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Ewiges Eis

Ewiges Eis

 

by Dark Sephiroth & Detail

 

 

Langsam und wachsam ging ich durch die ruhigen Straßen. Nichts war zu hören oder zu sehen. Nicht mal ein Vogel saß irgendwo. Alles war mucksmäuschenstill.

 

Nur meine eigenen Schritte hallten durch die Stadt.

 

Die Tiere hatten sich schon lange aus dem Staub gemacht, weil sie von der Gefahr wussten. Wir hatten die wenigen Menschen evakuiert und waren jetzt hier die einzigen, die die Zeit über hier leben würden.

 

Langsam wurde es kälter um mich herum. Noch einmal scannte ich die Gegend ab, ob auch wirklich niemand sich irgendwo versteckt hatte, denn das wäre sein sicherer Tod gewesen.

 

Ich schaute mich um, zu meinen zwei Begleitern. Meine eisblauen Augen sahen es dann von weitem kommen. Lässig schwenkte ich meinen Kopf zu meinem Freund rüber, schüttelte so meine weißen Haare aus dem Gesicht.

 

Dann ließ ich eine Schutzkugel um mich herum entstehen, damit mich das Eis nicht auch umschloss, wie alles um uns herum.

 

Während ich langsam weiter ging zu unserer unterirdischen Unterkunft, schloss das ewige Eis alles ein. Die Bäume, Häuser und Blumen um uns herum genauso, wie den Fluss, der durch die Stadt lief.

 

Einfach alles!

 

''Slash! Ihr solltet vor der Ankunft des ewigen Eises wieder hier sein'', schimpfte Iram mit mir. Er führte sich manchmal auf, als wäre er hier der Boss.

 

Nur weil er uns alle nach und nach aufgenommen hatte und mit der Armee ein Abkommen hatte. Außerdem war er der Älteste unter uns .

 

Doch deswegen musste er sich so nicht aufführen.

 

Sicher hatten wir uns alle bereit erklärt hier für Recht und Ordnung zu sorgen und zu versuchen, die Natur trotz des ewigen Eises am Leben zu erhalten. Was manches Mal gar nicht so einfach war.

 

Im Grunde blieb uns nichts anderes übrig, da normale Menschen bei diesen eisigen Temperaturen unmöglich hier überleben könnten. Nur wir Mutanten hatten verschiedene Fähigkeiten und konnten somit der Kälte trotzen.

 

Ich ignorierte Irams Gerede gekonnt und gönnte mir erst mal einen schönen heißen Tee. Zum Glück war es hier unten wenigstens warm.

 

''Ist die Stadt leer?'', hörte ich ihn dann fragen, da auch meine zwei Begleiter ihn ignoriert hatten.

 

*-*-*

 

Wie jeden verdammten Tag, saß ich auch heute hier in meinem kleinen Haus, am Rande der Stadt, schaute grinsend aus dem Fenster und bewunderte mein Kunstwerk, bestehend aus ewigem Eis, das so schön glitzerte.

 

Vor Jahren hatten sie mich hier eingesperrt, weil ich Befehle verweigert und mutwillig Schaden angerichtet hatte.

 

Natürlich hatte ich so meine Mittel und Wege, wie ich das Haus dennoch verlassen konnte, aber noch war die Zeit nicht reif, aber sie würde kommen und dann konnten sie sich alle warm anziehen...

 

Aber es war auch ganz gut so, dass ich nun nicht raus konnte, denn so musste ich mir das ganze Elend nicht mitansehen, wobei, was kümmerte mich das Elend anderer...

 

Ja, ich hatte in der Stadt das viele Eis entstehen lassen und ich war noch lange nicht damit fertig.

 

Sie alle würden sich noch wundern!

 

Die glaubten doch wahrhaftig, dass ich nichts mehr anrichten konnte, nur weil sie mich hier eingesperrt hatten.... diese Narren! Die hatten doch tatsächlich vergessen, dass ich mich weiter entwickelte und somit immer stärker wurde.

 

Aber alles zu seiner Zeit... und diese Zeit würde kommen... sehr bald schon.

 

Ich hatte die Macht des Eises, aber auch die des Feuers in mir und nannte mich selbst aber Fireball. Denn die Macht des Feuers gefiel mir sehr viel besser und ich beherrschte diese Macht auch besser, als die des Eises.

 

Dennoch war ich noch immer dabei das ganze Land so nach und nach in ewiges Eis zu verwandeln. Es machte mir einfach Spaß... schade fand ich dabei nur, dass sie die Menschen so schnell evakuiert hatten. Hätte ich es doch gern gesehen, wenn einige von ihnen elendig krepiert wären.

 

Ja, ich war der Böse und die Figuren, die da draußen für Recht und Ordnung sorgten, waren sozusagen die Guten oder sie hielten sich zumindest dafür.

 

Hach ja, der gute Slash war unverbesserlich. Dabei hatte ich ihm noch, vor gar nicht allzu langer Zeit angeboten an meiner Seite zu bleiben, mit mir gegen die Menschen zu kämpfen... tja, leider hatte er ablehnt... und würde jetzt eben auch mit den Folgen leben müssen.

 

Im Zentrum meines kleinen Hauses stehend rief ich die Mächte des Eises herbei, um wieder einen Teil des Landes mit Eis überziehen zu können.

 

Meine flammenden Haare wehten dabei, als würde hier ein starker Wind wehen, was natürlich nicht der Fall war, meine feuerroten Augen wurden eisblau, während ich mich weiter darauf konzentrierte alles vernichten zu wollen.

 

Ein dichter Sturm zog draußen auf und überzog so einen weiteren Teil des Landes mit meinem ewigen Eis.

 

Niemand schien sich mehr an mich zu erinnern, niemand schien zu wissen, dass ich das ganze Chaos da draußen verursachte... umso besser... so konnte ich ungestört weiter machen... und das würde ich auch.

 

Gegen das Eis konnten sie nicht mal etwas tun, denn nur ich, mit meiner Kraft des Feuers, könnte das Eis auflösen... es schmilzen lassen.

 

Aber warum sollte ich das tun?

 

Was hätte ich denn davon?

 

*-*-*

 

''Alle sind rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Die Schutzwalle stehen und sind undurchdringlich für das Eis. Er wird nur bis zu einer gewissen Grenze sich ausbreiten können'', hörte ich Iso, meinen Freund an Iram gerichtet sagen.

 

''Nur, dass wir hier eingeschlossen sind'', sagte ich leise und mit einer Traurigkeit in der Stimme.

 

Alle Mutanten hier hatten Kräfte die mit dem Eis klar kamen. Ich hatte nur meine Schutzkugel dem entgegenzubringen. Zwar konnte ich die Gegend abscannen, war deswegen so wichtig, doch wärmte mich das nicht besonders.

 

''Hör auf!'', schrie Tyler mich an, ''Das hier ist nicht unser Grab!''

 

Was wussten sie schon. Sie hatten nicht erlebt, was ich erlebt hatte und nicht gesehen, wie Fireball war oder sein konnte.

 

Aber ich wusste auch, dass er einen weichen Kern hatte und nicht immer der Böse war.

 

Kräftig schluckte ich meine Gedanken mit den Tee runter und verließ den ersten Raum.

 

''Ich geh duschen'', sagte ich zu den Anderen. Denn das brauchte ich jetzt mehr denn je, um mich aufzuwärmen.

 

Es gab hier unten vier Räume. Den großen, indem auch Fahrzeuge für uns standen, die wir allerdings, wenn es weiter so heftig werden würde, wohl kaum benutzen konnten. Die Küche, das Bad und einen Schlafsaal.

 

Freiraum, wer brauchte den schon?

 

Das Bad war klein und ausreichend ausgestattet. Es gab Wasser für uns in einen Boiler, der sich regelmäßig erwärmte, so dass er nicht auch einfror. Außerdem war hier auch der Generator, der hier alles Warm hielt und uns mit ein bisschen Strom versorgte.

 

Die Dusche tat gut, auch wenn es laut brummte durch die Leitungen. Anschließend trocknete ich meine Haare mit den Fön und zog mich wieder warm an.

 

Meinen hellblauen Mantel mit weißen Plüschstehkragen zog ich drüber, dann noch meine dicken weißen Schneestiefel und meine weißen Handschuhe.

 

Danach ging ich in die Küche, wo Sven schon am kochen war. Er ging selten raus, kümmerte sich lieber um unsere Verpflegung und dass es hier sauber war.

 

''Seid in einer Stunde zurück, dann ist das Essen fertig'', sagte er grinsend und ich nickte.

 

Anschließend ging ich wieder in die große Halle, wo Iso an einem Fahrzeug herumbastelte.

 

''Oh, du bist schon wieder startklar?'', begrüßte er mich und wischte sich die Hände an einen Lappen ab.

 

''Denkst du, wir können es benutzen?'', fragte ich direkt.

 

''Wir werden es zumindest versuchen', bekam ich als Antwort und er schloss die Motorhaube.

 

''In einer Stunde gibt es Essen'', gab ich an ihm weiter, während ich mich auf den Fahrersitz setze. Iso schaute mich Kopfschütteln an, während er seine dicke schwarze Jacke anzog, die perfekt zu seinen schwarzen kurzen Haaren und dunkelbraunen Augen passte.

 

''Das wirst du dann auch dringend brauchen'', bekam ich zur Antwort, während er sich auf den Beifahrersitz setzte, da ihm ja nun nichts anderes mehr blieb, auch wenn er hätte fahren wollen.

 

Anschließend startete ich den Motor und Tyler öffnete von drinnen kurz das Tor, damit wir rausfahren konnte.

 

Die Auffahrt war noch zur Hälfte eisfrei, weil wir ja unterirdisch wohnten.

 

''Man ist das Eis schon weit vorgedrungen'', sprach Iso aus, was auch ich dachte.

 

''Denkst du, dass es uns erreichen wird?'', fragte ich besorgt meinen besten Freund.

 

''Ich frage mich eher, ob unser Fahrzeug da hochkommt'', bekam ich als Antwort.

 

*-*-*

 

Da ich anscheinend nichts zu befürchten hatte, da sie mich eh vergessen hatten, machte ich weiter mit meiner Zerstörungswut.

 

Ja, ich war noch immer richtig angepisst. Sie hatten mich behandelt wie ein Stück Dreck und wie es jeder tun würde, habe ich mich gewehrt... habe deshalb die Befehle verweigert... habe deswegen diese Schäden damals angerichtet... die natürlich schon längst wieder in Ordnung gebracht worden waren, da ich damals ja noch nicht allzu viel Macht und Kraft besessen hatte.

 

Aber heute hatte ich diese Kräfte sehr wohl und ich hatte mich weiter entwickelt... meine Kräfte perfektioniert. Niemanden würde ich am Leben lassen... ich hasste sie alle bis ins tiefste meiner Seele.

 

Das alles hatten sie sich selbst zuzuschreiben... so wie sie mich behandelt hatten... nur weil sie schon damals Angst vor mir gehabt hatten.

 

Nun, jetzt war ich am Zug, doch würde ich noch ein wenig warten müssen, denn noch war meine Zeit nicht gekommen.

 

Ich war mir fast sicher, dass niemand mehr wirklich wusste wo ich mich befand... aber schon bald würde ich sie alle das Fürchten lehren... sie hatten es ja nicht anders gewollt...

 

Zu allem fest entschlossen, schaute ich nun zum Fenster hinaus, worin sich mein fast feminines Gesicht spiegelte, aus dem nun wieder feuerrote Augen traurig und doch voller Zorn, drein schauten. Meine flammenfarbigen, langen Haare, umrahmten mein Gesicht sanft, während ich mein Kunstwerk betrachtete.

 

*-*-*

 

''Das werden wir gleich sehen!'', sagte ich und gab Gas. Die Schneeketten, die speziell dafür entworfen wurden, gaben ihr Bestes und tatsächlich schaffte das Fahrzeug die Hürde.

 

Wir fuhren die Landschaft entlang und schauten uns um, was wir morgen als Erstes zu tun hatten. Im Grunde sah es wunderschön aus, so alles aus Eis gezaubert.

 

''Wir werden den Befehl ignorieren, habe ich recht'', hörte ich Iso mich fragen.

 

''Selbst wenn wir ihn ausführen wollten, ist Fireball mittlerweile viel stärker als wir fünf zusammen...'', antwortete ich ihm.

 

''Denkst du, dass er sich bereits befreit hat?'', wollte mein bester Freund wissen.

 

''Nein, er wird den richtigen Augenblick abwarten. Aber ich denke, dass er es nicht mehr als Gefängnis ansieht, sondern sich eher zu nutzen macht, wie ein Haus'', sprach ich ruhig.

 

''Gut, lass uns morgen als erstes den Fluss kurz auftauen, damit die Pflanzen Wasser bekommen. Aber jetzt sollten wir langsam zurückkehren'', sagte Iso und ich wendete das Gefährt.

 

Es war sehr gut, dass wir es hatten und morgen damit fahren konnten. So könnte ich mich zwischendurch aufwärmen und würde länger durchhalten.

 

Als wir wieder in der unterirdischen Unterkunft ankamen, ging das Tor auf und Iram ließ uns wieder rein.

 

''Ihr seid spät'', brummte er, als wir ausstiegen, nachdem das Tor wieder geschlossen war.

 

Wir sagten nichts, sondern gingen hinein in die Küche, wo das Essen bereits auf dem Tisch stand. Tyler und Sven saßen schon dort und warteten auf uns. Iram kam hinter uns in die Küche. Endlich aufwärmen und etwas warmes Essen. Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut.

 

*-*-*

 

Endlich, die Nacht brach herein, das war es worauf ich gewartet hatte... nun war meine Zeit der Rache gekommen!

 

Die Sterne standen wirklich sehr günstig und so machte ich mich bereit für meinen Auftritt!

 

Nur einer kleinen Konzentrationsübung bedurfte es und ich verwandelte mein Äußeres in ein eisiges Blau... nur meine Haare konnte ich nicht verwandeln, sie blieben wie sie waren.

 

Nur wenig später war ich bereit und verließ nun mein "Gefängnis"...durch den unterirdischen Gang schwebend.

 

Endlich, ich hatte es geschafft... ich war wirklich draußen und richtete meinen Blick zunächst hinauf zum Himmel. Wie schön es hier doch war und ich war frei.... endlich frei!

 

So erhob ich mich in die Lüfte, begann über dem Land zu schweben, während ein böses, rachsüchtiges Grinsen meine Lippen umspielte.

 

Jetzt da ich endlich frei war, gewannen meine Kräfte erst richtig an Macht. Mit nur einem einzigen Wimpernschlag verwandelte ich nun das ganze Land, mit allem was drauf stand und lebte in Eis und Schnee. So dass es nun noch kälter wurde, nichts war noch vor mir sicher.

 

Tiere erfroren, auch die Menschen, die sich vielleicht noch hier und da befanden, die man hatte nicht evakuieren können, erfroren ebenfalls und starben einen grauenvollen Tod.

 

Wälder, Gewässer, Gräser... alles wurde von mir vereist und es gab nichts was man dagegen würde tun können.

 

Kraft meiner Gedanken wusste ich natürlich, dass sich Slash schon Sorgen machte... aber auch ihn kümmerte es wohl kaum, was ich fühlte... natürlich nicht... warum sollte er auch...

 

Verletzt, in einer Mischung aus Schmerz und Zorn gefangen, schwebte ich weiter über das Land, ließ einen orkanartigen Sturm entstehen, so dass kein Stein mehr auf dem anderen blieb.

 

Alles was man noch am Himmel sehen konnte, sofern sich noch wer draußen aufhielt, waren meine flammenroten Haare, die ausschauten wie ein Feuerschweif.

 

Ich würde das alles so lange weiterführen, bis man mich von der Schuld freisprach, sich bei mir entschuldigte und die Jahre meiner Verbannung, an mir, wieder gut machte.

 

Erst dann würde ich mit meinem Feuer das Eis schmilzen und alles wieder auftauen lassen.

 

Erst dann würde es hier wieder Leben geben.

 

Aber das würden sie ja nicht wollen, denn sie hatten ja ach so große Angst vor mir, und das obwohl ich früher niemals jemandem etwas getan hatte... einzig und allein das Wissen um meine Kräfte und was draus werden konnte, hatte ihnen Angst eingejagt, so dass sie mich verbannten.

 

Und dann auch noch unter einem schändlichen Vorwand... mit einem Trick hatten sie mich dazu gebracht, dass ich dieses Haus betrat... und mich dann eingesperrt! Ich Narr war damals leider noch zu klein und zu naiv um zu erkennen was sie vorhatten.

 

Das würde mir nun nicht noch einmal passieren... leiden sollten sie... alle sollten leiden.

 

*-*-*

 

Wir waren gerade am Essen, als sich ein Schauer über meinen ganzen Körper ausbreitete. Hatte jemand die Tür aufgelassen? Es war auf einmal so kalt, obwohl das Essen mich eigentlich wärmen sollte.

 

Ich schüttelte mich und rieb mir die Hände.

 

Iso schaute mich an und wusste genauso, wie ich, was los war.

 

''Er ist frei!'', sprach ich in die Runde und sah Irams besorgten Blick.

 

''Der Kerl wird uns noch alle umbringen'', schimpfte er.

 

''Wird er nicht!'', schrie ich und sprang auf. Mein Stuhl knallte dabei zu Boden.

 

''Ihr tut ihm alle unrecht. Wann kapiert ihr das endlich?'', wetterte ich gegen meine Freunde.

 

Dann ging ich in den Schlafraum, wollte am liebsten niemanden mehr sehen. Wütend schmiss ich mich auf mein Bett und suchte unter meiner Decke Schutz. Es war wirklich kälter hier drin geworden.

 

Nach einer ganzen Weile hörte ich Schritte und wusste genau, dass es Iso war.

 

''Ich hoffe sehr, dass du dich nicht in ihm irrst'', hörte ich ihn sagen. Auch er zweifelte ein wenig, obwohl er mir glauben wollte.

 

Dann kam Sven etwas aufgelöst rein.

 

''Der Boiler ist ausgefallen! Egal was ich versuche, ich bekomme ihn nicht wieder zum Laufen. Die Temperatur fällt schnell'', sagte er ziemlich fertig.

 

Geistesgegenwärtig stand ich auf und zog meinen Mantel an.

 

''Was hast du vor?'', fragte Iso, ''Du willst doch nicht da raus? Ist dir klar, was da draußen los ist? Das hältst du nicht aus. Dann wirst du erfrieren.''

 

''Wenn ich hier drinnen bleibe, werde ich wohl auch bald erfrieren'', entgegnete ich.

 

Iso nickte verstehen und zog sich auch an.

 

''Dann lass mich wenigstens mitkommen'', sprach er.

 

Damit war ich einverstanden. Tyler und Iram waren noch damit beschäftigt und versuchten den Boiler wieder zum Laufen zu bekommen. Außerdem legten sie eine schützende Schicht in der Unterkunft an, damit die Wärme länger drin blieb und die Kälte draußen.

 

Bevor wir rausgingen, erschuf ich meine Schutzhülle, um mich herum. Das Fahrzeug konnten wir bei dem Sturm vergessen. Also mussten wir zu Fuß raus.

 

Iso war des Eises ebenfalls mächtig, so dass er eine Art Bahn erschuf, auf der wir schlitterten oder es zumindest versuchten. Nachdem das Tor hinter uns zu ging, wurde uns erst mal bewusst, was da draußen eigentlich los war.

 

Der ganze Gang war fast zugefroren, so dass wir uns durch eine kleine Öffnung quetschen mussten. Es war trotz meiner Schutzhülle sehr kalt und extrem stürmisch.

 

Fireball vernahm ich am Himmel, durch das aufblitzen seiner Haare. Weshalb ich nach oben zeigte, um Iso klar zu machen, dass ich da rauf müsste.

 

Er erschuf eine Treppe, die allerdings immer wieder zerbrach, wegen des heftigen Windes. Dann versuchte er es mit einem Berg, aber Fireballs Macht war viel zu groß, als dass er dagegen ankommen könnte.

 

Mittlerweile waren wir ziemlich weit von der Unterkunft entfernt, wegen der vielen gescheiterten Versuche nach oben zu gelangen. Iso war ziemlich fertig, aber auch mir schwanden die Kräfte.

 

Ich hatte kaum noch die Kraft meine Schutzhülle aufrecht zu erhalten, so kalt war es.

 

''Nein'', hörte ich Iso, als er sah, wie meine Schutzhülle flackerte. Ohne sie, könnte ich nicht lange genug überleben und die Unterkunft war zu weit weg.

 

Mit letzter Kraft erschuf Iso eine so harte Mischung aus Treppe und Berg, die nicht zerbrach. Doch ich hatte keine Kraft mehr und meine Schutzhülle erlosch. Irgendwie spürte ich noch, wie Iso mich auffing.

 

Er brachte mich nach oben und sprach Fireball direkt an.

 

''Fireball! Willst du uns alle töten? Wir sind doch von der selben Art. Willst du Slash töten? Er schafft es nicht rechtzeitig zurück zur Unterkunft. Ich flehe dich an, rette ihn! Dir liegt doch etwas an ihm... Nimm ihn und rette ihn'', sprach Iso direkt zu Fireball mit Tränen in den Augen und übergab den bewusstlosen Körper in dessen Obhut.

 

Dann ging er wieder runter und zerstörte selber, was er erschaffen hatte. Jetzt glaube er an meine Worte und ging langsam zurück, um sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen.

 

Denn wenn Fireball, das erwiderte, was Slash fühlte, würde er ihn nicht sterben lassen, dessen war sich Iso sicher.

 

*-*-*

 

Mit großen Augen schaute ich dem Schauspiel zu, das sich mir bot und ich musste schon schlucken, als sich Iso, den ich aber nur von sehen her kannte, so weit zu mir hoch wagte und diese Worte an mich richtete. Seine Tränen jedoch ließen mich kalt... was interessierte mich das Unglück anderer...

 

...und ich hielt es auch nicht für notwendig Iso eine Antwort auf seine Fragen zu geben.

 

Nun übergab er mir auch noch Slash... herrje, was sollte ich denn bitte, mit ihm tun?

 

War das etwa wieder ein Trick... ein Vorwand... um mich zu kontrollieren... mich womöglich wieder einzusperren?

 

Nein, ich spürte direkt, dass es Slash gerade nicht gut ging.

 

Vorsichtig umhüllte ich Slash mit einer wärmenden Hülle und flog mit ihm zurück zu meinem Haus. Dort angekommen, ging es wiederum durch den unterirdischen Gang, um kurz darauf im Haus zu landen.

 

Das Schlafzimmer erreicht, legte ich ihn auf das Bett, deckte ihn zu und ließ meine Hände sacht über seinen Körper wandern, ohne ihn jedoch zu berühren, schickte dabei wärmende Energie durch seinen Körper, so dass es ihm bald wieder besser gehen und er nicht sterben würde.

 

Jedoch tat ich alles ohne irgendwelche Gefühle, schaute ihn auch nicht wirklich an. Ich sollte ihm helfen... ich tat es... aber das war es auch schon.

 

Damals hatte er sich mir nicht anschließen wollen und jetzt wollte ich nicht mehr.

 

Sicher, ich hatte ihn gerettet, aber mehr würde von meiner Seite nicht kommen. Ich würde meine Zerstörung weiterführen... solange bis von den anderen irgendwas kommen würde.

 

Denn nur weil Slash jetzt hier in meinem Bett lag, hieß das noch lange nicht, dass alles wieder gut war.

 

Dazu hatte man mir einfach zu weh getan und ich war dafür auch viel zu zornig.

 

Da es Slash nun bald wieder besser gehen würde und er nun anscheinend schlief, verließ ich das Zimmer, lehnte aber, warum auch immer, die Tür nur an.

 

Im Turmzimmer angekommen blickte ich, von dort aus, auf das Land... mein Kunstwerk... so wunderschön glitzernd und herrlich.

 

*-*-*

 

Mit einem kräftigen Atemzug schoss ich hoch und stand gerade im Bett. Wo war ich? Gerade eben war ich noch draußen gewesen bei Iso und Fireball...

 

War ich bei ihm? Es musste wohl so sein.

 

Ein Schauer raste über meinen Körper und ließ mich unweigerlich zittern. Meine Lippen fingen an zu beben und meine Zähne an zu klappern. Auch wenn mir wärmer war, spürte ich noch immer die Kälte, in der ich beinahe gestorben wäre.

 

''Hallo?'', fragte ich zaghaft, ''Ist da jemand?''

 

 

''Fireball?'', hakte ich zögerlich nach.

 

Hatte er mich tatsächlich gerettet und bei sich aufgenommen? Sollte es wirklich so sein?

 

Ich wollte ihm so vieles sagen, weil vieles unausgesprochen war. Es gab so viel zu klären.

 

Noch immer hallten Isos Worte in meinen Ohren nach: ''Wenn du es ihm nicht sagst, woher soll er dann wissen, wie du fühlst?''

 

Recht hatte er und es war an der Zeit. Entweder würde ich alles verlieren oder aber...?

 

*-*-*

 

Vom Turmzimmer aus, spürte ich, dass Slash wach war und ich konnte auch hören, dass er nach mir suchte. Also stieg ich vom Turm herab und suchte mein Schlafzimmer auf.

 

Nur Minuten später hatte ich mein Schlafzimmer erreicht und fand dort auch schon Slash vor.

 

"Ah, hallo Slash, du bist wach, wie schön, dann kann ich dich ja gleich zu deinen Freunden bringen. Oder gibt es noch was? Du schaust aus, als wolltest du etwas los werden.", sprach ich ihn an, jedoch ohne irgendwelche Gefühle zu zeigen.

 

Mit meinen, nunmehr wieder feuerroten, Augen schaute ich Slash abwartend an.

 

Kaum konnte ich es erwarten meiner Zerstörungswut weiter nachzugehen.

 

Alle wollte ich leiden sehen... ja sie alle sollten leiden, so wie ich all die Jahre gelitten hatte... nur bei Slash schienen meine Rachegefühle gemildert zu sein... auf den Nullpunkt abzusinken.

 

Ich vermochte es einfach nicht meine Rachegelüste auf ihn zu projizieren.

 

Mit verschränkten Armen, was schon beinahe trotzig wirkte, stand ich vor Slash und wartete auf das was eventuell von ihm kommen würde.

 

"Nun, was ist? Hat es dir die Sprache verschlagen?", fügte ich trotzig hinzu.

 

*-*-*

 

Für einen Moment hatte ich ganz vergessen, das Fireball Gedanken wahrnahm. Deshalb blieb ich vorerst stumm und schaute ihn an. Er hatte sich verändert, nicht nur innerlich auch äußerlich merkte man ihm seine Stärke an.

 

Ich musste kräftig schlucken, ehe ich ein Wort herausbekam.

 

''Fireball... Danke, dass du mich gerettet hast. So war es doch, oder?...

 

Weißt du... ich habe dich nie wirklich abgewiesen. Nur wollte ich nie einer von den Bösen sein'', begann ich meine Worte zu finden.

 

Mein Blick richtete ich auf ihn, schaute ihn in die Augen und versuchte den Mann wiederzufinden, den ich kannte. Das Gute in ihm musste doch noch irgendwo sein.

 

''Mir liegt zwar nichts an den Menschen und auch kann ich keinesfalls nachvollziehen, wieso sie dich so behandelt haben. Aber gegen sie angehen, das kann ich auch nicht.

 

Ich bitte dich, Fireball, hör auf damit. Du bringst uns alle um. Wir sind doch wie du! Oder etwa nicht? Findest du uns so verschieden? Bitte, sag es mir...'', sprach ich mit Tränen in den Augen.

 

Langsam erhob ich mich, auch wenn meine Beine noch nicht so wollten, wie ich es gerne gehabt hätte, so ging ich doch auf ihn zu.

 

''Warum hast du mich gerettet? Wenn du mich auch hättest sterben lassen können'', fragte ich ihn direkt, wo ich so vor ihm stand.

 

Doch meine Knie wurden weich und gaben nach. Reflexartig hielt ich mich an Fireball fest.

 

''Liegt dir etwas an mir? Bitte, sag es mir, Fireball... Du bist mir sehr wichtig! Außerdem weiß ich ganz genau, dass da drin noch ein anderer Fireball steckt. Einer, den ich lieben gelernt habe!... Ja, du hörst richtig, Fireball. Ich liebe dich!'', offenbarte ich ihm mein Anliegen, während meine Hand auf seiner Brust lag, um zu zeigen, wo sein gutes ich stecken müsste.

 

''Bitte, hör auf mit dem Wahnsinn und komm mit mir irgendwohin, wo es keine Menschen gibt, sondern nur uns Beide...'', schluchzte ich bittend.

 

Gab es noch Hoffnung gegen diese Kälte? War da irgendwo die Wärme, die ich so liebte und jetzt so dringend brauchte? Mir war immer noch kalt und ich sehnte mich so danach gehalten zu werden.

 

*-*-*

 

Die Worte von Slash ließ ich mir durch den Kopf gehen, bevor ich darauf antworten konnte.

 

Seinen Blick und seine Tränen in den Augen sah ich wohl, doch konnte ich damit nicht viel anfangen.

 

Au man, jetzt kam er mir mit Liebe an... toll! War das wieder nur ein Trick? Hatten sie ihn vielleicht vorgeschickt, um mich zum Aufhören zu bewegen?

 

Das könnte denen so passen, dass ich aufhörte meiner Rache nachzugehen, mich womöglich ihren Gesetzen beugen! Nein, niemals!

 

Ich wollte Genugtuung und Wiedergutmachung!

 

Noch immer schweigend fing ich Slash auf, als er hinzufallen drohte, und hielt ihn in meinen Armen. Er schien noch immer zu frieren und ich hatte das Gefühl, dass er ein wenig zitterte.

 

Ich wollte mal nicht so sein und hüllte seinen Körper in eine sanfte Wärme ein. Sagen konnte ich zunächst nichts, dazu war ich viel zu sehr mit dem Nachdenken beschäftigt.

 

Dann hob ich Slash hoch, bracht ihn wieder zum Bett und legte ihn drauf. Mit einer weichen Decke umhüllte ich ihn, so dass er nicht mehr zu frieren brauchte.

 

Anschließend setzte ich mich zu ihm aufs Bett und schaute ihn nachdenklich an.

 

"Ja, Slash, ich habe dich gerettet, obgleich ich dich hätte auch sterben lassen können... aber nun ja, das wollte ich eben doch nicht. Und ob ich mit dem Wahnsinn aufhöre, kommt ganz auf diejenigen an, die mir das hier angetan haben. Die mich verbannten, nur weil sie Angst vor mir hatten... weil sie um meine kommenden Kräfte wussten... nur deswegen haben sie mich eingesperrt.

 

Weißt du eigentlich wie sehr ich hier all die Jahre gelitten habe... kannst du dir das auch nur ansatzweise vorstellen? Nein, natürlich nicht... wie solltest du auch? Du warst ja die ganze Zeit in Freiheit, nicht wahr?!

 

Ist dir bekannt wie man mich hier eingesperrt hat... welchen miesen Trick sie angewandt haben? Ich war erst zwölf Jahre alt, war noch ein Junge, unwissend und naiv... ja, naiv genug, um dass sie das mit mir tun konnten. Sie haben mich auf schändliche Art und Weise hierher gelockt und mich dann hier eingesperrt... einfach so eingeschlossen.

 

Kannst du dir vorstellen, wie ich mich fühle? Kannst du dir das vorstellen, ja?!

 

Ich will, dass alle leiden... ich will, dass sie sich bei mir entschuldigen und ich verlange Wiedergutmachung und Genugtuung!

 

Du sagst, du empfindest etwas für mich... du sagst du liebst mich... wie kann ich denn wissen, ob sie nicht wieder nur einen Trick anwenden, um mich zum Schweigen zu bringen... um mich von meiner Rache abzubringen?

 

Sag mir, wie sollte ich noch irgendjemandem trauen... sag es mir...?!"

 

Ich machte eine Pause, holte tief Luft und sprach dann weiter:

 

"Sicher, wir stammen alle aus einer Gruppe, der Gruppe, der Mutanten... aber halten wir auch zueinander...? Nein, ...natürlich nicht.

 

Ob mir etwas an dir liegt, fragst du mich... hmm... ich weiß es nicht, aber es scheint wohl so... sonst hätte ich dich ja wohl nicht gerettet.

 

Warum sollte ich mit dir weggehen... fliehen... nein... ich will nicht fliehen, denn ich bin kein Feigling... in all den Jahren, der Gefangenschaft, habe ich sehr viel gelernt... mir sehr viel beigebracht. Ich habe es nicht nötig wegzulaufen!

 

Und wenn du mich so liebst, wie du sagst, warum willst du dich dann mit mir verstecken. Sollen sie mich vielleicht nicht sehen... sollen sie dich vielleicht nicht mit mir sehen, hm?"

 

Ich hatte alles gesagt, hatte mir endlich mal Luft gemacht... nun auch wenn ich zugeben musste, dass ich Slash wirklich sehr mochte... ob es Liebe war, vermochte ich nicht zu sagen, denn das Gefühl der Liebe kannte ich nicht ...konnte damit also auch nicht allzu viel anfangen. Hatte ich doch dieses Gefühl niemals kennen gelernt.

 

*-*-*

 

Wie sehr ich es genoss, dass Fireball mich zum Bett rüber trug und zudeckte. Es fühlte sich so schön an und so unwirklich.

 

Seine Worte schmerzten, doch verstand ich ihn.

 

''Wie soll ich dir beweisen, was ich fühle? Fireball, du musst mir einfach glauben'', sprach ich ruhig.

 

Eigentlich müsste er es doch in meinen Gedanken sehen, wenn er mittlerweile so stark war, wie ich es vermutete.

 

''Ich möchte nicht, dass du wegläufst. Nur schadest du hier lediglich der Landschaft und nicht den Menschen, die dir das angetan haben. Lediglich uns...

 

Sie sind mittlerweile sicher weit weg und haben die Flucht ergriffen.

 

Der Gedanke, dass wir weggehen, war lediglich da, damit dir nie wieder jemand so was hier antut. Fireball... bitte, denke wenigstens darüber nach.

 

Die Anderen werden sicherlich bald evakuiert werden und dann wirst du hier ganz alleine sein. Gefangen in einem großen eisigen Gefängnis, hinter einem Schutzwall, den nicht einmal du durchdringen kannst.

 

Was bringt dir das?'', wollte ich von ihm wissen.

 

Wieder musste ich mich schütteln, weil mir noch immer kalt war von innen. Nur langsam wurde es besser.

 

''Fireball... Wenn da wirklich nichts ist, dann bring mich bitte einfach zurück zu den Anderen'', sprach ich kapitulierend.

 

Was sollte ich sonst tun? Er war nicht mehr Herr seiner Sinne. Der Fireball, den ich kannte, gab es scheinbar nicht mehr.

 

Eine Traurigkeit machte sich in mir breit, die ich nicht beschreiben konnte und kaum ertragen.

 

''Oder vielleicht sollte ich einfach selber gehen...'', flüsterte ich beinahe.

 

Dann wand ich mich ab, konnte ihm nicht mehr in die Augen sehen.

 

War es so lange her? Hatte ich mich so in ihm geirrt?

 

*-*-*

 

Ruhig hörte ich mir an, was er zu sagen hatte und plötzlich liefen unkontrolliert Tränen aus meinen Augen, über meine Wangen... Tränen, die ich seit Jahren zurückgehalten und nicht geweint hatte... Tränen, die der Rache Platz gemacht hatten.

 

Ich stand schnell auf, wollte nicht, dass Slash jetzt meine Tränen sah. Wobei er sie eh nicht sehen konnte, da er sich sowieso abgewandt hatte.

 

Schluchzend erwiderte ich:

 

"Du willst allein da raus gehen? Du würdest sterben... und dann hätte ich dich vollkommen umsonst gerettet... nein... das will ich nicht.

 

Wenn dann bringe ich dich zurück, werde dann, mit meinem Feuer, alles wieder rückgängig machen und mich dann selbst vernichten.

 

Ja, ich habe die Macht und die Kraft dazu... es kostet mich nur ein müdes Lächeln. Dann seid ihr mich los, braucht endlich keine Angst mehr zu haben und euer Land ist dann wieder okay.

 

Warum versteht mich eigentlich niemand? Warum nicht?

 

Aber es ist schon okay... Hauptsache, sie konnten mir weh tun... rächen darf ich mich deswegen natürlich nicht. Ich werde jetzt da raus gehen und alles rückgängig machen und dann... lasst mich bloß ein für alle Mal in Ruhe!

 

Liebe... was ist Liebe? Ich kenne dieses Gefühl nicht... habe niemals Liebe bekommen... und vielleicht ist es ja auch besser so... und vielleicht habe ich es auch gar nicht verdient... geliebt zu werden."

 

Mit diesen Worten wandte ich mich um, ging zur Tür und sprach im Hinausgehen:

 

"Warte hier bitte, bis es draußen wieder warm ist, danach geh zu deinen Freunden... und dann lass mich einfach in Ruhe..."

 

Damit verließ ich dann das Zimmer und bald auch das Haus. Draußen angekommen, wischte ich meine Tränen weg, als seien es lästige Fliegen und erhob mich dann in die Luft.

 

In die Mitte des Landes fliegend, schwebte ich sodann genau im Zentrum des Landes. Ich schloss meine Augen, hob meine Hände, konzentrierte mich und ließ das ganze Eis in dem Land schmilzen.

 

Sogleich begann es wieder zu grünen und zu blühen... es war hell und warm... die Sonne schien wärmend auf das Land herab.

 

Anschließend konzentrierte ich mich noch einmal, schloss die Augen und stürzte ungebremst und bewusstlos auf die Erde herab....

 

*-*-*

 

Was sprach er da? Doch bevor ich etwas erwidern konnte, war er auch schon gegangen.

 

Noch immer etwas geschwächt, stand ich erneut auf, um ihn zu folgen. Als ich die Tür öffnete stürmte mir erst noch Kälte entgegen, aber dann wurde es auf einmal warm.

 

Ich konnte Fireball sehen, wie er in der Luft schwebte und dann zu Boden fiel.

 

''Nein! Fireball!'', schrie ich.

 

Dann nahm ich all meine Kraft zusammen, um zu den Punkt zu kommen, wo ich Fireballs Absturz vermutete.

 

Von weitem konnte ich ihn sehen. Zum Glück war er nicht allein und auch nicht verletzt. Iso hatte ihn aufgefangen.

 

''Dir geht es gut'', freute er sich, als er mich sah.

 

Jedoch konnte ich nur nicken und schaute auf Fireball.

 

''Keine Sorge, ich habe ihn aufgefangen. Ihm ist nichts passiert. Sie wollten uns evakuieren. Nur weil Iram so einen Wind gemacht hat, dass wir auf dich warten werden, waren wir noch da. Als ich Fireball gesehen habe, wusste ich, was passieren würde. Deshalb habe ich direkt gehandelt und bin ihm entgegen, um ihn abzufangen'', erklärte Iso mir.

 

''Tatsächlich? Iram hat sich für mich eingesetzt?'', fragte ich skeptisch.

 

''Klar, habe ich das, was denkst du denn?'', hörte ich Iram plötzlich hinter mir.

 

Alle waren sie da, Tyler und Sven ebenfalls.

 

''Die Menschen sind geflüchtet, sie hatten Angst vor Fireball'', erklärte Tyler.

 

''Du hast es tatsächlich geschafft und ihn umgestimmt'', hörte ich Sven sagen.

 

Ich kniete mich runter zu Iso und streichelte Fireball über die Wange.

 

Vielleicht hatte ich es geschafft, nur um welchen Preis?

 

''Fireball... lass mir dir doch zeigen, wie sich Liebe anfühlt'', flüsterte ich, während ich meine Arme um ihn schlang und meine Tränen auf seine Wangen tropften.

 

*-*-*

 

Eben noch stürzte ich bewusstlos dem Boden und meinem Tod entgegen, spürte fast nichts mehr... es war dunkel und eisig... fühlte sich aber trotzdem gut an, dann spürte ich etwas Nasses in meinem Gesicht... an meinen Wangen... aber auch ein Streicheln über meine Wangen...

 

Langsam öffnete ich die Augen, schaute mich um... verdammt, irgendwer schien mich aufgefangen zu haben... ich spürte, dass wer seine Arme um mich gelegt hatte... dann sah ich sie... Slash und Iso!

 

Konnte gerade noch eben hören, was Slash zu mir sagte... hörte seine Worte, doch wollten sie mein Herz und meine verletzte Seele nicht erreichen.

 

Sogleich war ich wieder voll bei mir, sprang auf und schaute sie alle mit einer Mischung aus Wut, Verzweiflung und Verletztheit an.

 

Was, zum Geier, wollten Slash, Iso, Iram, Tyler und Sven von mir?!

 

"Was wollt ihr denn noch von mir?! Lasst mich in Ruhe... ihr habt doch jetzt was ihr wolltet!", schrie ich sie alle an, während mein Körper wie Espenlaub zitterte und sich wiederum Tränen in meinen Augen sammelten.

 

Abermals erhob ich mich in die Lüfte, sprach leise und verletzt:

 

"Lasst mich in Ruhe... lasst mich einfach alle in Ruhe! Ihr werdet mich doch sowieso niemals verstehen!", dann flog ich davon, während die Tränen, an meinen Wangen herabliefen und als kleine Feuertropfen zur Erde fielen.

 

Nichts auf der Welt wünschte ich mir so sehr wie den Tod und das Vergessen...

 

So flog ich weit weg, während meine Tränen langsam wieder nachließen. Ich suchte jetzt nur noch einen Platz, an dem ich in Ruhe sterben konnte.

 

Natürlich wusste ich, dass es Slash ernst gemeint hatte... dass er mich wirklich liebte und ich mochte ihn ja auch... nur kannte ich die Liebe nicht... konnte nichts damit anfangen. Die vielen Jahre der Gefangenschaft und der Einsamkeit hatten bei mir ihre Spuren hinterlassen. Und das Wissen, dass sie doch eh Angst vor mir hatten, mich zum Schweigen bringen wollten, zeigte mir doch nur, dass ich hier nicht her gehörte... dass ich hier fehl am Platz war.

 

Die Angst, dass sie mir wieder weh tun wollten, saß sehr, sehr tief... in jeder Faser meines Körpers... ich wollte nicht mehr verletzt werden... zog mich deshalb zurück...

 

Irgendwann fand ich einen Ort, der genau zu mir passte... eine Eishöhle... ich ging hinein, nachdem ich gelandet war, und fühlte mich hier sofort wohl. Ein wenig durchstreifte ich die Höhle, dann kauerte ich mich in einen abgelegenen Winkel hinein, vereiste die Gegend und erschuf auch einen eisigen Schutzwall um mich herum, so dass mich niemand mehr erreichen konnte.

 

Mit geschlossenen Augen und vollkommen ruhig, wartete ich nun auf den Tod... der sich hoffentlich bald einstellen würde.

 

*-*-*

 

''Fireball'', schrie ich ihm hinterher und wäre ihm zu gerne gefolgt.

 

Dabei spürte ich Isos Hand auf meiner Schulter und meine Tränen tropften leise zu Boden.

 

Was sollte ich denn noch tun? Konnte ich tun?

 

''Du hast alles versucht'', sprach Iso zu mir.

 

''Das einzige, was wir jetzt noch für ihn tun können ist, dass wir den Menschen sagen, wir hätten ihn vernichtet'', hörte ich Iram sagen.

 

Alle stimmten ihn zu und somit waren wir uns einig.

 

Iram, der das Feuer beherrschte, erschuf einen riesigen Krater. So dass es aussehen würde, als wäre Fireball hier gestorben.

 

Tyler, der der einzige war, der ebenfalls in Gedanken lesen konnte und sogar seine Gedanken übertragen konnte, teilte Fireball unser Vorhaben mit.

 

Doch nichts weiter.

 

Er sollte es lediglich wissen und was er daraus machen würde, könnte er selber entscheiden.

 

Langsam brachen wir unser Lager ab und gingen aus der Stadt. Der große Schutzwall wurde nach unser Verkündung, dass Fireball tot wäre aufgelöst. So konnte auch er nun frei wählen, wohin er wollte.

 

Sofern er noch irgendwohin wollte. Mir fiel es sehr schwer zu gehen und ihn zu lassen.

 

Doch blieb mir eine andere Wahl?

 

Ich wollte ihm seinen Wunsch gewähren, dass er Ruhe und Frieden wollte.

 

Also gingen wir alle. Sven und Iram, die schon lange ein Paar waren, gingen zurück nach Hause. Tyler ging zurück zu seiner Frau und seinen zwei Kindern.

 

Iso und ich, die wir in einer Wohngemeinschaft wohnten, begaben uns ebenfalls nach Hause.

 

Auch wenn wir die Menschen belogen hatten, wollten wir sie nicht als Feinde. Es sollte lediglich zu Fireballs Schutz dienen, das waren wir ihm schuldig. Es war unverzeihlich was sie ihm angetan hatten und ich schwor mir, dass niemals wieder uns Mutanten jemand so etwas antun würde.

 

Trotzdem lag in mir eine Traurigkeit, die ich nicht ablegen konnte, egal, was ich versuchte.

 

*-*-*

 

Noch während ich in dieser Höhle saß, vernahm ich Tylers Gedanken und was er mir damit sagte.

 

Sollte es wirklich war sein... hatten sie mich echt verstanden?

 

Sollte ich womöglich doch mal Glück haben?

 

Meine Gedanken empfingen aber auch noch andere... sehr traurige Gedanken... es waren die Gedanken von Slash... sehr traurig waren sie und ich wusste nur zu gut, wie sich Traurigkeit anfühlte.

 

Also gut... eine Chance wollte ich Slash nun doch geben. Ich löste meine Eishülle auf, entflammte das Feuer in mir und wärmte mich auf... was mir wieder viel Energie gab.

 

Anschließend verließ ich die Höhle, schaute mich um, ging ein paar Meter und musste feststellen, dass die Menschen tatsächlich wieder kamen... grrr... diese Heuchler... wie sehr sie mich anwiderten, vermag ich nicht zu beschreiben.

 

Da ich noch immer Slashs Gedanken wahrnehmen konnte, brauchte ich diesen nur zu folgen.

 

So erhob ich mich in die Lüfte, doch flog ich nun über den Wolken, so dass mich die Menschen nicht sehen konnten und folgte so der Spur von Slashs Gedanken.

 

Am Haus angekommen, in dem Slash anscheinend lebte, nutzte ich eines der offenen Fenster und flog hinein. Nun stand ich hier in der Wohnung, schaute mich um und musste mich erst einmal zurechtfinden.

 

Dann jedoch folgte ich wieder seiner gedanklichen Spur und hatte sein Zimmer bald erreicht. Leise öffnete ich die Tür, betrat das Zimmer, hinter mir die Tür schließend. Da sah ich ihn, traurig in einem Sessel sitzen und sprach ihn leise an.

 

"Hallo Slash. Magst du mir noch immer zeigen, wie sich Liebe anfühlt? Ich... also... ich würde es gern versuchen...", dann schwieg ich, wartete auf seine Reaktion...

 

Natürlich, ich war noch immer sehr verletzt und hatte mit dieser Scheißangst zu kämpfen... dass die Menschen nun auch wieder hier waren, machte die ganze Sache nicht wirklich besser und auch von Slashs Freunden hielt ich nicht allzu viel... aber zumindest Slash wollte ich eine Chance geben... irgendwie hatte er es ja verdient... zumindest nicht mehr traurig sein zu müssen.

 

Ob ich ihn verdient hatte... wohl eher nicht... aber wenn es ihn glücklich machte... dann bitte... war ich doch eh zu nichts anderem mehr nutze... was hatte ich schon zu verlieren... mich selbst hatte ich doch eh schon verloren.

 

*-*-*

 

Wie versteinert schaute ich Fireball an, als er plötzlich vor mir stand.

 

''Wo kommst du denn so plötzlich her?... Ja, klar... ich würde es dir sehr, sehr gerne zeigen'', sprach ich und stand auf, ging auf ihn zu und nahm ihn in den Arm.

 

''Ich liebe dich!'', sagte ich zu ihm und konnte es kaum glauben, dass er wirklich hier war.

 

Zum Glück wussten die Menschen nicht, wie Fireball mittlerweile aussah. Das einzige, was er ändern müsste, wäre sein Name.

 

So viel Glück durchströmte meinen Körper, dass ich es kaum glauben konnte.

 

*-*-*

 

Herrje, es hatte sich noch nie jemand so gefreut mich zu sehen, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

 

Slashs Umarmung ließ ich mir gefallen, dann antwortete ich ihm:

 

"Wo ich herkomme... hmm... das willst du gar nicht wissen... es wäre dir mit Sicherheit viel zu kalt."

 

Jedoch las ich nun wieder etwas in seinen Gedanken, das mir sehr missfiel... ich müsste meinen Namen ändern... nein... auf gar keinen Fall! Das hieße ja, dass ich mich diesen miesen Kreaturen, die sich Menschen nannten, unterordnen würde... nein, niemals, würde ich das tun!

 

Seine lieben Worte hörte ich zwar, doch konnte ich damit noch immer nicht viel anfangen... er liebte mich... aber wie machte man denn so was?

 

Ich war einfach nur etwas verwirrt... warum liebte er mich... ausgerechnet mich? Warum hatte er keine angst vor mir?

 

Natürlich spürte ich, dass er glücklich war... aber warum? Nur wegen mir... weil ich bei ihm war?

 

*-*-*

 

"Es ist auch egal, wo du herkommst. Schön, dass du da bist!'', sagte ich zu Fireball und dann küsste ich ihn einfach.

 

Er wollte schließlich wissen, wie es ist, wenn man geliebt wird.

 

Ich war mehr als bereit es ihm zu zeigen.

 

Während meine Lippen auf den seinen lagen, begann ich seinen Rücken zu streicheln.

 

Wie sehr ich das hier wollte und mich nach ihm verzehrte.

 

*-*-*

 

Tatsächlich schien er sich sehr zu freuen, dass ich hier war, doch verstand ich es noch immer nicht so ganz. Nun, ich würde mich wohl an sehr vieles erst gewöhnen müssen.

 

Mit großen Augen starrte ich Slash an, als er seine Lippen auf die meinen legte und mich somit küsste... meinen Rücken zu streicheln begann.

 

War es das was er Liebe nannte?

 

Es fühlte sich ja gut an, aber ungewohnt... so fremd und doch so schön... dass es mir eine angenehme Gänsehaut bescherte, die sich über meinen gesamten Körper zog.

 

Sacht löste ich den Kuss und starrte ihn mit großen Augen an... legte dabei meinen Kopf etwas zur Seite und schaute Slash verwundert an.

 

Dass ich den Kuss hätte erwidern können... oder müssen... wusste ich nicht... kannte ich mich damit doch nicht aus.

 

*-*-*

 

Ich musste lachen, als Fireball mich so ansah. Dann nahm ich ihn an die Hand und zog ihn rüber zum Bett.

 

''Lass es mir dir zeigen, okay. Wenn du etwas nicht magst, sagst du es einfach'', sagte ich und setzte mich mit Fireball auf mein Bett.

 

Wieder legte ich meine Lippen auf die seinen. Kurz löste ich mich wieder von ihm und lächelte ihn an.

 

''Magst du das? Dann versuche es doch auch mal von dir aus'', ermutigte ich ihn.

 

Meine Hand legte ich auf seinen Oberschenkel und streichelte ihn dort liebevoll.

 

Anschließend nahm ich meine andere Hand und streichelte über seine Brust.

 

Dabei schaute ich ihn liebevoll und tief in die Augen.

 

*-*-*

 

Etwas verwundert, schaute ich Slash noch immer an, als er zu lachen begann. Auch seinen Worten lauschte ich aufmerksam und setzte mich freiwillig zu ihm auf das Bett.

 

Auf seine Erklärung hin nickte ich verstehend und ließ es wiederum zu, dass er mich küsste.

 

Sollte ich echt? Sollte ich ernsthaft versuchen das selbe mit ihm zu tun? Was wenn ich ihm dabei weh tat?

 

Aber ich wollte es zumindest ausprobieren und legte nun, meinerseits auch meine Lippen auf die seinen... versuchte ihn zu küssen. Es fühlte sich seltsam an, aber schön.

 

Seine Hand auf meinem Schenkel, kam mir nicht geheuer vor, dennoch sagte ich erst mal nichts, ließ es zu und legte meine Hand nun auch auf seinen Schenkel... streichelte ihn... so sacht ich konnte... war ich es doch nicht gewohnt.

 

Seiner anderen Hand folgte ich mit den Augen... wie er meine Brust berührte und sich bei mir Gefühle breit machten, die mir auch nicht geheuer vorkamen... gegen die ich aber nichts tun konnte.

 

Meine linke Hand legte ich deshalb zunächst auf die seine, die auf meiner Brust lag, dann nahm ich diese dort weg und legte meine Hand auf seine Brust... wagte es und streichelte so sacht ich es vermochte seine Brust.

 

Seine Blicke und seine Worte waren fremd für mich, aber ich versuchte alles um mich daran zu gewöhnen.

 

"Ähm... ja, es fühlt sich schön an, aber es ist auch so seltsam fremdartig... ich... kenne so was nicht. Aber vielleicht muss ich mich erst noch daran gewöhnen.", sprach ich zu Slash, dann senkte ich meinen Blick verlegen und spürte eine unbekannte Wärme auf meinen Wangen.... als würden sie glühen...

 

*-*-*

 

''Falls es dich beruhigt, habe ich in der Hinsicht auch noch keine Erfahrungen. Aber ich weiß wie es geht und wenn du magst, dann streicheln wir uns weiter. Sobald du aufhören willst, hören wir auf.

 

Wir können es natürlich auch erst mal hierbei belassen.

 

Für mich fühlt es sich wunderschön an'', sagte ich zu Fireball und küsste ihn noch einmal.

 

Meine Hand umschloss die seine und zeigte ihn, wie ich es mochte, an meiner Brust gestreichelt zu werden.

 

''Das ist so schön'', seufzte ich.

 

Am Liebsten würde ich damit nie mehr aufhören, aber ich wollte Fireball auch nicht überfordern und ihm die Zeit lassen, die er brauchte.

 

*-*-*

 

"Okay... ich... ja, ich finde es ja auch schön... aber... na ja, ich kenne es eben nicht. Dann machen wir wohl beide unsere ersten Erfahrungen, hm.", antwortete ich Slash und lächelte verlegen.

 

Seine Brust zu streicheln fühlte sich toll an, und doch so... fremd, aber ich ließ es zu.

 

Als er mich noch einmal küsste erwiderte ich den Kuss direkt, schloss dabei meine Augen... genoss was ich spürte.

 

Ans Aufhören dachte ich jetzt aber nicht, denn jetzt hatte ich "Blut" geleckt und wollte mehr wissen... mehr von dem spüren, was mir so fremd war, und sich doch so wunderschön anfühlte.

 

Wieder küsste ich ihn... konnte gerade irgendwie nicht davon lassen... es fühlte sich toll an... schmeckte irgendwie nach mehr.

 

Aber ich wagte es nun auch, Slash an anderen Stellen seines Körper zu berühren und zu streicheln... was sich nun langsam ebenfalls sehr toll anfühlte.

 

Herrje, nicht dass ich womöglich noch süchtig danach wurde...

 

*-*-*

 

Brummend und sichtlich genießend erwiderte ich seine Küsse. Seine Streicheleinheiten waren mehr als angenehm und hinterließen ihre Spuren an meinem Körper.

 

In meiner Hose wurde es langsam eng.

 

Doch konnte auch ich meine Hände kaum mehr halten. Sie streichelten Fireball immer intensiver und begannen unter seiner Kleidung nach nackter Haut zu suchen.

 

Langsam legte ich mich hin und machte es mir gemütlich. Fireball zog ich einfach mit mir mit.

 

So war es viel angenehmer und es fühlte sich gleich noch viel besser an.

 

*-*-*

 

Obwohl ich noch immer nicht so wirklich verstand was hier abging, machte ich mit und ließ es mir gefallen, zudem es sich mehr als toll anfühlte.

 

Nur allzu gern ließ ich mich von Slash mitziehen, so dass wir nun beide nebeneinander auf dem Bett lagen und uns gegenseitig streichelten.

 

So lange hatte ich das alles nicht gehabt, nun würde ich mit meinen nunmehr zweiundzwanzig Jahren meine ersten Erfahrungen in Sachen ...Liebe machen.

 

Uns so zu streicheln fühlte sich ja schon seltsam, aber schön an... aber als Slash nun seine Hände unter meine Kleidung wandern ließ, schreckte ich leicht zurück, schaute ihn wieder mit großen Augen fragend an.

 

Ohne Frage fühlte es sich ...na ja... schon okay an... aber... seine warmen, weichen Hände erzeugten ungeahnte Schauer auf meinem Körper... ließen in mir Gefühle entstehen, gegen die ich mich nicht zu wehren vermochte und die mir nun doch ein wenig Angst machten.

 

"Was ist das... was tust du mit mir? Ich... habe Angst davor... i-ich... habe so... seltsame Gefühle...wenn du deine Hände auf meine Haut legst... es macht mir Angst.", gestand ich Slash, und fühlte mich dabei irgendwie peinlich berührt.

 

*-*-*

 

''Dir braucht das keine Angst zu machen. Es erregt dich. Solange sich diese Gefühle gut anfühlen ist alles okay'', versuchte ich Fireball zu erklären.

 

Dennoch zog ich erst mal meine Hände zurück und zog mein Oberteil aus.

 

Dann nahm ich seine Hand und legte sie auf meine Brust. Nahm einen seiner Finger und umkreiste damit meine Brustwarze.

 

''Ist das so okay für dich?'', fragte ich zögerlich.

 

''Was wir hier machen, nennt sich Sex. So etwas machen Menschen, wenn sie sich gern haben... also lieben!'', sagte ich dann zu Fireball.

 

*-*-*

 

Langsam begann ich zu verstehen was mir Slash zu erklären versuchte. Es war also Erregung, die ich spürte... hmm...

 

Ich erwiderte nichts dazu, wollte es einfach ausprobieren und schauen ob es was für mich war und ob es mir gefiel.

 

Wiederum ließ ich zu was Slash mit mir tat oder wollte, dass ich es tun sollte.

 

Seine Brustwarzen fühlten sich merkwürdig an, aber ich begann nun von allein, diese zu streicheln und sanft mit den Fingerspitzen zu umkreisen.

 

Auf seine Frage hin, nickte ich nur, antwortete aber nicht, wollte den Moment nicht zerstören.

 

Sex nannten sie es... meine größten Feinde, die Menschen taten es... au man... aber gut, wenn es Slash so sehr gefiel... vielleicht würde ich mich ja, irgendwann auch daran gewöhnen.

 

War es das was Slash unter Liebe verstand...?

 

Während ich seine Brustwarzen streichelnd liebkoste, küsste ich ihn weiter, denn das Küssen gefiel mir ja sehr und bekam deswegen kaum genug davon.

 

*-*-*

 

Seine Küsse schmeckten nach mehr und auch ich bekam kaum genug von Fireballs Lippen. Auch genoss ich seine Streicheleinheiten sehr.

 

''Magst du dein Oberteil auch ausziehen?'', fragte ich ihn zaghaft, ging dabei ganz dicht an sein Ohr und flüsterte es beinahe.

 

Denn ich wollte weiter gehen und ihn noch intensiver spüren.

 

Nur ganz sanft berührte ich dabei mit meinen Lippen sein Ohr, bevor meine Hände erneut unter sein Oberteil gingen, um seine Haut zu berühren.

 

*-*-*

 

Mit nunmehr hochrotem Gesicht, hörte ich Slashs Frage, die sich eher wie eine Bitte anhörte, doch war ich mir noch sehr unsicher, ob ich dieser Bitte wirklich folgen sollte.

 

"Ich.... weiß nicht...", stammelte ich, senkte meinen Blick, auf das Bett, während ich Slashs Hand schon wieder auf meiner sehr empfindlichen Haut spürte und mich wieder diese seltsamen Gefühle überfielen.

 

Da ich Slash aber einen Gefallen tun wollte, tat ich was er sich anscheinend wünschte und zog mein Oberteil aus. Doch hielt ich es noch vor meinen Oberkörper, schämte mich beinahe ein wenig.

 

Slash nun noch anschauen, traute ich mich jetzt erst recht nicht mehr.

 

Oh je, Slash was tust du hier mit mir? Ich kenne so was doch gar nicht... hmm... okay, du auch nicht.... aber....

 

Langsam ließ ich meine Hand mit dem Shirt sinken, doch mein Blick blieb verlegen gesenkt.

 

*-*-*

 

Fireball sah so unglaublich süß aus, wie er sich auszog, aber den Blick auf seinen Oberkörper nicht freigeben wollte.

 

Langsam und liebevoll küsste ich ihn erneut. Hoffte somit seine Schüchternheit ein wenig zu besiegen.

 

''Ich liebe dich'', flüsterte ich anschließend erneut in sein Ohr, bevor ich liebevoll seinen Hals küsste.

 

Erfahrungen hatte ich zwar keine, aber vieles schon gesehen und gehört.

 

Dabei hoffte ich sehr, dass ich es richtig machte und es sich für Fireball gut anfühlte.

 

*-*-*

 

Slashs Küsse fühlten sich unglaublich toll an, so dass ich mich tatsächlich fallen lassen und es genießen konnte.

 

Ich schloss meine Augen, genoss was er mit mir tat, spürte dann ganz plötzlich, wie er sich an meinem Hals zu schaffen machte, diesen küsste und mir damit ein sehr lautes Stöhnen entlockte. Diese Gefühle, die da auf mich einströmten, kannte ich nicht, doch versuchte ich sie zu genießen... spürte währenddessen, wie meine Männlichkeit in meiner Hose, plötzlich sehr hart war, meine Atmung immer hektischer wurde, sich mein Herzschlag beschleunigte, als wollte es heraus springen.

 

Unter Slashs Küssen streckte ich ihm meinen Hals förmlich entgegen, meine Hände krallten sich halbwegs in die Haut seines Oberkörpers, während ich seine warmen, weichen Lippen an meinem Hals spürte... was mich wahnsinnig machte.

 

Mit einem lauten, sehr erregten Stöhnen, fühlte ich die angenehme Wärme durch meinen Körper strömen, dann ergoss ich mich in meiner Hose.... wand mich unter Slash, wie eine Schlange.

 

Woher sollte ich denn wissen, dass ausgerechnet mein Hals, die empfindlichste Stelle meines Körpers war.

 

Leicht erschöpft lehnte ich mich nun zurück, musste erst mal wieder zu Atmen kommen, bevor ich mich wieder Slash zuwenden konnte.

 

Mein Körper war inzwischen mit einer leichten Eisschicht überzogen... als wollte er sich selbst abkühlen.

 

"I-ich... glaube... ich liebe dich... auch...", brachte ich ein wenig atemlos hervor.

 

Dann drehte ich mich wieder zu Slash um und begann ihn nun auch zu küssen... auch seinen Hals ließ ich nicht aus und dachte mir, was man am Hals tun konnte, konnte man dann vielleicht auch am Oberkörper tun. So küsste ich nun auch Slashs Oberkörper.... sanft... liebevoll.

 

*-*-*

 

Ein Grinsen lag auf meinen Lippen, als Fireball sich so unter mir wand. Er musste gekommen sein, dachte ich bei mir.

 

Dann begann er mich ebenfalls zu verwöhnen und ich konnte ein Seufzen nicht unterdrücken. Es fühlte sich so herrlich an, dass ich mich einfach in die Kissen unter mir drückte.

 

Ich ergab mich ihm und dem was er mit mir tat. Schloss genießend die Augen und reckte mich immer wieder so, damit er ja gut ran kam.

 

Liebevoll streichelten meine Hände über seinen Kopf, wuschelten durch sein Haar. Dabei spürte ich deutlich wie eng es in meiner Hose wurde.

 

Seine Worte hatten mich unsagbar glücklich gemacht.

 

Jetzt wollte ich mehr und hoffte sehr, es würde für Fireball nicht zu viel werden.

 

*-*-*

 

Während ich Slash verwöhnte, streckte er sich mir zu und ich tat instinktiv was mir in den Sinn kam. Überall begann ich ihn zu streicheln und zu küssen, leckte an seinen Oberkörper, während meine Hände an seinen Beinen entlang fuhren und diese zärtlich streichelten.

 

Genießend spürte ich Slashs Hände in meinen Haaren... wie er mich dabei streichelte.

 

So erreichte ich eine Stelle an ihm, die mir härter vorkam. Neugierig strich ich darüber, in der Hoffnung nichts falsches zu tun. Langsam öffnete ich seine Hose mit einer Hand, während die andere kleine Kreise auf seinem Bauch zog.

 

Noch immer ziemlich neugierig, zog ich Slash die Hose, samt der Unterhose aus und musste zu meinem Erstaunen feststellten, dass seine Männlichkeit wie eine Eins stand... was mich grinsen ließ.

 

Langsam strich ich mit meinen Finger über seine Hüfte, hinab zu seiner Männlichkeit, die ich erst mal nur ganz sanft streichelte... bis ich sie etwas härter zu massieren begann. Ich achtete jedoch immer auf Slash, nicht dass ich ihm irgendwie weh tat oder ihm etwas nicht gefiel.

 

Für mich war es jetzt einfach meine unersättliche Neugier, der ich hier nachging.

 

*-*-*

 

Ein Seufzen kam über meine Lippen, als Fireball meine Männlichkeit zu streicheln begann. Es fühlte sich so unglaublich toll an.

 

Dabei lächelte ich ihn an und versuchte ihm Sicherheit zu vermitteln.

 

Doch hatte ich auch etwas in einem Film gesehen, was ich unbedingt probieren wollte. Langsam nahm ich Fireballs Hand und begann an seinen Finger zu lecken und zu saugen.

 

Anschließend führte ich diesen unter mir entlang. Bereitwillig spreizte ich die Beine, wobei ich seinen angefeuchteten Finger an einen gewissen Punkt platzierte.

 

Dann beugte ich mich zu Fireball vor und küsste ihn leidenschaftlich. Während meine andere Hand nun auch seine Männlichkeit befreite und zu streicheln begann.

 

Ich wollte ihn in mir spüren, wissen wie sich das anfühlt.

 

*-*-*

 

Hä? Was tat Slash da mit mir? Sicher war ich neugierig, aber das hier.... ich weiß nicht, es ging mir zu weit.

 

Trotz Slashs leidenschaftlicher Küsse, zog ich meine Hände nun doch leicht erschrocken zurück und schaute ihn ebenso an.

 

Sacht, um ihm nicht weh zu tun, löste ich den Kuss und fragte ihn, mit leicht zitternder Stimme:

 

"W-was... tust...du...d-da mit... mir....?", zog mich mit diesen Worten von ihm zurück... schaute Slash mit großen Augen fragend und noch immer ein wenig erschrocken an.

 

Zwar hatte ich seine Hand an meiner Männlichkeit gespürt, doch hatte dies bei mir keinerlei Gefühle ausgelöst. Scheinbar war dies keine empfindliche Stelle an meinem Körper, es war als hätte er nur meinen Arm berührt.

 

Natürlich ahnte ich, dass es ihm wohl gefallen hätte... aber für mich sah das eher gefährlich nach Folter aus.

 

Woher sollte ich denn auch wissen, wozu das alles gut war?

 

Slash tat von einer Sekunde auf die nächste mit mir Dinge, die ich nicht kannte, mich stutzig werden ließen... und bis zu einem gewissen Grad, auch neugierig.

 

Aber das hier... nein, das machte mir nun echt Angst.

 

*-*-*

 

''Ich... entschuldige...'', stockte ich, doch war ich definitiv bereit ihm alles zu erklären.

 

''Fireball, hör mir mal zu. Wenn ein Mann und eine Frau Sex miteinander haben, also sich gegenseitig Liebe schenken... dann wird die Männlichkeit des Mannes hart vor Erregung und er steckt seine Männlichkeit, da unten in die Scheide der Frau.

 

Wenn zwei Männer miteinander Sex haben, nehmen sie dafür gerne den Po.

 

Es soll sich richtig gut anfühlen und ich möchte so gerne mit dir Liebe machen. Bitte Fireball, ich möchte, dass du mein Erster bist'', erklärte ich ihm und schaute ihn dabei tief in die Augen.

 

*-*-*

 

Ich hörte Slashs Worte nahm sie in mir auf und nickte verstehend. Mir war es jetzt sehr peinlich, dass er mir erst alles erklären musste, aber ich hatte doch wirklich keine Ahnung... was sollte ich denn tun?

 

"Es tut mir leid... ich...", irgendwie versuchte ich etwas zu sagen, doch brach ich mitten im Satz ab, senkte meinen Kopf und spürte, wie Tränen meine Augen füllten.

 

"Ich weiß nicht ob ich das kann.... ich... hab keine.... Ahnung...", schluchzte ich stammelnd vor mich hin.

 

Warum war ich auch zurückgekehrt? Wäre es nicht doch besser gewesen einfach in der Eishöhle zu bleiben...?

 

"Es tut mir leid... verzeih mir...", fügte ich stammelnd hinzu und machte mich daran das Bett zu verlassen....

 

*-*-*

 

''Hey... alles gut'', kam es direkt von mir und ich nahm Fireball liebevoll in die Arme.

 

''Ich liebe dich und wir haben alle Zeit der Welt... Lass es uns für heute beenden. Es war wirklich mehr als schön, meine ersten Erfahrungen mit dir machen zu dürfen. Außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn wir das hier sehr bald fortsetzen'', sagte ich zu ihm.

 

Dabei setzte ich mich einfach auf seinen Schoß und genoss seine Nähe.

 

Es musste doch nicht weiter gehen, wenn er Angst hatte und sich unsicher fühlte.

 

''Ich liebe dich'', flüsterte ich ihm abermals ins Ohr.

 

*-*-*

 

Das erste Mal hatte wirklich jemand für mich Verständnis und es war ein sehr schönes Gefühl.

 

Obgleich noch immer Tränen an meinem Gesicht herab liefen, konnte sie einfach nicht aufhalten, genoss ich Slashs tröstende Umarmung, lehnte mich nur ganz kurz an ihn.

 

"Danke... und bitte... verzeih mir... es tut mir leid.", flüsterte ich ihm zu, nickte aber auch verständig, als er meinte, dass wir dies hier bald fortsetzen könnten.

 

Liebevoll legte ich meine Arme um ihn, als er sich auf meinen Schoß setzte, streichelte ihn, wollte ihn eigentlich gar nicht mehr loslassen, obwohl ich mich eigentlich schon wieder entfernen wollte, aber Slash hielt mich davon ab, wegzulaufen.

 

"Ich liebe... dich auch.... es war ja schön... wirklich... aber das letzte... es.... hat mir Angst gemacht... ich kenne so was doch nicht...", versuchte ich mich weiter zu entschuldigen, denn es war mir wirklich mehr als peinlich und unangenehm.

 

Aber am meisten tat mir Slash leid, weil ich ihn doch vielleicht irgendwie enttäuscht und seinen eventuellen Erwartungen nicht entsprochen hatte.

 

*-*-*

 

''Du musst dich nicht entschuldigen! Wenn ich nicht so viel gelesen hätte und so viel angeschaut wüsste ich doch auch nichts'', versuchte ich Fireball zu beruhigen.

 

''Bleibst du jetzt hier bei mir? Weißt du schon wo du bleiben könntest? Ich meine, Iso wohnt mit hier, aber der mag dich sowieso schon. Das wäre sicher okay für ihn. Sofern du hier bleiben möchtest?'', kam es mir dann in den Sinn.

 

Ich war so glücklich ihn bei mir zu haben.

 

''Auf jeden Fall bleibst du doch heute Nacht, oder?'', fragte ich ein wenig traurig, aus Angst, Fireball könnte gehen wollen.

 

*-*-*

 

Wieder lauschte ich Slashs Worten wie so oft in letzter Zeit und konnte wiederum nur nicken. Natürlich, denn ich wollte ihm ja nicht "schon wieder" weh tun.

 

"O-okay... ich... kann ja, heute Nacht hier bleiben, wenn es dich glücklich macht. Ich möchte doch nur, dass du glücklich bist... du hast es ja immerhin verdient. Aber danach würde ich erst einmal wieder in mein Haus zurückkehren, auch wenn ich daran keine guten Erinnerungen habe, weil man mich dort eingesperrt hat... ich dort zehn Jahre lang gefangen war.

 

Aber keine Sorge, ich komme immer wieder... versprochen. Nur, ich habe mich, im Laufe der Zeit sehr an das Haus gewöhnt und sehe es als mein Zuhause an. Für heute bleibe ich aber erst mal. Okay?

 

Mit deinen anderen Freunden kann ich leider sehr wenig anfangen, werde sie wohl erst mal richtig kennen lernen müssen. Bitte, gib mir etwas Zeit... so schnell geht das alles nicht. Ich war zehn Jahr lang eingesperrt, da kann ich mich nicht so schnell an alles und jeden gewöhnen. Bitte, verstehe mich ein klein wenig.", erklärte ich Slash bittend.

 

Slashs traurigen Blick konnte ich nicht ertragen, so lächelte ich ihn an, nahm ihn lieb in die Arme und drückte ihn sanft an mich.

 

Tatsächlich würde ich mich noch an sehr vieles erst gewöhnen müssen und es würde ganz sicher einige Zeit brauchen. Immerhin war ich gerade erst frei geworden und hatte obendrein noch immer sehr böse und üble Gedanken in meinem Kopf.

 

Wollte die Menschen noch immer vernichten, wollte aber auch Genugtuung für meine jahrelange Gefangenschaft.

 

Und nur weil ich jetzt Slash liebte, war ich noch lange keiner von den Guten!

 

*-*-*

 

Ich freute mich sehr, dass Fireball bleiben wollte. Genauso verstand ich seine Worte nur zu gut.

 

''Das verstehe ich und es ist okay. Nur bitte versprich mir keine Dummheiten zu machen. Weil ich dich nicht verlieren möchte'', bat ich, während ich seine Umarmung sehr genoss, mich an ihn schmiegte und seinen Geruch in mir aufnahm.

 

So lange wollte ich das hier. Früher dachte ich immer, es sei nur Freundschaft, aber mit der Zeit wurden diese Gefühle zu ihm immer stärker.

 

Jetzt waren sie so dermaßen stark, da kam es mir schon wie eine neue Kraft in mir vor.

 

''Lass uns ein wenig schlafen... ist das okay für dich?'', wollte ich dann wissen.

 

Es war so herrlich mit ihm einfach hier so zu sein. Etwas anderes brauchte ich jetzt nicht.

 

*-*-*

 

Während ich Slash in meine Armen hielt, lauschte ich seinen Worten, verstand sie auch, nur konnte ich ihm kein Versprechen geben, das ich nicht halten konnte.

 

Ich streichelte seinen Rücken, seine Arme, drückte ihn noch ein wenig an mich, während ich zunächst schwieg.

 

Erst nach einer kleinen Weile antwortete ich ihm:

 

"Bitte, höre du mir jetzt auch einen Augenblick zu. Ich kann dir kein Versprechen geben, das ich nicht zu halten bereit bin. Noch immer will ich die Menschen vernichten, oder aber Genugtuung für all das was sie mir angetan haben.

 

Und nur, weil ich jetzt hier bei dir bin und dich liebe, bin ich noch lange keiner von den Guten... bitte, sei dir dessen bewusst.

 

Denn ich bin nun mal was ich bin und die Gefangenschaft hat es nicht besser.... eher schlimmer gemacht. Und ich werde nicht eher ruhen, bis wirklich jeder seine Strafe erhalten hat oder sie sich zumindest bei mir entschuldigt haben... das ist doch wohl das Mindeste, das ich verlangen kann.

 

Versteh bitte, dass ich sehr verletzt bin... und es waren die Menschen, die mich so sehr verletzt haben, dass mein ganzes Denken nur noch in eine Richtung geht.... Rache... ich will Rache! Und ich werde nicht eher ruhen, bis ich meine Rache bekommen habe.", erklärte ich Slash ruhig und sehr sachlich, aber bestimmt.

 

Natürlich wollte ich Slash nicht verletzen oder ihn beunruhigen, aber so dachte ich nun mal und ich wollte nur ehrlich zu ihm sein. Was hätte es ihm genutzt, wenn ich ihm etwas versprochen hätte, das ich nicht halten konnte?

 

"Gut, gehen wir erst mal schlafen, ich denke, das können wir beide jetzt gut brauchen.", willigte ich schließlich in seinen Vorschlag ein.

 

Slash weiter in meinen Armen haltend legte ich mich mit ihm auf das Bett, deckte uns beide zu und lächelte ihn an... "Gute Nacht.", flüsterte ich ihm zu und gab ihm noch einen sanften Kuss auf die weichen Lippen, von denen ich nicht genug bekam.

 

*-*-*

 

Fireballs Worte machten mir Angst, auch wenn ich ihn doch verstand. Nur was sollte ich tun? Ihn versuchen an etwas zu hindern, von dem ich wusste, dass er recht hatte?

 

Eigentlich wollte ich jetzt gar nicht mehr darüber nachdenken, ob er gut oder böse war. Er war bei mir und liebte mich, genauso wie ich ihn. Nur das zählte und war wichtig für mich!

 

Außerdem war ich ziemlich müde und erledigt. Also ließ ich mich von Fireball zudecken und genoss seine Nähe.

 

So überkam mich schnell der Schlaf.

 

Ich schlief die Nacht über tief und fest und wurde erst von den Sonnenstrahlen geweckt.

 

Fireball schlief noch und so schälte ich mich aus der Umarmung. Leise ging ich ins Bad, wo ich mich frisch machte. Anschließend ging ich in die Küche, wo ich Frühstück bereiten wollte.

 

Dort traf ich auf Iso, der bereits seinen Kaffee und die Zeitung genoss.

 

''Guten Morgen'', begrüßte er mich, ''In der Zeitung wird groß berichtet, aber von uns ist kein einziges Wort drin.''

 

''Morgen. Wundert dich das?'', wollte ich von ihm wissen.

 

''Du strahlst so... ist alles gut?'', kam es dann von Iso.

 

''Er ist hier!'', gestand ich Iso.

 

''Fireball? Im Ernst?'', schrie mein bester Freund beinahe.

 

''Schh... du weckst ihn noch'', schimpfte ich.

 

''Ja, Fireball ist gestern hier aufgetaucht, wir haben lange geredet und naja, ich denke wir sind jetzt zusammen'', erzählte ich strahlend und total glücklich.

 

''Das freut mich für dich... Nur, wie will er jetzt weitermachen?'', fragte Iso skeptisch.

 

''Wenn ich das wüsste...'', gab ich zur Antwort und bereitete für mich und Fireball Frühstück.

 

''Ehrlich gesagt, will ich es gar nicht wissen. Solange er auf sich aufpasst und ihm nichts geschieht, soll er machen wie er es für richtig hält'', sprach ich, nachdem ich drüber nachgedacht hatte.

 

''Dann soll er es wie Selbstmord oder einen Unfall aussehen lassen. Sie denken doch sowieso alle, dass er nicht mehr lebt'', schlug Iso vor.

 

''Er wird das schon machen, da vertraue ich ihm einfach'', hörte ich mich sagen.

 

Immerhin hatte ich ihm die ganze Zeit über vertraut und gewusst, dass er uns nicht umbringen wollte.

 

Anschließend ging ich mit samt dem Frühstück zurück zu meinem Zimmer.

 

*-*-*

 

Schon lange hatte ich nicht mehr so gut geschlafen, wie diese Nacht, mit Slash in meinen Armen. Es hatte mir richtig gut getan und Slash schien wie Balsam für meine verletzte Seele zu sein.

 

Ich hatte richtig tief und fest und vor allem ruhig geschlafen.

 

Es war schon hell, als ich erschrocken erwachte, weil ich einen lauten Schrei gehört hatte.

 

Schweißgebadet setzte ich mich im Bett auf und schaute mich etwas desorientiert um. Verdammt, wo war ich hier? Hatte man mich etwa schon wieder eingesperrt... nein... bitte nicht....

 

Ich konnte mich im Augenblick wirklich nicht mehr daran erinnern wo ich war und was gestern geschehen war. So krabbelte ich aus dem Bett, kauerte mich in eine Ecke und ließ um mich herum Flammen entstehen, die jedoch nichts in dem Zimmer anbrannten... sie galten jetzt nur meinem Schutz.

 

Entsetzliche Angst war alles was ich im Moment spürte, am ganzen Körper zitternd. Trotz der Flammen, die meinen Körper umhüllten, rannen plötzlich Tränen aus Eis über meine Wangen, fielen zu Boden und kullerten dann auf dem Boden herum....

 

Natürlich wäre es leicht für mich gewesen meine Kräfte einzusetzen, aber dies war mir derzeit unmöglich... die Angst saß einfach in jeder Faser meines jungen Körpers.

 

Ich hörte, wie jemand dem Zimmer hier immer näher kam und kauerte mich noch weiter in die Ecke hinein.

 

*-*-*

 

Langsam öffnete ich die Tür, doch was ich dann sah, ließ mich beinahe das Tablett fallen lassen.

 

''Fireball'', entfuhr es mich entsetzt.

 

Sofort stellte ich das Tablett ab und ging auf ihn zu, soweit es die Flammen zuließen.

 

''Hey... Schatz... Es ist alles okay... Du bist hier bei mir... Dir wird hier keiner etwas tun'', sprach ich geistesgegenwärtig, als würde ich ahnen, weswegen er so reagierte.

 

''Ich liebe dich doch...'', flüsterte ich und spürte wie Tränen hochkamen, die ich kaum unterdrücken konnte.

 

Was war nur los mit Fireball?

 

*-*-*

 

Als ich plötzlich Slash vor mir sah, atmete ich erleichtert auf... die Flammen erloschen und so ganz langsam beruhigte ich mich wieder.

 

"Ich liebe dich auch", antwortete ich ihm und sah dann die Tränen in seinen Augen.

 

"Es tut mir leid... ich wollte dich nicht beunruhigen... verzeih mir", sprach ich weiter unter ein paar Tränen, die noch an meinem Gesicht herabliefen: "Ich, bin aufgewacht und dachte, dass man mich wieder eingesperrt hätte... konnte mich an nichts mehr erinnern... es hat mir solche Angst gemacht", versuchte ich mich bei Slash zu entschuldigen.

 

Vieles wollte ich, aber sicher nicht, dass mein Slash traurig war... nein...

 

Es schien als hätte mich diese Gefangenschaft schwerer traumatisiert, als ich ahnte. Was hatten sie mir damit nur angetan... jetzt wollte ich mehr denn je... meine Rache....

 

Liebevoll streichelte ich über Slashs rechte Wange und lächelte ihn so liebevoll an, wie ich es vermochte...

 

*-*-*

 

Sanft wischte ich die Eistränen fort, die noch über Fireballs Gesicht kullerten.

 

Dann nahm ich ihn fest in die Arme und küsste ihn.

 

''Alles ist gut! Ich bin da und lass dich nie mehr alleine'', sagte ich ruhig zu ihm, wobei ich liebevoll über seinen Rücken streichelte.

 

''Noch etwas wollte ich loswerden... egal was du tun möchtest, pass bitte auf dich auf, hinterlasse keine Spuren und lass es wie einen Unfall oder Selbstmord aussehen. Wissen möchte ich davon nichts. Mach das, was du für richtig hältst und womit du dich besser fühlst'', hörte ich mich sagen und ging dann zum Tablett, um es aufs Bett zu stellen.

 

''Ich hoffe du hast Hunger!'', sprach ich dann mit einem Lächeln auf den Lippen.

 

*-*-*

 

Aufmerksam hörte ich Slash zu und nickte verstehend. Genießend hatte ich mich an ihn gelehnt und auch seinen Kuss nur allzu gern erwidert... was mal wieder wie Balsam für mich war.

 

"Danke... ich werde mein bestes geben.", sprach ich einwilligend.

 

Dann setzte ich mich auf das Bett wo Slash das Tablett hingestellt hatte und lächelte ihn ebenfalls an.

 

Das Essen hatte ich in der ganzen Zeit vollkommen verlernt... ich brauchte ja nicht unbedingt essen, somit wusste ich nicht mal mehr was wie schmeckte, aber ich freute mich drauf.

 

"Na, ich schau, mal ein bisschen werd ich sicher essen können", antwortete ich meinem Liebling: "Weißt du eigentlich, dass du wie Balsam für meine Seele bist", flüsterte ich Slash zu und lächelte ihn sanft an.

 

Die Idee es wie Selbstmord oder einen Unfall aussehen zu lassen war sehr gut und ich würde mich danach richten... denn ich hatte meine Pläne noch nicht aufgegeben. Natürlich würde ich Slash nichts von alledem erzählen... wusste ich doch, dass das nichts für ihn war... aber ich war eben schon böse genug, um das ausführen zu können.

 

"Das sieht ja richtig lecker aus", sagte ich zu Slash und streichelte wiederum seine Wange sanft und liebevoll.

 

*-*-*

 

''Iss soviel du kannst und magst. Ist schließlich kein Zwang!'', sagte ich und hörte nur zu gerne, was er sagte.

 

''Das macht mich wahnsinnig glücklich'', lächelte ich Fireball an und beugte mich zu ihm vor, um ihn nochmal zu küssen.

 

Herrje, ich bekam kaum genug von ihm.

 

Wie sollte das noch werden? Vor allem aber, wie beherrschte ich mich?

 

*-*-*

 

Mhmm... seine Küsse schmeckten nach mehr... von denen ich eh schon nicht genug bekam und diese nur allzu gern und allzu leidenschaftlich erwiderte.

 

Doch kam mir eine Idee... und vielleicht würde es ja funktionieren... zumindest in meinem Traum hatte es funktioniert.

 

Ich nahm ein Stück Obst in den Mund, hielt es mit meinen Zähnen vorsichtig fest und näherte mich Slash küssender Weise, so versuchte ich ihn mit dem Obst küssend zu füttern und hoffte nun, dass ich nichts verkehrt machte.

 

Es war ein schönes Gefühl ihn so zu küssen... es schmeckte süß und durchströmte mich mit erregenden Gefühlen. Ich streichelte währenddessen seinen Rücken, seine Arme und begann so wieder seinen wunderschönen Körper sanft zu erforschen.

 

Meine linke Hand ließ ich unter sein Oberteil gleiten, streichelte dort die warme, weiche Haut zärtlich und voller Liebe.

 

Wie weit ich diesmal gehen konnte wusste ich nicht aber ich wollte mir alle Mühe geben, um Slash nicht wieder zu enttäuschen... dafür liebte ich ihn einfach zu sehr... auch wenn ich andererseits noch so böse war.

 

*-*-*

 

Fireballs Spiel gefiel mir sehr. Nur kurz löste ich mich von ihm, wenn auch sehr ungern und stellte das Tablett beiseite. Allerdings so, dass wir noch ran kamen.

 

Auch ich schnappte mir ein Stück Obst und neckte ihn somit, es mir aus dem Mund zu klauen.

 

Seine Hände machten mich wahnsinnig und ich seufzte in den erneuten Kuss hinein. Meine Erregung war jetzt umso größer, weil ich mich am Vorabend nicht erleichtert hatte.

 

Dabei war es mir jetzt nicht mehr wichtig, wie weit wir gehen würden. Ich genoss es einfach Fireball nahe zu sein und seine Liebe zu spüren.

 

Doch ich war auch nicht gerade brav und suchte seine nackte Haut, um diese zu streicheln, seine Brustwarzen zu necken.

 

Unser Kuss schien dabei immer intensiver zu werden, als wären wir eins.

 

*-*-*

 

Ich sollte vielleicht öfter auf meine Träume hören, denn Slash schien zu gefallen, was ich mit ihm getan hatte, denn er machte es mir nach und auch mir gefiel dieses süße Spiel sehr.

 

Wie sehr genoss ich jetzt Slashs Nähe, seine süßen, sanften Küsse und seine warmen Hände auf meiner Haut.

 

Ein wohliges Seufzen verließ meine Lippen und ich nahm nur allzu gern das Stück Obst von ihm, küsste ihn gleichzeitig, leckte mit der Zunge über seine Lippen, die noch so süß schmeckten.

 

Gut, dass das Tablett jetzt weg war, denn nun legte ich mich mit Slash auf das Bett und küsste ihn wieder. Währenddessen machten sich meine Finger selbstständig und öffneten Slashs Hose, die ich ihm sogleich, mitsamt der Unterwäsche, entfernte und neben das Bett auf den Boden fallen ließ. Mit einem Grinsen stellte ich fest, dass mein Schatz schon sehr erregt war.

 

Vorsichtig spreizte ich seine Beine und legte mich dazwischen. Nur ganz kurz leckte ich an seiner Männlichkeit, um mich dann aber den Innenseiten seiner Schenkel zu widmen und diese küssend und leckend zu liebkosen, während meine Finger seinen Bauchnabel umkreisten und seinen Unterleib streichelten.

 

Ich hatte so was nie vorher getan, aber ich hatte es in der Nacht geträumt und hoffte, dass ich nichts falsches tat, als ich seine Männlichkeit küsste, der Länge nach ableckte und sie schließlich in den Mund nahm um vorsichtig daran zu saugen.

 

Meine Finger wurden wiederum sehr frech und machten sich derweil an seinen Hoden zu schaffen, die ich dabei sanft streichelte und vorsichtig massierte.

 

So wollte ich ihm einfach zeigen wie sehr ich ihn liebte, wie viel er mir bedeutete und ihn dabei ein wenig verwöhnen.

 

Währenddessen ließ ich eine hauchdünne Eisschicht an meiner rechten Hand entstehen, ließ sie dann durch meine Wärme schmilzen, so dass meine Finger schön feucht waren, dann drang ich mit einem Finger in Slashs hinteren Eingang ein, nachdem ich ihm ein Kissen unter seinen Po gelegt hatte.

 

*-*-*

 

Vor Erregung wand ich mich unter Fireballs Berührungen und Liebkosungen. Instinktiv tat er nun das, was ich die ganze Zeit über gewollt hatte.

 

Dabei konnte ich nicht anders und begann erregt zu stöhnen.

 

Ich wollte mehr davon und als Fireball nun auch noch meine Hoden bearbeitete, wäre es mir beinahe gekommen. Dann jedoch tat drang er mit einem Finger in mich ein und ich dachte er zerreißt mich.

 

Doch ich riss mich zusammen, weil ich es umso mehr wollte. Langsam versuchte ich mich auf meine Atmung und auf Fireballs Liebkosungen zu konzentrieren.

 

Je mehr er mich leckte, desto besser entspannte ich mich. Langsam schien mir auch das hinten zu gefallen und ich drückte mich ihm ein wenig entgegen.

 

Sollte es jetzt wirklich geschehen? Würden wir jetzt gleich miteinander verschmelzen?

 

*-*-*

 

Anscheinend machte ich es wirklich richtig, denn auch wenn Slash sich anfangs noch etwas verkrampft hatte, so schien er sich jetzt zu entspannen, also nahm ich auch den zweiten Finger hinzu und weitete ihn noch etwas.

 

Allerdings tat sich bei mir dabei gar nichts... es erregte mich einfach nicht. Aber ich wusste, aus dem Traum... woher der auch immer gekommen sein mochte... dass ich auch erregt sein müsste, wenn ich in Slash eindringen wollte.

 

Und ich wollte in ihn eindringen, denn ich wollte, dass es für ihn schön war. So suchte ich, während ich Slash noch weitete, eine ganz bestimmte Kraft in mir, ließ die Kraft des Feuers und des Eises miteinander verschmelzen, so dass beide miteinander harmonierten. Dies führte schließlich dazu, dass sich meine Männlichkeit versteifte und obgleich es nur eine rein körperliche Reaktion von mir war, konnte ich leises Seufzen nicht so ganz unterdrücken.

 

Endlich konnte ich wenigstens Slash ein wenig glücklich machen.

 

Nachdem ich ihn nun eine ganze Weile vorbereitet hatte, entzog ich ihm meine Finger und ließ um mein Glied eine dünne Eisschicht entstehen, die, Kraft meines Feuers gleich wieder schmolz und einen leicht feuchten Film hinterließ.

 

Dann drang ich ganz langsam und extrem vorsichtig in Slash ein, nachdem ich seine Beine noch ein wenig mehr gespreizt hatte.

 

Damit er aber keine Schmerzen spürte, wartete ich, dass er sich an mich gewöhnen würde und massierte dabei seine Männlichkeit mal ganz sanft und mal etwas härter...

 

*-*-*

 

Wie in Trance ließ ich Fireball einfach machen. Als er endlich in mich eindrang musste auch ich seufzen. Es war so schön, dass ich ihn so intensiv spüren durfte.

 

Genießerisch schlang ich meine Arme um Fireballs Hals und begann meinen Schatz zu küssen. Langsam bewegte ich mich ihm entgegen, nachdem ich spürte wie ich mich an ihm gewöhnt hatte.

 

Den Kuss weitete ich aus, indem ich Fireballs Hals entlang küsste.

 

Stöhnend liebkoste ich ihn und spürte ihn intensiv in mir. Jetzt wo Fireball meine Männlichkeit so liebevoll bearbeitete, staute sich eine ungeahnte Hitze in mir und ich konnte es nicht länger unterdrücken, kam einfach in seiner Hand.

 

Dabei entstand eine Schutzhülle um uns, als wollte ich uns in diesem einzigartigen Moment schützen.

 

*-*-*

 

Da war es wieder... dieses wunderschöne Gefühl, welches ich schon am gestrigen Abend gespürt hatte, als Slash meinen Hals küsste, so dass ich laut aufstöhnen musste.

 

Slash bewegte sich mir entgegen, das war für mich das Zeichen, dass ich mich in ihm bewegen konnte, ohne dass er unnötige Schmerzen haben würde.

 

Zunächst nur sehr langsam, dann etwas schneller bewegte ich mich in ihm, dann spürte ich plötzlich etwas nasses in meiner Hand, die seine Männlichkeit massiert hatte... er schien wohl gekommen zu sein, was sich mir auch darin zeigte, dass uns eine Schutzhülle umgab.

 

Innerlich musste ich grinsen, aber als Slash weiterhin meinen Hals so küsste, mich somit verwöhnte, konnte auch ich nicht mehr an mich halten... sehr viel schneller und härter begann ich mich in meinem Schatz zu bewegen... dann ergoss ich mich auch schon in ihm und konnte wiederum ein sehr lautes, erregtes Stöhnen nicht unterdrücken... das hier war einfach viel zu geil gewesen, als dass ich mich noch länger hätte zurückhalten können.

 

Mein Körper zitterte noch etwas vor Erregung, als wollte ich gar nicht mehr aufhören zu kommen... mein Rücken bog sich leicht durch, mein Herz raste wie verrückt, dann ...ließ ich mich sacht auf meinen Schatz sinken... vollkommen atemlos... nach Luft japsend....

 

*-*-*

 

Wie sehr ich es genossen hatte, dass auch Fireball gekommen war. Es hatte sich unglaublich schön angefühlt.

 

''Das war so wunderschön. Ich liebe dich'', flüsterte ich kaum hörbar, während ich seine Nähe genoss und seinen Rücken streichelte.

 

Endlich hatte sich mein größter Wunsch erfüllt und Fireball und ich waren ein Paar. Wir hatten Sex gehabt, uns sehr intensiv geliebt und es schien Fireball ebenso gefallen zu haben.

 

Langsam löste ich die Schutzhülle wieder und lächelte meinen Liebsten an.

 

*-*-*

 

"Ich liebe dich auch und fand es auch schön.", erwiderte ich flüsternd und stupste, mit meiner Nase, die seine liebevoll und sehr sanft an, während meine Wangen ein leichtes Rot annahmen.

 

Ein angenehmer Schauer durchfuhr meinen Körper, als Slash meinen Rücken so sanft streichelte und ich mich richtig gehen ließ... derzeit an nichts mehr dachte... außer an unsere Liebe.

 

Natürlich würde ich meinen Plan irgendwann weiter verfolgen... Rache zu üben... aber jetzt genoss ich diesen so wunderbaren Moment einfach nur.

 

Ich hatte endlich einen Partner an meiner Seite, einen der mir die Liebe gab, die mir so lange versagt geblieben war, die ich aber jetzt, nach so langer Zeit, endlich bekam.

 

Slash würde der Balsam für meine kranke Seele sein. Bei ihm konnte ich Erholung, Liebe und Zärtlichkeit finden... die ich aber auch bereit war ihm zu geben... und nur ihm!

 

Ich spürte, wie die Schutzhülle fiel und sah, dass Slash mich anlächelte und ich lächelte einfach nur zurück, dann küsste ich ihn sehr zärtlich auf die so schönen Lippen.

 

Anschließend entzog ich mich ihm und legte mich neben ihn... legte meinen Kopf auf seine Brust, streichelte seine Brust... mit meinen Fingerspitzen ganz sanft.

 

*-*-*

 

Fireball und Slash wurden sehr Glücklich zusammen. Sie zogen auch irgendwann zusammen in eine gemeinsame Wohnung. Wie vorausgesehen war Slash Balsam für Fireballs Seele.

 

Gemeinsam erkundeten sie ihre Körper auf Sexuelle Ebene und fanden schnell heraus, was dem Anderen gefiel.

 

Doch wie vorhergesehen begann Fireball Rache, wurde aber zum Glück nie hinterführt und auch obwohl er seinen Namen behielt, ahnte Keiner, wer er wirklich war. So konnte er mit Slash ungestört endlich das Leben leben, was ihm zustand.

 

Alle Freunde von Slash wurden ebenfalls Glücklich und auch Iso fand irgendwann den richtigen Partner an seiner Seite.

 

*-*-*

 

Ende