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Criminal Minds

Criminal Minds

 

 

Fanfiction

 

 

written by Detail & Dark Sephiroth

 

 

Wieder einmal sitzen wir im Flugzeug, kehren zurück nach Quantico (Virginia) ins Hauptquatier. Wie immer haben wir diesen wirklich grausamen Fall eines sadistischen Serienmörders aufgeklärt... so wie eben meistens.

 

Die meisten Mitglieder "meines" Teams, bis auf den Teamleiter und meiner Wenigkeit, schlafen und ich schaue sie alle nacheinander an, wie friedlich sie da liegen und ihren wohlverdienten Schlaf nachholen.

 

Eigentlich müsste ich auch schlafen, aber ich kann nicht, muss ständig an alles mögliche denken, was mir oft das Leben schwer macht.

 

Das Profiling - Team besteht aus:

 

Supervisory Special Agent Aaron Hotchner (Teamleiter), der für beinahe alles, was das Team angeht, vor seiner direkten Vorgesetzen, geradestehen muss.

 

Er hat es wirklich nicht leicht. Seine Familie, bestehend aus seiner Frau Haley und seinem Sohn Jack, mussten die Stadt verlassen und wurden woanders untergebracht. Da ein Serienmörder, den wir leider nicht fassen konnten, seine Familie bedrohte.

Allerdings hatte sich seine Frau von ihm getrennt, da sie meinte, dass er keine Zeit mehr für die Familie hätte.

 

Supervisory Special Agent Jennifer Jareau "JJ". Sie ist das Bindeglied zwischen der Behavioral Analysis Unit, kurz BAU (engl. für Verhaltensanalyseeinheit), und der Presse. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.

 

Senior Supervisory Special Agent David Rossi, der einst aus der BAU ausgeschieden war, weil er Bücher schrieb und diese auf einer Vorlesetour vorstellte. Er kehrte aber zurück, nachdem ein anderes Mitglied, das Team verließ.

 

Supervisory Special Agent Emily Prentiss, die von Hotchners Vorgesetzten ins Team geholt wurde, um Beweise gegen den Teamleiter zu sammeln, was sie aber abgelehnt hat. Sie spricht fließend Arabisch, da sie ihre Kindheit im nahen Osten verbrachte. Außerdem spricht sie die Sprachen, Italienisch, Französisch, Spanisch und teilweise Russisch.

 

Audio/Visual Technician Penelope Garcia. Sie ist der gute Geist des Teams. Es gibt wirklich nichts was sie per Computer und Internet nicht möglich machen kann... eben eine technische Expertin. Sie ist etwas exzentrisch, aber man kann mit ihr wirklich über alles reden.

 

Supervisory Special Agent/ stellvertretender Unit Chief Derek Morgan, war einst Polizist in Chicago, bevor er zur BAU ging. Er ist Spezialist für zwanghafte Verbrechen und ein Mann fürs Grobe. Er ist Träger des schwarzen Gürtel in Judo und nennt vier Häuser sein Eigentum.

Er scherzt oft und gern, doch gehen seine Scherze sehr oft auf meine Kosten, doch ich weiß ja, dass er es nicht so meint und es nur witzig sein soll, auch wenn es mich sehr oft innerlich verletzt.

Zu Penelope Garcia hat er eine besondere Beziehung und er nennt sie, warum auch immer, "sein Mädchen". Nun, die Beiden verstehe sich eben sehr gut.

 

Und meine Wenigkeit:

 

Supervisory Special Agent Dr. Spencer Reid. Ich besitze drei Doktorgrade, in Mathematik, Chemie und Ingenieurwissenschaften. Auch kann ich 20.000 pro Minute lesen und besitze einen IQ von 187. Ich habe einen Bachelor in Psychologie und Soziologie und arbeite gerade an meinem Bachelor für Philosophie. Die Highschool beendete ich mit nur zwölf Jahren. Ich bin ein Statistikexperte und kann mich gut und gern als Genie bezeichnen, auch wenn ich mir deswegen sehr oft die verschiedensten Kommentare anhören muss.

 

Tja, das ist das Team und wir werden in nicht ganz zwei Stunden das Hauptquartier erreichen und können nur hoffen, dass uns dann nicht gleich wieder ein neuer Fall ins Haus flattert, was nicht selten der Fall ist.

 

Immer wieder wandert mein Blick zu Derek Morgan, doch versuche ich ihn nicht totzustarren, denn für mich ist er unerreichbar. Er ist ein Frauenschwarm und er scheint für mich unnahbar, auch wenn er mich immer wieder "Kleiner" nennt, was ich auch nicht so unbedingt toll finde. Aber es ist immer noch besser als gar nicht von ihm beachtet zu werden.

 

So bleibt mir nur seine Nähe zu genießen, wenn wir mal wieder an einem Fall arbeiten.

 

*-*-*

 

Durch ein Luftloch und somit einen kräftigen Ruck im Flugzeug, werde ich, Derek Morgan, wach. Verschlafen schaue ich direkt zu Spencer Reid, der mich anstarrt.

 

''Hey Kleiner, was gibt es denn so zu sehen? Sabbere ich im Schlaf? Hab bestimmt an mein Mädchen gedacht'', necke ich ihn, wie ich es eben gerne tue und zwinkere ihm kurz zu.

 

Dann recke und strecke ich mich genüsslich, wobei mein Shirt hoch rutscht, was ich anschließend wieder runter ziehe.

 

''Wie lange müssen wir noch fliegen? Sind wir bald da?'', frage ich etwas genervt vom Fliegen. Irgendwie sehne ich mich nach meinem Bett, aber vor allem nach festen Boden unter meinen Füßen.

 

Herzlich gähne ich, weil der letzte Fall mich irgendwie viel Kraft gekostet hat. Anschließend schaue ich mich um und muss bemerken, dass fast alle schlafen. Also bin ich nicht der einzige, der müde ist.

 

*-*-*

 

Beleidigt, durch die Worte meines Kollegen, ziehe ich es vor zu schweigen... schaue nur aus dem Fenster, beachte ihn nicht mehr. Auch auf seine Frage gebe ich ihm nun keine Antwort.

 

Nun, was hatte ich auch erwartet? Etwa, dass er mir um den Hals fallen würde?!

 

Sollte sich Morgan doch mit Hotchner (genannt Hotch) unterhalten, der ist ihm zumindest ebenbürtig.

 

Natürlich weiß ich, dass Morgan es nicht so meint, aber einmal ist es genug und auch wenn ich mich kaum zu wehren vermag, so habe ich doch so meine ganz eigenen "Waffen" und diese gedenke ich nun einzusetzen.

 

Schweigend stehe ich auf, gehe in die andere Ecke des Privatflugzeugs und hole mir einen Becher Kaffee und tue viel Zucker in den Kaffee. Eigentlich ist es schon Zucker mit Kaffee, obwohl es eigentlich anders herum sein sollte.

 

Morgan ignoriere ich gekonnt, denn ich weiß genau, dass er es nicht mag, wenn man ihn ignoriert.

 

Ich setze mich dann wieder auf meinen Platz, schaue wieder, gedankenverloren aus dem Fenster und halte den Kaffeebecher in den Händen, so als will ich mich daran wärmen.

 

Irgendwann setzt sich jemand zu mir, in der Fensterspiegelung erkenne ich JJ, zu der ich eine freundschaftliche Beziehung pflege. Sie spricht mich an, doch auch auf sie reagiere ich nicht.

 

"Reid? Hey, was ist denn los mit dir, hm?", fragt sie mich wiederholt.

 

Aber ich schaue sie nur kurz an, schüttle den Kopf und schaue wieder aus dem Fenster, während ich einen Schluck Kaffee zu mir nehme.

 

Aber ich kenne ja JJ und weiß, dass sie nicht so schnell nachgibt.

 

"Reid, komm schon, was ist los mit dir? Ist es der Fall, der dir noch zu schaffen macht?", fragt sie weiter.

 

Ich nicke nur schweigend, doch schaue ich sie nur kurz an, danach richte ich meinen Blick wieder zum Fenster.

 

JJ nickt, steht auf und setzt sich wieder auf ihren Platz... lässt mich in Ruhe.

 

*-*-*

 

Da Reid den Beleidigten spielt, stehe ich ebenfalls auf, um mir einen Kaffee zu holen. Allerdings erst nachdem er wieder sitzt. Meinen Kaffee trinke ich schwarz wie die Nacht und habe nur ein Kopfschütteln für so viel Zucker übrig.

 

Natürlich beobachte ich, dass JJ ihr Glück versucht, aber abblitzt. Ob Reid sich das alles wirklich so sehr zu Herzen nimmt. Mittlerweile kenne ich den Kleinen ja schon und weiß, wie gut er schmollen kann. Obwohl er schon lange nicht mehr sauer ist, zieht er das eine ganze Weile durch.

 

Soll er ruhig. Ich mache mir einen Scherz daraus, wie meistens eben.

 

Nur, damit es ihm nicht langweilig wird. Breit grinsend setzte ich mich wieder auf meinem Platz und trinke meinen Kaffee, der wirklich gut tut.

 

Anschließend verwickle ich Hotch in ein Gespräch, über den letzten Fall. Es tut meist gut, alles nochmal Review passieren zu lassen. So erkennt man manches Mal andere Fälle schneller, finde ich.

 

Natürlich ärgere ich Reid und grinse weiter, wobei ich ihm auch mal einen Blick widme.

 

*-*-*

 

Weiter aus dem Fenster schauend, sehe ich in der Spiegelung des Fensters, dass sich Morgan mit Hotch unterhält... wahrscheinlich über den zurückliegenden Fall... wie eben immer.

Aber ich sehe auch, wie er weiter in meine Richtung grinst.

 

Ich schenke ihm keine Beachtung, zeige ihm die kalte Schulter und hole dann aus meiner Tasche ein, wie sollte es anders sein, wissenschaftliches Buch. Ich schlage es auf und beginne zu lesen. So ist es mir möglich Morgan vorläufig aus meinem Gedächtnis zu streichen und mich somit abzulenken.

 

Natürlich weiß er nicht, was ich schon so lange für ihn fühle. Er würde mich auslachen... ja auslachen, würde ich es ihm beichten und ich werde einen Teufel tun, es ihm zu sagen.

 

Ich weiß aber auch, dass Morgan sehr mitfühlend sein kann.

 

*-*-*

 

Da es Reid dieses Mal wohl doch etwas erwischt hat, lasse ich ihn zufrieden. Manchmal ist er eben etwas empfindlich und braucht seine Zeit.

 

Den Rest des Fluges über unterhalte ich mich mit Hotch. So vergeht die Zeit und bald landen wir. Endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Wie ich es hasse zu fliegen!

 

Nachdem ich den Gurt geöffnet habe, stehe ich auf, um mein Handgepäck aus dem Fach über den Sitzen herauszunehmen. Dabei fällt mein Blick doch wieder auf Reid.

 

''Na Kleiner, magst mich jetzt nicht mehr?'', frage ich trotzig.

 

Dabei bin ich schon gespannt, ob er immer noch schmollt.

 

*-*-*

 

Endlich landen wir und ich packe mein Buch wieder in die Tasche zurück.

 

Wieder muss ich mir den Blick von Morgan gefallen lassen und seinen fragenden Kommentar.

 

Natürlich antworte ich ihm nicht, beachte ihn auch weiterhin nicht, schnappe mir nur meine Tasche und das andere Gepäck, um mich an ihm vorbei zu drängen und das Flugzeug zu verlassen.

 

Ja, jetzt hatte er es eindeutig übertrieben. Normalerweise bin ich nicht so stur und ich bin auch sonst nicht beleidigt, beruhige mich eigentlich sehr schnell wieder. Aber dieses Mal... nein, es war einfach nur einmal zu viel.

 

Diese ständigen Kommentare und das ewige Necken seinerseits, ertrage ich nicht länger. Zudem ich mir ohnehin schon dauernd von anderen irgendeinen Kommentar gefallen lassen muss.

 

Ich weiß, dass ich irgendwann die BAU verlassen werde, nur weiß es noch keiner von dem Team.

 

Die einzigen die wahrscheinlich sehr traurig wären sind JJ und Garcia, von diesen Beiden kam noch nie ein "witziger" Kommentar.

 

*-*-*

 

Da ist Reid dieses Mal wirklich stur. Was soll ich da nur machen? Frech pikse ich ihn in die Seite, wo er sich so schön an mir vorbei drängt.

 

''Ach, komm her! Jetzt ist Kuschelstunde!'', beschließe ich und schlinge die Arme um seinen Hals, um ihm eine Kopfnuss zu verpassen.

 

''Du Kleiner sturer Bock, jetzt hör endlich auf zu schmollen'', schimpfe ich gespielt.

 

Ich kann das einfach nicht ab, wenn er so was macht. Eigentlich sollte er das Beikleien wissen. Erst als ich der Meinung bin, dass es genug ist, lasse ich von ihm ab. Zupfe noch ein wenig an seiner Kleidung herum und grinse ihn an.

 

''Jetzt schau mich nicht so böse an. Irgendwas muss man ja mit dir machen, damit du nicht mehr sauer bist'', sage ich zu ihm.

 

*-*-*

 

Morgan hat wirklich Glück, dass ich kein gewalttätiger Mensch bin, so lasse ich alles über mich ergehen, eben wie immer.

 

Könnten Blicke töten, wäre er jetzt allerdings tot umgefallen, was er auch zu bemerken scheint.

 

JJ, mischt sich nun ein und bittet Morgan:

 

"Hey, Morgan, jetzt lass Reid in Ruhe. Ihn scheint etwas zu beschäftigen, bitte... lass ihn.", doch da lässt Morgan auch schon von mir ab und wieder muss ich einen seiner Sprüche über mich ergehen lassen.

 

So nehme ich mir vor, nach unserem Eintreffen im Hauptquartier, Hotch die Kündigung auf den Tisch zu legen, die ich ohnehin schon längst geschrieben habe.

 

Keinen Tag länger halte ich es hier aus. Natürlich weiß ich, dass das Team ohne mich aufgeschmissen ist, aber ich kann nicht mehr. Den Entschluss habe ich schon vor Wochen gefasst, nachdem eine wirklich gute Freundin von mir, einem Serienmörder zum Opfer fiel, den wir gejagt hatten.

 

Seither ist nichts mehr wie vorher.

 

Seither bin ich noch empfindlicher geworden.

 

Seither kann ich kaum noch schlafen.

 

Mit den Dienstwagen fahren wir zurück ins Hauptquartier. Es ist nicht sehr weit und bald schon haben wir das Ziel erreicht.

 

Mit Morgan rede ich auch weiterhin nicht, auch wenn ich, wie gesagt, weiß, dass er es nicht böse meint, aber ich kann das alles nicht länger ertragen.

 

Im Dienstgebäude angekommen, gehe ich sogleich an meinen Schreibtisch, hole einen Brief heraus und gehe damit zu Hotch.

 

Ich klopfe an seine Bürotür und öffne sie, nachdem ich hereingebeten werde.

 

"Was gibt es denn Reid?", fragt mich der Teamleiter.

 

Wortlos lege ich den Brief, meine Dienstmarke und meine Waffe auf seinen Schreibtisch.

 

"Was soll das werden, Reid?", fragt mich Hotch erschrocken.

 

"Ich kündige."

 

"Reid, hast du dir das auch wirklich gut überlegt? Du weißt, dass wir dich und deine Fähigkeiten brauchen."

 

"Das ist mir durchaus bewusst, aber ich kann nicht mehr."

 

"Geht es immer noch um diesen Fall, vor ein paar Wochen?"

 

Ich nicke nur bedächtig, immerhin muss auch Hotch nicht alles wissen.

 

"Gut, ich nehme es erst mal so hin, aber bitte überlege es dir noch einmal. Nimm dir ein paar Tage Urlaub und denk drüber nach und wenn du dann immer noch der Meinung bist, werde ich deine Entscheidung akzeptieren."

 

Wieder nicke ich nur, drehe mich dann um und verlasse das Büro.

 

An meinem Schreibtisch angekommen, nehme ich meine Tasche und gehe.

 

Auf dem Flur begegnet mir JJ.

 

"Hey Reid, was ist nur los mit dir?"

 

"Nichts, alles okay. Ich bin nur müde, nichts weiter.", belüge ich sie.

 

"Komm schon, mir machst du nichts vor. Gehen wir zusammen einen Kaffee trinken und reden?"

 

"Nein, ich will nur nach Hause. Ein anderes Mal vielleicht."

 

JJ nickt und geht weiter ihren Weg.

 

"Aber wenn was sein sollte, weißt du wo du mich findest, okay.", ruft sie mir noch nach.

 

Wieder kommt nur ein Nicken von mir, dann verschwinde ich und verlasse das Gebäude, um nach Hause zu gehen.

 

Unterwegs kaufe ich noch etwas zu essen und habe bald meine Wohnung erreicht, die ich sogleich betrete.

 

Hinter mir schließe ich die Tür und drehe auch den Schlüssel im Schloss herum. Niemand soll mich mehr stören. Niemanden will ich noch sehen.

 

Meine Tasche lege ich auf einen kleinen Tisch, dann lege ich mich, so wie ich bin, auf das Sofa und decke mich, mit einer Decke zu. Ich schalte das Fernsehen an und schlafe kurz darauf ein.

 

*-*-*

 

JJ's Bemerkung habe ich ohne einen Kommentar hingenommen. Immerhin habe ich es schon selber bemerkt, dass Reid irgendetwas beschäftigt.

 

Nachdem wir mit dem Wagen zum Hauptquartier gefahren sind, melde ich ich mich gleich ab. Ich bin müde und will nur ins Bett.

 

Der Weg nach einen meiner Häuser ist zum Glück nicht weit und so gehe ich die paar Meter zu Fuß.

 

Noch nicht einmal mehr die Dusche bekommt mich zu sehen, so erschlagen bin ich. Schnell schlüpfe ich noch aus meinen Sachen, bis auf die Unterhose und lege mich ins Bett.

 

Lange dauert es nicht, dann schlafe ich tief und fest, den Schlaf der Gerechten. Im Traum verarbeite ich alles geschehene, wie meistens.

 

Nachdem ich einige Zeit geschlafen habe, wache ich erholt auf. Direkt mache ich mich an den Morgensport und mache mehrere Übungen. Erst danach gehe ich unter die heiße Dusche.

 

Mit einem Handtuch um den Hüften, will ich mir einen Kaffee gönnen und die Aussicht aus meinen riesigen Fenstern in den Garten genießen. Gerade als ich den ersten Schluck nehmen möchte, geht auch schon das Telefon.

 

*-*-*

 

In der Hauptzentrale geht mal wieder alles drunter und drüber, denn wieder einmal meint ein Irrer irgendwelche unschuldigen Leute ermorden zu müssen.

 

Als erster ist natürlich Agent Hotchner vor Ort, um abzuklären was los ist.

 

JJ folgt als nächste und kümmert sich darum wohin es gehen soll. Auch Garcia sitzt schon wieder vor ihren Computern und dem Telefon, um auch die anderen Mitglieder des Teams anzurufen.

 

Kurze Zeit später sind auch Agent Rossi und Agent Prentiss in der Hauptzentrale.

 

Während Garcia noch versucht Morgan und Reid zu erreichen, klärt JJ die Anderen schon mal darüber auf, worum es geht.

 

Agent Hotchner klärt zwischendurch Garcia und damit auch den Rest des Teams auf, dass sie auf Reid verzichten müssten, doch lässt er sich nicht weiter darüber aus.

 

Als Garcia Morgan endlich erreicht plappert sie sogleich drauf los:

 

"Guten Morgen, mein Hübscher...", begrüßt sie ihn, wie sie es immer tut: "...komm bitte sofort hierher, es gibt mal wieder Ärger und wir sind angefordert worden. Es sind auch schon alle da, bis auf ...Reid... er hat wohl Urlaub, wie Hotch meint.

 

Er lässt sich auch nicht weiter über Reid aus. Ich mach mir echt Sorgen um Reid. Er war auch so merkwürdig in letzter Zeit."

 

Noch nicht ganz ausgeschlafen, klingelt frühmorgens mein Handy. Ich schaue auf das Display, sehe somit wer mich zu erreichen versucht, aber ich drücke Garcia weg, auch wenn es mich schmerzt, da sie eine wirklich gute Freundin ist, aber ich will jetzt einfach niemanden sehen oder hören.

 

Anschließend schalte ich mein Handy aus, so dass ich wirklich für niemanden mehr erreichbar bin.

 

Wieder liege ich auf dem Sofa, doch schalte ich nun auch das Fernsehen aus. Ich will einfach nichts mehr sehen. Auch das Essen ist mir vergangen und Durst habe ich auch keinen.

 

Ja, ich habe mich in meiner Wohnung verkrochen, obwohl ich weiß, dass es eigentlich sinnlos ist, aber das ist mir jetzt auch so was von egal.

 

Meine Gedanken sind bei meiner toten Freundin und bei... Morgan.

 

Es tut so weh, immer wieder von ihm, mit Worten, verletzt zu werden, auch wenn er es nicht so meint.

 

*-*-*

 

''Hey, mein Mädchen'', begrüße ich Garcia, als sie sich am Telefon meldet.

 

In Ruhe höre ich mir an, was sie zu sagen hat und gebe immer mal Äußerungen wie 'Aha' und 'Verstehe'. Dann grüble ich einen Moment, wobei ich mir schon mal etwas zum Anziehen ausnehme.

 

''Wie dringend und schnell braucht ihr mich bei diesem Fall? Sei bitte ehrlich. Du ahnst sicher, dass ich zu Reid will. Ich muss wissen, was da los ist. Das ist doch auch in deinem Sinne, nicht wahr?'', sage ich dann ins Telefon.

 

Dabei lasse ich das Handtuch fallen und ziehe schon mal meine Unterhose an. Nur kurz begutachte ich mich vor dem Spiegel, bevor ich auch in die Hose schlüpfe.

 

Noch ein Hemd, wobei ich für die Knöpfe und anschließend die Socken, dass Telefon zwischen Schulter und Wange einklemme. Fehlen nur noch Schuhe und Jacke, dann wäre ich Startklar.

 

*-*-*

 

"Also, eigentlich ist das Team schon bei der Besprechung, aber geh ruhig zu Reid. Ich mache mir Sorgen um ihn. Bitte. Hotch sag ich dann Bescheid, das krieg ich schon hin.", antwortet Garcia.

 

"Bitte, versuche ihn zur Vernunft zu bringen. Ich hab echt Angst, dass er das Team verlassen will... Hotch hat zwar so was ähnliches angedeutet, aber so wirklich ausgelassen hat er sich nicht.", plappert Garcia sorgenvoll weiter.

 

In der Zwischenzeit fasse ich den Entschluss, das Team tatsächlich zu verlassen. Ich will mich um meine Mutter kümmern, die noch immer in der Klinik ist. Ich will mich auch endlich mal um meine Sachen kümmern.

 

Das Team würde auch ohne mich klarkommen müssen, oder sich jemand anderen suchen.

 

Immer nur war ich für das Team da, hab mich voll in die Arbeit gekniet... jetzt reichts.

 

*-*-*

 

''Gut, danke. Ich werde mein Bestes geben'', antworte ich Garcia, bevor ich auflege, um Jacke und Schuhe anzuziehen.

 

Schnell noch die Wohnungsschlüssel und das Handy, dann bin ich auch schon auf der Straße. Der Weg zu Reid ist nicht allzu weit und ich habe schnell seine Wohnung erreicht.

 

Kurz überlege ich, was ich zu ihm sagen soll. Doch das ist nicht das eigentliche Problem. Eher das ich noch draußen stehe und erst einmal zu ihm reinkommen muss.

 

Hoffentlich macht er auf oder horcht wenigstens, wer da ist.

 

Nervös und gespannt zugleich, drücke ich auf die Klingel.

 

Mal schauen, was den Kleinen so bewegt, dass er so muckt.

 

*-*-*

 

Als hätte ich es geahnt, klingelt es plötzlich an meiner Wohnungstür, doch bin ich nicht gewillt die Tür zu öffnen.

 

Zunächst stelle ich mich taub, als wäre ich nicht zuhause, doch als das Klingeln nicht aufhört, rufe ich von drinnen:

 

"Lass mich in Ruhe, ich will niemanden sehen!", damit ist für mich das Thema abgehakt.

 

Mir ist es gerade so ziemlich egal, wer vor der Tür steht, ich habe meine Entscheidung getroffen.

 

Aber was... wenn Morgan vor der Tür steht?

 

Nein, das wäre eine noch schlimmere "Folter" für mich.

 

*-*-*

 

Da ich zumindest bis in den Hausflur gelangen konnte, dank einer Nachbarin, stehe ich nun direkt vor Reids Tür. Dort klingel ich weiter an der Türglocke und Klopfe noch zusätzlich, bevor ich mein Wort ebenfalls erhebe.

 

''Reid! Komm schon, mach die Tür auf. Ich möchte gerne mit dir reden'', sage ich ganz ruhig und sachlich.

 

''Du riskierst, dass ich mich erkälte. Komm schon!'', kommt es erneut von mir.

 

''Gut, wie du willst. Dann hole ich mir eben eine Lungenentzündung auf den kalten Hausflur. Irgendwann musst du ja daraus kommen und ich warte solange hier!'', füge ich beleidigt hinzu und setzte mich mit dem Rücken an Reids Tür gelehnt auf den Fußboden.

 

*-*-*

 

VERDAMMT!

 

Ich hätte wissen müssen, dass es Morgan ist und ich weiß auch, dass er so schnell nicht aufgibt.

 

Noch einen Moment überlege ich, dann atme ich noch einmal tief durch, bevor ich schließlich an die Tür gehe und diese öffne.

 

Tatsächlich sitzt Morgan an meine Tür gelehnt und wäre mir beinahe entgegen gefallen.

 

"Hallo Morgan.", begrüße ich ihn unwillig: "Du willst reden, aber ich will nicht mit dir reden.", kommt es dann, noch immer schmollend, von mir.

 

Ich ziehe mich anschließend zurück, lasse aber die Tür geöffnet, gehe wieder in mein Wohnzimmer, wo ich mich ans Fenster stelle und nachdenklich hinaus sehe.

 

Nein, auch Morgan wird mich nicht dazu bewegen können zum Team zurückzukehren.

 

Ich will mir nicht mehr diese Sprüche anhören müssen, nur weil ich eben etwas mehr weiß als die anderen.

 

*-*-*

 

Da wäre ich dem Kleinen doch beinahe in die Wohnung gefallen. Doch fange ich mich und schaue ihm nur traurig nach. Anschließend stehe ich auf, gehe hinein und schließe die Tür.

 

Höflich lege ich Jacke und Schuhe ab, bevor ich in die Stube trete, wo Reid am Fenster steht.

 

Also schön, dann schweigen wir uns eben an. Ich mache es mir auf dem Sofa gemütlich und schaue, was so zu lesen herumliegt.

 

Eigentlich lese ich nicht wirklich, sondern versuche nur so zu tun als ob. Vielleicht kann ich Reid ja so aus der Reserve locken.

 

Etwas zu Trinken wäre nicht schlecht, denn immerhin hatte ich noch keinen Kaffee. Nur will ich auch nicht unhöflich sein und das Ziel aus den Augen verlieren.

 

Irgendetwas beschäftigt Reid und ich muss herausfinden, was es ist. Koste es, was es wolle!

 

*-*-*

 

Nachdem ich nun genug aus dem Fenster gestarrt habe, gehe ich wortlos in die Küche, schaue nur kurz zu Morgan, denn er soll meinen fast schon schmachtenden Blick nicht bemerken.

 

Mich stört es nicht, dass er sich an meinem Lesestoff bedient, denn ich weiß, dass er nur so tut als ob, da er mit dieser Art Literatur kaum etwas anfangen kann.

 

In der Küche angekommen, nehme ich zwei Tassen und gieße Kaffee ein, den ich kurz zuvor frisch aufgebrüht hatte. In meine Tasse tue ich natürlich viel Zucker, wie immer, während der andere Kaffee schwarz bleibt.

 

Mit beiden Tassen gehe ich zurück ins Wohnzimmer und stelle vor Morgan eine Tasse auf den Tisch, auch meine Tasse stelle ich auf dem Tisch ab, jedoch setze ich mich nicht hin.

 

Ich überlege noch ein wenig bevor ich nun doch zu reden beginne.

 

"Ich werde das Team und die BAU verlassen.", sage ich in einem ruhigen Ton, aber bestimmt:

 

"Hotch hat meine Kündigung schon auf dem Tisch liegen. Und um deiner Frage, nach dem Warum zuvorzukommen, ich habe genug Zeit in der Gesellschaft des "Todes" verbracht.

 

Zudem ist eine sehr gute Freundin von mir durch einen der Täter gestorben... ich kann nicht mehr.

 

Der wichtigste Grund jedoch ist, dass keiner von euch auch nur eine Ahnung davon hat, wie sehr es mich schmerzt, wenn ich mir immer und immer wieder diese Sprüche anhören muss!", langsam rede ich mich in Rage und laufe währenddessen unruhig in meinem Zimmer herum.

 

Natürlich offenbare ich Morgan nicht, was der wahre Grund für meinen Fortgang ist... verberge meine Gefühle für ihn gekonnt. Denn trotzdem ich mich in Rage rede, arbeitet mein Gehirn auf Hochtouren.

 

*-*-*

 

Ich bin geschockt über Reids Aussage und schaue ihm zu, wie er hin und herläuft. Erstmal nehme ich einen kräftigen Schluck, von dem noch heißen Kaffee, wobei ich mir die Zunge verbrenne und Fluche.

 

Dann schaue ich ernst rüber zu Reid und mustere ihn.

 

''Hast du dir das wirklich gut überlegt, Kleiner? Das mit den Witzen war doch nie so gemeint. Warum hast du denn nie etwas gesagt? Mir tut das so leid. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich das im Flugzeug gar nicht erst gesagt'', sage ich mitfühlend.

 

Mir geht so etwas immer sehr nahe und ich möchte Reid am liebsten einfach nur in den Arm nehmen. Es tut mir so weh, dass er sich gequält hat.

 

Langsam stehe ich auf und gehe auf ihn zu. Meine Hände lege ich an seine Oberarme und schaue ihm direkt in die Augen.

 

''Willst du wirklich das Team verlassen?'', frage ich erneut.

 

Dabei kann ich es mir kaum ohne Reid vorstellen zu arbeiten.

 

*-*-*

 

Nun doch etwas erstaunt über Morgans Reaktion, weil ich damit so gar nicht gerechnet habe, höre ich seine Worte und bleibe stehen.

 

Er klang so mitfühlend, so als täte es ihm wirklich leid, dass er mich mit seinen Witzen so sehr gequält hat. Ich glaube ihm, erst recht, als er auf mich zu kommt und mich an den Armen festhält.

 

Sein Blick ist direkt und offen... zu direkt für mich, so dass ich meinen Blick gleich wieder schüchtern senke. Dennoch nicke ich kurz, auf seine Frage hin.

 

"Ja, ich werde das Team und die BAU verlassen. Mein Entschluss steht schon seit langem fest. Hotch hat mir zwar ein paar Tage Urlaub gegeben, damit ich mir alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen kann, aber ich …", den Rest des Satzes schluckte ich runter, kann einfach nicht weiterreden, jetzt erst recht nicht, wenn mich Morgan so an den Armen hält und so nahe bei mir steht.

 

Verdammt, was war denn nun los mit mir? Mein Gesicht fühlte sich an, als würde es glühen und ich fürchtete leider auch, dass sich mein Gesicht so langsam in einen leichten Rotton tauchte.

 

Au man, auch das noch und vor allem vor Morgan. Herrje, was er jetzt wohl über mich denkt...?

 

Immerhin bin ich noch nicht geoutet, keiner weiß von meiner Neigung. Ob sie es ahnen, weiß ich nicht, denn mein Privatleben ist eigentlich ein gut gehütetes Geheimnis.

 

Die einzige, die wirklich alles über mich wusste, war meine Freundin, aber sie ist tot und jemand anderem kann ich mich nicht anvertrauen, bin einfach zu schüchtern dafür. Selbst meine Mutter weiß nicht alles über mich.

 

Insbesondere Morgan wird niemals erfahren, was ich für ihn empfinde... was er mir bedeutet.

 

*-*-*

 

Besorgt und traurig schaute ich Reid an und nickte verständnisvoll. Was sollte ich auch anderes tun, da für ihn alles schon so fest stand.

 

''Dir ist es wirklich sehr ernst... hmm... Schade. Wirklich. Ich... arbeite sehr gerne mit dir zusammen. Dich nimmt das alles noch sehr mit... hmm... Aber glaube mir, jeder von uns hat damit noch zu kämpfen.

 

Wir können deswegen doch nicht alle, alles hinschmeißen...'', sage ich zu Reid.

 

Dann kommt ein Seufzen über meine Lippen, was ich nicht zurückhalten kann. Ohne Reid an einen Fall zu arbeiten, stelle ich mir öde und langweilig vor.

 

''Reid, geht es dir gut? Du glühst ja förmlich. Sag bloß, du hast Fieber?'', kommt es plötzlich von mir und ich lege eine Hand auf Reids Stirn, um zu fühlen.

 

Doch die Stirn ist normal. Nur die Wangen glühen irgendwie.

 

*-*-*

 

"Ja, mir geht es gut.... lass mich los und hör auf mich zu bemuttern.", beschwere ich mich halbherzig und entziehe mich ihm.

 

"Das stimmt schon, dass man nicht immer alles gleich hinschmeißen kann, aber jeder ist es anders und für mich ist das alles zu viel. Auch wenn es vielleicht keiner von euch so wirklich verstehen wird.", gebe ich meinen Senf dazu.

 

"Ich habe auch gern mit euch zusammen gearbeitet... aber... nein, ich kann das nicht mehr.", füge ich hinzu, wende mich dann ab, da ich ihn nicht länger anschauen kann.

 

Zu weh tut es mir, dass ich ihm nicht sagen kann, weshalb ich das Team wirklich verlasse. Sicher, es klingt ziemlich unlogisch, denn ich müsste gerade dabei bleiben, um in seiner Nähe zu sein, aber... ich mache mir da nichts vor.

 

Morgan ist für mich unerreichbar, zudem bin ich mir nicht sicher, ob das überhaupt gut gehen würde, also lasse ich es und verlasse das Team.

 

*-*-*

 

Wow, da geht aber einer ab und ich muss mich ein wenig zusammenreißen, nicht auch meinen Senf dazuzugeben.

 

''Okay. Ich habe es ja verstanden'', quittiere ich seine Laune und begebe mich wieder zur Couch. Dort setze ich mich hin und trinke meinen Kaffee. Was soll ich auch anderes tun?

 

Reden scheint zwecklos zu sein. Irgendwie komme ich an Reid nicht ran und so langsam frage ich mich, ob ich dafür nicht sowieso der Falsche bin.

 

''Dann werde ich mich gleich mal um den neuen Fall kümmern. Entschuldige, dass ich gestört habe'', sage ich noch, nachdem ich meinen Kaffee ausgetrunken habe. Den Becher stelle ich in die Küche ins Spülbecken, bevor ich wieder meine Schuhe und Jacke anziehe.

 

Noch einmal schaue ich Reid fragend an, ob er nicht doch mitkommen möchte oder gar noch etwas loswerden will.

 

*-*-*

 

Bei Morgans Worten nicke ich nur, bringe nicht mehr heraus, außer einem:

 

"Nein, du hast mich nicht gestört", danach schweige ich, gehe einige Schritte auf Morgan zu, bringe ihn zur Tür.

 

Der Worte sind für mich genug gewechselt. Ich habe mich entschlossen und ich bleibe dabei, denn es macht keinen Sinn mehr, ich würde mich nur quälen.

 

"Tja, dann viel Erfolg bei eurem neuen Fall. Vielleicht sieht man sich mal wieder", mit diesen Worten öffne ich Morgan höflich die Tür.

 

Nein, ich will ihn nicht rauswerfen, aber er will ja eh gehen, also... und das Team wird auch nicht ewig warten.

 

Viel zu schüchtern bin ich, um ihm meine Gefühle zu offenbaren... viel lieber gebe ich mich mit einer Freundschaft zufrieden und leide für mich allein. Mit der Zeit, so hoffe ich, wird auch der Schmerz der unerfüllten Liebe vergehen.

 

Obwohl ich es nicht will wird mein Blick plötzlich schmachtend, mit dem ich ihn anschaue.

 

*-*-*

 

''Alles okay, Reid? Soll ich wirklich gehen? Wenn du es möchtest, dann bleibe ich einfach...'', höre ich mich sagen, weil ich Reids Blick bemerke.

 

Irgendetwas scheint da doch noch zu sein, oder täusche ich mich?

 

Mittlerweile sollte ich ihn doch gut genug kennen, um zu bemerken, dass etwas nicht stimmt. Nur reicht es vielleicht doch nicht aus, als es nur zu vermuten.

 

Komm schon, Kleiner, rede mit mir! Sag etwas, irgendwas! Ein klitzekleines Zeichen würde ausreichen und ich bleibe, bin da für dich oder komme sehr bald wieder, wenn du jetzt noch nicht reden willst oder kannst.

 

Ob er erpresst wird, wegen irgendetwas? Werden wir vielleicht abgehört?

 

Alles mögliche spuckt mir im Kopf herum und ich weiß nicht, was ich denken soll. Zu viel haben wir gemeinsam durchgestanden.

 

*-*-*

 

Ich nicke: "Ja, alles okay. Was sollte denn nicht okay sein?", antworte ich fragend, versuche meinen Blick und mich wieder in den Griff zu bekommen, was in Morgans Gegenwart nicht gerade einfach ist.

 

Wenn dieser Kerl nur nicht so toll aussehen würde... verdammt.

 

Ich muss mich wieder auf wichtige Sachen konzentrieren, so drehe ich noch total durch.

 

"Geh nur, sie werden dich brauchen. Wenn du magst... sehen wir uns eben später wieder.", höre ich mich sagen, doch wage ich es nicht ihm in die Augen zu schauen, kann es nicht.

 

Zu sehr sehnt sich mein Herz nach ihm, als dass ich seine Anwesenheit noch länger ertragen könnte. Der Schmerz der unerfüllten Liebe frisst mich von innen her fast auf und ich kann mich nur sehr schwer zusammenreißen.

 

Geh einfach, lass mich allein... geh... bitte geh. Du bist doch für mich sowieso unerreichbar., denke ich bei mir, kann es aber natürlich nicht aussprechen.

 

*-*-*

 

''Okay, dann sehen wir uns später'', sage ich mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Unsicher gehe ich dann ins Treppenhaus und bin bald auf dem Weg ins Hauptquartier.

 

Auf dem Weg dorthin schießen mir wieder unzählige Fragen durch den Kopf und ich weiß nicht genau, was ich denken soll. Dann beschließe ich erst mal mit Garcia zu reden.

 

Im Hauptquartier angekommen, versuche ich irgendwie erst mal so durch zu Garcia zu kommen, ohne mit dem Fall konfrontiert zu werden. Reid ist mir jetzt wichtiger und ich bin mir ziemlich sicher, dass da etwas mehr dahinter steckt. Ich weiß es einfach!

 

''Garcia, mein Mädchen, hast du einen Moment. Können wir in Ruhe reden? Es geht um Reid. Ich mache mir Sorgen'', überfalle ich Garcia.

 

''Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich denken soll. Er will das Team verlassen, weil ihm der Tod seiner Freundin noch immer zu schaffen macht und er mit den ständigen Sticheleien nicht klar kommt. So sagt er es jedenfalls. Aber ich merke, dass da irgendetwas sein muss.

 

Es spuckt alles mögliche in meinem Kopf herum. Was, wenn er erpresst und abgehört wird, wegen irgendetwas. Garcia, ich mache mich noch total verrückt...''

 

*-*-*

 

Ich atme erleichtert auf, als Morgan geht und ich die Tür endlich schließen kann.

 

Verzweifelt über meine Unfähigkeit ihm zu gestehen, was wirklich los ist, lasse ich mich an der Tür zu Boden sinken, kann nicht fassen, dass ich so viel weiß, so unglaublich viel gelernt habe und doch unfähig bin Gefühle auszudrücken, zu sagen was ich empfinde.

 

Meine Schüchternheit lässt es einfach nicht zu, lieber würde ich sterben, als mich ihm zu offenbaren und mich dann vielleicht von ihm noch auslachen zu lassen.

 

*~*

 

"Hallo, mein Hübscher.", begrüßt Garcia "ihren" Traumprinzen und hört sich an, was Morgan so sehr beschäftigt.

 

Ab und zu nickt sie verständnisvoll, dann antwortet sie:

 

"Hör mal, mach dir nicht zu viele Gedanken. Unser Kleiner wird weder erpresst noch abgehört. Ich denke auch, dass es da etwas anderes gibt und ich könnte mir auch denken was.

 

Weißt du, mein Hübscher, ich beobachte euch alle genau und ich sehe vielleicht mehr als ihr. Wenn du meine Meinung wissen willst... Nun, hast du mal gesehen wie Reid dich anschaut. Diesen Blick bekommt niemand anderer von uns. Mein Hübscher, diese Blicke... sind... schmachtende... verliebte Blicke.

 

Der Kleine ist nur zu schüchtern es dir zu sagen, das weißt du. Denk mal darüber nach, mein Hübscher.", meint Garcia und macht ein verträumtes Gesicht dabei.

 

*-*-*

 

Daraufhin muss ich mich erst einmal hinsetzen. Verdutzt schaue ich Garcia an und lasse ihre Worte Revue passieren.

 

''Du meinst... Reid steht auf mich... er steht auf Männer? Ist schwul?'', hake ich nach und überlege, ob es Anhaltspunkte dafür gab.

 

Reid soll in mich verliebt sein? Über so einen alternativen Kündigungsgrund habe ich nicht nachgedacht.

 

''Nur, würde er dann nicht eher bleiben und meine Nähe suchen?'', stelle ich die Frage in den Raum, die mich dann beschäftigt.

 

Herrje, diese Erkenntnis wirft mich total aus der Bahn und ich entschuldige mich bei Garcia und gehe. Jetzt hole ich mir die Informationen zum neuen Fall, in den ich mich direkt hineinknie. Aber ich schaffe es nicht einen klaren Kopf dafür zu bekommen. Viel zu sehr beschäftigt mich Reid.

 

Dabei sollte der Fall mich ablenken.

 

Was soll ich mit dieser neuen Erkenntnis nur anstellen?

 

*-*-*

 

Garcia schaut ihm nur verträumt grinsend nach, dann macht sie sich wieder an die Arbeit.

 

Garcia weiß, dass sie und Morgan niemals etwas miteinander haben würden, sie sind einfach Freunde und können sich alles erzählen. Er ist für sie wie ein großer Bruder, auch wenn sie ihn "mein Hübscher" und er sie "mein Mädchen" nennt, so würden sie niemals ein Paar sein oder werden.

 

Außerdem liebt Garcia einen anderen Techniker, der ihr am PC ebenbürtig ist, und mit ihm ist sie auch zusammen.

 

*~*

 

Gefühlte Stunden später... gehe in meinem Zimmer auf und ab... bleibe ab und an stehen, blicke aus dem Fenster, denke angestrengt nach.

 

Es ist wirklich zum Verzweifeln. Morgan scheint all mein logisches Denken mitgenommen zu haben, so dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen kann.

 

Natürlich weiß ich, wie unlogisch ich handle, und dass ich doch eigentlich eher Morgans Nähe suchen sollte, aber unter den gegebenen Umständen ist es mir einfach nicht möglich. Seine Sprüche und die Sticheleien seitens anderer, kann ich nicht mehr ertragen.

 

Und doch zieht es mich zurück zu meiner Arbeit, denn wenn ich so ganz genau darüber nachdenke, will ich die BAU nicht verlassen. Es ist doch das was ich kann, sie brauchen mich, zudem kann ich doch so helfen, die miesen Täter zu fassen.

 

So rufe ich Garcia an, die sich natürlich überschwänglich freut mich zu hören und mich wie immer mit, "Hey, Wunderknabe, was kann ich für dich tun." begrüßt.

 

Ich erkundige mich nach dem Stand der Ermittlungen und denke nach.

 

Währenddessen dusche ich, rasiere mich und ziehe mich anschließend an.

 

Noch einmal blicke ich mich um, dann nicke ich mir selbst zu und verlasse meine Wohnung, um mich auf den Weg in die BAU zu machen.

 

Dort angekommen, sind einige noch im Besprechungsraum und ich setze mich zunächst wortlos dazu, höre was sie sprechen.

 

Dann mische ich mich ein und bin ganz in meinem Element. Meine Gefühle habe ich abgeschaltet, knie mich voll und ganz in meine Arbeit.

 

Nach der Besprechung, gehe ich schließlich an meinen Schreibtisch. Auf dem Weg dorthin, spricht mich Hotch kurz an:

 

"Willkommen zurück, Reid. Wenn irgendwas ist, kannst du jederzeit zu mir kommen, hörst du."

 

Ich nicke verstehend und widme mich ganz meiner Arbeit, ohne auf jemanden zu achten.

 

*-*-*

 

Da war er auf einmal wieder – Reid. Hatte er es sich anders überlegt?

 

Weil ich mich sowieso nicht richtig auf den Fall konzentrieren konnte, ging ich erst mal rüber und holte mir einen Kaffee. Dass ich dabei an Reids Schreibtisch vorbei kam, war natürlich pure Absicht.

 

Aber ich hatte mir vorgenommen mich zusammen zu nehmen und Reid nicht mehr zu ärgern. Stattdessen sollte es doch herauszufinden sein, ob Garcia recht hatte mit ihrer Behauptung.

 

''Hey Kleiner, schön dass du wieder da bist'', sprach ich Reid lächelnd an, ''Möchtest du auch einen Kaffee? Schön süß, nicht wahr.''

 

Meinen Blick ließ ich auf Reid ruhen, während ich Kaffee einschenkte.

 

Er hatte gereizt reagiert, weil ich ihm näher gekommen war. Der erste Anhaltspunkt? Scheinbar führte ich hier meine eigenen, ganz anderen Ermittlungen.

 

*-*-*

 

Leicht schreckte ich auf, da ich beschäftigt gewesen war, als mich Morgan auf einmal ansprach.

 

"Ich... ähm... ja... ich... Danke, ein... Kaffee wäre.... gut.", mehr brachte ich irgendwie nicht heraus und arbeitete weiter, auch wenn ich spürte wie meine Wangen zu glühen begannen.

 

Irgendwie musste ich mich ja schließlich ablenken. Mir war aber aufgefallen, dass Morgan es nun unterließ mich zu reizen oder mit Witzen zu ärgern.

 

Nun, es war etwas, das mich zunächst freute und ein wenig wieder aufbaute, dennoch traute ich dem Frieden nicht so ganz. Warum war er plötzlich so unglaublich nett zu mir?

 

Ahnte er etwas?

 

Nein, sicher nicht.

 

Meine Nase steckte ich weiter in die Unterlagen und mein Gehirn arbeitete auf Hochtouren. So nach und nach wurde mir der Fall immer klarer und ich blickte durch, erstellte in Gedanken auch schon mal ein Profil des Täters.

 

*-*-*

 

Ich bereite Reids Kaffee so süß wie ich es von ihm kenne. Meinen hingegen schwarz wie immer. Dann stelle ich ihm den Becher an seinen Schreibtisch und lächle ihn sanft an.

 

''Bitteschön'', sage ich, bevor ich wieder an meinen Schreibtisch verschwinde.

 

Wie schön, dass ich von hier, den besten Blick auf Reid habe. War er etwa rot geworden?

 

Mit aller Mühe versuche ich mich auf den Fall zu konzentrieren, aber die Sache mit Reid lässt mir keine Ruhe. Wie findet man heraus, dass jemand auf einen steht?

 

Sollte ich wirklich aufs ganze gehen?

 

Während ich auf den Fall starre, fallen mir doch ganz wichtige Punkte auf. Plötzlich bin ich voll und ganz da. Der Fall ist klar und deutlich sichtbar. Endlich kann ich arbeiten, auch wenn die Sache mit Reid mir keine Ruhe lässt.

 

*-*-*

 

Dankend nicke ich kurz, doch bin ich noch immer voll konzentriert. Stichpunkte erscheinen auf meinem Schreibblock, bis sich alles zu einem konkreten Bild zusammenfügt.

 

Alles setze ich dann in Form, schreibe es ordentlich auf dem PC und drucke es dann aus.

 

Schnell nehme ich einen Schluck Kaffee, der mittlerweile nur noch lauwarm ist, stehe dann auf und gehe zu Hotch ins Büro.

 

Nichts anderes hat der Teamleiter von mir erwartet, als ich ihm meine Aufzeichnungen gebe.

 

"Sehr gut. Deshalb, Reid, brauchen wir dich. Bitte, bleib."

 

Ich nicke kurz. "Ich überlege es mir."

 

"Mein Angebot besteht weiterhin, wenn du Sorgen hast oder über irgendetwas reden willst, bin ich für dich da, hörst du."

 

"Ja, Sir, ich habe verstanden."

 

"Gut, dann werde ich alles jetzt Garcia zur Bearbeitung geben."

 

Ich nicke wieder und verlasse dann das Büro, gehe zu meinem Schreibtisch und blicke nachdenklich in meine Kaffeetasse. Dass Morgan nur wenige Meter in meiner Nähe sitzt, versuche ich gekonnt zu verdrängen.

 

Wie soll ich mich verhalten, wenn er etwas ahnt?

 

Eine unbestimmte Angst durchflutet meinen Körper, spannt meine Nerven bis zum Zerreißen, mein Herz pocht schmerzhaft gegen meinen Brustkorb... und ich kann mich nicht dagegen wehren...

 

*-*-*

 

Auch ich notiere mir wichtige Sachen und überlege noch eine Weile, bis ich meine Notizen abgebe und erst mal nach draußen an die frische Luft muss.

 

Es tut so gut sich den Wind um die Nase wehen zu lassen.

 

Nach einer Weile gehe ich wieder rein, direkt auf Reid zu und lächle ihn an, wobei meine Augen, die seinen fixieren.

 

''Na Kleiner, gehen wir etwas essen?'', frage ich ihn mit einem kurzen Blick auf die Uhr. Eigentlich ist es noch früh, aber wer weiß, wann wir wieder zum Essen kommen. Außerdem muss ich doch irgendwie an Reid herankommen.

 

Meine Ärmel kremple ich hoch und stütze meine Arme auf seinen Tisch ab, so dass meine Arme sich anspannen und meine Muskeln zu sehen sind. Wie Reid wohl reagieren wird.

 

*-*-*

 

Vor Schreck lasse ich beinahe meine Tasse fallen, als mich Morgan so unverhofft anspricht und mich fragt, ob wir was essen gehen.

 

Seine Augen... die meine Augen fixieren, lassen meine Wangen wiederum glühen und meine Nerven flattern, als gäbe es kein Morgen mehr.

 

Nur kurz aber sehr direkt schaue ich seine Arme an, die ich doch schon so oft sah... dieser Anblick... du meine Güte... lässt alles Blut in meine Lenden schießen und verursacht dort ein angenehmes Ziehen.

 

Nein, nicht jetzt... bitte nicht jetzt. Herrje, bin ich froh noch hier am Schreibtisch zu sitzen und zu wissen, dass noch niemand den Röntgenblick erfunden hat, sonst würde es spätestens jetzt sehr peinlich für mich werden.

 

"Nein, lass mal, ich bin nicht hungrig. Wir können ja später was essen gehen, okay.", gebe ich mich aufgeschlossen... fast cool, während sich unter dem Tisch ganz andere Sachen abspielen, die ich aber zu unterdrücken suche.

 

Fast schon schwer atmend, richte ich meinen Blick wieder in die Kaffeetasse, hoffe, dass niemand... ins besondere Morgan, etwas mitbekommt.

 

*-*-*

 

Ist er etwa schon wieder rot geworden? Oder bilde ich mir das alles ein? Garcia würde sich so was aber nicht einbilden. Wild entschlossen lasse ich aber nicht locker.

 

''Komm schon, keine Widerrede! Wer weiß, wann wir wieder dazu kommen etwas zu essen. Ich warte schon mal draußen. Lass mich nicht allzu lange warten'', sage ich und gehe schon mal nach draußen.

 

Auf den Weg nach draußen, schnappe ich meine Jacke, schaue kurz zu Garcia rüber und gehe dann nach draußen.

 

Komm schon Reid, wenn da wirklich etwas dran sein soll, musst du dich doch irgendwie verraten und mir etwas abschlagen wirst du dann sicherlich nicht, oder?

 

*-*-*

 

Natürlich beobachtet Garcia alles ganz genau... sie hat Adleraugen und ihr Gespür hat sie noch nie betrogen.

 

Sie sieht, wie Reid Morgan nachschaut, als er schon mal vorgeht... und grinst frech in sich hinein, während ihre Augen verträumt drein schauen.

 

Okay... ich komme wohl nicht drumherum und versuche mich zunächst zu beruhigen. Denn ich muss immer wieder daran denken, wie es wohl wäre, wenn... sich meine Lippen auf die seinen legten, wir nackt nebeneinander liegen würden... und unsere Körper streicheln...

 

Nein, ich darf nicht daran denken... ich darf es nicht, denn das macht mein kleines Problem nicht gerade besser.

 

Schnell setze ich meine Tasse an, dann stürzt der Kaffee meine Kehle runter, woran ich mich beinahe verschlucke, was auch gut so ist, denn ich muss heftig husten, was mich dann wieder etwas ablenkt.

 

Noch im sitzen nehme ich mein Jackett und ziehe es an, so dann nichts zu sehen ist, erst dann stehe ich auf und gehe Morgan nach, auch wenn sich meine Beine wie Blei anfühlen und jeder Schritt so immer schwerer wird.

 

Allein die Geruchsspur, seines Aftershaves, die er hinterlässt, bringt mich vollkommen durcheinander.

 

Mit beinahe hochrotem Gesicht erreiche ich ihn dann und gehe zunächst schweigend, mich weiter ablenkend, neben ihm her.

 

Langsam werde ich aber das Gefühl nicht los, dass er etwas ahnt und seine Arme auf meinem Schreibtisch sollten wohl eher eine Provokation darstellen, was ja auch funktionierte.

 

Toll...

 

Wer konnte mich denn bitte verraten haben, wo es hier doch eigentlich niemand wusste....

 

*-*-*

 

Als Reid endlich auftaucht und wir in Richtung Mittagessen auf den Weg sind, streift mein Arm ab und an, ganz aus Versehen, den seinen.

 

Ganz in der Nähe ist ein Restaurant, in das wir regelmäßig gehen. Auch dieses Mal gehe ich dort hinein. Wie fast immer nehme ich den gleichen Tisch und setzte mich, nachdem ich meine Jacke aufgehängt habe.

 

Ich bestelle wie immer das selbe Essen und Trinken, weil es mir am Besten schmeckt.

 

Natürlich berühren meine Beine unter dem Tisch ganz aus Versehen, die seinen. Meinen Blick richte ich in Reids Gesicht.

 

Nur, was mache ich, wenn er gar nicht auf mich steht und jetzt womöglich denkt, dass ich schwul sei und von ihm etwas wolle? Nun ja, dies muss ich wohl in Kauf nehmen.

 

Oder gefällt mir gar der Gedanke?

 

*-*-*

 

Auch Morgan schweigt, doch provoziert er mich weiterhin, berührt meinen Arm mit dem seinen... lässt es so aussehen, als sei es ein Versehen. Doch ich weiß, dass es anders ist.

 

Meine Gesichtsröte lässt so natürlich nicht nach und ich versuche mich zusammenzureißen, was nicht einfach für mich ist. Mein Herz pocht die ganze Zeit so laut, dass er es doch eigentlich hören müsste.

 

Doch wenn ich denke, dass das schon alles an Provokation war, dann irre ich mich gewaltig, denn als wir uns im Restaurant hinsetzen berühren seine Beine die meinen, was wiederum ein Ziehen in meinen Lenden verursacht und ich das Gefühl habe, dass sich gerade alles Blut da unten versammelt.

 

Mein Jackett lasse ich an, so kann ich wenigstens das nötigste bedecken, dennoch kann ich es nicht lassen, mich nur ab und zu unauffällig zu Morgan hinüber zu beugen und seinen Geruch in mich aufzunehmen, als wäre er Sauerstoff und ich am Ersticken.

 

Meine Blicke kann ich nun nicht mehr von ihm nehmen, fixiere ihn beinahe... bis mein Blick ein Schlafzimmerblick wird und sich unter dem Tisch, meine Beine leicht öffnen. Dennoch spannt es ziemlich in meiner Hose, was ich mir nicht anmerken lassen will, es jedoch sicher nicht mehr allzu lang aushalten werde.

 

Seine Beine an den meinen fühlen sich fantastisch an und ich kann nicht anders als es zu erwidern, nehme mich aber weiter zusammen, als die Bedienung kommt und meine Bestellung aufnimmt.

 

Mein Gesicht gleicht derweil wahrscheinlich schon einer überreifen Erdbeere...

 

Na Klasse, was Morgan jetzt wohl denken wird?

 

*-*-*

 

Reids Reaktionen sind eindeutig, aber mir nicht eindeutig genug. Ich will mehr Beweise. Süchtig danach, wie bei einer Ermittlung, wäge ich alles ab und schaue genau hin.

 

Er scheint mein Spiel mitzuspielen oder aber sich schlecht zu verstellen. Wahrscheinlich ist er auch einfach an einen Punkt angelangt, an dem er nicht mehr zurück kann.

 

Das Trinken kommt und ich lasse kurz von Reid ab, um anschließend direkt in die Offensive zu gehen.

 

''Ich denke, wir sollten mal eben wohin gehen!'', sage ich mit einem Schlafzimmerblick. Dabei schaue ich direkt in Reids Augen und fixiere ihn, lege meine Hand kurz auf die seine.

 

Mein eines Bein berührt ihn direkt so, dass es mehr als eindeutig ist.

 

Jetzt will ich es ganz genau wissen und gehe aufs Ganze!

 

Anschließend stehe ich auf und begebe mich zu den Toiletten, wo ich schon oft war und genau weiß wie es dort aussieht. Dabei lehne ich mich an die Wand, direkt neben der Tür zu der Toilette, die separat ist, im Gegensatz zu den Urinals.

 

Wird Reid kommen? Oder widersteht er der Versuchung. Eine Hand stecke ich lässig in meine Hose, während ich auf ihn warte.

 

*-*-*

 

Jetzt weiß ich es genau, er weiß oder zumindest ahnt er es. Habe ich es denn so offensichtlich gemacht? War ich so unvorsichtig?

 

Was soll ich jetzt tun?

 

Was er will ist mehr als eindeutig. Er will es wissen, denn er ahnt, was ich für ihn empfinde.

 

Sein Schlafzimmerblick sagt alles und macht mich wahnsinnig an, so dass ich mich kaum noch zusammenreißen kann.

 

Nervös und aufgeregt, wie ein Schuljunge, der etwas verbotenes tut, stehe ich auf, gehe ihm nach, versuche mich irgendwie zu beruhigen... meinen Herzschlag zu beruhigen... meine Nerven, die mir gleich durchgehen.

 

Schließlich stehe ich direkt vor ihm, sein Aftershave macht mich wahnsinnig, auch seine Ausstrahlung... wie er da steht... die pure Folter, aber auch die schärfste Versuchung... schärfer als Wasabi!

 

Wahrscheinlich hat er ohnehin geahnt, dass ich ihm nicht widerstehen kann und ihm nachgehen würde, und das obwohl ich genau weiß was er im Schilde führt, aber ich kann nicht widerstehen, nicht ihm... nicht einem Mann wie Morgan.

 

Ihm direkt in die Augen schauend, spüre ich die Luft zwischen uns knistern, als seien es Stromschläge, meine Beine beginnen zu zittern, in meiner Brust fühle ich eine unbestimmte Enge und meine Lippen fühlen sich genau in diesem Moment so unglaublich trocken an, dass ich sie mit der Zunge befeuchten muss.

 

Sagen kann ich jetzt natürlich nichts... denn jedes Wort wäre ohnehin zu viel.

 

*-*-*

 

Da ist Reid mir tatsächlich gefolgt und steht lechzend vor mir. Ein wenig nervös werde ich nun schon. Warum auch immer. Es liegt eine gewisse Spannung in der Luft und ich habe das Gefühl, als zerspringt gleich etwas.

 

Soll ich das hier wirklich durchziehen? Letzte Zweifel schiebe ich beiseite und versuche mich wieder zu fassen. Für mich ist es noch immer kein eindeutiger Beweis. Der letzte Indiz fehlt mir noch, weil ein Mörder, auch noch lange keiner ist, nur weil er ein Messer in der Hand hält.

 

Einen Schritt mache ich auf Reid zu, wobei ich ihm in die Augen sehe, bevor ich ihn am Kragen packe und in die Kabine schiebe. Etwas hastig, vielleicht zu ruckartig, drücke ich ihn an die Wand, in der Kabine, dessen Tür hinter uns zufällt.

 

Meine Nase kommt der seinen extrem nah, wobei ich sein Aftershave riechen kann. Reid riecht gut und der Duft entspannt mich. Wie von selbst schiebt sich mein Knie frech zwischen seine Beine.

 

Okay, eindeutiger geht es nicht. Hätte ich etwas weniger auftreten sollen? Jetzt ist es zu spät und wie komme ich hier wieder raus? Will ich überhaupt hier rauskommen?

 

Aber vor allem, was wird Reid tun?

 

*-*-*

 

Okay, das ist jetzt eindeutig zu viel der Provokation durch Morgan.

 

Mit einem leichten Schreck, so dass mein Gesicht mit einem mal einer Kalkwand gleicht, bemerkte ich, wie schnell alles auf einmal geht. Morgan, der mich an die Wand drück und sein Knie, das meine Erektion drückt, so dass ich leise aufstöhnen muss und mein Puls hochschnellt.

 

Meine Nerven flattern, mein Atem geht schon ein wenig schwer und meine Erektion pocht im Takt meines Herzschlages. Nur wenige Zentimeter trennen meine Lippen von den seinen, meine Augen blicken durchdringend in seine.

 

Dann endlich überwinde ich meine Schüchternheit, lasse die Unsicherheit hinter mir und nähere mich Morgan... langsam, aber unaufhaltsam...

 

...bis sich endlich mein langersehnter Traum erfühlt und ich meine Lippen auf Morgans lege... ihn sanft und zärtlich küsse. Ich kann gar nicht anders, denn seine Lippen ziehen mich magisch an, lassen mich nicht los... so samtig und weich.

 

Ein Traum... mein Traum.

 

Bitte stoß mich jetzt nicht von dir, lass es zu., denke ich bei mir... schließe meine Augen genießend.

 

Natürlich ist das so gar nicht meine Art, wo ich doch eher schüchtern bin und in mich gekehrt, aber Morgan hat mich zu sehr gereizt, so dass ich gar nicht anders konnte, als meiner Sehnsucht nachzugeben.

 

Aber ich weiß auch, wenn das hier vorbei ist und ich wieder bei Verstand bin, werde ich mich wohl, vor Scham, Zuhause einschließen und keinen Fuß mehr vor die Tür setzen.

 

Ganz zu Schweigen von Morgan, dem ich dann mit Sicherheit nicht mehr in die Augen blicken kann.

 

*-*-*

 

Reids Lippen spüre ich auf den meinen und halte reflexartig still. Eigentlich hätte ich mich ihm entziehen sollen, doch dazu bin ich nicht in der Lage. Irgendetwas regt sich in mir, nur begreife ich nicht genau was.

 

Es fühlt sich angenehm an, Reids Lippen zu spüren. Sie sind warm und weich. Im ersten Moment reiße ich die Augen erschrocken weit auf, aber im nächsten Moment schließe ich sie, wie ich es bei einem Kuss gewohnt bin.

 

Meine Hände, die noch an Reids Kragen liegen, lassen langsam locker, bleiben aber wo sie sind.

 

Auch mein Knie bleibt zwischen Reids Beine. Ich wage es kaum mich zu bewegen. Weiß nicht wie mir geschieht. Ob ich Reißaus nehmen soll?

 

Wieso lasse ich das hier geschehen? Normalerweise stehe ich doch gar nicht auf Männer.

 

Und dennoch fühlt es sich keineswegs falsch an, was hier geschieht.

 

*-*-*

 

Morgan scheint sich langsam an mich zu gewöhnen, dennoch nimmt mein Kopf langsam wieder seine Arbeit auf und mein Verstand kehrt auch langsam wieder zurück.

 

Erst jetzt bemerke ich richtig was ich hier tue, was ich angestellt habe, und dass ich total die Kontrolle über mich verloren habe.

 

Nein... das ist nicht richtig...

 

Was habe ich getan?!

 

So schnell ich kann löse ich mich von Morgan, stoße ihn leicht von mir, öffne die Tür und schüttle über mich nur den Kopf.

 

"Nein...", flüstere ich verwirrt vor mich hin: "….das ist so nicht richtig, ich darf das nicht tun...", dann renne ich wie ein geölter Blitz davon.

 

Es darf nicht sein! Ich weiß doch, dass Morgan nicht auf Männer steht, dass er eher hübschen Frauen zugetan ist.

 

Sehr schnell habe ich das Restaurant verlassen, laufe weiter die Straßen entlang... nach Hause.

 

Dort angekommen, habe ich schon bald meine Wohnung erreicht, betrete sie und schließe hinter mir die Tür. Wie ein gehetzter Hund lasse ich mich vor der Tür zu Boden fallen.

 

Mein Herz rast noch immer, auf meinen Lippen fühle ich noch immer die weichen Lippen von Morgan...

 

VERDAMMT!

 

Ich hasse mich gerade richtig, für das was ich getan habe... Welcher Teufel hat mich bloß geritten?!

 

*-*-*

 

Wie versteinert stehe ich da und schaue Reid nach. Langsam gehe ich zurück, bis ich an meinem Rücken die Wand spüre. Wie in Zeitlupe rutsche ich an dieser gelehnt zu Boden und bleibe dort hocken.

 

Meine Finger berühren vorsichtig meine Lippen und tasten sie ab. Warum nur hatte sich der Kuss nicht falsch angefühlt, ja gar gut?

 

Dann schaue ich auf meine Finger, als hätten sie das angenehme Gefühl genommen von gerade eben. Was mache ich jetzt nur? Ich bin einfach zu weit gegangen. Nur wieso bin ich so weit gegangen?

 

Es war doch schon längst klar, dass Reid auf mich steht.

 

Eine ganze Weile sitze ich dort auf den Boden. Erst als sich in der Toilette etwas tut, komme ich wieder ganz zu mir und stehe auf.

 

Essen will ich jetzt nichts mehr, eher reden und ich weiß auch wo ich da am Besten hin kann.

 

Schnell ziehe ich meine Jacke an und bezahle das Essen und Trinken, auch wenn wir nichts zu uns genommen haben. Schließlich wurde alles zubereitet. Vielleicht können sie ja irgendjemanden damit erfreuen.

 

Anschließend gehe ich zurück ins Büro, auf direktem Wege zu Garcia.

 

*-*-*

 

An die Tür gelehnt bleibe ich sitzen, kann nicht glauben, was ich getan habe, dass ich so die Kontrolle verlieren konnte.

 

Nein, das darf und wird mir nicht mehr passieren. Es darf einfach nicht sein.

 

Tränen rinnen aus meinen Augen, bahnen sich langsam ihren Weg über mein Gesicht und tropfen leise zu Boden.

 

Diese unerträgliche Sehnsucht macht mich fertig... ja wahnsinnig und doch... darf es nicht sein... ich weiß es doch genau.

 

*~*

 

"Hallo, mein hübscher Prinz. Was führt dich zu mir?", fragt Garcia und schaut ihren Freund mit sanften Blicken fragend an.

 

Sie ahnt, dass etwas geschehen sein muss, sonst würde Morgan niemals so angeschlagen aussehen und sie ahnt, dass es etwas mit Reid zu tun hat.

 

"Komm schon, rede mit mir. Alles was du mir sagst bleibt unter uns, das weißt du.", bittet sie ihren Freund.

 

*-*-*

 

Ziemlich fertig setzte ich mich zu Garcia und erzähle ihr, was geschehen ist. Natürlich nicht so detailliert, aber so, dass sie versteht, worum es mir geht.

 

Ich bin verwirrt, weil ich nicht mehr weiß, was ich fühle oder gar denken soll.

 

Meine Hände reibe ich über mein Gesicht, meine Stirn, verstecke meine Augen. Weinen muss ich zwar nicht, doch geht mir alles ziemlich nahe.

 

Wie konnte ich nur mit Reids Gefühlen so spielen? Was bin ich doch für ein Arschloch! So mies habe ich mich lange nicht gefühlt und dann ist da noch dieses andere Gefühl, der Ungewissheit.

 

Warum habe ich es geschehen lassen?

 

*-*-*

 

In aller Ruhe hört sich Garcia an, was Morgan ihr erzählt und atmet schwer aus.

 

"Was fühlst du denn, für ihn? Ist es nur Freundschaft, oder geht es jetzt darüber hinaus? So wie ich es jetzt verstehe, denke ich, dass du auch auf dem Wege bist... etwas mehr für ihn zu empfinden, als es unter Freunden üblich ist. Nur, du kannst es dir noch nicht so wirklich vorstellen oder es dir noch nicht eingestehen, weil es für dich ungewohnt ist.

 

Ich verstehe dich ja, aber... du hast nicht mit seinen Gefühlen gespielt. Anscheinend wollte er es doch und ist wahrscheinlich irgendwie mittendrin wieder zu Verstand gekommen. Unser Wunderknabe sitzt jetzt wahrscheinlich zuhause und weiß nicht mehr ein, noch aus.

 

Vermutlich wird er sich nun gar nicht mehr raus trauen und mit niemandem mehr reden.", erklärte Garcia ruhig und sachlich.

 

Sie lächelt ihren Freund aber sanft an.

 

"Überlege dir gut, was du willst und höre vor allem auf dein Herz. Sonst tust du dir und ihm weh, okay.", fügt sie liebevoll und mit sanfter Stimme hinzu.

 

*~*

 

Inzwischen kann ich an gar nichts mehr denken. Mein Kopf scheint so leer zu sein, als hätte ich mein Gehirn auf dem Weg hierher verloren.

 

Langsam stehe ich auf, bewege mich wie ein Zombie, noch immer von Tränen begleitet, auf mein Sofa zu, lege mich drauf und rolle mich, unter einer Decke zusammen.

 

Ich will niemanden mehr sehen. Viel zu peinlich ist es mir, dass ich so sehr die Kontrolle verloren habe.

 

Das hätte gerade mir nicht passieren dürfen.

 

*-*-*

 

Ich nicke zustimmend, auf Garcias Worte und kann nur ein einfaches 'Danke' von mir geben, bevor ich noch etwas neben mir stehend, das Hauptquartier wieder verlasse. Die frische Luft tut gut und ich laufe lange umher, bevor ich Zuhause ankomme.

 

Dort angekommen, schlüpfe ich aus meinen Schuhen und gönne mir erst mal eine belebende Dusche. Irgendwie versuche ich meinen Kopf leer zu bekommen, nur will mir das nicht wirklich gelingen. Immer wieder ist da dieser Kuss und Reid vor mir.

 

Wie soll ich denn wissen was ich will?

 

Mit der Dusche fertig, wickle ich mir ein Handtuch um die Hüften und nehme mir ein Wasser aus dem Kühlschrank. Während ich das Wasser die Kehle herunterkippe, schaue ich aus dem Fenster.

 

Die ganze Zeit über muss ich an Reid denken und wie er sich wohl gerade quält. Zwar weiß ich immer noch nicht, was ich wirklich will, aber von dem hier herumstehen wird es auch nicht besser.

Also ziehe ich mich an und verlasse das Haus, mache mich auf dem Weg zu Reid.

 

Damit dieser auch reagiert, klingel ich Sturm bei ihm, wild entschlossen.

 

*-*-*

 

Gerade bin ich einigermaßen zur Ruhe gekommen und am Einschlummern, als es an meiner Tür Sturm klingelt.

 

Natürlich kann ich mir denken wer da vor der Tür steht, aber ich wage es nicht, mich zu erheben und die Tür zu öffnen.

 

Nein, Morgan... ich kann nicht.... ich darf nicht.

 

Mein Kopf fühlt sich so leer an und wieder rinnen die Tränen an meinen Wangen herab.

 

Soll ich ihn wirklich da draußen schmoren lassen?

 

Nein, das geht auch nicht.

 

Langsam erhebe ich mich und gehe ebenso langsam an die Tür und hebe die Hand um diese zu öffnen, während ich versuche meine Tränen zu unterdrücken, aber es geht nicht. Die Tränen rinnen einfach weiter, unkontrolliert aus meinen Augen.

 

Ich öffne die Tür, doch schaue ich Morgan nicht an, kann es nicht. Mein Herz beginnt wieder zu rasen, mein Puls beschleunigt sich und noch immer kann ich die Tränen nicht zurückhalten.

 

Mein Blick ist gesenkt, während ich ihn herein bitte.

 

"Hi Morgan, komm rein.", sage ich, dann entferne ich mich schnell von ihm, habe Angst, wieder die Kontrolle zu verlieren.

 

Ihn anschauen, ihm womöglich in die Augen schauen... für mich im Moment undenkbar.

 

*-*-*

 

Tatsächlich macht Reid mir die Tür auf und lässt mich in seine Wohnung. Kaum dass er mich empfängt, sehe ich wie er leidet. Seine Tränen fressen sich regelrecht in mein Herz und ich kann nicht anders, als meine Arme um ihn zu schlingen.

 

Einfach so nehme ich ihn ganz fest in den Arm, lasse die Tür hinter mir ins Schloss fallen. Ganz fest drücke ich Reid an mich, halte ihn einfach nur und merke, wie auch mir sich eine Träne aus dem Auge stiehlt.

 

Erst jetzt merke ich, wie gut das hier tut, wie sehr ich das hier will. Die Antwort lag die ganze Zeit auf der Hand und ich habe es einfach nicht gesehen. Ich wollte wissen, ob es stimmt, dass Reid sich in mich verliebt hat, weil ich selber so fühle.

 

''Jetzt lass ich dich nie mehr los!'', flüstere ich in Reids Ohr. Dann schließe ich die Augen und genieße einfach nur die Nähe und Wärme, die er ausströmt.

 

*-*-*

 

Ein wenig verwirrt bin ich nun schon, als Morgan so auf mich zukommt und mich in die Arme nimmt.

 

Sollte es wirklich wahr sein?

 

Darf ich glauben, was ich fühle?

 

Es fühlt sich so toll an, dass ich es einfach glauben will und meinen Kopf an seine Brust lehne, meine Hände sich in seine Kleidung krallen.

 

Hach, es tut so gut, seine starken Armen zu spüren, an seinem durchtrainierten Körper zu lehnen und seinen Duft einzuatmen. Es beruhigt mich ein wenig und meine Tränen werden langsam weniger.

 

Dann höre ich was er mir zuflüstert und auch das kann ich nicht glauben.

 

Träume ich etwa? Dann ist es aber ein verdammt realer Traum und der schönste aller Träume. Aber er ist wirklich bei mir und hat das wirklich zu mir gesagt.

 

Genussvoll schließe ich die Augen, bleibe einfach an ihn gelehnt stehen.

 

Er ist bei mir, will mich nicht mehr loslassen.

 

Auch ich will ihn nicht mehr loslassen, schmiege mich richtig an ihn.

 

"Ich... habe mich in dich... verliebt.", höre ich mich ihm zuflüstern, doch schaue ich ihn noch immer nicht an, will ihn einfach nur spüren, hier und jetzt, während mein Herz noch immer rast und ich nicht weiß, ob es ein Traum oder Wirklichkeit ist.

 

*-*-*

 

Diese Worte lassen mein Herz schneller schlagen, als ich höre, was Reid zu mir sagt.

 

''Mir geht es genauso, auch wenn mein Verstand da noch nicht ganz mitkommt'', sage ich offen und ehrlich.

 

Dann will ich es einfach wissen und küsse Reid. Es fühlt sich nicht nur genauso gut an, wie das erste Mal, sondern viel besser. Definitiv fühle ich mehr für Reid, als nur Freundschaft, doch wie sieht es mit dem Sex aus? Kann ich so was überhaupt mit einem Mann?

 

Aber ich bin mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ohne dass ich mich groß von Reid löse, küsse ich ihn einfach ganz intensiv.

 

Seine Lippen sind warm und weich. Außerdem riecht er so gut, dass man ihn am liebsten gleich vernaschen möchte. Er zieht mich einfach magisch an.

 

*-*-*

 

Ich höre Morgans Worte, doch sind sie für mich eher nebensächlich und doch verstehe ich ihn. Er ist bei mir, das allein zählt für mich. Als er mich dann küsst, lässt er meinen Traum tatsächlich zur Wirklichkeit werden, während mein Herz einen Schlag lang aussetzt, um dann umso schneller weiter zu schlagen.

 

Nur allzu gern erwidere ich den Kuss, doch meine Augen bleiben geschlossen, zu schön fühlt es sich an. Seine Lippen so weich... so samtig... lassen mich beinahe wieder meinen Verstand verlieren.

 

Meine Zunge streicht zaghaft-scheu, aber doch etwas frech über seine Lippen, bittet um Einlass. Währenddessen lösen sich meine Hände von seiner Kleidung und beginnen erst seinen Rücken zu streicheln, sacht und sehr behutsam.

 

Langsam wandern meine Hände über seinen Oberkörper... forschend und was sie ertasten, gefällt mir zu gut. Dieser wunderschöne starke Körper strahlt Wärme aus und ist so stark, dass ich mich sofort geborgen fühle... und beschützt.

 

Der Duft, der von ihm ausgeht, so betörend... benebelt beinahe mein letztes bisschen Verstand, das mir noch geblieben ist. Und doch halte ich mich weitgehend unter Kontrolle, auch wenn es mir sehr schwer fällt.

 

Natürlich denke ich jetzt nicht an Sex, denn zum einen hatte ich noch nie etwas mit einem Mann, obgleich ich schon seit meinem fünfzehnten Lebensjahr weiß, dass ich mich zu Männern hingezogen fühle, und zum anderen weiß ich nicht, ob ich schon dafür bereit wäre.

 

Denn ein bisschen Angst hätte ich schon davor.

 

*-*-*

 

Noch etwas scheu, öffne ich meine Lippen, lasse somit Reids Zunge in meinen Mund. Zaghaft stupse ich die seine mit meiner Zunge an, wie ich es schon oft getan habe. Nur dieses mal ist es Reid, den ich küsse – einen Mann.

 

Es fühlt sich gut an, zu gut, um einfach aufzuhören. Doch mein Verstand stellt sich irgendwie noch immer quer. Also löse ich den Kuss nach einer Weile und schaue in Reids Augen. Mir war nie aufgefallen wie schön diese sind.

 

Wie sollte es anders sein, so wird dieser schöne Moment von meinem Handy durchbrochen. Es klingelt und wer soll es anderes sein, als Hotch.

 

Es geht um den Fall und ich kann nur sagen: ''Wir kommen sofort!''

 

Wobei Hotch sicher stutzt und nicht genau weiß, wer wir eigentlich sein soll. Aber darüber denke ich auch erst nach, als ich aufgelegt habe.

 

*-*-*

 

Wie gut es sich anfühlt Morgan zu küssen, zudem er es zulässt und mitmacht.

 

Doch irgendwie merke auch ich, dass er anscheinend noch nicht so wirklich damit klarkommt, denn er lässt von mir ab, schaut mir in die Augen... und ich schaue einfach nur zurück. Wieder füllen sich meine Augen mit Tränen, die ich aber erfolgreich zurückhalten kann.

 

Ich kann ihn gut verstehen, denn Morgan ist nun mal nicht der Typ Mann, der auf Männer abfährt... nein, er ist definitiv für die Frauenwelt bestimmt. Das wird mir in genau diesem Augenblick klar.

 

Es war schön, nur ein wenig von ihm zu kosten und mir damit einen Teil meines Traumes zu erfüllen, aber ich weiß, mehr wird es niemals zwischen uns geben.

 

Ich reiße mich zusammen und lasse mir nichts anmerken.

 

Als dann noch Morgans Handy klingelt und ich genau weiß wer am anderen Ende ist, löse ich mich ganz und gar von ihm.

 

Wir kommen? Sicher nicht...

 

Noch während Morgan mit Hotch telefoniert, entferne ich mich immer weiter von ihm, gehe in meine Bibliothek und setze mich in den Sessel, der am Fenster steht, und schaue nachdenklich hinaus. Nein, ich werde nicht mit ihm gehen.

 

Was würden die anderen denn von ihm denken? Das kann ich ihm nicht antun. Zudem, könnte ich jetzt sowieso nicht mit ihm arbeiten. Es würde mich verwirren, da ich ständig an uns denken müsste.

 

Sicher, weiß ich, dass sie mich brauchen, aber die anderen des Teams sind auch sehr, sehr fähige Leute und sie haben Garcia... da können sie auch ganz getrost auf mich verzichten.

 

Außerdem habe ich eh noch Urlaub und brauche gar nicht mit dabei zu sein.

 

*-*-*

 

Reid ist auf einmal verschwunden, hat sich einfach davongestohlen. Für einen Moment denke ich darüber nach, zu schauen, wo er ist. Aber scheinbar will er jetzt alleine sein, was ich gut verstehen kann.

 

Also gehe ich alleine ins Hauptquartier, total in Gedanken versunken.

 

Dort angekommen ist schon richtig was los und ich gehe meiner Arbeit nach. Wenn auch nur grob und nicht ganz bei der Sache.

 

Liebe ich Reid wirklich? Wenn ja, warum habe ich dann bedenken?

 

Dieses Gefühl scheint mich zu zerfressen und ich weiß nicht mehr was ich denken soll. Wie ich fühlen soll.

 

Vielleicht wäre es besser, wenn Reid und ich uns eine Weile nicht sehen, damit ich mir klar werde. Denn ich will ihm keineswegs weh tun oder gar falsche Hoffnungen machen.

 

Der Kuss und all das hatte sich gut angefühlt, keine Frage. Nur könnte da mehr passieren?

 

Woher weiß man, ob man jemanden wirklich liebt?

 

*-*-*

 

Ich höre, dass Morgan geht und weiß nun, dass mein Traum vorbei ist.

 

Gedanklich nehme ich mir vor, mich versetzen zu lassen, denn ich glaube schon, dass es so das Beste ist. Ich will Morgan nicht im Wege stehen, oder ihm gar schaden.

 

Doch vorerst verkrieche ich mich hier, quäle mich unglaublich... obwohl ich genau weiß, dass es keinen Sinn macht so zu leiden.

 

Tränen rinnen wieder über mein Gesicht, die ich mit einem Taschentuch zu trocknen versuche. Schließlich stehe ich auf, nehme das Telefon in meine Hand und tätige den Anruf, der schon längst überfällig war.

 

Erin Strauss, Hotchners Vorgesetzte, ist am Telefon und ich schildere ihr mein Problem, natürlich nicht das mit Morgan, und bitte sie um meine Versetzung. Ich muss einfach weg von dem Team, das doch so sehr zu meiner Familie geworden ist und es mir unendlich schwer fällt.

 

Sie stimmt zu und verspricht mir, die Unterlagen zuzuschicken. Ich bedanke mich und wir beenden das Gespräch.

 

Nun werde ich mich nicht mehr umstimmen lassen, ich habe es mir gründlich überlegt. Mit der Arbeit aufhören kann und will ich nicht, aber in dem Team kann ich ebenso wenig weiter arbeiten, so bleibt mir nur die Versetzung und der Umzug in eine andere Stadt.

 

Ich setze mich an meinen Schreibtisch, der ebenfalls in der Bibliothek steht und schalte den PC an, um anschließend ins Internet zu schauen. Dort finde ich eine geeignete Wohnung und schreibe auch gleich den Vermieter an.

 

Nein, Morgan will ich mich nicht mehr stellen. Seine Worte waren wohl doch eher ein Traum, den ich nur allzu bereit war zu träumen und ihm zu glauben.

 

Ich weiß es wird mir schrecklich weh tun, doch ich weiß auch, dass die Zeit alle Wunden heilt.

 

*~*

 

Von seiner Vorgesetzten erfährt Hotchner, dass sich Reid versetzen lässt und nicht mehr in das Team zurückkehren wird. Er ist daraufhin ziemlich schlecht drauf, was man ihm nun auch anmerkt.

 

Denn der Fall ist schon so schwierig, dass sie Reids Hilfe nun schon brauchen könnten und nun wird er nicht mehr wieder kommen...

 

Er ist genervt und reagiert gereizt.

 

*-*-*

 

Hotchs Laune bekomme ich direkt am eigenen Leib zu spüren und schaue ihn nur verwundert an. Dann wende ich mich an Garcia.

 

''Man, welche Laus ist dem denn über den Weg gelaufen?'', frage ich. Gut, ich war nicht bei der Sache, aber so schlimm war das doch auch nicht, oder?

 

Irgendwie mache ich mir ein wenig Vorwürfe, so neben mir zu stehen. Hätte ich Reid überreden sollen mitzukommen?

 

Ich setzte mich zu Garcia an den Schreibtisch und stütze meinen Kopf mit dem Arm. Der scheint so schwer zu sein. Viel zu viel geht darin vor sich.

 

*-*-*

 

Garcia schüttelt den Kopf und antwortet:

 

"Nein, es hat nichts mit dir zu tun, mein Hübscher. Reid kommt nicht mehr zurück, er hat sich versetzen lassen. Und nun fehlt er hier. Mach dir mal keine Sorgen, es hat nichts mit dir zu tun.", versucht sie Morgan zu trösten und ihm das schlechte Gewissen zu nehmen.

 

Dann steht sie auf holt Kaffee für sich und Morgan und stellt ihm die Tasse hin.

 

"Hier trink erst mal und mach dir nicht so viele Gedanken. Was ist denn nun jetzt zwischen dir und Reid?"

 

*~*

 

In der Zwischenzeit habe ich eine Mail vom Vermieter bekommen und auch gleich einen Termin, um mir die Wohnung anzuschauen.

 

Ich sage zu, ziehe mich nur kurz um und verlasse dann meine Wohnung, auf dem Weg in die andere Stadt und zu meinem Termin.

 

Nur wenig später habe ich mein Ziel erreicht und treffe mich mit dem Vermieter, der mir die Wohnung zeigt.

 

Ich betrete die Wohnung und sofort bin ich Feuer und Flamme. Sie hat vier Zimmer, eine große Küche, ein wunderschönes Bad und Klimaanlage.

 

Ja, hier möchte ich wohnen.

 

Mit meinem Vermieter werde ich schnell einig und bald schon habe ich meinen neuen Mietvertrag in der Hand.

 

Nun muss ich nur noch meinen Umzug organisieren, was aber kein Problem ist und schon in den nächsten Tage vollzogen sein sollte.

 

So fahre ich wieder in meine alte Wohnung, wo ich sogleich anfange zu packen und auch über Bekannte meinen Umzug organisiere.

 

Ja, jetzt will ich so schnell wie möglich hier weg.

 

*-*-*

 

Wie von Sinnen starre ich Garcia an. Reid hat also tatsächlich gekündigt.

 

Den Kaffee schaue ich perplex an und auf Garcias Frage antworte ich schon gar nicht mehr. Stattdessen ziehe ich mir meine Jacke an und entschuldige mich.

 

Dann bin ich auch schon auf dem Weg, Arbeit hin, Arbeit her. Ist doch klar, wo ich hin will!

 

Mein Gefühlschaos hat sich gelegt. Jetzt habe ich nur noch Angst Reid zu verlieren. Herrje, ich bin doch so dumm.

 

Reids Wohnung erreicht, klingel ich an seiner Tür, während sich über meinem Körper eine Gänsehaut breit macht und ich kaum mehr klar denken kann.

 

*-*-*

 

Gerade bin ich am Packen, als es plötzlich an meiner Tür klingelt. Dass es noch nicht der Umzugswagen sein kann, weiß ich, die kommen ja erst in etwa drei Stunden. Morgan kann es auch nicht sein, der ist ja bei der Arbeit und somit beschäftigt.

 

Aber wer steht dann vor meiner Tür?

 

Mir bleibt nichts anderes übrig, als an die Tür zu gehen und diese zu öffnen.

 

Wie erstarrt stehe ich da und sehe Morgan vor mir stehen.

 

Nein, nicht schon wieder....!

 

"Hallo Morgan.", begrüße ich ihn etwas unterkühlt: "Was willst du? Ich habe keine Zeit, denn ich bin am Packen, da ich in drei Stunden umziehe.", spreche ich mit einer Eisschicht in meiner Stimme weiter.

 

Nein, noch einmal kriegst du mich nicht dazu, dass ich mich wieder quäle und... dir glaube... ich kann nicht mehr.

 

Bitte, hör doch auf mich zu quälen, Morgan. Was habe ich dir denn getan?, denke ich bei mir.

 

*-*-*

 

Wie erstarrt stehe ich vor Reid, als er die Tür öffnet und mir diese kalten Worte ins Gesicht sagt.

 

Traurig senke ich den Blick und ringe mich dann doch durch ihn zu fragen:''Kann ich reinkommen? Können wir reden?''

 

Krampfhaft balle ich meine Hände zu Fäusten und hasse mich selbst für mein Verhalten. Dabei habe ich doch nur die Wahrheit gesagt und wollte ihm nichts vormachen. Aber jetzt tut mir alles so unendlich leid.

 

Ich will Reid nicht verlieren! Bitte... geh nicht fort.

 

*-*-*

 

"Sicher, komm rein.", willige ich ein und schließe hinter ihm die Tür.

 

Natürlich sehe ich auch, dass er traurig zu sein scheint, doch ich will und kann mich nicht länger quälen lassen. Dennoch tut er mir schon ein bisschen leid.

 

"Kaffee?", frage ich ihn, während ich den vorletzten Karton schließe.

 

"Also, was möchtest du mit mir bereden?", fange ich an, doch klingt meine Stimme nicht mehr ganz so kalt, denn traurig will ich Morgan auch nicht sehen.

 

Mit nun sanften Blicken, schaue ich ihn an, stehe vor ihm, doch rege ich mich nicht... habe einfach Angst wieder verletzt zu werden.

 

*-*-*

 

''Nein, lass mal mit dem Kaffee. Ich... also... Willst du wirklich fort?'', frage ich als erstes.

 

Wieso macht Reid so was? Wie kann er mir das antun? Warum?

 

''Ich war doch ehrlich zu dir! Zählt das nicht? Denkst du, dass ich mir das aus den Fingern sauge, nur damit du bei uns bleibst? Brauchst du noch mehr Beweise, als einen Kuss?'', bombardiere ich Reid regelrecht und rede mich sogar ein bisschen in Rage.

 

Dann sehe ich kaum einen Ausweg und falle vor ihm auf die Knie, nehme seine Hand.

 

''Geh nicht, bitte! Versprechen kann ich nichts, aber lass es mich versuchen ein guter Partner zu sein. Bisher habe ich keine Erfahrungen mit Männern, aber wenn Gefühle da sind, wird das doch nicht so schwer sein. Gib mir eine Chance, Reid...'', flehe ich ihn an.

 

Anschließend rutsche ich auf Knien zu Reid ran und umarme seine Taille, halte ihn einfach fest. So kann er mir wenigstens nicht abhauen.

 

*-*-*

 

Ruhig höre ich zu, nehme in mich auf, was er sagt. Ich will ihm ja glauben, aber meine Angst verletzt zu werden ist beinahe übermächtig.

 

"Bitte, steh auf, das... ich mag es nicht, wenn du vor mir auf den Knien rutschst. Außerdem bist du nicht der Typ dafür. Hör auf damit.... bitte...", bitte ich Morgan, denn mir ist es wirklich unangenehm, dass er so vor mir kniet.

 

Ich lasse mir seine Worte durch den Kopf gehen, schaue ihn dabei an.

 

"Okay, okay... du hast so halbwegs gewonnen. Ich werde zwar umziehen, da ich das sowieso vorhatte, aber ich werde mir die Versetzung noch einmal durch den Kopf gehen lassen, einverstanden.

 

Weißt du, ich will dir ja eine Chance geben, nichts würde mich glücklicher machen, aber ich habe wirklich Angst... Angst verletzt zu werden. Und diese Angst ist beinahe... übermächtig. Wie gern möchte ich dir glauben, aber ich habe einfach Angst.", sage ich ruhig zu ihm, während sich mir schon wieder Tränen aus den Augen stehlen und über meine Wangen rinnen.

 

*-*-*

 

Ich stehe langsam wieder auf, nicht direkt, aber dann schon und nehme Reid fest in den Arm.

 

''Okay, wenn du umziehen willst. Auch wenn du unbedingt dich versetzten lassen willst. Aber wenn du mir keine Chance gibst, sei dir sicher, dass du mich nicht mehr los wirst. Ich finde dich überall und gehe dir solange auf den Keks, bis du mir eine Chance gibst'', wettere ich weiter.

 

Denn auch ich habe Angst, sogar sehr große! Angst, Reid zu verlieren. Das ist mir jetzt klar und ich will nichts weiter als mit ihm zusammen zu sein.

 

Sanft, wenn auch kurz, küsse ich Reid und lächle ihn an.

 

Herrje, davon bekommt man weiche Knie.

 

Liebevoll streichle ich über Reids Wange und schaue ihm tief in die Augen. Von mir aus, kann die Zeit jetzt still stehen.

 

*-*-*

 

Nachdem Morgan endlich aufgestanden ist, höre ich seine Worte und diese glaube ich ihm. Ja, er würde mich so lange nerven, bis ich endlich nachgeben würde... das glaube ich ihm wirklich aufs Wort.

 

Ich muss bei diesem Gedanken schmunzeln und doch ist es zu schön, um wahr zu sein.

 

Genießend schließe ich meine Augen, als er mich so lieb in die Arme nimmt und mich nun wieder alle Gefühle überfallen, derer ich fähig bin.

 

Seinen sanften Kuss kann ich nur erwidern... ja, es ist, als könnte ich gar nicht anders... zu verführerisch sind diese Lippen und dieser Mann. Mein Herz rast schon wieder, mein Puls schnellt in die Höhe, so dass mir schon ganz schwindelig ist, vor Glück und meine Beine nachzugeben drohen.

 

Mein Verstand ist schon wieder dabei auszusetzen und dem Wahnsinn Platz zu machen.

 

Nachdem er den Kuss wieder gelöst hat, nicke ich ihm mit sanften Blicken zu, genieße seine Streicheleinheiten, von denen ich kaum genug bekomme.

 

"Gut, dann... lass es uns versuchen. Ich gebe dir die Chance.", willige ich ein, denn etwas anderes geht gar nicht... wäre für mich unvorstellbar.

 

Wie lange habe ich darauf gewartet, wie sehr habe ich mich nach ihm gesehnt.... und nun soll es wahr werden. Irgendwie kann ich es noch immer kaum glauben, aber mein Herz freut sich und will Morgan gar nicht mehr loslassen.

 

Mit leicht geröteten Wangen erwidere ich freudig lächelnd seinen Blick.

 

"Ich werde mich dennoch versetzen lassen und umziehen wollte ich sowieso. Aber ich bin nicht allzu weit weg... nur eine Stunde von hier.", beginne ich ihm zuzuflüstern: "Und wenn das Team mich mal braucht, kann ich euch jederzeit helfen. Nur wenn wir beide zusammenarbeiten... ich weiß nicht, ob das so... gut geht.", kann ich mir nicht verkneifen hinzuzufügen.

 

"Ich... liebe dich so sehr.", höre ich mich noch sagen, bevor ich meine Lippen sanft und sehr zärtlich auf die seinen lege und ihm einen langen Kuss, auf die so weichen Lippen, gebe.

 

*-*-*

 

Verständnisvoll nicke ich, bevor ich den innigen Kuss erwidere. Erst als Reid diesen wieder nach einer Weile löst, kann ich Antworten.

 

''Ich liebe dich auch! Du hast mit allem Recht und so ist es bestimmt am Besten.''

 

Liebevoll schmiege ich mich an Reid, will ihn gar nicht mehr hergeben. Nur sollten wir wohl noch etwas packen, bevor es hier rund geht.

 

''Dann will ich dir mal zur Hand gehen'', biete ich mich als Helfer an, was sich irgendwie zweideutig anhört oder sehe nur ich das so?

 

Oh man, wie soll man Reid eigentlich widerstehen? Aber ich will nichts überstürzen, zumal es hier auch nicht mehr gemütlich ist. Das muss jetzt wohl oder übel warten und ich versuche die Lust in mir auszublenden.

 

*-*-*

 

So wie sich Morgan gerade an mich schmiegt ist mein Herz nur allzu bereit ihm zu glauben, sanft berühre ich seinen Rücken, nachdem ich meine Arme um ihn gelegt habe.

 

Dann nicke ich ihm dankbar zu, als wir uns voneinander lösen.

 

"Gut, dann mal los.", erwidere ich, auf sein Angebot der Hilfe, das für mich gar nicht zweideutig rüber kommt.

 

Da ich meine Bücher bereits eingepackt habe, für die ich jede Menge Kisten brauchte, packe ich nun auch noch meinen PC ein und bin endlich fertig mit packen.

 

Da klingelt es auch schon und meine Helfer stehen vor der Tür.

 

Ich begrüße sie und stelle ihnen auch Morgan vor, allerdings nur als meinen Freund, will ihn nicht in Verlegenheit bringen. Immerhin weiß ich nicht inwieweit er damit schon klarkommt.

 

Da die andere Wohnung vollständig möbliert ist, brauche ich nichts weiter mitzunehmen, als meine Kartons, in denen meine Bücher und meine persönlichen Sachen sind.

 

In binnen kürzester Zeit ist alles in einem kleinen Transporter verladen. Meinen Freunden gebe ich noch die neue Adresse, dann fahren sie los und ich verlasse mit Morgan meine alte Wohnung.

 

Meinen alten Mietvertrag habe ich bereits gekündigt und bin nun bereit mein neues Leben, in meiner neuen Wohnung zu beginnen...

 

*~*

 

Die Zeit verging sehr schnell und schneller als ich vielleicht denken konnte, war eine Woche um und ich hatte mich gut in meiner neuen Wohnung eingelebt. Auch die neue Arbeitsstelle war ganz okay, zumindest kam ich mit meinen neuen Arbeitskollegen gut aus.

 

Meinem alten Team half ich natürlich, wenn sie mich brauchten, jedoch schwieg ich, was die Beziehung zwischen mir und Morgan anging. Ich wusste doch nicht, ob er unsere Beziehung öffentlich machen und zu mir stehen würde.

 

So hielt ich mich zurück, konzentrierte mich nur auf meine Arbeit.

 

Wir sahen uns sehr regelmäßig, eigentlich jeden Tag und so langsam wurde mir bewusst, dass ich doch einen guten Partner in ihm gefunden hatte.

 

Wenn wir allein waren zeigte er Seiten an sich, die er sonst niemals wirklich zeigte. Er konnte wirklich sehr verständnisvoll und liebevoll sein und dafür liebte ich ihn.

 

*-*-*

 

Eine Woche war vergangen und ich hatte bisher nur Garcia von der Beziehung mit Reid erzählt. Eigentlich wollte ich kein Geheimnis daraus machen, aber es hatte sich bisher nie ergeben, dass ich es jemanden erzählt hätte.

 

Die Beziehung zu Reid hatte sich gefestigt und ich war mir sicherer denn je. Ich liebte Reid und er mich. Auch mochte ich es ihn zu küssen und zu streicheln, doch mehr war bisher noch nicht passiert.

 

Es war nicht so, dass ich keinen Druck hätte, nur ahnte ich irgendwie, dass Reid seine Zeit brauchte. Sicher wusste ich, wie Männer es miteinander taten. Jedoch wer würde welchen Part einnehmen?

 

Die letzten Tage hatte ich viel darüber gelesen und auch wenn ich schon mit Frauen Analverkehr hatte, schien mir es diesmal sehr wichtig zu sein. Vorbereitet war ich definitiv dafür, nicht nur vom Kopf her, sondern hatte ich mich auch eingedeckt mit Gleitgel.

 

Denn eigentlich war ich jemand, der gerne und oft Sex hatte. Das fehlte mir mittlerweile und mein Körper machte sich immer öfter bemerkbar. Da half es schon nicht mehr, selbst Hand anzulegen.

 

*~*

 

Ein Tag wie viele ging langsam zuende. Der neue Fall, den wir jetzt bearbeiteten, hatte viele Überstunden mit sich gebracht. Heute wollte ich pünktlich Feierabend machen und gab neue Unterlagen bei Hotch ab.

 

''Ich bin dann mal weg!'', verabschiedete ich mich.

 

''Schönen Feierabend, mein Mädchen'', sagte ich zu Garcia, während ich ihr auf die Wange einen Kuss drückte. Schon zog ich meine Jacke an und ging nach draußen.

 

Dort stieg ich in meinen Wagen und fuhr auf direktem Wege zu Reid.

 

Der war allerdings noch nicht zu Hause, als ich dort ankam. Arbeitete wohl noch. Also ging ich mit meinem Schlüssel, den er mir gegeben hatte, hinein. Eine heiße Dusche würde jetzt gut tun. Da ich sowieso meine halbe Einrichtung schon hier hatte, ging ich erst mal duschen.

 

Als ich fertig war, begab ich mich, nur mit einem Handtuch um den Hüften, in die Küche, wo ich erst mal etwas trank. Ich fühlte mich eben wie Zuhause.

 

*-*-*

 

In meiner neuen Arbeit hatte ich eine Menge zu tun und sie forderten mich sehr, aber ich fühlte mich deswegen nicht überfordert, es war eben genau richtig für mich.

 

Endlich konnte ich mal zeigen was ich konnte und wirklich drauf hatte.

 

Nach ungefähr zwölf Stunden Arbeit hatte ich endlich Feierabend und freute mich jetzt nur noch auf zuhause und auf Morgan.

 

Ich liebte ihn mehr denn je und wusste auch, dass er es Garcia gesagt hatte, dass wir zusammen waren. Sie hatte echt toll reagiert und sich für uns gefreut.

 

Sex hatten wir noch keinen und es war auch gut so, denn ein bisschen mulmig war mir bei dem Gedanken schon. Dennoch wusste ich, dass es irgendwann unvermeidlich wäre, da es eben zu einer Beziehung dazu gehörte.

 

So verließ ich das Gebäude und ging auf direktem Wege nach Hause.

 

Dort angekommen, stellte ich fest, dass die Tür nicht abgeschlossen war, also war Morgan schon hier. Ich grinste und hatte wohl schon wieder Herzchen auf den Augen.

 

Zunächst legte ich meine Schlüssel ordentlich auf die Ablage im Flur und hänge mein Jackett auf. Dann lockerte ich meine Krawatte und ging in die Küche. Jedoch sagte ich erst mal nichts, als ich Morgan so halbnackt und nur mit einem Handtuch bekleidet in der Küche stehen sah.

 

Ich räusperte mich und schaute ihn grinsend an.

 

"So halbnackt hier herum zu laufen ist aber nicht gestattet.", neckte ich Morgan zur Begrüßung, während ich mich mit verschränkten Armen an den Türrahmen lehnte.

 

Wobei ich bei seinem Anblick beinahe zu sabbern begann...

 

*-*-*

 

Noch einen Schluck nahm ich von meinem Trinken, als ich Reids Worte vernahm. Natürlich hatte ich schon die Tür gehört und erschrak mich deshalb nicht. Über seinen frechen Kommentar musste ich grinsen und ging auf ihn zu.

 

Mein Trinken stellte ich vorher ab, dann begrüßte ich ihn mit einem leidenschaftlichen Kuss.

 

''Im Anzug hier herumzulaufen aber auch nicht!'', neckte ich ihn zurück, wobei ich sanft in sein Ohr hinein flüsterte. Dabei berührten meine Lippen ganz aus Versehen seine Ohrmuschel.

 

Außerdem legte ich eine Hand an seine Knopfleiste und knöpfte noch frecher zwei Knöpfe auf.

 

Ein Grinsen konnte ich mir dabei nicht verkneifen.

 

*-*-*

 

Au man, dieser Kerl machte mich verrückt... wahnsinnig, mit dem was er tat.

 

Natürlich erwiderte ich seinen leidenschaftlichen Kuss, mit eben der gleichen Leidenschaft. Ihm zu widerstehen war für mich beinahe unmöglich.

 

Seinen frechen Kommentar hörte ich und musste breit grinsen. Dann jedoch spürte ich seine Lippen... diese unvergleichlichen Lippen... so warm und weich. Wie er mich küsste, mein Ohr mit ihnen berührte, was mich die Augen schließen ließ.

 

Hart musste ich aber schlucken, als er die Knöpfe meines Hemdes aufzuknöpfen begann und sich mein Gesicht in ein leichtes Rot tauchte.

 

Verdammt, warum musste dieser Kerl so sexy sein?

 

Aber so leicht wollte ich es ihm und mir nun auch nicht machen. So zierte ich mich gespielt, wollte "erobert" werden... davon abgesehen, dass auch ich Durst hatte und sich in meinem Mund gerade eine Wüste ausbreitete.

 

So drängte ich mich provokatorisch an ihm vorbei, berührte dabei mit meinem Unterleib den seinen.... und grinste ihn dabei frech an....

 

*-*-*

 

Nie hätte ich einmal gedacht, dass ein anderer Mann mich so geil machen würde. Aber Reid tat es und gerade jetzt, wo ich nur ein Handtuch um hatte, war es mehr als eindeutig, wie erregt ich war.

 

Doch störte es mich nicht und so grinste ich Reid zurück an.

 

Gespielt biss ich auf meine Unterlippe und zog die Augenbrauen hoch. Während Reid sich dann etwas zu trinken nahm, umarmte ich ihn von hinten und drängte meinen Schoß gegen seinen Hintern.

 

Er sollte durchaus merken, welche Auswirkungen er auf mich hatte. Sicher gönnte ich ihm das Trinken, aber fand ich seinen Nacken auch nicht schlecht. Den küsste ich nämlich zärtlich, während meine Hände weiter sein Hemd aufknöpften, um anschließend hineinzufahren.

 

Seine Brust streichelte ich ganz langsam und provokativ.

 

*-*-*

 

Wie von mir erwartet hatte meine kleine Provokation funktioniert.

 

Tatsächlich kam er mir nach und reizte mich weiter, doch gönnte er mir noch etwas zu trinken... wie gnädig. Ich musste grinsen, denn ich spürte wie heiß er bereits war, auch mich machte es an, auch wenn ich dabei noch immer ein mulmiges Gefühl hatte.

 

Allerdings zeigte ich Morgan nicht was in mir vorging, spielte mein Spiel weiter und streckte ihm meinen Hintern direkt auch noch entgegen. Was sich dann auch in meiner Hose stark bemerkbar machte und diese mir schon etwas zu eng wurde.

 

Seine Hände an meiner Brust verfehlten ihre Wirkung nicht, denn meine Brustwarzen wurden ziemlich hart und ich musste mir schon ein leises Stöhnen verkneifen.

 

Herrje, er machte mich aber auch heiß und sah dazu auch noch so verteufelt gut aus... das musste doch verboten werden...

 

*-*-*

 

Reid schien die Sache hier richtig zu gefallen. Sein Hintern, der sich mir entgegenstreckte machte mich einfach nur noch geiler. Außerdem wurden Reids Brustwarzen hart, was mich erneut Grinsen ließ.

 

Mir war so unglaublich heiß, obwohl ich doch ein Hauch von Nichts trug. Es schien, als Stünde mein Körper in Flammen.

 

Sanft befreite ich Reid von seiner Krawatte und knöpfte die letzten Knöpfe des Hemdes auf. Das zog ich dann nach unten weg, so dass auch sein Oberkörper nackt war. So Haut an Haut fühlte es sich noch geiler an.

 

Ich war wie in Ekstase und konnte mich nur schwer bremsen. Wir mussten ja nicht direkt aufs ganze gehen, aber irgendwie kommen wollte ich mit Reid. Denn auch wenn ich so ran ging, war ich doch sehr nervös. Ahnte ich ja nicht, dass es Reid ebenso ging.

 

*-*-*

 

Wiederum musste ich hart schlucken, als er mich nun auch noch von meinem Hemd und meiner Krawatte befreite.

 

Ich drehte mich um, blickte ihm in die Augen... verlegen lächelte ich ihn zudem an und spürte wie meine Wangen zu glühen begannen und mein Puls hoch schnellte.

 

Sacht begannen meine Hände seinen Oberkörper zu streicheln, legte meine Hand auf den Bund des Handtuchs ab, das er noch immer trug, und ließ sie dort liegen.

 

Dann küsste ich ihn leidenschaftlich, küsste mich an seinem Hals hinab, weiter zu seiner Brust, neckte seine Brustwarzen, genussvoll und mit geschlossen Augen.

 

Dass er genauso nervös war, wie ich, wusste ich nicht, denn er vermochte es genauso gut wie ich, das zu verbergen.

 

Und ich war schon sehr nervös, doch ich ging weiter, ließ mich von meiner Unsicherheit nicht beherrschen. So küsste ich mich weiter an seinem Oberkörper entlang, leckte auch an ihm. Er schmeckte so gut, dass ich mir direkt genussvoll über die Lippen lecken musste.

 

*-*-*

 

Als Reid langsam nach unten wanderte, merkte ich zum ersten Mal, wie meine Knie weich wurden. So was hatte ich bei einer Frau nie gehabt. Aber Reid vermochte das zu schaffen.

 

Stumm genießend, schloss ich meine Augen und leckte mir über die Lippen. Erst als er sein Spiel kurz unterbrach, schaute ich hinab und sah, wie genussvoll er sich über die Lippen leckte. Meine Männlichkeit stand unterdessen wie eine Eins und das Blut in ihr pochte wild.

 

Was mein Freund hier mit mir tat, gefiel mir sehr und so lächelte ich ihn an. Ein nettes Spiel spielten wir hier und ich ahnte, dass ich das nicht lange durchhalten würde. Viel zu viel hatte sich aufgestaut und viel zu erregt war ich.

 

Liebevoll strich ich mit dem Daumen über Reids Lippen und legte meine Hand dabei an seine Wange. Ahnte er eigentlich wie gut er hier seine Sache machte?

 

*-*-*

 

Anscheinend gefiel Morgan mein kleines Spiel und ließ so meine letzten Zweifel und Unsicherheiten verfliegen. Endlich würde mein Traum wahr werden... zu sehr hatte ich mich schon nach Morgan verzehrt.

 

Sein Lächeln, sein Streicheln... dieses liebevolle Streicheln, machte mich sicherer, so dass ich getrost weiter machen konnte.

 

Langsam ging ich vor ihm in die Hocke, küsste seinen Bauch, leckte seinen Bauchnabel, ließ dabei ganz langsam das Handtuch von seiner Hüfte verschwinden, das dann leise zu Boden fiel.

 

Sogleich sprang mir seine Männlichkeit förmlich entgegen.

 

Wow..., dachte ich entzückt und bewundernd zugleich.

 

Feine hauchzarte Küsse verteilte ich auf seinem Unterbauch, bevor ich mich langsam seiner Männlichkeit näherte und diese der Länge nach ableckte und küsste.

 

Mit meiner Zunge begann ich seine Spitze zu kitzeln, vollführte beinahe einen regelrechten Tanz auf ihr, bevor ich seine Männlichkeit in den Mund nahm und leicht-vorsichtig zu saugen begann.

 

Währenddessen streichelte ich seinen Bauch, ließ meine Hände weiter herab wandern, streichelte so auch seinen Hintern, arbeitete mich nach vorn und erreichte seine Hoden. Diese massiere ich zärtlich-sanft... und spürte so auch, dass Morgan nicht allzu lang durchhalten würde.

 

Meine eigene schon sehr erregte Männlichkeit ignorierte ich gekonnt, denn so viel Kontrolle war mir durchaus geblieben.

 

*-*-*

 

Als Reid meine Männlichkeit bearbeitete, konnte ich ein Seufzen nicht unterdrücken. Viel zu schön fühlte es sich an und er war so zärtlich.

 

Genießend schloss ich wieder die Augen und ließ meinen Kopf in den Nacken fallen. Eine Weile genoss ich sein Spiel. Doch wollte ich noch nicht kommen, dann wäre es zu schnell vorbei gewesen.

 

Liebevoll schob ich meine Hand unter Reids Kinn und schaute ihn an. Anschließend zog ich ihn zu mir hoch, zu einem heißen Kuss. Dabei rieb ich mich an ihm und meine Hand streichelte über seinen Rücken, hinunter zu seinem Po, den ich ein wenig massierte.

 

Langsam fiel auch meine Unsicherheit und ich machte mich unter küssen, an Reids Hose zu schaffen. Noch etwas holprig fuhr ich mit der Hand hinein und streichelte sanft über seine Männlichkeit, die ich auch bald aus der Unterhose befreite.

 

Im ersten Moment war es ein merkwürdiges Gefühl, das sich dann aber in Lust umwandelte. Immerhin war es Reid, den ich hier verwöhnte.

 

*-*-*

 

Morgans heißen Kuss erwidernd, konnte ich nur noch ein leises Seufzen von mir geben, so wie er mich gerade streichelte, sich an mir rieb und meinen Po massierte, das mir nun wieder ein leicht mulmiges Gefühl bescherte.

 

Jedoch zeigte ich Morgen meine Unsicherheit nicht, die sich wieder in mir ausbreitete, obgleich es so wunderschön war, was er mit mir tat. So liebevoll und zärtlich... so unvergleichlich schön.

 

Ich wusste natürlich, dass diese Unsicherheit und die Aufregung vollkommen normal waren, immerhin war es mein erstes Mal. Zudem wollte ich mich vor Morgan ja nicht blamieren. Dies führte jedoch zu einer weiteren Unsicherheit.

 

Als er jedoch meine Hose öffnete und ich seine Hand an meiner Männlichkeit zu spüren begann, stöhnte ich leise, erregt auf, schob mich ein wenig der Hand entgegen. Nachdem er meine Männlichkeit nun auch von dem Slip befreit hatte, lief mein Kopf puterrot an, jedoch stand mein Glied wie eine Eins, war hart und heiß und pochte im Takt meines Herzschlages.

 

Mein Herz pochte so schnell, dass ich beinahe das Blut in meinen Ohren rauschen hören konnte, während sich meine Hände hilfesuchend an dem Tisch hinter mir festkrallten.

 

*-*-*

 

Ich streichelte Reid einfach so, wie ich es bei mir gerne hatte und fing an seine Männlichkeit zu bearbeiten. Zu Anfang wusste ich nicht recht, wie ich ihn halten sollte, da es ja quasi Spiegelverkehrt war, doch dann wurde ich immer sicherer.

 

Als Reid sich so an der Tischkante festhielt, konnte ich nicht anders und ging auf die Knie. Viel zu geil war ich und es war jetzt fast alles möglich.

 

Zaghaft nahm ich die Eichel in den Mund und leckte scheu darüber. Dann traute ich mich und nahm seine Männlichkeit ganz in den Mund. Dabei hielt ich sie am Schaft fest und lutschte der Länge nach dran herum.

 

Erst glitt sie mir immer wieder heraus, aber um so öfter ich es versuchte, um so besser gelang es mir einen Takt zu finden.

 

Das ganze machte mich wahnsinnig geil und meine eigene Männlichkeit wippte zwischen meinen Beinen auf und ab.

 

*-*-*

 

Als ob es für mich nicht schon "peinlich" genug wäre und mein Gesicht nicht schon rot genug war, wurde Derek nun sehr ungezogen... au man...

 

Er schien sich bei mir revanchieren zu wollen und ging nun ebenfalls in die Hocke, um mich dann ebenfalls oral zu befriedigen.

 

Meine Wangen taten nichts anderes mehr als rot zu werden und zu glühen, die Knöchel meiner Finger traten schon weiß hervor, so sehr krallte ich mich an dem Tisch fest, und mein Herz würde wohl gleich heraus hüpfen... du meine Güte, was tat er da mit mir?

 

Das alles, was Derek tat, fühlte sich so geil an und ich war so heiß, dass ich es wahrscheinlich nicht lang durchhalten würde.

 

Die Augen genießend schließend, stöhnte ich lustvoll auf... wollte nicht so schnell kommen, aber ich merkte recht schnell, dass ich das nicht würde hinauszögern können, dazu hatte ich einfach noch zu wenig Erfahrung in dieser Sache...

 

Das Blut rauschte durch meine Adern und ich fühlte mich wie ein Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch stand.

 

*-*-*

 

Noch einmal leckte ich genussvoll über die ganze Länge von Reids Männlichkeit. Dann küsste ich mich zu seinen Lippen nach oben, wobei ich seine Brustwarzen neckte. Als ich Reids Lippen mit den meinen berührte, spürte ich seine Männlichkeit an der Meinen.

 

Das entlockte mir ein wohliges Seufzen.

 

So hob ich meinen Freund auf den Tisch und schlang die Arme um ihn, wobei ich ihn leidenschaftlich küsste.

 

Meine Hand wanderte hinunter zwischen unsere Körper. Unsere beiden harten und heißen Männlichkeiten nahm ich zusammen in die Hand und rieb sie aneinander, während ich Reid weiter küsste.

 

Zu Anfang bekam ich keinen gleichmäßigen Rhythmus hin und musste immer mal wieder neu anfassen, aber nach einer Weile ging es ganz gut. Jetzt war ich mehr als heiß und lange konnte ich es nicht mehr zurückhalten.

 

Dabei glühten auch meine Wangen regelrecht und ich schwitzte sogar ein wenig.

 

*-*-*

 

Herrje, was ging denn hier ab?

 

Alles war so schnell gegangen, dass ich mich gar nicht so schnell umstellen konnte... und mein Denken, war eh schon im Eimer, das konnte ich ganz getrost vergessen.

 

Denn dann was Derek gerade mit mir tat, war einfach nur total geil. Ich ließ mich total gehen, streichelte zärtlich über seine Haare, kam aus dem Stöhnen nicht mehr heraus, während ich seine heißen, leidenschaftlichen Küsse, auf eben die gleiche Weise, erwiderte.

 

Leider dauerte der ganze Spaß nicht so lange, wie ich es gern gewollt hätte, denn schon nach kurzer Zeit ergoss ich mich mit einem lauten, sehr erregtem Stöhnen, das von einem leichten Zittern meines Körpers begleitet wurde.

 

Nur noch ein wenig ließ ich meine Augen geschlossen, erst nach einer kleinen Weile öffnete ich sie wieder und schaute Derek liebevoll an, währenddessen sich mein Atem langsam wieder normalisierte.

 

Ich liebte Derek einfach nur und ich war froh ihm eine Chance gegeben zu haben.

 

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Reids ganzer Körper schien diesen Orgasmus zu genießen und auch mir kam es kurze Zeit später. Das hatte ich mehr als gebraucht und jetzt konnte ich mir noch mehr Intimität zwischen uns sehr gut vorstellen.

 

Alles ging so leicht, wenn man erst mal dabei war. Der Kopf schaltete dann total ab und es ging nur noch um die Körper, die sich aneinander rieben.

 

Noch ein inniger Kuss folgte und ich wollte mich gar nicht mehr von Reid lösen. Ein Lächeln lag auf meinen Lippen, denn spätestens jetzt spürte ich wie intensiv es eigentlich zwischen uns lief.

 

''Ich liebe dich!'', sagte ich leise aber bedacht zu Reid.

 

Jetzt sollten es auch alle Anderen wissen. Ich wollte es in die Welt hinausschreien und es allen sagen. Derek Morgan und Spencer Reid waren ein Paar!

 

*-*-*

 

Nachwort

 

 

Endlich konnten Spencer und Derek ihre Liebe leben, nachdem sie auch dem Team so nach und nach gesagt hatten, dass sie nun ein Paar waren.

 

Einigen des Teams entlockte es ein freches Grinsen, als sie von der Neuigkeit erfuhren.

 

Hotch nickte nur und kümmerte sich nicht weiter drum, dachte sich seinen Teil.

 

Rossi konnte auch nur grinsen, war aber sehr verständnisvoll.

 

Garcia hatte es eh schon gewusst und wünschte beiden alles Gute.

 

Prentiss und JJ wussten es auch schon, denn sie hatten die Beiden immer wieder beobachtet und meinten nur ganz trocken:

 

"Na endlich, das wurde ja auch Zeit.", mussten aber direkt lächeln.

 

Derek und Spencer blieben und zogen auch irgendwann zusammen. Sie wurden sehr glücklich, auch wenn sie meist nicht allzu viel Zeit füreinander hatten, da dies ihre Arbeit gar nicht zuließ.

 

Nach langem Hin und Her beschloss Spencer dann doch wieder ins Team zurückzukehren und konnte, trotz seiner Liebe zu Derek, mit ihm zusammen arbeiten so sahen sie sich wenigstens, auch wenn sie sich immer sehr viele Sorgen um den jeweils anderen machten.

 

Denn viele der Fälle waren sehr gefährlich und sehr oft geriet einer von ihnen in Lebensgefahr.

 

Spencer war bei einem der Fälle von einem psychopathischen Serienmörder entführt, misshandelt und unter Drogen gesetzt worden, was diesen dann schwer zusetzte und er eine ganze Weile ausfiel. Auch Derek kam eine Zeitlang nicht an ihn heran. Aber mit viel Geduld und Liebe seitens Derek, bekamen die Beiden auch diese Krise in den Griff.

 

*-*-*

 

 

~ ENDE ~