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13. Türchen 13

Zum Teufel mit Weihnachten

 

 

written by Detail and Dark Sephiroth

 

 

13. Türchen

 

 

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Kapitel 6

 

 

Genießend schloss ich die Augen, für den Kuss und die anschließende Dusche. Dann nahm auch ich vorsichtig das Duschgel und fing an Bobby einzuseifen.

 

Natürlich war ich brav und seifte auch nur seine obere Region an. Den Rest musste er wohl oder übel selber machen.

 

Seine Haut war der Wahnsinn und ich wollte gar nicht mehr aufhören. Doch tat ich es selbstverständlich und brauste Bobby ebenfalls ab.

 

Anschließend erhaschte ich mir noch einen schnellen Kuss und grinste ihn an.

 

*-*-*

 

Mit geschlossenen Augen, leicht zitternd ließ ich Kirk an mich heran, mich einseifen und abbrausen.

 

Danach erwiderte ich seinen Kuss liebevoll.

 

Dankbar bemerkte ich, dass er nicht weiter hing, was mir nun zeigte, dass ich ihm tatsächlich schon ein wenig Vertrauen entgegen bringen konnte.

 

"Danke.", hauchte ich ihm leise zu und versuchte zu lächeln, was mir auch einigermaßen gelang.

 

Dann wusch und pflegte ich meine untere Region gründlich. Natürlich dachte ich mir schon wie das für Kirk aussehen musste, aber ich konnte nicht anders... ich war einfach noch nicht soweit.

 

Anschließend wusch und pflegte ich meine Haare, ebenfalls sehr gründlich und grinste meinen Freund dabei liebevoll an.

 

*-*-*

 

Ich tat es Bobby gleich und wusch mich ebenfalls, auch wenn ich in Gedanken gerne mehr mit ihm gemacht hätte. Irgendwie merkte ich, dass etwas mit Bobby war, und dass er die Zeit brauchte.

 

Nachdem ich mich abgebraust hatte, stieg ich schon mal aus der Dusche und kramte nach Handtüchern. Davon reichte ich eines rüber zu meinem Schwarm. Oder durfte ich schon an das Wort Schatz denken?

 

''Frühstück wäre jetzt gut, oder? Ich zieh mich an und hole Brötchen!'', sagte ich und verschwand aus dem Bad.

 

Womöglich wäre ich sonst doch noch über diesen Traummann hergefallen. Warum musste er auch so sexy sein?

 

Also trocknete ich mich ab und zog mich nun doch in meinem Zimmer an, wobei ich mir doch extra Sachen mitgenommen hatte. Aber so war es wohl besser.

 

Auch der Weg zum Bäcker war eine gute Lösung, da es wirklich kalt geworden war, brachte mich die frischte Luft auf andere Gedanken. Endlich ließ meine Erregung nach!

 

Wenn ich Bobby Zeit lassen wollte, dann durfte ich das so schnell nicht wieder tun.

 

So schön es auch war!

 

*-*-*

 

Ich hatte nur genickt, als Kirk meinte, dass er Brötchen holen wollte und doch hatte ich mich nun ein wenig gewundert, dass er so schnell weg war.... fing aber noch das Handtuch auf.

 

Hatte er etwas bemerkt?

 

Vielleicht hatte ich ihn unabsichtlich verletzt?

 

Aber... das wollte ich doch nicht.

 

Verdammt!, dachte ich bei mir und würde ihm vorläufig wohl kaum mehr in die Augen schauen können.

 

Angst breitete sich in mir aus... Angst ihn, durch meine Dummheit... durch meine Ängste... zu verlieren... und dann kam auch noch diese Angst hinzu... die ich nach den Vergewaltigungen bekommen hatte... die über mir hing, wie ein drohendes Unheil.

 

Schließlich und unter vielen Tränen, entstieg auch ich der Dusche, trocknete mich ab, nahm meine Sachen und ging in mein Zimmer, wo ich die Tür hinter mir schloss und mich anzog.

 

Ich hatte ihn doch nicht verletzen wollen.

 

Warum konnte ich aber auch diese verdammten Ängste nicht loswerden?

 

Dabei wusste ich doch genau, dass er mir nicht weh tun würde.

 

Aber hatten das die "Anderen" damals nicht auch gesagt...?

 

Nachdem ich mich angezogen hatte, kämmte ich meine Haare, setzte mich dann auf mein Bett, stützte meine Unterarme auf meinen Beinen auf und ließ meinen Oberkörper, verzweifelt nach vorn sinken.

 

Nun konnte ich es wirklich nicht mehr aufhalten und weinte bittere Tränen, während sich alle Erinnerungen von Damals in meinen Kopf drängten und alles nur noch schlimmer machten...

 

*-*-*

 

Den Bäcker erreicht kaufte ich für uns Brötchen und freute mich aufs gemeinsame Frühstück. Ahnte ich doch nicht, was mit Bobby los war.

 

Der Weg nach Hause tat ebenfalls gut und ich bekam meinen Kopf immer freier.

 

Zuhause angekommen, war zum Glück niemand in der Küche, so dass ich in aller Ruhe das Frühstück bereiten konnte. Schließlich wusste ich genau, was Bobby gerne aß.

 

So machte ich uns ein Tablett fertig mit zwei Tellern und zwei Tassen. Liebevoll schmierte ich die Brötchen und dekorierte alles auf den Tellern an.

 

Für jeden gab es noch Kaffee, bevor es mich wieder nach oben zog. Vorsichtig trug ich das Tablett die Treppe hinauf und klopfte an Bobbys Tür an.

 

Ich freute mich schon darauf mit ihm im Bett frühstücken zu dürfen.

 

*-*-*

 

Noch immer in meiner Verzweiflung gefangen und weinend gegen meine verdammten Ängste ankämpfend, hörte ich es plötzlich an meiner Zimmertür klopfen und ahnte, dass es nur Kirk sein konnte.

 

Aber wie, zum Teufel noch mal, sollte ich ihm jetzt unter die Augen treten?

 

Schnell wischte ich mir mit dem Ärmel meine Tränen aus dem Gesicht, erhob mich und ging langsam, und mit einem leichten Zittern, an die Tür, die ich sogleich öffnete.

 

Wie ich es geahnt hatte, stand mein Freund vor mir... mit einem Tablett, auf dem so liebevoll zubereitetes Frühstück stand... wieder rann mir eine Tränen an meinem Gesicht herab.

 

"Hey, mein Kleiner. Komm rein. Wow, das sieht richtig toll aus.", bat ich meinen Freund, lobte ihn und versuchte wirklich alles um mich zusammenzunehmen und locker zu wirken.

 

Ich ahnte aber, dass ich diese Fassade nicht lange würde aufrechterhalten können, und dass Kirk mit Sicherheit nachfragen würde.

 

Aber was sollte ich ihm dann sagen?

 

Sollte ich ihm wirklich davon erzählen, was man mir angetan hatte?

 

Sicher, es wäre wohl das Beste, so würde er meine Angst vielleicht besser verstehen können... alles andere machte doch eh keinen Sinn.

 

*-*-*

 

Sicher merkte ich sofort, dass Bobby geweint hatte, doch trat ich erst ein und stellte das Tablett ab.

 

Dann setzte ich mich aufs Bett und schaute Bobby fragend an. Liebevoll klopfte ich neben mir und sagte: ''Mein rechter rechter Platz ist frei, ist wünsche mir den Bobby herbei!''

 

Dabei versuchte ich zu lächeln, da ich mir schon die verrücktesten Gedanken machte.

 

''Ist alles okay mit dir? War das gerade doch nicht so, wie du es wolltet? Bitte, rede mit mir'', bat ich ihn, denn nur so konnte ich ihm helfen.

 

Denn so konnte ich ihn nicht sehen, wenn er sich so quälte.

 

*-*-*

 

Verdammt, meine Mühe schien vergeblich gewesen zu sein, denn Kirk schien sehr schnell bemerkt zu haben, dass ich traurig war... war ja auch vorhersehbar...

 

Mit einem Nicken und langsamen Schritten ging ich auf das Bett zu und setzte mich dann neben meinen Freund.

 

"Nein, mit mir ist nichts okay. Das vorhin... war schon schön, ja... aber... ich... habe eine unglaubliche Angst... weil... also weil....", herrje war das schwer... sollte ich wirklich... sollte ich ihm wirklich sagen was mich so sehr quälte?

 

Noch einmal holte ich tief Luft, schaute zu Boden und erklärte Kirk:

 

"Meine Ängste... habe ich... seit ich .. also seit man mich sehr oft ….vergewaltigt hat... verstehst du... ich... habe Panik... denn ich kriege die Bilder nicht aus meinem Kopf heraus.", und wieder kamen in mir die Bilder hoch... wieder tropften die Tränen an meinen Wangen herab, die dann leise zu Boden fielen.

 

"Ich... es ...tut mir leid... wirklich... ich... sollte mich vielleicht einfach nur zusammennehmen... oder...", murmelte ich vor mich hin...

 

*-*-*

 

Als ich hörte, was Bobby zu mir sagte, wurde mir so einiges klar und ich konnte nur nicken. Liebevoll legte ich den Arm um ihn und versuchte ich vorsichtig zu trösten.

 

''Schh... nicht weinen!'', hörte ich mich sagen, ''Du musst dich keineswegs zusammennehmen. Jetzt verstehe ich alles und ich werde warten. Keine Sorge! Wenn du das hier mit uns wirklich möchtest, dann hat alles sexuelle Zeit!

 

Du bestimmst den Zeitpunkt und sollte es dann doch noch nicht so sein, können wir auch jederzeit unterbrechen. Deswegen bin ich dir auch nicht böse.

 

Hast du es denn schon jemanden vor mir erzählt? Ich meine, bist oder warst du deswegen schon in Therapie?''

 

Ich machte mir große Sorgen um Bobby. Der Sex war nebensächlich, alles was ich wollte, war mit ihm glücklich werden, irgendwann!

 

*-*-*

 

"Nein, ich ...habe es vor dir noch niemandem erzählt... du bist der erste. Und... eine Therapie... nein, habe ich nicht gemacht.", antwortete ich ihm schluchzend.

 

Ich war irgendwie froh, dass ich es ihm nun doch erzählt hatte. Er war so verständnisvoll und ich war ihm sehr dankbar, dass er mich verstand.

 

"Danke.", brachte ich noch hervor, dann lehnte ich mich an ihn und krallte mich, Halt suchend, ein wenig an ihm fest.

 

"Ja... ich... möchte auch mit dir... zusammen sein. Ich... liebe dich.", gestand ich Kirk, hielt mich aber noch immer an ihm fest, konnte und wollte ihn gar nicht mehr loslassen.

 

Ja, es war gut so... es war beinahe wie eine Befreiung... irgendwie.

 

Definitiv verdiente Kirk mein Vertrauen. Irgendwie wusste ich einfach, dass ich ihm vertrauen konnte, dass er mir so etwas niemals antun würde.

 

*-*-*

 

''Schh... ist doch alles gut! Beruhige dich erst mal. Es ist und bleibt natürlich deine Entscheidung, aber vielleicht solltest du über eine Therapie zumindest nachdenken.

 

Ich stehe all das mit dir durch. Egal wie du dich entscheidest. Wir schaffen das schon'', sagte ich im ruhigen Ton zu Bobby, während meine Arme ihn hielten und meine Hände über seinen Rücken streichelten.

 

Draußen schneite es dicke weiße Schneeflocken und unser Kaffee war mittlerweile bestimmt schon kalt. Aber das war mir egal. Jetzt zählte nur für mich, für Bobby da zu sein.

 

Endlich konnte ich ihm all das wiedergeben. Er war immer für mich da gewesen und hat mich verteidigt und beschützt. Nun war ich es, der ihm Halt geben konnte.

 

*~*

 

Nachwort:

 

Bobby und Kirk bemühten sich eine normale Beziehung zu führen, was nach Bobbys Vorgeschichte gar nicht so einfach war. Wie versprochen begann Bobby eine Therapie, noch vor den Feiertagen. Er bemühte sich wirklich sehr, aber es machte ihn alles schwer zu schaffen.

 

Über die Feiertage zog sich eine schwarze Wolke, als Kirk in den frühen Morgenstunden von Heilig Abend seinen Freund tot auffand. Scheinbar konnte Bobby mit dem ihm zugeführten schmerzlichen Erfahrungen nicht weiterleben.

 

 

~ Ende Teil 6 ~