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17. Türchen

Alphatier

Weiße Weihnachten bei den Wölfen

 

 

by Dark Sephiroth & Detail

 

 

17. Türchen

 

 

Verdutzt schaute ich Alan und Shari zu, wie sie sich küssten und doch hatte ich es irgendwie geahnt. Das Knistern war schon vorher zwischen ihnen gewesen. Man hatte es spüren können.

 

Es beruhigte mich, wie Shari reagiert hatte und ich hatte mich nicht in ihm getäuscht. Tatsächlich hatte er sich um Faolan gekümmert. Spätestens jetzt waren alle Zweifel ihm gegenüber beseitigt.

 

Nur zu gerne betrat ich Sharis Haus und schaute mich kurz suchend um. Da lag Faolan auf dem Sofa und schlief seelenruhig, wie ein Engel.

 

Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht und obwohl ich erst nicht wollte, ging ich zu ihm rüber und schob sanft meine Schnauze gegen die Seine.

 

Ich war so erleichtert, dass Tränen über meine Wangen liefen. Es ging ihm gut und mein Herz raste vor Glück. Seinen Geruch zog ich regelrecht in mir auf.

 

Nur kurz schaute ich zu Alan und Shari rüber und flüsterte dem Bauern ein ''Danke'' zu.

 

Dann legte ich meine Schnauze wieder zu Faolans.

 

Erst jetzt bemerkte ich, wie erledigt ich eigentlich war und so würde ich Sharis Angebot mit dem Essen auf jeden Fall annehmen.

 

Als mein Blick zum Fenster fiel, konnte ich sehen, wie es anfing zu schneien. Da würde heute sicherlich noch was runter kommen.

 

*-*-*

 

Alles gut, Haru, du musst dich nicht bedanken“, meinte Shari, etwas verwundert, da dieser Wolf reden konnte, schaute kurz aus dem Fenster und bot Alan und auch Haru an: „Wenn ihr mögt, könnt ihr hier bleiben, so kann ich euch doch unmöglich heim schicken. Zudem Faolan ohnehin noch Ruhe braucht und ihr anscheinend auch.

 

Aber jetzt bekommt ihr erst mal etwas zu Essen und zu Trinken“, sprach Shari und machte sich sogleich an die Arbeit. Alan schaute kurz zu Haru, der bei Faolan stand und zufrieden schien. Auch zu seinem kleinen Freund schaute Alan kurz, wollte ihn aber nicht stören... lächelte stattdessen erleichtert.

 

Auch Sharis Reaktion auf Haru freute Alan sehr und ließ sein Herz höher schlagen.

 

Also ich würde gern hier, bei dir bleiben, wenn es dir nicht zu viele Umstände macht“, willigte Alan ein.

 

Es macht mir keine Umstände, Alan. Bleibt solange ihr wollt“, dann ging Shari in die Küche und bereitete zunächst für Haru das Futter zu auch etwas Wasser füllte er in eine Schale. Alles zusammen brachte er ins Wohnzimmer zu Haru und stellte beides zu ihm.

 

Lass es dir schmecken, Haru. Und wenn du magst kannst du dich danach zu deinem Freund legen und dich ausruhen“, bot der Bauer dem Wolf an, ging anschließend wieder in die Küche und bereitete nun das Essen für sich und Alan zu... Alan war ihm gefolgt und lächelte ihn einfach nur an.

 

Darf ich dir etwas helfen?“

 

Nein, darfst du nicht, Alan. Du lässt dich jetzt mal von mir verwöhnen, denn das hast du dir verdient“, lehnte Shari Alans Angebot ab, lächelte aber.

 

Alan ging etwas auf seinen Freund zu und schaute ihn liebevoll an:

 

Shari... du bist so lieb und ich danke dir für deine Fürsorge um Faolan und Haru.“

 

Alan, ich tue das gern, wirklich, denn... weißt du... ich... habe mich schon seit einer gefühlten Ewigkeit in dich verliebt und... wenn die Zeit reif ist... würde ich mich freuen... wenn du meine Liebe zu dir erwidern und zu mir ziehen würdest.“

 

Alan war bei diesen Worten knallrot angelaufen und schaute verlegen zu Boden.

 

Mein... meinst du... das ernst?“

 

Ja, Alan, ich meine das ernst... sehr ernst. Seit Jahren sehe ich dich im Wald herum irren, sehe wie du dich um die Tiere kümmerst... dich für Gerechtigkeit einsetzt und sogar dein Leben für Tiere opfern würdest... aber das wichtigste ist.... dein unglaublich gutes liebendes Herz, in das ich mich verliebt habe.“

 

Tränen standen Alan bei Sharis Worten in den Augen, ging noch näher auf seinen Freund zu, hob seine Hand und strich sanft über dessen Wange, dann ...küsste er ihn auf den Mund... sanft und zärtlich.

 

Natürlich erwiderte Shari den Kuss sogleich und bekam kaum genug von Alan.

 

Nur kurz löste Alan den Kuss und hauchte Shari zu:

 

Ich glaube... ich habe mich auch in dich verliebt“, und schaute seinem Freund verlegen und lieblich errötet in die Augen.

 

Glaubst oder weißt du es, hm?“, wollte Shari, mit einem Grinsen, wissen.

 

Ich... ich... weiß es“, gab Alan nun zu und richtete seinen Blick nun wieder zu Boden.

 

Shari schob seinen Zeigefinger unter Alans Kinn, hob dessen Kopf ein wenig an und blickte ihm liebevoll in die Augen... dann legte er seine Lippen wieder ganz sanft auf Alans, küsste ihn unglaublich zärtlich. Erst danach machte er sich daran das Essen für sich und seinen Liebling weiter zuzubereiten.

 

Alan setzte sich auf einen Stuhl und schaute nachdenklich, aber auch sehr glücklich, aus dem Fenster.

 

*-*-*

 

''Danke'', hatte ich zu Shari gesagt, als er mir etwas zu Essen und zu Trinken hingestellt hatte.

 

Sicher hatte ich seine Reaktion bemerkt und dennoch vertraute ich ihm weiterhin und sprach mit ihm.

 

Während ich nun zu essen begann, schaute ich immer wieder zu Faolan rüber. Doch er schien tief und fest zu schlafen, was ihm auch gegönnt sei.

 

Als alles aufgegessen war, legte ich mich ganz vorsichtig zu ihm auf die Couch, wie Shari es mir angeboten hatte. Die Müdigkeit hatte mich voll und ganz im Griff.

 

Es dauerte nicht lange und bald schlief ich ein, zaghaft an Faolan geschmiegt, damit ich ihn ja nicht weckte. Doch brauchte ich einfach seine Nähe und seinen Geruch, denn das half mir beim Einschlafen.

 

Im Traum durchlebte ich nochmal alles, was geschehen war und bekam somit nicht mit, was zwischen Alan und Shari passierte. Doch ich wusste, wie sehr sie einander liebten, da ich das spürte und ich gönnte es ihnen von ganzem Herzen.

 

Außerdem wusste ich, wie gut wir hier aufgehoben waren und dachte vorerst gar nicht an Zuhause. Mich würden keine zehn Pferde von Faolans Seite wegbekommen. Noch einmal würde ich diesen Fehler nicht machen und ihn zurück lassen.

 

Ich machte mir Schuldvorwürfe, weil ich versprochen hatte, auf ihn aufzupassen.

 

*-*-*

 

Shari hatte für Alan und sich etwas leckeres zu Essen und zu Trinken bereitet... natürlich hatte er auch daran gedacht, dass Alan kein Fleisch aß und somit für ihn ein rein vegetarisches Essen zubereitet.

 

Während Shari den Tisch deckte, ging Alan ins Wohnzimmer und schaute nach seinen beiden Freunden, die aber friedlich schliefen und sich nun endlich zu erholen schienen.

 

Dennoch wusste er, dass beiden noch eine schwierige Phase bevor stand. Ob Faolan endlich Harus Liebe erwidern würde?

 

Alan hoffte es für beide, denn sie passten seiner Meinung nach einfach zusammen... sie gehörten zusammen, wie Pech und Schwefel... wie der Schnee zum Winter. Faolan musste einfach zur Vernunft kommen und er würde sich auch an das Zusammenleben mit Haru gewöhnen... auch wenn er sicher dafür etwas Zeit brauchen würde.

 

Schließlich deckte Alan Haru noch zu und ging dann wieder in die Küche, wo ein toll gedeckter Tisch und Shari auf ihn warteten.

 

Wow, das sieht toll aus.“, freute sich Alan und lobte seinen Freund, während er sich an den Tisch zu Shari setzte.

 

*~*

 

Kein Plan wie lange ich geschlafen hatte, aber als ich erwachte, spürte ich, dass etwas... nein jemand neben mir lag. Sacht drehte ich mich um und sah Haru neben mir liegen.

 

Ob dann auch... Alan hier war?

 

Sicher, so musste es sein. Da ich noch sehr müde war, blieb ich erst mal liegen, schaute Haru beim Schlafen zu und konnte mir ein sanftes Lächeln nicht verkneifen.

 

Dennoch war ich mir noch immer nicht ganz sicher, ob ich Harus Liebe erwidern konnte. Irgendwie hatte ich ein wenig Angst davor... warum auch immer.

 

*-*-*

 

Keine Ahnung, ob mein Gehirn zu viel arbeitete oder meine innere Unruhe zu groß war, denn lange schlief ich nicht. Obwohl ich durchaus noch Schlaf nötig hätte.

 

Müde öffnete ich die Augen, schloss sie direkt wieder, um sie erneut zu öffnen. War Faolan etwa wach? Hatte ich richtig gesehen?

 

Ja, das hatte ich und so lächelte ich ihn liebevoll an.

 

''Hey'', kam es leise von mir, ''Wie fühlst du dich?'', wollte ich sehr liebevoll dann wissen, da ich Faolan keine Vorwürfe machen wollte.

 

Dabei wagte ich es nicht, mich zu bewegen. Immerhin lag ich sehr dicht bei ihm und hätte mich nur zu gerne an ihn geschmiegt. Aber ich wollte ihn nicht bedrängen, auch wenn ich ihn irgendwie erobern wollte.

 

Erstmal sollte er sich erholen. Das war wichtiger. Erstmal zumindest.

 

Hier roch es mittlerweile nach leckerem Essen, obgleich kein Fleisch darin zu sein schien. Alan und Shari aßen scheinbar in der Küche und der Duft war bis nach uns gezogen.

 

Müde unterdrückte ich ein Gähnen, da mein Körper mehr Schlaf forderte, ich nur jetzt nicht wieder einschlafen wollte.

 

*-*-*

 

Hey“, erwiderte ich, nachdem ich mich verwandelt hatte: „Jetzt geht es mir schon besser, danke. Sag, ist Alan auch hier?“, wollte ich gleich noch von Haru wissen, sah aber auch, dass er noch sehr müde zu sein schien.

 

Ich erwiderte Harus Lächeln, schaute ihm intensiv in die Augen und dachte dabei über sein Liebesgeständnis an mich nach. Irgendwie fiel es mir noch sehr schwer es zu glauben.

 

Warum und wieso hatte er sich ausgerechnet in mich verliebt?

 

Haru... ich... muss etwas wissen... ich komm irgendwie noch nicht so wirklich mit deiner Liebe zu mir klar. Warum hast du dich ausgerechnet in mich verliebt?

 

Ja, ich weiß auch, dass die Frage jetzt wahrscheinlich ziemlich dämlich ist und du zu müde sein wirst um sie mir zu beantworten. Aber mich beschäftigt diese Frage sehr... verzeih mir, bitte.“

 

Ja, ich musste ihm diese Frage stellen... auch wenn sie kaum einen Sinn ergab.

 

*-*-*

 

~ Ende Teil 17 ~