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Devils never cry

Devils never cry

 

written by Detail und Dark Sephiroth

 

 

Diese Geschichte entstand auf der Basis des Games Devil May Cry 4.

 

Dieses Game beflügelte meine Fantasy.

 

So dürfte es auch klar sein, dass sämtliche Figuren uns nicht gehören, wir haben sie uns lediglich ausgeborgt.

 

Einige Figuren in dieser Story bleiben das Eigentum der Game-Firma Capcom!

 

* * *

 

Nero, gerade mal achtzehn Jahre alt, kurze helle (weißblonde bzw. silberne) Haare, war mal wieder in einen Kampf verwickelt worden, ohne dass er es wirklich wollte. Aber wenn es ums Kämpfen ging, kam er an einem Kampf einfach nicht vorbei.

 

Und Dämonen gab es ja wahrlich genug. Weil Nero zur einen Hälfte Dämon und zur anderen Hälfte Mensch war, hatte er genug Kraft, um die ganze Meute zu vernichten. Natürlich sah man ihm seine dämonische Seite keineswegs an. Diese konnte er gut verbergen und wenn er es wollte konnte er sich verwandeln und diese wirklich tödlichen Kräfte, dieser anderen Seite, sehr gut einsetzen.

 

“Hey, Kleiner, das hab ich aber auch schon mal schneller gesehen!”, ertönte es vom anderen Ende des Platzes, wo sich ein unbeteiligter Zuschauer platziert hatte und dem Geschehen interessiert zusah.

 

Nero sah sich nicht um und er antwortete auch nicht, vielmehr hieb er dem letzten Dämon den Kopf ab und vernichtete diesen somit. Anschließend wandte er seinen Kopf in die Richtung woher die Stimme gekommen war und sah dort einen Mann stehen, der die selbe Haarfarbe wie er besaß und dessen Haar ebenfalls kurz war ...nur der Schnitt war ein wenig anders als seiner.

 

Langsam ging Nero zu diesem Kerl hinüber, stellte sich, in geringem Abstand vor dem Anderen hin, stach sein riesiges Schwert in den Boden und stützte seinen Arm darauf.

 

“Zuschauen und dumme Reden schwingen kann ich auch, warum hast du mir nicht geholfen?”

 

“Och, ich wollte dir den Spaß nicht verderben. Zudem wollte ich mich ein wenig an deinem Kampfstil erfreuen.”, provozierte der andere Kerl Nero.

 

Natürlich ließ sich Nero provozieren, denn er war jung genug und jedes “falsche” Wort war wie ein Feuerfunken für ihn. Zudem hatte ihn der andere Kerl “Kleiner” genannt ...und das konnte Nero nun wirklich nicht auf sich sitzen lassen.

 

Blitzschnell zog er sein Schwert aus dem Boden heraus und hielt es dem anderen Kerl an die Kehle, während dieser nur in hämischen Gelächter ausbrach.

 

“Na ....will der Kleine jetzt spielen?”, und erhob ebenfalls sein Schwert, um es gegen die Angriffe von Nero parieren zu können.

 

Aber Nero war gar nicht nach Lachen zumute. Nero führte einen weiteren Hieb aus, doch auch diesen wehrte der andere Kerl gekonnt ab. Während beide anfingen zu kämpfen fragte Nero den Anderen:

 

“Sag mal, wer bist du eigentlich?!”

 

“Oh, ich hab mich dir noch gar nicht vorgestellt ...wie schäbig von mir ...gestatten ...mein Name ist, Dante.”, stellte sich der andere Kerl, noch immer lachend, vor, ohne auch nur ein wenig aus der Puste zu sein.

 

“Was für ein dämlicher Name!”, höhnte Nero grinsend und führte sein Schwert meisterhaft gegen Dante.

 

“So, wenn mein Name schon so “dämlich” für dich klingt, dann bin ich auf deinen Namen gespannt!”, erwiderte Dante ebenfalls grinsend.

 

“Mein Name geht dich gar nichts an! Aber ich werde ihn dir trotzdem verraten, damit du dich in der Hölle, in die ich dich jetzt schicken werde, daran erinnern kannst! Mein Name ist Nero!”, brüllte Nero zornig.

 

Wieder lachte Dante und ließ sein Schwert nun sinken.

 

“Was für ein ulkiger Name ...Nero.” und krümmte sich theatralisch vor lachen.

 

Nero fühlte sich weiter provoziert und führte einen gekonnten Hieb gegen Dante aus, der diesen jedoch wieder abwehrte.

 

“Pass auf, Kleiner, mit wem du dich anlegst!”, sprach Dante noch, dann verschwand er und Nero war allein.

 

Es wunderte ihn nur wie dieser Kerl, mit Namen Dante, einfach so verschwinden konnte. Doch dachte er darüber nicht weiter nach.

 

Nero sah Dante nur verbissen nach.

 

Na warte, Freundchen, dich kriege ich auch noch.’, dachte Nero, drohend. und stach das Schwert voller Wut wieder in den Boden.

 

Dann überlegte er es sich jedoch anders, zog das Schwert aus dem Boden wieder heraus und begann alles, um sich herum, zu zerstören. Nun, irgendwie musste er schließlich seine Wut loswerden. Nachdem er sich ein paar Stunden lang abreagiert hatte, befestigte er sein Schwert wieder am Rücken und lief nach Hause.

 

*-*-*

 

''KIRA'', schrie eine laute, dunkle Stimme meinen Namen.

 

Genervt zog ich die Decke über den Kopf und drehte mich noch einmal um.

 

Alles half nichts, denn sein Rufen war weiter zu hören.

 

''KIRA, nun steh endlich auf! Neuankömmlinge sind da!'', rief es wieder.

 

Nun zog ich auch noch meine schwarzen Flügel über meinen Kopf. Ich wollte einfach noch nicht aufstehen, war noch viel zu müde.

 

Dann ruckelte mein Bett und mit einem dumpfen Knall landete ich auf dem schwarzen Ascheboden.

 

''Aua!'', brummte ich und wischte mit der Hand ein paar schwarze Haarsträhnen aus meinem Gesicht.

 

Der feuerrote Lord stand vor mir und schaute mich mit seinen feuerroten Augen an. Doch musste er laut loslachen, weil meine tiefschwarzen Augen keine Gefühlsregung zuließen.

 

Das Lachen hörte man in der ganzen Hölle dröhnen.

 

''Nun komm endlich!'', ermahnte er mich, nachdem er sich beruhigt hatte.

 

Widerwillig stand ich auf, klopfte meine schwarze Kleidung ein wenig sauber, richtete meine schwarzen Flügel und meine zarte Gestalt auf und folgte dem Teufel...

 

Engel haben keine schwarzen Flügel sagte man. Auch könnten Engel wohl nicht mehr sterben, da sie bereits im Himmel waren.

 

Doch man konnte sie Bestrafen, wenn sie nicht nach dem Regeln lebten und Unrechtes taten.

 

Dann landeten sie in der Hölle!

 

Nur hielten es die meisten hier nicht aus, sie rissen sich die Flügel aus und verbluteten. Einzig allein ihre Seelen blieben dem Teufel.

 

Aber bei mir war es anders. Ich starb viel zu früh mit 19 Jahren und stieg als Engel in den Himmel auf, weil meine Seele mehr als rein war.

 

Leider gab es im Himmel einen Zwischenfall, der mein Leben komplett veränderte. Der liebe Gott sah sich gezwungen, mich zum Teufel in die Hölle zu schicken.

 

Nun bin ich hier und jeden Tag kamen Menschen hier her.

 

Es war immer die selbe Arbeit: Man fragte nach Namen und machte ein Häkchen auf der Liste.

 

Es gab selben Zwischenfälle, dass Jemand hier nicht hergehörte.

 

Nach der Arbeit zog es mich immer an einem kleinen See, den es hier unten gab. Quasi eine Art Fernseher. Von da aus, konnte ich sehen was auf der Erde passierte und an guten Tagen, konnte man sogar manches Mal den Himmel sehen.

 

*-*-*

 

Auf seinem Anwesen angekommen, betrat er das riesige Haus. Seine Sachen warf er in eine Ecke, die dann von einem Bediensteten weggeräumt wurden. Anschließend suchte er das Bad auf und genehmigte sich eine belebende Dusche.

 

Er trocknete sich dann ab und wickelte sich das Badetuch um die Hüften. Das Badezimmer verlassend ging er ins Schlafzimmer, wo er sich auf das Bett legte und an die Decke starrte. Warum ging ihm gerade jetzt Dante durch den Kopf?

 

Er drehte sich seufzend zum Fenster und sah ein paar Vögel vorbei fliegen. Immer allein ...er war immer allein und er hatte es satt ...war das vielleicht der Grund, dass er gerade eben an Dante gedacht hatte?

 

Plötzlich klopfte es an der Zimmertür und Nero ließ ein deutliches “Herein!” hören.

 

Leise öffnete sich die Tür und herein kam nur der Diener.

 

“Entschuldigung, wenn ich sie stören muss, mein Herr, aber unten an der Tür hat es geläutet und vor der Tür steht ein junger Mann, der sie zu sprechen wünscht. Möchten Sie ihn empfangen?”

 

“Ja, lass ihn bitte in der Empfangshalle warten und richte ihm aus, dass ich gleich runterkommen werde.”, ordnete Nero an, ohne den Diener auch nur einmal angesehen zu haben.

 

*-*

 

Nero war ein verwöhntes Herrensöhnchen, dessen Eltern vor einem Jahr spurlos verschwanden. Es gab auch keinerlei Anzeichen dafür, dass sie noch lebten. Sie waren damals verreist und nie wieder zurückgekehrt. Seither leitete Nero das Anwesen seiner Eltern. Das Kämpfen hatte er sich selbst beigebracht, so hatte er die Trauer, um seine Eltern, verarbeitet.

 

*-*

 

Schnell zog sich Nero etwas an und verließ anschließend das Schlafzimmer. Er stieg die Treppen hinab und erreichte bald den Eingangsbereich, wo “der junge Mann” schon auf ihn wartete.

 

Nur noch wenige Stufen und er hätte die Eingangshalle erreicht, doch wie erschrak er, als er Dante dort stehen sah. Was suchte der denn hier? Nero lief die Stufen leise wieder hinauf und stellte sich oben ans Geländer, wie es sich für einen “Herren” gehörte.

 

Dann sprach er laut und seine Worte hallten durch den Eingangbereich:

 

“Dante! Willkommen in meinem bescheidenen Reich! Sag, was suchst du hier!?”

 

Dante drehte sich um, denn er hatte sich hier ein wenig umgesehen und staunte nicht schlecht, wie “der Kleine” so wohnte, sah nach oben und erblickte Nero, der gebieterisch oben an dem Geländer stand:

 

“Hallo, Kleiner! Schön dich wieder zu sehen! Warum kommst du nicht runter und wir reden dann miteinander?! Du hast doch nicht etwa Angst vor mir, oder?!”

 

“Ich fürchte mich vor niemandem, damit das klar ist! Und nenn mich nicht immer Kleiner, mein Name ist Nero!”

 

“Ja, ja, Kleiner, schon gut! Komm runter, ich muss mit dir reden!”

 

“Ich komme dann runter, wenn es mir passt und im Moment passt es mir sicher nicht!”

 

“Verstehe ...du bist ein kleines verwöhntes Herrensöhnchen ...das gewohnt ist Befehle zu erteilen. Gut, gut, würden euer Gnaden, BITTE, die Güte haben, mich hier unten zu empfangen, es redet sich zudem besser, wenn man nicht so laut schreien muss.” rief Dante zu Nero hoch und sah diesen interessiert an.

 

Der Kleine hatte etwas sehr anziehendes ...erotisches an sich ...es musste doch möglich sein den Kleinen irgendwie zu “knacken“.

 

*-*-*

 

Wenn mein Finger den See antippte, konnte ich quasi umschalten und kam jedes mal zu einen anderen Menschen.

 

Aber es gab auch so genannte Halbmenschen auf der Erde, die zur Hälfte Dämonen waren. Sie hatten die Möglichkeit zu wandern.

 

Wenn sie auf der Erde sein wollten, konnten sie dort leben. Es war ihnen aber auch frei gestellt, mal in der Hölle einen Besuch abzustatten oder sogar ganz hierher zu ziehen.

 

Doch wer wollte schon freiwillig in der Hölle leben? Hier war es kahl und leer. Nichts gab es hier, woran man sich erfreuen hätte können.

 

Missmutig schaute ich mir die Menschen an und immer wieder blieb ich bei einem hängen. Obwohl es sich hierbei nicht um einen direkten Menschen handelte.

 

Ich beobachtete ihn schon lange und hatte Gefallen an seiner Art gefunden. Manches Mal musste ich auch über ihn schmunzeln.

 

Er war ein guter Kämpfer und suchte stets neue Herausforderungen.

 

Das Leben hier langweilte mich und ich war wohl nur noch hier, weil er mir den Anreiz dazu gab.

 

Während ich das Programm genoss, was er mir bot, pflegte ich meine Flügel ausgiebig.

 

*-*-*

 

Nero ließ sich schließlich erweichen und ging die Stufen hinab. Vor Dante stehend sah er ihm eiskalt ins Gesicht:

 

“Was gibt es denn so wichtiges?”, fragte Nero und hielt einen etwas größerem Abstand.

 

“Komm, wir gehen in die Bibliothek, da können wir ungestört reden.”, bot Nero Dante, nach kurzer Überlegung, an.

 

Dante nickte zustimmend und folgte Nero in geringem Abstand ...Neros ganzen Körper immer wieder, mit gierigen Blicken, fixierend.

 

Schließlich erreichten die Beiden die Bibliothek. Nero öffnete die Tür, bat Dante hinein und bat ihn anschließend Platz zu nehmen, während er sich in den Sessel am Fenster setzte.

 

“So, und nun sprich! Was gibt es denn so Wichtiges, das nicht warten konnte und du mich deswegen aufsuchen musstest?”, fragte Nero, während er aus dem Fenster sah.

 

Dante hatte vorerst nur Augen für Neros Körper und konnte seine Blicke nicht von ihm abwenden.

 

Erst als Nero ihn abermals fragte, gewann Dante seine Sprache wieder.

 

“Nun, ich wollte dir anbieten, dich zu trainieren. Du musst nämlich noch eine Menge lernen, Kleiner.”, sprach Dante schnell, um nicht ganz so unbedarft zu sein.

 

Denn eigentlich wollte er Nero nur wiedersehen. Doch das konnte er ihm jetzt wohl kaum sagen. Deshalb hatte er sich jetzt einen Grund ausdenken müssen, da Nero ohnehin schon misstrauisch genug war. Bei ihm musste er schleichend und Schritt für Schritt vorgehen.

 

Nero begann zu lachen: “Was?! Du willst mich trainieren? Das ist ja lächerlich! Du hast mir ja noch nicht einmal bewiesen was du kannst.”, Dann stand er auf, ging auf Dante zu und begann ihn zu umrunden.

 

Bis er plötzlich genau vor Dante stehen blieb und ihn mit seinen stahlblauen Augen ansah.

 

Doch schon hatte er sich wieder abgewandt:

 

”Nein, danke, ich bin an deinem Angebot nicht interessiert. Und nun möchte ich dich bitten zu gehen.”, sprach Nero mit einer abweisenden Handbewegung, sah erst noch aus dem Fenster, drehte sich dann aber um und ging langsam zur Tür.

 

Ohne sich noch einmal umzudrehen öffnete er die Tür und wollte den Raum verlassen, als Dante ihn sehr schnell erreicht hatte und ihn am Arm fest hielt.

 

“Bitte, warte einen Augenblick.”, bat Dante.

 

Doch Neros stahlblaue Augen ließen sich nicht erweichen.

 

“Lass mich sofort los!”, flüsterte Nero bedrohlich.

 

*-*-*

 

Ich erschrak als plötzlich der Lord hinter mir stand.

 

''Schaust du dir schon wieder, diesen Dante an?'', fragte er, wobei er es selber ganz genau sah.

 

Dann strich er mit der Hand über dessen Kopf und Dantes Lebenszeit kam zum Vorschein.

 

''Lange hat er nicht mehr'', lachte er dann.

 

Das wusste ich selber, weil er es mir schon mal gezeigt hatte. Auch wenn ich ein wenig traurig war, dass er bald sterben würde, sehnte ich dennoch den Augenblick herbei, ihn endlich kennenzulernen.

 

Dann jedoch fiel mein Blick wieder auf den anderen jungen Mann.

 

''Wer ist das?'', fragte ich den Teufel.

 

''Stimmt ja, Nero kennst du noch gar nicht. Er ist der Sohn eines Dämonen, der seit einem Jahr wieder hier in der Hölle ist, weil seine Frau in einem Urlaub auf tragische Weise ums Leben kam'', erklärte er mir.

 

''Aber das würde ja heißen, wenn seine Frau ums Leben gekommen ist, dass sie ein Mensch war...'', kam es etwas entsetzt von mir.

 

''Geht so was denn?'', hakte ich nach.

 

Der Lord fing an zu Lachen, so stark, dass die Erde bebte.

 

''Ein gefallener Engel dient dem Teufel in der Hölle und interessiert sich für Menschen, Zauberer und Dämonen! Glaube mir, es geht alles!'', antwortete er mir, nachdem er sich beruhigt hatte.

 

Dann streifte der Teufel mit dem Finger über Neros Kopf, aber es kam keine Zahl zum Vorschein.

 

''Das verstehe ich nicht. Wieso hat er keine Lebenszeit?'', wollte ich dann wissen.

 

''Nero ist ein Halbdämon. Er kann nicht sterben. Dante ist hingegen ein Zauberer und er kann durchaus sterben. Ich bin mir aber sicher, dass Nero das nicht einmal weiß. Denn sonst würde er anders kämpfen.

 

Auch kann ich mir vorstellen, dass ihm sein Vater nie gesagt hat, wie man in die Hölle kommen kann, als Dämon. Er könnte nämlich auch frei wählen!'', erklärte der Teufel mir in Ruhe.

 

Ich nickte verstehend und schaute was Dante und Nero da unten trieben. Ob Nero, Dante töten würde?

 

Viel Zeit blieb Dante nicht mehr. Doch ich hatte schon ein neues Opfer gefunden, dem ich zuschauen würde – Nero.

 

''Ich könnte doch runter auf die Erde und es Nero sagen'', schlug ich vor.

 

Doch der Lord lachte wieder nur und entfernte sich von mir.

 

Es war nicht das erste Mal, dass ich auf die Erde wollte. Aber bisher hatte der Teufel mich nie gelassen und immer nur gelacht.

 

Wütend stand ich auf und schloss den See mit einer streichenden Handbewegung. Dann machte ich mich auf die Suche nach Neros Eltern. Wenn Neros Vater ein Dämon war, könnte er mir sicherlich sagen, wie ich zur Erde gelangte.

 

Als kleine Gegenleistung könnte ich ihm etwas von seinem Sohn erzählen, was der so trieb und dass es ihm gut ginge.

 

Einen Versuch war es wert, auch wenn ich als gefallener Engel nur eine gewisse Zeit auf der Erde verweilen konnte.

 

*-*-*

 

Aber Dante ließ sich nicht bedrohen und hielt den Kleineren noch immer an den Händen fest, die er nun allerdings über den Kopf des Jüngeren fest hielt und ihn zu küssen begann, während seine andere Hand den Körper des Kleinen erkundete und streichelte. Er drückte ihn an die Wand, die hinter Nero stand.

 

Nero jedoch sah Dante nur wütend an, musste innerlich grinsen, dann hob er blitzschnell sein Bein und trat Dante in seine Männlichkeit, der Nero sogleich los ließ und sich krümmte.

 

"Aaahhhh....", schrie er schmerzerfüllt.

 

"Komm mir ja nie wieder zu nahe, oder ich töte ich dich!", drohte Nero.

 

Dann erhob Dante sich langsam wieder, nachdem der Schmerz ein wenig nachgelassen hatte.

 

"Keine Sorge, dich knacke ich noch... ganz sicher."

 

Nero sah Dante noch immer wütend und bedrohlich an, dann ballte er seine rechte Hand zur Faust, die dann mit voller Wucht, und für Dante völlig unerwartet, im Gesicht von Dante landete.

 

"Und jetzt raus hier... bevor ich mich vergesse!" wütete Nero Dante an, der sich den Unterkiefer hielt und doch grinsen musste.

 

Nero schloss die Tür auf und blieb an der geöffneten Tür stehen.

 

Dante ging auf die geöffnete Tür zu, sah Nero noch einmal an und meinte:

 

“Schon, gut, Kleiner. Du brauchst mir nicht zu drohen. Ich gehe, aber wir werden uns wieder sehen. Versprochen!”, damit verließ Dante das Zimmer und wenig später auch das Haus und das Anwesen.

 

Nero dachte nicht über Dante nach. Er verließ das Zimmer ebenfalls, ging in die Eingangshalle, legte seine Ausrüstung an und verließ das Haus.

 

*-*-*

 

Warum nur musste die halbe Hölle aus Dämonen bestehen, da würde es sicher schwer werden, Neros Vater ausfindig zu machen.

 

Ich begab mich tief hinein die die Grotte, wo die Dämonen hausten, weg von den toten Menschen und Seelen.

 

Sicher fiel ich hier auf, mit meinen großen schwarzen Flügel. Doch ich ging erhobenen Hauptes meinen Weg. Als mir dann endlich ein Dämon entgegen kam, hielt ich ihn an der Schulter an.

 

''Sag, kennst du einen Dämon, der mit einem Menschen zusammen lebt?'', fragte ich ihn und rechnetet schon mit Gelächter.

 

''Sicher das ist Daryl, den findest du da hinten, die dritte Zuflucht rechts'', bekam ich als Antwort und ich schaute nicht schlecht.

 

Überall in der Hölle, gab es kleine Hütten und Höhlen, in denen viele hausten. Meine Bleibe war dagegen purer Luxus, auch wenn es nur ein Raum war.

 

Das gute an der Hölle war, dass man nichts Essen oder Trinken brauchte. Schließlich war man tot.

Eigentlich musste man auch nicht schlafen, tat es aber meistens aus Gewohnheit und Langeweile.

 

Schnell hatte ich die Hütte erreicht und klopfte an.

 

Schließlich wusste ich nicht, was mich erwarten würde. War der Dämon ein guter oder auf Streit und Ärger aus?

 

*-*-*

 

Auf seinem Weg durch den Wald vernichtete Nero mehrere Dämonen, bis er schließlich auf jemanden traf der genauso aussah wie Dante ...nur eben, dass seine Haare jetzt irgendwie gestylt ...eben anders aussahen. Vorsichtig schlich er sich an die Person, von der er glaubte es wäre Dante, heran und hielt ihm seine Pistole in den Rücken.

 

Flüsternd drohte er ihm:

 

“Nur ein Wort und ich verpasse dir ein paar Kugeln, Dante. Ich hab es nämlich nicht so gern, wenn...”, weiter kam Nero mit seinen Worten nicht, denn die Person hatte sich, blitzschnell, umgedreht und hielt ihm nun sein, leicht gebogenes Samuraischwert Yamato, an die Kehle.

 

“Pass mal auf, Kleiner, ich bin nicht Dante. Aber deinen Worten entnehme ich, dass du bereits die Bekanntschaft mit meinem Bruder gemacht hast. Richtig? Darf ich mich dir vorstellen: Ich bin Vergil, Dantes Zwillingsbruder.”, erklärte Vergil und ließ das Yamato sinken.

 

Nero lief puterrot an und wusste nun nicht mehr was er noch sagen sollte, denn das war ihm jetzt sehr unangenehm... ja, peinlich. Schließlich entschuldigte sich Nero bei Vergil und wollte wieder seiner Wege ziehen, als der Andere ihn zurück hielt.

 

“Hey, nun warte doch mal! Du hast mir gar nicht gesagt, wie man dich nennt.”

 

“Oh, ähm, ich bin Nero. Entschuldige bitte, mein schlechtes Benehmen.” und sah Vergil mit hochrotem Kopf an.

 

“Hey, Kleiner, schon gut, du musst dich nicht entschuldigen. Es ist ja nichts passiert.”, grinste Vergil und gab Nero einen freundschaftlichen Klaps auf die rechte Schulter.

 

“Aber sag mal, was ist denn zwischen euch passiert, dass du mich angreifen wolltest und mich für Dante gehalten hast?”

 

“Was passiert ist... äh... nichts... nein... nichts ist passiert. Und ich will ...auch gar nicht... drüber reden... nein... Dante... er war bei mir zuhause und... hat mir angeboten mich zu... trainieren. Was ich ...abgelehnt habe. Und dann... dann hat... er...”, nein Nero konnte nicht weiter reden... denn allein der Gedanke daran, dass Dante ihm geküsst hatte... ließ ihn stark erröten und er bekam nur mit größter Mühe seine Gefühle unter Kontrolle.

 

Vergil grinste:

 

“Du bist der erste, der den Unterricht bei Dante ...meinem berühmten Bruder ...dem Meister der Kampfkunst, ablehnt. Aber sag... was ist noch gewesen, hm? Das war doch noch nicht alles, stimmt's?”, fragte Vergil Nero nun ein wenig direkter.

 

Er kannte seinen Bruder sehr genau und er wusste ganz genau, dass das sicher noch nicht alles war... was Nero ihm gerade erzählt hatte.

 

“Nein... es … ich... es ist... nichts ...weiter gewesen... wirklich nicht.", log Nero munter drauf los.

 

“Gut, wie du meinst, Nero. Ich werde dich nicht bedrängen. Dennoch könnte ich dir dazu jetzt noch etwas sagen, aber das werde ich wohl lassen ...das soll dir mein Bruder besser selbst sagen. Ich halte mich da raus. Bye, bye ...mach’s gut, Nero.”, damit war Vergil verschwunden und Nero war wieder allein.

 

Doch wunderte er sich nicht, dass Vergil so schnell verschwunden war.

 

Über Vergils Worte nachdenkend trat Nero den Heimweg an. Was konnte Vergil gemeint haben? Was sollte Dante ihm denn selber sagen? Doch bei aller Überlegung konnte Nero den Sinn von Vergils Worten nicht verstehen.

 

So lief er immer weiter und weiter ....

 

...*boing*...

 

….sagte es und er war gegen etwas gelaufen, das ihm irgendwie im Weg gestanden war.

 

Gedankenverloren sah er auf und sah Dante wieder vor sich stehen.

 

“Na Kleiner, alles okay mit dir? Du siehst nachdenklich aus.”, sprach Dante ihn grinsend an und machte einen auf cool.

 

“Ach, lass mich bloß in Ruhe!”, knurrte Nero den Anderen an und wollte, an Dante vorbei, seinen Weg fortsetzen.

 

Aber es gab keinen Weg an Dante vorbei. Denn er versperrte Nero absichtlich den Weg. Nero wurde wieder wütend und griff Dante an.

 

“Gut, du willst es scheinbar nicht anders!”, rief er noch und hieb schon auf Dante ein.

 

Grinsend nickte Dante und wehrte jeden von Neros Schlägen ab.

 

“Och ...ist der Kleine jetzt wütend oder will er nur spielen?”, scherzte Dante, während er weiterhin Neros Schläge gekonnt abwehrte.

 

Nero war jetzt so aggressiv, dass er einfach nur noch blindwütig und kopflos auf Dante einschlug... oder es zumindest versuchte.

 

Der Kampf dauerte sehr lange, dann musste sich Nero schließlich geschlagen geben, denn er war sehr erschöpft.

 

Schmunzelnd sprach Dante:

 

“Gib auf, Kleiner, du hast keine Chance gegen mich. Du kannst mich nicht besiegen.”

 

Zähneknirschend fiel Nero auf die Knie und landete auf dem Boden. Sein Atem ging schwer und etwas keuchend.

 

“Verdammt!”, flüsterte Nero wütend.

 

Ein Weilchen stand Dante noch vor Nero und sah auf ihn hinab.

 

Dann reichte er ihm die Hand:

 

“Na komm, Kleiner, ich helf dir auf.”, bot Dante, Nero an.

 

Aber Nero schlug die helfende Hand Dantes aus.

 

“Lass mich in Ruhe, ich komm sehr gut allein zurecht!”

 

Dante packte Nero jetzt an den Schultern und zog ihn nach oben.

 

“Jetzt pass mal auf, Kleiner! Ich bin nicht dein Feind! Denn wäre ich dein Feind, wärst du längst tot! Mach dir das bewusst!”, er machte eine kurze Pause und sprach dann weiter:

 

“Deshalb wollte ich dich trainieren und ich will es immer noch. Also, nimmst du mein Angebot an?”

 

Doch Nero antwortete nicht. Vielmehr riss er sich von Dante los, rannte, wie der Blitz, davon ...und machte erst halt, als er sein Anwesen erreicht und sein Haus betreten hatte. Wütend schlug er die Tür des Hauses zu, warf, wie immer, seine Utensilien in eine Ecke und flüchtete nach oben in sein Zimmer, wo er sich, bäuchlings, aufs Bett warf und fluchte.

 

*-*

 

Gerade hatte sich Daryl, gelangweilt, auf sein Bett gelegt, als es an der Tür zu klopfen begann und er sich wieder erheben musste.

 

Er ging an die Tür, öffnete diese und sah den vor sich stehenden Besucher an.

 

"Ja, bitte, was kann ich für dich tun?", fragte er höflich.

 

*-*-*

 

''Hallo, mein Name ist Kira, ich bin der gefallene Engel, der dem Teufel dient. Sicher hast du schon von mir gehört'', begrüßte ich unsicher Neros Vater.

 

''Ich werde gleich zur Sache kommen'', fuhr ich fort, '' Kannst du mir zeigen, wie ich auf die Erde komme? Es ist nicht so, dass ich mit leeren Händen gekommen bin. Als Gegenleistung würde ich dir etwas über Nero erzählen!''

 

Erwartungsvoll schaute ich meinen Gegenüber an.

 

*-*-*

 

"Ja, ich habe sicher schon einmal von dir gehört.", meinte Daryl: "Aber bitte, komm doch rein.", lud er Kira ein und schloss hinter ihm die Tür, nachdem Kira eingetreten war.

 

Er lotste Kira ins Wohnzimmer und bot ihm einen Platz an.

 

"Sicher könnte ich es dir zeigen, wie du auf die Erde kommst, aber von Nero will ich erst mal nichts wissen... es würde mir zu weh tun. Bitte, versteh das."

 

Daryl sah Kira an und überlegte einen Moment, dann erklärte er ihm wie er auf die Erde kommen konnte.

 

*-*

 

Dante stand da, mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Der Kleine würde ihm sicher noch viel Ärger machen, aber er würde auch noch viel Spaß mit Nero haben ...dessen war sich Dante sicher.

 

Doch vorerst ließ er es gut sein und machte sich auf den Heimweg.

 

Zuhause angekommen traf er auf Vergil, der ihn sogleich auf Nero ansprach.

 

“Dante, was hast du eigentlich mit diesem Jungen gemacht?”

 

“Welchen Jungen meinst du, Vergil?”, fragte Dante, Unwissenheit vorspielend.

 

“Na komm schon, du weißt ganz genau wen ich meine ...Nero heißt er ...glaub ich.”

 

Dante errötete ein wenig:

 

“Ich habe gar nichts mit Nero gemacht. Ich habe ihm lediglich meine Hilfe angeboten ...ihm angeboten ihn zu trainieren. Ist das etwa verboten?”, sprach er und grinste.

 

“Nein, es ist nicht verboten. Aber du lügst, Dante. Also, was hast du mit Nero gemacht? Du liebst den Jungen, richtig?”, fragte Vergil und sprach Dantes Gefühle ganz offen aus.

 

“Also nein, was denkst du nur von mir?”, empörte sich Dante, gespielt.

 

“Was ich von dir denke, spielt keine Rolle. Ich weiß, dass du Nero liebst ...ich kann es in deinen Augen sehen und du hast ihm sicher nicht nur deine Hilfe angeboten. Du hast ihn geküsst und wolltest ihn sicher auch verführen, stimmt's.”, sprach Vergil, seinem Bruder forschend in die Augen sehend.

 

Er kannte seinen Bruder genau und wusste, dass dieser seine Finger von so niedlichen Jungen nicht lassen konnte. Er hatte schon fast einen krankhaften Faible für das eigene Geschlecht und so hübschen Jungen, wie Nero, der zudem noch ziemlich jung war.

 

Dante schwieg nun ...er wusste ja, dass Vergil recht hatte.

 

“Dante, dein Schweigen sagt mir, dass ich recht habe.”

 

“Ja, verdammt ...ich habe mich in den Kleinen, vom ersten Augenblick an, verliebt und ja, ich habe ihn geküsst und wollte ihn verführen... Reicht dir das als Antwort?”, gab Dante schließlich, ein wenig genervt, zu.

 

Vergil nickte bedächtig:

 

“Schon gut, Dante. Aber du solltest dich nicht so an ihn heranschleichen. Spiel mit offenen Karten. Er scheint sehr misstrauisch zu sein. Ich habe ihn vorhin im Wald getroffen und er scheint einen ziemlichen Hass auf dich zu haben. Als er mich für dich gehalten hat, wollte er mich töten. Bitte, spiel mit offenen Karten. Alles andere macht keinen Sinn, glaub mir.”

 

“Er lässt mich doch nicht. Was soll ich denn tun?”, fragte Dante traurig, den schon die Sucht, nach Nero erfasst hatte.

 

“Das weiß ich nicht. Versuche noch einmal mit ihm zu reden. Oder vielleicht solltest du ihn vorerst einfach nur in Ruhe lassen.”

 

“Du hast sicher recht, aber ich muss noch einmal versuchen mit ihm zu reden.”

 

“Nein, lass doch erst mal Gras über alles wachsen, er scheint dich sehr zu hassen.”, versuchte Vergil seinen Bruder zu beschwichtigen.

 

Dante nickte kurz, wand sich von Vergil ab und ging in sein Zimmer, wo er die Tür zuknallte und dann im Zimmer, wie ein Tiger im Käfig, herum lief.

 

Nach minutenlanger Überlegung, verließ Dante schließlich sein Zimmer wieder und ging etwas an die frische Luft...

 

Nach ein paar Stunden: Nero war von seinem Bett aufgestanden und hatte sein Zimmer gerade verlassen, als es an der Haustür läutete. Nero rief nach seinem Diener, der dann den Auftrag bekam, die Tür zu öffnen und wer auch immer davor stand, sollte abgewimmelt werden.

 

Dieser kam sofort gelaufen und folgte der Aufforderung. Als er die Tür öffnete, stand Dante davor und wünschte Nero zu sprechen.

 

“Ich bedaure, aber mein Herr ist nicht zu Hause.”, erwiderte der Diener und wollte eben die Tür schließen, als Dante Nero oben am Geländer stehen sah:

 

“Ich weiß aber, dass Nero zu Hause ist, also lass mich zu ihm. NERO! BITTE, ICH MUSS MIT DIR REDEN!”, rief Dante und bemühte sich verzweifelt Einlass zu bekommen.

 

Aber der Diener ließ ihn nicht durch. “NERO, ICH LIEBE DICH!!!! BITTE, LASS MICH REIN! ICH MUSS MIT DIR REDEN!”, rief Dante nun noch verzweifelter.

 

*-*-*

 

Daryl bat mich herein und ich stand in der kleinen Holzhütte und sollte mich setzten.

 

Es stand so etwas wie ein Sofa da, so dass ich annahm, dies sollte das Wohnzimmer sein. Allerdings war es recht nett eingerichtet, im Gegensatz zu den anderen Hütten oder Höhlen.

 

Als Daryl mir dann einfach zu erklärte, dass es ein Tor gab durch das man auf die Erde gelangte, war ich baff. Er verriet mir sogar, wo ich es finden würde.

 

Warum tat er das? War ihm nicht bewusst, dass der Teufel ihn vermutlich dafür bestrafen würde?

 

Einen Haken hatte die Sache allerdings, das Tor würde sich nur öffnen, wenn man bereit war. Was auch immer das hier?

 

Auf der Erde gab es hingegen in beinahe jeder Stadt versteckte Tore, die alle mit diesem einen verbunden waren.

 

''Danke'', sagte ich zu Daryl und verneigte mich.

 

''Du möchtest also nichts als Gegenleistung?'', fragte ich vorsichtig nach.

 

Sicher hätte mich auch interessiert, ob seine Frau noch hier war oder ob sie bereits verrückt geworden war oder sogar bereits nur noch ihre Seele sich hier befand.

 

Aber ich schwieg aus Höflichkeit.

 

*-*-*

 

"Nein, ich möchte nichts, als Gegenleistung. Geh, versuche dein Glück und lass mich einfach allein, ich möchte keine Gesellschaft und ich rede auch nicht gern.", kam von Daryl.

 

Er meinte es nicht böse, aber was sollte er tun? Er mochte eben keine Gesellschaft mehr, hatte sich nur noch in sich zurückgezogen. Seine Frau war längst weg... sie hatte es hier nicht ausgehalten... aber er musste leider hier bleiben... egal was kommen würde.

 

Dieses unwürdige Leben, das er hier führte... sofern man es denn überhaupt so nennen konnte, war unerträglich. Was hatte er auf der Erde für ein Leben geführt. In Prunk und Luxus hatte er gelebt und seinem Sohn jeden nur erdenklichen Wunsch erfüllt. Auch hatte er sich um hilflose Menschen gekümmert... hatte geholfen wo er konnte... und nun saß er hier fest...

 

...das war nun der Dank dafür...

 

Und nun hatte er Kira geholfen... was sollte das? Wollte ihn jeder echt nur ausnutzen?!

 

Na ja, egal, er wand sich ab, wollte Kira nicht mehr sehen.

 

"Geh... du hast deine Information.", damit ging er in einen anderen Bereich der Hütte.

 

*-*

 

Nero hörte diese Worte und befahl seinem Diener, dass er Dante einlassen sollte. Der Diener tat wie Nero befohlen hatte und ging dann wieder seiner Arbeit nach.

 

Langsam schritt Nero die Treppen hinab, blieb auf der vorletzten Stufe stehen und ließ eine Hand auf dem Geländer ruhen..

 

Dante betrat die Empfangshalle und ging langsam auf Nero zu.

 

“Nein, komm nicht näher, Dante.”, wehrte Nero Dantes Schritte ab.

 

“Was willst du wirklich von mir. Du kannst mich nicht lieben ...was soll das? Ich verstehe das nicht...”, sprach Nero verwirrt.

 

“Doch, ich kann dich lieben ...und wie ich dich liebe ...bitte, glaub mir.”, erwiderte Dante mit sanfter Stimme und konnte seinen Blick noch immer nicht von Nero lassen.

 

Nero musste sich erst mal setzen, als er dieses Geständnis von Dante noch einmal zu hören bekam.

 

“Nein, das kann nicht sein.”, flüsterte Nero vor sich hin und ließ seinen Kopf sinken.

 

Er wagte es jetzt nicht Dante ins Gesicht ...geschweige ...in die Augen zu schauen.

 

Vorsichtig ging Dante auf Nero zu, bis er ihm ganz nahe war. Vor Nero stehend, kniete er sich hin, schob seinen Zeigefinger unter Neros Kinn und hob seinen Kopf ein wenig, so dass er ihm direkt in die Augen sehen konnte.

 

“Hab keine Angst, Nero. Ich werde nichts tun, was du nicht auch möchtest. Du kannst mir vertrauen.”, flüsterte Dante liebevoll und lächelte.

 

Natürlich wusste er, dass das was er sagte Blödsinn war, denn er war süchtig nach Nero und er würde sehr wohl alles tun, um seine Sucht zu befriedigen... zur Not eben mit Gewalt.

 

*-*-*

 

Unschlüssig schaute ich Neros Vater nach, bevor ich die Hütte verließ.

 

In einen abgelegen Teil der Hölle, fand ich das beschriebene Tor vor. Es sah gar nicht wie ein Tor aus. Was vielleicht daran lag, dass es verschlossen war.

 

Vielmehr sah es einfach wie eine Felswand aus.

 

Doch bei genauerem Hinsehen, konnte ich Zeichen erkennen und stellte mich direkt davor.

 

Ich versuchte meine Gedanken frei zu bekommen und dachte nur an Dante. Immer kräftiger konzentrierte ich mich auf ihn, aber nichts geschah.

 

Dann versuchte ich mich auf die Erde zu konzentrieren, aber auch diesmal geschah nichts.

 

Es quälte mich und ich wollte schon aufhören und wieder gehen, als ich an Nero dachte und weswegen ich zur Erde wollte.

 

Ein Donnern und Dröhnen dran durch die ganze Hölle. Die Erde fing an zu beben und ich schaute auf das Tor, das sich für mich öffnete und durch dem Licht in die Hölle drang.

 

Schnell schritt ich hindurch und konnte noch vernehmen, wie es sich hinter mir direkt wieder schloss.

 

Die Erde... ich befand mich tatsächlich auf der Erde.

 

Unsicher schaute ich mich um und erblickte nicht weit von mir, Neros Anwesen.

 

Doch was sollte ich ihm erzählen? Was würde er denken, wenn er einen Engel mit schwarzen Flügeln vor sich sieht?

 

*-*-*

 

Nero blieb derweil jedes Wort im Halse stecken. Er sah Dante in die Augen und wusste nicht was er denken oder glauben sollte, wie sollte er auch, denn Dante hatte ihm doch erst in der Bibliothek etwas ganz anderes gezeigt, als das was er grad von sich gab.

 

Lange hielt es Nero nicht aus ...schnell sprang er auf und wollte sich von Dante losreißen, doch der hielt ihn fest.

 

“Nein, mein Kleiner, du wirst mir jetzt nicht davonlaufen.”

 

“Lass mich in Ruhe! Ich will das nicht!”, rief Nero jetzt, riss sich von Dante los und rannte, wie ein geölter Blitz, davon.

 

Unsicher schaute Dante Nero nach... kopfschüttelnd.

 

Anscheinend wollte Nero keinen Kontakt zu ihm. Sollte er ihn wirklich in Ruhe lassen?

 

Wie es schien, hatte Vergil recht, mit dem was er gesagt hatte und er sollte den Kleinen vielleicht wirklich erst einmal in Ruhe lassen.

 

So verließ der das Anwesen, schloss hinter sich die Tür und machte sich auf den Weg nach Hause.

 

Draußen angekommen holte Dante erst mal tief Luft, denn er fühlte sich richtig gut. Jetzt war es raus und Nero wusste was Dante für ihn empfand. Aber würde Nero diese Wahrheit verkraften?

 

Sicher, alt genug war er dazu. Die Frage war jetzt nur: Was fühlte Nero für Dante? Das würde sicherlich die Zeit zeigen. Bis dahin hieß es abwarten.

 

Nachdem Dante sein Zuhause wieder erreicht hatte, suchte er Vergil auf, der sich in seinem Zimmer befand. Er klopfte an und betrat anschließend das Zimmer.

 

“Vergil, darf ich kurz mit dir reden?”, fragte Dante etwas kleinlaut.

 

“Sicher, was ist denn passiert?”, fragte Vergil seinen Bruder.

 

“Ich, ...ich war doch noch einmal bei Nero und hab ihm gesagt was ich für ihn empfinde. Aber er muss es, glaube ich, erst verdauen.”

 

“Das habe ich dir aber gesagt ...er wird es noch nicht verstehen. Du hättest ihn erst mal in Ruhe lassen sollen. Meinst du nicht auch?", erwiderte Vergil und sah seinen Bruder teils mitfühlend, teils vorwurfsvoll an.

 

*-*-*

 

Erst schaute ich mich einmal genau um. Es sah alles viel größer aus, als ich es gesehen hatte von unten.

 

Leider bekam ich nichts von Dante mit, sonst wäre ich wohl eher ihm gefolgt.

 

Viel Zeit blieb mir nicht. In Menschentagen höchstens eine Woche, dann musste ich zurückkehren, weil sonst meine Flügel verkleben würden und daran würde ich zu Grunde gehen.

 

Dann entschloss ich mich doch zu klingeln, auch wenn ich noch nicht genau wusste, was ich Nero erzählen sollte.

 

Vielleicht war ihm auch alles egal, was ich von mir geben würde. Aber zur Not könnte ich immer noch Dante suchen gehen.

 

Alles kam mir so einfach vor, weil ich hier schon so lange zugeschaut hatte. Es war als hätte ich die Karte im Kopf.

 

Trotzdem war da noch etwas anderes. Ich konnte den Lord fluchen und toben hören, was mir eine Gänsehaut verschaffte.

 

*-*-*

 

Gerade hatte sich Nero in seinem Zimmer eingeschlossen und sich auf das Bett gelegt, als es schon wieder an der Tür klingelte.

 

Er war sich ziemlich sicher, dass es schon wieder Dante war.

 

Wutentbrannt, stand er auf, wartete nicht, bis sein Diener daher gelaufen kam, sondern verließ sein Zimmer, flitzte die Treppe herab und öffnete die Tür.

 

"Kannst du mir mal sagen....!", wetterte er schon los, als er vor sich jemanden sah... oder etwas sah, dass es doch gar nicht geben konnte.... wieso hatte der da vor ihm Flügel?!

 

"Wer oder was bist du?!", wollte Nero sehr energisch wissen.

 

Er sah den Besucher vor sich eiskalt an und erwartete eine korrekte und ehrliche Antwort.

 

"Und belüge mich bloß nicht, ich würde es sofort merken, klar!", aus seinen Augen schienen fast Blitze zu schießen... so wie er das Wesen vor sich ansah.

 

*-*-*

 

Neros kalte Art und Weise gefiel mir sehr und ich musste mir ein Grinsen unterdrücken.

 

''Mein Name ist Kira und ich bin ein gefallener Engel. Ich lebe in der Hölle und diene dem Teufel. Wenn du mich rein lässt, kann ich dir etwas über deinen Vater erzählen und vielleicht auch über dich selbst, was du vermutlich noch nicht weißt'', antwortete ich ehrlich.

 

Dabei verneigte ich mich höflich zur Begrüßung und schaute Nero direkt in die Augen.

 

''Bitte schenke mir Glauben'', fügte ich hinzu, da ich mir denken konnte, wie unglaubwürdig es für ihn klingen mochte.

 

Dann breitete ich meine schönen schwarzen Flügel als Beweis aus.

 

*-*-*

 

Auch ohne, dass Kira, wie sich sein gegenüber nannte, seine Flügel ausgebreitet hätte, hatte Nero ihm geglaubt.

 

"Okay, komm rein.", willigte Nero ein und führte seinen Gast dann in die Bibliothek, wo er ihm einen Platz anbot.

 

"Bitte, setz' dich doch.", bot er an und setzte sich in den am Fenster stehenden, mit rotem Samt überzogenen Sessel.

 

"Also, ich höre.", meinte er: "Ich glaube dir, warum sollte ich auch nicht. Ich selbst bin ein Halbdämon, was sicher auf andere ebenso unglaubwürdig wirken würde. Und nun zu dir, was möchtest du mir erzählen, was ich vielleicht noch nicht weiß... und was ist mit meinem Vater?", bombardierte er Kira nun ein wenig.

 

Seine Augen blieben an Kira hängen, nahmen ihn gefangen... doch war sein Blick noch immer eiskalt... als würde er gar nicht anders schauen können.

 

Diese Abwechslung kam ihm sehr gelegen, denn so musste er nicht an Dante denken, was ihm sehr zuwider war.

 

*-*-*

 

Ebenso genauso kalt, erwiderte ich Neros Blick und nickte ihm zu.

 

''Dein Vater ist seit etwa einem Jahr verschwunden, habe ich recht? Genauso deine Mutter! Sie waren auf einer Reise, als deine Mutter verunglückte und starb. Dein Vater folgte ihr in die Hölle, da er ein Dämon ist und diese Möglichkeit hat.

 

Ich selbst habe vor ein paar Minuten noch mit deinem Vater gesprochen. Du sollst wissen, dass auch du die Möglichkeit hast, jederzeit in die Hölle zu gehen.

 

Auch kannst du frei wählen, ob du dann da bleibst, oder wieder hierher zurück kommst.

 

Dein Vater scheint sehr unglücklich zu sein. Meiner Meinung nach, bleibt er unten, da die Seele deiner Mutter sich dort befindet oder aber er gibt sich die Schuld an allem.

 

Außerdem wollte ich dir noch sagen, dass du nicht sterben kannst, da du ein Halbdämon bist'', erzählte ich in aller Seelenruhe, nachdem ich ebenfalls platz genommen hatte.

 

Nero hatte es sehr hübsch und edel hier, was mir sehr gefiel.

 

Als ich zu Ende gesprochen hatte, landete eine schwarze Feder vor mir auf dem Fußboden. Es fing also schon an. Oder aber der Lord hatte da seine Finger mit im Spiel und er wollte mich nur vorwarnen.

 

*-*-*

 

Ganz genau hatte Nero Kira zugehört und sah dann auch, dass sich eine Feder löste und zu Boden fiel. Jedoch verzog er auch weiterhin keine Miene.

 

Nachdem Kira seine Erklärung beendet hatte, erwiderte Nero:

 

"Also erst mal weiß ich schon, dass ich ein Halbdämon bin. Na gut, dass ich nicht sterben kann ist mir neu, aber ich denke damit werde ich ganz gut zurecht kommen.

 

Was meine Eltern angeht... nun, ich habe mich damit abgefunden, dass sie nicht mehr hier sind... was auch heißt, dass ich nicht das Bedürfnis habe, die Hölle jemals zu betreten.... auch nicht kurzzeitig. Ich werde doch mein schönes Leben hier nicht aufgeben.

 

Okay, meine Eltern waren immer gut zu mir, aber sie sind tot und ich lebe... und ich werde mein Leben genießen."

 

Ein leichtes Lächeln legte sich auf seine Lippen... verschwand aber auch gleich wieder, es sollte ja nicht zur Gewohnheit werden.

 

"Ich glaube da hat jemand Sehnsucht nach dir... oder irre ich mich da? Du solltest zurückkehren... sonst kriegst du womöglich noch Ärger.", kam es recht gehässig und ironisch von Nero.

 

*-*

 

Dante und Vergil hatten sich noch sehr lange miteinander unterhalten.

 

Aber während Vergil der Meinung war, dass Nero das reinste Gift für Dante sei, drehten sich all seine Gedanken nur um Nero und seine Liebe zu ihm.

 

"Au man, Dante, hör auf. Nero wird dich irgendwann zerstören... lass von ihm ab. Das bringt nichts und ich will dich nicht verlieren."

 

"Ja, ja, schon okay, ich habs verstanden.", meinte Dante, der ziemlich große Rosinen im Kopf hatte.

 

Dann stand er auf, blickte auf seinen Bruder herab und fragte ihn:

 

"Was machst du jetzt?"

 

Vergil nickte: "Das kommt drauf an."

 

"Na ja, ich geh noch ein bisschen raus... das Wetter ist so schön.", meinte er beiläufig und hatte wenig später auch schon das Haus verlassen.

 

Auf dem Weg zu Neros Anwesen waren seine Gedanken wirklich nur auf Nero fixiert... etwas anderes hörte und sah er nicht mehr... konnte wirklich an nichts anderes mehr denken.

 

*-*-*

 

Widerwillig nickte ich, denn ich hatte mir Neros Antworten anders vorgestellt.

 

Höflich verabschiedete ich mich von ihm, denn es wurde wirklich Zeit. Meine Strafe würde ich so oder so bald entgegen nehmen müssen.

 

Vielleicht würde Nero irgendwann Besuch von seinem Vater bekommen, wenn der sich überwunden hatte. Wer wusste das schon.

 

Ich verließ das Anwesen, ließ aber meine Feder bei Nero.

 

''Pack sie gut weg! Falls du es dir anders überlegen solltest, nimmst du sie in die Hand und denkst ganz fest an mich, dann müsste ich das spüren'', sagte ich zum Abschied.

 

Dann verließ ich das Anwesen und glaubte meinen Augen kaum zu trauen. Da kam doch tatsächlich Dante auf mich zu, nachdem ich ein paar Schritte getan hatte und die Tür hinter mir zugefallen war.

 

*-*-*

 

Nero hob die Feder auf und strich sanft mit seiner Hand drüber, nickte dann verstehend und legte die Feder dann auf eines der Bücher, im Regal.

 

"Ja, ist okay, ich habs verstanden. Aber ich glaube nicht, dass ich es mir jemals anders überlegen werde, als mach dir keine allzu großen Hoffnungen.", erwiderte Nero und begleitete Kira noch zur Tür, ließ diese dann aber hinter ihm ins Schloss fallen.

 

Endlich wieder allein ging Nero wieder in die Bibliothek zurück, ließ sich eine Tasse heiße Schokolade von seinem Diener servieren und dachte über Kiras Worte nach. Aber so richtig etwas anderes einfallen wollte ihm nicht.

 

Er hatte einfach keinen Bock in die Hölle zu gehen. Seine Eltern, so gut die auch zu ihm gewesen sein mochten, hatten ihn doch allein gelassen und waren weg gefahren... warum sollte er ihnen nun nachtrauern... sie womöglich "besuchen" gehen? Nein, lieber blieb er hier und machte sich einen Spaß daraus Dämonen zu jagen und sie zur Strecke zu bringen.

 

Seine dämonische Seite hielt er, so gut es ging, im Zaum.... versteckte sie, was oftmals sehr schwierig für ihn war. Er war viel lieber ein Mensch mit allen Fehlern und Schwächen oder auch Stärken, die ein Mensch nur haben konnte.

 

*-*

 

Fast hatte Dante das Anwesen erreicht, als ihm so ein seltsamer Typ mit schwarzen Flügeln entgegen kam und er zu grinsen begann.

 

Er stoppte genau vor ihm und begrüßte ihn fragend:

 

"Na, hoppla, wen haben wir denn da? Wer bist du denn, hm?" und konnte sich ein schelmisches Grinsen nicht wirklich verkneifen.

 

Nero hatte er jetzt erst mal vergessen. Ihn faszinierte das Wesen vor sich, das so wunderschöne schwarze Flügel hatte und einem Engel glich.

 

Wie gebannt sah er den "Engel" an und lächelte verzückt.

 

Seine Sehnsucht und seine Sucht nach Nero waren nun in weite Ferne gerückt.

 

*-*-*

Tatsächlich stand ich Dante nun Gegenüber und er schien fasziniert von mir zu sein. Mein Herz machte einen kleinen Luftsprung und meine Knie wurden ganz weich.

 

''Ich heiße Kira'', sagte ich in ruhigem Ton, ''Ich bin ein gefallener Engel und komme aus der Hölle.''

 

Zaghaft breitete ich meine Flügel aus, als wollte ich Dante umarmen.

 

Ein etwas regungsloses Grinsen legte sich auf meine Lippen, denn mit einem Mal war mir alles klar.

 

Ich war es, der Dante töten würde! Ich würde ihn in die Hölle mitnehmen und somit seine Lebenszeit löschen!

 

''Du bist Dante, der Meister der Kampfkunst und ich bin gekommen, um dich mit mir in die Hölle zu nehmen!''

 

*-*-*

 

Das Lächeln verschwand sofort aus Dantes Gesicht, als er die Worte dieses gefallenen Engels hörte.

 

Auf die schönen Flügel dieses Engels achtete er nun nicht mehr...

 

"Du willst was?! Du willst mich mit dir nehmen, mich somit töten?! Was soll das? Was habe ich dir getan, hm? Soweit ich weiß, habe ich dir oder auch anderen nichts getan... warum also?!", fragte er Kira nun sehr aufgebracht.

 

Außerdem waren seine Gedanken nun doch wieder bei Nero gelandet... so als erhoffte er sich ein wenig Hilfe von ihm... die dieser ihm natürlich niemals gewähren würde... selbst wenn er hier wäre. Dante wusste, dass Nero eiskalt war und ihm niemals helfen würde.

 

"Ich hab keine Lust mit dir in die Hölle zu gehen.", wurde Dante nun ziemlich sauer und hätte dem Typen vor sich am lieben...

 

...ach was solls...

 

"Was solls... dann tu eben was du nicht lassen kannst... mir solls egal sein... hab eh nichts zu verlieren.".

 

*-*-*

 

Alles wich aus meinem Gesicht, bei Dantes Reaktion. Er hatte sich doch so gefreut und jetzt wollte er nicht mit mir kommen.

 

''Du verstehst das nicht...'', fing ich an zu erklären, ''Ich beobachte dich schon so verdammt lange. Bitte, lass mich dich glücklich machen.''

 

Ein Flehen lag in meiner Stimme und ich musste mich zusammen nehmen nicht zu weinen.

 

Dann hörte ich den Teufel wieder in meinem Kopf, er lachte laut und es wurde mir alles klar. Er war es, der das alles hier geplant hatte.

 

Mit Sicherheit hatte er gewusst, dass Dante Nero lieben würde und nicht mich. Dass er mich niemals aus freien Willen begleiten würde.

 

Es war nicht Dantes Tod, den der Teufel so sehr wollte. Zwar auch, aber eigentlich wollte er meine Seele!

 

Denn an diesen Verlust würde ich zu Grunde gehen.

 

*-*-*

 

Nach Kiras Erklärung runzelte Dante nachdenklich und etwas skeptisch die Stirn.

 

"Was willst du mir damit sagen? Was genau willst du von mir... ich mein, außer mich... hmm... glücklich zu machen? Wobei ich mir gar nicht vorstellen kann, dass man in der Hölle überhaupt glücklich werden kann."

 

Herrje, der Kleine schien nun auch noch den Tränen nahe zu sein und auch seine Stimme hatte sich leicht verändert... traurig... flehend.

 

Irgendwie tat er ihm leid und irgendwie hatte er doch eh nichts zu verlieren. Nero würde ihn niemals an sich heran lassen, das wusste Dante genau... so eiskalt wie der Junge war.

 

"Hey, nun mach nicht so ein trauriges Gesicht... sonst muss ich noch weinen... was meinst du wie dämlich das aussehen würde.", versuchte Dante Kira aufzumuntern und nahm eine aufgeschlossene, fröhliche Haltung ein... er grinste wieder.

 

"Ich komme freiwillig mit dir, okay und nun mach wieder ein fröhliches Gesicht. Das traurige Gesicht steht dir nicht, Kleiner.", fügte er lächelnd hinzu, denn er konnte es nicht sehen, wenn wer traurig war... ganz im Gegensatz zu einigen anderen Leuten... wie Nero zum Beispiel.

 

*-*-*

 

Ich nickte, froh darüber, dass ich mich nicht in Dante geirrt hatte und ich konnte den Teufel fluchen hören.

 

''Es gibt bestimmt Dinge, die einen auch in der Hölle Spaß machen werden.

 

Ich fühle mich nun mal total einsam dort unten und da ich dich schon so lange beobachte und gemerkt hatte, wie unglücklich du eigentlich bist, habe ich beschlossen mir zur Aufgabe zu machen, dich glücklich zu machen'', sagte ich, während ich auf Dante zuging und meine Arme um ihn schlang.

 

Die Federn hatten aufgehört auszufallen und so nahm ich Dante und flog mit ihm zum Tor der Hölle.

 

Für einen Moment musste ich noch an Nero denken, doch der konnte jederzeit in die Hölle kommen, wenn er denn seine Meinung ändern würde.

 

Außerdem kam er mit Sicherheit ganz gut alleine klar.

 

Das Tor öffnete sich und ich schaute Dante fragend an.

 

''Bist du dir sicher?'', hakte ich nach. Schließlich wollte ich ihn glücklich machen und nicht unglücklich.

 

Ich erinnerte mich daran, als ich damals in den Himmel kam. Mir wurde gesagt, dass ich reinen Herzens sei und deshalb nun als Engel dienen würde.

 

Doch mochten mich die anderen nie wirklich. Aus irgendeinem Grund war ich immer der Außenseiter. Dann hatten sie sich mir gegenüber verschworen.

 

Bei einem Spiel, sollte ich die Flügel eines Engel zusammenkleben und dann fiel er von den Wolken hinab auf die Erde.

 

Es war ihm nichts passiert, schließlich war er schon tot. Nur wurde es als Sünde angesehen und ich wurde verbannt. Das es nicht meine alleinige Schuld war, hatte ich nie gesagt.

 

Warum auch immer...

 

Damals war ich nur unglücklich und hatte mein wahres Glück erst in der Hölle gefunden. Darin Dante zu beobachten. Nun sehnte ich mich nach ihm, verzerrte mich geradezu nach ihm.

 

*-*-*

 

Wow, was für ein geiles Gefühl es war, als Kira, mit ihm weg flog.

 

Er hatte ihn ebenfalls umarmt und sich somit an Kira festgehalten. Es hatte sich gut angefühlt, sich an Kira festzuhalten und von ihm gehalten zu werden.

 

An einem Tor landete Kira mit Dante und fragte ihn noch einmal ob er sich sicher wäre.

 

Dante nickte grinsend.

 

"Ja, ich bin mir sicher. Sonst hätte ich doch gleich nein sagen können. Also, gehen wir, oder schlagen wir doch lieber hier Wurzeln.", fragte Dante scherzend und grinsend zugleich.

 

Innerlich hatte sich Dante vom Leben hier auf der Erde schon verabschiedet und auch von Nero, hatte er sich gedanklich verabschiedet.

 

Aber vielleicht wäre er in der Hölle mit Kira wirklich glücklicher, vielleicht war es ja das was ihm fehlte. Er wusste es nicht, aber er würde sich dem stellen, was auch immer ihn erwartete.

 

Dante war sehr gespannt darauf, wie Kira es anstellen wollte ihn glücklich zu machen.

 

*-*-*

 

Wir betraten das Tor und waren auch schon gleich in der Hölle. Der Teufel war allerdings nirgends zu sehen, was mich stutzig machte.

 

Nur ein Dämon mit der Liste kam auf uns zu.

 

''Name?'', fing er an Dante zu fragen, damit er hinter seinen Namen ein Häkchen machen konnte.

 

''Wissen sie wo sie hier sind?'', fügte er hinzu, nachdem er die Antwort auf seine erste Frage bekommen hatte und dann würde er noch fragen ob Dante wüsste, woran er gestorben sei.

 

Ich kannte die Fragen in und auswendig. Denn schließlich machte ich so etwas jeden Tag.

 

Aber woran war Dante denn nun gestorben? Das war eine gute Frage.

 

*-*-*

 

Herrje, hier musste wohl auch alles seine Ordnung haben... na ja, wems gefällt, dachte Dante, als dieser Dämon mit einer Liste auf ihn zukam.

 

"Mein Name ist Dante. Ich bin in der Hölle, soweit ich weiß.", begann Dante zu antworten.

 

"Woran ich gestorben bin... nun ja, ich denke es wird wohl Selbstmord gewesen sein, da ich es nicht verkraftet habe, dass Nero mich nicht will... total kalt und abweisend zu mir war. Ja, das wird es wohl gewesen sein.", meinte er, sah Kira an und musste nun wieder grinsen... irgendwie schien es zur Gewohnheit zu werden.

 

Was er bis jetzt hier sah, sagte ihm nicht unbedingt zu und er würde sich wahrscheinlich an vieles erst gewöhnen müssen, aber wenn Kira ihm vielleicht ein wenig half, würde er auch das ganz gut hinbekommen.

 

Er ließ sich einfach überraschen.

 

*-*-*

 

Dantes Antwort überraschte mich und auch der Dämon schien perplex zu sein. Er machte aber einen Haken und trat nickend beiseite.

 

Wir gingen an ihm vorbei und ich führte Dante zu meinen Räumlichkeiten.

 

''Der schien ganz schön überrascht gewesen zu sein, dass du so locker drauf bist. Die meisten drehen schon am Anfang voll durch'', erklärte ich Dante.

 

In meiner Behausung gab es nicht allzu viel.

 

Mein großes Bett stand in der Mitte des Raumes und angrenzend befand sich ein simples Bad. Die Hölle bot nun mal nicht allzu viel. Aber dafür war es bei mir gemütlich, im Gegensatz zu manch anderen Hütten.

 

Durchdringend sah ich Dante an. Wie hübsch er war und wie sehr er mich anzog.

 

*-*-*

 

Innerlich musste Dante echt grinsen, als er das Gesicht des Dämonen gesehen hatte, aber dann hatte der ihnen den Weg frei gegeben und Kira war mit ihm zu seiner Behausung gegangen.

 

Auf dem Weg dorthin hatte er sich hier gut umgesehen und alles genau betrachtet.

 

Es war hier wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Na ja, aber mit der Zeit würde er sich eben daran gewöhnen müssen, wie es schien.

 

In der Unterkunft angekommen, sah sich Dante auch hier ein wenig um und erwiderte, als Kira weiter mit ihm sprach:

 

"Nun, was sollte ich denn sonst sagen. Ich mein, wenn du es genau nimmst war es ja Selbstmord, denn ich kam ja freiwillig mit dir mit, oder. Durchdrehen, ist nicht meine Art, warum sollte ich.

 

Wobei, ich könnte auch später noch durchdrehen... wer weiß.", und musste nun echt lachen.

 

Dante erwiderte Kiras Blick... wie er ihn ansah... das war ja schon beinahe unheimlich.

 

"Herrje, jetzt sieh mich nicht so an... da krieg ich ja Angst.", scherzte er weiter und tat so als würde er vor Angst zittern, auch wenn sein Herz noch immer schwer war... schwer weil er doch immer noch an Nero hing... es nicht verstand, dass er ihn so kalt abgewiesen hatte.

 

Eigentlich war er nur noch traurig, überspielte es aber gekonnt. Er war nicht der Mitleidstyp... wollte es nicht zu sehr an sich herankommen lassen.

 

Auch seinen Bruder hatte er nun verloren... oder der ihn... wie auch immer...

 

Das alles nahm ihn doch ganz schön mit... ließ sich aber auch das nicht anmerken... spielte einfach weiter den Fröhlichen und Coolen.

 

*-*-*

 

''Du kannst mir nichts vormachen, Dante. Dafür kenne ich dich schon viel zu gut!'', sagte ich im ruhigen Ton, da ich genau wusste, dass er alles nur überspielte.

 

Langsam ging ich auf ihn zu und schubste ihn nun aufs Bett. Dann setzte ich mich frech auf seinen Schoß und beugte mich zu seinem Gesicht runter.

 

Vielleicht war es zu früh, aber ich wollte ihn jetzt auf andere Gedanken bringen und ihm zeigen, warum er hier war.

 

Wie schön es hier bei mir sein konnte.

 

Meine eine Hand streichelte sein Gesicht, während ich meine Flügel um uns ausbreitete.

 

Liebevoll verdunkelte ich es so um uns herum.

 

*-*-*

 

Nun war Dante doch sehr überrascht, als Kira ihn so plötzlich aufs Bett schubste, nachdem er ihm gesagt hatte, dass er ihm wohl nichts vormachen konnte.

 

Er sah ihn ein wenig grinsend an, fühlte sich irgendwie wohl, wenn er Kira in die Augen sah. Es fühlte sich schon geil an, wie Kira so auf seinem Schoß saß... es erregte ihn leicht.

 

Das Streicheln von Kira an seinem Gesicht, genoss er mit nun geschlossenen Augen... merkte dennoch, dass es um sie herum dunkel wurde, weil Kira seine Flügel ausgebreitet hatte.

 

Ja, so war es schön hier... so konnte man es durchaus ertragen.

 

Aber auch er traute sich nun und begann Kiras Gesicht ebenfalls sanft zu streicheln, nachdem er die Augen wieder geöffnet hatte. Forschend und ein wenig prüfend sah er ihm in die Augen.

 

Seine Coolness fiel von ihm ab... und der Gedanke an Nero war auch erst mal verschwunden.

 

*-*-*

 

Ja, genau das hatte ich gewollt. Dante verstand mich und erwiderte das was ich ihm geben wollte.

 

Sanft und noch etwas vorsichtig legte ich nun meine Lippen auf die seinen und konnte das Beben der Erde vernehmen.

 

Liebe in der Hölle? Für den Teufel undenkbar. Es schmerzte ihn.

 

Ein wohliger Schauer ging über meinen Rücken und es fühlte sich herrlich an, Dante so nah zu sein.

 

Mein Körper schien zu glühen und es tat sich etwas in meiner Hose.

 

*-*-*

 

Kiras Kuss erwiderte Dante, aus sehr sanfte Art und Weise und kam nun irgendwie nicht von ihm los. Er hatte so schöne weiche Lippen, dass man süchtig werden konnte.

 

Er legte zärtlich seine Hände auf Kiras Körper und begann damit ihn streichelnd zu erforschen... jeden Zentimeter... extrem langsam und sanft.

 

Kaum bekam er genug von diesem schönen, verführerischen Körper und ließ seine Hände langsam unter die Kleidung von Kira gleiten, streichelte nun dessen Haut... erkundete sie, während es in seiner Hose langsam sehr eng wurde.

 

Wie gern hätte er das auch mit Nero getan....

 

Aus dem sanften Kuss ließ Dante schließlich einen leidenschaftlichen Kuss werden, strich mit seiner Zunge noch ein wenig zaghaft über Kiras Lippen... um Einlass bittend.

 

*-*-*

 

Nur zu gerne öffnete ich den Mund, um Dantes Zunge hineinzulassen und um den Kuss zu erwidern. Genauso leidenschaftlich gab ich mich ihm hin und wollte alles um mich herum vergessen.

 

Den Kuss sanft lösend, schaute ich in Dantes schöne Augen und meine schienen aufzublitzen.

 

Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht, so strahlend schön, wie nie zuvor.

 

Nun passierte ein Wunder!

Meine Flügel verwandelten sich Feder für Feder von schwarz in weiß.

Meine schwarzen Haare wurden hellblond und lockig.

Meine Augen wurden hellblau.

Mein blasser schlanker Körper schien wieder wohlgenährt.

Und meine Wangen bekamen einen zarten Rotton.

 

Ich war wieder ein Engel!

 

Glücklich schaute ich Dante an, der das scheinbar vollbracht hatte.

 

Im nächsten Moment hörte ich IHN, er war da und rief nach mir.

 

Dann kam eine große Hand, größer als die des Teufels und hob mich hoch.

 

Es war Gott!

 

''Verzeih mir, ich habe mich in dir getäuscht. Dir wurde unrecht getan!'', sagte er mit seiner dunklen Stimme zu mir.

 

Meine Hand streckte ich Dante entgegen: ''Komm mit mir!''

 

Dabei lächelte ich ihn aus tiefsten Herzen an.

 

Den Teufel hörte man in der ganzen Hölle toben.

 

''NEIN! DAS DARF NICHT SEIN! SIE GEHÖREN MIR!'', schrie er.

 

Doch Gott ließ sich nicht beirren, denn er hatte seine Entscheidung gefällt.

 

*-*-*

 

Wie? Was?

 

Was ging denn hier ab? Dante wunderte sich und war verwirrt... sehr verwirrt, eben noch voller Leidenschaft... war ihm nun alles vergangen.

 

Seine Erregung legte sich. Er wurde nun wieder traurig, nicht über das was hier passierte, aber... irgendwie musste er nun wieder an Nero denken... und eine Träne verließ nun doch seine Augen.

 

Er nahm zwar Kiras Hand, aber so wirklich begriff er noch nicht was hier passierte. War er es gewesen, der... nein... das war doch wohl kaum möglich.

 

Warum war Kira jetzt plötzlich ein weißer Engel?

 

Natürlich spürte er, wie auch er, genau wie Kira, hochgezogen wurde.

 

Er schloss die Augen und ließ es eben einfach geschehen, egal was dann passieren würde.

 

*-*-*

 

Ich zog Dante zu mir hinauf, auf die Hand Gottes und küsste liebevoll seine Träne weg.

 

Dann kamen wir im Himmel an und Dante wurde ebenfalls als Engel willkommen geheißen.

 

Er war nie für die Hölle bestimmt gewesen und mir wurde unrecht getan.

 

Deswegen kam Gott zu mir und sagte:

 

''Du hast die Wahl, was für ein Engel du sein möchtest!''

 

Nach kurzem Überlegen, schaute ich Dante an und sagte:

 

''Ich möchte gar nicht die Wahl haben! Lass mich wählen, was Dante für ein Engel sein möchte!''

 

Gott nickt zustimmend und ich fügte hinzu:

 

''Lass Dante, Neros Schutzengel sein!''

 

Gott schaute mich verwundert an und meinte dann:

 

''Aber Nero kann nicht sterben, wieso meinst du, dass er einen Schutzengel braucht?''

 

''Sicher kann er nicht sterben, aber er kann sich trotzdem verletzten oder hinfallen. Dafür kann man auch einen Schutzengel gebrauchen... Aber bitte gib Dante die Fähigkeit zwischen der Erde und dem Himmel hin und herzuwandern. Damit er auch mit mir Zeit verbringen kann!'', bat ich.

 

''Wenn Dante damit einverstanden ist, dann soll es so sein!'', kam es von Gott und er richtete sich dabei zu Dante, ''Du sollst ab jetzt ein Schutzengel sein! Neros Schutzengel. Dein Zuhause ist der Himmel und du wirst mit Kira in einem Haus leben.

 

Wie ihr es einrichtet, entscheidet ihr selbstverständlich. Du kannst selber entscheiden, wann du bei Nero und wann du hier bei Kira bist. Ist das auch nach deinen Wünschen?''

 

Zu mir gerichtet fügte er hinzu: ''Da du so gehandelt hast, möchte ich dich als Hauptengel einteilen. Du kannst somit auch zur Erde und jederzeit wieder zurückkehren.''

 

*-*-*

 

Alles ging so schnell, dass Dante zunächst noch immer sehr verwirrt war und nun auch noch das Gespräch zwischen Beiden mitanhörte.

 

Er sollte Neros Schutzengel sein? Der war doch so kalt, dass selbst der größte Eisberg noch Wärme ausstrahlte.

 

Und doch war er mehr als einverstanden damit. Okay, er würde Nero sehen können, aber was dann... würde es seine Traurigkeit nicht eher noch verstärken?

 

Gott ansehend, nickte er, senkte dann aber, für ihn sehr untypisch, den Kopf.

 

"Ja, ich bin damit einverstanden. Es ist okay.", erwiderte er, überwand sich ein wenig und sah zwischen den Beiden hin und her.

 

Nun ja, er würde wohl mehr Zeit hier verbringen... Nero wollte eh nichts von ihm wissen.

 

"Bitte, darf ich eine Bitte äußern?", wagte es Dante nun doch, auch wenn es ihm sehr schwer fiel:

 

"Ich möchte nicht Neros Schutzengel sein, der ist eh so kalt, dass selbst ein Eisberg noch wärmen könnte. Ich würde lieber, wenn ich darf meinen Bruder beschützen... bitte." und sah "Gott" bittend an.

 

Entschuldigend richtete er noch einen Blick zu Kira.

 

"Verzeih mir, Kira, ich weiß du hast es sicher gut gemeint, aber... das kann ich nicht. Mein Bruder ist mir doch etwas wichtiger, als Nero. Außerdem warst du nicht so kalt zu mir, wie Nero... und ich möchte dich nicht enttäuschen."

 

Er hoffte jetzt nur, dass er keinen Fehler gemacht hatte.

 

*-*-*

 

Gott schaute zu Kira, als ob er ihn fragen wollte, ob er einverstanden sei damit.

 

''Alles was du möchtest! Dann möchte ich doch Neros Schutzengel sein. Ich denke, das bin ich seinem Vater schuldig!'', sagte ich.

 

''So, sei es!'', kam es von Gott.

 

Dann bekam auch Dante weiße Flügel und ich musste zugeben, dass die ihn sehr gut standen.

 

Uns wurde das Himmelstor geöffnet und wir durften hinein schreiten.

 

Als Nächstes konnten wir uns ein Wunschhaus ausdenken und so wurde es erschaffen.

 

Neros Vater bekam natürlich darüber bescheid, dass sein Sohn jetzt einen Beschützer hatte.

 

Ich war endlich glücklich und lehnte mich an Dante, während wir unser Haus nach unseren Vorstellungen einrichteten.

 

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Tatsächlich hatte Dante Glück und ihm wurde nicht, wie zunächst erwartet, der Kopf abgerissen.

 

"Danke schön.", meinte Dante etwas kleinlaut und war zufrieden, dass er nicht auf Nero acht geben musste.

 

Sein Bruder stand seinem Herzen näher, als dieser Eisblock, auch wenn er sich einst sehr nach ihm gesehnt hatte.

 

Er richtete sich dann mit Kira das Haus ein, was ihm sehr viel Spaß machte, allerdings lachte er nun nicht mehr so viel. Seine Coolness hatte er verloren... seine Fröhlichkeit würde er vielleicht irgendwann wieder finden.

 

Natürlich staunte er über seine weißen Flügel, würde aber mit diesem Zustand erst noch richtig zurecht kommen müssen.

 

Er schien nun tatsächlich tot zu sein... ein Leben als Engel, würde er nun führen... gemeinsam mit Kira. Aber nun ja, es würde vielleicht kein schlechtes "Leben" sein.

 

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Kira und Dante wurde zusammen im Himmel glücklich. Sie fingen an sich immer mehr zu lieben und genossen die gemeinsame Zeit.

 

Aber sie nahmen auch ihre Aufgaben ernst, als Schutzengel.

 

So geschah es, dass Nero und Vergil auf der Erde zusammen fanden und sich ineinander verliebten. Ihre Schutzengel gaben stets auf sie acht und sie lebten alle glücklich und zufrieden.

 

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Ende