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Engel der Nacht

~ Engel der Nacht ~

 

 

written by Detail und Dark Sephiroth

 

 

Es war stockfinster in dieser einsamen Gasse, hierher hätte sich nicht einmal eine Ratte verirrt. Aber mir machte diese Dunkelheit nichts aus. Ich spazierte hier entlang als wäre es sonnen hell. Angst? Dieses Wort kannte ich nun überhaupt nicht ...was war das überhaupt... konnte man das essen?

Außerdem wovor sollte ich mich denn fürchten?

 

Ich kannte so etwas wie Angst oder Furcht tatsächlich nicht. Deshalb wurde ich in der Schule auch immer “Der Furchtlose” genannt. Aber ich hatte nie Freunde, doch konnte mir das so ziemlich egal sein. Denn ich liebte die Einsamkeit, die mich immer, wie ein treuer Gefährte, begleitete.

 

Ich war immer ein Einzelgänger und ich wollte auch nicht, dass sich das jemals änderte.

Bisher hatte ich es immer abgelehnt Freundschaften zu schließen und es war mir bislang auch immer gelungen alles und jeden abblitzen zu lassen.

 

Wer ich war?

 

Mein Name ist Adrian. Ich bin 18 Jahre alt und mache gerade mein Abitur. Ich bin zwar nur 1,76m groß, aber von einer sehr schlanken Gestalt. Meine langen schwarzen Locken reichen mir fast bis zum Hintern und umrahmen mein sehr jugendliches... fast schon feminin anmutendes Gesicht, mit den eisblauen Augen, sanft.

 

Ich war schon eine Weile durch die Gasse gelaufen als ich, nicht weit von mir, etwas beobachtete...

 

Vorläufig blieb ich genau da stehen wo ich mich befand. Nicht, dass ich Angst gehabt hätte, aber ich wollte nicht vorschnell handeln, denn man konnte so manche Beobachtung schon mal ordentlich missverstehen.

 

Das war mir nur ein einziges Mal passiert und dann nie wieder... ich hatte daraus gelernt.

 

Eigentlich konnte ich kaum glauben, was sich da vor meinen Augen abspielte. Dennoch sah ich noch ein wenig zu und ging sogar noch etwas näher heran.

 

Ein großer schlanker Mann war über einen etwas kleineren Mann gebeugt. Leider konnte ich das Gesicht des Größeren nicht erkennen. Denn des größeren Mannes Gesicht war neben dem Gesicht des Kleineren versteckt.

 

Nanu ...waren das nicht Schlürfgeräusche? Das war doch nicht etwa ein...

Nein, so was gab es doch gar nicht und wenn dann nur in der Phantasie der Menschen. Das war bestimmt nur ein Spielchen unter...

Nein, der andere versuchte sich verzweifelt zu wehren.

 

Gerade jetzt war ich mir gar nicht mehr so sicher, dass diese Szene nur ein Scherz unter Freunden war. Sollte es hier wirklich solche Wesen geben?

 

Wesen, die sich Vampire nannten?!

 

Um das herauszufinden ging ich geradewegs auf diese beiden Gestalten zu, stellte mich genau an die Seite des Größeren und sprach diesen unverblümt und direkt an.

 

Kannst du mir mal sagen, was du mit diesem Mann da anstellst?”

 

Der Größere drehte sich zu mir um, sah mich erstaunt an und erwiderte:

 

Was hast du denn für ein Problem? Hau ab und lass mich in Ruhe!”, und wollte sich seinem Opfer wieder zuwenden.

 

Aber ich erwiderte stur:

 

Nein, ich werde nicht abhauen! Ich will jetzt wissen was du da tust!”, und ich machte wirklich nicht den Eindruck, dass ich so schnell nachgeben würde.

 

 

Der Größere ließ sein Opfer fallen, denn Adrian hatte nun dessen gesamte Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Zunächst wurde Adrian von seinem Gegenüber nur misstrauisch beäugt.

 

Dann fragte der Mann:

 

Wer bist du, dass du es wagst dich mir entgegenzustellen? Und warum rennst du nicht, wie alle anderen, schreiend davon? Bist du nur ein stures Arschloch oder hab ich etwa einen Helden ...einen Engel der Nacht... vor mir?”

 

 

Weder noch”, antwortete ich, ”...ich bin nur ein einfacher Mensch. Nicht mehr und auch nicht weniger. Und noch einmal: Was hast du da getan? Ich erwarte eine Antwort.”

 

So was, wie dich hab ich noch nie erlebt. Du bist doch kein normaler Mensch, das kannst du mir nicht erzählen. Aber du wolltest ja wissen, was ich eben tat. Ich habe das Blut des Mannes, der da liegt, getrunken. Und es hat echt gut geschmeckt. Denn ich bin ein Vampir! Genügt dir das als Antwort?”, erklärte der Andere.

 

Ja, sicher, du bist ein Vampir.... und ich bin dann wohl Graf Dracula persönlich, oder wie?! Sonst noch was...?! Das kannst du jemandem erzählen, der keine Krempe am Hut hat. Vampire gibt es nicht. Also erzähl hier keinen Scheiß!”

 

Also, eines muss man dir wirklich lassen. Du bist sehr mutig. Was wäre, wenn ich dich jetzt einfach als Nachtisch nehmen würde? Hättest du dann immer noch so ein großes Mundwerk? Nein, sicher nicht, dann machst du dir bestimmt in die Hosen, nicht wahr!?”, erwiderte der Vampir lachend.

 

Bist du dir da so sicher?”, fragte ich ernst und blickte dem "angeblichen" Vampir direkt in die Augen.

 

Zugegeben, ich bin mir jetzt nicht mehr so sicher, denn andere wären spätestens jetzt davon gelaufen. Du bist mir ein Rätsel.”, erwiderte der Vampir und verschwand spurlos von der Bildfläche.

 

Jetzt wunderte ich mich schon etwas. Denn ich hatte noch nie jemanden gesehen, der einfach so verschwinden konnte. Das gab mir jetzt doch schon etwas zu denken. Aber auch dieses “Phänomen” machte mir keine Angst ...warum auch...?

 

Ohne weiter drüber nachzudenken, setzte ich meinen Weg fort und kam schon bald wieder auf der Straße an.

 

*-*-*

 

Den Tag hatte ich mit schlafen verbracht, eigentlich wie immer und stand pünktlich zur Abenddämmerung auf.

 

Ich duschte meinen schlanken, muskulösen Körper zum wachwerden erst mal ab, wusch meine dunklen langen Haare ausgiebig und setzte mir anschließend spezielle Kontaktlinsen in meine hellgrünen Augen ein, mit denen ich im Dunkeln sehen konnte.

 

Die Haare band ich mir streng nach hinten, damit sie mich nicht störten, dann trocknete ich mich ab und zog mich dunkel an.

 

Ich bewaffnete mich noch, bevor ich meinen dunklen Mantel überzog und mich nach draußen begab. Mittlerweile war es dunkel und SIE krochen überall aus ihren Löchern. Man konnte das frisch gezapfte Blut überall an jeder Straßenecke riechen.

 

SIE bevorzugten dunkle Gassen und Ecken, sowie Hinterhöfe und Parks. Nachdem ich SIE schon so lange jagte, wusste ich ganz genau, wo ich zu suchen hatte.

 

Angst hatte ich keine, die durfte ich auch nicht haben, die musste man einfach ausblenden. Sonst hatten SIE dich schneller, als dir lieb war. Dann würden SIE dich aussaugen und töten oder zu einen von IHREN machen.

 

Man nannte mich Honey, wie den Honig, weil ich den Tod süß verabreichte.

 

Was ich war?

 

Ich war ein Engel der Nacht auf der Suche nach IHNEN – den Vampiren!

 

Es war schon spät, als ich einem auf der Spur war. Doch ich kam zu spät. Er hatte sich sein Opfer schon geholt. Nur noch der kalte, leblose Körper lag da.

 

Schnell holte ich mein Handy raus und wählte eine bestimmte Nummer.

 

''Wir haben wieder ein Opfer!'', sagte ich in das Telefon hinein, ''Männlich, mittleren Alters. Er scheint Tod zu sein, es ist aber besser, wenn ihr sofort kommt. Man kann ja nie wissen.''

 

''Ist okay, Honey'', bekam ich noch zu hören, dann gab ich noch den Standort durch und legte auf.

 

Anschließend schaute ich mich um und bemerkte Spuren, die nicht vom Vampir sein konnten. Es war jemand hier gewesen und wie es aussah hatte er sich mit dem Vampir unterhalten.

 

Den Matsch schaute ich mir noch genauer an, damit ich ermitteln konnte, wo der junge Mann hingegangen war. Dass es ein junger Mann war, schätzte ich an der Schuhgröße und der tiefe des Abdruckes.

 

Schnell hatte ich den Mann eingeholt, von dem ich ausging, dass er der Anwesende des Tatortes war. Eine Weile verfolgte ich ihn ruhig...

 

*-*-*

 

Eine ganze Weile war ich schon unterwegs gewesen und durch die endlos scheinenden Straßen gelaufen. Hier und da sah ich mir die Schaufenster an und erfreute mich daran.

 

Doch plötzlich bemerkte ich, dass ich verfolgt wurde. Aber ich drehte mich erst mal nicht um, denn ich ahnte bereits, dass es sicher nicht der Vampir von vorhin sein konnte, denn den hatte ich ja, mit meiner furchtlosen Art, in die "Flucht" geschlagen.

 

Aber wer, zum Geier, wagte es mich zu verfolgen?!

 

Ich ging erst einmal weiter... tat so als hätte ich es nicht bemerkt und machte mir so meine Gedanken.

 

Aber dann... an einer Stelle, die recht dunkel und ziemlich verlassen war, drehte ich mich ruckartig um, krallte mir den Typen, der mich die ganze Zeit verfolgte... ging ihm an den Kragen und giftete ihn an:

 

"Kannst du mir mal sagen, warum du mich die ganze Zeit verfolgst?! Hab ich irgendwie Speck in den Taschen, oder was?!" und sah ihm dabei kalt, mit meinen eisblauen Augen, direkt in seine Augen.

 

Nachdem ich meine Fragen an ihn gerichtet hatte, ließ ich ihn wieder los und giftete hinzufügend:

 

"Hör auf mir nachzulaufen, sonst kannst du was erleben! Klar, soweit?!"

 

Noch einmal sah ich ihn mit meinem Blick von oben herab an, dann drehte ich mich um und ging weiter meines Weges.... ließ ihn stehen.

 

Tze... was sich manche Leute so einbilden...

 

*-*-*

 

''Wow, nun aber langsam'', antwortete ich mit ruhiger Stimme, ''Ich wollte dich nur etwas fragen.''

 

Dann ging ich hinter ihm her, da er ja einfach weiter ging, ohne mir nur die Möglichkeit der Erklärung zu lassen.

 

''Kann es sein, dass du gerade etwas eigenartiges gesehen hast?'', hakte ich nach und hoffte, er würde mir offen antworten.

 

Er schien ein komischer Typ zu sein und zeigte keine Angst. Deshalb hatte ihn der Vampir wohl auch verschont. Nur würde er zurückkehren, da der Junge Mann ihn gesehen hat. Es darf doch keine Zeugen geben, also wird er ihn entweder töten oder zu einen von ihres Gleichen machen.

 

Ich lauschte nebenbei in die Nacht hinein, ob sie schon in der Nähe waren.

 

*-*-*

 

Tze.... irgendwie schien mich der Typ nicht verstanden zu haben, denn er verfolgte mich noch immer und sprach mich nun auch noch an.

 

Ich blieb stehen, drehte mich um und sah ihn an:

 

"Sag mal, rede ich chinesisch, oder was?! Also für dich noch mal: Ich wünsche keinen Kontakt.... verstanden?!", versuchte ich ruhig zu reden, was mir etwas schwer fiel.

 

Ich war nun mal ein "einsamer Wolf" und wollte weder verfolgt werden, noch wollte ich irgendwelche Kontakte.

 

Auf seine Frage antwortete ich jedoch:

 

"Wenn du den Vampir meinst... ja, dann habe ich etwas seltsames gesehen und ich fand es, ehrlich gesagt, faszinierend. Reicht das jetzt?!" und sah diesem Typen mit meinen eisblauen Augen wieder direkt in die Augen.

 

*-*-*

 

Na super, ich hatte also mit allem Recht.

 

''Mein Name ist Honey. Wie heißt du? Wenn das wirklich wahr ist, dann bist du in Gefahr. Er wird dich töten oder zu einen von ihnen machen. Hast du denn gar keine Angst?'', erklärte ich ihm.

 

''Du hast ihn gesehen und es darf keine Zeugen geben, verstehst du?'', fügte ich hinzu.

 

''Wie sah der Vampir aus? Kannst du ihn beschreiben?'', wollte ich von dem Jungen wissen.

 

Eigentlich gab es nicht viele, die hier jagten und ich kannte sie gut. Vielleicht würde mir die Beschreibung Aufschluss darüber geben, wie gefährlich der Vampir war, mit dem wir es zu tun bekommen würden.

 

*-*-*

 

Okay, da hatte scheinbar jemand dringenden Redebedarf... wenn er denn meinte.... ich rollte genervt mit den Augen.

 

"Mein Name ist Adrian und nein, ich habe gar keine Angst. Ich fürchte mich vor gar nichts. Warum sollte ich auch?"

 

So, der Vampir würde vielleicht wieder kommen... wie geil.

 

"Ja, ich verstehe, was du mir zu sagen versuchst. Aber ich habe dennoch keine Angst und ich werde dir auch nicht beschreiben, wie er aussah. Das bleibt mein kleines ...Geheimnis... wenn es recht ist.", erwiderte ich leicht grinsend.

 

Ich überlegte ein wenig und sah mir mein Gegenüber genau an, dann stellte ich fest:

 

"Warte... du bist ein Vampirjäger! Hab ich recht?!"

 

Wenn ich mit meiner Vermutung recht hätte, würde ich einen Teufel tun und den Vampir diesem Vampirjäger ausliefern.

 

*-*-*

 

Ich grinste nur und erwiderte: ''Das bleibt dann wohl mein kleines Geheimnis!''

 

Ach, was kümmerte er mich eigentlich? Dann würde noch einer sterben.

 

''Schade eigentlich. Mit deiner kühlen Art und so ganz ohne Angst hättest du einen sehr guten Engel der Nacht abgegeben'', stellte ich fest.

 

Dann wurde ich ganz still und horchte in die Nacht hinein. SIE waren bereits ganz nah! Man konnte SIE fauchen hören und es roch nach Tod.

 

Doch als ich gerade etwas zu Adrian sagen wollte, hörte ich schnelle Schritte auf uns zukommen.

 

''Honey!'', hörte ich Kevs Stimme und ihm folgte auf dem Schritte sein Partner Mex.

 

Alle hatten Partner, nur ich war als Einzelgänger unterwegs, brauchte nichts und Niemanden. Ich kam ganz gut alleine klar.

 

Unser Chef sagte irgendwann mal zu mir, du wirst es merken, wenn du deinen Partner begegnest. Aber bisher waren mir alle egal gewesen.

 

''Kev, Mex'', begrüßte ich beide und konnte ihre Blicke auf Adrian sehen.

 

''Sind SIE deswegen so in Unruhe?'', fragte Mex nun.

 

''Ja'', antwortete ich kurz und knapp, dann wandte ich mich wieder Adrian zu.

 

''Hör zu, Kleiner! Das hier ist kein Spiel. Ich meine es ernst, todernst. Komm mit uns, bitte. Wenn sie erst mal sehen wo du wohnst, ist es aus. So hast du noch eine Chance dein Zuhause und deine Eltern wiederzusehen'', versuchte ich Adrian zu überzeugen und streckte ihm meine Hand entgegen.

 

Spätestens jetzt müsste er die Vampire auch hören, dass sie schon beinahe hinter ihm standen und auch wenn er keine Angst hätte, müsste er den ernst der Lage realisieren.

 

Eigentlich sollte er mir scheißegal sein, nur aus irgendeinem Grund kämpfte ich um ihn.

 

*-*-*

 

Au man, jetzt kamen noch mehr von diesen Figuren! Ich war mir jetzt sehr sicher, dass sie Vampirjäger waren. Warum konnten sie, sie nicht einfach in Ruhe lassen?

 

...hmm...

 

Ich hörte mir an, was Honey zu sagen hatte und nickte verstehend.

 

Grinsend vernahm ich das Fauchen der nahenden Vampire, dann sah ich die Vampirjäger vor mir an. Honey streckte mir sogar seine Hand entgegen. Ich konnte förmlich spüren, wie er um mich kämpfte.

 

Gerade als ich noch überlegte, ob ich Honeys Hilfe annehmen sollte, erschien vor mir eben jener Vampir, den ich vorhin in der dunklen Gasse gesehen und mich mit ihm unterhalten hatte. Er stand jetzt genau zwischen mir und Honey.

 

Fasziniert und frech grinsend sah ich ihn an und sprach ihn dann an:

 

"Hey, lass uns einfach in Ruhe, okay. Die da sind Vampirjäger.... Engel der Nacht... wie sie sich nennen... passt auf euch auf. Es würde mir leid tun, wenn sie euch alle töten."

 

Der große Vampir grinste mich nun ebenfalls an und erwiderte:

 

"Du hast viel Mut, Kleiner. Ich bewundere dich wirklich. Du würdest gut zu denen da passen. Mein Name ist übrigens, Marius."

 

"Mein Name ist Adrian. Ich freue mich dich kennen zu lernen.", antwortete ich grinsend und fügte hinzu: "Hör mir zu: Ich bin nicht euer Feind und ich will auch nicht, dass euch was passiert. Verzieht euch einfach und lasst die Menschen hier in Ruhe, okay."

 

Marius nickte einwilligend.

 

"Danke, und vielleicht sehen wir uns ja mal wieder.", sprach er, dann verschwand er wieder und mit ihm auch das laute Fauchen.... jetzt war alles ruhig und still... nur den Wind hörte man noch um die Häuser wehen...

 

Schließlich wand ich mich wieder Honey und den anderen zu...

 

*-*-*

 

Marius war es also gewesen. Es war untypisch, dass SIE einfach so verschwanden und einem Menschen glauben schenkten.

 

''Nun gut'', sagte ich und wandte mich zu gehen, ''Mach es gut, Adrian.''

 

''Honey?'', hörte ich Mex skeptisch sagen.

 

''Was?'', brummte ich. Schließlich war ich kein Babysitter. Der Junge hatte sich entschieden, was sollte ich da noch machen?

 

Ich ging einige Schritte, dann meldete sich auch Kev zu Wort.

 

''Honey! Verdammt!'', kam es böse von ihm.

 

''Boa. Nervt nicht!'', raunte ich und drehte mich sehr genervt um.

 

''Okay, Adrian, ich werde dich wie es ausschaut nach Hause begleiten und erst wieder gehen, wenn du meiner Meinung nach in Sicherheit bist!'', sagte ich zu Adrian in einer Tonlage, die kein Nein zuließ.

 

Es war sehr dumm, was er getan hatte. Quasi hatte er einen Pakt abgeschlossen. Ein Mensch der Vampiren half, na toll!

 

Warum musste ausgerechnet ich mich mit dem herumärgern? Als hätte ich nichts besseres zu tun.

 

Marius war einer der großen Fische, die immer zu schnell waren, man konnte ihn kaum erwischen. Er stand direkt vor mir und ich hatte nicht mal mit der Wimper gezuckt. Verdammter Mist nochmal!

 

*-*-*

 

Man, langsam ging mir das alles mächtig auf die Nerven.

 

Warum mussten Erwachsene eigentlich immer so übelst nervig sein?

 

Natürlich hörte ich, was er sagte und diese Tonlage kannte ich nur allzu gut... so waren sie eben.... Erwachsene. Wenn sie nicht mehr weiter wussten, schlugen sie diesen Ton an... der dann kein Nein duldete.

 

Wie ich so was hasste, konnte ich kaum in Worte fassen.

 

Aber bei mir waren sie da dann doch an der falschen Adresse, denn Angst hatte ich eh keine und die da konnten mich mal "gern" haben... tze...

 

"Wenn es denn sein muss...", erwiderte ich, genervt mit den Augen rollend: "Man, man, man... als wäre ich ein Kleinkind... nicht fähig mich allein zu verteidigen. Tze... was glaubt ihr Figuren eigentlich, wer ihr seid?! Ich brauchte und brauche keinen Babysitter... aber wenn es sich eben nicht vermeiden lässt... boah, meine Fresse, ey... ist das nervig!", motzte ich weiter.

 

Dann ging ich schon mal voraus und war nicht bereit mich weiter mit denen da zu unterhalten... warum sollte ich auch...

 

*-*-*

 

Ich war mindestens genauso genervt, wie Adrian, doch folgte ich ihm, ohne ein weiteres Wort.

 

Es war ruhig, viel zu ruhig, während wir durch die Straßen liefen.

 

Warum nur, wollte er die Vampire beschützen?

 

Sicher, SIE waren schöne Wesen, nur waren SIE uns Menschen sehr gefährlich.

 

Ein wenig rieb ich mir die Augen. Irgendwie hatte ich schlecht geschlafen und war müde. Die Nacht war noch nicht vorbei, es war noch nicht überstanden. Oder aber SIE würden aus Sicherheit warten.

 

Wie er wohl wohnen würde? Ob es noch weit war?

 

Unruhig lauschte ich in die Nacht hinein und schaute mich immer wieder um.

 

War da ein Schatten? Habe ich ein Geräusch gehört? Oder spielte mir meine Müdigkeit einen Streich?

 

*-*-*

 

Eine halbe Stunde später erreichten wir mein Zuhause. Ich hatte während des gesamten Weges kein einziges Wort mit Honey gewechselt.

 

Ich mochte die Vampire eben, warum wusste ich auch nicht. Sie waren die schönsten Wesen überhaupt. Würde ich auch nur einen von diesen Engeln der Nacht erwischen, dass sie einen Vampir töten... wären sie meiner Rache gewiss...

 

Erst jetzt, da wir vor dem Haus meiner Eltern standen, meinte ich:

 

"So, ich bin jetzt zuhause. Du kannst mich jetzt ruhig der Obhut meiner Eltern überlassen. Ich bin mir sicher, dass sie mich nicht fressen werden.", mit diesen Worten schloss ich auch schon die Haustür auf und betrat den Eingangsbereich.

 

"Ja, also dann, komm gut nach Hause.", sprach ich noch und wollte dann die Haustür schließen.

 

*-*-*

 

''Wow, langsam'', entgegnete ich und steckte meinen Fuß in die Tür.

 

Hatte er mir etwa nicht richtig zugehört? Adrian war wohl mehr als Lebensmüde, aber nicht mit mir.

 

Also zwängte ich mich durch den Schlitz der Tür und stand nun ebenfalls im Eingangsbereich.

 

Er müsste sich wohl etwas einfallen lassen, dass ich die Nacht hier verbringen würde. Oder aber ich schlich mich in sein Zimmer, wenn das möglich wäre.

 

Um so weniger Bescheid wussten, um so besser.

 

Der Kleine war wirklich anstrengend, doch erinnerte er mich auch an mich selber, wie ich früher war.

 

*-*-*

 

"Hey, sag mal, geht’s noch?!", schrie ich ihn an.

 

"Was glaubst du eigentlich wer du bist?! Das hier ist mein Zuhause und du hast hier nichts verloren?!"

 

Dieses Theater hatten wohl auch meine Eltern mitbekommen und mein Dad kam sogleich angelaufen.

 

"Was ist hier los? Wer sind sie, junger Mann und was wollen sie von meinem Sohn?!", fragte mein Vater aufgebracht.

 

"Dad, das ist Honey und er hat sich soeben unerlaubten Zutritt zu eurem Haus verschafft.", verpetzte ich Honey, bei meinem Vater, der ihn auch gleich böse ansah.

 

"Raus hier, oder aber ich rufe die Polizei. Das ist Hausfriedensbruch, ist ihnen das klar, junger Mann?! Also, entweder gehen sie freiwillig, oder ich lasse sie hinauswerfen!", drohte mein Vater.

 

Und ich grinste innerlich.

 

"Dad, ich geh nach oben in mein Zimmer, ja. Bitte, lass ihn nicht weiter hinein... ich... habe Angst vor ihm.", spielte ich das hilflose Engelchen und sah meinen Vater ängstlich an.

 

Er kaufte mir mein Theater natürlich ab und meinte:

 

"Ja, geh nur... ich werde mit ihm allein fertig. Keiner wird dir was tun." und stellte sich Honey in den Weg.... auch meine Mutter kam dazu... die ihren Sohn natürlich auch beschützen wollte... vor dem "bösen" Mann.

 

Ich ging hinauf in mein Zimmer und riegelte die Tür ab.

 

Als ich mich aber umdrehte sah ich Marius auf meinem Bett sitzen.

 

"Marius!", freute ich mich und lächelte.

 

"Pssst.... wir müssen leise sein.", flüsterte ich Marius zu, der verstehend nickte.

 

"Ich bin nur hier, weil ich dir etwas erzählen muss, Adrian.", begann Marius und ich setzte mich auf den Boden und hörte ihm zu:

 

"Also, ich machs kurz: Ich bin dein, 10 Jahre älterer, Bruder.

Deshalb hast du wohl auch keine Angst vor mir.

Unsere Eltern haben mich weggegeben, weil ich ihnen zu anstrengend wurde, denn ich bin ein geborener Vampir. Sie konnten nicht mit mir umgehen."

 

Ich hörte Marius zu und meine Augen weiteten sich zusehends.

 

"Aber warum bin ich dann kein Vampir?"

 

"Das wird wohl an den Genen liegen, denke ich."

 

Ich nickte verstehend, dann stand ich auf, ging auf meinen Bruder zu und umarmte ihn sanft.

 

Natürlich würde ich meine Eltern zur Rede stellen müssen, soviel war Fakt. Außerdem würde ich niemals zulassen, dass man Marius etwas antat. Endlich hatte ich einen Grund...

 

*-*-*

 

Na super, das hatte mir gerade noch gefehlt.

 

Also verließ ich das Haus und ging die Straße entlang.

 

Sollte Adrian doch bleiben, wo der Pfeffer wüchse. Mir war er jetzt egal. Diese Dreistigkeit und Unverschämtheit würde ich mir nicht gefallen lassen.

 

Wahrscheinlich war Marius bereits im Haus und würde sich irgendeine List ausdenken, um ihn an sich zu binden.

 

Ich ging meiner Wege, nicht länger an Adrian denkend und tötete diese Nacht noch zwei Vampire. Allerdings nur kleinere nicht höherrangige. Aber das war nicht wichtig.

 

Dann kurz vorm Morgengrauen, jedoch etwas eher als sonst, erreichte ich mein Heim. Dort angekommen, setzte ich mich in meinen Sessel und legte die Beine hoch.

 

Es dauerte nicht lange und ich schlief vor Erschöpfung ein.

 

*-*-*

 

Marius und ich redeten noch eine Weile miteinander, dann gingen wir zu meinen Eltern und ich stellte sie zur Rede.

 

Beide wurden leichenblass, als sie Marius sahen.

 

Ihrer Reaktion nach zu urteilen, stimmte es also, was mir der Vampir erzählt hatte.

 

"Mum, Dad... stimmt das? Ist Marius mein Bruder? Wenn ja, warum habt ihr mir nie was von ihm erzählt?!", wollte ich wissen.

 

Mein Vater antwortete:

 

"Ja, es stimmt. Er ist dein Bruder. Wir kamen mit ihm nicht zurecht und gaben ihn deswegen weg. Und dich wollten wir nicht beunruhigen... deshalb haben wir dir nichts von ihm erzählt."

 

"Aber meint ihr nicht, dass ich ein recht drauf gehabt hätte?! Ich mein, dann wäre vielleicht einiges anders gelaufen."

 

"Verzeih uns bitte, Adrian."

 

"Ach, schon gut. Aber was machen wir jetzt mit ihm? Ich mein, hier wird er nicht bleiben können, oder? Diese Vampirjäger werden ihn doch hier suchen."

 

Marius nickte, so auch meine Eltern.

 

"Aber ich... will ihn auch kennen lernen... also bleibt er erst mal hier und schläft bei mir im Zimmer.", bestimmte ich, während Marius grinste.

 

Gemeinsam mit Marius ging ich wieder in mein Zimmer und wir redeten noch sehr lange, bis ich schließlich in den Armen meines Bruders, einschlief und mich an ihn kuschelte.

 

Nun wusste ich genau, warum ich Vampire so sehr mochte und ich würde nicht zulassen, dass Honey meinen Bruder tötete.... dann müsste er zuerst mich töten...

 

*-*-*

 

Irgendwann wurde ich wach, als es schon hell draußen war. Ich zog mich aus und legte mich ins Bett, nachdem ich alles abgedunkelt hatte.

 

Doch ging Adrian mir nicht aus dem Kopf. Warum verstand ich allerdings nicht.

 

Ausgerechnet Marius, den ich schon so lange jagte, musste er begegnet sein.

 

Nach einer Weile des hin und herwälzends, stand ich wieder auf, machte mir etwas zu essen und aß in Ruhe. Wie fast immer hatte ich anschließend einen Hustenanfall und spuckte Blut.

 

Der Virus fraß mich von Innen auf, dessen war ich mir sicher. Nur zum Arzt ging ich nicht, wieso auch. Um mich würde keiner eine Träne vergießen.

 

Dann fühlte ich mich besser und legte mich wieder schlafen. Dieses mal gelang es mir auch einzuschlafen.

 

Erst spät erwachte ich wieder. Stand wie jeden Abend auf und duschte, bevor ich mich fertig machte für die Nacht. Für mich war es zur Routine geworden, so zu leben. Etwas anderes kannte ich gar nicht mehr, wie Freunde oder gar Familie.

 

Das war mein Leben, auch wenn es ab und an einsam war, brauchte ich Niemanden. Der Geruch von zerfallender Asche machte mich Glücklich. Zumindest dachte ich das.

 

Ich begann meinen Streifzug auf der Suche nach Vampiren. Jeden Abend hatte ich einen anderen Rhythmus, damit sie mir nicht auf die Spur kamen.

 

Es war heute eine Sternklare Nacht und roch nach frischen Regen. Die Straßen waren noch feucht und hier und da war noch eine Pfütze zu finden.

 

Das erleichterte die Spurensuche, auch wenn SIE kaum welche hinterließen.

 

*-*-*

 

Als ich am nächsten Morgen erwachte, war Marius noch immer bei mir und lächelte mich an.

 

Ich lächelte einfach nur zurück. Wir wünschten uns einen guten Morgen, dann stand ich auf, duschte, zog mir was an und ging dann zurück in mein Zimmer.

 

Mein Bruder und ich hatten uns viel zu erzählen und ich hörte ihm einfach nur gespannt zu.

 

Zwischendurch aß und trank ich auch etwas.

 

So wurde es Abend und mein Bruder sprach dann:

 

"Hör zu, Adrian. Ich muss gehen. Sieh mal, ich bin nun mal was ich bin... ein Vampir und ich muss mich vom Blut der Lebenden ernähren. Aber keine Angst, ich werde nur noch Tierblut nehmen, okay."

 

"Okay....", flüsterte ich und mir traten die Tränen in die Augen, die dann langsam an meinen Wangen herab liefen.

 

"Hey, nicht weinen, wir sehen uns bestimmt wieder, aber jetzt muss ich gehen."

 

"Ich weiß, aber bitte, pass auf dich auf, ja... bitte... ich will dich nicht verlieren."

 

"Wirst du nicht... versprochen."

 

"Aber da draußen sind doch diese...", schluchzte ich...

 

"Ist schon gut, ich weiß und ich werde vorsichtig sein. Ach ja, und was ich sagen wollte: Honey ist ein guter Kerl, sei nicht so ruppig zu ihm. Wenn du magst, schließe dich ruhig den Engeln der Nacht an... es ist nicht das Schlechteste."

 

"Aber... aber... dann... muss ich dich jagen."

 

"Nein, musst du nicht. Es gibt genug andere Vampire, die es wert sind gejagt und getötet zu werden. Ich werde dich immer wieder mal besuchen kommen."

 

"O-okay....", schluchzte ich noch immer und fiel meinem Bruder um den Hals.... hielt ihn ganz fest. "Bitte, darf ich dich, noch ein wenig, begleiten?"

 

"Na, sicher doch. Komm, gehen wir."

 

Ich nickte lächelnd, zog mir was drüber und verließ mit meinem Bruder das Haus.

 

Immer wieder betrachtete ich meinen großen Bruder. Er hatte genauso schöne, lange, lockige Haare, wie ich, seine Augen waren ebenso eisblau, wie die meinen. Von der Statur her war er deutlich größer als ich... ich schätzte ihn so auf 1,90m... und er war ebenfalls sehr schlank und sportlich.

 

Wir waren schon eine ganze Weile unterwegs und Marius hatte sich inzwischen das Blut eines Tieres zugeführt, als ich Honey auf uns zu kommen sah.

 

"Nein... schnell, Marius... verschwinde...", bat ich meinen Bruder.

 

Aber er nahm mich nur lieb in die Arme und flüsterte mir zu:

 

"Vergiss niemals, dass ich dich sehr lieb habe, kleiner Bruder.", dann löste er sich von mir und ging auf Honey zu.

 

Erschrocken sah ich was er tat... aber... das konnte er doch unmöglich ernst meinen... nein...

 

Ich sah wie er sich vor Honey hinkniete... dann ließ ich mich weinend zu Boden fallen...

 

"MARIUS! NEIN! BITTE, DU BIST DOCH MEIN BRUDER, DAS KANNST DU MIR DOCH NICHT ANTUN!", schrie ich weinend... schluchzend... fast wahnsinnig, denn ich ahnte was er vorhatte....

 

Aber ich wollte doch meinen Bruder nicht verlieren...

 

 

"Honey, du hast mich lange genug gejagt... hier bin ich, jetzt kannst du mich töten.", sprach Marius, hatte sich vor den Engel der Nacht gekniet und senkte seinen Kopf.

 

Er wollte sich von Honey töten lassen... zu lange schon war er vor ihm geflohen... jetzt sollte Honey ihn töten...

 

*-*-*

 

Was mir da geboten wurde, konnte ich kaum begreifen. Sie waren also Brüder, das erklärte so einiges.

 

Doch Marius schien mich nicht wiederzuerkennen. Deshalb schob ich meinen Kragen beiseite und zeigte ihn die Bissstellen von damals.

 

''Marius erinnerst du dich nicht mehr an mich?'', fragte ich ihn und schaute ihm direkt in die Augen.

 

Damals war ich etwa in Adrians Alter und noch nicht bei den Engeln der Nacht. Ich war in der Nacht unterwegs gewesen, wie immer allein, als mir Marius begegnete. Er wickelte mich um seinen Finger und wollte mein Blut.

 

Doch er kam nur dazu mich zu beißen, als er gerade anfangen wollte sich mein Blut zu nehmen, wurde er von einem Pfeil am Arm getroffen. Weshalb er von mir abließ und floh.

 

Die Engel der Nacht nahmen mich mit und nur weil Marius kein Blut von mir getrunken hatte, blieb ich ein Mensch.

 

Aber ich blieb bei den Engeln der Nacht und ließ mich zu einen von ihnen ausbilden. Um jeden Preis der Welt, wollte ich Marius zur Strecke bringen. Ihn heimzahlen, was er mir angetan hatte.

 

Hunger und Durst hatte ich wie jeder normale Mensch. Ich verspürte auch keinen Blutdurst, nicht mal Fangzähne hatte ich. Trotzdem wehrte sich mein Körper gegen das Essen. Jedes Mal erbrach ich die Hälfte und spuckte Blut.

 

Das Virus fraß mich langsam Stück für Stück auf und ich konnte nichts dagegen tun.

Oder etwa doch?

 

Genau das wollte ich von Marius eben wissen. Gab es eine Heilmöglichkeit oder war ich verdammt?

 

*-*-*

 

Noch immer lag ich am Boden... weinend... konnte mich nicht beruhigen. So bekam ich auch nicht mit, was nun zwischen meinem Bruder und Honey ablief...

 

 

Marius hob seinen Kopf und sah erst die Bisswunden an Honeys Hals, dann sah er ihm ebenfalls in die Augen. Jetzt, ja, jetzt erst erkannte er ihn und erinnerte sich, was er damals getan hatte.

 

Langsam erhob er sich und nickte.

 

"Ja, jetzt erinnere ich mich an dich.", erwiderte Marius: "Es tut mir leid, was ich dir damals angetan habe. Ich wünschte, ich könnte es rückgängig machen.", fügte er entschuldigend hinzu.

 

Er war damals nur ein Jahr älter, als sein Bruder jetzt, gewesen und hatte große Rosinen in seinem Kopf, als er Honey gebissen hatte.

 

Als ihn dann ein Pfeil getroffen hatte, konnte er Honeys Blut nicht in sich aufnehmen und hatte die Flucht angetreten. Die Wunde von dem Pfeil hatte sich von allein geschlossen und war binnen weniger Minuten abgeheilt.

 

*-*-*

 

''Oh man kannst du den Kleinen nicht beruhigen? Das kann man ja nicht mit ansehen...'', bemerkte ich und zeigte auf Adrian.

 

''Ich habe dich all die Jahre gejagt, weil ich eigentlich Rache wollte. Nun will ich jetzt nur wissen, was ich tun kann? Werde ich irgendwann sterben? Oder einer von euch sein? Wieso quält mich das Virus so lange über all die Jahre? Marius...???'', flehend schaute ich ihm in die Augen.

 

Dann ging ich rüber zu Adrian und half ihm hoch. Nahm ihn in die Arme und tröstete ihn.

 

''Schhh... ist schon gut. Ich werde deinen Bruder nicht töten. Denke ich zumindest'', sprach ich ruhig und hielt ihn dabei fest in meinen Armen.

 

*-*-*

 

Zitternd vor Angst und schluchzend, krallte ich mich nun an Honeys Kleidung fest.... ja, jetzt hatte ich Angst... das erste Mal in meinem Leben spürte ich sie... die Angst.... meinen Bruder zu verlieren.

 

"Bitte nicht... bitte... nimm mir meinen Bruder nicht weg.... bitte.", flehte ich Honey an.

 

 

Marius ging derweil auf die Beiden zu und während er seinem kleinen Bruder über den Rücken streichelte, beantwortete er Honeys Fragen:

 

"Weder noch... du wirst weder sterben, noch einer von uns. Dieses Virus wird dich leider dein ganzes Leben lang so weiter quälen. Denn ich bin ein geborener Vampir... ich bin also nicht erst von einen anderen Vampir gebissen worden. Die einzigen Methoden, die dich von dem Virus erlösen könnten... eine Verwandlung... die nur ich an dir vollziehen kann.

 

Oder aber, du tötest mich, dann bist du das Virus sofort los und auch die anderen Vampire sind dann Geschichte, denn es sind meine Geschöpfe. Ansonsten wirst du so weiter leben müssen. Es tut mir leid, Honey. Ich wünschte, ich könnte dir etwas anderes sagen. Aber du allein entscheidest."

 

Vorsichtig nahm Marius Adrian aus Honeys Armen, nahm ihn nun selbst in den Arm, drückte ihn lieb an sich und streichelte ihn sanft.

 

 

Als ich die Worte meines Bruders hörte, krallte ich mich zunächst an ihn, dann sah ich ihn, mit Tränen in den Augen flehend an.

 

"Nein, nicht... bitte... du darfst nicht sterben... bitte nicht...", bat ich meinen Bruder flehend, der mir ebenfalls in die Augen sah und liebevoll meine rechte Wange streichelte.

 

Dann drehte ich mich zu Honey um, stellte mich, mit ausgebreiteten Armen, genau vor Marius und sprach:

 

"Wenn du ihn töten willst, musst du vorher mich töten. Ich werde es nicht zulassen, dass du ihn vernichtest." und sah Honey entschlossen, aber mit dicken Tränen in den Augen... am ganzen Körper zitternd... an.

 

*-*-*

 

Der Gedanke war mehr als verlockend. Wenn ich Marius töten würde, gäbe es keine Vampire mehr.

 

Aber Adrian machte mich vollkommen fertig.

 

''Adrian. Ich verstehe dich ja und ich sagte bereits, dass ich Marius nicht töten werde. Nur wie stellst du dir das vor? Was bietest du mir? Wenn ich ihn am leben lasse, kämpfst du dann mit mir gegen die anderen Vampire?'', fragte ich unsicher nach.

 

Mein Kopf qualmte schon und ich suchte nach einer Lösung, die uns allen helfen würde.

 

Was wäre, wenn ich einer von IHNEN werden würde? Dann könnte ich SIE nicht mehr jagen und würde selber gejagt werden.

 

Ich hätte Blutdurst und würde Menschen töten. Vermutlich wäre dann sogar Adrian in Gefahr.

 

Doch ließe ich Marius am Leben, müsste ich wie vorher mit dem Virus leben. Im Grunde hatte ich mich schon daran gewöhnt und so schlimm war es nun nicht.

 

Aber ich war nun mal ein Engel der Nacht und würde weiter Vampire jagen, zu denen eben auch Marius zählte. Sicher könnte ich ihn ignorieren, wenn ich ihn treffen würde oder aber wenn einer von den anderen Engeln der Nacht dabei wäre, einfach daneben schießen.

 

Nur wäre das die Lösung?

 

*-*-*

 

"Ich würde alles tun, wenn du meinen Bruder am Leben lässt... ich gebe sogar mein Leben für das seine... aber bitte, töte ihn nicht... bitte.", flehte ich Honey an.

 

Aber dann mischte sich Marius ein:

 

"Hör mir zu, Kleiner. Das hat so keinen Sinn. Ich muss sterben, damit die Welt wieder in Ordnung und niemand mehr zu Schaden kommt. Aber ich kann mich nicht selbst töten. Das muss Honey tun. Ich hab dich lieb, kleiner Bruder, aber so kann und will ich nicht weiter machen... bitte, versteh das."

 

Mein Bruder richtete sich dann an Honey:

 

"Honey, du musst mich töten, sonst wirst du niemals das Leben führen können, das dir zusteht, denn du wirst niemals zu einer oder zur anderen Seite wirklich gehören. Nur um eines bitte ich dich... kümmere dich um Adrian... bitte."

 

Ich sagte nichts mehr... jedes Wort war mir im Halse stecken geblieben... nur Bäche von Tränen liefen an meinem Gesicht herab.

 

*-*-*

 

Na toll, jetzt bekam ich den schwarzen Peter zugeschoben. Dabei wollte ich ihn gar nicht töten.

 

''Nein!'', sagte ich deshalb stur.

 

''ICH WERDE DICH NICHT TÖTEN!'', wiederholte ich mich lautstark.

 

Sicher verriet ich hier meinen Codex, nur konnte ich Adrian das nicht antun. Sie hatten sich gerade erst kennengelernt und sicher noch sehr viel zu erzählen.

 

Außerdem gab es da noch ein anderes kleines Geheimnis und dann würde ich einen mir mittlerweile guten Freund mit auslöschen.

 

''Ich kann nicht Marius. Wir müssen eine andere Lösung finden!'', sagte ich und wand mich ab.

 

''Sehr gerne kümmere ich mich um den Kleinen, nur töten werde ich dich nicht!'', kam es noch einmal bestätigend von mir.

 

Wenn die anderen Engel der Nacht mich jetzt sehen würden, könnten sie das nicht glauben. Marius stand direkt vor mir und ich erhob nicht die Waffe gegen ihn.

 

*-*-*

 

Erstaunt über dessen Worte, sah ich Honey fragend an.

 

"Kann mir mal bitte jemand sagen, was hier abgeht?", fragte ich verwirrt in die Runde und sah abwechselnd mal zu Honey und mal zu Marius.

 

"Marius will von dir getötet werden.... du bist ein Vampirjäger, aber willst ihn nicht töten... und alle sind damit einverstanden?! Hab ich was nicht mitgekriegt?!", sprach ich verwirrt... mich ein wenig aufregend.

 

Wieder ergriff Marius das Wort:

 

"Wenn du es nicht tust, wird es sicher irgendwann einer der anderen Engel der Nacht tun... mein Tod ist ohnehin unausweichlich und eine andere Lösung gibt es nicht, Honey. Denn ich werde mit Sicherheit weiter töten und es wird irgendwann noch sehr viele Vampire geben... es liegt nun mal in meiner Natur."

 

Nur ich stand nun daneben und verstand gar nichts mehr.

 

"ABER DU HAST MIR DOCH GESAGT, DASS DU DICH AUCH VOM BLUT VON TIEREN ERNÄHREN KANNST!!!!", schrie ich Marius nun an.

 

Ich stand vor ihm, sah ihm völlig verheult in die Augen und trommelte, mit meinen Fäusten, wie wild gegen seinen Brustkorb....

 

"DU VERFLUCHTER BASTARD.... WARUM WILLST DU UNBEDINGT STERBEN???!!!", schrie ich weiter.

 

*-*-*

 

''Adrian, ich dachte du bist damit nicht einverstanden? Ich habe nach einer Lösung gesucht, mit der alle einverstanden sind. ALLE!'', redete ich ruhig weiter.

 

''Wenn du mich als Beschützer hast und aufpasst wie vorher, dann wirst du auch so schnell nicht getötet werden. Vor allem, was soll ich mit meinen Leben anfangen, wenn es EUCH nicht mehr gibt?'', fügte ich hinzu und musste lachen.

 

Dann konnte ich Luzifers Gegenwart spüren, er saß auf dem Dach eines Hauses. Ich kannte ihn schon lange und gut genug. Er brachte mir immer Informationen und stand mir sonst auch näher, als manch anderer.

 

Auch wegen ihm, konnte ich Marius nicht töten.

 

Doch ich konnte auch Kev und Mex spüren, dass sie auf dem Weg hierher waren.

 

''Ich befürchte, wir müssen unser Gespräch ein andern Mal fortführen. Wir haben wohl zu viel aufsehen erregt. Die Engel der Nacht sind auf dem Weg hierher... Marius, tu mir den gefallen und sei ein guter Schauspieler!'', sagte ich zu ihm.

 

Kaum hatte ich die Worte ausgesprochen, schaute ich Marius tief in die Augen und zog meine Waffen. Adrian winkte ich zu mir rüber, in der Hoffnung, er würde mir vertrauen.

 

Luzifer erhob sich vom Dach in die Lüfte, als würde er mir das Zeichen geben und ich machte ein auf Rambo.

 

*-*-*

 

Noch verwirrter schaute ich Honey an, als er mich zu sich heran winkte, aber ich tat es und ging zu ihm... nicht wissend, was er nun vor hatte.

 

Dass er ihn nicht töten wollte war mir nun auch klar, aber was sollte das jetzt werden?

 

Marius verstand was Honey von ihm erwartete.

 

Als Honey auf ihn schoss... aber absichtlich daneben schoss, verschwand mein Bruder und hinterließ auf dem Boden etwas Asche... als Zeichen, dass er "vernichtet" war.

 

Nur in meinen Gedanken hörte ich, wie er sagte:

 

Ich hab dich lieb, kleiner Bruder. Irgendwann sehen wir uns wieder.

 

Was das bedeutete wusste ich nur allzu gut. Ich würde Marius eine ganze Weile nicht mehr zu sehen bekommen... er hatte verschwinden müssen.

 

Tränenüberströmt sah ich auf die Stelle wo er eben noch gestanden war und ließ mich weinend zu Boden gleiten.... unfähig noch etwas zu sagen.

 

Natürlich wusste ich, dass er noch lebte... aber nun war ich wieder allein... einsam und allein... wie die ganzen vergangenen Jahre. Nun würde ich wieder den "einsamen Wolf" spielen.

 

*-*-*

 

Marius und auch Luzifer waren verschwunden und ich zog Adrian zu mir hoch, drückte ihn tröstend an mich.

 

Mex und Kev hatten von weitem alles mit angesehen und kamen nun zu uns rübergerannt.

 

''Wen hast du erlegt?'', fragte Kev keuchend.

 

''Ich habe ihn endlich'', strahlte ich gespielt freuend, ''Das war Marius. Endlich ist er tot!''

 

Die anderen wussten nicht, dass Marius die Vampire erschaffen hatte und das würde auch mein Geheimnis bleiben. Es war entschieden, Marius sollte Leben!

 

Kev und Mex konnten es kaum glauben, besahen sich den Ort des Geschehens und Kev hing auch schon am Telefon.

 

''Ganze Arbeit!'', gratulierte mir Mex.

 

Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass sie es mir abkauften.

 

''Ich bringe den Kleinen hier dann mal nach Hause!'', verabschiedete ich mich von den Beiden. Sie würden sich um alles weitere kümmern.

 

''Alles klar?'', fragte ich dann zaghaft Adrian, als wir langsam von dem Tatort weg gingen.

 

Meinen Arm hatte ich fest um ihn geschlungen und stützte ihn so.

 

''Willst du überhaupt nach Hause? Ich bin für dich da, wenn du mich lässt. Nicht weil Marius mich darum gebeten hat, sondern weil du mich stark an mich erinnerst, als ich in deinem Alter war'', sagte ich dann noch.

 

*-*-*

 

In Honeys Armen, hörte ich mit an, was er zu den anderen sagte... und was sie sagten, nur ich sagte nichts mehr.

 

Diese Bastarde schienen sich noch zu freuen, dass mein Bruder angeblich tot und vernichtet war... was waren das nur für Menschen?!

 

Als Honey dann mit mir von dem Tatort weg ging und mich fragte ob alles klar sei... nickte ich nur traurig. Tränen hatte ich keine mehr.

 

"Nein, ich... will nicht nach Hause... ich will einfach nur allein sein...", antwortete ich mit zitternder Stimme. "Danke... dass du für mich da sein willst... aber jetzt wäre ich gern ein wenig allein.", fügte ich hinzu und versuchte ihm ein Lächeln zu schenken, das wohl eher ein wenig gequält war.

 

Ich wusste schon was ich nun wollte. Marius wollte ich suchen und ich würde ihn finden... auch wenn es das Letzte wäre, was ich tat... aber ich wollte auch ein Vampir werden und ich würde nicht aufgeben, bis ich mein Ziel erreicht hätte...

 

*-*-*

 

''Adrian, du bist jetzt sehr aufgewühlt. Bitte mach keine Dummheiten'', hörte ich mich sagen, dann tauchte Luzifer plötzlich auf.

 

Er lächelte mich wie immer an und schaute dann zu Adrian.

 

''Wenn du deinen Bruder suchst, kann ich dich zu ihm bringen'', kam es von ihm mit verlockender Stimme.

 

''Dann komme ich aber mit'', wand ich direkt ein.

 

''Traust du mir etwa nicht mehr, Honey'', schnurrte Luzifer und seine kühlen langen Finger streichelten mein Gesicht. Seine Augen fixierten die meinen für einen Moment, bevor er sich wieder Adrian zuwandt.

 

''Ich habe gesehen, wo dein Bruder hin ist. Komm mit mir!'', sagte er mit sanfter Stimme und streckte die Hand zu Adrian hin aus.

 

Irgendwie stand ich hilflos daneben, unfähig mich zu bewegen.

 

*-*-*

 

Ich sah diesen fremden Mann an und hörte was er mir sagte.

 

"Ja... bitte... bring mich zu ihm.", willigte ich entschlossen ein.

 

Mich dann Honey zuwendend, sprach ich:

 

"Du kannst ruhig mitkommen, wenn du willst, aber ich kann dir auch so sagen, was ich vorhabe. Ich will ein Vampir werden. Ja, du hörst richtig... ich will ein Vampir werden und mein Bruder soll mich zu einem machen."

 

Ich sah Honey in die Augen. Mein Blick strahlte Entschlossenheit aus. Sicher, ich kannte diesen fremden Typen nicht, aber aus irgendeinem Grund vertraute ich ihm.

 

"Bitte, halte mich nicht davon ab. Ich will das, so wie du ein Engel der Nacht bist, will ich ein Vampir sein... ja, auch auf die Gefahr hin, dass mich die Engel der Nacht vielleicht irgendwann töten werden."

 

Mit diesen Worten legte ich meine Hand in die des fremden Mannes, der anscheinend ein Vampir war, und nickte ihm zu.

 

*-*-*

 

Ich schloss die Augen, als ich Adrians Worte hörte, kämpfte mit Tränen. Als ich sie wieder öffnete, waren Beide verschwunden.

 

Jetzt würde es bald drei Vampire geben, auf die ich Acht geben müsse, na super.

 

Total erledigt ging ich nach Hause, wo auch schon wie wild, das Telefon klingelte.

 

Genervt nahm ich den Hörer ab und hatte den Chef höchstpersönlich am Apparat.

 

''Honey, das hast du Klasse hinbekommen. Auf dich kann man sich einfach verlassen'', hörte ich ihn, mich loben, doch das alles rauschte an mich vorbei.

 

''Ich will jetzt einfach meine Ruhe'', brummte ich.

 

''Ach, Honey, es ist noch lange nicht vorbei. Es gibt noch so viele Vampire, die es wert sind bekämpft zu werden. Du wirst doch nicht etwa alles hinschmeißen?'', fragte mich der Chef, doch anstatt zu antworten, legte ich einfach auf.

 

Wollte ich überhaupt noch ein Engel der Nacht sein?

 

Erstmal brauchte ich eine Dusche und dann meldete sich mein Magen, weshalb ich unweigerlich etwas aß, um mich anschließend zu übergeben und Blut zu spucken.

 

Dann legte ich mich aufs Bett, obwohl es noch tiefste Nacht war. Irgendwie war ich total erledigt und schlief ein.

 

Ich wurde erst wieder wach, als ich kühle zarte Finger auf meiner nackten Brust spürte. Luzifer weckte mich, so wie er es schon oft getan hatte.

 

Mit einem genüsslichen Brummen signalisierte ich ihm, dass ich wach war und er schnurrte sanft, während meine eine Brustwarze von seinen Fingernägeln gequält wurde.

 

Sicher wusste ich genau, was er beabsichtigte und er reizte mich so lange, bis ich es nicht mehr aushielt. Meine Männlichkeit war schon mehr als hart und so erhob ich mich und drückte Luzifer mit dem Gesicht in die Kissen.

 

Sanft schob ich sein Shirt hoch und biss in seinen Rücken, auch wenn ich kaum Spuren hinterließ. Anschließend zog ich seine Hose runter und spreizte seine Beine.

 

Von ihm ging ein Fauchen aus, mit leicht gespielter Gegenwehr, was mir zeigte, wie sehr er sich darauf freute, was jetzt geschehen würde.

 

Etwas grob schob ich meine Männlichkeit zwischen seine Backen, zwängte mich in seine Enge und entnahm ein erneutes Fauchen. Für einen Moment hielt ich inne, küsste Luzifers Nacken, bevor ich mich in ihn trieb, mit Auf- und Abbewegungen.

 

Seine kalte Hand griff zu mir nach hinten, drückte mich fester an sich und ich bewegte mich immer schneller in ihm. Mir wurde immer heißer und mein Körper immer geiler.

 

Als ich jedoch kurz davor war zu kommen, verschwand Luzifer unter mir einfach und ich landete auf der Matratze. Zum Glück war er nicht ganz weg. Jetzt würde er den Ton angeben. Hatte mich von Hinten umarmt und drückte seine harte Männlichkeit in mich.

 

Ein Seufzen kam über meine Lippen, so sehr brauchte ich das hier jetzt. Wollte einfach für einen Moment alles vergessen. Dem anfänglichen Schmerz stellte ich mich, doch erschlaffte meine Männlichkeit kurz.

 

Erst als ich mich an den Rhythmus gewöhnt hatte und Luzifer immer öfter meine Prostata streifte, wurde ich wieder hart. Jetzt griff er auch nach vorne und bearbeitete mich in gleichmäßigen Zügen.

 

Ich drückte mich nach hinten, fest an ihn und genoss dieses Spiel, solange es ging. Dann kamen wir Beide beinahe zeitgleich und ergossen uns stöhnend.

 

Erschöpft sank ich auf die Matratze zurück und schnappte keuchend nach Luft.

 

Luzifer hingegen war wie immer nach dem Sex verschwunden.

 

Nur fühlte ich mich dieses Mal irgendwie einsam und allein gelassen.

 

*-*-*

 

Tatsächlich hatte der Vampir, der sich Luzifer nannte, Wort gehalten und mich zu meinem Bruder gebracht.

 

Freudestrahlend umarmte ich ihn, ließ ihn nicht mehr los.

 

"Marius... dass ich dich wieder hab..."

 

"Sag mal, was soll das, Adrian?!", schimpfte mein Bruder.

 

"Bitte, schick mich nicht weg. Ich will wie du sein... ein Vampir... bitte, erfülle mir meinen Wunsch."

 

"Tze... weißt du überhaupt, was du da von dir gibst?! Du wirst Blut trinken müssen... und das ist kein schöner Anblick, glaub mir. Du bist doch viel zu gut, um ein Vampir zu sein!"

 

"Bitte... ich will das... bitte, bitte... mach mich zu einem von euch... bitte.", flehte ich meinen Bruder an.

 

"Man, bist du eine Nervensäge.... also gut, okay. Aber beschwere dich nachher nicht bei mir, wenn es dir nicht gefällt, denn es kann nicht rückgängig gemacht werden... außer du stirbst."

 

"Ich weiß... bitte... ich will das."

 

"Gut... wie du meinst.", erwiderte Marius, zog mich noch ein wenig zu sich heran, neigte meinen Kopf zur Seite, strich meine langen Haare weg und legte die Schlagader frei.

 

Liebevoll... zärtlich leckte und küsste er meinen Hals... während ich die Augen genießend schloss.

 

Schließlich erfüllte er mir meinen Wunsch... ließ seine Zähne sanft in meine Schlagader gleiten und trank mein Blut. Mein Herz überschlug sich fast, dann gaben meine Beine nach und ich sank zu Boden.

 

Mein Bruder kniete sich zu mir herab, fügte sich am Handgelenk eine Wunde zu und hielt es mir an den Mund.

 

"Trink, kleiner Bruder und du wirst einer von uns und damit wirst du für immer mit mir verbunden sein."

 

Ich tat was er sagte, legte meine Lippen sanft an die Wunde und trank das Blut meines Bruders, um mich nur wenig später in Schmerzen, schreiend zu winden.

 

Marius hielt mich fest und streichelte mich... während ich mich veränderte.

 

Meine Haare wurden nun silberfarbend, blieben aber lockig und sehr lang, meine Augen blieben eisblau und mein Gesicht behielt ebenfalls diesen femininen Touch.

 

Stunden später hatte ich es geschafft, öffnete meine Augen und sah sogleich in das Gesicht meines Bruders.

 

"Na, geht’s dir gut?"

 

Ich nickte.

 

"Gut, dann solltest du dich stärken... ich werde dich alles lehren was du wissen musst."

 

Wieder nickte ich... und spürte auch schon das neue Verlangen... nach Blut.

 

Gemeinsam gingen wir durch die Nacht und Marius erklärte und zeigte mir alles.

 

Dann sah er ein Opfer, lockte es zu uns und zeigte mir was ich tun müsste.

 

Ich hatte nun schon ein wenig Skrupel und der Blutgeruch gefiel mir nicht. Aber ich musste dem Vampir in mir gehorchen und begann das Blut des jungen Mannes zu trinken... immer wieder mit den Würgereizen kämpfend. Nun hatte ich wohl noch viel zu lernen.

 

*-*-*

 

Nachdem ich noch für einen Moment das Nachglimmen des Orgasmus genossen hatte, wusste ich was zu tun war.

 

Ich rief meinen Chef an und kündigte meinen Job. Anschließend trat ich ans Fenster, voller Hoffnung und rief nach Luzifer.

 

Tatsächlich erschien er mir und ich bat ihn herein.

 

''Du solltest dir etwas überziehen, sonst falle ich gleich noch einmal über dich her''', schnurrte er und küsste meinen Hals.

 

''Nur zu!'', bat ich ihn, ''Aber dieses mal, mach mich zu einen von euch!''

 

Er tat wie ihm geheißen und erfüllte auch mir meinen Wunsch!

 

Eine Nacht volle Qualen brach für mich an, doch ließ ich alles ohne einen Laut geschehen. Endlich war ich ein Teil von etwas und nicht Teils Teils.

 

*-*-*

 

Nachdem ich das Blut des jungen Mannes, mit ein wenig Zwang seitens Marius, zu mir genommen hatte, blickte ich auf den armen jungen Mann herab. Irgendwie tat er mir leid.

 

Marius hatte tatsächlich Recht gehabt, mit seiner Vermutung.

 

Ich war für einen Vampir einfach zu weich. Jedoch hatte Marius nun mit mir kein Erbarmen... ließ mir nichts durchgehen.

 

Da mir die nervliche Anspannung nun doch zu viel wurde, brach ich vor Marius' Augen zusammen und blieb am Boden liegen.

 

 

"Hach.... verdammt.... ich habs doch gewusst! Du bist eben doch zu weich.... du verzogener Bengel!", grummelte Marius in sich hinein, bückte sich und hob Adrian hoch.

 

Er brachte seinen Bruder dann zu seinen Eltern nach Hause, legte ihn in seinem Zimmer auf das Bett, sprach mit seinen Eltern und musste sich natürlich auch die Vorwürfe von ihnen gefallen lassen, weil er Adrian zum Vampir gemacht hatte.

 

Doch sie willigten ein, sich um Adrian zu kümmern, aber sie verlangten auch, dass sich Marius ebenfalls um seinen Bruder kümmern sollte.

 

"Ja, natürlich. Er soll sich hier auch nur erst einmal erholen, dann komme ich wieder."

 

Die Eltern nickten und doch machten sie sich große Sorgen um ihren Sohn.

 

Marius verschwand wieder und tauchte im Dunkel der Nacht wieder auf.

 

Nun war seine Zeit zum Jagen gekommen und diese nutzte er nun auch....

 

*-*-*

 

Als meine Verwandlung vollendet war, schaute ich mich neugierig um. Alles sah so anders aus, viel schöner als vorher.

 

''Wir dürfen hier nicht bleiben. Die Engel der Nacht werden sicher bald hier sein und deine Kündigung nicht einfach so hinnehmen'', bemerkte Luzifer, als auch schon das Auto des Chefs vorfuhr.

 

Ich nickte und packte mir schnell ein wenig ein, was ich noch brauchen konnte. Derweil klingelte es ununterbrochen und klopfte an der Tür.

 

''Honey, mach auf!'', rief Kev von draußen und ich hörte den Chef ebenfalls.

 

Luzifer drängte mich und das toben vor der Tür war auch recht aggressiv.

 

Als ich dann fertig war und mir den Rucksack auf den Rücken band, stand ich etwas unschlüssig am Fenster, während Luzifer bereits in der Luft war. Etwas unsicher war ich nun doch.

 

''Wir wissen genau, dass du da bist, Honey!'', kam es nun vom Chef.

 

Ein Lächeln lag auf Luzifers Gesicht, während er mir seine Hand entgegenstreckte. Langsam kletterte ich aufs Fensterbrett und griff nach seiner Hand, während hinter mir bereits die Tür eingetreten wurde.

 

Ich drehte mich um und sah in die entsetzten Gesichter von meinen ehemaligen Kollegen.

 

''Es tut mir leid, aber ich hatte keine andere Wahl'', entschuldigte ich mich und noch bevor sie überhaupt eine Waffe ziehen konnten, hatte ich Luzifers Hand gegriffen und war gesprungen.

 

''NNNEEEEIIIIINNNN'', hörte ich Kev noch schreien.

 

Dann waren wir auch schon außer Reichweite.

 

Es fühlte sich so fantastisch an zu fliegen. Nach ein paar Meter versuchte ich es alleine, wenn auch Anfangs noch etwas holprig, bevor ich es ganz gut hinbekam.

 

Luzifer strahlte übers ganze Gesicht und sagte zu mir: ''Du hast dich richtig entschieden! Aber jetzt wollen wir erst mal Marius suchen!''

 

*-*-*

 

Adrian war noch immer ohne Bewusstsein, nur seine Eltern kümmerten sich liebevoll um ihren Sohn. Aber er würde wohl noch eine ganze Weile in diesem Zustand verharren.

 

 

Inzwischen ließ es sich Marius mal wieder richtig gut gehen. Zuerst stand eine junge Frau auf seinem Speiseplan, ihr folgte ein blondgelockter Jüngling und zum Schluss gönnte er sich noch ein dunkelhaariges Bübchen.

 

Genießend leckte er sich noch die letzten Bluttropfen von der Lippe und schloss dabei einen Moment die Augen.

 

Diese schöne lauwarme Nacht genießend, spazierte er unauffällig durch die Straßen, hier und da die Menschen ein wenig beobachtend.

 

Er bereute, dass er Adrians Wunsch gefolgt war und ihn verwandelt hatte. Hatte er doch genau gewusst, dass der Kleine das nicht wirklich überstehen würde und wenn er großes Pech hätte, hatte er seinen kleinen Bruder damit zum Tode verurteilt.

 

Denn er wusste, dass Adrian niemals freiwillig Blut trinken würde und niemals wäre er Vampir mit Leib und Seele... so wie er – Marius.

 

Marius war stolz auf das, was er war. Er war der einzig geborene Vampir und er lebte, atmete... hatte Gefühle. Alle anderen waren doch eher ...Untote... sie lebten nicht... sie konnten auch nicht atmen. Warum sich Adrian aber so anders verhielt... war ihm noch ein Rätsel.

 

Lag es vielleicht doch an den Genen... wäre Adrian vielleicht auch irgendwann von allein zum Vampir geworden?

 

Nun, diese Frage würde für immer unbeantwortet bleiben, denn Marius hatte ja, unfreiwillig eingegriffen.

 

Wo er nun so durch die Straßen spazierte, überlegte er ernsthaft Adrian für immer von seinem "Leiden" zu erlösen, denn für ihn war es nur ein Leid... würde er doch eh niemals einen richtigen Vampir abgeben... und dann würde Marius in seine Villa am Stadtrand zurückkehren.

 

In dieser Villa lebte zur Tarnung eine menschliche Familie mit vier Kindern, die er allerdings schützte und sich niemals an ihnen vergriff, denn sie waren ja seine Tarnung, so dass niemals jemand auf die Idee kommen konnte, dass hier ein Vampir lebte.

 

Noch immer ein wenig in seinen Überlegungen gefangen, traf er plötzlich auf Honey und Luzifer.

 

"Hallo Honey, hallo Luzifer.", begrüßte er die Beiden, wandte sich dann an Honey und fügte grinsend hinzu:

 

"Wie ich sehe hast du dich nun doch für die dunkle Seite entschieden, Honey."

 

Marius gab sich cool und zur Zeit unnahbar... versuchte zu verdrängen, dass es seinem Bruder sehr schlecht ging.

 

*-*-*

 

Als wir endlich auf Marius trafen, schien er nicht wirklich überrascht zu sein, dass ich nun einer von IHNEN war.

 

''Hallo Marius'', begrüßte ich ihn, ''Ja, ich habe es mir überlegt. Wie geht es Adrian? Hast du ihm seinen Wunsch erfüllt? Wo ist er?''

 

Es tobte diese Ungewissheit in mir und ich machte mir Sorgen und auch ein wenig Vorwürfe, dass ich Adrian hab gehen lassen.

 

Dennoch verstand ich ihn jetzt, wo ich selber ein Vampir war.

 

Dann roch es nach frischen Blut oder war es Marius der so roch. Ich musste mir eingestehen, dass ich Hunger hatte und das wirklich großen.

 

Schließlich hatte ich die menschliche Nahrung nur zum Teil in mir behalten, war quasi ausgehungert.

 

Luzifer schaute mich grinsend an und wusste schon was los war.

 

''Marius hat wohl gerade gefrühstückt und wie es mir scheint, hast du Hunger'', sagte er im ruhigen Ton.

 

Die Augen schließend, nickte ich einwilligend.

 

*-*-*

 

Das waren schon ziemlich viele Fragen auf einmal, mit denen Honey Marius bombardierte.

 

Dennoch war der Vampir gewillt ihm seine Fragen zu beantworten.

 

"Erst mal, ja, ich habe ihm leider seinen Wunsch erfüllt... und ich hätte es wirklich besser nicht getan. Wie es ihm geht... sehr schlecht und ich fürchte... es wird notwendig sein... ihn zu erlösen. Niemals wird er ein richtiger Vampir werden. Er ist einfach zu weich dafür.

 

Zur Zeit ist er aber bei unseren Eltern in guten Händen, leider bekommt er nichts mehr mit... er ist ohne Bewusstsein. Er wird ohnehin sterben, wenn er kein Blut zu sich nimmt, weil er bewusstlos ist.

 

Verdammt! Ich hätte ihm seinen Wunsch abschlagen sollen... dann wäre alles okay. Aber so... habe ich ihn zum Tode verurteilt.", machte sich der Vampir nun arge Vorwürfe.

 

Mehr wollte er dazu jetzt aber nicht sagen.

 

"Ich werde erst mal wieder zu Adrian gehen und schauen, wie es ihm geht...", sprach Marius und wandte sich dann zum Gehen um.

 

*-*-*

 

''Ich komm mit!'', sagte ich, meinen Hunger ignorierend. Adrian durfte nicht sterben, immerhin hatte ich noch gar keine Chance ihn richtig kennenzulernen.

 

Es musste auch hierfür eine Lösung geben, da war ich mir sicher und wenn ich ihm frisches Blut als Cocktail servieren müsste.

 

Mein Herz schlug wie wild, solche Sorgen machte ich mir um den Kleinen. Dafür, dass ich sonst ein Einzelgänger war und eigentlich Niemanden brauchte, hatte ich Adrian ganz schön in mein Herz geschlossen.

 

Luzifer wollte uns jedoch nicht begleiten, er wollte ein wenig jagen.

 

Also schloss ich mich Marius an, während ich Luzifer noch hinterher sah.

 

*-*-*

 

"Okay, dann komm mit.", meinte Marius, packte Honey an den Schultern und verschwand mit ihm, um sogleich in Adrians Zimmer wieder aufzutauchen.

 

Marius ging langsam auf seinen Bruder zu, der noch immer im Bett lag und sich nicht ein bisschen regte.

 

"Verdammt,", fluchte er: "wach endlich auf... Kleiner." und streichelte dessen blasses Gesicht liebevoll und sehr sorgenvoll.

 

Sich an Honey wendend, bat er:

 

"Bitte, bleib kurz bei ihm, ich geh uns etwas Blut besorgen. Du kannst ja wohl auch etwas Nahrung brauchen, hm."

 

Dann verschwand Marius wieder und machte sich auf die Suche nach einem Opfer.

 

*-*-*

 

Ich erschrak, wie Adrian so dalag. Vorsichtig kniete ich mich zu ihm runter und legte meine Hand liebevoll an seine Wange.

 

''Hey mein Kleiner, was machst du nur für Sachen. Das kannst du mir doch nicht antun. Du solltest mir zumindest die Möglichkeit lassen, dich kennenzulernen'', flüsterte ich ihm ins Ohr.

 

Währenddessen tropften ein paar Tränen auf sein Gesicht, die ich nicht bei mir behalten konnte.

 

Es machte mich so unsagbar traurig, so hilflos zu sein und nichts tun zu können.

 

Er war doch noch so jung. Wie ich damals, als Marius mich töten wollte. Ich hatte noch eine zweite Chance bekommen, dann konnte er doch jetzt nicht sterben.

 

Meine Finger streichelten über seine kalte blasse Haut und suchten nach einem Funken Regung.

 

*-*-*

 

Irgendwann kam Marius zurück und hatte zwei Menschen dabei... einen blonden jungen Mann und eine junge Frau. Er hatte sie natürlich betäubt, damit seine Eltern nichts mitbekamen.

 

"Hier, jetzt stärke du dich erst mal, dann werden wir Adrian etwas Blut mit ein wenig Gewalt verabreichen müssen, ich denke, dann wird er auch wieder zu sich kommen.", sprach Marius ruhig.

 

"Wir schaffen das, mach dir keine Sorgen, Honey.", meinte Marius mitfühlend und legte seine Hand sanft auf die Schulter des jungen Vampirs, da er sah, dass dieser Tränen vergoss.

 

Marius ritzte sich das Handgelenk auf, öffnete dann mit etwas Gewalt den Mund seines Bruders und ließ sein Blut in dessen Mund tropfen.... zwang ihn es zu schlucken.

 

Denn Adrian begann nun zu erwachen und sich heftig zu wehren... kam aber gegen Marius nicht an.

 

"Du wirst das jetzt trinken, mein Kleiner... ist das klar?! Ich werde nicht zusehen, wie du dich zugrunde richtest!", sprach Marius streng und ließ Adrian sein Blut trinken.

 

Natürlich kam auch gleich der Vampir in Adrian zum Vorschein, so dass er das Handgelenk seines Bruders packte und heftig an ihm zu saugen begann.

 

Marius verzog schmerzvoll das Gesicht und riss sich irgendwann schließlich von ihm los, um gleich darauf, leicht erschöpft, mit dem Hintern auf dem Boden zu landen.

 

*-*-*

 

Ich wich etwas zurück, bei dem Spektakel. Doch ging dann auf Adrian zu und schaute ihn in die Augen.

 

''Hey'', begrüßte ich ihn zaghaft und legte meine Hand auf die seine.

 

''Weißt du, für mich ist es jetzt das erste Mal, dass ich Blut trinken werde und ich muss zugeben, der Gedanke ist schon ein wenig komisch, aber ohne Blut werden wir sterben. Bitte, tu mir das nicht an. Lebe, Adrian!'', sagte ich mit ruhiger Stimmer zu ihm.

 

''Du wolltest unbedingt ein Vampir werden, also lebe jetzt auch wie einer'', fügte ich hinzu, wischte mir die Tränen weg und biss in den Hals des Mannes, den Marius mitgebracht hatte.

 

Es war komisch, warmes Blut aus dem Hals eines Menschen zu trinken, doch es schmeckte mir. Aber was noch viel besser war, es bekam mir. Ich musste mich nicht übergeben und spuckte kein Blut, so wie beim menschlichen Essen.

 

Nach ein paar Zügen, wischte ich mir den Mund ab und schob den Mann zu Adrian rüber.

 

''Bitte, trink!'', flehte ich ihn an.

 

Jedoch machte ich mir wenig Hoffnung, denn was sollte ich schon ausrichten, wo sein eigener Bruder keine Chancen hatte. Würde ich etwas bewirken können?

 

*-*-*

 

Ich sah Honey zu, wie er das Blut zu sich nahm und sich nicht zu ekeln schien... es schien ihm sogar sehr gut zu bekommen und zu schmecken.

 

Ein wenig schüttelte ich mich, doch zog ich den Mann zu mir heran und sah ihn zunächst mitleidig an.

 

"Es tut mir leid.", flüsterte ich, dann biss ich ebenfalls zu und begann das Blut zu trinken... wenn auch noch sehr widerwillig.

 

Anschließend legte ich die Leiche des jungen Mannes sacht auf den Boden und sah Honey fragend an.... dachte über seine Worte nach.

 

"Okay... du... hast Recht. Ich habe es so gewollt. Kannst du mir dabei helfen... mich daran zu gewöhnen?", fragte ich Honey bittend und sah ihm lieb in die Augen.

 

Hatte er etwa geweint? Hoffentlich nicht wegen mir...

 

Was genau wollte er von mir? Warum sollte ich ihm meinen Tod nicht antun?

 

Jedoch getraute ich mich noch nicht ihm meine Fragen zu stellen.

 

Marius hatte sich die Frau geschnappt und diese gierig leer getrunken. Das hatte er jetzt wirklich gebraucht.

 

*-*-*

 

Ein Lächeln lag auf meinen Lippen und ich nickte einwilligend, bevor ich Arian in die Arme schloss.

 

''Gut gemacht, mein Kleiner!'', sagte ich zu ihm, ''Ich helfe dir gerne, aber ich muss auch noch so einiges lernen, auch wenn ich die Vampire sehr gut kenne.''

 

Sanft drückte ich ihn für einen Moment an mich, dann ließ ich ihn wieder los.

 

''Außerdem brauche ich eine neue Bleibe, zurück nach Hause kann ich nicht mehr, da warten die Engel der Nacht auf mich. Vor denen braucht ihr euch übrigens nicht zu fürchten. Ich kenne jeden Einzelnen ganz genau und weiß um ihre Schwächen'', erklärte ich.

 

Dann wischte ich über meine Augen und strahlte Adrian an, weil ich so froh war, dass er auf mich gehört hatte. Es würde alles gut werden, dass musste es!

 

Denn ohne ihn wollte ich nicht mehr sein.

Nur seinetwegen hatte ich mich verwandeln lassen!

 

*-*-*

 

Nachdem sich Marius gestärkt hatte, mischte er sich ein:

 

"Also, hier können wir auch nicht bleiben. Unsere Eltern würden irgendwann völlig ausflippen. Ich schlage daher vor, dass wir in meine Villa ziehen. Sie befindet sich am Stadtrand und niemand wird dort Verdacht schöpfen.

 

Nur eines muss ich euch sagen:

 

In meiner Villa lebt eine menschliche Familie mit vier Kindern. Diese werden nicht angerührt... ich beschütze sie. Sie sind unsere Tarnung, so dass es so ausschaut, als würde dort nur eine ganz normale Familie leben. Habt ihr das verstanden?"

 

 

Ich hörte zwar was mein Bruder laberte, war aber zu beschäftigt um es auch wirklich zu registrieren, da mich Honey so sanft in seine Arme genommen und mich an sich gedrückt hatte... was ich gern erwiderte... warum auch immer.

 

Es war schön von einem guten Freund gehalten zu werden und zu wissen, dass man als Jungvampir nicht allein mit dem Lernen war.

 

"Danke, dass du mir helfen willst.", erwiderte ich flüsternd und lehnte mich einen Augenblick an Honey an.

 

Marius hatte es inzwischen aufgegeben... irgendwas erklären zu wollen... er sah mehr als ich spürte...

 

*-*-*

 

Ich hingegen hatte Marius trotz allem zugehört und nickte ihm kurz zu.

 

Dann sagte ich zu Adrian: ''Das mache ich doch gerne.''

 

An Marius gerichtet, fügte ich hinzu: ''Außerdem werden die Engel der Nacht sicher auch bald hier sein, weil sie sich denken können, da Adrian keinen Schutz mehr hat, dass er bereits ein Vampir ist.

 

Wir sollten wirklich aufbrechen.''

 

Ein wenig drängte ich nun schon, schließlich konnte ich unmöglich zwei Personen gleichzeitig beschützen.

 

Sanft erhob ich mich, mit Adrian im Arm und schaute auf die leblosen Körper, die auf dem Boden lagen.

 

''Was passiert eigentlich mit denen? Ich meine, wenn die Engel der Nacht welche finden, okay, aber ich will mal behaupten, dass wir nicht wirklich alle Toten gefunden haben, die Nachts getötet wurden. Wo bringt ihr sie hin?'', wollte ich dann wissen.

 

Außerdem würde ich noch lernen müssen, wie man überhaupt einen Menschen fängt oder sich angelt. Wobei ich da sicherlich schon etwas voraus haben müsste, da ich als Engel der Nacht ja auch gejagt hatte.

 

*-*-*

 

Marius nickte bedächtig.

 

"Du hast recht, wir sollten uns wirklich beeilen.", blickte auf die beiden Toten und grinste.

 

"Die werden nirgendwo hin gebracht.", machte eine Handbewegung und ließ diese in einem magischen blauen Feuer verbrennen... ohne aber dabei irgendetwas zu beschädigen.

 

"Ach ja, Honey.... du weißt aber schon, dass du noch kein richtiger Vampir bist. Luzifer konnte dich zwar verwandeln, aber den letzten Schliff bekommst du von mir. Keine Angst... du müsstest nur mein Blut trinken. Erst dann ist deine Verwandlung abgeschlossen."

 

 

Ich hörte was sich die Beiden unterhielten, dann nahm mich Marius aus Honeys Armen, sah mich an und sprach:

 

"Hörst du mir bitte einen Moment zu, ja?"

 

Ich nickte gehorsam.

 

"Gut. Du gehst jetzt zu Mum und Dad und wirst dich von ihnen verabschieden. Das heißt nicht, dass du sie nie wieder sehen wirst, aber für eine lange Zeit werden wir hier nicht mehr erscheinen können."

 

Wieder nickte ich, sah Marius in die Augen und sah dann auch zu Honey.

 

"Dann geh, mein Kleiner."

 

Sogleich verließ ich das Zimmer und ging zum Zimmer meiner Eltern, wo ich mich unter Tränen von ihnen verabschiedete.

 

Auch meine Mutter weinte heftig.

 

 

Nachdem Adrian das Zimmer verlassen hatte wand sich Marius zu Honey um:

 

"Also, bist du bereit, mein Blut zu trinken und für immer einer von uns zu werden?", fragte er den Ex – Vampirjäger.

 

"Was empfindest du eigentlich für Adrian?", wollte Marius wissen, denn er hatte sehr genau hingesehen, wie Honey seinen Bruder gehalten hatte und er hatte ihm auch, im Gegensatz zu Adrian, ganz genau zugehört.

 

Er konnte sich schon denken, was da lief, allerdings hielt er selber nichts von irgendwelchen Liebesschwüren und hatte sich folglich noch nie verliebt.

 

*-*-*

 

Ich schaute Adrian noch hinterher, als ich Marius Frage beantwortete.

 

''Mehr als bereit! Lass mich voll und ganz ein Teil von euch werden!''

 

Dann wurde es Gefühlsmäßig sehr heikel, denn irgendwie war ich mir selber noch nicht ganz sicher, was genau ich von Adrian wollte.

 

''Irgendwie habe ich den Kleinen sehr sehr gern. Vielleicht lasse ich einfach alles auf mich zukommen und schaue, zu was er bereit ist. Bisher hatte ich meistens nur Liebschaften unter anderem auch mit Luzifer'', erzählte ich ganz offen.

 

 

Luzifer hatte sich unterdessen gestärkt und war den Engeln der Nacht auf die Spur bekommen. Sie waren auf Weg zu Adrians Haus und bei ihm läuteten die Alarmglocken.

 

So schnell er konnte flog er zum Haus und stand quasi mit der Aussprache seines Namens, am Fensterbrett.

 

''Wir müssen hier weg. Die Engel der Nacht sind auf dem Weg hierher'', kam es von dem Blondgelockten, Grünäugigen, großen, schlanken Vampir.

 

*-*-*

 

"Oh je.", kam es von Marius. "Ich hole schnell meinen Bruder, dann machen wir uns aus dem Staub.... mein Blut kannst du auch in meinem Haus zu dir nehmen und damit deine Verwandlung abschließen."

 

"Danke Luzifer.", wand sich Marius an den anderen Vampir.

 

Schnell war er aus dem Zimmer verschwunden, während ihm Honeys Worte noch im Ohr hallten und er ein wenig nachdachte.

 

Dann hatte er das Zimmer seiner Eltern erreicht und sprach:

 

"Adrian, wir müssen weg... komm schnell!"

 

"Aber ich...."

 

"Nichts aber ich.... komm schon.", mahnte Marius zur Eile, nickte seinen Eltern lächelnd zu, dann verschwand er mit Adrian aus dem Zimmer, um in dessen Zimmer wieder zu erscheinen.

 

"Also, ich nehme euch jetzt alle per Teleportation mit mir, das geht schneller, okay.", sprach er, nahm sie alle drei an die Hand und weg waren sie.

 

In seinem Haus am Stadtrand erschienen sie alle wieder.

 

 

Sogleich sah ich mich hier ein wenig um. Das Haus schien total groß zu sein und ich konnte auch schon die Familie, die hier mit lebte, hören.

 

Mein Bruder begann derweil damit uns Zimmer zuzuweisen. Jeder von uns bekam ein eigenes Zimmer. Doch nun stand ich erst mal ziemlich verloren da... wusste nicht so recht was ich tun sollte.

 

Meine Eltern würde ich so schnell nicht wieder sehen und nun musste ich mich auch noch an dieser neue Umgebung gewöhnen...

 

*-*-*

 

Da hatten wir Hals über Kopf den Ort verlassen und befanden uns nun in Marius' Villa. Es war wirklich schön hier und der Blick aufs Meer war herrlich. Die Zimmer waren groß und so hatte jeder sein eigenes kleines Reich.

 

Nachdem ich meine wenigen Sachen, die ich mitgenommen, verstaut hatte, ging ich zu Adrian.

 

''Hey, alles okay, bei dir?'', hakte ich nach, ''Ich werde mich gleich von Marius vollständig verwandeln lassen. Ein wenig nervös bin ich schon. Magst du vielleicht mitkommen und ein wenig Händchen halten?''

 

Dabei lächelte ich ihn an. Immerhin war ich kein kleines Kind mehr, dass jemanden bräuchte, der ihn begleitete. Trotzdem war die Vorstellung schön.

 

 

Luzifer war irgendwie dazwischen geraten. Nun war er auch hier und ihm wurde ein Zimmer zugeteilt. Eigentlich hatte er ein eigenes kleines Reich, auch wenn es sich dabei nur um ein heruntergekommenes Abrisshaus handelte.

 

Doch die Neugier zog ihn an und ließ ihn bleiben. Bisher war er immer ein Außenseiter und Verräter gewesen, dabei hatte er sich nichts sehnlicher gewünscht, als Anerkennung zu bekommen von seinem Schöpfer Marius.

 

*-*-*

 

Als Honey mich so plötzlich angesprochen hatte, war ich ein wenig zusammen gezuckt, doch fing ich mich auch gleich wieder und antwortete:

 

"Ich.... ähm... ja, bei mir ist alles okay. Gut, ich komme mit... hab eh grad nichts anders zu tun.", blickte ihn an und sah, dass er mich anlächelte.

 

Gemeinsam gingen wir zu Marius' Zimmer. Ich klopfte an und wir betraten das Zimmer.

 

"Hallo Marius... ich glaub Honey will sich von dir vollständig verwandeln lassen.", sprach ich meinen Bruder ein wenig tonlos an.

 

 

Marius drehte sich um und grinste nickend:

 

"Na dann, komm zu mir Honey. Du musst nichts weiter tun, als mich zu beißen und mein Blut zu trinken."

 

Er mochte es gebissen zu werden... es war schon fast sadistisch, wie sehr er es mochte... und... er war süchtig danach... es erregte ihn, wenn er gebissen wurde und man sein Blut trank.

 

Um Luzifer würde er danach ein wenig kümmern, denn er spürte dessen Gedankengänge und seine Sehnsucht.

 

*-*-*

 

Wie Marius es mir auftrug, ging ich zu ihm rüber und streichelte sanft seine Haare beiseite. Ein gieriges Schlucken konnte ich nicht unterdrücken, bevor ich meine Zähne in seinen Hals bohrte.

 

Ein paar Schlücke trank ich von dem süßen Saft, der viel feiner und süßer schmeckte, als dass der Menschen. Dann riss ich mich los und leckte mir genüsslich fauchend über die Lippen.

 

Ich sah mit einem Mal alles viel klarer und bemerkte, dass ich jetzt vollkommen dazugehörte. Alles fühlte sich so real an.

 

Sehr wohl hatte ich bemerkt, wie Marius das ganze erregte und musste mir eingestehen, dass mir versaute Gedanken durch den Kopf gingen. Für einen Moment bereute ich es, dass Adrian mit hier war, vielleicht wäre eine heiße Nummer zwischen uns gelaufen, wenn wir alleine gewesen wären.

 

Auch war ich mir nicht sicher, ob Marius wusste, was in mir vorging. Ich hatte durchaus von Vampiren gehört, die Gedanken lesen konnten und da er unser aller Schöpfer war, verfügte er vermutlich auch über solche Kräfte.

 

Doch musste ich zugeben, dass ich mich für meine Gedanken nicht schämte, denn sie waren frei, so wie ich es noch immer war.

 

Ein Blutstropfen hing noch an meiner Lippe, von dem ich nichts bemerkt hatte, während ich mich wie im Rausch langsam wieder fing.

 

 

Luzifer hatte sich unterdessen ein wenig umgesehen und war wieder in sein Zimmer gegangen. Dort setzte er sich auf die Fensterbank und war froh hier zu sein. Er schaute hinaus in die Weite und fragte sich, ob er noch einmal auf die Jagd gehen sollte, bevor der Morgen anbrechen würde.

 

Es war so wunderschön hier, viel schöner, als bei ihm zu Hause. So viel Luxus war er nicht gewohnt und er fragte sich, ob er wirklich hierher gehörte. Durchaus hatte er die Schwingungen um Honey bemerkt, jedoch galten sie nicht ihm.

 

Er ahnte was Nebenan von statten ging, da es nach Blut roch, was ihn nur noch hungriger machte.

 

*-*-*

 

Kaum konnte sich Marius unter Kontrolle halten, denn so wie Honey ihn biss und sein Blut saugte... machte ihn das mächtig an. Aber er hielt sich unter Kontrolle, denn Adrian war ja dabei, somit musste er sich zusammennehmen.

 

Natürlich hatte er die Gedanken von Honey gelesen und er wünschte sich eigentlich das selbe, aber so war das eben nicht möglich.

 

Seine Augen hatten sich währenddessen genüsslich geschlossen und er hatte leise erregt aufgestöhnt. Er fand es nur schade, dass sich Honey so schnell von ihm gelöst hatte und sah ihn schon ein wenig enttäuscht an.

 

 

Ich sah mir das Schauspiel eine Weile mit an, dann schüttelte ich den Kopf und verließ das Zimmer... das was die da trieben war ja echt widerlich. Das sah ja schon beinahe so aus, als wollten die da 'ne Nummer schieben.

 

Enttäuscht und wütend über mich selbst, weil ich mit Honey mitgegangen war, ging ich den Flur entlang... wollte in mein Zimmer... öffnete die Tür und musste feststellen, dass ich mich verirrt hatte.... denn ich war doch glatt in dem Zimmer von Luzifer gelandet.

 

"Entschuldigung... ich es tut mir leid... ich habe mich wohl verirrt...", entschuldigte ich mich bei dem anderen Vampir, der auf dem Fensterbrett saß und senkte verlegen meinen Blick....

 

*-*-*

 

Jetzt war ich im ersten Moment hin und hergerissen zwischen Marius und Adrian. Sollte ich Adrian folgen oder diese Gelegenheit hier nutzen?

 

Noch einmal beugte ich mich zu Marius und leckte sanft über dessen Hals. Dabei gab ich ein Schnurren von mir und biss noch einmal zaghaft zu, da sich die Wunde bereits verschlossen hatte.

 

Doch ließ ich das Blut dieses mal laufen und leckte es von Marius Hals ab.

 

Eine Gänsehaut breitete sich über meinen Körper aus und in meiner Hose wurde es langsam eng.

 

 

Luzifer begrüßte den beschämten Besuch freudig: ''Na, das muss dir nicht peinlich sein. Setz dich doch ein wenig zu mir. Die Beiden drüben sind sicher noch ein wenig beschäftigt. Wenn du möchtest jage ich dir auch etwas und wenn du das Opfer nicht sehen willst, könnte ich dir das Blut auch gerne in einem Glas servieren.''

 

Dabei lächelte er Adrian an und seine Augen leuchteten ein wenig auf.

 

*-*-*

 

Sehr wohl hatte Marius mitbekommen, dass sein Bruder das Zimmer verlassen hatte, aber nun hielt ihn nichts mehr auf. Er genoss es erregt fauchend, erneut von Honey gebissen zu werden, und dass er sein Blut ableckte.

 

So schnell, dass man denken konnte etwas verpasst zu haben, hatte Marius Honey gepackt und war mit ihm im Bett gelandet. Auf ihm liegend, sich auf seinen Händen abstützend, sah er ihm leise erregt fauchend in die Augen, dann beugte er sich herab und biss ihm in den Hals... ohne dabei aber dessen Blut zu trinken.

 

Sich wenig später wieder von seinem Hals lösend, begann Marius Honey auszuziehen und jedes freigelegte Fleckchen Haut zu küssen und abzulecken.... auch leichte Bisse musste sich Honey gefallen lassen.

 

Stück für Stück und immer mehr zog Marius Honey aus, bis dieser nur noch im Slip unter ihm lag. Seine rechte Hand machte sich derweil selbstständig und wanderte zur Mitte des Vampirs herab, wo er sie zunächst nur liegen ließ und leicht drüber strich....

 

 

Als Luzifer zu mir sprach und mir anbot mich zu ihm zu setzen, lächelte ich ihn auch ein wenig an, nahm dann sein Angebot an, ging auf ihn zu und setzte mich neben ihn.

 

"Nein, danke, ich bin nicht hungrig.", antwortete ich, denn so wirklich konnte ich mich noch immer nicht damit abfinden Blut trinken zu müssen.

 

Ich mochte Vampire, ja... und verehrte sie, aber ich konnte mich nicht daran gewöhnen Menschen oder andere Lebewesen zu töten, um mich von ihrem Blut zu ernähren.... eher würde ich wohl verhungern und mich somit selbst vernichten.

 

*-*-*

 

Marius ließ nun wirklich nichts anbrennen und so genoss ich erst mal seine Liebkosungen und Reizungen. Dann jedoch, als er mich neckte und kurz inne hielt, übernahm ich die Führung.

 

Geschickt rollte ich mich mit ihm so, dass ich nun oben lag. Stück für Stück verlor auch er seine Bekleidung und meine Hände erkundeten jeden Zentimeter seines Körpers genau. Meine Zunge neckte ihn hier und da, leckte ihn ein wenig.

 

Während ich meine Zähne hier und da mal ins Fleisch einfuhr. Ich genoss das Gefühl von Haut auf Haut, es erregte mich sehr. Es dauerte nicht lange und auch Marius lag bald nur noch in Unterwäsche vor mir.

 

Meine Erregung konnte ich nun nicht mehr verstecken, deutlich zeichnete sie sich ab und die ersten Lusttropfen hinterließen eine kleine feuchte Spur.

 

 

Luzifer lehnte sich ein wenig an Adrian und schaute in die Nacht hinaus.

 

''Dir passt es nicht, was nebenan von statten geht. Weißt du auch wieso? Ich kann es dir genau sagen! Du bist Eifersüchtig! Du wärst gerne an deines Bruders Stelle.

 

Aber soll ich dir etwas sagen. Auch ich bin eifersüchtig. Denn nur zu gerne würde ich jetzt mit Honey tauschen'', sagte Luzifer ruhig zu Adrian, wobei er gar keine Antwort erwartete, sondern den Kleinen einfach nur zum Nachdenken anregen wollte.

 

''Warte hier. Ich bin gleich zurück, will nur eben schnell etwas jagen. Lauf nicht weg!'', fügte er nach einer kurzen Pause hinzu und flog dann in die Nacht hinaus.

 

*-*-*

 

Oh ja, wie sehr Marius dies hier genoss konnte er nicht beschreiben. Honey hatte es wirklich voll drauf, ihn zu erregen und Marius konnte sich kaum mehr beherrschen.

 

Da Honey sich über Marius abstützte glitt dieser langsam herab, bis er Honeys Männlichkeit vor seinen Augen hatte. Mit einem geschickten Griff entfernte er den Slip von Honey und legte damit dessen Männlichkeit frei.

 

Er nahm es in die Hand und begann das Glied zu massieren und es in den Mund zu nehmen... daran zu saugen und es mit seiner Zunge zu kitzeln.... es liebevoll zu necken und die ersten Lusttropfen gierig in sich aufzunehmen.

 

 

Ich hatte Luzifer zwar zugehört, doch verstand ich nicht warum er meinte, dass ich eifersüchtig wäre. Warum sollte ich eifersüchtig sein?

 

Aber ich nickte nachdenklich, als er mich bat nicht wegzulaufen.

 

Warum war er denn eigentlich eifersüchtig? Liebte er meinen Bruder etwa....? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass mein Bruder auf Männer stand. Oder hatte ich es nur noch nicht erkannt?

 

Ich war mir ziemlich unsicher, wusste nicht was ich denken sollte. Aber ich blieb auf der Fensterbank sitzen und wartete auf Luzifers Rückkehr.

 

*-*-*

 

Ein genießerisches Brummen gab ich von mir, als Marius endlich meine Männlichkeit bearbeitete. Das konnte er nämlich wirklich gut und ich konnte es nicht unterlassen mich langsam zu bewegen.

 

Sacht stieß ich mich in seinen Mund hinein, wobei ich meine Lippen aufeinander presste.

 

Meine Gedanken waren frei und ich genoss den Moment sehr. Doch nach einer Weile zog ich Marius an den Schultern rauf zu mir und ging nun langsam runter. Ich befreite ihn auch von seinem letzten Kleidungsstück und leckte der Länge nach über seine harte Männlichkeit.

 

Vorsichtig nahm ich es in die Hand, bevor ich es gierig in meinen Mund gleiten ließ. Sein Glied pulsierte regelrecht an meiner Zunge und ich knabberte zaghaft daran.

 

 

Luzifer brauchte nicht lange. Kalt und Rücksichtslos holte er sich zwei Opfer, die er in eine Schockstarre versetzte und in die Villa brachte.

 

Sie waren für Marius bestimmt, der gewiss Hunger haben würde, wenn er fertig werden würde. Er hoffte sehr, dass seinem Schöpfer die Leckerbissen gefallen würden.

 

Dann stärkte er sich noch selber an einem weiteren Opfer, bevor er zu Adrian zurückkehrte.

 

Als wäre er nie weg gewesen, setzte er sich wieder zu ihm auf die Fensterbank und schaute in die dunkle Nacht hinaus. Bald würde der Tag anbrechen, lange könnten sie nicht mehr hier sitzen.

 

*-*-*

 

Ein wohliges Seufzen entwich Marius' Kehle, als er spürte, wie sich Honey an ihm zu schaffen machte.... leise begann er zu stöhnen.... konnte sich kaum noch zusammennehmen.

 

Doch endlich und schließlich hielt er es nun nicht mehr aus, drehte sich mit Honey, so dass er nun wieder auf ihm lag. Er befeuchtete seine Finger und drang dann in Honey ein, um ihn zu weiten und vorzubereiten.

 

Dies tat er ein Weilchen, bis er es nicht mehr aushielt, seine Männlichkeit befeuchtete.... langsam und vorsichtig in Honey eindrang.

 

Zunächst wartete er bis sich Honey ein wenig an ihn gewöhnt hätte... doch dann begann er sich in ihm zu bewegen... noch tiefer in ihn einzudringen und stöhnte dabei laut auf... es war einfach nur zu geil.

 

 

Ich schwieg, als Luzifer wieder da war und diese Opfer mitbrachte. Ich wand mein Gesicht von ihnen ab... konnte diesen Anblick nicht ertragen.

 

Dann stand ich von dem Fensterbrett auf und bewegte mich auf die Tür zu.

 

"Entschuldige bitte, ich geh besser, denn diesen Anblick kann ich nicht ertragen.", wobei ich auf die Opfer zeigte.

 

Dann öffnete ich die Tür und verließ das Zimmer, um in mein eigenes zu gehen, was ich auch tat.

 

Dort angekommen, betrat ich es und schloss mich ein...

 

*-*-*

 

Für einen Moment zog ich die Luft scharf ein, als Marius in mich eindrang. Doch fing ich mich schnell und genoss dieses Gefühl einfach. Wie schon so oft, wurde ich schnell sehr heiß und drängte mich ihm regelrecht entgegen.

 

Immer und immer wieder streifte er meine Prostata und entlockte mir Laute des Glücks. Bis ich es nicht mehr zurückhalten konnte und es mir kam.

 

 

Luzifer schaute Adrian Kopfschüttelnd hinterher und setzte sich nun aufs Bett.

 

Ob Adrian sich überwinden würde? Er wünschte es sich, denn Marius und auch Honey könnten es gewiss nicht ertragen den Kleinen zu verlieren.

 

*-*-*

 

Nur wenig später, nachdem Honey gekommen war, erreichte auch Marius seinen Höhepunkt, den er laut stöhnend genoss und noch ein wenig in ihm blieb... es war so ein schönes Gefühl, in ihm zu sein... diese Wärme und Enge zu spüren.

 

Erst Minuten später entzog sich Marius, Honey und blickte ihm grinsend in die Augen. Noch einmal streichelte und küsste er ihn, erst dann ließ er von ihm ab und ging dann ins Bad, um gründlich zu duschen... sich zu pflegen und sich elegant anzukleiden.

 

Wieder im Zimmer sprach er, an Honey gewandt:

 

"Wenn du magst kannst du auch duschen." und grinste ihn an.

 

"Es hat richtig Spaß mit dir gemacht, danke.", sprach er noch, dann verließ er das Zimmer und betrat nur wenig später das Zimmer von Luzifer.

 

"Hallo Luzifer. Wie geht es dir? Gefällt es dir hier?", wollte Marius von dem Vampir wissen und sah ihm sanft lächelnd in die Augen.

 

 

Ich blieb in meinem Zimmer und war mal wieder nicht bereit dieses zu verlassen. Es würde schon nicht gleich auffallen.

 

So legte ich mich aufs Bett und schloss die Augen.

 

Natürlich hatte ich Hunger, aber diesen versuchte ich so gut wie möglich zu ignorieren.... versuchte zu schlafen.

 

Ich konnte einfach kein Blut trinken... ich konnte es wirklich nicht... die armen Opfer... nein, das ging auf keinen Fall...

 

*-*-*

 

Ich hatte Marius nur angegrinst, als er mich gelobt hatte und war, nachdem er das Zimmer verlassen hatte, auch duschen gegangen.

 

Anschließend zog ich mich wieder an und ging noch schnell auf die Jagd. Der Hunger trieb mich und ich stellte mich dabei gar nicht so ungeschickt an.

 

Nachdem ich mich ausgiebig gestärkt hatte, zog es mich zu Adrian, an dessen Tür ich klopfte.

 

 

Luzifer freute sich darüber, dass Marius ihn besuchte. Er erhob sich höflich und senkte den Blick, wobei er aber höflich in Marius Augen schaute.

 

''Hallo Marius. Es ist sehr schön hier. Danke, dass auch ich bleiben darf'', antwortete er ihm.

 

Schließlich wusste er genau, was er alles getan hatte. Die vielen Vampire, die Marius mehr Beachtung geschenkt hatte, fielen den Engeln der Nacht zum Opfer. Alle hatte er sie verraten, weil er es nicht ertragen konnte, dass er nicht die Beachtung bekam.

 

Dann hatte er auch Details der Vampire weitergegeben, aber nichts was Marius hätte gefährlich werden können und nie alles.

 

Luzifer war einer der ersten gewesen, die Marius erschaffen hatte, vielleicht war er zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht soweit gewesen, um sich richtig um Luzifer zu kümmern.

 

Bisher hatte er seine Gedanken immer für sich behalten, doch seitdem er hier in der Villa war, war er wie ein offenes Buch. Nur jetzt wagte er es nicht, etwas zu denken. Schuldbewusst schaute er seinen Schöpfer an, bereit seine Strafe entgegenzunehmen.

 

Dennoch sprach er im ruhigen Ton und ohne Angst: ''Ich habe dir Opfer gebracht, du bist sicher hungrig. Sie sind noch am Leben, so wie du es am Liebsten magst.''

 

*-*-*

 

In meinem Bett liegend versuchte ich zu schlafen, was mir aber nicht gelang, denn ich hatte Hunger und zu allem Überfluss klopfte es nun auch noch an meine Tür.

 

Langsam schälte ich mich aus dem Bett, ging zur Tür, schloss sie auf und öffnete diese.

 

Als ich Honey vor mir stehen sah, blickte ich ihn einfach nur an, dann drehte ich mich um, ging wieder auf mein Bett zu und legte mich hin, während ich Honey bat:

 

"Du kannst ruhig rein kommen." und schloss dann meine Augen wieder.... wollte an nichts denken.

 

 

"Luzifer, bitte sieh mich an.", bat Marius: "Ich bin dir nicht böse und ich werde dich auch nicht bestrafen, aber, ich muss dir dennoch sagen, dass es nicht okay war, was du getan hast.", erwiderte Marius in einem ruhigen, sehr sanften Ton.

 

Er freute sich über die Opfer und machte sich auch gleich über diese her. Beide trank er bis auf den letzten Tropfen leer, dann verbrannte er sie in seinem magischen blauen Feuer.

 

"Danke, für die Opfer.", bedankte sich Marius bei seinem Lieblingsvampir, den er schon gemocht hatte, als er noch ein Mensch gewesen war.

 

"Weißt du, ich habe dich schon immer gern gemocht... auch als du noch ein Mensch warst. Leider habe ich dir nicht die Aufmerksamkeit entgegen gebracht, die du gebraucht hättest. Es tut mir leid, Luzifer, bitte verzeih mir. Ich werde das in Zukunft ändern, das verspreche ich dir.", mit diesen Worten ging Marius auf Luzifer zu, sah ihm sanft ihn die Augen und nahm ihn dann lieb in die Arme.

 

*-*-*

 

Ich ging zu Adrian ins Zimmer und schloss die Tür hinter mir. Dann setzte ich mich zu ihm ans Bett. Ich war mir sicher, dass er Hunger haben müsste, nur wie würde ich ihm zu Trinken bewegen?

 

Ohne zu Fragen legte ich mich neben ihn und strich sanft seine Haare aus dem Gesicht. Er sah blasser aus, als normal.

 

''Könntest du dir vorstellen von mir Blut zu Trinken?'', fragte ich ihn dann.

 

Schließlich würde er mich am Leben lassen und somit keinen Menschen schaden.

 

Wenn er meinen Gedankengang nicht annehmen würde, müsste ich dringend mit Marius nach einer Lösung suchen, denn so langsam gingen mir die Ideen aus.

 

 

Luzifer schmiegte sich an Marius und ließ seinen Tränen freien lauf. Es waren Tränen des Glücks, die über seine Wangen liefen. Genießerisch sog er Marius' Geruch in sich auf und genoss dessen Umarmung.

 

Es war als würde eine Last von seinen Schultern fallen, die er all die Zeit mit sich herumgeschleppt hatte. Ein unterwürfiges Fauchen kam über Luzifers Lippen und er legte seinen Kopf auf die Seite, bot seinen Hals Marius an, als Zeichen seiner Treue.

 

*-*-*

 

Ich drehte mich ein wenig zu Honey um, sah ihn an und nickte leicht.

 

Natürlich hatte der Vampir in mir wieder einmal die Führung übernommen, so dass ich ein wenig erhob, mich dann über ihn beugte, seine Haare sanft zur Seite strich und vorsichtig in seinen Hals biss.

 

Das austretende Blut saugte ich fast schon gierig in mich hinein... überwand mich und schluckte es auch runter. Ich trank nicht allzu viel und ließ schon bald wieder von ihm ab.

 

Es musste eben reichen. Ich musste und würde mich langsam an den Geschmack des Blutes gewöhnen, denn so wirklich kam ich damit noch nicht klar.

 

"Danke schön.", bedankte ich mich bei Honey, aber dann überfielen mich Visionen und Gedanken... die, wie ich feststellte nicht die meinen waren.

 

Schnell erhob ich mich aus dem Bett, sah auf Honey herab und fragte ihn entsetzt über die Bilder, die ich zu sehen bekam:

 

"Hat es dir mit meinem Bruder Spaß gemacht, ja?!" und entfernte mich immer mehr von Honey.

 

 

Liebevoll streichelte Marius Luzifers Rücken und drückte ihn lieb an sich.

 

"Sch... ist ja gut, ich bin da und ich werde mich von nun an gut um dich kümmern, mein kleiner Liebling.", flüsterte Marius.

 

Als Luzifer ihm nun auch noch seinen Hals anbot, konnte Marius nicht widerstehen und biss leicht und ganz vorsichtig hinein. Nur ein paar Tropfen des Blutes gönnte er sich, dann ließ er von ihm ab und hielt ihn noch lange in seinen Armen.

 

*-*-*

 

Ich hatte es sehr genossen, dass Adrian mein Blut getrunken hatte, doch damit hatte ich nicht gerechnet, dass er Visionen haben würde.

 

Vorsichtig stand ich ebenfalls aus und streckte ihn meine Hand entgegen.

 

''Beruhige dich! Was ist denn so schlimm daran, dass dein Bruder und ich uns amüsiert haben. Ja, es hat mir Spaß gemacht. Was lässt dich so abschrecken? Ekelst du dich jetzt vor mir, weil ich auf Männer stehe?'', fragte ich ihn.

 

Unsicherheit machte sich bei mir breit, denn ich wollte Adrian nicht verschrecken. Dafür hatte ich ihn viel zu gern.

 

Langsam ging ich auf ihn zu, wobei ich ihm tief in die Augen sah.

 

 

Luzifer hatte ein wohliges Seufzen von sich gegeben und genoss Marius' Nähe.

 

''Verzeih mir, es tut mir alles so leid'', flüsterte er und kuschelte sich an Marius.

 

Draußen wurde es mittlerweile Tag und die Müdigkeit machte sich bei Luzifer bemerkbar, doch um keinen Preis der Welt, würde er sich von Marius freiwillig lösen.

 

*-*-*

 

Immer weiter war ich rückwärts gegangen, bis ich schließlich nicht mehr weiter konnte und die Wand hinter mir erreicht hatte. Honey kam derweil immer mehr auf mich zu und sah mir dabei tief in die Augen.

 

Wäre ich noch ein Mensch gewesen, wäre ich wohl spätestens jetzt rot angelaufen, aber so starrten meine Augen, ob seiner Aussage, einfach nur zurück.

 

Dann antwortete ich, so ruhig ich es vermochte:

 

"Nein, ich finde es nicht eklig, dass du auf Männer stehst... aber dass du es mit meinem Bruder treibst... finde ich nicht okay. Aber na ja, mir solls egal sein, macht was ihr wollt... aber lasst mich damit in Ruhe."

 

Honey noch immer anstarrend, stellte ich ihm die alles entscheidende Frage:

 

"Liebst du meinen Bruder und liebt er dich auch?" und wartete nun gespannt auf seine Antwort.

 

 

Auch Marius hatte nicht vor sich von Luzifer vorschnell zu lösen, doch langsam musste ihm was einfallen, denn Luzifer würde die Sonne schlecht bekommen... er selbst ertrug ja das Sonnenlicht... ihm schadete es nicht.

 

Dennoch musste er sich kurz von ihm lösen, denn die Sonne ging langsam auf. Er zog die schweren schwarzen Samtvorhänge zu, so dass kein Tageslicht mehr ins Zimmer dringen konnte.

 

Anschließend nahm er Luzifer wieder in die Arme und drückte ihn sanft an sich.

 

"Ich habe dir nichts zu verzeihen, mein Kleiner. Es ist alles gut.", flüsterte Marius Luzifer zu und bewegte sich mit ihm zum Bett, wo er sich mit ihm zusammen rein legte und ihn weiter liebevoll in seinen Armen hielt.

 

"Schlaf... ich bin bei dir.", flüsterte Marius noch, dann schloss er selbst die Augen, doch schlief er noch nicht und schien vielmehr über Luzifer zu wachen.

 

*-*-*

 

Ich ging weiter auf Adrian zu und stand nun direkt vor ihm.

 

''Nein, ich liebe deinen Bruder nicht und ich denke, auch er hat keine Gefühle für mich. Es war einfach aus Lust, was wir getan haben. Vermutlich schocke ich dich jetzt, wenn ich dir sage, dass ich auch schon mit Luzifer geschlafen habe'', beantwortete ich ihm seine Frage.

 

Dann hob ich meine Hand und streichelte seine Wange. Irgendwie klang die Eifersucht aus ihm oder täuschte ich mich etwa?

 

''Weißt du eigentlich, dass ich deinetwegen ein Vampir geworden bin?'', fragte ich ihn nun und schaute ihm weiter intensiv in die Augen, wobei ein Lächeln auf meinen Lippen lag.

 

 

Luzifer schmiegte sich an Marius, doch konnte auch er nicht schlafen. Sein Herz schien zu rasen, weil er so aufgeregt war, endlich in Marius Armen liegen zu dürfen.

 

Sehnsüchtig streichelte er dessen Brust, wobei seine kühlen zarten Finger Marius nackte Haut suchten. Nur ein wenig wollte er ihn berühren, so wie er es schon so oft bei Honey getan hatte.

 

*-*-*

 

"Du machst Scherze, oder? Du bist wegen mir... zum Vampir geworden? Aber... warum... ich verstehe das nicht.", antwortete ich und sah ihm nun auch in die Augen... versuchte in ihnen zu lesen.... irgendwas zu finden.

 

Doch senkte ich meinen Blick gleich wieder, als er meine Wange streichelte.

 

Hieß das etwa, dass er mich... nein, das glaubte ich nicht.

 

Oder wollte er auch mit mir nur ins Bett?

 

Ich wagte nicht daran zu denken... hoffend, dass ich mich irrte.

 

 

Marius grinste, als er spürte wie Luzifer ihn streichelte und seine Haut zu berühren versuchte.

 

Auch er wollte mehr von seinem Liebling spüren und begann ihn ebenfalls zu streicheln und währenddessen seine Hände langsam unter seine Kleidung gleiten zu lassen... ihn sachte auszuziehen.

 

Er küsste ihn zärtlich auf die weichen Lippen, strich mit seiner Zunge über seine Lippen, bat liebevoll um Einlass.

 

*-*-*

 

''Weißt du, mein Chef sagte mal zu mir, dass ich merken werde, wenn ich meinem Partner begegne. Ich habe es gemerkt, nur bist du für mich nicht so ein Partner. Adrian, ich denke mit dir ist es anders, als bei Marius und mir oder Luzifer und mir.

 

Was ich bei ihnen gesucht habe, werde ich bei dir finden. Wenn du mich lässt'', versuchte ich zu erklären und legte nun meine ganze Hand an Adrians Wange.

 

Vorsichtig kam ich ihm mit dem Gesicht näher und gleich würde meine Nase, die seine berühren.

 

War ich zu forsch? Sollte ich noch warten?

 

 

Nur zu gerne ließ Luzifer sich von Marius küssen. Öffnete bereitwillig seinen Mund für dessen Zunge, um sie freudig mit seiner zu begrüßen.

 

Trotzdem ließ ihm der Gedanke nicht los, dass Marius gerade eben erst mit Honey Sex gehabt hatte. Ihm ging das alles etwas zu schnell, auch wenn er mehr wollte.

 

Schließlich war Marius etwas besonderes und nicht nur was fürs Bett.

 

Zaghaft zeigte er ihm seine Grenzen, wobei er es spielerisch anstellte und trotzdem auch Marius ein wenig auszog. Ein bisschen wollte er schon von ihm kosten, schließlich hatte er angefangen damit.

 

Außerdem war die Sehnsucht viel zu groß nach Marius Nähe.

 

*-*-*

 

"Und was genau... suchst du bei mir?", wollte ich von Honey wissen, bevor ich seine ganze Hand an meiner Wange spürte und sein Gesicht meinem immer näher kam.

 

Er wollte mich doch wohl jetzt nicht etwa... küssen?!

 

Ich musste irgendwie daran denken, dass er gerade eben Sex mit meinem Bruder und irgendwann vorher noch mit Luzifer gehabt hatte... so wich ich ihm aus... wollte das jetzt nicht.

 

"Sorry, aber... aber bitte das geht mir zu schnell... ich werde erst mal raus gehen... ich muss nachdenken.", mit diesen Worten schälte ich mich an ihm vorbei, verließ das Zimmer eilig... fluchtartig...

 

Irgendwann hatte ich dann auch die Villa verlassen... wollte zurück zu meinen Eltern. Und mir war es jetzt, verdammt noch mal, egal ob mich die Engel der Nacht in die Finger bekamen oder eben nicht.

 

Ich begann meinen Bruder nun zu hassen.... weil er mir meinen Wunsch erfüllt hatte... ich hasste auch mich selbst... wegen dieses blöden Wunsches. Ob ich je wieder ein normales Leben würde führen und wieder zur Schule gehen können?

 

Wahrscheinlich nicht... hierher wollte ich jedenfalls nicht mehr zurück... lieber vernichtete ich mich selbst oder ließ mich von den Engeln der Nacht vernichten, dann hätte ich es wenigstens hinter mir.

 

So ging ich hinaus. Es war hell am Tage... die Sonne brannte unbarmherzig auf mich herab und ich spürte schon, wie sie begann meinem Gesicht schlimme Wunden zuzufügen. Es tat weh... und doch tat dieser Schmerz mir gut... er kündigte meine Vernichtung an... wenn ich mich nicht gleich verstecken würde...

 

 

Sehr schnell merkte Marius, dass es Luzifer wohl doch etwas zu schnell ging, zudem er es ihm auf seine Art und Weise zeigte.

 

Er verstand seinen Liebling und flüsterte ihm zu:

 

"Lass uns ein wenig schlafen, okay.", und lächelte ihn lieb an.

 

Irgendwie war er fertig und konnte nun schon ein wenig Schlaf brauchen und zeigte ihm nun auch auf sanfte Art und Weise, dass er fertig und müde war. Merkte er doch, dass auch Luzifer ihn ein wenig auszuziehen versuchte.

 

Noch einen Kuss gab er Luzifer, streichelte seine Wange zärtlich, dann schloss er die Augen und schlief erschöpft ein.

 

*-*-*

 

''Adrian warte'', rief ich ihm hinterher und rannte ihm nach. Dieser Dummkopf! Ich wäre doch auch rüber in mein Zimmer gegangen, warum musste er nun hinausgehen?

 

Hatte er denn nicht mitbekommen, dass der Tag bereits angebrochen war?

 

Hastig stürmte ich ihm nach und zog ihn in den Schatten des Hauses.

 

''Spinnst du?'', schrie ich ihn an, während ich schon Tränen in den Augen hatte, vor Angst ihn zu verlieren.

 

''Komm wieder rein!'', sagte ich zu ihm und zerrte ihn an der Hand hinter mir her, zurück ins sichere Haus, ''Ich lasse dich gerne allein und werde in mein Zimmer gehen. Aber du kannst doch so nicht nach draußen gehen.''

 

Ängstlich tastete ich Adrian ab, um zu schauen, ob noch alles an ihm dran war.

 

''Wenn dir dein Leben so egal ist, mir ist es nicht egal, okay'', schluchzte ich und nahm ihn nun in die Arme, wo ich wusste, dass es ihm gut ging und er nicht verletzt war.

 

Die Tränen liefen über meine Wangen und machten sich selbstständig, während ich mich wieder von der Umarmung löste. Zaghaft strich ich über Adrians Gesicht, während die Brandwunden langsam verschwanden.

 

 

Luzifer hatte sich unterdessen an Marius gekuschelt und war auch eingeschlafen.

 

*-*-*

 

Nachdem mich Honey wieder ins Haus gezogen und mir seine Meinung gesagt hatte, musste ich mir nun auch noch seine Umarmung gefallen lassen. Als er sich dann endlich von mir gelöst hatte, sah ich ihn nur genervt und verzweifelt an, dann erwiderte ich, so ruhig ich es vermochte:

 

"Was hast du eigentlich für ein Problem?! Ich bin mit voller Absicht raus gegangen.... ja, du hörst richtig, mit voller Absicht. Ich will mich vernichten... ich kann so nicht leben.

 

Ja, ich weiß, ich hab es mir gewünscht, aber jetzt da ich ein Vampir bin, komme ich damit nicht klar... ich kann kein Blut trinken... ich ekle mich davor... verstehst du das?! Ich will einfach nur wieder ganz normal leben und zur Schule gehen können!

 

Ich würde so gern meine Eltern wieder sehen wollen und bei ihnen leben, aber das kann ich nun vergessen! Wozu ist so ein Leben gut? Sag es mir... wozu... ich will und kann so nicht leben! Ich hasse mich... ich hasse meinen Bruder und ich hasse dieses Leben!

 

Verstehst du das, verdammt noch mal...?!"

 

Tränen der Verzweiflung rannen aus meinen Augen und ich wand mich von Honey ab.

 

Schluchzend ließ ich mich, an der Wand hinter mir, zu Boden sinken und kauerte mich zusammen.

 

Nun, wenn mich eben nicht die Sonne vernichtete.... dann würde mich der Blutdurst umbringen... wenn ich kein Blut mehr zu mir nahm....

 

 

Marius indes erwachte und spürte, dass etwas mit seinem Bruder nicht okay war. Er quälte sich... hasste sich... wollte sterben.

 

Aber was sollte er jetzt dagegen tun? Sicher er konnte ihn zwingen zu leben und sich zu ernähren, aber was würde das bringen? Er konnte ihn ja wohl kaum für immer und ewig ans Bett fesseln und zwangsernähren.

 

Dennoch musste es doch irgendeine Möglichkeit geben ihm das Vampirleben erträglicher zu machen... dass er sich eben nicht quälte und es nicht hasste.

 

Marius bereute es zutiefst, dass er ihn verwandelt hatte.

 

Er hatte es doch gewusst, dass Adrian so niemals leben konnte.

 

*-*-*

 

Es quälte mich so sehr Adrian weinen zu sehen. Was konnte ich nur tun? Verzweifelt stand ich da und wusste mir keinen Rat. Hatte ich wirklich alles versucht?

 

Vorsichtig kniete ich mich runter zu ihm und legte meine Hände auf seine verschränkten Arme.

 

''Ist es dein größter Wunsch, dass du nicht mehr Leben willst? Ich würde dir so gerne, noch so viele schöne Dinge zeigen...'', sagte ich zu ihm, wobei meine Tränen auch schon wieder liefen.

 

''Doch wenn du es nicht willst, dann lass mich wenigstens zusammen mit dir in den Tod gehen. Ohne dich könnte ich nicht sein...'', kam es dann kleinlaut von mir.

 

Sterben? Nein, eigentlich wollte ich nicht sterben. Aber die Vorstellung Adrian weiter so leiden zu sehen, brach mir beinahe das Herz und ohne ihn wollte ich auch nicht mehr sein.

 

Zu gerne würde ich ihn zeigen, wie sehr ich ihn liebte. Nur wollte er das überhaupt? Ich war verzweifelt und am Ende meiner Kräfte, wusste kaum mehr Rat.

 

 

Luzifer bemerkte, dass Marius wach geworden war und schaute ihn verschlafen an.

 

''Ist alles okay? Kannst du nicht schlafen?'', fragte er wobei er sanft Marius Haare beiseite strich.

 

Auch er bemerkte Unruhe im Haus, nur konnte er sie nicht wirklich einordnen, ob sie jetzt von den Bewohnern kam oder von Adrian und Honey.

 

*-*-*

 

Au man, ich war wirklich zu weich... konnte ich Honey doch nicht weinen sehen. So legte ich meine Hand auf seine rechte Wange und streichelte ihn.

 

"Es tut mir leid, was ich gesagt habe. Verzeih mir. Weißt du eigentlich möchte ich nicht sterben, aber ich kann kein Blut trinken.... und Menschen kann ich erst recht nicht töten... bitte versteh mich doch. Wenn es doch nur eine Alternative gäbe....", sprach ich nachdenklich.

 

"Ich mag dich echt... aber.... ich bin mir so unsicher.... Bitte, hilf mir. Warum kannst oder willst du nicht ohne mich sein... das verstehe ich nicht.", fügte ich hinzu.

 

Schließlich überwand ich mich ein wenig und nahm ihn sanft in die Arme... wollte nicht, dass er weinte... wollte ihn trösten.

 

 

Marius schüttelte den Kopf und sah Luzifer an.

 

"Wie sollte ich schlafen können, wenn sich mein Bruder quält. Wenn er sterben will... er hasst mich... und er hasst das Leben als Vampir. Ich bin mir ziemlich ratlos, was ich noch mit ihm tun kann."

 

"Ich hätte ihn niemals verwandeln dürfen....", sprach Marius nachdenklich und genoss, die Augen schließend, dass Luzifer seine Haare beiseite strich.

 

*-*-*

 

''Aber du brauchst nun mal Blut zu Leben. Wenn du möchtest, kannst du von mir Trinken, dann brauchst du Niemanden töten. Aber trinken musst du...

 

Adrian, ich denke ich liebe dich und das mehr als alles andere auf der Welt. Deswegen will ich nicht ohne dich sein. Verstehst du?

 

Bitte, ich flehe dich an, du musst den Vampir in dir folgen und Blut trinken. Wie soll ich nur ohne dich sein...'', erklärte ich ihm, während ich die Zuwendung, die er mir gab, sehr genoss.

 

 

Luzifer schaute Marius fürsorglich an.

 

''Ja, ich habe es auch schon bemerkt, wie sehr er sich quält. Aber ich kann auch verstehen, dass du ihm seinen Wunsch erfüllt hast. Gebe dir keine Schuld daran, bitte.

 

Er wird schon damit zurechtkommen. Ich denke das Band was sich zwischen ihm und Honey spannt, ist größer, als dieses kleine Problem'', versuchte Luzifer, Marius zu beruhigen.

 

*-*-*

 

Ein wenig löste ich mich nun von ihm, nachdem er mir dieses Geständnis gemacht hatte.

 

Ich sah ihm fast schon prüfend ihn die Augen... konnte es nicht glaube, was ich gehört hatte... suchte nach einer Bestätigung in seinen Augen.

 

"Du...denkst du … liebst mich. Ist... ich mein... ist das echt dein Ernst?", fragte ich ihn nun sehr unsicher.

 

"Ich weiß grad echt nicht was ich dazu sagen soll... das kommt sehr überraschend... und ich mein, damit habe ich gar nicht gerechnet."

 

Ich sollte von ihm trinken... na gut, ihn würde es nicht umbringen und ich müsste zumindest keine Menschen töten.

 

"Also gut... dann versuche ich mich an dein Blut zu gewöhnen... aber gib mir bitte etwas Zeit, ja... auch was die Sache mit... na ja, mit der Liebe angeht... ich bin mir so unsicher.", versuchte ich zu erklären und sah ihm lieb ihn die Augen.

 

 

Hmm... ja, Luzifer hatte damit absolut recht, denn etwas hatte sich gerade irgendwie geändert.

 

Marius sah seinen Liebling sanft an und lächelte.

 

"Ja, du hast du recht.... irgendwie scheint Honey einen besseren Draht zu Adrian zu haben, als ich. Vielleicht wird ja doch noch alles gut und ich muss mir dann keine Sorgen machen. Es war trotzdem falsch von mir ihm seinen Wunsch zu erfüllen. Nicht dass ich mir die Schuld gebe, nein, aber... irgendwie wusste ich doch, dass Adrian niemals würde töten können.", versuchte Marius Luzifer zu erklären.

 

*-*-*

 

Ein kleines Lächeln bildetet sich auf meinen Lippen und ich nickte bestätigend.

 

''Du hast alle Zeit der Welt. Aber jetzt lass uns schlafen gehen, okay. Es war eine harte Nacht und der Tag ist schon in vollem Gange. Ein bisschen Schlaf brauchen wir schließlich auch'', sagte ich zu Adrian und stand langsam auf.

 

Ich war wirklich geschafft und die Aktion gerade hatte mir den Rest gegeben. Wir würden einfach ein wenig Zeit brauchen und vielleicht könnte Adrian dann auch meine Gefühle erwidern.

 

 

Luzifer schaute Marius ernst an und sagte: ''Ja, ich verstehe was du meinst. Aber glaube mir, es wird alles gut. Das spüre ich einfach.''

 

Dann küsste er Marius liebevoll und kuschelte sich wieder an ihm. Bald darauf war er wieder eingeschlafen.

 

*-*-*

 

Ich nickte zustimmend.

 

"Ja, okay, du hast recht... dann gehen wir jetzt schlafen.", antwortete ich einwilligend.

 

Ich stand auf, zog ihn mit hoch und verabschiedete mich dann von Honey.

 

"Also dann, schlaf gut und ja... also bis nachher.", umarmte ihn noch einmal kurz und ging dann hoch in mein Zimmer.

 

Dort angekommen, schloss ich hinter mir die Tür und ging dann ins angrenzende Bad.

 

Ich zog mich aus, stellte mich unter die Dusche, drehte das warme Wasser auf und ließ mich berieseln. Das warme Wasser genießend schloss ich ein wenig die Augen, Es tat gut und das warme Wasser weckte meine Lebensgeister wieder.

 

Ausgiebig wusch und pflegte ich mich, anschließend trocknete ich mich ab, wickelte mir das Handtuch um meine Hüfte und ging wieder in mein Zimmer, wo ich mir einen frischen Slip aus dem Schrank nahm und diesen anzog.

 

Das Handtuch brachte ich zurück ins Bad, hängte es zum Trocknen auf und betrat dann mein Zimmer wieder, wo ich mich ins Bett legte, mich zudeckte und sogleich erschöpft einschlief.

 

 

Grinsend sah Marius Luzifer an, der wieder eingeschlafen war.

 

Ja, er hatte recht, mit dem was er gesagt hatte. Marius konnte es zudem spüren, dass sich Adrian wieder etwas beruhigt hatte und schlief.

 

Nun, er würde sich in der Nacht um ihn ein wenig kümmern müssen... auch wenn er dafür zu drastischen Mitteln würde greifen müssen, aber das konnte und würde er ihm nicht durchgehen lassen. Immerhin hatte er seinen Eltern versprochen auf seinen kleinen Bruder aufzupassen und das würde er verdammt noch mal tun!

 

Er würde nicht zulassen, dass sich der Kleine zugrunde richtete... auch wenn er ihn dafür ein wenig zwingen musste.

 

Schließlich legte sich auch Marius wieder hin und schlief wieder ein.

 

*-*-*

 

Auch ich war schlafen gegangen und erwachte erst spät in der Nacht. Alles war ruhig im Haus. Die Familie schien schon tief und fest zu schlafen. Von den anderen hörte ich auch nichts.

 

Warum hatten sie mich nicht geweckt? Mich einfach schlafen lassen?

 

Unsicher ging ich durch die Räume, doch keiner war da. Alle waren ausgeflogen. Also verließ auch ich das Haus und schaute mich ein wenig um. Der Mond hing hoch am Himmel und man konnte auch den einen oder anderen Stern sehen.

 

Es war eine schöne Nacht und roch nach frischem Blut. Der Hunger trieb mich und so flog ich durch die Straßen auf der Suche nach einem Opfer und nach den anderen.

 

Ein Opfer hatte ich sehr schnell gefunden, doch irgendetwas stimmte nicht. War es eine Falle?

 

Vorsichtig schaute ich mich um, konnte jedoch Niemanden entdecken. Irgendwie kam es mir aber viel zu einfach vor. Nach einigem hin und her, beschloss ich doch zuzuschlagen und fiel über das Opfer her.

 

Gierig bohrte ich meine Fangzähne in das Fleisch, wollte das Blut saugen. Doch es war gar kein Mensch, sondern eine Art Roboter. Panisch wollte ich fliehen, als ich auch schon auf der Gegenüberliegenden Seite Kev ausmachte.

 

Er war bewaffnet und ich wusste wie gut er treffen konnte. Gerade als ich ihn ausfindig gemacht hatte, wurde ich auch schon nach hinten geschleudert. Ein Pfeil hatte mich getroffen.

 

*-*-*

 

Es war bereits Nacht, als ich erwachte, mich fertig machte und die Villa verließ. Natürlich ging ich nicht auf die Jagd nach Menschen oder Tieren. Ich brachte es einfach nicht übers Herz.

 

Dennoch war ich auf der Hut.... wusste ich doch um die Engel der Nacht, die um diese Zeit Vampire jagten.

 

Da ich mich aber an keinen Lebewesen vergriff, konnten mir die Engel der Nacht ziemlich egal sein. Ich machte mich auf den Weg zum Haus meiner Eltern, wo ich sehr viel später auch ankam.

 

Meine Eltern freuten sich sehr, mich zu sehen... hielten aber ein wenig Abstand zu mir... wahrscheinlich hatten sie einfach Angst, ich würde mich an ihnen vergreifen... und stellten mir unzählige Fragen.

 

Wir unterhielten uns die ganze Nacht hindurch und sie erklärten mir vieles, so dass ich jetzt alles besser verstand.

 

 

Marius war ebenfalls jagen gegangen und hatte sich inzwischen am Blut eines jungen Mannes, einer Frau und noch eines Mannes gelabt.

 

Dann spürte er sie... die Engel der Nacht... sie waren ganz in der Nähe und er spürte auch, dass Honey in Gefahr war. Um Luzifer musste er sich erst mal keine Sorgen machen, das spürte er.

 

VERDAMMT, dachte er.

 

Schnell war er bei Honey, auch wenn er sich jetzt selbst in Gefahr brachte, aber er musste ihn retten... er musste es einfach... egal was mit ihm passieren würde.

 

Ungeachtet ob er gerade ebenfalls verfolgt wurde, kniete er sich zu Honey herab und hob ihn ein wenig an.

 

"Ist alles okay, mit dir?", fragte er sorgenvoll.

 

*-*-*

 

Als ich wieder zu mir kam, schaute ich erst in Marius Augen. Nachdem ich realisiert hatte, was geschehen war, schaute ich auf meine Brust, in der ein Pfeil steckte.

 

Ich gab einen Aufschrei von mir, aber mehr aus Schrecken, denn ich spürte davon nichts.

 

Mein Blick suchte Kev, der noch immer an der anderen Seite stand.

 

''Er hat mein Herz nicht getroffen... Das ist unmöglich.... Kev ist ein super Schütze!'', erklärte ich und zog den Pfeil raus.

 

Es lief nur etwas Blut, dann schloss sich die Wunde von allein. Anscheinend wollte Kev mich nur warnen und nicht töten. Ich war viel zu unvorsichtig gewesen, das war mir jetzt klar.

 

Meine Gedanken waren bei Adrian und der Hunger hatte mich getrieben, wie ein Tier.

 

''Ich muss wohl noch sehr viel lernen'', sagte ich zu Marius und verschwand anschließend mit ihm vom Tatort.

 

 

Luzifer war unterdessen auch auf der Jagd. Sein Opfer hatte er bereits im Visier und holte es sich eiskalt und sehr brutal. Gierig saugte er das Blut aus dem hilflosen Menschen und suchte sich anschließend ein neues Opfer, bis sein Hunger gestillt war.

 

Dann sehnte er sich nach Marius und spürte ihn schnell auf.

 

*-*-*

 

Lächelnd und erleichtert sah Marius Honey an. Dass sich vielleicht irgendwo noch ein Jäger aufhalten könnte, interessierte ihn recht wenig.

 

"Ja, du wirst noch sehr viel lernen müssen.", bestätigte der Vampir: "Aber keine Sorge, das wird schon."

 

Wieder in der Villa angekommen, brachte Marius Honey in dessen Zimmer und bot ihm an:

 

"Wenn du willst kannst du mein Blut trinken.", ohne jedoch dabei Hintergedanken zu haben.

 

Er wollte Luzifer jetzt treu bleiben und würde Honey jetzt nur sein Blut zur Verfügung stellen... wenn er es denn wollte.

 

Dann jedoch sah er Luzifer und seine Augen begannen beinahe zu strahlen.

 

 

Nach ein paar Stunden bei meinen Eltern verabschiedete ich mich wieder von ihnen, hatte vorher noch ein paar Sachen eingepackt und machte mich auf den Weg zurück zur Villa.

 

Stunden später kam ich dort auch wieder an und ging auch gleich in mein Zimmer, wo ich alles auspackte, mir dann ein Buch nahm und darin zu lesen begann, während ich dabei ein wenig über alles nachdachte.

 

*-*-*

 

Ich sah, wie Marius Luzifer ansah und lehnte dankend ab.

 

''Danke. Aber es geht schon so. Ein wenig werde ich mich noch ausruhen, um dann erneut auf die Jagt zu gehen. Dieses mal werde ich vorsichtiger sein, versprochen!'', sagte ich zu Marius und ließ die Beiden allein.

 

Es sehnte mich nach Adrians Nähe und ich schaute nach, ob er wohl wieder da war.

 

Zaghaft klopfte ich an die Tür und wartete.

 

 

Luzifer näherte sich unterdessen Marius und lehnte sich ein wenig an ihm. Genießerisch kuschelte er sich an seinen Schöpfer und gab ein wohliges Brummen von sich.

 

Er hatte ihn irgendwie vermisst und genoss nun dessen Nähe.

 

*-*-*

 

Marius hatte kaum vernommen was Honey gesagt hatte, denn sein Interesse galt nun Luzifer, den er nun lieb in die Arme nahm und an sich drückte.

 

Er streichelte ihn sanft und und begann ich dabei leidenschaftlich zu küssen.

 

"Ich liebe dich.", hauchte er in den Kuss hinein.

 

 

Gerade war ich noch so am Lesen, als es an der Tür klopfte.

 

"Herein.", hörte ich mich sagen und legte mein Buch dann etwas widerwillig weg.

 

Schließlich stand ich auf und legte das Buch dann auf das Nachtschränkchen. Nachdem ich mich wieder auf mein Bett gesetzt hatte, lehnte ich mich an die Wand und richtete meinen Blick zur Tür.

 

*-*-*

 

''Ich liebe dich auch'', hauchte Luzifer in den leidenschaftlich erwidernden Kuss hinein.

Dabei fing auch er an Marius liebevoll zu streicheln und konnte gar nicht genug von ihm bekommen.

 

 

Ich öffnete Adrians Zimmertür und trat in sein Zimmer ein.

 

''Hallo'', begrüßte ich ihn, ''Da bist du ja wieder.''

 

Irgendwie war ich mir nicht sicher, ob ich ihm von dem Vorfall von gerade erzählen sollte. Vielleicht machte es ihm auch zu viel Angst.

 

Auf jeden Fall war ich sehr froh am Leben zu sein und ihn jetzt hier antreffen zu können.

 

''Wo warst du denn? Ich habe mir Sorgen gemacht'', fragte ich weiter, wobei ich langsam auf ihn zu ging und ihn mit meinen Augen fixierte.

 

Meine Sehnsucht war groß, gerade jetzt, wo ich noch einmal mit dem Leben davon gekommen war.

 

*-*-*

 

Endlich konnte sich Marius zu seiner Liebe zu Luzifer bekennen.

 

Noch ein wenig küsste Marius seinen Liebling, dann löste er sich von ihm und nahm ihn mit in sein Zimmer, wo er sich mit ihm auf das Bett gleiten ließ.

 

Halb auf ihm liegend, sich halb mit den Händen neben Luzifers Kopf abstützend, sah er ihm in die Augen und begann ihn wiederum mit feuriger Leidenschaft zu küssen.

 

Seine Hände schickte er derweil auf Wanderschaft über Luzifers schönen Körper.

 

 

"Hallo Honey.", begrüßte ich ihn ebenfalls.

 

Ich sah ihn an... bemerkte wie er mich mit seinen Augen fixierte und sich mir immer mehr näherte. Automatisch, aber nicht absichtlich wich ich noch etwas mehr zurück... der Wand entgegen... die mich aber dann stoppte.

 

Um mich etwas abzulenken, erzählte ich:

 

"Du brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen. Ich komme schon klar. Außerdem war ich nur bei meinen Eltern und habe mir ein paar Sachen mitgenommen. Auch habe ich mit ihnen lange über einige Sachen gesprochen und sie haben mir vieles erklärt. Du hast also keinen Grund dir Sorgen zu machen."

 

"Und was hast du so gemacht?", fragte ich ihn hinzufügend und interessiert.

 

 

*-*-*

 

Luzifer ließ sich ein wenig gehen und genoss die Streicheleinheiten sehr. Doch wiederum konnte auch er seine Finger nicht bei sich behalten und erkundete Marius' Körper.

 

Den Kuss erwiderte er ebenfalls mit sehr viel Leidenschaft und ließ sich einfach treiben.

 

So viel Zeit hatte er sich noch nie gelassen und es sollte dieses mal etwas besonderes sein, auch wenn sein Körper regelrecht in Flammen stand. Seine Hose wurde sehr schnell eng und sein Herz begann zu rasen.

 

 

Als ich bemerkte, dass Adrian mir auswich, blieb ich stehen. Ich wollte ihn nicht in die Enge treiben, auch wenn ich mich regelrecht nach ihm verzehrte.

 

''Das ist schön, dass du deine Eltern besucht hast. Sei aber bitte vorsichtig, wenn du zu ihnen gehst. Schnell wird man vom Jäger zum Gejagten'', riet ich ihm.

 

''Was ich gemacht habe? Ich war jagen und werde gleich wohl noch einmal los gehen. Irgendwie war mir danach, dich kurz zu sehen'', erklärte ich und ließ dabei einiges aus. Schließlich wollte ich Adrian nicht beunruhigen.

 

*-*-*

 

Als Marius merkte, dass Luzifer mitmachte und ihm zu gefallen schien, begann er ihn langsam und genussvoll auszuziehen. Jedes Fleckchen Haut wurde von ihm liebevoll und zärtlich geküsst.

 

Er ließ sich unglaublich viel Zeit damit seinen Liebsten auszuziehen, ihn zu verwöhnen.... ihm all die Liebe zu geben, derer er fähig war. Es sollte schön für ihn sein, denn er liebte ihn.

 

Natürlich spürte er auch, dass Luzifer schon sehr erregt war, aber ihm jetzt schon seinen Willen lassen, nein, das wollte er nun doch nicht, deshalb ließ er auch noch die Finger von der Hose seines Lieblings... wollte ihn erst mal so verwöhnen und dann... nun ja...

 

 

"Natürlich werde ich vorsichtig sein.", versprach ich Honey, wissend, dass er sich ja ach so große Sorgen um mich machte... weil er sich in mich verliebt hatte.

 

Aber ich wusste noch immer nicht, ob ich seine Liebe zulassen konnte.... ob ich ihn auch irgendwann so richtig lieben könnte. Leider konnte ich mir nicht vorstellen, wie es sich anfühlen würde, einen Mann zu küssen, geschweige denn mit ihm zu … nein daran wollte ich gar nicht erst denken.

 

"Ich hab mich auch gefreut, dich zu sehen. Und viel Spaß beim Jagen.", wünschte ich ihm, schnappte mir dann mein Buch und sah ihm noch einmal sanft lächelnd in die Augen.

 

*-*-*

 

Luzifer schloss genießerisch die Augen und streichelte liebevoll durch Marius Haare, während dieser ihn verwöhnte.

 

Immer wieder zog er ihn hoch zu sich und küsste die schönen voll Lippen. Jeder Kuss schmeckte nach mehr und machte ihn nur noch erregter.

 

Sein Unterleib schien zu kochen und seine Männlichkeit drückte schmerzhaft gegen die Hose. Es war eng geworden für seine Erektion und Luzifer wand sich regelrecht unter Marius Berührungen.

 

Nach einer Weile hielt er es kaum mehr aus und übernahm die Führung. Er drehte sich mit Marius um, so dass er nun auf ihn lag und fing ebenfalls an seinen Schöpfer zu verwöhnen.

 

Dessen Oberteil schob er erst mal nur etwas nach oben und küsste liebevoll seinen Bauch, während er langsam nach oben wanderte.

 

 

Adrians Lächeln verzauberte mich und dennoch ging ich hinaus in die Nacht, um erneut zu jagen. Schnell hatte ich ein wehrloses Opfer gefunden und saugte das Blut in mir auf. Dieses mal war ich vorsichtiger und schaute mich genau um.

 

Ich hatte Glück und es ging alles gut. Also suchte ich mir noch zwei weitere Opfer und gönnte mir auch dessen Blut. Dann zog es mich wieder zur Villa, wo ich mich erst mal unter der Dusche erfrischte.

 

Anschließend ging ich wieder zu Adrian rüber, da ich mir dachte, dass er vielleicht Hunger hatte. Höflich klopfte ich erneut an, um ihn zu fragen, ob er von mir Trinken wolle. So würde ich ihn wenigstens ein bisschen Nahe sein.

 

*-*-*

 

Ein bisschen überrascht war Marius nun schon, als Luzifer so plötzlich die Führung übernahm, aber er ließ es zu und sich auch gern von seinem Liebling verwöhnen.

 

Ein wohliges Seufzen entwich seiner Kehle und er schloss genießend die Augen.

 

Aber auch in seiner Hose war es nun sehr eng geworden, so dass er es kaum mehr aushielt.

 

Er grinste verführerisch, dann drehte er sich mit Luzifer in die 69er Stellung und begann sich an der Hose seines Lieblings zu schaffen zu machen, während er ihm dabei sanft über den Schritt strich.

 

Geschickt hatte er ihm die Hose entfernt und begann die Männlichkeit seines Lieblings, die ihm regelrecht entgegen gesprungen war, zu küssen und sanft zu lecken.

 

 

Gerade als es so richtig spannend in meinem Buch wurde, wurde ich wiederum gestört, denn es klopfte an meiner Tür.

 

Ich legte das Buch ein wenig widerwillig weg, tat noch ein Lesezeichen hinein, stand dann von meinem Bett auf, ging zur Tür und öffnete diese.

 

"Hallo Honey. Bitte, komm rein.", begrüßte ich den Vampir, ließ ihn eintreten und schloss hinter ihm die Tür.

 

Anschließend setzte ich mich wieder aufs Bett und sah ihn an.

 

*-*-*

 

Luzifer tat wie Marius das selbe und öffnete dessen Hose, befreite ihn von seiner Kleidung. Dann fing er an dessen Männlichkeit liebevoll, aber lustvoll zu bearbeiten.

 

Sanft mit dem Mund und der Zunge, zaghaft mit den Zähnen. Immer wieder saugte er daran und knabberte gespielt daran herum, während eine Hand zärtlich Marius Hintern zu streicheln begann.

 

Trotzdem fand er noch genügend Zeit die Zärtlichkeiten zu genießen, die Marius ihn verabreichte.

 

 

''Adrian, hast du Hunger? Möchtest du von mir trinken?'', kam ich gleich zur Sache.

 

Dabei schaute ich ihn liebevoll an und neigte meinen Kopf ein wenig, nachdem ich mich auf sein Bett gesetzt hatte.

 

Würde er annehmen?

 

*-*-*

 

Während Marius Luzifer ebenfalls verwöhnte, stöhnte er nun doch etwas lauter auf, denn das hier war einfach zu geil und er bekam nicht genug davon, aber er verwöhnte auch seinen Liebling weiter.

 

Er saugte an ihm, ließ seine Zunge über dessen Spitzen kreisen und kitzelte die Männlichkeit somit ein wenig, während er die Hoden sanft massierte und auch den knackigen Hintern nicht ausließ.

 

 

Als hätte ich es geahnt, fragte mich Honey, ob ich Hunger hätte... warum musste er mich gerade jetzt damit konfrontieren.

 

Was sollte ich jetzt tun? Er würde mich doch nicht glauben, wenn ich sagte, dass ich keinen Hunger hätte. Was ja auch gar nicht so verkehrt war... aber immer wieder das selbe Thema... immer wieder diese Konfrontation mit dem Blut.

 

Den Kopf schüttelnd erwiderte ich leise:

 

"Eigentlich habe ich keinen Hunger.", doch richtete ich meinen Blick nun auf das Bett, traute mich nicht mehr ihn anzusehen.

 

*-*-*

 

Luzifer konnte sich kaum noch zusammenreißen. Das alles machte ihn viel zu geil. Er war kurz davor zu kommen und stöhnte leise auf. Dabei saugte und leckte er noch an Marius Männlichkeit, während er sich heiß in dessen Mund ergoss.

 

 

Ich konnte und wollte Adrian nicht glauben, dass er keinen Hunger hatte, aber ich wollte ihn auch nicht drängen.

 

Also machte ich es mir auf seinem Bett bequem und schaute mir ein wenig sein Buch an.

 

''Ist okay'', sagte ich, wobei ich aber meinen Hals gekonnt frei legte und so tat, als würde ich das Buch lesen, während meine Halsschlagader in greifbarer Sicht lag.

 

Es müsste ihn doch reizen oder zumindest den Vampir in ihm. Deshalb ließ ich es auf einen Versuch ankommen.

 

*-*-*

 

Auch Marius konnte sich nun nicht mehr beherrschen und ergoss sich laut stöhnend und nachdem er den Saft seines Liebsten geschluckt hatte, im Mund von Luzifer.

 

Aber nun musste er erst mal wieder zu Atem kommen und ließ zunächst von Luzifer ab. Sein Körper zitterte noch immer vor Erregung und seine Augen waren noch immer genussvoll geschlossen.

 

 

Mich ärgerte es jetzt schon, dass sich Honey in frechster Art und Weise mein Buch genommen hatte und darin zu lesen schien.

 

Allerdings war ich nun dumm genug, nicht zu bemerkten, was er damit bezweckte und starrte die ganze Zeit, wie hypnotisiert, nur auf seine Schlagader.

 

Der Vampir in mir wollte sich ihm nähern und ich konnte mich nur mit großer Mühe zusammennehmen und mich zurückhalten.

 

Es war die reinste Tortur, die ich mir da antat.

 

Leider war der Vampir in mir sehr viel stärker als ich, so dass mich die Schlagader nun doch magisch anzog und ich mich widerwillig ergab.

 

Ich wollte nicht... ekelte mich, konnte aber nicht anders, rückte etwas näher zu Honey, erreichte seinen Hals, fletschte die Zähne und bohrte sie in ihn hinein.

 

Angeekelt... angewidert ...begann ich gierig das Blut aus ihm herauszusaugen... ließ aber auch schon bald wieder von ihm ab... riss mich von ihm los und landete rücklings auf dem Boden...

 

*-*-*

 

Nachdem Luzifer den Saft seines Liebsten geschluckt hatte, drehte er sich zu ihm um und kuschelte sich an ihn. Er genoss das Gefühl von Haut auf Haut sehr und schmiegte sich liebevoll an ihn.

 

 

Also hatte meine Falle hingehauen und der Vampir war bei Adrian durchgekommen. Ich hatte es sehr genossen, dass er mein Blut getrunken hatte. Jetzt verstand ich, was Marius so daran aufgeilte.

 

Nachdem Adrian von mir abließ, schloss sich meine Wunde wie von selbst und er schien etwas unsanft auf den Boden gelandet zu sein. Hilfsbereit hielt ich ihm die Hand hin und wollte ihm beim Aufstehen helfen.

 

Warum nur wehrte er sich so dagegen? Mir fiel es doch auch nicht schwer. Es war nun ein Teil von mir und das gehörte nun mal dazu.

 

Sicher nahm er viel zu wenig Blut zu sich, aber immer noch besser als gar keins. Liebevoll schaute ich ihn an und unterließ es ihn aufzuziehen. Er hatte eben doch Hunger gehabt, na und. Es war okay so, wie es nun gekommen war.

 

*-*-*

 

Marius nahm Luzifer lieb in die Arme und kuschelte sich nun ebenfalls an ihn, ihn noch einmal zärtlich küssend.

 

"Ich liebe dich so sehr... mehr als alles andere.", flüsterte er seinen Liebling zu und streichelte ihn sanft.

 

 

Es war mir peinlich, dass ich auf dem Boden gelandet war und dem Vampir in mir doch nachgegeben hatte, nahm die Hand deshalb nicht an und stand allein auf.

 

Irgendwie stand ich nun etwas verloren in dem Zimmer, nicht wissend was ich tun sollte... konnte, wie auch immer. Mal sah ich zum Fenster.... mal auf das Bett... und mal zu Honey.

 

Schließlich senkte ich meinen Kopf, sah zu Boden... als hätte ich etwas verbotenes getan.

 

Ein wenig an meiner Unterlippe nagend sah ich wieder auf und ging zum Fenster... wo ich nachdenklich hinaus sah.

 

Honey war ein hübscher Mann... hatte hübsche Augen und er war so lieb.... aber ich war mir so unsicher, wie nie zuvor, was ich jetzt tun sollte.

 

Sollte ich ihm echt eine Chance geben?

 

Wie würde es sich wohl anfühlen....?

 

*-*-*

 

Auf Luzifers Gesicht zauberte sich ein Lächeln und er erwiderte den Kuss.

 

''Ich liebe dich auch mehr als alles andere!'', antwortete er genauso leise und streichelte Marius ebenfalls.

 

 

Adrians Unsicherheit füllte den Raum regelrecht und so spürte ich sie sehr stark. Leise stand ich auf und stellte mich direkt hinter ihn. Erst schaute ich mit raus, bevor ich sanft meine Hände an seine Arme legte, um ihn anschließend zaghaft von hinten zu umarmen.

 

Liebevoll aber bedacht drückte ich ihn an mich. Wollte ihm zeigen, wie schön es sein kann, etwas Nähe zuzulassen.

 

Meine Liebe zu ihm war so unendlich stark, dass ich kein Problem damit hatte zu warten. Doch er müsste auch ein wenig Nähe zulassen können. Gerne wollte ich ihn lockerer machen und mit ihm herumalbern.

 

Wenn er mich denn ließe...

 

*-*-*

 

Als ich gerade ein wenig hinaussah spürte ich, wie Honey meine Arme berührte und mich anschließend sacht in die Arme nahm.

 

Ich schloss, warum auch immer, einen Moment genießend die Augen und lehnte mich zögernd an ihn. Es fiel mir noch ein wenig schwer, aber ich versuchte dennoch es zuzulassen... mich nicht dagegen zu wehren.

 

Außerdem spürte ich, da ich sein Blut getrunken hatte, was er fühlte... was er für mich fühlte. Es war ein sehr heftiges Gefühl... das mir ein seltsames, aber angenehmes Kribbeln in meinem Bauch bescherte.

 

Wie es schien hatte ich wohl die Gabe erhalten, wenn ich das Blut anderer Vampire trank, spüren zu können was diese fühlten. Tja, so konnte ich niemals belogen werden.

 

Und eben das spürte ich jetzt. Ich spürte, was er für mich empfand... diese unendliche und tiefe Liebe.

 

Langsam drehte ich mich zu ihm um und sah ihm in die Augen... na ja, zumindest versuchte ich es... senkte meinen Blick aber ab und zu sehr verlegen.

 

"Ich weiß...", begann ich ihm zuzuflüstern: "...was du für mich empfindest... ich konnte das Gefühl, mit deinem Blut in mich aufnehmen. Aber ich hab ein bisschen Angst es zuzulassen... weil ich es so nicht kenne. Es kribbelt ziemlich in meinem Bauch und auch deine Umarmung hat sich schön angefühlt.", gestand ich ihm direkt und sehr offen, senkte aber dabei meinen Blick wieder ein wenig.

 

*-*-*

 

Ein wenig schmunzeln musste ich nun schon, da Adrian anscheinend noch nie mit so etwas konfrontiert wurde. Er wirkte sehr verlegen und schüchtern, was aber auch total niedlich war.

 

Sanft strich ich mit der Hand über seine Wange und wagte es sogar mit meiner Nase, die seine anzustupsen. Meine Hand zitterte vor Nervosität und Unsicherheit machte sich bei mir breit.

 

Ich fand es schön, dass Adrian so offen zu mir war und genau deshalb wollte ich es einfach wagen.

 

Meine zitternde Hand legte sich an sein Kinn und zwang ihn so, mir direkt in die Augen zu sehen.

 

Ganz zaghaft und sehr liebevoll legte ich kurz meine Lippen auf die seinen, die sich so unvorstellbar weich anfühlten. Doch zog ich mich im nächsten Moment auch schon wieder zurück, da ich ihn zu nichts drängen wollte.

 

''Und wie war das?'', fragte ich dann voller Erwartung.

 

*-*-*

 

Herrje... fiel es mir schwer in diese wahnsinnig schönen Augen von Honey zu schauen, als er meinen Kopf mit seiner Hand ein wenig hob und ich ihm nun in die Augen sehen musste.

 

Ich spürte wie seine Hand ein wenig zitterte, dann küsste er mich und ich konnte nicht anders als diesen sanften... so liebevollen, kurzen Kuss zu erwidern.

 

Auf seine Frage hin musste ich nicht lange überlegen und antwortete leise:

 

"Es war... total schön... ja, es hat sich schön angefühlt... noch ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber voll schön."

 

Noch immer sehr schüchtern senkte ich meinen Blick und fügte fragend hinzu:

 

"Können wir das noch mal tun?", musste aber direkt grinsen und sah ihm dann verschmitzt in die Augen.

 

Irgendwie war mir grad so, dass ich grinsen musste, pikste ihm dann etwas verspielt, aber leicht in den Bauch und nahm dann reißaus.

 

Jetzt begann ich richtig zu kichern.

 

*-*-*

 

Es tat mir gut Adrian so zu sehen und ich machte sein Spiel mit. Lachte, als er mich in die Seite pikste und versuchte ihn zu fangen.

 

''Du bekommst noch mehr davon, wenn ich dich erst mal habe'', scherzte ich.

 

Wobei ich schon vorhatte ihn zu küssen, wenn ich ihn erwischte. Aber nur, wenn er das auch wirklich wollte.

 

Spielerisch jagte ich hinter ihm her, wobei ich so tat als würde ich ihn fangen wollen. Ich hätte ihn direkt schnappen können, aber das wäre viel zu einfach gewesen. Eine Weile ließ ich ihn, dann schnitt ich ihm doch den Weg ab, schlang meinen Arm um ihn und landete mit ihm auf dem Bett.

 

Er lag nun unter mir und ich halb auf ihn, ein Bein zwischen seine Beiden.

 

Dabei musste ich lachen. Es war so lange her, wo ich ausgelassen gelacht hatte. Das tat richtig gut.

 

Liebevoll streichelte ich nun über Adrians Wange und legte sanft meine Lippen auf die seinen.

 

Dieses mal ließ ich den Kuss ein wenig länger dauern. Beherrschte mich aber und ließ meine Zunge noch brav in meinem Mund.

 

*-*-*

 

Als wir nun so auf dem Bett landeten, sah ich Honey überrascht und noch etwas verlegen an.

 

Es fühlte sich seltsam an, dass er so halb auf mir lag, doch als er mich küsste, erwiderte ich den Kuss und schloss dabei genießend die Augen.

 

Sein Bein zwischen meinen Beinen, fühlte sich merkwürdig an... irgendetwas regte sich in mir...

 

Noch immer Honeys Leidenschaft in mir spürend, folgte ich dem Gefühl, das mich überfiel, öffnete zaghaft meinen Mund und strich sanft ...zögernd über seine Lippen.

 

Meine Hände machten sich derweil selbstständig und wanderten streichelnd über seinen Körper.

 

War das Liebe, die ich da spürte?

 

Noch immer kribbelte es, wie verrückt in meinem Bauch... als wollte es gar nicht mehr aufhören. Aber es fühlte sich gut an... zu gut, um es ignorieren zu können.

 

*-*-*

 

Adrian überraschte mich ein wenig, doch nur zu gerne erwiderte ich den Kuss und ließ seine Zunge in meinen Mund, die auch gleich von meiner vorsichtig begrüßt wurde.

 

Seine Hände machten mich an und ich versuchte meine nicht zu hektisch über seinen Körper wandern zu lassen. Am Liebsten wäre ich direkt über ihn hergefallen, doch dafür war es definitiv noch viel zu früh.

 

Ich genoss es sehr, was er tat. Trotzdem löste ich den Kuss nach einer Weile und schaute Adrian einfach nur Lächelnd an.

 

Er hatte wirklich wunderschöne Augen, in denen man hätte versinken können. Liebevoll streichelten meine Finger derweil seine Brust und auch ein paar Haarsträhnen aus seinem Gesicht.

 

''Alles klar?'', fragte ich zaghaft nach. Schließlich wollte ich sicher gehen, dass es ihm auch gefiel, was wir hier taten.

 

Ein liebevollen Kuss setzten ich noch auf seine Stirn, dann musste ich doch noch etwas loswerden.

 

''Wenn es dir recht ist, machen wir es erst mal so, dass ich dich nicht mehr aufs Blutsaugen anspreche. Aber nur wenn du mir versprichst, von dir aus zu mir zu kommen. Ich habe durchaus bemerkt, wie sehr es dich stört. Deshalb würde ich dir das so vorschlagen'', sagte ich zu ihm.

 

Dabei konnten meine Finger gar nicht genug von seinen Haaren bekommen und spielten ein wenig darin herum. Meine andere Hand neckte ihn ein wenig und versuchte herauszufinden, wo er am kitzeligsten war.

 

*-*-*

 

Oh je, wie sollte ich mich verhalten?

 

Er ließ seine Hände auch zärtlich über meinen Körper wandern und es fühlte sich einfach nur einmalig an.

 

Dann noch dazu dieser heiße und innige Kuss... all das ließ in mir Gefühle aufkommen, die ich nicht beschreiben konnte.

 

Seinen Blick versuchte ich zu erwidern, ihm stand zu halten, aber ich vermochte es nicht so ganz... zu verlegen und schüchtern war ich noch.

 

Ich nickte dennoch, auf seine Frage hin.

 

"Ja, alles okay. Es fühlt sich toll an... nur weiß ich grad nicht, wie ich mit diesen neuen Gefühlen umgehen soll.", erwiderte ich ehrlich.

 

Alles was er mit mir tat genoss ich sehr und bekam eigentlich kaum genug davon. Doch das konnte ich ihm noch nicht so wirklich sagen... traute es mich nicht.

 

Aber als er das Bluttrinken ansprach wurde ich wieder ernst und sah ihn an.

 

"Du weißt, dass ich das nicht so kann. Ich ekle mich vor Blut... obwohl ich weiß, dass ich es brauche. Aber okay, ich... kanns versuchen... danke.", willigte ich ein wenig widerwillig ein.

 

Irgendwie fühlte ich mich grad hin und her gerissen. Einerseits von Ernst des Vampirlebens übermannt, andererseits von den vielen Gefühlen und nun neckte mich Honey auch noch, so dass ich laut lachen und kichern musste.

 

"Nein... hör auf... manno... ich bin doch so kitzlig...", verriet ich mich.

 

*-*-*

 

Ich kitzelte ihn weiter, weil ich vom Ernsten weg wollte. Dann leckte ich genießerisch über seinen Hals. Einfach so!

 

Es war ein tolles Gefühl und ich musste mich wirklich beherrschen.

 

Dann kitzelte ich ihn noch ein wenig, bevor ich von ihm abließ.

 

''Vielleicht sollten wir noch schauen gehen, was die anderen machen'', sagte ich dann. Immerhin hatte ich wirklich Schwierigkeiten mich zu beherrschen, wenn er so dicht bei mir lag.

 

Ein wenig Ablenkung wäre jetzt genau das richtige. Außerdem wollte Marius mir noch zeigen, worauf ich bei der Jagd achten musste.

 

Sicherlich würden wir die Beiden stören, aber sie mussten damit in der Nacht rechnen. Immerhin wohnten wir auch hier mit in der Villa.

 

Obwohl ich nun schon davon träumte mir mit Adrian irgendwann etwas eigenes zuzulegen. Doch dafür war es jetzt noch viel zu früh. Aber ein wenig Träumen durfte man wohl, oder?

 

*-*-*

 

Noch immer lachend merkte ich, dass Honey meinen Hals ein wenig leckte und mir damit eine mächtige Gänsehaut bescherte.

 

Dann jedoch, ließ er plötzlich von mir ab und ich wunderte mich nun schon ein wenig.

 

Hatte ich etwas falsch gemacht?

 

Hatte ich mich vielleicht falsch verhalten?

 

Wieder mit einem ernsten Gesichtsausdruck stand ich nun auf und gab vor:

 

"Ich werde mich jetzt mal mit der Jagd beschäftigen.", zupfte meine Kleidung zurecht und kämmte noch meine langen silbernen lockigen Haare... dann verließ ich das Zimmer.

 

Wieder war ich nachdenklich geworden und wollte nur noch das Haus verlassen.

 

Ich hatte vielleicht wirklich einen Fehler begangen und mich ihm fast hingegeben.

 

Noch einmal wollte ich keinen Fehler machen und würde auch keine eigene Initiative mehr zeigen. Nicht noch einmal...

 

So machte ich mich auf den Weg hinaus in die finstere Nacht... rannte aus dem Haus... vorbei an dem kleinen Menschenjungen, der Familie, dieses Hauses.

 

Auf Marius wollte ich derzeit nicht unbedingt treffen. Ich musste einfach nachdenken.

 

Und doch wurde ich dieses verdammte Gefühl einfach nicht los... diese verdammte Kribbeln... es ließ mich einfach nicht mehr los.

 

Irgendwo im dunklen Wald setzte ich mich an einen Baum und dachte, mit Tränen in den Augen, nach.

 

Ich verstand einfach nicht, was mit ihm los war....

 

*-*-*

 

Na Toll, das hatte ich nun wirklich nicht gewollt. Aber ich wollte ihn auch nicht überfordern oder gar über ihn herfallen.

 

Für einen Moment setzte ich mich aufs Bett und dachte nach. Dann stand ich auf und ging rüber zu Marius Zimmer, um dort anzuklopfen.

 

Sicher wusste ich, dass ich stören würde. Doch da ich beide bereits Nackt gesehen hatte, machte mir das nichts aus.

 

Es dauerte eine Weile, bis Luzifer mir die Tür öffnete. Er hatte sich eine Decke um die Hüften gebunden. Also lag ich ganz richtig damit, dass ich stören würde.

 

Trotzdem ließ er mich herein und ich bedankte mich, nickte auch Marius zu.

 

Anschließend erzählte ich, nachdem ich mich ganz ungeniert zu den Beiden aufs Bett gesetzt hatte, alles seelenruhig was geschehen war. Es war schon sehr eigenartig, dass Adrian auf die Jagd gehen wollte.

 

Irgendwie erhoffte ich mir einen Rat, wie ich mich verhalten sollte. Na ja, und vielleicht würde Marius auch mal mit seinem Bruder reden.

 

*-*-*

 

Als Honey das Zimmer betrat, war Marius aufgestanden und hatte sich schnell eine Shorts angezogen.

 

Ein wenig verärgert war er nun schon, dass Honey ihn und Luzifer störte.... tze... konnte der seine Probleme nicht allein lösen....?!

 

Er selbst setzte sich in den bequemen Sessel am Fenster und hörte sich an was Honey bedrückte … nickte ab und zu bedächtig.

 

Marius begann nun aber zu grinsen, als er hörte, dass sein Bruder auf die Jagd gehen wollte.

 

"Sag mal, Honey, willst du mich auf den Arm nehmen, oder was?! Wenn Adrian auf die Jagd gegangen ist, bin ich ab sofort kein Vampir mehr. Niemals würde der auf die Jagd gehen... der ist doch nur wieder vor seinen Problemen weggelaufen.

 

Und irgendwas an deinem Verhalten scheint ihm ja wohl nicht gepasst zu haben. Denk mal drüber nach. Ich mein, erst machst du ihn an, wie du erzählst und dann ziehst du dich zurück, ohne ihm zu erklären, warum du das tust. Was soll er denn da denken, hm?!

 

Der denkt doch garantiert wieder, dass er was verkehrt gemacht hat. Der sitzt jetzt wahrscheinlich irgendwo da draußen, heult und macht sich mal wieder 'nen Kopf. Er hatte, soweit ich weiß, noch nie eine Beziehung und weiß wahrscheinlich nicht wie er sich verhalten soll... du bist also der Erste.

 

Außerdem solltet ihr eure Probleme nun wirklich langsam mal allein lösen und in den Griff kriegen. Ihr seid doch alt genug, oder?!

 

Hör mal, Honey... Adrian hätte niemals ein Vampir werden dürfen... aber das weiß ich auch erst jetzt... und leider zu spät.

 

Ich kenne ihn eigentlich gar nicht. Denn als er geboren wurde, war ich längst nicht mehr Teil dieser Familie. Er hasst mich zudem, weil ich ihm seinen Wunsch erfüllte. Und du kannst mir glauben, ich wünschte wirklich, ich hätte es nicht getan.

 

Es würde nichts bringen, würde ich versuchen mit ihm zu reden. Er ist ein Sensibelchen und würde ich versuchen mit ihm so zu reden, wie ich es normalerweise tue... kannst du sicher sein, dass er sich bei nächster Gelegenheit der Sonne aussetzt und sich selbst vernichtet."

 

Marius machte eine gedankliche Pause und sprach dann weiter:

 

"Ich bin kein Kuschelvampir und normalerweise gehe ich sehr hart und streng mit meinen Geschöpfen um. Das kann ich aber nicht mit Adrian tun. Adrian ist zu sensibel um ein Vampir zu sein. Er wird niemals töten.... eher würde er verhungern, als jemanden zu töten.

 

Außerdem habe ich längst bemerkt, dass er eher auf dich, als auf mich hört. Sorry, aber ich kann dir da echt nicht weiter helfen, denn ich kenne ihn zudem kaum.

 

Verstehst du mich ein wenig?", beendete Marius seine Überlegungen und sah Honey sehr ernst an.

 

 

Boah, es war verdammt kalt hier draußen, aber die Kälte tat mir gut und so legte ich mich auf den kalten feuchten Waldboden, kauerte mich, zitternd vor Kälte, zusammen und schloss die Augen.

 

Ich dachte an Honey, Marius und Luzifer, während die Tränen an meinem Gesicht herabliefen und leise, einsam zu Boden tropften.

 

Ich hatte Hunger, aber ich konnte mich nicht überwinden ein Lebewesen zu töten... nein, das ging gar nicht.

 

Nur noch ein paar Stunden, dann würde die Sonne diesen Platz hier erhellen, dennoch blieb ich liegen... konnte mich einfach nicht mehr erheben...

 

*-*-*

 

Nach dieser Standpauke konnte ich noch kaum etwas erwidern.

 

''Ja, ich verstehe'', sagte ich nur und fügte noch hinzu, ''Dann werde ich ihn mal suchen gehen. Tut mir Leid, dass ich gestört habe.''

 

Sicher verstand ich Marius, doch war ich auch ein wenig verärgert, dass er sich der Verantwortung entzog. Vermutlich hatte ich nur gestört und er wollte nun lieber mit Luzifer alleine sein.

 

Also verließ ich die Villa und versuchte Adrian ausfindig zu machen. Einen Moment brauchte ich schon, musste mich erst richtig konzentrieren. Aber dann spürte ich seine Anwesenheit.

 

Auf den Weg zu ihm, stärkte ich mich noch einmal, denn ich war mir sicher, er würde Hunger haben.

 

Als ich ihn erreichte, konnte ich kaum ertragen, wie er so dalag.

 

''Adrian. Bitte steh auf, du machst dich doch ganz schmutzig'', sagte ich ruhig zu ihm.

 

Dann kam ich ihm jedoch zuvor und zog ihn hoch zu mir. Vorsichtig nahm ich ihn in die Arme und drückte ihn an mich.

 

''Es tut mir leid! Ich dachte, es wäre besser sich Zeit zu lassen mit den Zärtlichkeiten. Nur zu gerne hätte ich das fortgesetzt, doch dachte ich, es würde dir vielleicht zu schnell gehen. Bitte, glaube mir, du hast nichts falsch gemacht.

 

Wohl eher ich, weil ich nichts gesagt habe'', versuchte ich zu erklären, wobei ich wieder seine Haare beiseite strich und ihm direkt in die Augen sah. Dann wischte ich liebevoll seine Tränen beiseite und küsste seine Stirn.

 

''Ich liebe dich!'', kam es dann etwas zögernd von mir. Ein wenig Angst hatte ich schon, dass er dazu nichts sagen würde. Aber ich musste es ihm so genau sagen, weil ich es auch so fühlte.

 

 

Luzifer schaute Marius erstaunt an, nachdem Honey gegangen war.

 

''Das war aber sehr deutlich'', sagte er zu Marius und musste dabei grinsen. Denn er hätte es vermutlich genauso gemacht.

 

*-*-*

 

"Na ja, ist doch wahr!", erwiderte Marius und grinste Luzifer ebenfalls an.

 

"Niemand weiß besser als du, wie ich meine Geschöpfe behandle, nicht wahr? Ich musste es ihm so sagen und es stimmt ja auch, dass Adrian nicht auf mich hört. Er ist einerseits sehr sensibel, aber auch ziemlich rebellisch.

 

Der würde niemals tun, was ich ihm sage.... außer ich würde ihn zwingen... aber dann... würde ich meinen Bruder verlieren... könnte ihn dann auch genauso gut töten... das wäre das selbe. Honey muss einfach versuchen allein mit dem Kleinen klarzukommen.

 

Natürlich werde ich dennoch immer ein Auge auf mein Brüderchen haben und ich werde nicht zulassen, dass er sich was antut.", predigte Marius noch ein wenig, dann aber sah er Luzifer an und lächelte.

 

"Und was machen wir zwei jetzt, hm?", fragte er ihn verführerisch grinsend, während er aufstand und langsam, geschmeidig wie eine Raubkatze, auf das Bett zuging, zu seinem Liebling.

 

 

Ich zitterte am ganzen Körper vor Kälte, als ich plötzlich eine wohlbekannte Stimme vernahm und gleich darauf spürte, wie ich vorsichtig hochgezogen wurde, jedoch konnte ich seinem Blick... Honeys Blick... nicht wirklich standhalten.... diese wunderschönen Augen sie machten mich verlegen... fast schon wahnsinnig.

 

"Honey.", hauchte ich leise, noch immer weinend... lehnte mich an ihn... krallte mich an ihm fest und quälte seine Kleidung, mit meinen Händen, ein wenig.

 

Blutgeruch lag in der Luft... der definitiv von Honey ausging. Er schien sich vorher noch gestärkt zu haben. Den Vampir in mir zog dieser Duft magisch an, denn ich hatte Hunger... großen Hunger!

 

Allerdings hörte ich erst mal zu, was er mir erklärte und verstand nun seine Reaktion.

 

"Ich verstehe dich.", erwiderte ich auf seine Erklärung. "Es tut mir leid, dass ich davon gelaufen bin.", fügte ich flüsternd hinzu und schmiegte mich noch etwas enger an ihn.

 

Aber jetzt machten mich der Blutgeruch und der Blutdurst fast wahnsinnig... wie von selbst begann ich zärtlich über eine kleine Stelle an seinem Hals zu lecken... konnte mich kaum mehr zusammennehmen.

 

Schließlich spürte ich seine Schlagader auf, ließ meine Zähne sacht hinein gleiten und begann sanft an ihm zu saugen. Diesmal hörte ich allerdings nicht so schnell wieder auf und saugte viel von ihm... viel zu ausgehungert war ich nun.

 

Wenig später war ich schließlich gesättigt und ließ von ihm ab.

 

Liebevoll sah ich ihn an und küsste ihn zärtlich auf die so weichen Lippen.

 

"Danke.", hauchte ich ihm sanft zu.

 

"Ich glaube... ich... liebe dich auch.", gestand ich ihm, senkte dann aber schüchtern meinen Blick, als hätte ich etwas verbotenes gesagt.

 

*-*-*

 

Ich hatte nun mit Tränen der Freude zu kämpfen, als ich hörte, was Adrian mir sagte. Außerdem war er von selbst auf mich zugekommen und hatte mein Blut getrunken.

 

Auch wenn es hart an der Grenze war und mir ein wenig schwindelig wurde, war ich sehr als froh. Auf dem Rückweg würde ich mir eben noch ein oder zwei Opfer suchen müssen, damit es mir wieder gut ging.

 

Liebevoll hob ich sein Kinn mit meiner Hand an und küsste ihn nun leidenschaftlich. Dabei ließ ich meine Zunge an seinen Lippen um Einlass bitten.

 

Adrian sollte wissen, dass es völlig okay war. Irgendwie musste ich aber ein wenig bei ihm halt suchen und stützte mich gegen ihn.

 

Er war eindeutig zu gierig gewesen, aber das würde ich ihm kaum sagen, sonst bestünde womöglich die Gefahr, dass er es nie wieder tut.

 

 

Luzifer grinste Marius an, der hier die Raubkatze mimte.

 

''Na, komm Kätzchen, mir fällt da schon was ein'', lachte Luzifer.

 

Dann zog er Marius wild aufs Bett und leckte über dessen Oberkörper, während seine langen Fingernägel Spuren auf Marius Bauch hinterließen.

 

Gierig leckte er dann das austretende Blut weg und beobachtete Marius' Reaktion darauf.

 

*-*-*

 

Spät, aber nicht zu spät, merkte ich, dass ich wohl zu viel von Honeys Blut erwischt hatte und es tat mir leid.

 

Nachdem ich seinen leidenschaftlichen Kuss feurig, und mit geschlossenen Augen, erwidert hatte... eigentlich kaum genug von ihm bekam... stützte ich ihn, denn nun wollte ich ihm helfen, auch wenn ich noch etwas vor Kälte zitterte und noch ein wenig schwach war.

 

Ganz langsam gingen wir durch den Wald, erreichten den Ausgang und somit einen etwas kleineren Ort. In einem kleinen, aber sehr schönen Park, ließ ich Honey sich auf eine Bank setzen, da ich merkte, dass es ihm nicht so gut ging.

 

Dann ging ich... auf die Jagd....

 

Ich musste ihm helfen, ob ich wollte oder nicht... ich überwand mich und hoffte, dass ich es wirklich konnte und nicht versagte.

 

Nach einigem hin und her schnappte ich mir einen jungen Mann... hypnotisierte ihn und brachte ihn dann zu Honey.

 

Es tut mir leid, verzeih mir., dachte ich noch und wusste, dass ich nicht würde hinsehen können, wenn Honey, den Mann tötete.

 

"Hier... stärke dich erst mal, okay.", flüsterte ich ihm zu, dann ging ich auf Abstand, wand mich ab.... wollte nicht zusehen, wie er diesen Mann aussaugte und damit tötete.

 

Ich versuchte mich auf die Bäume und den schönen Nachthimmel zu konzentrieren... was mir unglaublich schwer fiel... denn der Gedanke, dass da hinter mir gleich ein Mensch sterben würde... machte mich fertig und mir ein schlechtes Gewissen.

 

Aber ich wusste natürlich, dass Honey es brauchte, also nahm ich mich zusammen.

 

 

Einer Katze gleich.... fauchend.... erregte es Marius, was Luzifer mit ihm tat. Er drückte seinen Kopf ins Kissen.... stöhnte erregt auf. Er brauchte den Schmerz.... der Schmerz erregte ihn sehr.

 

"Mehr....", stöhnte er leise.... darauf wartend, dass Luzifer ihm richtig Schmerzen zufügte.

 

Sein sadistischer Drang nach Schmerzen... war schon fast krankhaft.... ja, pervers... jedoch tat er anderen so was niemals an. Na ja, außer man wollte es...

 

*-*-*

 

Nur zu gerne wollte Luzifer Marius mehr davon geben. Jetzt kratzte er etwas fester mit seinen Fingernägeln über Marius Bauch, während seine Zunge das hervortretende Blut gierig ableckte.

 

Dann biss er ihn noch in die Seite und leckte dort das Blut weg.

 

Luzifer gefiel dieses Spiel ebenfalls sehr. Langsan legte er sich auf Marius, wobei er jedes kleines Fleckchen mit Küssen übersähte, als wolle er um Verzeihung bitten, dass er ihm wehgetan hatte.

 

Ein Bein drängte sich zwischen Marius, während er anfing ihn zu küssen und an dessen Lippen zu knabbern, bis auch dort ein wenig Blut floss.

 

Eine innere Hitze der Erregung stieg in Luzifer auf und er presste seinen Unterleib gegen Marius'.

 

 

Ich war so unglaublich dankbar, dass Adrian mir ein Opfer brachte. Durchaus konnte ich mir vorstellen, wie schwer das für ihn sein musste.

 

Erst als er weit genug weg war und sich abgewandt hatte, tötete ich es lautlos und trank es bis auf den letzten Tropfen leer.

 

Gestärkt und voller neuer Kraft ging ich rüber zu Adrian.

 

''Danke'', hauchte ich und drückte ihn kurz.

 

''Wollen wir denn nun langsam heim? Der Tag bricht bald an und ich denke wir sollten beide schlafen! Wenn ich darf würde ich auch gerne bei dir schlafen'', sagte ich zu Adrian und küsste mal wieder seine Stirn, nachdem ich seine Haare beiseite gestrichen hatte.

 

*-*-*

 

Nicht mehr ganz Herr seiner Sinne stöhnte und fauchte Marius vor Lust und Schmerz vollkommen erregt auf. Das was Luzifer mit ihm tat ließ ihn fast wahnsinnig werden und trieb ihn unaufhaltsam dem "Abgrund" entgegen.

 

Sein Körper zitterte vor lustvoller Qual, sein Herz raste.... sein Kopf drückte sich in die Kissen... sein Unterleib versuchte sich Luzifer entgegen zu heben, was ihm aber nicht möglich war, da sein Liebling auf ihm lag sich gegen ihn drückte.

 

Seine Hände krallten sich hilfesuchend mal in das Bettlaken und mal krallten sie sich in die weiche Haut seines Liebsten, während sich seine Augen genussvoll geschlossen hatten.

 

Er spürte die Schmerzen.... spürte auch wie Luzifer sein Blut leckte und verbrannte dabei im höllischen Feuer der ungezügelten Leidenschaft.

 

"Nimm mich... biiiitteee....", stöhnte er völlig erregt und fast wahnsinnig vor Lust.

 

 

"Ist schon okay... irgendwie musste ich dir doch helfen.", erwiderte ich, mit einem dicken Kloß im Hals... mich am Tod dieses Opfers schuldig fühlend und genoss doch Honeys kurze Umarmung.

 

Auf seinen Vorschlag hin nickte ich einwilligend.

 

"Gut, gehen wir heim. Ich bin ziemlich fertig.", sagte ich im ruhigen Ton: "Einverstanden, du kannst bei mir schlafen, wenn du magst."

 

Anschließend machte ich mich mit Honey zusammen auf den Weg zurück zur Villa. Dort angekommen, gingen wir in mein Zimmer, hinter uns die Tür schließend.

 

Zunächst stand ich nun doch etwas verloren in meinem Zimmer, nicht wissend, was ich nun tun sollte.

 

Sollte ich erst duschen und mich pflegen, oder sollte ich mich am besten so, wie ich war, ins Bett legen... nein, das hätte dann doch zu merkwürdig ausgesehen.

 

Wieder machte sich ein wenig Unsicherheit in mir breit.

 

"Ich geh jetzt erst mal duschen.", kündigte ich Honey an.

 

Ich hatte beschlossen doch lieber erst mal das Bad aufzusuchen, was ich dann auch direkt tat.

 

Ich zog mich im Bad aus, betrat die Duscheinheit, drehte das warme Wasser auf und ließ es genießend über meinen noch immer, vor Kälte zitternden, Körper rieseln, während ich mich an der Wand vor mir, mit den Händen abstützte und meinen Kopf leicht hängen ließ.

 

*-*-*

 

Adrian war duschen gegangen und so ging ich schon mal in mein Zimmer, um mir frische Unterwäsche zu holen. Ich hoffte, dass es okay war, dass ich nur in Shorts schlafen würde.

 

Wenn Adrian fertig im Bad wär, würde ich ebenfalls duschen gehen. Doch irgendwie war ich total nervös. Ob ich meine Finger bei mir behalten könnte?

 

Wie ein Tiger ging ich vor dem Bad auf und ab. Spielte mit dem Gedanken einfach hinein zu gehen. Ließ es dann aber doch bleiben.

 

 

Luzifer hatte Marius unterdessen wieder entkleidet und bearbeitete nun ausgiebig seinen Unterleib. Vorne rieb er seine Männlichkeit, während er seine Hüften angehoben hatte, um sein Loch zu lecken.

 

Er nahm sich Zeit und bereitete Marius gut vor, wobei er ihn auch noch ein wenig zappeln lassen wollte.

 

Doch nach einer Weile hielt er es selber nicht mehr aus und legte sich zwischen Marius Beine, während seine eigene Männlichkeit, wie von selbst in das heiße Loch schob.

 

Ein leises Brummen kam über Luzifers Lippen und er genoss dieses Gefühl, einfach nur in Marius zu sein.

 

*-*-*

 

Nachdem mich durch das warme Wasser hatte berieseln lassen, ging es mir schon sehr viel besser. Nun begann ich mich einzuseifen, spülte alles ab und pflegte mich anschließend.

 

Der Duscheinheit entstiegen, trocknete ich mich ab, zog mir nur eine Shorts an und verließ dann das Bad, um gleich darauf auf Honey zu treffen.

 

Ein wenig lächelnd sah ich ihn an und meinte trocken:

 

"Das Bad ist frei... wenn du magst... kannst du dich jetzt frisch machen."

 

Dann ging ich zunächst ans Fenster, sah ein wenig hinaus.... es dämmerte bereits.... dann legte ich mich aber ins Bett, deckte mich zu uns schloss ein wenig die Augen, ohne aber direkt einzuschlafen.

 

 

Während Luzifer ihn lustvoll bearbeitete, wusste Marius nicht mehr ob er im Himmel oder der Hölle war.... seinem Gefühl nach, verbrannte er gerade im Feuer der Liebe.

 

Er wand sich unter ihm... während die lustvolle Qual.... zu einer Pein wurde. Luzifer bereitete ihn vor.... hielt ihn hin... ließ ihn zappeln und er stöhnte... fauchte.... konnte sich nicht mehr wirklich zusammennehmen.

 

Sein Körper zitterte, bebte... vor Erregung, denn das hier war das Beste, was er je erlebt hatte.

 

Endlich drang Luzifer in ihn ein und Marius stöhnte laut auf.... hob sich seinem Liebsten entgegen... wollte ihn noch tiefer in sich haben.... genoss dieses Gefühl... die Schmerzen, die Luzifers Eindringen in ihn verursacht hatten... als wäre es das was er so dringend brauchte... wie die Luft zum Atmen.

 

*-*-*

 

Luzifer trieb sich immer schneller in Marius hinein und wurde immer wilder. Fing auch an ihn dabei zu küssen.

 

Er war schon sehr erregt und merkte, dass er es nicht allzu lange aushalten würde. Dann griff er zwischen sich und Marius und fing an dessen Männlichkeit zu bearbeiten, im gleichen Rhythmus wie er sich in ihn schob.

 

''Ich liebe dich'', hauchte Luzifer in den Kuss hinein und genoss das was sie taten in vollen Zügen.

 

 

Nachdem Adrian mir so leicht bekleidet entgegenkam, huschte ich schnell ins Bad. Nein, ich würde definitiv meine Hände nicht bei mir behalten können. Adrian war viel zu sexy und das alles war eine blöde Idee.

 

Ich duschte erst mal kalt, um mich etwas abzuregen. Danach duschte ich normal und pflegte mich ebenfalls gründlich. Anschließend trocknete ich mich ab und zog mir meine Shorts über.

 

Dann ging ich zurück ins Adrians Zimmer und schloss die Vorhänge, bevor ich mich zu ihm ins Bett legte und unter seine Decke huschte.

 

Natürlich berührte ich ihn aus Versehen und ich war hin und hergerissen, ob ich mich beherrschen könnte.

 

*-*-*

 

Marius erwiderte die Küsse seines Lieblings und hauchte stöhnend in den Kuss hinein:

 

"Ich liebe dich auch.", dann konnte er sich wirklich nicht mehr beherrschen... sprang über die Klippe und erreichte sehr laut stöhnend seinen Höhepunkt, während er sich noch immer unter Luzifer, wie eine Schlange, wand.

 

Mit geschlossenen Augen, genoss er sichtlich das Nachglimmen, seines Höhepunktes, umklammerte dabei Luzifer mit seinen Beinen, damit er sich nicht aus ihm zurückziehen konnte.... er wollte ihn doch so lange wie möglich in sich spüren...

 

 

Eine leichte flüchtige Berührung spürend schlug ich die Augen auf, sah Honey neben mir lieben... der mich anscheinend berührt hatte.

 

Diese so leichte Berührung fühlte sich so.... toll an.... so elektrisierend, so dass ich mich scheu... zu ihm umdrehte. Ich lag auf der Seite und begann zögernd ihn zu berühren, was nur ein Hauch von Zärtlichkeit war.... und noch sehr zaghaft.

 

Sanft küsste ich ihn und sah ihn gleich darauf sehr schüchtern an.... senkte dann meinen Blick und spürte wie mein Gesicht zu glühen begann.

 

*-*-*

 

Da traute sich Adrian aber etwas und wusste gar nicht, was er damit ins rollen brachte. Liebevoll hob ich mal wieder sein Kinn an und schaute ihm direkt in die Augen. Anschließend küsste ich ihn, strich sanft mit meiner Zunge über seine Lippen.

 

Dabei machten sich meine Hände selbstständig und streichelten Adrians Brust zärtlich. Seine leichten Berührungen machten mich wahnsinnig.

 

Meine Männlichkeit stand wie auf Knopfdruck und ich konnte nichts dagegen tun. Dieses mal war es nicht nur die Lust allein, sondern wahrhaftig Liebe!

 

 

Luzifer konnte sich nun auch nicht mehr zusammennehmen und kam laut fauchend in Marius. Die entstandene Enge hatte ihm den Rest gegeben und er ließ keuchend seinen Kopf auf Marius Brust nieder.

 

Da dieser ihn fest umklammert hielt, blieb er noch einen Moment in ihm und genoss ebenfalls das Nachglimmen des Orgasmus.

 

*-*-*

 

Honey sanften Kuss erwiderte ich sofort, öffnete meinen Mund und hieß seine Zunge willkommen. Sogleich verwickelte ich seine Zunge in einen kleinen spielerischen Kampf.... den wohl keiner von uns gewinnen würde.

 

Ich genoss seine Streicheleinheiten in vollen Zügen, die er mir angedeihen ließ und schloss einen Moment die Augen. Aber auch ich war nicht ganz untätig und schickte meine Hände über seinen Körper auf Wanderschaft... streichelte ihn zärtlich... liebevoll.

 

Doch weiter getraute ich mich noch nicht zu gehen.... wusste nicht, wie ich was tun konnte... sollte... was richtig und was falsch sein konnte.

 

Ich spürte nun auch einen gewissen angenehmen leichten Druck unter meiner Gürtellinie....

 

 

Liebevoll hielt Marius seinen Liebling fest, küsste ihn sanft und voller Zärtlichkeit. Er streichelte, liebkoste ihn und hauchte ihm, noch ein wenig atemlos, zu:

 

"Ich liebe dich so sehr.", dann befreite er Luzifer aus seiner Umklammerung und lächelte ihn lieb an.

 

*-*-*

 

''Ich liebe dich viel mehr!'', grinste Luzifer und entzog sich vorsichtig aus Marius.

 

Dann stand er auf und holte einen Waschlappen, womit er erst Marius, dann sich säuberte.

 

Anschließend schloss er die Vorhänge und kuschelte sich zu Marius unter die Decke.

 

''Lass uns morgen duschen, jetzt will ich nur noch deine Nähe spüren und einschlafen!'', sagte Luzifer noch, bevor er sich eng an Marius schmiegte.

 

 

Ich dachte die ganze Zeit nur, dass ich mich zusammenreißen müsste, doch Adrian küsste mich so, als wollte er mehr.

 

Sanft nahm ich seine Hände und zeigte ihm, wie und wo er mich berühren musste. Dann tat ich das selbe bei ihm.

 

Er würde sich bestimmt bemerkbar machen, wenn es zu weit ging. Von mir aus würde ich dieses mal nicht vorschnell aufhören.

 

*-*-*

 

Marius nickte zustimmend und war dankbar, dass Luzifer ihn so lieb gesäubert hatte.

 

Natürlich hatte er nichts dagegen, erst morgen zu duschen und jetzt viel lieber mit seinem Liebling zu kuscheln und auch dessen Nähe zu genießen.

 

"Okay, lass uns kuscheln und ein wenig schlafen, mein Süßer.", flüsterte Marius Luzifer zu, dann schloss er die Augen, kuschelte sich ebenfalls an ihn heran und hatte nicht vor ihn in nächster Zeit vorschnell wieder loszulassen.

 

Niemals mehr würde er noch einmal mit jemand anderem was anfangen, dafür liebte er Luzifer zu sehr... von jetzt an wäre er treu.

 

 

Ein wenig seltsam fühlte es sich schon an, als Honey meine Hand an die Stellen führte, wo er es augenscheinlich gern hatte. So kam meine Hand auch an seiner Männlichkeit an, wo ich sanft aber sehr zaghaft drüber strich.

 

Als er dann auch meine Männlichkeit und andere Stellen meines Körpers berührte, begann mein Körper leicht zu zittern, mein Herz begann auch ein wenig zu rasen.... mein Pulsschlag erhöhte sich ebenfalls.

 

Ich küsste ihn währenddessen weiter... auch wenn ich noch sehr unsicher und etwas unbeholfen war.

 

*-*-*

 

In mir tobte die Erregung und ich musste mich sehr zusammenreißen. Adrian hatte noch keine Erfahrungen und er sollte schließlich keinen Schreck bekommen.

 

Ich fragte mich, wie weit ich wohl gehen dürfte und entschied mich dafür es nicht zu weit zu treiben.

 

Liebevoll fing ich an seine Männlichkeit zu massieren und dabei war ich mir sicher, dass er nicht allzu lange brauchen würde. Doch auch ich war mehr als heiß und liebkoste zwischen den Küssen immer wieder Adrian Hals.

 

Eine Hitze der Lust stieg in mir auf und je mehr er mich berührte, um so heißer wurde ich. Lange würde ich das Spiel nicht mehr aushalten. Denn auch wenn seine Hand noch etwas unbeholfen war, war es dennoch seine Hand, die mich berührte.

 

Allein schon der Gedanke genügte!

 

*-*-*

 

Diese Gefühle, die ich nun zu spüren bekam, ließen mich erregt aufstöhnen... ließ mich zurück auf das Bett gleiten, doch behielt ich seine Männlichkeit dabei in meiner Hand, streichelte und massierte sie weiter... wurde dabei immer selbstsicherer.

 

Mein ganzer Körper bebte schon, besonders unter der Gürtellinie pochte es wie verrückt, so dass ich mich nicht mehr zusammennehmen konnte und mit einem lauten, äußerst erregtem Stöhnen meinem Höhepunkt erreichte, während mein Körper zitterte und ich meinen Kopf in die Kissen drückte.

 

Noch immer atmete ich ein wenig keuchend, musste erst wieder zu Atem kommen und schloss dabei die Augen, während ich das Nachglimmen meines Orgasmus vollends genoss.

 

Das war so geil, dass ich unbedingt mehr davon wollte. Aber konnte ich ihm das sagen...?

 

Nachdem ich einigermaßen wieder zu Atem gekommen war, streichelte und massierte ich seine Männlichkeit wieder weiter... diesmal sehr intensiv...

 

*-*-*

 

Adrian dabei zu beobachten, wie er kam, erregte mich noch mehr. Er sah dabei so schön aus.

 

Dann wusste er in einem Mal wie er mich anfassen musste, jetzt machte er alles so richtig. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als ebenfalls zu kommen.

 

Auch ich stöhnte auf und musste im Nachhinein meinen Atem erst mal beruhigen.

 

''Ich liebe dich'', flüsterte ich, ''Und ich möchte noch so viele schöne Sachen mit dir machen.''

 

Mein Körper war trotz des Orgasmus immer noch erregt und schien förmlich nach Adrians zu schreien.

 

Er verlangte nach mehr...

 

*-*-*

 

Als Honey in meiner Hand kam, war es erst mal sehr merkwürdig für mich, aber auch sehr schön.

 

"Ich liebe dich auch.", hörte ich mich flüstern und meinte es auch so.

 

Nickend willigte ich ein und erwiderte leise fragend:

 

"Magst du mir die schönen Sachen jetzt zeigen...?", und grinste ihn nun herausfordernd... ein wenig verführerisch an.

 

Dann küsste ich ihn liebevoll... leidenschaftlich... stürmisch.

 

Auch ich wollte jetzt mehr... irgendwie schien ich noch lange nicht befriedigt zu sein, auch wenn es mir noch sehr an Erfahrung fehlte.

 

Aber ich wollte mich drauf einlassen... vertraute Honey, dass er wusste was er tat... denn ich liebte ihn.

 

*-*-*

 

Ende