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Faust der Liebe 1

Faust der Liebe

 

written by Dark Sephiroth & Detail

 

 

Schmerzhafte Schreie hallten durch die große Halle und ließen meine Ohren klingeln.

Einen letzten Tritt verpasste ich diesem Schwein in die Magengegend, bevor ich mich verkehrt herum auf einen Stuhl setzte.

 

Der Typ lag wimmernd am Boden und ich steckte mir erst mal eine Zigarette an.

 

''Setzt dich!'', befahl ich seinem Neffen, der wie angewurzelt da stand und alles mit angesehen hatte.

 

Er gehorchte mir völlig verängstigt und wagte es nicht mal einen Versuch zur Flucht zu unternehmen. Aber er hatte nichts zu befürchten, einzig und allein sein Onkel hatte mein volles Interesse.

 

''Jonny... Bitte...'', stöhnte der Mann am Boden.

 

Dabei sollte er wissen, dass ich das Wort mit B absolut nicht mochte und es mich noch wütender machte.

 

''Du hättest Shadow nicht über den Tisch ziehen sollen. Dann wäre ich jetzt nicht hier! Ich gebe dir noch zwei Minuten um auszupacken, wo das Geld geblieben ist'', kam es eiskalt von mir.

 

''Ich habe das Geld nicht'', hustete der Kerl.

 

''Lass Fridolin wenigstens gehen...'', keuchte er.

 

Fridolin hieß er also, der süße Junge.

 

''Wie alt bist du Fridolin?'', fragte ich den verängstigten Jungen, der auf dem Stuhl kauerte.

 

''Ich werde bald achtzehn'', antwortete er kleinlaut.

 

''Gehst du noch zur Schule?'', fragte ich.

 

Er nickte nur.

 

''Fein, dann bist du schlau genug und weißt auch, was du gleich erzählen wirst, wenn du den Notarzt anrufst?'', hakte ich nach.

 

''Dass ich ihn so gefunden habe?'', wollte Fridolin wissen.

 

''Braver Junge'', grinste ich, bevor ich aufstand.

 

''So, Georg! Deine Zeit ist um!'', sagte ich nun wieder zu dem Mann am Boden, der auch gleich anfing zu heulen.

 

''Ich habe das Geld nicht!'', schluchzte er.

 

Meine Geduld war am Ende und ich zog Georg am Kragen hoch, bevor ich ihm noch ein paar verpasste. Als er dann am Boden lag, folgten noch ein paar Tritte, bis er keine Regung mehr von sich gab.

 

Fridolin hatte sein Gesicht abgewandt und zitterte leicht.

 

Meine Hände klopfte ich ab und ging langsam an den Jungen vorbei. Dabei legte ich kurz meine Hand auf seiner Schulter ab.

 

''Mach was aus deinem Leben!'', riet ich ihm, bevor ich Richtung Hallentür ging. Noch einmal schaute ich mich nach ihm um, bevor ich hinaus trat.

 

Er hatte das Handy schon in der Hand und würde das tun, was ich von ihm verlangt hatte. Da war ich mir sicher.

 

Meine kleine Wohnung in den Blocks hatte ich bald erreicht. Die Sonne war schon aufgegangen, als ich leise die Tür aufschloss.

 

Die Schuhe und Jacke zog ich im kleinen Flur aus, bevor ich ins winzige Bad ging, um mich ein wenig frisch zu machen. Vor allem die Blutspritzer entfernte ich gründlich.

 

Als ich dann in das einzige Zimmer der Wohnung ging, die auch eine Kochnische enthielt, sah ich auf der großen Schlafcouch meinen Bruder liegen.

 

Nackt wie Gott ihn schuf lag er da und hatte mal wieder die Decke weg gestrampelt.

 

Meine Eltern hassten es, dass er seit etwa einem halben Jahr so viel bei mir war. Aber sie machten ihm einfach viel zu viele Vorschriften

 

Da war es kein Wunder, dass er lieber bei dem Rebellen von Bruder schlief und ab und an sogar die Schule schwänzte. Doch gab ich darauf acht, dass er nicht ganz in die Szene abrutschte, so wie ich.

 

Ein Blick in den Kühlschrank verriet mir, dass ich einkaufen musste. Noch nicht mal Kaffee war mehr da. Nur musste ich zuerst nach Shadow, mir mein Geld abholen.

 

Langsam ging ich zum Bett rüber und setzte mich zu meinen Bruder. Dass er auch so gerne Nackt schlief. Da musste ich ihn einfach ärgern.

 

Erst steckte ich mir eine Zigarette an und grinste mir einen, bei dem süßen Hintern, den er hatte. Ich nahm einen kräftigen Zug von meiner Zigarette und hielt den Rauch gefangen.

 

Langsam ließ ich meine Hände an seinen Seiten herunter gleiten, Richtung Hüften. Seine Haut war warm, so Babyweich und geschmeidig.

 

Dann legte ich mein Kinn in seinen Nacken und pustete den Rauch in sein Gesicht.

 

Er kannte mich schon viel zu gut und wusste, wie fies meine Scherze sein konnten. Auch, dass er etwas aushalten musste.

 

*-*-*

 

Geh hierhin, geh dorthin.... die Aufträge wurden immer mehr und ich hatte kaum noch Freizeit, seit ich vor drei Monaten von Italien hierher nach Schottland gezogen war.

 

Ich hatte mich bei einer Zeitungsagentur beworben, weil ich mich beruflich verbessern wollte und musste zwangsläufig den Umzug in Kauf nehmen.

 

Aufgrund meiner Erfahrung und der hohen Trefferquote, bekam ich den Job als Fotograf.

 

Tja, und heute war eben wieder so ein Tag wo ich in der Agentur saß und mich von meinem Chef in einen Fall einweisen lassen musste.

 

Mein Chef wusste natürlich, dass ich neben dem Fotografieren auch gern Detektiv spielte und schon sehr oft einigen Banausen eher das Handwerk gelegt hatte, als die Polizei.

 

"Also hör zu, Ferrante. In der großen Halle, am Stadtrand, geschehen seltsame Dinge. Finde heraus, was dort los ist und mach möglichst gute Fotos. Pass auf dich auf, ja, du bist unser bester Fotograf, ich will dich nicht, durch eine Unachtsamkeit, verlieren."

 

"Das werde ich, verlassen sie sich drauf. Und keine Sorge, ich kann ganz gut auf mich acht geben.", antwortete ich, nahm noch einige Instruktionen entgegen und machte mich dann auf den Weg, nachdem ich das Büro verlassen hatte.

 

Nachdem ich das Gebäude verlassen hatte, schwang ich mich in mein schwarzes Cabrio und fuhr zum angegebenen Ort.

 

Etwas weiter weg hielt ich an, holte, was ich brauchte, aus dem Kofferraum. Natürlich hatte ich immer alles dabei, was ich brauchte und pflegte meine Utensilien selbstverständlich sehr sorgsam.

 

Vorsichtig ging ich auf die Halle zu und schlich mich dann leise an die Halle heran. Ganz unauffällig drang ich ein, suchte und fand sehr schnell ein Plätzchen, wo ich nicht gesehen werden konnte, denn genug Verstecke gab es dort ja. Zu meinem Glück hatte ich eine sehr gute Sicht auf alles.

 

Was ich aber zu sehen bekam, ließ mir beinahe das Blut in den Adern gefrieren. Die Schreie dröhnten in meinen Ohren, als so ein Typ einen anderen ein paar Tritte verpasste und ich mich echt zusammennehmen musste, nicht doch noch unvorsichtig zu werden und einzugreifen.

 

Ich versuchte kühl zu bleiben und möglichst gute Fotos machen, was mir auch gelang. Natürlich, ich musste mich beherrschen, alles andere wäre eh nur laienhaft gewesen.

 

Dennoch hasste ich meine Arbeit, bei Aufträgen wie diesem hier.

 

Mit meinem Handy konnte ich auch noch aufnehmen was gesprochen wurde... hier war definitiv eine etwas größere Sache am Laufen.

 

Mir tat der Junge leid, der sich Fridolin nannte und ängstlich auf einem Stuhl kauerte.

 

Diesen miesen Typen, der Jonny genannt wurde, würde ich bald haben und ihn dann an die Polizei übergeben.

 

Doch zunächst musste ich hier wieder verschwinden und auch das musste möglichst unauffällig geschehen.

 

Allerdings konnte ich mir das nun auch sparen, denn nachdem dieser Mistkerl den anderen Typen noch einmal getreten hatte, verließ er die Halle. Zu meinem Glück hatte der mich nicht bemerkt, denn ich hatte mich ja gut versteckt.

 

Noch eine ganze Weile wartete ich bis Jonny weg war, erst dann kam ich aus meinem Versteck heraus, rief einen Krankenwagen und kümmerte mich um Fridolin und den anderen Kerl.

 

"Sch...", versuchte ich Fridolin zu beruhigen: "….hab keine Angst. Mein Name ist Ferrante und ich will euch nur helfen. Der Krankenwagen ist schon unterwegs."

 

Ich kümmerte mich noch etwas um den Jungen und den anderen, der das aber anscheinend nicht mehr mitbekam, dann hörte ich aber schon die Sirenen und machte mich aus dem Staub.

 

Sehr schnell hatte ich mein schwarzes Cabrio wieder erreicht, schwang mich hinein und fuhr nach Hause.

 

Dort angekommen, machte ich mir erst mal was zu essen, nahm es mit in mein Arbeitszimmer und schaltete den Computer an.

 

Während ich aß, schloss ich die Kamera an und lud die Bilder, aus der Halle, auf meinen Rechner.

 

Ich vergrößerte die Bilder und sah mir alles genau an... kopfschüttelnd...

 

Das Essen ließ ich nun doch erst mal stehen und zündete mir stattdessen lieber eine Zigarette an. Die brauchte ich jetzt auch, bei dem was ich abermals sehen musste.

 

Schließlich hatte ich genug davon und schickte die Bilder an meine Agentur, so auch die Sprachdatei und einige Informationen.

 

Die Polizei hielt ich aber erst mal da raus... die bekamen alles erst zu erfahren, wenn ich mir wirklich sicher war und den Fall abgeschlossen hatte.

 

Dann recherchierte ich noch etwas im Internet...

 

*-*-*

 

''Boa! Jonny!'', kam es hustend und protestierend von meinem kleinen Bruder Jim.

 

Ich musste lachen, über die Reaktion. Doch hatte ich die Rechnung ohne Jim gemacht. Der sich nämlich meine Zigarette schnappte und kräftig daran zog, bevor er mir ebenfalls Rauch ins Gesicht pustete.

 

Gequält schloss ich die Augen, die bereits zu Tränen begannen.

 

Dann schnappte ich meinen Bruder an den Hüften und fing an ihn durchzukitzeln. Zusätzlichen drückte ich meine Lippen an seine Haut und ließ diese vibrieren, indem ich kräftig Luft auspustete. Eben so, wie man es gerne bei Kindern machte.

 

Jim lachte und wand sich, versuchte zu entkommen. Nur ich war stärker und ließ erst von ihm ab, als ich genug hatte.

 

Einen sanften Kuss gab ich ihm, auf die Schulter, bevor er aufstand und noch einen Klaps auf seinen nackten Hintern erntete.

 

''Hey!'', protestiere er, musste aber dabei Grinsen.

 

Dann ging er in die Küche und ließ mich seinen tollen Körper bewundern. Er war ganz zart und dennoch irgendwie perfekt gebaut.

 

Ja, ich schwärmte ein wenig für meinen kleinen Bruder, wenn auch heimlich und doch so offensichtlich.

 

''Ich hab Hunger!'', motzte er dann.

 

Was kein Wunder war, denn der Kühlschrank war, bis auf Ketchup und Margarine vollkommen leer.

 

''Sieht wohl so aus, als müssten wir einkaufen. Aber vorher muss ich zu Shadow, mein Geld abholen. Willst du mitkommen?'', fragte ich.

 

Jim nickte.

 

''Aber ich warte draußen!'', antwortete er dann.

 

Daraufhin nickte ich, da es immer so war und eigentlich selbstverständlich für mich.

 

''Dann spring mal unter die Dusche!'', befahl ich.

 

''Musst du gerade sagen'', kam es von meinem kleinen Bruder, ''Als ob ich mir dieses Gübbelwasser antue. Da dusche ich lieber später!''

 

''Hast recht. Nur anziehen solltest du dir vielleicht etwas. Sonst kann ich dich gleich bei Shadow lassen. Der Vernascht dich dann mit Haut und Haaren'', grinste ich nun breit und warf Jim seine Hose zu.

 

Er gehorchte brav und zog sich schnell an. Schließlich wusste er durchaus, wie er auf den einen oder anderen wirkte. Da war ich froh, dass ich immer da war und auf ihn acht geben konnte.

 

Wer wusste schon, was die sonst mit ihm machen würden.

 

*-*-*

 

Nachdem ich nun schon eine Zeitlang im Internet recherchiert und nebenbei noch einen regen Briefverkehr mit meinem Informanten getätigt hatte und jetzt noch eine Zigarette rauchen wollte, stellte ich frustriert fest, dass ich keine Zigaretten mehr hatte.

 

Na toll..., dachte ich, stand auf, schaltete den PC aus und verließ anschließend mein Wohnzimmer.

 

Ich schnappte mir eine dünne Jacke und meine Schlüssel, dann verließ ich meine Wohnung, schloss die Tür ab und machte mich auf den Weg.

 

Da ich mich eh noch mit meinem Informanten treffen wollte, passte es gut zusammen, so konnte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mir unterwegs noch Zigaretten kaufen.

 

Das Haus verlassend, ließ ich mein Auto stehen und ging zu Fuß zum nächsten Einkaufszentrum, um den dortigen Tabakladen aufzusuchen und mir zwei Päckchen Zigaretten zu kaufen... auch zwei Riegel Schokolade waren sozusagen als Nervennahrung dabei.

 

Alles verstaute ich anschließend in meiner Jackentasche und machte mich dann auf den Weg zu dem kleinen Café, wo ich mich mit meinem Informanten treffen wollte.

 

Dort angekommen, setzte ich mich draußen an einen Tisch und wartete.

 

Jay kam nur fünf Minuten nach mir und setzte sich zu mir.

 

Wir begrüßten uns wie Freunde... die wir ja eigentlich auch waren. Er hatte eben so seine Spione, die ihm alles berichteten und er trug es dann an mich heran. So hatte ich ein breitgefächertes Netzwerk um an Informationen jeder Art zu kommen, wenn ich wollte.

 

Wir bestellten uns je einen Milchkaffee und unterhielten uns über belanglose Dinge, so dass die Außenwelt nichts mitbekam. Und doch schrieben wir uns heimliche Nachrichten auf einen kleinen Block. So bekam ich trotzdem meine Informationen und niemand bekam etwas mit. Alles andere wäre eh viel zu auffällig gewesen.

 

Immerhin musste ich auf der Hut sein, denn es gab einige Leute, die mir ans Leder wollten und mich lieber heute als morgen liquidiert hätten.

 

Ich schwebte so gesehen eigentlich immer in Lebensgefahr, wenn ich meine Wohnung verließ und musste somit immer damit rechnen angegriffen zu werden.

 

In der "Unterwelt" war ich schließlich bekannt, wie ein bunter Hund. Da ich wirklich jeden Fall exakt und präzise löste und so schon, in der relativ kurzen Zeit, die ich jetzt hier war, einigen Verbrechern das Handwerk gelegt hatte.

 

Ich hatte auch noch drei andere Informanten, die ich aber nicht persönlich kannte, die sich mir nur mit einem Nickname "vorgestellt" hatten und ich mit ihnen auch nur via Email in Kontakt treten konnte.

 

Von Jay erfuhr ich inzwischen viel neues und interessantes über meinen jetzigen Fall und wusste nun, dass ich mich würde in acht nehmen müssen. Zur Not müsste ich eben erst mal untertauchen.

 

Ich mein, ich brauchte den Job jetzt nicht unbedingt, Geld hatte ich schließlich mehr als genug und hätte mich auch gut und gern irgendwo niederlassen und mir ein Haus kaufen können.

 

Das wäre mir aber viel zu langweilig gewesen.

 

So war für mich der Job bei der Zeitung lediglich eine Flucht aus der Langeweile und das Detektiv spielen nebenbei reizte mich, verpasste mir den nötigen Nervenkitzel.

 

Als wir endlich alles geklärt hatten, saßen wir noch eine Weile da und tranken unseren Milchkaffee, während ich die Leute unauffällig beobachtete.

 

*-*-*

 

Als Jim fertig war, gingen wir los. Durch die Häuserblocks hindurch, wo es von Gangstern und Möchte-gern-Gangstern nur so wimmelte.

 

Doch ich kannte das schon und die Meisten hatten sowieso Respekt vor mir.

 

Nach ein paar Minuten zu Fuß hatten wir einen gut bewachten Häuserblock erreicht.

 

Ich nickte den Typen am Eingang zu, die mich schon kannten und schaute noch einmal zu Jim, der draußen vor der Tür stehen blieb.

 

Zwei Treppen musste ich hoch, nahm immer zwei Stufen auf einmal und war somit schnell oben angekommen.

 

''Hey Jonny'', begrüßte mich eine bekannte Stimme und grinste mich an.

 

''Hey Clemens'', grüßte ich zurück und drückte seine Hand, während meine Schulter kurz die Seite berührte.

 

Den beiden Anderen nickte ich kurz zu, bevor ich in die Wohnung ging. Es roch nach Gras und Alkohol und zwei halbnackte Mädchen kamen mir entgegen, die mich aber kalt ließen.

 

''Bruno'', begrüßte ich einen dicken, stämmigen Kerl, der mir nur zunickte und den Vorhang beiseite schob, damit ich durchgehen konnte.

 

Da saß auch schon Shadow auf einen großen roten Couch, rechts und links ein Mädel. Er ließ es sich gut gehen, doch als er mich sah winkte er einmal in die Runde und alle verließen den Raum.

 

Bruno kam herein und stellte sich vor den Vorhang, nachdem er sich sicher war, dass keiner zuhören konnte.

 

Shadow grinste breit.

 

''Jonny! Mein Freund'', lallte er. Man konnte hören, dass er high und betrunken war.

 

Ich trat vor und begrüßte auch ihn mit einem Händedruck, wobei meine Schulter, die seine berührte.

 

Er war genau wie ich und Jim Afroamerikaner. Meine Haare waren ganz kurz geschoren, seine hingegen lang und am Kopf rangeflochten. Jim trug seine Haare lockig und halblang. Wir hatten alle große dunkelbraune Augen, auch wenn Shadows im Moment eher klein waren.

 

Jim war sehr zart und zierlich, ich hingegen sehr durchtrainiert und muskulös. Shadow war genau die Mitte von uns.

 

Auch hatte ich Shadow selber noch nie kämpfen sehen, dafür hatte er seine Lakaien. Ich beherrschte Kickboxen im Schlaf und war sehr gut darin. Meinem kleinen Bruder hatte ich zumindest die wichtigsten Grundgriffe beigebracht.

 

Nur für den Fall der Fälle, dass er sich wehren konnte.

 

''Jonny! Du hast wie immer deine Arbeit sehr gut gemacht'', begann Shadow und Bruno reichte mir einen Umschlag, den ich direkt in die Tasche steckte.

 

Da konnte ich Shadow blind vertrauen, dass die Summe stimmte und brauchte nicht nachzählen. Er würde mich nicht über den Tisch ziehen.

 

Dann bekam ich noch einen Zettel, den ich mir genau einprägte. Es war ein Bild darauf und wichtige Informationen.

 

Anschließend nahm Bruno den Zettel wieder an sich und verbrannte diesen.

 

Shadow grinste mich an und machte eine eindeutige Handbewegung. Normalerweise wollte ich solche Aufträge nicht mehr annehmen und er wusste das ganz genau.

 

Ein Auflachen durchhallte den Raum, bevor er wankend aufstand und mir in die Hemdtasche einen 500 Euro Schein steckte. Noch einmal mit etwas Nachdruck klopfte er mir auf die Schulter und ließ sich dann von Bruno rausführen.

 

Auch ich verließ nach kurzer Zeit den Raum und das Gebäude. Unten angekommen, kam ich gerade rechtzeitig, weil Jim schon blöd angemacht wurde.

 

Taylors Stimme hörte ich schon im Hausflur und ich sprang die letzte Treppe beinahe ganz runter.

 

Wie ich diesen Spinner Taylor hasste und er hatte es grundsätzlich auf meinen kleinen Bruder abgesehen.

 

''Na Kleiner, heute so ganz alleine. Ich könnte dir doch ein bisschen Gesellschaft leisten!'', hörte ich ihn und die anderen vor der Tür lachten.

 

Mit einem festen Griff schleuderte ich Taylor gegen die Wand.

 

Erst wollte er etwas sagen, wagte es dann aber doch nicht. Ein böser Blick von mir reichte.

 

Meinen Arm um Jim legen, ging ich mit ihm weg.

 

''Alles klar?'', fragte ich, während ich kurz seine Stirn küsste.

 

''Ja!'', antwortete er und schaute in meine Hemdtasche, wo er wohl das Geld gesehen haben musste.

 

Erschrocken löste er sich von mir.

 

''Was hast du gemacht? Er gibt dir doch nicht umsonst soviel Geld!'', schrie er mich an.

 

''Schh! Nicht so laut! Krieg dich mal wieder ein. Du weißt ganz genau, dass was ich mache, ist meine Sache'', flüsterte ich.

 

Meine Arme aufhaltend, kam er direkt an und drückte sich an mich.

 

''Ich will nicht, dass du irgendwann in den Knast musst oder sogar noch schlimmer'', schluchzte er.

 

''Das will ich doch auch nicht'', antwortete ich ihm.

 

Doch um diesem Leben aus dem Slums zu entfliehen, hatte ich keine andere Wahl, als so einen Job zu machen.

 

''Na komm, mein Kleiner! Lass uns ein wenig Schoppen gehen! Okay?'', schlug ich vor, da ich ihn auf andere Gedanken bringen wollte.

 

Etwas widerwillig nickte Jim, gab sich aber geschlagen.

 

Einkaufen würden wir dann auf dem Rückweg, jetzt führte uns der Weg erst einmal in die Stadt.

 

''Auf was hast du Lust?'', wollte ich dann von Jim wissen.

 

''Ich möchte einen Donut!'', kam es von ihm und ich musste Grinsen.

 

''Okay, sollst du haben'', sagte ich dann.

 

Also verließen wir die Slums und begaben uns in die Stadt, wo wir auch bald zu dem Café kamen, wo es die besten Donats gab.

 

Lächelnd gab ich ihm etwas Geld und wuschelte durch seine weichen Haare. Er strahlte mich dankbar an.

 

Während ich draußen wartete und mir erst einmal eine Zigarette anzündete, ging Jim hinein, um sich etwas zu kaufen.

 

Meine Blicke wanderten umher, wobei ich meinen kleinen Bruder aber nicht aus den Augen ließ.

 

*-*-*

 

Jay wollte eben noch etwas zu mir sagen, als ich ihm, mit einem Blick, zu verstehen gab, dass er ruhig sein sollte.

 

Ich erkannte diesen Typen, der auf das Café, mit noch jemandem, von dem ich wusste, dass es sein Bruder Jim war, zukam.

 

Schnell schrieb ich Jay auf, dass er verschwinden sollte. Er sagte was belangloses, nickte aber und schrieb mir auf, dass ich auf mich acht geben sollte. Mit einem Zwinkern gab ich ihm zu verstehen, dass alles okay sei.

 

Dann stand er auf und verließ das Straßencafé.

 

Ich jedoch blieb sitzen und beobachtete Jonny, natürlich starrte ich ihn nicht tot... wäre auch zu auffällig gewesen, aber nun musste ich echt auf der Hut sein.

 

Meine Nerven waren zum Zerreißen gespannt, dennoch widmete ich mich weiter meinem Milchcafé und rauchte eine Zigarette, während ich so tat, als würde ich mir die Gegend und auch andere Leute anschauen.

 

Jedoch ließ ich Jonny dabei nicht aus den Augen....

 

*-*-*

 

Nun musste ich doch Gähnen, da ich letzte Nacht nicht geschlafen hatte und mir jetzt auch noch die frische Luft um meine Nase wehte.

 

Es war recht voll im Café, was aber auch kein Wunder war. Der Kaffee schmeckte toll und das Gebäck noch viel besser.

 

Irgendwie war es mir, als ob ich beobachtet wurde und so ließ ich meinen Blick ganz unauffällig schweifen. Immer wieder zog ich an meiner Zigarette, bis ich sie endlich austrat und in einen Gully schubste.

 

Hatte ich jetzt schon Halluzinationen?

 

Nirgends sah ich ein gekanntes Gesicht und ich kannte so viele Gangs und Mitglieder. Auch verhielt sich Niemand auffällig oder unauffällig auffällig.

 

Dann kam Jim endlich wieder mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Während ich meinen Arm, wie beinahe immer, um ihn legte und er seinen ersten Donut aß, gingen wir langsam weg vom Café.

 

Als wir die ersten Schaufenster erreichten, schaute ich noch einmal zurück. Irgendwie ließ mich dieses Gefühl einfach nicht los und dann traf mich ein Blick, von einem hübschen Mann, der draußen am Café saß.

 

Nur ganz kurz, für einen Bruchteil einer Sekunde.

 

Müde rieb ich mir die Augen. Ich litt wohl nun schon unter Verfolgungswahn.

 

*-*-*

 

Okay... ich verhielt mich wie immer unauffällig und er schien es nicht bemerkt zu haben, dann kam der Kleine wieder aus dem Café, ging auf seinen Bruder zu und gemeinsam gingen sie fort.

 

Natürlich hatte ich bemerkt, dass sich Jonny ganz offensichtlich beobachtet fühlte, dennoch schien er mich nicht bemerkt zu haben... puh... gerade noch einmal Glück gehabt.

 

Als er jedoch fort gingen, drehte er sich erneut um und unsere Blicke trafen sich... nur ganz kurz... nur ein Hauch eines Augenblicks...

 

Herrje... beinahe hätte er mich ertappt.... ich atmete tief ein und aus, doch dann stand ich auf, legte Geld auf den Tisch und verschwand aus dem Straßencafé.

 

Ich überquerte die Straße und behielt die Beiden im Auge. Natürlich tat ich so, als hätte ich den selben Weg und lief seelenruhig die Straße entlang.

 

Dennoch flatterten meine Nerven.... wusste ich doch, dass der Jonny gefährlich sein konnte... hatte es doch mit eigenen Augen gesehen...

 

Und zugegebenermaßen hatte ich schon ein bisschen Angst.

 

*-*-*

 

''Da will ich rein'', quietschte Jim auf einmal los und wir gingen in ein Geschäft.

 

Es waren hauptsächlich Klamotten zum verkauf. Alles war sehr voll und unübersichtlich, was Jim aber nichts ausmachte. Er fand schnell, was er suchte und probierte es an.

 

Mir passte der Laden nicht wirklich, aber ich ließ meinen kleinen Bruder. Schließlich wollte ich ihm etwas kaufen - ihm das bieten, wozu meine Eltern nicht in der Lage waren.

 

Jim bekam gar nicht genug und probierte alles mögliche an, konnte sich einfach nicht entscheiden. Ich hatte mich in eine Ecke verkrochen, von der ich gute Sicht hatte.

 

Klar beobachtete ich auch Jim, doch war ich auch auf der Hut.

 

Innerlich ging ich ein wenig meine Einkaufsliste durch und rechnete herum. Mein Vermieter bekam auch noch Geld von mir, was ich später begleichen wollte.

 

Alles musste irgendwie reichen.

 

Jetzt bekam ich auch noch Kopfschmerzen, was mir eigentlich gar nicht passte. Meine Couch rief mich schon ganz laut, aber die musste wohl oder übel noch warten.

 

*-*-*

 

Man, jetzt blieben die Beiden auch noch stehen, anscheinend hatte der Kleine einen Laden gefunden, in den er unbedingt wollte und auch rein ging... Jonny folgte ihm.

 

So blieb mir nichts anderes übrig, als zu warten. Da auf der "meiner" Straßenseite ebenfalls ein Geschäft war, konnte ich das gegenüberliegende Geschäft gut, durch das Schaufenster beobachten, während ich so tat als würde ich mir die Auslagen ansehen, die diverse Schmuckstücke enthielt, welche ich mir jedoch niemals zulegen würde.

 

Das waren doch alles billige Imitate... wenn auch gut gemacht... dennoch sah ich es diesen Schmuckstücken einfach an und konnte nur den Kopf schütteln.

 

Kaum zu glauben, dass so etwas wirklich gekauft wurde.

 

Aber ich hatte eh was anderes zu tun, mich interessierten nicht die Schmuckstücke...

 

So wartete ich geduldig, bis die Beiden den Laden wieder verlassen würden... nun, zur Not würde ich eben erst mal heim gehen... immerhin hatte ich ja genug Informanten, die mir alles berichten konnten.

 

Jonny würde mir jedenfalls nicht entwischen...

 

*-*-*

 

Endlich hatte Jim etwas gefunden und nachdem ich bezahlt hatte, verließen wir das Geschäft. Draußen steckte ich mir eine Zigarette an, als mich ein bekanntes Gesicht begrüßte.

 

''Ben'', begrüßte ich meinen Gegenüber mit dem üblichen Händedruck.

 

''Jonny, alles klar? Jim'', nickte er uns zu, ''Was treibt ihr? Lust auf ein bisschen Party?''

 

Dabei hielt er ein Sixpack Bier kurz hoch und grinste. Jim strahlte mich von der Seite her an.

 

''Von mir aus!'', bestätigte ich, Jims Herzenswunsch. Dann musste meine Couch noch ein bisschen auf mich warten und ich die aufkommende Müdigkeit ignorieren.

 

Wir gingen dann mit Ben zusammen in einen öffentlichen Keller, wo mehrere Gangs verkehrten. Aber auch normale Leute kamen hierher, da es eher locker zuging.

 

Man musste sich eben alles selber mitbringen, da es so etwas wie Lokale oder Clubs in der heruntergekommenen Gegend nicht gab.

 

Alte Sofas standen hier und da herum und wir machten es uns auf einer bequem. Ben öffnete ein Bier nach dem anderen und reichte uns jeweils eines.

 

Erschöpft lehnte ich mich zurück und schloss kurz die Augen. Gut roch es hier nicht, aber es war auszuhalten.

 

*-*-*

 

Wie gut, dass Jonny von jemandem abgelenkt worden war, der offensichtlich ein Freund von ihm war, denn ich hatte mich versehentlich umgedreht, als mich jemand angerempelt hatte.

 

Aber da waren sie dann zum Glück schon auf dem Weg woanders hin.

 

Eine ganze Weile folgte ich ihnen noch, doch als sie in eine Lokation einkehrten, die nicht unbedingt meinen Stil hatte, wand ich mich dann doch zum Gehen um und machte mich auf den Weg nach Hause.

 

Dort angekommen, setzte ich mich sogleich an meinen PC, schaltete diesen ein und schrieb eine Email an meine drei Informanten, "fütterte" sie auch mit den notwendigen Informationen, auch ein paar Bilder waren dabei, und schickte die Mail dann ab.

 

Anschließend machte ich es mir auf der Couch bequem, schaltete das Fernsehen an und schlief nach nur wenigen Minuten ein.

 

Sorgen brauchte ich mir keine zu machen, denn mein Appartement lag außerhalb der Gegenden, wo die Banden und Gangs ihr Revier hatten. Zudem, konnte man in meine Wohnung nur dann gelangen, wenn man den PIN für den Aufzug wusste. Somit war ich ziemlich sicher vor irgendwelchen Angriffen... zumindest in meinem Appartement...

 

*-*-*

 

Eine Weile blieben wir dort, bevor wir uns verabschiedeten.

 

''Ich bring dich jetzt nach Hause! Morgen ist schließlich Schule'', sagte ich dann zu Jim.

 

''Och Jonny...'', maulte Jim.

 

''Keine Widerrede'', kam es ruhig von mir.

 

Dann gingen wir in die Straße, wo unser Elternhaus stand. Ich ging aber nicht weiter, als bis dorthin. Meine Eltern, insbesondere mein Vater, konnten mich nicht leiden.

 

Auch mochten sie es nicht, dass Jim so oft bei mir war.

 

Jim drückte mich noch einmal, bevor er die Straße alleine entlang ging. Er lächelte mich an und ich blieb so lange noch stehen, bis er im Haus verschwunden war.

 

Erst danach ging ich auch nach Hause. Zu den Block in den Slums, wo meine Wohnung lag.

 

Es wimmelte von Gangs und Bandenmitgliedern, aber das kannte ich nun schon. Als ich ankam, schloss ich die Tür gut hinter mir ab.

 

Durch Ben hatte ich ganz vergessen einzukaufen. Aber das war mir jetzt auch egal. Erstmal brauchte ich dringend Schlaf.

 

Kaum dass mein Körper, das Sofa berührte, schlief ich auch schon ein.

 

Erst spät wurde ich wach, als es draußen schon dunkel war.

 

Ich machte mich ein wenig frisch und zog mich um. Anschließend nahm ich mir das nötige Geld und ging doch noch einkaufen.

 

Zumindest etwas zu Essen brauchte ich, Kaffee und Zigaretten. Außerdem hatte ich noch andere Gelüste, denen ich bald nachkommen sollte.

 

Nur fand ich kaum Sex im Einkaufszentrum, aber auch hier hielt ich schon mal meine Augen offen. Vielleicht fand sich ja etwas hübsches.

 

*-*-*

 

Ich hatte etwa vier Stunden geschlafen, als ich erwachte und leicht verschlafen auf die Uhr starrte. Au man, ich hatte doch wirklich total verschlafen. Eigentlich wollte ich mir doch noch was zu Trinken kaufen und was tolles zu Essen wäre vielleicht auch nicht ganz das Schlechteste.

 

Also machte ich mich frisch, bekleidete mich in elegante Klamotten und stylte meine Haare. Nachdem ich nun auch endlich meine Schuhe anhatte, schnappte ich mir meine Jacke, prüfte ob ich auch alles dabei hatte, dann verließ ich mein Appartement, auf dem Weg ins nächste Einkaufszentrum.

 

Dort angekommen, suchte ich erst mal den Supermarkt, denn so oft war ich hier ja nicht, so dass ich mich hier nicht unbedingt auskannte.

 

So ging ich an vielen Geschäften vorbei, achtete jedoch auf niemanden... wurde auch ziemlich unvorsichtig, denn jetzt war ich ja nicht mehr im "Dienst" oder auf der "Jagd".

 

Jetzt wollte ich den Rest des Tages einfach nur genießen und an nichts anderes mehr denken müssen...

 

*-*-*

 

Im Einkaufzentrum hatte ich schnell alles gefunden, was ich brauchte und dann sah ich ihn wieder.

 

Der hübsche Mann vom Café, dem ich beim einkaufen beobachtete. Ein wenig Schmunzeln musste ich schon, denn so etwas hielt ich definitiv für Schicksal.

 

Es musste Bestimmung sein und ich hoffte, dass er nicht abgeneigt sein würde.

 

Langsam schlich ich hinter ihm er und schaute, was er so einkaufte. Er war wirklich hübsch, groß und schlank. Hatte dunkle, lange Haare und einen leichten italienischen Touch.

 

Was zum Naschen brauchte ich jetzt wirklich dringend, nur wie stellte ich es am Besten an?

 

Erstmal schaute ich, was er einkaufte, vielleicht konnte ich ein Gespräch dadurch eröffnen.

 

*-*-*

 

Na endlich, ich hatte den Supermarkt tatsächlich gefunden... au man, warum mussten Einkaufszentren immer so riesig groß sein. Kurz und gut, ich schnappte mir einen Einkaufswagen, betrat den Markt und schob den Wagen vor mir her.

 

Natürlich bemerkte ich nicht, dass ich bereits verfolgt und so vom "Jäger" zum "Gejagten" wurde.

 

Ich schlenderte die Gänge entlang und packte hier und da was ein... Chips, etwas Schokolade, reichlich Obst und Gemüse, dann betrat ich den Gang mit den Getränken, hier sah ich mich noch etwas näher um.

 

Angetan hatten es mir dann eine Flasche sehr teurer Champagner und eine Flasche edler Rotwein, den ich sehr gern trank.

 

In der nächsten Abteilung deckte ich mich noch mit Mineralwasser und Cola ein.

 

Ich sah noch einmal in meinen Einkaufswagen ob ich auch wirklich alles hatte, was ich brauchte, dann schob ich den Wagen vor mir her zur Kasse...

 

*-*-*

 

''Sieht nach einen netten Abend aus'', begann ich dann das Gespräch von der Seite.

 

''Verbringst du den alleine?'', fragte ich frech nach und lächelte den fremden Mann an.

 

Ich wollte ihn und würde meinen ganzen Charme dafür einsetzten. Wer er war und welche Gefahr von ihm ausging, ahnte ich nicht im geringsten.

 

Durchaus hatte ich schon jetzt versaute Gedanken, wie der Champagner in seinem Bauchnabel knistern würde. Oder der Rotwein seine Lippen noch roter färbte.

 

*-*-*

 

"Na ja, nett ist anders.", erwiderte ich, ohne zunächst zu schauen, wer mich angesprochen hatte und machte mir zunächst auch keine Gedanken darüber, da ich sowieso etwas in Gedanken war.

 

Als er mich aber noch einmal ansprach, wand ich meinen Kopf zur Seite und hätte beinahe den Wagen losgelassen, wenn ich mich nicht doch noch so gut unter Kontrolle gehabt hätte.

 

Natürlich durfte ich mich jetzt auf gar keinen Fall verraten!

 

Neben mir stand doch glatt Jonny und laberte mich von der Seite an... nun ich würde mitspielen und schauen was dabei herauskommen würde.

 

Charmant war er ja schon mal, so dass ich direkt schmunzeln musste.

 

"Ja, ich werde den Abend allein verbringen.", erwiderte ich, wissend, dass er mich sehr wahrscheinlich anmachen wollte, da er mich ja nicht kannte.

 

Normalerweise könnte ich ihn jetzt mit mir nach Hause nehmen und ihn verraten... aber ich musste abwarten und sehr konzentriert sein... mir durfte jetzt kein Fehler passieren.

 

Aber ich war mir sicher, dass ich es schaffen würde.

 

*-*-*

 

''Alleine ist aber sehr langweilig. Ich bin heute Abend auch alleine. Wie wäre es wenn wir uns zusammen tun?'', fragte ich weiter und schaute dabei in seine tollen Augen.

 

''Wir könnten es uns ein wenig bei mir bequem machen. Wenn du Interesse hast?'', kam es dann offen von mir, wobei ich bei der Wortwahl vorsichtig war.

 

Schließlich wusste ich nicht, ob mein Gegenüber überhaupt so etwas suchte, wie ich.

 

Die Chance einen Korb zu bekommen, war hier groß. Viele taten es nur heimlich, was ich beinahe offen auslebte. Auch wenn ich vorsichtig war.

 

*-*-*

 

Dachte ich es mir doch, Jonny stand auf Männer... der Gedanke ließ mich innerlich grinsen.

 

"Sicher, ich habe nichts dagegen.", antwortete ich ihm, schaute ihm dabei auch direkt in die Augen und lächelte.

 

"Aber sollten wir uns nicht wenigstens erst mal vorstellen... hm? Also mein Name ist Ferrante.", machte ich gleich noch den Anfang.

 

Wer er war wusste ich zwar, aber ich durfte mich ja nicht verraten, so spielte ich mein ganz eigenes Spielchen.

 

Ich versuchte auch alles auszublenden, was ich vorhin noch gesehen hatte. Es fiel mir zugegebenermaßen schon sehr schwer, aber es musste sein, wenn ich ihm nicht in die Falle gehen wollte.

 

*-*-*

 

''Mein Name ist Jonny'', antwortete ich ihm und ließ ihn an der Kasse vor zum bezahlen. Dann packte ich meine Sachen aus dem Wagen, auf das Band.

 

Nachdem er gezahlt hatte, bezahlte ich meinen Einkauf, den ich in einer Tüte verstaute.

 

Anschließend ging ich mit ihm nach draußen und bot ihm eine Zigarette an.

 

''Da lang müssen wir. Es ist nicht weit'', lächelte ich.

 

Dabei musterte ich ihn ein wenig. Sein Körper gefiel mir sehr und ich freute mich schon darauf, was gleich kommen würde.

 

*-*-*

 

Auch ich alles in eine Tüte gepackt, nachdem ich bezahlt hatte. Höflich hatte er mich vorgelassen, wofür ich mich mit einem Kopfnicken bedankte.

 

Draußen angekommen, nahm ich dankend die mir angebotene Zigarette an und zündete erst meine, dann seine an.

 

"Danke."

 

Dann ging mit ihm und wieder waren meine Nerven nicht gerade die Besten, aber ich hatte mich gut unter Kontrolle.

 

Er hatte mich zumindest auch nicht angelogen, was seinen Namen betraf... na gut, er kannte mich nicht, was auch der Grund war, weswegen ich ihm meinen Namen sagen konnte und keinen Alias nutzte.

 

*-*-*

 

Wir gingen die Straße entlang und ich konnte es kaum abwarten, wollte wissen, wie er roch und schmeckte.

 

Dann waren wir auch schon da und ich drückte meine Zigarette aus, bevor ich sie in den Gully warf.

 

Ich grinste ihn an, bevor ich mit ihm hinauf ging. Mein Herz raste vor Aufregung und meine Hände zitterten leicht.

 

Langsam schloss ich die Tür auf, bevor ich die Tüte auf den Boden stellte und auch Ferrante seine abnahm.

 

Kaum, dass die Tür ins Schloss fiel, kam ich ihm näher und drängte ihn gegen die Wand.

 

Es war nicht wirklich aufgeräumt, was mich aber nicht weiter störte. Das Sofa war frei, was die Hauptsache war. Ansonsten befanden sich keine weiteren Möbel hier, es war schlicht und arm eingerichtet.

 

Auch besaß ich weder Telefon, noch Fernseher, alles Luxusartikel, die ich mir nicht leisten konnte.

 

Sex war der einzige Luxus, den ich mir gönnte und der bis auf ein Lächeln, nichts kostete. Das schenkte ich jetzt Ferrante, der spätestens nun wusste, was ich wollte.

 

Essen und Trinken konnte man auch danach noch etwas. Oder aber sich stärken für noch eine Runde, sofern die Chemie stimmte.

 

*-*-*

 

Herrje, wie ich diese "Slums" hasste und nun ging ich mit Jonny auch noch in dessen Wohnung. Was ich hier, wenn auch nur sehr flüchtig, zu sehen bekam verschlug mir fast den Atem. Natürlich, ich war ja schließlich etwas ganz anderes gewohnt.

 

Es lagen Welten zwischen ihm und mir... zwischen seiner und meiner Welt... ganz zu schweigen von den Wohnungen.

 

Kaum war die Tür zu, fand ich mich an einer Wand wieder, an die mich Jonny drängte.

 

Nun gut, damit hatte ich ja eh gerechnet, weshalb es mich nicht wirklich überraschte. Nun, zur Not hatte ich eine getarnte Waffe, in Form eines Kugelschreibers, dabei, die ich einsetzen würde, würde es mir mit ihm zu viel werden.

 

Natürlich konnte man mit dem Kugelschreiber auch schreiben, aber dieses kleine "Spielzeug" konnte sehr schnell zu einer gefährlichen Waffe werden und einen Mann, binnen Sekunden, außer Gefecht setzen.

 

Aber noch spielte ich mit... ließ mir alles gefallen, machte sogar mit... obgleich ich eigentlich nicht auf Männer stand und somit nicht schwul war. Aber ich hatte genug gesehen und lernte sehr schnell, um zu wissen was man tun konnte... zudem es ja wohl nicht allzu schwer ist, wenn man selber ein Mann ist...

 

*-*-*

 

''Sag mir wie du es magst'', forderte ich ihn flüsternd auf, wobei meine Lippen sein Ohrläppchen berührten. Mein Atem die Worte in sein Ohr hauchten.

 

Meine Hände lagen jetzt auf seiner Brust und streichelten ihn, fühlten was mich erwarten würde. In meiner Hose wurde es eng und am Liebsten hätte Ferrante die Kleider vom Leib gerissen.

 

Aber er war etwas besonderes und ich wollte mir Zeit lassen, mich darauf konzentrieren, was er mochte und geil fand.

 

Die Nasenspitze ließ ich dann über seine Wange gleiten und mein eines Bein drängte sich langsam zwischen seine Beine.

 

*-*-*

 

Ja, ich würde ihm gleich zeigen, wie ich es gern hatte... sagen wollte ich nichts mehr... ließ meine Hände ebenfalls über seinen, wie ich feststellte, tollen Körper wandern, als würde ich mich auf ihn einlassen.

 

Zugegebenermaßen war es schon... sehr schön, was er da mit mir trieb, dennoch fiel mir etwas ein, das ich auch gleich durchzuführen gedachte.

 

Eine Hand noch immer an seinem Körper tat ich so, als würde er mich unglaublich anmachen.... streichelte ihn, ließ mir auch seine Nase an meiner Wange gefallen, dann jedoch, griff ich mit meiner rechten Hand in meine Jackentasche, holte mein kleines Spielzeug raus und versetzte ihm dann blitzschnell einen heftigen Stromschlag.

 

Dieses Knistern kannte ich ja schon, hatte ich dieses kleine Spielzeug nicht zum ersten Mal benutzt, dennoch hallte es immer wieder in meinen Ohren.

 

Jonny ging sogleich zu Boden, lag nun vor mir und ich dachte nur:

 

Schade eigentlich...aber man sollte sich niemals fremde Männer ins Haus holen.

 

Dann zückte ich mein Handy, rief Jay an und ließ ihn hierher kommen.

 

Nur Minuten später klingelte es auch schon an der Tür und ich öffnete diese.

 

"Hallo Jay"

 

"Hallo Ferrante, ist der das?"

 

Ich nickte bedächtig.

 

"Hör zu, wir bringen ihn jetzt zu meinem Appartement, du nimmst meinen Einkauf und ich bringe ihn in dein Auto."

 

"Okay, geht klar. Na, dann mal los."

 

Ich hiefte Jonny hoch, packte ihn mir über die Schulter und trug ihn aus seiner Wohnung zum Auto von Jay. Jay folgte mir.

 

Gemeinsam packten wir Jonny ins Auto, stiegen dann selbst ein und Jay fuhr uns zu meinem Appartement.

 

Etwa eine viertel Stunde später hatten wir mein Appartement erreicht, ich trug Jonny hoch und Jay folgte mir wieder. Alles war ruhig, niemand sah uns, niemand folgte uns....

 

...und...

 

...Jonny würde niemand zur Hilfe kommen...

 

Oben angekommen, brachte ich Jonny in mein Schlafzimmer, legte ihn vorsichtig aufs Bett und fesselte ihn, mit Handschellen, an dieses.

 

Jay brachte derweil meinen Einkauf in die Küche und stellte alles ordentlich weg. Dann verabschiedete er sich von mir und verließ mein "kleines" Reich.

 

Nun war ich allein mit Jonny. Ich deckte ihn mit einer leichten Decke zu, verließ das Schlafzimmer und holte mir ein Glas Rotwein aus der Küche. Anschließend ging ich zurück ins Schlafzimmer, setzte mich in den royalblauen Sessel, der in Nähe des Bettes stand und wartete, dass mein Besuch erwachte, während ich genüsslich und in aller Ruhe meinen Rotwein trank und eine Zigarette dabei rauchte.

 

*-*-*

 

Mein Kopf dröhnte und ich versuchte zu erkennen, wo ich war. Erst schaute ich eine wirklich weiße Zimmerdecke an und als ich mich regen wollte, merkte ich, dass meine Hände festgebunden waren mit Handschellen.

 

Mein Hals war trocken und meine Nase dicht. Zwanghaft versuchte ich mich zu erinnern, was geschehen war.

 

Ferrante!

 

Ich versuchte mich zu räuspern und zu wenden. Eine Decke lag auf mir, als ich meinen Blick hin und her warf, um zu schauen wo ich war, sah ich ihn.

 

Was sollte das? Stand er auf solche Spielchen?

 

Nur waren wir nicht mehr bei mir. Das Bett war schön weich und richtig bequem. War wohl etwas teureres.

 

Auch roch es hier sehr frisch und angenehm. Wo waren wir und wie war ich hierher gekommen?

 

Nun schaute ich Ferrante an, sagte aber erst mal nichts. Mein Kopf brummte wie blöd und ich versuchte klar zu sehen.

 

Was war nur passiert und vor allem was hatte er mit mir vor?

 

Von einer Gang schien er nicht zu sein. Vielleicht arbeitete er mit der Polizei zusammen oder aber er war irgend so ein krankes Schwein.

 

Nein, er war so hübsch und sexy, da konnte ich mir auf alles keinen Reim draus machen.

 

*-*-*

 

Eine ganze Weile hatte ich Jonny nun schon beobachtet, als er nun doch endlich erwachte.

 

Ich lächelte ihn an, als er seinen Blick auf mich richtete.

 

Dann sprach ich ihn ruhig an:

 

"Na du, endlich wach. Verzeih, dass ich dich so überfallen und hier her bringen musste, aber mir blieb leider keine andere Wahl. Du solltest das nächste mal wirklich besser aufpassen, wen du dir einlädst. Aber keine Sorge, du bist hier in meinem Appartement."

 

Ich machte eine kurze Pause und meinte dann:

 

"Ich hole dir erst mal was zu trinken, du hast sicher Durst, hm. Und dann unterhalten wir uns mal ganz in Ruhe.", mit diesen Worten stand ich auf, ging in die Küche und holte für ihn eine Flasche Wasser und ein Glas dazu.

 

Mit beidem ging ich zurück ins Schlafzimmer, goss etwas Wasser ins Glas und sprach ruhig:

 

"Hab keine Angst, ich werde dir nichts tun. Ich möchte mich nur mit dir unterhalten.", denn ich bemerkte schon seine fragenden Blicke.

 

Dann setzte ich mich zu ihm aufs Bett, hob seinen Kopf ein wenig an und gab ihm was zu trinken.

 

Währenddessen erzählte ich ganz ruhig:

 

"Ich bin Fotograf bei einer Presseagentur und spiele nebenbei ein bisschen Detektiv. Ich muss auch zugeben, dass ich dich schon vor unserem Treffen kannte. Tja, und dass du mich angesprochen hast, kam mir sehr gelegen.

 

Es hat mich eigentlich schon gewundert, dass du mich nicht kennst, denn ich habe sehr viele Bandenmitglieder der Polizei ausgeliefert und hinter Gitter gebracht.

 

Dir möchte ich dieses Los gern ersparen, aber dafür möchte ich wissen wer dein Auftraggeber ist... anderenfalls kostet es mich nur ein Lächeln und einen Anruf und die Polizei ist in ein paar Minuten hier. Dann landest du für Jahre hinter Gittern... bei dem was ich weiß und was ich fotografiert habe."

 

Sanft lächelnd und abwartend sah ich ihm in die Augen.

 

Sicher, es war schon eine Art Erpressung, die ich hier startete, aber hatte ich eine andere Wahl... wenn ich ihm den Knast ersparen wollte?

 

*-*-*

 

Das kühle Trinken tat mehr als gut und so trank ich das Wasser gierig aus.

 

Bei dem was er erzählte wurde mir jetzt so einiges klar. Also hatte er mich doch verfolgt und ich war noch nicht verrückt. Ein bekannter Detektiv also. Nun, ich befasste mich meist nicht mit so etwas, deswegen hatte ich auch noch nie von ihm gehört.

 

Auf seine Aussage, dass ich keine Angst haben sollte, musste ich schon innerlich schmunzeln und als er mir dann Forderungen stellte, lachte ich laut auf.

 

''Wie stellst du dir das eigentlich vor? Wenn ich dir meinen Auftraggeber verrate, kann ich mir genauso gut einen Strick nehmen'', antwortete ich ihm

 

Nein, ich hatte keine Angst vor ihm und auch nicht vor der Polizei. Shadow hatte überall seine Leute sitzen und wenn ich ihn verriet, war ich schneller tot, als er im Knast.

 

Sollte ich stillschweigen bewahren und in den Knast gehen, würde er alles so drehen und wenden, dass ich unschuldig war. Er hatte eben seine Mittel und Wege.

 

Zur Not würde er einen Doppelgänger heranschaffen und die Beweismittel würden den eindeutig identifizieren und mich eindeutig als unschuldig hinstellen. Fotos wären am leichtesten zu manipulieren.

 

Mich als einen seiner besten Männer, würde er gewiss nur ein paar Tage schmoren lassen zur Strafe meiner Unvorsichtigkeit und dann wäre ich wieder ein freier Mann.

 

Den einzigen um den ich mir Sorgen machen musste, war Jim.

 

''Du wirst wohl oder übel die Polizei rufen. Nur musst du mir versprechen auf meinen kleinen Bruder acht zu geben. Wenn ich im Knast bin, ist er für die anderen Freiwild!'', kam es bittend von mir.

 

*-*-*

 

So, er war also mehr als uneinsichtig... nun, das hatte ich ja leider erwartet und schüttelte nur den Kopf.

 

Ich lächelte nun nicht mehr und meinte ablehnend:

 

"Ich soll auf deinen kleinen Bruder aufpassen... tze... nein, das sehe ich gar nicht ein. Wenn ihm eben was passiert... bist du schuld... nicht ich.

 

Weißt du, da wo ich herkomme geht man mit solchen Leuten wie dir noch ganz anders um. Ich komme aus Italien und du wirst doch sicher schon von der italienischen Mafia gehört haben, nicht wahr.

 

Ich könnte dich jetzt mit ein paar Methoden bekannt machen, die die Mafia gern anwendet und glaub mir, dann würdest du reden.

 

Leider versprach ich aber, dass ich dir nichts tun werde... nun, ich habe auch so meine Mittel und Wege heraus zu bekommen, wer dein Auftraggeber ist und glaub mir... ich kriege ihn.", drohte ich ihm, mit einem Blick, der Entschlossenheit und Kälte widerspiegelte.

 

Dann nahm ich meine Schlüssel aus der Hosentasche, schloss die Handschellen auf und meinte:

 

"Verschwinde... los hau ab... bevor ich es mir anders überlege!", stand auf und verließ das Schlafzimmer, um in mein Wohnzimmer zu gehen und mich an meinen Schreibtisch zu setzen...

 

*-*-*

 

Ferrante überraschte mich sehr, doch nutzte ich die Gelegenheit und ging.

 

Hatte er mich vielleicht verwanzt?

 

Ich nahm an der nächsten öffentlichen Telefonzelle, von der ich wusste, dass die nicht abgehört wurde, Kontakt zu Shadow auf. Bruno war am Telefon und nahm meine Informationen entgegen.

 

Da hatte ich wirklich Mist gebaut und dafür würde ich gerade stehen müssen.

 

Doch konnte und wollte ich Ferrante nicht verpfeifen. Sie erfuhren nicht, wo sich seine Wohnung befand, das bleib mein kleines Geheimnis.

 

Anschließend machte ich mich auf dem Weg nach Hause, auch wenn das vermutlich ein sehr unsicherer Ort war.

 

Obwohl es schon spät war, brannte bei meinem Vermieter noch Licht, also nutzte ich die Chance, meine Miete mit der ich im Rückstand war, zu bezahlen.

 

Auch für den nächsten Monat bezahlte ich, obwohl ich nicht einmal wusste, was kommen würde.

 

Aber selbst wenn sie Shadow schnappen würden, hier gab es nur eine Möglichkeit ohne Schulabschluss und das waren die Gangs. Es würde eine andere geben, einen anderen Auftraggeber.

 

Jim sollte zumindest mit der Schule fertig sein, wenn ich mich mit ihm irgendwohin absetzten würde. Aber das dauerte wohl noch eine Weile.

 

Endlich hatte ich meine Wohnung erreicht und schloss die Tür auf. Mein Einkauf stand immer noch da, wo ich ihn gelassen hatte. Das Bier war warm, aber trotzdem nahm ich mir eines.

 

Ferrante, was hatte er nur mit mir gemacht? Er spuckte in meinem Kopf. Ich wollte ihn noch immer!

 

*-*-*

 

Ich hörte wie sich der Fahrstuhl in Gang setzte und wusste, dass Jonny weg war.

 

Schnell schrieb ich eine Email an meine Informanten, von denen zwei zurück schrieben und mir etwas sehr interessantes zu berichten hatten.

 

Ich grinste, als ich das las, denn die Schlinge um... wie nannten meine Informanten ihn... Shadow... zog sich immer enger. Ich bekam sogar Bilder, die ich dann gleich an die Polizei schickte, denn auch dort hatte ich so meine Kontakte.

 

Auch wenn ich hier sehr erfolgreich war, so nahm ich mir doch vor, wieder in meine Heimat zu gehen, mir dort ein Haus zu kaufen und mit dem Detektiv spielen aufzuhören.

 

Die Sache mit Jonny hatte mich doch mehr mitgenommen, als ich bereit war zuzugeben.

 

So suchte ich im Internet schon mal nach einem schönen Haus in meiner Heimat und fand auch sehr schnell eines, dass sehr groß war und mein ganzes Interesse auf mich zog.

 

Dem Makler schrieb ich sogleich eine Email und sendete sie dann ab.

 

Mein Appartement würde ich vielleicht Jonny zur Verfügung stellen, wenn er es denn haben wollte. Ich konnte es eh nicht mehr brauchen und ich konnte damit tun und lassen was ich wollte, es war immerhin meins.

 

*-*-*

 

Etwas fertig legte ich mich auf die Schlafcouch, als ich auch schon einen Schlüssel im Schloss hörte.

 

''Jim?'', fragte ich eher unnötigerweise.

 

''Da bist du ja endlich. Ich war vorhin schon mal hier...'', kam es von ihm, während er seine Schuhe und Jacke im Flur auszog.

 

Gerade wollte ich antworten, als er zu mir ins Zimmer kam.

 

''Ach du sch..., war das Vater?'', kam es von mir, während ich aufsprang und direkt zu Jim ging. Er hatte ein blaues, blutunterlaufenes Auge und wischte sich seine Tränen weg.

 

Doch auf meine Frage hin bekam ich erst mal keine Antwort. Dann nahm ich ihn einfach in die Arme und tröstete ihn.

 

''Schhh ist ja gut!'', versuchte ich ihn zu beruhigen.

 

''Ich pack das Jahr nicht!'', schluchzte er, ''Zu schlechte Noten, zu viele Fehltage. Da ist er einfach ausgerastet, hat dir die Schuld dafür gegeben. Er sagte so schlimme Sachen... Dann hat es einfach nur geknallt.''

 

Unser Vater hasste mich so sehr. Er dachte doch wirklich, dass ich Jim anrühren würde.

 

Niemals würde ich etwas gegen Jims Willen tun!

 

Jetzt hasste ich meinen Vater auch.

 

Ich versuchte, während ich Jim noch tröstete, im Kopf zu überschlagen, ob mein Erspartes schon reichen würde, für ein besseres Leben, außerhalb von den Slums.

 

*-*-*

 

Nur noch eine Email an meinen Informanten, dann packte ich alles ein, was mir lieb und teuer war, woran ich besonders hing.

 

Anschließend schrieb ich einen Brief an Jonny:

 

Hallo Jonny, wenn du diesen Brief liest bin ich weg. Ja, ich gehe wieder nach Italien.

Der Schlüssel, gehört zu meinem Appartement, das jetzt deines ist, tu damit was du willst... es gehört dir. Bitte, mach was aus deinem Leben und hör auf mit dem Mist... bitte...

Für dich und deinen Bruder alles Gute und viel Glück im weiteren Leben.

 

Ich wünschte, wir hätten uns unter anderen Umständen kennen gelernt.

 

LG, Ferrante Abrizzi.

 

Die Schlüssel und den Brief legte ich in ein Kuvert und klebte es zu.

 

Dann nahm ich meine Tasche, sah mich hier noch einmal, richtete noch das ein oder andere und verließ dann das Appartement.

 

Draußen angekommen, schwang ich mich in mein Cabrio und fuhr zunächst zur Wohnung von Jonny. Dort angekommen ging ich hoch und steckte den Brief in den Briefschlitz, in der Tür, so dass der Brief auf dem Boden im Flur landete, was auch ziemlich polterte, da ja die Schlüssel darin waren.

 

Anschließend verließ ich das Haus wieder, schwang mich wieder in meinen Wagen und fuhr zur Agentur, wo ich sicher auch auf Jay treffen würde und mich so von ihm verabschieden könnte.

 

*-*-*

 

Das Poltern ließ mich hochschrecken und auch hatte ich jemanden vor der Tür gehört. Kurz ließ ich Jim alleine stehen und ging zur Tür.

 

Dort angekommen, sah ich den Brief, den ich aufhob, öffnete und die Schlüssel herausnahm. Den Brief las ich aufmerksam durch und mir kamen ein wenig die Tränen.

 

''Weinst du? Was ist denn?'', wollte Jim wissen.

 

''Nichts'', sagte ich zu ihm.

 

''Was hältst du von Italien?'', wollte ich dann grinsend von ihm wissen.

 

Das Geld was uns noch fehlte, würde Ferrantes Wohnung bringen und wenn es unser Schicksal wollte, würden wir uns in Italien wiedersehen.

 

Ich schnappte mir mein Geld, meinen kleinen Bruder, nach nötigste, was wir brauchten und verließ die Wohnung.

 

Schnell war ein guter Käufer gefunden, der mir die Wohnung blind abkaufte, da es eine angesagte Gegend war und ihm mein Wort reichte.

 

Jim schlich sich noch schnell Zuhause rein und holte ein paar Sachen, hinterließ unseren Eltern einen Abschiedsbrief, bevor wir uns auf zum Flughafen machten.

 

Wir mussten einfach noch ein paar Tickets bekommen, für den nächsten Flug.

 

*-*-*

 

Die Agentur erreicht, betrat ich diese und Jay kam mir sogleich entgegen.

 

"Ferrante!", begrüßte er mich freudestrahlend.

 

"Jay...", entgegnete ich.

 

"Hey, was ist denn los?"

 

"Nichts... ich... es ist nur, dass ich mich jetzt von dir verabschieden und in meine Heimat zurückkehren werde."

 

"Warum denn das?"

 

"Mich hat alles hier sehr zu schaffen gemacht."

 

"Das hat nicht zufällig was mit... Jonny zu tun, oder?"

 

"….."

 

Ich schwieg.

 

Jay grinste:

 

"Das ist doch aber kein Grund abzuhauen."

 

"Doch das ist es, ich habe mir ein Haus gekauft und werde jetzt dorthin ziehen."

 

"Na gut, wenn das so ist. Aber wir werden uns doch irgendwann wieder sehen, oder."

 

"Sicher, du kannst mich ja mal besuchen kommen, wenn du Zeit hast."

 

Jay nickte, dann umarmte er mich und ich ihn ebenfalls.

 

"Hier, gibst du das Schreiben, bitte dem Chef?"

 

"Natürlich und alles gute für dich."

 

Ich nickte, umarmte ihn noch einmal, dann verließ ich die Agentur, stieg wieder in mein Auto ein und machte mich auf den Weg zum Flughafen.

 

Dort angekommen, ließ ich mein Auto verladen, holte mein Ticket ab und wartete...

 

*-*-*

 

Nach einigem hin und her, waren doch noch zwei Plätze frei im Flieger und wir waren heilfroh. Dann gaben wir unser Gepäck auf und mussten noch eine Weile warten.

 

''Ich hole mir noch etwas zu Essen'', kam es von Jim.

 

Grinsend schaute ich ihm hinterher. Doch dann erblickte ich Ferrante, der gelassen wartete, uns aber noch nicht bemerkt hatte.

 

Ganz cool setzte ich mich auf die andere Seite, der Sitze, lehnte meinen Arm auf die Lehnen und sprach ihn von hinten an.

 

''Fliegst du ganz alleine?'', fragte ich ihn locker.

 

Jedoch konnte ich ein Grinsen nicht unterdrücken. Zu sehr freute ich mich, ihn wiederzusehen.

 

*-*-*

 

Nachdenklich hatte ich da gesessen und einfach nur vor mich hin gestarrt, als ich eine bekannte Stimme hörte und mich leicht erschrocken umdrehte.

 

"Jonny!", war erst mal alles was ich sagen konnte.

 

Ich sah ihn an und konnte es irgendwie nicht fassen.

 

"Wohin … ich mein, wohin willst du denn fliegen?", fragte ich ihn unwissend.

 

Irgendwie freute ich mich ihn zu sehen... kein Plan warum, aber so war es.

 

"Ja, ich fliege allein...", kam es hinzufügend von mir.

 

*-*-*

 

''Ich muss dich enttäuschen'', grinste ich breit, ''Du wirst nicht alleine fliegen. Wenn es dir recht ist, begleiten wir dich. Du sagtest doch, ich soll etwas aus meinem Leben machen.''

 

Jim kam jetzt auch auf uns zu und starrte mich unwissend an.

 

''Wer ist das?'', wollte er wissen.

 

''Jim, das ist Ferrante. Ferrante, das ist mein kleiner Bruder Jim'', stellte ich sie Gegenseitig vor. Wobei ich mir denken konnte, das Ferrante wusste, wer Jim war.

 

''Vielleicht hat Ferrante ja eine Übernachtungsmöglichkeit für uns in den ersten Tagen. Zumindest bis wir etwas eigenes haben?'', fragte ich dann.

 

Immerhin war alles sehr spontan und wir tauchten in Italien mit nichts außer dem was wir bei uns hatten, auf.

 

*-*-*

 

Nun musste ich auch grinsen, begrüßte aber auch Jim.

 

"So, so... ihr folgt mir also. Nun gut, ich habe mir ein großes Haus gekauft, das sollte reichen für uns drei.", erwiderte ich schlagfertig.

 

Gerade wollte ich noch was sagen, da kam auch schon die Durchsage:

 

Passagiere des Fluges 417 nach Italien bitte begeben sie sich zum Gate 5!

 

Ich stand auf und nickte den beiden zu.

 

"Na, dann kommt mal mit.", meinte ich nur, schnappte mit meine kleine Tasche und ging dann langsam voraus.

 

*-*-*

 

Nun hatte Ferrante es geschafft, mich sprachlos zu machen. Also folgten Jim und ich ihm einfach.

 

Im Flieger saßen wir leider alle nicht beieinander, das wäre auch wohl zu schön gewesen. Aber wir hatten immer noch das selbe Ziel.

 

Den Flug über schlief ich, weil ich total erledigt war. Als wir dann landeten, weckte Jim mich.

 

Etwas bedrömelt tapste ich hinter die Beiden her, die sich schon ganz gut zu verstehen schienen.

 

Dann mussten wir auf unser Gepäck warten und gingen endlich hinaus, an die frische Luft. Jetzt wurde ich auch langsam wieder wach.

 

Ich war nun doch sehr gespannt auf Ferrantes Haus.

 

*-*-*

 

Nach dem etwas längeren Flug landeten wir endlich in meiner Heimat... war das ein schönes Gefühl. Warum war ich auch von hier fortgegangen...?

 

Mit Jim verstand ich mich mittlerweile ganz gut, denn er schien sehr vernünftig zu sein.

 

Nachdem nun auch endlich mein Auto ausgeladen worden war, ging ich mit Jim und Jonny zu meinem Auto, lud das Gepäck ein und bat beide dann einzusteigen, bevor auch ich mich in meinen Wagen schwang.

 

Nachdem beide endlich drin saßen, startete ich und fuhr mit den Beiden in mein neues Zuhause, das vielleicht auch das Zuhause von Jim und Jonny werden würde... wenn sie denn wollten.

 

Auf der Fahrt erklärte und zeigte ich ihnen so einiges, dann erreichten wir endlich mein Haus. Ich stieg aus und meinte:

 

"Willkommen in unserem neuen Zuhause...", und musste nun selbst staunen... das war mein Traumhaus... genauso hatte ich es mir immer vorgestellt.

 

So strahlte ich übers ganze Gesicht.

 

Ich betrat schon fast ehrfürchtig, als könne etwas kaputt gehen, das Haus, das natürlich vollständig möbliert war und bekam irgendwie meinen Mund nicht mehr zu vor staunen...

 

*-*-*

 

''Hammer! Hat das Haus auch einen Pool'', kam es staunend von Jim, der wie ein kleines Kind, durchs Haus jagte.

 

Ich musste kichern, aber auch staunen über das Haus. Doch tat ich das eher ruhig.

 

Über Ferrantes Worte freute ich mich natürlich sehr und ich hatte bestimmt nichts dagegen hier zu wohnen und ihn näher kennenzulernen.

 

Also lächelte ich ihn kurz an und ging dann mit ihm die Räume durch, um mir sie anzuschauen. Jim hatte sich schon gleich ein Zimmer in Beschlag genommen.

 

''Bekomme ich mein eigenes Zimmer?'', fragte er dann etwas unsicher.

 

''Ja! Die Besenkammer!'', gab ich ihm frech zur Antwort.

 

*-*-*

 

Selbstverständlich dachte ich nicht mehr daran, dass Jonny schwul war... hatte es wahrscheinlich verdrängt, dass er ja was von mir wollte... vielleicht war es ja auch nur eine kurze Phase gewesen.

 

Ich machte mir jedenfalls keine Gedanken mehr darüber und freute mich, dass ich ein wenig hatte helfen können, zudem sich Jim und Jonny ja tierisch zu freuen schienen.

 

"Ja, das Haus hat im Partykeller und im Garten einen Pool.", erklärte ich: "Sicher, ihr könnt euch gern jeder ein Zimmer aussuchen.", bot ich ihnen an und musste direkt lachen, als ich Jonnys freche Antwort an seinen Bruder vernahm.

 

Schließlich sah ich mir alles genauer an. Die Bibliothek... wovon ich immer geträumt hatte... das riesige Wohnzimmer... die Küche, die, in Marmor gestalteten Bäder, mit Marmorsäulen eingefassten runden Badewannen, goldene Wasserhähne... einfach nur ein Traum.

 

Im Schlafzimmer angekommen, konnte ich nicht anders und ließ mich einfach nur auf das große runde Bett fallen, wo ich einfach nur da lag und die Augen genießend schloss....

 

Mein Traumhaus... endlich... und... ich war nicht mehr allein...

 

*-*-*

 

Als Jim gehört hatte, wo die Pools waren, jagte er gleich los. Da wollte wohl einer schwimmen gehen.

 

Langsam ging ich hinter Ferrante her und schaute mir ebenfalls die Räume an.

 

Dann, wo er da so auf dem Bett lag, war ich mehr als versucht, nahm mich aber zusammen. Schließlich wusste ich gar nichts über ihn.

 

Langsam ging ich zu den großen Fenster rüber, die in den Garten zeigten. Jim schwamm nackt im Pool. Ich musste grinsen, bei diesem Anblick.

 

''Hast du das Haus gekauft? Oder wohnst du hier zur Miete?'', durchbrach ich die Stille, ''Wenn du das gerade wirklich ernst meintest und wir bleiben dürfen, dann möchte ich mich auch finanziell beteiligen.''

 

Einen Moment noch schaute ich weiter nach draußen, bevor ich rüber zum Bett ging.

 

Manno, musste er da so sexy liegen?

 

''Ich habe über die ganze Zeit einiges angespart. Wir können natürlich auch erst mal schauen, ob das zusammenleben überhaupt klappt'', fügte ich noch hinzu.

 

*-*-*

 

Noch immer lag ich vollkommen entspannt auf meinem Bett, als ich hörte, dass Jonny das Zimmer betrat, doch blieb ich erst mal liegen. Auch als er mich ansprach regte ich mich keinen Zentimeter von der Stelle, auch meine Augen blieben geschlossen.

 

"Ich habe das Haus gekauft, es ist meins.", antwortete ich: "Finanziell bin ich mehr als abgesichert, aber wenn du willst, können wir uns auch gern darüber unterhalten in wie weit du dich beteiligst.", langsam erhob ich mich und sah nun Jonny genau vor mir stehen.

 

Ich war glücklich und lächelte ihn einfach an.

 

"Ich freue mich jedenfalls, dass ich nicht allein bin und denke, dass wir gut miteinander auskommen werden."

 

Draußen hörte ich es plätschern und musste grinsen.

 

"Jim hat wohl den Pool schon entdeckt.", stellte ich fest: "Wir müssen auch schauen, dass der Kleine hier zur Schule geht."

 

Ich stand auf, wollte eigentlich zum Fenster gehen, aber dann stand ich genau vor Jonny, blickte ihm direkt und intensiv in die Augen, konnte mich einfach nicht losreißen... sie hielten mich gefangen und ich versank beinahe in seinen schönen Augen...

 

*-*-*

 

''Ich denke ein paar Tage lassen wir ihn, wegen der Umstellung, bevor wir uns um die Schule kümmern'', antwortete ich Ferrante und es klang beinahe so, als wären wir ein Paar und Jim unser Sohn.

 

Als Ferrante dann direkt vor mir stand und mir in die Augen sah, konnte ich nicht anders, als ihn einfach zu küssen.

 

Wir hatten in etwa die gleiche Größe, so dass seine Lippen direkt gegenüber den meinen lagen.

 

Ohne zu fragen, legte ich meine auf die seinen. Sie zogen mich einfach magisch an und sein Blick hatte das übrige getan.

 

Draußen konnte ich Jim hören, wie er im Pool schwamm, ansonsten blendete ich alles um mich herum aus. Riskierte es einfach, obwohl ich nicht mal wusste, ob Ferrante überhaupt auf Männer stand.

 

Ich wollte ihn und wenn ich dafür kämpfen musste.

 

Er war doch selber schuld, was schaute er mich auch so intensiv an. Da musste ich ihn einfach küssen, selbst wenn ich eine Ohrfeige riskierte.

 

Das würde ich ihm noch nicht mal übel nehmen, nachdem was alles geschehen war. Quasi waren wir Feinde... gewesen!

 

*-*-*

 

Nur kurz hatte ich ihm zugenickt, dann sah ich wie sein Gesicht sich dem meinem näherte und spürte dann auch schon seine Lippen auf den meinen. Als könnte ich nicht anders, schloss ich genießend die Augen und erwiderte den Kuss.

 

Dabei stand ich nicht mal auf Männer, aber das hier war einfach zu schön gewesen... hatte mir beinahe den Atem geraubt... diese weichen vollen Lippen, von denen man echt süchtig werden konnte, wenn man nicht aufpasste.

 

Doch für mich war es schon fast zu spät, als ich mir dessen gewahr wurde, was er getan und was ich zugelassen... ja sogar... erwidert hatte.

 

Ich löste mich also schnell von ihm, sah ihm mit fragenden... ja, erschrockenen Blicken an, als könnte ich es nicht fassen, was gerade passiert war und es sich für mich mehr als gut angefühlt hatte. Zudem fühlte ich mein Herz rasen, als könnte jeder Schlag der letzte sein.

 

Ein paar Schritte ging ich rückwärts, hatte die Tür erreicht und verließ mein Schlafzimmer... beinahe fluchtartig... wenn auch langsam... aber noch irgendwie geschockt... über mich selbst wundernd.

 

Nein, Jonny war ich nicht böse, aber sagen konnte ich jetzt auch nichts mehr... es hatte mir schlicht und ergreifend die Sprache verschlagen, was für mich eigentlich schon sehr untypisch war.

 

Meine Gefühle fuhren gerade Achterbahn, während ich mich in meinen Lieblingsraum, der Bibliothek, verkrümelte.

 

Dort setzte ich mich in den sehr bequemen Sessel und vergrub mein Gesicht in meinen Händen.

 

Konnte es sein, dass ich mich geirrt hatte? Stand ich vielleicht doch auf Männer?

 

Herrje, ich war mir noch nie so unsicher, wie in diesem Moment....

 

*-*-*

 

Ich ließ Ferrante die Flucht ergreifen, schließlich hatte ich alle Zeit der Welt.

 

Aber auch ich verließ das Schlafzimmer, ging zu Jim, schauen was der trieb.

 

''Jonny, das Wasser ist herrlich!'', begrüßte er mich und schon war ich halb nass.

 

''Na warte! Das hast du nicht um sonst gemacht'', grinste ich und zog mich aus.

 

Anschließend sprang ich zu Jim in den Pool und versuchte ihn zu fangen.

 

Das kühle Nass tat meinen aufgeheizten Körper mehr als gut. Schnell hatte ich meinen kleinen Bruder in meinen Fängen und ein wildes Getobe begann.

 

Unsere Nacktheit störte mich dabei nicht im geringsten.

 

*-*-*

 

Noch immer grübelte ich, versank förmlich in meinen Gedanken, doch dann hörte ich das wilde Toben, das vom Garten her kam.

 

Ich ging zum Fenster, das auch hier offen stand, denn es war ja recht warm und ein bisschen frische Luft war sicher nicht das schlechteste. Dann sah ich die beiden Brüder auch schon... nackt im Pool herum toben, was mich ein wenig schmunzeln ließ.

 

Irgendwie gefiel mir der Anblick... konnte mich irgendwie nicht davon lösen. Beide hatten wirklich tolle Körper, aber Jonnys Körper gefiel mir am besten... diese absolut perfekte Statur... einfach nur zu... ja... geil. Und mir wurde schon heiß und halt bei diesem Anblick.

 

Jedoch entfernte ich mich dann doch wieder von dem Fenster und schloss es, ließ die Beiden toben. Ich verließ die Bibliothek und versuchte mich anderen Aufgaben zu widmen.

 

Immerhin hatte ich meinen Koffer und meine Tasche noch nicht ausgepackt, was ich nun endlich mal in die Reihe kriegen wollte.

 

Ein bisschen Ablenkung konnte auch nicht unbedingt schaden.

 

Irgendwie musste ich mich doch wieder in den Griff bekommen.

 

*-*-*

 

Na einer ganzen Weile hatten wir erst genug und lagen zum verschnaufen, am Rand des Pools.

 

Ich wuschelte Jim durchs Haar, woraufhin er protestierte.

 

''Oh Jonny!'', brummte er.

 

''Na komm, wir sollten unsere Sachen auspacken, auch wenn wir nicht viel haben. Außerdem wären Handtücher nicht schlecht irgendwie...'', sagte ich dann zu ihm, während ich aus dem Wasser ging.

 

So nass wie ich war, wollte ich gar nicht ins Haus gehen. Tippelte dann aber doch auf Zehenspitzen hinein, um uns Handtücher zu holen.

 

Also trockneten wir uns ab und zogen zumindest die Hosen wieder an, bevor wir unsere Taschen auspacken gingen.

 

''Hast du gesehen? Wir haben sogar Fernsehen'', kam es dann plötzlich von Jim, der hinter mir in der Tür stand.

 

Er war schon wieder nackt und zeigte mir seinen tollen Körper, während er ins Zimmer kam und sich aufs Bett legte, bevor er den Fernseher anmachte.

 

Ich konnte meine Blicke einfach nicht von ihm nehmen, auch wenn ich ihn schon so oft nackt gesehen hatte.

 

''Ja, richtig toll, oder?'', lächelte ich.

 

Nachdem ich mit dem einräumen fertig war, legte ich mich zu ihm aufs Bett. Es war richtig groß, geräumig und so weich.

 

''Ich hab Hunger!'', brummte Jim dann nach einer Weile.

 

*-*-*

 

Unterdessen hatte ich hier ein bisschen sauber gemacht, auch wenn es offensichtlich nicht notwendig gewesen wäre, aber ich konnte es eben einfach nicht lassen. Ich mochte es eben gern sehr sauber und ordentlich, außerdem brauchte ich noch immer Ablenkung.

 

Denn zwischenzeitlich hatte ich die beiden wiederum beobachten dürfen, wie sie nackt bzw. halbnackt ins Haus kamen.

 

Au man... wollten mich die beiden ärgern oder wahnsinnig machen?

 

Wie sollte man sich da noch zurückhalten? Unter den gegebenen Umständen war das wohl kaum noch möglich, oder.

 

Mir blieb also nichts anderes übrig, nachdem ich mit dem "Putzen" fertig war, mich ins Bad zu verkrümeln.

 

Ich schnappte mir also ein weißes Badetuch, ging in das wunderschöne Bad und zog mich aus. Nachdem ich das eiskalte Wasser aufgedreht und mich in die Dusche gestellte hatte, entwich mir doch glatt ein leiser "Schrei".

 

Das Wasser fühlte sich auf meinem Körper heiß an... als würde es sich in meine Haut brennen, so dass ich kurzzeitig die Augen schließen musste.

 

Während ich mich schließlich einseifte, um mich wirklich gründlich zu waschen, bekam meine untere Region besonders viel Aufmerksamkeit und ich begann mich nun selbst zu befriedigen, wobei ich ein leises Stöhnen nun doch nicht so ganz unterdrücken konnte.

 

Inzwischen hatte ich das Wasser doch auf warm gestellt, lehnte mich rücklings entspannt an die Duschwand und befriedigte mich weiter selbst.

 

Dass ich hier nicht allein war, kam mir jetzt aber nicht in den Sinn... war mir jetzt erst mal vollkommen egal... ich musste meinen Druck schließlich irgendwie loswerden...


*-*-*

 

''Ich habe auch Hunger!'', antwortete ich meinem kleinen Bruder, ''Dann will ich mal schauen wo der Hausherr steckt.''

 

Also erhob ich mich, schaute noch einmal Jims tollen Körper an, bevor ich durch Haus ging.

 

In der Bibliothek war er nicht, auch nicht in seinem Zimmer. Die Küche war auch leer und sonst war er nirgends zu sehen.

 

Doch dann hörte ich im Badezimmer die Dusche und... war das etwa Stöhnen?

 

Hatte er sich etwas getan?

 

''Ferrante? Alles okay bei dir?'', fragte ich.

 

Mit einem Ruck war die Tür offen, aber was ich dann zu sehen bekam, ließ mich breit Grinsen.

 

Langsam ging ich auf die Dusche zu und wäre am liebsten direkt auf die Knie gegangen. Nur nachdem was heute schon passiert war, wollte ich erst mal die Reaktion von Ferrante abwarten.

 

*-*-*

 

Mit einem ziemlich lauten Stöhnen hatte ich mich in meiner Hand erleichtert und lehnte nun ein wenig erschöpft an der Duschwand, als ich plötzlich hörte, wie die Tür aufging und kurz darauf sah ich Jonny, der das Bad betreten hatte.

 

Entsetzt starrte ich ihn an, warf dann den nassen Schwamm nach ihm und sagte etwas lauter, aber gespielt:

 

"Raus hier...!", musste aber irgendwie direkt in mich hineingrinsen... auch wenn es mir jetzt doch ziemlich peinlich war, dass ausgerechnet Jonny mich "dabei" erwischt hatte.

 

Und es erregte mich gleich wieder, als es mir so richtig bewusst wurde, dass er mich hier so nackt sah... was mir dann auch gleich noch die Röte ins Gesicht trieb und ich meinen Blick schamhaft senkte.

 

*-*-*

 

Der nasse Schwamm traf mich auf der Brust und hinterließ eine nasse Spur, bevor er zu Boden fiel.

 

''Öhm...'', brachte ich nur hervor, ''Ich dachte, du brauchst vielleicht Hilfe?''

 

Dann musste ich aber kichern, weil es sehr zweideutig klang. Den Blick von Ferrantes Körper konnte und wollte ich nicht nehmen. Er war einfach viel zu hübsch.

 

Nun war ich im Zwiespalt. Sollte ich gehen und ihn alleine lassen oder aber den Schwamm aufheben und ihn ein wenig zur Hand gehen?

 

*-*-*

 

Ich spürte förmlich Jonnys Blick auf meinem Körper ruhen, was meinem Körper anscheinend sehr zu gefallen schien und auch gleich sichtbar wurde, da sich meine Männlichkeit langsam wieder aufzurichten begann.

 

"Gibst du mir bitte meinen Schwamm wieder?", bat ich ihn grinsend, sah ihm wieder direkt und sehr intensiv in die Augen, währenddessen meine Gesichtsröte gar nicht mehr weichen wollte.

 

Hin und her gerissen zwischen meiner Erregung und der Unsicherheit, ob ich wirklich auf Männer stand wurde mein Blick an Jonny nun schon fast bittend.... beinahe ein Hilfeschrei... mir bei meinem Problem zu helfen.

 

"Du willst mir helfen,", griff ich das von ihm gesagte auf: "….dann tu es und hilf mir... bitte.", hörte ich mich sagen, ohne darüber nachzudenken...

 

*-*-*

 

Das Wort 'Bitte' bekam für mich jetzt eine ganz neue Bedeutung und ich ging langsam auf Ferrante zu. Dass ich noch eine Shorts trug, ignorierte ich dabei.

 

Langsam legte ich meine Hand auf seine Brust, bevor ich vor ihm auf die Knie ging und meine Hand hinunter gleiten ließ.

 

Mit einem festen Griff nahm ich seine Männlichkeit in die Hand und leckte mir gekonnt über die Lippen, bevor ich sie verschlang.

 

Gierig lutschte und saugte ich an ihr, während meine Hand wieder an Ferrantes Bauch auf und ab streichelte.

 

Mein Gesicht drückte ich immer wieder an seinen Körper, während seine Männlichkeit in meinen Rachen verschwand. Meine andere Hand streichelte unterdessen über seine Pobacken und erkundete die tollen Rundungen.

 

Als ich dann von seiner Männlichkeit abließ, war sie sehr hart und Speichelfäden verbanden mich mit ihr.

 

Noch einmal leckte ich darüber, bevor ich Ferrantes Bauch liebkoste. Dann stand ich langsam wieder auf, hob seinen Arm und leckte über seine Achseln.

 

Anschließend drückte ich meinen Körper ein wenig an den seinen und knabberte an seinem Ohrläppchen.

 

Ich wollte mehr, viel mehr von ihm schmecken.

 

Nur hörte ich plötzlich Jim rufen.

 

''Jonny? Ferrante? Ich hab Hunger! Wo seid ihr denn?''

 

*-*-*

 

Nun war ich mir sicher, ich stand doch auf Männer, denn Jonnys Zärtlichkeiten ließen mich nun wirklich nicht kalt. Was er mir bot, nahm mein Körper nur allzu dankbar an und ich seufzte und stöhnte leise auf.

 

Au man, Jonny hatte es echt drauf, mich zum Wahnsinn zu bringen, während sich meine Hände hilfesuchend an der Duschwand festzuhalten suchten.

 

Ich streichelte Jonnys Kopf zärtlich, strich ihm durch die Haare, als er vor mir hockte und meine Männlichkeit bearbeitete.

 

Als er schließlich wieder von mir abließ und sich dem Rest meines Körpers widmete begann auch ich ihn zu streicheln, ließ meine Hände über seinen tollen Körper wandern und strich dann leicht über seine Männlichkeit, die noch in der Shorts verborgen lag.

 

Sein Knabbern an meinem Ohrläppchen ließ mich leise seufzen und ich gab mich ihm nur allzu gern hin, während ich seinen Hals zu küssen und abzulecken begann.

 

Meine Männlichkeit war schon zum Brechen hart und ich konnte mich kaum noch beherrschen.

 

Dann jedoch hörte ich Jim nach uns rufen... weil er Hunger hätte...

 

Herrje, er war doch kein Baby mehr, das gefüttert werden musste... aber dann und mit dem letzten bisschen Verstand, das mir noch geblieben war, flüsterte ich Jonny zu:

 

"Geh ruhig... ich komm schon klar." und schloss die Augen, während sich nun meine Hand schon auf den Weg zu meiner Männlichkeit machte, denn diesen Druck musste ich jetzt wirklich loswerden, Jonny hatte mich jetzt einfach viel zu sehr und viel zu gut erregt.

 

Selbst Eiswasser würde wohl jetzt nichts mehr nutzen...

 

*-*-*

 

Ich konnte und wollte eigentlich nicht von Ferrante ablassen. Das Bild, was er mir bot, war einfach viel zu geil.

 

Trotzdem ging ich langsam Rückwärts, während ich ihm noch einen Moment zusah, wie er es sich selbst machte.

 

Auf dem Weg nach Draußen, nahm ich mir noch ein Handtuch mit. Jim stand schon vor der Tür und schaute mich skeptisch an, als er mich in nasser Shorts sah.

 

''Gehst du immer mit Klamotten duschen?'', wollte er frech wissen, ''Und wo ist Ferrante?''

 

''Der kommt gleich und dann gibt es auch etwas zu Essen. Mal schauen, ob wir noch einkaufen fahren. Schließlich ist nichts da'', antwortete ich Jim.

 

''Ich hab aber jetzt Hunger'', maulte er und ich musste lachen.

 

''Sei nicht so kindisch'', brummte ich, ''Einen Moment wirst du wohl noch warten können!''

 

Dann ging ich an ihm vorbei und zog mir erst mal etwas frisches an.

 

''Bist du jetzt sauer?'', kam es auf einmal von Jim, der hinter mir im Zimmer stand.

 

''Nein, schon okay!'', antwortete ich ihm.

 

Er kannte es schließlich nicht anders. Immer wenn er bei mir gewesen war, brauchte er nur etwas zu sagen und es gab etwas zu Essen.

 

Doch jetzt? Ich konnte ihm unmöglich sagen, dass ich gerne mit Ferrante ungestört wäre, oder?

 

*-*-*

 

Au man, es machte mich total an, als er mir doch tatsächlich noch einen Moment zusah. Aber erst nachdem er aus der Tür raus war und die Tür hinter sich geschlossen hatte, lehnte ich mich entspannt an die Wand hinter mir und begann meine Männlichkeit intensiv zu streicheln und zu massieren.

 

Ein wenig riss ich mich noch zusammen, als ich Jim und Jonny vor der Tür reden hörte und erst als sie sich entfernten und ich nichts mehr von ihnen hörte, ließ ich mich richtig gehen und nur wenig später ergoss ich mich, vollkommen erregt stöhnend, abermals in meiner Hand.

 

Leicht erschöpft, nach Atem ringend und weichen Knien blieb ich noch etwas an die Wand gelehnt stehen. Es war schön gewesen, was Jonny getan hatte, aber nun war ich doch irgendwie frustriert... aber nun ja, vielleicht konnten wir die Sache später noch ein wenig... hmm... ja... vertiefen.

 

Als ich mich wieder ein wenig erholt hatte, duschte ich sehr gründlich und pflegte mich. Anschließend nahm ich das Badetuch, wickelte es um meine schmale Hüfte und verließ das Bad.

 

Mein Schlafzimmer erreicht, schloss ich hinter mir die Tür, ging in meinen begehbaren Kleiderschrank und trocknete mich zunächst gründlich ab.

 

Währenddessen schaute ich schon mal was ich anziehen wollte. Da! Die tiefschwarzen Klamotten sollten es sein und genau diese zog ich an.

 

Bekleidet mit einem schwarzen langärmligen Hemd, dessen Ärmel ich ein wenig hoch krempelte, einer schwarzen Hose und schwarzen Schuhen, besah ich mich im Spiegel.

 

Ich kämmte meine Haare ordentlich, stylte sie ein wenig und legte etwas Schmuck an.

 

Noch ein wenig Parfüm und noch einen Blick in den Spiegel... ja, so konnte ich mich durchaus sehen lassen.

 

Mein Zimmer verlassend, machte ich mich auf die Suche nach Jim und Jonny.

 

Zuerst sah ich in Jims Zimmer, als ich sie aber dort nicht antraf versuchte ich es in Jonnys Zimmer. Weit brauchte ich nicht zu gehen, da hörte ich sie auch schon miteinander sprechen und Jonny schien zudem etwas brummig zu sein... hmm... verständlich.

 

Ich grinste frech.

 

Da ich mit meinen 1,90m nicht gerade klein war, konnte ich mich nicht so wirklich anschleichen, dennoch tat ich es, stellte mich hinter Jim, pikste ihm in die Seite und meinte trocken:

 

"Zieh dir was an, Jim, wir fahren jetzt einkaufen.", wobei mein Blick dann wieder an Jonny hing, den ich mit meinen Augen halbwegs fixierte und frech grinste.

 

"Ich warte im Auto auf euch.", fügte ich noch hinzu, dann verließ ich das Zimmer und bald auch das Haus.

 

Draußen angekommen, setzte ich mich in mein Cabrio, zündete mir eine Zigarette an und wartete auf die Brüder.

 

*-*-*

 

Auch ich hing an Ferrantes Blick, als er den Raum betrat und mich ansah. Verdammter Mist aber auch, irgendwie musste Jim später früh schlafen gehen.

 

Ich hatte nämlich das Gefühl, dass meine Eier jeden Moment platzen würden.

 

Jim rannte nun in sein Zimmer und war schneller angezogen, als ich meine Schuhe anhatte.

 

''Ich geh auch schon mal raus!'', kam es von ihm und schon war er verschwunden.

 

Er musste wirklich großen Hunger haben, der Ärmste.

 

Während ich mir noch das passende zum anziehen raus suchte, hatte Jim das Auto bereits erreicht.

 

Er setzte sich zu Ferrante nach vorne und grinste ihn wohl wissend an.

 

''Hab ich euch etwa gerade eben gestört?'', fragte er frech und vielleicht auch ein wenig eifersüchtig.

 

*-*-*

 

Da ich der Meinung war, dass es Jim nichts anging und ich ihm keine Rechenschaft schuldig war, hielt ich es auch nicht für nötig ihm auf seine Frage, die sehr eifersüchtig rüberkam, zu antworten.

 

Ich rauchte stattdessen meine Zigarette auf und drückte die Kippe dann im Aschenbecher aus, während ich den letzten Rauch ausblies.

 

"Weißt du denn schon was du essen willst? Gibt es was, was du nicht gern isst?", stellte ich ihm nun eine Ausweichfrage.

 

Schließlich schaltete ich das Radio an... ach ja, typisch italienische Musik spielten sie grad und ich fühlte mich wieder richtig zu hause und willkommen.

 

So lehnte ich mich entspannt in meinen bequemen Sitz und lauschte, mit geschlossenen Augen der Musik.

 

Während wir auf Jonny warteten sah ich vor meinem geistigen Auge immer wieder die Szene im Badezimmer, was meine Wangen leicht erröten ließ und ich mich schon auf den sehr späten Abend freute... den ich sicher mit Jonny verbringen würde und wollte.

 

Ich wollte ihn, denn in meinem Bauch breitete sich ein kribbelndes Gefühl aus, das sich so toll, so.... geil anfühlte, wie ich es bis jetzt noch nie erlebt hatte.

 

Hatte ich mich in Jonny verliebt?

 

Es schien wohl so.

 

Aber wie sollte ich es ihm sagen? Sollte ich es ihm überhaupt sagen?

 

Vielleicht würde er mich ja für verrückt erklären, mich auslachen und sagen, dass er ja nur mal mit mir... na ja...

 

Meine Unsicherheit, in diesem Punkt wuchs und wollte absolut nicht weichen...

 

*-*-*

 

Endlich fertig, ging auch ich nach draußen und stieg in den Wagen ein.

 

''Von mir aus, können wir!'', sagte ich und merkte gleich, dass die Stimmung zwischen den Beiden brannte.

 

Jim hatte Ferrante auch nicht geantwortet, da er keine Antwort bekommen hatte, war er stur und schwieg.

 

''Alles klar?'', fragte ich deshalb Beide.

 

''Nein! Ich hab immer noch Hunger!'', maulte Jim.

 

''Was wollen wir denn Essen?'', wollte ich dann eher von Beiden wissen, aber Jim fühlte sich angesprochen und antwortete mir direkt.

 

''PIZZA!'', schrie er.

 

''Mir wäre ja eher nach irgendwas leckeres mit Nudeln... Kannst du Italienisch Kochen?'', fragte ich dann direkt Ferrante und merkte, dass Jim das gar nicht passte.

 

Anscheinend wollte er mich für sich haben. Nun ja, immerhin war ich sonst auch nur für ihn da gewesen. Jetzt hatte ich eben zwei Männer, um die ich mich kümmern wollte, wenn man das so sagen konnte.

 

*-*-*

 

Nachdem Jonny endlich auch im Auto saß und meinte, dass wir los könnten, startete ich den Motor und fuhr los. Das Radio hatte ich natürlich angelassen. Die Musik beruhigte mich irgendwie und ließ mich sehr schweigsam werden.

 

Natürlich spürte auch ich die Spannung, aber ich ließ das nicht an mich heran kommen.

 

Als Jonny mich dann etwas fragte, antwortete ich:

 

"Ja, ich kann italienisch kochen.", dann schwieg ich wieder, wollte mir die Ruhe nicht von Jim rauben lassen.

 

Nun, wenn seine Eifersucht nicht nachlassen würde, würde ich mir etwas einfallen lassen müssen. Vielleicht wäre es dann besser, wenn sie beide doch in eine eigene Wohnung ziehen würden... dann hätte dieses verwöhnte Balg seinen Bruder endlich wieder für sich.

 

Nein, ich hatte eigentlich nichts gegen Jim... aber mit seiner Eifersucht kam ich nicht klar. Der tat ja gerade so, als wollte ich ihm seinen Bruder wegnehmen... tze... Das war also der Dank dafür, dass ich beide aufgenommen hatte.

 

Warum hatte ich mich eigentlich drauf eingelassen?

 

Ich musste doch echt bescheuert gewesen sein!

 

Jonny benahm sich ja, aber Jim... nein, so ging das nicht...

 

Ich fuhr einfach weiter, bis wir ein riesiges Einkaufszentrum erreicht hatten... das sehr groß war.

 

Den Wagen geparkt, stieg ich aus und wartete dann auf Jonny und Jim, bevor ich das Einkaufszentrum betrat.

 

*-*-*

 

Wir folgten Ferrante ins Einkaufszentrum. Ich nahm einen Wagen, den ich vor mir her rollte und ging neben Ferrante her.

 

Jim lief ein wenig hinter uns, er merkte scheinbar, dass er sich daneben benommen hatte.

 

Ich ließ ihn erst einmal.

 

Gewissenhaft tat ich Sachen in den Wagen. Kaffee durfte nicht fehlen und Zigaretten brauchte ich auch dringend. Schokolade für die Nerven und natürlich allerlei, was wir zum Kochen brauchen würden.

 

''Was möchtest du heute Abend essen?'', fragte ich Ferrante und lächelte ihn an, ''Mir ist es relativ egal. Jim kann ja ruhig eine Pizza haben. Wenn du Lust hast könnten wir etwas zusammen kochen?''

 

Ein wenig bedenken hatte ich schon, ob die Stimmung wegen der Sache im Bad war. Genau das wollte ich jetzt abchecken - Schauen, wie Ferrante reagieren würde.

 

Unsere Hände berührten sich, als er nach einer Paprika griff und ich schaute ihm tief in die Augen.

 

''Ein leckerer Wein wäre auch nicht schlecht. Vorausgesetzt ich komme in den Genuss und werde nicht wieder an dein Bett gefesselt'', flüsterte ich ihm ins Ohr und hauchte die letzten Worte leicht hinein.

 

Jim war bei den Süßwaren und viel zu sehr beschäftigt, als dass er etwas mitbekam.

 

*-*-*

 

Auch ich packte diverse Sachen in den Wagen, natürlich auch meine Lieblingszigaretten und meinen Lieblingswein. Auch ich hatte einiges an Süßkram mit hinein gelegt.

 

"Ich würde heute gern mal wieder Spaghetti essen.... so wie man sie wirklich nur hier macht.", antwortete ich Jonny und lächelte ihn ebenfalls an. "Für Jim würde ich vorschlagen fahren wir noch beim Pizzarestaurant vorbei und holen dort eine fertige.... die ist da echt lecker... wird ihm sicher schmecken.", fügte ich vorschlagend hinzu.

 

Als sich in der Gemüseabteilung unsere Hände berührten und er mir tief in die Augen sah, erwiderte ich seinen Blick direkt und mal wieder sehr intensiv.

 

Ich konnte unsere Spannung.... dieses Knistern in der Luft richtig spüren... nahm seine Hand kurz und hielt sie eine kleine Weile fest, während ich ihm flüsternd antwortete:

 

"Diesmal wirst du nicht an mein Bett gefesselt, es sei denn... du willst es." und grinste ihn dabei frech an.

 

*-*-*

 

In meiner Hose wurde es ganz schön eng, bei dem was Ferrante da sagte.

 

Er wollte es also genauso sehr, wie ich. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und am liebsten hätte ich alles Obst und Gemüse abgeräumt und ihn hier und jetzt genommen.

 

Gierig leckte ich mir über die Lippen, war mehr als versucht, meine Hände irgendwo an seinen Körper zu platzieren.

 

Doch dann kam natürlich mein kleiner Bruder dazwischen.

 

''Kann ich das auch mitnehmen?'', fragte er und hielt einen DVD Player in den Händen.

 

''Ich glaube wir haben einen im Haus'', antwortete ich etwas genervt.

 

Schmollend ging Jim wieder und brachte das Gerät zurück.

 

''Wir brauchen definitiv etwas Hochprozentiges, damit der Kleine früh schläft!'', sagte ich dann zu Ferrante.

 

*-*-*

 

Ich spürte förmlich wie sehr Jonny mich wollte und ich wollte ihn ebenso sehr.

 

Meine Lippen fühlten sich gerade auch ziemlich trocken an, so dass auch ich mir leicht, aber verführerisch über die Lippen leckte, wobei ich es nicht lassen konnte ihn mit einem Schlafzimmerblick anzusehen... seine Augen gefangen zu halten.

 

Das was da gerade zwischen uns lief, war schon ziemlich heiß und ich musste echt aufpassen, dass ich mich nicht "verbrannte"... verfallen war ich ihm ohnehin schon.

 

Als Jim dann dazwischen funkte und von wegen DVD Player kaufen, schüttelte ich nur den Kopf, nachdem mein Hirn seine Arbeit einigermaßen wieder aufgenommen hatte.

 

Nachdem Jonny ihn dann wieder weg geschickt hatte, nickte ich auf seinen Vorschlag hin, ging in den nächsten Gang und holte etwas, dass Jim sehr schnell lahm legen würde.

 

Dennoch nahm ich mir vor mit Jim zu reden... wenn es an der Zeit wäre. Immerhin hatte Jonny auch ein eigenes Leben und lebte nicht nur für seinen Bruder... Außerdem würde ich ihm klar machen müssen, dass ich ihm seinen Bruder schon nicht wegnehmen würde.

 

Aber ich musste damit wohl noch etwas warten... wusste ich doch nicht, wie es um die Gefühle von Jonny für mich stand.

 

Also würde ich erst einmal schweigen, zumindest bis ich die Gewissheit hätte...

 

*-*-*

 

Ferrante schien schon zu wissen, was er kaufen musste und so nickte ich nur zustimmend, als etwas im Wagen landete.

 

Dann brachten wir unseren Einkauf hinter uns, was auch wirklich mehr als Zeit war. Auf dem Rückweg hielten wir, wie abgemacht bei einer Pizzeria, damit Jim sich eine Pizza holen konnte.

 

Etwas schwer tat er sich erst schon, weil ich ihn alleine rein schickte.

 

Aber er war alt genug und wenn er hier leben wollte, musste er das lernen!

 

Als er dann endlich weg war, gab ich ein Seufzen von mir.

 

''Ich will definitiv keine Kinder, wenn die alle so sind wie Jim!'', sagte ich dann.

 

*-*-*

 

Grinsend sah ich Jonny an, musste aber sofort lachen über seine Bemerkung mit den Kindern.

 

Dann jedoch wurde ich sogleich wieder ernst und meinte:

 

"Für gewöhnlich bekommen Männer keine Kinder. Und sollte das mit uns... funktionieren... dann brauchst du dir eh keine Sorgen um Kinder machen.", damit sprach ich schon fast das aus, was ich fühlte... für ihn fühlte... was ich wollte... von dem hoffte, dass er es auch wollte.

 

...eine gemeinsame Zukunft...

 

"Aber das wird sich sicher irgendwie und irgendwann ergeben, denke ich.", fügte ich mit ruhiger Stimme hinzu.

 

Mit einem liebevollen Blick sah ich ihn an, küsste ihn kurz, aber zärtlich, dann stieg ich aus dem Auto aus, denn so wollte ich Jim auch nicht ins offene Messer laufen lassen. Der Junge konnte doch vermutlich keine Silbe Italienisch.

 

Ich ging dann ebenfalls in die Pizzeria. Dort sah ich dann schon das Desaster, denn mein Freund der dort arbeitete, mühte sich mit Jim ab.

 

Ich fragte Jim was er wollte und gab es dann an meinen Freund in meiner Sprache wieder... wie ich es gewohnt war.

 

Danach bezahlte ich die Pizza, sprach mit meinem Freund noch ein paar Worte, ehe wir uns verabschiedeten und ich mit Jim den Laden verließ.

 

*-*-*

 

Nur zu gerne hatte ich Ferrantes Kuss erwidert und hätte auch gerne mehr davon bekommen. Jetzt hatte er es wirklich geschafft und meine Hose würde gleich platzen.

 

Meine Männlichkeit stand wie eine eins und in der Hose war es viel zu eng. Echt toll hinbekommen hatte er das und nun ließ er mich so aufgegeilt hier sitzen.

 

Jim hingegen war mehr als froh und als sie den Laden verließen, schämte er sich ein wenig.

 

''Danke'', kam es kleinlaut von ihm und er wusste gar nicht, wie er das wieder gutmachen sollte.

 

Immerhin hatte er sich etwas daneben benommen und das tat ihm nun leid.

 

*-*-*

 

"Nichts zu danken. Ist schon okay.", erwiderte ich freundschaftlich, dann ließ ich ihn einsteigen, setzte sich neben Jonny, auf den Fahrersitz und musste grinsen, als ich kurz an ihm herab sah.

 

Ich sagte aber nichts... das würden wir sicher heute noch an einem anderen Ort etwas... vertiefen....

 

Auf dem schnellsten Wege fuhr ich uns dann heim.

 

Nachdem Ich das Auto in der Garage geparkt hatte, stiegen wir aus und betraten das Haus, mitsamt dem Einkauf.

 

Ich stellte dann alles ordentlich weg und machte mich dann daran uns etwas zu Essen zuzubereiten.

 

Das Kochen hatte mir meine Mutter damals beigebracht und mir machte es zudem großen Spaß.

 

*-*-*

 

Jim hatte sich mit seiner Pizza nach draußen gesetzt und ließ uns alleine.

 

Ich konnte einfach nicht anders, als Ferrante von hinten zu umarmen und meinen Unterleib an seinen zu reiben.

 

Sanft strich ich seine Haare beiseite und küsste ihn erst im Nacken, bevor ich mich über sein Ohrläppchen hermachte.

 

Mein Körper konnte und wollte sich einfach nicht mehr beruhigen, dafür war ich einfach zu heiß auf ihn.

 

Eigentlich wollte ich ihn helfen, beim Essen machen, doch sein toller Hintern zog mich magisch an.

 

*-*-*

 

Wow, da hatte es aber jemand sehr eilig... wie ich feststellen musste. Aber mir ging es da ja nicht so sehr viel anders.

 

Er machte mich einfach wahnsinnig... seine bloße Anwesenheit machte mich schon verrückt.

 

Nur kurz löste ich mich von ihm, schloss die Küchentür und verschloss diese dann auch.

 

Anschließend ging ich wieder auf Jonny zu, sah ihm in die Augen, legte meine Arme sanft uns eine Hüfte und begann ihn zu küssen.

 

Meine Hände ließ ich derweil forschend über seinen Körper gleiten, erreichte seine Hose und öffnete diesen langsam.... genießend.... die dann schon bald nach unten rutschte.

 

Es war ja nun wirklich nicht schwer zu erraten, dass er ziemlich unter Druck stand, zudem es ja auch sichtbar war.

 

Ihm noch einmal in die Augen sehend, ging ich vor ihm auf die Knie, streichelte erst seinen Bauch, dann nahm ich seine Männlichkeit in die Hände, küsste und leckte sie der Länge nach ab.

 

Natürlich war es für mich erst mal ungewohnt, aber ich gewöhnte mich dennoch ziemlich schnell daran.

 

Schließlich ließ ich ihn in meinen Mund gleiten, ärgerte ihn mit meiner Zunge ein wenig und streichelte weiter seinen Bauch und seine Hoden ließ ich nicht aus.

 

*-*-*

 

Ein lautes Aufstöhnen konnte ich nicht unterdrücken, bei dem was Ferrante mit mir trieb.

 

''Wenn du so weitermachst, komm ich gleich'', warnte ich ihn vor, als er genüsslich meine Männlichkeit bearbeitete.

 

Liebevoll streichelte ich durch seine Haare und über seine Wange.

 

Sollte das hier ein Vorgeschmack auf später werden oder wollte er etwa gleich hier eine Nummer schieben.

 

Etwas unbeholfen kam mir seine Technik schon vor, auch wenn sie verdammt geil war. Hatte er überhaupt schon Erfahrungen mit Männern?

 

Wenn ich ihn wollte, sollten wir das unbedingt vorher klären. Immerhin wollte ich ihn nicht vergraulen.

 

*-*-*

 

Da es ihm zu gefallen schien, machte ich weiter... ließ nicht nach und wurde nun sehr sicher, genoss es auch, dass er mir über die Haare und die Wangen streichelte.

 

Nur kurz ließ ich von ihm ab und flüsterte:

 

"Ja, komm du nur... ich lasse dich so oft kommen wie du willst." und machte dann weiter.

 

Küsste aber zunächst wieder nur seinen Bauch... strich über seinen Hintern, bevor ich mich dann wieder seiner Männlichkeit zuwand und diese zärtlich bearbeitete.

 

Aber auch in meiner Hose wurde es langsam sehr eng, so dass ich es kaum mehr aushielt... mich aber dennoch beherrschte und meine Erregung gekonnt ignorierte.

 

*-*-*

 

Ich stöhnte laut auf, bei dem Satz, den er mir sagte und ergoss mich in seinen Mund.

 

Das hatte ich mehr als gebraucht.

 

Er war nun doch sicherer geworden. Ob ich mich getäuscht hatte? Vermutlich wollte er nur alles perfekt machen und war nervös gewesen.

 

''Sollen wir hier weitermachen? Oder willst du erst etwas essen und eine ungestörte, gemütliche Atmosphäre? Dann essen wir jetzt erst und füllen Jim ab.

 

Anschließend machen wir es uns im Pool oder im Bett bequem...'', grinste ich schelmisch.

 

Durchaus hatte ich bemerkt, dass er erregt war, deswegen fragte ich ihn. Einen Blasen konnte ich ihn jetzt natürlich auch, dagegen hätte ich nichts.

 

*-*-*

 

Ein wenig erschrocken hatte ich mich jetzt schon, auch wenn ich damit gerechnet hatte... aber es war eben noch immer sehr ungewohnt. Ich schluckte allerdings was er mir gab, sah ihm dann in die Augen, während ich mich langsam erhob und mir lasziv über die Lippen leckte.

 

Ganz nahe an sein Ohr kam ich, knabberte daran und flüsterte hinein:

 

"Du willst mich doch wohl nicht etwa so hier stehen lassen, hm.", leckte langsam an seinem Hals und hinterließ dabei eine feuchte Spur.

 

Denn so konnte ich definitiv nicht essen und auch das Essen nicht weiter machen. Außerdem dachte ich jetzt wohl kaum ans Essen.

 

"Wir können es uns nachher trotzdem im Pool gemütlich machen.", schlug ich ihm vor.... sah ihm dabei fast bittend, mit einem Hundeblick in die Augen.

 

*-*-*

 

Ein Grinsen legte sich auf meine Lippen, als ich mich an Ferrantes Hose zu schaffen machte, die schnell in den Kniekehlen hing. Dann drehte ich mich mit ihm und hob ihn auf den Tisch.

 

Dort befreite ich seine Männlichkeit und fing an sie kräftig aber sanft zu bearbeiten.

 

Ich saugte an ihr und küsste und leckte auch seine Hoden. Währenddessen streichelte ich seine Oberschenkel liebevoll.

 

Ab und an ließ ich von ihm ab und küsste ihn leidenschaftlich.

 

Warum nur machte er mich so heiß?

 

Es kaum aushaltend, hob ich nun seine Beine an, so dass er sich langsam ganz auf den Tisch legen musste. Dann fing ich an mit der Hand seine Männlichkeit zu bearbeiten und meinen Lippen an sein Loch zu legen.

 

Gierig leckte meine Zunge zwischen seine Backen entlang und erforschte seine Rosette.

 

*-*-*

 

Jonny hatte es wirklich mehr als drauf, denn was ich zu spüren bekam hatte mich fast die Beherrschung verlieren lassen, aber ich zögerte es noch etwas hinaus.

 

Er machte mich so geil... so wahnsinnig, dass ich nur noch, wie verrückt, am stöhnen war.

 

Als er sich so richtig an mir zu schaffen machte, gab ich wohliges Brummen von mir... das dann in ein völlig erregtes Stöhnen überging und ich nicht wusste, wie lange ich es noch aushalten würde.

 

Meine Hüfte begann zu beben, meine Männlichkeit war zum Brechen hart und mein Becken hob sich Jonny regelrecht entgegen.

 

Seine Küsse erwiderte ich heiß und innig.... ja feurig und leidenschaftlich.

 

Schließlich hielt ich es wirklich nicht mehr aus... verlor meine Beherrschung und ergoss mich mit einem äußerst erregtem Stöhnen, während ich meinen Kopf wie wahnsinnig hin und her "warf".

 

*-*-*

 

Kaum dass Ferrante gekommen war, leckte ich alles sauber, was er abgegeben hatte. Wollte eigentlich auch nicht von ihm lassen, tat es dann aber doch.

 

Noch einmal küsste ich ihn und sagte dann.

 

''Ich freue mich schon auf später.''

 

Nachdem wir uns wieder angezogen hatten und ich die Tür öffnete, stand Jim davor mit einem hochroten Kopf.

 

''Eigentlich... wollte ich... nur etwas zu trinken...'', stotterte er verlegen.

 

''Na dann!'', sagte ich und ging an ihm vorbei ins Bad, wo ich mich erst mal erfrischte.

 

Jim ging unterdessen zum Kühlschrank, wo er sich etwas zu Trinken holte. Dann schaute er Ferrante dabei zu, wie er Essen machte.

 

''Fühlt sich das gut an?'', fragte er dann.

 

*-*-*

 

Mit hochrotem Kopf sah ich Jim an, der die Küche betreten hatte, wollte zwar das essen weiter machen, konnte es dann aber doch nicht, denn ich wollte mich schon auch noch etwas erfrischen... alles andere war für mich vollkommen inakzeptabel.

 

Ich sah ihm nach, wie er an den Kühlschrank ging und sich etwas zu Trinken heraus nahm.

 

Mit einen Kopfnicken und eine kurz "Ja.", beantwortete ich seine Frage und verschwand dann schleunigst aus der Küche, um in mein Bad zu gehen.

 

Natürlich hatte ich auch mitbekommen, wie hochrot Jim angelaufen war, als er vor der Küche gestanden war und es ließ mich schon ein wenig in mich hineingrinsen, aber meine Röte konnte selbst er nicht mehr überbieten.

 

Endlich das Bad erreicht, schloss ich schnell hinter mir die Tür und duschte mich kalt... na ja, ein wenig lauwarm ab... seifte mich gründlich ein und reinigte mich ebenso gründlich.... vergaß auch die Haare nicht.

 

Anschließend spülte ich alles gründlich ab, trocknete mich dann ab und wickelte mir das Badetuch um meine Hüfte. So ging ich dann in mein Schlafzimmer, wo ich mich nur mit einer Shorts bekleidete, denn es war eh viel zu.... heiß ...hier.... im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Dann ging ich wieder in die Küche, wo ich mich dann in Ruhe wieder dem Essen widmen konnte. Das dann auch nicht mehr allzu lang dauerte.

 

*-*-*

 

Nach der Erfrischung hatte ich mir etwas sauberes angezogen und war wieder in die Küche gegangen, wo ich ein paar Vorbereitungen fürs Essen weiter machte.

 

Jim war wieder nach draußen gegangen und hatte sich im Pool erfrischt.

 

Als Ferrante wieder in die Küche kam und sich dem Essen widmete, musste ich Grinsen. Da ich aber nichts mehr tun konnte, ging ich nach draußen und deckte dort den Tisch für uns.

 

Natürlich nahm ich auch zu Trinken mit raus und das Hochprozentige für Jim.

 

Der schwamm nackt im Pool herum und ich hatte das Gefühl, als würde er das mit Absicht machen. Sicher schaute ich, er hatte einen schönen Körper und war schön anzuschauen.

 

Trotzdem war er immer noch mein Bruder und ich konnte mir kaum vorstellen, dass Ferrante mich teilen würde.

 

Aber vielleicht musste ich ihn ja auch teilen?

 

*-*-*

 

Das Essen war sehr schnell fertig und ich füllte alles in edle Porzellanschüsseln um, so wie ich es von Zuhause aus kannte.

 

Mit alledem ging ich dann nach draußen und stellte das Essen auf den Tisch.

 

Dann setzte ich mich und bat auch Jonny sich zu setzen.

 

Sicher, ich hatte Jim im Pool schwimmen sehen, aber es störte mich nicht... mein Interesse galt Jonny. Dennoch spürte ich wieder diese Spannung in der Luft und das lag ganz sicher nicht nur an Jonny und mir.

 

Hatte Jim vielleicht immer noch was dagegen, dass ich vielleicht mit seinem Bruder zusammen kam?

 

So gut, wie möglich, versuchte ich alles zu verdrängen, tat erst Jonny und dann mir was zu essen auf.

 

"Lass es dir schmecken.", sagte ich zu Jonny und lächelte ihn liebevoll an.

 

*-*-*

 

Ich setzte mich zu Ferrante an den Tisch und ließ mich bewirten.

 

''Es sieht echt lecker aus!'', sagte ich, bevor ich kostete.

 

''Ich korrigiere mich. Es ist lecker!'', fügte ich dann hinzu.

 

Jetzt war es wieder Ferrante auf den ich mich konzentrierte und Jim fing an im Pool herumzuplantschen, als wollte er Aufmerksamkeit. Doch nahm er sich einigermaßen zusammen.

 

Er wollte uns wohl nur ein wenig Ärgern.

 

Das Essen genoss ich voll und ganz. Dann setzte Jim sich zu uns und schenkte sich doch tatsächlich von selbst etwas zu Trinken ein, was wir extra für ihn gekauft hatten

 

In großen Schlücken leerte er das erste Glas und schenkte sich gleich nach.

 

*-*-*

 

Auf Jonnys Lob hin nickte ich dankend und begann dann selbst zu essen. Erst jetzt merkte ich, dass ich großen Hunger hatte, aber ich schlang es nicht in mich in mich hinein, sondern aß es mit Genuss.

 

Immer wieder sah ich Jonny an, kümmerte mich nicht um Jim, dennoch bemerkte ich, dass Jim sich zu uns gesetzt hatte und sich freiwillig abfüllte.

 

Umso besser.

 

Je schneller er betrunken war, umso schneller hatten Jonny und ich Zeit für uns.

 

Allerdings gab ich nun doch acht, dass er sich nicht sinnlos betrank, denn das Zeug was er da gerade in sich hinein kippte, knallte mächtig... allzu viel würde er davon wohl nicht brauchen... dachte ich zumindest.

 

Ich hatte schon so manche Männer gesehen, die das Zeug sehr schnell umgehauen hatte und die waren wirklich einiges gewohnt.

 

*-*-*

 

''Jim, das reicht erst mal'', sagte ich und nahm ihm die Flasche weg, nachdem er sein Glas wieder gefüllt hatte.

 

''Lass mich'', maulte er, stand auf und wollte sich die Flasche wiederholen. Doch er wankte und ich konnte ihn gerade noch so auffangen.

 

Damit hatte er definitiv nicht gerechnet und ich im ersten Moment auch nicht. Das Zeug hatte es in sich und die Wärme tat ihr übriges dazu.

 

''Ich will aber nicht, dass ihr euch alleine vergnügt'', kam es noch von ihm, bevor er ziemlich fertig seine Augen schloss.

 

Daraufhin konnte ich nichts erwidern, sondern starrte ihn nur mit offenem Mund an.

 

*-*-*

 

Mich wunderte es allerdings kein bisschen, dass er nun schon so fertig war und konnte nur ein wenig grinsen.

 

"Das dachte ich mir. Das Zeug haut selbst die stärksten Kerle um. Komm, wie bringen ihn rein, dann kann er sich ausschlafen.", bot ich Jonny an.

 

"Kann es sein, dass dein wertes Brüderchen ein wenig eifersüchtig ist?", hörte ich mich Jonny fragen, nachdem er diesen Satz von sich gegeben hatte.

 

Hatte er wirklich Angst, dass ich ihm seinen Bruder wegnahm? Oder steckte da noch was ganz anderes dahinter?

 

"Ich frage mich wirklich was er von mir denkt. Denkt er echt, dass ich dich ihm wegnehmen will?", fügte ich fragend hinzu, wollte noch etwas sagen... traute mich das jetzt aber doch nicht... meine Unsicherheit Jonny gegenüber ließ mich einfach nicht los.

 

Dabei spürte ich es doch genau... warum konnte ich es ihm nicht direkt sagen...?

 

VERDAMMT!!!

 

*-*-*

 

Erstmal schwieg ich und trug Jim in sein Zimmer, legte ihn aufs Bett und deckte seinen schönen, nackten Körper zu.

 

Dann drehte ich mich zu Ferrante um und sprach Klartext.

 

''Hör zu Ferrante, ich möchte ehrlich zu dir sein. Du bist mir sehr wichtig geworden, in so kurzer Zeit. Am Anfang wollte ich unbedingt nur Sex mit dir, doch jetzt kann ich mir durchaus mehr vorstellen.

 

Was du glaube ich auch möchtest. Aber...

 

Aber es ist nunmal so, dass ich auch Jim liebe. Ich habe ihn schon immer geliebt und nie ein Geheimnis daraus gemacht. Unsere Eltern haben mich dafür gehasst und geglaubt, dass ich mich an ihm vergehe.

 

Du musst mir aber glauben, dass ich ihn nie angerührt habe. Na ja gut, eine intensivere Umarmung oder aber wenn er nackt bei mir geschlafen hat, habe ich ihn ein wenig gestreichelt und geschaut habe ich auch immer. Nur war nie mehr!

 

Immerhin ist er mein Bruder.

 

Das er gerade eben so etwas gesagt hat, kann ich mir nicht erklären. Er weiß, dass ich ihn liebe. Vielleicht hat er einfach nur Angst, dass durch dich meine Liebe zu ihm weniger wird? Dass er mir nicht mehr so wichtig ist? Immerhin war immer nur er an erster Stelle bei mir...''

 

*-*-*

 

Okay, das war deutlich.

 

"Ich verstehe.", begann ich und wollte nun auch ganz offen zu ihm sein: "Gut, dass du es ansprichst. Und ich will nun auch ehrlich zu dir sein. Erst mal, ja, ich könnte... nein, möchte eine gemeinsame Zukunft mit dir.

 

Aber... ich hatte noch nie etwas mit einem Mann... du bist der Erste. Mit den zwei Mädchen, mit denen ich kurzzeitig zusammen war, hatte ich nie wirklich was.

 

Ich habe auch gemerkt, dass Jim eifersüchtig ist und ich bin der letzte der euch im Wege stehen will. Wenn ihr wollt, schauen wir nach einer Wohnung für euch... dann seid ihr wieder unter euch.

 

Sicher, es würde mir wahnsinnig weh tun... aber ich will auch nicht, dass er leidet... andererseits bin ich nicht gewillt dich zu teilen... zumindest nicht in einer Beziehung, die ich mir mit dir wünsche.

 

Denn ich habe mich in dich verliebt, sonst hätte ich dich der Polizei mit Sicherheit ausgeliefert, ohne mit der Wimper zu zucken und hier her hätte ich euch auch nicht mitgenommen, wenn ich mich nicht so sehr in dich verliebt hätte. Wo ich doch immer dachte, dass ich Hetero wäre.

 

Aber du allein entscheidest, was du möchtest... das kann dir niemand abnehmen und ich werde dich sicher nicht beeinflussen."

 

Ich sah ihm offen und ehrlich in die Augen... wartend... auf was auch immer...

 

*-*-*

 

Seinen Blick erwidernd konnte ich nichts anders, als ihn zu küssen. Das was er wollte, wollte ich doch auch.

 

''Wenn ich wählen müsste, würde ich dich wählen!'', sagte ich dann und lächelte ihn an.

 

''Nur wird mir mein Bruder immer wichtig bleiben'', fügte ich leise hinzu.

 

Jim würde meine Gefühle nicht erwidern, denn sonst hätte er das schon längst getan.

 

Ferrante war ein toller Mann und genau nach meinem Geschmack.

 

''Willst du denn das von heute schon vertiefen?'', fragte ich nun etwas verlegen. Denn die Tatsache dass er mit mir sein erstes Mal erleben würde, machte mich schon total an.

 

*-*-*

 

Ich erwiderte seinen Kuss nur allzu gern und streichelte sanft sein hübsches Gesicht.

 

Er hatte sich also entschieden... für mich entschieden, was mich total freute.

 

"Ich verstehe dich, dass dir dein Bruder immer wichtig bleiben wird und ich würde niemals wollen, dass ihr getrennte Wege geht."

 

Als er das "Vertiefen" ansprach wurde mein Gesicht auf Schlag gleich wieder rot und ich sah ihm trotzdem ins Gesicht.

 

"Ja, ich würde die Sache schon gern... heute noch ...vertiefen... wenn du es auch willst.", willigte ich ein und sah auch, dass er ein wenig verlegen war.

 

Dann küsste ich ihn wieder und hauchte ihm zu:

 

"In den Pool oder ins Bett...?" und ließ meinen Schlafzimmerblick auf ihm wirken...

 

*-*-*

 

''Erst im Pool, dann im Bett?'', antwortete ich fragend, mit genauso einen Schlafzimmerblick, nachdem ich den Kuss erwidert hatte.

 

Jim war schließlich erst einmal außer Gefecht gesetzt. Das musste man ausnutzen.

 

Außerdem wollte ich ihn am liebsten in jeden Raum vernaschen, in allen möglichen Stellungen.

 

Der Gedanke an den Pool gefiel mir jetzt aber schon mal sehr!

 

*-*-*

 

"Okay, dann erst mal in den Pool.", erwiderte ich und konnte mich seinem Blick kaum entziehen.

 

Seinen Blick haltend, suchte ich nach seiner Hand, fand sie und hielt sie in meiner Hand... dann zog ich ihn leicht aus dem Zimmer heraus und ging mit ihm zum Pool.

 

Handtücher, Decken und Liegestühle standen bzw. lagen eh schon da, somit brauchten wir nichts weiter mitzunehmen.

 

Sicher, war mir etwas mulmig zumute, konnte es aber gut ignorieren, denn ich wollte ihn... wie ich noch nie etwas anderes gewollt hatte.

 

Am Pool angekommen, schaute ich mich kurz nach der Abenddämmerung um... die hier so wunderschön zu sehen war.

 

Dann legte ich meinen Hände um Jonny und begann ihn erst sanft, dann leidenschaftlich zu küssen...

 

*-*-*

 

Kaum hatten Ferrantes Lippen die meinen berührt, suchte meine Zunge sich ihren Weg und fand ihn. Leidenschaftlich küsste ihn ihn und konnte meine Hände nicht bei mir behalten.

 

Schnell hatte ich ihm nach und nach seine Sachen ausgezogen, versuchte mich aber zu beherrschen. Immerhin war es sein erstes Mal und ich wollte mir Zeit lassen.

 

Der Pool würde uns ein wenig abkühlen und unsere Haut weicher machen. Dann würde einiges leichter gehen und schmerzfreier.

 

Meine Männlichkeit stand wie auf Kommando, so heiß machte mich Ferrante.

 

Endlich konnte ich richtig abschalten, da Jim tief und fest schlief. Es gab jetzt nur noch Ferrante, mich und den Pool.

 

*-*-*

 

ENDE Teil 1