Details Dreams
Detailliert - Startseite

20. Türchen 20

Zum Teufel mit Weihnachten

 

 

written by Detail and Dark Sephiroth

 

 

20. Türchen

 

 

Sweetheart

 

 

Kapitel 7

 

 

Tatsächlich... ich hatte mich also nicht geirrt... Conni hatte sich getraut und mich... geküsst!

 

Doch war der Moment so kurz gewesen, dass ich den Kuss nicht einmal erwidern konnte.

 

Es fühlte sich... merkwürdig, ja seltsam an. So ganz anders, als bei den Mädels, die ich bislang hatte.

 

Es war nicht eklig, es war... ja, wie war es eigentlich? Seltsam... irgendwie gut... schön...

 

Nun hatte es Conni geschafft. Ich war vollkommen verwirrt und nun versuchte er mir auch noch in die Augen zu schauen, wo ich doch meinen Blick extra gesenkt hatte.

 

Jedoch schaute ich Conni wenig später, nach dem zaghaften Kuss wieder an, nicht wissend, wie ich reagieren, was ich sagen... ob ich überhaupt was sagen sollte.

 

Im Augenblick war ich einfach nur unfähig irgendwas zu tun, oder irgendwas zu denken... schaute nur Conni unentwegt an... während ich hart schluckte.

 

"Ich... ähm...", tja, weiter kam ich nicht, mir fehlten schlicht und ergreifend die Worte.

 

*-*-*

 

''...will mehr davon!'', beendete ich frech seinen Satz und legte meine Lippen erneut auf die seinen, wenn auch noch etwas scheu.

 

Doch ließ ich sie jetzt, wo sie waren. Meine Hand, die immer noch auf Damiens lag, streichelte diese sanft und die andere legte sich liebevoll auf dessen Rücken, wo sie ebenfalls anfing Damien zu streicheln. Während sich langsam meine Augen schlossen.

 

Herrje, mein Herz schien zu rasen und ich dachte schon, es würde gleich zerspringen. Mein erster Kuss und ich wusste nicht wirklich was ich tun sollte.

 

Zitterten meine Hände oder gar mein ganzer Körper vor Aufregung?

 

Irgendwie versuchte ich all meine Gefühle in diesen Kuss zu bringen und meine Liebe so zu zeigen. Ob es gelang, war ich mir nicht sicher.

 

Nun tat ich es einfach. Ich hörte auf meine Gefühle und vertraute darauf, dass ich Damiens Reaktion richtig gedeutet hatte. So hoffte ich zumindest.

 

*-*-*

 

Conni war ziemlich frech... wie er so antwortete und einfach meinen Satz beendete, wobei ich nicht mal wusste, was ich eigentlich hatte sagen wollen.

 

Dann legte er seine Lippen doch glatt noch einmal auf die meinen. Diesmal länger, sanfter... zärtlicher.

 

Mist, mein Körper gehorchte mir nicht mehr, tat was er wollte und meine Lippen erwiderten Connis Kuss.

 

Was tat ich hier? Was sollte das werden? Was ließ ich hier zu?

 

Mein Kopf war leer, wusste nicht mehr was ich denken... was ich fühlen sollte.

 

Connis Hand, die sich auf meinen Rücken gelegt hatte... mich streichelte, machte es auch nicht besser, machte mich eher noch schwach.

 

Was, verdammt noch mal, tat er hier mit mir?!

 

Gefühle überkamen mich... seltsame Gefühle... Gefühle, die ich das letzte Mal gespürt hatte, als ich mich damals in Sheila verliebt hatte... die mich ausgelacht und abgewiesen hatte!

 

Während sich Connis Augen genussvoll schlossen, liefen aus meinen Augen plötzlich und unerwartet dicke Tränen und kullerten unkontrolliert über meine Wangen.

 

*-*-*

 

Mich langsam wieder von Damien lösend, öffnete ich auch meine Augen und sah das Damien weinte.

 

''Hey'', kam es von mir. Total erschrocken war ich, da ich nicht wusste, wieso Damien jetzt weinte. Hätte ich ihn doch nicht küssen dürfen?

 

Einen kleinen Moment brauchte ich, um mich zu fangen, dann nahm ich Damien einfach in die Arme und begann die Tränen wegzuküssen. Dabei streichelte ich erneut seinen Rücken und versuchte ihn zu beruhigen.

 

''Schhh... ist ja gut! Alles gut! Du brauchst nicht zu weinen'', sprach ich ganz ruhig. Mein Herz schmerzte, bei diesem Anblick, weil ich es kaum ertragen konnte, Damien so zu sehen.

 

Ich hielt ihn einfach fest und würde ihn erst wieder loslassen, wenn er sich beruhigt hatte.

 

*-*-*

 

Langsam glaubte ich meinen Verstand zu verlieren, so wie mich Conni in die Arme nahm, meine Tränen sanft wegküsste, so dass ich nicht anders konnte, als mich an ihn zu lehnen und mich tatsächlich von ihm trösten zu lassen.

 

Jedoch machte es die Sache gerade nicht wirklich besser, denn die Tränen kullerten zunächst weiter über meine Wangen, so als wollten sie den Schmerz von damals wegspülen, um dann etwas neues zulassen zu können.

 

Schließlich beruhigte ich mich langsam, die Tränen versiegten und doch lehnte mein Kopf noch immer an Connis Schulter. Meine Arme legten sich um Conni und meine Hände begannen ihn dankbar zu streicheln.

 

"Danke.", flüsterte ich meinem Freund zu, während es in meinem Kopf arbeitete.

 

Was würde jetzt werden?

 

Würde dies hier eine Beziehung werden?

 

War ich tatsächlich schwul?

 

Sicher, irgendwie waren da schon Gefühle für Conni, nur wusste ich einfach noch nicht so wirklich wie tief diese Gefühle für ihn waren und ob es überhaupt schon Liebe war.

 

Vielleicht sollte ich mir aber auch Zeit lassen und nichts überstürzen.

 

Nur ein wenig löste ich mich nun von Conni und blickte ihm sanft in die Augen.

 

"Bitte, kannst du mir ein bisschen Zeit lassen. Ich möchte nichts überstürzen. Gefühle für dich sind da, nur hab ich Angst sie zuzulassen. Ich muss mir darüber erst richtig klar werden.

 

Das alles hat sich wirklich... toll angefühlt. Mach dir also keine Sorgen, du... hast nichts falsch gemacht."

 

Eine Hand löste ich von Conni, hob diese und streichelte liebevoll über seine Wange.

 

*-*-*

 

Strahlend sah ich Damien an und glaubte meinen Ohren kaum. Was ich da hörte, war Musik in meinen Ohren.

 

Kurz schloss ich die Augen und genoss die Hand auf meiner Wange, dann lehnte ich meine Stirn an Damiens.

 

''Du hast alle Zeit der Welt...'', flüsterte ich leise.

 

Irgendwie war alles gerade so schön, dass ich die Stimmung nicht kaputt machen wollte. Außerdem fühlte es sich so verdammt gut an.

 

Jetzt war ich froh, es riskiert zu haben – sehr froh sogar. Ich bereute nichts und ich fühlte mich richtig gut.

 

''Danke, dass du mir die Chance gibst'', fügte ich noch hinzu und schloss wieder die Augen. Erst jetzt horchte ich, welcher Song lief und bekam mein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

 

Herrje, ich war aber auch verliebt!

 

*-*-*

 

Es war doch wirklich zu niedlich, wie sich Conni verhielt und wie er sich zu freuen schien. Dabei hatte ich doch gar nichts getan.

 

Aber er schien sich zu freuen und das freute mich auch, denn ich hätte es nicht ertragen können, wenn er traurig gewesen wäre.

 

"Danke, dass du mir Zeit gibst. Ich muss mir erst über meine Gefühle richtig klar werden, es ist alles sehr neu für mich und ich muss mich daran erst gewöhnen.", antwortete ich mit sanfter Stimme.

 

Tatsächlich musste ich mich erst an den Gedanken gewöhnen einen Mann zu lieben, denn das war für mich nun wirklich sehr neu. Noch immer wehrte sich da etwas in mir dagegen.

 

Meine Stirn an der von Conni, schloss ich ein wenig die Augen und lauschte der Musik.

 

*-*-*

 

''Falls es dich beruhigt, ich habe noch keinerlei Erfahrungen. Außer dass ich ein wenig Selbstexperimente durchgeführt habe. Aber Sex hatte ich noch keinen und das eben war mein erster Kuss. Wobei ich auch noch keinen richtigen ersten Kuss hatte.

 

Ich hoffe doch sehr, dass du mein Erster wirst'', offenbarte ich leise und mit ein wenig Scham.

 

Damien war einfach viel zu niedlich. Wen sollte ich mir sonst wünschen, als ersten festen Freund? Jetzt musste er das hier nur noch genauso sehr wollen, wie ich.

 

Grinsen musste ich schon innerlich. Denn immerhin gingen wir beide unerfahren an die Sache ran. Auch wenn Damien bereits Erfahrungen mit Frauen hatte, so war das hier alles Neuland für ihn.

 

Jedenfalls würde ich mir sehr viel Mühe geben und sein Herz erobern!

 

*-*-*

 

"Für deinen ersten Kuss, war das aber sehr gut. Du küsst wirklich gut, das muss ich dir lassen.", erwiderte ich leise, ein wenig grinsend.

 

Hmm... ich sollte sein Erster werden. Hoffentlich enttäuschte ich ihn nicht. Angst hatte ich ja schon ein wenig.

 

Sicher, ich hatte schon sehr oft Sex, aber nie mit einem Mann!

 

Das war etwas, woran ich mich wohl erst gewöhnen musste, was auch sicher seine Zeit brauchen würde.

 

Aber Conni war ehrlich zu mir, vertraute mir und das rechnete ich ihm hoch an, dabei fand ich es total niedlich, wie er sich ein wenig schämte, als er mir das alles erzählte.

 

Schließlich löste ich mich von ihm, denn jetzt musste ich erst mal was trinken. Es war doch ziemlich warm hier geworden... oder sollte ich heiß sagen... oh je...?

 

"Wenn du magst, kannst du ja heute Nacht hier bleiben. Meine Eltern sind eh das ganze Wochenende nicht da.", schlug ich Conni vor.

 

*-*-*

 

Ach herrje, jetzt sollte ich auch noch bei ihm schlafen...

 

''Ähm... hier bleiben? Hier schlafen? Hier?'', fragte ich, wobei sich mein Gesicht gerade in eine Tomate verwandeln musste, so heiß wurde mir. Mit dem Finger zeigte ich auf das Bett, auf dem wir saßen.

 

Er wollte sich Zeit lassen und jetzt sollte ich hier bei ihm schlafen? Wie sollte ich das überstehen?

 

Ich sah mich schon total erregt neben ihn liegen und meine Hände waren ans Bett gefesselt, damit ich ja nicht auf dumme Gedanken kommen würde und Damien vernasche.

 

Wie gerne würde ich ihn vernaschen. Er musste mich wohl oder übel fesseln und knebeln, damit ich meine Finger und Lippen bei mir behalten würde.

 

Oder aber, ich schlief auf dem Fußboden und würde dann heimlich zu ihm ins Bett kriechen.

 

Hach, meine Fantasie ging gerade mit mir durch und nicht nur mein Gesicht schien in Flammen zu stehen. Verdammter Mist aber auch. Warum war Damien auch so geil?

 

*-*-*

 

Erst auf Connis Reaktion, als sein Gesicht rot anlief, merkte ich eigentlich fast zu spät, was ich von mir gegeben hatte und mein Gesicht konnte nun einer überreifen Erdbeere wohl ebenfalls Konkurrenz machen.

 

Na toll, Damien, echt toll!, dachte ich ironisch.

 

"Ich... ähm... ich dachte... na ja... eigentlich an... na ja... an das Gästezimmer... aber... also ich... du... ", stammelte ich vor mich hin, ohne auch nur einen vernünftigen Satz von mir geben zu können. Was ich von mir nun mal gar nicht gewohnt war.

 

Verdammt, was war denn nur los mit mir?!

 

Mir dessen gewahr was ich gesagt hatte, senkte ich schamhaft meinen Kopf, konnte Conni nun echt nicht mehr anschauen.

 

Herrje, was sollte ich jetzt tun?

 

Sollte ich Conni in meinem Bett schlafen lassen und damit riskieren, dass er mir eventuell nahe kam?

 

Ich war mir noch nie so unsicher, wie jetzt und hier.

 

*-*-*

 

''Gästezimmer... Ja, klar! Ist wohl fürs erste besser oder?... Ich mein, ich weiß nicht, ob ich meine Finger bei mir behalten könnte, wenn ich dir so nah wäre'', gestand ich leise.

 

Um die Situation zu entschärfen stand ich auf und trank noch einen Schluck Cola.

 

''Dann zeig mir mal euer Gästezimmer'', sagte ich dann wieder in normaler Lautstärke.

 

Meine Wangen glühten unterdessen immer noch und die Tatsache, dass Damien womöglich direkt nebenan schlief, machte die Sache auch nicht besser.

 

Aber ich war auch müde von der Arbeit und es war heute viel passiert, da könnte es gut sein, dass ich direkt einschlafen würde.

 

Vielleicht fürs erste besser. Damien brauchte Zeit und sollte diese haben! Dessen war ich mir bewusst und ich war ihm auch nicht böse, jetzt nicht bei ihm schlafen zu dürfen.

 

Es war alles okay so, wie es war. Allein seine Reaktion bewies mir, seine Gefühle zu mir.

 

*-*-*

 

Einwilligend nickte ich, stand dann ebenfalls auf und schaute zu Conni... abwartend, nachdenkend... sollte ich wirklich...?

 

Ich wartete ab, bis Conni das Glas wieder auf dem Tisch abgestellt hatte, dann überwand ich mich, nahm Conni kurzerhand in die Arme, schaute ihm noch mal in die hübschen Augen und legte meine Lippen anschließend zärtlich auf die seinen... küsste ihn sanft, während meine vorwitzige Zunge schon mal frech über seine Lippen glitt und somit um Einlass bat.

Meine Hände wanderten streichelnd über seinen Körper, begannen ihn zaghaft zu erkunden.

 

Das Gästezimmer konnte ich ihm dann ja immer noch zeigen... wenn er denn noch wollte.

 

Jetzt jedoch gab ich mich erst mal meinen Gefühlen hin, konnte ihm gerade nicht so wirklich widerstehen.

 

Mein Körper schien etwas anderes zu wollen, als mein Kopf und mein Verstand ihm sagten.

 

*-*-*

 

~ Ende Teil 7 ~