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Auf einmal wird es ernst

Auf einmal wird es ernst

 

 

by Dark Sephiroth & Detail

 

 

Wir waren auf einer Party und der Alkoholpegel war schon einigermaßen hoch. Ich saß mit meinem Schwarm, dem tollsten Typen der Schule, auf dem Sofa. Er war mit dem heißesten Mädel von unserer Schule zusammen und hatte alles, was man sich nur wünschen konnte.

 

Wir unterhielten uns, wobei ich mir, wie immer, nicht anmerken ließ, wie sehr ich auf ihn stand.

 

Einige von uns spielen Wahrheit oder Pflicht. Ich denke, jeder kennt dieses Spiel und es bedarf keiner großen Erklärung. Da es witzig war, bezogen sie die, die eigentlich nicht mitspielten mit ein.

 

So kam es, dass ein Mädchen auf die Idee kam, es als Pflicht aufzustellen, es könnten sich doch zwei Jungs küssen.

 

Die Mädels auf der Party jubelten und schienen es eine super Idee zu finden. Natürlich sollte ich einer der Jungs sein. Immerhin hatte ich mich erst vor wenigen Wochen geoutet und zum Glück wenige negative Erfahrungen damit gemacht.

 

Verlegen strich ich mir meine mittellangen, dunklen Haare aus dem Gesicht, um meine dunkelbraunen Augen in die Runde wandern zu lassen.

 

Begeistert war ich erst mal nicht, doch würde ich abwarten, wer denn mein Gegenspieler sein sollte. Immerhin würde ich sicherlich nicht jeden küssen.

 

Als sich dann mein Schwarm bereit erklärte den Spaß mitzumachen und seiner Freundin beinahe alles aus dem Gesicht fiel, schien sich mein Traum zu erfüllen.

 

Dennoch tat ich vorerst so, als würde ich nicht so recht einverstanden sein. Zumal die meisten schon die Handys parat hielten, um es auf Video aufzunehmen, damit sie es ins Internet stellen konnten.

 

Was wohl auch der Grund war, warum mein Schwarm mitmachen wollte. So wäre er mal wieder im Gespräch. Denn er stand nun mal darauf im Mittelpunkt zu stehen.

 

*-*-*

 

Tatsächlich hatte ich mal eine Einladung zu einer der angesagtesten Partys bekommen, und das obwohl sie mich eigentlich eher mieden und mit mir kaum etwas zu tun haben wollten... mich meist sogar mobbten.

 

Ich war eben der Streber in der Schule und sah eben auch nicht so besonders aus... eben so, wie Streber meist ausschauten. So gab es nur ganz wenige, die sich mit mir abgaben und es waren immer nur diejenigen, denen ich Nachhilfestunden gab.

 

Was wollte denn sonst noch jemand mit mir zu tun haben... jemand der aussah... wie der letzte Husten... grüne Augen, die hinter einer Brille steckten, dunkelblonde, zerzauste kurze Haare, körperlich nicht sehr groß, aber sehr schlank, und einem Gesicht... wie ein Feuermelder.... zum rein schlagen, wie man mir immer wieder sagte.

 

Doch nun saß ich hier unbeachtet, in einer Ecke... auf einer der angesagtesten Partys und schaute dem Treiben der Leute... meiner Schulkameraden.... hier zu.

 

Jetzt sah ich natürlich schon etwas anders aus: Die Brille hatte ich zuhause gelassen und trug nun stattdessen Kontaktlinsen, auch meine Haare waren nun, dank meiner Schwester, modisch gestylt und auch was meine Klamotten anging hatte meine Schwester ihre Finger mit im Spiel.

 

So sah ich jetzt eben sehr viel anders als sonst aus... mir gefiel es... nur den Anderen schien es kaum aufgefallen zu sein... na ja... egal...

 

Nun musste ich in mich hineingrinsen.... zeigte es natürlich nicht... als Armin, der sich erst vor wenigen Wochen geoutet hatte, und Leo, der tollste Junge der Schule.... also das genaue Gegenteil von mir, küssen sollten.

 

Ich war zwar auch schwul, doch hatte ich mich noch nicht geoutet, was wohl mein Glück war, denn wer konnte schon wissen, wie die dann drauf reagiert hätten. Bei Armin war das ja okay, ihn mochten so ziemlich alle.... auch ich... aber bei mir hätten sie dann doch glatt noch einen Grund mehr gehabt, mich zu mobben, so dass ich dann mit Sicherheit hätte die Schule wechseln müssen.

 

So schaute ich mir an, was sie da trieben, musste heimlich lachen, so wie Armin sich dagegen wehrte... es aber ganz offensichtlich wollte... wusste ich es doch, denn er hatte es mir mal im Vertrauen erzählt und ich hatte natürlich dicht gehalten... würde es auch weiterhin tun.

 

Gespannt wartete ich ab, was geschehen würde und ob sie sich tatsächlich küssen würden. Mein Handy blieb allerdings in meiner Hosentasche, warum sollte ich das nun auch noch aufnehmen... wofür sollte das gut sein...?

 

So trank ich weiter an dem Gin Tonic und hoffte irgendwie, dass sie sich nicht küssen würden... aber ich wusste natürlich, dass meine Hoffnung verschwindend gering war.

 

Wie sehr wünschte ich mich an Leos Stelle...

 

*-*-*

 

Verunsichert starrte ich Leo an, der sich zu mir drehte und von seinem Kappy den Schirm beiseite schob. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, als seine Lippen sich den meinen näherten.

 

Anfangs noch scheu spürte ich die warmen weichen Lippen, auf denen ein Grinsen lag. Es war Show von ihm und so nutzte ich es aus und küsste ihn.

 

Seine Zunge war heiß und er schmeckte nach Bier und Zigarettenrauch, doch das war mir egal.

 

Tatsächlich küsste ich ihn und konnte es kaum glauben.

 

Gierig spielten meine Lippen mit den Seinen und meine Zunge erhaschte immer mal wieder seine.

 

Blitzlicht fiel mal hier und da, genauso wie die Anderen grölten und Videoaufnahmen machten. Leos Freundin, Rebecca zerrte nun schon an seinem Shirt und dem Oberkörper, doch Leo schien kein Ende zu finden.

 

Meine Hände strichen über seine Wangen, streichelten diese und untermalten somit den Kuss.

 

Wie gut es sich anfühlte und dennoch war es nicht richtig.

 

Als der Kuss dann endlich ein Ende fand, posierte Leo noch wie wild vor den Handys herum. Rebecca war extrem geladen und wäre mir wohl am Liebsten an die Gurgel gegangen.

 

*-*-*

 

Au man, na super... sie hatten sich tatsächlich geküsst und am Liebsten wäre ich nun auch dazwischen gegangen... genau wie Rebecca. Aber ich hatte dazu ja kein Recht. Ich war ja nicht geoutet und sie würden mich zudem killen, würde ich mich einmischen.

 

So schaute ich alles mit an. Hilflos fühlte ich mich und hundeelend. Wie sehr wünschte ich mir nun, dass ich der Einladung nicht gefolgt wäre.

 

Aber nein.... der liebe, gute Demir... dieser Trottel... nahm die Einladung an, kam sich unglaublich toll vor... dabei wollten sie mich doch garantiert eh nur verarschen!

 

Hätte ich mich nicht so gut unter Kontrolle gehabt, hätte ich spätestens jetzt angefangen zu heulen, doch das verkniff ich mir... hob es mir für später, wenn ich wieder daheim wäre, auf.

 

Nur von sehr weit her hörte ich Rebecca, wie sie mit Leo herum zeterte:

 

Leo... jetzt ist gut! Darüber reden wir noch! Ich will jetzt nach Hause! Kommst du mit, oder was?!“, motzte sie Leo sauer an und war richtig krass beleidigt.

 

Langsam stand ich nun auch auf, denn das hier wollte ich mir nun nicht mehr länger antun.

 

Es tat weh, das sehen zu müssen...

 

*-*-*

 

Leo schien sich keineswegs einschüchtern zu lassen und bevor die ausgefahrenen Krallen von Rebecca mich noch erwischten, stand ich lieber auf und ging hinaus.

 

Draußen angekommen atmete ich tief durch. Wie gut die frische Luft tat und ein wenig roch es nun auch nach Regen. Wahrscheinlich würde doch noch etwas runterkommen und ich Idiot hatte keine richtige Jacke dabei.

 

Aber im Grunde war mir gerade alles so ziemlich egal.

 

Warum nur hatte ich mich darauf eingelassen, wo es für Leo doch nur Show war. Nun war er wieder im Gespräch und innerlich zerriss es mich beinahe.

 

Wenn ich rauchen würde, wäre es spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Zigarette. Doch vielleicht sollte ich mich lieber betrinken.

 

Etwas neben der Spur versuchte ich mein Fahrrad aus dem Knäuel von Rädern zu fischen, was gar nicht so einfach war.

 

*-*-*

 

Anscheinend hatte Armin auch die Nase gestrichen voll und verließ die Räumlichkeiten. Zu den anderen schauend, schüttelte ich unverständlich den Kopf und verließ nun die Räumlichkeiten ebenfalls.

 

Draußen traf ich direkt auf Armin, doch beachtete ich ihn erst mal nicht, ging an ihm vorbei, denn er schien ziemlich niedergeschlagen zu sein, was ihm eigentlich gar nichts schadete... was machte er so einen Blödsinn auch mit.

 

Na ja, was solls... mich ging es eh nichts an.

 

Beim Fahrradständer angekommen zog ich mein Rad heraus, schloss es auf und wollte mich eben drauf schwingen, um nach Hause zu fahren, als ich sah, wie sich Armin abmühte, um sein Rad ebenfalls heraus zu bekommen.

 

Wieder mal ließ ich mich von meinem guten, aber super dämlichem Herzen breit schlagen, stellte mein Rad ab und ging auf Armin zu.

 

Ohne ein Wort zu verlieren half ich ihm bei seinem Vorhaben, ließ mir von ihm den Fahrradschlüssel geben und schloss es ebenfalls auf. Dann gab ich ihm den Schlüssel wieder, reichte ihm sein Fahrrad und entfernte mich, ebenfalls wortlos, wieder von ihm.

 

Jetzt wollte ich einfach nur noch nach Hause und mich fürs Wochenende verkriechen. Nie wieder würde ich solch eine Einladung annehmen.

 

*-*-*

 

Plötzlich war Demir da und half mir, was mir tatsächlich ein Lächeln auf die Lippen zauberte, wenn auch ein verwundertes.

 

''Danke!'', kam es etwas verwirrt von mir, weil ich erst mal realisieren musste, was hier geschehen war.

 

''Hey!'', rief ich ihm dann nach, während ich mich auf mein Rad schwang, ''Warte mal!''

 

Irgendwie musste ich auf andere Gedanken kommen.

 

''Hast du Lust noch was zu Trinken?'', fragte ich Demir direkt.

 

''Ich könnte dringend etwas starkes vertragen!''

 

*-*-*

 

Herrje, hatte ich das jetzt richtig gehört, hatte sich Armin etwa wirklich bei mir bedankt...?

 

Ja.... hatte er und zu allem Überfluss rief er mir hinterher und kam mir nach. Man, was wollte der denn nun noch von mir?!

Ah ja, alles klar, ich dufte jetzt den Lückenfüller spielen... um was Trinken zu gehen... war wohl grad kein anderer da, was?!

 

Tze... man, man, man...

 

Da ich aber nun mal nicht unhöflich war, blieb ich stehen und schaute Armin etwas erstaunt an.

Nach seinen Worten nickte ich erst nur. Was blieb mir denn auch anderes übrig?

 

Ja, okay... gehen wir“, sagte ich dann nur noch... dachte mir aber meinen Teil.

 

Mir war es heiß und kalt und am Liebsten hätte ich Armin einfach nur angeschrien und ihm meine Meinung gegeigt oder einfach nur los geheult, aber ich ließ es und schluckte meinen Frust runter.

 

Was wollte Armin von einem Loser, wie mir? Ach ja, klar.... seine sogenannten Freunde standen ja gerade nicht zur Verfügung.

 

*-*-*

 

Ein wenig froh jemanden zu haben, war ich nun schon. Erst jetzt musterte ich Demir ein wenig und musste feststellen, wie anders er aussah.

 

Nur war ich mir nicht sicher, ob ich etwas dazu sagen sollte. Langsam fuhr ich neben ihm her und trat in die Pedale.

 

''Du siehst heute so anders aus...'', brachte ich es dann doch zur Sprache und schaute abwechselnd nach vorne und zu Demir.

 

Schon allein die Kleidung machte etwas aus, wobei die Brille nie wirklich störend war, dann eher noch das Styling der Haare.

 

Heute schien er gar keine graue Maus zu sein und ich schämte mich ein wenig, es jetzt erst zu bemerken. Viel zu sehr war ich mit Leo beschäftigt gewesen.

 

Doch der wollte sowieso nur im Mittelpunkt stehen und würde meine Gefühle niemals erwidern. Das wusste ich ganz genau und versuchte den Schmerz hinunterzuschlucken.

 

*-*-*

 

Zunächst schweigend fuhren wir nebeneinander her und ich machte mir so meine Gedanken, was ich dann jedoch von Armin hörte konnte ich kaum glauben.

 

Da war es ihm doch tatsächlich jetzt schon aufgefallen, dass ich heute anders aussah. Nur, was sollte ich dazu sagen... was erwidern? Ich hatte so gar keinen Plan und war total verpeilt.

 

Hmm... ja.... ein wenig“, gab ich dennoch von mir, ging aber nicht weiter auf seine Aussage ein.

 

Während ich so vor mich hin fuhr, spürte ich seine Blicke auf mir, mit denen er mich ab und an bedachte, was mir schon etwas unangenehm war.... es aber über mich ergehen ließ.

 

Wie lange ich würde meine Klappe halten können, wusste ich nicht, aber ich spürte schon, dass Armin traurig war und wusste auch genau warum.

 

Leo... hieß der Grund. Leo, der immer im Mittelpunkt stehen musste, da er sich sonst nicht wohlfühlte. Leo, der mit dieser Tussi, Rebecca, auch nur spielte und dem der Kuss mit Armin augenscheinlich gar nichts bedeutet hatte.

 

Irgendwie schadete es Armin gar nichts... was hatte er sich auch drauf eingelassen...

 

Aber nun ja, ich war eben der gutmütige Trottel und für Armin da... für den Fall, dass er mal wieder Redebedarf hätte. Und wieder würde ich natürlich alles für mich behalten... nichts verlauten lassen... kein Sterbenswörtchen... zu niemandem.

 

Ob ich mich vor Armin oder jemand anderem jemals würde outen können... ich wusste es nicht. Vielleicht war es einfach besser so, wenn niemand etwas von meiner Neigung wusste.

 

Zwar würde ich Armin so niemals bekommen... aber.... hatte ich ihn nicht ohnehin schon abgeschrieben? Wäre ich überhaupt eine Option für ihn? Wohl eher nicht... egal was ich anstellen würde... egal wie gut oder bescheuert ich aussehen würde... es würde immer aufs gleiche hinauslaufen.

 

Ich war eben nicht so toll und so ein Wichtigtuer wie Leo.

 

*-*-*

 

Scheinbar wollte Demir nicht darüber reden und schien dem auszuweichen, dass er sich zur Party extra schick gemacht hatte. Ich beließ es dabei und fuhr weiter ruhig neben ihn her.

 

Dann erreichten wir bald mein Elternhaus, wo unten im Wohnzimmer Licht brannte.

 

''Komm, wir gehen hinten herum'', sagte ich zu Demir und schob mein Fahrrad durchs Hoftor.

 

Anschließend wartete ich natürlich auf ihn und stellte mein Rad neben der Garage hinten ab.

 

Danach öffnete ich die Hintertür die noch offen war und schlich ins Haus, wo ich wieder auf meinen Freund wartete.

 

Konnte ich ihn überhaupt als Freund bezeichnen? Er machte sich immer so rar. Was den Anderen ein Dorn im Auge war und weswegen sie ihn erst recht ärgerten. Doch ich hatte nichts gegen Demir, mochte ihn sogar.

 

Außerdem wusste ich es zu schätzen, dass er ein offenes Ohr für mich hatte und es niemandem erzählte.

 

Gerade als ich die Treppe hoch ging, deren Stufen knarrten, bekamen wir aus der Stube die Stimme meiner Mutter zu hören: ''Armin? Bist du schon zurück?''

 

''Ja Mutter, bin ich!'', brummte ich genervt.

 

''Hast du einen Freund mitgebracht?'', kam es etwas näher und sie stand auf einmal in der Wohnzimmertür und lugte in den Flur zu uns rüber.

 

Ein breites Grinsen lag auf ihren Lippen.

 

''Ja, das ist Demir. Du erinnerst dich?'', stellte ich meinen Freund nochmal vor. Sie hatten sich schon mal gesehen, auch wenn es eine Weile her war.

 

''Aber natürlich. Demir. Schön. Das freut mich'', grinste meine Mutter breit '', bleibst du über Nacht?''

 

Beinahe wäre mir alles aus dem Gesicht gefallen, als ich das von ihr hörte.

 

''MAMA!'', schimpfte ich und spürte, wie mir die Hitze in den Kopf stieg.

 

Schnell griff ich Demirs Hand und zog ihn mit mir rauf in mein Zimmer.

 

''Sorry'', kam es dort dann verlegen von mir und ich konnte meinem Freund gar nicht in die Augen sehen, so verlegen hatten die Worte meiner Mutter mich gemacht.

 

*-*-*

 

Okay, scheinbar waren wir nun bei Armin daheim. Ich sagte dazu nichts, ließ alles so geschehen, wie es eben passierte.... hielt mich zurück... nickte nur ab und zu.

 

Als ich von seiner Mutter begrüßt wurde, erwiderte ich den Gruß höflich.

 

Hallo“, und nickte nur dabei.

 

Auf ihre Frage hin, ob ich bleiben wollte, erwiderte ich: „Nein, ich möchte nicht bleiben“, dann zog mich Armin auch schon mit in sein Zimmer, nachdem er seine Mutter ermahnt hatte.

 

Mir machte ihre Frage wenig aus, nur Armin schien damit irgendein Problem zu haben.

 

Du musst dich nicht entschuldigen. Alles gut“, erwiderte ich auf sein Sorry und stand nun etwas verloren bei ihm im Zimmer.

 

Noch immer machte ich mir so meine Gedanken, die ich nicht aussprechen konnte. Dennoch schaute ich mich etwas um und meinte: „Du hast ein schönes Zimmer.“

 

Das war dann aber auch schon wieder alles was ich von mir gab, auch wenn ich sah, dass Armin leicht verlegen zu sein schien... warum auch immer.

 

*-*-*

 

''Danke... ist nichts besonderes'', war ich über die Ablenkung mit dem Zimmer dankbar.

 

Warum auch musste meine Mutter in jedem Freund, den Freund von mir sehen. Sie wartete regelrecht auf ihren zukünftigen Schwiegersohn und ich bildete mir ein, sie bis hier oben mit meinem Vater reden zu hören, über Demir.

 

''Ähm... wir wollten was Trinken, richtig'', kam es mir wieder in dem Sinn und ich ging zu meinem Schrank.

 

Dort holte ich etwas zu Trinken raus und Gläser für uns.

 

''Soll ich Musik machen? Oder lieber nicht?'', fragte ich Demir, wobei ich schon wieder meine Mutter vor Augen hatte und mir dachte, was sie denken würde, wenn sie die Musik hörte.

 

*-*-*

 

Ich nickte auf Armins Aussage, dass wir etwas trinken wollten.

 

Lass mal, ich brauche keine Musik... aber wenn du Musik möchtest... mir solls egal sein“, antwortete ich ruhig auf seine Frage und setzte mich auf den Rand des Sofas... gerade so, dass ich schnell wieder aufspringen und gehen könnte.

 

Ich wusste nicht mal, über was ich mich mit Armin unterhalten sollte. Wir hatten doch kaum etwas miteinander zu tun.

 

Einzig, dass er mir immer wieder mal was erzählte, das er niemand anderem sagen wollte oder konnte, verband uns irgendwie... das war aber auch schon alles.

 

Nun saß ich hier... bei ihm und musste alles.... meinen Frust und meine Neigung herunterschlucken. Ich würde ihm eben jetzt mal wieder zuhören... mich als seinen seelischen Mülleimer anbieten und dann heim gehen.... man, als ob ich nicht schon genug andere Probleme hätte.

 

Aber nein, mit dem lieben, guten Demir konnte man es ja machen... ihm konnte man alles erzählen und er schluckte es... sagte es niemandem... auch wenn ihm nach heulen zumute war.... eben wie jetzt auch.

 

Aber dafür hätte ich später noch Zeit... und würde mich bei meiner Schwester ausheulen.... wie immer eben.

 

*-*-*

 

Ich ließ die Musik also aus und setzte mich vor den Tisch auf den Fußboden im Schneidersitz hin. Irgendwie fand ich es unpassend mich zu Demir zu setzen.

 

''Bedien dich einfach'', bat ich ihn und schenkte mir etwas ein, was ich direkt auf Ex leerte, bevor ich das Glas wieder füllte.

 

''Doch ich muss mich entschuldigen. Für dich muss es peinlich sein, wenn meine Mutter denkt, wir könnten etwas miteinander haben'', versuchte ich die peinliche Situation nochmal zur Sprache zu bringen.

 

Irgendwie war es mir wichtig, wie Demir sich fühlte.

 

Es machte mich so nervös mit ihm über so was zu sprechen, dass ich nun aufstand und Musik machte, obwohl ich es gar nicht wollte.

 

*-*-*

 

Auf Armins Angebot nickte ich, nahm die Flasche und goss mir etwas ins Glas ein, das ich dann ebenfalls sogleich leerte und mich danach schüttelte. Solch hartes Zeug war ich einfach nicht gewohnt.

 

Nein, du musst dich echt nicht entschuldigen... es ist alles okay... wirklich“, erwiderte ich, mit einem Kopfschütteln: „Mir ist es auch nicht peinlich.... egal was deine Mum denkt“, sprach ich weiter, machte dann eine kurze Pause und fügte hinzu: „.... weil ich... auch.... schwul ...bin“, outete ich mich nun doch: „Aber ich will nicht, dass es noch jemand erfährt und bitte dich es nicht weiter zu erzählen.“

 

Tja, nun war es raus... war ja eigentlich auch klar, dass es irgendwann so kommen musste und ich meine Klappe eben nicht auf Ewig halten würden können.... froh war ich aber, dass Armin nun doch Musik angemacht hatte.

 

Nur über eines würde ich auf Gedeih und Verderb schweigen.... dass ich mir nichts sehnlicher wünschte als den Gedanken seiner Mum zu verwirklichen und mit Armin zusammen zu kommen.

 

Nein, das konnte ich ihm unmöglich antun... lieber schwieg ich standhaft. Zudem war ich ohnehin dafür viel zu schüchtern.

 

Wieder griff ich nach der Flasche und goss mir noch etwas ein, dann leerte ich das Glas auch gleich wieder, stellte es dann auf den Tisch zurück und senkte meinerseits nun den Blick... verlegen...

 

*-*-*

 

Mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen nahm ich Demirs Worte in mir auf. Er sollte wirklich auch schwul sein?

 

Als ich mich wieder fing, leerte ich auch direkt mein Glas und füllte es wieder.

 

''Ist das?... Ist das dein Ernst?'', hakte ich unnötigerweise nach.

 

''Ähm... klar schweige ich... Du hast bisher ja auch alles für dich behalten'', stammelte ich und spürte wie verlegen ich nun wurde.

 

Meine Mutters Andeutung und nun dieses Beisammensein hier, war intensiver, jetzt wo ich wusste, dass Demir ebenso tickte wie ich.

 

''Hast du denn schon irgendwelche Erfahrungen?'', wollte ich dann nach einer Ewigkeit des Schweigens von ihm wissen.

 

Nur die Musik schien die Stille zu durchbrechen und ich war mit einem Mal total neugierig. Das dritte Glas leerte ich und spürte bereits den Alkohol, der mir in den Kopf stieg, da ich nichts zum Abendbrot hatte.

 

Meine hellblauen Augen starrten Demir an, während ich mir immer wieder nervös meine mittelblonden Haare mit der Hand aus dem Gesicht wischte.

 

*-*-*

 

Ja, das ist mein Ernst.“, bestätigte ich mein Outing.

 

Tja, das hatte bei Armin wohl wie eine Bombe eingeschlagen, denn ich sah es ihm direkt an, dass er es wohl kaum fassen konnte und wie verlegen er mit einem Mal wurde. Nur warum er jetzt so verlegen war konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Ihm konnte es doch egal sein, ob ich nun schwul war oder eben nicht.

 

Sicher, er hatte damit nicht gerechnet und war wohl deswegen etwas erstaunt gewesen... aber verlegen musste er doch nun wirklich nicht sein, zumal er ja nichts von meinen Gefühlen ihm gegenüber wusste.

 

Er hatte doch eh nur Leo in seinem Kopf.... da war für jemanden wie mich kein Platz.

 

Da ich nicht mehr als zwei Gläser trinken wollte, beließ ich es nun auch dabei, denn immerhin wollte ich mich ja nicht sinnlos betrinken und nach Hause wollte ich auch noch.

 

Außerdem waren die zwei Gläser mehr als genug, zudem ich ja vorher, auf der Party schon zwei Gläser Gin Tonic getrunken und somit meine Grenze erreicht hatte.

 

Nein, ich habe noch keine Erfahrungen damit“, gab ich zu, hielt meinen Blick aber gesenkt: „Wie sollte ich denn auch Erfahrungen sammeln... mit jemandem wie mir will doch keiner was zu tun haben. Ich eigne mich, wenn dann nur als seelischer Mülleimer... für mehr bin ich ja wohl nicht zu gebrauchen!“, begann ich mich nun doch langsam in Rage zu reden... meinen Frust herauszulassen: „Du hast deine kleinen Problemchen... mit Leo... deinem ach so tollen Schwarm.... aber hast du dir mal Gedanken darüber gemacht, wie es mir geht?! Nein, natürlich nicht... warum auch?!

 

Den Trottel Demir, kann man ja einfach so zutexten, ihm noch mehr Last aufladen... wie es ihm dabei geht... ist doch vollkommen egal!

 

Man kann auf einer Party auch einfach so jemanden küssen... einfach aus Spaß... egal, wie es diesem Trottel dann dabei geht... ob es ihm vielleicht weh tut... scheiß drauf...!“

 

Jetzt hatte ich doch alles heraus gelassen... mir meinen ganzen Frust und Schmerz von der Seele geredet und saß nun da... mit Tränen in den Augen, die schon bald ihren Weg über meine Wangen fanden und leise zu Boden tropften.

 

Meine Arme stützte ich auf den Tisch auf, vergrub mein Gesicht in meinen Händen und weinte schluchzend. Ich wusste, dass ich mich jetzt und hier vor Armin verraten hatte und es für mich nun kein Zurück mehr gab.

 

Aber mach dir keine Sorgen... alles gut... alles okay...“, sprach ich nun wieder ruhig... versuchte mich in den Griff zu kriegen: „Ich denke, es ist besser, wenn ich jetzt gehe.... ich habe eh schon zu viel gesagt.... sorry“, mit diesen Worten stand ich auch schon auf, fischte ein Taschentuch aus meiner Hosentasche und trocknete meine Tränen, wobei ich versuchte meine Kontaktlinsen nicht zu verlieren und diese wieder in die richtige Position zu rücken.

 

Dann blickte ich kurz auf Armin herab, der noch am Boden saß, wand mich dann ab und bewegte mich langsam in Richtung Tür...

 

*-*-*

 

Langsam registrierte ich, was Demir da gesagt hatte, wieso er sich so schlecht fühlte, wegen Leo und mir.

 

''Halt, warte!'', kam es von mir und ich stand auf, um mich Demir in den Weg zu stellen, direkt vor die Tür.

 

''Nun mal langsam. Ich hab schon einiges getrunken und bin mir deshalb gerade nicht ganz sicher, ob ich wirklich alles richtig verstanden habe. Wenn ich richtig liege, dann bist du in mich verliebt?...'', hörte ich mich sagen und machte eine kurze Pause.

 

''Aber ich wollte dich nie zutexten. Immerhin dachte ich, es wäre okay für dich. Es tut mir leid. Warum hast du auch nie etwas gesagt oder angedeutet?

 

Leo erwidert doch sowieso nicht das, was ich fühle und im Grunde ist er doch ein Spinner'', sagte ich und ahnte, dass jedes Wort, was ich sagte, falsch war.

 

''Bitte Demir, bleib einfach hier und lass uns in Ruhe drüber reden. Denn ich mag dich und dein neues Styling zeigt eine ganz andere Seite an dir'', versuchte ich es dann noch, wobei ich meine Hand auf seine Schulter legte.

 

Konnte ich es mir mit Demir vorstellen, fragte ich mich. Er war das komplette Gegenteil von Leo. Schüchtern und zurückgezogen, aber auch sehr nett und hilfsbereit. Außerdem dachte er erst an Andere und dann an sich.

 

Obwohl er sich so zurückstellte, dass es schon wehtat.

 

Ich schaute Demir in die Augen und spürte seinen Schmerz, wie ich ihn bei Leo gespürt hatte. Seine weggewischten Tränen konnte man noch sehen und ich wollte ihn am Liebsten in den Arm nehmen und einfach nur festhalten.

 

Noch etwas zaghaft zog ich Demir an mich heran.

 

*-*-*

 

Entschuldige bitte... ich wollte dich nicht so anfahren. Es tut mir leid“, begann ich seine Frage zu beantworten, senkte dann wieder etwas meinen Kopf und sprach weiter: „Ja,... ich... habe mich schon lange in dich... verliebt.... auch wenn ich weiß... dass ich wahrscheinlich keine Chance habe“, gestand ich ihm noch doch, da es eh schon zu spät war und ich mich ohnehin schon längst verraten hatte.

 

Dann hörte ich ihm zu, was er sagte... über Leo sagte... und irgendwie freute es mich das zu hören und so nickte ich verstehend.

 

Seine Hand auf meiner Schulter fühlte sich gut an und ich ließ es zu... allzu gern zu.

 

Okay... reden wir drüber. Ich mein... es tut mir wirklich leid... ich hätte meine Stimme nicht so erheben dürfen. Immerhin konntest du ja nicht wissen, was mit mir los ist, und dass es mir zu viel geworden war.

 

Ich habe mich aber auch nicht getraut es dir zu sagen... lieber habe ich dir weiterhin zugehört und mich zuhause... ausgeheult“, versuchte ich mich zu erklären, doch dann spürte und sah ich, wie Armin mich sacht zu sich heran zog und hatte mit einem Mal das Gefühl, als würde ein dicker Kloß in meinem Hals stecken, so dass ich meinen Blick schüchtern und sehr verlegen wieder dem Boden zuwandte.

*-*-*

 

''Alles okay. Komm mal her'', sagte ich, nachdem ich Demir zugehört hatte und zog ihn zu mir in die Arme.

 

Sanft umarmte ich ihn und streichelte mit der Hand über seinen Rücken. Die Augen schloss ich für einen Moment und atmete tief aus.

 

Schön!

 

Demir strahlte eine angenehme Wärme aus und es fühlte sich richtig gut an, ihn zu halten.

 

''Ehrlich gesagt, weiß ich selbst gerade nicht, was ich denken soll. Doch hätte ich gerne, dass du einfach bleibst, wenn das okay ist für dich. Es fühlt sich schön an, dich im Arm zu halten'', brachte ich dann heraus und löste verlegen die Umarmung.

 

Nun schaute auch ich zu Boden, der wohl gerade sehr interessant sein musste.

 

*-*-*

 

Au man, was ließ ich hier zu... was passierte hier gerade? War es die Wirkung des Alkohols... oder... kein Plan... wieder war ich total verpeilt.

 

Armins Umarmung hatte sich so gut angefühlt und ich hatte mich ein wenig an ihn gelehnt, doch wagte ich es noch nicht ihn auch zu umarmen... die Angst etwas falsch zu machen konnte ich so nicht einfach ablegen.

 

Hart musste ich schlucken, als ich Armins Worte hörte und diese selbstverständlich auch verstand.

 

Sollte ich Armins Bitte wirklich folgen und hier bleiben?

 

Was würde dann passieren?

 

Er löste die Umarmung wieder und schaute, genau wie ich, zu Boden. Da hatten wir wohl eine gemeinsame Leidenschaft für Böden entdeckt.... au man... waren wir beide so derart verplant?

 

Ich... ich... weiß nicht... ich.... also... ähm....“, begann ich zu stottern und vor mich hin zu stammeln... hatte mit einem Mal das Gefühl keinen vernünftigen Satz mehr zustande zu kriegen.

 

Natürlich hatte es sich für mich richtig schön angefühlt, wie er mich gehalten hatte, aber was wenn die Wirkung des Alkohols nachlassen und verfliegen würde?

 

Würde Armin mich dann auslachen... mich ...nein, ich wollte nicht an so etwas denken.... er war doch nicht so.... oder...

 

Angst hatte ich.... und die war sehr groß...

 

*-*-*

 

''Wenn du nicht willst, ist es okay. Aber fahr jetzt nicht nach Hause und heule. Das musst du definitiv nicht'', bat ich Demir und versuchte zu lächeln.

 

''Denn das sollte ich eher tun, weil ich mich heute ziemlich zum Horst gemacht habe'', fügte ich hinzu und setzte mich nun aufs Sofa, als Zeichen, dass mein Freund gehen durfte, wenn er es denn wollte.

 

Vielleicht wäre es besser, wenn ich wieder klar denken konnte, nochmal alles zu überdenken und nichts unüberlegtes zu machen.

 

Unsicher schaute ich Demir an.

 

''Ich möchte wetten, wenn du die Klamotten ab jetzt regelmäßig trägst oder zumindest diesen Stil, machen die Anderen weniger Scherze über dich. Außerdem solltest du so locker sein, wie du bist, wenn wir alleine sind. Das kommt gut'', gab ich ihm dann einen Rat.

 

''Ob Brille oder Kontaktlinsen ist egal. Bei den Haaren bin ich mir nicht sicher...'', kam es dann noch von mir und ich musste grinsen, bei dem Gedanken, dass ich Demir gerne durch die Haare wuscheln würde.

 

*-*-*

 

Ich hockte mich vor Armin hin, der auf der Couch saß und schaute ihn an.

 

Ja, du hast dich heute ziemlich zum Horst gemacht, das ist wahr, aber Leos Tussi hat ihm ganz schön zugesetzt und ich möchte jetzt nicht in seiner Haut stecken“, meinte ich ruhig und lächelte ihn ein wenig an.

 

Dann hörte ich seine Worte und konnte gedanklich nur den Kopf schütteln.

 

Alles lag also nur an meinem Äußeren... ja, klar... woran sonst. Man, diese Welt war so oberflächlich, dass es zum Wegrennen war. Aber ich sagte nichts dazu, nickte nur verständig, dann erhob ich mich wieder.

 

Tja, also ich werd dann mal. Es ist besser so, glaub mir. Schlaf gut, Armin“, wünschte ich ihm noch, dann ging ich zur Tür, öffnete diese, verließ das Zimmer... und war schon bald draußen angekommen, wo ich mein Fahrrad raus suchte, es aufschloss, mich drauf schwang und nach Hause fuhr.

 

Ja, so war es definitiv besser, zumal ich seine Unsicherheit gespürt hatte.

 

Armin sollte erst mal seinen Rausch ausschlafen und ich.... ja, ich wollte einfach nicht mit ihm streiten und mich über die Oberflächlichkeit der Menschen auslassen... mich womöglich wieder aufregen und ihn... nein... das wollte ich nicht und würde mal wieder brav die Klappe halten.

 

*-*-*

 

''Okay, schlaf du auch gut, Demir'', hatte ich noch zu ihm gesagt und ihm nachgeschaut.

 

Sicher ahnte ich, was in ihm los war. Menschen konnten grausam sein und kamen nur selten mit Menschen klar, die anders waren.

 

Langsam ließ ich mich auf mein Sofa sinken und schloss die Augen. Immer wieder hatte ich Demirs Bild vor Augen und wie er sich geoutet hatte. Ich würde es für mich behalten, weil er auch immer alles von mir, für sich behielt.

 

Bald darauf schlief ich ein.

 

Irgendwann erwachte ich, weil ich draußen im Garten den Rasenmäher hörte. Mein Vater war fleißig und ein Blick zur Uhr sagte mir, dass es schon weit nach Mittag war. Mir war schlecht und ich hatte das Gefühl, als würde ich nach Bar stinken.

 

Langsam stand ich auf und wankte ins Bad, wo ich duschte, mich rasierte und die Zähne putzte. Mehr als einmal putzte ich sie und spülte gründlich mit Mundwasser. Es war, als wäre Leos Zunge noch in meinem Mund.

 

Irgendwie schüttelte der Gedanke mich extrem und es war, als wäre ich endlich geheilt.

 

Doch könnte ich Demirs Gefühle erwidern?

 

*-*-*

 

Eine halbe Stunde später erreichte ich endlich mein Zuhause, brachte mein Fahrrad in die Garage, stelle es neben das Auto meiner Schwester und schloss die Garage dann wieder, um ins Haus zu gehen, wo mich meine Schwester schon erwartete.

 

Na, einen schönen Abend gehabt, hm? Schön, dass du wieder da bist.“, meinte sie liebevoll, kam auf mich zu und drückte mich an sich.

 

Seit dem Tod unserer Eltern, vor zwei Jahren, kümmerte sie sich sehr liebevoll um mich. Wir hatten eine sehr schwere Zeit hinter uns, aber die hatten wir überwunden und waren füreinander da.

 

Hör bloß auf. Nie wieder gehe ich auf eine Party... das war... die Hölle.“

 

Och Mensch, das tut mir leid. Magst du reden? Ich mach uns auch einen Kaffee, okay.“

 

Ja, danke. Ich zieh mich nur schnell um.“

 

Mach das.“, willigte Emily ein und ich ging nach oben, wo ich mich auszog, schnell ins Bad huschte und mich kurz warm abduschte. Danach trocknete ich mich ab, zog mir eine Shorts und ein Shirt an, strubbelte kurz über meine Haare, die dann wieder kreuz und quer lagen, und ging dann in die Küche, nachdem ich die Kontaktlinsen los geworden war und die Brille wieder auf meiner Nase saß.

 

Ich setzte mich zu Emily, die schon den Kaffee hingestellt hatte, dann starrte ich in die Tasse und erzählte ihr alles... ließ auch nichts aus. Sie musste kichern, als ich das mit Armin und Leo erzählte.

 

Meine Erzählung beendet, erklärte mir Emily:

 

Das mit den Klamotten und was Armin dir noch so geraten hat, hat er sicher nicht böse gemeint. Er hat es gut gemeint, damit du eben nicht mehr gehänselt und gemobbt wirst. Ob du damit Freunde findest... steht in den Sternen, aber wenn du zumindest nicht mehr gemobbt wirst... das wäre doch schon mal ein Erfolg, oder.

 

Sicher, ich verstehe dich und ja, es ist sehr oberflächlich, aber so ist die Welt nun mal, niemand sieht was du denkst oder was du drauf hast... damit wirst du klar kommen müssen, Kleiner.“

 

Ich nickte verstehend, trank meinen Kaffee und schaute meine Schwester bewundernd an. Sie schien wirklich alles zu wissen und ich war ihr so dankbar, dass sie mir zuhörte... einfach für mich da war.

 

Zwei Stunden hatten wir noch geredet, dann verabschiedete ich mich von Emily, wünschte ihr eine gute Nacht und ging ins Bett, nachdem sie mir auch eine gute Nacht gewünscht hatte.

 

Endlich in meinem Bett liegend fühlte ich mich befreit, wissend, dass Emily und Armin Recht hatten, schloss die Augen und schlief sofort ein.

 

Als ich am nächsten Tag erwachte, schaute ich auf die Uhr, die mir verriet, dass es schon vierzehn Uhr war und so wusste ich, dass meine Schwester arbeiten war. Sie arbeitete sehr oft auch am Wochenende, nur damit sie mir bzw. uns ein schönes Leben ermöglichen konnte.

 

Noch einmal drehte ich mich um, nur noch ein wenig aufwärmen. Erst Minuten später stand ich auf, ging hinab in die Küche und machte mir erst mal einen Kaffee. Zwischendurch ging ich ins Bad und putzte mir die Zähne, um dann wieder in die Küche zu latschen, mir einen Kaffee zu nehmen und mich gedankenverloren an den Tisch zu setzen....

 

*-*-*

 

Nachdem ich im Bad fertig war, schlich ich runter in die Küche. Meine Mutter war arbeiten und mein Vater noch immer im großen Garten beschäftigt.

 

Als ich nach längerem Suchen endlich Schmerztabletten gefunden und diese auch eingenommen hatte, gönnte ich mir einen Kaffee.

 

Danach ging es mir besser und ich schnappte mir mein Skateboard mit dem ich aus der Vordertür das Haus verließ, um meinem Vater keine blöden Fragen beantworten zu müssen.

 

Ich brauchte einfach ein bisschen frisch Luft und Zeit zum Nachdenken. Deshalb fuhr ich runter zum Strand, wo ich die Promenade entlang fuhr. Einfach der Nase lang und ohne irgendein bestimmtes Ziel.

 

Irgendwann später bekam ich Hunger, weshalb ich checkte, was ich an Geld mit hatte. So beschloss ich mich in einen Imbiss zu setzten und bestellte mir eine Pommes rotweiß und eine Cola.

 

*-*-*

 

Während ich meinen Kaffee trank und dabei aus dem Fenster schaute, dachte ich über das alles nach, was gestern passiert war, was mir Armin und Emily gesagt hatten und auch über mein bisheriges Verhalten.

 

Okay, meinen Kleidungsstil sollte ich vielleicht wirklich ändern und auch so ein bisschen mehr aus mir machen.... ja, vielleicht sollte ich aber auch mal lernen Nein zu sagen und mir nicht immer alles gefallen lassen.

 

Nun, da hatte ich ja das ganze Wochenende Zeit, um das zu lernen und es zu verinnerlichen. Ab Montag würde ein neuer Wind wehen und sie alle sollten mich kennenlernen.

 

Nein, gewalttätig würde ich auf gar keinen Fall werden, das entsprach mir so gar nicht, aber ich würde mich anderweitig zu wehren wissen, wenn doch mal wieder so eine Dumpfbacke meinte mich hänseln oder mobben zu wollen. Ich wusste auch ganz genau, dass mir Emily sicher dabei zur Seite stehen und mir helfen würde.

 

Ich grinste bei dem Gedanken daran, wie dümmlich sie alle aus der Wäsche schauen würden, wenn aus dem hässlichen Entlein, ein schöner Schwan werden würde, der sehr viel selbstbewusster auftreten würde.

 

Auf deren erstaunte Gesichter freute ich mich jetzt schon.

 

Meinen Kaffee trank ich aus, verzog mich nach oben in mein Bad, wo ich mich kurz abduschte und mich danach in meinem Zimmer anzog. Da ich meiner Schwester gut zugeschaut hatte, konnte ich meine Haare nun auch allein stylen, auch mit den Kontaktlinsen wusste ich umzugehen und setzte sie mir ein. Die Kette, die ich mal von meiner Mutter geschenkt bekommen hatte, band ich mir noch um und tat noch etwas dezentes Parfüm auf, dann besah ich mich im Spiegel.

 

Ja, so konnte ich mich durchaus sehen lassen.

 

Bekleidet mit einer knallengen, blauen Jeans, einem ärmellosen weißen Shirt und weißen Sportschuhen, verließ ich das Haus, holte mein Fahrrad aus der Garage, schwang mich drauf und fuhr zur Einkaufspassage, die sich ganz in der Nähe des Strandes befand, denn ich wollte ein kleines Geschenk für meine Schwester besorgen... sie hatte es sich wirklich verdient.

 

Danach würde ich zum Imbiss gehen und was essen, denn mein Magen machte sich auf unangenehme Weise bemerkbar.

 

Mein Fahrrad stellte ich ab, schloss es auch an und spazierte in die Einkaufspassage, wo ich mich erst einmal umschaute.

 

In einem Schmuckgeschäft hatte es mir ein tolles silbernes Armband angetan, das ich dann auch gleich kaufte und es als Geschenk verpacken ließ... so richtig mit Schleife und ein bisschen Schnick Schnack.

 

Das Fahrrad ließ ich stehen wo es war und ging dann zur Strandpromenade, dort suchte ich den Imbiss auf und bestellte eine Currywurst, Pommes mit Ketchup und eine Sprite...

 

*-*-*

 

Gerade als ich platz genommen hatte, hörte ich, wie mir eine sehr gekannte Stimme sein Essen bestellte – Demir!

 

Er sah verdammt gut aus und ich musste grinsen. Ob es ein Zeichen sein sollte.

 

Kurz atmete ich tief ein, bevor ich mich bemerkbar machte.

 

''Hey, Demir. Setz dich doch zu mir'', bat ich ihn.

 

Ich musste sowieso noch auf mein Essen warten und wie es aussah, wollte auch Demir etwas essen.

 

*-*-*

 

Eben hatte ich mein Essen und etwas zu Trinken bestellt, als ich hörte, wie jemand nach mir rief und diese Stimme kannte ich nur allzu gut. Ich drehte mich um und sah mich in meinem Wissen bestätigt.

 

Da saß er... Armin!

 

Nachdem ich mein Essen bestellt hatte, wurde ich gebeten mich zu setzen, denn man würde das Essen dann an den Tisch bringen. Also nickte ich, setzte mein Pokerface auf und ging zu Armin an den Tisch.

 

Hallo Armin.“, begrüßte ich ihn und setzte mich: „Du wartest wohl auch noch auf dein Essen, was?“, stellte ich dann fragend fest.

 

*-*-*

 

''Ja, ich warte noch'', bestätigte ich Demirs Aussage.

 

''Da hatten wir wohl den selben Gedanken'', sagte ich und kratzte mich verlegen am Hinterkopf.

 

Dann schwieg ich kurz und stellte dann offen fest: ''Du siehst echt Hammer aus!''

 

''Weißt du, Demir. Deine Worte von gestern gehen mir irgendwie nicht mehr aus dem Kopf'', fügte ich dann hinzu, ''Ich würde es gerne versuchen. Sofern du noch immer möchtest und mich nicht für total bescheuert hältst oder abartig, weil ich gestern Leo...''

 

Bei dem Gedanken schüttelte es mich und ich hatte schon wieder diesen komischen Geschmack im Mund.

 

Doch schaute ich Demir erwartungsvoll an.

 

*-*-*

 

Scheiße... mein Pokerface wurde gerade von Armin in Grund und Boden gestampft... was sagte er da? Meinte er das echt ernst?

 

Verstand ich das... richtig...?

 

Erst mal schwieg ich, während sich mein Gesicht in ein leuchtendes Rot tauchte und ich meinen Blick senkte.

 

Danke... ich... hab mir.... ein bisschen... Mühe ...gegeben... und deine... Worte von gestern zu Herzen genommen... ja... ähm...“, stammelte ich nun doch wieder vor mich hin.

 

Mist verdammter... wo waren denn nun wieder meine Prinzipien geblieben?

 

Meinst... also... meinst du... das... ernst? Du.... willst.... mit mir... ich mein... Nein... ich halte dich nicht für... bescheuert oder... abartig... und... nein... ich mein, ja... ich würde... es schon gern...“, stotterte ich weiter und mein Gesicht tat nichts anderes mehr als rot zu leuchten und meine Stimme schien ich gerade irgendwie verloren zu haben... während mein Hirn wohl seine Arbeit aufgegeben hatte... toll... wirklich toll, Demir... du bist so ein Vollidiot.... was denn Armin jetzt von dir denken....?!

 

Gedanklich machte ich mir gerade die Hölle heiß, während ich Armins Blick sah, der mich total süß und erwartungsvoll anschaute... was mich weich werden ließ...

 

*-*-*

 

Nun musste ich breit grinsen und fand es einfach süß, wie Demir sich verhielt. Zu gerne hätte ich seine Hand genommen oder ihn geküsst, aber er war ungeoutet und ich hatte versprochen dicht zu halten.

 

''Gut! Dann sind wir ab jetzt ein Paar'', flüsterte ich deshalb und lehnte mich breit grinsend zurück.

 

Dann kam auch schon unser Essen und ich dippte direkt eine Pommes in Mayo und Ketchup.

 

Wow, ich hatte nun also meinen ersten Freund. Gedanklich ließ ich es sacken.

 

Gut, es war nicht mein Schwarm Leo, aber es war ein sehr aufmerksamer und sympathischer Typ namens Demir. Der eine weitaus bessere Wahl war. Dessen war ich mir sicher.

 

*-*-*

 

Auf Armins Feststellung hin nickte ich kurz, wagte es zunächst nicht ihn anzuschauen... ihm womöglich in die Augen zu sehen, aber dann kam auch schon das Essen, doch mein Magen war genauso zu, wie mein Hirn so ganz plötzlich leer zu sein schien.

 

Ich wusste nun aber auch, dass ich mich würde outen müssen, denn sonst machte das ganze hier keinen Sinn, außerdem hatte ich mir doch eh vorgenommen anders aufzutreten und da konnten mich die anderen Mitschüler mal gern haben oder mir den Buckel runterrutschen. Wer damit ein Problem hätte müsste sich ja nicht mit mir abgeben.

 

Mit der Gabel nahm ich nun aber doch ein Stück Wurst und aß es. Viele Gedanken gingen mir dennoch durch den Kopf... obwohl ich mir das hier so sehr gewünscht hatte.

 

Aber was hatte ihn nun dazu bewogen... mit mir gehen zu wollen?

 

Nur weil ich diese Worte gestern an ihn gerichtet hatte? Liebte er mich denn überhaupt... oder war zumindest verliebt?

 

Ich hatte mich in ihn verliebt, aber... was war ich für ihn... ein Lückenfüller... für seinen Schwarm Leo, den er nicht bekam.... der nie so für ihn da wäre, wie ich es tun würde?

 

Unsicherheit machte sich in mir breit, doch zeigte ich sie nicht.

 

Ich werde mich dann wohl auch outen. Du brauchst also nicht mehr drüber zu schweigen“, meinte ich zu Armin, nachdem ich die Wurst mit etwas Sprite herunter gespült hatte.

 

*-*-*

 

''Wirklich!'', sagte ich etwas laut und strahlte.

 

''Ich hoffe du denkst jetzt nicht, dass du irgendein Lückenfüller bist, ein Ersatz für Leo. Weißt du, ich mochte dich schon immer und ich weiß, dass daraus mehr werden kann. Denn ich möchte das hier mit uns, wirklich!'', gestand ich.

 

Dann aß ich noch einen Pommes und noch einen. Irgendwie war ich nervös und hatte Bedenken, ob Demir mich verstehen würde.

 

*-*-*

 

Nach noch einem Schluck Sprite fand ich meine Stimme wieder und schaute Armin, nach dessen Worten, nun an... dachte über seine Worte nach und erwiderte schließlich:

 

Ich glaube dir ja, nur bin ich mir etwas unsicher. Bitte, versteh mich nicht falsch. Denn ich möchte das hier mit dir auch... nichts wünsche ich mir mehr, als mit dir zusammen zu sein, weil ich mich wirklich in dich verliebt habe.

 

Nur... ja, du siehst das richtig, ich habe Angst, dass ich für dich nur ein Ersatz für ...Leo... bin und das könnte ich... nicht ertragen“, wieder traten mir die Tränen in die Augen und rannen ungewollt und unkontrolliert über meine Wangen.

 

Allerdings hatte ich gesehen, dass Armin richtig gestrahlt hatte, als ich es bestätigte.

 

Sorry...“, entschuldigte ich mich bei Armin, zog ein Taschentuch aus meiner Hosentasche und trocknete meine Tränen, versuchte dabei mal wieder meine Kontaktlinsen nicht zu verlieren und diese wieder in die rechte Position zu rücken.

 

Wieder senkte sich meinen Kopf, denn nun schämte ich mich für meine Gedanken, und verfluchte mich, dass ich diese nun auch noch ausgesprochen hatte.

 

Es tut mir leid... ich... hätte das nicht sagen dürfen... bitte... verzeih mir“, bat ich Armin, schaute ihn nun mit einem liebevollen, entschuldigendem Blick an.

 

*-*-*

 

''Hey'', kam es von mir und ich rückte auf den Stuhl neben Demir, am Vierertisch. Liebevoll legte ich den Arm um ihn und streichelte seine Schulter.

 

Meine Stirn drückte ich von der Seite an die Seine und ich lächelte ihn liebevoll an.

 

''Du könntest doch gar kein Ersatz sein. Immerhin hast du viel zu gute Eigenschaften, als dieser Prollo'', lachte ich und legte meine andere Hand auf Demirs Bein.

 

''Und entschuldigen musst du dich keineswegs'', fügte ich hinzu.

 

Es tat weh, ihn so unglücklich zu sehen und ich spürte, wie sehr ich das hier wollte. Vielleicht hatte ich mir die ganze Zeit über nur eingebildet, dass ich in Leo verliebt war.

 

Immerhin hatte ich Demirs Nähe regelmäßig gesucht, im Gegensatz zu den Anderen, die immer nur blöde Sprüche für ihn übrig hatten.

 

*-*-*

 

Es tat gut, wie mich Armin umarmte, mich streichelte und mit mir sprach. Ich hörte seine Worte, verstand sie und freute mich schon irgendwie, dass er solch eine Meinung hatte.

 

Die Tränen versiegten langsam und mit nur noch einem Schluchzen schaute ich Armin an... nickte dankbar in seine Richtung.

 

Ist schon gut, ich glaube dir und ich möchte mit dir zusammen sein“, erwiderte ich mit ruhiger, liebevoller Stimme.

 

Was mich aber im nächsten Moment geritten hatte, wusste ich nicht, denn ich umarmte Armin mit einem Mal ...schlang meine Arme förmlich um ihn, hielt ihn fest und drückte ihn sacht an mich und schmiegte mich leicht an ihn... noch nicht zu sehr, aber es war ein zaghafter Versuch meine Schüchternheit loszuwerden und mein Vorhaben in die Tat umzusetzen, ab Montag in der Schule ganz anders aufzutreten.

 

Es war einfach so, als könnte ich gar nicht anders, denn ich war so verliebt in Armin und nun sollte sich mein Traum endlich erfüllen... was konnte ich mir denn noch mehr wünschen.

 

*-*-*

 

Es fühlte sich sehr gut an, wie Demir sich an mich schmiegte und ich schloss für einen Moment die Augen.

 

''Schön, dass du dich beruhigt hast'', kam es dann von mir, ''Und auch wenn das hier echt schön ist, sollten wir jetzt essen, bevor es kalt wird.''

 

Mit den Worten löste ich mich sacht, wenn auch ungern von meinem Freund und zwinkerte ihm zu. Immerhin hatten wir für so was noch jede Menge Zeit.

 

Dann setzte ich mich wieder rüber auf meinen Platz und aß weiter, wobei ich ab und an einen Schluck von meiner Cola nahm und Demir anlächelte.

 

*-*-*

 

Ich nickte zustimmend, lächelte ihn an und begann dann auch zu essen, nachdem sich Armin wieder auf seinen Platz gesetzt hatte.

 

Die Currywurst hatte ich ziemlich schnell verputzt und hing nun an den Pommes fest, die ich ab und zu in den Ketchup tunkte und dann aß.

 

Armins Lächeln in meine Richtung machte mich richtig verlegen, doch konzentrierte ich mich auf mein Essen und erwiderte ab und zu sein Lächeln.

 

Schließlich hatte ich auch die Pommes verspeist und auch das Glas Sprite geleert. Jetzt war ich aber wirklich satt, zumal ich sonst eigentlich gar nicht so viel aß. Da hatten die Augen wohl mehr gesehen als der Magen. So lehnte ich mich zurück und strich über meinen Bauch, als wäre er dick vom Essen.

 

*-*-*

 

Auf Demirs Geste hin musste ich laut Lachen und trank dann meinen Rest Cola leer.

 

''Du tust ja so, als wärst du Kugelrund'', scherzte ich.

 

Dann winkte ich die Bedienung herbei und sagte, dass ich zahlen wollte.

 

''Zusammen bitte. Ich lade dich ein'', sagte ich und lächelte Demir erneut an.

 

Die Bedienung brachte ich Rechnung und ich bezahlte einfach unser Essen.

 

''Hast du jetzt noch was vor?'', wollte ich dann wissen, wobei ich allerdings keine bösen Hintergedanken hatte, sondern einfach nur ein wenig was unternehmen wollte.

 

*-*-*

 

Na, schau doch nur... ich bin so rund wie ein Weihnachtsmann.“, nahm ich den Scherz von Armin auf und lachte laut los.

 

Als er mich dann jedoch einlud, war es mir schon etwas unangenehm, doch lächelte ich Armin dankbar an und hauchte ihm ein: „Dankeschön“ entgegen.

 

Nein, jetzt habe ich nichts weiter vor. Meine Schwester arbeitet noch und wird erst spät wieder daheim sein, bis dahin hab ich Zeit... aber dann muss ich heim, weil ich mit ihr reden muss“, erwiderte ich auf Armins Frage hin.

 

Hast du eine Ahnung was wir jetzt tun können?“, wollte ich von Armin wissen, denn ich hatte nun so gar keinen Plan, was man so unternehmen könnte.

 

*-*-*

 

''Klar, lass uns ein wenig herumfahren. Ich nehm mein Board und du dein Rad. Mal sehen, wer schneller ist'', scherzte ich ein wenig.

 

So richtig eine Ahnung hatte ich nun auch nicht.

 

Doch der Gedanke jetzt zu Demir oder zu mir zu gehen, bereitete mir Schmetterlinge im Bauch, weil ich mit so was nun gar keine Erfahrungen hatte.

 

Es machte mich nervös, auch wenn es irgendwann unvermeidbar wäre, weil es dazu gehörte.

 

Aber das Wetter war gut und so würden wir bestimmt auch die Zeit totschlagen.

 

*-*-*

 

Okay, so machen wir das. Die Idee ist klasse“, willigte ich freudestrahlend ein: „Dass du mit deinem Board schneller bist, ist doch klar... oder.“, nahm ich den Scherz wiederum auf und musste herzlich lachen.

 

Dann stand ich auf, ging zu meinem Rad, das ich aufschloss und wieder zu Armin ging.

 

Na, dann mal los. Bewegen wir uns etwas. Das Wetter ist so toll und das sollten wir ausnutzen, denke ich“, fügte ich noch hinzu, bevor ich auf mein Rad stieg und langsam losfuhr.

 

Natürlich hatte ich nicht vor mit Armin ein Wettrennen zu veranstalten, wollte diesen tollen Tag mit Armin einfach nur genießen. An irgendwas anderes... was noch so zu einer Beziehung gehörte... dachte ich nicht.

 

Für mich hatte sich ein Traum erfüllt... es war sogar sehr viel mehr, als ich mir je erträumt hatte.

 

*-*-*

 

Gesagt, getan und so schwang ich mich auf mein Board und fuhr neben Demir her. Das Wetter war wirklich herrlich und die Strandpromenade lang.

 

So fuhren wir eine ganze Weile umher.

 

Wie sollte es auch anders sein, trafen wir dann auf Leo und Rebecca. Sie sahen uns nicht, waren vielmehr mit sich selbst beschäftigt.

 

Lautstark stritten sie und bekamen wohl deshalb nichts mit. Mich juckte es nur wenig, denn immerhin war ich jetzt mit Demir zusammen.

 

Außerdem hatte ich dazugelernt und wusste was für ein Idiot Leo war.

 

Ich konnte also nur kopfschüttelnd zu ihnen herübersehen.

 

*-*-*

 

Wow, es war ein wirklich tolles Gefühl gemeinsam mit Armin auf der Strandpromenade entlang zu fahren. Bislang war ich immer allein gewesen... verfolgt von dummen Sprüchen. Aber jetzt hatte ich das Gefühl, als hätte sich mein Leben von einem Tag auf den anderen grundlegend geändert.

 

Dieses erhebende Gefühl wollte ich wirklich nie wieder missen... zudem Armin so ein wirklich toller Typ war.... viel toller als dieser eingebildete Leo, der uns auf der Promenade mit seiner Tussi entgegen gekommen war und sich mit ihr lautstark stritt.

 

Innerlich musste ich direkt kichern, das schadete diesem Vollidioten gar nichts und ja, ich rieb mir gedanklich die Hände... war schon irgendwie schadenfroh. Nein, es war natürlich so gar nicht meine Art, schadenfroh zu sein, aber hatte ich nicht alles Recht der Welt dazu... so wie man mich ständig hänselte und mobbte?

 

Jetzt war eben mal das Glück auf meiner Seite und es war ein wirklich super tolles Gefühl.

 

Zudem ich Armin wirklich liebte und total stolz drauf war, mit ihm zusammen sein zu dürfen.

 

Als das streitende Pärchen an uns vorüber gegangen war, fragte ich Armin:

 

Was ist, darf ich dich noch auf ein Eis einladen?“, und lächelte Armin verliebt an.

 

*-*-*

 

''Oh ja! Ein Nachtisch wäre jetzt klasse'', willigte ich gerne ein und lächelte Demir ebenfalls an.

 

Er hatte wirklich schöne Augen, die durch die Kontaktlinsen nun viel mehr zur Geltung kamen. Sie glänzten nun richtig und ich schaute gerne in sie hinein.

 

Jetzt noch ein Eis zu essen, war wirklich eine super Idee.

 

So fuhr ich direkt zur Eisdiele rüber, wo es das beste Eis der Stadt gab. Zum Glück waren einige Plätze frei und wir konnten uns einen Tisch nehmen.

 

''Was musst du denn später mit deiner Schwester besprechen?'', fragte ich dann neugierig.

 

Denn irgendwie hatte es mich doch beschäftigt. Oder war es etwa ein Geheimnis?

 

*-*-*

 

Ich freute mich richtig, dass Armin zustimmte mit mir noch ein Eis zu essen und ich ihn einladen durfte.

 

Nachdem wir saßen und ich die Eiskarte studiert hatte, gab ich diese nun auch Armin und antwortete ihm auf seine Frage:

 

Was ich mit meiner Schwester besprechen muss, ist nichts großartiges, nur eben... ich habe ein kleines Geschenk für sie besorgt. Sie war und ist immer für mich da... seit dem Tod unserer Eltern hat sie sich um mich gekümmert. Sie war es auch, die mir deine gestrigen Worte noch mal erklärte und mich zum Umdenken bewegte.

 

Sie ist einfach die beste Schwester der ganzen Welt und ich bin ihr so unglaublich dankbar für alles. Ich weiß echt nicht wo ich ohne sie wäre.“

 

Dann kam auch schon die Bedienung und ich bestellte zunächst mein Eis und schaute auch Armin an, dass er ebenfalls seine Bestellung abgab.

 

*-*-*

 

Aufmerksam hörte ich Demir zu, doch bevor ich etwas dazu sagen konnte, kam schon die Bedienung und ich bestellte ebenfalls mein Eis, nachdem ich in die Karte geschaut hatte.

 

Anschließend lächelte ich meinen Freund an und meinte:

 

''Ach so, verstehe. Da hast du wirklich Glück eine so tolle Schwester zu haben.''

 

Was ich sagte, meinte ich ernst, denn als Einzelkind war es nicht immer einfach. Meine Eltern waren so auf mich fixiert, dass ich mir manches Mal einen Bruder oder eine Schwester gewünscht hatte.

 

Herrje, meine Beziehung wäre ein gefundenes Fressen für meine Mutter, daran hatte ich überhaupt nicht gedacht.

 

''Ähm, da wäre noch etwas. Wenn wir das nächste Mal auf meine Mutter treffen, entschuldige ich mich schon mal vorab, denn sie wird sicher alles über dich wissen wollen, jetzt wo wir zusammen sind.

 

Noch weiß sie es nicht, aber ich will es nicht geheim halten. Obwohl es bei ihr vielleicht besser wäre'', schüttete ich ein wenig mein Herz aus.

 

Wobei es mir schon auffiel und ich hoffte, nicht wieder zu viel von Demir zu verlangen.

 

*-*-*

 

Alles gut, mach dir keine Sorgen und du musst dich für deine Mum auch nicht entschuldigen. Sie ist doch sehr nett und wenn sie eben etwas über mich wissen möchte... ist das vollkommen okay... wirklich... echt“, erwiderte ich auf seine kleine Ansprache, die mit einer vorab Entschuldigung gekoppelt war.

 

Du kannst es ihr auch ruhig sagen, dass wir zusammen sind, ich habe nichts dagegen“, sagte ich ruhig und Armin liebevoll anlächelnd.

 

Nein, im Moment machte es mir nichts aus, dass Armin sein Herz bei mir ausschüttete. Ich verstand ihn... wie immer und war ihm auch nicht böse.

 

Wir waren doch immerhin zusammen, da konnte man sich doch gegenseitig das Herz ausschütten.

 

Nach dem Eis, fahr ich aber heim, denn dann wird Emily sicher schon daheim sein und dann möchte ich sie einfach überraschen“, fügte ich nun meinerseits entschuldigend hinzu und legte unbewusst meine Hand auf die Seine.

 

*-*-*

 

Als ich Demirs Hand auf meiner spürte, grinste ich breit und nickte, auf seine Aussage hin.

 

Dann kam auch schon unsere Bestellung und ich leckte mir über die Lippen, denn es sah wirklich gut aus.

 

''Na dann, mal guten Appetit'', meinte ich zu Demir und schnappte mir meinen Löffel, um über mein Eis herzufallen.

 

*-*-*

 

Nachdem unsere Bestellung auf dem Tisch stand und ich das Eis sah... das wirklich sehr lecker aussah.

 

Dann schnappte ich mir direkt den Löffel und aß erst mal genussvoll die Sahne ab... leckte mir dabei auch über die Lippen, was bei Armin schon sehr ...hmm... ja... reizvoll ausschaute.

 

Ich musste schon ein wenig grinsen, bei dem Gedanken, der mich gerade überfiel, mir aber nichts anmerken ließ, sondern mein Eis ganz in Ruhe und genussvoll aß.

 

*-*-*

 

Nun dachte ich mir wiederum nichts dabei und aß mein Eis, wobei ich allerdings schon Demirs Lächeln und auch den Blick erwiderte.

 

Es war angenehm mit ihm zusammenzusitzen und ich spürte ein paar Schmetterlinge in meinem Bauch, die vorher noch nicht da waren.

 

Ein schönes, angenehmes, warmes Gefühl, dass ich nicht wieder hergeben wollte.

 

Leider war mein Eis viel zu schnell leer, aber nun war ich auch satt.

 

Die Zeit schien mit Demir zusammen richtig zu verfliegen.

 

*-*-*

 

Armin hatte sein Eis längst aufgegessen, als ich immer noch dran saß und mir Zeit ließ, es richtig genoss... außerdem konnte ich so noch eine ganze Weile Armins Gesellschaft genießen.

 

Leider bekam das Eis eben keine Junge, so dass der Becher doch irgendwann leer war und ich die Bedienung heran winkte, damit ich bezahlen konnte.

 

Ich hoffe es hat dir geschmeckt.“, wollte ich von Armin wissen und lächelte.

 

Schließlich kam die Bedienung an den Tisch ich zahlte die Rechnung und erhob mich dann.

 

Wollen wir dann? Emily kommt gleich heim“, sagte ich zu Armin, legte meine Hand sacht auf seine Schulter... streichelte sie dabei sanft.

 

*-*-*

 

''Danke, es war sehr lecker'', grinste ich und stand ebenfalls auf.

 

''Sicher. Ich will ja nicht, dass du zu spät kommst'', antwortete ich.

 

Demirs Hand auf meiner Schulter tat gut. Sie hinterließ eine angenehme Wärme und das Streicheln wirkte beruhigend.

 

Er hatte gesagt, dass er sich outen wollte und wir waren zusammen, deswegen nahm ich nun allen Mut zusammen und küsste ihn.

 

Dabei berührte ich seine Lippen sanft mit den Meinen, wenn auch nur kurz.

 

Ein Lächeln legte sich über mein Gesicht, bevor ich raus ging und auf mein Board stieg.

 

''Melde dich nachher, wie Emily reagiert hat'', bat ich ihn noch, bevor ich die Promenade in Richtung Elternhaus entlangfuhr.

 

*-*-*

 

Wie erstarrt, nicht wissend wo mir gerade der Kopf stand, schaute ich Armin nach... folgte ihm aus dem Eiscafé heraus... völlig verwirrt.

 

Hatte.... hatte er mich gerade wirklich geküsst?

 

Au man, mein erster Kuss und ich hatte nicht einmal die Zeit gehabt diesen zu erwidern... Armin hatte mir auch die Zeit dazu nicht gelassen. Dennoch war es ein unglaublich tolles Gefühl gewesen... wenn der Kuss auch nur sehr kurz war.

 

Auch auf seine Bitte konnte ich erst mal nichts erwidern, da er schon auf sein Board gestiegen und auf dem Weg nach Hause war.

 

Der Kuss hatte bei mir eingeschlagen, wie ein Blitzschlag, den ich jetzt erst mal auf mich wirken lassen musste.

 

Also schnappte ich mir mein Rad, schwang mich drauf und fuhr ebenfalls nach Hause.

 

Das Haus meiner Eltern erreicht, stellte ich mein Rad, wie immer in der Garage ab, wo auch schon Emilys Auto stand, was mir anzeigte, dass sie schon daheim war.

 

Anschließend betrat ich das Haus, wo mir, eben auch wie immer, meine Schwester entgegen kam und mich liebevoll begrüßte.

 

Na, du, wie war dein Tag?“, fragte sie mich.

 

Mein, Tag... war... wundervoll und deiner?“

 

Sie grinste.

 

Das höre ich gern... nur leider viel zu selten. Was hast du denn schönes gemacht?“

 

Hmm... ja, was habe ich gemacht? Also erst mal...“, ich holte die kleine Schachtel heraus und übergab sie Emily: „...habe ich hier was für dich.... als kleines Dankeschön.“

 

Sie lächelte mich an, öffnete die Schachtel und schaute hinein. Ihre Augen begannen richtig zu strahlen.

 

Oooch.... bist du süß... dankeschön, das ist aber lieb von dir. Womit habe ich denn das verdient.“, fragte sie mich mit Tränen, der Freude, in den Augen.

 

Na ja, weil du immer so lieb zu mir bist... immer für mich da bist.... mir zuhörst, wenn ich Probleme habe... und überhaupt... weil du die beste Schwester der ganzen Welt bist... und ich zudem nicht wüsste, was ich ohne dich tun würde.“

 

Sie nahm mich liebevoll in die Arme und drückte mich an sich. Auch ich legte meine Arme um sie. So standen wir eine ganze Weile einfach nur so da.

 

Erst nach einer gefühlten Ewigkeit lösten wir uns voneinander, Emily entnahm der Schachtel das Armband und band es sich um.

 

Wow... das sieht echt super aus. Danke. Aber das hätte echt nicht sein müssen. Ich bin gern für dich da... wirklich.“

 

Ich weiß, aber trotzdem... ich hab dich eben einfach lieb.“

 

Ich hab dich auch lieb, mein Kleiner. Weißt du was, ich mach uns jetzt einen Kaffee und dann erzählst du mir was du heute tolle gemacht hast, okay.“

 

Okay, ich geh bloß kurz hoch.“

 

Emily nickte und verschwand in der Küche, während ich mich in mein Zimmer begab und mein Handy, meine Geldbörse und die Schlüssel auf den Tisch legte. Auch meine Jacke zog ich aus und legte sie über einen Stuhl. Erst dann begab ich mich wieder in die Küche, wo ich auch schon auf meine Schwester traf, die gerade zwei Becher auf den Tisch stellte...

 

*-*-*

 

Als ich zu Hause ankam, war meine Mutter auch wieder zu Hause und sie trank mit meinem Vater draußen auf der Terrasse Kaffee.

 

''Na, mein Großer'', begrüßte sie mich, als ich hinten herum kam.

 

Mein Board legte ich beiseite und setzte mich zu ihnen.

 

''Magst du auch einen Kaffee?'', fragte sie.

 

''Na ihr. Ja, gerne'', meinte ich.

 

''Und wie war dein Tag?'', wollte sie dann wissen.

 

''Sehr gut. Du erinnerst dich an Demir?'', wollte ich es gleich anschneiden.

 

''Aber sicher doch. Sag bloß da geht was?'', hörte ich sie locker nachhaken und ich konnte nur breit grinsen.

 

''Och, wie schön. Das freut mich'', sagte sie und nahm mich in den Arm.

 

Meinem Vater war dieses Thema unangenehm und er war aufgestanden, um etwas von drinnen zu holen.

 

''Schatz, wo haben wir denn die Kekse?'', hörte man ihn von drinnen rufen.

 

''Im obersten Schrank'', antwortete meine Mutter.

 

''Also war meine Vermutung gar nicht so falsch'', lächelte sie mich an und ich nickte nur.

 

Anschließend tranken wir noch in Ruhe Kaffee und aßen Kekse.

 

Natürlich musste ich alles bis ins kleinste Detail erzählen, wie es sich zugetragen hatte.

 

*-*-*

 

Ich setzte mich auf einen Stuhl und Emily goss den fertigen Kaffee in die Becher, dann setzte sie sich zu mir und grinste mich an.

 

So, nun erzähl doch mal, was du schönes erlebt hast. Du siehst nämlich unglaublich glücklich aus.“

 

Ich nickte und grinste nun ebenfalls, da ich Armin wieder im Kopf hatte, dann erzählte ich Emily was geschehen war... haarklein... alles.

 

Ruhig, aber grinsend hörte sie mir zu und ihr Grinsen wurde immer breiter... mit jedem Wort, das ich sprach.

 

So, dann bist du jetzt also mit Armin zusammen und er hat dich geküsst. Kleiner, das freut mich so für dich und ich gönne es dir, dass du endlich glücklich bist. Irgendwie habe ich es mir eh gedacht, dass da irgendwann mal was laufen wird zwischen dir und Armin. Immerhin habt ihr ziemlich viel und oft geredet.

 

Aber... du bist nicht der Einzige, der glücklich ist.... ich bin es nämlich auch...“

 

Erzähl... ich auch wissen will...“, quengelte ich und war schon total hibbelig.

 

Tja, ich hab dir doch mal von Markus erzählt, nicht.“

 

Ich nickte.

 

Ja, und... wir sind seit vier Monaten schon zusammen.“

 

WAS?! Echt jetzt?!“, rief ich erstaunt aus, weil ich damit nicht gerechnet hatte und sie es mir jetzt erst erzählte. „Aber warum erzählst du es mir jetzt erst?“

 

Weil ich dich nicht beunruhigen wollte und du doch schon genug mit dir zu tun hattest.“

 

Ich nickte verstehend, grinste sie dann aber an.

 

Und... wann bekomme ich ihn zu Gesicht?“

 

Er kommt morgen Mittag zum Essen.“

 

Wow... cool. Da bin ich ja mal gespannt.“

 

Und... da gibt es noch etwas... das du wissen solltest...“

 

Jaaa....?“

 

Wir werden hier bald zu... viert sein.“

 

Hääää... zu viert?!“

 

Ja... zu viert. Markus zieht hier bald ein und... und außerdem... bin ich schwanger.“

 

Ooookayyy.... das ist jetzt allerdings schon eine ziemliche Überraschung...“

 

Bist du jetzt sauer?“

 

Nein, quatsch, ich gönne dir doch dein Glück... echt und ich freu mich auch für dich.“

 

Danke, kleiner Bruder.“

 

Schon gut.“

 

So laberten wir noch eine ganze Weile, ehe ich mich erhob, die Tassen in den Geschirrspüler stellte und mich von Emily verabschiedete, um dann hoch in mein Zimmer zu gehen.

 

*-*-*

 

Nachdem meine Mutter auch wirklich das letzte Detail wusste, durfte ich endlich hoch in mein Zimmer.

 

Mein Vater war auch heilfroh, dass es vorbei war. Nicht, dass er etwas gegen Schwule hatte, nur brauchte er nicht alles so genau wissen, wie meine Mutter es gerne wissen wollte.

 

In meinem Zimmer angekommen zog ich erst mal meine Sachen aus und schlüpfte in meine Jogginghose.

 

Dann machte ich mir etwas Musik an und legte mich auf mein Bett.

 

Natürlich musste ich an Demir denken, während ich mit meinem Handy herumspielte.

 

Wir waren nun also wirklich zusammen. So richtig konnte ich das noch nicht fassen.

 

Wie es sich wohl anfühlen würde, ihn richtig zu küssen? Oder ihn gar zu berühren?

 

*-*-*

 

Endlich war ich wieder hier oben, auf meiner Etage, wo ich wirklich alles hatte. Bad, Zwei Zimmer und wenn ich wollte, konnte ich auch die Küche nutzen, tat es aber nicht, da wir uns eh immer unten aufhielten, quatschten und aßen.

 

Zum Glück war Emilys untere Etage groß genug für sie und ihre zukünftige Familie, so dass ich mein kleines Reich behalten konnte, was mich sehr beruhigt hatte.

 

Nun war ich auf morgen gespannt, doch erst mal ging ich ins Bad, duschte mich ganz kurz ab und sprang in meine Wohlfühlklamotten.

 

Anschließend legte ich mich auf mein Bett, nahm mein Handy zur Hand, suchte und fand was ich wollte und drückte auf den grünen Knopf... es läutete in der Leitung... hoffentlich würde Armin dran gehen.

 

Ich musste ihm doch unbedingt die vielen Neuigkeiten berichten... außerdem hatte er mich doch eh gebeten mich noch mal zu melden und das tat ich nun... na ja... und die Sehnsucht nach ihm und zumindest seine Stimme hören zu können... war ja auch noch da und wollte dringend befriedigt werden.

 

*-*-*

 

Gerade war ich mitten in einem Spiel auf meinem Handy vertieft, als dieses zu vibrieren begann und ich es vor Schreck glatt fallen ließ.

 

Die ganze Zeit über hatte ich darauf gewartet und jetzt nicht mehr damit gerechnet.

 

Kichern musste ich über mich selbst.

 

Da ich allerdings auf dem Bauch liegend auf dem Bett lümmelte, fiel das Handy nicht weit und landete zwischen meinen Armen, auf meinem Kissen.

 

So griff ich schnell danach und nahm das Gespräch an, was mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte, da ich Demirs Namen aufleuchten sah.

 

''Hey'', begrüßte ich ihn und war froh nun endlich seine Stimme zu hören.

 

Die Schmetterlinge leistete wieder ganze Arbeit in meinem Bauch.

 

*-*-*

 

Hey“, begrüßte auch ich Armin, der mich ebenso begrüßt hatte und endlich dran gegangen war.

 

Aaalsooo, ich sollte dir ja berichten... wegen Emily und so... erst mal hat sie sich tierisch über mein Geschenk gefreut und gemeint, dass es nicht nötig gewesen wäre. Na ja, du kennst ja das ganze Blabla auch, nicht.

 

Und dann... muss ich dir unbedingt was erzählen.“, sprach ich direkt weiter, wie ein Wasserfall: „Emily hat mir erzählt, dass sie schon seit vier Monaten 'nen Freund hat, was mich nun schon erstaunte, eben weil sie bis heute nie was erzählt hat... aber jetzt kommt der Hammer... halt dich fest... sie ist schwanger! Ich werde bald Onkel....“

 

Alles war so irgendwie aus mir herausgesprudelt, als hätte man einen Wasserhahn aufgedreht, ja, das hatte ich jetzt mal loswerden müssen. Nicht dass es was schlimmes war, nein, ich freute mich ja für Emily, immerhin hatte sie es am meisten verdient glücklich zu sein... aber ich musste es Armin unbedingt berichten.

 

Erst als ich mein kleinen Bericht beendet hatte, merkte ich, dass ich Armin wohl ziemlich zugetextet hatte:

 

Sorryyy.... hab dich jetzt wohl ziemlich zugelabert, was. Aber ich musste es dir jetzt unbedingt erzählen. Hast du deiner Mum schon von uns berichtet? Wie hat sie reagiert?“

 

Irgendwie war ich wohl ganz schön aufgedreht und irgendwie nur noch am labern... herrje... war vielleicht das Eis zu viel gewesen.... oder war es der Kaffee... oder... die Tatsache, dass ich mit Armin zusammen war... und die ganze Sache mit Emily...?

 

*-*-*

 

Aufmerksam hörte ich Demir zu und freute mich sehr für ihn. Man merkte richtig, wie aufgedreht er deshalb war.

 

''Alles gut'', versuchte ich ihn zu beruhigen, ''Da hast du ja einiges erlebt. Doch ist es nicht für eine Schwangerschaft verfrüht, wenn sie erst seit 4 Monaten zusammen sind? Ich hoffe ich darf das so sagen...''

 

Irgendwie rutschte mir das so heraus, weil es mich beschäftigte und ich hoffte sehr, dass Demir es nicht falsch verstand.

 

''Ach, meine Mutter weiß es und wollte alles bis ins kleinste Detail wissen. War etwas nervig, aber jetzt hab ichs hinter mir. Du hast es allerdings noch vor dir'', gab ich von mir.

 

Wobei er mir jetzt schon leid tat.

 

*-*-*

 

Genauso, wie Armin mir zugehört hatte, hatte nun auch ich ihm zugehört und musste direkt schmunzeln.

 

Das macht doch nichts. Deine Mum ist doch echt lieb.

 

Natürlich darfst du das so sagen und ich weiß auch was du meinst, aber zumindest scheint sie jetzt glücklich zu sein und ich gönne es ihr. Und selbst wenn Markus... also ihr Liebster... der nun auch noch bald hier einzieht, sie enttäuschen und verlassen sollte... bin ich ja auch noch da und kann ihr helfen.

 

Allein wird sie definitiv nicht sein. Sie war die ganze Zeit über für mich da, jetzt kann ich ihr einiges davon zurückgeben. Außerdem lasse ich niemanden im Stich.“, erwiderte ich mit sanfter Stimme und freute mich schon Armin bald wieder zu sehen.

 

Mach dir mal keine Sorgen, alles wird gut.“, fügte ich hinzu und fragte ihn dann: „Und wann sehen wir uns wieder?“

 

Gott, war ich hibbelig... am liebsten wäre ich gleich zu ihm gefahren... er fehlte mir so unglaublich.

 

*-*-*

 

Ich war erleichtert, wie Demir meine Frage aufnahm.

 

''Dann ist ja alles okay und es freut mich für dich, dass deine Schwester so glücklich ist'', sagte ich.

 

Anschließend musste ich laut auflachen, auf seine Frage hin.

 

''Hast du solche Sehnsucht nach mir?'', wollte ich wissen, ''Wenn es so dringend ist, komm doch her. Hier stehen alle Türen offen.''

 

Es war eher als Scherz gedacht, kam jedoch ziemlich normal rüber und ich dachte nicht wirklich über die Konsequenzen nach. Erst als ich es ausgesprochen hatte, merkte ich, was das heißen könnte.

 

Immerhin war es nicht gerade früh und wenn Demir wirklich herkommen würde, dann würde er womöglich bleiben... über Nacht... in meinem Bett... bei mir...

 

*-*-*

 

Mit einem „Ja, hab ich“, beantwortete ich Armins Frage. Klar, anderen wäre es vielleicht … keine Ahnung... peinlich gewesen... so offen und ehrlich zu antworten... aber mir eben nicht. Es drückte aus was ich fühlte und warum sollte ich dann lügen... zumal ich Lügen hasste, wie die Pest.

 

Okay... dann ziehe ich mich jetzt um und komme zu dir“, meinte ich... ohne großartig drüber nachzudenken.

 

Ich hatte solche Sehnsucht nach Armin, so als könnte ich ohne ihn gar nicht überleben.

 

Während wir noch sprachen, schaltete ich mein Handy auf laut, dann legte ich es auf den Tisch, stand von meinem Bett auf und begann mich umzuziehen, sprach aber weiter mit Armin.

 

Klar, wenn er es mir nun schon mal anbot, konnte ich das Angebot doch unmöglich ausschlagen.

 

Sehr schnell hatte ich mich umgezogen, stylte meine Haare noch und etwas Parfüm durfte natürlich nicht fehlen, anschließend zog ich mir nun noch meine Jacke drüber und Schuhe, dann meinte ich zu Armin:

 

Ich bin jetzt fertig und komme zu dir, okay?“, damit verließ ich auch schon mein Zimmer.

 

Allerdings hatte ich meine Kontaktlinsen nun weggelassen und stattdessen die Brille wieder aufgesetzt.

 

*-*-*

 

''Ähm... ja ok'', brachte ich nur raus, da Demir es ziemlich eilig hatte.

 

Aber ich freute mich auch ihn wiederzusehen.

 

''Gut, dann bis gleich!'', meinte ich und sprang auf, dann legte ich auf.

 

Ich musste definitiv erst mal klar Schiff machen und vor allem duschen.

 

Wie ein Irrer flitzte ich durchs Zimmer und räumte auf. Meine Mutter kam zwischenzeitlich herein, da sie Wäsche für mich hatte, die frisch gebügelt war.

 

''Demir kommt gleich noch'', meinte ich und räumte weiter auf.

 

''Schläft er hier?'', fragte sie grinsend.

 

''Kann schon sein'', hörte ich mich sagen und wurde mir der Situation durchaus bewusst.

 

Ohne ein weiteres Wort war meine Mutter verschwunden und ich verstand die Welt nicht mehr, räumte aber weiter auf. Danach huschte ich ins Bad und gönnte mir eine schnelle, aber gründliche Dusche, bevor ich in eine frische Jogginghose schlüpfte.

 

Fertig!

 

Doch, was war das? In meinem Zimmer, auf dem Tisch stand ein Tablett. Darauf fand ich Chips, Schokolade, etwas zu Trinken und... eine kleine Packung Gleitcreme.

 

''MAMA!''

 

*-*-*

 

Meine Schwester ließ ich in Ruhe, denn sie schien schon zu schlafen, da es sehr still hier war, doch schrieb ich ihr noch schnell auf wo ich hingehen würde, damit sie sich keine Sorgen machen musste. Auch schrieb ich auf, dass ich wahrscheinlich erst am nächsten Tag wieder kommen würde.

 

Danach legte ich den Zettel auf den Küchentisch, schnappte mir meine Schlüssel und verließ leise das Haus.

 

Das Fahrrad brauchte ich jetzt mal nicht, denn so weit war es nicht bis zu Armin und so konnte ich ganz nebenbei noch die frische Abendluft genießen. In einer Spätverkaufsstelle kaufte ich noch Blumen für Armins Mum und was zu Knabbern für Armin.

 

Danach ging ich auf direktem Weg zu Armin nach Hause, das ich auch schon erreichte und klingelte, während ich vor der Tür wartete.

 

Ein bisschen aufgeregt war ich nun schon... was würde passieren, würde ich tatsächlich hier schlafen.... herrje... darüber hatte ich mir vorher so gar keine Gedanken gemacht.

 

*-*-*

 

Ausgerechnet jetzt musste Demir schon klingeln und ich hörte, wie meine Mutter unten die Tür öffnete.

 

''Hallo Demir. Schön dich wiederzusehen'', hörte ich meine Mutter sagen, ''Komm doch rein.''

 

Schnell schnappte ich die Tube Gleitcreme und fand keine andere Lösung, als sie in die Tasche meiner Jogginghose zu stopfen.

 

Dann eilte ich die Treppe hinunter und ging auf Demir zu.

 

''Hey'', kam es etwas verlegen von mir und meine Mutter strahlte uns an.

 

Herrje, sie meinte wohl nicht, dass ich Demir jetzt vor ihren Augen küssen würde, oder doch?

 

*-*-*

 

Ich musste grinsen, als mir Armins Mum die Tür öffnete und mich so lieb begrüßte.

 

Guten Abend. Ich freue mich auch sie wieder zu sehen“, begrüßte ich sie höflich, wie ich es gelernt hatte: „Hier, die Blumen sind für sie“, fügte ich hinzu und übergab ihr die Blumen, als dann auch schon Armin herunter und auf mich zu kam.

 

Hey“, begrüßte ich auch meinen Armin, ging etwas auf ihn zu, umarmte ihn und küsste ihn... auf den Mund... ohne mir etwas dabei zu denken, oder es peinlich zu finden, dass seine Mum daneben stand.

 

Es war doch etwas normales und dessen musste man sich doch nicht schämen... Millionen andere Menschen küssten sich doch auch... sogar auf offener Straße.

 

Dann lächelte ich beide unschuldig an, schaute dann aber wieder zu Armin und gab ihm das Knabberzeug: „Hier, das hab ich dir mitgebracht. Ich hoffe du magst so was“ und strahlte ihn dabei an, wie ein Honigkuchenpferd.

 

*-*-*

 

Jetzt hatte Demir mich doch geküsst und das Gesicht meiner Mutter sprach Bände.

 

''Ja, danke, das ist lieb von dir'', bedankte ich mich für das Knabberzeug, das ich wirklich sehr gerne aß.

 

''Wie, das war es schon? Zu unserer Zeit haben wir die Zungen nicht in unseren Mündern lassen können'', hörte ich meine Mutter und starte sie mit offenem Mund an.

 

''Wir gehen dann mal hoch!'', beschloss ich und nahm Demirs Hand.

 

Meine Mutter war eindeutig peinlich!

 

Langsam ging ich die Treppe rauf und achtete darauf, dass Demir mitkam. Seine Hand hielt ich dabei ganz fest, aus Angst er würde hier direkt wieder rausgehen wollen.

 

Dabei schlug mein Herz mir bis zum Hals, denn wir würden gleich alleine in meinem Zimmer sein.

 

*-*-*

 

Irgendwie war es gerade schon sehr seltsam hier. Armins Mum hatte sich nicht mal für die Blumen bedankt, stattdessen sich beschwert wegen des Kusses... und nur weil ich Armin nicht mit Zunge geküsst hatte.

 

Armin schien mit einem Mal auch sehr seltsam zu sein... kein Plan was hier abging... und so schwieg ich erst mal.. sagte nichts mehr und bereute nun doch, dass ich hierher gekommen war.

 

Doch ließ ich mich nun von ihm mitziehen, während ich meinen Gedanken nachhing.

 

Innerlich schüttelte ich den Kopf und fragte mich, ob Armin mich nicht doch... nein... ich wollte das nicht glauben... und doch... musste ich immer wieder daran denken, wie sehr Armin in Leo verliebt gewesen war und so ganz plötzlich... quasi von einem Tag auf den anderen wollte er mich....?

 

Zweifel und Unsicherheit machten sich plötzlich in mir breit...

 

*-*-*

 

Meine Mutter starrte uns verwirrt nach, merkte aber wohl, dass sie etwas falsch gemacht hatte.

 

''Ach ja, Danke für die Blumen. Sehr aufmerksam und die sind wirklich sehr schön'', rief sie uns noch nach.

 

Da war ihr der Kuss doch tatsächlich wichtiger gewesen.

 

Ich zog Demir in mein Zimmer, die Tür hinter uns schließend, den Schlüssel vorsorglich umdrehend, schaute ich meinem Freund tief in die Augen.

 

Dann ging ich auf ihn zu und küsste ihn einfach. Meine Lippen legten sich auf die seinen und meine Hände griffen seine Schultern.

 

Es war als hätte ich Blut geleckt und wollte jetzt mehr davon.

 

Obgleich ich mich abermals für meine Mutter hätte entschuldigen können.

 

*-*-*

 

Hatte sich Armins Mum gerade eben wirklich doch noch besonnen und sich bedankt? Tatsächlich, ich hatte es vernommen und doch hatte ich ein flaues Gefühl in der Magengegend.

 

Schließlich erreichten wir Armins Zimmer, wo er die Tür hinter uns schloss und auch abschloss.

 

Herrje, was sollte denn das hier jetzt werden? Er wollte doch jetzt wohl nicht etwa über mich herfallen... oder? Seinen Blick erwiderte ich, doch schon bald senkte ich meinen Blick wieder, ließ ihn herum schweifen.

 

Dann.... als hätte ich etwas verpasst... küsste er mich so ganz plötzlich. Ich ließ es zu, erwiderte seinen Kuss und doch... blieb die Unsicherheit, die ich einfach nicht so ganz ablegen konnte.

 

Sicher, es fühlte sich wirklich toll an und ich erwiderte seinen Kuss nur allzu gern, genoss auch seine Hände, die auf meinen Schultern lagen, aber irgendwas lief doch hier verkehrt.

 

Oder irrte ich mich da?

 

Waren meine Zweifel und die Unsicherheit, die ich spürte, gerechtfertigt?

 

Sacht löste ich den Kuss, schaute meinem Freund nun doch in die Augen und fand endlich meine Stimme wieder:

 

Sag mal, was geht hier ab? Ich mein, deine Mum beschwert sich über den Kuss, ohne sich zunächst zu bedanken. Du schließt die Tür ab, so dass ich schon befürchtete, dass du gleich über mich herfallen würdest.

 

Ehrlich gesagt bin ich gerade etwas unsicher und bezweifele auch, ob es wirklich eine so gute Idee war, dass ich her gekommen bin.“, machte ich mir Luft, aber ruhig und nicht verärgert... eher zweifelnd und etwas traurig.

 

*-*-*

 

''Entschuldige. Ich wollte dir keine Angst machen'', kam es direkt von mir, nachdem Demir den Kuss gelöst hatte.

 

''Vor meiner Mutter habe ich dich doch gewarnt. Sie konnte es kaum erwarten, dass ich endlich einen Freund habe und vermutet scheinbar, dass es nur gespielt ist, weil sie mich damit so in den Wahnsinn treibt.

 

Deshalb wohl auch das mit dem Kuss.

 

Abgeschlossen habe ich nur, damit sie nicht auf den Gedanken kommt hereinzuplatzen.

 

Obwohl sie eigentlich immer anklopft, weiß ich bei ihr gerade wirklich nicht, woran ich bin.

 

Bitte, zweifel nicht...'', versuchte ich die Situation zu erklären.

 

Mein Blick ging an Demir und ich war plötzlich selber unsicher.

 

Dann griff ich in meine Tasche und holte die Gleitcreme heraus.

 

''Schau, das habe ich auf dem Tablett gefunden, was sie uns auf den Tisch gestellt hat... Was bitte soll ich davon halten?'', meinte ich und zeigte auf den Tisch vor meiner Couch.

 

*-*-*

 

Ruhig hörte ich Armin zu und nickte nun bedächtig.

 

Dennoch war ich der Meinung, dass es seine Mum sicher nicht böse gemeint hatte, als Armin dann jedoch die Gleitcreme aus seiner Hosentasche holte, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen.

 

D-das ist doch nicht dein... ähm... ihr ernst, oder?! Sie dachte oder wollte... dass wir... ich mein, dass wir es miteinander... treiben?!“, stotterte ich stammelnd vor mich her... meinen Blick zu Boden richtend.

 

Ich konnte es nicht glauben, was ich hier gerade erlebte bzw. zu hören bekam.

 

Die Gleitcreme werden wir vielleicht irgendwann mal brauchen... aber nicht jetzt. Ansonsten sehen die Sachen auf dem Tablett doch ganz okay aus“, sagte ich so vor mich her, ging wieder auf Armin zu und lächelte ihn lieb an.

 

Dass auch Armin nun etwas unsicher war, spürte ich, und deshalb wollte ich ihn jetzt einfach mal in den Arm nehmen, das tat ich nun auch.

 

Liebevoll legte ich meine Arme um meinen Freund und drückte ihn sanft an mich.

 

Alles gut, machen wir es uns ein bisschen gemütlich und reden miteinander... okay“, schlug ich Armin vor und lächelte.

 

*-*-*

 

''Na ja, vielleicht wollte sie einfach nur vorsorgen und hat es nicht böse gemeint'', meinte ich.

 

Demirs Umarmung tat jetzt mehr als gut und ich spürte, wie ich dabei alle Anspannung verlor.

 

''Ja, machen wir es uns gemütlich'', meinte ich.

 

Dann machte ich etwas Musik an und setzte mich aufs Sofa.

 

Das Tablett sah wirklich gut aus und ich nahm mir direkt ein Stück Schokolade. Doch stellte ich auch die Knabberei, die mir Demir mitgebracht hatte dazu und bediente mich dort ebenfalls.

 

Jetzt war ich froh Demir hier zu haben und hatte auch keine Bedenken mehr, dass wir uns näher kommen würden. Er verstand mich einfach und wusste wie ich tickte.

 

*-*-*

 

Ich weiß.“, hatte ich nur erwidert, dann setzte ich mich neben Armin auf das Sofa.

 

Ich schaute zu wie Armin sich an dem Knabberzeug bediente und es ihm zu schmecken schien. Zwar hatte ich keinen Appetit auf den Süßkram, aber ich griff dennoch zu.

 

Meine Unsicherheit... meine Zweifel konnte ich nicht so einfach beiseite schieben, doch blieben sie im Hintergrund.

 

Nur ein Stückchen Schokolade gönnte ich mir, danach nichts mehr. Aufmerksam lauschte ich der Musik, die mir sehr gefiel, doch konnte ich im Moment nichts sagen oder irgendwas anderes tun, als Löcher in die Luft zu starren.

 

Immer wieder fiel mein Blick auf Armin, nicht wissend was ich tun sollte... worüber wir vielleicht reden konnten.

 

Vielleicht machte ich mir auch einfach nur zu viele Gedanken...

 

*-*-*

 

Irgendwie spürte ich, dass in Demir etwas vor sich ging und so legte ich meine Hand auf sein Knie und streichelte dieses zaghaft.

 

Doch wusste ich auch gerade nicht, was ich sagen sollte. Genascht hatte ich genug und mein Blick lag auf Demir.

 

Irgendwie hatte ich den Drang ihn zu küssen und legte deshalb meine andere Hand und somit den Arm um Demirs Schulter.

 

Langsam kam ich seinem Gesicht näher, zögerte aber etwas, weil ich nicht wusste, ob Demir das auch wollte.

 

*-*-*

 

Oh je... Armins Hand auf meinem Knie fühlte sich merkwürdig an und irgendwie war ich schon versucht es wegzuziehen, doch ließ ich es dann bleiben, zumal es sich ja nicht schlecht, nur eben seltsam anfühlte.

 

Der Blick meines Freundes... schien ebenfalls so seltsam zu sein... herrje, was hatte er denn nur vor?

 

Seinem Blick ausweichend... diesen senkend, spürte ich dann auch schon seinen anderen Arm, den er mir über die Schulter gelegt hatte.

 

Nur kurz schaute ich dann hoch, sah, dass er mit seinem Gesicht dem meinem näher kam und ahnte was er zu tun gedachte. Gut, Küssen war ja okay, das hatten wir ja nun schon mal durch... aber nicht … leidenschaftlich... so wie ich es schon auf einem Video angeschaut hatte.

 

Dennoch näherte ich mich nur ein Stückchen auch ihm... während sich mein Gesicht anfühlte als würde es glühen... au man...

 

*-*-*

 

Da war das Zeichen worauf ich gewartet hatte, Demir näherte sich meinem Gesicht ein wenig und ich legte nun meine Lippen auf die seinen.

 

Anschließend schlossen sich meine Augen, wie von selbst.

 

Demirs Lippen waren warm und weich, ganz anders als die von Leo. Es fühlte sich richtig an und schmeckte nach mehr.

 

Zaghaft fuhr meine Zunge über die Lippen meines Freundes und bat um Einlass.

 

*-*-*

 

Mein Herz schlug mir bis zum Hals, als Armin mich zu küssen begann und ich den Kuss erwiderte.

 

Es fühlte sich gut an... nein ...toll fühlte es sich an und ich umarmte ihn scheu.

 

Als jedoch seine Zunge über meine Lippen strich, überschlug sich mein Herz beinahe und mein Gesicht schien schon zu rot zu glühen.

 

Dennoch öffnete ich meinen Mund... ließ seine Zunge hinein und begrüßte sie zaghaft.

 

Natürlich war es etwas anderes, ob man es nur in einem Film sah oder selbst praktizierte und es fühlte sich toll... aber auch merkwürdig fremd an... etwas gewöhnungsbedürftig. Ich war mir aber sicher, dass ich mich daran mit der Zeit sicher gewöhnen würde.

 

Jetzt war es erst mal noch sehr neu und fremd, aber auch das konnte sich ändern...

 

*-*-*

 

Demirs Mund öffnete sich und meine Zunge drang in ihn ein, begann mit seiner Zunge zu spielen.

 

Dieser Kuss fühlte sich einmalig an und er erregte mich. Ab und an öffnete ich die Augen, schaute Demir an. Er sah einfach nur süß aus, mit seinem geröteten Gesicht.

 

Die Hand, die auf seinem Knie lag, legte sich an seine Wange und streichelte über diese.

 

In meiner Hose tat sich etwas und das nur von diesem Kuss. Herrje, hoffentlich merkte Demir davon nichts. Wie konnte man nur so empfindlich sein... Mist.

 

Aber es fühlte sich einfach viel zu gut an, was sollte ich schon dagegen tun?

 

*-*-*

 

Irgendwie machte mich unser Tun gerade ziemlich unruhig. Armin ging ja ganz schön ran, allein die Tatsache wie er mit meiner Zunge spielte, war sehr neu und fremdartig.

 

Ich genoss es ja irgendwie, schaute Armin dabei an, spürte und sah wie er seine Hand auf mein glühendes Gesicht legte.

 

Natürlich vergaß ich zu atmen, so dass schon bald eine Luftknappheit bei mir entstand, ich den Kuss löste und nach Luft japste.

 

Sorry...“, flüsterte ich: „... ich hab keine Luft mehr bekommen...“, erklärte ich Armin mein Tun, was mir schon etwas peinlich war und ich meinen Blick senkte.

 

Gleich würde er sicher anfangen zu lachen... weil ich zu blöd zum Küssen war... und zudem auch noch zu atmen vergessen hatte.

 

Man, was war ich doch für ein Dummkopf!

 

Armin war so lieb und süß zu mir und ich war einfach nur blöd...

 

*-*-*

 

Ich fing nicht an zu lachen, denn Demirs Reaktion war so verdammt süß und machte mich gleich nochmal so an.

 

''Hey'', sprach ich stattdessen und legte meine Hand erneut auf seine Wange, zog sein Gesicht sacht zu mir.

 

''Alles gut. Wollen wir es gleich nochmal versuchen? Du weißt doch, nur durch üben wird man Meister'', grinste ich frech und zwinkerte Demir zu.

 

''Natürlich nur wenn du möchtest. Wir können auch eine kleine Verschnaufpause machen'', fügte ich dann hinzu.

 

''Du sollst dich doch genauso wohl dabei fühlen, wie ich'', lächelte ich erneut.

 

Meine Augen hingen an Demir und ich spürte, wie er mein Herz gewonnen hatte. Gedanken für Leo gab es ab jetzt nicht mehr. Wer war denn das auch noch gleich?

 

*-*-*

 

Ich hatte mich geirrt. Armin hatte nicht gelacht, war mir stattdessen mit Liebe und Verständnis entgegen gekommen. Das war erst mal neu für mich.

 

Mit hochrotem Gesicht schaute ich Armin an, wusste erst mal nicht, was ich erwidern sollte.

 

Ich würde es schon gern noch einmal versuchen. Nur... es ist für mich alles noch so... neu und fremd. Bitte, kannst du mir ein bisschen Zeit geben? Ich würde schon gern eine Pause einlegen... wenn es okay für dich ist“, gab ich von mir, nachdem ich nun endlich meine Stimme wiedergefunden hatte.

 

Was sollte ich denn jetzt tun?

 

Etwas hilflos und unsicher schaute ich Armin an, senkte dann meinen Blick verlegen und wusste echt nicht mehr wohin ich schauen sollte.... zudem Armins Hand an meiner Wange es nicht unbedingt besser machte.

 

Armins Blick, der auf mir lag, versuchte ich so gut es ging auszuweichen. Mir war es so krass peinlich, dass ich diesen Kuss unterbrochen und vergeigt hatte.

 

Ich hätte mich gerade echt ohrfeigen können.

 

*-*-*

 

''Alles gut. Wir machen eine Pause. Mach dir darum jetzt bloß keinen Kopf'', meinte ich und nahm meine Hand von Demirs Wange.

 

''Wenn du magst schauen wir uns einen Film an und wenn es okay für dich ist, machen wir es uns dabei gemütlich.

 

Hast du Lust hier zu übernachten? Natürlich ohne Hintergedanken. Einfach so. Ein wenig Kuscheln, was Knabbern und Trinken dazu einen guten Film?'', platze es aus mir heraus.

 

Obgleich ich jetzt schon nervös war und nicht wusste, ob es überhaupt okay wäre.

 

Unsicher schaute ich zu Demir rüber und war gespannt wie ein Flitzebogen, was er dazu meinte.

 

*-*-*

 

Irgendwie erleichtert atmete ich auf, da Armin mir soviel Verständnis entgegenbrachte... wofür ich echt dankbar war.

 

Ruhig hörte ich mir an, was er zu sagen hatte und vorschlug und nickte grinsend:

 

Ich bleibe gern bei dir, über Nacht und einen Film schauen wäre auch toll. Danke, dass du so verständnisvoll bist“, antwortete ich ihm, schaute ihn an, nährte mich ihm und küsste ihn zärtlich auf den Mund.

 

Ja, ich war ihm dankbar und der Kuss war die beste Geste, meinem Freund die Dankbarkeit zu zeigen.

 

Machen wir es uns gemütlich, ich freu mich drauf“, fügte ich lächelnd hinzu und schaute Armin leicht verlegen, aber lächelnd an.

 

*-*-*

 

Man war ich erleichtert und auch, dass Demir mich küsste tat sehr gut.

 

Also stand ich auf und machte das Bett für uns Beide fertig. Die Knabbersachen und auch das Trinken stellte ich rüber.

 

Dann dunkelte ich das Zimmer ab und machte ein kleines Licht an.

 

Anschließend kam die Musik aus und der Fernseher an.

 

''Mal schauen was so läuft. Ansonsten habe ich auch ein paar Filme zur Auswahl'', sprach ich und öffnete eine Schublade.

 

Einen Film legte ich jedoch direkt beiseite, denn der kam jetzt definitiv noch nicht in Frage.

 

Es war so süß, wie verlegen Demir war und ich musste nun schon ein wenig in mich hineingrinsen.

 

Er blieb tatsächlich und ich freute mich sehr darauf mit ihm zu kuscheln.

 

*-*-*

 

Das Bett zurecht zu machen hatte ich Armin geholfen, immerhin sollte er ja nicht alles allein machen müssen und es war nur gerecht, dass ich ihm ein bisschen half, wenn ich schon hier bleiben durfte.

 

Ich bin gespannt was du so für Filme zur Auswahl hast“, antwortete ich meinem Freund, stand auf und ging auf ihn zu, nachdem er die Schublade geöffnet hatte.

 

Hmm... mal schauen...“, dachte ich laut nach und schaute in die Schublade.

 

Irgendwie war nichts tolles dabei... zumindest nichts was ich mir jetzt gern angeschaut hätte.

 

Machen wir es uns doch erst mal gemütlich und schauen was ihm Fernsehen läuft“, meinte ich dann resignierend und schaute ihn lächelnd an.

 

Vielleicht konnten wir uns ja noch etwas mit dem Küssen beschäftigen, da bräuchten wir eh kein Fernsehen zu und zum Kuscheln brauchten wir sicher auch kein Fernsehen.

 

Armin war ein wirklich ganz toller Mensch und jetzt wusste ich auch, warum ich mich in ihn verliebt hatte...

 

*-*-*

 

Jetzt wuchs ein wenig meine Aufregung und ich nickte zustimmend.

 

''Gut'', meinte ich schaltete den Fernseher ein und huschte ins Bett. Da ich eh nur eine Jogginghose trug, konnte ich nicht viel ablegen und machte es mir so gemütlich.

 

Ich freute mich richtig darauf Demir jetzt gleich ein bisschen näher zu kommen.

 

Natürlich versuchte ich meine Hände bei mir zu behalten. Vorerst zumindest!

 

Zwar hatte ich die Fernbedienung bei mir, doch wollte ich mich viel lieber ein wenig mit Demir beschäftigen und ließ den Sender erst mal an.

 

Mein Blick lag ruhig auf meinen Freund und ich war gespannt, was noch kommen würde.

 

*-*-*

 

Na super... und nun? Ich hatte nur meine normalen Klamotten an und konnte ja wohl kaum so zu Armin ins Bett huschen.

 

Schau...und was nun?

 

Schuhe hatte ich eh keine mehr an, die standen ja unten im Flur.

 

Doch wie viel war ich bereit auszuziehen? Okay, immerhin hatte ich noch ein T-Shirt an und eine Shorts.

 

Wieder stieg mir die Röte ins Gesicht, bei dem Gedanken. Doch dann zog ich mir die Hose aus, auch die Socken und meinen Pullover. Meine Brille ließ ich aber erst mal auf, diese konnte ich auch später noch absetzen und weglegen.

 

So krabbelte ich zu Armin ins Bett und deckte mich mit der Decke zu... saß erst mal etwas steif da... starrte zum Fernseher.

 

Nur aus den Augenwinkeln heraus sah ich den Blick von Armin, der auf mir ruhte.

 

*-*-*

 

Okay, die Situation schien etwas angespannt und so kuschelte ich mich vorerst zaghaft zu Demir. Anschließend begann ich nun doch ein wenig umzuschalten.

 

''Hmm... irgendwie läuft da auch nichts. Soll ich Musik anlassen?'', kam es dann von mir.

 

Anschließend wanderten meine Finger oberhalb der Bettdecke über Demirs Bauch und seiner Brust. Ich tat so, als wäre meine Hand eine Spinne und die würde nun den Berg Demir erklimmen.

 

Dabei schaute ich abwechselnd zu Demir und zu meiner Hand, in der Hoffnung, die Spannung würde sich etwas legen.

 

Sicher würde ich auch nicht gleich aufs ganze gehen wollen, aber gegen noch einen Kussversuch hatte ich nichts einzuwenden.

 

*-*-*

 

Mich aus meiner gedanklichen und körperlichen Starre lösend, schaute ich Armin an und nickte.

 

Ja, etwas Musik wäre toll“, und lächelte ihn scheu an.

 

Dass sich Armin an mich gekuschelt hatte, fand ich irgendwie richtig süß und ein wenig hatte ich mich auch an ihn geschmiegt, dennoch war eben die Anspannung da und ich war meinem Freund so unglaublich dankbar, dass er versuchte diese zu lösen und mich somit etwas ablenkte.

 

Nun war ich aber sehr kitzlig und seine Fingerspinne machte es auch nicht besser, so dass ich zu kichern begann.

 

Lass das, ich bin kitzlig“, verriet ich mich an meinen Freund.

 

Inzwischen machten sich nun auch meine Hände selbstständig und begannen sanft über Armins Oberkörper zu wandern, diesen sanft zu erkunden.

 

Was ich spürte, fühlte sich gut an und irgendwie wollten nicht nur meine Hände mehr... auch ich wollte mehr vom Körper meines Freundes spüren. Doch zunächst kitzelte ich ihn ein wenig ab... kicherte dabei leise weiter...

 

*-*-*

 

''Ach ja...'', grinste ich sehr frech, ''Kitzelig bist du also.''

 

So machten sich meine Finger ebenfalls selbstständig und begannen Demir ein wenig zu kitzeln. Nur nicht zu sehr, denn es ging schon eher in streicheln über.

 

Zwar war ich nicht ganz so kitzelig, spielte dieses Spiel aber mit und lachte ebenfalls.

 

Es tat gut so herumzualbern und ehe ich mich versah, suchten meine Lippen erneut die seinen zu einem innigen Kuss.

 

Alles geschah wie von selbst und ich ließ mich leiten von meinem Gefühl. Nicht zu forsch aber auch nicht zu zaghaft war ich und versuchte mich auf Demir zu konzentrieren, damit ich ihn nicht verschreckte.

 

*-*-*

 

Ich lachte, konnte mich kaum mehr halten. Es machte mir richtig Spaß mit Armin herum zu albern.

 

Dann trafen sich unsere Lippen zu einem erneuten Kuss, den ich nur allzu gern erwiderte. Diesmal jedoch vergaß ich es nicht zu atmen, so dass der Kuss ewig dauern konnte.

 

Freiwillig öffnete ich den Mund, strich mit meiner Zunge über die Lippen meines Freundes und bat somit um Einlass.

 

Natürlich war es für mich noch ungewohnt, aber jetzt auch schön, so dass ich kaum mehr davon lassen wollte.

 

So ganz langsam gewöhnte ich mich an die Zärtlichkeiten, an die supertollen Küsse... an Armins Körper, an seine Hände.... einfach an alles.

 

Während des Kusses schloss ich genießend die Augen, während meine Hände den Körper meines Freundes streichelnd erforschten.

 

*-*-*

 

Brummend signalisierte ich Demirs Streicheleinheiten. Seine Hände, die über meinen Körper glitten machten mich erneut heiß.

 

Nur zu gerne hieß ich seine Zunge willkommen, öffnete meinen Mund und begrüßte sie mit der Meinen.

 

Auch ich schloss meine Augen und genoss es einfach nur mit Demir ein wenig zärtlich zu sein.

 

Die Musik kam bei mir schon gar nicht mehr an. Ich war viel zu sehr mit meinem Freund beschäftigt und erkundete vorsichtig dessen Körper.

 

Der Gedanke, dass Demir nur in Unterhose und T-Shirt hier bei mir lag, war sehr spannend und gefiel mir sehr.

 

*-*-*

 

Armin schien es zu gefallen, was ich tat und ich hatte nun nicht vor, so schnell von ihm zu lassen.

 

Meine Zunge drang in seinen Mund ein und spielte dort mit seiner Zunge, forderte diese beinahe zu einem kleinen Kampf heraus.

 

Zwar spürte ich nun die Hände, meines Freundes, an meinem Körper, doch beunruhigte mich das nun nicht mehr, vielmehr tat ich es ihm gleich... jedoch nur ganz sacht... leicht, wie ein Hauch.

 

Es war wunderschön, ihn zu erkunden... mich auch von Armin erkunden zu lassen und so entspannte ich mich merklich.

 

Sacht schmiegte ich mich an meinen Freund, unterbrach aber den Kuss nicht... auch die Zärtlichkeiten behielt ich bei und genoss unser Zusammensein.

 

Dass ich hier nur in Shorts und Shirt neben Armin lag, blendete ich gekonnt aus.

 

*-*-*

 

Wie schön es war Demir so nahe sein zu dürfen und so küsste ich ihn immer intensiver, aber auch nicht zu stürmisch. Auch meine Streicheleinheiten führte ich fort, wobei ich aber nicht zu weit ging.

 

Keine Ahnung wie lange wir das so machten, aber die Zeit schien zu fliegen.

 

Irgendwann musste es weit nach Mitternacht gewesen sein, als ich den Kuss unterbrach.

 

Liebevoll schmiegte ich meinen Kopf an den meines Freundes und lächelte ihn an.

 

''Meinst du, wollen wir ein wenig schlafen?'', fragte ich zaghaft, mich kaum von ihm lösen könnend.

 

*-*-*

 

Immer mehr gewöhnte ich mich an die Berührungen und Zärtlichkeiten meines Freundes, so dass es schon bald gar nicht mehr so fremd für mich war... es sich sogar richtig gut anfühlte.

 

Als Armin den Kuss schließlich unterbrach und mich fragte, ob wir jetzt schlafen wollten, nickte ich zustimmend.

 

Okay, lass uns schlafen. Ich bin schon ziemlich müde, war ja auch ein langer Tag... mit vielen Erlebnissen“, flüsterte ich Armin zu, küsste ihn noch einmal und flüsterte ihm ein: „Gute Nacht, schlaf schön“ zu.... strich ihm dabei, mit der Hand, liebevoll über die rechte Wange.

 

Lächelnd und sehr glücklich legte ich mich richtig hin, kuschelte mich an meinen Freund und schloss die Augen.

 

*-*-*

 

Den Kuss hatte ich erwidert und auf Demirs Aussage hin genickt. Dann kuschelte ich mich ebenfalls an ihn ran und knipste den Fernseher aus.

 

''Gute Nacht. Schlaf du auch schön'', sprach ich noch, bevor ich ebenfalls die Augen schloss.

 

Es war erst ungewohnt mit Jemanden in einem Bett zu schlafen und ich brauchte eine Weile, bis ich einschlief, aber dann ruhte ich tief und fest.

 

Erst am nächsten Morgen erwachte ich immer noch an Demir gekuschelt.

 

Einen Moment nahm ich mir und schaute ihm beim Schlafen zu, bevor ich ihn sanft weckte.

 

Seinen Hals küsste ich liebevoll und zog dabei seinen Geruch in mir auf. Wie gut er doch roch. Vorher war mir das nie aufgefallen.

 

*-*-*

 

Irgendwann war auch ich eingeschlafen, nachdem ich noch eine ganze Weile wach gelegen war.

 

Etwas unruhig hatte ich geschlafen, weil ich mal wieder schlecht geträumt hatte, wie so oft schon.

 

Es war wohl schon gegen Morgen, als ich ein Küssen an meinem Hals spürte, davon erwachte und langsam die Augen öffnete.

 

Irgendwie fühlte ich mich wie gerädert und begann leise zu brummen. Ich war es ja auch nicht gewohnt geweckt zu werden... und dann auf diese liebevolle Weise. Dennoch war ich jetzt schon etwas brummig, zudem ich eh eher ein Morgenmuffel war.

 

Mit zu Sehschlitzen verengten Augen schaute ich Armin an und gähnte herzhaft.

 

Morgen...“, brummte ich und räkelte mich etwas...

 

*-*-*

 

Etwas kichern musste ich schon, als Demir so brummte.

 

''Morgen, mein kleiner Morgenmuffel'', neckte ich ihn und küsste weiter seinen Hals.

 

Irgendwie schmeckte er nach mehr und ich konnte kaum genug davon bekommen.

 

Allerdings hielt ich mich auch etwas zurück, damit mein Freund langsam wach werden konnte. So hatte er die Möglichkeit seine Augen noch etwas geschlossen zu halten.

 

Wie er so herzhaft gähnte, merkte auch ich, dass ich eigentlich noch müde war. Vielleicht könnten wir ja noch ein wenig dösen und miteinander kuscheln.

 

*-*-*

 

Hach, Armin wusste wirklich, wie er mich besänftigen konnte und so ließ ich mir seine Küsse, an meinem Hals, nur allzu gern gefallen.

 

So schloss ich genießend die Augen wieder und ließ ihn machen... es war ja auch wirklich zu schön, um das ignorieren oder nicht genießen zu können. Ein wenig streckte ich ihm sogar meinen Hals noch entgegen.

 

Wieder brummte ich, aber diesmal wohlig und kuschelte mich an Armin, deckte uns noch richtig mit der Decke zu, damit es schön warm und kuschelig blieb.

 

Nicht lange und ich döste weg, was ja nicht schwer war, so toll wie Armin roch und dann die angenehme Wärme dazu.... schön...

 

*-*-*

 

Demirs gleichmäßige Atmung zeigte mir, dass er eingedöst war. Deshalb schloss auch ich meine Augen wieder und legte meinen Kopf an seine Halsbeuge.

 

Es dauerte auch nicht lange und auch ich schlief wieder ein, denn es war einfach nur schön mit meinem Freund.

 

Irgendwann viel später wurde ich wieder wach und musste grinsen, da wir so eng umschlungen da lagen.

 

Meine Mutter war am Staubsaugen, was man bis ins Zimmer hören konnte. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es weit nach Mittag war.

 

Da konnte man ihr den Lärm auch verzeihen.

 

*-*-*

 

Boah, was für ein Lärm!

 

Unsanft wurde ich vom dröhnenden Lärm eines Staubsaugers geweckt und öffnete langsam die Augen.

 

Hach schön... wir lagen eng umschlungen zusammen und am liebsten wäre ich einfach so mit Armin hier liegen geblieben.

 

Hey, na, du, gut geschlafen?“, begrüßte ich meinen Freund, krabbelte mit der Hand zum Tisch, wo ich nach meinem Handy fischte, es an mich nahm und auf die Uhr schaute.

 

Ach, du Scheiße... schon so spät!“, gab ich dann von mir.

 

Ich wollte zum Mittag zuhause sein... Emilys Macker kommt doch heute und ich habs ihr versprochen.“, erklärte ich Armin, während ich mich hastig aus dem Bett schälte.

 

Schnell suchte ich meine Klamotten zusammen, sprang hin und her und verabschiedete mich dann von meinem Freund:

 

Ich muss echt los, ich will Emily nicht enttäuschen. Können wir uns später noch mal sehen?“, wollte ich noch schnell von Armin wissen.

 

*-*-*

 

''Das habe ich ja total vergessen. Sonst hätte ich einen Wecker gestellt'', kam es verständnisvoll von mir.

 

Dabei half ich Demir seine Sachen anzuziehen, obgleich ich ihn ja lieber ausgezogen hätte.

 

''Sicher. Melde dich einfach sobald du Zeit hast. Dann kann ich ja zu dir kommen'', meinte ich und küsste ihn noch einmal.

 

Anschließend begleitete ich ihn zur Tür. Auf den Weg dorthin kamen wir zum Glück nicht an meiner Mutter vorbei, da sie gerade in einem Zimmer saugte.

 

So konnte ich Demir unbemerkt hinaus lassen und er musste sich keinen neugierigen Fragen stellen.

 

Noch einmal küsste ich ihn flüchtig, damit er schnell loskam.

 

''Nimm mein Rad, dann bist du schneller'', schlug ich vor, ''Das steht bei der Garage.''

 

Ich könnte später auch laufen, wenn ich zu ihm wollte oder mein Board nehmen.

 

*-*-*

 

Armins Küsse hatte ich erwidert, nachdem ich seine Worte vernommen hatte.

 

Klar, ich melde mich bei dir“, willigte ich ein und war dankbar, dass er mir sein Rad lieh.

 

Danke“, sagte ich noch, ging dann zur Garage, schnappte mir das Fahrrad, schwang mich drauf und fuhr, wie ein geölter Blitz, davon.

 

Einige Minuten später hatte ich mein Elternhaus erreicht, stellte das Fahrrad in die Garage, damit es nicht gestohlen werden konnte, und begab mich dann schnell ins Haus... hoffend, dass ich noch nicht zu spät wäre.

 

Aber die Hoffnung zerschlug sich, als ich eine Männerstimme hörte und Schritte auf mich zu kamen.

 

Meine Schwester kam auf mich zu, hinter ihr ein großer, recht kräftiger Kerl.

 

Hallo Demir, schön, dass du wieder da bist. Darf ich vorstellen, das ist Markus.... Markus, das ist mein Bruder Demir“, stellte sie uns gegenseitig vor.

 

Ich nickte, reichte ihm die Hand und begrüßte ihn mit einem: „Hallo Markus“, verzog dabei aber keine Miene.

 

Aus irgendeinem Grund mochte ich den Kerl nicht. Er war ein Schönling und ich kam mir gegen ihn vor wie eine Vogelscheuche. Aber ich tröstete mich damit, dass ich Armin, meinen Schwarm, hatte, den ich über alles liebte.

 

Das Essen ist schon fertig, wenn ihr wollt können wir gleich anfangen“, trällerte Emily lächelnd.

 

Wieder nickte ich nur, auch Markus nickte und folgte meiner Schwester, während ich mich etwas auf Abstand hielt.

 

Während Emily das Essen auftrug, setzten wir uns und ich schaute Markus nur ab und zu von der Seite an. Au man, das konnte ja heiter werden, wenn der wirklich hier einziehen würde.

 

Vielleicht wäre es unter diesen Umständen doch besser, wenn ich mir schnellstmöglich und sobald ich achtzehn wäre, eine eigene Wohnung suchen würde.

 

Erzähl doch mal, was machst du so?“, begann Markus ein Gespräch mit mir.

 

Was ich mache, hat dir doch sicher Emily schon erzählt... also was fragst du mich dann so scheinheilig aus und versuchst mir ein Gespräch aufzudrängen?!“, reagierte ich nun doch etwas gereizt.

 

DEMIR! Was soll denn das?!“, blaffte mich meine Schwester an.

 

Lass nur, mein Schatz, alles okay. Wir müssen uns doch erst mal kennen lernen, nicht wahr Demir.“

 

Au man, nun legte der auch noch eine Schleimspur aus... boah, da musste ich ja aufpassen, dass ich nicht drauf ausrutschte...

 

Langsam beruhigte ich mich zwar, aber ich stand dennoch auf und sagte, in einem ruhigen Ton: „Es ist wohl besser, wenn ich die traute Zweisamkeit nicht störe“, damit verließ ich die Küche und ging hinauf auf meine Etage.... hörte aber noch wie meine Schwester: „Demir!“ rief... doch ich reagierte nicht drauf...

 

*-*-*

 

Eine Weile hatte ich Demir noch nachgesehen, dann war ich reingegangen und traf direkt auf meine Mutter, die den Staubsauger in der Besenkammer verstaute.

 

''Sag bloß Demir ist schon weg'', kam es von ihr, als sie sah, wie ich die Haustür schloss.

 

''Ja, er musste nach Hause'', sprach ich und wollte eigentlich nach oben.

 

''Und? Erzähl schon'', hörte ich sie neugierig fragen.

 

''Was denn sag bloß du hast uns nicht stöhnen gehört? So wie ich Demir das Hirn rausgefickt habe, hättet ihr uns doch hören müssen'', konnte ich es nicht lassen.

 

Das Gesicht meiner Mutter war unbezahlbar und sie wurde knallrot, schwieg aber.

 

So ging ich nach oben und sobald sie mich nicht mehr sah, musste ich breit grinsen.

 

Selber schuld, was war sie auch so neugierig und wollte alles wissen.

 

*-*-*

 

Meine Etage erreicht,.ging ich ins Bad, zog mich aus und duschte erst mal, danach pflegte ich mich und putzte mir die Zähne. Dafür hatte ich ja vorhin keine Zeit gehabt.

 

Anschließend wickelte ich mir das Badetuch um die Hüfte und betrat mein Schlafzimmer, wo ich mich anzog, mir die Haare föhnte, danach die Brille aufsetzte und in mein Wohnzimmer ging, wo ich mich auf die Couch warf, mir mein Handy schnappte und Armins Nummer wählte.

 

Ich drückte auf die grüne Taste, hielt das Handy an mein Ohr und wartete, dass er abnahm... es klingelte in der Leitung.

 

Unten hörte ich meine Schwester und Markus reden und ab und zu lachen, aber das störte mich nun wenig... scheiß drauf...

 

*-*-*

 

Als ich oben war, zog es mich ins Bad, wo ich duschte und mir die Zähne putze. Anschließend stylte ich meine Haare und ging in mein Zimmer.

 

Nachdem ich endlich was zum Anziehen gefunden hatte, begann ich mich einzukleiden.

 

Dann ging mein Handy und ich unterbrach mein Tun, um abzunehmen.

 

Natürlich hatte ich den Anruf erwartet, allerdings nicht so zeitig. Dennoch freute ich mich riesig, denn die Sehnsucht war auch nach so kurzer Zeit groß.

 

''Hey Demir. Schön, dass du anrufst'', begrüßte ich ihn.

 

Anschließend lümmelte ich mich auf mein Bett, mit dem Hörer in der Hand.

 

*-*-*

 

Hey Armin.“, begrüßte ich meinen Freund, nachdem er das Gespräch angenommen hatte.

 

Ja, ich freu mich auch, dich zu hören. Du wunderst dich sicher, warum ich jetzt schon anrufe, aber... ich hab so einen Hass auf diesen... Markus... dem Freund von Emily... das glaubst du gar nicht.

 

Der ist der reinste Schönling... daneben... kam ich mir grad vor wie eine Vogelscheuche... und was für eine Schleimspur der gelegt hat... Alter, das glaubst du mir nicht.

 

Der tut so richtig auf nett und von wegen... wir müssten uns erst richtig kennen lernen... boah... ist der zum... man, ich hab dafür echt keine Worte und Emily... steht ihm natürlich bei.

 

Auf das Essen mit den Beiden hab ich jetzt echt verzichtet und bin hoch auf meine Etage.

 

Ich sags dir... wenn ich achtzehn bin, ziehe ich hier aus... sollen sie doch zusehen.“, meckerte ich wie ein Wasserfall drauf los.... redete mich dabei richtig in Rage.

 

Magst du jetzt zu mir kommen... bitte...?“, bat ich meinen Freund, hoffend, er hätte Zeit.

 

*-*-*

 

''Ach herrje. Das hört sich ja grausam an. Ich komme natürlich gerne.

 

Doch muss ich mal etwas vorweg nehmen und hoffe du bist mir nicht böse, wenn ich so offen bin.

 

Was du gerade mit dem Freund deiner Schwester machst, haben sie mit dir Jahrelang in der Schule veranstaltet. Du steckst ihn in ein paar Schuhe, wobei du ihn noch gar nicht kennst.

 

Dabei achtest du auf Äußerlichkeiten und den ersten Eindruck.

 

Ich habe ihn ja nun noch nicht gesehen und erlebt. Vielleicht ist es auch zu verfrüht, das so zu sagen. Dass weiß ich nicht.

 

Aber gib ihm eine Chance. Deiner Schwester zuliebe.

 

Was, wenn er in Wirklichkeit gar nicht so ein Schleimer ist und einfach nur Angst hatte, oder unsicher war. Er wollte vielleicht um jeden Preis mit dir auskommen und hat es zu gut gemeint.

 

Außerdem, mein Schatz, kannst du auch sehr gut aussehen, wenn du willst. Da brauchst du dich nicht wie eine Vogelscheuche zu fühlen, auch wenn ich weiß, was du damit meinst'', sprach ich ganz ruhig und bedacht.

 

Natürlich könnte es auch nach hinten losgehen und Demir wäre gleich sauer auf mich. Jedoch musste ich so offen sein, es ging gar nicht anders.

 

*-*-*

 

Au man, Scheiße... ja, es stimme, was Armin sagte und ich schämte mich gerade fast zu Tode.. wäre am Liebsten im Erdboden versunken.

 

Etwas kleinlaut gab ich dann zu:

 

Du hast ja recht, ich hab mich benommen, wie ein Vollidiot... ich werde mich dann wohl mal entschuldigen gehen. Danke, dass du so offen zu mir warst... du bist ein Schatz und ich liebe dich.“

 

Ja, Armin war wirklich ein Schatz... aber Moment mal, hatte er mich nicht eben auch Schatz genannt... wie süß. Ich musste direkt schmunzeln, als ich mir seiner Worte gewahr wurde.

 

Wenn du magst, kannst du ja trotzdem zu mir kommen, mein Schatz. Ich würde mich jedenfalls echt freuen“, fügte ich ruhig hinzu.

 

Nein, ich war kein bisschen sauer auf Armin, warum auch? Er war ja nicht nur mein Geliebter, sondern auch mein Freund und unter Freunden konnte man sich auch mal die Meinung sagen.

 

Sicher, ich hatte mir erhofft, dass er ...ja, was hatte ich mir denn eigentlich erhofft... hmm... etwa dass er auch auf Markus wettern würde... obgleich er ihn gar nicht kannte...?

 

*-*-*

''Ich bin froh, dass du nicht sauer bist und ich komme gerne, damit ich mir mein eigenes Bild von Markus machen kann'', meinte ich.

 

''Doch vorher ziehe ich mich erst mal komplett an'', gab ich von mir.

 

''Dann bis gleich, mein Schatz'', fügte ich hinzu und legte auf, nachdem Demir mir geantwortet hatte.

 

Anschließend zog ich mich an und schlich mich mit meinem Board unter dem Arm, aus dem Haus. Nochmal wollte ich nicht meiner Mutter begegnen.

 

So machte ich mich auf dem Weg zu Demir. Mit dem Skateboard war ich sowieso viel schneller und war deshalb auch ganz schnell da.

 

Mein Board nahm ich unter dem Arm und klingelte an der Tür. Da war ich aber mal gespannt, wie Markus so war.

 

*-*-*

 

Natürlich war ich nicht sauer auf Armin, und das würde ich ihm nachher auch noch mal sagen.

 

Schmunzeln musste ich nun aber schon, als er meinte, dass er sich erst mal komplett anziehen wollte und wollte eigentlich schon einen frechen Kommentar abgeben, doch ließ ich es, traute mich das irgendwie nicht.

 

Ich war dafür aber echt froh, dass mein freund bald hier wäre und freute mich schon auf ihn.

 

Bis gleich, mein Schatz“, hatte auch ich erwidert bevor wir aufgelegt hatten.

 

Erst dann ging ich runter in die Küche, wo ich noch immer Stimmen hörte und sie sich wohl über irgendwas unterhielten.

 

Mutig, aber doch mit einem flauen Gefühl im Magen, betrat ich die Küche, ging auf Markus zu und entschuldigte mich:

 

Markus... ich... es tut mir leid, ich hätte nicht so mies zu dir sein sollen. Bitte, kannst du mir verzeihen und können wir noch mal von vorn beginnen?“

 

Markus grinste erst meine Schwester, dann mich an... Emily lächelte mich an, dann erwiderte Markus:

 

Alles gut. Vergessen und vergeben. Lernen wir uns langsam kennen, okay“, und gab mir die Hand.

 

Okay“, antwortete ich und gab ihm ebenfalls die Hand.

 

Nein, ich konnte ihn trotzdem nicht leiden... mochte ihn einfach nicht und meiner Meinung nach war er ein verdammter Schleimscheißer... aber egal... ich wollte es, meiner Schwester zuliebe, versuchen.... mit ihm Frieden schließen und ihn kennen lernen... es nützte ja nichts.

 

Wenn dieser Typ hier tatsächlich irgendwann einziehen würde... blieb mir gar keine andere Wahl.

 

Dann wandte ich mich an Emily: „Ähm... Armin kommt gleich noch vorbei.“

 

Okay. Aber ich würde nachher gern noch mal mit dir reden, einverstanden.“

 

Ich nickte, dann klingelte es auch schon.

 

Ich geh schon“, rief ich noch in die Küche, dann flitzte ich zur Tür und öffnete diese.

 

Hey, mein Schatz, schön, dass du da bist“, begrüßte ich Armin und strahlte übers ganze Gesicht.

 

*-*-*

 

Dann ging die Tür auf und ich schaute ins Gesicht meines Freundes.

 

''Hey. Ich bin auch froh, hier zu sein'', antwortete ich und küsste Demir auf den Mund.

 

Hier zierte ich mich nicht, es war nur Zuhause wegen meiner Mutter gewesen.

 

Auch ich lächelte ich und nahm Demirs Hand, als wollte ich ihn unterstützen.

 

''Na, wo ist denn dieser Markus?'', flüsterte ich. Irgendwie war ich schon gespannt.

 

*-*-*

 

Die Augen kurz genießend schließend, hatte ich den Kuss erwidert und es hatte sich wirklich toll angefühlt.

 

Armins Hand gab mir Kraft, was wohl seine Absicht gewesen war.

 

Markus sitzt mit Emily in der Küche. Also ich hab mich schon entschuldigt... aber ganz ehrlich ich mag ihn trotzdem nicht.... sorry“, flüsterte ich meinem Freund ebenfalls zu und zog ein entsprechendes Gesicht.

 

Na, dann komm mal mit mir“, bat ich meinen Schatz und ging zusammen mit ihm in die Küche, die wir auch gleich erreichten.

 

Dann begann ich auch schon sie einander vorzustellen:

 

Emily, Markus, das ist Armin, mein Schatz“, wand mich dann an Armin und sprach weiter: „Schatz, das sind Emily und Markus.“

 

Markus grinste in sich hinein, so als hätte er es nicht gewusst, dass ich schwul und mit einem Mann zusammen war.

 

Hallo Armin. Schön dich kennen zu lernen“, begann Markus gleich herum zu schleimen, wofür ich ihm am liebsten eine rein gehauen hätte.

 

Gott, wie ich den Typen hasste...

 

Hallo Armin“, begrüßte auch Emily meinen Freund und gab ihm die Hand.

 

*-*-*

 

Da waren sie nun die Beiden und ich lernte sie kennen.

 

Sicher, Markus kam etwas übereifrig rüber, was ich aber erst mal versuchte zu ignorieren, genauso wie sein Gesichtsausdruck.

 

Ich hatte nun schon einiges seit meinem Outing erlebt und wusste damit umzugehen.

 

''Hallo ihr zwei. Ich freue mich auch euch kennenzulernen.

 

Emily reichte ich auch die Hand und war gespannt was geschehen würde oder ob Demir gleich die Flucht ergreifen wollte.

 

Obgleich ich schon einiges über Beide wusste, dank meinem Schatz, spielte ich erst mal den schüchternen und ließ alles auf mich zukommen.

 

*-*-*

 

Noch immer sehr ruhig und freundlich ließ ich die Szene über mich ergeben... schaute einfach zu.

 

Aber dann ging ich an den Kühlschrank, holte was zu Trinken raus und nahm auch zwei Gläser aus dem Schrank.

 

Während dem fragte Markus Armin aus: „Gehst du in die selbe Klasse wie Demir oder wie habt ihr euch kennen gelernt? Seit wann weißt du eigentlich, dass du homosexuell bist?“, und schaute meinen Schatz sehr merkwürdig an.

 

Au man, war der peinlich!

 

Da ich mir das alles hier nun doch nicht länger antun wollte, fragte ich Armin ruhig und sehr lieb... wollte mir nichts anmerken lassen:

 

Schatz, gehen wir nach oben? Dann sind die Zwei unter sich“, und lächelte ihn an.

 

*-*-*

 

Markus Fragen waren nun schon direkt, da wir uns ja gerade erst kennengelernt hatten. Aber ich versuchte höflich zu sein und es in die Kategorie 'Ich möchte mehr über euch wissen' zu schieben.

 

Erst antwortete ich allerdings Demir, da er nach oben wollte.

 

''Wir können gleich gerne nach oben'', meinte ich, da ich auch den Drang hatte mit ihm alleine zu sein.

 

''Ich weiß es jetzt etwa seit einem Jahr und habe mich vor wenigen Wochen geoutet. Demir und ich gehen in die selbe Klasse. Wir verstehen uns schon eine Weile, sind seit gestern ein Paar'', meinte ich ganz offen zu Markus.

 

''Deswegen werden wir uns jetzt ein wenig verkrümeln. Das versteht ihr sicherlich'', fügte ich hinzu und grinste Demir an.

 

*-*-*

 

Wow... Armin hatte es echt drauf diesen Markus mundtot zu machen, der nur ein dämliches Gesicht machte, was mich grinsen ließ.

 

Auch meine Schwester schaute etwas dümmlich drein, dann sah ich Armins grinsenden Blick auf mir und ich grinste einfach nur zurück.

 

Das war ja mal wieder super-Sahne-spitzen-Klasse, dafür liebte ich meinen Schatz umso mehr.

 

Gemeinsam mit ihm ging ich hoch auf meine Etage und ließ Emily und Markus mit verdutzt drein schauenden Gesichtern zurück. Die Treppen erklimmend musste ich nun doch leise kichern... nein, ich konnte es mir einfach nicht mehr verkneifen.

 

Mein Zimmer erreicht stellte ich die Gläser und Getränke auf den Tisch und schloss, nachdem mein Schatz das Zimmer ebenfalls betreten hatte, die Tür.

 

Erst jetzt lachte ich richtig, umarmte meinen Schatz und küsste ihn kurz, aber sehr zärtlich, auf den Mund. Dann löste ich mich wieder von ihm und meinte bewundernd:

 

Das war allererste Sahne... echt... so wie du den mundtot gemacht hast. Und hast die Gesichter der Beiden gesehen... hihi...“

 

Ich strahlte Armin an und fügte hinzu: „Zwar habe ich mich bei Markus entschuldigt, aber.... ich mag ihn immer noch nicht... kein Plan warum... er ist mir einfach unsympathisch.“

 

*-*-*

 

Nachdem ich Demir gefolgt war und er die Tür geschlossen hatte, musste ich mit ihm lachen. Es war auch einfach zu komisch gewesen.

 

''Was die wohl jetzt denken...'', meinte ich, nachdem ich den Kuss erwidert hatte.

 

Dabei bohrte sich mein Finger in Demirs Bauch und fuhr ein wenig auf dessen Oberteil herum. Ein erneuter Kuss folgte.

 

''Vielleicht kommt es noch, wenn ihr euch besser kennt. Aber man hat auch Menschen, die man einfach nicht mag. Dann musst du damit leben'', meinte ich.

 

Doch wollte mein Finger einfach nicht bei mir bleiben und ich zupfte etwas an Demirs Oberteil herum.

 

Ich hatte es vermisst seine Lippen zu spüren und seine Haut zu streicheln.

 

*-*-*

 

Da standen wir beide nun und lachten und ich musste grinsen bei dem Gedanken, was die Beiden da unten jetzt wohl denken mochten... da hatte Armin mal wieder recht.

 

Tja, ich denke... dann sollten wir sie nicht enttäuschen“, gab ich, ohne nachzudenken, von mir, doch schaute ich Armin direkt in die Augen.

 

Sein Finger an meinem Oberteil ließ meine Wangen leicht erröten und doch wehrte ich es nicht ab, warum auch. Wir waren zusammen und alt genug, um auch gewisse Spielchen spielen zu können.

 

Natürlich war ich etwas unruhig deswegen, aber wir würden beide schon unsere Erfahrungen machen... langsam...

 

Auf seine nächste Aussage nickte ich zwar, doch war ich mit meinen Gedanken nun viel zu sehr mit ihm und dem beschäftigt was er da gerade tat.

 

Zaghaft begann nun auch mein Finger an seinem Oberteil herum zu zupfen, während ich ihn nun zu küssen begann... lang... zärtlich... mit meiner Zunge über seine Lippen streichend... um Einlass bittend.

 

*-*-*

 

Genug geredet, dachte ich mir und so fanden meine Lippen die seinen und ließen seine Zunge nur gerne rein in meinen Mund, wo meine ihn freudig begrüßte. Erregung machte sich unkontrolliert in meinem Körper breit und ich spürte, wie meine untere Region anschwoll.

 

Mist, da war ich aber nicht drauf vorbereitet und der Druck in meiner Jeans, war kaum zu ertragen.

 

Meine Hände wollte ich eigentlich brav an Demirs Oberkörper legen, doch taten sie nicht, was ich wollte. Forsch fuhren sie über Demirs Oberteil und suchten einen Weg darunter zu kommen.

 

Endlich fanden sie eine Möglichkeit und ein Seufzen kam über meine Lippen, als ich nackte Haut spürte.

 

*-*-*

 

Wow, dieser Kuss schmeckte definitiv nach mehr, denn ich bekam kaum genug von den Lippen meines Schatzes und auch meine Zunge wollte mehr und spielte mit der seinen ein wenig.

 

Als ich Armins Hände auf meiner Haut spürte entrann mir ein leises Seufzen, während sich meine Augen genussvoll schlossen.

 

Allerdings traute ich mich nun noch nicht so ganz auch meine Hände unter seinem Oberteil verschwinden zu lassen... hatte irgendwie noch Hemmungen. Natürlich fühlte es sich schön an, seine Hände auf meinem Körper zu spüren und irgendwie wollte ich ja auch mehr... ihn auch berühren... leider getraute ich es mich nicht so wirklich.

 

Deswegen ließ ich meine Hände zunächst mal nur auf seinem Oberteil, streichelte sacht drüber, ließ meine Finger etwas nach oben wandern, erreichte den Hals meines Schatzes und begann diesen nun zärtlich zu streicheln... ganz sanft... wie ein Hauch...

 

*-*-*

 

Ein wenig kitzelte Demir mich mit seinen Händen an meinem Hals, doch ließ ich mich nicht beirren und küsste ihn weiter. Auch ich genoss es, ihm endlich wieder nahe sein zu können.

 

Wobei wir uns ja nur ein paar Minuten nicht gesehen hatten, so kam es mir doch vor wie eine Ewigkeit.

 

Jetzt standen wir hier und ich streichelte sanft über seine nackte Haut. Allerdings war ich auch etwas zaghaft, streichelte nur ein wenig den Bauch, der sich schon mal echt toll anfühlte.

 

Ich wollte schon mehr, nur wie viel mehr wollte ich? Und wie viel mehr würde Demir wollen?

 

Es war schön, keine Frage und meine Gefühle wuchsen immer mehr. Nur war ich überhaupt dazu bereit aufs Ganze zu gehen?

 

Vielleicht sollten wir einfach nur ein wenig Knutschen und nichts weiter...

 

*-*-*

 

Genau wie ich, schien sich auch Armin noch etwas zu scheuen.

 

Wir beide schienen doch noch ziemlich angespannt zu sein, so dass ich erst mal von meinem Schatz abließ und ihn lieb anschaute.

 

Du bist dir auch noch etwas unsicher, nicht. Ich bin mir nämlich auch noch sehr unsicher, weil ich es ja eben nicht kenne...“, sprach ich ganz offen aus, was mich gerade bewegte: „Weißt du was, wir trinken jetzt erst mal was, dann machen wir es uns gemütlich und schauen, was sich ergibt, okay.“

 

Irgendwas musste ich doch sagen, sonst wäre ich wohl geplatzt.

 

Sicher, ich wollte auch zärtlich mit ihm sein und ihm auch nahe sein, aber so brachte das nichts. Unsere Stimmung war irgendwie zu angespannt... so würde das sicher nichts werden.

 

Noch einen Kuss bekam mein Schatz von mir, dann ging ich auf den Tisch zu und goss uns etwas zu Trinken ein, ehe ich mich auf mein Bett setzte und mit der Hand neben mich klopfte, was Armin sagen sollte, dass ich ihn bei mir und in meiner Nähe haben wollte.

 

Dabei schaute ich ihn unschuldig an, lächelte...

 

*-*-*

 

Mich überraschten zwar Demirs Worte, aber ich wusste auch, wie recht er hatte.

 

''Du hast ja recht. Wir sollten es vielleicht einfach langsam angehen lassen. Morgen wird noch ein großer Tag werden, wenn sie in der Schule von uns erfahren'', sagte ich und setzte mich zu meinem Schatz.

 

Anschließend trank ich erst mal etwas und schmiegte mich dann an ihm.

 

''Das Küssen fühlt sich schon unglaublich gut an. Ich hab einfach Angst, wie extrem mein Körper auf dich reagiert. Im Grunde möchte ich noch nicht aufs Ganze gehen und mir Zeit lassen. Alles mit dir erkunden und Stück für Stück herausfinden, was schön ist...'', meinte ich nun ganz offen.

 

Es tat gut alles frei raus zu sagen, auch wenn es irgendwie komisch war, befreite es auch und löste ein wenig die Anspannung.

 

*-*-*

 

Auch ich hörte Armin zu und nickte verstehend.

 

Ach ja, die Schule... ich bin echt gespannt, was uns dann erwartet... und was mich dann erwartet, wenn sie hören, dass ich homosexuell bin. Aber ich hab mir auch vorgenommen jetzt anders aufzutreten, so dass sie mich nicht mehr mobben“, erklärte ich meinem Schatz.

 

Hey, du musst doch keine Angst haben, wie dein Körper auf mich reagiert. Wir lassen es einfach auf uns zu kommen und wenn es eben passiert.... okay, wenn nicht warten wir eben“, fügte ich ruhig und ebenfalls sehr offen hinzu.

 

Ich lächelte meinen Schatz an, beugte mich zu ihm und küsste ihn, nachdem ich einen Schluck Cola zu mir genommen hatte.

 

Sacht löste ich den Kuss erst mal wieder, aber nur um ihm zu sagen: „Ich liebe dich und wir haben alle Zeit der Welt.“

 

*-*-*

 

Demirs Worte beruhigten mich und den Kuss erwiderte ich nur zu gerne.

 

''Ich liebe dich auch'', sprach ich und musste ihn gleich wieder küssen.

 

Seine Lippen zogen mich magisch an und jetzt wusste ich, dass es okay war, wenn ich eine Erektion bekam. Leo hatte mich nicht so erregt beim Küssen, was für mich eine erneute Bestätigung war, dass es richtig war, was ich für Demir fühlte.

 

Sanft umarmte ich meinen Schatz und küsste ihn weiter. Dabei lehnte ich mich zurück und zog ihn auf mich. Natürlich meldete sich sofort mein Unterleib zu Wort und ich ließ es einfach geschehen, schämte mich nicht mehr dafür.

 

Es fühlte sich sogar gut an, den Druck von Demirs Körper auf meinem Unterleib zu fühlen.

 

Leise seufzte ich in den Kuss hinein, den ich jetzt erst richtig genießen konnte.

 

*-*-*

 

Ach herrje, jetzt fühlte ich mich zwar ein wenig von meinem Schatz überrumpelt, aber es fühlte sich auch total schön an, wie er mich so leidenschaftlich küsste... mich auf sich gezogen hatte... so dass ich nun auf ihm lag... was sich ebenfalls total toll anfühlte.

 

Innerlich musste ich dann aber doch grinsen, als ich Armins Erektion an meinem Unterkörper spürte, der wie nicht anders zu erwarten, auch nichts anderes zu tun hatte, als sich ebenfalls zu melden.

 

Leise seufzte ich nun auch in den Kuss hinein und genoss es auf meinem Schatz zu liegen.

 

Nun wagte ich es und ließ meine Hände über seinen Körper wandern, wurde frech und ließ meine Finger zaghaft, sanft unter sein Oberteil gleiten.... befühlte die weiche Haut meines Schatzes, was sich richtig toll anfühlte und ich kaum mehr genug bekam.

 

*-*-*

 

Natürlich spürte ich, dass Demir nicht anders auf mich reagierte, was mich sehr beruhigte. Dazu noch seine Streicheleinheiten, die alles nicht wirklich besser machten.

 

Es fühlte sich gut an und ich entspannte mich.

 

Den Kuss immer noch erwidernd, begannen auch meine Finger den Weg unter Demirs Oberteil zu suchen. Schnell fanden sie eine Lücke und streichelten die nackte Haut, die sie vorfanden und die sich so fantastisch anfühlte.

 

Liebevoll streichelten meine Hände unter seinem Oberteil, über den Rücken meines Schatzes, wo sie mal kleine und mal große Kreise zogen. Dabei schmiegte ich mich ein wenig an ihn und ließ meine Zunge mit der seinen spielen.

 

*-*-*

 

Unglaublich gut fühlte sich plötzlich alles an... so als wäre ich jetzt bereit mich auf alles einlassen zu können.

 

Ich spürte keine Unsicherheit mehr, hatte keine Zweifel... und erst recht keine Angst... fühlte nur noch die Liebe zu Armin, die ich nun voll und ganz genoss... sie auskostete.

 

Die streichelnden Finger meines Schatzes entlockten mir ein leises Seufzen... ebenso sein Kuss... sein leidenschaftliches Spiel, das seine Zunge mit der Meinen spielte.

 

Nun wurde ich etwas mutiger und schob das Oberteil meines Schatzes nach oben und konnte so schon mal einen flüchtigen Blick auf seine Bauchmuskeln erhaschen, nachdem ich den Kuss sacht gelöst hatte.

 

Ich streichelte seinen Bauch sanft und zärtlich, beugte mich herab und begann seinen Bauch zu küssen... jedes Fleckchen Haut bekam zärtliche Küsse ...ließ auch meine Zunge über seine tolle Haut wanderte, zog kleine Bahnen und feuchte Kreise... wollte ihn einfach schmecken.

 

Was ich fühlte und spürte war unglaublich gut und ich wollte sehr viel mehr davon. Natürlich wagte ich schon sehr viel und ich wusste auch nicht ob es Armin gefallen würde, was ich hier tat, aber das würde er mir ja sicher sagen, wenn er es nicht wollte...

 

Nur, ich wollte ihm so einfach zeigen wie sehr ich ihn liebte.

 

*-*-*

 

Ein Keuchen kam über meine Lippen als Demirs Lippen und seine Zunge meinen nackten Bauch berührten. Dabei hatte ich es vorhergesehen, als er den Kuss unterbrach und meinen Bauch anschaute.

 

Als würde er sich aussuchen, wo meine nackte Haut als erste seine Zunge spüren sollten.

 

Verdammt war das geil! Mein Unterleib pochte nun stark in meiner Hose und meine Hand drückte ich auf meinen Mund, damit nicht noch mehr Gestöhne herauskam.

 

Genießend schloss ich die Augen, drückte meinen Kopf ins Sofa unter mir und hob mich Demir noch entgegen. Seine Zunge war so heiß und seine Lippen weich.

 

So was schönes hatte ich noch nie zuvor gespürt und in meinen wildesten Träumen war es längst nicht so gewesen. Wie sollte es noch werden, wenn das erst der Anfang war?

 

Ich konnte spüren, wie viel Liebe mein Freund in sein Tun steckte und irgendwie suchte ich nach Halt. Meine andere Hand fand diesen in Demirs Haaren. Noch etwas scheu und langsam versuchte ich nun seinen Kopf zu dirigieren und ihm zu zeigen, wo es für mich am Schönsten war.

 

Dabei bemerkte ich, wie empfindlich die Stelle direkt unter meinem Bauchnabel zu sein schien. Denn da konnte ich ein Keuchen nicht unterdrücken.

 

*-*-*

 

Gern ließ ich mich von meinem Schatz ein wenig dirigieren und machte weiter mit dem was ich tat, denn nur so konnte ich lernen, was ihm gefiel und was nicht.

 

Meine Hände wanderten mit nach unten und öffneten langsam, genussvoll Armins Hose... zogen diese Stück für Stück herunter, während meine Zunge alles schmeckte und mein Mund auch dort jedes kleine Fleckchen Haut küsste.

 

Aber auch in meiner Hose wurde es, bei dieser Aktion, schon sehr eng, doch ignorierte ich es, wollte meinen Schatz noch ein wenig weiter schmecken... verwöhnen, ihm all die Liebe geben, die ich zu geben imstande war.

 

Sein Stöhnen war derweil für mich die schönste Melodie, die ich seit langem gehört hatte und ich wollte ihn noch eine ganze Weile stöhnen hören.

 

In frechster Form und Weise zog ich ihm dann aber doch seine Hose, mitsamt der Shorts aus und musste innerlich grinsen bei dem was ich sah. Der kleine Armin, der gar nicht so klein war, streckte sich mir förmlich entgegen und schien nach Beachtung zu lechzen.

 

Meine Zunge leckte verführerisch über meine Lippen, ehe ich mich herab beugte und die Spitze von Armins Männlichkeit küsste... meine Zunge zärtlich auf ihr kreisen ließ. Immer wieder ließ ich aber von ihm ab, schaute, ob es ihm gefiel und leckte mir dabei immer wieder genussvoll über die Lippen.

 

*-*-*

 

Noch weiter presste ich meinen Kopf ins Sofa und hob mich Demir regelrecht entgegen. Was verdammt nochmal tat er hier mit mir? Er brachte mich definitiv um den Verstand. Was er hier mit mir tat, war einfach himmlisch.

 

''Demir'', seufzte ich, weil ich schon Angst hatte, es könnte zu schnell vorbei sein.

 

Gerade hatten wir noch geredet und jetzt taten wir hier Dinge, wovon ich bisher nur geträumt hatte.

 

Irgendwie fasste ich mich und richtete mich auf, zog meinen Freund zu einem Kuss zu mir hoch. Er schmeckte nach mir und es machte mich irgendwie an.

 

Langsam und noch etwas unsicher wanderten meine Hände über seine Hose, in der sich eine kräftige Beule abzeichnete. Erst danach öffnete ich sie und ließ sie etwas runterrutschen, um besser dranzukommen.

 

Demirs Männlichkeit ertastete ich spielerisch über seine Unterhose, bevor meine Hand hineinglitt und liebevoll zupackte.

 

*-*-*

 

Mit einem leisen, wohligen Stöhnen quittierte ich das Handeln meines Schatzes und konnte nun auch nicht anders, als mich ihm entgegen zu strecken.

 

Armins vorhergehende Reaktion auf meine Zärtlichkeiten, die ich ihm angedeihen ließ, hatte mir gezeigt, dass es ihm sehr gefallen hatte, so hatte ich weiter gemacht, bis er sich nun zu sich hoch gezogen und mich geküsst hatte.

 

Nur allzu gern hatte diesen Kuss erwidert, was er dann aber getan hatte, ließ mein Gesicht mal wieder rot anlaufen, denn seine Hand an meiner Hose, die er geöffnet und seine Hand dann hatte hinein gleiten lassen, fühlte sich fremd an... seltsam... aber auch sehr erregend, was meine Männlichkeit, in seiner Hand, noch härter werden ließ, als diese ohnehin schon war.

 

Meine Augen schloss ich währenddessen genussvoll und hatte Mühe mich noch zu beherrschen, um nicht gleich zu kommen.

 

Armin...“, hauchte ich ihm leise stöhnend zu und suchte seine Lippen zu einem erneuten Kuss auf...

 

*-*-*

 

Demirs Kuss, den ich liebevoll und heiß erwiderte, machte mich nur noch heißer. In mir tobte die Erregung und pure Lust.

 

Langsam begann ich seine Männlichkeit zu massieren, wie ich es bei mir selber manchmal machte. Anfangs war es noch etwas komisch, da es ja quasi spiegelverkehrt war, doch hatte ich den Dreh recht schnell raus.

 

Meine andere Hand wanderte derweil unter Demirs Oberteil und begann ihn dort zu streicheln. Alles schien wie in einem Traum und ich stand total neben mir, genoss aber, was wir zusammen hier taten.

 

Es war, als würden meine Lippen an Demirs festkleben und meine Zunge nicht genug von der Seinen bekommen.

 

*-*-*

 

Weiterhin in unserem Kuss gefangen, spürte ich Armins Hände, wie sie mich streichelten und meine Männlichkeit massierten, was mich nun doch lauter aufstöhnen ließ und ich mich wohl nicht mehr lange würde zurückhalten können.

 

Dennoch begann nun auch ich, soweit ich es vermochte, mit einer Hand auch Armins Männlichkeit zu massieren, während ich mich mit der anderen Hand über ihm abstützte.

 

Wow, was für unglaublich schöne Gefühle ich zu spüren bekam, die ich nicht mehr missen wollte und die Zeit jetzt am liebsten angehalten hätte.

 

Noch ein wenig mehr streckte ich mich Armin entgegen, in dieser Position brauchte ich etwas bis ich einen gleichmäßigen Rhythmus fand, in dem ich die Männlichkeit meines Schatzes massierte, doch etwas später ging es schon ganz gut.

 

Es war so erregend, so intim mit meinem Schatz zu sein, dass ich mich nicht mehr wirklich beherrschen konnte und mich in seiner Hand erregt zitternd und stöhnend ergoss... jedoch meinen Schatz nicht außer Acht ließ.... auch wenn ich jetzt erst mal wieder zu Atmen kommen musste.

 

*-*-*

 

Demir kam es in meiner Hand und ich konnte jeden Schub genau spüren. Es war ein schönes Gefühl meinen Schatz so verwöhnt zu haben, dass er einen Orgasmus bekam.

 

Nun konnte ich mich darauf konzentrieren, was er mit mir tat, obgleich ich meine Hand noch bei Demir behielt.

 

Ein wenig brauchte ich noch, dann war auch ich soweit und stöhnte etwas lauter auf. Es kam mir so gewaltig, dass ich eine Gänsehaut bekam und ein wenig zitterte.

 

Demir hatte ganze Arbeit geleistet und spätestens jetzt war all die Anspannung Geschichte und ich würde so was jeder Zeit wiederholen.

 

''Wow'', hauchte ich, da ich meinen Herzschlag erst mal runter bekommen musste.

 

*-*-*

 

Ich musste grinsen, als ich dieses wow von meinem Schatz hörte und schaute ihm zu, wie er kam. Dieser Anblick war für mich unbezahlbar und brannte sich tief in meinem Gedächtnis ein.

 

Ich liebe dich so sehr“, hauchte ich Armin zu, während ich mich zu ihm herabbeugte und ihn küsste... nur kurz, denn ich wusste und sah auch, dass er erst mal wieder zu Atem kommen musste, genauso wie ich.

 

Für mich war es zwar normal gewesen, doch auch fremd... aber sehr schön und ich würde es jederzeit wiederholen... ja, da konnte man richtig süchtig nach werden.

 

Das war richtig toll...“, schwärmte ich und blickte meinem Schatz verliebt in die Augen.

 

*-*-*

 

Den Kuss kurz erwidernd, antwortete ich: ''Ich liebe dich auch so sehr und es war der Wahnsinn.''

 

Nachdem ich mich dann beruhigt hatte schaute ich an uns herab.

 

''Ich befürchte Tücher alleine reichen da nicht...'', meinte ich grinsend, da ich das Gefühl hatte überall bekleckert zu sein.

 

Dennoch kuschelte ich mich kurz an Demir und genoss die Zweisamkeit.

 

''Von mir aus, können wir das gerne wiederholen'', flüsterte ich und zwinkerte meinem Schatz zu.

 

*-*-*

 

Nun musste ich auch grinsen und nickte.

 

Ja, ich denke, wir sollten dringend duschen“, antwortete ich meinem Schatz, der sich an mich gekuschelt hatte, was bei dem klebrigen Zeug, das wir beide abgelassen hatten, nicht unbedingt angenehm war... ich es jedoch erst mal duldete und mich ebenfalls an ihn schmiegte.

 

Ich genoss es mit meinem Schatz zusammen zu sein... genoss die Zweisamkeit... genoss auch unsere Liebe und es fühlte sich alles so einmalig und doch wie in einem Traum an.

 

Ja, ich würde das hier auch gern wiederholen... aber erst duschen“, gab ich frech zurück und stahl mir einen Kuss von meinem Liebling, der mir zugezwinkert hatte.

 

Dann jedoch konnte ich es nicht lassen und piekste ihm verspielt in die Seite und musste dabei direkt grinsen. Sicher, es war jetzt vielleicht nicht unbedingt der passende Augenblick und zerstörte womöglich die Romantik, aber ich wollte jetzt doch duschen... weil so fühlte ich mich nicht unbedingt wohl... achtete ich doch sehr auf Reinlichkeit.

 

*-*-*

 

Mit offenen Mund starrte ich Demir an, da er es scheinbar nach dem Duschen gleich nochmal machen wollte. Da hatte ich mich wohl falsch ausgedrückt, da ich es allgemein meinte.

 

Als er mir dann noch in die Seite piekste, schaute ich ihn gespielt böse an.

 

''Hey, nun mal nicht frech werden'', schimpfte ich, musste aber direkt kichern.

 

''Gut, gehen wir duschen'', gab ich mich geschlagen und stand auf.

 

Dabei war ich mir nun aber nicht sicher, ob ich mit Demir zusammen oder lieber alleine duschen wollte.

 

*-*-*

 

Jetzt hielt ich lieber die Klappe, wollte nicht doch noch einen Fehler machen, als Armin aufstand. Ich hatte ihn genau beobachtet, wie er mich mit offenem Mund angeschaut hatte... da hatte ich wohl irgendwie Müll erzählt.

 

Zwar musste ich über seinen Kommentar auch kichern, aber ich machte mir nun doch schon wieder irgendwie Gedanken.

 

Geh ruhig schon mal. Handtücher sind im Bad“, bot ich Armin sanft lächelnd an: „Ich geh unten im Bad duschen“, mit diesen Worten stand auch ich auf, zog mir die Hose nur schnell hoch und verließ dann das Zimmer.

 

Ich ging runter ins Bad und schloss hinter mir die Tür. Erst dann zog ich mich aus, stellte die Dusche an... natürlich warmes Wasser, erfrieren wollte ich ja nun auch nicht.

 

Dann stellte ich mich unter die Dusche und ließ das angenehm warme Wasser an mir herab rieseln, während ich mich mit Duschgel einrieb, um mich gründlich zu waschen.

 

So schnell würde ich wohl keinen frechen Kommentar mehr ablassen oder mich irgendwie anderweitig gehen lassen. Es war mir schon irgendwie peinlich gewesen, dass ich anscheinend etwas falsch verstanden hatte... ich Dummi...

 

*-*-*

 

Irgendwie merkte ich, das Demir etwas bedrückte und ich wollte noch etwas gesagt haben, doch da war er schon fort. Also ging ich oben duschen und trocknete mich gründlich ab.

 

Im Grunde hatte ich ja nichts dagegen, es direkt nochmal zu machen. Es war sehr schön gewesen. Nur hatte ich nicht über meine Wortwahl nachgedacht und somit meinen Freund gekränkt, weil er es missverstanden hatte.

 

Anschließend zog ich mich an und wartete auf Demir. Ich musste unbedingt mit ihm reden, weil ich nicht wollte, dass etwas zwischen uns stand.

 

*-*-*

 

Nachdem ich mit dem Duschen fertig war, trocknete ich mich ab, wickelte das Badetuch um meine Hüfte und pflegte mich ausgiebig.

 

Erst dann verließ ich das Bad und stiefelte wieder hoch in meine Etage, wo ich in meinem Schlafzimmer auf Armin traf.

 

Hey, na du. Alles gut?“, fragte ich meinen Schatz und fügte entschuldigend hinzu, während ich mir Sachen heraus suchte, um mich wieder anzuziehen: „Es tut mir leid, dass ich eben was falsch verstanden hab... sorry. So was kommt sicher nicht noch einmal vor“, dabei lächelte ich ihn lieb an.

 

Anschließend zog ich mir ein ärmelloses schwarzes Shirt an, bekleidete mich dann mit schwarzen Socken und einer schwarzen Shorts und zog mir eine ebenfalls schwarze Jeans drüber, nachdem ich das Badetuch hatte erst mal auf den Boden fallen lassen.

 

Danach hob ich das Badetuch auf und legte es erst mal auf einen Stuhl, um gleich darauf auf meinen Liebsten zuzugehen, ihn in die Arme zu nehmen und ihn zärtlich zu küssen.

 

*-*-*

 

Nur zu gerne erwiderte ich den Kuss und fand Demirs Entschuldigung sehr süß. Kurz darauf löste ich den Kuss jedoch, weil ich auch etwas dazu sagen wollte.

 

''Es ist alles gut. Du musst dich nicht entschuldigen, da ich mich auch nicht ganz genau ausgedrückt habe. Außerdem ist es mir einerlei, ob wir es jetzt oder später wiederholen.

 

Hauptsache ist doch, dass es uns Beiden gefallen hat und wir es bei Bedarf gerne noch einmal tun würden.

 

Man kann durchaus etwas falsch verstehen und sich falsch ausdrücken. Da könnte ich mich genauso bei dir entschuldigen'', sprach ich und küsste Demir erneut.

 

Ich konnte kaum genug von diesen tollen Lippen bekommen.

 

*-*-*

 

Epilog:

 

Nachdem Armin und Demir nun endlich ein Paar wurden dauerte es nicht lange bis es auch andere mitbekamen, z.B. die Mitschüler in der Schule.

 

Einige hatten es gut aufgenommen, andere versuchten Demir weiter zu hänseln, machten auch dann vor Armin nicht Halt... so in etwa was er denn mit dem Idioten wollte..., doch hielten beide zusammen und wehrten sich gegen diese Attacken.

 

Demir konnte sich zudem schon sehr gut verteidigen und spielte nicht mehr das Mauerblümchen, das man mobben und hänseln konnte.

 

Gemeinsam wurden sie sehr glücklich und Armin zog, nach der Schule und als er endlich das achtzehnte Lebensjahr erreicht hatte, zu Demir, der ja eine ganze Etage für sich hatte.

 

So hatten sie ihr eigenes kleines Reich und dort natürlich viel Spaß zusammen...

 

Markus zog irgendwann tatsächlich zu Emily ins Haus und beide bewohnten die untere Etage. Nachdem Monate später beider Sohn Kevin geboren worden war, heirateten beide nur wenig später.

 

Sie führten eine sehr harmonische Ehe und auch Demir gewöhnte sich ganz allmählich an Markus, der für ihn irgendwie doch ganz okay war, als er sich nämlich für Armin und Demir eingesetzt und sie vor ein paar Vollidioten, die mit Homosexualität nicht klar zu kommen schienen, beschützte.

 

Von dem Augenblick an akzeptierte und respektierte Demir, Markus und beide verstanden sich super.... auch Armin kam super mit Markus und Emily aus.

 

*-*-*

 

~ ENDE ~