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Drachen

Drachen

 

 

by Detail and Dark Sephiroth

 

 

"VERNICHTET IHN!!!! VERNICHTET IHN!!!!", hörte ich sie immer wieder schreien, während ich über ihnen am Himmel schwebte... sie meinen Feueratem spüren und meine dunkle, angsteinflößende Stimme hören ließ.

 

Sie zielten natürlich auf mich, mit Pfeil und Bogen und doch konnten sie mich nicht erreichen... sie konnten mich einfach nicht vernichten, denn ich war sehr mächtig.

 

Mein Name war Alduin und ich war ein sehr großer, schwarzer Drache, mit zumeist rotglühenden Augen. Wie lange ich schon existierte... ich wusste es nicht. Nur eines wusste ich, dass ich von Akatosh erschaffen worden war... warum auch immer.

 

Die Menschen... sie jagten mich... wollten mich vernichten, denn ich griff sie immer wieder an, zerstörte ihre Festungen, Städte und Dörfer und erweckte, mit meiner Magie, immer wieder andere Drachen, die mir dann halfen.

 

Warum ich das tat... hmm... es war wie eine Bestimmung... als wäre ich nur dafür erschaffen worden. Es war so als könnte ich nicht anders.

 

Alle warteten auf den Einen – das sogenannte Drachenblut – der die Drachensprache sprechen und mich vernichten könnte. Natürlich hoffe ich, dass dies niemals geschehen wird, obgleich mir das alles auch keinen Spaß machte.

 

*-*-*

 

Die Magie von Alduin erweckte mich, wie schon so oft, um ihm in einem Kampf gegen die Menschen beizustehen. Erneut musste eine Stadt dran glauben, viele Menschen sterben.

 

Ich erhob meine durchaus viel kleineren, violetten Schwingen und erhob mich von meiner Höhle, die sich verborgen in einem Berg befand, in die Lüfte.

 

Wie in Trance folgte ich dem Ruf, der mich in die richtige Richtung zog. Schon von weitem konnte ich den Schwefel riechen und die Feuer sehen. Je näher ich meinem Ziel kam, um so wärmer wurde es und um so intensiver wurde der Ruf von Alduin.

 

Den großen schwarzen Drachen, der weit über der Stadt flog, nahm ich schon bald wahr. Wie riesig er war, im Gegensatz zu mir. Doch war ich auch schnell und konnte waghalsigere Manöver fliegen, die Stadt somit dichter anfliegen. Allerdings war das auch gefährlicher, auch wenn mein Schuppenpanzer gegen normale Pfeile undurchdringlich war.

 

Badur nannten sie mich und ich war beinahe ganz dunkel violett, hatte nur an den Enden der Flügel schwarze Spitzen und die Spitze meines Schwanzes war schwarz. Meine Augen leuchteten grün und auch ich konnte, wie beinahe alle Drachen, Feuer speien.

 

Natürlich waren Celius und Darium schon da und ich traf mal wieder als letztes ein. Celius war dunkelblau und ebenfalls kleiner als Alduin, aber größer als ich. Darium war dunkelgrün und ich konnte ihn nicht ausstehen. Er war ein Besserwisser und Celius in der Größe ebenbürtig. Nur ich tanzte aus der Reihe, was typisch für mich war.

 

Kurz schnitt ich Alduins Flugbahn, damit er wusste, dass ich da war. Ja, ich war durchaus ein Frecher.

 

Dann stürzte ich mich nach unten in die Menschenreihe, die mit Pfeilen auf Alduin schossen. Mit einem Nebel aus Feuer wurden genau jene Geschichte.

 

Hach, wie ich das liebe! Hörst du Sie schreien. Ihre schmerzhaften Todesschreie.

 

*-*-*

 

Ah ja, Badur... wie sehr ich ihn mochte... seine freche Art, seinen Übermut und wie er die Menschen mit seinem Feuer malträtierte... sie quälte und tötete.

 

Hätte ich lächeln können, wäre jetzt wohl der richtige Zeitpunkt dafür gewesen, doch so gab ich einen ohrenbetäubenden Schrei von mir, flog noch höher in die Lüfte und vernichtete die Stadt kurzerhand.

 

Ja, ich mag es auch... wenn sie schreien... und sich quälen., gab ich gedanklich an Badur zurück.

 

Ich war stolz auf meine Gefährten... jedoch hatte es mir Badur ganz besonders angetan. Er war zwar klein, aber er hatte es in sich und ich wusste, dass er mir niemals untreu werden würde. Dagegen war ich von Darium und Celius nicht ganz so überzeugt.

 

Solange sie sich mir jedoch unterordneten war alles gut.

 

"Hier ist alles zerstört... wir ziehen uns zurück!", rief ich meinen Gefährten, in der Drachensprache, zu.

 

Nachdem Darium und Celius schon mal vor geflogen waren, flog ich zu Badur und fragte ihn: "Magst du noch mit zu mir kommen?", damit meinte ich natürlich die Drachenhügel, die immer sehr weit oben auf den Bergen lagen und für normale Sterbliche kaum erreichbar waren.

 

Zudem befanden sich, unten an den Bergen, meist Riesen, mit ihren Mammutherden, von denen wir uns durchaus hier und da einige gönnen konnten.

 

*-*-*

 

Alles lag in Schutt und Asche, als ich Alduins Worte vernahm. Darium und Celius flogen direkt davon, wobei Dariums Blick kurz auf mir ruhte.

 

Wie immer zu spät.

 

Ach, sollte er doch grimmig sein. Es ging mir so was von am A... vorbei.

 

Ich hatte es nicht eilig, zumal ich es meistens genoss, meine Taten wirken ließ und die Landschaft die jetzt einem Schlachtfeld glich betrachtete.

 

Kurz darauf landete Alduin bei mir. Seine imposante Gestalt fesselte mich jedes Mal und ich willigte gerne, auf seine Frage hin, ein.

 

Jetzt wo der Kampf gewonnen war, gab es ohnehin nichts mehr für mich zu tun und Zeit hatte ein Drache wahrlich genug.

 

''Gut, lass uns fliegen'', fügte ich hinzu und sauste los.

 

Ich flog Haken um Alduin herum, während wir uns auf machten zu den Drachenhügeln. Irgendwie hatte ich noch zu viel Power und die musste ich nun loswerden.

 

Erst nach einer Weile glitt ich etwas ruhiger neben Alduin her.

 

*-*-*

 

Als Badur Haken um mich herum flog, konnte ich es nicht lassen, ab und zu nach ihm zu schnappen, jedoch gab ich acht, dass ich ihn nicht tatsächlich zu fassen bekam.

 

Er war frech und schien sich noch nicht so wirklich ausgepowert zu haben, natürlich, denn er war ja kleiner als ich und somit etwas schneller und beweglicher. Nun, dann konnte er uns ja durchaus noch ein Mammut besorgen, denn ich hatte durchaus Hunger.

 

Bald hatten wir meinen Drachenhort erreicht und ich flog schon mal auf den sehr hohen Felsen, um dann zu landen und mich etwas zu erholen, während ich die Gegend wachsam beobachtete.

 

"Also ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich könnte schon was zu fressen vertragen", gab ich von mir und schaute Badur beinahe schon bittend an.

 

Ob er mich verstehen und uns etwas zu fressen besorgen würde?

 

Sicher, ich könnte es auch allein tun, aber Badur hatte doch noch so unglaublich viel Energie... vielleicht würde es ihm ja Spaß machen Mammuts oder Riesen zu jagen.

 

Was zwischen Badur und Darium abging wusste ich, doch mischte ich mich nicht ein... zumindest vorerst nicht. Sollte es Darium aber übertreiben... nun... ich hoffte es nicht...

 

*-*-*

 

Kurz umrundete ich den großen Felsen, bevor ich auf einen etwas Kleineren daneben landete.

''Ja, etwas zu beißen, wäre nicht verkehrt'', stimmte ich zu.

 

Natürlich verstand ich, worauf Alduin hinaus wollte und ich nickte kurz. Schon war ich wieder in der Luft und hielt Ausschau nach einer leichten Beute.

 

Eine Herde Mammuts war unterwegs, die ich umkreiste. Etwas Abseits ein kränkliches Tier, was eine leichte Beute sein würde. Mit viel Geschick trennte ich es noch etwas von der Herde, bevor ich es direkt am Genick packte. Ein schneller schmerzloser Tot war doch am einfachsten.

 

Nun hatte ich doch etwas zu kämpfen, auch wenn ich stark war, so war ein Mammut doch eine große Beute, die locker für zwei Drachen reichen würde.

 

Mit einem etwas holprigem Landeanflug kam ich direkt neben Alduin auf dem großen Felsen zum Stehen und ließ das tote Mammut zwischen uns fallen. Mein Feueratem röstete das Fleisch auf eine angenehme Art, was einen köstlichen Geruch mit sich zog.

 

Bon Appetit, es ist angerichtet!

 

*-*-*

 

Badur war wirklich ein Schatz. Er hatte mich tatsächlich verstanden und sich um etwas zu Fressen gekümmert.

 

Natürlich sah ich ihm zu, wie er das Mammut aussuchte, es von der Herde trennte, es tötete und hier hoch brachte. Ich wusste, dass es ihn sicher anstrengen würde und eigentlich hätte ich ihm auch gern geholfen, doch achtete ich nun darauf, dass ihm die Riesen nicht gefährlich werden konnten, denn auch die Riesen waren unsere Feinde und teilten ihr Essen ungern. Futterneid nannte man so was dann wohl.

 

Stolz sah ich Badur zu, wie er mit dem Mammut wirklich hier oben an kam, es fallen ließ und es sogar ein wenig röstete. Bei diesem Geruch konnte einem ja das Wasser im Munde zusammen laufen.

 

Ich ließ mich nun sogar dazu herab und dankte ihm mit einem: Danke

 

Sogleich machte ich mich über das Mammut her, zerriss das Fell des Tieres, legte so das Fleisch frei und riss mir immer wieder große Fleischfetzen aus dem Körper des Mammuts heraus.

 

Jedoch legte ich immer wieder Pausen ein, so dass auch Badur fressen konnte.

 

Langsam wurde es Nacht und mich überkam, nachdem ich genug gefressen hatte, die Müdigkeit.

 

"Also, ich werde jetzt etwas schlafen. Bleibst du hier?", sprach ich Badur an und begann schon herzhaft zu gähnen... streckte meine Flügel ein wenig... und rollte mich dann schon so halbwegs zum Schlafen zusammen.

 

Morgen würde ich zu meinem Bruder Paarthurnax fliegen, der irgendwie mit mir reden wollte... worüber auch immer. Zwar wusste ich nicht was wir zu bereden hätten, denn er hatte sich ja den Guten zugewandt, doch wollte ich mir zumindest anhören was er wollte.

 

Ich ahnte jedoch, dass er mir in den Rücken fallen und mich verraten würde... damit mich diese widerlichen Menschen... die Klingen genannt... überwältigen und töten... vernichten könnten...

 

*-*-*

 

Da hatte der große, schwarze Drache sich doch tatsächlich bei mir bedankt. Ich erwiderte nichts, ließ es aber wirken und hätte schwören können bei den Worten vor Stolz ein Stück gewachsen zu sein.

 

Es war toll mit anzusehen, wie Alduin die Beute bearbeitete und zu fressen begann. Als er die erste Pause machte, riss ich mir wie selbstverständlich ebenfalls ein paar Stücke raus und fraß genüsslich.

 

Bald waren nur noch das Fell und die Knochen übrig, außerdem war es bereits Nacht geworden. Es zog mich nicht in meine Höhle und außerdem war es hier in Gesellschaft viel gemütlicher.

 

''Gerne'', antwortete ich deshalb auf Alduins Frage und legte mich ebenfalls nieder.

 

Eine Weile schaute ich noch in den Himmel, suchte nach Sternen und als ich dann endlich einen gefunden hatte, rollte ich mich zusammen. Die Schwanzspitze hatte ich über meine Augen gelegt und so schlief ich bald ein.

 

Die Ereignisse des Tages verarbeitete ich in der Nacht und so zuckte ich manches Mal zusammen oder knurrte leise. Viel zu früh war ich wieder wach, rührte mich jedoch noch nicht. Nur das schnellere Schlagen meines Herzens verriet mich.

 

*-*-*

 

Badur war tatsächlich bei mir geblieben, was mich innerlich ehrlich freute, zudem fühlte es sich toll an, nicht allein schlafen zu müssen.

 

Da Badur vor mir eingeschlafen war, konnte ich ihn noch ein klein wenig beobachten, wie er im Schlaf zuckte oder ab und an ein leises Knurren von sich gab. So frech wie Badur war, so hübsch und ...ja... irgendwie ...niedlich war er auch und ja... ich mochte ihn... sehr sogar.

 

Bald schon hatte auch ich mich zusammengerollt und meinen Kopf unter meine Flügel gesteckt. Ruhig und friedlich war ich eingeschlafen und erwachte erst als die ersten Sonnenstrahlen meinen Körper erwärmten.

 

Mein kleiner Gefährte Badur schien ebenfalls schon erwacht zu sein, denn ich konnte seinen Herzschlag beinahe hören.

 

"Na, gut geschlafen?", begrüßte ich Badur, während ich mich erhob... mich und meine Flügel streckte und dann noch einmal herzhaft gähnen musste.

 

Wiederum dachte ich daran, dass ich noch zu meinem Bruder wollte... wenn auch eher sollte. Irgendwas beunruhigte mich daran und immer wieder stellte ich mir die Frage, was er mit mir zu besprechen hatte, das offensichtlich so gar nicht warten konnte.

 

*-*-*

 

Als ich Alduins Stimme hörte, öffnete ich die Augen und schaute ihn an.

 

''Ja, es ging so und selbst?'', erwiderte ich, wobei ich aufstand, gähnte und mich ebenfalls reckte.

 

Nachdem ich das getan hatte, weitete ich meine Flügel aus und flog eine Runde. Jetzt war ich ausgeruht und voller Tatendrang.

 

Unruhig drehte ich ein paar Runden und landete dann wieder bei Alduin.

 

''Was steht heute noch so an? Hast du irgendwas geplant?'', wollte ich von ihm wissen.

 

Irgendwie hatte ich noch keine Lust zurückzufliegen zu meiner Höhle, dort wartete sowieso Niemand, ich verpasste also nichts und vielleicht würde sich ja irgendetwas ergeben.

 

*-*-*

 

Kurz schaute ich Badur nach, wie er einige Runden flog und dann wieder bei mir landete.

 

"Tja, ich... muss noch zu Paarthurnax... meinen Bruder. Der will irgendwas von mir, hab aber keinen Plan was. Ich vermute jedoch... dass er mich hinters Licht führen will, denn... er hat sich ja dem Guten verschrieben... und ich fürchte... er wird mich ausliefern, damit sie mich vernichten können.", antwortete ich Badur wahrheitsgemäß... was ich dachte.

 

"Du kannst mich gern begleiten, aber... ich bitte dich... dich nicht einzumischen und wenn es gefährlich wird... dann fliehe... und bringe dich in Sicherheit.", fügte ich mahnend hinzu.

 

Ja, ich machte mir plötzlich um Badur mehr Sorgen, als um mich, denn er war mir sehr wichtig, doch wusste ich nicht warum das so war... vielleicht... weil ich ihn eben einfach mochte... so wie er war.

 

Denn Badur war etwas seltenes und etwas ganz besonderes.

 

*-*-*

 

Ich hörte was Alduin zu mir sagte und musste direkt den Kopf schütteln.

 

''Alduin, ich würde dich überall hin begleiten, sogar bis in den Tod. Also bitte mich nicht um etwas, für das ich dir niemals ein Versprechen geben könnte'', knurrte ich etwas ernster als beabsichtigt.

 

Kurz schaute ich ihn an, bevor ich weitersprach.

 

''Lass mich einen Gegenvorschlag machen. Wenn du schon davon ausgehst, dass dein Bruder dich ausliefern will, wieso lässt du nicht Celius und Darium mit mir hinter dir herfliegen. Aber in so einem Abstand, dass er uns nicht bemerkt?

 

Im Notfall können wir dann einschreiten...'', schlug ich vor.

 

Erwartungsvoll schaute ich Alduin an und spürte eine innere Unruhe in mir, die ich meist vor einem bevorstehenden Kampf hatte.

 

*-*-*

 

In Ruhe hörte ich mir Badurs Vorschlag an, ließ mir aber auch seine vorhergehenden Worte durch den Kopf gehen und fragte mich, warum er so zu mir stand... mich überall hin begleiten würde, wie er meinte.

 

Keine Frage, mich freute es natürlich, dass er so dachte und irgendwie ehrte es ihn... machte ihn für mich unverzichtbar und sehr wertvoll.

 

"Gut, dann holen wir erst Darium und Celius und fliegen dann zu Paarthurnax. Aber wir müssen wirklich sehr vorsichtig sein, denn die Klingen sind eine sehr gefährliche Organisation und ich weiß auch, dass sie schon einen Menschen haben, der in der Lage ist... mich zu vernichten...

 

...das Drachenblut...", gab ich ein wenig nachdenklich von mir.

 

Ich wusste, dass ich den Bogen einmal zu oft überspannt hatte... zu oft hatte ich Menschen getötet... diese sogar gefressen... Städte und Dörfer ausgelöscht... zerstört und schon in früheren Zeiten hatte ich mir die Menschen untertan gemacht... hatte sie beherrscht... bis sie sich gegen mich aufgelehnt und mich für einige Zeit verbannt hatten.

 

Irgendwann war ich aber aus der Verbannung geflohen und nun tat ich wieder das... wozu ich bestimmt war. Was sollte ich denn tun? Es war nun einmal meine Bestimmung.

 

"Aber ich will nicht, dass... insbesondere dir... etwas geschieht. Bitte, pass gut auf dich auf, ja.", bat ich Badur und sah ihn sehr ernst an... denn ich meinte es auch ernst.

 

Würde ihm was passieren, könnte ich mir das niemals verzeihen.

 

*-*-*

 

''Wenn dem wirklich so ist, sollten wir das Drachenblut auslöschen. Denn wenn er dich wirklich töten will, ist er nicht besser, als die anderen Menschen.

 

Wo kann man noch sagen, was gut und böse ist. Würden uns keine Menschen nach dem Leben trachten, müssten wir auch keine ganzen Städte auslöschen.

 

Das dabei auch mal unschuldige zu Tode kommen, bleibt nun mal nicht aus'', musste ich nun doch loswerden.

 

Verspielt stupste ich Alduin an und schnaufte kurz.

 

''Ich passe doch immer auf mich auf'', meinte ich daraufhin.

 

Irgendwie rührte es mich, dass Alduin soviel an mir lag und es ihm wichtig war, dass insbesondere mir nichts geschah. Wenn Darium das wüsste, würde er vielleicht nicht immer so großkotzig daher reden.

 

Da war der Kleinste von allen, wohl auch der wichtigste für den großen schwarzen Drachen. Stolz überkam mich und ich fühlte mich allem gewachsen, für alles gewappnet.

 

*-*-*

 

"Sicher müssten wir das Drachenblut auslöschen, aber.... ich weiß auch, dass es sehr stark ist... stärker als die Menschen, mit denen wir es sonst zu tun haben und... es spricht die Drachensprache... also unsere Sprache und das macht es für uns so gefährlich.

 

Er kann uns mit seiner Sprache manipulieren, uns zwingen zu landen und dann... sind wir verloren.", musste ich nun meinerseits auch loswerden und hätte ich lachen können, hätte ich es vermutlich auch getan, bei Badurs Verspieltheit, wie er mich anstupste.

 

Badur war wirklich zu niedlich.

 

Aber der Kleine hatte auch Recht, mit dem was er von sich gab, denn ich empfand es ganz genauso.

 

"Du hast Recht, Badur. Aber komm, fliegen wir und holen die beiden Anderen ab. Hoffentlich irre ich mich und Paarthurnax... nun, wir werden sehen.", fügte ich nun sehr sanft hinzu... schaute Badur auch so an... kein böser Blick.

 

Himmelsrand gehörte uns und nur uns... da hatten die Menschen nichts verloren... es sei denn... sie ließen uns in Ruhe... dann... würden wir sie ebenfalls in Ruhe lassen... aber von diesem Denken waren diese Menschen hier meilenweit entfernt.

 

Langsam breitete ich meine Schwingen aus, erhob mich in die Lüfte und flog schon mal langsam voraus.

 

*-*-*

 

Es war schön mit Alduin einer Meinung zu sein und ich war ebenfalls gespannt darauf, was kommen würde. Nachdem Alduin sich so imposant in die Luft erhoben hatte, folgte ich ihm.

 

Ungeduldig schlug ich meine Hacken um den großen schwarzen Drachen, konnte einfach nicht ruhig bleiben, bei dem Bevorstehenden.

 

Wenn das Drachenblut so gefährlich war, würde es sicher schwer sein, gegen ihn zu bestehen. Aber vielleicht täuschte Alduin sich ja auch in seinem Bruder und er wollte etwas ganz Anderes von ihm.

 

Hoffentlich brachten wir uns nicht wissentlich in Gefahr. Im Grunde könnten wir alle dem doch auch einfach entfliehen, oder?

 

Nein, es würde dann einen anderen Tag geben, irgendwann würde uns das einholen. Dann besser so, wissentlich und geplant. Sollten sie doch mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden.

 

*-*-*

 

Dieser kleine Frechdachs, flog um mich herum... konnte es wohl einfach nicht lassen, mich jedoch störte es nicht... ich ließ ihm seine Freiheiten, immerhin konnte ich mir schon denken, dass er ebenfalls etwas unruhig war... genau wie ich, nur ließ ich mir nichts anmerken.

 

Schnell hatten wir Darium und Celius ausfindig gemacht und ich erklärte ihnen kurz die Lage, auch was ich erwartete... sie verstanden und schon flogen wir auf den höchsten Berg zu, genau dorthin wo mein Bruder sein Reich und ebenfalls einige starke Drachen um sich gescharrt hatte, die den Gipfel umflogen.

 

Nach einer etwas längeren Strecke erreichten wir den eisigen Gipfel des Berges, der mit Schnee und Eis bedeckt war, doch hielten sich meine Gefährten zurück, wie besprochen.

 

So sah es so aus, als wäre ich allein dort.

 

Ich landete vor Paarthurnax und sprach ihn sogleich an.

 

"Was willst du von mir? Warum sollte ich hierher kommen?"

 

"Alduin, schön, dass du hier bist. Was ich will... nun, ich will, dass du aufhörst alles zu zerstören. Die Menschen... sie haben ihren Befreier gefunden... du weißt das, nicht wahr.

 

Bitte, ich will dich nicht an den Tod verlieren, aber... wenn du so weiter machst... lässt du mir keine Wahl. Bitte, Alduin... flieg nach Sovngarde und bleib dort."

 

"Du willst mich in das Reich der Toten verbannen?! Wofür hältst du mich?! Himmelsrand gehört... uns Drachen und nicht den Menschen. Warum können wir nicht in Ruhe und Frieden mit den Menschen leben? Warum lassen uns die Menschen nicht einfach in Ruhe?!"

 

"Weil das so nicht möglich ist und... du alles zerstörst, was sie sich aufbauen. Bitte, versteh mich doch."

 

"Nein, Paarthurnax... ich bleibe... und wenn die Menschen es nicht anders wollen, dann werde ich sie alle auslöschen und ihre Städte vernichten. Und euer Drachenblut wird gegen meine Gefährten und mich nicht ankommen... niemals!

 

Denn auch er ist nur ein Mensch und genauso verletzlich. Wir hingegen sind mächtige Wesen und haben auch ein Recht zu leben. Meinst du nicht?!", widersprach ich meinem Bruder.

 

Doch dann spürte ich auch schon eine mächtige Aura... und ich wusste, dass es das Drachenblut sein musste, das dann auch schon vor mir stand. Grimmig schaute ich meinen Bruder an... hatte ich es doch gewusst, dass er mich verraten würde.

 

Dann erhob ich mich auch schon in die Lüfte, doch hörte ich den Drachenschrei von diesem Menschen, der mich so zwang zu landen und mich anschließend mit aller Macht und Gewalt angriff.

 

Natürlich wehrte ich mich, spie Feuer auf den Menschen, doch war er tatsächlich sehr stark und ich ahnte, dass ich so nicht lang durchhalten konnte.

 

Nach einer Weile konnte ich mich aber wieder in die Luft erheben... flog schnelle Haken, um den Gipfel des Berges herum, so dass mich dieser Mensch nicht erreichen konnte...

 

*-*-*

 

Wie zu erwarten war, hatte Alduin sich in eine Falle begeben. Am Liebsten wäre ich direkt hingeflogen, als ich es mitbekam, doch Darium stellte sich mir in den Weg.

 

Nicht! Wir bringen uns selbst in Gefahr!

 

Wütend schnaubte ich. Immerhin hatte er mir rein gar nichts zu sagen. Das Drachenblut schien Gewalt über Alduin zu haben, doch dann konnte er sich endlich losreißen und in die Luft erheben.

 

Mich hielt nichts mehr und ich schubste Darium beiseite, um in die Luft zu gelangen.

 

Als ich mich jedoch zu Celius und Darium umdrehte, vernahm ich nur noch das Wort Narr. Darium hatte sich ebenfalls in die Luft erhoben, flog jedoch in die andere Richtung.

 

Celius Blick traf mich kurz, bevor auch er sich abwandte. Es tut mir leid, aber gegen das Drachenblut haben wir niemals eine Chance.

 

''Elende Feiglinge'', knurrte ich.

 

Doch ich flog weiter, hielt mich aber dicht am Boden. Flog meine Haken, damit man mich nicht direkt entdecken würde und steuerte so beinahe unbemerkt auf das Drachenblut zu.

 

*-*-*

 

Nur nebenbei bemerkte ich was zwischen meinen Gefährten passierte, doch konnte ich mich nicht darum kümmern. Dafür aber hatte Badur alles wunderbar im Griff, wofür ich ihm ehrlich dankbar war.

 

Darium und Celius würde ich mir später noch vornehmen... ob sie überleben würden, lag dann allerdings ganz bei ihnen, denn diese grobe Art der Untreue konnte und würde ich niemals tolerieren.

 

Ich lenkte die anderen Drachen und auch meinen Bruder ab, der sich zwar aus dem Kampf heraus hielt, aber er konnte ja das Drachenblut warnen und genau das musste ich verhindern.

 

Was Badur da tat und sich unbemerkt an das Drachenblut heran schlich, ließ mich innerlich zittern, denn ich machte mir große Sorgen um meinen kleinen Freund.

 

Da das Drachenblut auf mich fixiert war und offensichtlich nicht mit meinem Gefährten gerechnet hatte, konnte ich ihn ablenken, so dass er Badur nicht bemerken konnte.

 

Den, mit Schnee und Eis bedeckten Gipfel, wusste ich zu nutzen und ließ das Eis, mit meinem Feuerstrahl, etwas schmelzen, so dass das Drachenblut seinen Halt verlor und ich Badur anschließend ein Zeichen, in Form eines lauten, grollenden Schreis, gab.

 

Ich wusste genau, dass er mich verstehen würde.

 

Eines wusste ich genau, wenn wir das hier heil überstehen würden, müsste er nie wieder in seine dunkle Höhle zurück... konnte bei mir bleiben, wenn er es denn wollte.

 

*-*-*

 

Instinktiv hatte ich gewusst, dass Alduin mich bemerken würde. Er ließ das Eis vom Berg schmelzen, so dass das Drachenblut seinen Halt verloren hatte.

 

Immer näher kam ich meinem Ziel, was nun leicht taumelte und nach Halt suchte.

 

Alduins Schrei war das letzte Signal, was mir fehlte.

 

Diesmal machte ich keine Spielchen und auch keine akrobatischen Tricks. Dafür war keine Zeit und ich musste einfach nur schnell handeln.

 

Direkt vor dem Drachenblut kam ich in der Luft zum Stehen. Noch im selben Moment, wo er mich bemerkte, schnappte ich blitzschnell zu und biss dem Kerl einfach den Kopf ab.

 

Leblos sackte der Körper in sich zusammen und ich konnte nur ein Schnaufen von mir geben, nachdem ich den Kopf runter gewürgt hatte.

 

Soviel zum Drachenblut!

 

Allerdings hatte ich die Rechnung ohne Alduins Bruder gemacht, der nun direkt vor mir stand. Er war vielleicht genauso groß wie Alduin, aber keinesfalls so imposant.

 

''Wie kann man nur so was als gut bezeichnen. Das Drachenblut war nichts anderes, als die anderen Menschen auch. Alle schlecht! Alle samt! Denkst du wirklich, dass es das sein soll? Ein Leben unter Menschen? Nach ihren Vorschriften? Nach ihren Regeln?

 

Nennst du das Freiheit?'', blaffte ich Paarthurnax an.

 

Ich bot ihm die Stirn, auch wenn er größer war als ich, so hatte ich keine Angst. Alduin war hier bei mir und es war egal, wie das hier enden würde. Ob wir zusammen sterben oder hier zusammen lebend rauskommen würden, war egal... Hauptsache wir waren zusammen.

 

*-*-*

 

Während ich mich freute, dass mich mein kleiner Freund verstanden hatte, sah Paarthurnax dem Geschehen nur mit einem Kopfschütteln und entsetzt zu. Offensichtlich konnte er es nicht begreifen.

 

Ich jedoch war sehr, sehr stolz auf Badur... hatte ich es doch gewusst, dass er mir treu sein und mir niemals in den Rücken fallen würde. Er war der Beste.

 

Als Badur diesen Menschen getötet hatte und sich nun mein Bruder vor ihn stellte... ihm offensichtlich eine Predigt zu halten gedachte, blaffte Badur ihn an und ich musste mir ein Grinsen verkneifen. Der Kleine hatte wirklich Mut.

 

Jedoch blieb ich auf der Hut... bereit meinen eigenen Bruder zu töten, würde er Badur auch nur eine Schuppe krümmen, denn man konnte ja nie wissen... auch wenn sich die anderen Drachen ruhig verhielten und auch Paarthurnax recht ruhig wirkte.

 

Er hörte sich an, was dieser kleine Drache zu sagen hatte, lächelte ein wenig und nickte.

 

"Ich weiß, mein Kleiner und du magst Recht haben, mit dem was du sagst. Aber wir haben kein Recht die Menschen uns Untertan zu machen, sie zu töten und ihre Städte zu zerstören.

 

Wir sind nur wilde Tiere... ohne Verstand und können uns nicht mit den Menschen messen.

 

Hat dir Alduin auch gesagt, dass er beabsichtigt ganz Tamriel zu beherrschen, hm? Was soll dann aus den Menschen werden?"

 

Ich schwebte nun über meinem Bruder, als er diese Worte aussprach und grummelte:

 

"Wie Badur schon sagte... die Menschen sind schlecht, sie haben es darum nicht anders verdient, dass man sie beherrscht. Du kannst dich uns anschließen, oder aber weiterhin gegen uns kämpfen, nur dann wirst auch du irgendwann das Schicksal der Menschen hier teilen.

 

Ich werde nicht ins Land der Toten gehen... niemals und wenn du dir das hier nicht mit anschauen willst... dann geh du doch ins Land der Toten... nach Sovngarde. Ich jedenfalls werde, mit Badur, über Tamriel herrschen... wenn er denn will.", mit meinen letzten Worten sah ich Badur an... voller Stolz auf ihn.

 

"Glaub mir, ich werde weiter gegen dich kämpfen, denn was du tust ist nicht richtig, Alduin.", widersprach mir Paarthurnax, während er Badur im Auge behielt.

 

Dennoch wusste ich, dass er meinem Freund nichts antun würde, denn er wusste, dass ich ihn töten würde... wenn er auch nur daran dachte... meinem kleinen Freund weh zu tun.

 

*-*-*

 

Ruhig hatte ich dem Gespräch gelauscht und als Alduin mir diese indirekte Frage stellte, ließ ich ihm gedanklich direkt etwas zukommen:

 

Und ob ich will!

 

Als dann das Gespräch zwischen den Brüdern zum Ruhen kam, erhob ich nochmal das Wort.

 

''Wir sind also ohne Verstand? Meinst du, die Menschen können für uns das Denken übernehmen?'', brummte ich.

 

Es war mir schleierhaft, wie man so denken konnte.

 

''Was ist Tamriel schon gegen die ganze Welt. Lass uns diesen Ort doch. Irgendwo müssen wir Drachen doch leben und wenn die Menschen rechtzeitig ihren Platz räumen, können sie durchaus überleben.

 

Aber was machen sie? Sie greifen uns an und wollen alle Drachen auslöschen, weil sie so schrecklich sind und böse'', meinte ich.

 

''Irgendwann wirst du durch ihre Hand sterben, Paarthurnax'', fügte ich hinzu und erhob mich in die Luft, um zu Alduin zu fliegen.

 

Wie konnte ein Drache sich nur gegen seine eigene Art wenden und dazu war er nicht allein.

Es blieb mir ein Rätsel und wir würden wohl niemals auf einen Nenner kommen.

 

*-*-*

 

Und wieder musste ich Badur recht geben, denn was er sagte zeugte von Klugheit und hätte selbst Paarthurnax einleuchten müssen. Zudem wusste ich etwas, das mein Bruder ganz offensichtlich nicht wusste... doch diesen Trumpf spielte ich nun aus.

 

Zufrieden sah ich zunächst, dass Badur zu mir flog, was mich beruhigte und mir ein ganz neues Gefühl von Freundschaft vermittelte. Aber auch seine Gedanken hatte ich empfangen und freute mich, dass er so treu zu mir stand.

 

Nun stellte ich mich meinem Bruder entgegen, sah ihn an und meinte, als ihm zu Badurs Worten nichts anderes einfiel als zu schweigen:

 

"Wie Recht Badur mit seinen Worten hat, würdest du spätestens dann erfahren, wenn du mich den Klingen ausliefern würdest und sie mich töten... denn dann, Paarthurnax... wärst auch du dran. Sie wissen nämlich von deinen früheren Taten, die ja auch nicht so ganz von Güte geprägt waren... und du auch Menschen grausam getötet hast. Sie würden dich ebenfalls töten, denn sie vergeben nichts.

 

Sicher, du hast ihnen dann zwar geholfen... aber diese Menschen sind so falsch, dass sie sich dann auch gegen ihren Menschenfreund richten würden... nur um dann auch den letzten Drachen... nämlich dich... zu vernichten!

 

Und du kannst mir glauben... sie werden nichts unversucht lassen, bis auch der letzte Drache tot und vernichtet ist."

 

Einen Moment ließ ich verstreichen, dachte über alles Gesagte nach und sprach anschließend ruhig weiter: "Willst du mich immer noch denen ausliefern? Meinst du noch immer sie sind die besseren Wesen... oder fliegst du nach Sovngarde und lässt uns hier in Ruhe?

 

Sofern du dich nicht gegen mich stellst... könntest du aber auch hier bleiben... das liegt ganz bei dir, Bruder. Du kannst dich mir anschließen... oder aber verschwinden."

 

Paarthurnax sah mich nur erschrocken an und konnte offenbar nicht glauben, was ich ihm da gerade erklärt hatte.

 

"Das kann doch unmöglich die Wahrheit sein, was du mir da erzählst.", entgegnete er mir entsetzt.

 

"Doch, das ist die Wahrheit. Ich würde es nicht sagen, wenn ich es nicht selbst gehört hätte. Es soll auch keine Intrige, meinerseits, gegen die Menschen werden... nur falls du das denken solltest."

 

"Aber sie haben doch... ich...", stammelte mein Bruder nun.

 

"Tja, du bist noch nicht so lang auf der Welt wie ich und weißt folglich nicht wie die Menschen ticken. Sie sind falsch und niederträchtig... grausam und brutal.... sogar gegen ihre eigene Rasse. Sie zerstören die Natur... jagen Tiere zu ihrem Vergnügen... sie zu quälen und um sich dann auch noch an ihren Fellen zu bereichern... und wie viele von uns haben sie schon so grausam getötet...?! Denk mal darüber nach, Bruder", waren meine letzten Worte an Paarthurnax, bevor ich mich an Badur wandte.

 

"Komm, mein Kleiner, fliegen wir auf unseren Berg.", damit erhob ich mich in die Lüfte und wartete auf meinen Freund, den ich voller Stolz, aber auch sehr sanft, anschaute.

 

*-*-*

 

Da hatte Alduins Bruder aber zu schlucken und schien ins Grübeln gekommen zu sein. Wenn er schlau war, würde er sich den Menschen abwenden und in Frieden mit uns leben.

 

Als Alduin losflog, folgte ich ihm und war erstaunt, dass wir so weg kamen. Scheinbar wussten die Drachen nicht wirklich was sie nun tun sollen, wo das Drachenblut ja jetzt tot war.

 

Noch etwas aufgewühlt flog ich neben meinen Freund her und war sehr erleichtert, als wir außer Reichweite waren. Eine große Last schien von mir zu fallen.

 

''Das war schon brenzlig'', gab ich von mir und meinte enttäuscht, ''Ich hätte niemals gedacht, dass Celius und Darium sich so abwenden, nur weil sie das Drachenblut sehen. Zum Glück bist du nicht alleine hingeflogen. Nicht auszudenken, was passiert wäre.''

 

Ich war wirklich froh, dass alles so gut ausgegangen war und es Alduin gut ging.

 

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Meinen Bruder ließ ich da so sitzen... was sollte ich auch tun... ihn trösten? Nein, dazu war ich zu stolz und er sollte ruhig mal über meine Worte nachdenken.

 

Die anderen ′Drachen meines Bruders blieben wo sie waren, als ich mit Badur wegflog. Sicher, was sollten sie auch tun... gegen mich kamen die doch sowieso nicht an und sie hatten sicher auch gesehen wozu mein kleiner Freund imstande war.

 

Ergo hatten sie gar keine andere Wahl gehabt, als uns ziehen zu lassen.

 

Auf dem Weg zurück machte sich auch bei mir die Erleichterung breit und ich konnte diese auch bei Badur spüren.

 

"Ja, das war knapp", bestätigte ich meinem Freund: "Wäre ich allein hierher geflogen, wäre ich vermutlich jetzt vernichtet... dank dir bin ich es nicht und ich bin sehr stolz auf dich. Weißt du das eigentlich?", musste ich lobend hervor bringen.

 

"Auf dich kann ich mich verlassen und dafür danke ich dir. Was Darium und Celius angeht... nun die werde ich mir wohl noch vornehmen müssen, denn ich kann Untreue nicht dulden.", fügte ich erklärend hinzu, während wir nebeneinander her flogen.

 

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Hätte ich rot werden können, wäre ich jetzt bestimmt angelaufen wie eine Tomate, bei dem Lob was ich von Alduin bekam.

 

''Für mich ist das selbstverständlich. Du warst in Gefahr und da musste ich eingreifen. Deswegen konnte ich dir auch nicht versprechen, nichts zu unternehmen, wo ich mich in Gefahr begeben würde'', meinte ich erklärend.

 

Sicher wusste ich, dass Alduin etwas machen müsste, wegen Celius und Darium. Sie hatten ihn einfach im Stich gelassen, mich sogar davon abgehalten einzugreifen. Irgendwie war es eine Genugtuung, gerade weil ich mit Darium sowieso immer aneinander geraten bin.

 

Bald darauf erreichten wir den Berg und ich landete nach Alduin, umkreiste ihn noch einmal und setzte mich direkt neben ihn. Ich war wirklich froh, wie alles gekommen war. Immerhin hätte es auch anders ausgehen können.

 

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Ruhig hörte ich mir Badurs Erklärung an und hatte dem nichts mehr hinzuzufügen.

 

"Wenn du willst kannst du ab jetzt bei mir bleiben und musst nicht mehr in die dunkle Höhle zurück. Ich hätte dich gern für immer in meiner Nähe", machte ich meinem Freund ein Angebot, hoffend er würde es annehmen.

 

Nachdem ich gelandet war, flog Badur noch einmal um mich herum und ich konnte es nicht lassen gespielt nach ihm zu schnappen. Natürlich erreichte ich ihn nicht... wollte es auch gar nicht.

 

Endlich hatte er sich neben mich gesetzt und ich sah ihn sanft an. Das Böse schien mich zu verlassen und ich beugte mich etwas zu ihm hinab, um meinen Kopf an den seinen zu schmiegen, ihm so zu zeigen wie sehr ich ihn mochte.

 

Nur ein leises sanftes Brummen gab ich von mir, während ich genießend die Augen schloss … seinen Geruch förmlich in mich aufsaugend.

 

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Ich mochte es, wie Alduin verspielt nach mir schnappte. Sein Angebot ehrte mich und wenn ich in mich hinein horchte, wusste ich dass mich nichts zurückzog.

 

Seine Worte ließen in mir ein warmes Gefühl aufkommen, was ich so noch nicht kannte. Dann die Geste, wie er seinen Kopf an den Meinen schmiegte. Auch ich konnte nicht anders, als einfach sanft zu Brummen.

 

''Gerne bleibe ich für immer in deiner Nähe'', hörte ich mich bestätigend sagen.

 

Als wollte ich meine Worte bestätigen, schmiegte ich meinen Kopf an Alduins Hals und an seine Brust. Er roch so gut und es war für mich, wie eine Droge. Ich bekam einfach nicht genug und atmete tief ein.

 

Mit einem Schnaufen und etwas Kraftaufbringung, weil er wie ein Magnet auf mich wirkte, löste ich mich wieder von meinem Freund und schaute ihm in die tollen roten Augen.

 

Mir war warm. Viel wärmer, als kurz bevor man Feuer spukte.

 

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Tatsächlich wollte er bei mir bleiben und ich freute mich wirklich, das zu hören.

 

Meine Liebkosungen ließ er zu, machte mit und ich hätte mich beinahe nicht mehr beherrschen können.

 

Als er sich schließlich von mir löste und mir in die Augen sah... schaute ich einfach nur zurück. Seine tollen Augen bannten mich... unfähig war ich diesem Blick zu widerstehen... unmöglich.

 

Irgendwo in meinem Inneren glühte etwas... heißer als alles was zwischen Himmel und Erde gab.

 

"Badur.... ich... mag dich nicht nur... ich... liebe dich", gab ich, wie von Sinnen, von mir... als könnte ich gar nicht anders, denn das war was ich fühlte.

 

Sicher, ich erwartete jetzt keine Antwort von ihm, dennoch musste ich es loswerden. Das erste Mal in meinem Leben spürte ich dieses Gefühl in mir, unfähig noch etwas Böses denken zu können.

 

*-*-*

 

Jetzt wo ich Alduins Worte vernahm, wusste ich auch, was mit mir los war und warum ich für Alduin in den Tot gegangen wäre. Die Wärme in mir breitete sich über meinen ganzen Körper aus.

 

''Bei mir ist es auch mehr... ich mag dich nicht nur... ich... liebe dich auch'', erwiderte ich noch etwas unsicher.

 

Alles fühlte sich so neu an, wenn auch unsagbar gut. Wie gebannt schaute ich noch einen Moment in Alduins Augen, bevor ich mich erneut an ihn schmiegte.

 

Wieder gab ich ein Brummen von mir. Diesmal kräftiger, bestätigend für das Gefühl was mich umgab. Ich duckte mich etwas und umgarnte Alduin ein wenig, schmiegte meinen Körper an den Seinen und genoss dieses Gefühl voll und ganz.

 

Sein Herzschlag war zu spüren und auch das Meine klopfte laut in meiner Brust.

 

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Diese Antwort hatte ich nicht erwartet und doch erfreute Badurs Antwort mein Herz.

 

Er liebte mich auch und begann mich nun zu umgarnen... schmiegte sich an mich, so dass ich glaubte mein Herz würde noch schneller schlagen... sich gleich überschlagen.

 

Meinen Kopf beugte ich zu ihm herab, liebkoste so seinen Kopf, seinen Hals und seinen Körper auf sehr zärtliche Art und Weise, während ich leise, sanft brummte und mein Körper beinahe in Flammen zu stehen schien.

 

Wie sehr genoss ich dieses Gefühl, seines Körpers, der sich an den Meinen schmiegte... es war unglaublich und ließ mich schwach werden.

 

Behutsam legte ich meine Flügel um Badur, als wollte ich ihn schützen und ihm so zeigen, wie viel er mir bedeutete, dass ich ihn nie wieder hergeben würde.

 

Das Gefühl, das mich nun durchströmte... war überwältigend... unbeschreiblich und ich war einfach nur glücklich.

 

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Nachtrag

 

 

Diese Geschichte haben meine liebe Co-Autorin Detail und ich geschrieben, weil ich das Game The Elder Schrolls V – Skyrim auf der PS3 spiele und traurig war, dass ich dort Alduin töten musste. Ich mag diesen wunderschönen Drachen sehr und wollte, vor diesem Hintergrund, mal ein anderes Ende für meinen Lieblingsdrachen haben.

 

Natürlich gehören uns weder Alduin und Paarthurnax noch die aufgeführten Orte. Diese gehören selbstverständlich nur Bethesda.

 

Meiner lieben Co-Autorin Detail möchte ich, auf diesem Wege, sehr herzlich danken, dass sie mit mir diese kleine Geschichte geschrieben und all die Zeit über, in der wir schon zusammen schreiben, so viel Geduld mit mir bewiesen hat.

 

Danke Detail, du bist ein Schatz.

 

Was ist denn nun aus "unseren" Drachen geworden?

 

Nachdem sich Badur und Alduin ihre Liebe gestanden haben, wurden sie sehr glücklich zusammen, auch wenn sie nicht immer einer Meinung waren. Gemeinsam herrschten sie über die Menschen in dem riesigen Gebiet von Tamriel.

 

Paarthurnax und seine Drachen schlossen sich ihnen alsbald an, nachdem auch er erkannte, dass sein Bruder Recht hatte.

 

Darium und Celius wurden sehr hart von Alduin bestraft. Zwar tötete Alduin die Beiden nicht, aber er verbannte sie in eine gänzlich andere Gegend von Nirn.

 

Zwar wurde aus Alduin nun auch kein Schmusedrache, aber er war jetzt auch nicht mehr der Bösewicht, den man bekämpfen musste.

 

Natürlich lehnten sich die Menschen hin und wieder auf und es gab auch noch das ein oder andere Drachenblut, das versuchte die Drachen zu dezimieren und sie zu vernichten... aber der erwünschte Erfolg blieb aus... denn keiner kam gegen diese Vielzahl von Drachen an.

 

Eure Dark Sephiroth

 

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So Viel Lob, ob ich das verdient habe?

Ich muss Dark Sephiroth auf diesem Wege natürlich auch dick Honig um den Mund schmieren. Wir schreiben nun schon recht lange miteinander und es macht immer noch Spaß.

 

Danke für deine Zeit, deine Mühe und Geduld, ganz besonders aber für deine Treue und deine Freundschaft.

 

Du bist genauso ein Schatz, den man nicht mehr missen möchte.

 

Auf noch ganz viele Jahre!!!

 

Eure Detail

 

~ ENDE ~