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18. Türchen 18

Zum Teufel mit Weihnachten

 

 

written by Detail and Dark Sephiroth

 

 

18. Türchen

 

 

Sweetheart

 

 

Kapitel 5

 

 

Noch eine ganze Weile hatte ich hart gearbeitet und gelernt, nebenbei hatte ich was gegessen und mein Zimmer gemütlich hergerichtet.

 

Eine Kerze auf dem Tisch, diverse Knabbereien und Getränke fehlten auch nicht. Aber auch die Vorhänge hatte ich zugezogen, so war es gemütlicher und wir konnten so richtig schön abhängen.

 

Dann hatte ich geduscht und mich gründlich gepflegt, mir anschließend etwas bequemes, aber elegantes angezogen.

 

Da ich noch etwas Zeit hatte, konnte ich bis zu Connis Eintreffen noch etwas lernen und vertiefte mich ziemlich in meiner Arbeit, als ich es plötzlich klingeln hörte.

 

Langsam stand ich auf, ging die Treppe herab und an die Haustür, die ich öffnete.

 

"Hallo Conni. Schön, dass du da bist. Bitte, komm doch rein.", begrüßte ich meinen neuen Freund sehr höflich.

 

Gelernt ist eben gelernt.

 

Als Conni das Haus betreten hatte, schloss ich hinter ihm die Tür und lotste ihn nach oben in mein Zimmer.

 

"Bitte, fühl dich wie Zuhause.", bot ich Conni freundlich an.

 

*-*-*

 

Endlich ging die Tür auf und ich konnte nur staunend schauen. Damien sah total heiß aus und mein Herz raste wie blöd.

 

''Hallo Damien'', begrüßte ich meinen Freund strahlend und schaute ihn dabei in die Augen. Gerne ließ ich mich nach oben leiten und zog brav meine Schuhe aus.

 

Er hatte sich wirklich Mühe gegeben und wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich vermutet, dass er mich flachlegen will. Es war einfach total romantisch und irre gemütlich.

 

''Das tue ich doch glatt'', lächelte ich Damien an, ''Ich hab ein paar CDs mitgebracht. Mal schauen, was dir so gefällt.''

 

Dabei packte ich einen kleinen Stapel CDs aus und legte sie auf den Tisch.

 

''Schön hast du es hier'', fügte ich noch hinzu.

 

Oh Man, warum war ich denn jetzt so nervös? Irgendwie wusste ich gar nicht, was ich sagen und machen sollte. Hoffentlich würde sich das gleich geben.

 

*-*-*

 

"Bitte, setz dich doch.", bat ich Conni und fügte fragend hinzu: "Möchtest du was trinken?"

 

Conni schien total nervös zu sein, das konnte ich direkt spüren. Aber warum nur war er so nervös. Vielleicht war es ja auch nur, weil es hier eine fremde Umgebung für ihn war.

 

Was wirklich mit ihm los war und was er dachte konnte ich ja nicht ahnen.

 

"Mal schauen, was du so mitgebracht hast.", meinte ich, nahm den Stapel CD's an mich und schaute sie durch.

 

Einige CD's gefielen mir auf Anhieb sehr gut und ich musste schmunzeln.

 

"Hey, das hier und das höre ich auch sehr gern.", stellte ich grinsend fest und hielt dabei zwei CD's in der anderen Hand.

 

Den Stapel legte ich wieder auf den Tisch, nahm eine CD aus der Hülle und legte diese in den Player ein. Stellte die Lautstärke aber nicht zu laut und nicht zu leise ein, immerhin wollten wir weder taub werden noch einschlafen.

 

Nachdem ich den Player eingeschaltet hatte, setzte ich mich auf mein Bett, nahm die Flasche Cola und goss etwas davon in die Gläser, wovon ich eines zu Conni stellte.

 

"Danke. Schön, dass es dir hier gefällt.", bedankte ich mich bei meinem Freund und legte mich gemütlich auf das Bett... die Musik genießend.

 

*-*-*

 

Ich setzte mich zu Damien aufs Bett und bedankte mich für das Trinken. Herrje, wie Damien so dalag. Er wollte mich doch glatt verrückt machen.

 

Wie sollte ich mich nur verhalten? Was sollte ich machen?

 

Sicher freute ich mich sehr, dass er die gleiche Musik mochte wie ich. Dazu noch eines meiner Lieblingsalben.

 

Meine Augen konnte ich einfach nicht von Damien lassen und so musste ich einfach etwas machen und piekste ihn frech in die Seite.

 

''Bist du eigentlich kitzelig?'', fragte ich ihn dabei.

 

So konnte ich ihm näher kommen, ohne dass es auffiel!

 

*-*-*

 

Endlich hatte sich Conni zu mir gesetzt sich bedankt, und doch bemerkte ich wie nervös er noch immer zu sein schien und wie krampfhaft er versuchte seine Nervosität zu unterdrücken.

 

Dabei tat ich ihm doch gar nichts. Aber nun ja, der Abend war ja eh noch lang und so war ich der festen Überzeugung, dass sich das sicher noch geben würde.

 

Dann jedoch piekste er mir in die Seite und ich beschwerte mich daraufhin:

 

"Hey, lass das... das ist nicht nett und ich muss dich leider enttäuschen, ich bin nicht kitzlig.", musste dann aber direkt schmunzeln, so "frech" hatte ich ihn gar nicht eingeschätzt.

 

Schließlich setzte ich mich hin, nahm mir ein paar Chips und steckte mir eines nach dem anderen langsam in den Mund, kaute genüsslich drauf herum und schluckte es dann runter.

 

Ich schaute Conni direkt an und fragte ihn:

 

"Was ist los mit dir, Conni, hm? Du wirkst auf mich etwas nervös, oder irre ich mich?

 

Du kannst mit mir über alles reden. Ich werde dir zuhören und wenn ich kann... auch helfen. Also...?"

 

*-*-*

 

Erwischt! Ertappt! So ein Mist aber auch. Nun war ich doch unvorsichtig gewesen. Was sollte ich Damien antworten?

 

''Ich bin doch nicht nervös'', log ich und merkte selber schon wie schlecht diese Lüge war.

 

Eigentlich wollte ich mir auch ein paar Chips nehmen, ließ es dann aber. Anlügen wollte ich Damien doch gar nicht. Aber ich konnte ihm auch unmöglich sagen, was mit mir nicht stimmte.

 

Schade, dass er nicht kitzelig war. Dazu kam wieder diese Nettigkeit von ihm, die mich total fertig machte. Er war einfach nur toll und perfekt in meinen Augen.

 

Etwas fertig mit der Welt rieb ich mir mit der Hand über die Stirn und übers Gesicht.

 

''Stehst du auf Männer?'', rutschte es mir heraus, wobei ich nicht wirklich wusste, wie ich es anstellen sollte, ihm meine Gefühle zu offenbaren. Zumindest sollte er der erste sein, der von meiner Orientierung erfuhr.

 

Sofern ich mich das traute.

 

Wenn er ja sagen würde, wäre alles ganz leicht. Dachte ich zumindest.

 

*-*-*

 

"Na, auf mich wirkst du aber sehr nervös. Entspann dich, ich tue dir nichts, das weißt du doch, hm.", erwiderte ich auf seine offensichtliche Lüge.

 

Ich griff wieder nach ein paar Chips und aß diese auf.

 

"Bitte, bedien dich ruhig. Das Knabberzeug beißt auch nicht zurück... versprochen.", scherzte ich und musste direkt anfangen zu grinsen.

 

Dann hörte ich seine Frage an mich und sah ihn mit sanften Blicken an, während ich ihm antwortete:

 

"Nein, ich stehe nicht auf Männer. Aber ich habe einige homosexuelle Freunde, die ich sehr schätze."

 

"Ganz ehrlich... du bist homosexuell, stimmts?", fragte ich feststellend, nach einer kurzen Pause, ihm weiter sehr offen in die Augen sehend.

 

Jetzt wurde mir so einiges klar. Wahrscheinlich war er deswegen mir gegenüber so nervös... herrje... womöglich empfand er etwas für mich.

 

"Hör mal, Conni,", begann ich und nahm seine Hände liebevoll in die meinen: "...mach dir keine Sorgen, du kannst zu mir offen und ehrlich sein. Ich verurteile Homosexualität nicht, auch wenn ich Hetero bin. Im Gegenteil, ich achte und schätze diese Menschen sehr. Sie sind sehr nett, freundlich, höflich... sauber und wie du, niedlich und witzig.

 

Meiner Freundschaft zu dir wäre das in keinster Weise abträglich. Ich mag und schätze dich sehr."

 

Wieder machte ich eine gedankliche Pause, hielt seine Hände weiterhin sehr liebevoll in den meinen und sprach weiter:

 

"Conni, wenn es das ist was ich vermute, dann muss ich dich leider enttäuschen, denn so sehr ich dich mag und auch schätze, könnte ich dich niemals lieben oder eine Liebesbeziehung mit dir eingehen.

 

Denn ich mag es definitiv hübsche Mädchen zu verführen. Niemals habe ich bislang einen Mann geküsst oder war mit einem Mann im Bett. Ich kann es mir, ehrlich gesagt, auch nicht vorstellen.

 

Es tut mir leid, Conni. Ich hoffe dennoch, dass wir zwei Freunde bleiben und noch eine Menge Spaß zusammen haben."

 

Meinen kleinen Vortrag beendet, schaute ich Conni weiter sehr sanft an, hoffend, dass er nicht direkt aufstehen und gehen würde... oder mir die Freundschaft kündigen würde, worüber ich wirklich sehr traurig wäre.

 

Ich nahm einen Schluck Cola zu mir, nachdem ich seine Hände einen Augenblick losgelassen hatte, stellte das Glas wieder auf den Tisch, nahm seine rechte Hand in die meine, streichelte diese sanft und schwieg, ließ meinen Blick aber abwartend auf Conni ruhen.

 

*-*-*

 

In aller Ruhe hatte ich alles angehört, was Damien zu sagen hatte und auch wenn innerlich eine kleine Welt zusammenbrach, freute es mich, dass ich kaum mehr etwas sagen musste.

 

Alles kam positiv an und wir würden Freunde bleiben. Meine Liebe konnte Damien nicht erwidern, was mich an den Film, den ich vor ein paar Tagen gesehen hatte, erinnerte.

 

Jedoch war es Realität und es gab hier kein Drehbuch. Seine Hände, die die meinen hielten, fühlten sich so gut an. Warum nur tat er so was, wo er doch ahnte, wie ich fühlte.

 

Langsam zog ich meine Hände weg und bediente mich nun erst mal bei den Chips. Nervennahrung brauchte ich jetzt wohl dringend. Erst als ich eine kleine Menge gegessen hatte, fand ich meine Sprache wieder.

 

''Du hast mit allem Recht! Ich bin froh, dass es nun endlich jemand weiß. Es fühlt sich richtig befreiend an... und ähm... Danke, dass du damit klar kommst'', sagte ich.

 

Allerdings ließ ich meine Gefühle jetzt mal außen vor. Vielleicht musste ich auch erst mal alles verdauen.

 

Dann trank ich mein Glas Cola leer und nahm mir noch mehr Chips.

 

''Das Album liebe ich sehr, weißt du das! Vor allem dieses Lied. Es ist mein absolutes Lieblingslied'', kam es dann ablenkend von mir. Ich konnte einfach nicht weiter drüber reden, wollte vom Thema ablenken und über etwas anderes sprechen.

 

*-*-*

 

"Hey, das ist ja mal ein Zufall! Ich mag dieses Lied auch sehr gern.", erwiderte ich freudestrahlend und mit einem strahlenden Lächeln.

 

Doch sprach ich das Thema noch einmal an, nachdem ich kurz darüber nachgedacht hatte, was er sagte:

 

"Erst mal musst du mir nicht danken, dass ich damit klar komme, denn ich finde einfach, dass ihr genauso Menschen seid, wie alle anderen auch.

 

Deinen Worten zufolge hast du es noch niemandem erzählt, hm. Macht nichts, dein Geheimnis ist bei mir gut aufgehoben. Ich kann schweigen wie ein Grab, außerdem finde ich es toll, dass du zu mir so viel Vertrauen hast.

 

Dafür danke ich dir."

 

Wieder konnte ich nicht anders, als Conni sanft anzulächeln.

 

Irgendwie tat er mir leid. Ich wusste nur zu gut, wie sich unerfüllte Liebe anfühlte, aber ich konnte einfach nicht über meinen Schatten springen.

 

Seit mich meine damalige Angebetete abgewiesen und ausgelacht hatte, war ich nicht mehr bereit eine Beziehung einzugehen... in welcher Form auch immer.

 

So hatte ich jede Menge One-Night-Stands und brach so die Herzen der Mädchen, die sich unsterblich in mich verliebten.

 

*-*-*

 

Oh man, mit diesem Lächeln schmolz alles in mir. Herrje, wusste er denn nicht was er damit bei mir auslöste? Ahnte er es nicht im geringsten.

 

Wie sollte ich da mich zusammennehmen?

 

Auch ich lächelte Damien nun sanft an. Was konnte ich nur tun? Gab es denn gar keine Chance für mich?

 

*-*-*

 

~ Ende Teil 5 ~