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Die Sache mit dem Alter

Die Sache mit dem Alter

 

 

by Dark Sephiroth & Detail

 

 

Kopfschüttelnd wurde man angesehen und als pervers bezeichnet, nur wenn man im Alter jüngeren hinterherschaute. Gedankenversunken dessen schöne Körper betrachtete oder sehnsüchtig Pärchen beim Knutschen zuschaute.

 

Mein Name war Frank und wenn man mich fragte, wie alt ich war, antworte ich mit einem Lächeln auf den Lippen, dass ich achtunddreißig wäre. Was natürlich gelogen war, aber in dunklen Discos und Clubs kam ich damit noch so manches mal durch.

 

Für die Meisten war ich zu alt und einfach nur ein guter Freund und Vertrauter. Frank, der Zuhörer, der immer einen Rat und eine Lösung parat hatte. Immer für seine Freunde da, egal zu welcher Tageszeit.

 

Zum größten Teil befanden sich in meinem Freundeskreis jüngere schwule und auch bisexuelle Männer. Es waren sogar ungeoutete Heteros dabei.

 

In meiner winzigen Einzimmerwohnung fanden sie sich oftmals zum Frühstücken oder Vorglühen ein. Schließlich konnte ich nicht nein sagen und genoss es auch, wenn um mich herum Menschen waren.

 

Einen Partner hatte ich nicht und die letzte Beziehung war auch schon ewig her. Wenn ich Glück hatte, bekam ich mal einen Mitleidsfick ab. Oder aber wenn ich mal wieder jemanden tröstete, konnte es auch vorkommen, dass wir dann Sex hatten.

 

Von so manchen wurde meine Gutmütigkeit ausgenutzt und ich war einfach zu gutgläubig, um der Realität ins Auge zu sehen.

 

Sicher schaute ich mir gerne jüngere Männer an, wobei das Alter für mich nebensächlich war. Hauptsächlich ging es darum, überhaupt noch jemanden abzubekommen. Wenn meine Freunde sich in meiner Küche versammelten und ihre sexy Outfits zur Show trugen, sah ich mir das eben gerne an.

 

*~*

 

Viel zu Früh, wie eigentlich jeden Morgen, erwachte ich, mal wieder allein und stand auf. Einen Wecker brauchte ich schon lange nicht mehr. Mein geräumiges Bett wurde durch einen Vorhang, von dem Wohnraum getrennt, in der eine kleine Couch stand, die zum darauf Schlafen definitiv zu klein war.

 

Aber für mich als Single ausreichend zu sein schien. Der kleine Fernseher hatte heute eine Entstaubung notwendig, stellte ich beim Vorbeigehen fest.

 

Der Weg führte mich in mein kleines Bad, wo man sich gerade drin umdrehen konnte. Hier verrichtete ich meine Morgentoilette, bevor ich in die etwas größere Küche ging.

 

Um diese Uhrzeit klingelte es eher selten bei mir und so deckte ich den Tisch für mich alleine. Eine Teetasse, während das Teewasser kochte, ein Brotbrett und eben das, was ich Essen wollte.

 

Sogar ein Frühstücksei kochte ich mir heute morgen. Einen frisch gepressten Orangensaft machte ich mir ebenfalls.

 

Dann zündete ich noch eine Kerze an und setzte mich an den großen Tisch. Die Sonne ging langsam auf, so dass die Küche sich in einen schönen Rotton verfärbte. Das Fenster hatte ich geöffnet, das leise Zwitschern der Vögeln war nun zu hören.

 

Zum Glück wohnte ich weit genug oben, dass man den Verkehrslärm kaum war nahm.

 

Die frische Luft, die hereinkam tat gut und so schmeckte das Frühstück auch allein. Die jüngeren Leute von heute, waren entweder noch auf Tour oder aber noch am Schlafen. Zumindest, die, die nicht zur Schule oder zur Arbeit mussten.

 

Meist trudelten die ersten gegen 10 Uhr bei mir zum Frühstücken ein. Doch solange wartete ich meist nicht, dann trank ich später nur noch eine Tasse Kaffee mit.

 

Langsam wurde ich nun auch wach und beschloss, gleich noch ein wenig Hausarbeit zu erledigen, bevor sich meine Küche mit lieben Menschen füllte.

 

*-*-*

 

Mein Name war Raziel Sewering. Ich war gerade mal achtzehn Jahre jung und befand mich im zweiten Lehrjahr meiner Ausbildung zum Juwelier.

 

Natürlich wusste ich, dass der Beruf eher etwas ungewöhnlich für einen Jugendlichen, wie mich, war, aber mich faszinierte schon immer jede Art von Schmuck, Edelsteine und Edelmetalle, deshalb wählte ich diesen Beruf.

 

Als ich an diesem Morgen aufstand und mich aus dem Bett schälte, war alles wie immer. Ich war, wie immer, müde obwohl ich eigentlich lange genug geschlafen hatte. Aber es nutzte ja nichts, ich musste aufstehen und mich fertig machen.

 

Meine Eltern waren natürlich schon längst auf der Arbeit und ich war mir selbst überlassen... eben auch wie immer.

 

So schleppte ich mich müde ins Bad, stellte mich unter die Dusche und drehte das kalte Wasser auf, was dazu führte, dass ich sogleich hellwach war und ich einen leisen Schrei von mir gab.

 

Meinen sehr schlanken, aber durchtrainierten Körper seifte ich gründlich ein und spülte dann alles ab, um mich anschließend meinen schulterlangen schwarzen Haaren zu widmen und diese sehr gründlich zu waschen und zu pflegen.

 

Anschließend trocknete ich mich gründlich ab, hängte das Badetuch über den Badewannenrand und verließ das Bad... splitterfasernackt.

 

Ja, ich mochte es nackt durchs Haus zu laufen, immerhin musste ich mich für meinen Körper nicht schämen. Das tat ich natürlich nicht, wenn meine Eltern daheim waren, weil sie hatten dann schon was dagegen... warum auch immer....

 

Ich fand daran nichts schlimmes... immerhin war das doch alles normal und natürlich.

 

In meinem Zimmer angekommen, betrat ich meinen begehbaren Kleiderschrank und bekleidete mich mit einer schwarzen Jeans, einem weißen T-Shirt, auf dem ein Tiger abgebildet war und weißen Sportschuhen.

 

Danach flitzte ich runter in die Küche, wo auch schon mein Frühstück stand, das wie immer von meiner Mutter liebevoll zubereitet worden war. Lächelnd setzte ich mich und begann zu frühstücken... meine Mutter war eben ein Engel und der beste Mensch den ich kannte.

 

Ich liebte sie einfach nur, denn sie war immer für mich da, wenn ich sie brauchte.

 

Mein Vater war eher selten daheim, da er viel und oft auf Dienstreise war und nicht wirklich viel Zeit hatte. Aber auch er war ganz okay und gab mir hier und da Ratschläge, wenn ich mit wirklich ernsten Themen zu ihm kam.

 

Kurzum, ich hatte ein wirklich sehr gutes Elternhaus und mir fehlte es an nichts.

 

Nach meinem Frühstück stellte ich mich vor den Spiegel, kämmte meine Haare und band sie dann ordentlich nach hinten zusammen.

 

Um kurz vor halb Acht machte ich mich mit dem Fahrrad, einem feuerroten Mountainbike, auf den Weg in die Berufsschule, wo ich um kurz vor Acht ankam.

 

Nachdem ich mein Fahrrad abgestellt und angeschlossen hatte, betrat ich das Schulgebäude und traf dort auf meinen Freund Savi.

 

"Hey Savi!", begrüßte ich ihn.

 

"Hi Razi!", wurde auch ich von meinem Freund begrüßt.

 

Auf dem Weg zum Klassenraum laberten wir viel belangloses Zeug. Den Raum betretend fragte er mich:

 

"Razi, sag mal, hast du nicht Lust nach der Schule mit zu Frank zu kommen?"

 

Ich sah ihn fragend an und antwortete:

 

"Wer bitte ist Frank?"

 

"Ach so, stimmt ja, du kennst ihn ja noch gar nicht. Er ist ein Freund von meinem Kumpel Andreas."

 

"Hmm... ich weiß nicht, ich kenne ihn doch gar nicht."

 

"Na und, dann lernst du ihn eben kennen."

 

"Aber vielleicht solltest du ihn erst mal fragen, ob das okay ist."

 

"Ach, der hat schon nichts dagegen. Ich war schon ein paar mit bei ihm, der sagt schon nichts."

 

"Trotzdem, so was macht man nicht."

 

"Hey, jetzt sei doch nicht so... bitte, komm mit, ja."

 

Ich atmete tief ein und aus und nickte dann einwilligend.

 

"Okay... dann... komm ich eben mit.", erwiderte ich ein wenig resignieren.

 

Wusste ich doch, dass Savi nicht eher nachgeben würde, bis ich entweder völlig genervt wäre oder aber einwilligte. Immerhin kannte ich ihn ja lange genug.

 

*-*-*

 

Nach dem Frühstück, räumte ich in aller Ruhe den Tisch ab und wusch mein Geschirr. Dann kümmerte ich mich um meinen Haushalt. Zur Arbeit brauchte ich nicht, da ich nach einem Arbeitsunfall Berufsunfähig war und eine kleine Rente bezog.

 

Es war nicht viel, was ich zum Leben hatte, aber mir reichte es. Nach dem Staubwischen, jaulte der Staubsauger durch die Wohnung. Kaum, dass ich diesen ausgeschaltet hatte, klingelte es schon an der Tür.

 

Mein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es man gerade halb 9 war. Etwas zu früh für normalen Besuch.

 

Wie gewohnt, öffnete ich die Tür und drückte den Summer. Es dauerte einige Zeit, bis der Fahrstuhl mit meinem Gast oben ankam. Was mir noch genügend Zeit gab, um die Kaffeemaschine vorzubereiten und anzustellen und natürlich den Staubsauger in seine Ecke zu verbannen.

 

Das Fenster schloss ich noch und schaltete das Radio ein. Dann war auch schon das Summen der Fahrstuhltür zu hören.

 

Sören stand schluchzend in meiner Wohnungstür und hielt sich am Rahmen fest. Er war 25 Jahre alt und seit einem halben Jahr mit Steffen zusammen. Die Beiden waren wie Hund und Katze, stritten sich pausenlos und er war ein Dauergast bei mir.

 

''Na, komm erst mal rein'', sagte ich zu ihm, ging auf ihn zu und nahm ihn in die Arme, schloss hinter ihm die Tür.

 

Wir setzten uns in die Küche, er bekam eine Tachentücherbox und ich hörte ihm erst mal zu, was er zu erzählen hatte, nachdem er sich beruhigte.

 

Wie angenommen hatten sich die Beiden mal wieder gestritten und es würde je nach Härte des Streites noch eine Weile dauern, bis Steffen hier auftauchte und sie sich wieder versöhnten.

 

Jetzt schenkte ich ihm erst mal einen Kaffee ein und stellte Milch und Zucker auf den Tisch.

 

Währenddessen weinte er sich aus und ich gab ihm hier und da einen Rat.

 

*-*-*

 

Der Unterricht ging heute mehr schleppend voran und ich begann mich arg zu langweilen. Wiederholungen... nichts als Wiederholungen... boah... das nervte echt.

 

Zum Glück, hatten wir heute nicht allzu lang Schule, denn war ja eh Freitag somit lag das Wochenende vor uns. Es wurde auch wirklich Zeit, denn ich fühlte mich schon etwas ausgelaugt.

 

Drei Tage Schule, dann zwei Tage Praktikum. Mich nervte im Moment nur die Schule... das Praktikum machte mir ja Spaß und ich hatte die Aussicht auf Übernahme, nach meiner Ausbildung. Denn mit den Mitarbeitern und meiner Chefin kam ich wirklich gut aus.

 

Endlich, es war elf Uhr, als der Unterricht, nach nur einem Block, zuende war.

 

Ich erhob mich von meinem Stuhl, packte meine Sachen zusammen und wartete dann auf Savi.

 

Er kam auf mich zu und fragte:

 

"Und was ist nun? Kommst du mit, oder nicht?"

 

"Ja, schon gut... ich komm halt mit... aber, wenn es für ihn nicht okay ist, dann geh ich wieder. Ich denk mir einfach, dass man so etwas nicht tut. Man fragt vorher."

 

"Boah, bist du ein Langweiler, Alter.", motzte Savi... während ich mich in Schweigen hüllte.

 

Gemeinsam verließen wir das Klassenzimmer und bald auch das Gebäude. Draußen schlossen wir unsere Fahrräder auf und schwangen uns dann auf sie drauf, um zu diesem Frank zu fahren.

 

Ich folgte mit meinem feuerroten Mountainbike, dem blau-weißen Rennrad von Savi.

 

Noch immer hielt ich es aber für Falsch, dass ich einfach mitging.

 

Nach etwa einer halben Stunde hielt Savi vor einem Mehrfamilienhaus an. Ich stoppte ebenfalls und stieg ab.

 

"Wir sind da.", meinte Savi und stieg ebenfalls von seinem Rad ab.

 

Ich nickte zwar, doch war es mir noch immer unangenehm einfach so jemanden zu "überfallen". An einen Fahrradständer schlossen wir unsere Räder an und Savi führte mich zur Haustür.

 

Er klingelte bei einem Namensschild, während ich schon versucht war, doch lieber heim zu fahren.

 

*-*-*

 

Sören hatte sich in der Zwischenzeit beruhigt und wir hatten bereits zwei Becher Kaffee hinter uns, als es abermals an der Tür läutete. Ein wenig hoffte ich auf Steffen, als ich den Summer betätigte.

 

Dann ging ich in die Küche und stellte nochmal Kaffee an, während Sören im Bad verschwand, um sich frisch zu machen.

 

Gerade als ich den Kaffee angestellt hatte, hörte ich auch schon den Fahrstuhl.

 

''Hallo Savi'', begrüßte ich den jungen Mann, der dieses Mal einen Freund mitgebracht hatte.

 

''Hallo Frank'', kam es von ihm, während er mich umarmte.

 

Ob die Zwei ein Paar waren? Ich würde mich hüten, da nachzubohren.

 

''Hi, ich bin Frank und wie heißt du?'', begrüßte ich den hübschen jungen Mann mit einem Lächeln, während ich Beide herein bat.

 

*-*-*

 

Als wir aus dem Fahrstuhl traten und uns dieser Mann, den Savi, Frank genannt hatte, begrüßte, gab ich ihm höflich die Hand und stellte mich, auf seine Frage hin, vor:

 

"Hallo Frank. Mein Name ist Raziel. Ich freue mich sie kennen zu lernen. Ähm... ich... es tut mir leid, wenn ich stören sollte... ähm... wenn es ihnen unangenehm sein sollte... dann sagen sie es ruhig." und senkte meinen Blick verlegen.

 

Ich war mehr als unsicher und meinen Blick unruhig umher schweifen.

 

"Mein Freund Savi meinte, dass es sie nicht... na ja,... stören würde...", fügte ich scheu hinzu.

 

Au man, war mir das unangenehm... so einfach zu stören, denn der Mann schien sehr nett zu sein und ich bekam nun ein sehr schlechtes Gewissen.

 

Savi grinste nur und meinte:

 

"Hey, jetzt mach dich doch mal locker, hm."

 

Ich schwieg nun und wartete auf Franks Reaktion, denn ich würde gehen, wenn es ihm unangenehm wäre.

 

*-*-*

 

Ein bisschen Kichern musste ich nun schon. Der Kleine war richtig niedlich, so verlegen wie er war.

 

''Alles gut, Raziel! Natürlich bist du willkommen und du wirst sehen, es kommen bestimmt noch mehr Leute. Ich hoffe du bist bereit dazu, jede Menge verrückte Typen kennenzulernen.

 

Du bist ein gern gesehener Gast. So hübsche junge Männer, wie dich, hole ich mir gerne ins Haus'', erklärte ich ihm.

 

''Du hast einen sehr schönen Namen, wo kommt der her?'', wollte ich dann wissen.

 

''Och Frank!'', verdrehte Savi genervt die Augen.

 

''Na komm, ein bisschen flirten werde ich ja wohl dürfen'', machte ich ihn an und pikste ihn in die Seite.

 

''Oder gehört er schon dir?'', neckte ich ihn dann.

 

Würden Blicke töten, wäre ich jetzt Tod umgefallen, bei dem Blick, den Savi für mich übrig hatte.

 

Sören kam unterdessen mit hochrotem Kopf aus dem Bad. Er war schließlich schon dafür bekannt, wenn er alleine da war, dass er mit Steffen Streit hatte.

 

''Hallo... Sören!'', gab er Raziel brav, aber schüchtern die Hand.

 

*-*-*

 

Ach herrje... hier gings ja ab, aber Frank war wirklich nett, wie ich feststellen musste. Und anscheinend störte ich nicht... oder wollte er nur höflich sein... ich wusste es nicht...

 

Nun fühlte ich wie meine Wangen zu glühen begannen, als Frank scheinbar mit mir zu flirten begann. Herrje, was sollte ich denn tun?

 

"Nein, ich gehöre niemandem... ich mein... Savi und ich... wir sind nur Freunde... mehr nicht.", griff ich das Thema auf.

 

"Mein Name... nun... es ist der Name eines Erzengels.", erklärte ich Frank wahrheitsgemäß.

 

"Verrückte Typen... hm... ja... okay.", fügte ich noch immer schüchtern und scheu hinzu.

 

Dann kam da noch jemand hinzu und kam zu mir.

 

"Hallo Sören... mein Name ist Raziel.... ich freu mich dich kennen zu lernen.", begrüßte ich Sören sehr höflich, der auch ziemlich schüchtern zu sein schien... nun dann war ich ja mit meiner Schüchternheit nicht allein.

 

Savi musste nun doch lachen, so schüchtern wie sein Freund gerade war... aber ja, so kannte er ihn.

 

"Razi, herrje, es ist alles gut... hast du doch gehört."

 

Ich nickte nur und sah mich noch ein wenig um.

 

*-*-*

 

''Na, dann kommt mal und setzt euch. Was möchtest du denn trinken, Raziel?'', fragte ich unseren Neuzugang. Ach, er war auch wirklich mehr als niedlich.

 

Savi hatte mal wieder eine große Klappe, aber das kannte ich ja schon, und dass er wie immer einen ganz süßen Milchkaffee trank auch. Den machte ich ihm gleich fertig und er lächelte mich gespielt an.

 

Das konnte er gut und ich war so gutmütig und ließ mich jedes Mal wieder um den Finger wickeln.

 

Sören hatte sich unterdessen in eine Ecke gesetzt und nippte an seinem Kaffee. Zumindest schien er sich beruhigt zu haben.

 

''Und, wo ist Steffen?'', kam es nun frech von Savi.

 

War ja klar, dass er bohren würde.

 

''Savi, bitte'', bat ich ihn.

 

Wieder grinste er mich an und strich mir zärtlich über den Arm. Dabei machte er einen Schmollmund und zog die Augenbrauen hoch. Er wusste eben ganz genau, wie er mich ruhig bekam.

 

Dann klingelte es auch schon und ich ging mal wieder zur Tür. Langsam wurde es voll hier.

 

Wieder drückte ich auf den Summer und kippte den Kaffee in eine Kanne, um anschließend neuen anzustellen.

 

Wenig später ging erneut die Tür des Fahrstuhls und ich hörte schon Steffen und Mike miteinander reden. Mein Blick schwankte direkt zu Sören, der unruhig wurde.

 

Mike begrüßte mich kurz, bevor er sich wie immer einen Becher aus dem Schrank nahm und sich Kaffee einschenkte. Erst dann begrüßte er die anderen und stellte sich Raziel vor.

 

Meine Jungs waren eben alle gut erzogen. Direkt fing er an sich mit Savi zu unterhalten und bezog auch Raziel ein wenig mit ein. Mike war voll der Macho und Draufgänger. Eigentlich gab es keinen, den er nicht bekam, wenn er ihn wollte.

 

Steffen kam mit rotem Kopf herein und grüßte in die Runde, wobei er mir nicht in die Augen sah.

 

''Können wir reden?'', fragte er Sören.

 

Der schaute mich fragend an.

 

''Ihr könnt ins Wohnzimmer gehen'', schlug ich vor. So wäre ich in Reichweite, wenn Sören mich bräuchte.

 

Er nickte kurz und dann gingen Beide ins Wohnzimmer und schlossen hinter sich die Tür.

 

Ich setzte mich zu den Anderen wieder an den Tisch und auf einmal war es in der Küche Mucksmäuschen still. Alle horchten und im Nebenraum wurde geredet. Die Wände hier waren aus Pappe und dazu kam, dass Sören und Steffen nicht gerade leise waren.

 

*-*-*

 

"Ich hätte bitte gern ein Mineralwasser, wenn es okay ist.", bat ich Frank: "Oder kann ich... dir... irgendwas helfen?", fragte ich schüchtern, aber hilfsbereit.

 

Immer mehr Leute fanden sich hier ein und ich wurde immer ruhiger, je mehr es wurden. Zwar war ich auch weiterhin sehr höflich und grüßte auch, aber sonst hörte ich meist nur zu und verhielt mich eher sehr ruhig. Immerhin musste ich mich erst an die Leute hier gewöhnen.

 

Wenn ich aber etwas gefragt wurde, dann antwortete ich natürlich, wie es sich nun mal gehörte.

 

Ansonsten hielt ich mich aus den Gesprächen heraus, beobachtete mit meinen türkis-blauen Augen die Männer hier.

 

Sören und Steffen schienen Probleme zu haben und verschwanden im Wohnzimmer.

 

So wie ich das hier sah nutzten die meisten... insbesondere Savi... Frank ziemlich aus und das machte mich irgendwie wütend. So etwas mochte ich absolut nicht.

 

Ich nahm mir vor mit Savi zu reden, wenn wir wieder allein wären, weil das konnte und wollte ich nicht akzeptieren. Okay, ich kannte Frank jetzt nicht so gut, aber so etwas konnte ich dennoch nicht gut heißen. Es war nun mal so, dass ich sehr gerechtigkeitsliebend war und das ging mir eben gegen den Strich.

 

Mike, der sich mit Savi unterhielt, war mir sofort unsympathisch und ich redete auch nur mit ihm, wenn er mich etwas fragte. Er kam mir so machomäßig rüber und das mochte ich nicht besonders.

 

Als es hier sehr ruhig wurde, hörten wir Steffen und Sören reden... und das nicht gerade leise. Dazu dachte ich mir meinen Teil und würde einen Teufel tun und mich irgendwo einmischen.

 

*-*-*

 

Es wurde immer lauter im Wohnzimmer und ich war schon drauf und dran, nach ihnen zu sehen, als es auf einmal still wurde.

 

Etwas verwirrt schaute ich in die Runde, doch nur wenig später, tönten ganz andere Geräusche von drüben. Die Beiden schienen sich endlich versöhnt zu haben und ich stand auf und stellte die Musik lauter.

 

Natürlich hatte ich Raziel sein Mineralwasser gegeben und ihm geantwortet, dass es ganz lieb von ihm sei und ich mich melden würde, wenn ich Hilfe bräuchte.

 

Mike schien bei dem Kleinen auf Granit zu beißen, was ihm nun so gar nicht gefiel. Savi hingegen schien schon wieder irgendetwas von mir zu wollen, so wie er an mir hing.

 

Es blieb bei der kleinen Runde für heute, sonst erschien Niemand. Mein Wohnzimmer bekam gerade eine Aktionseinlage zu sehen und später würde der Geruch von Sex noch in der Luft liegen.

 

Ich durfte jetzt nicht daran denken, sonst wäre meine Hose gleich ausgebeult. Aber vielleicht hatte ich ja Glück und dürfte später Savi noch einen blasen, je nachdem was er von mir wollte.

 

Vermutlich würde er seinen Eltern erzählen, er schliefe bei einem Freund, weil er lange auf Tour wollte und anschließend bei mir übernachten würde. Wie er es schon öfters gemacht hatte.

 

Wenn er dann keinen Typen abbekam, hätte ich die Chance zumindest seinen tollen Körper anfassen zu dürfen. Es war aber auch schon so, dass ich die halbe Nacht in der Küche saß, weil er ein Bett brauchte für sein Techtelmechtel.

 

Ja, ich war wirklich viel zu gutmütig und konnte schlecht NEIN sagen.

 

*-*-*

 

Eine Weile ging es noch lautstark im Wohnzimmer zu, während es in der Küche weitgehend ruhig war... bis auf ein paar kleinere Gespräche eben.

 

Mike hatte doch tatsächlich versucht bei mir zu landen, doch biss er sich an mir die Zähne aus, denn erstens hatte ich noch nie eine Beziehung oder etwas ähnliches und zweitens wusste ich nicht mal ob ich nun hetero oder schwul war.

 

Mich hatte das alles bislang ziemlich kalt gelassen, da ich mich lieber aufs Lernen konzentrierte, anstatt Frauen oder Männern nachzuschauen und war so gesehen eine männliche Jungfrau.

 

Sicher, ich hatte viele Verehrerinnen und Verehrer... viele hatten mir schon Avancen gemacht, aber bislang hatte ich sie alle eiskalt abblitzen lassen.

 

Niemand war bislang nahe genug an mich heran gekommen.

 

Noch immer schaute ich in die Runde, senkte ab und zu meinen Blick oder trank von dem Mineralwasser, das mir Frank hingestellt hatte, wofür ich mich lieb bedankte.

 

Schließlich wurde es still im Wohnzimmer.... was ich aber dann zu hören bekam... nein, echt das konnte ich nicht fassen und mir platzte sprichwörtlich der Kragen!

 

Wütend sah ich nun in die Runde... alle nacheinander sah ich wütend an, schüttelte den Kopf, dann musste ich mir Luft machen, auch wenn ich sie hier kaum kannte... bis auf Savi natürlich:

 

"Also, ich glaubs einfach nicht! Das kann doch echt nicht wahr sein! Savi, du nutzt Franks Gutmütigkeit schamlos aus, was schon erbärmlich genug ist, aber was die Beiden da drüben treiben, ist unter aller Würde! Können die das nicht zuhause machen?!

 

Und du Frank lässt dir das alles gefallen?! Hast du denn keinen Funken Stolz im Leib?!"

 

"Raziel!", meckerte mich Savi nun an.

 

"Nichts da, Raziel.... mir reichts! Das kann doch wohl nicht wahr sein! Und du, Savi, bist der Schlimmste hier von allen! Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich mit dir noch weiter befreundet sein will! Du weißt, wie sehr ich die Gerechtigkeit liebe, aber was hier abgeht, stinkt echt zum Himmel!

 

Frank, warum lässt du dir das alles gefallen, hm? Man, die nutzen dich hier aus und du tust nichts dagegen! Wehr dich, verdammt noch mal, und lass dir nicht alles gefallen!", wetterte ich... konnte nicht sitzen bleiben und stand auf.

 

Mike schaute mich verdattert an... auch Savi kannte mich so nicht und sah mich ebenfalls an, als hätte er einen Geist gesehen. Ja, klar, so kannte er mich ja nicht und ich rastete eigentlich nie aus... war normalerweise immer ruhig und ausgeglichen, aber das hier... nein, das ging mir zu weit.

 

"Ich glaube es ist besser, wenn ich jetzt gehe... Euch noch einen schönen Tag... und du Frank, denk mal drüber nach und vielleicht hast du ja doch noch einen Funken Stolz in dir... und dann schmeiß die Bande einfach raus. Ich glaube nämlich nicht, dass du es nötig hast, dich dermaßen ausnutzen zu lassen.", dann machte ich mich auf, die Küche zu verlassen, drehte mich noch einmal um und sprach im Hinausgehen:

 

"ich danke dir, Frank... für die Gastfreundschaft.", damit stand ich auch schon auf dem Flur, als es hinter mir rief:

 

"Razi... hey, jetzt warte doch mal!"

 

Ich blieb stehen, drehte mich um und sah Savi vor mir stehen, der mindestens zwei Köpfe größer war als ich und ich mit meiner Größe von 1,70 m, etwas zu ihm hochschauen musste.

 

"Was gibt es denn?!", fragte ich ihn noch immer sehr aufgebracht.

 

"Ich wollte dich nur fragen, was mit dir los ist und ob du das jetzt echt ernst gemeint hast... ich mein, das mit unserer Freundschaft."

 

"Ja, das habe ich ernst gemeint. Ich werde mir ernsthaft überlegen dir die Freundschaft zu kündigen!"

 

"Razi, bitte... was soll das. Ich hab dir doch nichts getan, oder."

 

"Nein, mir nicht, aber du nutzt Frank aus und das finde ich unglaublich schäbig von dir!", ereiferte ich mich lautstark.

 

Savi grinste mich nun an und erwiderte:

 

"Du hast dich doch wohl nicht etwa in Frank verknallt, hm?"

 

Ich sah ihn an... glaubte meinen Ohren nicht zu trauen und mit einem "Du spinnst doch, man!", holte ich aus und gab ihm eine schallende Ohrfeige, so dass er alle fünf Finger auf seiner linken Wange hatte.

 

Savi seufzte schmerzvoll auf, sah mich entgeistert an und rieb sich die Wange, bevor er, ohne noch ein Wort zu sagen, zurück in die Küche ging.

 

Ich jedoch ging auf die Wohnungstür zu... wollte die Wohnung verlassen...

 

*-*-*

 

Ich war unterdessen ebenfalls in den Flur gegangen und packte mir die zwei jungen Männer. Einen links und einen rechts unter dem Arm und schob beide mit hinaus.

 

''So, ihr zwei. Wir werden jetzt mal eine Runde frische Luft schnappen. Ich denke, dass tut euch Beiden bestimmt gut'', sagte ich in einem ruhigen aber ernsten Ton, der keine Wiederworte duldete.

 

Sicherlich wusste ich, dass mich viele nur ausnutzen. Aber, dass Steffen und Sören sich hier vergnügten war für mich nicht weiter schlimm. Ganz im Gegenteil, endlich geschah hier mal etwas.

 

Meine wilden Jahre hatte ich hinter mir und wenn ich ab und an, mal so etwas mitbekam, fühlte ich mich gleich ein paar Jährchen jünger. Raziel hatte nicht unrecht und ich konnte seinen kleinen Ausraster durchaus verstehen, nur schlug man seine Freunde nicht und redete miteinander, bevor man Freundschaften kündigte.

 

Der Kleine musste noch eine Menge lernen. Aber wenn er mich ließ, könnte ich ihm sicherlich das eine oder andere beibringen.

 

Meinen Schlüssel nahm ich mit und zog nun Beide in Richtung Fahrstuhl, wo ich den Knopf drückte, damit dieser kam.

 

Hach, herrlich war es, so zwei junge Burschen in den Armen zu halten. Da bekam man ganz andere Ideen.

 

''Oder aber wir fahren gleich in den Keller'', grinste ich frech. Ließ es aber noch weiteres dazu zu sagen. Mir kamen viele Ideen, wie eine kleine Folter-Sex-Kammer oder einen Sling im Keller. Doch da biss ich mir lieber auf die Lippe, als weiteres zu sagen und schon war der Fahrstuhl da.

 

*-*-*

 

Also das konnte doch jetzt echt nicht wahr sein! Ich verteidigte ihn und dann so was...?

 

Tze... was bildete der sich ein, wer er war?!

 

"Lassen sie mich los!", fauchte ich Frank an und befreite mich dann zerrend, nachdem wir endlich draußen angekommen waren.

 

Und dann diese Anspielungen... das sollte doch wohl ein Scherz sein, oder was?!

 

Ich ging zu meinem Fahrrad, schloss auf, setzte mich drauf und sprach, bevor ich losfuhr:

 

"Wissen sie was, meinetwegen lassen sie sich weiter so behandeln und ausnutzen. Mir ist es egal. Mich sehen sie hier jedenfalls nicht mehr wieder. Und du Savi, komm mir ja nie wieder unter die Augen!", rief ich sehr aufgebracht.

 

Dann fuhr ich los... ab nach Hause... ich wollte hier nur noch weg und nichts und niemanden mehr sehen.

 

Eines wusste ich genau, mit Savi war ich fertig... der brauchte beim mir nicht mehr anzukommen und Frank würde mich auch nicht wieder sehen.

 

Na ja, ich hatte eh eine Menge zu tun und gar keine Zeit für so etwas.

 

Eine halbe Stunde später kam ich zuhause an, stellte mein Rad in die Garage und betrat dann das Haus meiner Eltern, wo ich mich dann in mein Zimmer begab und mich erst mal zu beruhigen versuchte.

 

Dass es so schwer wäre jemandem zu helfen und beizustehen... hätte ich niemals erwartet...

 

*-*-*

 

Verwirrt starrte ich Raziel hinterher und auch Savi schien nicht recht zu wissen, was er davon halten sollte. Da wollte ich helfen und dann so etwas.

 

Oh man, Kinder, womit hatte ich so einen Start ins Wochenende verdient?

 

''Ich werde ihm mal hinterher'', kam es kleinlaut von Savi. Soviel zu meiner eventuellen Chance, die gerade ebenfalls ihr Fahrrad aufschloss und davon fuhr.

 

Seufzend fuhr ich wieder nach oben, wo Mike gerade seine Zigarette ausdrückte und seinen letzten Schluck Kaffee austrank.

 

''Ich bin dann mal weg'', verabschiedete er sich, drückte mich kurz und war auch schon zur Tür hinaus. Im Wohnzimmer war es wieder ruhig, so dass ich die Musik leiser drehte.

 

Dann wusch ich das Geschirr ab und gerade als ich dabei war, alles in den Schrank zu räumen, schaute Sören mit hochrotem Kopf um die Ecke.

 

''Danke'', flüsterte er, während er mich fest an sich drückte. Steffen stand im Flur und nickte mir zu. Anschließend gingen Beide ebenfalls.

 

Ich war mal wieder allein, wie so oft und überlegte mir, was ich zu Essen machen sollte.

 

Schnell hatte ich mich über etwas entschieden und machte mich daran es zuzubereiten. Danach setzte ich mich gemütlich an meinen Küchentisch und aß in aller Seelenruhe meine Mahlzeit.

 

Doch was war das? Auf meiner Eckbank lag ein Handy. Ob es Savis war? Na ja, der Besitzer wird sich schon früher oder später hier einfinden. Also legte ich es auf den Tisch und beendete mein Mahl.

 

Anschließend machte ich mich wieder daran mein Geschirr wegzuräumen und dann schaute ich, ins Wohnzimmer, ob noch alle Wände standen.

 

Tatsächlich hatten die Zwei kaum eine Verwüstung angerichtet und so legte ich mich auf mein Bett für meine Mittagsstunde.

 

Nach der ganzen Aufregung brauchte ich eine Weile, bis ich endlich weg döste.

 

*-*-*

 

Irgendwann hatte ich mich wieder beruhigt, packte meine Schulsachen aus und legte alles ordentlich weg.

 

Aber irgendwas fehlte. Ich kramte nach und suchte alles durch... aber nichts.

 

Verdammt! Wo bitte hatte ich mein Handy gelassen?

 

Ich hatte es doch hoffentlich nicht bei diesem Frank vergessen... na, das fehlte mir ja nun auch noch.

 

Wenn ich mein Handy wieder haben wollte, musste ich wohl oder übel noch ein mal zu Frank fahren und es mir abholen.

 

Ich zog mir also meine Jacke über, verließ mein Zimmer und auch das Haus. Draußen ging ich erst in die Garage, holte mein Rad raus und wollte mich eben drauf schwingen, als Savi angeradelt kam.

 

Na, der hatte mir jetzt auch noch gefehlt.

 

"Razi, bitte, warte!", rief er mir zu, dann stand er auch schon vor mir und ich sah ihn nun giftig an.

 

"Was willst du noch von mir, hä? Geh doch zu Frank, dann kannst du ihn weiter ausnutzen und es scheint ihm ja nicht mal was auszumachen!"

 

"Raziel, bitte, jetzt höre mir doch mal zu, verdammt!"

 

"Ja? Ich höre."

 

"Ich will dich nicht als mein Freund verlieren, bitte. Ich hab dich echt gern. Bitte, gib mir noch eine Chance. Du bist doch sonst nicht so. Was ist denn los mit dir?"

 

"Das sagte ich bereits, du weißt, dass ich so was nicht ab kann, wenn wer ausgenutzt wird, das weißt du. Und das mit unserer Freundschaft... überlege ich mir noch mal, okay. Mehr kann ich dazu jetzt nicht sagen."

 

"Danke, Razi. Bitte, überlege es dir. Ich würde dich echt vermissen."

 

"Ja, ja... ist okay.", meinte ich noch, als ich es mir anders überlegte, das Rad wieder weg stellte und doch lieber mein Auto nahm.

 

Ich stieg in meinen Wagen, fuhr diesen aus der Garage und hielt kurz an:

 

"Wir sehen uns Montag... schönes Wochenende.", sprach ich noch zu Savi, dann fuhr ich mit quietschenden Reifen davon.

 

Wenig später hatte ich das Wohnhaus erreicht, wo Frank wohnte, stieg aus, schloss das Auto ab und klingelte an der Haustür.

 

*-*-*

 

Da klingelte mich doch tatsächlich jemand aus meinem Mittagsschlaf, aber ich war es ja nicht anders gewohnt. Immer um jede Uhrzeit für alle da zu sein.

 

Kurz betätigte ich den Summer, dann ging ich ins Bad und machte mich kurz frisch.

 

Als ich fertig war, ging gerade die Fahrstuhltür und siehe da, es war Raziel, der mich besuchte.

 

''Hallo Raziel'', begrüßte ich ihn mit einem Lächeln im Gesicht.

 

Ich freute mich wirklich ihn zu sehen, vielleicht könnten wir ja nochmal darüber reden, was vorgefallen war.

 

*-*-*

 

Nachdem ich mit dem Fahrstuhl oben angekommen war, begrüßte mich Frank und ich erwiderte:

 

"Hallo Frank. Ich glaube, ich habe mein Handy hier liegen lassen und wollte es mir abholen."

 

Ich lächelte ihn ebenfalls an und sprach weiter:

 

"Ja, und dann wollte ich mich noch entschuldigen... für die Sache von vorhin. Es tut mir leid."

 

Klar, wusste ich jetzt zwar nicht wofür ich mich eigentlich entschuldigte, wo ich ihn doch hatte nur verteidigen wollen, aber gut, ich dachte mir eben meinen Teil.

 

Natürlich hatte ich nicht vor mich noch einmal irgendwie und in irgendwas einzumischen.

 

Er sollte eben sein Leben leben und ich lebte mein Leben... so war es wohl besser...

 

*-*-*

 

Ach ja, das Handy!

 

''Ach, dann ist das dein Handy. Dachte schon, es gehört Savi. Außerdem wofür entschuldigst du dich, du hast es sicherlich nur gut gemeint'', sagte ich zu ihm.

 

''Na, dann komm mal rein. Dein Handy liegt auf dem Tisch. Soll ich uns etwas zu Trinken machen?'', fragte ich unsicher nach.

 

Schließlich wusste ich nicht, ob er gleich wieder gehen wollte. Dass er noch ein bisschen blieb, wäre mir durchaus angenehmer. Aber zwingen konnte ich ihn zu nichts.

 

Ich würde erst heute Abend wieder unter Leute gehen und bis dahin musste ich mir irgendwie die Zeit vertreiben.

 

*-*-*

 

"Danke, ich würde gern noch etwas trinken.", willigte ich ein und betrat die Wohnung.

 

Langsam ging ich in die Küche, schaute auf den Tisch und tatsächlich, mein Handy lag dort.

 

Ich nahm es an mich und setzte mich dann auf die Eckbank, in der Küche.

 

"Wegen der Sache von vorhin, ich mag es einfach nicht, wenn jemand ausgenutzt wird. Ich bin sehr gerechtigkeitsliebend und... ach egal... ich werde mich nicht mehr einmischen. Wie gesagt, es tut mir wirklich leid."

 

Dann senkte ich meinen Kopf... richtete meinen Blick zu Boden.

 

*-*-*

 

Ich musste einfach lachen, denn Raziel war einfach viel zu süß.

 

''Ist schon gut, ich weiß doch... ich weiß... mir ist durchaus bewusst, dass sie mich ausnutzen. Wenn es drauf ankommt, ist bestimmt kaum einer von ihnen für mich da. Aber mir ist es so lieber, als alleine zu sein. In meinem Alter bekommt man nun mal keinen mehr ab, da nimmt man was man kriegen kann'', versuchte ich zu erklären.

 

Nebenbei stellte ich Mineralwasser und zwei Gläser auf den Tisch.

 

''Du möchtest doch Wasser, oder lieber etwas anderes?'', fragte ich zwischendurch.

 

''Außerdem hat das mit einmischen nichts zu tun. Wenn dich etwas bedrückt, ist es immer besser darüber zu reden. Also sag es bitte einfach frei raus!'', bat ich Raziel und lächelte ihn wieder an.

 

*-*-*

 

Ich nickte auf Franks Aussage hin.

 

"Ja, ich kenne solche Leute, die einen nur ausnutzen und braucht man mal jemanden... ist keiner da.", erwiderte ich zustimmend.

 

"Danke für das Wasser, es ist okay.", fügte ich hinzu, als Frank mir das Glas mit dem Wasser auf den Tisch gestellt hatte.

 

Ich nahm einen Schluck und stellte das Glas dann wieder hin, wobei ich aufmerksam zuhörte, was er sagte.

 

"Ist schon gut, ich habe dich verstanden. Aber mich bedrückt nichts, mach dir also bitte keine Sorgen. Ich habe ein wunderbares Elternhaus... meine Eltern sind wirklich spitze. Ich bin im zweiten Lehrjahr meiner Ausbildung zum Juwelier, was wahrscheinlich, für andere achtzehnjährige Jugendliche eher langweilig wäre.

 

Kurzum, mir geht es bestens und wenn ich wen zum Reden brauche, kann ich mich jederzeit an meine Eltern wenden. Das ist nicht böse gemeint und auch sicher nicht gegen dich, aber ich wollte es nur erwähnt haben. Denn ich habe so gesehen keine Probleme. Ich mag es eben nur nicht, wenn jemand derart ausgenutzt wird.

 

Wenn du aber mal wen zum Reden brauchen solltest, dann bin ich für dich da."

 

Ich hatte meinen kleinen Vortrag beendet, nahm das Glas an mich und trank noch einen Schluck... stellte das Glas dann wieder auf den Tisch zurück.

 

Schließlich sah ich wieder zu Boden, hatte das Gefühl mal wieder zu viel geredet zu haben. Dann sah ich Frank aber doch zaghaft... schüchtern an.

 

*-*-*

 

Ich fand es mehr als süß von ihm, als er mir sich anbot, wenn ich mal reden wollte. Raziel war mir sehr sympathisch und ich nickte einwilligend.

 

Natürlich nur, wenn ich im Gegenzug seine Nummer bekam, wo sein Handy sich hier schon verirrt hatte. Allerdings sagte ich das etwas netter und gab ihm auch meine Nummer.

 

Schließlich hatte ich beim letzten frechen Spruch, mich nicht gerade zum Freund gemacht. Da würde ich mich eben in Zukunft zügeln.

 

''Schön, dass es dir so gut geht. Ausnahmsweise mal kein Problemkind. Sonst ziehe ich das ja magisch an. Da freut es mich, mal nicht immer nur Sorgen und Nöte zu hören'', sagte ich zu Raziel.

 

Auch ich trank einen großen Schluck von meinem Wasser und fand seine verlegene Art richtig zum Anbeißen. Aber ich wollte mich ja zurückhalten.

 

Zumal wusste ich nicht mal, ob er überhaupt auf Männer stand und dann war da noch die Tatsache, dass ich mit Sicherheit zu Alt für ihn war.

 

''Und die Mädels an eurer Schule fliegen sicherlich auf dich, oder?'', versuchte ich zaghaft das Thema anzuschneiden.

 

*-*-*

 

Sehr gern gab ich ihm meine Nummer, denn er war mir sympathisch und ich wollte einfach, dass nicht nur er für andere da war, sondern auch mal wen hatte, bei dem er seine Sorgen loswerden konnte.

 

"Wie gesagt, mir geht es bestens... und mein Angebot bleibt bestehen, wenn du was ist... ruf mich ruhig an und ich komme her, okay."

 

Nur einem Moment machte ich eine gedankliche Pause, sah erst zum Fenster, dann blickte ich ihn wieder zaghaft an.

 

"Mädels? Nein, danke. Klar, ich habe schon eine Menge Verehrer und Verehrerinnen, aber bislang ließ ich sie alle abblitzen. Ich konzentriere mich sehr auf meine Lehre, denn die ist mir sehr wichtig.

 

Niemand hat es bisher geschafft sich mir zu nähern... oder nahe genug an mich heran zu kommen.", erzählte ich Frank arglos und ließ dabei mein Handy immer wieder durch meine Finger gleiten.

 

Ich dachte mir einfach nichts schlimmes dabei... warum auch.

 

*-*-*

 

So war das also.

 

''Verstehe. Dann würde ich mal sagen, dass der oder diejenige, der dich mal knacken wird, verdammt großes Glück hat. So ein vernünftiger junger Mann, in deinem Alter ist mir bisher noch nicht untergekommen.

 

Wenn ich nochmal in deinem Alter wäre, würde ich sicherlich auch so einiges anders machen.

 

Damals hatte ich nur Party im Kopf und einen Typen nach dem Nächsten vernascht. Da war an etwas festes nicht zu denken. Heute bin ich froh, wenn ich mal einen abbekomme und gebe mich mit dem Zufrieden, was ich bekomme'', erklärte ich Raziel.

 

Anschließend trank ich noch einen Schluck Wasser.

 

*-*-*

 

Oh je... jetzt hatte ich ihn sicherlich unbeabsichtigt verletzt.

 

"Ich ...es tut mir leid. Ich wollte dich... nicht verletzen. Es war nicht meine Absicht. Bitte, verzeih mir. Es tut mir leid, das wollte ich nicht.", entschuldigte ich mich bei Frank und sah ihn lieb und mit sanften Blicken an.

 

Dann schwieg ich erst mal, nahm einen Schluck Wasser und hätte mich ohrfeigen können, dass ich die Klappe nicht hatte halten können.

 

"Nein, derjenige, der mich bekommt... hat sicher kein Glück.", flüsterte ich gedankenverloren vor mich hin.

 

"Warum solltest du denn keinen mehr abbekommen, ich mein... das Alter ist doch völlig nebensächlich. Und wer wirklich nur aufs Alter oder auf das Aussehen schaut, das ist dann schon sehr oberflächlich und auf so was kannst du sicher auch verzichten, oder. Du bist doch so lieb und nett und sehr attraktiv.

 

Mir bist du jedenfalls sehr sympathisch.", sprach ich leise, aber offen und ehrlich.

 

*-*-*

 

''Du musst dich nicht entschuldigen, ist alles okay, wirklich'', versuchte ich ihn zu beruhigen.

 

''Warum sollte man denn mit dir kein Glück haben... Ach, wenn das so ist, dann knacke ich dich und du musst mich ertragen. Wenn ich dir schon sympathisch bin'', zwinkerte ich Raziel zu.

 

Ich konnte es eben doch nicht lassen und hoffte sehr, dass er mir das nicht übel nahm.

 

Er war wirklich eine Sahneschnitte und wenn er so zu mir sprach, klang das wie eine Einladung, da konnte ich nun mal nicht widerstehen.

 

Dabei legte mich meine Hand, auf die Seine, die so auf den Tisch lag, als würde sie sagen: nimm mich.

 

Entweder vergraulte ich ihn jetzt gleich wieder oder aber er würde verlegen werden, was ich so süß an ihm fand. Im schlimmsten Fall, bekam ich eine Ohrfeige, gegen die ich auch nichts einzuwenden hätte.

 

*-*-*

 

Oh je... jetzt hatte mich Frank echt sprachlos gemacht, mit dem was er gesagt hatte. Sofort begann mein Kopf zu überlegen, ob er das erst gemeint haben könnte... dass er mich "knacken" wollte.

 

Sein Zwinkern ließ mich etwas unruhig werden... zumal ich nicht wirklich damit umzugehen wusste... null Erfahrungen hatte.

 

So, wie er mich gerade ansah, machte mich das noch sprachloser, als ich ohnehin schon war.

 

Und dann war es soweit... mein Gesicht tauchte sich in eine leichte Röte und ich getraute mich nun nicht mehr ihn anzusehen. Überall schaute ich hin, nur ihn konnte ich nicht mehr ansehen.

 

Als ich nun auch noch seine Hand auf der meinen spürte und auf seine Hand schaute, die auf meiner lag... errötete mein Gesicht noch mehr und ich spürte wie es förmlich zu glühen begann.

 

Mein Herz überschlug sich beinahe und es schlug so laut, dass ich meinte er müsste es hören können.

 

Noch verlegener, als ich eh schon war, schaute ich nun wieder zu Boden.

 

So etwas war mir noch nie passiert... Verdammt... jetzt reiß dich mal ein bisschen zusammen..., ermahnte ich mich, aber es nutzte nichts... mein Kopf und mein sonst so messerscharfer Verstand versagten mir gerade den Dienst.

 

Mein Körper verriet mich zudem an Frank!

 

Ich wagte es jetzt nicht mehr mich zu bewegen... oder zu atmen.

 

Irgendwann nahm aber immerhin mein Kopf seine Arbeit langsam wieder auf, sacht entzog ich Frank meine Hand, stand auf und begann vollkommen verlegen zu stottern:

 

"I-ich... i-ich... ähm... i-ich....", mehr bekam ich trotzdem nicht heraus, wobei ich noch immer den Boden betrachtete, als wäre dieser nun besonders interessant.

 

Nun, anscheinend funktionierte mein Kopf doch noch nicht so wirklich...

 

*-*-*

 

Das schien ich einen wunden Punkt getroffen zu haben oder war der Gedanke, Raziel zu knacken, gar nicht so abwegig?

 

''Du hast sicher noch was zu erledigen, habe ich recht?'', half ich ihm auf die Sprünge.

 

Hach, das war wirklich viel zu süß, wie er so verlegen war und herum stotterte. Die Gesichtsfarbe machte es auch nicht besser. Am Liebsten hätte ich ihn auf der Stelle vernascht.

 

Der Gedanke, ihn zu fragen, ob er hier übernachten wolle, war da. Nur wäre es jetzt noch zu früh gewesen. Lieber ließ ich ihm Zeit, um sich zu sammeln.

 

Seine Nummer hatte ich ja und er meine, wenn etwas war.

 

Ich lächelte ihn an, auch wenn er mich nicht ansah, sondern mein Fußboden mehr als interessant zu sein schien.

 

Doch ausgerechnet in diesem Moment, wie sollte es auch anders sein, ging mal wieder meine Klingel.

 

Also stand ich auf und öffnete die Tür und betätigte den Summer.

 

Sollte ich Raziel ins Bad oder Wohnzimmer schicken? Er könnte sich auch hinter dem Vorhang im Schlafzimmer verstecken? Sofern ihm der rote Kopf unangenehm war.

 

*-*-*

 

Plötzlich klingelte es und sehr schnell war ich wieder bei mir. Mein Kopf nahm seine Arbeit endlich wieder auf und meine eigentlich glasklare Logik und mein messerscharfer Verstand kehrten auch wieder zu mir zurück. Zwar spürte ich noch die Röte auf meinem Gesicht, aber ich konnte mich zumindest wieder vernünftig artikulieren.

 

"Tja, also... dann, ich muss los, weil ich muss ja auch noch Hausaufgaben machen. Man sieht sich. Tschau Frank und danke.", verabschiedete ich mich schnell von Frank und stand dann schon auf dem Flur.

 

Die Tür erreicht, sprach ich, im Hinausgehen:

 

"Wenn was ist, meld dich.", dann schälte ich mich eilig an Savi vorbei, der gerade in der Tür stand und mich seltsam anschaute.

 

"Dir auch noch einen schönen Tag.", hörte ich mich sagen, dann war ich auch schon weg.

 

Schnell eilte ich zum Fahrstuhl, der noch offen stand, drückte die Taste und die Tür schloss sich. Der Fahrstuhl bewegte sich und fuhr mich nach unten.

 

Endlich draußen angekommen, schloss ich meinen roten Saab9-3 Sportsedan auf und blickte noch einmal nach oben, zu Franks Wohnung, bevor ich in mein Auto stieg, den Motor startete und mit quietschenden Reifen davon fuhr...

 

*~*

 

Savi hatte Raziel verwundert nachgesehen und erst danach die Wohnung von Frank betreten.

 

"Hallo Frank. Du sag mal, was war denn mit Razi los? Und warum war er eigentlich hier?", wollte Savi von Frank wissen und sah ihn fragend an.

 

Er wunderte sich auch, dass sein Freund, von dem er hoffte, dass er noch sein Freund war, so rot im Gesicht war.

 

"Was hast du denn mit Razi gemacht, Frank?", wollte Savi weiter wissen.

 

*-*-*

 

Raziel war mehr als schnell verschwunden und dann stand auch schon Savi vor mir. Klar, dass er neugierig war, so kannte ich ihn.

 

''Hallo Savi'', begrüßte ich ihn und drückte ihn kurz, ''Raziel hat sein Handy hier liegengelassen und ich denke, mein Flirt hat ihn etwas verlegen gemacht.''

 

Es war nicht gelogen was ich sagte, nur ließ ich eben Details aus, die Savi nicht wirklich wissen musste.

 

''Okay...'', kam es langgezogen von ihm und ich ahnte schon, dass er zu einem späteren Zeitpunkt nochmal nachhaken würde.

 

Dann gingen wir rein und setzten uns in die Küche.

 

''Kaffee?'', fragte ich.

 

''Jetzt erst mal nicht. Ich wollte dich da etwas fragen!'', sagte Savi mit Hundeblick zu mir und ich wusste schon was kommen würde.

 

''Du möchtest heute Nacht hier schlafen, habe ich recht?'', nahm ich ihm die Frage vorweg.

 

''Darf ich? Bitte? Du wohnst so schön dicht am Szeneleben!'', klimperten mich zwei schöne große Augen an und Savis Hand wanderte auf die Meine.

 

Ich nickte einwilligend, da ich mal wieder nicht nein sagen konnte und schon schlangen sich zwei schlanke Arme dankbar um meinen Hals. Genießend schloss ich die Augen und streichelte über Savis Rücken.

 

''Aber keine Besucher!'', stellte ich meine Bedingung und ich spürte wie Savi hart schluckte, dann aber nachgiebig nickte.

 

*-*-*

 

Die nächste Kurve genommen, hielt ich an der Straßenecke an, schaltete den Motor aus und starrte, wie paralysiert nach vorn, durch die Windschutzscheibe.

 

Erst mal musste ich tief durchatmen.

 

Das war wirklich erst mal ein Schock für mich gewesen. Irgendwie war ich Savi fast schon dankbar, dass er im richtigen Moment bei Frank eintraf. Ich wagte mir gar nicht vorzustellen, was sonst... nein... nein... niemand würde mich "knacken".

 

Niemals!

 

Sicher, ich fand Frank wirklich sehr sympathisch, aber ich hatte meine Prinzipien und diese war ich nicht bereit über Bord zu werfen.

 

Ich nahm meine Wasserflasche und trank erst mal einen Schluck.

 

Froh noch einmal davon gekommen zu sein, raste mein Herz noch immer, wie blöd und ich versuchte mich zu beruhigen.

 

Etwa eine viertel Stunde später konnte ich endlich weiterfahren und nahm auch gleich den direkten Weg nach Hause.

 

Auf dem Weg nach Hause überlegte ich, ob ich darüber mit meinen Eltern reden sollte. Dass sie mich verstehen würden, davon war ich überzeugt. Sie würden mir sicher auch einen Rat geben, dennoch war ich mir mehr als unsicher.

 

Außerdem war es mir unangenehm, denn sie kannten so was ja nicht von mir und enttäuschen wollte ich die Beiden auf gar keinen Fall.

 

Aber würde ich sie nicht eher enttäuschen, wenn ich es ihnen verschwieg?

 

Herrje, dass war wirklich kompliziert.

 

Ich beschloss mit ihnen zu reden... passierten konnte mir schließlich nichts, denn mit meinen Eltern konnte ich doch wirklich über alles reden, das wusste ich.

 

*~*

 

Natürlich kaufte Savi Frank seine Geschichte nicht so ganz ab und hakte nach:

 

"Frank, komm schon, sag mir die Wahrheit, was ist wirklich los. Denn ich kenne Raziel schon sehr lange und er würde niemals nur wegen einem Flirt die Flucht ergreifen. Er ist eigentlich sehr ruhig und ausgeglichen.

 

Und so was wie vorhin kenne ich wirklich nicht von ihm. Also... was war los? Außerdem du schaust auch so seltsam drein. Komm schon rede mit mir.", bat Savi und sah Frank prüfend in die Augen.

 

*-*-*

 

Geschlagen rollte ich mit den Augen und seufzte.

 

''Ich habe zu Raziel gesagt, dass ich ihn knacken werde, weil er zu mir meinte, ich wäre ihm sympathisch'', rückte ich mit der Sprache raus.

 

Savi kannte mich ja nun schon länger und Raziel scheinbar auch ganz gut. Es würde also nicht schaden, dass er es wusste, was gelaufen war.

 

''Nun mach dir aber deswegen keinen Kopf. Es ging wohl ein wenig zu weit. Ich gebe zu, dass ich es übertrieben habe'', antwortet ich.

 

Doch Savi starrte mich an, als hätte ich wer weiß was ausgefressen.

 

*-*-*

 

Savi schüttelte den Kopf und erwiderte:

 

"Frank, Raziel knackst du nicht... das kannst du vergessen. Der hat seine Prinzipien und die wird er nicht übern Haufen schmeißen. Niemand hatte bislang eine Chance bei ihm. Vergiss es, das haben schon ganz andere versucht. An ihm beißt du dir die Zähne aus."

 

Er machte eine kurze Pause und sprach dann weiter:

 

"Ich mein, versuch es, wenn es dir ernst ist... denn das vermute ich mal. Aber mach dir nicht zu viele Hoffnungen, er lässt keinen an sich heran. Für eine Freundschaft, wirst du ihn vielleicht gewinnen können, aber mehr... sorry, mehr wird nicht laufen."

 

*~*

 

Endlich hatte ich mein Zuhause erreicht, parkte mein Auto in der Garage und betrat dann das Haus meiner Eltern. Ich hörte sie schon im Wohnzimmer reden und lachen.

 

Hach... meine Eltern, wie ich sie liebte... sie waren einfach immer gut drauf.

 

Ich ging zu ihnen ins Wohnzimmer und begrüßte beide herzlich, was von ihnen erwidert wurde und sie mich gleich fragten, wie mein Tag war.

 

Ich atmete wieder tief durch und schaute den Boden an.

 

"Was ist denn los, hm? Ist was passiert?", fragte mein Papa.

 

"Nein... ich... es geht mir gut und es ist alles soweit okay."

 

"Aber? Was ist los? Du hast doch was.", hakte meine Mama nach.

 

"Ähm, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll... und irgendwie traue ich mich nicht so wirklich, euch das zu erzählen."

 

"Och, komm schon, Schatz... was ist los, hm?"

 

Ich erzählte dann, in allen Einzelheiten was sich heute zugetragen hatte und sie hörten mir einfach zu und nickte ab und an. Nichts, wirklich nichts ließ ich aus... erzählte ihnen auch alle Details.

 

Mich wunderte nur, dass beide zu schmunzeln begannen und ich nun ziemlich verwirrt war...

 

*-*-*

 

''Das weiß ich doch'', sagte ich etwas in mich gekehrt zu Savi, ''Ich habe es nur so zu ihm gesagt.''

 

Nachdenklich wurde ich nun doch ein wenig. Der große Altersunterschied war ein Grund und die Tatsache, wie Savi es mir unter die Nase rieb.

 

Aber ich nahm es dem Kleinen nicht übel, kannte es ja auch schon von ihm. Dafür hatte er eben nicht so das Feingefühl.

 

''Also gut, wo soll es denn heute Abend hingehen?'', lenkte ich dann ab, ''Muss ich dich auch noch irgendwo reinlotzen? Oder aber brauchst du nur mein Bett?''

 

Ich wusste noch nicht so recht, wo ich heute Abend hingehen sollte. Entweder wie fast immer in meinem Stammclub oder aber ich ließ mich von Savi leiten und würde ihn begleiten. Vielleicht gäbe es dann noch etwas nettes zu sehen.

 

*-*-*

 

Aber so unsensibel, wie Frank meinte, war Savi nun auch nicht, denn er merkte sehr schnell, dass Frank nur ablenkte und hakte noch mal nach.

 

"Warum versuchst du abzulenken, Frank? Ich merke doch, wie sehr dich das mitnimmt.", begann Savi nun, der obgleich recht egoistisch, Frank als guten Freund sehr schätzte und sich Sorgen machte... auch um Raziel.

 

"Ich werde dir mal was über Razi erzählen: Er ist nicht oberflächlich, wie die meisten in seinem Alter, und schaut nicht auf Aussehen oder Alter. Ich wollte dir vorhin damit nur sagen, dass es wirklich niemand bisher schaffte ihm näher zu kommen. Wirklich niemand.... egal welchen Alters oder welchen Geschlechts.

 

Und es tut mir leid, sollte ich mich verkehrt ausgedrückt haben.

 

Mein werter Freund lässt nämlich aus Prinzip alle abblitzen... warum weiß ich nicht... er redet nicht drüber.

 

Aber wenn es dir mit Razi vielleicht ernst wäre und du nicht nur mit ihm in die Kiste willst, dann versuche dein Glück und vielleicht redest du einfach noch mal mit ihm und legst die Karten offen auf den Tisch.

 

Ich mein, ich denke mir schon, dass er erst mal den Entsetzten spielen wird, vielleicht auch ein bisschen herumzickt und Gott-weiß-was alles ...aber wenn du vielleicht an ihm dran bleibst und nicht locker lässt... nun ja, eventuell hast du ja dann auch mal Glück.

 

Die anderen haben immer gleich aufgegeben... deshalb konnte es vielleicht bisher keiner schaffen nahe genug an ihn heran zu kommen. Denk mal drüber nach, okay."

 

Savi hatte seinen Vortrag beendet und hoffte sehr, dass er sich nun nicht wieder falsch ausgedrückt und Frank ihn verstanden hatte.

 

"Ich mein, wenn du willst unternehme ich heute mal nichts und wir reden einfach nur mal ein wenig.", schlug er hinzufügend vor.

 

*~*

 

Mit großen Augen sah ich meine Eltern an und schüttelte den Kopf.

 

"Was habt ihr denn? Warum schmunzelt ihr? Hab ich was falsches gesagt?", wollte ich wissen.

 

"Nein, hast du nicht, mein Schatz.", meinte Mama und kicherte vor sich hin.

 

Ich legte die Stirn in Falten, konnte mir keinen Reim drauf machen.

 

Mama sprach kichernd weiter:

 

"Was ist los, mein Kleiner, hm? Hast du Angst, dass sich jemand für dich interessieren könnte? Hast du Angst, deine Ausbildung dann vielleicht nicht zu schaffen?"

 

"Nein, das ist es nicht. Ich weiß, dass ich meine Ausbildung mit Sicherheit schaffen werde, das ist nicht mein Problem. Aber ich habe mir nun mal vorgenommen allein zu bleiben... mich an niemanden zu binden.", erwiderte ich ruhig.

 

"Aus Prinzip, vermute ich, hm. Aber hör mal, du bist noch zu jung, um für immer allein zu bleiben. Das ist doch Unsinn. Du bist doch ein sehr intelligenter junger Mann und weißt sicher auch, was du da für einen Unsinn von dir gibst, oder.", hörte ich meinen Papa sagen.

 

"Wovor hast du nur solche Angst, hm?", fragte Mama.

 

"Ich habe vor nichts Angst, dass solltet ihr doch wissen, oder."

 

Mama nickte und auch Papa sah mich nun nachdenklich an.

 

"Ja, also, ich geh jetzt nach oben und lerne, dann werd ich ins Bett gehen."

 

"Ist gut, mein Kleiner. Aber mach nicht so viel und erhole dich auch mal etwas."

 

Ich nickte und verließ das Wohnzimmer, um gedankenversunken in mein Zimmer zu gehen.

 

*-*-*

 

Da hielt Savi mir doch tatsächlich eine kleine Predigt. So hatte ich ihn noch nicht kennengelernt und es zeigte mir, dass er wohl endlich erwachsen wurde.

 

''Wir werden sehen, was kommt'', konnte ich da nur antworten.

 

Savi nickte und merkte wohl, dass ich es verstanden hatte und schon gedanklich daran arbeitete.

 

''Doch, also mein Bier hole ich mir auf jeden Fall ab'', sagte ich noch grinsend zu ihm. Denn das war am Wochenende Standard und man würde sonst womöglich noch eine Vermisstenanzeige im Club aufgeben.

 

Außerdem fände ich nur reden, sehr langweilig, aber das rieb ich Savi sicher nicht unter die Nase. Raziel war ein toller junger Mann und auch wenn ich am Ball bleiben würde, rechnete ich mir meine Chancen eher schlecht aus.

 

Eben weil ich es gewohnt war und schon so kannte. Die jungen Männer von heute hatten doch ganz andere Sachen im Kopf.

 

Deswegen würde ich auch bei Savi am Ball bleiben und darauf spekulieren, dass heute Nacht oder am nächsten Morgen irgendetwas lief. Auch wenn es nur sexueller Natur sein würde und Savi vor Scham mich einige Tage nicht besuchen würde.

 

''Ist okay, dann gehen wir auf ein Bier in den Club... Ich glaube jetzt nehme ich doch einen Kaffee'', grinste Savi mich dann an und fügte mit Hundeblick hinzu, ''Können wir heute Abend Pizza bestellen?''

 

Er hatte es eben drauf und ich würde wie immer nicht nein sagen können. Aber es war ihm auch gegönnt, da seine Eltern nicht ohne waren. Ein wenig verwöhnen wollte ich ihn da schon, auch wenn ein oder zwei Kilos dafür bei mir drauf kämen.

 

''Du denkst wie immer an meinen Bauch'', lachte ich und rieb mir diesen. Viel hatte ich nicht, aber ein kleiner Bauchansatz war schon da. Nur weil ich kein Sport mehr machen durfte, wegen des Arbeitsunfalles. Deswegen musste ich schon aufpassen, was ich aß. Normalerweise eben.

 

*-*-*

 

In meinem Zimmer, saß ich nun auf dem Bett und anstatt, wie vorgenommen, zu lernen, dachte ich nach. Doch kam ich irgendwie auf kein vernünftiges Ergebnis.

 

Verdammt noch mal, Frank schien mich vollkommen verwirrt zu haben.

 

Allerdings redete ich mir nun ein, dass er vielleicht nur Spaß gemacht hatte und mich ein wenig hatte ärgern wollen. Das beruhigte meine Nerven etwas und ich nahm mir vor, jetzt nicht zu lernen, sondern noch etwas rauszugehen.

 

Also erhob ich mich von dem Bett, ging ins Bad, duschte ausgiebig und wickelte mir dann ein Badetuch um die Hüfte.

 

Wieder in meinem Zimmer betrat ich meinen Kleiderschrank und zog mich an.

 

Schwarz war die Farbe, die ich wählte, sie passte gut zu meiner derzeitigen Stimmung. Ein schwarzes Hemd, eine schwarze Designerhose und schwarze Schuhe... alles rundete ich mit einer schwarzen, mit Nieten besetzten, Lederweste ab.

 

Nachdem ich meine Haare geföhnt hatte, kämmte und stylte ich diese, tat hier und da etwas glitzerndes Haarspray hinein und legte noch diversen Schmuck an. Ausgesucht hatte ich mir ein Lederhalsband, mit einer Feder als Anhänger, einem Siegelring, den mir mein Papa geschenkt hatte, und an je einem Handgelenk, zwei silberne, zu Kordeln gedrehte, Armbänder.

 

Noch etwas dezentes Parfüm und ich war fertig.

 

Ich streckte mir noch mein Handy, ein Taschentuch und einen Kamm in meine Hosentasche, nahm meine Geldbörse, die ich in die Innentasche, meiner Weste steckte und verließ dann mein Zimmer, hinter mir die Tür leise schließend, denn es war hier schon sehr still im Haus, was mir sagte, dass meine Eltern schon schlafen gegangen waren. So verhielt ich mich leise und nahm Rücksicht auf sie.

 

Im Eingangsbereich angekommen, schnappte ich mir meine Schlüssel und verließ mein Heim.

 

Ich betrat die Garage, holte mein Motorrad, eine Kawasaki, heraus und setzte mich drauf. Die Garage schloss sich anschließend automatisch.

 

Nein, jetzt hatte ich mal keine Lust auf mein Auto... die Kawasaki war eh mein ganzer Stolz. Ich ließ den Motor kurz aufheulen, dann fuhr ich davon.

 

So richtig wusste ich noch nicht wohin ich wollte, aber ich erinnerte mich daran, dass mir Savi mal etwas von einem Club erzählte, in den er gern gehen würde.

 

Tja, den würde ich mir heute doch mal anschauen... auch, wenn ich mit solchen Etablissements keinerlei Erfahrungen hatte. Aber, na ja, vielleicht kam ich ja so auf andere Gedanken.

 

Natürlich rechnete ich nicht damit, dass man mich dort anmachen oder mit mir flirten würde. Nein, ich wollte jetzt einfach nur mal was anderes sehen, um mal auf andere Gedanken zu kommen.

 

Eine gute dreiviertel Stunde später hatte ich den Club erreicht, hielt davor an, doch blieb ich noch etwas auf meinem Motorrad sitzen und schaute erst mal was dort so für Leute hinein gingen.

 

Natürlich bemerkte ich die bewundernden Blicke der Leute auf mir, die an mir vorbei gingen, aber es störte mich nicht besonders.

 

Hatte ich vielleicht einen Pickel auf der Nase, oder sah ich so besonders dämlich aus, dass sie mich so anstarrten...hmm...

 

Schließlich stieg ich von meinem Motorrad ab und ging langsam auf den Club zu. Mich beschlich ein mulmiges Gefühl und ich blieb noch ein wenig davor stehen... sah mich zaghaft... scheu... ja, schüchtern um.

 

Nur ein wenig flatterten meine Nerven... ja, ich war aufgeregt, denn ich war ja das erste mal hier und traute mich nicht wirklich hinein.

 

Raziel Sewering, jetzt reiß dich doch mal ein bisschen zusammen., ermahnte ich mich streng...

 

*-*-*

 

Savi fuhr nach dem Kaffee noch einmal nach Hause, seine Sachen holen und ich kümmerte mich schon mal darum, dass ich ausgehfertig war.

 

Erst duschte ich gründlich, wobei ich mich auch rasierte, nur für den Fall der Fälle, der eher selten eintrat. Aber dann war ich wenigstens vorbereitet.

 

Dann trocknetet ich mich ab und suchte mir etwas zum Anziehen raus. Wie immer eine Jeans und ein Hemd, was ich vorher noch bügelte.

 

Anschließend legte ich Aftershave auf und Schmuck an, bevor ich die Pizzen bestellte.

 

Savi klingelte erst und kam mit seinem Rucksack in meine Wohnung, nur wenig später kam der Lieferservice. Natürlich bezahlte ich für uns Beide, da Savi schließlich nur Taschengeld bekam.

 

Wir aßen in aller Ruhe schweigsam im Wohnzimmer und schauten ein wenig Fern dabei.

 

Bevor wir losgingen steckte ich noch Gleitcreme in meine Hosentaschen und Taschentücher, man konnte ja nie wissen. Savi kramte auch etwas aus seinem Rucksack und ich musste ein wenig Grinsen, als er sich ertappt fühlte.

 

Nachdem ich die Wohnungstür abgeschlossen hatte und wir im Fahrstuhl nach unten gefahren waren, schlenderten wir langsam in Richtung Club.

 

Die Luft war herrlich und es war richtig gut was los in den Straßen. Überwiegend gutaussehende, gutgebaute, sexy angezogene Männer. Hier und da Händchen haltend oder herumknutschend.

 

Meine Blicke konnten sich gar nicht sattsehen und bekamen kaum genug, von den vielen Einwirkungen.

 

*-*-*

 

Savi ging neben Frank her und beobachtete ebenfalls die Pärchen ein wenig, aber ihm waren sie mehr oder weniger egal. Er wollte sich nur ein wenig amüsieren und fertig.

 

Als er mit Frank allerdings um die Ecke bog, glaubte er zu halluzinieren... stand da wirklich ...Raziel vor dem Club?! Und dann sah er auch noch absolut zum Verlieben aus... herrje, da konnte man ja schwach werden...

 

Jetzt musste er doch grinsen, denn das hätte er niemals von seinem Freund erwartet. Hatte der ihm nicht immer wieder gesagt, dass er niemals diesen Club betreten würde?

 

Na gut, er war ja auch noch nicht drin... stand einfach nur davor.

 

"Frank? Siehst du auch was ich sehe... oder leide ich jetzt schon an Halluzinationen? Ist das da hinten nicht Raziel?", fragte Savi seinen Begleiter breit grinsend.

 

*~*

 

Noch immer war ich unentschlossen, ob ich wirklich in den Club gehen sollte. Dieses mulmige Gefühl sagte mir, dass ich es nicht tun sollte.

 

Ich zog schon mein Handy hervor, wollte meinen Freund Bobby anrufen und mich vielleicht doch lieber mit ihm treffen. Nun, auch wenn ich wusste, dass er einer meiner Verehrer war und noch immer hoffte mich doch noch zu bekommen.

 

Er wusste aber, dass er keine Chance bei mir hatte... hatte ich es ihm doch schon mehrere Male gesagt.

 

Ich fühlte mich in seiner Nähe nicht unbedingt wohl, aber vielleicht war es immer noch besser, als in den Club zu gehen.

 

Noch einmal sah ich mich um und glaubte mein Herz würde gleich aussetzen... oder sonst was, als ich Savi und Frank auf den Club zukommen sah.

 

Ach herrje, auch das noch...

 

Jetzt begannen meine Nerven wieder ziemlich zu Flattern... warum auch immer... und mein Herzrasen machte die ganze Sache jetzt auch nicht so viel besser.... eher noch schlimmer, denn mein Gesicht hatte mal wieder nichts besseres zu tun als rot zu werden.

 

Na toll..., dachte ich und war wirklich versucht mich auf mein Motorrad zu schwingen und einfach nur abzuhauen.

 

Was jedoch hätte jetzt zu dämlich ausgesehen, denn nur wenig später standen auch schon Savi und Frank vor mir!

 

"Hey Razi!", begrüßte mich Savi breit grinsend, wofür ich ihm am Liebsten eine reingehauen hätte: "Sag mal, was machst du denn hier, hm? Hast du nicht geschworen, dass du hier niemals erscheinen würdest?", neckte er mich nun auch noch.

 

"Hallo Savi... hallo Frank.", begrüßte ich die Beiden zaghaft und mal wieder sehr schüchtern.

 

Wobei ich mich wiederum nicht traute Frank anzuschauen und meinen Blick gen Boden richtete...

 

Auf Savis Frage antwortete ich:

 

"Na ja, ich... wollte es mir... doch mal... anschauen... weil du doch... so viel ...davon erzählt hast...."

 

*-*-*

 

Auch ich glaubte kaum zu sehen, was ich sah.

 

''Ja, sag mal, steht da wirklich Raziel?'', fragte ich unnötigerweise, während wir weiter auf ihn zugingen.

 

Savi pikste ich jedoch etwas unsanft in die Seite, als er Raziel auch noch necken musste.

 

''Hallo, mein Kleiner'', begrüßte ich ihn einfach und nahm ihn kurz aber innig in die Arme, in der Hoffnung, er würde seine Charme ein wenig verlieren.

 

Außerdem war es für die herumstehenden Männer, die schauten, gar nicht so schlecht, wenn sie merkten, dass der Kleine einen Aufpasser hatte.

 

''Na gut, dann lasst uns mal rein! Der erste Drink geht auf mich'', sagte ich und legte etwas zaghaft meinen Arm um Raziels Hüfte.

 

Ich wusste nicht, ob er es dulden würde. Eigentlich wollte ich ihn ein wenig zeigen, dass er zu uns gehörte und den Anderen, dass sie das Starren lassen sollten.

 

''Hallo Theo'', begrüßte ich kurz einen der Türsteher und nickte auch dem Anderen zu, dessen Namen ich immer vergaß, weil er so exotisch klang.

 

Savi tänzelte vorweg und flirtete schon direkt mit dem einen oder anderen Typen. Doch war er sich wohl noch nicht so ganz schlüssig, welchen er wollte oder gar alle?

 

*-*-*

 

Oh je... nun nahm mich Frank auch noch in die Arme... kurz aber ich spürte wie innig es war. Ich wagte es und umarmte ihn auch kurz. Was ist schon dabei, redete ich mir ein.

 

Seine Anrede an mich... machte die Sache nun auch nicht viel besser und mein Gesicht leuchtete in dem schönsten Rot, das man sicher bis ans andere Ende der Welt noch gut sehen konnte... au man... wie peinlich.

 

Dann gingen sie mit mir rein, obgleich ich doch noch so unentschlossen gewesen war.

 

Aber gut, vielleicht wäre ich sonst eh nicht reingegangen... wenn mich die Beiden nicht mehr oder weniger mitgeschleift hätten.

 

Als Frank nun auch noch seinen Arm um meine Hüfte legte, versagten mein Hirn und mein Verstand mir mal wieder den Dienst. Es war ein recht seltsames Gefühl, doch wehrte ich mich merkwürdigerweise nicht dagegen, nur mein Herz war noch immer am rasen...

 

Den Club betretend schaute ich mich aufmerksam um, und lenkte mich somit ein wenig ab... dennoch spürte ich noch immer die Blicke, die auf mir ruhten... was ich nicht wirklich verstehen konnte.

 

Nun ja, ich würde mich wohl an vieles erst richtig gewöhnen müssen und wer konnte schon wissen, was der Abend noch so bringen würde... vielleicht würde es ja ganz toll werden.

 

Ich sollte mich vielleicht einfach irgendwie drauf einlassen und meine Prinzipien für heute mal über Bord werfen...

 

*-*-*

 

Raziel ließ tatsächlich meinen Arm, wo er war. Logisch, dass die Anderen schauten.

 

Da kommt der alte Frank mit so einem süßen Bengel daher! Unfassbar!

 

Ich genoss diese Aufmerksamkeit, auch wenn ich sie mir erschlichen hatte.

 

Savi setzte sich an die Theke und ich rückte höflich Raziel einen Hocker zurecht.

 

''Oder willst du lieber an einen der Tische sitzen?'', fragte ich ihn.

 

Mir war es egal, wo ich saß. Hier an der Theke war man irgendwie wie auf dem Präsentierteller.

 

Beiläufig grüßte ich den Typen hinter der Theke und auch sonst jeden, den ich kannte und sah. Die meiste Aufmerksamkeit jedoch bekam Raziel von mir. Er sah wirklich hammer mäßig aus heute, als hätte er sich mit Absicht in Schale geworfen.

 

*-*-*

 

Ich gab mir einen Ruck und versuchte nun doch ein wenig aufgeschlossen zu wirken.

 

Sicher hörte ich auch das Getuschel, aber ich ließ es an mir abprallen.

 

"Ich... würde mich lieber an einen der Tische ...setzen, wenn es für dich okay ist.", beantwortete ich Franks Frage, bittend.

 

Währenddessen beobachtete ich alles und jeden hier aufmerksam... prägte mir alles genaustens ein und ließ erst mal die Atmosphäre auf mich wirken.

 

Savi sah ich am Tresen sitzen, was mich nicht unbedingt wunderte.

 

Frank schien hier sehr oft hier zu kommen, denn er kannte hier sehr viele und grüßte den einen oder anderen.

 

Aber ich spürte auch, dass er mir mehr Aufmerksamkeit zukommen ließ... warum auch immer... aber ich ließ ihn, wenn es ihm Spaß machte.

 

"Ich trinke aber nur was alkoholfreies, weil ich mit dem Motorrad da bin.", meinte ich beiläufig und versuchte ihm dabei in die Augen zu schauen, was nicht ganz so einfach für mich war.

 

*-*-*

 

''Sicher ist es okay'', sagte ich zu Raziel und ging mit ihm zu einem der Tische, der ein wenig in der Ecke lag. So würden wir von den Blicken etwas sicherer sein.

 

''Du musst dich nicht rechtfertigen, wenn du lieber keinen Alkohol trinken möchtest. Kannst es aber auch gerne tun, denn zur Not übernachtest du bei mir und wir schieben dein Motorrad auf den Hof, da hat Emil, dem gehört der Club, eine Garage.

 

Aber entscheide selber'', sagte ich ruhig zu ihm und winkte gleich mal Emil her, der hinter der Theke stand. Nur kurze Zeit später stand er bei uns am Tisch.

 

''Ein Bier'', grinste er mich an und ich nickte: ''Wie immer!''

 

''Und was darf ich dir bringen?'', fragte er dann Raziel.

 

Er duzte einfach jeden, der in den Club kam und war trotzdem dabei sehr höflich und nett.

 

Savi hatte sich unterdessen schon etwas bestellt und schlürfte einen Cocktail.

 

''Das von Savi geht auf mich und dein Getränk dann auch'', sagte ich zu Raziel, so dass auch Emil es mitbekam und mir zunickte.

 

*-*-*

 

Ich überlegte ein Weilchen, ließ mir Franks Worte durch den Kopf gehen und entschied:

"Also gut,", sagte ich zu Emil: "...dann nehme ich einen Martini, bitte.", sah Emil an, der wieder nickte und sich dann entfernte.

 

Zunächst sah ich auf den Tisch, dann sah ich Frank an... forschend, prüfend, als wollte ich ihn so unter die Lupe nehmen.

 

Hier so in der Ecke war es mir sehr angenehm und ich lächelte Frank dankbar an.

 

Irgendwie fehlten mir mal wieder gerade die Worte, obgleich ich mich eigentlich mit ihm unterhalten wollte. Aber irgendwie wollte mein Kopf gerade nicht so, wie ich wollte.

 

Stattdessen sah ich Frank nur mit meinen türkis-blauen Augen direkt in die seinen... blendete um mich herum alles aus... im Moment gab es nur ihn und mich...

 

*-*-*

 

Ich freute mich, als Raziel mir vertraute und doch etwas alkoholisches bestellte. Deswegen hatte ich jetzt keine bösen Absichten. Savi würde ja auch bei mir übernachten, den konnte ich schließlich schlecht woanders unterbringen.

 

Zum Glück war mein Bett groß genug für alle.

 

Doch was ging jetzt ab? Raziel schaute mir so intensiv in meine rehbraunen Augen, dass ich beinahe den Verstand verlor. Er hatte wahnsinnig schöne Augen, wie sollte man da wegsehen.

 

Außerdem wollte ich auch gar nicht wegsehen. Ganz im Gegenteil, genoss ich diese Aufmerksamkeit sehr.

 

Dann kam auch schon Emil mit den Getränken und holte mich leider aus dieser schönen Situation.

 

''Danke'', sagte ich und nippte direkt an meinem Bier.

 

So ein Mist aber auch, warum musste der Kleine auch so Zuckersüß sein? Wie sollte ich mich da beherrschen?

 

''Woher kennt ihr zwei euch eigentlich? Du und Savi? Ich meine, ihr seid so unterschiedlich, da wundert es mich, dass ihr Freunde seid'', versuchte ich ein Thema aufzugreifen.

 

*-*-*

 

Nachdem dann endlich das Getränk vor mir stand, traute ich mich nicht es zu trinken, denn ich hatte noch nie Alkohol getrunken, es war also das erste Mal für mich, dass sich so etwas trank.

 

So ließ ich das Glas vor mir stehen, rührte es nicht an. Meine Hände lagen auf meinem Schoß und ich knetete meine Finger nervös.

 

Noch immer schaute ich Frank in die hübschen braunen Augen, als er ein Thema begann und ich froh war, dass wenigstens einer von uns wusste, worüber wir reden konnten.

 

"Wir kennen uns aus der Berufsschule, als ich vor zwei Jahren meine Lehre als Juwelier begann.

 

Es war anfangs nicht so ganz leicht für ihn, sich mit mir anzufreunden. Weil ich bis dahin eigentlich ein Einzelgänger war und nur das Lernen im Kopf hatte... okay, das ist jetzt nicht so sehr viel anders... ich lerne viel und gern.

 

Aber, nun ja, Savi hatte eben nicht aufgegeben und schließlich wurde ich weich, begann mit ihm zu reden, gab ihm Nachhilfeunterricht, so verstanden wir uns immer besser und schließlich wurden wir Freunde.

 

Er weiß aber, dass ich es hasse, wenn er so egoistisch ist... nur an sich denkt und andere ...ausnutzt. Bei mir schafft er es nicht. Ich lasse mich nicht ausnutzen, das weiß er.

 

Ich bin eben anders. Ich bin weder oberflächlich, noch egoistisch... na ja, Gegensätze ziehen sich eben an.", erklärte ich Frank, schaute ihm aber weiterhin in die wunderschönen braunen Augen, von denen ich irgendwie nicht los kam.

 

Schließlich wagte ich es, nahm das Glas in die Hand, führte es an meine Lippen und nippte daran.

 

Ihgitt... wie konnte man so was nur trinken?!

 

Ich würgte den Schluck runter und schüttelte mich.

 

"Ich glaub, ich nehm doch lieber eine Cola.", meinte ich zu Frank: "Ich habe nämlich noch nie Alkohol getrunken."

 

So ging ich an den Tresen, holte mir eine Cola und bezahlte diese auch gleich, dann ging ich mit dem Glas wieder zurück zu Frank und setzte mich neben ihn, während ich mein Glas auf den Tisch stellte.

 

*-*-*

 

Ich hörte Raziel aufmerksam zu und genoss es, wie er mich ansah. Es kam mir so vor, als gäbe es nur ihn und mich.

 

Als er dann am Martini nippte und das Gesicht verzog, konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Doch verstand ich ihn, als er sagte, dass er noch nie Alkohol getrunken habe.

 

Vielleicht war es so sogar besser, nicht dass ich noch auf dumme Gedanken gekommen wäre, wenn ihn der Alkohol ausgenockt hätte.

 

''Warum bestellst du dir dann gleich einen Martini? Ein Bier hätte es fürs erste doch auch getan'', lächelte ich und schob ihm mein Glas hin.

 

Pfui Frank! Schäme Dich!

 

''Du warst vorher noch nie in einem Club? Nicht mal aus? Wolltest du ins Kloster oder warum das? Versteh mich nicht falsch. Das soll jetzt nicht unverschämt klingen. Ich will einfach nur nach dem Warum fragen!'', sagte ich dann zu Raziel, während meine Hand immer noch am Bierglas hing und es ihm hinhielt.

 

*-*-*

 

Ich schüttelte den Kopf und antwortete:

 

"Nein, Bier mag ich gar nicht, habe ich auch mal ein wenig gekostet... ich denke, ich werde das lassen und besser keinen Alkohol trinken... es schmeckt mir nicht."

 

Hmm... lachte er mich jetzt an oder aus...?

 

Liebevoll lächelte ich Frank an, versuchte ihn, unbewusst natürlich, mit meinen Blicken gefangen zu halten... aber, kein Plan warum...

 

"Nein, ich war vorher weder aus, noch in einem Club oder einer Disco. Ich bin sehr ehrgeizig und meine Ziele behalte ich fest im Auge. Aber wenn ich mich amüsieren gegangen wäre... ich weiß nicht... ob das so gut gewesen wäre.

 

Keine Sorge, ich verstehe dich nicht falsch. Du kannst mich ruhig fragen, ich finde das nicht schlimm, wirklich nicht.", ich musste lachen,als er meinte, ob ich ins Kloster wollte.

 

"Nein, ich wollte sicher nicht ins Kloster. Aber ich hatte dennoch meine Prinzipien... wollte eigentlich allein bleiben... deshalb habe ich niemals Clubs besucht.", sprach ich weiter und fragte ihn dann:

 

"Und was machst du so? Ich mein hast du irgendwelche Hobbies, oder so?", wollte ich nun von ihm wissen.

 

Noch immer hatte ich das Gefühl, wir wären hier ganz allein... nur er und ich und irgendwie kam ich, verdammt noch mal, nicht von ihm los... musste ihn anschauen... ihn anlächeln...

 

Es war, wie ein Zwang, als könnte ich nicht anders... als hätte er mich gefangen genommen...

 

*-*-*

 

''Willst du denn immer noch alleine bleiben?'', wollte ich von ihm wissen.

 

Auch ich konnte den Blick nicht von ihm anwenden, hatte alles um mich herum vergessen.

Dass Savi sich mittlerweile irgendwo amüsierte, bekam ich auch nicht mit.

 

''Naja, ich habe sehr viele Freunde und auch viele Möchtegernfreunde, die mich auf Trab halten. Ich hatte vor ein paar Jahren einen Berufsunfall, seitdem kann ich nicht mehr arbeiten und Sport darf ich auch keinen machen.

 

Es geht mir aber soweit gut, solange ich mich nicht zu sehr überanstrenge oder aufrege. Daher bin ich auch so gelassen und ruhig. Versuche es zumindest zu sein.

 

Ansonsten bin ich im Internet und auch in den Clubs immer noch auf der Suche nach dem Mann fürs Leben.'', erzählte ich ihm.

 

Ja, eigentlich war mein Leben langweilig und eintönig.

 

*-*-*

 

Hmm... ja... auf der Suche nach dem Mann fürs Leben... der könnte ich ja sein.... na ja, oder eben auch nicht...

 

...ich wusste grad nicht mal wie ich auf solche Gedanken kam...

 

Aber ich würde einen Teufel tun, um es ihm so sagen... der würde mich auslachen.

 

"Klingt doch gut, ich mein, mein Leben ist nicht so vielfältig gestaltet... ich lerne immer nur. Na ja, vielleicht können wir ja mal zusammen was unternehmen.", bot ich ihm an und lächelte ihn einfach nur lieb an.

 

Ich trank einen Schluck Cola und erzählte nebenbei:

 

"Ich trainiere aber auch sehr regelmäßig und lese gern diverse Romane... und ansonsten ist eben nur lernen angesagt."

 

Schließlich schwieg ich und sah Frank einfach nur an... hypnotisierte ihn beinahe mit meinen Blicken.... so als... ja, gab es dafür denn überhaupt Worte? Wenn ja... dann fielen sie mir gerade jetzt nicht ein.

 

Herrje, was zog mich nur an ihm so an... was hatte er an sich, dass ich schon jetzt beinahe bereit war all meine Prinzipien übern Haufen zu werden...?

 

*-*-*

 

Irrte ich mich oder flirtete Raziel hier mit mir? Wie von selbst rückte ich näher an ihn ran und legte meinen Arm über die Lehne der Bank, direkt hinter seine Schultern längs.

 

Meine Augen konnten nicht von ihm lassen und so schaute ich ihn an, als würde ich gleich hier und jetzt über ihn herfallen.

 

''Wir können sehr gerne etwas unternehmen'', brachte ich nur hinaus.

 

Wie in Trance kam mein Gesicht dem von Raziel ein wenig näher. Er zog mich eben magisch an, der Kleine.

 

Was geschah hier mit mir? Er sollte doch so schwer zu knacken sein. War es das jetzt schon? Würde ich es so leicht haben oder verwechselte ich seine Gutmütigkeit etwa?

 

Gerade als ich ziemlich dicht an Raziel gerückt war, vibrierte auf einmal der Tisch, weil jemand dagegen gekommen war.

 

''Ups... sorry'', kam es von Savi, der etwas angetrunken platz genommen hatte und an den Tisch gestoßen war.

 

''Gehen wir jetzt langsam? Wir wollten doch nicht so lange bleiben!'', sagte er lallend.

 

Da hatte es einer aber ein bisschen übertrieben und meine Geldbörse sah ich jetzt schon bluten. Merkte er nicht, dass er störte? Wohl nicht mehr, denn er gehörte definitiv ins Bett und ich wollte wetten, dass er lief wie auf rohen Eiern.

 

*-*-*

 

Gerade eben hatte ich noch gesehen, wie sich Franks Gesicht dem meinen näherte, mein Herz sich fast überschlug und merkte wie mein Kopf Alarm schlug, ich jedoch nicht drauf reagierte, als Savi meinte stören zu müssen.

 

Na toll! Danke Savi! (ironisch)

 

Jetzt war ich erst mal richtig sauer auf Savi... warum auch immer... aber mich ärgerte sein Verhalten nur noch.

 

"Tja, also dann... ich werde jetzt nach vorn gehen und die Rechnung für uns alle zahlen... dann werd ich nach Hause fahren. ", sprach ich, nun mit einer Kälte in der Stimme, die selbst die Hölle hätte zufrieren lassen.

 

Dann ging ich nach vorn zu Emil, an den Tresen und zahlte die ganze Rechnung für uns drei.

 

Anschließend ging ich zurück zum Tisch und sah auf Frank und Savi herab.

 

"Kann ich noch irgendwas tun? Soll ich dir helfen Savi zu dir zu bringen? Oder schaffst du das allein?", wand ich mich an Frank, während mein nunmehr kalter Blick an Savi hing und auch Frank diesen ein wenig zu spüren bekam.

 

Allerdings dachte ich im gleichen Augenblick daran, dass ich ja noch mein Motorrad draußen zu stehen hatte und sprach diesen Gedanken aus:

 

"Hmm... ich habe ja noch mein Motorrad draußen zu stehen und das lasse ich hier sicher nicht stehen."

 

Ich machte eine kurze Pause... hörte währenddessen Savi lallen... und konnte über ihn nur den Kopf schütteln.

 

"Also, dann, man sieht sich vielleicht mal wieder... euch noch viel Spaß... wobei auch immer..."

 

.oder eben auch nicht..., dachte ich im selben Moment und verabschiedete mich dann von den Beiden, um dann den Club, auf dem schnellsten Wege zu verlassen.

 

Draußen angekommen, atmete ich tief durch, ging zu meinem Baby, nahm meinen Helm, setzte diesen auf, schwang mich dann auf mein Motorrad, startete den Motor... ließ auch den Motor noch mal aufheulen, dann fuhr ich eilig davon.

 

Eine dreiviertel Stunde später hatte ich mein Zuhause erreicht, stellte mein Baby in die Garage und betrat dann das Haus.

 

Dann eilte ich in mein Zimmer, schloss hinter mir die Tür und musste mich erst mal auf mein Bett setzen. Meinen Oberkörper ließ ich nach vorn sinken, stützte meine Arme auf meine Beine und plötzlich fielen leise ein paar Tränen aus meinen Augen, zu Boden.

 

Verdammt, es wurde immer schlimmer und ich weinte plötzlich bittere Tränen... bis ich mich irgendwann wieder unter Kontrolle hatte und die Tränen, wie lästige Fliegen, weg wischte.

 

Noch einmal würde ich mich auf nichts mehr einlassen.

 

Nein!

 

Jetzt würde ich wieder wie ein Wahnsinniger lernen und nirgends mehr hingehen.

 

Tja, und Savi.... hatte bei mir endgültig verspielt.... das würde ich ihm niemals verzeihen.

 

Damit war unsere Freundschaft für mich beendet.

 

Mein Kopf hatte derzeit nur noch einen einzigen Gedanken...

 

...Rache....

 

Ich spürte auch schon, wie sich um meine Gefühle, langsam eine dicke Eisschicht legte.

 

Dabei hätte es Frank beinahe geschafft.... tja, aber das war ja wohl gründlich in die Hose gegangen...

 

*-*-*

 

Raziels Reaktion verstand ich mehr als gut und ich war mindestens genauso sauer, zeigte es eben nur nicht.

 

''Ist ok, ich schaff das schon'', hatte ich geantwortet, ''Komm gut nach Hause!''

 

Am Liebsten hätte ich ihn mitgenommen, nicht gehen lassen, aber er war so schnell verschwunden und dann war da ja noch Savi, um den ich mich jetzt kümmern musste.

 

''Na, dann lass uns mal gehen'', sagte ich zu ihm, während ich meinen Arm um ihn legte.

 

Dann fiel mir ein, dass ich gar keine Chance hatte, mich fürs bezahlen der Rechnung zu bedanken, das aber definitiv nachholen würde. Immerhin wollte ich die Beiden doch einladen.

 

Schweren Fußes brachte ich Savi zu mir nach Hause. Während wir den Fahrstuhl hochfuhren, schlief er schon beinahe im stehen. Schwierig war es die Tür aufzuschließen, doch nach ein paar Versuchen bekam ich es hin.

 

Drinnen angekommen, legte ich Savi ins Bett und entkleidete ihn, bis auf die Unterhose. Anschließend ging ich in die Küche und trank erst mal ein Wasser.

 

Schade, dass der Abend so endete. Danke, dass du die Rechnung übernommen hast. Hättest du Lust morgen mit mir zu frühstücken?

 

Schrieb ich Raziel in einer SMS, da ich so nicht hätte schlafen können. Was wäre passiert, wenn Savi jetzt nicht dazwischen gefunkt hätte?

 

*-*-*

 

Ich hatte mich eben einigermaßen beruhigt und wieder unter Kontrolle, als mein Handy in meiner Hosentasche vibrierte und ich es hervor zog.

 

Eine SMS.... von ...Frank!

 

Herrje.... er schien echt nicht aufgeben zu wollen. Aber wollte ich überhaupt, dass er aufgab?

 

Was sollte ich ihm denn jetzt antworten? Ausgerechnet jetzt wo mein Kopf so vollkommen leer zu sein schien und ich kaum denken konnte.

 

Dennoch schrieb ich ihm zurück:

 

Ist schon okay... ich finde es auch... schade. Die Rechnung... nichts zu danken... ich kann es mir leisten. Ja, gut, ich komme morgen zum Frühstück vorbei.

 

Dann schickte ich die SMS ab, wusste allerdings nicht, ob ich wirklich zu ihm gehen würde. Sicher, er konnte nichts für Savis dämliches Verhalten, aber vielleicht hatte mich Savi so eigentlich unbewusst "gerettet".

 

Denn ich war wirklich kurz davor "geknackt" zu werden. Hmm... sollte ich ihm dann nicht eigentlich dankbar sein?

 

Nein, nein, nein... was dachte ich da für einen Unsinn... VERDAMMT! Irgendwie kam ich mit mir so gar nicht mehr klar.

 

Noch immer das Handy in meiner Hand, wählte ich eine bestimmte Nummer, hielt das Handy an mein Ohr und wartete:

 

"Ja, bitte?"

 

"Hallo Bobby, ich bins Raziel."

 

"Ah Razi, was ist los, wie geht’s dir?"

 

"Bitte, kann ich zu dir kommen?"

 

"Ja, klar, kein Thema... aber was ist denn los, du klingst bedrückt."

 

"Das erzähle ich dir, wenn ich da bin, okay."

 

"Okay, dann bis gleich."

 

"Ja, bis gleich.", erwiderte ich, dann legten wir auf.

 

Ich ging noch einmal duschen und zog mich erneut um.

 

Natürlich passten die abermals schwarzen Sachen, in Form eines schwarzen Ärmellosen Shirts und einer schwarzen Designerjeans, wieder sehr gut zu meiner Stimmung... die sich so schnell wohl auch nicht legen würde.

 

Wieder zog ich mir schwarze Schuhe an und wählte dann eine schwarze Lederjacke, die ebenfalls mit Nieten besetzt war, aus.

 

Ich kämmte dann meine schwarzen Haare, ließ diese aber nun offen, so dass sie meine Schultern sanft umhüllten.

 

Dann noch den Schmuck und etwas Parfüm und schon war ich fertig.

 

Ich verließ mein Zimmer, schloss hinter mir wieder leise die Tür und verließ dann auch das Haus.

 

Aus der Garage holte ich nun mein Auto, setzte mich hinein und fuhr auf direktem Wege zu Bobby. Unterwegs hielt ich dann aber doch noch mal an und kaufte für uns zwei Pizzen, die ich mit zu ihm nahm.

 

Wenig später hatte ich seine Wohnung erreicht, parkte und stieg aus... vergaß auch die Pizza nicht.

 

Ich klingelte an seiner Wohnungstür und er öffnete kurz darauf die Tür.

 

"Razi... hey, komm rein.", freute sich Bobby mich zu sehen.

 

"Hallo Bobby.", erwiderte ich, betrat die Wohnung und wir umarmten uns freundschaftlich und nur ganz kurz.

 

Er schloss die Tür hinter mir, dann gingen wir ins Wohnzimmer und ich stellte die Pizzen auf den Tisch. Bobby holte dann zwei Teller und stellte diese auf den Tisch.

 

Wir nahmen uns jeder ein Stück Pizza und während Bobby es gleich aß, schaute ich nur gedankenversunken auf meinen Teller.

 

"Hey Razi, was ist denn los, hm? Komm, erzähl mal."

 

Ich brauchte eine Weile, um mich zu sammeln, dann erzählte ich Bobby alles was sich zugetragen hatte und ließ auch nichts aus... sah auch währenddessen, wie er leicht zu grinsen begann.

 

Bobby war, im Gegensatz zu mir, ein sehr großer, sehr kräftiger Kerl, mit braunen Augen und kurzen schwarzen Haaren. Eigentlich war er ein Traumtyp... tja, nur eben nichts für mich.

 

Wieder kullerten ein paar Tränen an meinen Wangen herab und ich senkte meinen Blick, nachdem ich meine Erzählung beendet hatte.

 

"Och, Razi... ist es denn so schlimm, hm? Aber ich hab dir doch gesagt, halt dich von Savi fern... das ist ein Vollidiot. Den kannst echt vergessen."

 

Bobby erhob sich, setzte sich zu mir und nahm mich tröstend in die Arme.

 

Ich lehnte mich an ihn und krallte mich an ihm fest.

 

"Sch... ist ja gut. Ich bin da. Beruhige dich. Du hast dich in den Typen ganz schön verknallt, hm."

 

Ich schüttelte nur den Kopf.

 

"Hör auf zu lügen, Razi. So wie du reagierst... und deine Tränen... sagen alles. Den Mann würde ich auch gern mal kennen lernen, der es geschafft hat ausgerechnet DICH um den Finger zu wickeln. Das muss ja ein toller Typ sein. Pass auf, sonst werde ich noch eifersüchtig.", flüsterte er mir sanft zu und versuchte mich wahrscheinlich somit etwas aufzumuntern.

 

Noch ein wenig streichelte Bobby meinen Rücken und ich ließ mich von ihm trösten.

 

Ich war echt froh, ihn meinen Freund nennen zu dürfen. Er hatte es akzeptiert, dass ich nichts von ihm wollte und er mich eben nicht haben konnte. So waren wir eben einfach nur Freunde und konnten wirklich über alles reden.

 

Nachdem ich mich endlich wieder beruhigt hatte, lösten wir uns voneinander und er sah mir in die Augen.

 

"Na, geht’s wieder, hm?"

 

Ich nickte und lächelte ihn dankbar an.

 

"Razi, hör auf mich anzulächeln... da werd ich ja schwach.", scherzte Bobby und ich musste lachen.

 

"Ja, so gefällst du mir schon viel besser."

 

Bobby setzte sich wieder auf seinen Platz und aß weiter, während ich nun auch zu essen begann.

 

"Hör mal, Razi, du wirst morgen zum Frühstück zu dem Typen fahren und dann redest du mit ihm, okay. Vielleicht nimmst du ein paar frische Brötchen, vom Bäcker, mit... und du wirst sehen... alles wird gut."

 

Ich nickte nur, während sich meine Wangen wieder in ein leichtes Rot färbten.

 

"Herrje, Razi... wenn du so rot wirst, bist du richtig süß, weißt du das.", begann Bobby mich zu necken.

 

"Bobby!", beschwerte ich mich grinsend, nahm das Kissen, das neben mir lag, und warf es ihm kopfschüttelnd ins Gesicht.

 

Er nahm das Kissen an sich und warf mir ebenfalls ins Gesicht, was uns dann beide laut loslachen ließ.

 

Bobby hatte es geschafft und mich wieder zum Lachen gebracht.

 

Er war wirklich ein toller Kerl. Ich schätzte und mochte ihn als Freund sehr.

 

*-*-*

 

Ich freute mich riesig über Raziels SMS und so konnte ich nun auch mit einem Lächeln im Gesicht schlafen gehen.

 

Zwar schnarchte Savi, aber indem ich ihn ein wenig anstupste, ging es dann auch und ich konnte auch ein wenig schlafen.

 

Wie jeden Morgen erwachte ich früh und Savi schlief noch neben mir. Irgendwie musste ich ihn loswerden, bis Raziel hier aufschlug.

 

Aber dafür hatte ich schon einen Plan. Langsam fing ich an Savi zu streicheln und ihn somit zu wecken. Jedoch machte ich ihm eindeutig klar, dass ich ihm keinen blasen wollte.

 

''Ich geh mal kurz ins Bad'', grinste ich, ''Bin gleich wieder da.''

 

Sicher hätte ich ihm auch einen blasen können und er wäre dann, wenn ich anschließend ins Bad gegangen wäre, sowieso aus Scham gegangen. Aber irgendwie käme es mir vor, als würde ich Raziel betrügen.

 

Jetzt schon zitterten meine Hände, wo ich im Bad vor dem Spiegel stand.

 

Komm mal runter, Frank! Du bist Single und weißt auch gar nicht, ob Raziel überhaupt etwas von dir will.

 

Vielleicht sollte ich das Frühstück lieber absagen. Ich mache mich doch hier lächerlich.

 

Dann hörte ich auch schon die Wohnungstür. Savi war gegangen.

 

In aller Seelenruhe machte ich mich nun fertig. Duschte ausgiebig und zog mir etwas schickes an.

 

Anschließend ging ich einkaufen und kaufte alles für ein richtiges Schlemmerfrühstück ein.

Doch vergaß ich vor lauter Aufregung die Brötchen, was ich noch nicht einmal bemerkte.

 

Zuhause angekommen, gab ich mir sehr viel Mühe den Tisch zu decken. Alles was es so leckeres gab, hatte seinen Platz gefunden.

 

Melone, Erdbeeren, kleine Tomaten, Gurke, Paprika, Lachs, allerlei Auswahl an Käse und Wurst. Natürlich auch Marmelade, Honig und Nuss -nougatcreme.

 

Kaffee setzte ich auf und frisch gepressten Orangensaft gab es auch. Dann zündete ich noch eine Kerze an. Fertig.

 

Oder fehlte noch etwas? Oh, nein... ich hatte doch tatsächlich die Brötchen vergessen, aber dafür war es jetzt zu spät, denn es klingelte bereits.

 

Wie immer ging ich zur Tür und drückte den Summer, stellte dann aber die Klingel aus. Schnell machte ich noch das Radio an, damit leise Musik nebenher lief.

 

*-*-*

 

Nachdem wir ein wenig herumgealbert hatten, redeten wir... lange und wirklich die ganze Nacht hindurch. Wobei wir einen Kaffee nach dem anderen tranken und nebenher einen Film anschauten.

 

Es tat mir sehr gut, mit Bobby zu reden. Er verstand mich einfach zu gut und er war ein sehr guter Zuhörer. Egal was für ein Problem mich gerade beschäftigte... er wusste Rat.

 

Und was mir ganz wichtig war... er gab mir Kraft und baute mich auf.

 

Tja, wie gesagt, er wäre für viele der Traumtyp schlechthin... aber eben nicht mein Typ.

 

Erst als es schon hell war und die Uhr kurz vor Neun zeigte, verabschiedeten wir uns voneinander und er fragte mich:

 

"Und... schaffst du es allein oder soll ich mitkommen?"

 

"Nein, lass mal, ich schaffe das schon. Aber ich danke dir, dass du für mich da warst und mir zugehört hast."

 

"Hey, mein Kleiner, ich hab dich echt gern und ich habs wirklich gern getan. Du kannst jederzeit zu mir kommen... das weißt du. Wir beide bleiben für immer Freunde, Razi.", erwiderte Bobby und nahm mich noch einmal lieb in die Arme.

 

Auch ich traute mich nun und umarmte ihn ebenfalls.

 

"Also dann... ab mit dir und halt die Ohren steif. Du schaffst das."

 

Ich nickte dankbar, dann verließ ich die Wohnung.

 

Draußen stieg ich in meinen Wagen, startete den Motor und fuhr zum Bäcker, kaufte Brötchen und Kuchen ein, dann fuhr ich zu Frank.

 

Dort angekommen, parkte ich ein und plötzlich begann mein Herz zu rasen. So blieb ich noch ein wenig in meinem Auto sitzen.

 

Ich schaute in den Spiegel und fand, dass ich toll aussah... trotzdem ich nicht geschlafen hatte, aber mir ging es soweit gut... ein bisschen müde vielleicht, aber das war jetzt nebensächlich.

 

Ich versuchte mich zu beruhigen, dachte an Bobbys Worte und stieg schließlich aus.

 

Langsam schloss ich das Auto ab, ging noch langsamer zur Haustür und betätigte die Klingel.

 

Der Summer ertönte und ich ging hinein. Dann ging ich in den Fahrstuhl und meine Nerven begannen zu flattern, mein Herz wollte sich auch nicht beruhigen und mein Hirn versagte mir mal wieder den Dienst.

 

Toll! Wirklich toll....

 

Schließlich stand ich vor der Tür, die Frank aufgemacht hatte... dann sah ich ihn... und mein Gesicht begann sofort wieder zu erröten.

 

Na, das musste ja jetzt sein... au man... würde sich das je ändern...?

 

"Guten Morgen, Frank.", begrüßte ich ihn höflich und mit sanfter Stimme: "Ich... ähm... ich hab... was von Bäcker... mitgebracht....", stammelte ich aufgeregt... und betrat zaghaft die Wohnung.

 

Ich schaute verlegen und wieder mal sehr schüchtern überall hin... nur Frank konnte ich nicht ansehen.

 

*-*-*

 

''Guten Morgen, mein Kleiner'', begrüßte ich strahlend Raziel, nahm ihm erst mal die Brötchen und den Kuchen ab, ''Du kannst wohl Gedanken lesen. Ich habe alles besorgt und glatt die Brötchen vergessen.''

 

Dann nahm ich ihn fest in die Arme, nachdem ich die Sachen weggelegt hatte. Am Liebsten hätte ich ihn nicht mehr losgelassen.

 

Aber irgendwann musste ich dann doch loslassen und schaute in seine wunderschönen Augen.

 

''Savi ist schon weg. Wir sind also ganz für uns. Die Klingel habe ich auch abgestellt'', sagte ich in ruhigem Ton und hoffte sehr, dass ich mich nicht lächerlich machte.

 

Wie angewurzelt stand ich vor ihm und starrte ihn an. Er sah so toll aus!

 

''Ähm, setzt dich doch'', kam es nach einer Weile von mir und ich tat die Brötchen noch in einen Korb auf den Tisch.

 

Ich hoffte sehr, dass er bemerkte, wie viel Mühe ich mir gegeben hatte.

 

*-*-*

 

Die liebevolle Begrüßung und die feste Umarmung von Frank ließen mein Gesicht gleich noch ein wenig rötlicher werden... klar was hatte ich von mir auch anderes erwartet...

 

Die Brötchen und den Kuchen hatte er mir schon abgenommen und loste mich in die Küche, wo er die Backwaren in einen Korb tat und mich bat, dass ich mich setzen sollte.

 

Jedoch konnte ich mich vor staunen nicht setzen, denn der Tisch sah wirklich toll gedeckt aus und so musste ich nun erst mal meinem Erstaunen Ausdruck verleihen.

 

"Wow...", brachte ich heraus: "...das.... sieht echt klasse und total lecker aus... du hast dir richtig viel Mühe gegeben.", lobte ich Frank anerkennend, denn er hatte sich wirklich viel Mühe gegeben.

 

Es dauerte noch ein Weilchen, ehe ich mich setzte und mich nicht traute, etwas anzurühren... dafür sah es doch viel zu schön aus.

 

Mit einem Lächeln betrachtete ich den toll gedeckten Tisch noch ein wenig, dann sah ich Frank in die Augen, schenkte ihm ein sehr liebevolles, zuckersüßes Lächeln und begann heftig und hemmungslos mit ihm zu flirten.

 

Ich fixierte ihn förmlich mit meinen Augen.... hielt ihn gefangen... mein Blick glich nun wahrscheinlich schon eher einem Schlafzimmerblick.

 

Sagen konnte ich erst mal nichts mehr, es hätte wohl diesen schönen Moment zerstört...

 

*-*-*

 

Ich freute mich sehr, dass Raziel der Tisch gefiel. Mein Herz raste wie blöd und tatsächlich schien er mit mir zu flirten.

 

Was sollte ich nur tun? Schließlich konnte ich ihn unmöglich direkt ins Schlafzimmer zerren. Also reichte ich ihm den Brötchenkorb rüber.

 

Mit leeren Magen denkt es sich nun mal schlecht.

 

''Möchtest du noch etwas warmes? Oder reicht dir der Orangensaft?'', versuchte ich die Situation ein wenig zu entschärfen.

 

Dabei konnte ich jedoch nicht von Raziels schönen Augen lassen und hing förmlich an ihn. Starrte ihn regelrecht an und hätte ihm am liebsten direkt die Kleider vom Leibe gerissen.

 

*-*-*

 

Hmm... hatte ich mich doch geirrt?

 

Hatte ich mich gerade zum "Affen" gemacht... na ja, egal... ich antwortete ihm:

 

"Danke, der Orangensaft reicht." und nahm mir dann ein Brötchen aus dem Korb.

 

"Danke.", sagte ich noch und begann das Brötchen aufzuschneiden und Nuss-Nougat Creme drauf zu tun.

 

Jetzt konnte ich ihn nicht mehr ansehen. Irgendwie begann ich mich zu schämen und versuchte alles um mich wieder zusammen zu nehmen.... konzentrierte mich jetzt auf das Frühstück.

 

Den ersten Bissen runter geschluckt, fragte ich Frank:

 

"Und hat sich Savi noch sehr daneben benommen?"

 

Na ja, irgendwie musste ich mich schließlich ablenken und die Situation versuchen aufzulösen.

 

Mir war die ganze jetzt übelst peinlich... nun, ich würde wahrscheinlich nach dem Frühstück... erst mal nach Hause fahren und schlafen...

 

Der schöne Moment war jetzt eh zerstört... meiner Meinung nach...

 

Ruhig und sehr schweigsam aß ich das Frühstück und trank etwas von dem Saft.

 

*-*-*

 

''Nein, er hat direkt geschlafen... Doch würde ich jetzt viel lieber über dich reden, Raziel'', begann ich.

 

''Auch wenn es dir unangenehm ist, dass ich dich knacken möchte, war nicht als Scherz gedacht. Vielleicht bilde ich es mir ein, wenn dann sage es mir bitte und ich werde dir nur ein Freund sein.

 

Möchtest du, dass ich mehr als nur ein Freund für dich bin?'' fragte ich jetzt direkt nach.

 

Irgendwie bekam ich sonst keinen Bissen runter und fand das hier komisch. Schließlich wollte ich Raziel nicht nur flachlegen, sondern mehr von ihm.

 

Wenn er es wirklich gar nicht wollte, dann würde er es sicherlich sagen. Sollte ich Zweifel an seiner Antwort haben, würde ich trotzdem am Ball bleiben, auch wenn ich es dann langsamer angehen lassen würde.

 

Mein Herz schlug vor Aufregung bis zum Hals und Savis Worte gingen mir nicht aus dem Kopf. Ich sollte auf jeden Fall an ihm dran bleiben!

 

*-*-*

 

Mit einen mal blieb mir jeder Bissen im Halse stecken, als ich Franks Worte hörte und sich mein Gesicht mal wieder, wie nicht anders zu erwarten, in ein leuchtendes Rot färbte.

 

Ich schluckte den Bissen dennoch runter, hob langsam meinen Blick und sah Frank an.

 

"Ich.... ähm... ich...", begann ich zu stammeln: "...möchte... also... dich nicht... nur... als... also als... Freund haben.... Ich... möchte... mehr...", gestand ich nun... stotternd... obgleich ich niemals stotterte... hoffend er würde es trotzdem verstehen...

 

Mein Herz überschlug sich, setzte aus... schlug dann heftig weiter.

 

Dann senkte ich meinen Blick wieder, schaute auf den Tisch... au man, warum konnte ich in seiner Gegenwart nicht vernünftig reden? Ich konnte es doch sonst auch... VERDAMMT.

 

Ich war so ein Vollidiot und machte mich hier echt zum Obst... vor ihm!

 

Was würde... sollte er jetzt von mir denken?!

 

Aber jetzt war es eh egal... es war raus und irgendwie war ich erleichtert, dass ich es ihm gestanden hatte... wenn auch stotternd...

 

*-*-*

 

Also hatte ich mich nicht geirrt und stand direkt auf. Dann ging ich auf Raziel zu, beugte mich hinunter zu ihm und nahm ihn in die Arme.

 

Genüsslich sog ich seinen Geruch ein, denn er roch verdammt gut.

 

Einen Moment hielt ich ihn, bevor ich mich von ihm wieder löste. Ein breites Lächeln lag auf meinem Gesicht, dass ich wohl so schnell nicht ablegen würde.

 

So froh war ich darüber. Endlich würde ich nicht mehr alleine sein.

 

Liebevoll strich ich durch Raziels Haar und schaute in seine tollen Augen.

 

*-*-*

 

Gut, er hatte mich tatsächlich verstanden... trotz meines Stotterns.... Bobby hatte also recht gehabt.

 

Als er mich nun so liebevoll umarmte, lehnte ich mich an ihn, legte auch meine Arme um ihn.

 

Ich war jetzt einfach nur froh, dass es geklärt war und ich es tatsächlich geschafft hatte.

 

Danke Bobby., dachte ich dankbar.

 

Nachdem er sich nun wieder von mir gelöst hatte, nahmen seinen hübschen braunen Augen meine türkis-blauen Augen gefangen... hielten meinen Blick fest und ich konnte nicht anders, als seinen Blick zu erwidern.

 

Genießend schloss ich dann aber meine Augen, als er mir über die Haare streichelte...

 

Er war es... er hatte mich gefangen genommen... und... mich im Sturm erobert.

 

Etwas das niemandem sonst gelungen war...

 

*-*-*

 

''Also sind wir jetzt ein Paar... so richtig unromantisch?'', hakte ich nochmal nach und musste dann aber lachen.

 

Ich hatte schon wirklich vieles erlebt. Aber so ernst und direkt hatte ich noch keine Beziehung begonnen.

 

Vielleicht war es aber für Raziel so erst mal angenehmer, da er noch keine Erfahrungen hatte.

 

Bevor ich wieder hoch ging, küsste ich ihn auf die Stirn. Vielleicht etwas enttäuschend, aber ich fand, dass der erste Kuss etwas besonderes war und nicht einfach so sein sollte.

 

Dann setzte ich mich wieder hin und nahm mir nun auch ein Brötchen und begann zu Essen. Ja, so richtig unromantisch eben!

 

*-*-*

 

Irgendwie fühlte ich mich gerade nicht wirklich ernst von ihm genommen. Er küsste mich auf die Stirn... hmm... das taten meine Eltern auch immer... seltsam....

 

Okay, es war wirklich nicht romantisch... aber... irgendwie kam ich mir grad total bescheuert vor und schwieg erst mal.

 

Warum auch immer, aber ich musste gerade an Bobbys Worte denken... dass alles gut werden würde... aber war es das jetzt wirklich?

 

Hatte ich ihn vielleicht einfach nicht richtig verstanden...?

 

Auf seine Frage hin nickte ich zwar, dennoch füllten sich meine Augen plötzlich... warum auch immer... mit Tränen, die dann unkontrolliert über meine Wangen kullerten.

 

Ich senkte meinen Blick nun, während die Tränen leise auf den Tisch tropften.

 

Langsam stand ich auf und entschuldigte mich bei Frank:

 

"Bitte, entschuldige mich einen Moment.", sprach ich höflich... mit Tränen erstickter Stimme.

 

Dann verließ ich die Küche, ging ins Bad und schloss hinter mir die Tür.

 

Im Bad lehnte ich mich an die Wand, holte mein Taschentuch hervor.... versuchte meine Tränen zu trocknen und mich zu beruhigen.

 

*-*-*

 

''Raziel?'', fragte ich besorgt. Hatte ich doch etwas falsch verstanden oder gar falsch gemacht.

 

Ich sprang direkt auf und ging zum Bad, klopfte zaghaft an die Tür, bevor ich diese öffnete.

 

''Hey mein Kleiner... alles klar?'', wollte ich wissen und ging direkt zu Raziel hin, nahm ihn liebevoll in die Arme. Dabei streichelte ich sanft über seinen Rücken und seine Oberarme.

 

''Habe ich etwas falsch gemacht? Willst du das hier doch nicht? Dann sage es mir bitte'', bat ich ihn und nahm ihm das Taschentuch ab, um seine Tränen zu trocknen.

 

Es brach mir regelrecht das Herz ihn so zu sehen. Zärtlich strich ich mit meinen Händen, links und rechts über seine Wangen. Drückte meine Stirn an die seine und stupste mit der Nase, die seine an.

 

Dann küsste ich ihn ganz vorsichtig direkt neben seinen Lippen. Schließlich wollte ich doch noch immer, dass der erste Kuss etwas besonderes ist.

 

Dabei schaute ich direkt in seine schönen, tränenunterlaufenden Augen und machte mir Vorwürfe.

 

Hatte ich es übereilt? Wollte er gar nicht mit mir zusammen sein?

 

*-*-*

 

Ich versuchte mich weiter zu beruhigen, als es an der Tür klopfte und dann plötzlich Frank vor mir stand.

 

Auf seine Frage ob alles okay sei, nickte ich, dann spürte ich auch schon, wie er mich in die Arme nahm, mich streichelte und ich lehnte mich an ihn... schmiegte und kuschelte mich direkt an ihn.... krallte mich an ihm fest.

 

Noch ein wenig schluchzend antwortete ich stammelnd:

 

"Du... hast nichts ….falsch gemacht. Ich will das hier.... mehr als alles andere... weil... ich... also weil ich... mich... in dich... verliebt ...hab. Aber... ich hatte eben das Gefühl... dass du... mich nicht ernst nimmst... mich auslachst.", wobei ich ihn fest hielt... ihn nicht mehr loslassen wollte... einfach Angst hatte, dass er verschwinden könnte...

 

Und wieder wunderte ich mich... begriff es nicht... dass er mich neben meine Lippen küsste.... verstand es irgendwie nicht.

 

Doch kuschelte ich mich wieder an ihn... ganz eng an seinen Körper... spürte seine Wärme... genoss seine Nähe und schloss nun die Augen.

 

*-*-*

 

''Ich lache dich nicht aus und bin sehr froh, dass du genauso fühlst wie ich. Denn ich habe mich auch in dich verliebt. Du bist der absolute Hammer, weißt du das eigentlich'', sagte ich zu ihm und hielt ihn liebevoll aber fest in den Armen und genoss es, wie er sich an mich kuschelte.

 

Auch ich schmiegte mich an ihn und streichelte ihn weiter.

 

''Wir haben alle Zeit der Welt und können es gerne langsam angehen lassen. Auch finde ich, dass der erste Kuss etwas besonderes ist und da du bisher noch keine Erfahrungen hast, denke ich, dass dafür die Stimmung passend sein sollte. Sofern das in deinem Sinne ist.

 

Wenn nicht, dann sage es. Denn ich kann dich durchaus auch hier und jetzt, auf der Stelle flach legen'', erklärte ich und versuchte ihn aufzumuntern.

 

Grinste ihn nun frech an und drückte mein Unterleib ein wenig an ihn.

 

Sicherlich wollte ich ihm keine Angst machen, nur zeigen, was ich damit meinte. Auch wenn es mir relativ egal war, welchen Part ich beim Sex einnahm und ob es überhaupt Analverkehr gab.

 

Hauptsache für mich war immer, dass Beide ihren Spaß hatten .

 

*-*-*

 

Ich genoss es sehr, mich an ihn zu kuscheln und auch seine Worte zu hören genoss ich sehr.

 

Es war so schön, wie auch er sich an mich kuschelte... ich streichelte ihn liebevoll.... zärtlich.

 

Ich hörte ihm zu und nickte verstehend. Ja, jetzt verstand ich, warum er mich noch nicht richtig geküsst hatte. Zwar fand ich es seltsam, weil ich es ja nicht kannte, aber ich verstand es zumindest.

 

Allerdings schluckte ich nun hart, als er seinen Unterleib an den meinen drückte, was sehr merkwürdige Gefühle in mir auslöste... ich mich aber zusammen nahm.

 

"Ich verstehe dich.", flüsterte ich mit sanfter Stimme.

 

Wobei es mir eigentlich egal war, ob wir warten würden, denn jetzt war es eh zu spät. Ich war ihm schon jetzt vollkommen verfallen. Mein Widerstand war sowieso gebrochen, von daher brauchten wir uns eigentlich nicht zurückhalten. Na ja, aber vielleicht war es ja wirklich besser so.

 

Langsam löste ich mich von ihm, sah ihm wieder in die Augen... versuchte seinen Blick gefangen zu nehmen.

 

*-*-*

 

''Jetzt schau mich bitte nicht dauernd so an. Denn dann ist es bald um meine Kontrolle geschehen und ich falle wirklich noch über dich her'', lächelte ich Raziel an.

 

Wieder streichelte ich über seine weiche Wange, die sich so toll anfühlte. Ob sich der Rest genauso anfühlte? Nein, daran wollte ich jetzt nicht denken.

 

Raziel hatte es wirklich unbewusst drauf oder war es ihm bewusst, was er mit mir tat? Welche Gefühle er in mir auslöste?

 

Wie sollte ich da meinen Körper im Griff behalten und meine Fantasien erst?

 

*-*-*

 

"Entschuldigung... ich...", mehr brachte ich nicht heraus, denn meine Augen taten nun wirklich nichts anderes mehr als seine wirklich wunderschönen Augen gefangen zu halten, während mein Gesicht beinahe zu glühen begann und seine rote Farbe wohl nie mehr verlieren würde.

 

Natürlich spürte ich was in ihm vorging, aber ich konnte es jetzt nicht ändern... mein Blick blieb unverändert an ihm hängen, wurde zuckersüß.... wurde nun auch wieder zum Schlafzimmerblick.... schmachtete ihn förmlich an.

 

Ich wusste nicht ob ich es drauf anlegte, oder Gott-weiß-was... aber die Gefühle, die er ihn mir auslöste sprachen ihre eigene Sprache und mein Körper... nun, auch er tat was er wollte... hörte nicht mehr auf mich oder meinen Kopf.

 

Seine Hand, die meine Wange streichelte, ließ mich ja schon fast schwach werden, fühlte sich toll an... aber ich schloss meine Augen jetzt nicht, blickte ihn einfach weiter an, als wollte ich ihn hypnotisieren.

 

*-*-*

 

Hach, herrje, was tat er denn da mit mir? Ein kräftiges Schlucken meinerseits machte es auch nicht besser und so nahm ich Raziel an die Hand und zog ihn mit mir ins Schlafzimmer.

 

Dort angekommen setzte ich mich aufs Bett und zog meinen Schatz liebevoll zu mir. So dass wir nun Beide auf dem Bett lagen, nebeneinander, angezogen!

 

''Du hast es ja darauf angelegt'', lachte ich ihn scherzend an.

 

Dabei wollte ich es nur gemütlich haben und vielleicht ein wenig mit ihm kuscheln.

 

Liebevoll nahm ich Raziel nun in die Arme und begann wieder seinen Rücken zu streicheln. Sanft und zärtlich, während ich ihn an mich heranzog.

 

Es fühlte sich toll an, und dass ich die letzte Nacht schlecht geschlafen hatte, machte sich nun bemerkbar. Außerdem war es lange her, dass ich mit jemandem so richtig gekuschelt hatte.

 

*-*-*

 

So ganz plötzlich hatte mich Frank ins Schlafzimmer gezogen und ich konnte ihn nicht mehr mit meinen Blicken einfangen.

 

Wie, ich hatte es drauf angelegt? Waren es wirklich meinen Blicke, die ihn so sehr reizten?

 

So musste es wohl sein.... denn er hatte es mir ja zudem gesagt.

 

Sehr schnell lagen wir auf dem Bett und er streichelte mich sanft und sehr zärtlich.

 

Auch ich begann ihn zu streicheln, liebevoll... und ebenfalls sehr zärtlich.

 

Nun, aber machte es sich bemerkbar, dass ich die letzte nicht nicht geschlafen hatte, so dass ich nicht anders konnte und die Augen schloss.

 

Noch einmal öffnete ich meine Augen, kuschelte mich an Frank an, dann schlossen sich meine Augen und ich schlief augenblicklich ein.... obwohl ich es nicht wollte.

 

Aber Franks Nähe... seine Wärme... das sanfte... zärtliche Streicheln und dann das weiche Bett... beruhigten mich... ich fühlte mich geborgen und sicher... und... geliebt.

 

Nur wenig später war ich tief und fest, an ihn geschmiegt, eingeschlafen.

 

*-*-*

 

Ich grinste breit, als ich Raziels ruhigen Atem vernahm. Da war der Kleine tatsächlich eingeschlafen.

 

Auch ich schloss nun meine Augen und es dauerte nicht lange, dann schlief auch ich tief und fest.

 

Erst einige Stunden später erwachte ich wieder, als es bereits weit nach Mittag war.

 

Langsam entzog ich mich Raziels Umarmung und schlich mich aus dem Zimmer. Natürlich lehnte ich noch die Wohnzimmertür an, bevor ich in die Küche ging.

 

Dort räumte ich leise alles in den Kühlschrank, schließlich konnte man es später auch noch Essen und da wir kaum etwas zu uns genommen hatten, würde Raziel später sicher hungrig sein.

 

Anschließend setzte ich Kaffee auf und schaltete das Radio ein, welches auch nur leise nebenher lief.

 

Die Klingel wollte ich noch nicht anstellen, denn Raziel sollte sich ruhig ausschlafen. Ich konnte einfach nicht länger liegen bleiben, auch wenn es total schön mit ihm war.

 

Also setzte ich mich in meine Küche und trank einen Becher Kaffee, während ich ein wenig in der Zeitung blätterte.

 

*-*-*

 

Ich schlief noch sehr, sehr lange, denn ich war wirklich einfach nur vollkommen fertig gewesen. Als ich mich aber drehte, spürte ich niemanden mehr neben mir. Hektisch öffnete ich die Augen, sah um mich... ich war allein.

 

Meinen Blick ließ ich weiter durch das Zimmer schweifen, dann entdeckte ich die angelehnte Tür. Anscheinend war Frank schon aufgestanden, ich lächelte bei dem Gedanken an ihn.

 

Nur ein wenig blieb ich noch liegen, dann stand ich aber langsam auf und verließ das Zimmer.

 

Draußen hörte ich leise das Radio... anscheinend saß Frank in der Küche.

 

Ich betrat die Küche gähnend und setzte mich dann erst mal.

 

"Morgen....", gab ich von mir... mehr konnte er jetzt nicht von mir erwarten, na ja, auch wenn es ja offensichtlich schon etwas spät, für ein "Morgen" war.

 

Wieder gähnte ich herzhaft, hielt mir aber die Hand vor den Mund, wie ich es gelernt hatte und gewohnt war.

 

"Könnte ich... bitte auch einen ...Kaffee haben?", fragte ich Frank, noch immer sehr müde.

 

Allerdings unterließ ich es nun, meinen Blick auf ihn zu richten, wusste ich doch nun, was ich damit bei ihm auslöste. Auch wenn es mir Spaß machte ihn ein bisschen zu reizen.

 

*-*-*

 

Gerade war ich noch in meinem Buch vertieft, da kam Raziel in die Küche. Scheinbar hatte er endlich ausgeschlafen. Obwohl ich bei der vielen Gähnerei mir da nicht so sicher war.

 

''Mahlzeit'', neckte ich Raziel und grinste ihn an. Ich war so froh, dass er da war und ich nicht mehr alleine sein musste.

 

''Sicher bekommst du einen Kaffee, mein Schatz'', antwortete ich ihm. Stand auf und goss ihn einen Kaffee ein, stellte Milch und Zucker auf den Tisch, da ich nicht wusste, wie er ihn trank.

 

Mein Blick hing an ihm. Warum war er auch so verdammt süß?

 

*-*-*

 

"Ähm... ja... Mahlzeit.", antwortete ich, musste aber auch direkt grinsen, als mich Frank zu necken begann.

 

"Dankeschön.", bedankte ich mich für den Kaffee.

 

Dann nahm ich die Milch, tat ein wenig davon in den Kaffee. Dann schnappte ich mir den Zucker und tat löffelweise davon den Kaffee, so dass der Löffel sicher bald im Kaffee stehen würde.

 

Ich trank meinen Kaffee eben gern sehr süß.

 

Ich rührte dann in der Tasse herum und spürte, dass sein Blick nun an mir hing. Langsam hob ich auch meinen Blick und schenkte ihm einen äußerst verträumten Schlafzimmerblick und lächelte ihn dabei verführerisch an.

 

Jetzt da ich wusste, was ich für eine Wirkung auf Frank hatte, spielte ich meine Karten nun ganz gezielt aus.... wollte ihn reizen... wollte sehen wie lange er das durch hielt.

 

Ja, jetzt hatte mein Gesicht die Rotfärbung verloren und ich begann ihn nun hemmungslos zu reizen... ihn verführerisch zu provozieren.

 

*-*-*

 

Ich musste loslachen, als Raziel mich so anschaute, da ich ihn durchschaute.

 

''Jetzt machst du das ja schon mit Absicht!'', sagte ich zu ihm, ''Pass auf, sonst geht es gleich wieder ins Bett!''

 

Dann erwiderte ich seinen Blick und merkte wie mein ganzer Körper anfing zu kribbeln. Wenn er es wirklich darauf anlegte, warum eigentlich nicht?

 

Das war definitiv die letzte Warnung. Meinen Kaffee trank ich noch aus, bevor ich Raziel wieder anschaute. Seinen Kaffee gönnte ich ihn noch, dann würde er sicherlich noch süßer schmecken, als ohnehin schon.

 

*-*-*

 

Natürlich hörte ich, was Frank sagte und wusste auch, dass es wahrscheinlich seine letzte Warnung gewesen war. Dennoch machte ich weiter, mit dem was ich tat und das wirklich mit voller Absicht.

 

"Ja, jetzt mache ich das mit voller Absicht.", flüsterte ich ihm mit verführerischer, samtweicher Stimme zu.

 

Zwischendurch trank ich immer wieder einen Schluck Kaffee, der so richtig schön süß war... so wie ich es liebte und begann nun Frank frech anzugrinsen, während ich ihn weiter mit meinen Blicken reizte... provozierte.

 

Ja, ich war mir nun auch durchaus bewusst, was das werden konnte, dennoch legte ich es drauf an.

 

Außerdem erwiderte er meine Blicke ja, also... warum sollte ich mich jetzt noch zurück halten...

 

Meinen Kaffee hatte ich nur wenig später ausgetrunken und schenkte ihm nun ein strahlendes, verführerisches... süßes Lächeln, während meine Augen noch immer an seinen hingen.

 

*-*-*

 

Als Raziel seinen Kaffee auf hatte, stand ich auf und zog ihn zu mir hoch. Dann nahm ich ihn liebevoll in die Arme und streichelte seinen Rücken, während meine eine Hand frech wurde und unter sein Oberteil die nackte Haut suchte.

 

War er sich wirklich bewusst, was das hier werden würde?

 

Wieder küsste ich ihn sanft, erst auf die Wange, dann ganz dicht neben die Lippen.

 

Sollte ich mit ihm rüber gehen? Das würde ja was geben.

 

Mein Kopf hatte schon so viele Ideen, was ich mit dem Kleinen anstellen könnte.

 

*-*-*

 

Da mich Bobby, diese Sache betreffend, "aufgeklärt" hatte, wusste, was los war und wusste somit ganz genau, was das werden konnte. Sicher, mir war schon ein bisschen mulmig zumute, was ja normal war... zumindest laut Bobby.... immerhin hatte ich ja keine Erfahrungen, aber ich liebte Frank und zeigte keine Spur von Angst.

 

Als mich Frank nun zu sich hochzog, mich zu streicheln begann und seine Hand unter mein Hemd glitt, schloss ich genießend die Augen.

 

Auch ich streichelte ihn liebevoll, zärtlich, ließ meine Hände ebenfalls unter sein Oberteil gleiten und streichelte sanft seine nackte Haut. Meine Finger zogen kleine feine Kreise auf seiner Haut... zärtlich... wie ein Hauch.

 

Wieder küsste er mich nur auf die Wange und neben meine Lippen, dann aber wurde ich frech, denn mein Körper wollte irgendwie was anderes als mein Schatz mir zu geben bereit war...

 

.ich schaute ihm lange in die Augen...

 

.hielt ihn mit meinem Blick gefangen...

 

...dann....

 

.legten sich meine Lippen sanft, zärtlich... liebevoll auf die seinen und stahl mir somit meinen ersten Kuss von ihm.

 

Ich konnte und wollte mich jetzt nicht mehr von seinen weichen Lippen lösen, während sich meine Augen wieder genießend schlossen...

 

*-*-*

 

Ebenfalls genießend schloss auch ich die Augen. Seine warmen, vollen Lippen fühlten sich so unglaublich toll an, auf den meinen.

 

Augenblicklich schoss alles in meinen Unterleib und ich war mehr als erregt.

 

Verdammt, wie sollte ich mich nur zurückhalten? Oder sollte ich das gar nicht?

 

Sanft strich meine Zunge über Raziels Lippen, bat um Einlass. Während meine Hände immer frecher und forscher wurden.

 

Seine warme, weiche Haut unter meinen Fingern, schien zu glühen, wo ich ihn berührte.

 

Mehr! Ich wollte mehr von ihm!

 

*-*-*

 

Ein wenig ließ ich seine Zunge noch bittend über meine Lippen streichen, ehe ich den Mund endlich öffnete und seine Zunge zu mir einlud, die sogleich von meiner Zunge spielerisch begrüßt wurde.

 

Es fühlte sich so toll an, viel schöner als ich es mir je hätte träumen lassen... dazu seine Hände, die meine nackte Haut streichelten und mich fast wahnsinnig werden ließen.

 

Aber auch meine Finger wurden immer frecher und begannen nun damit Franks Oberteil aufzuknöpfen...

 

Wobei ich den Kuss sacht löste und seinen Körper mit sanften Küssen bedeckte, angefangen an seinem Ohrläppchen... seinem Hals... weiter zu seiner Brust...

 

Was ich mit meinen Lippen und meiner Zunge berührte... fühlte sich unbeschreiblich toll an, so dass ich nicht genug bekam.

 

Mein Körper machte sich jetzt aber schon bemerkbar, denn was wir hier taten ließ mich natürlich auch nicht ganz kalt und ich hatte das Gefühl, mein gesamtes Blut wäre jetzt nur dafür da um sich in meiner unteren Region zu sammeln.

 

Genießend begann ich nun zu seufzen.

 

*-*-*

 

Leise stöhnte ich auf, als Raziel meinen Oberkörper begann zu küssen. Kaum zu glauben, dass er noch keine Erfahrungen haben sollte.

 

Es kam mir so vor, als wüsste er ganz genau, was er tun würde. Liebevoll strich ich ihn dabei durchs Haar und schloss die Augen. Dabei dirigierte ich ihn dorthin, wo ich es am Liebsten hatte. Zeigte ihn somit, was mir gefiel.

 

Als seine Lippen und die heiße Zunge mich endlich dort verwöhnten, konnte auch ich ein Seufzen nicht unterdrücken.

 

Meine Hose wurde nun noch enger und am Liebsten hätte ich mir Luft verschafft. Doch wusste ich nicht, wie weit Raziel überhaupt gehen wollte.

 

Also ließ ich ihn erst mal machen und genoss es in vollen Zügen.

 

*-*-*

 

Offensichtlich machte ich es richtig... mein Freund hatte also tatsächlich recht gehabt.

 

Zunächst machte ich weiter mit dem was ich tat, doch ließ ich die Finger von seinem Hosenbund... war noch zu unsicher... was wenn ich ihm weh tun würde....?

 

Nein, das Risiko war mir zu hoch. Meine Erfahrungen waren immerhin gleich null, auch wenn ich mir hier wirklich Mühe gab.... ich hatte eben einfach einen sehr guten Gesprächspartner gehabt.

 

Schließlich wanderten meine Lippen wieder nach oben, nahmen seine Lippen leidenschaftlich gefangen... meine Lippen hingen an den seinen... als wäre ich Drogenabhängig und auf Entzug.

 

Es war, als wäre ich am Ersticken und er der Sauerstoff, den ich so dringend brauchte.

 

Er war das Wasser, das mein loderndes Feuer der Leidenschaft zu löschen vermochte, wenn er denn wollte.

 

*-*-*

 

Meine Lippen nahmen die seinen nur zu gerne in Empfang. Leidenschaftlich erwiderte ich den Kuss und ließ mich treiben.

 

Während meine Arme Raziel wieder umarmten und meine Hände wieder anfingen ihn zu streicheln.

 

Ein kleiner Zungenkampf entstand, indem wohl keiner von uns Gewinner oder Verlierer sein würde. Es war einfach nur wunderschön und fühlte sich fantastisch an.

 

Immer wieder ließ ich dabei meine Nase, an die seine stoßen, um ihn ein wenig zu necken. Grinsen musste ich nun schon, küsste ihn aber brav weiter.

 

Meine Hände wurden nun noch etwas frecher und streichelten an Raziels Hosenbund entlang. Wie er wohl darauf reagieren würde...

 

*-*-*

 

Ich bekam kaum genug von ihm. Seine weichen Lippen, sein warmer Körper und seine sanften, zärtlichen Hände entlockten mir ein leises wohliges Seufzen.

 

Unser kleiner, nicht enden wollender Zungenkampf machte mich ziemlich heiß und so langsam wurde es eng in meiner Hose. Meine untere Region wollte nun auch langsam beachtet werden.

 

Franks Zärtlichkeiten genoss ich in in vollen Zügen, schloss immer wieder genießend die Augen... musste ein wenig lächeln, als er meine Nase, mit seiner immer wieder zu necken begann.

 

Als ich seine frechen Finger nun aber an meinem Hosenbund spürte, drängte ich ihm meinen Unterleib förmlich entgegen... küsste ihn verlangend... begierig weiter.

 

Herrje, was tat er hier mit mir... wollte er mich in den Wahnsinn treiben...?

 

*-*-*

 

Raziel schien ebenfalls mehr zu wollen und ich konnte mich kaum noch zurück halten, wollte ihm endlich nahe sein und ihn an noch ganz anderen Stellen schmecken.

 

Nur widerwillig entzog ich mich dem Kuss und nahm Raziel an der Hand, führte ihn abermals ins Schlafzimmer. Dort angekommen, zog ich ihm sein Oberteil aus und setzte mich auf Bett. Anschließend zog ich ihn auf meinen Schoß.

 

Wie von selbst legten meine Hände sich an seinen Hintern und meine Lippen küssten erst langsam seinen Hals, dann die Brust, wobei die Brustwarzen besondere Aufmerksamkeit bekamen.

 

Meine Hände kneteten Raziels Backen durch die Hose hindurch. Immer wieder schaute ich ihm lange und intensiv in die schönen Augen, um zu wissen, ob auch alles ok für ihn war.

 

*-*-*

 

Ein leises enttäuschtes Seufzen entrann meinen Lippen, als er den Kuss löste, wo ich ihn doch stundenlang hätte weiter küssen können.

 

Jedoch schien er nun eine gemütlichere Gegend vorzuziehen, denn schneller, als ich schauen konnte, waren wir wieder in seinem Schlafzimmer, wo er mich auf seinen Schoß zog, nachdem er mich von meinem Hemd befreit hatte.

 

Mit einem wohligen Seufzen quittierte ich, dass er mich zu verwöhnen begann... ließ es mir nur allzu gern gefallen... streckte mich ihm regelrecht entgegen. Ich empfand es als einfach nur zu geil. Meine Gefühle kochten beinahe über, mein Körper schien Feuer zu fangen, wo er mich küsste und verwöhnte.

 

Ja, jetzt wollte ich mehr.... sehr viel mehr!

 

Seine Hände, die meine Pobacken kneteten, fühlten sich erst mal seltsam an... merkwürdig... aber auch sehr erregend.

 

Aber ich war nun auch nicht ganz faul und befreite ihn nun ebenfalls von seinem Oberteil, so dass ein toll gebauter Oberkörper zum Vorschein kam, den ich streichelnd, mit meinen Fingern, zärtlich verwöhnte.

 

*-*-*

 

Raziel schaffte es wirklich mich wahnsinnig zu machen und ich konnte es nun einfach nicht lassen, fuhr wieder mit den Fingern seinen Hosenbund entlang.

 

Dann öffnete ich seine Hose, wobei ich ihm in die Augen schaute. Langsam fuhr ich mit der Hand hinein und streichelte ihn erst mal nur.

 

Was ich fühlte gefiel mir sehr und es zeigte mir, dass alles richtig war, was wir taten, denn er war mindestens genauso erregt wie ich.

 

Wieder begann ich Raziel zu küssen, während meine Hand weiter in seiner Hose, seine Männlichkeit durch den Slip hindurch streichelte. Meine eigene harte Männlichkeit drückte unterdessen gegen Raziels Hintern und ein wenig rieb ich mich nun schon an ihm, um mir Erleichterung zu verschaffen.

 

Warum nur, machte er mich so rasend?

 

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Nicht mehr lang konnte mir Frank in die Augen schauen, denn schon schloss ich sie, als er mit seiner Hand meine Hose öffnete und meiner Männlichkeit endlich ein wenig Beachtung schenkte.

 

Ein wenig spreizte ich nun schon meine Beine, während ich leicht erregt aufstöhnte.

 

Seine Hand in meiner Hose machte mich irre.... versuchte mich ihm entgegen zu heben, während mein Körper schon leicht vor Erregung zu zittern begann.

 

"Biiiitteeee....", flehte ich leise stöhnend, denn ich wusste echt nicht, wie lange ich das hier noch durchhalten würde.

 

Ich suchte seine Lippen zu einem leidenschaftlichen Kuss auf... mein Körper stand schon jetzt in Flammen, dass ich glaubte, den schönsten aller Träume zu träumen.

 

Es war unglaublich heiß was er hier mit mir tat.

 

Ich spürte seine Erregung, die er an meinem Po rieb, was mich noch zusätzlich erregte und meinen Druck verstärkte.

 

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Das hatte ich nur gebraucht, ein kleines Zeichen von Raziel. Schon drehte ich mich mit ihm, aufs Bett, so dass er ganz darauf lag und ich auf ihn.

 

Nun machte ich auch mir Luft und öffnete meine Hose. Befreite erst meine Männlichkeit, dann seine, indem ich den störenden Stoff etwas runter schob.

 

Anschließend nahm ich Beide zusammen in meine Hand und bearbeitet sie in einem gleichmäßigen Rhythmus. Dabei küsste ich Raziel leidenschaftlich und stöhnte leise in den Kuss hinein.

 

Das tat so unglaublich gut und lange würde ich das nicht aushalten. Viel zu heiß hatte mich mein Kleiner gemacht.

 

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Endlich, ich lag auf dem Bett und er auf mir... endlich befreite er meine Männlichkeit aus seinem Gefängnis und auch seine, um sie beide zu bearbeiten.

 

Ich stöhnte vollkommen erregt auf, wand mich leicht unter ihm... wie eine Schlange.

 

Mein Körper zitterte schon vor Erregung, mein Herz raste wie blöd und ich konnte mich einfach nicht mehr beherrschen... erwiderte seinen leidenschaftlichen Kuss, stöhnte ebenfalls in den Kuss hinein ...ließ mich gleichzeitig vollkommen fallen.

 

Da ich es ja so gesehen nicht kannte, war der Spaß auch schon bald vorbei und ich ergoss mich mit einem lauten, erregtem Stöhnen in seiner Hand... mein Kopf drückte sich dabei in das Kissen und mein Rücken bog sich leicht durch.

 

Mein Atem ging keuchend und ich musste nun erst mal wieder zu Atem kommen, löste deshalb sacht den Kuss, während meine, von Lust verhangenen, Augen, glasig drein schauten....

 

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Der Anblick wie Raziel kam, war atemberaubend schön und es machte mich noch eine Ecke geiler. Das brauchte ich nun noch, um ebenfalls meinen Höhepunkt zu erreichen und ergoss mich ebenfalls auf Raziels nacktem Bauch.

 

Auch ich hatte den Kuss gelöst, um mit einem lauten Stöhnen zu kommen.

 

Das war mehr als geil gewesen und ich hatte es wirklich gebraucht. Raziel hatte mich auch wirklich herausgefordert.

 

Schweißgebadet drückte ich meine Stirn an die seine, bevor ich mich von ihm rollte und neben ihm zu liegen kam. Mit einem strahlenden Lächeln schaute ich ihn an, während ich versuchte meinen Atem wieder im Griff zu bekommen.

 

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Wow, es war einfach nur geil gewesen, wie Frank auf mir kam und meinen Bauch bespritzte.

 

Nachdem er nun neben mir lag, lächelte er mich an... herrje, dieses Lächeln... da verblasste ja selbst die Sonne... so strahlend war es.

 

Ich erwiderte sein Lächelnd mindestens ebenso strahlend, aber auch voller Liebe.

 

Mich auf die Seite drehend, kuschelte ich mich an ihn, küsste seine Brust, dann küsste ich ihn sanft auf den Mund und hauchte ihm ein:

 

"Ich liebe dich." zu.

 

Dann sah ich ihn noch einmal an, legte meinen Kopf auf seine Brust, schmiegte mich richtig an ihn und schloss, seine Nähe genießend, die Augen.

 

Jetzt war ich endlich glücklich.

 

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''Ich liebe dich auch!'', flüsterte ich und war mindestens genauso glücklich und mir war der Altersunterschied mehr als egal.

 

Sollten andere denken was sie wollte, wir gehörten definitiv zusammen!

 

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Was weiter passiert ist:

 

Raziel schaffte seine Lehre und schloss diese mit einem sehr gut ab. Von dem Betrieb wurde er übernommen und konnte sich so schon bald ein eigenes Haus leisten, wobei ihn seine Eltern aber finanziell tatkräftig unterstützten. Wollten sie doch, dass es ihm gut ging.

 

In das Haus zog natürlich auch Frank mit ein, denn ohne ihn hätte es Raziel eh nicht ausgehalten.

 

Natürlich waren Raziels Eltern erst mal sehr erstaunt, als sie Frank sahen und erfuhren, dass er etwas älter als Raziel war, aber sie hatten nichts gegen ihn... solange Raziel nur glücklich war. Und Raziel war sehr glücklich mit Frank.

 

Auch Bobby lernte Frank irgendwann kennen und bewunderte ihn, dass er seinen Freund Raziel so schnell geknackt hatte... etwas, das er nicht vermocht hatte, aber verstand Raziel nur zu gut. Sein Typ wäre Frank auch gewesen.

 

Savi kam irgendwann mit Mike zusammen, nachdem Raziel ihm wirklich und tatsächlich die Freundschaft gekündigt hatte. Danach war Savi einfach nur noch fertig und Mike hatte ihn ein wenig getröstet.

 

So war zwischen ihnen irgendwann mehr passiert, als es unter Freunden allgemein üblich ist.

 

Frank und Raziel wurden sehr glücklich zusammen. Frank war nicht mehr allein und Raziel verlor, mit Franks Hilfe, ganz allmählich seine Schüchternheit und irgendwann auch seine.... Unschuld...

 

~ Ende ~