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7. Türchen 7

Zum Teufel mit Weihnachten

 

 

written by Detail and Dark Sephiroth

 

 

7. Türchen

 

 

Brüder

 

7. Kapitel

 

 

Pascals Worte hörte ich zwar, doch kam es mir ausgerechnet in diesem Augenblick, so dass ich mich erst mal darauf konzentrierte.

 

Mit einem lauten Stöhnen ergoss ich mich in meinem Bruder und legte mich dann erschöpft auf seine Brust. Vorerst entzog ich mich ihm noch nicht, da ich es erst mal noch so genoss.

 

Warum hatte Pascal mir das gesagt, dass er mich liebte?

 

''Ich liebe dich doch auch!'', antwortete ich ihm selbstverständlich.

 

Jetzt wo wir nicht mehr stritten und auch noch intim miteinander waren, hätte man das doch nicht extra noch erwähnen müssen. Oder war ich auf dem falschen Dampfer?

 

Liebevoll streichelten meine Finger über Pascals Brust und kraulten sie ein wenig. Erst jetzt entzog ich mich ihm vorsichtig. Anschließend legte ich mich erschöpft neben Pascal.

 

*-*-*

 

Es war einfach nur geil zuzusehen wie Julian kam.

 

Nur kurz hatte er auf meiner Brust gelegen, so dass ich ihn liebevoll in die Arme nehmen und streicheln konnte. Ein tolles Gefühl durchströmte mich... ihn so in meinen Armen halten zu dürfen... ihm nahe zu sein.

 

Nachdem er sich scheinbar ein wenig erholt hatte, antwortete er mir... und nun wusste ich es genau, dass er mich keineswegs richtig verstanden hatte und ich konnte mir schon denken, was in ihm vorging.

 

Sehr wahrscheinlich hielt er dies hier für eine Versöhnung... die es ja eigentlich auch war, nur für mich war es eben sehr viel mehr und das wollte ich ihm jetzt und hier beibringen... egal was dann passieren oder eben nicht passieren würde.

 

"Aber... ich... liebe dich wirklich... nicht nur, wie ein Bruder seinen Bruder liebt... nein, ich liebe dich schon sehr viel länger.... ich habe mir immer gewünscht mit dir zusammen sein zu dürfen... zu können. War immer... eifersüchtig auf deine Liebschaften... während ich nur auf dich wartete... und mich niemals in jemand anderen verliebt habe... keine Liebschaften hatte... niemals.

 

Ich liebe dich wirklich, Julian. Und das hier... war für mich nicht nur ein Akt der Versöhnung... nein... es war... die Erfüllung eines langersehnten Traumes."

 

Nun hatte ich alles gesagt, was gesagt werden musste... und wartete auf seine Reaktion.

 

Abwartend, aber auch erwartungsvoll und sehr sanft schaute ich ihm nun in die Augen...

 

*-*-*

 

Die Worte, die auf mich einprasselten, musste ich erst einmal verdauen. Verwirrt schaute ich Pascal an.

 

''Du liebst mich?...'', stellte ich die Frage in den Raum, wobei die Antwort schon sehr detailliert gegeben wurde.

 

In meinem Kopf arbeitete es wie wild und wäre ich eine Comicfigur gewesen, dann würde mein Kopf jetzt qualmen.

 

Als ich dann alles realisiert hatte und mir nun auch so einiges klar geworden war, grinste ich Pascal breit und freundlich an.

 

''Okay!'', antwortete ich ihm, ''Dann sind wir jetzt zusammen!''

 

Dann kuschelte ich mich an meinen Bruder und schloss die Augen. Ich war mehr als müde, von der Arbeit und vom Sex.

 

Weißt du, lieber Leser, im Grunde war es doch das, was ich die ganze Zeit über wollte. Die Wette und die Aussage, sesshaft zu werden, konnten nur zu einer Beziehung führen. Mein Bruder war eben genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

 

Er sah gut aus, hatte einen tollen Körper und bedeutete mir eine Menge. Nach dem Motto, was sich liebt das neckt sich oder aber, was sich liebt, das leckt sich.

 

Also hatte ich die Wette nun doch nicht verloren, sondern einen Weg gefunden, sie zu umgehen. Ich kleines Sexmonster!

 

*~*

 

Berry hatte sich unterdessen von dem Kuss gelöst und an Gerrit gekuschelt. Dabei schaute er aus dem Fenster und konnte sich anders, als seine Gefühle zu offenbaren.

 

''Ich glaube, ich habe mich in dich verliebt!'', kam es ruhig und gelassen von ihm.

 

Auch er war müde, von der langen Nacht und die angenehme Körperwärme, seines Gegenübers machte es nicht wirklich besser.

 

*-*-*

 

Auf Julians Frage nickte ich nur, konnte aber auch direkt sehen, wie sehr ihn meine Aussage doch verwirrt hatte.

 

Aber konnte ich was dafür, dass ich ihn so sehr liebte?

 

Ein wenig grinsen musste ich nun aber schon, als ich an seinem Gesichtsausdruck sah, wie es in seinem Kopf arbeitete.

 

Keine Ahnung was ich erwartet hatte, aber als mein Bruder wenig später meinte, dass wir jetzt zusammen wären, war ich es der ein wenig verwirrt war.

 

Es klang so.... ich weiß nicht... aber mir war es so vollkommen egal, wie es klang... ob er mich überhaupt auch liebte, oder eben nicht... ich liebte ihn und das allein zählte. Und wenn er doch meinte, dass wir nun zusammen wären... vielleicht liebte er mich ja doch... warum hätte er das sonst sagen sollen...

 

Nachdem er sich an mich gekuschelt hatte, nahm ich ihn direkt wieder in die Arme und drückte ihn liebevoll an mich, während ich seinen Rücken sanft streichelte.

 

Auch ich war hundemüde und wollte nur noch schlafen. Alles was heute geschehen war, hatte mich doch sehr mitgenommen. Das Wiedersehen mit meinem Bruder, die ganze Anspannung... dann die Versöhnung und mein erstes Mal... mit meinem Bruder!

 

Vorsichtig zog ich die Decke unter mir hervor und deckte uns beide zu.

 

"Schlaf gut, kleiner Bruder. Ich liebe dich.", flüsterte ich ihm noch zu, bevor sich meine Augen ebenfalls schlossen und ich selig einschlief.

 

*~*

 

Mit einem schüchternen Lächeln hörte Gerrit Berry zu und ein leichtes Rot legte sich auf seine sonst so bleichen Wangen, während er nur ganz kurz seinen Blick senkte... Berry, dann aber direkt wieder in die Augen schaute.

 

"Wirklich... echt? Ich mein, glaubst oder weißt du es?... weil ich habe mich... auch... in dich... verliebt.", gestand Gerrit und schaute dann auch kurz aus dem Fenster, wo es jetzt schon sehr heftig schneite.

 

Ob der Schnee wohl liegen bleiben würde?

 

Würde es wohl dieses Jahr endlich mal weiße Weihnachten geben?

 

Nachdem sich Berry an ihn gekuschelt hatte, legte Gerrit seine Arme um ihn, drückte ihn sanft an sich und streichelte dessen Rücken.

 

Nur kurz gähnte er, denn der Tag und die Nacht heute waren sehr anstrengend gewesen, so dass ihn nun auch die Müdigkeit überfiel.

 

"Lass uns ein wenig schlafen.", flüsterte Gerrit Berry zu: "Wenn du magst bleibe ich gern hier.", während er nicht vorhatte Berry vorschnell wieder loszulassen.

 

*-*-*

 

 

Nachwort:

 

 

Die beiden Pärchen Pascal und Julian, Berry und Gerrit verbrachten das Weihnachtsfest vollkommen unterschiedlich und in gänzlich anderen Gegenden.

 

Während Pascal und Julian Weihnachten eigentlich gar nicht feierten, es sich nur gemütlich machten und Gott-weiß-was taten, verbrachten Berry und Gerrit ein sehr romantisches Weihnachten in einer Hütte in den verschneiten Bergen.

 

Beide Pärchen blieben für immer zusammen und natürlich blieben sie Freunde... ein Leben lang.

 

Pascal blieb Schriftsteller und wurde noch sehr erfolgreich, wobei er viel Hilfe von Gerrit bekam, der ihm natürlich weiterhin immer zu Seite stand.

 

Julian arbeitete weiter als DJ in "seinem" Club, wobei er ebenfalls von seinem Freund Berry unterstützt wurde.

 

 

~ Ende Teil 7 ~