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22. Türchen

Alphatier

Weiße Weihnachten bei den Wölfen

 

 

by Dark Sephiroth & Detail

 

 

22. Türchen

 

 

Sehr aufmerksam hörte ich Shari zu und musste breit grinsen, als er erwähnte Alan verführt zu haben. Hatte ich es doch gerochen.

 

''Bei dir klingt das alles so einfach'', seufzte ich und schaute Shari ebenfalls sehr lieb an.

 

''Aber danke, du hast mir sehr weitergeholfen'', meinte ich.

 

Sicher könnten wir es sowieso erst richtig machen, wenn es hier oben fertig für uns wäre. Vorher würde ich keine innere Ruhe finden,

 

Nun war ich froh, so offen mit Shari gesprochen zu haben. Seine Worte hatten gut getan und ich fühlte mich nun etwas sicherer.

 

Jetzt hieß es nur noch alles in die Tat umsetzten. Auf Faolan warten, bis er den ersten Schritt machen würde, sollte ich wohl vorerst noch nicht. Immerhin hatte er mich gebeten, ihm zu helfen. Dennoch war ich zu weit gegangen und ich schämte mich dafür, dass ich meinen Trieb nicht im Griff hatte.

 

In Ruhe schaute ich mir nun die Räumlichkeiten an und schmiedete schon ein paar Pläne, wo man was hinstellen könnte. Vieles neues brauchte ich nicht, außer einen schönen Schlafplatz für uns Beide. Gemütlich und Romantisch müsste es werden.

 

Herrje, Mist, da dachte ich schon wieder an Sex. Aber wie sollte ich auch anders, wo ich Faolan so sehr liebte und meine Liebe zu ihm immer mehr wuchs.

 

*-*-*

 

Kein Problem, ich habe dir gern zugehört und geholfen. Es ist auch einfach, wenn du dich nicht zu sehr unter Druck setzt, Haru“, meinte Shari noch und fügte hinzu: „Ich werd dann mal schauen, was Alan so treibt und mich meinen Arbeiten zuwenden.

 

Schau dich hier ruhig noch etwas um und wenn du etwas brauchen solltest, sag mir bitte einfach Bescheid.“, dann drehte er sich, mit noch einem Lächeln um und verließ die Etage, um nach Alan zu suchen und anschließend noch etwas zu arbeiten.

 

Auf der Suche nach seinem Liebsten, kam er auch an der Küche vorbei und öffnete die Tür....

 

*~*

 

Gerade war ich am Schlummern, als werd die Tür öffnete und die Küche betrat. Sogleich setzte ich mich auf, blickte unter dem Tisch hervor und knurrte Shari gefährlich an... fletschte die Zähne und legte die Ohren an.

 

Oh, Verzeihung der Herr... dass ich meine Küche betreten will“, kommentierte Shari meine Drohung, als dann auch schon Alan dazu kam.

 

Lass ihn, Liebling... bitte. Er will seine Ruhe.“

 

Oh, der kleine Prinz will seine Ruhe... verstehe... Na dann, komm, Liebling, gehen wir“, willigte Shari grinsend ein und schloss die Tür von außen wieder.

 

Trotzdem die Tür geschlossen war, konnte ich sie weiter reden hören.

 

Alan, so geht das nicht. Faolan kann uns nicht bedrohen, nur weil er seine Ruhe will. Er wird sich an uns gewöhnen müssen, außerdem liebt Haru ihn und wenn beide hier weiter wohnen wollen, sollte sich auch Faolan hier eingewöhnen.

 

Lassen wir ihn noch eine Stunde ruhen, dann ist aber Schluss damit und wenn er nicht aufhört uns zu bedrohen, kriegt er einen Maulkorb um, das schwöre ich dir.

 

Ich lasse mich nicht von ihm bedrohen, damit das klar ist.“

 

Ist ja gut, ich verstehe dich, Liebling“, hörte ich Alan einwilligen.

 

Dann hörte ich, wie sie sich entfernten.

 

Einen Maulkorb wollten sie mir anlegen... na toll...

 

Nein, das würde ich mir nicht gefallen lassen. Also kam ich unter dem Tisch hervor, verwandelte mich, verließ die Küche und bald auch das Haus.

 

Draußen angekommen, verwandelte ich mich wieder zurück und rannte einfach nur noch davon.

 

Sehr bald spürte ich aber, dass ich noch sehr schwach war, weil ich noch nichts gefressen und mich noch nicht wirklich erholt hatte

 

Dennoch rannte ich einfach nur, verlangte meinem Körper alles ab, während die Tränen in Strömen an meinem Gesicht herab liefen.

 

Irgendwo, in der Nähe des Dorfes verließen mich meine Kräfte. Ich fiel zu Boden und blieb vollkommen erschöpft und hechelnd im Schnee liegen....

 

*-*-*

 

Nachdem Shari gegangen war, blieb ich noch oben und schaute mich um. Gerade als ich hinunter wollte, hörte ich die Beiden im Flur reden. Geschockt ging ich wieder hinauf und musste es erst mal verdauen, was sie vor hatten.

 

Doch versuchte ich es auch mit ihren Augen zu sehen und zu verstehen. Da würde ich wohl mit Faolan reden müssen und hoffte, er würde sich beruhigen.

 

Ich mochte die Beiden sehr und wollte wirklich gerne mit Faolan hier bleiben.

 

Also ging ich hinunter in die Küche, wo ich allerdings Faolan nicht mehr antraf. Auch im Wohnzimmer war er nicht oder im Bad.

 

''Faolan?'', rief ich besorgt.

 

Dann schaute ich in jedes Zimmer, doch er war nicht hier. Vielleicht war er raus gegangen. Also schnupperte ich ein wenig, nach seiner Spur und ging ebenfalls hinaus.

 

Dort war Niemand zu sehen. Alan und Shari schienen, die Tiere zu versorgen oder zumindest irgendwo etwas zu machen. Ob Faolan fortgelaufen war?

 

Einen Moment überlegte ich, mit Alan und Shari zu reden, aber dann ging ich so fort und suchte meinen Liebsten. Immer die Nase auf den Boden, hatte ich schnell die Fährte aufgenommen und rannte ihr nach.

 

Warum nur, Faolan? Hast du so wenig vertrauen zu mir?

 

Tränen rannen aus meinen Augen und ich blieb einen Moment stehen, versuchte mich zu beruhigen. Wollte er überhaupt gefunden werden, wenn er einfach so davon lief?

 

Jedoch riss ich mich dann zusammen und suchte erneut die Spur, die er hinterlassen hatte. Seinen Geruch würde ich überall erkennen. Sehnsüchtig schaute ich mich um, ob ich ihn irgendwo sehen konnte, da ich recht nah dem Menschendorf war.

 

Vorsichtig ging ich weiter, ohne großes Aufsehen zu erregen.

 

Endlich erblickte ich meinen Liebsten und stürmte zu ihm.

 

''Faolan? Geht es dir gut?'', waren meine ersten Bedenken. Er schien völlig erschöpft zu sein und erneut hatte ich mit den Tränen zu kämpfen.

 

''Du Dummkopf'', schimpfte ich dann leise, aber nicht sonderlich böse, denn das konnte ich ihm nicht sein. Immerhin hatte ich mir große Sorgen um ihn gemacht.

 

''Warum läufst du einfach weg? Bin ich dir so unwichtig? Ich dachte... du liebst mich auch. Wenn du nichts von mir wissen willst, dann sage es, Faolan. Aber bitte renne nicht einfach so weg''', heulte ich nun und schmiegte meine Schnauze an ihn.

 

Plötzlich hörte ich Stimmen und legte mich schützend über Faolan. Menschen gingen unten am Weg entlang und ich betete, dass sie uns nicht sehen würden.

 

*-*-*

 

Noch immer völlig fertig, hörte ich plötzlich Harus Stimme... hörte seine Vorwürfe und die Sorgen, die er sich um mich machte heraus und konnte nur ein leises fiepen von mir geben, da ich mich ja in der Tierform befand und so nicht antworten konnte. Aber um mich jetzt zu verwandeln fehlte mir einfach die Kraft.

 

Meine Antwort war, dass ich sanft seine Schnauze leckte, als er seine Schnauze an die meine legte, und ihn lieb, wenn auch traurig, anschaute.

 

Natürlich hörte auch ich die Leute, aber hier hoch kamen sie meist nicht und auch jetzt entfernten sich die Schritte und waren bald nicht mehr zu hören, so dass es ganz still hier war.

 

Dann jedoch vernahm ich ein anderes... bekanntes Geräusch...

 

*~*

 

Auf dem Hof von Shari war in der Zwischenzeit die Hölle los.

 

Alan wollte eben nach Faolan schauen, kam dann gerade noch dazu, wie Haru das Haus verließ und zunächst in die Küche schaute, wo er den Wolf nicht mehr finden konnte.

 

SHARI!“, schrie er und der Bauer kam auch gleich angerannt.

 

Was ist denn los?“, wollte Shari, etwas atemlos, von Alan wissen.

 

Haru und... Faolan... sind weg. Sie haben sicher das mit dem Maulkorb gehört... und nun... sind sie weg... Shari... wir müssen sie zurückholen... bitte...“, flehte Alan mit Tränen in den Augen.

 

Och, Mensch, das habe ich doch nicht gewollt und ich habe es doch nicht so gemeint, bitte glaube mir. Meinst du echt, ich würde deinen beiden Lieblingen so was antun, hm? Na komm, suchen wir sie. Wir nehmen Dariah mit, sie wird uns zu den Beiden bringen“, versuchte Shari seinen Liebsten zu beruhigen.

 

Dariah war Sharis Schäferhündin, auf die er sich immer verlassen konnte.

 

So zogen sich beide an, Shari spannte das Pferd vor den Schlitten und Alan holte die Hündin aus dem Zwinger.

 

Shari ließ die Hündin an etwas, worauf Faolan gelegen hatte, schnuppern und gab ihr den Befehl zu suchen, was sie auch gleich tat und die Spur erschnüffelte, während die Beiden, im Schlitten, hinter ihr her fuhren.

 

Bald schon kamen sie in die Nähe des Dorfes und sahen dann auch schon die beiden Wölfe da liegen.

 

Zudem hatte Dariah kurz gebellt, als sie Haru und Faolan gefunden hatte.

 

Auf Alans Bitte hin, blieb Shari wo er war. Nur Alan stieg aus und ging auf seine Freunde zu.

 

Haru, Faolan... hey, ihr Beiden. Ich habe mir große Sorgen um euch gemacht“, sprach er lieb und streichelte beide: „Ihr habt gehört was Shari gesagt hat, hm. Aber ihr braucht keine Angst zu haben. Shari hat es doch nicht so gemeint und würde euch oder dir, Faolan, so was niemals antun. Außerdem... würde ich das auch niemals zulassen.

 

Ihr wisst, dass ihr mir vertrauen könnt und wenn ihr wollt suchen wir uns ein anderes Haus, wo nur wir drei zusammen leben können“, sagte Alan, mit Tränen in den Augen, denn er würde sich von Shari trennen, wenn es sein müsste, nur damit seine Freunde glücklich und bei ihm sein könnten.

 

Die Tränen liefen dann schon über seine Wangen... er würde für die Beiden einfach alles opfern und auch Shari, der das alles mitanhörte, begann bitterlich zu weinen.

 

Alan drückte sein Gesicht in Harus Fell und weinte nur noch. Er wollte doch nur, dass alle glücklich wären... insbesondere seine Wölfe.

 

*-*-*

 

War ich froh, dass die Menschen an uns vorbeigingen, doch wagte ich es nicht mich zu bewegen. Faolans lecken an meiner Schnauze tat gut und dann hörte ich das Bellen eines Hundes.

 

Alan und Shari waren da und Alan kam zu uns rüber. Seine Worte ließen erneut Tränen bei mir laufen und ich leckte liebevoll die Seinen fort.

 

''Nicht weinen,, bitte'', flehte ich ihm an, ''Du musst nicht von Shari weg und ich denke, wir werden auch bleiben, oder?''

 

Sehnsüchtig schaute ich Faolan an und hoffte, er würde alles verstehen. Ich wollte ihn nicht verlieren und Alan hatte es verdient glücklich zu sein.

 

Mein Herz schlug hart gegen meine Brust, als ich mich erhob und Alan ebenfalls hochzog.

 

''Kannst du aufstehen?'', fragte ich besorgt meinen Liebsten und würde ihn zur Not rüber zum Schlitten tragen.

 

*-*-*

 

~ Ende Teil 22 ~