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Die große Liebe

Die große Liebe

 

 

by Detail and Dark Sephiroth

 

 

Seit ich denken konnte war ich von vollkommen fremden Leuten umgeben, aber das war ich ja nicht anders gewohnt... nur meine beiden Freunde, waren meine Vertrauten, denen ich wirklich alles erzählen konnte.

 

Gut, wir kämpften auch gern mal gegeneinander, was dann meist auch ausartete, doch waren und blieben wir die besten Freunde.

 

Auch heute war so ein Tag. In aller Frühe waren wir aufgestanden und auf den Übungsplatz gegangen. Nach einer intensiven, aber kurzen Unterhaltung begannen wir schließlich zu kämpfen, was auf einen Außenstehenden schon mal sehr bedrohlich wirken konnte.

 

Zudem konnte es durchaus den Anschein haben, als wären wir die ärgsten Feinde.

 

Alles schien wie immer, doch sollte es nicht so bleiben.

 

Gerade holte ich zu einem mächtigen Schlag, mit meinem zwei Meter langen Katana, gegen meinen Freund aus, als ich plötzlich ein mächtiges Ziehen spürte und in eine Art Sog gezogen wurde...

 

...dann spürte ich nichts mehr... nur Dunkelheit um mich herum.. bis ich mich in einer, für mich, völlig fremden Umgebung befand.

 

Ich stand auf, schaute mich um und schien die Orientierung verloren zu haben. Um mich herum befanden sich fremdartige Häuser, deren Bauart mir unbekannt war.

 

Ein laues Lüftchen wehte und spielte mit meinen langen silbernen Haaren.

 

Eine Menge Menschen liefen hier herum, deren Kleidung ebenfalls vollkommen fremd war.

 

Herrje, wo war ich hier gelandet?

 

Mein Katana versteckte ich zunächst in der Halterung, in meinem schwarzen langen Mantel. Erst dann versuchte ich mich irgendwie zu orientieren, dennoch blieb ich wachsam... nicht dass ich hier in eine Falle oder einen Hinterhalt lief...

 

*-*-*

 

Leicht war mein Leben nie verlaufen. Immer musste ich kämpfen und geriet doch nur an die falschen Leute.

 

Endlich hatte ich meine Haftstrafe für etwas, was ich nicht begangen hatte, abgesessen. Natürlich bekam man als Vorbestrafter nur schwer Arbeit, also nervte ich meinen reichen Bruder solange, bis er mir genügend Geld lieh, damit ich mein eigenes Geschäft aufmachen konnte.

 

Damit mir keiner mehr Krumm kommen konnte, machte ich ein Waffengeschäft auf. Schusswaffen, aber auch Messer jeder Art und aus aller Herren Länder verkaufte ich.

 

Außerdem kannte ich mich bestens mit jede Art von Kampfsport aus, auch wenn ich mir vieles selber angeeignet hatte.

 

Mein Auftreten war Aufgrund meiner Muskelösen, dennoch schlanken Figur und dem tätowierten Oberkörper schon beängstigend genug. Wer dann noch meine raue, sehr männliche Stimme vernahm, hatte meist großen Respekt vor mir.

 

Ich hatte eben schon viel durchgemacht und war, wie es schien, endlich auf den rechten Wege.

 

Kurze braune Haare trug ich, die meist mit Gel etwas seitlich gestylt wurden und wodurch meine hellgrünen Augen besser zum Vorschein kamen.

 

Ein wenig erinnerte mein Aussehen und Auftreten an einen Punker, der ich damals, als ich noch auf der Straße lebte, auch war.

 

Eigentlich war es ein Tag, wie jeder Andere auch. Den Laden hatte ich vor gut einer Stunde geöffnet und schon drei gute Kunden bedient gehabt. Das Ladenschild stand draußen und auch das Schaufenster war auffallend dekoriert.

 

*-*-*

 

Eine ganze Weile lief ich durch die Straßen und schaute mich hier und da etwas um. Einiges sah, wie ich sehr schnell feststellen musste, genauso aus, wie in... ja, wie in meiner Welt.

 

Aber noch immer fragte ich mich, wo ich mich hier befand.

 

Zudem spürte ich die einen oder anderen Blicke auf mir, erwiderte diese jedoch nur böse.

 

Warum starrten mich die meisten Leute hier so an? Ob es wohl an meiner Kleidung lag? Vielleicht kannten sie so etwas hier nicht.

 

Einige Blicke später, wusste ich, dass diese Leute hier sehr verletzlich waren... sie waren eben nicht so sehr viel anders, als jene, die in meiner Welt lebten. Und die Häuser hier würden meinen Angriffen wohl kaum standhalten können.

 

Ein fieses Grinsen legte sich, bei dem Gedanken auf meine Lippen... noch wähnten sie sich alle in Sicherheit... aber dies würde sich schon sehr bald ändern.

 

Ein paar Meter weiter entdeckte ich ein sehr auffällig dekoriertes Schaufenster und schaute es mir interessiert an, während sich meine langen silbernen Haare noch immer im Wind wiegten.

 

Ja, es waren wirklich tolle Stücke hier ausgestellt... aber gegen mich und meine Waffe... nun ja...

 

Noch immer vor dem Schaufenster des Waffenladens stehend, versuchte ich mich zu erheben.

 

Es klappte auf Anhieb... gut, ich würde also auch hier fliegen können und hatte somit also auch keine, meiner Fähigkeiten verloren.

 

Schon bald würde ich es sie alles wissen lassen... wer es war, der ihre Stadt zerstörte...

 

...Sephiroth Crescent, der Herr alles Bösen...

 

Wieder auf dem Boden, betrat ich das Geschäft und schaute mich um. Nur kurz schaute ich den Verkäufer an, er sah ziemlich stark und muskulös aus... hätte anderen vielleicht auch Angst gemacht... mir jedoch nicht... kein bisschen.

 

Im Gegensatz zu ihm war ich zwar nicht unbedingt muskulös und wirkte wohl eher harmlos, aber es konnte nun wirklich niemand ahnen, was es mit mir auf sich hatte und was wirklich in mir steckte.

 

Anschließend wand ich mich wieder den Waffen zu, nickte ab und zu anerkennend. Diese Waffenausstellung war wirklich sehr interessant, doch dann zog es mich wieder hinaus.

 

Draußen angekommen erhob ich mich majestätisch in die Lüfte.

 

*-*-*

 

Dieser fremden Typ, der in meinen Laden kam, hatte etwas magisches an sich. Ich ließ ihn schauen und wollte ich gerade ansprechen, als er wieder den Laden verließ.

 

Was ich dann aber sah, erschrak mich sehr. Geistesgegenwärtig ging ich aus meinem Geschäft und starrte dem Typen hinterher. Da flog der doch glatt davon.

 

Meine Augen reibend und den Kopf schüttelnd versuchte ich wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Hatte ich mir das nur eingebildet? War die Milch im Kaffee nicht mehr gut gewesen?

 

Herrje... was war nur los mit mir. Fliegende Menschen gab es doch gar nicht. Obwohl der Typ schon sehr seltsam aussah. Wie von einer anderen Welt eben.

 

Vermutlich schaute ich zu viele Filme und las zu viele Comics.

 

So ging ich wieder in meinen Laden und trank erst mal etwas kaltes. Dann ging es mir schon wieder besser. Auch wenn der Rest des Tages recht schnell verging, so musste ich immer wieder an diesen Kerl denken.

 

Gab es Engel? War meine Zeit etwa gekommen?

 

Oder war es ein Zeichen dafür, dass ich gar keinen rechten Weg einschlagen wollte?

 

Kurz vor Ladenschluss, es war bereits dunkel draußen und ich polierte noch ein Schwert, was im Schaufenster lag, machte ich mir so meine Gedanken.

 

Wenn ich die Möglichkeit hätte, es allen heimzuzahlen, die mir je etwas angetan hatten, würde ich diese Chance nutzen?

 

*-*-*

 

Den ganzen Tag hatte ich mich in der Stadt, mal fliegend mal laufend, umgesehen und speicherte alles Wichtige in meinem Gedächtnis.

 

Nun, die Menschen hier, waren sehr verletzlich... mit denen hätte ich leichtes Spiel und die Häuser hier... nun, sie sahen zwar stabil aus, aber meinen Attacken würden sie keineswegs standhalten können.

 

Aber noch hielt ich mich zurück, auch wenn die Versuchung, ein wenig Zerstörung anzurichten, sehr groß war.

 

Schließlich kehrte ich zum Ausgangspunkt zurück... das Waffengeschäft.

 

Wieder stand ich davor und schaute das Schaufenster an, wo der Verkäufer gerade ein Schwert polierte. Er tat es sehr gründlich. Gut, sollte er tun was er für richtig hielt... denn schon bald würde es auch dieses Geschäft nicht mehr geben.

 

Ein böses Lächeln legte sich auf meine Lippen, während ich dem Mann bei seiner Arbeit zusah.

 

Selbstverständlich musterte ich ihn auch ein wenig. Herrje, was hatte er denn davon mit so vielen Muskeln bepackt zu sein? Wollte er irgendwem damit beeindrucken? Oder sollte ihm bloß niemand zu nahe kommen... versuchte so alles und jeden abzuschrecken?

 

Tze... so was hatte ich nicht nötig. Mir sah man meine Kraft keineswegs an... konnte mich sogar für einen... Schwächling... halten... was für ein fataler Fehler...

 

Ich empfand es eben als besser, meine Kraft nicht gleich jedem zu zeigen... meine Feinde viel mehr so zu überraschen....

 

*-*-*

 

Dann sah ich ihn plötzlich erneut, diesen Typen. Er stand vor dem Geschäft und beobachtete, musterte mich geradezu.

 

Ich atmete einmal tief durch, dann legte ich das Messer beiseite und ging hinaus zu ihm.

 

''Sag mir, bist du ein Engel? Warum bist du hier? Meinetwegen?'', fragte ich ihn ganz direkt.

 

Irgendwie kam ich mir blöd vor, doch war es das, was in mir vor sich ging.

 

Ob ihn die Anderen sehen konnten?

 

*-*-*

 

Plötzlich verließ der Typ den Laden und kam auf mich zu.

 

Als er mich schließlich ansprach musste ich direkt böse auflachen.

 

"Was? Ich? Nein, ich bin sicher kein Engel und auch nicht wegen dir hier, ich kenne dich ja nicht einmal.", antwortete ich dennoch, auch wenn es mich wenig kümmerte was in diesem Menschen vorging.

 

"Ich bin irgendwie, aus meiner Welt, hier gelandet und würde schon gern wieder zurückkehren, nur weiß ich nicht wie. Zudem weiß ich nicht einmal, wo ich mich hier befinde.", dabei musterte ich den Mann weiterhin und spürte ein wenig seine Unsicherheit.

 

*-*-*

 

Eben hatte ich noch gedacht, dass er aus einer anderen Welt käme und jetzt bestätigte er mir das sogar.

 

''Aus einer anderen Welt...'', sprach ich deshalb.

 

''Mein Name ist Clemens, aber alle nennen mich Cleo. Das Geschäft dort gehört mir. Aber wo genau kommst du her? Weißt du schon, wo du übernachten kannst?'', fragte ich dann, nachdem ich mich vorgestellt hatte.

 

Irgendwie war er sehr interessant. Eben wie aus einen meiner vielen Comics. Warum ich ihm helfen wollte, wusste ich nicht.

 

*-*-*

 

"Ja, aus einer anderen Welt... aber wo bin ich hier?", antwortete ich fragend.

 

"Mein Name ist Sephiroth Crescent. Ich freue mich dich kennen zu lernen, Cleo. Du kannst mich auch Sephi nennen... das ist kürzer.", stellte ich mich ebenfalls vor und schaute mich noch ein wenig um.

 

"Nein, ich weiß nicht wo ich die Nacht bleiben könnte. Und woher ich komme... hmm... ich denke nicht, dass du damit etwas anfangen kannst... ich komme aus Midgar.", erzählte ich bereitwillig, da Cleo mir sehr freundlich gegenüber getreten war.

 

Dennoch hatte ich meine Pläne und diese würde ich selbstverständlich nicht aus den Augen verlieren.

 

"Du hast schöne Waffen in deinem Geschäft... aber das hier hast du sicher noch nie gesehen.", sprach ich und zog mein zwei Meter langes Katana hervor, das ich dann in der Hand hielt, als wäre es eine Feder.

 

*-*-*

 

''Du bist hier auf der Erde, was dir vermutlich auch nichts sagt. Midgar habe ich noch nie gehört. Wow, was für ein Schwert'', sagte ich begeistert und fasste es gleich, wenn auch zaghaft an.

 

Ich war total verzaubert von dem Schwert und meinem Gegenüber.

 

''Danke, für die Blumen. Nein, so ein bemerkenswertes Schwert habe ich noch nie gesehen. Wenn du magst, bleibe doch vorerst bei mir. Irgendwie werden wir schon herausfinden, wie du wieder nach Hause kommst und bis dahin, leiste mir ein wenig Gesellschaft.

 

Sicher bist du hungrig und durstig'', kam es dann von mir.

 

Immer noch schaute ich wie gebannt auf das Schwert.

 

*-*-*

 

Den Kopf schüttelnd erwiderte ich sehr höflich:

 

"Nein, ich kann tatsächlich nichts damit anfangen, aber gut, ich bleibe gern etwas hier und schaue mich ein wenig um. Deine Einladung nehme ich gern an. Vielen Dank."

 

Ich musste schon grinsen, als ich Cleos Reaktion auf mein Schwert wahr nahm.

 

"Ja, das ist nicht nur ein sehr schönes Katana, sondern auch ein sehr mächtiges, und nur ich bin in der Lage es zu führen... niemand sonst.", erklärte ich Cleo.

 

Dann verkleinerte ich mein Katana, wie von Zauberhand und steckte es zurück in die Innentasche meines langen schwarzen Mantels.

 

Anschließend lächelte ich Cleo kurz an, doch verschwand das Lächeln bald wieder... es sollte immerhin nicht zur Gewohnheit werden.

 

*-*-*

 

''Verstehe. Entschuldige, aber es ist wirklich wunderschön'', sagte ich zu Sephi, nachdem ich seine Aussage über sein Schwert gehört hatte.

 

''Na, dann komm. Ich wollte sowieso gerade zu sperren'', fügte ich lächeln hinzu. Doch lächelte auch ich nur kurz, weil ich es eben so kannte.

 

Schnell ging ich in den Laden, holte meinen Schlüssel, meine Jacke und sperrte den Laden von außen zu. Anschließend nickte ich Sephi zu.

 

''Es ist nur ein paar Straßen weiter zu mir'', kam es dann von mir und ich schaute ihn kurz an, bevor ich loslief.

 

*-*-*

 

Einwilligend hatte ich Cleo zugenickt und gewartet, bis er den Laden abgeschlossen hatte.

 

Auch er hatte mich angelächelt, doch war so etwas für mich nur eine unnötige Geste, die für nichts gut war und man es ebenso auch bleiben lassen konnte.

 

Nachdem er das Geschäft wieder verlassen hatte und schon mal loslief, folgte ich ihm. Seinen Blick an mich konnte ich nicht deuten und dachte mir somit auch nichts dabei.

 

Er hatte mir zwar seine Gastfreundschaft angeboten und ich leistete ihm dafür Gesellschaft, aber das war es für mich auch schon.

 

Ich hatte nämlich ganz und gar nicht vor mich mit den Menschen hier anzufreunden... ich hatte meine beiden Freunde in meiner Welt und diese Menschen hier würden mir sowieso bald zum Opfer fallen... wenn ich mich daran machte die Stadt zu zerstören.

 

Auch wenn mir Cleo langsam sympathisch wurde... aber darauf konnte ich nun mal keine Rücksicht nehmen. Ich war eben ein Kämpfer und zum Töten geboren und nicht um Gefühle zu haben und diese womöglich zu zeigen.

 

*-*-*

 

Ein paar Straßen weiter kamen wir an meiner kleinen Wohnung an.

 

''Bitte, tritt doch ein'', bat ich Sephiroth.

 

''Wenn du möchtest, mache ich uns gleich etwas zu essen... Ähm... esst ihr die Sachen, die wir auch essen?'', fragte ich skeptisch, während ich Schuhe und Jacke auszog.

 

Ich war müde von der Arbeit, doch ließ ich es mir nichts anmerken.

 

Dann ging ich schon mal in die Küche und schaute, was ich noch da hatte und zaubern könnte. Viel hatte ich nicht, doch teilte ich es sehr gerne.

 

Fragend schaute ich meinen Besuch an, während ich die Lebensmittel anschaute.

 

*-*-*

 

Endlich hatten wir seine Wohnung erreicht und betraten diese sogleich. Da ich nun aber auch nicht unhöflich sein wollte, zog ich mir zumindest meine Schuhe aus und stellte auch das Schwert in eine Ecke. Den Mantel ließ ich aber an, da es für mich so angenehmer war.

 

Ich folgte ihm in die Küche und schaute mich hier ebenfalls ein wenig um... na ja, so sehr unterschied sich hier nichts von meiner Wohnung, in meiner Welt... nur ein wenig eben.

 

Auf seine Frage schaute ich ihn zunächst nur an und erwiderte diese mit einer Gegenfrage:

 

"Was esst ihr denn so? Ich mein, wir essen in meiner Welt alles mögliche und ich bin eigentlich auf nichts spezielles fixiert. Du musst dir aber auch keine große Mühe machen... mir würde es schon reichen, wenn du Etwas Obst oder Gemüse hättest."

 

So ganz nebenbei schaute ich mich während des Gesprächs weiter um und fand es doch recht gemütlich hier... fast schon zu schade um alles zu zerstören.

 

Hmm... schwierige Angelegenheit... zumal Cleo echt nett zu sein schien... etwas, das mir in meiner Welt meist versagt blieb. Dennoch blieb ich zunächst skeptisch...

 

*-*-*

 

Grinsend schaute ich Sephi an, wie er sich hier so umsah. Dann gefiel mir seine Aussage und ich nickte zufrieden.

 

Obst und Gemüse hatte ich immer da, also suchte ich etwas aus und schnitt es nett zurecht.

 

Etwas zu Trinken stellte ich auch hin, dann setzte ich mich an den Tisch mit den zwei Stühlen und bot Sephi den zweiten Stuhl an.

 

''Erzähl mir etwas über eure Welt, bitte'', bat ich ihn und lächelte ihn erneut an.

 

Herrje, es sollte wohl noch zur Gewohnheit werden.

 

*-*-*

 

"Dankeschön, Cleo", bedankte ich mich nett und setzte mich auf den zweiten Stuhl.

 

Während ich zu essen begann, schaute ich immer wieder zu Cleo und sah auch, dass er mich schon wieder anlächelte. Ob das hier so Sitte war?

 

Herrje... also mir würde das sicher nicht passieren.

 

"Hmm.. über meine Welt... es ist dort ganz anders als hier. Sicher, wir haben auch Häuser und Menschen, aber über allem steht ein riesiger Konzern und kontrolliert alles. Ich bin ein Soldat des ersten Ranges, ein General und so gut wie unbesiegbar.

 

Es gibt aber auch sehr oft Kriege und Kämpfe dort... es ist nicht so friedlich, wie hier.", erzählte ich Cleo und hatte das toll angerichtete Essen bald schon genussvoll verzehrt.

 

"Und was tust du hier so... wie geht es in deiner Welt zu?", wollte ich nun auch von ihm wissen.

 

*-*-*

 

Neugierig hörte ich Sephi zu, was er erzählte.

 

''Das hört sich sehr herrisch an...'', sprach ich erstaunt.

 

''Im Grunde ist meine Welt falsch. Alle reden davon, dass sie deine Freunde wären und dann fällst du doch auf sie rein...'' kam es von mir.

 

Keine Ahnung warum ich ihm das erzählte. Außerdem wusste ich auch nicht, ob ich ihm trauen konnte. Was ich ihn alles erzählen durfte.

 

*-*-*

 

"Es hört sich nicht nur herrisch an... es ist herrisch.", erwiderte ich auf seine Feststellung.

 

Dann hörte ich zu was mir Cleo erzählte und schüttelte verständnislos den Kopf.

 

"So etwas mag ich gar nicht. Freunde, die nicht zu einem stehen... sind keine Freunde, auf solche Leute kann man verzichten und sie gehören bestraft.", regte ich mich nun doch ein wenig auf, dennoch sprach ich mit ruhiger, aber sehr tiefer Stimme.

 

"In meiner Welt habe ich auch zwei Freunde, aber wir halten zusammen, wie Pech und Schwefel. Jeder steht für den anderen ein und niemand verrät den oder die anderen.", erzählte ich Cleo und schaute ihm dabei fest in die Augen.

 

So konnte ich direkt spüren, dass auch er mir nicht so wirklich traute, was mich nicht wunderte, denn so gut und lang kannten wir uns ja noch nicht, da war das wohl vollkommen normal.

 

"Dich hat jemand verraten, oder? Du traust deswegen niemandem mehr... das verstehe ich gut. An deiner Stelle würde ich mich an dem oder denjenigen rächen... aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.", sprach ich noch, bevor mein Blick in Richtung des Fensters ging.

 

*-*-*

 

Sephiroth sprach mir aus der Seele und ich musste wieder grinsen.

 

''Die ganze Zeit über habe ich gedacht, ich will ein ehrenhaftes Leben führen. Habe ein Geschäft eröffnet, nachdem ich aus dem Knast kam, wo ich unschuldig saß. Es hatte mich jemand reingelegt und mir wurde die Schuld zugewiesen...

 

Doch im Grunde, will ich nur eins... RACHE!'', sagte ich ebenso ruhig, aber genauso ernst mit tiefer Stimme zu Sephi.

 

''Nur zu gerne möchte ich wieder jemanden vertrauen. Aber Vertrauen muss wachsen und vorerst bin ich eher vorsichtig. Nichts für ungut...'', fügte ich hinzu.

 

Warum nur, war er mir so sympathisch?

 

*-*-*

 

Cleos Worte vernehmend konnte ich nicht anders und schaute ihn direkt wieder an.

 

"Dich hat jemand herein gelegt, dir wurde die Schuld zugeschoben und da versuchst du ein ordentliches Leben zu führen, anstatt Rache zu üben?!

 

Vielleicht ist es ja Schicksal, dass ich hier gelandet bin und wir uns begegnet sind... wenn du willst... werde ich dein Racheengel sein und dir gern helfen... bei deiner.... Rache.

 

Diese Leute erwartet nur noch das Dunkel, wenn ich mit ihnen fertig bin.", erwiderte ich ruhig, doch legte sich, bei diesem Gedanken ein fieses Grinsen auf meine Lippen.

 

Ich konnte ihn tatsächlich gut verstehen... zu gut... sozusagen und irgendwie begann ich ihn zu mögen... fast wie einen Freund.

 

"Nun, was sagst du? Darf ich dir helfen?", bat ich um eine Entscheidung auf mein Angebot.

 

*-*-*

 

''Mein Racheengel...'', sprach ich wie in Trance. Der Gedanke gefiel mir sehr und es legte sich ebenfalls ein fieses Grinsen auf meine Lippen.

 

Dabei war Sephiroth noch der Meinung kein Engel zu sein. In meinen Augen war er einer und zwar allein meiner!

 

''Oh ja. Hilf mir Rache zu nehmen, Sephi!'', kam es dann von mir, nachdem ich es sacken lassen hatte.

 

''Jedoch werden wir vorerst Nachforschungen anstellen müssen. Schließlich will ich schon ganz genau wissen, wer dahinter steckt. Aber vorerst...'', sagte ich und musste herzhaft gähnen, ''Lass uns etwas Energie tanken. Du kannst das Schlafzimmer nehmen, Ich werde auf der Couch schlafen.''

 

Daraufhin steckte ich mir den letzten Bissen in den Mund, trank noch einen Schluck und stand auf. Dann wollte ich Sephiroth das Schlafzimmer und noch das Bad zeigen, sofern er sich frisch machen wollte. Natürlich auch, wo er alles fand, was er dazu benötigte.

 

Meine Wohnung besaß eine kleine Küche, ein kleines Wohnzimmer, sowie ein winziges Bad und eben das kleine Schlafzimmer, indem ein Schrank und ein Bett platz hatten. Für mich reichte es, auch wenn es teilweise eng war.

 

*-*-*

 

"Gut, einverstanden. Ich werde dir helfen Rache zu nehmen... das ist eines meiner Spezialitäten.", antwortete ich fies grinsend.

 

Es stimmte ja auch, töten konnte ich sehr gut... hatte man mich doch genau darauf dressiert.

 

"Du führst die Nachforschungen aus und ich werde für dich Rache nehmen... wenn es dir recht ist.", willigte ich entschlossen ein.

 

Aber eigentlich war es mir vollkommen egal, wen ich tötete...

 

Doch als er was von Energie tanken sprach schüttelte ich den Kopf und antwortete:

 

"Danke, das ist zwar nett von dir, aber ich brauche nicht viel Schlaf und mir würde die Couch vollkommen ausreichen, nimm du nur das Schlafzimmer. Ich schlafe ohnehin nicht viel... also mach dir mal keinen Kopf.

 

Aber ich würde mich schon ein wenig frisch machen wollen, okay.", fügte ich erklärend hinzu und musste schon wieder lächeln.

 

Herrje, was war denn los mit mir? Wurde das wohl doch noch zur Gewohnheit?

 

Waren doch meine Unberechenbarkeit und meine Grausamkeit die Attribute, die mich zu einem starken Kämpfer gemacht hatten und nun saß ich hier und lächelte Cleo andauernd an... wo ich mir Gefühle doch eigentlich nicht leisten konnte... Gefühle sogar hasste...

 

*-*-*

 

''Okay, wie du möchtest'', sagte ich zu Sephi und zeigte ihm alles.

 

Auch legte ich Handtücher raus und im Wohnzimmer eine Decke und ein Kissen breit. Nur, falls er sich doch hinlegen wollte.

 

''Also dann, gute Nacht'', kam es noch von mir, bevor ich ins Schlafzimmer ging. Die Tür lehnte ich nur an und legte mich dann schlafen.

 

So müde war ich schon lange nicht mehr gewesen, dass ich kurz, nachdem ich mich entkleidet und hingelegt hatte, einschlief.

 

*-*-*

 

Ich hatte mich höflich bedankt, als Cleo mir alles gezeigt und für mich bereit gemacht hatte.

 

Sogleich ging ich ins Bad, schloss hinter mir die Tür und entkleidete mich anschließend. Ich stieg unter die Dusche, drehte das warme Wasser auf und seifte mich ein, dann wusch und pflegte ich meine langen silbernen Haare sehr sorgsam und gründlich... eben wie gewohnt.

 

Danach wickelte ich mir das Badetuch um meine Hüften und schnappte mir den Fön und trocknete meine Haare, ebenfalls sehr gründlich. Sodann schnappte ich mir meine Kleidung, die ich ordentlich zusammen legte und ging ins Wohnzimmer, wo ich meine Sachen auf den Sessel legte.

 

Dass Cleo seine Tür nur angelehnt hatte, hatte ich zwar bemerkt, doch dachte ich mir nichts dabei und ließ diese Tatsache unbeachtet.

 

So wie ich war, legte ich mich auf die Couch, doch deckte ich mich nicht zu, immerhin war es warm genug hier. Dann fielen mir auch schon die Augen zu und ich glitt in einen traumlosen Schlaf...

 

*-*-*

 

Nachdem ich geschlafen hatte, weckte mich mein Wecker, wie immer viel zu früh.

 

Müde ging ich ins Bad und machte mich fertig. Anschließend ging ich am Wohnzimmer vorbei, wo Sephis Anblick auf den Sofa mich schon schlucken ließ.

 

Er war wahnsinnig sexy.

 

Schnell ließ ich diesen Gedanken fallen und ging in die Küche, wo ich Kaffee aufsetzte.

 

Zwar würde ich in den Laden gehen und diesen auch öffnen, aber nur, weil dort auch mein Computer stand. Dort müsste ich übers Internet versuchen, zu den Leuten von damals Kontakt aufzunehmen.

 

Grübelnd trank ich meinen Kaffee und starrte diese beinahe tot, während ich in Gedanken versunken war.

 

*-*-*

 

Nur noch ein wenig hatte ich gedöst, dann war ich aufgestanden, zog mich an und räumte das Sofa auf, legte alles ordentlich zusammen, so wie ich es auch von meinem Zuhause aus gewohnt war.

 

Dann hörte ich, dass Cleo wohl auch schon wach und aufgestanden war. So ging ich zu ihm in die Küche und grüßte:

 

"Guten Morgen. Na, gut geschlafen?", dabei lehnte ich mich lässig, mit verschränkten Armen an die Wand an und schaute ihn an.

 

Was war nur los mit ihm?

 

"Was ist los mit dir, du siehst nachdenklich aus?", fragte ich Cleo, doch bewegte ich mich nicht vom Fleck, blieb stehen wo ich war und beobachtete ihn, wie er auf seine Tasse starrte und über irgendwas nachzudenken schien.

 

Diesen Gesichtsausdruck kannte ich ja schon, von einem meiner Freunde... und wusste somit, dass dann immer irgendwas los oder wer-weiß-was war.

 

*-*-*

 

''Guten morgen'', antwortete ich ebenfalls und zuckte leicht erschrocken zusammen. Herrje, wie Sephi so dastand...

 

Schnell schüttelte ich meinen Kopf und gab ihm eine Antwort auf mein Verhalten.

 

''Ich grüble gerade, wie ich es am Besten anstelle, wieder zu den Leuten von damals Kontakt aufzunehmen, damit ich schnell herausfinde, wer mir das alles in die Schuhe geschoben hat.''

 

Wenn er weiter so lässig da herumstand, würde ich mich kaum zügeln können.

 

''Setzt dich doch. Möchtest du auch einen Kaffee oder lieber Tee oder ein Wasser?'', fragte ich ihn, um mich schnell abzulenken und ihn zum Hinsetzten zu bewegen.

 

Das letzte Mal war einfach schon viel zu Lange her. Der Anblick von gerade, wo Sephi nackt, nur mit einem Handtuch um den Hüften, auf der Couch lag, hatte mein Kopfkino auf Hochtouren gebracht.

 

*-*-*

 

"Nur einen Tee... vielen Dank.", antwortete ich auf seine Frage, was ich trinken wollte.

 

Allerdings schlug ich sein Angebot, dass ich mich setzen könnte, mit den Worten: "Nein danke, ich stehe lieber ein wenig." ab und blieb genau dort stehen, wo und wie ich war.

 

Von meinem Standpunkt aus, hatte ich einen guten Blick auf Cleo und konnte ihn so weiterhin beobachten.

 

Irgendwas ging noch in ihm vor, doch hatte ich keine Ahnung was.

 

"Nun, wenn du magst kann ich sie für dich aufspüren... beschreibe sie mir einfach und ich finde es für dich heraus... das dürfte kein Problem darstellen. Oder aber, wenn du mir nicht traust, dann hast du vielleicht ja einen PC und Internet, damit sollte es ganz schnell gehen.", erwiderte ich auf seine Gedanken, die er sich anscheinend machte.

 

"Wir schaffen das, aber ein klein wenig müsstest du mir dann schon vertrauen... auch wenn es dir schwer fällt.", äußerte nun auch ich meine Gedanken.

 

*-*-*

 

Um mich weiterhin abzulenken, stand ich auf und machte Sephi einen Tee. So ein Mist aber auch, warum musste er auch so heiß aussehen.

 

''Ja, an das Internet habe ich auch gedacht. Wir werden gleich in den Laden gehen. Dort steht mein PC und da habe ich auch Internet. Ich werde versuchen dir zu vertrauen'', sagte ich zu ihm.

 

Mit diesen letzten Worten übergab ich ihm seinen Tee und schaute tief in seine tollen Augen. Am Liebsten hätte ich ihn seine Sachen vom Leibe gerissen und ihn auf den Küchentisch...

 

Nein, verflixt nochmal...

 

Es war einfach nur zu Lange her...

 

''In deiner Welt werden dich sicher viele vermissen... Deine Frau, deine Kinder... Freunde... Mit Sicherheit suchen sie dich schon'', sagte ich dann.

 

Irgendwie musste ich doch herausfinden, ob es überhaupt eine Chance für meine versauten Fantasien gab. Jedoch ließ ich mir sonst nichts anmerken, bewahrte eben mein Pokerface.

 

*-*-*

 

"Danke für den Tee.", bedankte ich mich, hörte ihm zu, was er sagte und nahm die Tasse entgegen.

 

"Dann lass uns diese Leute suchen, die dich verraten haben und mit ihnen abrechnen.", willigte ich ein.

 

Dann trank ich einen Schluck von dem Tee, nickte anerkennend... denn der Tee schmeckte wirklich gut.

 

Dann schaute ich ein wenig nachdenklich in die Tasse und antwortete ihm auf seine Fragen:

 

"Ja, ich habe in meiner Welt zwei Freunde... sehr gute Freunde, die mich sicher sehr vermissen werden... aber eine Frau oder gar Kinder ….nein, danke, so was kann ich mir nicht leisten und will es auch gar nicht.

 

Als Soldier kann ich mir keine Gefühle leisten.... denn es sind meine Unberechenbarkeit und meine Grausamkeit, die mich auszeichnen, mich somit zu einem der besten Kämpfer machen... und... zu einer Tötungsmaschine.", verriet ich Cleo etwas über mich und beobachtete ihn weiterhin.

 

*-*-*

 

Keine Frau und keine Kinder war schon mal gut.

 

''Wow... bemerkenswert... Aber hast du denn keine Gelüste?...'', rutschte es mir raus.

 

Dabei ging es mich doch gar nichts an. Herrje, was sollte er von mir denken. Jetzt war ich aber wirklich viel zu neugierig.

 

Vermutlich war ich einfach durch den Knast zu triebgesteuert. Nur hatte Sephi etwas magisches an sich, was mich wie ein Magnet anzog.

 

Wie er mich anschaute, beobachtete. Es erregte mich innerlich und mir kam es vor, als würde mein Körper glühen.

 

''Entschuldige... Natürlich geht mich das alles nichts an'', fügte ich dann hinzu.

 

Schnell setzte ich mich wieder und trank meinen Kaffee aus.

 

*-*-*

 

"Gelüste? Du meinst... in sexueller Hinsicht... wenn ich deine Reaktion und deine Worte richtig deute. Nein, bisher habe ich solche Gelüste nie besessen. Ich hatte auch bisher gar keine Zeit an so etwas zu denken.", gab ich zu, denn so war es nun einmal.

 

Ich schaute ihn weiterhin an und merkte an seiner Reaktion und an seinem ganzen Auftreten... seinen Fragen, dass er wohl etwas von mir wollte.

 

"Warum sollte es dich nichts angehen? Meinetwegen kannst du mich alles fragen, wenn mir etwas missfällt wirst es du es dann schon merken, bzw. werde ich dir diese Fragen dann nicht beantworten.", klärte ich Cleo ein wenig über mich auf.

 

Irgendwie musste ich nun schon grinsen, obwohl sich in mir keinerlei Gefühle zeigten, fand ich seine Fragen sehr interessant. Mir machte es nichts aus drüber zu reden.

 

*-*-*

 

''Ähm... okay'', kam es erstaunt von mir. Es freute mich aber, dass ich ihn alles fragen durfte.

 

''Also hattest du etwa auch noch keinen Sex?'', wollte ich dann doch eher zaghaft von ihm wissen.

 

Wenn dem so wäre, dann könnte er auch nichts vermissen. Soviel stand fest. Nur konnte ich ihm doch unmöglich vorschlagen, es ihm zu zeigen, was er versäumte.

 

Wir sollten lieber unser Gespräch verschieben und uns erst mal ans Werk machen. Obwohl ich schon Angst hatte, dass er dann bald gehen würde.

 

Was, wenn er die Möglichkeit hätte, vorher in seine Welt zurückzukehren?

 

Würde er dann einfach so gehen?

 

Nein, ich wollte ihm vertrauen und vor allem, wollte ich ihn!

 

*-*-*

 

"Das siehst du ganz richtig, ich hatte noch keinen Sex. Aber du scheinbar schon, nicht. Denn dir fehlt es. Ich kann das an deiner Reaktion und deinen Fragen sehen."

 

Anscheinend wollte er etwas von mir, denn nicht umsonst stellte jemand solche Fragen. Von meinen Freunden hatte ich solche Fragen nie zu hören bekommen, also war es doch wohl offensichtlich, was er wollte.

 

Wieder trank ich einen Schluck des sehr gut schmeckenden Tees und schaute dann erst Cleo an, dann wieder in meine Tasse.

 

"Ich denke, wir sollten uns langsam an die Arbeit machen und nicht so viel reden, oder?", schlug ich ihm vor, denn mir juckte es schon in den Fingern... töten wollte ich... einfach nur töten.

 

Eigentlich konnte ich kaum mehr erwarten eine schöne Verwüstung und Zerstörung anzurichten und ein wenig zu töten, so dass meine Augen beinahe zu leuchten begannen, bei dem Gedanken.

 

*-*-*

Erwischt! Er hatte mich glatt erwischt.

 

Da aber direkt die Aufforderung kam, dass wir an die Arbeit gehen sollte, antwortete ich erst mal nichts darauf. Es würde sich einfach mit der Zeit zeigen, ob ich eine Chance hätte.

 

''Gut, du hast recht. Lass uns gehen'', sagte ich und stellte meine Tasse weg.

 

Anschließend zog ich Schuhe und Jacke an. Dann verließ ich mit Sephiroth die Wohnung und ging mit ihm zu meinen Laden.

 

Zu gerne hätte ich noch viel mehr erfahren, aber vorerst galt es Rache zu nehmen.

 

Den Laden schloss ich auf, doch ließ ich das Schild vorerst auf geschlossen hängen.

 

''Nur herein. Du darfst dich gerne umsehen, oder aber mir über die Schulter schauen. Vielleicht hast du auch den einen oder anderen Tipp'', sprach ich zu Sephi.

 

Die nötigen Informationen, die ich hatte, gab ich ihm und versuchte sie bei der Suche zu nutzen.

 

Da ich im Laden ebenfalls eine kleine Küche hatte, sorgte ich dafür, dass wir gut versorgt waren. Irgendwann drehte ich das Schild auf 'Offen' um, dennoch blieb es heute ruhig.

 

*-*-*

 

Ich nickte und folgte ihm, nachdem ich mir meine Stiefel angezogen und mein Schwert an mich genommen hatte, in den Laden.

 

Natürlich schaute ich mich hier noch einmal ein wenig um und nahm nebenbei auch die Informationen auf, die er mir gab.

 

"Dann müsste es doch auch Zeitungsausschnitte über deinen Fall geben, schau doch mal unter Presse nach und wenn diese Leute vielleicht auch noch die Zeugen bei deinem Prozess waren, sollten sie ganz leicht zu finden sein."

 

Ich schaute über seine Schulter, nachdem ich mich hier eingehend umgeschaut hatte. Meine Hände griffen über seine Schultern hinweg, landeten auf der Tastatur und gaben das ein oder andere in die Suchleiste ein.

 

Dabei schmiegte sich mein sehr schlanker Körper an den seinen an, was mir aber nichts ausmachte.

 

Ich suchte noch ein wenig... dann...

 

...Bingo... hatten wir die Typen...

 

"Sind sie das?", wollte ich von Cleo wissen und zeigte auf den Monitor.

 

Herrje, mit diesen Typen würde ich nur kurzen Prozess machen... tze... was für eine Unterforderung...

 

*-*-*

 

''Ja, das sind sie. Die Namen sind auch kein Thema'', sprach ich. Wobei mich sein Körper so dicht an dem meinen schon verrückt machte. Herrje, er dachte sich wirklich nichts dabei. Doch ich hatte ganz schön zu kämpfen, denn der Tresen hätte auch eine angemessene Höhe.

 

In einen der vielen Internetportale meldete ich mich an und hatte nach einigem Suchen auch einen der Kerle gefunden.

 

Super, genau der, der am gesprächigsten war.

 

Natürlich log ich ihm etwas vor, weswegen ich mich mit ihm treffen wollte. Er war so doof und willigte ein. In einer halben Stunde waren wir bei ihm verabredet.

 

Grinsend schaute ich Sephi an.

 

''Den werden wir schon zum Reden kriegen, wer das damals war'', sagte ich zu ihm.

 

*-*-*

 

"Gut, ich sagte doch, dass du mir vertrauen kannst. Gehen wir also zu ihm und bringen ihn zum Reden... danach... töte ich ihn aber... das sollte dir schon bewusst sein.", erklärte ich Cleo, sah jedoch noch keine Veranlassung mich von ihm zu lösen.

 

Ich schaute weiterhin zu was er schrieb und konnte über die Dummheit des anderen Typen nur fies grinsen. Waren die Menschen auch hier teilweise so dumm, dass sie alles glaubten, was man ihnen erzählte?

 

Nun wusste ich, dass ich hier ein sehr leichtes Spiel mit den Menschen haben würde.

 

So langsam begann es mir hier wirklich zu gefallen und vielleicht würde ich zunächst nicht wieder in meine Welt zurückkehren. Nun, vielleicht würde ich auch erst einmal schauen was mich hier noch so erwartete.

 

"Also, was ist, bist du damit einverstanden? Wenn ja, dann lass uns aufbrechen.", hauchte ich fragend in Cleos Ohr und erwartete eine Antwort von ihm.

 

Natürlich wollte ich sogleich aufbrechen, denn nach etwas anderem außer dem Töten, stand mir nicht der Sinn, obwohl ich meine Hände ...eigentlich eher unbeabsichtigt... über seinen Körper wandern ließ... warum auch immer...

 

*-*-*

 

Diese Nähe, die Sephi mir bot. Dann das Hauchen in mein Ohr hinein. Herrje und jetzt grub er mich doch tatsächlich an.

 

Das war keine Einbildung.

 

Schnell tippte ich noch die letzten Zeilen, bevor ich das Portal schloss und den PC ausschaltete.

 

''Ich bin durchaus damit einverstanden. Aber sag mir, erregt dich der Gedanke so sehr, zu töten?'', fragte ich ihn.

 

Wie von selbst legte sich meine Hand auf die seine und die andere griff nach hinten, erreichte seinen Körper, über den sie sanft streichelte.

 

Unter Kontrolle konnte man sich bei so etwas wirklich nur schwer haben.

 

So vieles lag mir auf den Lippen, wie: Lass mich dich erleichtern.

 

Aber vorerst riss ich mich zusammen, wollte seine Reaktion abwarten. Vielleicht würde er sich einfach leiten lassen.

 

*-*-*

 

Moment mal, was war denn nun los? Warum begann mich Cleo zu berühren? Hatte ich ihn etwa... herrje... und so was passierte ausgerechnet mir!

 

Schnell nahm ich meine Hände von ihm, entzog ihm auch meine Hand, die unter seiner lag, und wand mich aus dieser fast-Umklammerung.

 

"Ja, mir gefällt der Gedanke, töten zu können, sehr und vielleicht erregte er mich auch, aber... warum berührst du mich?!

 

Ist es, weil ich dich berührt habe? Dann tut es mir leid, es war keine Absicht.", antwortete ich ihm und zog mich etwas von ihm zurück.

 

Berührungen dieser Art war ich nun mal nicht gewohnt... kannte diese schlicht und ergreifend nicht... auch wenn sie sich nicht schlecht angefühlt hatten... dennoch hatte es bislang niemand gewagt mich anzufassen.

 

Ein böser Blick legte sich auf mein Gesicht... und mit meinen grün-blauen Augen schaute ich Cleo durchdringend an.

 

"Hör zu, Cleo, ich möchte nicht, dass du mich noch einmal berührst. Das hat bislang niemand gewagt und so soll es, denke ich, auch bleiben. Ich mein, es hat sich sicherlich nicht schlecht angefühlt, aber ich bin es nicht gewohnt, dass mich irgendwer berührt.

 

Denn wie ich schon sagte, kann ich mir Gefühle nicht leisten... ich bin ein Kämpfer und kein Schmusetier.

 

Nichts für ungut... komm, lass uns losgehen.", sprach ich ruhig, aber bestimmend, während sich mein böser Blick wieder normalisierte, mit dem ich Cleo anschaute.

 

*-*-*

 

Wow, mit so etwas hatte ich nicht gerechnet und ich konnte nicht anders, als klein bei zu geben.

 

''Entschuldige, da habe ich wohl etwas missverstanden. Es wird nicht wieder vorkommen'', sagte ich zu Sephi.

 

Dann schnappte ich meine Jacke, zog sie über und ging mit ihm hinaus. Draußen schloss ich mein Geschäft zu und machte mich mit Sephi auf den Weg, zur Wohnung dieses Typen.

 

Wir würden ihn schon zum Reden bringen. Da war ich mir sicher.

 

Trotzdem hatte mich Sephis Abfuhr hart getroffen. Immerhin war er es doch, der meine Nähe gesucht, es geradezu darauf angelegt hatte.

 

Als wir dann endlich bei der Wohnung ankamen, klingelte ich wie abgemacht dreimal. Der Typ öffnete die Tür und wir stürmten in seine Wohnung.

 

Klar, wie erschrocken der dreinschaute.

 

*-*-*

 

Anscheinend hatte Cleo meine kleine Ansage verstanden... sehr gut.... damit waren wir uns wohl einig... hoffte ich zumindest.

 

Als es dann endlich los ging und wir zu dem Typen gingen, freute ich mich regelrecht darauf den Typen ein wenig foltern zu können und ihn anschließend zu töten.

 

Nachdem der Typ uns die Tür geöffnet hatte und wir in die Wohnung stürmten, musste ich mich echt zusammenreißen um nicht böse aufzulachen, als ich das erschrockene Gesicht dieses Typen sah.

 

Ich schob mich an Cleo vorbei, ging auf den Typen zu und packte ihn am Kragen... hob ihn dann mit nur einer Hand hoch.

 

Mein Katana hielt ich in der anderen Hand und drohte dem Typen:

 

"Los rede, Freundchen, wer waren die Typen, die Cleo damals verraten haben?! Wenn du nicht redest, muss ich dich leider ein wenig foltern... das willst du doch nicht, oder?!", sprach ich so nett und freundlich, wie eine ausgewachsene Königskobra, während ihn mein böser, beinahe tödlicher, durchdringender Blick traf.

 

Um ihm zu zeigen, dass ich es ernst meinte, begann ich mit meinem Katana, etwas an ihm herum zu schneiden... erst seine Kleidung... dann seine Haut am Bauch einzuschneiden, so dass das Blut langsam an ihm herunter tropfte.

 

Sein Jammern und sein Schreien war wie Musik in meinen Ohren.

 

*-*-*

 

''Aufhören.... bitte aufhören! Ich sage alles... wirklich alles'', flehte der Typ. Da Sephi kein Erbarmen zeigte, erzählte er uns, wie damals alles gelaufen ist und wieso ich in den Knast musste.

 

Der Typ, der hinter alledem stand, war mir sehr bekannt. Er hatte Angst gehabt, dass ich ihm seinen Platz streitig machen würde.

 

Jetzt verstand ich so einiges besser.

 

Doch war ich jetzt voll und ganz auf Sephi konzentriert, dem das ganze richtig geil zu machen schien. Wie gerne ich ihn doch vernaschen würde.

 

Verdammt, mich erregte es, ihn so erregt zu sehen.

 

*-*-*

 

"Na bitte es geht doch, warum nicht gleich so? Dass man immer erst böse werden muss... tze....", kam von mir der ironische Kommentar.

 

Nachdem er aber alles von sich gegeben hatte, grinste ich böse und sehr fies:

 

"Hach... da habe ich es doch glatt versäumt dir zu sagen, dass ich dich jetzt leider trotzdem töten werde... also nein...", sprach ich mir verstellter Stimme, die höflich klang aber die einer Klapperschlange so kurz vor dem Angriff glich.

 

"Möchtest du noch was loswerden, hm? Nein... nicht?... Auch gut...", mit diesen Worten ließ ich mein Katana langsam und genießend durch den Körper dieses Typen gleiten... wow, was für ein geiles Gefühl... so erhebend... so... einfach nur nicht mit Worten zu beschreiben.

 

Nur noch ein kurzer schneller Schnitt und der Typ lag in zwei Hälften zerteilt am Boden... nachdem ich auch die obere Hälfte hatte einfach fallen lassen... tot...

 

Es kümmerte mich nicht, dann schaute ich jedoch Cleo an, der mir anscheinend zugeschaut hatte.

 

"Hat es dir gefallen, hm?", fragte ich ihn, ohne auch nur die geringste Gefühlsregung... nur meine Augen glänzten vor Mordlust.

 

*-*-*

 

''Es hat mir gefallen, wie sehr es dir gefallen hat'', sprach ich lustvoll.

 

''Zu gerne würde ich dir noch mehr Lust bereiten, wie du jetzt gerade verspürst... also, suchen wir den Schuldigen'', sprach ich.

 

Leider wollte Sephi nicht, dass ich ihn berührte, sonst hätte ich noch ganz andere Gelüste in ihn hervorgelockt.

 

So gab ich mich mit dem zufrieden, was mir geboten wurde.

 

Natürlich hatte ich eine Vorahnung, wo wir diesen Kerl finden würden und dort würde es eine Menge zu töten geben. Sephiroth würde sicher regelrecht in Ekstase verfallen.

 

Der Gedanke machte mich richtig scharf.

 

*-*-*

 

Herrje, einen Menschen, dem meine Vorstellung gefallen hatte, so was hab es also auch... okay...

 

"Gut, suchen wir den Schuldigen.", erwiderte ich, mit einem bösen Lächeln auf den Lippen.

 

Ich brannte direkt darauf weiter töten und foltern zu können.

 

Dennoch konnte ich in Cleos Stimme noch etwas anderen hören... Lust... eine Lust, die ich nicht kannte... mir bislang versagt geblieben war. Noch immer schien er von der Vorstellung fasziniert zu sein, mich womöglich sexuell verführen zu können.

 

Nun, wir würden sehen, ob und wann ich mich eventuell drauf einlassen konnte. Da ich es nicht kannte, vermisste ich es auch nicht und konnte mir so kaum vorstellen, wie es wäre... mit einem anderen Menschen, der zudem ein Kerl war, ins Bett zu gehen und mit ihm Sex zu haben.

 

Vor allem was war es, das ihn so sehr an mir faszinierte...? Warum wollte er unbedingt mit mir... au man...

 

*-*-*

 

Nicht weit von der Wohnung befand sich ein großer Club, in den wir tatsächlich hineinkamen. Erst hatte ich Zweifel, doch schienen sie sich so in Sicherheit zu wahren, dass sie nicht im Traum daran dachten, wir könnten eine Gefahr für sie sein.

 

Der Kerl, den wir suchten, der Boss sozusagen, saß an einen großen runden Tisch, umgeben von mehreren Typen. Viele kannte ich noch von früher und als ich ihre erstaunen Blicke sah, musste ich breit grinsen.

 

''Ich bin hier um mich zu rächen'', sprach ich, ''Mein Racheengel hat mich heimgesucht und wird euch dafür bestrafen, was ihr mir angetan habt. Viel zu lange musste ich für euch ins Gefängnis, obwohl ich unschuldig war. Jetzt müsst ihr alle sterben!''

 

Gelächter ging durch den Club. Sie waren sich viel zu sicher.

 

Zu Sephi drehte ich mich um und zeigte auf den Boss: ''Das ist er!''

 

Wie Sephiroths Augen begannen zu leuchten und die Luft schien elektrisch aufgeladen zu sein. Jetzt würde ein Gemetzel folgen, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte. Aber vor allem freute ich mich darauf, wie sehr es Sephi gefiel.

 

*-*-*

 

Na endlich erreichten wir den Ort und betraten diesen sogleich. Ich hielt mich noch zurück, hörte einfach nur zu und schaute mich noch etwas hier um, schaute mir die Typen und die Leute hier genau an, schätzte sie ab.... hörte das Gelächter und dachte mir nur meinen Teil, blieb die Ruhe in Person... denn gegen mich hatten diese Figuren hier nicht die geringste Chance.

 

Dann kam das Stichwort... und ich wusste was ich jetzt tun würde und wollte.

 

Langsam und genüsslich holte ich mein Schwert hervor und begann zunächst mit den anderen... diese tötete ich auf besonders grauenvolle Art und Weise, schnitt sie in Stücke, denn ich wollte schon noch, dass der "Boss" wusste, was ihm gleich blühte und er sollte ruhig zusehen.

 

Ich bekam tatsächlich richtige Mordlust, konnte mich kaum mehr bremsen.

 

Erst als alle, außer dem Boss und Cleo, erledigt waren, nahm ich mir den Boss vor, der schon ziemlich blass war und dem das Lachen vergangen war.

 

Genüsslich schnitt ich ihn in Stücke, aber so, dass er alles bis zum Schluss mitbekam und mir nicht vorher sterben konnte. Erst als ich ihn genug gefoltert hatte... tötete ich ihn auf grauenvolle Art und Weise, wie die anderen zuvor.

 

Jetzt ging es mir sehr gut und ich fühlte mich auch so... dennoch hätte ich durchaus weiter morden können.

 

*-*-*

 

Ich hatte schon einiges gesehen, aber so etwas bisher noch nicht. Es war dennoch geil Sephiroth dabei zuzusehen. Schade eigentlich, dass es schon vorbei war.

 

''Danke'', sagte ich und spürte die Erleichterung in mir. Endlich hatten alle dafür bezahlt.

 

''Jetzt werde ich mein Versprechen einlösen und versuchen dir zu helfen. Ein guter Freund von mir ist Wissenschaftler. Vielleicht kann er sich erklären, wie du hierher gekommen bist und wie du wieder in deine Welt zurück kommst. Auch wenn es sehr schade wäre und ich dich vermissen würde'', sprach ich.

 

Dabei dachte ich, dass ich ihm lieber etwas anderes als Gegenleistung gezeigt hätte und zwar wie er diese Geilheit noch steigern könnte, die er beim Töten verspürte.

 

Herrje, da waren schon wieder diese Gelüste.

 

''Doch sollten wir vorerst nach Hause, eine Dusche nehmen. Überall klebt Blut...'', fügte ich hinzu.

 

Dabei kam ich nicht drum herum, Sephi anzuschauen, tief in seine Augen. Leider durfte ich ihn nicht berühren, sonst wäre ich jetzt an ihn heran getreten.

 

*-*-*

 

Mich berührte das alles hier nicht im Geringsten, verächtlich schaute ich auf die herum liegenden Leichenteile und meinte nur zu Cleo:

 

"Nichts zu danken... mir hat es sehr viel Vergnügen bereitet."

 

Dann jedoch hörte ich was er sagte und hörte auch, dass er mich vermissen würde. Darauf antwortete ich ihm:

 

"Hör mal, Cleo: Ich verstehe sehr gut, was du meinst und ich habe dir auch sehr gern geholfen, aber... ich muss in meine Welt zurück. Verstehst du das?

 

Ich bin nun einmal eine "Tötungsmaschine" und für deine Welt zu gefährlich. In kürzester Zeit würde ich hier ein regelrechtes Inferno inszenieren. Ihr alle, hier, würdet sterben!

 

Ich wurde zum Töten erzogen, verstehst du. Ich töte auch Unschuldige... wenn mir danach ist. Und es gibt hier niemanden, der mich auch nur ansatzweise aufhalten könnte.

Denn ich kann nicht nur mit dem Schwert umgehen... ich beherrsche auch die Magie und dagegen hätte hier kaum jemand eine Chance.

 

Cleo, du kennst mich erst seit einem Tag und du hast keine Vorstellung davon, was ich euch allen hier antun könnte. Das, was du bisher gesehen hast, war nur ein Bruchteil dessen, wozu ich imstande bin.

 

Glaube mir, es ist wirklich besser, wenn ich in meine Welt zurückkehre. Denn nur dort ist man in der Lage mir Einhalt zu gebieten.

 

Hinzu kommt, dass ich niemals imstande bin Liebe zu empfinden... oder … auch nur mit einem Menschen... ins Bett zu gehen.

 

Das, was du hier siehst, kümmert mich nicht... es ist mir egal, dass die Leute gestorben sind.

 

Alles was auch nur ansatzweise mit Gefühlen zu tun hat, hat man mir, in meiner Welt abtrainiert... weil sie den perfekten Kämpfer... das perfekte Monster haben wollten und sie haben es bekommen..."

 

Nur einen Schritt ging ich auf Cleo zu, schaute ihm in die Augen, so wie er mir in die Augen schaute... sehr tief und intensiv.

 

"Ich weiß, was du dir von mir wünscht, aber das kann ich dir niemals geben, Cleo. Es tut mir leid.", fügte ich mich erklärend hinzu.

 

"Lass uns zu dir gehen und duschen, dann gehen wir zu deinem Wissenschaftler und schauen, was er tun kann, okay.", schlug ich vor und tatsächlich umspielte, für nur einen Moment, ein sanftes Lächeln meine Lippen.

 

*-*-*

 

In Ruhe hörte ich Sephi zu, was er sagte und war etwas erschrocken.

 

''Du weißt nicht wirklich was ich mir wünsche. Es geht dabei nicht allein um mich. Das hier hat dich so erregt, da hatte ich gehofft, dir auch eine andere Art der Erregung zeigen zu können und dabei würdest du genauso befriedigt werden.

 

Vermutlich hast du aber mit allem Recht, was du sagst. Lass uns gehen'', sprach ich.

 

Immerhin kannte ich ihn wirklich nicht und wusste nichts über ihn.

 

Also gingen wir wieder zu mir. Dort angekommen schickte ich Sephi schon mal ins Bad und suchte mir frische Sachen raus.

 

Unterdessen rief ich meinen Freund den Wissenschaftler an.

 

''Hallo Derek. Ich würde sehr gerne mit einem Freund vorbeikommen. Denn was ich dir erzählen muss, wirst du mir kaum am Telefon glauben'', begrüßte ich ihn.

 

''Hallo Cleo. Okay... Das hört sich sehr spektakulär an. Ich bin in meinem Labor. Du weißt ja wo du mich findest'', kam es kurz und knapp, dann legte er auf.

 

Unterdessen hatte ich schon mal alles, bis auf die Unterhose ausgezogen und war dabei mir neue Sachen raus zu suchen. Nebenbei wartete ich darauf, dass mein Gast das Bad verließ.

 

*-*-*

 

Nachdem ich meine Ansprache beendet hatte, hörte ich mir an, was er zu sagen hatte... was er sich wünschte... und dass es mir auch gefallen sollte... nur konnte ich leider damit nichts anfangen.

 

Ich nickte ihm nur verstehend zu, dann verließen wir den Ort wieder und gingen zu ihm. Auf dem Weg dorthin machte ich mir natürlich auch so meine Gedanken, doch wollte mir, beim besten Willen, keine andere Lösung einfallen... als dass ich wirklich in meine Welt zurückkehrte.

 

Dass ich aber langsam begann Gefühle zu entwickeln, spürte ich zunächst nicht. Außerdem hatte ich sehr wohl Gefühle, denn meinen Freunden gegenüber war ich ja auch immer sehr loyal gewesen und ich hatte sie wirklich gern. Zudem hatte ich Cleo geholfen und mich für ihn eingesetzt, was auch nicht gerade von einer Eiseskälte zeugte.

 

Aber das wollte derzeit mein Herz noch nicht so wirklich erreichen, dachte ich doch nur daran, was man mir beigebracht hatte.

 

Wäre ich wirklich so gewesen, wie ich es Cleo hatte vorhin weismachen wollen, hätte ich ihn nicht gewarnt, sondern wäre einfach losgezogen und hätte diese Stadt und deren Bewohner einfach so vernichtet... was mich nur ein müdes Lächeln gekostet hätte.

 

Aber auch dies drang nicht so wirklich bis in mein Bewusstsein vor.

 

Seine Wohnung erreicht verzog ich mich ins Bad, wo ich, wie immer, sehr lange duschte und mich ausgiebig pflegte, anschließend band ich mir das Badetuch um meine schmale Hüfte, schnappte mir meine Sachen und verließ das Bad, um ins Wohnzimmer zu gehen und mich dort anzuziehen.

 

Dort traf ich aber schon auf Cleo, der nur spärlich bekleidet vor mir stand und ich ihn nun doch kurz musterte, ehe ich meinte:

 

"Das Bad ist frei.", und sich dabei eine leichte Röte auf mein Gesicht legte, etwas das mir noch nie passiert war. Aber ich ignorierte die aufkommende Wärme, die mein Gesicht erfasste, legte meine Sachen auf den Sessel und wartete, bis Cleo das Zimmer verlassen würde.

 

Warum wartete ich eigentlich, wo es mir doch egal sein konnte, ob er mich nackt sah oder eben nicht?

 

.seltsam...

 

*-*-*

 

Wie versteinert musterte ich Sephis Körper. Herrje, wieso kam er auch so halbnackt hier her?

 

Dann schluckte ich kräftig, nickte, schnappte mir meine Sachen und ging ins Bad.

 

Die Tür hinter mir schließend, seufzte ich und musste meinen Herzschlag erst einmal beruhigen. Er war auch einfach zu sexy.

 

Anschließend zog ich mich aus und ging unter die Dusche. Das tat mehr als gut. Immer wieder ließ ich die Szenen in meinem Kopf Review passieren. Wie sexy Sephi dabei aussah und so erregt.

 

Zum Schluss, als ich fast fertig mit dem Duschen war, ließ ich nochmal kaltes Wasser über meinen erhitzen Körper laufen. Irgendwie musste ich mich doch beruhigen, denn so konnte ich unmöglich aus dem Bad treten.

 

Ein lauter Aufschrei entglitt mir, da es nun doch sehr kalt war.

 

*-*-*

 

Endlich war Cleo aus dem Zimmer gegangen und ich konnte mich endlich ankleiden, dabei sah ich aber immer wieder Cleo vor mir, wie er meinen Körper gemustert hatte, was mir schon ein wenig unangenehm war.

 

Mit alledem fertig wollte ich eben meine Haare trocken föhnen, als ich einen Schrei aus dem Bad vernahm.

 

War Cleo etwas passiert?

 

Warum auch immer, aber ich machte mir plötzlich Sorgen um Cleo, ging zum Bad und klopfte an:

 

"Cleo, ist alles okay mit dir? Geht es dir gut?", sprach ich sorgenvoll durch die Tür hindurch, wagte es aber, trotz der Sorge um Cleo nicht, die Tür zu öffnen.

 

Das gehörte sich für mich einfach nicht... außer natürlich er wäre ernsthaft in Gefahr, was ich mir aber kaum vorstellen konnte, denn was sollte ihm denn hier schon passieren...

 

*-*-*

 

Frierend entstieg ich nun der Dusche und öffnete Sephi die Tür.

 

''Nein, es ist nichts in Ordnung. Du machst mich wahnsinnig! Warum darf ich dich nicht berühren? Wieso willst du das nicht? Du könntest es doch wenigstens einmal versuchen'', machte ich ihn an und schnaufte regelrecht dabei.

 

Dass ich splitterfasernackt vor ihm stand, realisierte ich in meinem Wahn vorerst nicht. Meine Männlichkeit hatte sich trotz der kalten Dusche nicht beruhigen wollen und reckte geradezu schmerzlich hoch empor.

 

Da machte dieser Kerl mich so was von geil und ich musste meinen Körper unter der Dusche beruhigen, damit ich nicht mehr an diesen hammergeilen Körper denken musste. So was ging ja mal gar nicht. Nur weil der werte Herr sich sträubte und mich nicht ran ließ.

 

*-*-*

 

Ach herrje, damit hatte ich nun gar nicht gerechnet, dass er mir nun vollkommen nackt die Tür öffnete, was mich leicht erröten ließ.

 

Und dann noch seine Worte, die er so direkt an mich richtete... ich... ich war der Grund... hmm...

 

Ich schaute ihn mit einem teils erstaunten und teils erschrockenem Blick an und wich ein wenig zurück.

 

Unfähig etwas zu sagen, breitete sich unbemerkt ein kleines Chaos in meinem Kopf aus.... den ich erst mal unverständlich schüttelte.

 

Was er da von mir wollte, wonach er sich anscheinend sehnte... ich wusste nicht ob ich ihm das geben konnte, was er so sehr begehrte.

 

Ich sollte es wenigstens versuchen, wie er meinte... aber konnte ich mich darauf einlassen?

 

Das erste Mal in meinem Leben war ich mir wirklich unsicher... so etwas war mir noch nie passiert.

 

So wand ich mich von ihm ab, ging etwas weg von ihm, schnappte mir meine Stiefel und zog mir diese an, nahm das Schwert an mich und verließ, so schnell ich konnte, die Wohnung.

 

Draußen angekommen, erhob ich mich in die Lüfte und flog erst mal auf das Dach des Hauses... wo ich mich zu beruhigen versuchte.

 

*-*-*

 

Ich blöd starrte ich die Tür an, aus der Sephi gegangen war. Dann schaute ich an mir herab und bedeckte erst mal meine Blöße, auch wenn keiner mehr hier war.

 

Verdammter Mist aber auch, was hatte ich mir nur dabei gedacht.

 

Jetzt ging ich vorerst zurück ins Bad, wo ich mich ankleidete. Anschließend gönnte ich mir erst mal einen Drink. Den brauchte ich auch sehr dringend.

 

Natürlich gab es danach noch einen, weil man auf einen Bein bekanntlich nicht stehen konnte. Alkohol konnte ich ab und so machten mir die zwei Gläser Hochprozentigen rein gar nichts aus.

 

Gedankenversunken saß ich nun in der Stube, auf der Couch und starrte das leere Glas an. Ob Sephi wiederkommen würde?

 

Waren meine Worte zu grob gewählt gewesen?

 

*-*-*

 

Gedankenversunken setzte ich mich an den Rand des Daches, schaute mal auf die Straße, mal genoss ich den Ausblick über die Stadt.

 

Was sollte ich nur tun?

 

Natürlich, Cleo hatte schon irgendwie Recht, dass ich es wenigstens versuchen könnte, aber … was ich mir nicht eingestehen konnte... ich hatte ein wenig Angst davor, obwohl ich mich sonst vor nichts fürchtete, aber dies hier war eine fremde Welt und dann diese neue unbekannte Situation dazu... ich fühlte nur noch Unsicherheit und Unbehagen.

 

Meine beiden Freunde würden mich auslachen, würden sie mich so sehen, sie würden es nicht glauben, wenn ich es ihnen erzählte.

 

Sephiroth Crescent, der starke unbezwingbare Kämpfer hatte das erste Mal in seinem Leben Angst... fühlte sich unwohl und wusste nicht was er tun sollte., dachte ich bei mir.

 

Ich spürte die Gefühle, die da auf mich einstürzten, nur zu gut und ich fühlte sie wahrscheinlich intensiver als jeder andere... eben weil ich so etwas nicht kannte.

 

So flog ich wieder von dem Dach herab, betrat das Haus wieder und klingelte bei Cleo... nachdem ich noch einmal tief Luft geholt hatte und mich zu beruhigen suchte.

 

*-*-*

 

Stürmisch stand ich auf und öffnete Sephi die Tür.

 

''Es tut mir Leid. Ich hätte dir so was nicht an den Kopf werfen sollen'', sprach ich ihn direkt an, als er vor mir stand, ''Nur hatte ich wohl einfach Angst, dich in deine Welt zurückgehen zu lassen, ohne es dir gesagt zu haben...

 

Ja, ich würde dir gerne die andere Seite zeigen. Dir zeigen, dass es auch etwas anderes, als kämpfen gibt. Etwas, was mindestens genauso erregend ist, wie das Töten.''

 

Herrje, hörten sich meine Worte krank an? Wieso machte mich das Töten an? Weil es Sephi erregte?

 

Unsicher schaute ich ihn an, ließ ihn natürlich auch eintreten. Ob ich ihm auch einen Drink anbieten sollte? Vermutlich würde er gar keinen Alkohol trinken, also ließ ich es vorerst bleiben.

 

*-*-*

 

Wieder schaute ich Cleo an, als er mir die Tür öffnete und mich sogleich mit seiner kleinen Ansprache bombardierte, während ich die Wohnung betrat.

 

Beschwichtigend hob ich die Hände und erwiderte, für mich völlig untypisch:

 

"Hey, schon gut... bitte, beruhige dich. Ich verstehe dich ja, aber ich kenne das eben nicht, verstehst du.", doch ließ ich dabei wohlweislich aus, dass ich Angst hatte... wir würde sich das denn anhören... herrje...

 

"Du würdest es wohl lieber sehen, würde ich bleiben. Habe ich recht? Ich weiß nicht, ob ich das so kann... ob ich mich eurer Lebensweise anpassen kann. Und ob ich es versuchen sollte... weiß ich ebenfalls nicht.

 

Aber gut, ich will es versuchen... du darfst mich berühren... aber wenn es mir unangenehm wird... dann bitte ich dich aufzuhören... mich hat noch nie jemand berührt, zumindest nicht soweit ich weiß.

 

Ich bitte dich, es langsam angehen zu lassen.", dabei schaute ich Cleo tief in die Augen, hoffend er würde verstehen.

 

*-*-*

 

Mit offenem Mund starrte ich Sephi an. Hatte er wirklich gerade gesagt, was ich hörte oder hatte ich nun doch schon einen sitzen.

 

Das Einzige, was mir in den Sinn kam, als ich wieder klar denken konnte war: ''Willst du auch einen Drink?''

 

Denn den konnte ich jetzt mehr denn je vertragen. Also ging ich wieder in die Stube und genehmigte mir noch einen.

 

''Okay... ähm... willst du denn jetzt erst, dass ich dich berühre oder sollen wir erst zu meinem Freund, den Wissenschaftler? Der übrigens Derek heißt?'', fragte ich ganz offen und voller Spannung.

 

Sicher juckte es wie blöd in meiner Hose, doch würde ich auch noch warten können. Erstmal müssten wir Derek sowieso alles erzählen und dann würde es gewiss mit den Nachforschungen dauern, bis er Ergebnisse hätte.

 

*-*-*

 

Diese Reaktion von ihm hatte ich so nicht erwartet, deshalb schaute ich ihn nun fragend an. Dass er mit dem "Drink" Alkohol meinte wusste ich, doch lehnte ich dankend ab:

 

"Nein, danke, ich trinke keinen Alkohol."

 

Dann hörte ich ihm weiter zu, was er sagte und mich fragte und ich ergriff die Gelegenheit und verschaffte mir sogleich eine Galgenfrist:

 

"Lass uns erst einmal zu deinem Freund Derek gehen, ich denke das ist mir jetzt doch etwas wichtiger. Ich möchte unbedingt wieder in meine Welt zurück.", ich dachte kurz nach und fügte leise hinzu: "Vielleicht kannst du ja mit in meine Welt kommen... natürlich nur, wenn du das auch willst."

 

Natürlich versuchte ich es solange wie möglich hinauszuzögern, dass er zu nahe an mich heran kam. Denn ich spürte schon seine Leidenschaft.. allein wie er das aussprach, was er fühlte und wollte... sich wünschte. Damit konnte ich aber nichts anfangen und würde so wohl irgendwann meine ersten Erfahrungen in dieser Sache machen dürfen.

 

Für mich stellte sich aber nun doch immer wieder die Frage, warum wollte er das so sehr? Was faszinierte ihn an mir so sehr, dass er so sehr darauf drang mir Gefühle zeigen zu wollen?

 

*-*-*

 

''Gut, dann gehen wir jetzt erst mal zu Derek'', sprach ich, nahm noch einen letzten Drink und stand auf. Jetzt ging es mir schon besser und ich nickte grinsend.

 

''Sicher, es wäre eine Überlegung wert mit in deine Welt zu kommen. Hier hält mich eigentlich nichts und wenn ihr drüben so geile Waffen habt, würde es sicher viel mehr Spaß machen, dort einen Laden zu eröffnen'', sagte ich dann.

 

Anschließend zog ich mir die Schuhe und die Jacke an und ging mit Sephiroth nach draußen. Der Weg führte uns dieses Mal in die andere Richtung, wo wir einige Straßen weiter in einen Hinterhof gingen.

 

Dort angekommen, mussten wir eine Kellertreppe hinunter. Ganz hinten befand sich eine riesige Kellertür, an die ich klopfte. Es roch modrig und das Klopfen klang hallend durch den Gang.

 

Von drinnen hörte man rein gar nichts. Erst als einige Zeit später die Tür geöffnet wurde, kam uns Musik entgegen.

 

Derek, ein kleiner Mann, mit wenig Haaren, der eben wie ein verrückter Professor aussah, öffnete uns.

 

''Hallo Cleo, schön dich zu sehen und das ist...?'', begrüßte er mich, gab mir die Hand und hielt sie nun fragend Sephi entgegen.

 

''Kommt rein, kommt rein. Nehmt Platz... Wollt ihr etwas Trinken?'', kam es dann von ihm.

 

Wir gingen hinein und er schloss die Tür hinter uns. Eine kleine alte Ledercouch stand in der Ecke, mit einem überladenen Tisch. Ich nahm platz, winkte aber ab.

 

''Danke, für mich nichts.''

 

Danach erzählte ich ihm die ganze Geschichte und er starrte mich mit offenem Mund an. Kurze darauf lachte er ausgelassen, weil er wohl meinte, ich wolle ihn verarschen.

 

*-*-*

 

Innerlich atmete ich erleichtert auf, dass Cleo drauf eingegangen war und ich somit meine Galgenfrist erhalten hatte.

 

Was mich aber erstaunen ließ, war die Tatsache, dass er bereit wäre wirklich mit mir in meine Welt zu kommen... damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet. Ich hatte wirklich gedacht, dass er es ablehnen würde. War da vielleicht mehr, als er mir im Augenblick sagte?

 

Nachdem Cleo nun auch endlich fertig war und wir uns auf den Weg zu diesem Wissenschaftler machten. Dort angekommen schaute ich mich um und erschauderte beinahe... so herunter gekommen, wie es hier aussah.

 

Und hier sollte sich ein Wissenschaftler aufhalten... tze...

 

Mein erster Eindruck wurde auch dann nicht viel besser, als Derek uns die Tür öffnete und ich innerlich nur mit dem Kopf schüttelte.

 

Doch war ich natürlich auch nicht unhöflich, gab ihm die Hand und stellte mich vor:

 

"Hallo, mein Name ist Sephiroth Crescent."

 

Das Innere des "Labors", sah auch nicht besser aus uns ließ ebenfalls nichts gutes erahnen.

 

Auch ich lehnte das Angebot dankend ab, denn ich wollte mich ja hier nicht vergiften, und so blieb ich auch stehen, denn solche Umgebungen war ich nicht gewohnt und so was ging ja schon mal gar nicht... tze...

 

Nachdem Cleo Derek nun die Story erzählt hatte und dieser aufzulachen begann, fühlte ich mich in meiner Vermutung bestätigt... DER da würde mir mit Sicherheit nicht helfen können... Menschen... au man...

 

Ich unterbrach sein Gelächter und schnauzte ihn an:

 

"RUHE JETZT! HÖREN SIE, VERDAMMT NOCH MAL, AUF ZU LACHEN!!!!", zog mein Katana und hielt es ihm drohend an die Kehle, wobei ich ihn mit einem bitterbösen Blick bedachte.

 

Wieder etwas ruhiger sprach ich zu ihm:

 

"Was Cleo erzählt hat ist wahr und wenn sie es nicht glauben wollen, bitteschön, ich finde auch allein einen Weg zurück in meine Welt! Aber was habe ich denn auch erwartet...?", mit diesen Worten schüttelte ich den Kopf, steckte mein Katana wieder ein und entfernte mich aus dieser ...Behausung...: "Menschen... tze... man sollte euch alle ausrotten...", flüsterte ich wütend hinzufügend, dann war ich auch schon wieder draußen angekommen, erhob mich in die Luft und flog erst mal davon.

 

Etwas entfernt von Dereks Behausung blieb ich in der Luft stehen, hob meine linke Hand und streckte sie in die Luft, woraufhin schwarze Wolken den Himmel verdunkelten... Häuser begannen einzustürzen, orkanartige Stürme über die Stadt hinweg fegten und sich ein Inferno anbahnte...

 

*-*-*

 

Derek erschrak sich beinahe zu Tode und konnte dem nichts mehr entgegensetzen. Als Sephi nun hinausstürmte, folgte ich ihm und auch Derek war dicht hinter mir.

 

Das Schauspiel, was Sephi uns bot, ließ mich breit Grinsen.

 

''Er sagte doch, es ist die Wahrheit'', sprach ich zu Derek, der nur nicken konnte und den Mund nicht mehr zu bekam.

 

''Sephi'', rief ich in den Himmel hinauf und war mir nicht sicher, ob er mich bei den Lärm hören würde, ''Er hat es verstanden!''

 

Ich konnte seine Wut durchaus verstehen. Außerdem sah man nicht auf den ersten Blick, was Derek auf den Kasten hatte.

 

Nachdem es bei Derek klick gemacht hatte, ging er wieder rein, in sein Labor und ich folgte ihm.

 

Er brabbelte irgendetwas vor sich her und suchte Daten in seinem Computer. Außerdem durchwühlte er seine Unordnung.

 

''Das erklärt so einiges... Dieses dunkle Loch... Ja... vor ein paar Tagen... So muss es gewesen sein... Schwingungen... kaum zu spüren'', redete er wie im Wahn.

 

''Wovon redest du?'', wollte ich wissen.

 

Doch er ließ sich nicht beirren und suchte wie blöd weiter, bis er gefunden hatte, wonach er suchte.

 

Voller stolz fegte er den Tisch leer und breitete eine Karte aus, auf der irgendetwas zu sehen war. Was, verstand ich allerdings nicht wirklich. Es sah aus, wie eine andere Welt.

 

''Wird es das sein?'', fragte er mich dann, ''Midgar?''

 

*-*-*

 

Trotz des Lärms hörte ich, was Cleo mir zurief, dennoch musste und wollte ich meiner Wut Luft machen. Diese entlud sich in einem gewaltigen Knall, bei dem nicht wenige Häuser einstürzten, Autos durch die Luft gewirbelt wurden, als wären es Spielzeuge und auch viele Menschen den Tod fanden.

 

Erst jetzt, beruhigte ich mich langsam wieder und schwebte majestätisch zu Boden. Böse lächelnd bestaunte ich mein Werk, bevor ich mich wieder zum Labor begab, wo sich Cleo und dieser Derek befanden.

 

Mit einem Tritt gegen die Tür, verschaffte ich mir Zutritt zu dem Labor und betrat es sogleich. Da sah ich die Beiden auch schon. Derek schien tatsächlich etwas gefunden zu haben und ich gesellte mich zu den Beiden.

 

"Also, was ist nun? Wie komme ich zurück in meine Welt?!", herrschte ich diesen Wissenschaftler an.

 

Kurz schaute ich Derek an, dann wanderte mein Blick zu Cleo, um anschließend auf dem Tisch zu landen und auf die Karte zu schauen.

 

Was darauf zu sehen war, kannte ich nur zu gut.

 

"Das ist es... das ist Midgar.", sprach ich nun wieder ruhig, wollte aber auch nicht wissen woher er die Karte hatte.

 

*-*-*

 

''Okay... okay... Wir kriegen das alles hin. Es gab eine Art Spannung und ein dunkles Loch, was dich hierher gebracht hat. Ich habe alles aufgezeichnet.... Nur mit der Ruhe. Wir kriegen das alles hin...'', sprach Derek etwas wirr.

 

''Er ist vielleicht verrückt und dreckig, genauso wie zerstreut. Aber, wenn er sagt, dass er das hinkriegt, kriegt er das hin'', flüsterte ich Sephi zu.

 

''Ich brauche etwas Zeit. Bald wird sich gewiss wieder ein dunkles Loch auftun... Der Rückweg... Nur muss ich herausfinden, wann und wo!'', kam es dann von Derek und er starrte auf seine Unterlagen.

 

Unsicher schaute ich mir die Karte an, dann wieder zu Sephi.

 

''Ruhe... erst mal brauche ich Ruhe... Werde anrufen... Geht jetzt...'', stammelte Derek, total in seine Unterlagen vertieft.

 

Also nickte ich Sephi zu und ging Richtung Tür, oder was davon übrig war.

 

''Du hast dir aber ganz schön Luft gemacht'', grinste ich und schubste Sephi leicht von der Seite an.

 

*-*-*

 

Au man, so einem vollkommen verwirrten Wissenschaftler, wie Derek sollte ich vertrauen!? Nun, ich dachte mir meinen Teil dazu und glaubte nicht so wirklich an dessen Erfolg etwas heraus zu finden, geschweige denn etwas zu erreichen.

 

Aber gut, sollte er seine Chance haben.

 

Die nächsten Minuten schwieg ich mich aus, auch als wir diese Unterkunft verlassen hatten und Cleo mir, mit seinem Kommentar auf mein kleines Werk, fast schon ein Kompliment machte.

 

Doch dann erwiderte ich trocken und ohne jegliche Emotionen:

 

"Das habe ich dir doch gesagt... und es wird so weitergehen, wenn dieser Wissenschaftler nicht bald zu einem Ergebnis kommt."

 

Sein kurzes Schubsen in meine Seite, ließ ich mir ohne einen Kommentar gefallen... hoffte aber, dass das alles bald ein Ende hätte und ich dann endlich wieder in meiner Welt wäre.

 

Langsam fehlten mir nämlich meine Freunde und meine Arbeit... einfach alles... ich langweilte mich hier fast zu Tode...

 

*-*-*

 

''Spätestens jetzt glaube ich dir. Solange meine Wohnung vorerst noch steht, geht alles in Ordnung. Ansonsten haben wir ein Problem, wo wir jetzt hin sollten'', sagte ich.

 

Unschlüssig stand ich vor den Trümmern. Meine Wohnung lag nun nicht ganz so weit weg, so dass ich mir schon ein wenig Sorgen machte.

 

In meiner Wohnung war im Grunde nicht wirklich viel, aber es gab sonst keine Rückzugsmöglichkeit.

 

Im Gegensatz zu Sephi, vertraute ich Derek, auch wenn er zerstreut war. Das lag wohl daran, weil ich ihn schon öfters im Einsatz gesehen hatte. Die Tatsache mit der Karte über Midgar beruhigte mich.

 

Was, wenn er sogar eine Art Tür erschaffen konnte und ich gegebenenfalls zurückkehren konnte. Doch das war vermutlich nur Wunschdenken. Dabei wusste ich nicht mal, ob ich mitgehen oder hierbleiben wollte und wenn ich mitging, ob ich überhaupt wieder zurück wollte.

 

Wo gehörte ich hin?

 

*-*-*

 

Nach Cleos Worten hätte ich fast ein schlechtes Gewissen bekommen, aber eben nur fast. Zwar wusste ich, dass es Unrecht war, was ich hier getan hatte, aber ein wirklich schlechtes Gewissen hatte ich deswegen nun nicht.

 

Auf Cleos Worte hin, hüllte ich mich in Schweigen und ging neben ihm her. Glücklicherweise stand das Haus noch, in dem sich seine Wohnung befand, und so nickte ich zufrieden... wusste also doch ganz gut mit meinen Kräften umzugehen.

 

Gemeinsam mit Cleo betrat ich das Haus und anschließend dessen Wohnung. Ganz nebenbei brachte ich, mit einer Handbewegung, die Stadt wieder in Ordnung. Die Häuser standen wieder und die Trümmer waren beseitigt, nur die toten Menschen konnte ich nicht wieder auferstehen lassen... selbst wenn ich es gekonnt hätte... würde ich es auch gar nicht wollen.

 

Was interessierte mich das Leid anderer...?!

 

In der Wohnung angekommen zog ich mir, wie es sich gehörte, die Schuhe aus und stellte mein Schwert in einer Ecke ab.

 

Dann schaute ich Cleo an: "Und nun heißt es warten, ob er was findet oder eben nicht.", gab ich skeptisch von mir.

 

Es behagte mir nicht sonderlich, dass ich mich auf einen Menschen verlassen musste, den ich nicht wirklich kannte, aber etwas anderes blieb mir jetzt kaum übrig.

 

*-*-*

 

Auch ich zog mir meine Schuhe aus und hängte meine Jacke auf. Sephi schaute mich so skeptisch an und ich war mir nicht sicher, ob ich ihn beruhigen konnte.

 

''Derek macht das schon. Vertrau mir. Ich vertraue dir doch auch'', sagte ich und ging langsam auf ihn zu.

 

''Ja, wir müssen vorerst warten, doch weiß ich schon, wie wir uns die Zeit vertreiben. Jetzt lege ich meine Hand auf deine Brust und wie schon abgemacht, wenn du etwas nicht willst, dann sagst du es einfach. Entweder brechen wir dann komplett ab oder aber, belassen es bei dem, was wir bisher getan haben'', sprach ich direkt.

 

Dann legte ich auch schon meine Hand über Sephis Mantel auf seine Brust. Mir war, als könnte ich sein Herz gegen meine Hand hämmern hören und meines schien mindestens genauso laut zu pochen.

 

*-*-*

 

Auf Cleos erst gesagte Worte nickte ich nur, versuchte ihm zu glauben... was er aber dann von sich gab... ließ mich nun schon ein wenig zurückweichen.

 

Dennoch kam Cleo auf mich zu und setzte seine Worte in die Tat um!

 

Völlig untypisch für mich, stand ich nur noch wie zu einer Eissäule erstarrt vor Cleo, schaute ihn an und spürte währenddessen seine Hand, die auf meiner Brust, auf dem Mantel lag.

 

Mein Herz schlug so laut, dass ich dachte er müsste es hören könne und so heftig, dass es beinahe weh tat.

 

Jede Faser, meines noch jungen Körpers, und mein ganzes Denken sträubte sich dagegen.. und doch blieb ich stehen, wagte es nicht mich zu bewegen.

 

Ich wusste nicht einmal wie ich reagieren sollte... so viel neues, das hier auf mich einstürzte und womit ich mich erst einmal zurecht finden musste.

 

*-*-*

 

''Ist es okay so?'', fragte ich zaghaft, wobei meine Augen, die seinen fixierten. Nur zu gerne würde ich ihn jetzt küssen.

 

Aber das wäre vermutlich zu viel des Guten. Sanft streichelte meine Hand über den Stoff des eleganten Mantels.

 

Sephi, du weißt gar nicht, was dir alles entgeht. So viele Sachen würde ich gerne mit dir anstellen und die sind weiß Gott nicht jugendfrei.

 

Hatte ich doch einiges gelernt während ich im Knast saß. Wäre es dort rausgekommen, dass ich schwul bin, hätten sie in mir sicher ein leichtes Opfer gesehen. Doch hatte ich mein Geheimnis stets gut gehütet.

 

Es war eben nur der Notwendigkeit, Sex mit Männern dort zu haben.

 

Zaghaft kreisten meine Finger und zogen kleine Bahnen. Bleiben jedoch brav auf der Brust liegen.

 

Ob er für mich zumindest den Mantel ausziehen würde?

 

*-*-*

 

"Hmm... ja... aber es fühlt sich seltsam an... sehr gewöhnungsbedürftig. Ich weiß nicht... obwohl du nur meinen Mantel berührst... ", antwortete ich stammelnd, den Satz nicht beendend... was für mich auch ziemlich untypisch war.

 

"Aber ich denke... das reicht erst mal... ich kann das nicht so zulassen.", sagte ich noch, bevor ich mich noch etwas weiter nach hinten zurückzog... ihm auswich... auf noch eine Galgenfrist hoffte.

 

Es fühlte sich tatsächlich für mich seltsam... merkwürdig an... und doch eigentlich gut... aber konnte ich das wirklich zulassen?

 

Plötzlich überfielen mich Gefühle, die ich nicht zuordnen konnte... mit denen ich noch viel weniger etwas anfangen konnte.

 

Verdammt, ich war sehr verunsichert... das kannte ich nicht von mir... es war als wollte mich Cleo in einen tiefen Sog von Gefühlen ziehen, aus dem es dann kein Entrinnen mehr geben würde...

 

*-*-*

 

''Warum kannst du das nicht zulassen? Du hast doch nicht etwa Angst?'', fragte ich. Jedoch ließ ich meine Hand sinken und von ihm ab, als Sephi sich weiter zurückzog.

 

Schade, dass er sich so zierte, obwohl es ihn auch noch interessanter machte.

 

Sein hübsches Gesicht zog mich magisch an und dennoch ließ ich ihn. Gegen seinen Willen wollte ich es nicht tun.

 

Dafür hatte ich ihn schon zu sehr ins Herz geschlossen, auch wenn ich vorsichtig sein wollte. Ich vertraute ihm schon blind.

 

*-*-*

 

Tatsächlich ließ Cleo von mir ab... ließ mich in Ruhe... tat nichts was ich nicht wollte.

 

Konnte ich ihm vielleicht doch vertrauen?

 

Nun, versuchen konnte ich es zumindest:

 

"Um ehrlich zu sein, ja, ich habe Angst. Ich habe Angst vor diesen Gefühlen, die da auf mich einströmen... mich in einen tiefen Sog zu ziehen drohen... aus dem ich vielleicht nie wieder entrinnen kann.

 

Ich kann deine Leidenschaft spüren, und doch verstehe ich es nicht. Was ist es, das du für mich fühlst?", gab ich nun offen zu und senkte meinen Blick verschämt.

 

"Bisher habe ich immer ohne Gefühle gelebt, aber du rufst in mir Gefühle hervor, die ich nicht zu deuten vermag... die ich nicht verstehe... und die mir deswegen Angst machen."

 

Mein Blick wanderte wieder zu Cleo. Ich schaute ihn an, spürte irgendwie seine Enttäuschung und ging nun wieder einen Schritt auf ihn zu.

 

*-*-*

 

''Wenn ich dir sage, dass du keine Angst zu haben brauchst, weil Gefühle etwas sehr schönes sein können und ich dich nicht verletzten werde. Vertraust du mir dann? Magst du es zumindest versuchen?'', wollte ich von ihm wissen.

 

Dass er wieder auf mich zukam, wenn auch nur einen Schritt, ließ mich ihn anlächeln.

 

''Sephi, ich habe schon sehr viel durchgemacht, aber bei dir fühle ich etwas ganz anderes, wie ich es kenne. Wenn ich es nicht besser wissen würde, könnte man glatt vermuten, ich bin dabei mich in dich zu verlieben'', sprach ich ganz offen und lachte dabei auf.

 

So ein harter Kerl wie ich, sollte endlich Gefühle zeigen.

 

''Beruhigt es dich, wenn ich dir sage, dass ich davor Angst habe. Nicht vor der Liebe selber. Sondern eher davor verletzt zu werden. Davor, dass du wieder gehst, ohne mich. Dass es dir nicht gefällt, was ich mit dir tue...'', sagte ich und spürte plötzlich wie eine Träne über meine Wange lief.

 

Ungläubig fing ich sie auf und schaute sie an.

 

*-*-*

 

Mit Erstaunen, aber sehr aufmerksam hörte ich Cleo zu und brauchte nun doch einen Augenblick zum Nachdenken. Auch er hatte Angst, wie er sagte und... herrje... er war dabei sich ausgerechnet in mich zu verlieben...

 

Aber war ich nicht genau der Falsche, in den er sich zu verlieben begann? Ich war doch ein Monster... und in ein Monster konnte man sich doch unmöglich verlieben.

 

Nun waren die Verwirrung und das Chaos in meinem Kopf mehr als perfekt... was sollte ich tun... Unsicherheit machte sich in mir breit.

 

"Deine Worte... ich weiß nicht was ich tun soll. Ich möchte dir vertrauen... ich möchte es auch irgendwie versuchen... aber... ich habe das Gefühl, als würden sich mein ganzer Körper und mein Denken gegen die aufkommenden Gefühle wehren.

 

Außerdem habe ich dir doch angeboten, dass du mich begleiten kannst, wenn ich zurück gehe... warum sollte ich dann ohne dich gehen?

 

Ich verstehe sehr gut, dass du Angst hast verletzt zu werden, aber... dann bin ich definitiv der Falsche... denn ich bin nicht gerade sanft und ich bin ein Monster... verstehst du. Denn wie ich dir schon sagte, bin ich zur Liebe kaum fähig und werde wahrscheinlich erst lernen müssen mit Gefühlen umzugehen.... auch ich habe eine Menge durchmachen müssen.", sprach ich zu Cleo und schaute mich dabei unsicher um, richtete dann meinen Blick zu Boden.

 

"Vielleicht versuchen wir beide dann erst mal mit unseren Ängsten klar zu kommen und nähern uns dann langsam einander an. Wir sollten auch nichts überstürzen und uns viel Zeit lassen, oder.", fügte ich hinzu, schaute dann wieder zum ihm und ging noch einen Schritt auf ihn zu.

 

Eine Träne... er hatte sie geweint... schien darüber auch sehr verwundert zu sein, was mich ein wenig lächeln ließ.

 

"Ist es denn schon so schlimm, hm?", kommentierte ich seine Träne, fragend.

 

*-*-*

 

Aufmerksam hatte ich Sephi zugehört und starrte im Wechsel zu ihm und meiner Hand.

 

Uns Zeit lassen? Nein! Ob es schon so schlimm war? JA!

 

Er kam mir noch einen Schritt näher und so ging nun auch ich erneut auf ihn zu. Abermals legte ich meine Hand auf seine Brust. Wie von selbst näherten meine Lippen, sich den seinen.

 

Ein kurzer gewagter Kuss folgte. Noch etwas scheu und zurückhaltend, aber voller Gefühle.

 

Intensiv schaute ich Sephi in die Augen und wollte ihm so vieles sagen. Doch blieb ich stumm. Es fühlte sich an, als würden meine Lippen kribbeln und in meinem Bauch Ameisen eine Party feiern.

 

*-*-*

 

Mit vor Erstaunen und leichtem Entsetzen, halb geöffnetem Mund und großen Augen, schaute ich Cleo an, während sich mein Herz beinahe überschlug und ich nicht wusste, was ich fühlen sollte... fühlen wollte... nachdem mich Cleo einfach geküsst hatte.

 

Der Kuss war sanft und zaghaft von ihm gekommen, und doch konnte ich fühlen was er fühlte... bekam alle Gefühle zu spüren... die er spürte... diese Leidenschaft... sie ängstigte mich... trotzdem ich wusste, dass ich eigentlich keine Angst zu haben brauchte.

 

Wieder wich ich nach hinten zurück... starrte Cleo an, hob meine Hand und führte sie an meine Lippen... wo ich mit meinem Zeigefinger drüber strich.

 

"Was tust du da mit mir....?", fragte ich Cleo noch immer sehr unsicher: "Was würdest du mir antun, würde ich es zulassen?"

 

Mein Herz hämmerte so laut gegen meinen Brustkorb, dass ich meinte es könnte jeden Moment zerspringen und doch blieb mein Blick an Cleo geheftet... beobachtete scheu jede seiner Bewegungen...

 

*-*-*

 

Mindestens genauso intensiv und erschrocken blickte ich Sephi an, hielt an seinem Blick fest. Langsam tat ich einen Schritt nach vorn, auf ihn zu.

 

''Wenn du mich ließest, würde ich dir noch viel mehr davon antun... Dir zeigen, wie schön es sich anfühlt. Dich lieben und nie mehr loslassen... ungezügelt und ungebremst... hemmungslos... wenn du mich nur ließest...

 

Dann würde dein Herz noch wilder pochen und nach mehr schreien...

 

Du würdest vermutlich nichts anderes mehr tun wollen...'', antwortete ich ihm.

 

Im gleichen Zug dachte ich nur eines: Wunschdenken!

 

*-*-*

 

Hatte ich es doch geahnt... da kam er mir nun auch noch nach... immer näher auf mich zu. Ich fühlte mich bedrängt und irgendwie überfordert.

 

Er wollte mir noch mehr davon "antun"... nein, ich war aber definitiv noch nicht bereit dazu und die Worte, die er benutzte... erschreckten mich, so dass ich mich, mit den Worten "Entschuldige mich, bitte." an ihm vorbei drängte und die Wohnung auf dem schnellsten Wege verließ, nachdem ich mir meine Schuhe wieder angezogen und mir mein Schwert geschnappt hatte.

 

Nein, das konnte ich so nicht... er war mir zu leidenschaftlich und ich konnte damit nicht umgehen... noch nicht... würde Zeit brauchen...

 

...nur schien mir Cleo diese Zeit nicht geben zu wollen... wieder saß mir ein wenig die Angst im Nacken.

 

Draußen erhob ich mich in die Luft und flog erst einmal davon... nein, nein, nein... mein Kopf war voller chaotischer Gedanken, die mich beinahe wahnsinnig werden ließen.

 

*-*-*

 

Enttäuscht ließ ich Sephi ziehen. Verbiss ich mich zu sehr? Hatte ich ihm zu schnell vertraut?

 

Herrje, jetzt tat es richtig weh und ich musste mich zusammenreißen nicht loszuheulen. Warum war ich mit einem Mal so weich geworden?

 

Sephi... was hast du mit mir gemacht?

 

Traurig legte ich mich auf mein Bett und starrte die Zimmerdecke an. Sie müsste definitiv mal wieder gestrichen werden, aber das war mir jetzt eher egal.

 

Ob ich mit Sephi mitgehen sollte, wusste ich nicht mal mehr.

 

Dann ging mein Handy und Derek war dran.

 

''Es ist gleich soweit!'', schrie er, ''Wir müssen uns treffen... Jetzt sofort...''

 

''Aaabber...'', brachte ich nur heraus.

 

''Nichts aber!'', konterte Derek, ''Will er nun zurück oder nicht?''

 

''JA, sicher will er'', antwortete ich.

 

''Gut, dann bis gleich'', kam es noch und schon hatte Derek aufgelegt.

 

Na super und jetzt?

 

Sofort stand ich auf und zog mich an. Hoffentlich würde ich Sephi direkt finden.

 

*-*-*

 

Eine ganze Weile war ich nun schon unterwegs gewesen und hatte nachgedacht. Doch zu einem vernünftigen Ergebnis war ich nicht gekommen.

 

So flog ich zurück zu Cleo und klingelte dann direkt an seiner Wohnungstür.

 

Irgendwie musste uns etwas einfallen... oder aber, ich würde allein zurück gehen... vielleicht wäre es wirklich besser. Ich konnte nicht lieben und die Leidenschaft, die er empfand... konnte ich nicht nachempfinden... also, was sollte ich tun?

 

Und es würde sich auch sicher in meiner Welt nicht ändern, da ich dann wieder jede Menge Arbeit und keine Zeit mehr hätte.

 

Nur wie sollte ich es Cleo beibringen, ohne ihm weh zu tun? Denn das wollte ich nicht... auf keinen Fall!

 

Doch zunächst wartete ich darauf, dass mir Cleo öffnete und wir vielleicht miteinander reden konnten.

 

*-*-*

 

Gerade als ich raus wollte, klingelte es. Aber anstatt aufzumachen, ging ich einfach hinaus und lief Sephi somit fast in die Arme.

 

''Wir müssen direkt zu Derek. Er hat angerufen, sagte es wäre gleich soweit und wir müssten ihn sofort treffen'', kam es von mir und ich spürte die Traurigkeit in meiner Stimme, die in mir hochkam.

 

Müsste ich ihn jetzt gehen lassen? War es soweit? Ein Abschied für immer...

 

Mir wurde ganz schwer ums Herz und dennoch wusste ich, dass es das richtige sein würde.

 

*-*-*

 

Hmm.. für irgendwelche Reden war jetzt wohl keine Zeit mehr. Endlich würde ich wieder zurück in meine Welt können, doch was würde aus Cleo werden?

 

Ich nickte nur und ging mit Cleo mit. Jedoch spürte ich, diese fremde Energie, die sich ganz in der Nähe befand.

 

"Warte! Ich brauche Derek nicht, ich weiß wo sich diese Energie befindet... ich kann sie spüren. Wenn du mitkommen magst, dann komm mit mir... anderenfalls... müssen wir uns jetzt voneinander verabschieden.

 

Dass du traurig bist, weiß ich... ich kann es spüren und ich verstehe dich auch. Aber eines musst du mir glauben, ich wollte dich niemals verletzen...

 

Ich mein, ich habe dir geholfen... und du warst scheinbar nicht bereit mir ein wenig Zeit zu geben... schade. Cleo... denn ich hab dich gern... wirklich."

 

Dann schaute ich ihn einfach nur an, während mir nun doch einige Tränen über die Wangen liefen.

 

"Es tut mir leid... wenn ich dich verletzt haben sollte... das wollte ich nicht.", sprach ich hinzufügend...

 

*-*-*

 

Als wir gerade auf den Weg waren, brach alles aus Sephi heraus und ich nickte verstehend.

 

''Warte hier... nur kurz... ich komme gleich wieder'', sagte ich zu ihm. Dann rannte ich zurück in meine Wohnung, wo ich ein paar Dinge einpackte. Viel hatte ich nicht, was mir wichtig war.

 

Schnell schrieb ich noch Derek auf dem Handy, wo er meinen Ladenschlüssel und Wohnungsschlüssel finden würde, dann legte ich auch das Handy weg.

 

Wo ich hingehen würde, hätte ich sowieso keinen Empfang. Vermissen würde mich hier auch niemand.

 

So schnell mich meine Füße tragen konnten, rannte ich mit dem Rucksack auf dem Rücken zurück zu Sephi.

 

''Von... mir aus... können wir... Lass dir soviel Zeit... wie du brauchst... nur verletze mich nicht!'', keuchte ich völlig außer Atem.

 

Dann reichte ich ihm die Hand und hoffte, er würde sie nehmen.

 

Ich wollte mit ihm mitgehen und es versuchen, geschah, was kommen wollte.

 

*-*-*

 

Er schien es echt ernst zu meinen und ich konnte ihm vorerst nur nachschauen, als er schnell noch einmal in seine Wohnung rannte und schon bald wieder bei mir war.

 

Bei seinen Worten, die er an mich richtete, nachdem er wieder bei mir war, musste ich doch glatt grinsen. Dann nickte ich einwilligend und erwiderte:

 

"Danke, dass du mir Zeit lassen willst.", mit diesen Worten nahm ich ihn in die Arme, erhob mich mit ihm in die Luft und flog mit ihm der Energiewelle entgegen.

 

Diese erschien auch sogleich vor uns. Ich wartete nicht … nein... ich flog direkt hinein.

 

Ein starker Sog umfasste uns... zog uns regelrecht hinein...

 

...dann... und so, als hätte man etwas verpasst... stand ich mit Cleo wieder auf dem Kampfplatz...

 

"Sephi!", riefen mir meine Freunde entgegen und kamen dann auch schon auf uns zu, während ich Cleo absetzte.

 

"Wo bist du denn gewesen? Du warst nur ganz kurz weg und … was war denn los?", wollte Angeal wissen, während Genesis Cleo neugierig betrachtete.

 

"Was? Ich war nur kurz weg?", fragte ich ungläubig, konnte aber auf seine nächste Frage noch nicht antworten.

 

"Ja, nur ganz kurz."

 

"Hmm... gut... sei es drum. Darf ich euch jemanden vorstellen: Genesis, Angeal, das ist Cleo, er ist ein Mensch von der Erde, wo ich gewesen bin.", dann wand ich mich an Cleo und zeigte nacheinander auf meine Freunde: "Cleo, das sind Genesis und Angeal... meine Freunde.", stellte ich sie ihm vor, die ihm dann nur zunickten und das Grinsen irgendwie nicht lassen konnten.

 

"Willkommen in Midgar, Cleo.", sprach ich hinzufügend zu ihm und lächelte ihn tatsächlich an.

 

"Wollen wir unseren kleinen Kampf erst mal zuende führen, Sephi?", wollte Genesis grinsend von mir wissen.

 

Ich nickte... zog mein Schwert und stellte mich in Kampfstellung gegen meine Freunde.

 

Wieder begann der Kampf von vorn und ich parierte alle Schläge meiner Freunde perfekt.

 

Schließlich besiegte ich die Beiden, mal wieder mit Leichtigkeit.

 

Genesis war mal wieder beleidigt und verließ den Kampfplatz, während sich Angeal zu uns gesellte.

 

"Was willst du jetzt mit ihm machen?"

 

Ich schaute Cleo an und antwortete meinem Freund:

 

"Nun, ich denke, er wird bei mir wohnen, wenn er mag und kann auch ein Geschäft hier eröffnen oder bei uns arbeiten... wie er möchte.", natürlich meinte ich damit auch Cleo.

 

Er sollte sich in Ruhe entscheiden, was er tun wollte.

 

"Wir gehen erst mal zu mir, oder soll ich dir hier erst mal alles zeigen?", wollte ich nun von Cleo wissen.

 

*-*-*

 

Nachdem wir Midgar erreicht hatten, nickte ich ebenfalls zur Begrüßung Sephis Freunden zu. Anschließend verfolgte ich gebannt den Kampf.

 

''Herrlich euch so zuzusehen. Lass uns erst mal zu dir, wenn es okay ist und danach kannst du mir gerne alles zeigen'', sprach ich.

 

Es gefiel mir hier sofort und ich wollte auf jeden Fall so lernen zu kämpfen. Auch wenn ich vermutlich niemals mit den dreien mithalten könnte.

 

Die Idee hier einen Laden aufzumachen hielt ich vorerst fest, und dass ich bei Sephi wohnen durfte fand ich auch schön.

 

*-*-*

 

"Okay, dann gehen wir zu mir.", willigte ich ein und war stolz auf das Kompliment von Cleo.

 

"Tja, also ich geh dann auch mal... Genesis beruhigen.", meinte mein Freund, verabschiedete sich von uns und verließ dann den Platz.

 

Ich wand mich Cleo zu, nahm ihn wieder in die Arme und flog mit ihm, über meine Stadt zu mir nach Hause.

 

Dort gelandet, setzte ich Cleo wieder ab, schloss die Tür auf und betrat mit ihm meine große Wohnung.

 

"Willkommen in meinem oder auch unserem bescheidenen Reich... wenn du magst. Fühl dich wie zuhause. Wenn du magst, kannst du auch gern ein eigenes Zimmer haben, wohin du dich, bei Bedarf, zurückziehen kannst."

 

Ich ging schon mal vor, öffnete eines der Zimmer, das sehr hell und freundlich eingerichtet war und zeigte es ihm.

 

"Und was meinst du... ist das Zimmer okay für dich?", wollte ich dann von ihm wissen.

 

*-*-*

 

Das mit dem Fliegen war herrlich. Man fühlte sich so leicht und frei.

 

Sephis Wohnung gefiel mir sehr. Jedoch musste ich mit dem Kopf schütteln, als er meinte, ich könnte ein eigenes Zimmer haben.

 

''Ich brauche kein eigenes Zimmer. Es ist schon okay so. Wirklich. Zwar habe ich versprochen dir Zeit zu lassen, was ich auch einhalten werde. Aber ich will dennoch bei dir sein und mit dir ein Zimmer teilen. Denn wenn ich dir zu viel Freiheit lasse, dann werde ich bestimmt ewig warten müssen'', sagte ich ganz offen.

 

Beim Fliegen hatte ich seine Nähe so sehr genossen, dass ich es kaum missen wollte. Er dachte dabei nicht drüber nach, wie nah wir uns eigentlich waren.

 

*-*-*

 

Da war es wieder mein kleines Problem....

 

"Okay, wie du meinst. Dann zeige ich dir hier erst mal alles und werd dann was zu essen und zu trinken für uns kommen lassen... oder du schaust dich selbst ein wenig um.", willigte ich ablenkend ein.

 

Wieder waren es seine Worte, die mich beinahe zurückweichen ließen... er sprach so offen aus was er meinte und dachte... viel zu offen für meinen Geschmack.

 

Ich wusste, dass ich mich ihm nun nicht mehr allzu lang entziehen würde können... immer mehr würde er meine Nähe suchen und irgendwann würde ich wahrscheinlich nicht einmal mehr ausweichen oder ablenken können.

 

Zwar kannte ich mich wirklich mit fast allem aus... Kämpfen, Töten... usw... aber Cleo machte mir, allein schon mit seiner sehr offenen Art, Angst.

 

Sicher ich hatte ja schon zweimal seine Nähe zugelassen, als ich mit ihm geflogen war, aber das war für mich etwas vollkommen anderes.

 

Die Nähe, die er zu mir suchte... war das Feuer der Leidenschaft... an dem er sich zu verbrennen suchte...

 

*-*-*

 

''Oh ja, bitte zeige mir alles und Essen und Trinken klingt sehr gut. Musst du hier nichts selber machen? Wird es gebracht? Bitte zeige mir alles und erzähl mir alles. Ich möchte alles wissen'', bat ich Sephi.

 

Dabei war ich aufgeregt wie ein kleines Kind und voller Vorfreude. Meine Angst war gerade wie weggeblasen, da so vieles neues auf mich einprasselte.

 

So viele Eindrücke und schöne Dinge. Außerdem zwang ich mich keine Angst mehr zu haben. Immerhin wusste ich nicht mal, ob ich zurückkehren könnte.

 

Jetzt war das hier mein Zuhause und ich wollte einfach alles positiv sehen. Egal wie schwer es mir fallen würde und auch egal wie zurückweisend Sephi sein würde.

 

Viel Mühe wollte ich mir geben, um ihm alles Recht zu machen und die Zeit zu geben, die er brauchte. Auch wenn es mir schwer fiel.

 

*-*-*

 

"Okay.... wie du magst.", erwiderte ich einwilligend: "Den Rucksack stellst du am besten hier im Flur ab.", bot ich Cleo an.

 

Danach nahm ich ihn an die Hand... es war mehr ein Reflex... aber ich tat es... und zeigte ihm dann alles: "Also, hier ist das Bad.", sprach ich und öffnete die Tür, wo uns ein Hightech – Bad mit allem drum und dran "begrüßte".

 

Anschließend ging es weiter zur Küche, wo ich ihm auch einiges zu erklärte, danach folgte das Wohnzimmer, das andere Gästezimmer... ja, es waren zwei... und anschließend das Schlafzimmer, in dem ein sehr großes Bett stand, das eher einer Spielwiese glich, dann war da noch der begehbare Kleiderschrank, eine Frisierkommode... ja, eine Frisierkommode... denn ich legte sehr viel Wert auf mein Aussehen und ich pflegte mich gern stundenlang... ausgiebig.

 

Die Möbel, in meiner Wohnung waren alle in sehr warmen Farben gestaltet. Diese standen im krassen Gegensatz zu mir, der nur Kälte ausstrahlte.

 

"Und, was sagst du?", fragte ich Cleo, nach der Besichtigungstour, durch meine Wohnung.

 

*-*-*

 

Wie sehr ich es genoss, als Sephi meine Hand nahm. Waren wir jetzt schon in Paar? Es fühlte sich so unglaublich schön an. Dennoch unterließ ich es vorerst Druck auszuüben, wollte ich ihn doch nicht verunsichern.

 

Genau ließ ich mir alles zeigen und bewunderte vieles. Meine Wohnung war so schlicht gewesen und hier sah es so toll aus.

 

''Du hast es hier wunderschön und es gefällt mir sehr hier'', sagte ich zu Sephi. Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht und nun konnte ich es doch nicht lassen, drückte seine Hand ein wenig.

 

Er sah so schön aus und ich fühlte mich so wahnsinnig zu ihm hingezogen.

 

''Magst du mir auch sonst etwas von Midgar zeigen? Ich bin so neugierig', sprach ich dann zu Sephi.

 

*-*-*

 

Es freute mich, dass es ihm hier so gut gefiel und er es mir auch sagte.

 

"Schön, dass es dir in deinem neuen Zuhause so gut gefällt.", meinte ich und lächelte ihn nun ebenfalls an. Doch als Cleo meine Hand drückte schaute ich ihn nur stumm an und senkte meinen Blick für einen Moment.

 

Dann jedoch kam die ersehnte Ablenkung und ich blickte sogleich wieder auf.

 

"Okay, dann komm mit mir und ich zeige dir deine neue Heimat. Magst du laufen oder fliegen wir? Wir könnten dann auch gleich noch etwas essen gehen, wenn du magst. Es gibt in der Loveless Chaussee ein ganz tolles Restaurant."

 

So schloss ich die Schlafzimmertür wieder, nachdem wir es verlassen hatten, damit wir die Wohnung verlassen konnten.

 

Ganz langsam begann ich Cleo zu mögen und ihm zu vertrauen... zumindest hatte er sich bis jetzt meines Vertrauens für würdig erwiesen, denn er hatte nichts getan, was ich nicht gewollt hätte.

 

*-*-*

 

Kurz überlegte ich und nickte dann: ''Fliegen wäre mir lieber.''

 

So konnte ich Sephi ganz nahe sein und er würde es als normal empfinden, also ganz locker sein.

 

''Etwas Essen gehen, hört sich auch gut an. Zeig mir meine neue Heimat'', fügte ich dann hinzu.

 

Ich würde es genießen mit Sephi zu fliegen und mich an ihm kuscheln. Natürlich so, dass er es nicht zu extrem finden würde. Aber die Chance musste ich einfach nutzen.

 

*-*-*

 

"Okay, dann fliegen wir eben.", willigte ich ein, zog mir meine Schuhe und meinen Mantel an, auch mein Schwert konnte ich natürlich nicht zuhause lassen und verließ dann mit Cleo meine Wohnung.

 

Draußen angekommen, nahm ich ihn in die Arme, erhob mich mit ihm in die Luft und flog über seine neue Heimat. Dabei erklärte und zeigte ich ihm alles was er wissen musste oder eben wissen wollte.

 

Natürlich hielt ich ihn dabei sehr fest, denn er sollte mir ja nicht herunterfallen.

 

Nach dem etwas längerem Rundflug, landete ich mit ihm in der Loveless Chaussee, genau vor dem Restaurant, dass ich mit ihm sogleich betrat.

 

"Setzen wir uns ans Fenster?", fragte ich Cleo und lächelte ihn tatsächlich wieder mal an... langsam wurde es wirklich zur Gewohnheit.

 

*-*-*

 

Auch ich hatte meine Schuhe und meine Jacke angezogen. Den Rundflug genoss ich in vollen Zügen, fragte bei Bedarf etwas und hörte aufmerksam zu, was Sephi mir erzählte.

 

Aber am meisten genoss ich seine Nähe voll und ganz.

 

Im Restaurant angekommen, nickte ich ihm zu: ''Ja, sehr gerne.''

 

Als wir dann saßen, musste auch ich ihn anlächeln. Am Anfang hatte er nie so oft gelächelt und es gefiel mir sehr.

 

''Schön habt ihr es. Ich glaube, ich bin Zuhause'', sprach ich zu Sephi. Am Liebsten hätte ich seine Hand genommen, nur wusste ich nicht, wie er das finden würde.

 

Stattdessen schaute ich, was es hier so zu Essen gab und fragte Sephi ein wenig aus, wie es laufen würde, wenn ich einen Laden aufmachen wollte. Immerhin war ich jemand, der nicht untätig herumsitzen konnte.

 

*-*-*

 

Ein schöner Fensterplatz hatte es mir angetan und so setzten wir uns auch genau dorthin.

 

Wieder musste ich lächeln, als Cleo meinte, dass er zuhause wäre... was mich nun wirklich freute.

 

Nur kurz schaute ich aus dem Fenster, dann in die Speisekarte, doch brauchte ich diese eigentlich nicht, denn ich wusste ohnehin was ich essen wollte.

 

Während Cleo in die Karte schaute und mich nach allem möglichen fragte, erklärte ich ihm was er wissen musste und bot ihm auch meine Hilfe an.

 

Dann jedoch tat ich etwas, das ich mir niemals hätte träumen lassen... ich legte meine Hand einfach so auf die Seine... blickte wieder kurz aus dem Fenster, dann schaute ich Cleo direkt und intensiv in die Augen...

 

...so als wollte ich ihn prüfen... prüfen, ob er es wirklich ernst meinte... ob ich ihm wirklich trauen konnte... aber ich war mir sowieso schon sehr sicher...

 

...mein Herz begann sich bereits nach ihm zu sehnen...

 

...während mein Blick immer sanfter wurde...

 

Dann jedoch kam auch schon die Bedienung und ich bestellte was ich essen und trinken wollte..., doch konnte ich meinen Blick gerade nicht von Cleo nehmen... schaute ihn weiter an.

 

*-*-*

 

Gerade als ich mich für etwas zu Essen entschieden hatte, legte Sephi sein Hand auf die meine. Herrje, es ging mir durch und durch.

 

So gut fühlte sich das an. Auch erwiderte ich Sephis Blick genauso intensiv. Meine Hand blieb selbstverständlich da liegen, wo sie war.

 

Immerhin hatte ich mich danach gesehnt und als könnte Sephi Gedankenlesen, hatte er meinen Wunsch erfüllt.

 

Auch ich bestellte, was ich wollte, ließ Sephi jedoch nicht aus den Augen. Dieses Kribbeln, was sich in mir ausbreitete, genoss ich gerade in vollen Zügen.

 

*-*-*

 

Cleo schien es richtig zu genießen und er erwiderte meine Blicke.

 

Dass ausgerechnet mir einmal so etwas passieren würde... hätte ich nie für möglich gehalten.

 

"Jetzt... weiß ich, dass ich dir vertrauen kann und ich glaube... mein Herz beginnt sich nach dir zu sehnen.", offenbarte ich mich ihm... konnte es selber kaum glauben, was ich da von mir gab... dass ich es gerade wirklich sagte.

 

Aber ich sagte es und ich meinte es so, wie ich es sagte.

 

"Ich bin froh, dass du mit mir mitgekommen bist.", fügte ich sanft hinzu, während meine Wangen zu glühen schienen... was für mich ja auch eher untypisch war und doch spürte ich diese Wärme auf meinen Wangen... die sich sicher in ein leichtes Rot gefärbt hatten.

 

*-*-*

 

''Wirklich?'', fragte ich unnötigerweise, denn das Rot auf Sephis Wangen sagte schon alles.

 

''Heißt das, wir sind jetzt richtig zusammen?'', wollte ich dann von ihm wissen.

 

Jetzt konnte ich nicht anders und griff nach seiner Hand, hielt sie fest in meiner. Mein ganzes Gesicht schien zu strahlen vor Freude und ich wäre am Liebsten über den Tisch gekrabbelt und hätte Sephi geküsst.

 

Doch ich riss mich natürlich zusammen. Außerdem wollte ich ihm doch Zeit geben und warten. Aber wenn er so etwas sagte, machte mich das wahnsinnig und das Warten nicht wirklich einfach.

 

''Ich bin auch froh mitgekommen zu sein!'', sprach ich zu ihm.

 

*-*-*

 

Ich nickte nur kurz auf Cleos Worte hin, schaute ihn kurz an und spürte seine Hand nun auf der Meinen, was meine Wangen noch mehr glühen ließ... zumindest hatte ich das Gefühl.

 

"Ja... wenn du willst... sind wir... jetzt zusammen.", gab ich kurz von mir, bevor die Bedienung an den Tisch kam und das Essen vor uns hinstellte.

 

Zunächst schaute ich aber weiter zu Cleo, dann schaute ich auf meinen Teller... und anschließend aus dem Fenster... während sich in meinem Kopf unbemerkt ein kleines Chaos ausbreitete.

 

Es war schon schön, zu wissen, dass da jemand war, der mich liebte... mich so nahm wie ich nun mal war, den nichts an mir abschrecken konnte...

 

...Tränen rannen plötzlich aus meinen Augen, bei dem Gedanken... irgendwie konnte ich gerade nichts dagegen tun.... sie liefen einfach so über meine Wangen... ungewollt und doch präsent...

 

*-*-*

 

''Wow... hey...'', sprach ich erschrocken, als Sephi zu weinen begann.

 

''Wenn du das nicht willst, dann warten wir noch oder weinst du, weil du glücklich bist?'', fragte ich erschrocken.

 

Schnell griff ich nach meiner Serviette und reichte sie ihm. So kannte ich ihn noch gar nicht. Doch fand ich ihn so richtig süß.

 

Die Vorstellung, dass er jetzt richtig glücklich zu sein schien, freute mich sehr.

 

''Ja, ich möchte mit dir zusammen sein'', fügte ich dann hinzu und drückte seine Hand ein wenig.

 

Der Moment war so schön, dass das Essen, das kam, eher nebensächlich war, auch wenn es richtig toll aussah.

 

*-*-*

 

Mit einem dankbaren Nicken nahm ich die Servierte von Cleo entgegen und tupfte mir die Tränen aus dem Gesicht.

 

Zunächst konnte ich kaum etwas sagen und Cleos erschrockenes Gesicht machte es gerade auch nicht so sehr viel besser. Herrje, ich wollte ihn doch nicht erschrecken... zudem die Tränen ja nicht mal beabsichtigt waren.

 

Seine Hand die, die meine drückte, zeigte mir, dass er es durchaus ernst meinte, aber es zeigte mir auch, dass ich langsam einen Teil meiner ursprünglichen Grausamkeit verlor.

 

Wie hatte sich doch mein Freund immer ausgedrückt: Wer liebt kann nicht grausam sein...

 

...das bekam ich gerade am eigenen Leib zu spüren...

 

Als ich schließlich meine Sprache wieder gefunden hatte, sagte ich ruhig zu Cleo:

 

"Schon okay, alles gut. Ich bin nicht traurig... ich... will das hier ja auch... nur... wurde es mir erst jetzt richtig bewusst... dass da jemand, wie du ist, der mich... so nimmt wie ich bin... den anscheinend nichts, an mir, abschrecken kann... na ja... und das löste dann wohl die Tränen aus."

 

Meine Hand blieb ganz ruhig unter der seinen liegen und ich genoss jetzt einfach das Gefühl, das mich durchströmte... ein sehr warmes ...schönes Gefühl... mit dem ich aber erst richtig umzugehen lernen musste.

 

*-*-*

 

''Du nimmst mich ja auch so, wie ich bin. Obwohl du kaum etwas über mich weißt'', sagte ich zu Sephi.

 

Noch eine Weile schaute ich ihn an, dann nahm ich sacht meine Hand von der seinen.

 

''Wollen wir auch essen? Sonst ist es gleich kalt'', zwinkerte ich ihm zu.

 

Daraufhin nahm ich Messer und Gabel zur Hand und begann zu essen. Es war sehr lecker und ich genoss es mit Sephi zusammenzusitzen. Er sah so wunderschön aus, dass ich kaum meine Augen von ihm lassen konnte.

 

Immer wieder schaute ich zwar zu meinem Teller und was ich mir da auf die Gabel tat, doch dann galt mein Blick wieder Sephi. Total verzaubert und verliebt schaute ich ihm zu.

 

*-*-*

 

Verstehend nickte ich auf Cleos Worte hin, nahm dann ebenfalls das Besteck in die Hände und begann zu essen.

 

Natürlich spürte ich auch immer wieder Cleos Blicke auf mir ruhen, aber ich nahm mich zusammen, versuchte nicht rot zu werden und konzentrierte mich stattdessen auf mein Essen.

 

Ich wagte mir gar nicht auszumalen, wie meine Freunde reagieren würden, wenn ich es ihnen erzählen würde... oder sie es von allein bemerkten.

 

Noch immer konnte ich es selbst kaum glauben, dass ich mich in einen Mann verliebt hatte und mit ihm zusammen war... der zudem sehr männlich war und ja fast das Gegenstück zu mir darstellte und trotzdem richtig toll aussah.

 

Nachdem ich mein Essen halbwegs aufgegessen hatte, war ich schon satt und trank noch etwas. Währenddessen winkte ich die Bedienung heran, die dann auch gleich zu uns kam und ich unsere Bestellungen bezahlte.

 

"Wenn du dann fertig bist, können wir ja wieder heim gehen.", schlug ich vor, denn irgendwann würde ich eh auch mal schlafen müssen, denn ich müsste ja am nächsten Tag wieder arbeiten.

 

Herrje, immer wieder traf mich sein Blick, dem ich mich kaum entziehen konnte...

 

*-*-*

 

Gerade steckte ich mir den letzten Bissen in den Mund und nickte zustimmend.

 

''Gerne, lass uns gehen'', sprach ich ruhig.

 

Anschließend stand ich auf und zog mir meine Jacke an. Danach ging ich mit Sephi hinaus.

 

''Danke fürs einladen. Ich werde wohl erst Geld verdienen müssen'', sagte ich dann.

 

Eigentlich war ich richtig aufgeregt hier einen eigenen Laden aufzumachen, bei den heftigen Waffen, die es hier gab.

 

Außerdem war ich ein wenig aufgeregt darauf bei Sephi zu schlafen. Das riesige Bett war schon der Hammer. Da müsste ich ihn ja regelrecht suchen. Sofern er nicht darauf bestand, dass ich doch in einem der Gästezimmer schlief.

 

*-*-*

 

"Gut, gehen wir.", antwortete ich, hatte mich dann ebenfalls erhoben und hatte mit Cleo das Restaurant verlassen.

 

Auf dem Weg nach Hause, meinte ich zu ihm:

 

"Ich kann dir helfen eine Arbeit zu finden, oder ein Geschäft zu eröffnen... natürlich nur wenn du magst."

 

Nach einer halben Stunde hatten wir meine Wohnung erreicht und betraten diese sogleich.

 

Endlich Zuhause zog ich mir meinen Mantel und meine Schuhe aus, stellte mein Schwert ab und machte mich dann auf den Weg ins Bad.

 

Jetzt brauchte ich erst mal eine lange und schön warme Dusche.

 

"Ich bin dann erst mal im Bad, okay. Du kannst es dir ja hier derweil gemütlich machen.", sprach ich zu Cleo und lächelte ihn an.

 

Anschließend ging ich ins Bad, zog mich aus, stellte das warme Wasser an und ging in die Dusche, wo ich zunächst nur das lieblich warme Wasser auf mich herab rieseln ließ.

 

*-*-*

 

''Sicher, ich würde nach wie vor gerne ein Geschäft eröffnen'', hatte ich Sephi geantwortet.

 

Als er zuhause dann duschen ging, wäre ich am Liebsten mitgegangen. Doch machte ich es mir wie angegeben bequem. Mich hatte alles ein wenig müde gemacht, aber schlafen wollte ich vorerst noch nicht.

 

Ich räumte meinen Rucksack leer. Viel hatte ich nicht mitgenommen, natürlich nur das nötigste. Obwohl ich ohnehin nicht viel besaß.

 

Das Meiste war Kleidung und mein Lieblingsbuch, was ich bestimmt schon zehnmal gelesen hatte. Dennoch begann ich es mal wieder von vorne, weil ich es einfach liebte.

 

Total vertieft legte ich mich auf Sephis Bett und las, bis er endlich im Bad fertig war.

 

*-*-*

 

Lange hatte ich geduscht und mich ausgiebig gepflegt... wie immer eben.

 

Damit fertig trocknete ich meine langen Haare und band mir ein Badetuch um meine Hüfte.

 

Ich verließ das Bad und ging erst mal in die Küche, wo ich mir etwas zu trinken nahm, anschließend schaute ich im Wohnzimmer nach, doch dort war Cleo nicht aufzufinden, so dachte ich mir, würde er sicherlich im Schlafzimmer sein.

 

Und richtig. Ich betrat das Zimmer und sah Cleo auf dem Bett liegen und in einem Buch lesen. Sein Anblick ließ mich schmunzeln. Doch was sollte ich jetzt tun?

 

Eigentlich wollte ich mir ja etwas anziehen... zumindest eine Shorts... aber … ach, egal.

 

Wir waren ja zusammen und so fremd war er mir ja nicht mehr... na gut, ich nutzte es jetzt aus, dass er anscheinend in seinem Buch vertieft war und ließ das Handtuch fallen, um mir dann eine Shorts aus dem Schrank zu nehmen und diese anzuziehen.

 

Natürlich war es mir ein wenig unangenehm und auf meinen Wangen spürte ich wieder diese Wärme... und wurde wohl mal wieder leicht rot um die Nase.

 

Ob sich das je geben würde?

 

"Wenn du magst, kannst du jetzt duschen.", sprach ich Cleo an, um mich ein wenig abzulenken.

 

*-*-*

 

Sicher hatte ich Sephi kommen hören, doch sehr vertieft getan. Er reagierte, wie ich es gehofft hatte und zog sich einfach um. Herrje, was für ein Anblick. Da musste ich mich aber stark beherrschen.

 

''Schade, du hättest ruhig so bleiben können'', sprach ich frech. Dann erhob ich mich, legte mein Buch beiseite und ging grinsend ins Bad.

 

Ich duschte schnell, aber gründlich und trocknete mich rasch ab.

 

Ohne Handtuch ging ebenfalls in die Küche, wo ich mir etwas zu Trinken holte, bevor ich ins Schlafzimmer zurück ging und aus meinem Wäschestapel eine frische Unterhose zog, die ich langsam überstreifte.

 

*-*-*

 

Das Rot auf meinen Wangen wollte gar nicht mehr vergehen, als ich hörte, dass Cleo wohl nur so vertieft getan hatte... seine Worte, die sehr frech rüber kamen, ließen mein Gesicht noch etwas mehr erröten.... und dann dieses Grinsen von ihm....

 

Cleo ging dann allerdings an mir vorbei ins Bad, während ich mich auf den Rand meines Bettes setzte und nachdenklich zum Fenster schaute.

 

Nein, Angst hatte ich so keine mehr... auch war ich nicht unglücklich... nur ein wenig Unsicherheit mischte sich in meine eigentlich glücklichen Gedanken.

 

Wie automatisch drehte ich mich um, als Cleo das Zimmer wieder betrat... er war... vollkommen... NACKT!

 

Meine Augen hingen förmlich an seinem tollen Körper, wanderten herab und erhaschten so einen Blick auf seine Männlichkeit, um dann den Blick, ein wenig scheu, zu senken.

 

Oh je, wie konnte man nur so aussehen und so einen tollen Körper haben... da musste ich mich ja glatt für meinen Körper schämen.

 

Aber ich blieb erst mal genauso auf dem Bettrand sitzen, wie ich mich hingesetzt hatte.

 

Beinahe traute ich mich nicht mal mehr zu atmen. Und doch spürte ich, wie sich sehr heftige Gefühle in mir breit machten und sich in meinen Lenden sammelten.

 

Ich stand langsam auf, ging ans Fenster und schaute ein bisschen hinaus... es war so eine schöne Gegend, in der ich wohnte... dass mir das jetzt erst auffiel...

 

*-*-*

 

Es sah für mich so aus, als hätte Sephi am Bettrand sitzend auf mich gewartet. Dann stand er auf und stand so verlockend am Fenster, dass ich kaum widerstehen konnte.

 

Langsam ging ich auf ihn zu und lehnte mich vorsichtig von hinten an ihn. Meine Arme umschlangen ihn, legten sich aber vorerst brav auf seinen Bauch, während mein Kopf auf seiner Schulter zum liegen kam.

 

Ich schaute ebenfalls hinaus und bestaunte die Gegend. Ja, es gefiel mir mehr als gut hier. Alles wirkte, wie in einem Märchen oder Film.

 

Nur ein wenig schmiegte mich an Sephi. Sein Po schien genau in meinen Schoß zu passen, als wäre er dafür gemacht. Auch passte es gut von der Größe her.

 

Vor Aufregung und Anspannung hatte ich das Gefühl, mein Herz würde so wild gegen meinen Brustkorb schlagen und gleich irgendwo auf dem Fußboden landen.

 

*-*-*

 

Trotz meiner leichten Unruhe, ließ ich Cleos Nähe zu, die schon sehr viel mehr war, als ich es sonst zugelassen hätte.

 

Trotzdem er sich nur von hinten an mich lehnte, konnte ich seinen heftigen Herzschlag direkt spüren. Die Art und Weise, wie er sich an mich lehnte... die Wärme seines Körpers... seine Arme und Hände, die auf meinem Bauch ruhten... sein Kopf, der auf meiner Schulter lag... erzeugten in mir ein Gefühl, das ich unmöglich beschreiben konnte.

 

Es breitete sich bis in meine Lenden aus, schienen sich dort zu sammeln, um noch stärkere Gefühle hervorzubringen, die sich dann auf meine Männlichkeit ausweiteten... was mich nun leise seufzen ließ.

 

Natürlich war ich noch immer sehr unsicher, doch an Flucht verschwendete ich nun keinen Gedanken mehr... auch wenn es mir, zugegebener Maßen, sehr schwer fiel... da ich diese Art Nähe nun mal gar nicht kannte.

 

Aber es fühlte sich zumindest nicht schlecht an und machte mich neugierig, was noch kommen würde...

 

Jedoch blieb ich zunächst genauso und genau dort stehen... so wie ich war... abwartend...

 

*-*-*

 

Tief atmete ich aus und genoss es, dass Sephi diese Nähe zuließ.

 

''Alles okay?'', fragte ich dennoch nach. Immerhin wollte ich ihn nicht überfordern.

 

Er fühlte sich warm und weich an. Außerdem mochte ich dieses Gefühl von nackter Haut auf nackter Haut sehr.

 

Liebevoll begann nun mein Daumen über Sephis Bauch zu streicheln. Allerdings nur so weit, wie er kam, da meine Hände brav da liegen blieben, wo sie waren.

 

Kurz küsste ich Sephis Schulter, um dann mein Kinn wieder auf ihr abzulegen.

 

Wie weit durfte ich gehen? Was wäre okay?

 

Bisher war ich immer direkt aufs ganze gegangen. Warten musste ich bisher nie, doch wäre es für Sephi vollkommen okay. Denn für ihn würde ich beinahe alles tun.

 

*-*-*

 

Als mich Cleo so sanft, mit dem Daumen streichelte, hielt ich noch immer still, beantwortete seine Frage nur mit einem Nicken, währenddessen mein Gesicht wohl nichts weiter zu tun hatte, als sich in ein leuchtendes Rot zu tauchen.

 

Sein Kuss, auf meiner Schulter... diese Sanftheit... ließen mich leise aufseufzen. Seine nackte Haut auf der meinen... schien mich förmlich zu elektrisieren.

 

Meine Hände legte ich nun langsam auf seine, führte sie nun an meinem Körper entlang, wobei ich genießend die Augen schloss... was er natürlich nicht sehen konnte.

 

Meine Hände führten die seinen weiter an meinem Körper entlang... führte sie weiter nach unten, wo sie schon bald meine Shorts erreichten. Auch dieses Gefühl kostete ich zunächst aus, ehe ich seine Hände weiterführte... und so meine, immer härter werdende, Männlichkeit erreichte. Dies entlockte mir nun aber doch ein leises Stöhnen, während sich mein Kopf leicht nach hinten neigte.

 

*-*-*

 

Sephi wurde mutig und ich genoss es in vollen Zügen. Neugierig legte ich meine Hände auf seine Männlichkeit und begann sie sanft zu streicheln. Dass er mir nun so vertraute und seinen Kopf an mich lehnte, machte mich so unsagbar glücklich.

 

Erst streichelte ich nur an seinem Glied, dann nahm ich es in die Hand und begann es langsam zu bearbeiten. Unterdessen wurde es in meiner Shorts auch ziemlich eng und ich presste mich, wie von selbst gegen seinen Hintern.

 

Meine Lippen begannen Sephis Hals entlangzufahren und zaghaft zu küssen.

 

Alles machte ich noch sehr behutsam, da ich nicht wusste, wie weit ich gehen durfte.

 

*-*-*

 

Oh je... was waren das für supertolle Gefühle, die ich da spürte?

 

Laut stöhnte ich nun auf, als Cleo meine Männlichkeit von sich aus zu streicheln begann und meinen Hals küsste. Mein Rücken bog sich schon durch, während sich mein Hintern ihm regelrecht entgegen streckte.

 

War es das was er meinte?

 

Ja... genau das war es... ich konnte es deutlich spüren.

 

"Bitte... zeige mir alles... verwöhne mich ein wenig. Ich vertraue dir.", bat ich Cleo und war bereit mich ihm wirklich hinzugeben, ihm vollends zu vertrauen.

 

Meine Hände nahm ich von den seinen weg, drehte mich zu ihm um, legte meine Hände an seine Hüfte, streichelte ihn nun auch... begann seinen Körper streichelnd zu erforschen und es fühlte sich tatsächlich besser an, als ich dachte.

 

Meine Erregung war nun schon, durch die Shorts hindurch deutlich sichtbar...

 

*-*-*

 

''Gerne zeige ich dir alles. Wenn dir etwas nicht gefallen sollte, dann sage es bitte einfach und wir probieren etwas anderes'', bat ich ihn.

 

Erstmal wollte ich Sephi küssen. Seine Hände auf meiner Haut zu spüren, fühlte sich toll an.

 

Langsam näherte ich mich mit meinem Gesicht, dem seinen und legte meine Lippen auf die seinen. Kurz löste ich mich von ihm, schaute in seine schönen Augen, bevor ich ihn abermals küsste.

 

Liebevoll knibbelte ich ein wenig an seinen Lippen, mit den meinen, saugte und leckte daran. Frech strich meine Zunge zwischen seinen Lippen entlang und drang sogar ein wenig in seine Mundhöhle ein.

 

Doch zog ich sie vorerst wieder zurück und küsste Sephis Kinn, danach wieder seine Lippen.

 

*-*-*

 

Ich wusste, dass es das war, was Cleo so begehrte... und er tat es auch gleich, indem er mich küsste... so sanft und zärtlich.

 

Mein Mund öffnete sich sogar ein wenig, als er versuchte mit seiner Zunge in meinen Mund einzudringen, was ich natürlich noch nicht kannte, aber ich lernte ja schnell und so erwiderte ich nun seine Küsse.

 

Ließ mich von ihm treiben, gab mich ihm ganz und gar hin... wollte ihm vertrauen... wollte seine Liebe spüren... und diese... erwidern.

 

Das leichte Kribbeln, das ich ebenfalls nicht kannte... spürte ich natürlich... doch ahnte ich lediglich was das bedeuten könnte.

 

Auf sein Angebot, dass ich sagen sollte, wenn mir etwas nicht gefiele, nickte ich nur, wollte diesen schönen Moment nicht mit Worten zerstören.

 

Aber ich wollte es jetzt wissen... wollte spüren, was er spürte... seine Liebe... seine Leidenschaft.

 

Alles was er mit mir tat fühlte sich einmalig, wenn auch ungewohnt an...

 

*-*-*

 

Nachdem Sephi mich auch geküsst hatte, küsste ich erneut sein Kinn, dann seinen Hals. Langsam wanderte ich hinunter, an seine Brust entlang und noch tiefer, bis ich vor ihm kniete.

 

Sacht befreite ich seine Männlichkeit, bearbeitete sie ein wenig mit der Hand, bevor ich sie in den Mund nahm und der Länge nach ableckte.

 

Genüsslich mit geschlossenen Augen ließ ich ihn wieder hinausgleiten und schaute Sephi dann an.

 

''Ist das gut?'', fragte ich frech, wobei meine eine Hand ein wenig über seine eine Pobacke strich.

 

*-*-*

 

Mit einem lauten Stöhnen quittierte ich Cleos tun... und wie er es mit mir tat....

 

Meine Hände krallten sich mal in den Tisch hinter mir und mal streichelte ich über seine Haare.

 

Wie er meine Männlichkeit verwöhnte... herrje... das würde ich so sicher nicht lange durchhalten. Meine Gefühle kochten schon über, diese Leidenschaft... die wie flüssige Lava durch meine Adern floss und mich beinahe zu verbrennen drohte.

 

"J-jaaa...", hauchte ich stöhnend, als er mich so mit dem Mund verwöhnte, was sich gigantisch anfühlte und ich nicht mehr wusste, ob ich schon auf Wolke sieben schwebte oder im höllischen Feuer der Leidenschaft verbrannte.

 

Ich wollte es aufhalten... doch ließ es sich nicht aufhalten... alles Blut schien nur noch dafür da zu sein um sich in meiner Männlichkeit zu sammeln... Cleos Blick und seine freche Frage und seine Hand an meiner Pobacke dazu, waren einfach ein viel zu gute Mischung, so dass ich mich nicht mehr beherrschen konnte und mit einem lauten Stöhnen, viel zu schnell kam... mich in seinem seinem Mund ergoss.

 

Mein Körper zitterte wie blöd vor Erregung, mein Herz schien sich zu überschlagen und ich musste erst einmal wieder zu Atem kommen... was nicht einfach war...

 

So etwas schönes hatte ich bis jetzt noch nie erlebt und ich wusste, dass ich davon sicher so schnell nicht wieder lassen konnte...

 

Ich beugte mich zu ihm hinunter, zog ihn sacht zu mir herauf und küsste ihn leidenschaftlich, so als könnte ich gar nicht anders...

 

*-*-*

 

Brav schluckte ich alles, was Sephi mir bot, als er kam. Anschließend erwiderte ich voller Begierde seinen leidenschaftlichen Kuss.

 

Dabei legte ich seine Hand auf meine Männlichkeit, die schmerzhaft pochend noch immer versteckt in meiner Shorts war.

 

Ich zeigte ihn, wie er mich streicheln sollte, vorerst über der Shorts.

 

Natürlich war ich sehr froh darüber, dass es ihm scheinbar gefallen hatte, was wir hier taten. Wo er doch erst so unsicher war und gar Angst hatte. Ob diese Leidenschaft Auswirkungen auf seinen Kampfstil haben würde?

 

Aber darüber wollte ich mir erst mal keine Gedanken machen, vielmehr wollte ich loslassen und entspannen.

 

*-*-*

 

Alles ließ ich nun mit mir geschehen, auch als Cleo meine Hand zu seiner Männlichkeit führte... wow... es fühlte sich gut an... aber auch ein wenig gewöhnungsbedürftig.

 

Doch wollte ich schon sehr viel mehr spüren... wurde frech und ließ seine Shorts kurzerhand zu Boden gleiten, um seine Männlichkeit dann richtig in die Hand zu nehmen und diese zu streicheln und zu massieren... sehr intensiv und regelmäßig.

 

Natürlich beherrschte ich das, auch wenn ich das noch nie vorher getan hatte... aber ich lernte eben sehr, sehr schnell... und perfektionierte es meist dann noch etwas.

 

Wieder küsste ich ihn, um dann dasselbe mit ihm zu tun, was er mit mir getan hatte. Küssend wanderte ich forschend an seinem Körper herab, schmeckte ihn leckend... strich mit meiner Zunge über beinahe jedes Fleckchen Haut von Cleo.

 

Schließlich erreichte ich seinen Bauchnabel, in den ich meine Zunge versenkte und mich so langsam zu ihm herab kniete.

 

Als ich schließlich seine Männlichkeit so dicht vor meinen Augen sah, konnte ich nicht widerstehen und begann ihn zunächst nur abzulecken... über den ganzen Schaft... leckte dann auch über die Eichel und nahm ihn dann in meinem Mund auf.

 

Zunächst sehr sanft begann ich an ihm zu saugen, doch dann wurde ich sehr viel heftiger und regelmäßiger... während meine linke Hand seine Hoden sacht massierend bearbeitete, hielt meine rechte Hand seine Männlichkeit sanft fest.

 

Natürlich konnte ich es nicht lassen immer wieder einen sehr frechen Blick zu ihm hinauf zu riskieren... wollte einfach wissen wie er ausschaute, wenn er diese Leidenschaft ebenfalls spürte...

 

*-*-*

 

Mit halb geöffneten Mund und halb geschlossenen Augen schaute ich zu, was Sephi mit mir tat. Vielleicht noch etwas holprig, aber dennoch ziemlich erregend ging er an die Sache ran.

 

Kaum zu glauben, dass er so etwas nicht kannte, so schnell wie er lernte. Liebevoll streichelte ich zwischendurch seine Wange. Ruhig stand ich da und ließ ihn mich verwöhnen, so wie ich ihn vorher verwöhnt hatte.

 

Es war eine ganze Weile er, wo mir das letzte Mal jemand so etwas schönes beschert hatte. Deshalb brauchte ich auch einen Moment, bis ich richtig in Fahrt kam.

 

Dabei überlegte ich erst noch, ob ich ihm wirklich im Mund kommen sollte. Immerhin kannte er so etwas nicht und ich wusste nicht, ob es ihm gefallen würde.

 

Doch dann war es auf einmal so erregend, dass ich kaum mehr Zeit hatte, zu reagieren. Mit einem leisen Brummen, ergoss ich mich, ohne Vorwarnung, in Sephis Mund und konnte nur hoffen, es wäre für ihn okay.

 

*-*-*

 

Darauf vorbereitet was kommen würde, saugte ich weiter an ihm, verwöhnte ihn... bis er schließlich kam und ich brav alles schluckte was er mir gab. Natürlich war ich drauf vorbereitet, denn kurz zuvor hatte ich mich ja ebenfalls in Cleos Mund erleichtert. Somit war es für mich nicht schwer zu wissen was gleich kommen würde.

 

Zudem ich ja sehr schnell lernte.

 

Frech schaute ich zu ihm hoch und leckte mir lasziv und sehr verführerisch über die Lippen. Noch einmal leckte ich langsam, genüsslich über seine Männlichkeit... konnte es eben nicht lassen. Erst dann erhob ich mich, schaute Cleo in die Augen und küsste ihn dann wieder leidenschaftlich... bekam einfach nicht genug von ihm und diesen tollen Lippen.

 

Es hatte sich schön angefühlt ihn zu verwöhnen, während Cleo mich ab und zu streichelte.

 

Niemals hätte ich gedacht, dass es sich tatsächlich so gut anfühlen würde... als Cleo davon gesprochen und ich mich geweigert hatte.

 

Aber nun hatte sich meine Angst in Luft aufgelöst und ich war froh es versucht zu haben.

 

"Ich... liebe dich.", hauchte ich Cleo ins Ohr und streichelte über seinen Rücken.

 

*-*-*

 

Endlich hörte ich die Worte, worauf ich so lange gewartet hatte. Obgleich es gar nicht lange war, für mich fühlte es sich wie eine Ewigkeit an.

 

''Ich liebe dich auch'', sprach ich und nahm Sephi in die Arme, um ihn einfach zu halten und zu spüren.

 

Es war so schön gewesen und endlich fühlte ich mich willkommen.

 

*-*-*

 

 

Epilog

 

 

Nachdem Sephiroth endlich zu seinen Gefühlen, die er für Cleo hegte, stehen konnte, wussten es auch bald seine Freunde und kamen sehr gut damit klar.

 

Denn was selbst Sephiroth nicht gewusst hatte, aber dann zu hören bekam... Genesis und Angeal waren schon seit langer Zeit ein Paar. Jedoch hatten sie sich nicht getraut, es ihrem Freund zu erzählen. Natürlich war Sephiroth schon sehr überrascht, doch nahm er es gelassen auf.

 

Cleo eröffnete, mit Sephis Hilfe, bald ein eigenes Waffengeschäft, das sehr gut besucht wurde. Auch kam er sehr gut in seiner neuen Heimat zurecht. Angeal und Genesis wurden auch bald zu Cleos Freunden. Sie trainierten Cleo, da er ja auch kämpfen lernen wollte. Sephiroth hatte für das Trainingsprogramm allerdings keinen Nerv... das mussten tatsächlich seine Freunde übernehmen.

 

Gemeinsam unternahmen sie auch sehr viel miteinander, wenn sie denn Zeit hatten, was nicht allzu oft der Fall war. Denn die drei Freunde mussten sehr oft auf die eine oder andere Mission und waren so manchmal Tage oder auch Wochenlang weg.

 

Sephiroth war und blieb der beste Kämpfer überhaupt und er hatte, trotz seiner Liebe zu Cleo, seine Härte, seine Grausamkeit und seine Gnadenlosigkeit nicht verloren. Er konnte noch immer genauso gut kämpfen wie vorher.

 

Cleo und Sephiroth wurden sehr glücklich miteinander, auch wenn sie sich oftmals lange nicht sehen konnten, was ihrer Liebe zueinander aber niemals einen Abbruch tat.

 

Im Gegenteil... wenn Sephiroth wieder da war, lebten sie ihre Liebe richtig aus und hatten natürlich ihren Spaß dabei.

 

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~ ENDE ~