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12. Türchen

12. Türchen

 

Für mich klang das alles gerade, wie ein Sechser im Lotto. Keine Celine, Marc ein wenig traurig, der hoffentlich meinen Trost suchte und er bot mir hier ein neues Leben an.

 

''Ich weiß nicht, ob ich Manuel liebe'', kam ich mit der Wahrheit heraus, konnte und wollte Marc nichts vormachen. Vielleicht war es falsch, so offen zu sein, vielleicht hätte ich es nicht sagen dürfen und doch entsprach es der Wahrheit.

 

''Mal ehrlich... er will mich absägen... Wenn ich eine Firma hätte und du für mich arbeiten würdest, wärst du der letzte, den ich entlassen würde, egal wie schlecht zur Zeit deine Arbeit ist. Es gibt immer mal Höhen und Tiefen im Leben, sowie in der Arbeit'', sprudelte es wütend aus mir heraus.

 

Gekränkt und enttäuscht war ich, auch traurig darüber, aber nicht weil ich Manuel liebte, sondern weil ich mir mehr versprochen hatte. Vielleicht suchte ich bei Marc auch einfach nur Trost, denn immerhin wäre es das erste Mal andersherum. Sonst hatte ich ihn immer getröstet.

 

''Glaubst du, dass ich Pete überzeugen kann? Glaubst du an mich?'', lag es mir auf der Seele, da ich Pete nicht kannte und deswegen schon unsicher war. Obwohl, wenn Marc dabei war und ich mir gerade hier eine gemeinsame Zukunft vorstellte, spürte ich wieder dieses Strahlen in mir, was vorher so fehlte.

 

Ansonsten beherrschte ich den Job, wie im Schlaf, was auch Marc wissen müsste.

 

''Sei nicht traurig. Wenn Celine es nicht einsieht, was sie an dir hat, ist sie es nicht wert...'',

 

Es gibt andere Frauen oder Männer... mich vielleicht!

 

''Du könntest dir wirklich vorstellen, dass ich hierher komme? Also ich meine nicht hierher zu dir... obwohl ich natürlich erst mal schauen müsste, wo ich wohnen könnte... aber, also, hier nach England, zu dir...'', stammelte ich nun doch etwas unschlüssig.

 

Es klang so, wie es nicht klingen sollte und ich fand nicht die richtigen Worte. Am Liebsten hätte ich Marc einfach in den Arm genommen, so wie er gerade schaute.

 

Wieder ein Mädchen, was ihm das Herz brach, zumindest schon mal Ansatzweise. Warum erkannten sie nicht, wie toll er war, was für ein Traummann hier vor mir saß?

 

*-*-*

 

"Wie, du weißt nicht ob du ihn liebst... und er will dich absägen???? Und dann bist du mit ihm zusammen???!!! Das verstehe ich nicht....", kam es verständnislos von mir

 

Nach diesem Eingeständnis meines Freundes zerschlug sich meine soeben gewonnene Hoffnung, dass er über mich hinweg wäre, wieder. Hatte er sich diesem Manuel nur an den Hals geworfen, um mich zu vergessen????

 

Au man...!

 

Doch ich lenkte erst einmal ab...:

 

"Sicher, glaube ich an dich. Wenn es einer schafft, dann du. Du kannst das schaffen, ganz sicher.", gab ich von mir und versuchte ihn damit aufzumuntern... ihm seine offensichtliche Unsicherheit zu nehmen.

 

Jedoch musste ich Felix sogleich widersprechen:

 

"Nein, nein... Celine ist nicht schuld. Sie tut das Richtige. Ich mein, was ist so verkehrt daran die Lehre erst einmal zu beenden? Was sie tut ist richtig und anständig. Nur ich bin derjenige der misstrauisch ist und nicht an eine zeitweilige Fernbeziehung glaubt.

 

Sie ist es wert, dass ich auf sie warte.", verteidigte ich meine Celine.

 

Eine kurze Pause, meinerseits, folgte... in der ich nachdachte. Erst dann sprach ich weiter:

 

"Hey, vielleicht irrst du dich ja auch, was Manuel betrifft.", versuchte ich meinen Freund mit Worten zu trösten: "Natürlich kannst du bei mir bleiben, bis du hier etwas Neues gefunden hast. Ist doch ganz klar. Freunde helfen einander.", beantwortete ich Felix′ unschlüssige Frage.

 

*-*-*

 

''Ich weiß doch auch nicht'', lenkte ich ein, gerade wo ich hörte, wie Marc über Celine sprach, ''Das mit Manuel hat sich eben ergeben, es war nicht Liebe auf den ersten Blick und muss sich entwickeln.

 

Er hat mir deutlich gemacht, was er von meiner jetzigen Arbeit hält und will mich beruflich absägen, gegen einen besseren ersetzen... Vielleicht irre ich mich ja auch, vermutlich hast du recht und ich denke zu düster im Moment.

 

Es tut gut, dass du an mich glaubst und es tut mir leid, dass ich Celine etwas falsches unterstelle. Natürlich ist es wichtig für sie die Lehre zu beenden. Wie lange muss sie denn noch?'', wollte ich wissen und merkte, dass ich rein gar nichts über sie wusste.

 

Eine Fernbeziehung war schwierig, da hatte Marc recht, genauso wie es schwer fiel eine Freundschaft so aufrecht zu erhalten. Freunde helfen einander, ja und mehr war ich nicht für ihn. Wie lange würde ich das noch durchhalten?

 

Wäre es nicht besser ihn hier in England zu wissen, weit genug weg von mir und zu versuchen Manuel in Deutschland zu lieben?

 

''Danke Marc. Ich werde morgen abwarten und die nächsten Tage hier genießen. Entscheiden kann ich mich dann immer noch. Was ich wirklich will. Wie wäre es, wenn du mich jetzt erst mal ein Bisschen herumführst und mit deinem neuen Heim etwas angibst?'', schlug ich vor, um auf andere Gedanken zu kommen.

 

Ich wollte alles sehen und erleben, wie Marc sich in seinem Heim bewegte. Wenn ich ihn schon nicht haben konnte, so wollte ich doch wenigstens heute Nacht davon träumen, wie es wäre hier mit ihm zu leben.

 

*-*-*