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Kükenkampf

Kükenkampf

 

 

by Dark Sephirtoh & Detail

 

 

Im Grunde hatte ich ein schönes Leben. Ich war süße 19 Jahre jung und sah dazu noch gut aus. War schlank, leicht trainiert, hatte dunkle, kurze Haare und dunkelbraune Augen.

 

Dazu war ich das Küken in der Clique und ich hatte mich mittlerweile daran gewöhnt, ständig angegraben zu werden. Bei dem einen oder anderen war es zwar schon mal lästig, wenn es etwas zu weit ging, aber im Grunde hatte ich meinen Standpunkt in der Clique.

 

*~*

 

''Ist er nicht zum Anbeißen?'', hörte ich Ben sagen, der hinter mir am Küchentisch saß, während ich mir einen Milchshake machte.

 

''Ja, und der Hintern erst, da würde ich gerne mal reinbeißen'', kam es dann von Sven.

 

''Leute, ich kann euch hören'', kam es entsetzt von mir.

 

''Mensch Kiki! Jetzt mach dich mal locker'', warf mir Sven einen Kuss zu.

 

Meinen Mund bekam ich kaum zu, nahm lieber meinen Milchshake und verschwand nach draußen auf die Terrasse.

 

*~*

 

Das war letzte Woche noch so. Seit dieser Woche ist alles anders, denn es gibt einen jüngeren in unserer Clique. Ein neues Küken, dass mir meinen Platz streitig macht.

 

Es ist Krieg angesagt!

 

*-*-*

 

Gejubelt hatte ich, als ich doch wirklich den Wettbewerb gewann und somit die Studienreise, nach Deutschland, tatsächlich antreten konnte.

 

Ich war der Beste in meiner Klasse gewesen und freute mich nun, auch mal aus meiner Heimat Südkorea herauszukommen.

 

Mit meinem achtzehn Jahren, war ich überdurchschnittlich begabt und würde nun in Deutschland mein Studium beginnen können. Glücklicherweise war ich der deutschen Sprache mächtig, da in meiner Schule Deutsch gelehrt worden war.

 

Dies war jetzt schon vier Wochen her und endlich war ich in Deutschland gelandet. Aufregung hatte sich in mir nun doch breit gemacht, so dass ich im Flugzeug noch öfter auf die Toilette gerannt war... auch um mich etwas frisch zu machen. Im Spiegel schaute mich ein doch ziemlich hübsches Gesicht, mit braunen Augen und einer kleinen Nase, an. Meine langen schwarzen Haare hatte ich offen gelassen, so dass sie meine Schultern sanft umhüllten.

 

Ich war, mit einer Größe von einem Meter fünfundsechzig, nicht sehr groß, aber es störte mich auch nicht besonders.

 

Den Vorplatz des Flughafens erreicht nahm ich mir ein Taxi und fuhr zu der angegebenen Adresse, wo ich eine WG vorfinden würde.

 

Ich hatte mich dort um ein Zimmer beworben, nachdem ich den Wettbewerb gewonnen hatte.

 

Schneller, als erwartet, hatte ich das Ziel erreicht, bezahlte das Taxi und hatte mich dann in der WG gemeldet.

 

Eigentlich wurde ich dort gut aufgenommen und willkommen geheißen, bis auf einen Typen der vielleicht mein Alter hatte, der mich wohl nicht so mochte.

 

Mir sollte es egal sein, ich brauchte nur die Unterkunft, ansonsten wäre ich eh kaum "Zuhause", da ich eine Menge zu tun und viel zu lernen hatte.

 

Ein kleines Geschenk hatte ich allen überreicht, als Dank, dass sie mich hier aufgenommen hatten und hatte mich ihnen vorgestellt.

 

"Mein Name ist, Yun Keum."

 

Ich bekam, nach der Begrüßung und dem Vorstellen, erst mal ein paar Regeln um die Ohren geknallt, an die ich mich selbstverständlich halten würde.

 

Seit nunmehr zwei Tagen lebte ich hier in der WG und hatte mich auch schon häuslich eingerichtet. Um die Leute in der WG kümmerte ich mich kaum, bis gar nicht, auch deren Sprüche ließen mich vollkommen kalt. Ich zeigte darauf keinerlei Reaktion.

 

Außerdem aß ich meist außerhalb und trank auch meinen Kaffee, meist in einem Café. Wenn ich dann doch mal in der WG essen musste, weil es gerade nicht anders ging, dann holte ich mir etwas aus der Küche, natürlich nur, was ich selbst eingekauft hatte, und ging damit in mein Zimmer, wo ich in Ruhe essen konnte.

 

So machte ich mich rar und saß nur zum Lernen in meinem Zimmer, wo ich auf keinen Fall gestört werden wollte.

 

Heute war eben wieder so ein Tag, an dem ich in meinem Zimmer saß und lernte... mich also so unauffällig, wie möglich, verhielt.

 

*-*-*

 

Gelangweilt lag ich auf meinem Bett und blätterte in einer Zeitschrift. Es war recht ruhig heute in der WG und irgendwie wusste ich nichts mit mir anzufangen.

 

Ich hatte zur Zeit Urlaub und da die anderen entweder studierten oder arbeiteten, waren irgendwie alle beschäftigt.

 

Eine Ausbildung zum Autolackierer steuerte ich an und ich war in der Hinsicht richtig gut. Obgleich ich erst nicht wusste, was ich werden wollte und deshalb länger die Schulbank gedrückt hatte.

 

Jetzt war ich im ersten Ausbildungsjahr, kurz vorm zweiten und war besser, als manch Anderer im Betrieb.

 

Nachdem ich nun die Zeitschrift zum sechsten Mal durch hatte, stand ich seufzend auf und ging in die Küche. Mein Handy zeigte mir auch nichts neues an und so holte ich mir erst mal etwas zu Trinken.

 

Ben saß in der Küche am Tisch und lernte ebenfalls,während ein Blick auf die Uhr mir sagte, dass Sven noch etwa eine halbe Stunde arbeiten müsste.

 

Aber von Ben kam nichts, denn seitdem Yun hier wohnte, war ich uninteressant.

 

*-*-*

 

Seit knapp drei Stunden lernte ich nun schon und wollte mir jetzt erst mal eine Pause gönnen. Also stand ich auf, verließ mein Zimmer und ging in die Küche um mir meine Cola aus dem Kühlschrank zu holen.

 

In der Küche sah ich Ben am Tisch sitzen und Kiki stand da auch irgendwie herum und hatte etwas zu Trinken in der Hand. Irgendwie sah er aus, als wäre ihm langweilig... als käme er sich verloren vor.

 

Nur ein kurzes "Hallo", kam von mir, an Ben und Kiki gerichtet, schaute beide an, doch Ben war beschäftigt und Kiki konnte mich anscheinend nicht leiden.

 

Dennoch wand ich mich an ihn, spürte ich doch die Spannung zwischen uns, die nichts Gutes zu verheißen hatte. Ich mochte Kiki eigentlich sehr gern, er war mir sympathisch, nur aus irgendeinem Grund mochte er mich nicht.

 

"Kiki, wenn du mich nicht magst, dann sage es bitte und ich werde mir dann eine andere Bleibe suchen und hier ausziehen. Ich weiß zwar nicht was du gegen mich hast, aber wenn dem so sein sollte, dann sprich ganz offen mit mir. Ich mag diese unschöne Spannung zwischen uns nämlich gar nicht", dabei schaute ich ihn abwartend und sehr ernst an.

 

Ja, ich würde gehen, wenn ich ihm ein Dorn im Augen wäre... denn was ich nicht wollte war Ärger. Dass mein Start hier so schwer werden würde... hätte ich nicht gedacht. Dabei hatte ich mich so sehr auf dieses Land, diese Leute … eben auf alles hier gefreut.

 

*-*-*

 

''Ach Unsinn!'', hörte ich Ben sagen, ''Kiki steht total auf dich!''

 

Blitzartig spürte ich die ungeahnte Hitze in meine Wangen steigen und mir war schon klar, dass ich jetzt rot wurde, wie eine Tomate.

 

Was sollte der Blödsinn denn nun?

 

''Quatsch'', blaffte ich, ''Und ausziehen brauchst du auch nicht. Ist doch alles gut.''

 

Ausgerechnet jetzt konnte ich Yun nicht in die Augen sehen. Also tat ich so, als wäre das Thema für mich gegessen und drehte mich um.

 

Irgendetwas musste ich tun. So griff ich zum Brotkorb und begann mir ein Brot zu machen. Hunger hatte ich zwar keinen, aber irgendwie musste man sich ja ablenken.

 

Dann hörte ich auch schon hinter mir den Küchenstuhl quietschen und ahnte, dass Ben ausgestanden war. Als ich mich umdrehte, hatte er sich ganz dicht an Yun gedrängt.

 

''Na, aber ich steh total auf dich'', kam es dann von ihm.

 

Er schaffte es tatsächlich so was nett rüber zu bringen. Wobei er sowieso ein toller Typ war. Groß, schlank, braungebrannt, hellgrüne Augen, in die man einfach schauen musste und einen frechen kurzen Haarschnitt.

 

Frech grinste er mich an, während er sanft die Arme um Yun legte.

 

''Wer wäre dir denn lieber?'', wollte er dann von unserem neuen Küken wissen.

 

*-*-*

 

Zwar spürte ich, dass Kiki mir nicht ganz die Wahrheit sagte, aber mir sollte es egal sein.

 

Bens Bemerkung hatte ich überhört, reagierte, wie gewohnt, nicht darauf.

 

"Also gut, Kiki, wenn alles gut ist... dann sei es so, aber sollte etwas sein, dann sprich bitte mit mir, okay", hatte ich ihm noch ans Herz gelegt.

 

Dass er rot geworden war, sah ich zwar, aber ich machte mir nichts draus, auch auf Kikis Beschäftigung, die er ganz offensichtlich aus Verlegenheit machte, reagierte ich nicht.

 

Mit einem Mal hörte ich den Stuhl, drehte mich ein wenig um und sah, dass Ben aufgestanden war, dann spürte ich auch schon seine Arme, wie er mich umarmte, hörte seine Worte, doch auch jetzt reagierte ich nicht darauf.

 

Solche Worte waren mir fremd und so konnte ich nur reagieren, indem ich gar nichts sagte und eben nicht reagierte, auch wurde ich nicht rot oder dergleichen. Bens Worte ließen mich schlicht und ergreifend kalt.

 

Sacht wand ich mich aus seinen Armen und schaute ihn nur kopfschüttelnd an, danach nahm ich meine Cola und verließ die Küche. Immerhin war ich nicht zum Scherzen hier, sondern um etwas zu lernen.

 

Natürlich hielt ich das alles für einen Scherz... wofür auch sonst.

 

*-*-*

 

''Irgendwie ist der komisch'', hörte ich Ben sagen, nachdem Yun die Küche verlassen hatte.

 

Doch machte er so gar keine Anstalten mich anzugraben. Warum vermisste ich es eigentlich? Im Grunde konnte ich froh sein, dass es endlich vorbei war.

 

Aber es fehlte mir irgendwie.

 

Als wäre ich gar nicht hier, setzte sich Ben wieder zu seinen Büchern und lernte.

 

Genervt ließ ich mein Brot, Brot sein und verließ die WG. Ich wusste schon wohin ich wollte. Mit meinem Fahrrad fuhr ich zu meinem besten Freund.

 

Auch er musste um diese Zeit noch arbeiten, hätte aber vielleicht Zeit für eine kleine Pause. Nur kurze Zeit später kam ich in den kleinen Blumenladen an, der sich nicht weit von uns befand und in dem mein bester Freund als Gärtner arbeitete.

 

Er war wirklich fantastisch und kannte sich mit Grünpflanzen sehr gut aus. Da konnte ihm keiner etwas vormachen. Außerdem stand er mir immer mit Rat und Tat zur Seite.

 

*-*-*

 

Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und trank erst mal einen Schluck Cola... stellte die Flasche dann auf den Tisch. Doch so wirklich lernen konnte ich jetzt nicht. Irgendwie dachte ich an das Szenario in der Küche und machte mir so meine Gedanken darüber.

 

War es wirklich nur ein Scherz oder meinte Ben das ernst?

 

Nein, ich wollte das nicht glauben und Kiki... warum auch immer, aber ich glaubte ihm nicht, dass wirklich alles okay war.

 

So schaltete ich den PC an, startete das Internet und machte mich so auf die Suche nach einer anderen Bleibe, denn hier hatte ich anscheinend schlechte Karten... auch wenn Ben und Sven ja ganz freundlich waren, jedoch schien Kiki mich hier eben nicht so wirklich akzeptieren zu können.

 

Die Suche gestaltete sich sehr schwierig, doch würde ich dran bleiben, denn hier wollte ich definitiv nicht länger bleiben.

 

Doch vorerst brauchte ich etwas frische Luft. Also verließ ich mein Zimmer, schnappte mir meine Jacke und die Schlüssel, dann verließ ich die Wohnung.

 

Draußen holte ich tief Luft und machte mich auf den Weg in das Café, wo es wirklich sehr guten Kaffee gab.

 

*-*-*

 

Als ich bei der Gärtnerei ankam, hatte mein bester Freund Dave gerade Pause und stand draußen, wo er eine rauchte.

 

''Hey Kiki'', begrüßte er mich.

 

''Hey Dave'', kam es eher etwas traurig von mir.

 

Dann stellte ich mein Fahrrad ab und stellte mich zu ihm.

 

''Okay, was ist los? Magst du drüber reden?'', wollte er dann von mir wissen.

 

Wie ein Wasserfall plätscherte alles aus mir heraus, was heute passiert war und mir auf dem Herzen lag.

 

''Na ja, Yun macht sich eben Gedanken. Er ist neu hier und hat Niemanden. Denkst du nicht, dass du ihm unrecht tust. Im Grunde hast du dich immer beschwert, wie sehr es dich nervt, wenn die Anderen solche Scherze machten und dich angruben'', stellte Dave fest.

 

''Stimmt schon. Aber ich habe das Gefühl, als würde Yun mir meinen Platz wegnehmen. Du hast ihn doch schon gesehen, wie toll er aussieht und wie süß er ist. Da habe ich gar keine Chance gegen'', brach es aus mir heraus.

 

Dave lachte laut.

 

''Ich denke, das Problem ist ein ganz Anderes!'', zwinkerte er mir zu. Dann nahm er den letzten Zug seiner Zigarette, drückte diese aus, umarmte mich kurz und ging wieder an die Arbeit.

 

In Gedanken versunken fuhr ich wieder nach Hause, wo auch gerade Sven ankam.

 

''Na Kleiner'', begrüßte er mich. Seitdem Yun da war, hatte er nicht mehr Kleiner gesagt. Obgleich es nur so kurze Zeit war, hatte ich das Gefühl gehabt unwichtig geworden zu sein.

 

Dabei war es wohl nur Zufall gewesen.

 

''Na'', erwiderte ich und grinste leicht.

 

Er schloss seinen Wagen ab und kam zu mir rüber. Nachdem ich mein Fahrrad abgesperrt hatte, umarmte er mich frech.

 

''Hey'', beschwerte ich mich gleich gespielt und er lachte.

 

''Lass uns reingehen. Ich hab Hunger'', hörte ich Sven sagen.

 

''Glaub ja nicht, dass ich dir etwas koche'', kam es ernst von mir und Sven musste erneut lachen.

 

Dann gingen wir zusammen rein.

 

*-*-*

 

Vorn an der Theke hatte ich mir den Kaffee geholt, diesen gleich bezahlt und mich dann in die hinterste Ecke gesetzt.

 

Während ich meinen Kaffee trank dachte ich nach und plötzlich bereute ich hier zu sein, bereute sogar, dass ich den Wettbewerb gewonnen hatte. Nun bekam ich Heimweh und wünschte mir so sehr wieder nach Hause fahren zu können.

 

Tränen füllten meine Augen und rannen wenig später einfach so über meine Wangen.

 

Was sollte ich denn hier... allein...?

 

Sicher, ich hatte mich gefreut hier zu sein, aber nun... fühlte ich mich nur noch einsam und allein in dieser großen fremden Stadt.

 

Schnell trank ich den Kaffee aus, verschwand aus dem Café und ging wieder "nach Hause", was nicht wirklich mein Zuhause war. Jetzt wollte ich nur noch eines... den nächsten Flug buchen und dann nichts wie weg... zurück in meine Heimat.

 

Die Wohnung erreicht, schloss ich die Tür auf und verschwand schnell in meinem Zimmer. Meine Jacke zog ich nun auch aus und legte sie auf das Bett, anschließend setzte ich mich an den Schreibtisch, schaltete den Computer ein und suchte den nächsten Flug zurück nach Hause.

 

Noch immer liefen mir aber die Tränen aus den Augen über meine Wangen, so dass ich traurig den Kopf auf meine Unterarme legte, die ich vorher auf die Tischplatte gelegt hatte, und einfach nur noch weinte.

 

*-*-*

 

Während Sven sich umzog, hatten wir uns noch unterhalten, als ich hörte, wie jemand nach Hause kam. Doch wollte ich nicht unhöflich sein und das Gespräch zu Sven abbrechen.

 

Gerade jetzt, wo wir uns so gut verstanden.

 

Ben war sowieso schneller und klopfte an Yuns Tür. Er hatte mitbekommen, dass es Yun nicht gut ging und machte sich Sorgen.

 

Meine Gefühle fuhren unterdessen Achterbahn und ich wusste nicht wirklich wen ich nun wollte. Denn irgendwie waren auf einmal alle ganz toll.

 

*-*-*

 

Dass Leben in der WG war, bekam ich sehr wohl mit, doch konnte ich jetzt nicht aus meiner Haut... wollte jetzt nicht rausgehen, zudem ich ja total verheult war, was wohl nicht so gut gekommen wäre.

 

So blieb ich, mit meinem schmerzenden Heimweh... dem Alleinsein und der Einsamkeit in meinem Zimmer... musste mich erst mal wieder beruhigen.

 

Immerhin wollte ich mir ja einen Flug nach Hause buchen.

 

Dann klopfte es plötzlich an meiner Tür, doch war ich nicht so wirklich gewillt aufzumachen und mit jemandem zu reden. Da es jedoch grob unhöflich gewesen wäre, erhob ich mich, wischte mir die Tränen, mit einem Taschentuch ab und öffnete die Tür.

 

"Hallo Ben", begrüßte ich meinen Mitbewohner: "Was gibt es denn?", fragte ich, mit einer sanft lächelnden Maske... gelernt ist eben gelernt... immer freundlich, nett und höflich... auch wenn es einem noch so Scheiße geht.

 

Dennoch schauten meine Augen Ben sehr traurig an.

 

*-*-*

 

''Hallo Yun'', begrüßte Ben den neuen Mitbewohner und bemerkte durchaus dessen traurige Miene.

 

''Darf ich reinkommen? Kann ich vielleicht etwas für dich tun?'', fragte er besorgt.

 

Unterdessen hatten Sven und ich eine heiße Discussion darüber, was es zu Essen geben sollte und vor allem, wer es bereiten würde.

 

''Also ich bin ja dafür, dass wir etwas liefern lassen. Immer muss ich kochen'', gab ich von mir.

 

''Du kannst es eben auch am Besten. Meinen Fraß will ja keiner essen und bestellen ist nicht wirklich was gesundes'', sagte Sven.

 

''Wenn es allein darum ginge. Sollte ich etwas kochen, ist es auch nicht so gesund oder willst du behaupten, du möchtest etwas Fettarmes?'', stichelte ich.

 

''Klar, wir essen heute alle Salat'', kam es per Ironie von Sven und wir mussten beide lachen.

 

*-*-*

 

"Sicher darfst du reinkommen, aber helfen kannst du mir nicht", sprach ich, machte den Eingang in mein Zimmer frei, trat zur Seite, damit Ben eintreten konnte, dann schloss ich hinter uns die Tür.

 

"Ich bin gerade dabei einen Flug nach Hause zu buchen. Hier halte ich es nicht aus. Kiki bin ich eh ein Dorn im Auge... auch wenn er nein sagt, ich kann es spüren. Zudem fühle ich mich hier nicht wirklich zuhause. Ich habe Heimweh und bereue es, dass ich den Wettbewerb gewann", erzählte ich Ben... warum auch immer, während mir wieder die Tränen über die Wangen liefen.

 

"Dabei mag ich euch ja irgendwie... aber ich komm mit euren Scherzen nicht klar... ich muss hier weg", schluchzte ich nun doch, obwohl ich es nicht wollte, aber ich konnte es einfach nicht mehr kontrollieren.

 

So setzte ich mich aufs Bett, ließ meinen Oberkörper verzweifelt nach vorn sinken und ließ die Tränen auf den Boden tropfen.

 

*-*-*

 

''Hey. Nun aber mal langsam'', sprach Ben und setzte sich zu Yun, nachdem er ihm zugehört hatte.

 

Liebevoll streichelte er über dessen Rücken und wollte ihn gerne in den Arm nehmen, um ihn zu trösten.

 

''Dein Heimweh kann ich verstehen, das hätte ich an deiner Stelle sicherlich auch. Doch warum hast du nicht eher was gesagt. Wir mögen dich und haben dich echt gern. Deswegen die Scherze. Aber wenn du die nicht magst, dann lassen wir das.

 

Es ist doch kein Problem.

 

Komm mal her, Kleiner und lass dich in den Arm nehmen'', kam es von Ben, während er Yun sanft zu sich herzog.

 

Immer wieder strich er über dessen Rücken und wollte ihn beruhigen.

 

''Kiki ist einfach nur eifersüchtig. Immerhin war er immer das Küken hier und dann kommt auf einmal so ein hübscher junger Mann daher und nimmt seinen Platz ein. Damit kann er nicht umgehen. Gibt ihn ein bisschen Zeit.

 

Oder aber, wenn ich darf, rede ich mit ihm'', schlug Ben dann vor.

 

Unterdessen waren ich und Sven nun doch nach unten in die Küche gegangen und schauten, was die Vorräte so hergaben.

 

''Na toll, wenn wir nicht nur Nudeln mit Ketchup wollen, wobei jeder nur einen Klecks Ketchup bekäme, müssen wir wohl doch etwas bestellen'', brummte ich genervt.

 

''Sag ich doch'', streckte Sven mir die Zunge raus.

 

*-*-*

 

Ich nickte zunächst nur, nachdem Ben mit mir gesprochen hatte.

 

Dann ließ ich mich von ihm in die Arme nehmen und trösten, während ich mich an ihn schmiegte und meinen Tränen freien Lauf ließ... während er meinen Rücken streichelte.

 

Etwas später hatte ich mich einigermaßen beruhigt, löste mich von ihm und schaute ihn sanft lächelnd an.

 

"Ist schon gut, ich habe dich verstanden. Wenn du möchtest dann kannst du gern mit Kiki reden. Ich mein, ich konnte doch nicht wissen, dass er eifersüchtig ist... warum auch immer. Denn ich wollte doch nur eine Bleibe, wo ich lernen und schlafen kann... mehr wollte ich doch gar nicht.

 

Nach meiner Zeit hier, muss ich ohnehin wieder zurück, deshalb wollte ich... mich nirgends einmischen. Verstehst du mich, ein wenig?", sprach ich erklärend zu Ben.

 

Hübscher junger Mann... hmm... dafür hielt ich mich nun wirklich nicht. Aber das lag dann wohl im Auge des Betrachters... wie man hier so schön sagte.

 

"Ich wollte einfach nicht jammern, deswegen habe ich nichts gesagt", fügte ich noch erklärend hinzu, bevor ich mir ein Taschentuch nahm und mir die Nase putzte.

 

*-*-*

 

''Du hast hier eine Bleibe und wenn du magst auch Freunde. Nur solltest du dich nicht immer verkriechen und uns auch mal Gesellschaft leisten. Mich würde es sehr freuen'', kam es von Ben und er schien Yun den Hof machen zu wollen.

 

Sanft strich er über dessen Wange und legte vorsichtig den Arm um ihn.

 

''Bleib bitte'', bat er Yun dann und wollte ihn küssen.

 

Da wir nichts zu Essen da hatten und Beide hungrig waren, beschloss ich nun doch die Karte und das Telefon zu holen.

 

''Wo steckt Ben eigentlich?'', fragte ich Sven, ''Ob er auch etwas möchte?''

 

''Wir sollten Yun auch fragen'', merkte Sven an und ich nickte.

 

''Er will bestimmt nichts'', hörte ich mich sagen, weil er sich grundsätzlich ausschloss.

 

''Sei nicht immer so abweisend. Fragen können wir ihn doch mal'', sagte Sven und ging rüber zu Yuns Zimmer, wo er nach kurzem Zögern an die Tür klopfte und hereinplatze.

 

Sven hatte einfach keine Manieren. Ich war direkt hinter ihm.

 

*-*-*

 

Ruhig hörte ich Ben zu, verstand was er sagte... verstand nun aber auch, dass es an mir lag, dass ich mich so einsam und allein fühlte.

 

Verstehend nickte ich, was aber dann von Ben kam, ließ mich ihn fragend anschauen... ihn würde es freuen, wenn ich... ihnen etwas mehr Gesellschaft leisten würde...?

 

Warum nur... warum...?

 

Dann kam fast die Antwort auf meine ungestellte Frage... bleib bitte... bat er mich... und ich spürte... irgendwas war komisch... seltsam.

 

Ben streichelte meine Wange... sanft... zärtlich fühlte es sich an... legte seinen Arm um mich... und plötzlich sah ich, wie sich sein Gesicht dem meinem näherte und fühlte wie mein Herz zu rasen begann.

 

Mit großen Augen schaute ich Ben an... erwartungsvoll... fragend... abwartend... wagte es nicht mich zu bewegen... zu regen... während sich meine Wangen in ein leichtes Rot tauchten.

 

Zwar hörte ich es an meiner Tür klopfen, die sich kurze Zeit später auch öffnete, doch achtete ich nicht darauf... wer da in der Tür stand.

 

*-*-*

 

Ben wollte gerade Yun küssen, als die Tür aufging.

 

Die Situation war mehr als eindeutig und ich bekam meinen Mund nicht mehr zu.

 

War doch wohl klar gewesen, dass Ben nichts anbrennen ließ. Das war es dann wohl. Meine Gefühle schob ich weit weg und versuchte eben wie immer zu wirken.

 

''Oh'', brachte Sven nur heraus, ''Sorry, wir stören wohl...''

 

Erst wollte er die Tür wieder schließen, dann drehte er sich aber wieder zu den Beiden um.

 

''Wir wollten was bestellen. Wenn ihr dann soweit seit und auch Hunger habt, könnten wir ja alle zusammen essen'', sagte er dann zu ihnen.

 

Ich schwieg, weil sich in meinem Hals ein dicker Kloß gebildet hatte.

 

Yun und Ben also! Mist!

 

*-*-*

 

Erst als ich Svens Stimme hörte, wurde ich mir gewahr, was das hier hatte werden sollen. Schnell schob ich Ben von mir, verließ das Zimmer, mich an Sven und Kiki vorbei drängend, schnappte mir meine Schlüssel und verließ fluchtartig die Wohnung.

 

Die Treppen rannte ich, als sei der Teufel hinter mir her, herab und machte auch auf der Straße nicht halt.

 

Ich rannte nur noch, als hinge mein Leben davon ab.... weinte mir währenddessen beinahe die Augen aus dem Kopf und wusste nun aber auch, dass ich schnell... wirklich sehr schnell wieder nach Hause musste... zurück in meine Heimat.

 

Hier konnte ich keinen Moment länger bleiben.

 

Ich war erschrocken, über diese WG, über mich... was ich beinahe zugelassen hätte... nein, das durfte mir nicht noch einmal passieren... auf gar keinen Fall!

 

Jetzt erst wurde mir auch bewusst, dass Ben die Szene in der Küche vielleicht doch ernster gemeint hatte, als mir lieb und bewusst war.

 

Vollkommen erschöpft blieb ich irgendwo an einer Straßenecke stehen, musste erst mal wieder zu Atem kommen. So lehnte ich mich an eine Hausecke und senkte nachdenklich ...noch immer weinend, den Kopf.

 

Je mehr ich nachdachte, desto mehr wurde mir bewusst, dass ich hier nichts verloren hatte und es für mich nur noch eines gab... den Weg nach Hause.

 

So machte ich mich auf den Weg zurück in die WG, die ich etwa drei Stunden später auch erreichte. Ich schloss die Tür auf, betrat die Wohnung und hängte den Schlüssel wieder an den Haken.

 

Ohne mich bemerkbar zu machen, ging ich in mein Zimmer, setzte mich an mein Netbook und buchte den nächsten Flug nach Korea. Das Ticket würde ich dann am Schalter bezahlen und abholen.

 

Ich schrieb dann einen Zettel:

 

"Kiki, jetzt hast du deine WG bzw. deine Freunde wieder für dich und musst nicht mehr eifersüchtig sein... viel Spaß noch. Ben, ich weiß nicht, was du dir dabei gedacht und ob du nur ein Abenteuer gesucht hast. Sven, man wartet, bevor man ein "fremdes" Zimmer betritt. Ich fliege zurück in meine Heimat. Liebe Grüße und auf nimmer Wiedersehen, Yun."

 

Anschließend packte ich meine Koffer, schaute auch gründlich nach, ob ich auch nichts vergessen hatte, schnappte mir mein Handy, rief mir ein Taxi und brachte meine Koffer, dann zur Wohnungstür.

 

Den Zettel heftete ich, mit Tesafilm an die Zimmertür, dann verließ ich die Wohnung, nachdem es geklingelt hatte, da das Taxi vor dem Haus stand.

 

Die Koffer schleppte ich die Treppen runter, erreichte das Taxi und ließ meine Koffer in den Kofferraum verladen. Danach setzte ich mich ins Taxi und ließ mich zum Flughafen fahren... der Heimat entgegen...

 

*-*-*

 

Ben war ganz schön erschrocken gewesen, aber auch ich hatte damit nun gar nicht gerechnet. Natürlich gingen wir direkt los, um Yun zu suchen. Wir trennten uns, um verschiedene Orte abzuklappern und blieben mit dem Handy in Kontakt.

 

Als wir irgendwann erledigt nach Hause kamen und hofften Yun wäre bereits zurück, fanden wir nur den Zettel vor.

 

''Tja, soviel dazu'', kam es von Sven.

 

Traurig las ich ebenfalls den Zettel und ärgerte mich sehr über mich selbst.

 

Essen wollte ich jetzt auch nicht mehr, obgleich Sven noch immer etwas bestellen wollte. Ich vergrub mich lieber auf mein Zimmer. Mein Herz war schwer und es war, als hätte Yun ein Teil davon mitgenommen.

 

Aber, was er von so was hielt, hatte er ja bei Ben schon gezeigt. Scheinbar war es sowieso verlorene Liebesmüh.

 

Irgendwann klopfte es und Sven kam mit etwas zu Essen rein.

 

''Danke, aber ich hab keinen Hunger'', gab ich von mir, doch Sven gab nicht nach und alberte herum.

 

''Och komme. Eine kleine Pommes? Für mich?'', sagte er und ich musste tatsächlich grinsen.

 

Dann aß ich doch ein wenig und schaute auf die Uhr.

 

''Ob er schon weg ist?'', fragte ich dann.

 

''Das kommt ganz darauf an, zu wann er noch ein Ticket bekommen hat'', meinte Sven.

 

''Wo ist Ben eigentlich?'', wollte ich wissen.

 

''Der ist scheinbar nicht so zufrieden mit dem Korb, den er bekommen hat und ist auf sein Zimmer'', hörte ich Sven sagen und schon kam der nächste Pommes in meine Richtung geschwebt.

 

Es tat gut Freunde zu haben, auch wenn ich Yun gerne dazu gezählt hätte. Man kann leider niemanden zwingen.

 

*-*-*

 

Während der Fahrt mit dem Taxi, sprach ich mit meinem Vater, per Handy und er meinte, dass ich durchhalten und mir zur Not eben eine andere Unterkunft suchen sollte.

 

Ich weinte und bat, doch er ließ sich nicht erweichen ...zwang mich quasi... zu bleiben wo ich war und durchzuhalten.

 

So ließ ich das Taxi umkehren und zur WG zurückfahren.

 

So bezahlte ich den Fahrer, ließ mir meine Koffer wieder ausladen und sah dem Taxi nach, wie es wieder abfuhr.

 

Während meine Tränen kein Ende nahmen, betrat ich das Haus wieder, schleppte die Koffer hoch und setzte mich vor der Wohnung, auf die Treppe... wagte es nicht zu klingeln.

 

Ich weinte nur noch... konnte mich nicht beruhigen.

 

Wie sollte ich diese Zeit hier... diese drei Jahre überstehen....?

 

.für mich derzeit undenkbar...

 

Das Heimweh schmerzte mich, auch die Worte meines Vaters... meine Augen brannten vom vielen Weinen...ich fühlte mich wie ein seelisches Wrack.

 

So würde ich die Nacht wohl hier im Treppenhaus verbringen.... einsam und allein...

 

*-*-*

 

Während ich mit Sven herumalberte, bekamen wir gar nicht mit, was draußen geschah. Ben hatte keine ruhige Minute. Gegessen hatte er auch kaum etwas und so zog er Jacke und Schuhe an, wollte einfach nur raus, um frische Luft zu schnappen.

 

Als er jedoch die Tür öffnete und sah Denjenigen bei der Treppe sitzen, den er so schmerzlich vermisst hatte. Natürlich bemerkte er auch, wie schlecht es Yun ging.

 

Leise schloss er die Tür hinter sich und zog seine Schuhe aus, damit er noch leiser zu Yun rübergehen konnte. Noch einmal würde er ihn nicht wegrennen lassen, selbst wenn er ihn festhalten müsste.

 

Er setzte sich ruhig neben ihn und konnte einfach nur Lächeln, auch wenn ihn die Tränen von Yun und die Tatsache, wie er sich quälte, sehr schmerzten.

 

''Schön dass du noch da bist'', wagte er es dann, ohne Yun wieder zu überfordern. Sicher wollte er ihn trösten, zog es aber vor, ihm erst mal nur Taschentücher zu reichen.

 

''Wir haben dich gesucht'', fügte er dann hinzu und schaute sanft zu Yun rüber.

 

*-*-*

 

Total fertig mit den Nerven, saß ich noch immer auf der Treppe... verstand irgendwie die Welt nicht mehr, als ich merkte, wie sich jemand neben mich setzte und erst nach einer Weile zu reden begann.

 

Ich schaute neben mich und erblickte Ben, der mir ein Taschentuch reichte, was ich mit einem dankbaren Nicken annahm.

 

Doch Antworten konnte ich jetzt nicht, stattdessen lehnte ich mich verzweifelt an Ben und weinte mich schluchzend aus.

 

Irgendwie war es schön, dass jetzt jemand da war... mich zu trösten versuchte, und dass es zudem Ben war, tat meinen Nerven gerade mehr als gut, so als wäre er Balsam für mich.

 

Wie ein Ertrinkender klammerte ich mich an ihn und genoss es gerade jetzt, dass er für mich da war.

 

"Ich... es tut mir so leid, was ich geschrieben habe...", gab ich schluchzend von mir, mich noch immer an ihm festhaltend.

 

Erst eine gefühlte Ewigkeit später, löste ich mich sacht von Ben, schaute ihn sanft an und schenkte ihm ein dankbares, liebevolles Lächeln:

 

"Danke... dass du da bist", sagte ich leise, senkte dann aber meinen Kopf verlegen.

 

*-*-*

 

Natürlich legte Ben zaghaft, tröstend den Arm um Yun, während dieser sich ausweinte. Erst als er sich von ihm löste, nahm er den Arm wieder weg.

 

''Ist schon okay. Kurzschlussreaktion eben. Kenne ich irgendwoher'', grinste Ben, während sie im dunklen Treppenhaus saßen.

 

Nur wenig Licht fiel durch ein Fenster herein, vom Mond, der mittlerweile aufgegangen war und der Straßenlaterne vorm Haus.

 

''Ich bin sehr gerne für dich da, wenn du mich nur lässt'', antwortete Benn dann und fand Yuns Verlegenheit sehr süß.

 

Unterdessen war ich mehr als satt und auch Sven schob den Rest vom Essen beiseite.

 

''Denkst du Ben kommt klar?'', fragte ich plötzlich, weil ich mir irgendwie Sorgen machte und immer noch nicht ahnte, was im Hausflur vor sich ging.

 

''Kommst du denn klar?'', hörte ich Sven auf einmal sagen, bevor er sich zu mir aufs Bett setzte, da er vorher auf den Boden daher gesessen hatte.

 

Auf einmal war er so nah und ich konnte eine aufkommende Hitze in meinem Gesicht spüren.

 

''Sicher, wieso denn nicht?'', sagte ich.

 

''Na ja, es sah so aus, als ob du...'', kam es von Sven, ohne den Satz voll auszusprechen. Dabei legte er seine Hand auf die Meine und es fühlte sich gut und richtig an.

 

Mit einem Mal waren meine Gefühle geordnet und ich wusste, was ich wollte.

 

''Das sah scheinbar nur so aus. Denn auch Dave sagte so was. Aber ich war eigentlich nur eifersüchtig, weil du nur noch Augen für ihn hattest'', offenbarte ich meine Gefühle.

 

''Das sah dann wohl auch nur so aus. Denn Ben war der einzige, der nur noch Augen für Yun hatte'', lächelte Sven und ich spürte mehr Druck von seiner Hand, auf die Meine. Jetzt nahm er sie sogar in die Seine und hielt sie einfach fest.

 

Mir war, als würde mein Herz gleich aus der Brust springen, so schnell begann es zu schlagen.

 

*-*-*

 

Auf Bens Worte nickte ich zaghaft, dann sah ich ihn wieder an... froh, dass es halbwegs dunkel im Hausflur war und er wahrscheinlich nicht sehen konnte, dass ich rot geworden war.

 

Denn seine Worte sagten alles... und ließen im Moment keine Fragen aufkommen... später vielleicht.... ganz sicher... hätte ich dann doch Fragen, aber nicht jetzt.

 

Jetzt würde ich mir wahrscheinlich einen abstottern und das wäre echt tödlich für mich und mir unglaublich peinlich, zudem mein Gesicht schon zu glühen schien.

 

Herrje, was hatte ich denn nur? Was war denn nur mit mir los?

 

War ich nur verlegen oder... konnte ich mir mehr mit Ben vorstellen?

 

Unsicherheit machte sich in mir breit... denn Ben sah echt hammer geil aus und er war ein toller Typ... zumindest soweit ich ihn kannte... dagegen kam ich kaum an. Hart musste ich schlucken, bei seinem Anblick.

 

"Ich versuche es... trotzdem danke... irgendwie... hab ich grade das Gefühl, dass ich dich gar nicht verdient hab", stammelte ich verlegen und mein Kopf schien immer mehr zu glühen, selbst meine Ohren schienen rot zu leuchten... man bloß gut, dass meine langen Haare, meine Ohren verdeckten.

 

Mit treudoofen Hundeblick schaute ich Ben nun in die Augen.

 

*-*-*

 

''Warum sollst du mich denn nicht verdient haben? Habe ich dich denn verdient?'', scherzte Ben und nahm Yun nun doch wieder in die Arme.

 

Er war sehr erleichtert, dass Yun nicht wieder die Flucht ergriff und konnte sein Glück kaum fassen.

 

Sanft streichelte seine Hand Yuns Schulter, ohne zu viel zu verlangen und lächelte ihn an.

 

Natürlich erwiderte er seinen Blick und konnte kaum wegsehen.

 

Währenddessen war Sven nun noch näher an mich herangerückt und ich wagte es, gab meinem Herzen nach. Ein winziges Stück musste nur noch überwunden werden, damit sich unsere Lippen berührten.

 

Zaghaft und nur ganz kurz berührten sich unsere Lippen. Noch einmal schaute ich Sven in die Augen, bevor er mich sanft in die Kissen drückte. Erneut küsste ich ihn, wieder nur kurz.

 

Dann lächelte ich ihn an und er mich. Seine Lippen legten sich nun auf die meinen und wollte diese so schnell nicht mehr hergeben.

 

Viel zu lange musste er darauf warten.

 

*-*-*

 

Noch bevor ich antworten konnte, nahm mich Ben in die Arme und ich kuschelte mich ein wenig an ihn... wenn auch noch sehr zaghaft und scheu.

 

Seine Aussage und seine Frage konnte man positiv und negativ beantworten... je nach dem wie man die Sache betrachtete.

 

"Ich habe dich nicht verdient, weil ich in letzter Zeit so doof zu euch bzw. zu dir war... andererseits... hättest du mich verdient, weil du eben ein toller Typ bist", erwiderte ich leise, während ich mich nun doch wieder an ihm fest hielt.

 

"Eigentlich wollte ich nach Hause fliegen, weißt du... aber mein Vater hat es mir verboten und gemeint... ich soll die drei Jahre hier durchhalten... und erst dann wieder heim fliegen. Aber irgendwie... bin ich zur Zeit total fertig... ich weiß nicht was mit mir los ist. Warum... ja... warum ich mich hier an dich kuschel... warum... sich mein Gesicht anfühlt als würde es glühen...", stammelte ich flüsternd vor mich hin.

 

Ben war wirklich ein toller Typ. Er vermittelte mir einfach das Gefühl, dass ich ihm vertrauen konnte... ich wusste nicht einmal, wie er es anstellte, dass ich ihm schon nach so kurzer Zeit vertraute.

 

*-*-*

 

Liebevoll strich Ben über Yuns Rücken, während er dessen Worte hörte. Dabei wurde sein Lächeln nur breiter und er antwortete:

 

''Yun, gefällt es dir, hier bei mir im Arm? Würde es dich stören, wenn ich dich jetzt küsse?'', wollte er dann ganz direkt wissen.

 

''Für mich hört es sich alles danach an, als würdest du mir gerne näher kommen. Ich mag dich wirklich sehr, sehr gern... vielleicht sogar zu gern, um dich nur zu mögen.''

 

Sanft legte Ben seine Hand unter Yuns Kinn und schaute ihm erneut in die Augen. Er wollte ihn küssen, würde aber seine Zustimmung abwarten.

 

Mittlerweile waren Svens Hände überall unter meiner Kleidung und auch ich war nicht untätig. Viel zu gut fühlte es sich an.

 

Den Kuss unterbrachen wir nur kurz, um mein und sein Oberteil auszuziehen. In meiner Hose war es mehr als eng und die Reibung unserer Körper aneinander, machte es nicht einfacher.

 

Endlich öffnete Sven meine Hose und ich spürte Erleichterung. Dann wagte ich es ebenfalls und öffnete auch die seine, wobei ich merkte, dass es ihm genauso erging, wie mir.

 

*-*-*

 

Mit heftig pochendem Herzen hörte ich Ben zu und musste feststellen, dass er allem Anschein nach mit allem Recht hatte. Seine Worten trieben mir nur noch mehr die Röte ins Gesicht, was mich nun aber nicht mehr verwunderte.

 

Konnte es sein, dass ich mich in Ben verguckt hatte?

 

Aber so was war mir doch noch nie passiert. Immer hatte ich nur gelernt, mich niemals um zwischenmenschliche Beziehungen gekümmert... und nun das hier... ach herrje...

 

"Ja, es gefällt mir, in deinen Armen zu liegen", antwortete ich flüsternd, während sich meine Lippen... mein Mund ganz trocken anzufühlen, schienen und ich mir unbewusst, mit der Zunge über die Lippen leckte.

 

"Nein, es würde mich nicht stören... wenn du mich... küsst", gab ich Ben grünes Licht und schaute ihm intensiv, sehr direkt in die Augen.

 

"Ich mag dich auch sehr gern...", fügte ich noch hinzu, dann spürte ich seine Hand unter meinem Kinn... erwiderte seinen Blick in erwartungsvoller Haltung.

 

*-*-*

 

Ohne weiter zu zögern, legte Ben seine Lippen auf die von Yun. Dabei ließ er erst mal die Augen geöffnet, um dessen Blick zu erwidern. Erst nach einem Moment schloss er genießend die Augen.

 

Wie von selbst legte er seine Arme um Yun noch fester und hielt ihn sanft an sich gedrückt.

 

Endlich durfte er ihn küssen, wo er sich danach so verzehrt hatte.

 

In der Zwischenzeit hatte Sven mich komplett ausgezogen und begann meine Männlichkeit mit dem Mund intensiv zu bearbeiten.

 

''Langsam'', ermahnte ich ihn etwas überhitzt.

 

''Bitte'', flehte ich, da ich kein vorschnelles Ende wollte.

 

Er grinste mich an und zog sich ebenfalls ganz aus, bevor er sich wieder auf mich legte und ich wie von selbst meine Arme und Beine um ihn schlang. Dann küssten wir uns wieder und begannen unsere mittlerweile ziemlich erregten Körper aneinander zu reiben.

 

*-*-*

 

Zunächst mit großen Augen erwiderte ich nun Bens Blick, während er mich tatsächlich küsste und nicht mehr wusste, wie mir geschah.

 

Diese weichen Lippen... durfte es so was überhaupt geben...?

 

Er brachte mein Herz zum rasen, ließ meine Hände scheu seinen Körper ertasten und meine Augen schließlich genießend schließen, während ich noch immer in seinen Armen lag.

 

Obwohl ich noch nicht mal wusste, ob ich überhaupt homosexuell war, gefiel mir was ich spürte und fühlte. Ben hatte es echt drauf und dann sein Duft, den er verströmte, mit dem er beinahe meine Sinne vernebelte.

 

Ja, Ben roch ausgesprochen gut, das hatte ich in der Küche, vor ein paar Stunden, als er seine Arme kurz um mich gelegt hatte, ebenfalls deutlich wahrgenommen.

 

Natürlich erwiderte ich den Kuss... wenn auch noch etwas zaghaft, da ich mich nicht so gut auskannte... hoffend nichts verkehrt zu machen.

 

*-*-*

 

Ben genoss die zögernden Hände von Yun und den Kuss sehr. Er bekam beinahe nicht genug und löste sich erst nach einer ganzen Weile sehr sanft.

 

Küssend wanderten seine Lippen zu Yuns Ohr und er flüsterte: ''Wollen wir denn jetzt langsam rein gehen? Es ist zwar schön hier im Dunkeln mit dir, aber drinnen wäre es viel gemütlicher.''

 

Noch einmal küsste er Yun und streichelte sanft über dessen Rücken, bevor er ihn erwartungsvoll anschaute.

 

Währenddessen waren ich und Sven schon fast dabei es richtig zu tun. Es ging irgendwie alles wie von selbst, durch unsere Bewegungen, brauchte Sven nur ein wenig Nachdruck und drang langsam in mich ein.

 

Ich war so heiß und erregt, dass es kaum schmerzte. Ganz im Gegenteil, denn ich wollte es jetzt richtig tun.

 

Wir küssten uns beinahe die ganze Zeit und schienen miteinander zu zerschmelzen. Leise stöhnte ich in den Kuss hinein. Es ging gar nicht anders, weil es mich so sehr erregte. Doch hatte ich auch Angst, man könnte uns hören.

 

*-*-*

 

Alles fühlte sich so gut an und ich schien ausnahmsweise mal nichts verkehrt zu machen... zumindest kam keine "Beschwerde".

 

Allerdings hatte ich nun vollkommen vergessen wo wir uns befanden, erst als Bens Lippen mein Ohr sanft berührten und er mir etwas zuflüsterte, wurde mir bewusst, dass wir uns noch auf dem Hausflur befanden.

 

Ich musste nun grinsen und erwiderte:

 

"Okay... gehen wir rein", willigte ich ein und schaute Ben liebevoll in die Augen.

 

Schließlich stand ich auf, blickte auf Ben herab und meinte trocken:

 

"Da ich keine Schlüssel mehr hab, wäre es schön, wenn du die Tür aufschließen würdest... wir können uns natürlich auch, auf der Treppe hier aneinander kuscheln", dabei musste ich jedoch mächtig grinsen.

 

Nun, vielleicht würden die drei Jahre hier ja doch noch ganz toll werden....

 

*-*-*

 

Ben musste nun ebenfalls breit grinsen.

 

''Na, dann komm mal, du kleines armes Würmchen ohne Schlüssel und Bleibe. Magst du heute bei mir schlafen, bevor du hier auf dem kalten Hausflur nächtigen musst'', scherzte Ben und zwickte Yun verspielt in die Seite.

 

Noch einmal küsste er dessen Lippen sanft, wenn auch kurz, bevor er aufschloss und Yuns Taschen hineintrug.

 

In der Zwischenzeit hatten Sven und ich unseren Rhythmus gefunden und bewegten uns gleichmäßig ineinander. Es war so wunderschön, dass ich meinte auf Wolke sieben zu schweben.

 

Mein Stöhnen wurde nur teilweise von Svens Küssen unterdrückt und ich vergaß alles um mich herum.

 

Jetzt war ich sein und er mein. Lange dauerte es nicht und ich ergoss mich zwischen unseren aufgeheizten Körpern.

 

''Darf ich weitermachen'', fragte Sven liebevoll, als er bemerkt hatte, wie es mir gekommen war.

 

Gierig schlang ich meine Arme und Bein noch enger um ihn, aus Angst, er könnte sich vorschnell entziehen.

 

''Mach bitte weiter. Ich möchte, dass du in mir kommst'', bat ich ihn und schon bewegte er sich hemmungslos und ungezügelt weiter.

 

Seine Stöße wurden immer intensiver und schnell. Ein angenehmer harter Rhythmus entstand mit kleinen Schmatzgeräuschen.

 

*-*-*

 

Wie jetzt? Hatte ich das richtig verstanden? Hatte mich Ben wirklich gefragt ob ich bei ihm schlafen wollte?

 

Ja, er hatte... und in mir machte sich Unsicherheit breit.

 

Was wenn... nein... kein wenn... Ben würde nicht über mich herfallen. Dafür war er doch gar nicht der Typ. Hatte er mich doch auch gefragt, ob er mich küssen durfte.

 

Außerdem vertraute ich ihm doch... nun, auch wenn ich ihn noch nicht annähernd genug kannte, um schon so viel Vertrauen aufbauen zu können, aber... na ja, ich wollte es zumindest versuchen und ihm eine Chance geben.

 

Kurz quietschte ich auf, als Ben mir so verspielt in die Seite piekste, was ich mit einem grinsenden "Hey...", quittierte.

 

Noch bevor ich antworten konnte, küsste er mich abermals, was ich nur allzu gern erwiderte, leider wusste ich noch immer nicht, ob ich wirklich bei ihm schlafen wollte.

 

Mein Herz sagte ja... tu es... nur mein Verstand sträubte sich. In einem Kleinkrieg entschied mein Herz den Kampf für sich und ich antwortete Ben, während wir die Wohnung betraten, nachdem er die Tür aufgeschlossen hatte:

 

"Okay... ich... schlafe heute... bei dir", stammelte aber ein wenig vor mich und spürte wieder, wie mir die Röte ins Gesicht stieg.

 

...au man...

 

*-*-*

 

Natürlich bemerkte Ben die Unsicherheit von Yun und musste erneut grinsen.

 

''Keine Sorge, ich falle erst in der Nacht über dich her, wenn du tief und fest schläft'', scherzte er und küsste Yun noch einmal.

 

''Mach dir bloß keinen Kopf, okay. Immerhin habe ich gefragt, ob du bei mir schläfst. Die Frage nach dem mit mir schlafen, kommt erst später'', fügte er schelmisch hinzu.

 

Dann stellte er Yuns Taschen ab, nahm ihn an die Hand und zog ihn mit sich in sein Zimmer. Er freute sich sehr darüber, dass Yun bei ihm schlafen wollte.

 

Die Geräusche von Nebenan versuchte er zu ignorieren, freute sich aber für seine Freunde, dass die Zwei endlich zueinander gefunden hatten.

 

Nachdem sie nun in seinem Zimmer waren, machte er etwas Musik an und setzte sich aufs Bett. Liebevoll schaute er Yun an und klopfte neben sich auf die Bettdecke.

 

Währenddessen hatte ich beinahe alle Hemmungen verloren und Sven schien zu gefallen, was er mit mir tat. Den Kuss unterbrechend, hielt er für einen Moment inne.

 

''Dreh dich bitte'', hörte ich ihn sagen und mit hochrotem Kopf, spürte ich, wie er sich mir entzog.

 

Also drehte ich mich auf den Bauch und schaute Sven verlegen an. Dieser war sofort wieder dabei in mich einzudringen, was mir ein Aufstöhnen entlockte.

 

Liebevoll begann er meinen Nacken zu küssen und zu lecken. Wieder musste ich stöhnen und Sven begann sich erneut in mir zu bewegen. Damit es ihm leichter fiel, winkelte er mit seinem Arm, ein Bein von mir an.

 

Jetzt wo der Rhythmus wieder stärker wurde und meine Männlichkeit an der Matratze rieb, wurde ich langsam wieder hart.

 

''Hmm... gut... oh... ja'', stöhnte ich und vergrub mein Gesicht in das Kissen unter mir, aus Angst man könnte mich hören. Mit beinahe jeden Stoß verwöhnte Sven einen gewissen Punkt in mir, der mich Sterne sehen ließ.

 

*-*-*

 

Endlich hatten wir die Wohnung betreten und wieder hörte ich Ben scherzen... für mich hörte es sich gar nicht nach einem Scherz an und mein Herz krampfte sich leicht zusammen.

 

Bens Kuss erwiderte ich zwar, doch raste mein Herz so sehr, dass es beinahe weh tat und als wollte es mir sagen... schnell... hau ab.... zu meinen Beinen schien es nicht durchgedrungen zu sein, denn diese setzten sich nicht in Bewegung.

 

Auch Bens nächste Aussage, machte mich nicht mutiger... eher bekam ich es irgendwie mit der Angst zu tun, zumal sich die Geräusche von nebenan ziemlich... na ja... "gefährlich" anhörten und meine Gesichtsröte gar nicht mehr nachzulassen schien.

 

Ben hatte, netterweise meine Koffer abgestellt, hatte mich dann an die Hand genommen und war mit mir in sein Zimmer gegangen und hatte Musik angemacht.

 

Nun saß er auf seinem Bett und wünschte sich, wortlos, dass ich mich zu ihm setzen sollte.

 

Unsicherheit machte sich in mir breit. Vor ihm stehend nagte ich nervös an meiner Unterlippe... schaute überall hin, nur ihn konnte ich nicht so wirklich ansehen. Schließlich setzten sich meine Beine nach vorn, anstatt nach hinten, in Bewegung... ging langsam auf das Bett zu.

 

Mein Körper drehte sich, ohne meine Erlaubnis, einfach um und setzte sich zu Ben auf das Bett.

 

Allerdings senkte sich nun mein Kopf und starrte den Fußboden an... während ich nervös mit meinen feuchten Händen spielte... diese knetete.

 

Ich weiß nicht warum, aber ich fühlte mich plötzlich sehr unwohl... obwohl ich wusste, dass Ben sicher nichts tun würde, was ich nicht wollte.

 

*-*-*

 

Ben merkte an Yuns Verhalten, dass etwas nicht stimmen musste, also hakte er nach.

 

''Ist alles okay mit dir? Habe ich etwas falsch gemacht?'', fragte er unsicher.

 

Liebevoll legte er seine Hand auf Yuns Schulter und schaute seinen Freund an. Dann hatte er eine Vermutung und wagte es diese auszusprechen.

 

''Hattest du noch nie etwas mit einem Mann oder vielleicht auch noch nie mit einer Frau?... Es wäre nicht schlimm für mich, nur solltest du es schon sagen, wenn es so wäre... Vorausgesetzt du willst das mit mir überhaupt... Überrumpelt habe ich dich jetzt doch nicht, oder?''

 

Unterdessen japste ich nach Luft, indem ich meinen Kopf kurz hochnahm. Svens Stöße waren sehr intensiv geworden und ich merkte an diesen Rhythmus, dass er gleich kommen würde.

 

Ich war auch schon wieder so weit und stöhnte: ''Mir kommt es gleich.''

 

Mehr ging auch nicht mehr und ziemlich fertig ergoss ich mich ins Laken. Sven stöhnte laut auf, holte tief Luft und kam in mir, indem er sich noch einmal fest in mich drückte.

 

Anschließend brach er keuchend auf mir zusammen.

 

Ein Lächeln lag auf meinem Gesicht und als ich meinen Kopf zu Sven drehte, konnte ich sehen, wie auch er breit grinste.

 

*-*-*

 

Verdammt, ich hatte es zu offensichtlich gemacht... Ben hatte meine Unruhe und Nervosität bemerkt und sprach mich nun direkt drauf an.

 

Meine Augen fixierten weiterhin den Fußboden, als wäre dieser gerade jetzt besonders interessant.

 

"Nein, du hast nichts falsch gemacht und mit mir ist auch alles soweit okay... wirklich echt...", antwortete ich Ben, überlegte kurz... machte eine kurze Pause und sprach dann weiter:

 

"Um genau zu sein, nein, ich hatte noch nie Sex und ich... habe, ehrlich gesagt, ein bisschen Angst davor", ich sah Ben kurz, aber lieb in die Augen, bevor sich mein Blick wieder senkte und ich offen und ehrlich weitersprach: "Natürlich will ich das mit dir, sonst hätte ich doch nicht zugelassen, dass du mich küsst. Du hast mich auch nicht überrumpelt... echt nicht... nur eben ich habe keine Erfahrungen in Sachen Sex und Liebe.

 

Immer habe ich gelernt... weil ich weiterkommen wollte... hatte nie Zeit für so etwas, wie Liebe... oder Beziehungen."

 

Man, war mir das hier peinlich, mich so vor Ben bloßzustellen, doch glücklicherweise fielen gerade jetzt meine Haare so, dass sie mein Gesicht seitlich verdeckten und ich mich so ein wenig verstecken konnte.

 

Nur meine feuchten Hände, die ich knetete, verrieten wie ich mich gerade fühlte.

 

*-*-*

 

Ben rückte weiter an Yun ran und legte seine Hände auf die von Yun.

 

''Alles ist gut. Wir müssen heute noch keinen Sex haben. Lass dir einfach Zeit. Wir lassen uns Zeit damit'', sprach er ruhig.

 

Er hatte es nicht eilig und Yun war so süß, da war es nicht schlimm, wenn er warten müsste.

 

In der Zwischenzeit hatte Sven sich aus mir entzogen und mich liebevoll in die Arme genommen. Sanft streichelten seine Hände über meinen Rücken und meine Augen hatten sich wie von selbst geschlossen.

 

Langsam wurde sein Atem wieder normal und regelmäßiger, genau wie meiner.

 

Es dauerte nicht lange und wir waren beide eingeschlafen.

 

*-*-*

 

Aufmerksam hörte ich Ben zu, was er sagte und war total froh, diese Worte von ihm zu hören... seine Hände auf den meinen zu spüren und zu sehen.

 

Ein wenig hob ich nun meinen Kopf, blickte Ben sanft in die Augen und erwiderte dankbar:

 

"Danke, dass du mir Zeit lässt. Das ist total lieb von dir."

 

Dann überwand ich meine Scheu etwas, beugte mich zu ihm und küsste ihn zärtlich auf den Mund, um ihn dann unschuldig anzuschauen.

 

Als hätte ich jede Menge Schmetterlinge in meinem Bauch, bekam ich Gefühle zu spüren, wie ich sie bis dahin noch nie erlebt hatte.... es begann wie verrückt zu kribbeln, während sich mein Herz fast überschlug.

 

*-*-*

 

''Ist doch klar'', hatte Ben nach dem Kuss, den er erwidert hatte, geantwortet. Yuns Blick machte ihn zwar wahnsinnig, aber er beherrschte sich.

 

''Na komm, du musst doch müde sein, lass uns schlafen, okay'', kam es dann von ihm.

 

Dann zog er sein Oberteil aus und warf es zu einem Stuhl rüber.

 

''Ähm, es ist für dich okay, wenn ich nur in Boxershorts schlafe, oder? Ich kann auch etwas anziehen, wenn es dir lieber ist'', sagte er, bevor er sich an seine Hose machte und die ebenfalls auszog.

 

Eigentlich schlief er immer nur in Unterhose, doch würde er für Yun auch etwas anziehen. Er wollte schließlich, dass sich sein Freund wohl fühlte und keine Angst haben brauchte.

 

*-*-*

 

Ben hatte es richtig erkannt, denn ich war wirklich sehr müde, der Tag war echt stressig gewesen und ich wollte jetzt auch nur noch schlafen.

 

"Okay, gehen wir schlafen", willigte ich ein und grinste bei seiner Frage in mich hinein.

 

Doch nickte ich und sagte:

 

"Sicher, ist es für mich okay, dass du nur in Boxershorts schläfst... ich schlafe eigentlich gern nackt... ist das für dich auch okay?", konterte ich und grinste frech.

 

Aber es stimmte ja, dass ich gern nackt schlief... zudem hasste ich Unterwäsche an mir... auch Boxershorts... und Pyjama ging auch nicht.

 

Als sich Ben dann schon mal das Oberteil auszog, konnte ich meinen Blick nicht von ihm abwenden, leckte mir unbeabsichtigt über die Lippen, die gerade sehr trocken zu sein schienen.

 

Kurz beobachtete ich ihn noch, wie er sich die Hose auszog, bevor ich mich ebenfalls begann auszuziehen... erst das Oberteil, dann die Strümpfe... und … nein, die Hose ließ ich erst mal an... wartete auf Bens OK... da ich ja unter der Hose nichts weiter an hatte.

 

*-*-*

 

Natürlich schaute Ben nun etwas verdutzt und wusste nicht so recht, ob es nur ein Scherz von Yun gewesen war.

 

''Ganz wie es dir beliebt'', antwortete er deshalb.

 

Aber fragte er sich auch, wie er seine Finger bei sich behalten sollte, wenn Yun nun wirklich nackt schlafen wollte.

 

Nachdem er nun ausgezogen war, bis auf die Unterwäsche, legte er sich ins Bett und zupfte die Decke für sie zurecht. Es war, als würde sein Herz rasen und er wusste nicht so recht, wie er reagieren sollte.

 

Dabei hatte er versprochen brav zu sein.

 

*-*-*

 

Nach Bens OK, zog ich nun auch meine Hose aus, so dass ich nun wirklich nackt war. Anschließend legte ich alles ordentlich auf einen Stuhl.

 

Nein, peinlich war es mir nicht, denn ich war es nun mal so gewohnt. Was ich allerdings damit auslösen könnte... ahnte ich sehr wohl, denn dumm war ich ja nun nicht.

 

Ich ließ es drauf ankommen, und als Ben schon im Bett lag, legte ich mich zu ihm... ohne Scheu. Dann deckte ich mich zu, drehte mich zu Ben um und begann erst seine Wange zu streicheln, weiter zu seinem Hals... zu seiner Brust...

 

Hmm... irgendwie konnte ich meine Finger nicht bei mir behalten. Konnte ich doch nichts dafür, dass Ben so einen Hammer geilen Körper hatte.

 

*-*-*

 

Natürlich starrte Ben, Yun an, als dieser so nackt da stand und seine Sachen noch ordentlich weg legte. Nun lag er direkt neben ihn, nackt und begann dazu noch, ihn zu streicheln.

 

''Testest du mich oder darf ich dich auch streicheln'', sicherte er sich ab.

 

Doch waren seine Hände schneller und begannen nun auch Yuns Körper zu ertasten. Seine Lippen verschlossen dessen Mund, noch bevor dieser etwas antworten konnte.

 

Warum nur war er auch so verdammt süß und zog ihn so an. Da war es kein Wunder, wenn sie so intim miteinander sein würden. Vor allem nackt und fast nackt zusammen in einem Bett, unter einer Decke.

 

Da war doch so was vorprogrammiert.

 

*-*-*

 

Dass diese Frage kommen musste, wusste ich... oder ahnte es zumindest.

 

Jedoch kam ich nicht mehr dazu Ben zu antworten, denn schon küsste er mich und begann meinen Körper ebenfalls zu streicheln.

 

Seine Küsse erwidernd, streichelte ich ihn weiter... ließ auch zu, dass er meinen Körper erkundete und schloss genießend die Augen, was für Ben das Zeichen sein sollte, dass es für mich ok war, was er tat.

 

Meine Finger konnten nicht anders, als diesen wunderschönen Körper weiter zu erforschen.... zu streicheln... mal kleine Kreise zu ziehen und mal sacht, wie ein Hauch, mit den Fingernägeln über seine Haut zu streichen...

 

Währenddessen rückte ich näher an Ben heran, kuschelte mich an ihn und genoss so das Gefühl von Haut an Haut...

 

Meine Gefühle für diesen liebevollen, verständnisvollen hübschen Mann... neben mir.... Ben... flammten auf und ich konnte mich ihrer nicht mehr erwehren... ließ sie zu.

 

*-*-*

 

Trotz dass alles so schön war, beherrschte Ben sich und wollte einfach nur zärtlich mit Yun sein. Dessen Nähe genoss er sehr und schloss ebenfalls die Augen.

 

Während seine Zunge sich zwischen Yuns Lippen ihren Weg suchte, streichelten seine Hände oberhalb der Gürtellinie von Yuns Körper.

 

Vorne am Bauch und hinten am Rücken. Überall, jeden Zentimeter wollte er erkunden und ertasten. Wie bei einer Erkundungstour tastete er sich voran und erfühlte Neuland.

 

Es war schön, wie in Teenagerzeiten und Ben fand es aufregend, dass Yun nackt war. Als wäre es eben doch ein Test.

 

*-*-*

 

Wie sehr genoss ich es von Ben gestreichelt zu werden und auch ich streichelte ihn, überall wohin ich kam, doch blieben meine Finger ebenfalls brav oberhalb der Gürtellinie.

 

Mein Mund öffnete sich und ließ Bens Zunge ein. Leidenschaftlich erwiderte ich seinen Kuss, meine Zunge begrüßte die seine spielerisch und es fühlte sich einmalig an.

 

Innerlich machte sich bei mir ein sehr schönes Gefühl der Liebe und des Vertrauens breit. Denn vertrauen konnte ich Ben definitiv.

 

Er tat wirklich nichts was ich nicht wollte.... war anständig und sehr vernünftig, obwohl ich hier nackt neben ihm lag. Ich wusste aber auch, dass nicht jeder so wäre wie Ben.

 

So hatte ich also großes Glück an Ben geraten zu sein, der mir nicht weh tat und total lieb und zärtlich zu mir war... was ich nur erwidern konnte.

 

Auch ich würde ihm niemals weh tun... das hätte er, weiß Gott, nicht verdient.

 

*-*-*

 

Dieser Kuss schmeckte nach so viel mehr, aber Ben war brav. Außerdem wusste er, wie müde Yun sein müsste. Also löste er nach einer Weile der Zärtlichkeit, den Kuss ganz sanft und zog Yun zu sich in die Arme.

 

Liebevoll strich er über Yuns Kopf und meinte: ''Schlaf jetzt. Morgen ist auch noch ein Tag. Du musst doch sehr müde sein, oder?''

 

Dann streichelte er noch ein wenig über Yuns Rücken und war einfach nur glücklich, dass alles so gekommen war.

 

Nach einer Weile schloss er seine Augen und schlief tief und fest ein.

 

*-*-*

 

Ich nickte Ben nur zu und lächelte ihn lieb an, nachdem er den Kuss gelöst hatte.

 

Herzhaft musste ich nun doch gähnen und flüsterte ihm zu:

 

"Ja, irgendwie bin ich sehr müde. Gute Nacht, schlaf schön", dann ließ ich mich von ihm in die Arme nehmen, schloss meine Augen, hörte noch Bens gleichmäßigen Atem, was mir zeigte, dass er schon eingeschlafen war, dann schlief auch ich ein... glücklich... selig.

 

Am nächsten Morgen stand ich ziemlich zeitig auf. Ich hatte sehr gut geschlafen und schaute mich um. Lächelnd sah ich Ben an, löste mich sacht aus seiner Umarmung und schälte mich aus dem Bett.

 

Die Uni wartete immerhin nicht, dennoch hatte ich noch etwas Zeit, schnappte mir meine Sachen und verließ leise das Zimmer, hinter mir ebenso leise die Tür schließend. Dass ich noch immer nackt war, störte mich nicht, zudem ja niemand zu sehen war.

 

Dann verschwand ich in meinem Zimmer, wo ich meine Koffer, die ich vom Flur aus, wieder in mein Zimmer getragen hatte, auspackte, alles ordentlich wegräumte und mein Netbook wieder anschloss.

 

Erst dann bewaffnete ich mich mit einem Badetuch, Duschgel und Shampoo, um dann im Bad zu verschwinden und mich in aller Ruhe zu duschen und zu pflegen. Anschließend wickelte ich mir das Badetuch um meine schmale Hüfte und verschwand wieder in meinem Zimmer, wo ich mich anzog und mich für die Uni fertig machte.

 

Obwohl ich jetzt nicht essen konnte, eben weil es für mich, zum Essen viel zu früh war, ging ich in die Küche und bereitete für Ben das Frühstück zu, mit Kaffee und Brötchen, die ich zuvor aufgebacken hatte, etwas Obst und einen Orangensaft.

 

Danach schrieb ich ihm noch einen Zettel:

 

"Guten Morgen, mein Süßer,

 

ich hoffe du hast gut geschlafen. Das Frühstück habe ich dir zubereitet und hoffe es schmeckt dir. Ich musste leider schon zur Uni, da ich nicht zu spät kommen mag.

Aber ich freue mich dich nachher zu sehen.

 

Liebe Grüße und tausend Küsse,

 

dein Yun

 

PS: I love you."

 

Den Zettel legte ich so auf das Tablett, zum Frühstück, dass er nicht herunterfallen konnte... befestigte ihn, dann brachte ich das Tablett in Bens Zimmer und stellte es auf den Nachttisch, neben dem Bett.

 

Mich zu ihm herab beugend küsste ich ihn leicht, wie ein Hauch, auf die Wange und flüsterte ihm ein "Bis nachher" zu, dann verkrümelte ich mich aus seinem Zimmer, hinter mir die Tür wieder schließend, schnappte mir meinen Schlüssel und die Tasche für die Uni und verließ dann die Wohnung... machte mich auf den Weg in die Uni.

 

*-*-*

 

Als Ben erwachte, war Yun schon weg. Sein Wecker weckte ihn und er freute sich sehr über das Frühstück. Doch musste nun auch er sich beeilen, weil er zur Uni musste.

 

Also aß er nur einen Teil und packte sich den Rest ein, für später.

 

Dann ging er ebenfalls zur Uni, wo er heute einiges zu tun hätte. Er würde erst gegen späten Nachmittag wieder Zuhause sein.

 

Unterdessen wurde ich liebevoll, küssender Weise geweckt. Svens Wecker klingelte dann auch, wie auf Knopfdruck und er drückte ihn aus.

 

''Noch fünf Minuten'', brummte er und liebkoste mich weiter.

 

Eigentlich müsste er zur Arbeit, nur fühlte es sich gerade sehr schön an, dass ich ihn am Liebsten nicht hätte gehen lassen.

 

Leider stand er dann doch auf und machte sich fertig für die Arbeit. Dann verabschiedete er sich von mir und ich kuschelte mich nochmal in die Kissen.

 

Jetzt war ich wieder alleine und würde mich sicherlich bis heute Nachmittag langweilen.

 

*-*-*

 

Überpünktlich erreichte ich die Uni, suchte den Raum aus, in den ich musste, und besetzte schon mal einen guten Platz. Anschließend bereitete ich mich ein wenig vor. Nur wenig später kamen dann auch die anderen Studenten. Auch der Dozent erschien bald, dann begann die Vorlesung auch schon.

 

Glücklicherweise hatte ich heute nur zwei Blöcke, Informatik und Deutsch, dann wäre ich für heute fertig. Für mich war es relativ einfach und ich kam sehr gut mit. Nach dem Deutschblock wurde ich von dem Dozenten gefragt, ob ich einem japanischen Studenten nicht etwas Nachhilfe in Deutsch geben könnte.

 

Herrje, musste das denn sein? Aber gut, ich wusste und hörte ja nun auch, dass er die deutsche Sprache nicht unbedingt gut beherrschte. Dafür sprach ich gleich mehrere Sprachen fließend... Koreanisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Mandarin, Chinesisch und Japanisch.

 

Nicht unbedingt erfreut, wollte ich aber nicht unhöflich sein und willigte ein. Der Dozent nickte zufrieden, dankte mir und ich machte mit Ryo Yamada einen Termin aus. Anschließend machte ich mich auf den Weg nach Hause.

 

Unterwegs trank ich, in einem Café, noch einen Espresso und aß dazu ein belegtes Brötchen.

 

Eine halbe Stunde später erreichte ich mein vorläufiges Zuhause, schloss die Tür auf und betrat die Wohnung. Sogleich bemerkte ich, dass es hier sehr ruhig war, so führte mich mein erster Weg in die Küche, wo ich mir meine Cola aus dem Kühlschrank nahm und mich anschließend in mein Zimmer begab.

 

Die Tasche stellte ich auf dem Stuhl und die Cola auf dem Schreibtisch ab. Nur eine kurze Pause wollte ich mir nun gönnen, legte mich auf das Bett, schloss die Augen und döste ein wenig vor mich hin... an Ben denkend.

 

*-*-*

 

Ich hatte den halben Vormittag herumgegammelt, als ich jemanden hörte. Natürlich ahnte ich nicht, dass es Yun sei und war sehr überrascht als Ben und auch Svens Zimmer leer waren.

 

Yuns Zimmertür war geschlossen und da ich sonst niemanden ausmachen konnte in der Wohnung, ging ich zur Tür und klopfte.

 

Erwartungsvoll starrte ich die Tür an und horchte, ob sich etwas tat.

 

*-*-*

 

Beinahe wäre ich eingeschlafen, als ich es an der Zimmertür klopfen hörte.

 

Sven konnte es nicht sein, mit ihm hatte ich relativ wenig zu tun... Ben... nein, er war es sicher auch nicht... aber wer dann?

 

Kiki... war der Einzige, der mir noch einfiel. Nur was konnte er von mir wollen...

 

Mir blieb nichts anderes übrig, als mich zu erheben und die Tür zu öffnen.

 

Unwillig erhob ich mich von meinem Bett, schleppte mich zur Tür und öffnete diese... Taadaaa... wie ich es mir gedacht hatte... Kiki stand vor der Tür.

 

"Hallo Kiki. Komm rein.", begrüßte ich ihn dennoch, mit einem Lächeln: "Was gibt es denn?", wollte ich anschließend wissen... meinte und sagte es aber keineswegs böse.

 

*-*-*

 

Als sich tatsächlich etwas tat und die Tür auf ging, stand Yun vor mir, als wäre nie etwas gewesen. Er bat mich hinein, doch ich war völlig aus dem Häuschen und fiel ihm um den Hals.

 

''Du bist wieder da!'', jubelte ich außer mir.

 

Dabei drückte ich ihn an mich und freute mich so sehr.

 

Erst als ich begriff, was ich da tat, ließ ich Yun los und musste unweigerlich grinsen.

 

''Sorry, das kam irgendwie über mich... Schön, dass du wieder da bist. Ich wollte dir nur sagen, du hast es dir nicht eingebildet. Tatsächlich war ich komisch zu dir, weil ich eifersüchtig war'', begann ich zu erzählen und betrat Yuns Zimmer.

 

''Im Grunde ging es die ganze Zeit nur um Sven. Denn ich hatte das Gefühl, er hätte nur noch Augen für dich und beachtet mich rein gar nicht mehr. Aber das war irgendwie völliger Blödsinn. Vielleicht können wir nochmal ganz von vorne anfangen, wenn du mich lässt'', redete ich dann weiter.

 

Anschließend reichte ich ihm freundschaftlich die Hand und hoffte er würde mich verstehen.

 

*-*-*

 

Ein wenig perplex schaute ich Kiki an, als er mir so unvermittelt um den Hals fiel und ich gar nicht wusste wie mir geschah..

 

Als er sich aber wieder von mir löste und mir erklärte warum, wieso, weshalb er das getan hatte, musste ich lächeln und nickte verstehend. Also hatte ich mich doch nicht geirrt und den Braten gerochen.

 

"Alles gut, ich bin dir nicht böse... vergessen und verziehen, mach dir bloß keine Gedanken. Ich kann dich gut verstehen", erwiderte ich und nahm seine Hand... drückte diese freundschaftlich.

 

"Fangen wir noch mal von vorn an. Freunde?", fügte ich mit einem Grinsen hinzu.

 

"Setz dich doch, bitte, wenn du magst", bot ich Kiki einen Platz an: "Ja, ich bin wieder da", begann ich zu erzählen: "mein Vater meinte, dass ich die drei Jahre hier aushalten muss. Tja, dann hat mich Ben draußen gefunden, als ich auf dem Hausflur, auf der Treppe saß... na ja... und... ich glaube... da wird mehr draus", und musste nun wieder grinsen, wobei sich meine Wangen in ein leichtes Rot tauchten.

 

*-*-*

 

Als ich das hörte, musste auch ich breit grinsen.

 

''Im Ernst? Dann haben wir wohl ab jetzt zwei Pärchen hier. Denn Sven und ich sind seit gestern Abend fest zusammen'', freute ich mich für Ben und Yun.

 

Natürlich hatte ich mich auf dem angebotenen Platz gesetzt und genoss es so unbeschwert mit Yun zu reden. Ich hatte ihm definitiv unrecht getan. Denn er schien wirklich nett zu sein.

 

''Ben ist ein Lieber! Ich kenne ihn nun schon eine Weile. Bevor Sven hier einzog, haben sich die Typen hier, die Klinke in die Hand gegeben. Aber Ben blieb, genau wie ich. Wir haben uns einfach super verstanden'', plauderte ich drauf los.

 

Dabei musterte ich Yun ein wenig und versuchte mir die Zwei zusammen vorzustellen. Was nicht schwer war, bei der Szene gestern in der Küche. Aber meine Fantasien gingen noch einen Schritt weiter und ich fragte mich, wer bei ihnen wohl unten und wer oben liegen würde.

 

*-*-*

 

Das breite Grinsen von Kiki ließ meine Wangen nur noch mehr erröten und ich konnte mir schon lebhaft vorstellen, was er jetzt dachte.

 

"Ja, es scheint wohl so. Na ja... zumindest haben wir uns schon geküsst und... na ja... ein wenig … erforscht", gab ich offen zu: "Ich weiß, dass Ben lieb ist, denn wenn er gewollt hätte... nun ja...", weiter wollte ich jetzt dann doch nicht drüber reden.

 

"Ich mag Ben sehr und ich glaube... ich habe mich... in ihn... verliebt", gab ich wiederum zu: "Ich freue mich für euch und wünsche euch alles Glück der Welt", fügte ich sanft lächelnd hinzu.

 

"Man konnte euch ja auch hören...", konnte ich mir nun doch nicht verkneifen zu sagen, grinste breit, senkte dann aber meinen Blick verlegen.

 

Langsam gewöhnte ich mich tatsächlich an Kiki und fand ihn schon sehr freundlich und nett. Nun ja, ich hatte ja ohnehin nichts gegen ihn... eigentlich von Anfang an nicht... nun hatten wir wohl doch noch freundschaftlich zueinander gefunden, was mich ehrlich freute und mir den Aufenthalt hier sehr erleichtern würde.

 

*-*-*

 

Als Yun nun erwähnte, dass man uns hatte hören können, lief ich wiederum rot an.

 

''Oh nein, wirklich! Man das ist mir nun aber echt peinlich...'', gab ich verlegen zu.

 

Dann versuchte ich mich aber abzulenken, da einige Worte von Yun mich zum Nachdenken brachten.

 

''Du hast wohl noch nicht so viele Erfahrungen... hmm? Ben ist wirklich ein lieber und wenn er das weiß, wird er auch darauf eingehen'', lächelte ich Yun lieb an.

 

Irgendwie konnte ich mir bildlich vorstellen, wie er Yun vernaschen würde. Da bekam ich gleich Lust, es wieder mit Sven zu tun. Unbewusst fiel mein Blick auf die Uhr dabei. Es würde noch eine Weile dauern, bis ich meinen Sven wieder hätte.

 

*-*-*

 

"Es muss dir nicht peinlich sein und es tut mir leid, dass ich es erwähnt habe... sorry", entschuldigte ich mich und schaute Kiki an, der ebenfalls rot geworden war.

 

"Genau genommen habe ich... gar keine... Erfahrungen... na ja,.... weil ich doch immer nur am lernen war und... mich für zwischenmenschliche Beziehungen nie interessiert hab. Ich hab es ihm auch gesagt... also... dass... na ja...", begann ich zu stottern und fühlte mich plötzlich so klein und unbedeutend... war wieder mal peinlich berührt.

 

Toll, ich war, mit meinen achtzehn Jahren, eine männliche Jungfrau... na super...

 

"Ähm... magst du was trinken?", lenkte ich meinerseits nun auch ab, denn Kikis Ablenkungsmanöver hatte ich sehr wohl mitbekommen... und versuchte dies nun ebenfalls.

 

Schon stand ich auf, stellte nervös meine Tasche, vom Stuhl, auf den Boden, nahm dann die Flasche Cola in die Hand... stellte sie aber auch gleich wieder auf den Tisch zurück...

 

Herrje, was war denn nun mit mir los...?

 

*-*-*

 

''Schon gut. Wir waren gestern wohl wirklich laut und jetzt muss ich mich entschuldigen. Es ist nichts schlimmes dabei mit 18 noch Jungfrau zu sein. Ich selber war es bis vor eineinhalb Jahren auch noch'', gestand ich Yun.

 

''Danke, ich nehme gerne etwas. Vielleicht hast du auch Lust auf ein Eis. Wir haben, soviel ich weiß noch eines im Tiefkühlfach'', lenkte ich erneut ab.

 

Aber im Grunde fand ich es auf einmal gar nicht mehr schlimm, so offen mit Yun darüber zu reden.

 

''Gestern habe ich schon ab und an gedacht, dass es zu laut ist. Doch es war so gut, da ist es irgendwie mit mir durchgegangen. Sven ist da ja eher der ruhigere'', hörte ich mich dann sagen.

 

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"Du musst dich nicht entschuldigen. Es ist okay", erwiderte ich auf seine Worte und wurde nun doch wieder etwas ruhiger.

 

"Okay, ich geh bloß schnell ein Glas holen. Eis esse ich eher nicht, trotzdem dankeschön", sprach ich, verließ dann kurz das Zimmer, holte aus der Küche zwei Gläser und ging wieder zu Kiki, in mein Zimmer.

 

Anschließend goss ich uns etwas Cola in die Gläser und gab Kiki eines.

 

Mein Glas leerte ich direkt, denn irgendwie hatte ich gerade jetzt großen Durst.

 

Erst dann fand ich meine Stimme wieder und meinte:

 

"Es ist mir schon ein bisschen peinlich... dass … na ja... du weißt schon. Aber dass du gestern etwas zu laut gewesen bist, war nicht schlimm, also mach dir bitte keine Gedanken drüber."

 

Es war schön, jetzt so mit Kiki reden zu können, dass wir uns nun auch so gut verstanden... und wir so vielleicht doch noch eine tolle Freundschaft aufbauen könnten.

 

*-*-*

 

Auch ich trank etwas von der Cola. Es war nicht schlimm, dass Yun kein Eis wollte. So unterhielten wir uns noch eine ganze Weile. Natürlich nicht nur über Sex, sondern auch über andere Dinge.

 

Irgendwann ging die Haustür und Ben kam zu uns ins Zimmer.

 

''Hey'', begrüßte er uns und man konnte sehen, wie sehr er sich freute. Einmal Yun wiederzusehen und dann, weil Yun und ich uns unterhielten.

 

Er küsste Yun liebevoll auf die Lippen und legte seinen Arm um ihn.

 

''Ihr versteht euch scheinbar gut. Das ist wirklich schön'', kam es von ihm.

 

Ich grinste und nickte. Ja, sie gaben ein wirklich sehr schönes Paar ab.

 

''Das tun wir'', bestätigte ich die Aussage, ''Dann werde ich mal in mein Zimmer.''

 

Mit diesen Worten zwinkerte ich kurz und verließ Yuns Zimmer, wobei ich die Tür hinter mir schloss.

 

Zwar wusste ich nicht wirklich, was ich tun sollte, bis Sven hier aufschlug, doch würde mir sicherlich etwas einfallen.

 

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Es tat gut mit Kiki nun ganz normal reden zu können und mich freute es zudem, dass dieser Küken-Kleinkrieg endlich beendet war.

 

Als ich es dann jedoch schließend hörte und nur wenig später Ben ins Zimmer kommen sah, begannen meine Augen förmlich zu strahlen... ihn anzustrahlen, während mein Herz vor Freude höher schlug.

 

Ben schien sich tatsächlich zu freuen, dass Kiki und ich so gut miteinander auskamen.

 

Da Kiki ihm aber schon geantwortet hatte, beließ ich es dabei und hörte nur nickend zu.

 

Seinen Kuss erwiderte ich ebenso liebevoll und ließ mich von ihm in die Arme nehmen, kuschelte mich an ihn.

 

So gern ich mich mit Kiki auch unterhalten hatte, war ich dennoch jetzt froh, dass er so anständig war und uns allein ließ.

 

"Schön, dass du wieder da bist. Ich habe dich sehr vermisst.", sagte ich zu Ben, mich weiter an ihn kuschelnd... wollte ihn gar nicht mehr loslassen.

 

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Ben brummte genießend und meinte: ''Ich habe dich auch vermisst. Nur wenn du dich weiter so an mich kuschelst, machst du mich ganz wuschig.''

 

Dabei kuschelte er sich genauso an Yun und konnte kaum seine Finger bei sich behalten. Dafür war er viel zu verliebt und dementsprechend scharf auf seinen Freund.

 

Währenddessen hatte ich mein Zimmer wieder verlassen und war fest entschlossen uns allen etwas zu kochen. Erstmal schaute ich nach, was noch so da war und begann dann etwas zu zaubern.

 

Wieder schaute ich auf die Uhr, doch die Zeit wollte einfach nicht vergehen. Vielleicht ging es schneller, wenn ich beschäftigt war. So hoffte ich zumindest.

 

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Ich musste, bei Bens Worten schon grinsen... konnte es mir einfach nicht verkneifen und kuschelte mich noch näher an Ben, denn er tat es ja auch.

 

"Fein, wenn dich das so wuschig macht, dann kann ich mich ja weiter an dich kuscheln.... zudem du ja nicht besser bist", konterte ich und küsste Ben... erst sanft und zärtlich, dann leidenschaftlich... konnte währenddessen meine Finger aber auch nicht bei mir behalten und begann wieder seinen Körper zu erforschen... zu streicheln und zu liebkosen.

 

Meine Finger krabbelten langsam und zärtlich unter sein Oberteil, suchten die nackte Haut und begannen diese nun zu streicheln.

 

Es fühlte sich unbeschreiblich gut an, so dass ich gar nicht mehr aufhören wollte.

 

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Erneut brummte Ben und begann Yun nun ebenfalls zu streicheln. Auch er konnte es nicht lassen und suchte Yuns nackte Haut. Doch gab er sich nur kurz mit einem Bruchteil zufrieden, so dass dessen Oberteil bald ausgezogen wurde und achtlos zu Boden fiel.

 

Langsam dirigierte er seinen Freund zum Bett rüber, wo er es sich mit ihm gemütlich machen wollte.

 

Inwiefern er sich beherrschen konnte, wusste Ben nicht wirklich. Doch gab er sich große Mühe, darauf zu achten, was Yun wollte.

 

Eine leichte Gänsehaut hatte sich über Bens Körper breit gemacht und seine Brustwarzen wurden bereits hart.

 

In der Zwischenzeit hatte ich die Küche in ein leichtes Chaos verwandelt und war ziemlich beschäftigt.

 

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Nur allzu gern ließ ich mich von Ben auf das Bett leiten lassen, auch hatte ich absolut nichts dagegen, als mir Ben mein Shirt ausgezogen hatte.

 

Nachdem wir endlich auf dem Bett lagen, streichelte ich ihn ebenfalls weiter und zog ihm nun auch sein Oberteil aus.

 

Unser kleines, erregendes Spielchen gefiel mir und ich wollte unbedingt mehr davon... sehr viel mehr.

 

Wieder küsste ich ihn, leidenschaftlich, hing an seinen Lippen, als bräuchte ich diese zum Überleben.... als wäre ich süchtig nach ihnen... was ja auch gar nicht so verkehrt war.

 

Nur allzu gern würde ich mich Ben hingeben... aber würde er das auch wollen?

 

Überall wo mich Benn berührte und streichelte, begann mein Körper, wie verrückt zu kribbeln.

 

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''Sag... Wie soll ich mich bei diesen... heißen Küssen... noch zurückhalten?'', hakte Ben in die Küsse hinein flüsternd nach.

 

Währenddessen lagen seine Hände nicht still, sondern streichelten Yun fordernd und zärtlich.

 

''Ich möchte nichts tun, was du nicht wirklich willst'', kam es dann von ihm, während er Yun sacht näher an sich heranzog.

 

Er wollte mehr, keine Frage, doch würde er auch warten. Außerdem hatten sie alle Zeit der Welt und könnten es langsam angehen lassen. Zumindest würde Ben mit viel Einfühlungsvermögen an die Sache rangehen.

 

Egal ob jetzt oder später.

 

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"Ich hab nicht gesagt, dass du dich zurückhalten sollst, oder", flüsterte ich zurück und grinste Ben frech an.

 

Sicher, ich fand es wirklich sehr lieb und vernünftig von Ben, dass er auf mich Rücksicht nahm, aber das war jetzt nicht mehr nötig … ich hatte mich innerlich schon auf alles eingestellt... hatte mich zwischenzeitlich ein wenig... über das alles schlau gemacht.

 

Angst... nein... Angst hatte ich nun wirklich nicht.

 

"Das ist lieb von dir, dass du so viel Rücksicht nimmst, aber das musst du nicht. Ich bin dir doch schon verfallen... ich liebe dich... und nichts könnte das je ändern", versicherte ich Ben, ihn mit liebevollen Blicken anschauend.

 

Ich wollte es und war definitiv bereit dafür mich Ben hinzugeben... seine warmen weichen Hände, die mich streichelten, genoss ich in vollen Zügen und schloss einen Moment die Augen.

 

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Da hatte Ben seine Antwort und er musste breit grinsen.

 

''Ich liebe dich auch'', kam es von ihm, während er sich nun kaum noch zurückhalten konnte.

 

Leidenschaftlich küsste er Yun auf die schönen weichen Lippen, während seine Zunge von dessen Mundhöhle Besitz nahm.

 

Ja, jetzt hielt ihn nichts mehr und er ließ sich treiben. Auch seine Hände wurden mutiger und nachdem sie Yuns Oberkörper genug erkundigt hatten, streichelten sie frech über den Reißverschluss seiner Hose.

 

Konnte man Yuns Erregung etwa schon fühlen. Bens war schon deutlich zu sehen und drückte beinahe schon schmerzhaft gegen die Hose, die eindeutig störte.

 

*-*-*

 

Tatsächlich hatte Ben mir seine Liebe auch gestanden und nun konnte ich endlich seine heißen Küsse genießen und diese genoss ich nur allzu sehr.

 

Wie in einem Traum fühlte es sich an, was Ben mit mir tat.

 

Leise stöhnte ich auf, als ich seine Hand spürte, die über meine noch verborgene Körpermitte strich.

 

Ich hob mich ihm entgegen, konnte gar nicht anders, denn meine Erregung drückte schon leicht gegen meine Hose, was nicht gerade angenehm war.

 

Meine Hände wurden nun aber auch langsam mutig und begannen zunächst über seinen Hosenbund zu streichen... um dann etwas tiefer zu wandern und sich auf seinen Schritt zu legen.

 

Erst dann öffnete ich erst mal nur seinen Hosenknopf... küsste ihn derweil weiter... leidenschaftlich und arbeitete mich dann zum Reißverschluss seiner Hose vor, den ich langsam öffnete.

 

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Jetzt wo Yun langsam forscher wurde, traute sich auch Ben und öffnete Yuns Hose. Seine Hände zitterten ein wenig vor Aufregung. Dabei hatte er es schon unzählige Male getan.

 

Doch nun war er richtig verliebt und dazu noch Yuns Erster. Da hatte er schon ein wenig Angst, etwas falsch zu machen.

 

Trotzdem und gerade weil er so verliebt war, begann er nun sich küssend an Yun herunter zuarbeiten. Seine Lippen stülpten sich um dessen Brustwarzen und seine Zunge leckte frech an ihnen.

 

Währenddessen bearbeitete seine Hand immer noch Yuns Körpermitte. Jetzt allerdings in dessen Hose. Ihm gefiel es, dass Yun keine Unterwäsche trug. Das machte alles viel einfacher.

 

Langsam küsste Ben sich weiter hinab und sein Gesicht drückte sich in den Schlitz der Hose, wo seine Lippen und die Zunge gierig Yuns Männlichkeit verwöhnten.

 

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Trotzdem ich keine Angst verspürte, war ich nun schon etwas aufgeregt, bei dem was Ben mit mir tat und es wohl jetzt ernst wurde.

 

Für mich fühlte es sich dennoch toll und sehr erregend an, was ich fühlte und spürte. So hob ich mich Ben, erregt stöhnend, entgegen, wollte schon mehr von seinen Zärtlichkeiten, die er mir zukommen ließ, während meine Männlichkeit hart gegen meine Hose drückte, dass es fast schon schmerzte... und Ben mich nun auch noch verwöhnte... herrje... wie lange könnte ich mich so beherrschen.

 

Meine Hände wussten nicht so recht wohin... krallten sich mal ins Bettlaken und mal fuhren sie fahrig... streichelnd über Bens Kopf.

 

Schließlich hielt ich es nicht mehr aus, zog Ben sacht zu mir hoch und küsste ihn leidenschaftlich, ließ meine Zunge scheu in seinen Mund gleiten.

 

Ich war total in Ben verliebt und ihm längst schon verfallen.

 

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Natürlich ließ Ben sich hochziehen von Yun und erwiderte dessen Kuss leidenschaftlich.

 

Währenddessen legte sich Ben auf Yun und begann sich im Rhythmus an ihm zu reiben. Dabei bemühte er sich, sie Beide von der restlichen Kleidung zu befreien.

 

Es fühlte sich alles so gut an und richtig. Jetzt wurde Ben auch langsam wieder ruhiger und er fand die Kontrolle wieder. Mit viel Einfühlungsvermögen begann er Yun zu streicheln, ohne seine Küsse zu unterbrechen.

 

Er wollte ganz intim mit ihm sein, auch wenn er vor Erregung nicht lange brauchen würde. Viel zu sehr sehnte er sich danach und viel zu heiß war er nun schon.

 

Unterdessen war auch Sven nach Hause gekommen und umarmte mich liebevoll, während ich am Herd stand.

 

''Daran könnte ich mich gewöhnen'', grinste er und küsste mich zur Begrüßung.

 

Dabei rieb er seinen Schoß an meinem Po.

 

''Woran? Dass ich Essen koche oder dass du mich so begrüßt'', will ich frech wissen.

 

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Auch nicht ganz faul, half ich Ben unsere Kleidung loszuwerden, erwiderte dabei aber auch seine Küsse... erkundete beinahe jeden Winkel seiner Mundhöhle.

 

Endlich hatten wir es so halbwegs geschafft und waren nackt. Was Ben nun aber mit mir trieb... sich an mir rieb und ich auch noch mitmachte... hätte ich beinahe die Beherrschung verloren, doch hatte ich mich noch immer gut im Griff... nur für wie lange noch...

 

Ich wollte ihn endlich spüren... wollte nicht so lange warten oder liebevoll, sanft "hingehalten" werden und bat Ben flehend... da ich es ohnehin nicht mehr allzu lange aushalten würde:

 

"Bitte... lass mich dich... spüren",... stöhnend... kaum noch Herr meiner Sinne.

 

Dennoch ahnte ich, dass er sich nur mir zuliebe so zurück hielt, weil er doch wusste, dass es mein erstes Mal war.

 

Aber wollte ich überhaupt, dass er sich so zurückhielt? Sicher, ich fand es total lieb von Ben, aber ich wollte auch nicht so meinen Höhepunkt erreichen.

 

*-*-*

 

Ben musste breit grinsen, als er diese Worte von Yun hörte. Natürlich wollte er ihn nicht warten lassen, doch brauchte er noch ein bisschen Zeit, um ihn vorzubereiten.

 

Liebevoll streichelte er über Yuns Wange, bevor er zwei Finger in dessen Mund versenkte, um diese zu benetzen.

 

Dann wanderte er mit diesen zu dessen Po, glitt zwischen dessen Backen und umkreiste dessen Loch. Anschließend versenkte er vorsichtig einen Finger und glitt ein wenig rein und raus.

 

Erst danach nahm er den zweiten Finger hinzu und begann langsam Yun auf das vorzubereiten, was gleich kommen würde. Nun hielt es Ben vor Geilheit aber kaum noch aus. Also entzog er seine Finger, rutschte zwischen Yuns Beine, winkelte diese an und drang langsam in ihn ein.

 

Dabei achtete er tunlichst genau darauf, seinen Liebsten nicht wehzutun.

 

Nachdem die Eichel in Yuns Po verschwunden war, hielt Ben kurz inne, bevor er sich ganz in ihm versenkte. Erneut hielt er inne, ließ Yun einen Moment, um sich daran zu gewöhnen, bevor er begann sich zu bewegen.

 

Jetzt gab es kein zurück mehr und Ben bewegte sich sehr erregt in Yun. Dieser war so eng und heiß von innen, dass Ben sicherlich nicht lange durchhalten würde.

 

Währenddessen in der Küche grinste Sven mich frech, aber auch sehr liebevoll an und beantwortete mir meine Frage.

 

''Ich könnte mich an Beides gewöhnen!''

 

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Mein Flehen schien gewirkt zu haben, denn Ben erhörte mich und ich ließ alles nur allzu gern mit mir geschehen.

 

Allerdings stöhnte ich nun doch ein wenig schmerzvoll auf, als Ben sich richtig in mir versenkte. Meine Hände krallten sich verkrampft ins Bettlaken und beinahe hätte sich mein Körper ebenfalls verkrampft, aber ich wusste, dass es mir dann nur noch mehr Schmerzen bereitet hätte.

 

Also versuchte ich mich zu entspannen... so gut es eben ging. Ben war ja wirklich sehr rücksichtsvoll und so lieb zu mir, dass ich gar nicht anders konnte.

 

Nachdem ich mich endlich an ihn gewöhnt hatte, stöhnte ich vor Lust laut auf, hob mich meinem Liebsten entgegen, wollte nun noch mehr, während ich genießend die Augen schloss und sich mein Kopf ins Kissen drückte.

 

Schließlich löste sich meine rechte Hand vom Laken, legte sich um meine Männlichkeit und begann diese zu massieren... es dauerte ein wenig, ehe ich den Rhythmus so richtig hinbekam.

 

*-*-*

 

Ben bewegte sich immer intensiver und umschloss nun Yuns Hand, um diese dem Rhythmus anzupassen.

 

Lange brauchte Ben nicht und er ergoss sich laut stöhnend in Yun.

 

Doch bearbeitete er diesen weiter, mit dessen Hilfe, während er in ihm blieb.

 

Vorsichtig beugte er sich zu ihm runter, küsste ihn und flüsterte in sein Ohr: ''Ich liebe dich!''

 

Währenddessen in der Küche, hatte ich Sven umarmt und innig geküsst: ''Ich könnte mich auch an Beides gewöhnen, weil ich dich liebe.''

 

''Ich liebe dich auch'', lächelte Sven verliebt.

 

*-*-*

 

So lieb wie Ben zu mir war, so zärtlich... und dann diese drei liebevollen Worte... konnte ich mich einfach nicht mehr lange beherrschen und ergoss mich mit einem lauten, erregten Stöhnen, in meiner und seiner Hand.

 

Vollkommen außer Atem hauchte auch ich ihm ein "Ich liebe dich" zu, erwiderte seinen Kuss leidenschaftlich... konnte einfach nicht anders.

 

Erst dann öffnete ich meine Augen wieder und schaute Ben liebevoll an.

 

Auch wenn es schön gewesen und Ben wirklich rücksichtsvoll war, so spürte ich nun schon leichte Schmerzen in meinem Po, die unschuldig vor sich hin pochten.

 

Dennoch dachte ich mir schon, dass ich mich sicher, mit der Zeit daran gewöhnen würde.

 

Langsam hob ich meine Hand, legte sie an Bens Wange und streichelte ihn, während ich das Nachglühen des Orgasmus genoss.

 

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Für Ben war es wirklich schön gewesen und er genoss ebenfalls das Nachglimmen des Orgasmus. Dann entzog er sich sehr vorsichtig aus Yun und kuschelte sich an ihm.

 

Nach einer Weile schlug er vor duschen zu gehen, weil ihm nun doch danach war.

 

Anschließend gingen sie zusammen in die Küche, wo sie mit aßen, da das Essen fertig war.

 

*~*

 

Ben und Yun verbrachten eine wirklich schöne Zeit zusammen. Beide mussten, während dieser Zeit aber auch sehr viel lernen, so dass sie oftmals nicht so sehr viel Zeit füreinander hatten. Dies tat ihrer Liebe zueinander aber nie einen Abbruch, denn die Zeit, die ihnen zwischendurch blieb, genossen sie sehr.

 

So schafften sie das Studienziel und erreichten einen sehr guten Abschluss.

 

Als es an der Zeit war für Yun heimzukehren, ging Ben mit, um Yuns Eltern kennenzulernen. Gemeinsam suchten sie sich in Korea eine Wohnung und zogen zusammen.

 

Natürlich lief es nicht immer harmonisch zwischen Ben und Yun ab, so dass es schon ab und an zum Streit kam, dafür war aber die Versöhnung umso schöner.

 

Sven und Kiki blieben nicht in der Wohnung, sie suchten sich eine kleinere Wohnung, denn sie wollten das Thema WG nun endgültig abschließen. Es tat ihnen schon weh, als Ben und Yun auswanderten und sie sich nun nicht mehr so oft sehen konnten.

 

Beide blieben natürlich auch zusammen und genossen ihre Zweisamkeit.

 

~ ENDE ~