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Die Söhne von Ipswich

Die Söhne von Ipswich

 

 

written by Detail & Dark Sephiroth

 

 

*-*-*

 

Die Schule langweilte mich, wie eben immer und ich war froh, als es endlich zum Ende klingelte und wir den Raum verlassen konnten.

 

Da meine Freunde eh was anderes in ihren Köpfen hatten, verließ ich das Schulgebäude, schwang mich in meinen Wagen und fuhr nach Hause.

 

Mit Caleb geriet ich eh ständig aneinander, weil er eben so ein "Mädchen" war und mir ständig Vorschriften zu machen versuchte... "tu dies nicht, lass das sein"... usw... man, man, man... wie konnte man nur so verweichlicht sein.

 

Na und, ich nutzte die Kräfte eben sehr gern, wofür hatten wir sie sonst und noch war ich ja nicht aufgestiegen, somit alterte ich eben noch nicht, wenn ich die Kräfte nutzte. Zudem hatte ich noch mindestens acht Monate Zeit ehe ich aufsteigen würde und bis dahin... würde ich einen Teufel tun und meine Kräfte zurückhalten.

 

Zuhause angekommen parkte ich mein Auto in der Einfahrt, betrat das Haus und rannte hoch in mein Zimmer, wo ich die Tür ins Schloss fallen ließ, dass der Rahmen ächzte und dann meine Tasche in die nächste Ecke warf.

 

Es war jetzt sowieso keiner hier... also konnte ich auch tun und lassen was ich wollte.

 

Anschließend warf ich mich aufs Bett, chillte und starrte dabei einfach nur die Decke an.

 

*-*-*

 

Reid hatte es mal wieder sehr eilig nach Hause zu kommen und ich fragte mich, was er da immer so trieb. Warum er nicht mit uns mitkam, etwas trinken oder mit den Mädels flirten wollte.

 

Natürlich gingen wir nach der Schule mal wieder zu Caleb mit ein paar Mädels im Schlepptau. Dort würden wir etwas Essen und anschließend was Trinken.

 

Die Hausaufgaben waren da eher nebensächlich. Wir konzentrierten uns eher darauf, dass die Mädels durch etwas Alkohol lockerer wurden.

 

Auch wurde heimlich geraucht, weil Calebs Eltern es nicht so gerne sahen. Aber wenn man ausreichend lüftete und etwas Deo benutzte, merken die es so gut wie nie.

 

Heute war Reid mal ausnahmsweise kein Thema. Sonst regte sich Caleb immer so künstlich über ihn auf und ich fand das mehr als unfair, da er ja nicht dabei war und sich somit nicht verteidigen konnte.

 

Tyler stimmte Caleb grundsätzlich zu und kroch im geradezu in den Hintern. Widerlich fand ich das. Immer dieses ja und amen. Damit konnte ich nichts anfangen. Da war ich lieber fair.

 

*-*-*

 

Nachdem ich genug gechillt hatte, stand ich auf, verließ mein Zimmer und ging in der Küche auf Nahrungssuche.

 

Irgendwie hatte ich Hunger und was zu Trinken wäre wohl auch nicht so verkehrt gewesen.

 

Also stellte ich mir was zusammen, stellte alles auf ein Tablett und nahm alles mit hoch in mein Zimmer, wo ich das Tablett auf dem Schreibtisch platzierte, mich hinsetzte und in meiner Tasche kramte, was ich für die Hausaufgaben brauchte.

 

Machen wollte ich die Hausaufgaben schon, denn ich wollte genauso gut in der Schule bleiben, wie bisher.

 

Was die anderen taten interessierte mich jetzt mal nicht, zudem ich ohnehin ahnte was sie taten, und dass sie mal wieder dabei waren die Weiber abzuschleppen... man, man, man... was mich aber richtig ärgerte war, dass auch Pogue bei alledem mitmachte... au man...

 

Zugegeben, ich war ein Rebell, hörte nie auf meinen Freund Caleb und tat was ich wollte, aber... ich wollte sicher nicht rauchen.... keinen Alkohol und um Himmels Willen keine Mädels.

 

Mädels... klar, das würde mir nun auch noch fehlen.

 

Was sollte ich auch bei deren Partys, wo sie eh nur über mich redeten, was ich mir auch jetzt ganz gut vorstellen konnte... na ja, mir egal. Sollten sie tun und lassen was sie wollten.

 

Während ich meine Hausaufgaben machte, aß ich nebenbei etwas und trank auch was dazu.

 

Später würde ich mein Zuhause erst wieder verlassen... und dann... mal schauen.

 

*-*-*

 

Irgendwie war mir heute gar nicht danach ein Mädel zu verführen, weil Reid in meinem Kopf herumspukte. Die Anderen Beiden ließen es sich nicht nehmen und vergnügten sich. Ich hingegen trank nur etwas und verabschiedete mich dann.

 

Ein wenig frische Luft würde mir gut tun und so öffnete ich das Verdeck meines Cabrios, womit ich dann durch die Gegend fuhr.

 

Eher wahllos und ohne Ziel.

 

Als ich dann genug hatte, fand ich mich in der Straße wieder, wo Reid wohnte.

 

Da hatte mein Kopf wohl gewonnen und ich parkte den Wagen. Mal schauen, ob er zu Hause war. So stieg ich aus und ging zur Tür, an der ich klingelte.

 

Keine Ahnung, was ich hier wollte. Aber es war wohl kaum verboten seinen Freund zu besuchen.

 

*-*-*

 

Gerade grübelte ich über einer Aufgabe, so dass mein Kopf beinahe schon rauchte, als ich es unten an der Tür klingeln hörte und mir die Störung jetzt so irgendwie gar nicht passte.

 

Aber gut, ich ließ alles stehen und liegen, erhob mich, ging runter zur Tür und öffnete diese.

 

Ah ja... Pogue... wie überaus interessant...

 

"Hallo Pogue. Welcher Wind hat dich denn in meine Gegend geweht?", begrüßte ich ihn, mit einer frechen Frage und ein wenig bissig... so wie ich eben immer war... würde es wahrscheinlich niemals so wirklich ablegen können.

 

"Wo du schon mal da ist... komm rein.", sprach ich dann aber freundschaftlich und grinste meinen Freund an.

 

Ein bisschen ging ich auf meinen Freund zu, legte meinen Arm um ihn und zog ihn mit mir hinein, schloss anschließend hinter uns die Tür.

 

Meinen Arm beließ ich erst mal auf seiner Schulter, denn es fühlte sich gut an ihn zu berühren. Zudem war es ja wohl nichts dabei, einen guten Freund zu umarmen... oder?

 

"Magst du was trinken?", fragte ich ihn, als wir an der Küche vorbei kamen.

 

*-*-*

 

''Hallo Reid'', begrüßte ich meinen Freund ebenfalls und ließ mich von ihm mitziehen, indem er seinen Arm um mich legte. Es fühlte sich warm an und angenehm.

 

''Tja, ich wollte schauen, was du so treibst'', log ich, da ich immer noch nicht wusste, warum ich eigentlich hier war. Aber einen Freund durfte man doch wohl noch besuchen.

 

''Oh ja gerne. Vielleicht eine Cola?'', gab ich Reid dann zur Antwort, als wir an der Küche vorbei kamen.

 

Es war richtig angenehm hier, so schön ruhig. Nicht so viel Trubel, wie bei Caleb immer. Ständig lief laute Musik und sie ließen sich volllaufen. Tagein Tagaus.

 

Mit der Zeit nervte es wirklich. Zumal sie auch mit ihren Kräften angaben, um bei den Mädels besser anzukommen.

 

*-*-*

 

Ah ja... nur schauen was ich so trieb also... hmm... gute Ausrede... hätte ich selbst nicht besser gekonnt.

 

"Eine Cola also... okay.", erwiderte ich, ließ meinen Freund los, betrat die Küche, holte eine Flasche Cola und ein Glas, dann ging ich mit Pogue hoch in mein Zimmer, wo ich hinter uns die Tür schloss.

 

"Setz dich doch.", bot ich ihm einen Platz an, stellte das Glas auf den Tisch und goss die Cola ins Glas.

 

Das Glas reichte ich meinem Freund, setzte mich aufs Bett und fragte ihn dann:

 

"Und... hat sich Caleb mal wieder über mich beschwert?", allerdings schweifte ich gleich wieder ab und meinte: "Was ich treibe.... nun, ich sitze über meinen Hausaufgaben... was sollte ich sonst tun."

 

Ich wusste doch, dass sich Caleb immer wieder gern über mich aufregte.

 

Waren wir überhaupt noch Freunde?

 

*-*-*

 

Ich bedankte mich für die Cola, ging mit Reid hoch in sein Zimmer, wo ich mich setzte. Immerhin war ich ja nicht zum ersten Mal hier und kannte es schon. Dennoch fühlte es sich irgendwie anders an heute.

 

''Nein, heute war er total auf die Mädels fixiert und ist gleich mit Zwei von ihnen verschwunden'', sagte ich.

 

''Ach ja, die Hausaufgaben. Vielleicht sollte ich da auch mal reinschauen...'', gestand ich und schaute zu Reids Schreibtisch rüber.

 

Obwohl ich eigentlich so gar keine Lust darauf hatte. Im Grunde nützte es doch nichts und ich lerne schließlich nur für mich.

 

*-*-*

 

"Okay.", gab ich von mir und war erst mal zufrieden.

 

"Ja, du solltest wirklich mal reinschauen. Wir können ja zusammen die Aufgaben machen, wenn du willst. Ich bin ja schon fast fertig. Du kannst abschreiben, wenn du magst.", bot ich meinem Freund an.

 

Klar, warum auch nicht, immerhin mochte ich ihn lieber als die anderen. Tyler kroch Caleb ständig in den Hinter und sagte zu allem Ja und Amen.... aber Pogue war korrekt... mit ihm verstand ich mich gut.

 

Schließlich stand ich auf, nahm noch einen Stuhl und platzierte diesen an den Schreibtisch.

 

"Na, nun komm schon her.", forderte ich meinen Freund freundschaftlich auf, bevor ich mich an den Schreibtisch setzte und das Geschirr zusammenstellte.

 

So wirklich konnte ich meinen Blick nicht von ihm nehmen... nur war mir ein Rätsel warum nicht... na ja... egal... war ja auch nicht so wichtig.

 

*-*-*

 

''Okay, das hört sich gut an'', antwortete ich, ''Ich hol nur schnell meine Sachen aus dem Auto.''

 

Dann stand ich auf, flitzte runter, wobei ich die Wohnungstür offen ließ. Meinen Rucksack holte ich, worin meine Schulsachen waren, bevor ich wieder ins Haus ging. Die Tür schloss ich brav hinter mir und ging zurück in Reids Zimmer.

 

Dort angekommen setzte ich mich auf den Stuhl, den mein Freund für mich hinzu gestellt hatte und packte meine Sachen aus.

 

Natürlich war es cool abschreiben zu dürfen, doch gab ich mir auch ein wenig Mühe, damit ich es auch selber konnte. Immerhin waren mir meine Noten schon ein wenig wichtig, auch wenn ich die Hausaufgaben gerne mal aus ließ.

 

*-*-*

 

Grinsend hatte ich Pogue nachgeschaut, als er mein Zimmer verließ.

 

Doch machte ich dann erst mal meine letzte Aufgabe zuende und hörte irgendwann, dass mein Freund wieder bei mir war.

 

Ich schob ihm die Lösungen meiner Aufgaben hin, so dass er sie nur abzuschreiben brauchte... jedoch bemerkte ich, dass er auch selbst ein wenig nachdachte und bewunderte ihn dafür.

 

Er war eben wirklich toll und ein sehr guter Freund.... nicht umsonst bewunderte ich ihn so sehr.

 

Zwischendurch schlug ich ihm vor:

 

"Wenn du magst können wir noch was essen und anschließend noch etwas raus gehen." und konnte es mir nicht verkneifen ihn zu mustern... seinen Körper mit meinen Blicken zu streicheln und mich echt zusammen nehmen musste, um nicht gleich noch über ihn herzufallen.

 

Nein... das gehörte sich nun wirklich nicht... auch wenn ich sonst tat was ich wollte, aber das … nein... konnte ich ihm nicht antun... nicht meinem Freund, der mir so sehr vertraute und den ich mehr mochte als meine anderen beiden Freunde... außerdem war er etwas ganz besonderes.

 

*-*-*

 

Nachdem Reid mir sein Heft rüber geschoben hatte, machte ich die Aufgaben und versuchte natürlich auch welche selber zu lösen. Ich gab mir sehr viel Mühe dabei und es gelang mir auch ganz gut.

 

In Ruhe hörte ich meinem Freund nebenbei zu und nickte zustimmend.

 

''Gerne. Das hört sich sehr gut an'', erwiderte ich, denn ich hatte schon richtig Hunger bekommen und das Wetter draußen spielte auch mit, so dass es einen regelrecht raus zog.

 

Also machte ich ordentlich meine Hausaufgaben fertig, viel hatten wir ja zum Glück nicht auf und packte meine Sachen ein.

 

Dann stand ich auf und trank noch etwas, bevor ich Reid angrinste.

 

''Fertig'', zwinkerte ich ihm zu, da ich ihn auch echt mochte. Mit ihm konnte man wenigstens mehr machen, als saufen und Mädels flachlegen.

 

*-*-*

 

Nach Pogues Zusage und da ich eh schon fertig, mit einen Aufgaben war, nahm ich das Tablett mit dem Geschirr, vom Schreibtisch, an mich, ging runter in die Küche, räumte alles weg und bereitete uns dann was zu Essen zu... Cola hatten wir ja noch oben.

 

Ein Sandwichs machte ich uns, wusste ich doch was mein Freud gern aß und belegte die Sandwichs dementsprechend.

 

Die Sandwichs legte ich auf zwei Teller und stiefelte dann wieder nach oben. Vor Pogue stellte ich einen Teller, mit den Sandwichs drauf, hin und auch auf meinen Platz stellte ich einen.

 

Unsere Gläser füllte ich noch mit Cola und setzte mich dann wieder an meinen Schreibtisch zu meinem Freund, der aber nun schon fertig mit seinen Aufgaben war und seine Sachen weggeräumt hatte.

 

Herrje, warum musste er mir nun auch noch zuzwinkern... wie bitte, sollte ich mich da beherrschen?

 

Ich grinste ihn nur an und meinte:

 

"Jetzt kannst du erst mal was essen, du hast es dir ja verdient, und anschließend gehen wir ein bisschen raus... chillen.", sodann nahm ich mir ein Sandwich und biss herzhaft hinein.

 

*-*-*

 

''Danke. Das sieht richtig gut aus'', lobte ich Reid, setzte mich wieder und biss ebenfalls in mein Sandwich.

 

Nachdem ich den ersten Bissen hinuntergeschluckt hatte, nickte zu zustimmend.

 

''Es ist auch richtig gut. Sau lecker'', sagte ich und zwinkerte erneut meinem Freund zu.

 

Also aß ich in aller Ruhe mein Sandwich und trank ab und an einen Schluck Cola. Man wurde hier ja richtig verwöhnt. Bei Caleb musste man sich immer selbst bedienen und zu Essen gab es eher selten etwas.

 

Nachdem ich alles aufgegessen hatte, trank ich mein Glas noch leer und lächelte zufrieden.

 

''Das war gut. Jetzt bin ich aber satt und muss zusehen, dass ich in Bewegung komme. Sonst werde ich sicher müde'', kam es von mir, wobei ich rüber zu Reid schaute.

 

Schule war auch immer richtig anstrengend, da musste man einfach müde werden.

 

*-*-*

 

Auch ich hatte mein Sandwich aufgegessen und das Glas Cola ausgetrunken. Es freute mich, dass es Pogue geschmeckt hatte.

 

Dann stand ich auf, nickte und willigte ein:

 

"Okay, dann lass uns los. Ich will ja nicht, dass du hier noch einschläfst.", dabei neckte ich ihn ein wenig und grinste ihn frech an... sah dabei aber auch, wie er mich anschaute.

 

Meine Sachen packte ich noch schnell in meine Tasche zurück, dann zog ich mir meine Schuhe wieder an, schaute kurz zu Pogue und zwinkerte ihm zu.

 

"Komm... gehen wir.", damit verließ ich mein Zimmer ging die Treppe runter, schnappte mir meine Schlüssel und fragte meinen Freund:

 

"Nehmen wir das Auto oder gehen wir einfach nur spazieren?"... schaute ihm abwartend... direkt in die Augen.

 

*-*-*

 

Ich folgte Reid, nachdem er sein Zimmer verließ und die Treppe runterging. Auf seine Frage hin, überlegte ich kurz und meinte dann:

 

''Von mir aus, können wir ruhig ein wenig spazieren gehen, bei dem schönen Wetter. Oder wir fahren zum Park und gehen dort spazieren, wenn du magst.''

 

Meine Sachen ließ ich vorerst hier, da wir ja später wieder hierher kommen würden.

 

*-*-*

 

"Gut, dann gehen wir eben spazieren.", erwiderte ich... ja, klar, er wollte ja Bewegung... im Auto konnte man sich so schlecht bewegen.

 

Also schnappte ich mir meinen Freund und verließ mit ihm das Haus.

 

Da die Gegend hier sehr schön war und fast schon ein bisschen ländlich, konnten wir hier gut spazieren gehen und entspannen.

 

So ging ich mit meinem Freund in Richtung des Waldes, doch schwieg ich zunächst, wusste nicht was ich sagen sollte... doch eigentlich wollte ich was sagen, aber... nein, so frech und vorlaut ich sonst auch war... jetzt bekam ich den Mund einfach nicht auf.

 

"Was wirst du eigentlich tun, wenn du aufgestiegen bist?", fragte ich meinen Freund... lenkte mich somit ab... und hatte wenigstens erst mal ein Thema gefunden.

 

*-*-*

 

Es war richtig herrlich draußen und so ging ich schweigend neben Reid her. Ich genoss die frische Luft und meine Gedanken frei zu bekommen.

 

Reids Frage überraschte mich dann aber doch und ich schaute ihn einen Moment lang an.

 

Hätte ich dann nicht wieder nach vorne gesehen, wäre ich doch glatt gegen einen Baum gelaufen.

 

''Ehrlich gesagt, weiß ich es noch nicht. Was willst du machen?'', sagte ich dann offen.

 

Ein wenig verlegen war ich nun schon, denn immerhin hätte ich mir schon längst mal Gedanken darüber machen müssen.

 

*-*-*

 

"Hmm... ich weiß es eigentlich auch noch nicht so recht... aber eines weiß ich, dass ich nicht vorhabe vorschnell zu altern, also... werde meine Kräfte jetzt noch nutzen... solange ich kann... danach... werde ich es wohl lassen.", erklärte ich meinem Freund, der grad irgendwie verlegen zu sein schien … was mich nun schmunzeln ließ.

 

So kannte ich ihn noch gar nicht.

 

Nach meiner Antwort auf seine Frage, ging ich erst mal wieder schweigend neben Pogue her, doch plötzlich kam uns Chase Collins entgegen, was in mir wieder mal Wut aufkommen ließ, denn er versperrte uns den Weg und grinste fies.

 

"Man, hau ab... verzieh dich!", blaffte ich ihn an, stellte mich unbewusst, schützend vor meinen Freund.

 

Chase war wie ein rotes Tuch für mich... ich konnte ihn nicht ausstehen. Irgendwas verbarg er... ich konnte es beinahe direkt spüren.

 

"Und... was willst du tun, wenn ich nicht gehe, hm?"

 

Auf diese Worte ging ich direkt auf ihn los, packte ihn am Kragen und schaute ihn richtig böse an.

 

"Oooch ...wie süß, will der Kleine jetzt spielen, hm?", spottete er über mich, dann zog ich ihm einfach eine rein, ließ ihn los und schleuderte ihn mit meinen Kräften weg... so als wollte ich Pogue beschützen... dabei wusste ich nicht mal, ob Chase sich an meinem Freund vergreifen wollte.

 

Aber ich konnte diesen Typen eben nicht leiden... und ließ ihn das spüren...

 

*-*-*

 

Was ging denn nun hier ab? So schnell konnte ich gar nicht reagieren und schaute zu, was die Zwei trieben.

 

Dann legte ich meine Hand auf Reids Schulter und sprach: ''Hey, lass den Spinner doch. Er ist es nicht wert.''

 

Doch genau in diesem Moment ging Chase auf uns los, weil er sich rächen wollte. Nun war ich am Zug und drückte seine Kräfte, die uns wie ein schwerer Luftzug entgegenkam, weg mit meinen Kräften.

 

''Lass das!'', beschwerte ich mich, ''Oder willst du Ärger? Zwei gegen einen, wäre zwar nicht fair, aber was ist bei dir schon Fairness?''

 

*-*-*

 

Wir schienen ein wirklich gutes Team abzugeben.... denn auch Pogue setzte sich nun gegen Chase zur Wehr, nachdem er mich versucht hatte zu beruhigen, seine Hand dabei auf meine Schulter gelegt hatte... was mich beinahe hatte schwach werden lassen.

 

Aber ich hatte mich gut im Griff, schaute Chase böse an, benutzte meine Kräfte nun ebenfalls, so dass er schließlich aufgab, was wohl auch an Pogues Worten gelegen hatte.

 

"Verschwinde besser... gegen uns kommst du nicht an... mach dir das bewusst.", drohte ich ihm.

 

"Was für ein niedliches Pärchen ihr seid... doch wirklich.,.. das meine ich ernst...", meinte er und grinste gemein.... lästernd... spottend.

 

"Pass auf, dass ich dir nicht gleich eine reinziehe...!", drohte ich ihm abermals, doch spürte ich die Wärme in meinem Gesicht, denn er hatte den Nagel ja so halbwegs auf den Kopf getroffen... nur konnte ich es vor meinem Freund ja wohl kaum zugeben.

 

Was hätte Pogue denn dann von mir gedacht... au man...

 

Chase lachte und ging dann, an uns vorbei... seiner Wege...

 

"Wir sehen uns wieder... verlasst euch drauf...", waren seine letzten Worte... dann verschwand er um die nächste Ecke.

 

Kopfschüttelnd stand ich erst mal nur da, schaute ihm nach... schaute dann aber zu Pogue... versuchte mich zu beruhigen und hoffte, dass mein Freund nicht nachhaken würde... auf Chases Gelaber... von wegen Pärchen und so...

 

*-*-*

 

Endlich war Chase weg und ich atmete ein wenig auf.

 

''Alles klar bei dir?'', hakte ich bei Reid nach und schaute ihn besorgt an.

 

Warum nur, war er so rot im Gesicht? Es blieb mir ein Rätsel. Oder sollte es wegen Chase Worte gewesen sein? War ihm das unangenehm?

 

Ich beließ es dabei, würde aber wachsamer sein. Auch was Chase anging, da er ja immerhin sich überall aufhalten konnte.

 

''Wollen wir weiter? Oder lieber eine kleine Rast einlegen?'', fragte ich meinen Freund dann.

 

Immerhin könnten wir uns auch ein wenig hinsetzen, sofern es Reid auch gefiel. Nach dieser Anstrengung war eine Pause vielleicht gar nicht verkehrt.

 

*-*-*

 

"Ja, klar, alles gut.", gab ich nur von mir, während ich versuchte wieder runter zu kommen.

 

Das war gerade noch mal gut gegangen. Pogue fragte eben nicht nach und so war ich dem "Galgen" gerade noch mal so entkommen.

 

"Lass uns weiter gehen... soll der Spinner doch bleiben wo der Pfeffer wächst", meinte ich, schaute meinen Freund an und spürte, wie sich langsam alles wieder normalisierte.

 

"Ich kann nichts dafür, dieser Typ regt mich schon auf, wenn der nur anwesend ist... wenn ich den nur sehe... ich mag den nicht", meinte ich, während ich mich langsam wieder in Bewegung setzte. Immerhin wollten wir ja spazieren gehen.

 

Meine Gefühle für Pogue verbarg ich sorgsam, lebte damit dass ich ihn vielleicht niemals bekommen würde und mich somit lieber mit seiner Freundschaft zufrieden gab. So konnte ich wenigstens in seiner Nähe bleiben und diese genießen.

 

Nur des Nachts träumte ich davon, dass wir ein Paar wären.... träumte von ihm... nur von ihm.

 

War es etwa das was Chase gesehen hatte... konnte der sich etwa in meine Träume schleichen... und sehen, was ich mir so sehnlichst wünschte....?

 

Wenn dem so wäre, musste ich unter allen Umständen verhindern, dass Pogue allein auf Chase traf. Denn wenn dieser ihm erzählen würde, was ich mir insgeheim wünschte, was ich träumte... au man... das durfte niemals passieren. Wobei ich mir aber ziemlich sicher war, dass Pogue Chase eh kein Wort glauben würde...

 

...oder doch...?

 

Panik machte sich in meinem Kopf breit...

 

*-*-*

 

Was in Reid vor sich ging, ahnte ich nicht. Auch ich ging weiter neben ihm her und schwieg erst mal. Sicher mochte ich Chase auch nicht, aber wieso war Reid so leicht reizbar gewesen?

 

Ich versuchte mir keine weiteren Gedanken darum zu machen. Die frische Luft tat richtig gut und auch die kleine Auseinandersetzung hatte mich wieder munter gemacht.

 

Nur so zum Spaß spielte ich mit den Blättern der Bäume, die ich mit meinen Kräften herumwirbeln ließ, so dass sich einige lockerten und wie im Herbst zu Boden fielen.

 

Zwischendurch schubste ich Reid ein wenig an, nur so zum Spaß und nicht mit viel Druck. Einfach nur, um die ruhige Stimmung zu durchbrechen, weil ich gerade nicht wusste, worüber wir reden könnten.

 

*-*-*

 

Nachdenklich war ich geworden, wollte mir ja eigentlich nichts anmerken lassen... aber ich konnte nicht anders. Mein Freund war zum Greifen nahe... ich hätte es ihm doch nur sagen müssen... jedoch vermochte ich es nicht.

 

Die Angst er konnte Gott-weiß-was von mir denken saß ziemlich tief, so dass ich lieber die Klappe hielt.

 

In mich hinein grinsend schaute ich ihm zu, wie er mit den Blättern der Bäume spielte und anscheinend auch Spaß daran hatte seine Kräfte zu gebrauchen.

 

"Hey, lass das...", beschwerte ich mich bei ihm, als er mich mit seinen Kräften ein wenig anschubste.

 

Aber ich meinte es keineswegs böse, lächelte ihn vielmehr an, und hoffte, dass es auch nicht so rüber kommen würde.

 

"Dir macht es aber anscheinend auch Spaß deine Kräfte zu nutzen.", meinte ich nur so nebenbei, ließ dann meine Kräfte ebenfalls los und begann ein paar Blütenblätter, der Blumen herum fliegen zu lassen und vermischte diese mit den Blättern der Bäume, die Pogue herum fliegen ließ.

 

*-*-*

 

''Ach, komm du Mädchen. Stell dich nicht so an'', neckte ich Reid und grinste frech.

 

''Ja, wenn ich mit dir alleine bin, kann ich meine Kräfte wenigstens einfach so nutzen. Bei Caleb muss man ja immer aufpassen. Der dreht ja gerne durch deswegen'', erklärte ich ihm.

 

Ich spielte das Spiel mit und ließ meine Blätter weiter herumwirbeln. Dabei hatte ich richtig Spaß und Reids Blütenblätter sahen dazu einfach nur schön aus.

 

Nach einer Weile ließ ich die Blätter aber fallen, weil es mir zu langweilig wurde.

 

''Wollen wir langsam zurückgehen?'', schlug ich dann vor, da wir schon eine Weile gelaufen waren.

 

Der Himmel hatte sich verdunkelt und die Sonne ließ sich scheinbar nicht mehr blicken. Also könnten wir es uns auch bei Reid noch ein wenig gemütlich machen.

 

*-*-*

 

Hatte mich Pogue wirklich "Mädchen" genannt.... tze....

 

Aber ich nahm es ihm nicht übel, es war ein Scherz und das wusste ich.

 

Jedoch sein freches Grinsen ließ mein Herz beinahe einen Schlag aussetzen und dann heftig weiter schlagen.

 

Wie sehr genoss ich die Ruhe hier und die Anwesenheit meines Freundes, dennoch war ich auch froh, als er vorschlug langsam zurückzugehen. Zudem zog sich der Himmel eh grad zu und ich ahnte, dass es wahrscheinlich gleich zu regnen anfangen würde.

 

"Okay, lass uns zurückgehen. Ich denke es wird eh gleich regnen.", willigte ich ein, machte kehrt und ging mit meinem Freund wieder heim.

 

Wir hatten noch nicht einmal die Hälfte der Strecke hinter uns gelassen, als es auch schon mörderisch zu regnen begann und wir uns nun echt beeilen mussten, um nicht bis auf die Knochen durchzuweichen.

 

Was natürlich Unsinn war, denn wir wurden doch richtig nass, bevor wir bei mir zuhause ankamen.

 

Schließlich erreichten wir mein Zuhause, ich schloss schnell die Tür auf und wir betraten klitschnass das Haus.

 

"Komm mit ins Bad.", meinte ich, ging vor, schnappte mir zwei Handtücher und gab Pogue eines, bevor ich mit ihm hoch in mein Zimmer ging.

 

"Man, was für ein Mistwetter.", hörte ich mich sagen und wollte eigentlich meine nassen Klamotten loswerden.

 

Ich öffnete meinen Kleiderschrank und schaute was ich Pogue geben könnte, denn er konnte doch unmöglich die nassen Sachen an behalten.

 

"Wollen wir mal schauen was dir so passen könnte.", meinte ich noch und überlegte... versuchte mich abzulenken und begann schon zu zittern, da ich fror und dringend die Sachen loswerden musste.

 

*-*-*

 

Na super, da hatte uns das Wetter aber ganz schön erwischt. Auch der Endspurt hatte uns nicht retten können.

 

Das Handtuch nahm ich dankend an und trocknete schon mal meine fast schulterlangen blonden Haare.

 

Noch während Reid schaute, was er mir geben könnte, zog ich meine Hose und mein Oberteil aus. Beides war mehr als durchnässt. Meine Unterhose war auch etwas nass geworden, aber ich behielt sie vorerst an.

 

Natürlich sah ich, dass mein Freund zitterte und legte mein Handtuch, um meine Schultern.

 

''Du musst dich schon ausziehen und abtrocknen, sonst erkältest du dich'', ermahnte ich ihn und nahm sein Handtuch aus seinen Händen.

 

Damit begann ich dann seine kurzen hellblonden Haare trocken zu rubbeln.

 

''Komm mal her'', sagte ich und lachte dabei.

 

Ich war richtig froh hierher gefahren zu sein und den Nachmittag mit Reid verbracht zu haben. Auch wenn wir jetzt nass geworden waren. Es hatte wirklich Spaß gemacht und war sehr schön gewesen.

 

*-*-*

 

Ach herrje, jetzt begann Pogue mich auch noch zu bemuttern, das war doch wohl nicht sein ernst... na ja, aber er meinte es gut und recht hatte er ja auch. Zudem hatte ich es schon genossen, wie er mich abtrocknete... auch meine Haare nicht vergaß...

 

Dennoch konnte ich es nicht lassen mich halbherzig zu beschweren:

 

"Lass das, ich bin doch kein Kleinkind.", lachte dabei aber.

 

Au man, na das konnte ja heiter werden... meine Blicken fixierten seinen beinahe nackten Körper , mein Mund fühlte sich plötzlich ganz trocken an, so dass ich mit der Zunge, unbewusst, über meine Lippen strich.

 

Doch bevor ich weiter nach Klamotten für meinen Freund suchte, entfernte ich mich ein wenig von Pogue und kleidete mich nun ebenfalls aus... nahm mein Handtuch und trocknete mich ab. Ja, so was es viel besser... aber jetzt bitte keine blöden Gedanken... bitte, keine Gedanken... die unter die Gürtellinie gingen und nur allzu offensichtlich wären.

 

Schnell wand ich mich meinem Schrank, schaute kurz und entnahm diesem schwarze Klamotten. Zwei schwarze T-Shirts und zwei schwarze Hosen für uns beide.

 

Einen Teil behielt ich und den anderen Teil gab ich meinem Freund.

 

"Hier, jetzt zieh dir erst mal was warmes an und ich mache uns dann einen Tee.", sprach ich hinzufügend und beeilte mich schon in meine Sachen zu springen.

 

Man, das war doch die reinste Tortur... die reinste Folter.

 

...Pogue...

 

...nein, sag ich... aus... nein... du siehst ihn nicht an... nein.... denk an was anderes... aber... mhmm... er sieht doch so lecker.... nein, sag ich... nicht hinsehen...

 

*-*-*

 

Auf Reids Worte hin, musste ich nur noch mehr lachen, ließ dann aber von ihm ab.

 

Als er mir Sachen reichte, legte ich diese auf sein Bett und zog meine Unterhose nun ebenfalls aus. Immerhin war auch sie ein wenig nass geworden und ich wollte mir ja nichts wegholen.

 

In die Sachen konnte ich getrost auch ohne Unterwäsche schlüpfen. Immerhin würde ich sie sowieso waschen, bevor Reid sie wiederbekam.

 

''Ein Tee hört sich mehr als gut an, ich bin richtig durchgefroren'', sprach ich.

 

Zumindest würde ein Tee schon mal von innen her wärmen. Nur was würde außen helfen?

 

*-*-*

 

Wie sollte es anders sein, schaute ich nun doch wieder zu meinem Freund, der sich gerade den Slip auszog und meine Augen nichts anderes zu tun hatten, als ihn von oben bis unten anzuschauen... ihn zu mustern.

 

Hart musste ich schlucken, bekam mich dann aber doch wieder weitgehend in den Griff, zog mich an und meinte:

 

"Also ich geh uns jetzt einen Tee machen.", dann schnappte ich mir die nassen Sachen von ihm und auch von mir und verließ eilig, beinahe fluchtartig, das Zimmer.

 

Erst mal führte mich mein Weg in den Keller, wo der Wäschekorb stand, in den ich die Wäsche zum Waschen legte.

 

Anschließend führte mich mein Weg in die Küche, wo ich mich daran machte den Tee für Pogue und mich zuzubereiten.... so war ich wenigstens abgelenkt... auch wenn mich das Bild meines nackten Freundes förmlich verfolgte... sich tief in meinem Gedächtnis einbrannte.

 

*-*-*

 

Etwas verwirrt schaute ich Reid nach, der regelrecht geflüchtet war. Dann zog ich mich in Ruhe an und setzte mich aufs Bett.

 

Meinen Blick ließ ich schweifen und entdeckte eine Zeitschrift, in der ich herumblätterte.

 

Da Reid das Rätsel darin noch nicht gemacht hatte, suchte ich einen Stift und legte mich aufs Bett, mit dem Bauch nach unten.

 

Nun, mit der Zeitschrift vor mir liegend, machte ich mich daran, das Rätsel zu lösen. Es ging wie von selbst und Buchstabe für Buchstabe füllte sich das Blatt.

 

Ich war wie in Trance und schrieb solange, bis alles gelöst war.

 

*-*-*

 

Als der Tee endlich fertig war, tat ich noch ein paar Kekse, Chips und Schokolade in eine Schale, alles stellte ich dann auf ein Tablett und ging wieder nach oben in mein Zimmer.

 

Bei dem Anblick, den mir mein Freund dann allerdings bot, so wie er auf meinem Bett lag... hätte ich das Tablett beinahe fallen lassen und ich musste mich arg zusammenreißen.

 

Das Tablett stellte ich auf ein Beistelltischchen und setzte mich dann zu Pogue aufs Bett.

 

"Hey, wer hat dir denn erlaubt meine Zeitschrift anzuschauen und einfach das Rätsel zu lösen, hm?", fragte ich meinen Freund... meinte es natürlich nicht böse und grinste, während ich es nicht lassen konnte ihm leicht in die Seite zu piksen.

 

Es musste sein... nur eine kleine leichte Berührung wollte ich mir gestatten... mehr nicht... auch wenn ich mich wirklich stark beherrschen musste... was gar nicht so einfach für mich war.

 

*-*-*

 

Als Reid im Zimmer erschien, bemerkte ich ihn erst, als er sich zu mir setzte. Sicher verstand ich, wie er es meinte und sein piksen in die Seite animierte mich nur, ihn auch zu ärgern.

 

''Wieso, die Zeitschrift hat zu mir gesagt: lies mich, lies mich! Und das Rätsel hat schon geweint, weil du es nicht beachtet hast'', scherzte ich, legte Stift und Zeitschrift dann beiseite.

 

Kurz grinste ich Reid frech an, dann zog ich ihn auf Bett und begann ihn durchzukitzeln. Wer mich pikste, musste mit Rache rechnen.

 

''Wer hat dir denn gestattet mich zu piksen? Hm?'', fragte ich dann und hörte nicht auf, ihn zu foltern durch meine Kitzeleien.

 

*-*-*

 

Ich musste natürlich auch grinsen, als ich diese Antworten von Pogue bekam... die ich zudem gar nicht von ihm gewohnt war.

 

Doch zog er mich so schnell aufs Bett, dass ich dachte etwas verpasst zu haben.

 

"Ich habe es mir gestattet, dich zu piksen", gab ich noch frech zur Antwort, als er mich dann auch schon kitzelte und ich laut loslachen musste.

 

"Ich geb auf.... ich geb auf...", kicherte ich, und doch machte es mich total an... denn es war für mich nicht nur, dass er mich kitzelte... nein... seine Hände... seine Finger auf bzw. an meinem Körper zu spüren... ging mir beinahe schon unter die Haut und ich musste mich arg beherrschen.

 

Wobei ich nicht mal wusste, wie lange ich mich so beherrschen könnte.

 

Natürlich versuchte ich ihn irgendwie abzuwehren, lachte schon Tränen... schaffte es dann und sprang vom Bett auf.

 

"Lass das... ich habe dir nämlich nicht erlaubt mich zu kitzeln.", kommentierte ich sein Tun frech und streckte ihm kurz, aber sehr frech die Zunge raus.

 

*-*-*

 

''Hey! Und ich habe dir nicht erlaubt, mir die Zunge rauszustrecken!'', kam es mindestens genauso frech, aber auch ein wenig gespielt, empört vom mir zurück.

 

Ich konnte Reid doch unmöglich einfach so entwischen lassen, also versuchte ich nach ihm zu greifen. Da es so nicht gelang, sprang nun auch ich auf und schnappte nach ihm.

 

Natürlich wusste ich, dass er es mir nicht leicht machen würde und ich schaute ihn gespielt fies an. Dabei musste ich schon fast lachen, weil die Sache wirklich Spaß machte.

 

''Na warte!'', drohte ich schon fast kichernd.

 

Um mich dann durchzusetzen und weil ich es nicht ab konnte, zu verlieren, benutzte ich meine Kräfte.

 

Mit meiner Kraft zog ich Reid an mich ran, so dass sein Hintern direkt in meinem Schoß landete. Nur hatte ich die Kraft unterschätzt und landete mit samt meinem Freund, auf dem Bett.

 

Zum Glück, denn da war es weich und bequem. Irgendwie fühlte sich diese Position recht angenehm an. Mir kamen auf einmal seltsame Gefühle in den Sinn.

 

*-*-*

 

Also gut, anscheinend wollte er mich wahnsinnig machen... unbewusst vielleicht... aber er legte es drauf an und ich würde mich nun doch an ihn heran tasten... antesten wie weit ich bei ihm gehen konnte und er es sich gefallen lassen würde.

 

Zudem sich mein Gesäß an seinem Schoß... herrje... unglaublich geil anfühlte...

 

Dank seiner Kräfte, lagen wir eh schon auf dem Bett... gut, das passte ja ausgezeichnet.

 

Geschickt drehte ich mich zu ihm um, setzte mich breitbeinig auf seinen Schoß, packte seine Handgelenke und ließ seinen Oberkörper nach hinten sinken... hielt ihn fest.

 

Eine gefühlte Ewigkeit hielt ich ihn einfach nur fest und schaute ihm intensiv in die Augen... dieser Blick... Wahnsinn...

 

"Ich habe dir aber auch nicht erlaubt deine Kräfte bei mir einzusetzen.", flüsterte ich ihm zu, beugte mich zu ihm herab, kam seinem Gesicht gefährlich nahe ...schaute noch einmal direkt in seine Augen... diese wunderschönen Augen und küsste ihn dann kurzerhand... sanft, zärtlich... auf den Mund.

 

Was konnte ich denn dafür, wenn Pogue mich so sehr reizte, dass ich gar nicht anders konnte, als mein Glück bei ihm zu versuchen. Im Augenblick war es mir so vollkommen egal, was er nun von mir denken würde.

 

Seine Lippen fühlten sich so weich an, so dass ich gar nicht mehr von ihm lassen konnte... die Zeit am Liebsten stillstehen lassen würde.

 

*-*-*

 

Im einen Moment lachte ich noch, weil Reid mit mir herumalberte. Doch was tat er dann? Er küsste mich einfach auf den Mund.

 

Etwas erschrocken starrte ich ihn erst an. Doch es fühlte sich keineswegs falsch an. Nein, sogar recht gut. Langsam schlossen sich nach ein paarmal Zwinkern meine Lieder, wie von selbst.

 

So viele Frauen hatte ich schon geküsst und mir wäre es nie in den Sinn gekommen einen Mann oder gar Reid zu küssen.

 

Aber jetzt geschah das hier und ich ließ es geschehen. Warum auch immer.

 

Es fühlte gut und richtig an. Angenehm warm und weich waren seine Lippen. Außerdem war es sehr angenehm meinen Freund auf diese Art und Weise so nah zu sein.

 

*-*-*

 

Zunächst dachte ich, dass Pogue mich nun wegstoßen wollte, da er mich so erschrocken ansah, doch dann schlossen sich seine Augen und ich wusste... es war alles in Ordnung.

 

Weiter küsste ich ihn, ließ seine Hände los und meine Hände über seinen tollen Körper gleiten, erreichte den Rand des Pullis und ließ meine Hand dann unter diesen gleiten, wollte endlich seine nackte Haut fühlen.

 

Was ich ertasten konnte fühlte sich unglaublich gut an... zu gut... so dass ich mich ziemlich beherrschen musste, um nicht gleich über ihn herzufallen.

 

Währenddessen ließ ich meine Zunge scheu über seine Lippen gleiten, bat um Einlass... meine Augen genießend schließend.

 

*-*-*

 

Erneut war ich erschrocken, als ich Reids Hände auf meiner Haut fühlte. Aber es fühlte sich gut an und so ließ ich meine Hände sinken und fasste Reid an den Seiten zaghaft, vielleicht auch noch etwas scheu an.

 

Wie von selbst öffnete ich meinen Mund, hatte ich es doch schon unzählige Male getan. So viele Mädchen hatte ich geküsst und trotzdem fühlte sich dieser Kuss anders an. Warm und weich, zärtlich und wie sollte ich es beschreiben? Irgendwie männlich.

 

Ich ließ es geschehen, alles auf mich zukommen, was Reid mit mir vor hatte.

 

Dabei dachte ich nicht weiter nach und stellte mir nicht die Frage nach dem Warum. Immerhin fühlte es sich gut an und ich fühlte mich gerade mehr als wohl.

 

Obgleich meine Hände sich in Reids Pulli krallten, während meine Zunge noch unsicher die seine begrüßte. Neu und aufregend war alles, wobei mein Herz wie wild schlug.

 

*-*-*

 

Noch immer spürte ich keine Gegenwehr von Pogue, also konnte ich wohl getrost weiter machen.

 

So ließ ich kurz von ihm ab, legte mich neben ihn und küsste ihn weiter. Noch einmal ließ ich unwillig von ihm ab, aber nur um meinen Freund von seinem Oberteil zu befreien, das dann achtlos irgendwo landete.

 

Au man, das musste doch verboten werden... dieser hammergeile Oberkörper... von dem ich meinen Blick nicht abwenden konnte. Noch einen Kuss schenkte ich ihm, ehe sich meine Lippen auf die Wanderschaft über seinen Körper begaben und diesen zärtlich küssend... eine leicht feuchte Spur hinterlassend...

 

Seine Haut fühlte sich genauso an, wie sie aussah. Teils streichelte ich ihn, teil küsste und leckte ich seine Brustwarzen. Ein klein wenig knabberte ich auch an ihm, aber so, dass es ihm auf keinen Fall weh tun würde.

 

Schließlich erreichte ich seinen Hosenbund, öffnete die Hose und zog diese nur ein ganz klein wenig nach unten... nicht zu viel... versenkte dann meine Zunge in seinem Bauchnabel … leckte und küsste nur ganz leicht seinen Unterbauch... etwas oberhalb des Schambereichs... wie ein Hauch...

 

*-*-*

 

Was Reid mit mir tat, ließ mich seufzen und ich lehnte mich zurück ins Kissen. Seine Hände auf meiner Haut und die Küsse fühlten sich gut an.

 

Vielleicht gerade weil alles neu war und sich so toll anfühlte, regte sich langsam etwas in meiner Hose. Reid wusste eindeutig, was er zu tun hatte und so ließ ich ihn gewähren.

 

Warum sollten wir auch nicht ein bisschen Spaß haben. Es musste doch niemand wissen.

 

Ich war jedenfalls nicht abgeneigt, da es sich wunderbar anfühlte. Irgendwelche anderen Gedanken machte ich mir gerade nicht, ob ich schwul wäre oder warum Reid das tat.

 

Nein, vielmehr genoss ich es, wie er mich verwöhnte. Sonst musste ich immer die ganze Arbeit machen, bei den Frauen. Dabei fühlte es sich so richtig toll an.

 

*-*-*

 

Ah gut, Pogue schien es zu gefallen, was ich mit ihm tat, was ich gut an seinem Seufzen hören konnte. Also... machte ich weiter...

 

Den Verschluss seiner Hose öffnete ich nun vollständig, zog die Hose noch etwas herab... küsste und leckte ihn weiter, bis... seine Hose nun Geschichte war und achtlos irgendwo landete.

 

Was ich dann sah, ließ mich grinsen... so, es schien ihm mich nur zu gefallen... nein... es erregte ihn auch... gut so... dann konnte ich also tatsächlich noch etwas weiter gehen.

 

Auf die Spitze seines Gliedes setzte ich einen hauchzarten Kuss, leckte seine Männlichkeit anschließend der Länge nach ab und vergaß auch seine Hoden nicht, die ich zunächst nur sacht massierte.

 

Natürlich regte sich auch bei mir was in der Hose, so dass ich widerwillig, aber kurz von meinem Freund ablassen musste, um mich nun ebenfalls zu entkleiden, dabei streifte meine Hose mein Glied... was mir ein leises Stöhnen entlockte.

 

Wenn er mir jetzt keinen Einhalt gebot, würde ich gleich aufs Ganze gehen... und dann gäbe es kein Zurück mehr... noch konnte ich mich einigermaßen beherrschen, was auch nicht unbedingt einfach für mich war...

 

Jetzt hatte er noch eine allerletzte Chance... danach... wäre es definitiv zu spät... dann wäre er nämlich mein...

 

*-*-*

 

Schon unzählige Male hatte ich einen geblasen bekommen, doch zum ersten Mal machte es ein Mann bei mir und dazu auch noch mein Freund Reid. Es fühlte sich mehr als geil an, denn er wusste definitiv besser, was mir gefiel und was er tun musste.

 

Nur beiläufig bekam ich mit, dass er sich auszog. Für einen Moment herrschte in mir Unsicherheit, die ich aber runter schluckte.

 

Meine Augen wieder schließend, ließ ich alles geschehen. Einfach weil es sich mehr als gut anfühlte und ich jetzt richtig geil war.

 

Ich war gespannt, was als nächstes passieren würde und blieb ruhig liegen, wobei mein Atem schon etwas schneller ging.

 

*-*-*

 

Ich verwöhnte meinen Freund noch ein wenig, spürte, wie schnell er nun doch sehr erregt wurde.

 

Gut, aber ich wollte ihm nun nicht sofort seinen Willen lassen... nein, denn ich wollte definitiv auch meinen Spaß haben.

 

Während ich Pogue noch etwas verwöhnte griff ich unters Bett, holte die Gleitcreme hervor und ließ dann kurz von ihm ab. Auf meine Finger tat ich sehr viel Gleitcreme, dann spreizte ich seine Beine noch etwas und drang erst mal nur mit einem Finger in Pogue ein, um ihn vorsichtig zu weiten und vorzubereiten.

 

Immerhin wollte ich ihm ja nicht weh tun und er sollte auch seinen Spaß haben.

 

Damit er etwas abgelenkt wurde, küsste ich ihn leidenschaftlich und doch zärtlich.

 

*-*-*

 

Darauf war ich definitiv nun nicht vorbereitet und verkrampfte mich Augenblicklich. Reids Kuss machte die Sache auch nicht besser, so dass ich der Sache nun doch ein Ende setzte und seine Finger wieder aus mir herauszog.

 

''Was tust du denn?'', kam es über meine Lippen.

 

Ein wenig Spaß haben, war eine Sache, aber das hier ging mir nun doch zu weit.

 

Wieso wollte Reid das so? Hatte er das schon mal gemacht? War er etwa... schwul?

 

Etwas erschrocken schaute ich ihn an, blieb jedoch vorerst liegen. Immerhin war es bis eben schön gewesen und dagegen hätte ich nichts einzuwenden.

 

*-*-*

 

Als hätte ich es mir gedacht, unterbrach mein Freund das Liebesspiel.

 

So ließ ich von ihm ab, verließ das Bett augenblicklich und zog mich wieder an.

 

"Es ist wohl besser, wenn du dich jetzt anziehst und gehst", sprach ich nun sehr unterkühlt, ohne auf seine Frage zu antworten.

 

Anschließend verließ ich das Zimmer, ging ins Bad und verschloss es von innen.

 

Klar, jetzt brauchte ich eine kalte Dusche.

 

Ich hatte mich wohl doch getäuscht... ich hätte nicht soweit gehen sollen... niemals hätte ich ihn anpacken dürfen.

 

Jetzt hasste ich mich dafür und würde ihm wohl so schnell nicht mehr unter die Augen treten wollen.

 

*-*-*

 

Wow, da war es einem scheinbar sehr peinlich, was wir getan hatten. Also zog ich mich wieder an und schnappte meine Sachen.

 

Dann verließ ich das Haus und fuhr nach Hause.

 

Als ich dort ankam, war keiner da. Meine Mutter zog mich alleine groß und hatte diese Woche Nachtschicht. Geschwister hatte ich keine und so kannte ich es, dass ich mir auch mal etwas zu Essen machen musste.

 

Großen Hunger hatte ich keinen, also schnappte ich mir lediglich eine Tafel Schokolade und ging rauf in mein Zimmer. Die Hausaufgaben waren ja nun gemacht und so futterte ich die Schokolade auf, wobei ich überlegte, was ich jetzt anstellen sollte.

 

Drinnen hielt mich irgendwie nicht, dafür war ich viel zu unruhig und zu viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Also verließ ich das Haus, dies mal mit Inlinern und fuhr zum Park, wo ich ein paar Runden drehte.

 

*-*-*

 

Ich hörte noch, dass Pogue tatsächlich ging und das Haus verließ.

 

Nun duschte ich in aller Ruhe, konnte es auch nicht lassen, mich selbst zu verwöhnen... was auch den gewünschten Erfolg brachte, dann duschte ich sehr gründlich und pflegte mich anschließend.

 

Mit einem Badetuch bekleidet verließ ich das Bad, ging in mein Zimmer bekleidete mich dann in meine heißgeliebten schwarzen Sachen, stylte meine Haare ein wenig, brachte dann das Badetuch in die Wäsche und das gesamte Geschirr in die Küche.

 

Wieder in meinem Zimmer, packte ich alles was ich brauchte in einen Rucksack und eine Sporttasche, räumte noch schnell auf und verließ mein Zimmer.

 

Die Einganghalle erreicht, schnappte ich mir die Autoschlüssel und verließ das Haus meiner Eltern.

 

Mein Gesichtsausdruck war versteinert... Freunde? Ich hatte keine Freunde mehr... sie alle konnten mir gestohlen bleiben. Sie würden mich nie wieder sehen.

 

Ich konnte mit vielem umgehen, aber nicht damit, wenn man mich ausnutzte... mich erst heiß machte und dann hängen ließ... und da gab es noch so viele andere Sachen, die mir jetzt hoch kamen.

 

Die Garage erreicht, packte ich die Sporttasche und den Rucksack in mein Auto, die Papiere legte ich vorne ins Handschuhfach, dann setzte ich mich ins Auto und fuhr davon.

 

Trotzdem ich schon sehr oft verletzt worden war, wollte jetzt einfach keine Traurigkeit entstehen... wollten keine Tränen fließen... es schien als wollte sich auf meine Gefühle eine dicke Eisschicht legen... und um mich herum eine feste Mauer entstehen.

 

Ich gab Gas und raste die Straßen entlang. Immerhin hatte ich einen weiten Weg vor mir... bis nach Kanada.

 

Sollten sie doch zusehen, wie sie sich gegen Chase verteidigten... aber vermutlich würden sie mich nicht einmal vermissen... außer Caleb vielleicht, da der ja dann nicht mehr an mir herum meckern konnte.

 

*-*-*

 

Es war ruhig im Park und so konnte ich in aller Ruhe ein paar Runden drehen. Was bei Reid vor sich ging, bekam ich ja nicht mit. Außerdem hätte ich es sowieso nicht verstanden, da ich nichts von seinen Gefühlen wusste.

 

Für mich war es ein Experiment gewesen, was leider zu schnell abgebrochen worden war. Im Grunde hatte es sich alles schön angefühlt, nur die Sache zum Schluss war komisch gewesen, weswegen ich einen Rückzieher gemacht hatte.

 

Immerhin hatte ich so was noch nie gemacht und dann kam Reid daher und verwirrte mich so.

 

Mist! Warum nur, hatte er das gemacht?

 

Vor lauter Frust ließ ich meine Kräfte an einen wehrlosen Baum aus, der erst Blätter und dann Äste fallen ließ. Tränen rannen unbewusst über mein Gesicht, weil ich nicht wusste, warum alles passiert war.

 

*-*-*

 

Ich fuhr einfach weiter... immer weiter... mein Navi, das ich mit den nötigen Daten gefüttert hatte, zeigte mir die Richtung, in die ich fahren musste, genau an.

 

Von irgendwoher spürte ich eine Kraft... jemand schien seine Kräfte unnötigerweise zu nutzen... und ich kannte diese Kraft nur zu gut... Pogue.

 

Denn jeder von uns besaß, was die Kräfte anging, seine eigene Signatur... und diese Signatur gehörte eindeutig Pogue.

 

Nun, mir war es zwar nicht egal, aber ich konnte nicht umkehren, um ihm zu beichten was ich für ihn empfand... auslachen würde er mich... oder aber... Fragen über Fragen stellen.

 

Warum... wieso... weshalb... worauf ich ihm nicht würde antworten können.

 

Sicher, es war ziemlich unfair von mir und ich hatte mich wahrscheinlich auch nicht unbedingt korrekt verhalten, aber... ich war dennoch nicht gewillt, umzudrehen und mich zu outen und meinem Freund meine Gefühle zu gestehen.

 

Die Tränen rannen nun doch aus meinen Augen, der Schmerz, den ich mir selbst zufügte, war schrecklich. Krampfhaft versuchte ich mich der Tränen zu erwehren... wischte diese immer wieder, wie lästige Fliegen, weg... und doch wollten die Tränen kein Ende nehmen.... rannen einfach weiter aus meinen Augen über meine Wangen, um dann leise herab zu tropfen.

 

Der rebellische ...starke Reid... weinte...

 

Mir blieb nichts anderes übrig, als auf einem Parkplatz kurz zu rasten und mich wieder zu beruhigen... oder es zumindest zu versuchen.

 

Dieser Schmerz tat so verdammt weh, dass ich schon eine Weile brauchte, um wieder zur Ruhe zu kommen und meine Fahrt fortsetzen zu können.

 

*-*-*

 

Erst als der Baum nur noch ein Kleines seiner selbst war, hörte ich auf, wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und schaute in den Himmel.

 

Am Liebsten hätte ich geschrien, aber es kamen keine Laute aus meinem Mund. Stattdessen fuhr ich mit meinen Inlinern zurück zu Reids Haus. Als ich dort ankam und klingelte, machte allerdings keiner auf.

 

Reids Auto stand auch nicht da, was mir erst jetzt auffiel.

 

Wo war er nur hin?

 

Kurz entschlossen fuhr ich zu Caleb, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, dass Reid dort war. Als ich dort ankam, stand auch kein Auto von Reid da und Tyler schien bereits weg zu sein.

 

Eigentlich wollte ich erst gar nicht klingeln, tat es dann aber doch, in der Hoffnung Caleb könnte mir weiterhelfen.

 

*-*-*

 

Eine ganze Weile brauchte ich noch, bis ich mich wieder gefangen hatte, dann ging es mir wieder einigermaßen gut. Ich trank noch etwas, dann startete ich den Motor, gab Gas, fuhr vom Parkplatz runter und setzte meinen Weg fort.

 

An nichts anderes wollte ich mehr denken... hatte so die Nase voll... von diesen angeblichen Freunden... scheiß drauf... ganz ehrlich... ich war eben anders als sie und stolz drauf … nicht immer den anderen nachzulaufen oder Caleb nach dem Mund zu reden.

 

Niemals würde ich mich ändern und wer damit nicht klar kam... na und... Pech gehabt.

 

*~*

 

Caleb war allein zuhause, denn alle anderen waren schon gegangen und er war nun am Aufräumen.

 

Er hatte noch nicht einmal die Hälfte geschafft, als es an der Türe klingelte.

 

Da er dachte irgendwer hätte was vergessen, beeilte er sich, ging an die Tür und öffnete diese... als er erstaunt Pogue vor sich stehen sah.

 

"Hey, Pogue, komm rein. Was führt dich zu mir?", fragte er ihn sogleich und schaute ihn fragend und ein wenig besorgt an, da er Pogues Gesichtsausdruck genau kannte, wenn etwas nicht okay war.

 

*-*-*

 

Als ich Tür aufging, stand ich wie versteinert da und starrte Caleb an. Dann trat ich ein und fragte ihn: ''Hast du zufällig Reid gesehen? War er vielleicht hier?''

 

Ich konnte nicht unterdrücken, dass ich mir Sorgen machte. Nur würde ich wohl kaum erzählen, was vorgefallen war.

 

Caleb würde das doch gar nicht verstehen.

 

Also ging ich hinein, an ihm vorbei, in sein Zimmer, wo ich mich hinsetzte. Sichtlich nervös, knibbelte ich an meinen Fingernägeln herum.

 

Ja, ich machte mir Sorgen um Reid. Wo war er nur geblieben?

 

*-*-*

 

Caleb schaute Pogue misstrauisch an, schaute ihm nach, als dieser sich, an ihm vorbei, in sein Zimmer begab und sich setzte. Er folgte ihm, setzte sich in einen Sessel und sah Pogue noch immer misstrauisch an.

 

"Nein, Reid ist nicht hier gewesen, ich habe ihn auch nicht gesehen. Ist was passiert, muss ich mir Sorgen machen?", erwiderte Caleb nachdenklich.

 

Seltsam... Reid verschwand doch nicht einfach so... das war doch gar nicht seine Art.

 

Pogue verhielt sich seltsam... machte sich Sorgen um Reid, was er eigentlich nie getan hatte.

 

"Wann hast du Reid denn das letzte Mal gesehen?", wollte Caleb wissen.

 

Ihm war klar, dass etwas passiert sein musste, da Reid sonst nicht so einfach verschwinden würde... nur was war geschehen... hmm...

 

*~*

 

Inzwischen war ich nun schon seit Stunden unterwegs gewesen und so langsam musste ich nun doch eine Pause einlegen, immerhin hatte ich noch einen sehr weiten Weg vor mir und war noch immer nicht bereit umzudrehen und zurückzukehren.

 

Nein... sie würden mich nicht mehr wieder sehen.

 

So fuhr ich auf die nächste Raststätte, stieg aus dem Auto und ging ins Restaurant, wo ich mir etwas zu Essen und zu Trinken bestellte, gleich bezahlte und mich dann hinsetzte, um eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Danach würde ich etwas spazieren gehen und dann meinen Weg fortsetzen.

 

*-*-*

 

Vielleicht hätte ich gar nicht herkommen sollen. Kurz schaute ich auf, konnte Caleb aber nicht in die Augen sehen.

 

''Ich habe ihn vor ein paar Stunden das letzte Mal gesehen... bei ihm... wir waren bei ihm... aber, naja... du würdest es sowieso nicht verstehen, würde ich es dir erzählen'', sprach ich.

 

Dann stand ich auf, wollte schon gehen, doch fiel mir mein Handy ein, was in meiner Hose steckte und ich holte es kurz entschlossen raus, wollte schon Reids Nummer wählen.

 

Nun schaute ich Caleb doch ins Gesicht und schluckte hart.

 

''Denkst du Reid ist schwul?'', kam es von mir und ich merkte einen Stich in meiner Brust.

 

War er deswegen fort? Liebte er mich etwa?

 

*-*-*

 

Ruhig hörte Caleb seinem Freund zu... verstehend nickte er.

 

Was sollte er denn nicht verstehen? Pogue schien in Rätseln zu sprechen.

 

Als Pogue so plötzlich gehen wollte, schaute Caleb auf... sah wie sein Freund das Handy zückte... anscheinend um Reid anzurufen... es dann aber ließ.. ihn anschaute.

 

Was Caleb dann aber zu hören bekam, ließ nun auch ihn hart schlucken... Reid und schwul...?

 

Er überlegte. Hmm... Reid hatte nie eine Freundin... niemals auch nur eine Affaire... oder einen One-Night-Stand... konnte es wirklich sein?

 

"Ich weiß nicht ob Reid schwul ist", beantwortete Caleb die Frage, nachdem er sich gefangen hatte: "Möglich wäre es aber... oder hast du jemals gesehen, dass er eine Freundin hatte? Meinst du er ist deswegen weg?", fügte Caleb fragend hinzu.

 

Dann kamen Caleb die Worte seines Freundes in den Sinn... und er schaute skeptisch drein.

 

"Habt ihr... ich mein... hat Reid dich... verführt?", wollte er nun von Pogue wissen, denn es war naheliegend.

 

Er würde es nicht verstehen, würde er es ihm erzählen... waren Pogues Worte... ja, er war sich sicher, dass sich Reid an Pogue heran gemacht haben könnte. Denn von Pogue wusste er, dass er schon Freundinnen gehabt hatte... also war es für ihn sicher, dass Reid Pogue verführt haben musste.

 

"Denkst du, er hat sich in dich... verliebt?", fragte Caleb nun doch sehr direkt.

 

*-*-*

 

Mist, warum musste ich ausgerechnet zu Caleb gehen? War doch klar, dass er erraten würde, was los war.

 

Ich konnte nur nicken und schluckte erneut kräftig.

 

''Wir haben rumgemacht und eigentlich hat sich alles gut angefühlt... doch dann wollte Reid richtig... also du weißt schon... das war irgendwie komisch und ich hab ihn gefragt, was er da macht... da hat er alles abgebrochen und mich weggeschickt...'', stammelte ich offen.

 

''Kein Plan, wo er ist... dabei möchte ich nur mit ihm reden...'', fügte ich traurig hinzu und schaute mein Handy an.

 

Dabei wusste ich nicht mal, ob er rangehen würde.

 

*-*-*

 

Da hatte Caleb wohl richtig gelegen... Pogues Nicken nach zu urteilen... war ja auch nicht allzu schwer gewesen.

 

Caleb nahm es sehr gelassen auf und antwortete:

 

"Hmm... was machen wir denn jetzt? Wenn Reid echt weg ist, sehen wir ihn nie wieder und deine Frage... wird für ihn wie eine Schmach gewesen sein... deshalb hat er dich weggeschickt... deshalb ist er jetzt weg.... weil er dich missverstanden hat. Du hast keine Schuld, denn er hätte mit dir reden müssen. Anscheinend hat er sich das aber nicht getraut.", Caleb lächelte: "Wer hätte gedacht, dass unser Reid so schüchtern und doch so ...ja... draufgängerisch sein könnte."

 

Der junge Mann dachte nach, dann fiel ihm ein:

 

"Warte.,... Reid wollte doch immer schon nach Kanada... kannst du dich daran erinnern, er hat doch oft davon gesprochen. Ans Handy geht er sicher nicht, das dürfte klar sein... er sollte sich deinen Fragen persönlich stellen und wir machen uns jetzt auf und holen ihn zurück... oder willst du ihn allein zurückholen?", meinte Caleb nachdenklich, der seinen Freund nicht verlieren wollte und zudem das traurige Gesicht von Pogue auch nicht ertragen konnte.

 

*~*

 

Nachdem ich mich erholt hatte, setzte ich mich wieder ins Auto und fuhr weiter.

 

Obwohl sich mein Herz so sehr nach Pogue sehnte, konnte ich ihm nicht nachgeben... auslachen würden sie mich... keiner von ihnen würde mich verstehen.

 

Nein... es gab kein Zurück mehr.

 

Während der Fahrt rannen mir wieder die Tränen an meinen Wangen herab... in Strömen... als wollte es gar nicht mehr aufhören. Immer wieder wischte ich die Tränen fort, aber es wollte einfach kein Ende nehmen.

 

Diesen Schmerz, den ich mir selbst zugefügt hatte, würde ich wohl ewig mit mir herum tragen... diesen wahrscheinlich nie wieder los werden.

 

*-*-*

 

Caleb überraschte mich und so schaute ich ihn verwirrt an. Einen Moment brauchte ich, starrte erneut mein Handy an und packte es dann weg. Denn Caleb hatte recht damit, Reid würde nicht ans Telefon gehen.

 

''Würdest du denn mitkommen?'', fragte ich unnötigerweise. Irgendwie fühlte ich mich nicht im Stande selber zu fahren und Caleb war der stärkste von uns.

 

Womöglich könnte er Reid sogar aufspüren. Ich hingegen wüsste nicht mal, wo ich suchen sollte.

 

Wenn mein Freund wirklich auf dem Weg nach Kanada war, dann hatte er schon einen großen Vorsprung.

 

Zumindest hätte ich die Fahrt über Zeit über alles nachzudenken.

 

*-*-*

 

Grinsend bemerkte Caleb Pogues verwirrten Gesichtsausdruck, doch war er so feinfühlig nicht drauf zu reagieren.

 

"Na klar, komm ich mit. Komm, lass uns los. Der kleine Spinner hat wahrscheinlich schon einen riesigen Vorsprung... aber wir holen ihn ein, keine Sorge.", meinte Caleb, seinem Freund freundschaftlich zuzwinkernd, und wusste auch wie sie ihn ganz schnell einholen konnten.

 

Mit seinen wesentlich stärkeren Kräften würde Caleb Reid in Null Komma nichts eingeholt haben. Da Reid sich wahrscheinlich gerade eh in Sicherheit wiegte, nicht daran dachte eventuell verfolgt zu werden, hatte Caleb leichtes Spiel.

 

Gemeinsam mit Pogue eilte er in die Garage, schwang sich in sein Auto und fuhr los, nachdem sich auch Pogue ins Auto gesetzt hatte.

 

Den Weg nach Kanada kannte er sehr genau und brauchte deswegen auch kein Navi. Wie ein Blitz raste Caleb über die Strecke und würde wohl gleich seine Kräfte einsetzen. Nur musste er dabei sehr vorsichtig sein, denn Reid würde Calebs Kräfte spüren, wenn er zu nahe dran wäre.

 

Aber gegen Calebs Kräfte kam Reid sowieso nicht an, was dieser aber nie zugab ….sich immer wieder dagegen auflehnte.

 

Nur noch ein paar Kilometer, dann wäre es soweit und Caleb machte sich schon mal bereit...

 

"Na warte, Freundchen... wir haben dich gleich.", murmelte er grinsend vor sich hin.

 

Schließlich verfärbten sich seine Augen, wurden schwarz.... eine gewaltige Kraft durchströmte ihn, erfasste das Auto, in dem Pogue und er saßen... dann waren sie verschwunden und tauchten ganz knapp vor Reids Auto wieder auf.... der dann hart in die Bremsen steigen und ebenfalls seine Kräfte nutzen musste, um nicht in das andere Auto hinein zu fahren.

 

Caleb hatte das Auto quer über die Strecke gestellt, so dass Reid kein Ausweg mehr blieb und er nicht würde fliehen können.

 

*~*

 

Gerade fuhr ich gemütlich meine Strecke entlang, dachte an nichts böses, als sich irgend so ein Vollidiot genau quer über die Fahrbahn stellte und ich hart bremsen und auch meine Kräfte hinzuziehen musste.

 

Wie sich aber gleich herausstellte, war es Caleb, denn ich erkannte seinen Wagen sehr wohl und nur er konnte so etwas vollbringen.

 

Wütend stieg ich aus, eilte auf das Auto zu und riss die Fahrertür wutentbrannt auf.

 

"Sag mal, kannst du mir mal sagen, was das sollte!", herrschte ich Caleb an, achtete aber nicht auf Pogue, der neben ihm saß.

 

Grinsend erwiderte Caleb: "Ja, das kann ich dir sagen... Pogue will mit dir reden... also sei ein braver Junge und höre ihm wenigstens zu."

 

"Gar nichts werde ich... ich werde verschwinden und ihr werdet mich nie wieder sehen!", fauchte ich Caleb an, der sich dann aus dem Auto bewegte und mich an den Armen packte.

 

"Du wirst Pogue zuhören... er will doch nur mit dir reden... mehr nicht."

 

"NEIN! Lasst mich in Ruhe!", schrie ich ihn an... wobei sich dann doch wieder die Tränen aus meinen Augen bahnten, als ich an Pogue dachte... ihn zudem im Auto sitzen sah.

 

Mit meinen Kräften versuchte ich Caleb, weg zu stoßen, doch wieder schaffte ich es nicht, stattdessen hielt er mich mit seiner Kraft gefangen.

 

"Du läufst jetzt nicht davon...", meinte Caleb zu mir, sah auch meine Tränen und wusste wohl, dass es mich ganz schön erwischt haben musste.

 

"Hey, es ist gut... redet doch einfach miteinander, hm. Weglaufen ist doch auch keine Lösung.", sprach er besänftigend auf mich ein ein, kannte ich ihn gar nicht... ließ dann von mir ab und nahm mich erst mal kurz in die Arme... wollte nur, dass ich mich beruhigte.

 

*-*-*

 

Alles war so schnell gegangen und plötzlich hatten wir Reid eingeholt. Ich sah mit an, wie er sich quälte und Caleb voll hinter mir stand. So hatte ich ihn gar nicht eingeschätzt.

 

Trotzdem tat es sehr weh, Reid zuzusehen, wie er sich quälte.

 

Langsam stieg ich aus dem Wagen aus und ging auf die Beiden zu.

 

''Bitte, Reid. Bitte, hör mir zu. Wenn du dann immer noch weg willst, werde ich dich nicht aufhalten, sondern dich gehen lassen. Einverstanden?'', schlug ich vor.

 

Zum ersten Mal spürte ich etwas wie Eifersucht in mir hochkommen. Wie gerne würde ich Reid nun halten, anstelle von Caleb.

 

*-*-*

 

Ein wenig ließ ich es noch zu, dass mich Caleb... ausgerechnet er... in seinen Armen hielt, dann löste ich mich recht unsanft von ihm... benutzte meine Kräfte, stieß ihn von mir weg und sah dann auch schon Pogue auf mich zukommen.

 

"Lass mich... in Ruhe!", herrschte ich Caleb abermals an... hörte dann was Pogue zu mir sagte und worum er mich bat.

 

Ich schaute Pogue an, wischte mir die Tränen aus dem Gesicht... lästig so was... ich mochte es nicht zu heulen... verdammt, ich war doch kein Warmduscher.

 

Mich wieder einigermaßen im Griff, erwiderte ich:

 

"Okay... was willst du mir denn sagen? Es muss ja sehr wichtig sein, dass ihr mich aufhalten musstet."

 

Du, meine Güte, Pogue... warum bist du so ein hammergeiler Kerl?! So was gehörte doch verboten... verdammt, noch mal!

 

Wie sollte ich ihm nur widerstehen? Also würde ich ihm eben zuhören... und dann entscheiden... was ich tun wollte.

 

Ich war nur gespannt, was er mir zu sagen hatte.

 

Caleb hatte mit meinem Angriff wohl nicht gerechnet, denn er kam ziemlich angeschlagen zu uns zurück... setzte sich dann aber in sein Auto.

 

*-*-*

 

Da war ich beruhigt, dass Reid mir zuhören wollte und ich fand es auch gut, dass Caleb uns ein wenig allein ließ. Über den Angriff von Reid musste ich schmunzeln, da Caleb scheinbar wirklich nicht damit gerechnet hatte.

 

''Es ist auch sehr wichtig!'', begann ich dann und schaute Reid direkt ins Gesicht.

 

''Ich finde es sehr schade, dass du mir keine Chance gegeben hast, mit dir zu reden und so Reißaus nahmst. Aber jetzt gibst du mir ja die Chance.

 

Weißt du... es war sehr schön, was zwischen uns war'', kam es dann verlegen von mir und kurz schaute ich zu Boden, erinnerte mich daran, was zwischen uns war und spürte die Hitze in meine Wangen steigen.

 

''Aber... ich habe so was noch nie gemacht, deshalb war es ganz komisch, als du da unten deine Finger reingesteckt hast. Reid... du hast dich in mich verliebt, habe ich recht?

 

Es fühlt sich gut an, wenn das stimmt. Bitte, renne nicht weg... das, was war, möchte ich auch!

 

Lass mich dich halten und trösten... lass mich lernen dich zu lieben'', fügte ich hinzu und ging noch einen Schritt auf ihn zu.

 

Jetzt stand ich direkt vor Reid und meine Hand berührte seinen Arm. So gerne würde ich ihn jetzt halten und umarmen.

 

Ja, ich hatte es nicht bemerkt, doch ich war mir immer sicherer.

 

''Ich liebe dich auch'', hörte ich mich flüstern.

 

*-*-*

 

Mit leicht trotzig verschränkten Armen, hörte ich Pogue zu, sagte erst mal nichts... doch wurden meine Augen nun doch etwas größer, bei dem was ich von ihm zu hören bekam und auch seine Verlegenheit dabei sah.

 

Er wollte... ich konnte es nicht fassen... hatte ich das richtig gehört... wirklich echt?

 

Meine trotzige Haltung löste sich und ich starrte Pogue an, als hätte ich einen Geist gesehen... brauchte eine Weile ehe seine Worte bei mir ankamen und durch gesickert waren.

 

Als mein Freund nun auch noch auf mich zukam... meinen Arm berührte... ging auch ich noch einen Schritt auf ihn zu... schaute ihm dabei fest in die Augen, als wollte ich eine Bestätigung dessen was er gesagt hatte.

 

"Meinst du das.... wirklich erst... ganz wirklich... echt? Ich mein, ...ja, ich... liebe dich... und... ich hätte es dir schon längst sagen sollen... aber ich,.... habe mich das nie... getraut.", war erst mal alles was ich raus bringen konnte... ja, das verschlug mir glatt die Sprache, weil ich damit wahrlich nicht gerechnet hatte.

 

Mein Herz schlug so laut vor Freude und Aufregung, dass ich meinte Pogue müsste es hören können und beinahe wären mir wieder die Tränen gekommen, doch konnte ich diese jetzt erfolgreich zurückhalten.

 

Nun, nahm ich ihn in die Arme, drückte ihn sanft an mich.

 

Um mich herum schien alles zu verschwinden... es gab jetzt nur Pogue und mich... alles andere hatte ich ausgeblendet, dann wagte ich es und küsste ihn, lang und zärtlich auf den Mund.

 

Ich konnte einfach nicht widerstehen...

 

Caleb saß in seinem Auto und schaute den Turteltäubchen, breit grinsend, zu. Nie und nimmer hätte er das erwartet... aber er akzeptierte es.

 

*-*-*

 

Als Reid mich nun umarmte, schlangen sich auch meine Arme um ihn. Es fühlte sich gut und richtig an. Endlich trafen seine Lippen, auf die meinen und meine Zunge begrüßte die seine freudig.

 

Auch ich blendete alles um mich herum aus. Jetzt, genau in diesem Moment, gab es nur Reid und mich.

 

Ich war glücklich und zufrieden. Denn nun hielt ich ihn in den Armen und nicht mehr Caleb. Caleb? Wer war das eigentlich?

 

Es gab nur noch Reid und mich.

 

Meine Hände begannen Reids Rücken zu streicheln und ihn noch mehr am mich heranzuziehen. Dabei verstand ich Reids Ängste und nahm ihn nichts übel. Böse war ich ihm erst recht nicht.

 

*-*-*

 

Epilog

 

Nachdem sich Pogue und Reid endlich gefunden und sich ihre Liebe zueinander gestanden hatten, mussten sie sich erst mal doch erst aneinander gewöhnen, aber dann wurden sie sehr glücklich miteinander.

 

Caleb war der Erste, der aufstieg und dies beinahe mit dem Leben bezahlte, wenn sein Vater sich nicht für ihn geopfert hätte und Caleb Chase so in einem Kampf besiegen konnte.

 

Reid stieg wenig später ebenfalls auf, dann kam Pogue und zuletzt Tyler.

 

Die vier Freunde blieben auch Freunde... ihr Leben lang. Sie gingen dann sehr sparsam mit ihren Kräften um, so dass sie keinen Schaden davon trugen.

 

Tyler und Caleb respektierten die Liebe von Pogue und Reid und standen zu ihnen.

 

Reid hatte Pogue irgendwann noch einmal verführt und Pogue konnte sich diesmal auch drauf einlassen, denn Reid ging nun doch etwas vorsichtiger mit Pogue um, da er ja wusste, dass Pogue das nicht so kannte. Aber Pogue gewöhnte sich sehr schnell daran, so dass auch er dann daran Spaß hatte.

 

*-*-*

 

~ ENDE ~