?'', hakte ich nach und nun hielten meine Hände, seine Arme links und rechts sanft gefangen.

 

Liebevoll schaute ich Leon in die Augen und streichelte seine Arme mit einer sanften Auf- und Abbewegung.

 

*-*-*

 

Seine sanfte Berührung an meinen Armen ließ mein Gesicht gleich noch etwas mehr glühen. Nur einen Moment schloss ich genießend die Augen, um sich gleich darauf wieder zu öffnen und Ajan kurz in die Augen zu schauen.

 

Aber ich senkte meinen Blick gleich wieder, sehr verlegen, nickte dennoch verstehend.

 

"Ja, ich... weiß... was... na ja, das bedeutet.", antwortete ich Ajan... leise... kaum hörbar.

 

Na ja, zumindest hatte er mich nicht ausgelacht... mich auch nicht für verrückt erklärt... abgewiesen hatte er mich auch nicht... aber... er hatte es auch nicht erwidert.

 

Was sollte ich jetzt denken... wie sollte ich mich jetzt verhalten?

 

Dieses sanfte... liebevolle Streicheln... es ließ mich nicht los und ich hatte das Gefühl, als würde meine Haut zu brennen beginnen, wo er mich berührte und streichelte.

 

Nun sah ich ihm schmachtend in die Augen... versuchte seinem Blick von diesen so wunderschönen Augen stand zu halten.

 

*-*-*

 

''Gut! Was bedeutet es denn?', fragte ich Leon bewusst.

 

Sicher war mir klar, wie sehr ich ihn gerade quälte, doch brauchte ich etwas Zeit. Für mich kam das alles sehr überraschend. Immerhin hatte ich die ganze Zeit eine Frau dahinter vermutet oder Probleme in der Schule.

 

Über all die Jahre hinweg war ich immer nur mit dem Arbeiten beschäftigt gewesen. Sicher gab es auch mal die eine oder andere Frau in meinem Leben, doch wirklich wichtig war mir immer nur Leon gewesen.

 

Er stand an erster Stelle und das konnten die Frauen bisher immer nie verstehen.

 

Jetzt hatte der Kleine tatsächlich Gefühle für mich entwickelt. Doch was, denn alles nur eine Phase war? Was, wenn er in Wirklichkeit auf Frauen stand?

 

Fragen über Fragen gingen durch meinen Kopf und es qualmte schon vom Nachdenken.

 

Angenommen, ich fing etwas mit ihm an und es würde schief gehen? Wie würden wir dann miteinander umgehen? Wären wir dann noch wie vorher eine Art Vater und Sohn oder überhaupt noch Freunde?

 

*-*-*

 

Enttäuscht sah ich Ajan an senkte dann meinen Blick und schälte mich anschließend an ihm vorbei, nachdem ich mich von ihm gelöst hatte.

 

"Ich versteh schon, du magst mich nicht... du fühlst nichts für mich!!!

 

Ich werde dir sagen was das bedeutet! Das bedeutet, dass ich dich hasse... abgrundtief hasse! Und ich hoffe diese Antwort stellt dich zufrieden!", schrie ich ihn verletzt an.

 

Natürlich hasste ich ihn nicht... wie konnte ich denn auch, aber es tat einfach zu weh... ich liebte ihn doch... warum stellte er mir dann solche Fragen...

 

Warum... nur... warum...?

 

Weinend, weil es in meinem Herzen so weh tat... verließ ich das Zimmer und fragte schluchzend im hinausgehen:

 

"Wenn du mich nicht magst... warum hast du mich dann damals erst bei dir aufgenommen?!", dann rannte ich davon... verließ, auf dem schnellsten Wege, das Haus und rannte einfach irgendwohin.

 

Egal wohin... nur weg von hier...

 

Seinen Anblick konnte ich nicht mehr ertragen.

 

Ich musste einfach irgendwohin... nur wusste ich nicht wohin ich laufen sollte.

 

Kopflos lief ich einfach weg.

 

Nach einer Weile erreichte ich mein Elternhaus... es stand noch immer leer... so ging ich hinein... doch sah ich mich hier nicht großartig um.

 

Natürlich sah ich, dass hier alles verstaubt war und doch war alles noch an seinem Platz.

 

So ging ich in mein altes Kinderzimmer... in dem ebenfalls alles noch vorhanden war... dort schnappte ich mir das kleine weiße Schaf und nahm es ihn die Arme.

 

Es war staubig, ja... aber es war noch immer super weich.

 

Ich kauerte mich, mit angezogenen Knien, in eine Ecke und weinte einfach nur noch bitterlich.

 

Was sollte ich denn hier noch?

 

Meine Eltern hatten mich verlassen... Ajan mochte mich auch nicht... und ich war nun wieder...

 

...einsam... allein... und traurig...

 

Was war denn das für ein Leben?

 

Vielleicht wäre es doch besser, wenn ich ebenfalls ging... mich von dieser Welt verabschiedete.

 

Mir war einfach alles zu viel... ich konnte nicht mehr...

 

Warum hatte ich mich Ajan auch anvertraut? Ich hätte es mir doch denken können, was das werden würde...

 

Fest stand für mich, dass ich sicher nichts mehr sagen würde... mit niemandem mehr reden würde.

 

Schließlich stand ich wieder auf, lief wie automatisch in die Küche und öffnete die Schublade mit den Messern.

 

Ein großes, sehr gutes Messer hatte es mir angetan und ich nahm es aus der Schublade heraus. Fast zärtlich streichelte ich über die Klinge und nickte.

 

Ja, das Messer war genau das richtige Werkzeug... meinem Leben ein Ende zu setzen...

 

*-*-*

 

Na, das hatte ich ja toll hinbekommen. Doch hatte Leon die Rechnung ohne mich gemacht. Da ich nebenbei viel Sport trieb, rannte ich Leon hinterher, blieb ihm dicht auf den Fersen.

 

Als er dann in sein altes Elternhaus rein ging, wusste ich nicht so recht, ob ich auch hineingehen sollte. Ich hatte große Angst um ihn und wusste nicht, ob ich die richtigen Worte finden würde.

 

Nach langem hin und her, ging ich doch hinein und leisen Schrittes suchte ich Leon. Alles war an seinem Platz geblieben, genau wie damals, stand noch immer alles da.

 

Komisch, dass sich die Stadt hierum nicht scherte.

 

Dann sah ich meinen Kleinen in der Küche stehen...

 

''Leon'', sprach ich ganz ruhig, ''Du willst doch wohl keine Dummheiten machen?''

 

Langsam ging ich auf ihn zu und legte meine Hand um die Klinge des großen scharfen Messers, das Leon in der Hand hielt. Tränen standen in meinen Augen, bereit über meine Wangen zu rollen.

 

''Denkst du wirklich, dass ich nichts für dich empfinde? Glaubst du etwa, ich habe dich nur aus Nächstenliebe damals aufgenommen? In all der Zeit soll ich keine Gefühle für dich haben?...

 

Ich wollte nur wissen, ob du dir auch sicher bist! Verstehst du?

 

Die ganze Zeit habe ich hinter deinem Verhalten eine Frau vermutet und wusste nicht mal, wie ich damit klar kommen sollte. Der Gedanke dich teilen zu müssen, brach mir beinahe das Herz!'' erklärte ich in aller Ruhe.

 

Dann liefen die Tränen über meine Wangen, da ich das Gefühl hatte, Leon würde mir nicht glauben.

 

''Du bist MEIN KLEINER!'', schluchzte ich, ''Was sollte ich ohne dich tun?''

 

*-*-*

 

Gerade als ich noch überlegte, ob ich das hier wirklich tun sollte... wollte, hörte ich Ajan in die Küche kommen und sah dann auch, wie sich seine Hand um die Klinge des Messers legte, das ich in der Hand hielt.

 

Ich war so aufgewühlt gewesen, dass ich nicht einmal gemerkt hatte, dass er mich verfolgte.

 

Mit dicken Tränen in den Augen sah ich Ajan an, sah auch, dass er ebenfalls Tränen in den Augen hatte.

 

Noch immer etwas aufgewühlt hörte ich, was Ajan sagte. Natürlich wusste ich das alles längst... hatte ich doch vorhin nur in Rage das alles gesagt, was ich natürlich nicht so gemeint hatte, wie ich es sagte.

 

Ich ließ schließlich das Messer los, das dann scheppernd zu Boden fiel.

 

"Das... weiß ich doch und... ich... es tut mir leid, was ich zu dir gesagt habe. Ich hasse dich nicht... niemals könnte ich dich hassen...

 

Ich liebe dich doch.

 

Und ja, ich bin mir sicher... dass ich dich... liebe.

 

Es tut mir leid, verzeih mir... bitte.", schluchzte ich, ging auf ihn zu und nahm ihn einfach in die Arme.... streichelte seinen Rücken liebevoll ...tröstend.

 

"Du... du bist doch mein ein und alles... meine ganze Welt... alles was ich habe.", flüsterte ich ihm zu, dann schmiegte ich mich an ihn... hielt ihn fest... wollte ihn nicht mehr loslassen.

 

Mir tat es wirklich leid, dass ich mich so dämlich verhalten hatte...

 

*-*-*

 

Erleichterung machte sich mit dem scheppernden Messer breit und ich erwiderte Leons Umarmung. Liebevoll streichelte auch ich Leons Rücken und genoss dessen Nähe.

 

Ich war so erleichtert darüber, dass alles gut verlaufen war.

 

''Hängst du so sehr an dem Haus? Wenn du möchtest kaufe ich es und wir richten es wieder her? Jedenfalls sollte hier etwas geschehen. So kann es nicht bleiben!'', sagte ich nach einer ganzen Weile, als wir uns endlich beruhigte hatten.

 

Fragend schaute ich in Leon in die Augen.

 

Er war ein so hübscher junger Mann geworden. Damals hätte ich mir das nicht träumen lassen.

 

*-*-*

 

Sacht löste ich mich von Ajan und schaute ihm in die Augen.

 

Mit einem Kopfschütteln verneinte ich seine Frage:

 

"Nein, ich hänge eigentlich nicht an dem Haus. Ich weiß nicht, es ...ich wollte vorhin einfach irgendwohin. Du brauchst es nicht zu kaufen... das ist nicht notwendig... außer du willst, dass ich ausziehe...", scherzte ich ein wenig, auch wenn die Situation nicht grad angemessen war, aber ich wollte die Situation einfach ein wenig auflockern.

 

Herrje, warum liebte ich meinen Ersatzvater so sehr? Warum nur musste er so Hammer aussehen?

 

Wie sollte ich mich, als Jugendlicher denn so noch beherrschen?

 

"Außerdem... hatte ich bisher kein Interesse an Frauen... oder Mädchen... und habe auch weiterhin kein Interesse an Frauen oder anderen Männern. Wie bist du denn auf diese Idee gekommen, dass ich mich für Frauen interessieren würde?", fragte ich ihn erklärend und sah ihm sanft... voller Liebe in die Augen.

 

*-*-*

 

''Okay, dann werde ich mich darum kümmern, dass das Haus einen Nutzen bekommt. Vielleicht als Waisenhaus? Was würdest du davon halten?'', fragte ich Leon.

 

Es hätte ja sein können, dass er an dem Haus hing, aber da war ich nun doch beruhigt.

 

''Na ja, dein Verhalten wies daraufhin, dass du dich scheinbar verliebt hattest und mir davon irgendwie nichts sagen konntest. Da habe ich eben eine Frau vermutet. Wie sollte ich auch ahnen, dass ich derjenige bin'', lächelte ich ihn sanft an.

 

Hach, er machte mich ganz kirre im Kopf. Wie sollte ich da einen klaren Gedanken fassen?

 

''Natürlich hättest du auch Probleme in der Schule haben können'', fügte ich hinzu.

 

*-*-*

 

"Jaaaaa....", strahlte ich nun: "Die Idee ist toll... ein Waisenhaus!", freute ich mich wie ein kleines Kind an Weihnachten und lächelte ihn freudestrahlend an.

 

"Ich würde gern dabei helfen, es einzurichten und ...und... und....", herrje, ich bekam mich gerade nicht mehr ein.

 

"Stimmt schon... es hätte alles sein können, aber ich habe mich nur deswegen immer in mein Zimmer verzogen, weil... ich dir einfach nicht mehr in die Augen sehen konnte... weil ich mich doch schon ...so lange in dich... verliebt hatte.", erklärte ich Ajan mit ruhiger Stimme.

 

Doch senkte ich meinen Blick wieder ein wenig.

 

"Ich wollte dir wirklich keine Sorgen bereiten... es tut mir leid... wirklich.", fügte ich schuldbewusst hinzu.

 

*-*-*

 

''Alles gut, jetzt haben wir doch alles geklärt'', lächelte ich Leon an, ''Mit Sicherheit darfst du helfen. Das kriegen wir schon hin.

 

Was hältst du davon, wenn wir uns jetzt auf den Weg nach Hause machen? Im Vorbeigehen sacken wir noch etwas leckeres beim Imbiss ein, da unser Essen sicherlich kalt geworden ist.

 

Am Nachmittag regle ich dann alles wegen des Hauses und buche uns einen schönen Urlaub. Vorausgesetzt du willst noch immer in den Urlaub fahren...'', sagte ich zu Leon und lächelte ihn liebevoll an, legte sogar meinen Arm um ihn.

 

Herrje, er konnte aber auch verdammt süß sein!

 

*-*-*

 

Jetzt freute ich mich einfach nur noch, dass ich würde wirklich helfen dürfen... es war mir wirklich ein Bedürfnis.

 

Heftig nickend, antwortete ich:

 

"Ja, ich würde gern mit dir in den Urlaub fahren... wenn du mich denn noch immer mitnehmen magst.", erwiderte ich auf seinen Vorschlag.

 

"Okay, gehen wir heim. Können wir uns eine Pizza holen, ja? Biiiitteeee...", fragte ich mit Hundebabyblick und genoss seinen Arm, der um mir lag... es fühlte sich so unglaublich gut an... einfach nur einmalig.

 

Dann verließen wir das Haus und ich schloss hinter mir die Tür.

 

Nein, hier wollte ich sicher nicht leben... es waren nicht gerade die besten Erinnerungen, die ich heran knüpfte. Warum es mich dennoch hierher gezogen hatte... kein Plan.

 

*-*-*

 

Jetzt musste ich doch lachen und nickte.

 

''Klar, will ich dich'', sagte ich zu ihm. Und wie ich ihn wollte.

 

''Du hast gewonnen und bekommst Pizza!'', ließ ich mich dann breitschlagen. Wie sollte ich dem Blick auch widerstehen?

 

Endlich hatte ich meinen alten Leon wieder und war sehr froh darüber. Wie versprochen holten wir uns auf dem Rückweg jeder eine Pizza, die wir Zuhause genossen.

 

Anschließend musste ich wieder zur Arbeit, aber nicht, ohne Leon noch einmal kräftig zu drücken und festzuhalten. Für mehr war jetzt erst mal keine Zeit, das musste warten.

 

Auf der Arbeit angekommen, kümmerte ich mich erst mal um das Haus, was sich als gar nicht so einfach erwies. Lange Telefonate waren dafür notwendig und eine Restschuld musste beglichen werden.

 

Doch am Geld sollte es nicht hapern. Für Leon war mir nichts zu teuer und so hatte ich es irgendwann endlich erreicht. Auch wenn es noch einige Wochen dauern würde, bis es voran gehen könnte.

 

Das störte mich aber nicht im geringsten, denn so hatten wir genügend Zeit für unseren Urlaub. Den buchte ich auch gleich darauf. Ein richtig schönes Hotel mit großem separatem Wellnessbad und Massagen.

 

Leon sollte in Ruhe abschalten und sich richtig entspannen. Natürlich hatte ich auch so meine Hintergedanken dabei. Schließlich sollte es so romantisch wie möglich werden.

 

*-*-*

 

Ich war wirklich sehr erleichtert, dass nun alles weitgehend geklärt war.

 

Wir hatten uns auf dem Weg nach Hause gut unterhalten und die Pizzen gekauft.

 

Nachdem wir die Pizzen zuhause gegessen hatten und Ajan wieder zur Arbeit gegangen war, machte ich mich ebenfalls wieder an die Arbeit.

 

Hach, es hatte wirklich gut getan und ich hatte es sehr genossen, als er mich an sich gedrückt und kurz festgehalten hatte... was ich natürlich erwiderte und ich ihn eigentlich gar nicht mehr loslassen wollte.

 

Erst mal räumte ich die Küche auf, wie es sich gehörte und ich es gewohnt war, dann ging ich wieder ins Arbeitszimmer, wo ich mich gleich wieder über den Papierkram hermachte und Ajan somit ein wenig helfen konnte.

 

Nebenbei dachte ich auch schon an den Urlaub mit Ajan und wohin wir wohl fahren würden... wie es werden würde... was wir unternehmen würden.

 

Allerdings blieb mir nicht allzu viel Zeit dafür, denn der Papierkram wollte auch erledigt werden und ein bisschen lernen wollte ich, trotz der Ferien, auch noch, damit ich nicht zu viel vergaß.

 

Den Schreibkram erledigt und alles ordentlich hergerichtet, ging ich in mein Zimmer, wo ich mich an meinen Schreibtisch setzte und zielstrebig zu lernen begann.

 

Dabei blendete ich aber alles um mich herum aus... konzentrierte mich wirklich nur auf meine Bücher und den Lernstoff.

 

*-*-*

 

Den Rest des Tage widmete ich wieder der Arbeit und den wichtigen Terminen. Es war viel zu tun, so dass ich erst spät nach Hause kam. Dabei wollte ich eigentlich eher Feierabend machen, doch da wir in wenigen Tagen in den Urlaub wollten, hatte ich bis dahin noch viel zu tun.

 

Müde am ich endlich Zuhause an.

 

''Ich bin Zuhause'', rief ich wie immer in die Stille hinein und klopfte kurz an Leons Zimmertür.

 

Dann ging ich in die Küche und schenkte mir etwas zu Trinken ein. Hunger hatte ich nicht wirklich. Eigentlich war ich nur müde und fertig.

 

Irgendwie musste ich Leon noch beibringen, dass die nächsten Tage viel Arbeit auf mich wartete. Außerdem mussten wir schauen, was wir noch besorgen mussten, für den Urlaub.

 

Vermutlich würde ich Leon mit Sieg losschicken müssen, da ich es zeitlich nicht einrichten konnte. Dafür würde Leon aber auch mit dem Urlaub belohnt werden.

 

*-*-*

 

Zunächst hörte ich es gar nicht, dass Ajan nach Hause kam, doch dann hörte ich ihn etwas sagen.

 

Kurz stand ich auf und verließ mein Zimmer, die Küche betretend.

 

"Hallo Ajan, schön, dass du wieder zuhause bist. Kann ich dir irgendwas helfen?", begrüßte ich ihn... ihm meine Hilfe anbietend.

 

Er sah irgendwie fertig aus.... der Arme.

 

Wenn ich könnte würde ich ihm die ganze Arbeit abnehmen nur damit er sich endlich mal entspannen und ausruhen konnte.

 

Ich machte mir große Sorgen um Ajan.

 

"Ich habe schon den ganzen Schreibkram erledigt und alles andere auch... ich werde jetzt noch ein wenig lernen, wenn du mich jetzt nicht mehr brauchst."

 

*-*-*

 

''Hallo mein Kleiner. Ja, das ist in Ordnung. Du hast mir mehr als genug geholfen. Vielen Dank. Unser Urlaub ist gebucht, nur habe ich bis dahin noch viel zu tun. Muss eben ein wenig vorarbeiten. Hier kannst du dir schon mal das Prospekt zum Urlaub ansehen.

 

Wir müssen dann noch bereden, was wir noch brauchen und du müsstest es vielleicht mit Sieg besorgen, wenn das okay ist. Außerdem habe ich alles für das Haus geregelt. Es war nicht leicht, aber in ein paar Wochen kann es losgehen.

 

Unser Urlaub beginnt in vier Tagen, bis dahin muss wirklich alles geregelt sein in der Firma, ich hoffe du verstehst, dass ich ein paar Überstunden machen muss. Dafür habe ich dann zwei Wochen lang nur Zeit für dich!'' erklärte ich Leon und lächelte ihn dabei sanft an.

 

*-*-*

 

Aufmerksam hatte ich Ajan zugehört und nickte verstehend.

 

"Natürlich, ich verstehe dich. Und wenn ich dir helfen kann, lass es mich bitte wissen, okay.", bot ich Ajan an und nahm den Prospekt an mich und würde ihn mir später anschauen.

 

"Okay, ich schaue es mir später an.", meinte ich und sah ihn sorgenvoll an.

 

"Sicher, ich habe kein Problem damit, mit Sieg alles zu besorgen was nötig ist. Ruhe du dich jetzt erst mal aus, ja und schlaf ein bisschen, okay.", sprach ich liebevoll zu Ajan, nahm ihn lieb in die Arme und drückte ihn sanft an mich.

 

"Gute Nacht, schlaf schön.", flüsterte ich ihm zu.

 

Sicher, ich wollte ihm noch sagen, wie sehr ich ihn liebe, aber... ich wollte ihn damit jetzt nicht auch noch belasten... er hatte genug zu tun.

 

"Ich werde noch etwas lernen und dann auch ins Bett gehen.", fügte ich anbei und lächelte ihn dankbar an.

 

*-*-*

 

Die Umarmung und die lieben Worte taten sehr gut und so nickte ich zustimmend, trank mein Glas leer und begab mich ins Bad.

 

Als ich dort fertig war, legte ich mich ins Bett und schlief auch bald darauf ein.

 

Ich war eben einfach fix und fertig gewesen und tankte nun Energie für den nächsten Tag.

 

Wie immer stand ich sehr früh auf und joggte meine Runde, bevor ich duschte und mich für die Arbeit fertig machte. Bevor ich ging bereitete ich ein kleines Frühstück vor für Leon. Schließlich wusste ich, dass er morgens nie viel aß.

 

Aber eine Kleinigkeit musste ich ihm machen und einen Zettel legte ich hinzu.

 

Versuche zum Abendessen da zu sein. Simse mir doch bitte, worauf du Lust hast, dann lass ich alles dafür besorgen und wir kochen zusammen!

Ich liebe dich! Ajan

 

Anschließend konnte ich immer noch einiges von Zuhause aus erledigen. Leon war mir nun mal sehr wichtig und er hatte Ferien. Da wollte ich auch ein bisschen Zeit mit ihm verbringen. Auch wenn ich danach noch was im Büro arbeiten müsste.

 

Dann brachte ich alles ganz leise in Leons Zimmer und stellte es auf seinen Nachtschrank. Einen kleinen Kuss gab ich ihm auf die Stirn und dann schlich ich genauso leise und unbemerkt aus der Wohnung.

 

Bei der Arbeit kam ich überpünktlich an, so dass ich schon früh viel schaffen konnte. Sieg unterstützte mich fleißig und musste zwischendurch immer wieder Notizen für den Urlaub aufschreiben, die mir nach und nach einfielen.

 

*-*-*

 

Nachdem ich noch lange über meinen Büchern gesessen hatte, ging auch ich endlich schlafen und schlief sogleich vollkommen erschöpft ein.

 

Wie dringend ich meinen Schlaf brauchte, bewies mir der nächste Tag, als ich nämlich erwachte war es schon Mittag, wie mir ein Blick auf die Uhr bestätigte.

 

Dann sah ich mit einem Lächeln das kleine, liebevoll bereitete Frühstück von Ajan und den Zettel.

 

Och, wie süß.

 

Ein paar kleine Tränen rannen aus meinen Augen, als ich den Zettel las.

 

Ich liebe dich auch, Ajan., dachte ich und konnte mein Glück kaum fassen.

 

In Ruhe aß ich das Frühstück im Bett und genoss die Ruhe sehr. Anschließend stand ich auf, machte mein Bett ordentlich und ging dann ins Bad, wo ich duschte und mich pflegte.

 

In meinem Zimmer zog ich mich dann an und machte mich dann daran den Haushalt zu besorgen. In einer kleinen Pause schaute ich mir den Prospekt an und lächelte.

 

Au man, der Prospekt regte meine Phantasien an... bei dem was ich alles las... was es dort alles gab. Ich war schon sehr gespannt auf den Urlaub, der in vier Tagen sein sollte.

 

Dann simste ich Ajan:

 

Hallo Ajan, Dankeschön für das liebevolle Frühstück. Wenn du einverstanden bist, werde ich schon mal alles einkaufen gehen und uns dann etwas feines Kochen... dann kannst du gleich essen, wenn du heim kommst.

Ich liebe dich auch. LG Leon.

 

Dann wartete ich auf seine SMS und seine Zustimmung, während ich mich weiterhin um alles kümmerte.

 

*-*-*

 

Ich war mitten bei der Arbeit, als ich mein Handy vernahm und schon legte sich ein Lächeln auf mein Gesicht.

 

Hallo mein Kleiner. Gerne lasse ich mich von dir bekochen! Bis später! LG Ajan

 

Das schrieb ich ihm und machte ich dann wieder an die Arbeit, damit ich zeitig fertig werden würde. Es war noch viel zu tun und zwischenzeitig dachte ich schon, dass ich das Essen verschieben müsste.

 

Aber ich schaffte es und war sogar überpünktlich zu Hause.

 

''Ich bin zu Hause'', rief ich wie immer, wobei ich meine Schuhe auszog und in die Ecke stellte. So sehr hatte ich mich noch nie auf Leon gefreut und ich war sehr dankbar, dass er so viel hier tat.

 

Mein Jackett hing ich auf einen Bügel und lockerte die Krawatte. Dann ging ich in die Küche, aus der schon ein leckerer Duft kam.

 

*-*-*

 

Alles was ich hatte erledigen wollen, hatte ich auch geschafft. Danach war ich einkaufen gegangen und hatte anschließend ein schönes Abendessen für uns gezaubert.

 

Immerhin war ich ja in meiner Freizeit Hobbykoch, denn es machte mir wirklich großen Spaß zu kochen.

 

Kurz bevor Ajan heim kam, hatte ich den Tisch schön gedeckt... auch die Kerzen nicht vergessen, den Wein für Ajan und für mich den Orangensaft.

 

Sanfte, ruhige Musik hatte ich auch angemacht... so dass diese nur im Hintergrund lief.

 

Ajan sollte sich entspannen können, während er hier war und sich nicht um etwas sorgen müssen.

 

Dann hörte ich ihn auch schon und freute mich tierisch auf ihn.

 

"Hallo Ajan. Schön, dass du wieder da bist. Das Essen ist auch schon fertig, du brauchst dich nur noch hinzusetzen.", begrüßte ich meinen Angebeteten, mit einem Lächeln und rückte ihm auch schon den Stuhl zurecht.

 

Dann tat ich das Essen auf und goss ihm auch etwas Wein ein.

 

"Ich hoffe es schmeckt dir.", sprach ich mit einem Lächeln.

 

*-*-*

 

''Du verwöhnst mich ja richtig!'' sagte ich lächelnd zu Leon und setzte mich auf meinen Stuhl.

 

Ich war mir sicher, dass es mir schmecken würde. Leon konnte verdammt gut kochen, dass wusste ich.

 

Nachdem ich mich bedient hatte, nahm ich den ersten Bissen in den Mund und schloss genießend die Augen. Es schmeckte wie erwartend herrlich. Vielleicht eine kleine Prise zu viel Salz, aber ich hatte auch nichts anderes erwartet.

 

Grinsend kaute ich und schluckte es herunter, nahm noch einen Schluck Wein. Doch es war genießbar und nicht versalzen. Er war eben verliebt mein Kleiner.

 

*-*-*

 

Auf sein Lob hin, wurden meine Wangen mal wieder rot und ich lächelte verlegen.

 

"Ich... wollte nur, dass du dich ein bisschen entspannen kannst und dir etwas gutes tun.", erwiderte ich und trank einen Schluck Orangensaft, bevor ich zu essen begann.

 

Sehr schnell merkte ich aber, dass ich etwas zu viel Salz an das Essen getan hatte... au man, wie peinlich mir das war.

 

Was musste er jetzt von mir denken?

 

Wie, verdammt noch mal, konnte ausgerechnet mir so was passieren.

 

Okay, man konnte es essen und zum Glück war es nicht versalzen... aber peinlich war es mir dennoch.

 

Wie ich sehen konnte, genoss Ajan das Essen sehr... also schien es ja doch noch ganz okay zu sein.

 

"Und wie läuft es so in der Firma? Kommst du einigermaßen voran, oder kann ich dir bei irgendwas helfen?", fragte ich ihn, während ich weiter aß.

 

Ja, ich würde fast alles für ihn tun... und wenn ich ihm damit helfen konnte... umso besser...

 

*-*-*

 

''Wäre schön, wenn es schneller gehen würde. Du hilfst mir schon mehr als genug. Hier machst du wirklich alles und den meisten Papierkram erledigst du auch schon.

 

Das ist mehr als genug. Nur sage es bitte, wenn es dir zu viel wird, dann stelle ich jemanden ein für den Haushalt.

 

Hast du dir eigentlich schon Gedanken gemacht, was du nach deinem Abi machen willst?'', wollte ich von ihm wissen.

 

Mein Essen hatte ich beinahe beendet, denn es war trotz Salz sehr schmackhaft. Noch einen Schluck Wein und der letzte Bissen landete in meinem Mund.

 

*-*-*

 

Tatsächlich hatte er alles aufgegessen, was mich ehrlich freute. Dennoch nahm ich mir vor, das nächste Mal besser aufzupassen... was das Essen anging.

 

"Nein, es ist mir nicht zu viel. Echt nicht. Ich tue das wirklich gern für dich und wenn ich dir damit noch etwas helfen kann... umso besser.", erwiderte ich und meinte es ehrlich.

 

Mein Abi und was danach kommen sollte... könnte... ich wusste es nicht so genau.

 

"Kein Plan, ich weiß nicht was ich danach machen möchte. Ich mein, ich koche unheimlich gern, aber als Beruf möchte ich das nicht unbedingt machen.

 

Könnte ich vielleicht bei dir in der Firma in die Lehre gehen? Das würde mich auch sehr interessieren... natürlich nur wenn du es auch erlaubst."

 

Ich sah Ajan offen und ehrlich an und wartete nun auf seine Antwort und eine Reaktion von ihm.

 

Eigentlich konnte ich alles machen, denn mein Notendurchschnitt war derzeit bei 1,0... besser ging es nicht.

 

*-*-*

 

''Genau daran hatte ich auch gedacht'', lächelte ich.

 

Dann legte sich ein breites Grinsen auf mein Gesicht, als ich mein Besteck weglegte.

 

''Was gibt es denn zum Nachtisch?'', wollte ich von ihm wissen.

 

Ein wenig hoffte ich dabei, dass er nichts vorbereitet hatte. Auch wenn noch viel Arbeit auf mich wartete im Büro, hatte ich doch das Bedürfnis meinen Kleinen in den Arm zu nehmen und zu berühren.

 

Allerdings würde ich mich auch mit etwas Süßem erst mal begnügen und anschließend einfach einen zweiten Nachtisch verlangen.

 

*-*-*

 

Hmm... da hatte ich wohl noch viel zu lernen... denn ich hatte doch tatsächlich den Nachtisch vergessen.

 

"Ähm... den... Nachtisch... den... ähm... ja... den hab ich wohl vergessen. Es tut mir leid. Da hab ich.... wohl noch... viel zu ...lernen...", stammelte ich mit erröteten Wangen und senkte meinen Blick verlegen.

 

Aber gedanklich freute ich mich über seine Zusage, dass ich in seiner Firma zu lernen anfangen konnte.

 

Man, ich war doch wirklich zu dämlich... wie konnte mir so etwas passieren. War ich schon so verwirrt, dass ich nicht einmal mehr klar denken konnte?

 

Vor allem vor ihm war es mir megapeinlich....

 

*-*-*

 

Mein Grinsen wurde nun noch breiter, also stand ich auf und nahm Leon bei der Hand. Dann ging ich mit ihm zum Sofa und setzte mich hin.

 

Leon zog ich dabei sanft auf meinen Schoß, so dass ich ihn direkt in die Augen sehen konnte.

 

''Ich finde es nicht schlimm, dass du den Nachtisch vergessen hast! Es gibt etwas so Süßes hier im Haus, da werde ich mich einfach da bedienen. Natürlich nur, wenn es dir Recht ist. Nur so ein bisschen anknabbern, ja? Damit ich gleich besser arbeiten kann'', sagte ich zu Leon.

 

Kaum hatte ich das gesagt, machten sich meine Hände selbstständig und legten sich an Leons Hüften.

 

*-*-*

 

Ach herrje.. damit hatte ich nun gar nicht gerechnet, denn schneller als ich denken konnte, saß Ajan mit mir auf dem Sofa... hatte mich auf seinen Schoß gesetzt. Was er dann sagte... au man... meine Fantasien und Gefühle fuhren gerade Achterbahn.

 

Auf seine Frage hatte ich nur einwilligend genickt und merkte dann schon seine Hände auf meiner Hüfte. Ein bisschen anknabbern... hmm... ja, das würde mir auch gefallen.

 

Irgendwie musste ich nun innerlich über seine süßen Worte ein wenig grinsen.

 

Was sollte ich denn jetzt tun?

 

Sollte ich ihn auch... berühren?

 

Okay, ich wagte es und legte meine Hände auf seinen Oberkörper... sah ihm nun auch direkt in die Augen, während ich das Gefühl hatte, mein Gesicht würde glühen und mein Körper würde in Flammen stehen.

 

Es war ein tolles Gefühl seine Hände an meinem Körper zu spüren und seinen Körper ebenfalls zu berühren... ihn zu spüren...

 

Mein Herz startete derweil schon mal einen Dauerlauf.

 

*-*-*

 

Wie süß er reagierte, da musste ich mich richtig beherrschen. Sanft beugte ich mich zu ihm vor und legte meine Lippen auf die seinen. Mein Körper schien zu glühen und seine Hände fühlten sich einfach nur schön an.

 

Meine Hände hingegen streichelten Leon sanft und liebevoll. Während ich nun meine Augen schloss, um mich ganz dem Kuss hinzugeben.

 

Wie gut er schmeckte und wie unheimlich weich seine Lippen waren. Überhaupt war er der totale Hammer. Sein Körper war der Wahnsinn, wie sollte ich mich da beherrschen und ihn nur ein bisschen anknabbern?

 

*-*-*

 

Mein erster Kuss!

 

Er fühlte sich fantastisch an... einfach nur... unvergleichlich schön. Ajan küsste mich doch tatsächlich und ich konnte nicht anders, als diesen... meinen ersten Kuss zu erwidern.

 

Seine weichen, vollen Lippen... waren... so... gab es dafür überhaupt noch Worte... wenn ja... fielen sie mir gerade jetzt nicht ein.

 

War es ein Traum oder Wirklichkeit?

 

Egal, ich schloss einfach genießend die Augen, während mein Herz raste, als könnte es jeden Moment vorbei sein.

 

Endlich erfüllte sich mein sehnlichster Wunsch... Ajan küsste mich, so sanft... so unvergleichlich zärtlich, dass ich glaubte zu träumen.

 

Seine Hände auf meinem Körper machten mich beinahe wahnsinnig... ließen mich leise aufseufzen, auch ich konnte meine Hände, trotzdem ich meine Augen geschlossen hielt, nicht von Ajans schönen, festen... sehr sportlich – durchtrainierten Körper lassen.

 

Noch immer konnte ich es nicht fassen, dass das hier gerade wirklich passierte.

 

Mein Traum wurde endlich wahr und ich war unendlich glücklich.... ja, ich war im Moment wirklich glücklich... egal was danach passieren würde. Dieser Augenblick brannte sich tief in meinem Gehirn ein und ich würde es niemals vergessen.

 

*-*-*

 

Nachdem meine Lippen eine ganze Weile auf Leons verweilt hatten, küssten sie nun an seinen Hals entlang, kurz zu seinem Ohrläppchen, um dieses zu necken und wieder zurück zu seinen Lippen.

 

Liebevoll, aber auch ein wenig frech zog ich mit meinen Lippen an seiner Unterlippe und saugte ein wenig daran.

 

Warum musste er auch so zuckersüß sein? Da konnte man gar nicht anders.

 

Währenddessen suchten meine Hände ein wenig nackte Haut, damit sie dort weiter streicheln konnten. Nur ein wenig huschten sie unter Leons Shirt, wo sie die weiche und warme Haut fanden.

 

Auch mir entlockte dieses schöne Spiel ein wohliges Seufzen, denn es war einfach viel zu geil!

 

*-*-*

 

Ich war mir sicher... Ajan musste ein Gott sein, denn was er hier mit mir tat war einfach nur göttlich.

 

Diese Küsse von diesen wunderbaren weichen, sanften Lippen... diese sanften, warmen... weichen Hände, die meine nackte Haut so zärtlich streichelten.

 

Das musste ein Traum sein... ja, es war sicher ein Traum... und ich lag sicher schlafend in meinem Bett und träumte den schönsten aller Träume.

 

Und doch fühlte es sich so real an... so wirklich und richtig, dass auch meine Zunge mitspielen wollte und sich frech an seinen Lippen zu schaffen machte, um dort ...noch ein wenig zaghaft und scheu... um Einlass zu bitten.

 

Währenddessen ließ ich meine Hände nun aber auch unter sein Hemd gleiten, wollte seine warme nackte Haut ebenfalls spüren, sie berühren und streicheln.

 

Seine Haut war so weich und zart... so absolut unwiderstehlich... da konnte man ja richtig süchtig nach werden.

 

Warum musste er auch so verdammt sexy sein...?

 

*-*-*

 

Ein Seufzen ließ ich erklingen, dann öffnete ich meinen Mund für Leons heiße Zunge, die von meiner freudig begrüßt wurde.

 

Wie sollte ich mich da noch beherrschen? Sanft hielt ich Leon an den Hüften fest, presste ihn an mich und stand mit ihm zusammen auf, um mich direkt wieder mit ihm auf die Couch zu legen. So dass er unter mir war und ich zwischen seinen Beinen zum Liegen kam.

 

Gierig küsste ich ihn nun, dennoch blieb ich zärtlich und meine Hände suchten erneut Leons weiche Haut. Streichelten seinen heißen, festen Bauch, während mein Unterleib gegen dem seinen drückte.

 

Noch einmal ging meine Zunge durch Leons Mund, dann löste ich mich mit einem Seufzen von ihm. Verliebt schaute ich in seine wunderschönen Augen und lächelte ihn an.

 

''Sei mir nicht allzu böse, aber ich habe noch sehr viel zu tun. Es gefällt mir eigentlich gar nicht und ich würde das hier sehr gerne noch ein Weilchen fortsetzen. Aber die Arbeit ruft sehr laut!'', erklärte ich Leon, dann küsste ich ihn noch einmal intensiv, wollte mich am Liebsten gar nicht von ihm lösen, tat es dann aber doch.

 

Vermutlich besser so, denn ich wusste nicht wie lange ich mich noch unter Kontrolle gehabt hätte.

 

*-*-*

 

Nicht wissend wie mir geschah, hob mich Ajan hoch und so ganz plötzlich lag ich unter ihm. Erwartungsvoll schaute ich ihn an... erwiderte seine leidenschaftlichen Küsse, bekam nicht genug von ihm.

 

Als er dann auch noch zwischen meinen Beinen lag und ich spürte, wie sich etwas bei mir, in der Hose, regte, begann ich leise aufzustöhnen. Das war einfach nur zu geil... er machte mich wahnsinnig, mit dem was er tat.

 

Aber dann, so völlig unerwartet, sagte er, dass er wieder los müsste, weil die Arbeit, wie er meinte, laut nach ihm schrie.

 

Enttäuscht schaute ich ihn an, nachdem er mich noch einmal zärtlich, sehr intensiv, geküsst und sich dann erhoben hatte.

 

Langsam stand ich nun auch auf, schälte mich an ihm vorbei und sprach ein wenig trotzig:

 

"Ja, ja, alles klar... aber ich habe ja auch noch so viel zu tun. Viel Spaß noch bei der Arbeit....", dann verschwand ich zunächst in meinem Zimmer und ließ hinter mir die Tür ins Schloss fallen.

 

Leider hatte er bei mir nun Gefühle geweckt, die ich so schwer los wurde.

 

Wirklich toll... Ajan... erst machte er mich heiß... dann ließ er mich fallen... grrrrr....

 

So kam mir der Gedanke an eine kalte Dusche... ja, das würde wohl helfen... zumindest hatte ich so etwas schon mal von einem meiner Freunde gehört.

 

Also verließ ich mein Zimmer wieder. Dann ging ich ins Bad, zog mich aus und stieg in die Dusche, wo ich das eiskalte Wasser anstellte und es über meinen erhitzten Körper laufen ließ.

 

Natürlich konnte ich mir dabei einen leisen Schrei nicht verkneifen. Es war als würde das Wasser meinen Körper verbrennen und ich lehnte mich an die Wand hinter mir, um mir nun Erleichterung zu verschaffen...

 

*-*-*

 

Ich war mindestens genauso enttäuscht und verstand Leons Reaktion mehr als gut. Als ich im Arbeitszimmer saß, hatte ich wie immer die Tür offen gelassen und bekam mit, dass Leon ins Bad ging.

 

Auch hörte ich, wie er die Dusche anstellte. Doch als er aufschrie, sprang ich erschrocken auf und stürmte ins Bad.

 

''Leon? Alles klar?'', fragte ich besorgt.

 

Der Anblick seines nackten, nassen, erregten Körpers ließ mich schmunzeln. Außerdem hatte er die Hände an seiner Männlichkeit, so dass ich gar nicht anders konnte.

 

Langsam schloss ich die Tür hinter mir, entkleidete mich wortlos, stieg zu Leon unter die Dusche, stellte das Wasser auf eine angenehmere Temperatur und fing erneut an Leon zu küssen.

 

Meine Männlichkeit stand wie eine Eins und drückte sanft gegen Leons Bauch. Seine Erregung spürte ich ebenfalls nur zu gut.

 

Wie sollte ich bei diesem heißen Anblick nur ans Arbeiten denken?

 

*-*-*

 

Gerade wähnte ich mich noch mit mir allein, als plötzlich die Tür aufging und Ajan das Badezimmer betrat.

 

Leicht erschrocken, weil ich damit nicht gerechnet hatte, sah ich ihn an und war drauf und dran, ihm den Schwamm ins Gesicht zu werfen...

 

Herrje... das hatte mir jetzt auch noch gefehlt... jetzt hatte er mich doch glatt erwischt!

 

Als er sich nun auch noch entkleidete, dachte ich nur: Nicht schon wieder... willst du mich jetzt wieder heiß machen und mich dann fallen lassen...?!

 

Dabei sehnte ich mich so sehr nach ihm... nach seinen Küssen... seinen Zärtlichkeiten und nach seinem sexy Körper.

 

Wieder begann er mich zu küssen und mich so heiß zu machen, dass ich mir ein leises Stöhnen nicht verkneifen konnte. Allerdings musste ich nun auch ein wenig in mich hinein grinsen, als ich sah, wie erregt auch Ajan inzwischen zu sein schien...

 

Man, er sah so absolut hammergeil aus... war so sexy, dass ich seine Küsse nur allzu gern erwiderte und meine Hand zu seiner Männlichkeit wandern ließ.

 

Ganz langsam... erst streichelte meine Hand sanft seinen Hals... dann seine Brustwarzen.... die ich sanft neckte, weiter zu seinem Bauch, auf dem ich mit meinen Fingern sanfte kleine Kreise zog... dann erreichte ich seine Männlichkeit und legte meine Hand zunächst nur ganz sanft darauf... streichelte sie... massierte sie...

 

...erst etwas unsicher, dann immer sicherer werdend...

 

*-*-*

 

Ein wohliges Brummen kam über meine Lippen und so machte ich es Leon gleich. Meine Hand erreichte ebenfalls seine Männlichkeit und begann sie zu massieren.

 

Seine Bewegungen an meiner Männlichkeit waren am Anfang noch etwas holprig, doch lernte er schnell und es fühlte sich bald richtig gut an.

 

Ein wenig spielte ich mit Leon, dann umgriff ich seine Männlichkeit mit einem festen Griff und massierte sie in gleichmäßigen Zügen. Mittlerweile war ich so heiß, dass ich es nicht mehr lange aushalten würde.

 

Unser Kuss fand teils im Mund, teils außerhalb statt, wobei ich leise stöhnte. Eigentlich war ich bisher immer ruhig beim Sex gewesen, doch Leon machte mich so geil, wie nie zuvor.

 

*-*-*

 

Es fühlte sich so wahnsinnig geil an, wie Ajan meine Männlichkeit massierte und ich war natürlich auch nicht faul... massierte seine Männlichkeit ebenfalls... wobei ich immer sicherer wurde und ihn schon bald gleichmäßig zu massieren begann.

 

Mein Stöhnen wurde nun immer lauter und erregter, konnte mich kaum noch zusammennehmen... genießend schloss ich die Augen... Gott, wie ich diesen Mann liebte...

 

Unsere Küsse wurden dabei immer leidenschaftlicher, dann war es für mich auch schon viel zu schnell vorbei... und ich ergoss mich laut stöhnend in seiner Hand.

 

Mein Herz raste, mein Körper zitterte vor Erregung... meine Knie fühlten sich weich an und doch lehnte ich mich an ihn... seine Männlichkeit weiter massierend... so gut es mir jetzt noch möglich war.

 

"Ich liebe dich so sehr.", hauchte ich Ajan atemlos zu.

 

*-*-*

 

''Ich liebe dich auch so sehr!'', antwortete ich Leon und nun kaum, dass er sich in meiner Hand ergossen hatte, kam es auch mir in seiner.

 

Auch ich stöhnte auf und lehnte mich stützend an ihn. Das hatte ich nun wirklich gebraucht.

Jetzt konnte ich auch Arbeiten ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

 

Oder aber ich verschob einfach alles auf morgen und nahm Leon mit zu mir ins Bett.

 

''Musst du unbedingt noch was für die Schule tun?'', hakte ich deshalb nach, während ich Leon liebevoll anfing einzuseifen.

 

Ein bisschen Kuscheln und dann einschlafen.

 

*-*-*

 

Während ich es genoss, dass er mich so zärtlich einseifte, antwortete ich ihm:

 

"Nein, ich muss jetzt nichts für die Schule tun... das kann ich auch morgen noch machen.", nahm ein wenig Duschgel und seifte auch Ajan ein... mit meinen sanften, zärtlichen Händen... verteilte ich das Duschgel auf seiner Haut und spülte dann alles vorsichtig ab.

 

Oh je... dieser Körper... dieser Mann... wusste er eigentlich wie sehr er mich allein durch seine Anwesenheit erregte...? Wie sehr ich mich zusammenreißen musste...?

 

Nur einem Moment schloss ich die Augen, genoss seine Hände auf meiner Haut... die mich so sanft und liebevoll einseiften und mich somit gleichzeitig etwas verwöhnten.

 

*-*-*

 

''Schläfst du gleich bei mir? Ich möchte, dass du in meinen Armen einschläfst!'', bettelte ich mit einen kleinen Hundeblick.

 

Bisher hatte Leon immer bei sich geschlafen, doch wir waren jetzt ein Paar, da wollte ich das ändern.

 

Seine Hände an meinen Körper zu spüren, tat mehr als gut. Scheinbar wusste er ganz genau, was er tat. Liebevoll duschte ich Leons eingeschäumten Körper ab.

 

Jetzt war ich richtig müde und wollte nur noch mit Leon im Bett liegen. Als wir fertig waren, stellte ich die Dusche aus und griff nach einem Handtuch, in das ich Leon einwickelte.

 

Auch mir nahm ich eins und grinste Leon verliebt an. Nachdem ich mich abgetrocknet hatte, wickelte ich mir das Handtuch um die Hüften.

 

*-*-*

 

Ajans Worten lauschend, freute ich mich wie ein Schneekönig und lächelte freudestrahlend.

 

Herrje, wie sollte ich so einem Blick denn bitteschön widerstehen?

 

Aber ich hätte mich auch ohne seinen absolut süßen Blick nicht zweimal bitten lassen und JA gesagt.

 

"Ja... ich würde gern in deinen Armen einschlafen.", erwiderte ich, mit strahlenden Augen, während sich mein Herz, vor Freude, beinahe überschlug.

 

Wie lieb er zu mir war... als er mich in ein Badetuch wickelte und ich ihm einfach nur noch einen sanften Kuss auf die weichen Lippen gab.

 

Aber auch bei all meiner Freude, machte sich nun bei mir die Müdigkeit bemerkbar und ich wollte jetzt nur noch eines... mit Ajan im Bett einschlafen.

 

Ich gähnte herzhaft, während ich ihn an die Hand nahm und mit ihm zusammen in sein Schlafzimmer ging.

 

Waren wir jetzt tatsächlich ein Paar?

 

Ja, so musste es wohl sein... hätte mich Ajan sonst gefragt ob ich mit ihm in seinem Bett schlafen wollte.

 

Jetzt war ich endlich und einfach nur ...glücklich....

 

*-*-*

 

Grinsen musste ich nun schon, wo Leon so herzhaft gähnte und es steckte mich glatt an. Also ließ ich mich von ihm in mein Zimmer führen, wo ich ihn auch gleich packte und frech aufs Bett warf.

 

Dann huschte ich zu ihm, ließ die Handtücher verschwinden und deckte uns zu. Haut an Haut spürte ich seinen warmen weichen Körper und kuschelte mich an ihn.

 

Lange dauerte es nicht, dann war ich auch schon eingeschlafen. Vorher bekam mein Schatz noch einen Gute-Nacht-Kuss.

 

''Ich liebe dich!'', konnte ich man gerade noch sagen.

 

Die Nacht schlief ich so herrlich wie noch nie zuvor. Hatte ich mich die ganze Zeit über getäuscht? War ich etwa schwul und liebte Leon schon länger?

 

Im Grunde waren diese Fragen unwichtig, denn einzig und allein zählte, dass wir uns gefunden hatten.

 

*-*-*

 

Ich quietschte leise auf, als wir im Schlafzimmer angekommen waren, mich Ajan packte und aufs Bett warf.

 

Natürlich wurde mein Kopf gleich wieder rot, als Ajan die Handtücher von unseren Körpern verschwinden ließ und ich nun so nackt vor ihm lag.

 

Doch als er sich dann an mich kuschelte, kuschelte und schmiegte auch ich mich an ihn und genoss die Wärme und Nähe seines wundervollen Körpers.

 

Den Gute-Nacht-Kuss erwiderte ich und bekam mal wieder kaum genug von ihm, wollte mich nicht von diesen tollen Lippen lösen, aber die Müdigkeit war jetzt einfach stärker.

 

So kam auch von mir noch ein: "Ich liebe dich auch.", dann fielen mir die Augen zu und dann schlief ich auch schon, in den Armen meines Geliebten Ajan, ein.

 

Es fühlte sich so toll an... so einmalig und ich schlief jetzt noch sehr viel besser als sonst.

 

In dieser Nacht hatte ich einen wunderschönen Traum und wollte am Liebsten daraus nie wieder erwachen...

 

*-*-*

 

Als mein Wecke am Morgen ging, stellte ich diesen schnell aus und musste grinsen, als ich Leon in meinen Armen sah. Einen liebevollen Kuss bekam er auf die Stirn, dann pellte ich mich aus dem Bett und nahm mir etwas zum Anziehen mit.

 

Anschließend begab ich mich ins Bad, wo ich mich ankleidete. Einen kleinen Liebesbrief schrieb ich noch, dann beeilte ich mich, um ins Büro zu kommen. Der Sport musste heute mal zurückstecken, immerhin hatte ich sehr viel zu tun.

 

Komm zum Mittag kurz nach Hause, damit deine heißen Küsse meine leeren Akkus wieder aufladen! Ich liebe dich, Ajan

 

Dann fuhr ich zur Arbeit und arbeitete wie ein Wahnsinniger. So viel es ging, wollte ich schaffen. Als Sieg wie immer überpünktlich kam, hatte ich schon sehr viel geschafft und er musste sich richtig ranhalten.

 

Bis zum Mittag hatte ich mehr als mein geplantes Pensum erreicht. Die wichtigsten Termine waren auch erledigt.

 

''Den Rest mache ich dann Zuhause. Bereitest du bitte für morgen alles vor? Es muss alles fertig sein, wenn wir übermorgen in den Urlaub fahren!'', sagte ich zu Sieg und er nickte verständnisvoll.

 

Dann fuhr ich auch schon nach Hause, voller Vorfreude auf meinen Kleinen!

 

*-*-*

 

So gut, wie diese Nacht hatte ich lange nicht mehr geschlafen und ich erwachte erst, als es schon fast Mittag war und ich nur noch eineinhalb Stunden hatte... zumindest verriet mir das der Blick auf den Wecker.

 

Ach, du Scheiße....!, dachte ich und sprang so schnell es ging aus den Federn.

 

Dann entdeckte ich noch den kleinen Brief meines Schatzes und wurde noch ein wenig blasser um die Nase... er wollte zum Mittag wieder hier sein und ich stand hier splitterfasernackt herum.

 

Schnell verschwand ich im Bad, duschte und zog mich anschließend an. Noch ein Blick auf die Uhr und ich wusste, dass ich mich richtig beeilen musste... wenn ich noch was schaffen wollte.

 

"Au man, verdammter Mist!", fluchte ich laut, in die Stille hinein.

 

So machte ich mich schnell an den Haushalt und bereitete das Mittagessen vor... diesmal ohne irgendwelche Pannen... nicht zu viel Salz und ...den Nachtisch nicht vergessen...

 

Zwischendurch deckte ich den Tisch, auch Kerzen und Getränke fehlten natürlich nicht und kümmerte mich weiter um das Essen.

 

Diesmal sollte wirklich alles so perfekt wie möglich sein.

 

Boah, dabei war ich jetzt schon wieder vollkommen fix und fertig.... aber ich freute mich schon auf meinen Ajan.

 

*-*-*

 

''Bin wieder Zuhause!'',, rief ich wie immer, als die Haustür hinter mir ins Schloss fiel. Dann zog ich meine Schuhe aus und ging in die Küche, wo ich Leon vermutete. Es roch einfach nur köstlich und mein kleiner Schatz stand fleißig wie er war, am Herd.

 

Liebevoll umarmte ich ihn von hinten, drückte mich ein wenig an ihn und küsste seinen Nacken zärtlich.

 

''Na mein Kleiner, ich hoffe du hast den Nachttisch vergessen'', neckte ich ihn.

 

Allein der Gedanke an seinen nackten Körper machte mich wahnsinnig. Er war einfach nur sexy!

 

*-*-*

 

Noch immer stand ich am Herd als ich auch schon die Tür und kurz darauf Ajan hörte.

 

Nur wenig später stand er auch schon hinter mir in der Küche und drückte sich an mich.

 

Herrje... beinahe wäre mir doch glatt der Löffel aus der Hand gefallen... er machte mich ja schon wahnsinnig mit seiner bloßen Anwesenheit.

 

"Hallo, mein Schatz. Nein, heute habe ich den Nachtisch nicht vergessen... du kannst natürlich auch... zweimal Nachtisch bekommen.", neckte ich meinen Schatz zurück, denn so ganz war ich ja nun auch nicht auf den Kopf gefallen.

 

Dann drehte ich mich um, nachdem er meinen Nacken so sanft geküsst hatte... was mir eine mächtige, aber angenehme Gänsehaut bescherte, und küsste ihn zärtlich auf die weichen Lippen.

 

*-*-*

 

''Mhhh oder eine Vorspeise'', scherzte ich weiter und erwiderte den Kuss. Doch wie es aussah, war das Essen gleich fertig.

 

Also beließ ich es bei einen intensiven Begrüßungskuss und setzte mich dann brav an den Tisch. Also doch zwei mal Nachtisch heute. Wenn das mal nicht ansetzte.

 

Doch musste ich auch definitiv noch ins Büro, da führte kein Weg dran vorbei. Auch wenn Leon noch so lecker aussah.

 

*-*-*

 

Erst grinste ich, dann lachte ich einfach nur, über seinen kleinen Scherz.

 

Doch trug ich dann das Essen auf, nachdem er sich gesetzt hatte. Anschließend setzte ich mich zu ihm und wünschte ihm einen guten Appetit.

 

"Lass es dir schmecken.", meinte ich, Ajan süß anlächelnd.

 

Diesmal hatte ich mir noch mehr Mühe gegeben, denn ich wollte... insbesondere ihn einfach nicht enttäuschen.

 

Während ich den ersten Bissen zu mir nahm, fragte ich ihn:

 

"Und musst du heute noch mal los, oder hast du alles soweit erledigt?", immerhin wollte ich mich nun schon ein wenig ablenken und nicht nur an ...das Eine... denken.

 

*-*-*

 

''Los muss ich nicht mehr. Dafür heute aber wirklich noch ins Büro! Da führt kein Weg dran vorbei. Am Besten ich verschwinde gleich nach dem Essen mit Scheuklappen vor den Augen ins Büro und als Belohnung bekomme ich dann meinen zweiten Nachtisch wenn ich fertig bin'', erklärte ich und zwinkerte Leon zu, bei den letzten Worten.

 

Konnte ich mir doch denken, dass die Frage damit zusammen hing.

 

Aber mir hatte es auch sehr gefallen und ich ersehnte den Urlaub herbei. Dann würde Leon sich eher wünschen, ich würde arbeiten müssen.

 

''Die Liste mit den Besorgungen habe ich Sieg schon gegeben. Er würde dann morgen mit dir in die Stadt fahren. Wenn das für dich okay ist?'', sagte ich dann.

 

''Übermorgen Mittag geht es los!'', fügte ich grinsend hinzu und anbei überlegte ich, ob wir wirklich alles brauchen würden. Schließlich war ich mir sicher, dass wir die meiste Zeit über nackt sein und entweder im Bett oder im eigenen Pool sein würden.

 

*-*-*

 

Aufmerksam hörte ich Ajan zu und nickte verständig.

 

"Okay, dann weiß ich Bescheid. Na ja, ich hab ja auch noch ein bisschen was zu tun, aber ich freu mich schon total auf unseren Urlaub."

 

Allerdings lief mein Gesicht gleich wieder rot an, als Ajan vom zweiten Nachtisch sprach und ich genau wusste was er meinte.

 

Doch nickte ich wortlos... und... stark errötet.

 

Natürlich versuchte ich erst mal wieder abzulenken, indem ich erwiderte:

 

"Klar, ist es okay für mich. Ich kenne Sieg doch und komme mit ihm gut aus."

 

Angestrengt versuchte ich mich im Kopf auf Mathematik und sehr komplizierte Aufgaben zu konzentrieren, sonst hätte ich wohl gleich meinen Schatz vernascht.... anstatt meinen Nachtisch zu verspeisen.

 

Wie sollte ich da bloß die zwei Wochen Urlaub mit meinem Liebling überleben... überstehen... wie auch immer....?

 

Wo er mich schon wahnsinnig machte, wenn er mich nur anschaute.

 

*-*-*

 

Wie süß Leon war, denn er rot wurde... hach.

 

Das Essen schmeckte wie immer sehr fantastisch und auch der Nachtisch war der Hammer. Als ich fertig war nickte ich dankend.

 

''Mein Lob an den Koch'', sagte ich und erhob mich, um an die Arbeit zu gehen.

 

''Tu nicht zu viel, mein Kleiner'', ermahnte ich ihn. Wobei ich wohl eher derjenige war, der hier viel tun würde.

 

Dann ging ich in mein Arbeitszimmer und machte mich an die Arbeit. Es war wirklich viel zu tun und ich steckte bis zum Kopf in Papierkram und wichtigen Telefonaten.

 

Der Abend brach schon bald herein und es war noch kein wirkliches Ende in Sicht. Dabei sehnte ich mich sehr nach meinem zweiten Nachtisch.

 

Zum Glück musste ich nur noch den morgigen Tag irgendwie überstehen.

 

*-*-*

 

Wie sehr freute ich mich über Ajans Lob an mich, es ging runter wie Öl. Allerdings musste ich nun schon grinsen als er meinte ich sollte nicht zu viel tun... ha ha... wer tat denn hier viel... doch nicht ich.

 

Er war doch derjenige, der bis zum Umfallen arbeitete... armer Ajan... hatte immer viel zu viel zu tun.

 

Nachdem Ajan schließlich in seinem Arbeitszimmer verschwunden war, räumte ich die Küche auf, wie es sich gehörte, kümmerte mich dann auch noch um den Rest des Haushalts und verschwand anschließend ebenfalls in meinem Zimmer.

 

Ganz leise Musik stellte ich mir an, dann setzte ich mich an meinen Schreibtisch und steckte meine Nase mal wieder in die Bücher. Nebenbei las ich immer wieder mal etwas im Internet nach und chattete ein wenig mit meinen "Internetfreunden", während ich mir wichtige Sachen für die Schule aufschrieb.

 

Ich war viel zu sehr mit dem Lernen beschäftigt, als dass ich merken konnte, dass es schon Abend wurde. Mit Psychologie, Mathematik, Philosophie usw. beschäftigte ich mich, so dass ich im Augenblick nichts anderes mehr im Kopf hatte.

 

*-*-*

 

Den Stapel hatte ich nun auch abgearbeitet. Bevor ich mit dem Nächsten anfing, holte ich mir erst mal etwas zu Trinken. Es war richtig still und mein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es eigentlich schon längst Zeit fürs Abendessen wäre.

 

Doch eigentlich war ich noch richtig satt vom Mittagessen und da von Leon auch keine Sicht war, schenkte ich mir etwas ein und ging wieder an die Arbeit.

 

Noch ein letztes Telefonat, wo ich allerdings auf den Anrufbeantworter sprach und dann schnappte ich mir den nächsten Stapel Papierkram.

 

Zwischendurch trank ich immer wieder einen kleinen Schluck und bemerkte gar nicht, wie die Zeit rannte.

 

*-*-*

 

Inzwischen war im Internet nichts mehr los und so lernte ich noch eine halbe Ewigkeit, ohne wirklich zu merken, dass es schon, sehr, sehr spät war.

 

Nur einmal hatte ich mein Zimmer kurz verlassen, um mir etwas zu Trinken zu holen und war dann wieder in meinem Zimmer verschwunden, nachdem ich merkte, dass es hier sehr ruhig war und Ajan anscheinend noch immer arbeitete.

 

So lernte auch ich noch immer sehr fleißig, doch so langsam fielen mir immer wieder die Augen zu.

 

Ich versuchte mich zu konzentrieren... doch dann... irgendwann... knallte mein Kopf einfach auf den Tisch und ich schlief tief und fest ein....

 

*-*-*

 

Es war schon mehr als spät, als ich das letzte Stück Papier weglegte. Mich wunderte nur, dass es so ruhig war.

 

Also verließ ich das Zimmer und löschte das Licht. Dann schaute ich nach Leon und was ich sah, ließ mich schmunzeln. Aber ich war auch mehr als müde und so nahm ich Leon vorsichtig auf den Arm und trug ihn rüber in mein Bett.

 

Meine Krawatte machte ich ab und legte sie über den Stuhl, während ich mein Hemd aufknöpfte. Doch noch bevor ich es auszog, zog ich Leon erst mal Hose, Socken und T-Shirt aus. Dann zog auch ich meine restlichen Sachen, bis auf die Unterhose aus.

 

Anschließend legte ich mich zu meinem Kleinen und deckte uns zu.

 

*-*-*

 

Als ich am nächsten Morgen sehr früh erwachte, befand ich mich doch glatt im Bett meines Schatzes und er lag doch tatsächlich noch neben mir.

 

War ich wirklich so müde gewesen, dass ich nicht mal gemerkt hatte, dass mich Ajan ins Bett getragen und ausgezogen hatte... hmm... dann hatte ich es wohl doch etwas mit der Lernerei doch übertrieben.

 

Ich lächelte meinen Schatz an und küsste ihn vorsichtig auf die Stirn, bevor ich mich sacht aus seinen Armen schälte und das Bett und gleich darauf das Zimmer leise verließ.

 

In meinem Zimmer angekommen, zog ich mir nur schnell meine Sportsachen an und ging dann erst mal joggen.

 

Hach ja, das tat gut und ich konnte mich so richtig auspowern.

 

Auf dem Rückweg lief ich noch am Bäcker vorbei, wo ich Brötchen und Kuchen einkaufte, dann lief ich zurück.

 

Ich deckte in der Küche den Frühstückstisch, stellte auch die Kaffeemaschine an und ging dann erst mal duschen und mich pflegen.

 

Anschließend kleidete ich mich in meinem Zimmer an.

 

*-*-*

 

Als mein Wecker ging und mein Blick neben mir fiel, war mein Kleiner gar nicht mehr da. Müde ging ich in die Küche, wo mich der Kaffeeduft umhüllte und frische Brötchen auf den schön gedeckten Tisch standen.

 

Da war wohl einer früh wach geworden.

 

Weil alles so einladend aussah, beschloss ich nicht joggen zu gehen, sondern lieber schnell ins Bad zu huschen. Es roch alles so gut. Leon musste bereits geduscht haben, also tat ich es ihm gleich.

 

Nachdem ich mich auch noch rasiert hatte, wickelte ich mir ein Handtuch um die Hüften und verließ das Bad. Ich wollte in mein Zimmer und mir etwas für den letzten Arbeitstag heraussuchen.

 

*-*-*

 

Nachdem ich mich, wie eigentlich immer, in schwarze Sachen gekleidet hatte, verließ ich mein Zimmer, wollte eben in die Küche, als ich meinen Schatz erblickte, der mit einem Handtuch um seine Hüfte, gerade sein Zimmer betreten wollte.

 

"Guten Morgen, mein Schatz.", sagte ich zu ihm und ging langsam... grinsend auf ihn zu.

 

Liebevoll umarmte ich ihn, gab ihm einen Guten-Morgen-Kuss auf die weichen vollen Lippen... streichelte seine wunderschöne weiche Haut zärtlich.

 

"Ich habe uns schon Frühstück gemacht.", flüsterte ich ihm zu, wusste ich doch nicht, dass er es schon entdeckt hatte.

 

Dann löste ich mich sacht von ihm, zwinkerte ihm mit einem frechen Grinsen zu und meinte:

 

"Wenn du fertig bist, kannst du ja in die Küche kommen.", dann ging ich schon mal voraus in die Küche.

 

*-*-*

 

''Guten morgen'', brachte ich nur hervor. Wusste Leon eigentlich wie sehr er mich anmachte?

Ahnte er überhaupt wie er mit seinen Reizen spielte?

 

Das war doch alles Absicht, um mich wahnsinnig zu machen!

 

Beruhige dich! Das ist weder die richtige Zeit, noch der richtige Ort dafür.

 

Also ging ich in mein Zimmer und zog mich an. Das Jackett nahm ich auf einen Bügel mit und hängte es an die Garderobe. Dann begab ich mich in die Küche, wo mich ein leckeres Frühstück erwartete.

 

Dabei band ich mir noch schnell meine Krawatte, bevor ich mich setzte.

 

Leon musste definitiv aufhören mich so zu verwöhnen. Da gewöhnte ich mich sonst noch dran.

 

*-*-*

 

Nachdem sich Ajan hingesetzt hatte, goss ich ihm und mir Kaffee ein und setzte mich dann auch.

 

"Na dann, guten Appetit.", sagte ich lieb zu ihm und lächelte ihn an, bevor ich mir ein Brötchen nahm und es aufschnitt.

 

"Kommt Sieg eigentlich heute her, oder soll ich nachher mit dir mitkommen?", fragte ich meinen Schatz, während ich mein Brötchen mit Nuss-Nougat-Creme bestrich.

 

Den ersten Bissen spülte ich mit etwas Kaffee runter und fragte meinen Schatz dann noch:

 

"Dauern die Besorgungen eigentlich lange, die ich mit Sieg machen muss? Weil ich wollte mich heute noch kurz mit Andreas treffen. Er hat den ganzen Stoff doch tatsächlich immer noch nicht begriffen und nun hat er mich gefragt, ob ich ihm das alles noch mal erklären könnte."

 

Andreas war ein sehr, sehr guter Freund von mir. Ich kannte ihn schon sehr lange, wir gingen gemeinsam durch dick und dünn und wenn man was war halfen wir einander.

 

Er war der Mädchen - und Jungenschwarm an der ganzen Schule. Jeder mochte ihn und nicht wenige hatten sich schon in ihn verknallt.

 

Mein Typ war er aber nicht.

 

Sicher, er sah recht gut aus, aber Ajan konnte er niemals übertreffen.

 

*-*-*

 

''Du könntest eigentlich mitkommen, wenn du möchtest. So viel ist es nicht, was wir brauchen. Ich denke wir werden sowieso überwiegend kleine Mengen an Toilettenartikel brauchen'', antwortete ich.

 

Doch irgendwie machte sich in meiner Magengegend ein komisches Gefühl breit, als ich den Namen Andreas hörte. Sicher wusste ich, dass Leon und er gute Freunde waren.

 

Aber irgendwie war es jetzt anders, wo wir ein Paar waren. War ich etwa eifersüchtig?

 

Dennoch ließ ich mir nichts anmerken. War auch zu lächerlich.

 

Stattdessen nahm auch ich mir ein Brötchen, belegte es und aß in aller Ruhe, wobei ich meinen Kaffee trank.

 

*-*-*

 

"Gut, dann komme ich nachher gleich mit dir mit.", antwortete ich und aß mein Frühstück weiter.

 

Jedoch schwieg ich nun, hatte irgendwie das Gefühl, dass etwas im argen war. Ich sprach Ajan dennoch nicht drauf an.

 

Nach dem Frühstück räumte ich alles, wie gewohnt weg und auf und räumte auch die Spülmaschine ein.

 

Anschließend zog ich mir die Schuhe an und war dann fertig.

 

"Also, ich wäre dann soweit.", sagte ich, nun etwas kleinlaut zu Ajan.

 

Irgendwas hatte er... nur was...?

 

*-*-*

 

''Gut, dann können wir ja'', sagte ich ganz normal zu Leon und zog mein Jackett an. Die Krawatte rückte ich noch wie immer zurecht und nahm meinen Kleinen dann an die Hand.

 

Gemeinsam gingen wir nach unten und stiegen ins Auto ein. Dann fuhren wir zur Firma, wo Sieg bereits am Arbeiten war.

 

''Guten morgen!'', begrüßte ich ihn und er nickte kurz und antwortete ebenfalls: ''Guten morgen.''

 

''Wenn es den Tagesablauf nicht durcheinander bringt, würde ich sagen, dass ihr die Besorgungen macht'', sagte ich dann.

 

''Dann fahre ich schon mal den Wagen vor'', kam es von Sieg und als er aus der Tür war, zog ich Leon an mich ran, um ihn zu küssen.

 

Anschließend gab ich ihm noch Geld mit.

 

''Die Liste hat Sieg. Wenn dir noch etwas einfällt oder du etwas haben möchtest, dann kannst du das natürlich auch kaufen'', erklärte ich Leon noch. Ansonsten gab ich mich wie immer, auch wenn mein Magen sich regelrecht zuzog.

 

*-*-*

 

In der Firma angekommen, begrüßte auch ich Sieg und wünschte ihm einen guten Morgen.

 

Hmm... scheinbar hatte ich mich geirrt, denn Ajan zog mich doch glatt an sich heran und küsste mich so sanft und liebevoll... dass man beinahe süchtig davon werden konnte.

 

Und ich erwiderte selbstverständlich seinen Kuss ebenso liebevoll und zärtlich und streichelte währenddessen seinen Rücken sanft.

 

Ich bedankte mich, als er mir das Geld gab.

 

"Danke, ich werd dann alles besorgen, was wir so brauchen.", meinte ich mit sanfter Stimme.

 

Er war so lieb zu mir und ich würde es sicher nicht ausnutzen, indem ich mir auch was kaufen würde. Zudem hatte ich eh alles was das Herz begehrte.

 

Immer hatte er mir fast jeden Wunsch erfüllt. Nein, ich brauchte definitiv nichts... hatte ich doch eh alles, was man sich nur wünschen konnte, da mich Ajan immer schon sehr verwöhnt hatte.

 

Ich wusste ohnehin schon nicht mehr wie ich das alles wieder gut machen konnte.

 

Nein, ich würde ihn niemals ausnutzen.

 

So ging ich kurz darauf mit Sieg mit, der den Wagen vorgefahren hatte und mich abholte.

 

"Also, bis nachher und mach nicht so viel.", sprach ich noch zu Ajan, bevor ich die Firma mit Sieg verließ.

 

*-*-*

 

Es war ein so komisches Gefühl Leon wegfahren zu sehen. Doch trotzdem oder gerade deshalb stürzte ich mich in die Arbeit. Es war viel zu tun, denn ab morgen hieß es Urlaub.

 

Wie ein Wahnsinniger arbeitete ich und machte sogar die Mittagspause durch.

 

Arbeite weiter, damit ich heute Abend eher Zuhause bin. Ich liebe dich! Ajan

 

Schrieb ich Leon kurz, dann machte ich brav weiter. So schaffte ich sehr viel. Irgendwann kam Sieg auch wieder und half fleißig. So schaffte ich es ausnahmsweise mal um 16 Uhr Feierabend zu machen.

 

Grinsend wünschte Sieg mir einen schönen Urlaub und ich grinste ebenfalls beim Gehen.

 

''Bis in zwei Wochen!'', sagte ich zu ihm. Er würde sich zwischenzeitlich um einige Telefonate kümmern und ebenfalls ein wenig ausspannen, dass hatte er sich auch verdient.

 

Endlich ging es nach Hause und ich konnte es kaum abwarten meinen Kleine in die Arme zu schließen.

 

*-*-*

 

Sieg und ich waren wirklich einkaufen gegangen und es war schon ziemlich viel, was zu besorgen gewesen war, aber wir schafften es und brachten auch alles nach Hause.

 

Ich stellte alles ordentlich dorthin, wohin es hin gehörte, dann zog ich mich um und verließ das Haus wieder, um mich auf den Weg zu meinem Freund Andreas zu machen.

 

Dort angekommen begrüßte er mich und wir umarmten uns freundschaftlich.

 

Bevor wir uns an die Aufgaben machten, tranken wir eine Cola zusammen, dann gingen wir in sein Zimmer und begannen zu lernen.

 

Immer und immer wieder musste ich ihm das alles erklären, ihm sogar Eselsbrücken bauen, damit er es nicht wieder vergaß.

 

"Man, du solltest die Klasse echt noch mal machen, weil so schaffst du die 12. garantiert nicht.", gab ich meinem Freund zu bedenken.

 

"Aber, dann kann ich dich ja nicht mehr sehen."

 

"Häää? Klar, können wir uns immer wieder sehen. Was redest du denn für einen Schwachsinn, man."

 

"Leon... ich habs lange zurückgehalten... aber jetzt... muss ich es dir sagen: Ich habe mich in dich verliebt."

 

Ich sah meinen Freund schockiert an und schüttelte den Kopf.

 

"Nein... du bist doch irre … hör auf so einen Scheiß zu labern!", regte ich mich künstlich auf und meinte abschließend: "Man, ich bin doch nicht schwul... such dir einen anderen, aber nicht mich!", blaffte ich Andreas an und stand auf.

 

Natürlich war es gelogen, dass ich nicht schwul wäre... aber das musste ich ihm ja nicht auf die Nase binden.

 

"Ich gehe jetzt wohl besser, hab noch was anderes zu tun, als mir dein Gelaber anzuhören!", dann verließ ich sein Zuhause und machte mich nachdenklich auf den Weg nach Hause.

 

Dort angekommen, ging ich erst mal, noch immer nachdenklich, in mein Zimmer.

 

Dass Ajan schon zuhause war, hatte ich leider nicht mitbekommen...

 

*-*-*

 

Da Leon bei meinem Erscheinen noch nicht Zuhause war, ging ich erst mal duschen. Nur mit einem Handtuch um den Hüften, machte ich mich daran meinen Koffer zu packen.

 

Mein Magen machte mich währenddessen fertig. Vor allem weil ich immer noch keine Antwort auf meine SMS erhalten hatte.

 

Okay Ajan, jetzt krieg dich mal wieder ein! Die Zwei sind doch nur Freunde und das schon seit einer ganzen Weile!

 

Das Leon bereits Zuhause war, hatte ich nicht mitbekommen. Als ich fertig war mit meinem Koffer und nur noch die Sachen fehlten, die ich morgen früh noch brauchen würde, ging ich erst mal in die Küche.

 

Aus dem Kühlschrank nahm ich mir etwas kaltes zu Trinken und eine Tafel Schokolade, die ich direkt aß. So sehr bewegte mich das Ganze.

 

Ob ich Leon noch einmal eine SMS schreiben sollte?

 

*-*-*

 

Eine ganze Weile war ich schon in meinem Zimmer, am Fenster gestanden und hatte nachgedacht.

 

Dann hörte ich doch, dass Ajan zuhause war und verließ mein Zimmer.

 

Ich ging in die Küche wo ich auf Ajan traf und ihn lieb begrüßte.

 

"Hallo, mein Schatz.", sprach ich nachdenklich... hatte irgendwie Magendrücken...

 

Dass er mir eine SMS geschickt hatte, hatte ich nicht mitbekommen, da mein Handy, wegen des Lernens auf stumm geschaltet war.

 

Sollte ich mit ihm über den Vorfall reden?

 

Oder ließ ich es besser bleiben.. nein... es gab nichts was ich verschweigen müsste.

 

"Liebster... ich... möchte ich gern etwas erzählen....", begann ich und sah ihn noch immer lieb an... auch wenn sich grad mein Magen verkrampfte...

 

*-*-*

 

''Hey, du bist ja Zuhause!'', begrüßte ich ihn und umarmte ihn freudig. Es freute mich so, dass er da war. Eine große Last fiel von meinen Schultern.

 

''Sicher, erzähle ruhig. Nur klingt es nicht gerade gut... Du hast auch nicht auf meine SMS geantwortet'', bohrte ich nach und schaute ihn skeptisch an.

 

Musste ich doch bedenken haben? Mein Magen machte mich gerade fertig und ich merkte wie die Schokolade direkt wieder raus wollte.

 

Aber ich riss mich zusammen und setzte mich hin. Die Beine schlug ich dabei übereinander, damit es keine besonderen Einblicke gab, da ich schließlich immer noch nur das Handtuch um hatte.

 

*-*-*

 

Nur allzu gern erwiderte ich die Umarmung meines Lieblings, doch dann setzte ich mich ebenfalls hin, als sich Ajan gesetzt hatte, und senkte meinen Blick.

 

Nein, ich musste kein schlechtes Gewissen haben, denn es war ja nichts passiert... dennoch hatte ich arge Magenschmerzen und... Angst....

 

"Du... du.... hast mir eine SMS geschrieben... sorry, das habe ich nicht gewusst, weil ich mein Handy auf stumm geschaltet hatte, wegen des Lernens... es tut mir leid... bitte, verzeih mir.

 

Aber was ich dir ...noch erzählen wollte... ja... also...

 

Ich war vorhin bei... Andreas und ich hab mit ihm geübt... soweit war es ja auch okay... aber dann... sagte ich ihm, dass er die Klasse besser wiederholen sollte, weil er sonst nicht mehr mitkäme... da meinte er.... dass er mich ja dann nicht mehr sehen könnte... weil... weil... er sich in mich verliebt hätte.

 

Ich sagte ihm daraufhin, dass er nur Mist labern würde und ich nicht schwul wäre. Was natürlich gelogen war, aber ich wollte es ihm nun nicht auf die Nase binden... wollte ihn abwimmeln.

 

Dann bin ich direkt gegangen... und … hierher nach Hause gekommen.", mit diesen Worten liefen mir auch schon die Tränen aus meinen Augen über meine Wangen und ich zitterte am ganzen Körper.

 

Mein Gesicht in meinen Händen vergrabend weinte ich schluchzend.

 

"Es ist nichts passiert, bitte, glaub mir. Ich... werde auch.... nie wieder zu ihm gehen... ich verspreche es... es tut mir leid... Ich.... ich.... hätte damals schon auf dich hören sollen...", sprach ich unter Tränen.

 

Mir tat es wirklich leid und ich hoffte so sehr, dass er mir glauben würde....

 

Ich liebte doch nur ihn... abgöttisch....

 

*-*-*

 

Ich hörte mir alles in Ruhe an. Zu Anfang war ich sehr erschrocken, was kommen würde, aber Leons Reaktion sagte mir, dass er die Wahrheit erzählte.

 

Also stand ich auf und nahm ihn erst mal in die Arme, versuchte meinen kleinen Schatz zu trösten.

 

''Alles gut! Denkst du etwa, dass ich dir nicht glaube? Man, bin ich erleichtert. Meine Eifersucht hat mich heute beinahe aufgefressen und jetzt das! Da hatte ich wohl den richtigen Riecher. Bin ich froh, dass nichts passiert ist'', sagte ich und drückte Leon fest an mich.

 

Als wollte ich ihm sagen, dass er mir gehörte. Meins! Alles Meins!

 

Sanft vergrub ich meine Nase in Leons Halsbeuge und sog energisch seinen Geruch ein. Niemand sollte zwischen uns stehen.

 

Eigentlich sprach tief in mir die Vernunft, dass Andreas trotzdem sein Freund bleiben könnte. Jedoch wagte es die Eifersucht nicht, diese Worte auszusprechen. Viel zu groß war die Angst, Leon zu verlieren, gegen einen besseren.

 

War Andreas besser als ich? Er war jünger und in Leons Alter! Hatte ich deswegen solche Angst?

 

*-*-*

 

Erleichtert, weil Ajan nicht böse auf mich war und mir glaubte, schmiegte ich mich an ihn und genoss, dass auch er sich an mich lehnte.

 

Ich war froh es ihm gesagt zu haben. Zudem ich eh keine Geheimnisse vor ihm hatte und auch nicht haben musste.

 

Er war es den ich liebte, den ich niemals verlassen würde... den ich für kein Geld der Welt hintergehen oder betrügen würde.

 

Dass mich mein Liebling in die Arme nahm zeigte mir, dass ich richtig gehandelt hatte, aber auch seine Eifersucht zeigte mir, dass er mich ebenso liebte, wie ich ihn.

 

Ich legte nun auch meine Arme um Ajan und streichelte sanft seinen Rücken.

 

"Ich liebe dich, mehr als alles auf der Welt.", flüsterte ich in sein Ohr und war nicht gewillt ihn vorschnell wieder loszulassen.

 

Er war mein und ich war sein... nichts würde uns je trennen können.

 

*-*-*

 

''Ich liebe dich auch mehr als alles andere auf der Welt!'', sagte ich leise und hielt meinen Kleinen noch eine ganze Weile fest.

 

Den Rest des Abends redeten wir viel und kuschelten innig. Dann gingen wir früh schlafen. Am nächsten Morgen frühstückten wir ausgiebig und packten dann die restlichen Sachen ein.

 

Mit dem Auto fuhren wir zum Hafen, von wo uns eine Fähre an den Ort brachte, wo wir Urlaub machen wollten. Es war herrliches Wetter und ich genoss es endlich ausspannen zu können.

 

Die Überfahrt würde eine Weile dauern, aber die Aussicht war es mehr als wert.

 

*-*-*

 

Für mich war es eigentlich viel zu früh zum Aufstehen, doch freute ich mich auf unseren Urlaub, also stand ich, am anderen Morgen schnell auf und machte mich ebenfalls fertig.

 

Gepackt hatte ich meine Sachen schon am Abend zuvor, so dass wir wirklich in Ruhe frühstücken und dann losfahren konnten.

 

Als wir am Hafen ankamen, wo uns eine Fähre erwartete, stand ich vor Staunen mit offenem Mund davor. Denn obwohl ich ja schon einiges gesehen und mitgemacht hatte, war ich noch nie auf einer Fähre mitgefahren und freute mich schon tierisch. Meine Augen begannen richtig zu strahlen vor Freude.

 

Nachdem wir die Fähre betreten hatten und diese ablegte, stand ich eine Weile am Geländer und genoss diesen herrlichen Ausblick, der wirklich nicht mit Worten zu beschreiben war... und dann dazu diese frische Seeluft... das war echt der Hammer!

 

Ich wagte gar nicht daran zu denken was mich wohl noch erwarten würde... wenn das hier schon so toll und so klasse war.

 

*-*-*

 

Schmunzelnd stand ich hinter Leon und umarmte ihn von hinten.

 

''Gefällt es dir?'', fragte ich unnötigerweise. Er sah so verdammt gut aus heute. Am Liebsten hätte ich ihn direkt vernascht.

 

Liebevoll stupste ich mit meiner Nase gegen die seine, als Leon sich ein wenig zu mir herumdrehte.

 

Mein Schatz, wenn du wüsstest, was für lüsterne Gedanken ich gerade hatte. Ich konnte es kaum erwarten, dass wir ankamen.

 

Eine ganze Weile fuhr die Fähre, bis wir endlich Land sichteten und uns startklar zum Aussteigen machten. Dann brachte uns ein Taxi ins Hotel.

 

An der Rezeption bekam ich unseren Schlüssel und ein Page nahm unser Gepäck. Er zeigte uns unser Zimmer. Bevor er ging, gab ich ihm noch etwas Trinkgeld.

 

Das Zimmer war riesig mit einem Doppelbett und einen großen Fernseher. Auch die Zimmerbar ließ kaum Wünsche offen. Das anliegende Bad war ein Traum, denn es glich einem Schwimmbad.

 

Wir hatten eine eigene kleine Sauna und ein eigenes kleines Schwimmbecken mit Whirpool. Angrenzend befand sich eine offene Dusche und ein separater Raum in dem das WC war.

 

Nur die Massagen würden anderswo stattfinden und es gab auch noch ein großes Schwimmbad und andere Wellnessangebote.

 

*-*-*

 

Die Überfahrt hatte ich wirklich in vollen Zügen genossen.... es war einfach herrlich und mit meinem Schatz bei mir, wurde alles nur noch viel schöner.

 

"Ja, es ist herrlich hier... und noch schöner ist es, weil du bei mir bist.", antwortete ich Ajan.

 

Als wir allerdings das Hotel betraten, traf mich fast der Schlag und ich musste mich echt zusammenreißen nicht noch Bauklötze zu staunen. Wirklich alles wurde von mir bestaunt und ich bekam meinen Mund beinahe nicht mehr zu.

 

Was es hier alles gab und ….herrje... wie soll ich es beschreiben... es war einfach nicht mit Worten zu beschreiben, was ich hier zu sehen bekam.

 

Das Zimmer betretend, betrachtete ich grinsend das große Bett, konnte es nicht lassen und ließ mich einfach drauffallen.

 

Es war so wundervoll weich und lud mich förmlich dazu ein mich drauf zulegen und für einen Moment die Augen genießend zu schließen.

 

Beinahe kriegte ich mich nicht mehr ein. Es war nicht so, dass ich Luxus nicht gewohnt war... aber das hier war ...einmalig... einfach nur hammergeil.

 

*-*-*

 

Breit grinsend setzte ich mich neben Leon und streichelte sanft über seine Haare. Mir war durchaus sein Erstaunen aufgefallen, aber genau das hatte ich auch gewollt.

 

''Bist du etwa schon so müde?'', fragte ich neckend, weil er sich hingelegt hatte und seine Augen geschlossen hielt.

 

''Dabei hast du das beste noch gar nicht gesehen'', sagte ich und deutete auf die Tür zum Bad, hinter der man ein normales Badezimmer vermuten könnte.

 

Liebevoll küsste ich Leons Hals und fuhr mit der Hand über seine Brust langsam runter zu seinen Bauch.

 

''Natürlich kann ich dich auch erst vernaschen, wenn du nicht so neugierig bist'', scherzte ich gespielt ernst.

 

*-*-*

 

Sogleich öffnete ich meine Augen, als mein Schatz sich zu mir gesetzt hatte und grinste.

 

"Nein, ich bin nicht müde, mich hat nur das Bett so magisch angezogen.", erwiderte ich grinsend.

 

Ich stützte mich auf meine Unterarme und sah zur Tür, die Ajan mir gezeigt hatte.

 

"Ich würde mir gern das Bad anschauen.", meinte ich und wollte mich eben erheben, als mein Schatz meinen Hals zu küssen begann und mit seinen Fingern über meinen Körper fuhr.

 

Es fühlte sich so toll an, dass ich meinte das Bad auch später noch besichtigen zu können.

 

Ich sah meinen Schatz an und meine Wangen färbten sich sogleich in ein leichtes Rot, als er meinte mich auch gleich vernaschen zu können und leckte mir lasziv über die Lippen. So ließ ich mich rücklings wieder auf das Bett sinken, als Zeichen, dass ich nichts dagegen hätte, wenn er mich gleich "vernaschen" würde.

 

*-*-*

 

Jetzt musste ich laut loslachen, da Leon mehr als einverstanden schien.

 

Doch dann klopfte es auch schon an der Tür und ich erhob mich, um aufzumachen. Der Zimmerservice brachte einen großen Obstkorb herein und frisch gepressten Orangensaft.

 

Nachdem die junge Frau gegangen war, schloss ich die Tür ab und grinste Leon breit an.

 

''Also ich gehe mir das Bad anschauen, in dem ich dich durchaus auch vernaschen kann, glaube mir!'', sagte ich und zog mein Oberteil aus, das auch direkt auf den Boden landete. Auch meine Schuhe und Socken zog ich schon mal aus, bevor ich die Tür zum Bad öffnete.

 

Meine Hose fiel auch zu Boden und ich grinste Leon frech an, bevor ich im Bad verschwand. Die Unterhose hatte ich mit Absicht noch angelassen. Immerhin sollte ein gewisser Reiz noch da sein.

 

War es schlimm, wenn ich ihn direkt vernaschen würde? Wir waren man gerade mal 5 Minuten hier und hatten noch nicht mal unsere Koffer ausgepackt.

 

Bis zum Abendessen war noch eine Menge Zeit und so hatten wir einige Stunden für uns, bevor der Service das Essen ins Zimmer bringen würde. Zumindest für heute Abend hatte ich es so einrichten lassen. Die nächsten Tage könnten wir selber entscheiden, ob wir auf dem Zimmer oder lieber im Restaurant essen wollten.

 

*-*-*

 

Ich erhob mich etwas, als ich meinen Schatz laut loslachen hörte und sah ihn fragend an.

 

Doch dann klopfte es auch schon an der Zimmertür und der Service kam herein und brachte einige Kleinigkeiten für uns... verschwand dann aber auch gleich wieder.

 

Inzwischen hatte ich mich erhoben, war aufgestanden und sah Ajan noch immer fragend an.

 

Was hatte er denn nur?

 

Lachte er mich jetzt an oder aus?

 

Zunächst folgte ich Ajan nur mit meinen Blicken ins Bad.

 

Nachdem nun die Worte meines Schatzes auch meine letzten Gehirnwindungen erreicht hatten, folgte ich Ajan ins Bad und bekam mal wieder meinen Mund nicht zu.... wie so oft in letzter Zeit.

 

Mit Augen so groß wie Suppenschüsseln bestaunte ich das Bad und kriegte mich kaum mehr ein. Aber dann erblickte ich Ajan... der sich schon, bis auf die Shorts, ausgezogen hatte und mich das Bad nun wieder kalt ließ.

 

Denn Ajans Anblick konnte ich kaum widerstehen, da war die Schönheit des Bades eher nebensächlich.

 

Wie von selbst begann nun auch ich mich langsam zu entkleiden, ließ meine Sachen achtlos zu Boden fallen und behielt meine Shorts ebenfalls an, indes mein Gesicht meinte noch weiter rot werden zu müssen.

 

Ajan weiter ansehen... ihn fast schon hypnotisierend... ging ich langsam auf ihn zu....

 

*-*-*

 

Ein breites Lächeln lag auf meinen Lippen und ich ging Leon ebenfalls entgegen. Kaum dass er vor mir stand, legte ich meine Hände auf seine Schulter und küsste ihn leidenschaftlich.

 

Sein Körper war so wunderschön und einfach einmalig. Ich konnte gar nicht anders und musste ihn berühren – ihn streicheln.

 

Ganz zärtlich küsste ich ihn und ließ mich einfach treiben. Die Zeit verstrich und mir war es egal. Endlich musste ich mal an nichts denken. Keine Termine im Hinterkopf, es gab nur Leon und mich.

 

Frech zog ich dann Leons Shorts aus und ließ auch meine heruntergleiten. Meine Männlichkeit stand schon brav wie eine Eins.

 

Anschließend nahm ich Leon an die Hand und ging mit ihm ins warme Wasser, was genau die richtige Temperatur hatte. Der Whirpool war der Hammer und ich schaltete ihn auch gleich ein. Das Wasser fing an zu blubbern und zu sprudeln.

 

*-*-*

 

Hin - und hergerissen zwischen den ganzen neuen Eindrücken, Ajans geilen Körper und seinen Küssen, die ich leidenschaftlich erwiderte, legte sich ein leichter Rotschimmer auf meine Wangen, als Ajan mich und dann sich von meiner Shorts befreite.

 

Seine Männlichkeit stand schon wie eine Eins... was man von meiner noch nicht wirklich behaupten konnte.

 

Viel zu intensiv waren die Reize, die mich hier gerade überfluteten und ich mal wieder... oder immer noch Bauklötze staunte und ein wenig sprachlos war.

 

Hand in Hand gingen wir zum Whirpool, den Ajan eingeschaltet hatte.

 

"Wow!", hörte ich mich leise sagen, denn ich war wirklich überwältigt von allem hier.

 

Das war einfach nur zu geil und dann dazu noch mein Schatz... au man... das würden wahrscheinlich die schönsten Ferien werden... ich wusste es einfach.

 

Aber meine Liebe zu Ajan, übertraf nun wirklich alles und ich war schon sehr gespannt was in den zwei Wochen auf mich zukommen würde....

 

*-*-*

 

Bis zu den Schultern waren wir nun im Wasser und ich konnte die Finger einfach nicht von Leons schönen Körper lassen. Er war so geil und machte mich wahnsinnig an.

 

Wieder küsste ich ihn und meine Hände erforschten frech seinen Körper. Sie glitten seinen Rücken entlang und blieben auf seinen Hintern liegen. Genau das wollte ich, ihn vernaschen! Die Frage war nur, ob wir es jetzt direkt tun sollten oder ob ich mich langsam herantasten wollte bzw. sollte.

 

Wie stand Leon dazu? Hatte er sich überhaupt einen Kopf gemacht, was es hieß mit einem Mann richtig intim zu sein?

 

Ich hatte durchaus schon mit Frauen Analverkehr betrieben und wusste wie ich es richtig machen würde. Keinesfalls wollte ich Leon in irgendeiner Weise weh tun, denn für ihn sollte es schön und unvergesslich sein. Immerhin wollte ich ja auch, dass er es immer wieder tun wollte.

 

Nur bei dem Gedanken rieb meine Männlichkeit schmerzlich hart zwischen uns. Dass Leon überwältigt war verstand ich, aber da wusste ich Abhilfe.

 

Langsam griff meine andere Hand zwischen uns und begann seine Männlichkeit ein wenig zu bearbeiten. Dabei küsste ich ihn weiter und massierte mittlerweile mit der anderen Hand seine eine Pobacke.

 

Nur zu gerne würde ich da hinein! Ob ich ihm das sagen sollte?

 

*-*-*

 

Mein Kopf leuchtete noch immer im schönsten Rot, als wir schon im Whirpool standen und uns küssten.

 

Ajan konnte es wohl nicht lassen meinen Körper zu erforschen. Da ich mich ja nicht auskannte, tat ich es ihm einfach nach und begann zaghaft auch seinen Körper zu erforschen.

 

Liebevoll, zärtlich... ließ ich meine Finger über seinen Körper wandern... zog kleine Kreise auf seiner Haut, während ich seine Männlichkeit auf meiner Haut spürte und sich meine Männlichkeit nun auch langsam aufrichtete... was mich enorm geil machte.

 

Seine Hände an meinem Hintern, erregten mich total, streckte mich seiner Hand förmlich entgegen und genoss es wie mein Schatz meine Männlichkeit bearbeitete, so wanderten meine Finger auch zu seiner Männlichkeit herab und begann diese ebenfalls zu bearbeiten... aber noch sehr zaghaft... scheu... beinahe...

 

Es fühlte sich fantastisch an, wie wir hier im Pool standen und uns streichelten... verwöhnten... leidenschaftlich küssten..

 

*-*-*

 

Ein wenig grinste ich nun in mich hinein, wo Leon sich mir so entgegenstreckte. Meine Finger konnten nicht anders und fuhren sanft zwischen seine Pobacken und suchten seine Rosette.

 

Dort fuhr ich sanfte Kreise mit einem Finger, wagte es aber noch nicht weiter zu gehen.

 

Meine Zunge hatte sich von Leons gelöst und küsste nun seinen Hals, hinterließ kleine Male und feuchte Spuren auf seiner Haut.

 

Seine Berührungen machten mich total an und seine Hand an meiner Männlichkeit, dieses zaghafte, scheue massieren, ließ mich ihm immer mehr entgegen drücken.

 

Viel zu geil war ich auf ihn. Irgendwie musste ich ein wenig runterkommen, mich ablenken. Also dachte ich an etwas anderes, um nur noch nicht zu kommen.

 

Dabei konnte ich es kaum erwarten meine Härte in seine Hitze zu schieben.

 

*-*-*

 

Es fühlte sich merkwürdig an, wie Ajans Finger meinen Eingang umkreiste, aber ich ließ es zu, streckte mich ihm noch etwas entgegen.... während ich nun ein leises Stöhnen nicht unterdrücken konnte.

 

Er machte mich total geil mit dem was er tat.

 

Allein, wie er meinen Hals küsste... machte mich unbeschreiblich geil, so dass ich seine Männlichkeit sicherer zu massieren begann... und härter.

 

Mich ein nun ein wenig an ihm festhaltend, spürte ich, dass es wohl nicht mehr lange dauern würde... ehe ich kam... war ich doch schon viel zu heiß auf ihn.

 

Mein Körper zitterte bereits vor Erregung... konnte es kaum mehr erwarten.

 

Aber warum quälte er mich so?

 

War es, weil ich noch keine Erfahrung hatte?

 

Sicher, so musste es wohl sein.

 

*-*-*

 

Sanft löste ich mich von Leon und dirigierte ihn zur Treppe hin, wo ich ihn sanft umdrehte. Liebevoll küsste ich seinen Hals nun von hinten und ließ meine Zunge abwärts über seinen Rücken tanzen.

 

Vorsichtig drückte ich ihn dabei mit dem Oberkörper runter, so dass sich sein Hintern mir nun entgegenstreckte. Meine Zunge hielt kurz vor seiner Ritze, die ich mit meinen Händen auseinander drückte.

 

Nun ließ ich meine Zunge dazwischen, leckte ihn ausgiebig und umkreiste erneut sein Loch. Intensiv bearbeitete meine Zunge seinen Eingang eine ganze Weile, bevor ich wieder hoch kam und Leon hoch hob, um ihn zu küssen.

 

''Ich will dich'', raunte ich in den Kuss hinein.

 

Immerhin brauchte ich doch seine Einwilligung und ich war mir auch nicht ganz sicher, ob das Wasser für den Akt selber so passend wäre. Als Vorspiel perfekt, doch würde ich ihn wohl lieber vorsichtig von der Seite nehmen wollen.

 

Gerade beim ersten Mal.

 

*-*-*

 

Gott, was tat er da mit mir … mit meinem Hintern... es fühlte sich so geil an, dass mir ein lautes Stöhnen entkam und ich mich kaum mehr unter Kontrolle hatte.

 

Mein Körper... meine Hüfte zitterten immer heftiger... konnte es wirklich kaum mehr abwarten.

 

"Nimm mich... bitte...", erwiderte ich stöhnend in den Kuss hinein.

 

Nein, ich hatte keine Angst. Fragte mich aber, warum er meine Einwilligung wollte... denn danach sah es für mich aus.

 

Wir waren doch ein Paar... war das dann noch nötig?

 

Nun, ich war mir sicher, dass er wusste warum er meine Einwilligung wollte.

 

So streckte ich mich ihm noch weiter entgegen... bis es wirklich nicht mehr weiter ging.

 

Ich hoffte wirklich, dass es ihm das als Einwilligung reichte... wusste ich doch nicht wie lange ich mich noch würde zusammennehmen könnte.

 

*-*-*

 

Er wollte es und wie es mir schien hier und jetzt. Etwas nervös wurde ich nun schon. Immerhin musste ich ihn noch ein wenig dehnen, wollte doch, dass es für ihn auch schön sein würde.

 

Also ging ich wieder auf Tauchstation und war sehr froh, dass das Wasser alles schön weich gemacht hatte, so dass ich nach kurzem lecken, einen Finger hineinschob. Meine Männlichkeit wippte unterdessen schmerzlich hart zwischen meinen Beinen auf und ab, konnte es wohl kaum abwarten, dort hinein in Leons Enge zu dürfen.

 

Auch ich musste nun aufstöhnen, als ich spürte wie heiß Leon dort drin war. Liebevoll und vorsichtig bewegte ich meinen Finger und nahm erst einen zweiten hinzu, als ich mir sicher war, dass er es genoss. Dann fing ich langsam an ihn zu dehnen und auf mich vorzubereiten.

 

Immer wieder küsste ich seine Pobacken und leckte darüber. Ab und an vergewisserte ich mich, dass seine Männlichkeit noch hart war und streichelte diese ein wenig. Nur nicht zu viel, da er schließlich noch nicht kommen sollte.

 

*-*-*

 

Okay, spätestens jetzt wusste ich in etwa was mich erwarten würde, als Ajan seine Finger in meinen Po schob und ich mich fast verkrampft hätte... mich jedoch schnell wieder einkriegte und locker ließ... mich entspannte.

 

Natürlich stöhnte ich zunächst vor Schmerz leise auf, aber dann genoss ich es und konnte es wirklich nicht mehr erwarten... zumal er meine Männlichkeit ab und zu streichelte... mich aber denn noch hinhielt... so dass ich nicht kommen konnte.

 

Es war die reinste Quälerei... fast schon eine Tortur... eine süße Folter.

 

"Biiiitte....", stöhnte ich, am ganzen Körper vor Erregung zitternd... konnte mich wirklich nicht mehr lange beherrschen.

 

Mein Rücken bog sich schon so halbwegs durch... mein Hintern konnte es kaum noch erwarten ihn endlich zu empfangen.

 

*-*-*

 

Noch einen kleinen Moment quälte ich ihn, dann konnte auch ich nicht mehr und kam seiner Bitte nach. Liebevoll küsste ich seinen Nacken, während ich die Spitze meiner Männlichkeit an seinen Eingang setzte.

 

Ganz langsam und mit viel Gefühl schob ich mich in seine Enge. Stück für Stück, immer wieder abwartend, dass er sich an mich gewöhnte.

 

Ein Stöhnen konnte ich nicht unterdrücken, als ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich ganz in Leon war. Es war so geil, heiß und eng zugleich.

 

Ich wusste gar nicht, ob ich mich überhaupt bewegen konnte, doch tat ich das auch erst mal nicht. Lieber streichelte ich Leons Oberkörper und liebkoste seinen Hals.

 

Es sollte schön und unvergesslich für ihn werden. Aber vor allem sollte er es wieder tun wollen, gar nicht genug davon bekommen können.

 

*-*-*

 

Ein wenig hatte ich mich nun doch verkrampft, als Ajan langsam, aber sehr vorsichtig in mich eindrang. Ich merkte aber sehr schnell, dass es mir nur noch mehr weh tun würde, als es das ohnehin schon tat. Also ließ ich wieder locker, versuchte mich zu entspannen.

 

Immer weiter schob er sich in mich hinein und ich sog scharf die Luft ein, aber ich gab keinen Laut von mir... außer ein leises schmerzhaftes Stöhnen.

 

Meine Männlichkeit war derweil zunächst wieder erschlafft und ich musste mich tatsächlich erst einmal an Ajan gewöhnen.

 

Ajans Liebkosungen machten es mir leicht mich langsam an ihn zu gewöhnen, so dass ich den Schmerz fast nicht mehr spürte und ich genoss seine Streicheleinheiten in vollen Zügen.

 

Zum Glück wartete er, dass ich mich an ihn gewöhnen konnte, was nach einer Weile der Fall war und ich mich ihm langsam zaghaft entgegenstreckte.

 

*-*-*

 

Bevor ich mich anfing zu bewegen, massierte ich erst mal ein wenig Leons Männlichkeit und küsste seine weichen, vollen Lippen.

 

Erst dann begann ich ganz langsam und kaum merkbar mich in ihm zu bewegen. Dabei musste ich mich vor Erregung so zusammennehmen nicht fest zuzustoßen.

 

Er machte mich einfach wahnsinnig geil und sein Körper war der Hammer. Es war, als wäre er wie für mich gemacht.

 

Meine Hände streichelten seinen Oberkörper und massierten seine Männlichkeit, während ich mich nun langsam in Leon bewegte. Lange würde ich dieses Spiel nicht aushalten, dafür war es viel zu geil.

 

Doch achtete ich auch immer auf Leons Reaktionen, da ich ihn keinesfalls weh tun wollte. Je nachdem verlagerte ich meinen Schwerpunkt und meine Stöße.

 

*-*-*

 

Langsam fühlte es sich wirklich toll an Ajan in mir zu spüren und ich gewöhnte mich auch langsam an ihn. Was bei seiner Behandlung ja auch kein Wunder war, wenn er meine Männlichkeit so massierte, dass ich gar nicht anders konnte, als laut aufzustöhnen.

 

Er war wirklich so lieb und zärtlich zu mir, auch wenn mir seine beginnenden Stöße nun doch etwas weh taten und es etwas unangenehm drückte. Aber ich ließ es mir nicht anmerken, stöhnte einfach alles aus mir heraus... streckte und bewegte mich ihm entgegen.

 

Schließlich konnte ich mich doch nicht mehr beherrschen und ergoss mich mit einem erregten Seufzen in seiner Hand, während mein Herz raste, mein Körper vor Anspannung zitterte und ich meinen Kopf leicht zurück warf.

 

Mir war es nun schon ein bisschen peinlich, weil ich zu früh gekommen war. Aber konnte ich was dafür, dass mich Ajan so geil gemacht hatte?

 

War es vielleicht, weil ich noch keine Erfahrungen in dieser Sache hatte?

 

*-*-*

 

Jede Sekunde genoss ich, in der Leon kam, merkte mir alles. Es machte mich so dermaßen an, dass es auch mir kurze Zeit später kam. Schnell entzog ich mich meinem Liebsten und ergoss mich auf dessen Hintern.

 

Während mein Herz wie wild schlug und ich für einen Moment dachte es würde stehen bleiben. So schnell raste es.

 

Die Stirn lehnte ich an Leons Schulter und japste nach Luft. So geilen Sex hatte ich definitiv noch nie.

 

Liebevoll lächelte ich Leon an und war im nächsten Moment ein wenig besorgt.

 

''Alles okay bei dir?'', wollte ich wissen.

 

Immerhin waren gerade die letzten Stöße etwas heftig gewesen. Dabei wollte ich doch besonders behutsam sein und liebevoll.

 

*-*-*

 

Nachdem ich mich ergossen hatte, wurden Ajans Stöße sehr heftig, so dass ich es nicht verhindern konnte, dass mir die Tränen einfach so aus den Augen liefen.

 

Dann entzog er sich mir seltsamerweise und ergoss sich auf meinem Po... was ich nicht so ganz verstand, mir aber jetzt ganz angenehm war, denn die Schmerzen in meinem Hintern waren jetzt doch recht heftig.

 

Ein wenig ließ ich es noch zu, dass er sich an mich lehnte, dann entzog ich mich ihm, mit einem: "Ja, alles okay... mach dir keinen Kopf. Ich geh jetzt erst mal duschen.", dann verschwand ich in der Dusche, wo ich mich übergründlich einseifte... pflegte... als wollte ich die Schmerzen wegwaschen... aber es ging nicht.

 

Ich konnte zudem kaum stehen, geschweige denn laufen.

 

Aber ich gab nicht Ajan die Schuld... nein, die Schuld gab ich mir allein, weil ich es doch so gewollt hatte.

 

Wie ein Wahnsinniger schrubbte ich meine Haut, so dass sie schon fast blutig wurde.... doch merkte ich es so direkt gar nicht. Es war wie ein innerer Zwang und als wollte ich die Schmerzen auf die Haut umleiten.

 

Aber die Schmerzen blieben... hörten eben nicht auf... und die Tränen liefen währenddessen unkontrolliert aus meinen Augen....

 

*-*-*

 

Natürlich bekam ich durch die offene Dusche alles mit und ging zu Leon rüber. Dann nahm ich ihm den Schwamm aus der Hand und legte diesen Beiseite.

 

Liebevoll nahm ich ihn in den Arm.

 

''Hey, du tust dir doch weh'', brachte ich nur über die Lippen.

 

Dann brauste ich ihn ab und wickelte ihn anschließend in ein Handtuch. Vorsichtig nahm ich Leon dann auf die Arme und trug ihn rüber zum Bett.

 

Dort angekommen wickelte ich ihn wieder aus und kramte eine kleine Tube aus meiner Tasche.

 

''Das wird jetzt erst etwas unangenehm werden, dann wird es aber gleich besser und morgen merkst du nichts mehr, versprochen'', beruhigte ich ihn.

 

Anschließend drehte ich ihn zu mir, küsste ihn zärtlich, während ich meine Finger mit der Creme drauf zwischen seine Backen schob.

 

Schließlich war ich vorbereitet. Leon sollte keine Schmerzen haben!

 

Als das erledigt war, kramte ich Feuchtigkeitscreme für sensible und gereizte Haut raus und cremte ihn ein. Irgendwie fühlte ich mich schuldig.

 

*-*-*

 

Erst jetzt, da Ajan zu mir in die Dusche kam, merkte ich, was ich hier tat. Er brauste mich vorsichtig ab und wickelte mich ins Badetuch ein.

 

"Entschuldige bitte... ich... es tut mir leid... es ist meine Schuld...", flüsterte ich ihm zu und hielt mich an ihm fest, während er mich zum Bett trug und mich drauf legte.

 

Als dann die Tube vorkramte und meinte, dass es etwas unangenehm werden könnte, begann ich zu zittern, wollte mich ihm entziehen, doch da küsste er mich schon sanft und cremte währenddessen meinen Hintern ein.

 

Ich verkrampfte mich... weinte trotzdem... konnte mir die Tränen nicht verkneifen.... krallte mich irgendwie an ihn.

 

Warum vergingen diese Schmerzen nicht...?

 

Schließlich löste ich meine Hände von ihm, als er begann mich mit einer Creme einzucremen, was sich gut anfühlte und mich ein wenig entkrampfte. Auch meine Tränen ließen langsam nach.

 

"Danke. Ich liebe dich.", sagte ich leise zu meinem Schatz, der nun wirklich nichts für das alles konnte.

 

*-*-*

 

''Alles gut! Ich liebe dich auch! Tu so was bitte nie wieder. Du hast mir richtig Angst gemacht. Wenn es so schlimm für dich ist, werde ich so was nie wieder mit dir machen'', sagte ich und küsste kurz seine Stirn.

 

''Nachher wirst du dir eine Ganzkörperpackung machen lassen, dann wird das schnell wieder und dir wird das bestimmt gut tun!'', schlug ich dann vor und kramte ein Prospekt hervor, indem alles stand, was es hier so gab.

 

Ich fühlte mich so mies, weil ich mir nicht genügend Zeit genommen hatte für Leon. Es war zu früh gewesen. Wir hätten damit noch warten müssen.

 

*-*-*

 

"Aber... aber... ich... wollte das doch.... es ist nicht deine Schuld... wirklich nicht.", begann ich wieder zu weinen, weil sich mein Schatz so quälte.

 

Es war doch wirklich meine Schuld... er konnte doch am allerwenigsten was dafür.

 

"Ich will aber keine Ganzkörperpackung... bitte... du kannst doch nichts dafür. Es geht mir gut... wirklich.", schluchzte ich tränenüberströmt.

 

Was konnte ich denn nur tun, damit er seine Schuldgefühle los wurde?

 

Ich fühlte mich so schlecht wie noch nie und ich fühlte mich wie ein Stück Dreck... das allen nur Ärger machen konnte.

 

Schließlich krabbelte ich unter die Decke und rollte mich wie ein Kätzchen zusammen.

 

Was hatte ich denn nur getan? Ich wollte ihm doch keinen Ärger machen.

 

*-*-*

 

''Hey, alles gut'', versuchte ich Leon zu trösten und kroch einfach zu ihm unter die Decke. Liebevoll nahm ich ihn in den Arm und streichelte ihn.

 

Das wollte ich nun auch nicht.

 

''Also keine Ganzkörperpackung und wir vergessen einfach alles was war, ok'', schlug ich vor und streichelte dabei sanft seinen Rücken.

 

Jetzt einfach ein wenig mit ihm im Arm dösen, bis es Abendessen gab. Das wäre der wahre Urlaub.

 

Mein Gewissen hatte sich schon wieder beruhigt und meine Arme hielten meinen Schatz einfach nur ganz fest.

 

*-*-*

 

Hätte jetzt eigentlich nur gefehlt, dass ich noch angefangen hätte zu schnurren, als mein Liebling zu mir unter die Decke kroch und mich lieb in die Arme nahm.

 

Ich kuschelte mich richtig an ihn, hielt mich an ihm fest... wollte ihn nicht loslassen... für nichts in der Welt.

 

So schloss ich nun genießend die Augen, sog seinen Duft ein, als wäre ich am ersticken.

 

Nein, er sollte sich nicht schuldig fühlen... und schon gar nicht wegen mir. Mein Schatz hatte nun wirklich genug für mich getan.

 

"Ja, vergessen wir das. Ich liebe dich so sehr.", hauchte ich ihm sanft zu, dann schlief ich ein wenig erschöpft ein.

 

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''Ich liebe dich auch'', hatte ich noch geantwortet, dann waren auch mir die Augen zugefallen.

 

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Den Urlaub genossen Beide in vollen Zügen. Sie gingen Schwimmen, ließen sich Massieren und sie hatten auch noch viel Spaß im Bett miteinander.

 

Den Verkehr gingen sie sehr behutsam an und so machte es Beiden auch bald ohne Schmerzen sehr viel Spaß und sie bekamen beinahe nicht genug voneinander.

 

Nach dem Urlaub, stellte Ajan noch jemanden ein, um mehr Zeit für Leon zu haben. Leon machte seinen Schulabschluss mit einem Spitzen Notendurchschnitt und fing eine Ausbildung bei Ajan in der Firma an.

 

Doch hielten sie ihre Beziehung erstmal geheim, bis Leon seine Ausbildung beendet hatte, damit keiner meinte Leon würde Vorteile haben. Als Leon dann in der Firma zu arbeiten begann, wurde er Teilhaber der Firma und sie gingen offen mit ihrer Liebe um.

 

Sieg war mehr als erstaunt darüber, da er Beide über so viele Jahre kannte und nichts bemerkt hatte. Aber er freute sich sehr und stand zu ihnen, genau wie die meisten Anderen auch.

 

Ajan und Leon lebten glücklich und zufrieden und genossen ihre große Liebe zueinander.

 

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Ende