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4. Türchen

 

 

 

 

4. Kapitel

 

Aus einem wirren Traum schreckte ich hoch, weil die Geräusche nicht mehr zu dem Traum passten. Scheinbar wollte mein Körper alles verarbeiten, was er gesehen und gehört hatte. Normalerweise brauchten Dämonen keinen Schlaf, aber durch diesen, durch Menschen versetzen Tiefschlaf, war alles anders.

 

Ich schaute mich in meiner Behausung um und musste feststellen allein zu sein. Nur draußen waren eigenartige Geräusche zu hören und mich beschlich eine leise Vorahnung. Wollte ich wirklich hinaus und nachsehen? Wie weit hatte mein Körper sich erholt?

 

Wenn ich meine Kräfte zu früh einsetzen würde, könnte das Langzeitschäden haben.

 

Wispernde Geräusche drangen zu mir durch. Es waren Lakaien da draußen und sie waren dabei hier reinzukommen. Lakaien waren Dämonen der Klasse 1 und 2, selten der Klasse 3. Sie waren schwach und sich für keine noch so niedrige Aufgabe zu Schade. Leider traten sie meist in Massen auf und könnten mir bei einer gewissen Anzahl in meinem Zustand durchaus gefährlich werden.

 

Wo steckten nur Kay und Miro? Wenn ich mir jetzt ein Portal erschuf, würde das meine Energiereserven zu sehr beanspruchen.

 

Eine Gänsehaut machte sich auf meinen Körper breit, als würde ein feines Lüftchen mein Fell dazu bringen aufrecht zu stehen. Erst als ich einen Atemzug an meinem Ohr vernahm, drehte ich erschrocken den Kopf.

 

Dons Gesicht war ganz dicht an meinem, ragte aus der Mauer hinter meinem Bett und sein Finger lag auf seinen Lippen. Er wollte mir anzeigen ruhig zu sein.

 

Das war es gewesen, weswegen sich mein Körper so verhielt. Leise und ohne ein Geräusch zu machen, erhob ich mich, während Don das Portal auf die richtige Größe dehnte.

 

Das Wispern wurde lauter, doch noch bevor der erste Lakai meine Behausung betrat, war ich durchs Portal in Dons Arme gehüpft und der König hatte unseren Fluchtweg verschlossen, bevor auch nur jemand ahnen konnte, dass es diesen jemals gegeben hatte.

 

Da stand ich nun mitten im Thronsaal, dicht an des Königs Brust gedrückt, schaute hinauf in sein Gesicht. Er war gut einen Kopf größer als ich und seine Hörner weitaus beeindruckender als meine. Weißes an schwarzes Fell gedrückt, so harmonisch und doch widerstrebend.

 

Fasziniert schaute ich in seine violetten Augen und war von ihnen gefangen. Ich spürte wie Don mit sich kämpfte, um mir meine Bedenkzeit zu lassen. Ein Moment verging noch, bevor er sich von mir löste.

 

Und ein weiterer, bevor ich meine Stimme wiederfand: ''Was ist geschehen?''

 

''Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie dich finden. Miro hat mich sofort telepathisch verständigt. Vermutlich kämpfen die Beiden immer noch...'', erklärte Don mir.

 

''Wir müssen ihnen helfen!'', gab ich dem König zu verstehen, der mich nur verwirrt ansah.

 

''Ich denke nicht, dass das deine Entscheidung ist'', schmetterte er mir entgegen.

 

Ein Schnaufen verließ meine Kehle und ich konnte diese Worte kaum fassen. Das war nur der Anfang und ich kannte Don zu lange und zu gut, um zu wissen, wie Eiskalt er sein konnte. Er würde seine rechte und linke Hand glatt opfern, nur um... ja um was? Um mich zu retten?

 

Das war es! Ich war sein Schwachpunkt und ich durfte mich nicht dazu machen lassen. Würde ich den Thron nicht besteigen, hätte ich mein Lebtag keine Ruhe mehr vor Verfolgern.