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Schubladendenken

Schubladendenken

 

by Dark Sephiroth & Detail

 

 

Mein Name war Greg. Ich war 20 Jahre jung und ging auf die Uni. Um mir mein Studium zu finanzieren, modellte ich nebenbei.

 

Es war ein harter Job und ich hatte kaum anderes zu tun, außer zu lernen und zu arbeiten. Mit meinen Aussehen verdiente ich mein Geld.

 

Von Natur aus, hatte ich einen schlanken Körperbau, den ich mit etwas Sport fit hielt. Meine himmelblauen Augen standen im Kontrast zu meinen kurzen braunen Haaren.

 

Oft wurde ich angestarrt, weil ich so gut aussah. Alle dachten, dass ich einer dieser eingebildeten Modells wäre. Aber es nahm sich keiner die Zeit mich kennenzulernen – Leider!

 

Zu meiner Familie hatte ich nach meinem Coming-Out kaum noch Kontakt. Sie tolerierten es zwar, doch wollten sie davon auch nichts hören.

 

Sicher hatte ich schon ein paar Beziehungen gehabt, doch irgendwie verliebte ich mich in letzter Zeit immer in die Falschen.

 

Entweder waren sie vergeben oder hetero. Oder aber sie stellten sich als das größte Arschloch überhaupt raus.

 

*-*-*

 

Mein Name ist Damien. Ich bin 16 Jahre jung und mit einer Größe von 1,89 m der Größte in meiner Klasse an der Uni, wo ich, seit einem Jahr, Literatur und Mathematik studiere.

 

Vom Körperbau bin ich sehr schlank, fast schon zu dünn, was aber sehr wahrscheinlich an meiner Größe liegt, die mich streckt und mich somit schlanker erscheinen lässt.

 

Meine türkisfarbenen Augen, in meinem jugendlichen, weichen, feminin anmutenden Gesicht, werden von feuerroten, langen gewellten Haaren umrahmt und stechen schon sehr hervor.

 

Da ich von hinten wie ein Mädchen aussehe, werde ich sehr oft gehänselt... so auch wegen meiner Größe. Sehr oft werde ich als Mädchen oder Schwuchtel betitelt, was mich sehr oft weinend nach Hause laufen lässt.

 

Da mein Selbstbewusstsein, in dem Punkt, nicht gerade das beste ist, breche ich, ob der Hänseleien und dem Mobbing, oft weinend zusammen.

 

Warum ich mit 16 Jahren schon studiere?

 

Nun, ich war immer der Beste in der Schule, so dass ich einige Klassen überspringen konnte und vorzeitig zu studieren begann, was meiner Hochbegabung zuzuschreiben war.

 

In der Schule hatte ich mich immer wieder nur gelangweilt, war schon fast eingeschlafen.

 

Nun bin ich der jüngste Student in der Uni und fühle mich so manches Mal ziemlich verloren, einsam und ignoriert. Denn mit den Themen, über die sich meine Mitstudenten in den Pausen unterhalten, kann ich nichts anfangen und somit auch nicht mitreden.

 

Wie oft hatte ich schon meine Hochbegabung verflucht... aber nun ja, es war ja nicht zu ändern.

 

Dennoch musste mir etwas einfallen, denn ich hatte sicher noch ein paar Jahre in der Uni vor mir.

 

*-*-*

 

Es war ein Tag, wie jeder andere auch. Die Vorlesungen waren teilweise schon anstrengend und es waren für heute noch so einige angesetzt. Anschließend müsste ich noch arbeiten und es würde heute mal wieder ein langer Tag werden.

 

Nun war gerade Pause, wobei ich mich schon vor dem Raum, wo die nächste Stunde stattfinden würde, auf den Boden gegen die Wand lehnend, hingesetzt hatte. Mathe stand auf meinen Plan und bis die Tür geöffnet werden würde, machte ich schon mal ein paar Aufgaben.

 

Der Dozent würde sicher bald kommen und die Tür aufschließen, so nutzte ich die Zeit, wie schon oft, um zu üben oder Aufgaben zu machen, damit ich auch irgendwann mal ins Bett kam.

 

Nicht weit von mir standen ein paar Studenten, die nicht gerade leise über mich sprachen.

 

''Seht euch nur diesen eingebildeten Typen an. Typisch Model'', hörte ich einen sagen.

 

''Der trägt immer nur Markensachen und die Tasche war bestimmt auch sauteuer!'', kam es von einem anderen.

 

Mit Krampf versuchte ich es zu ignorieren und mich auf meine Aufgaben zu konzentrieren. Doch das war einfacher gedacht, als getan.

 

So viele hier konnten wirklich grausam sein und sollten erst mal erwachsen werden. Trotzdem versuchte ich immer Streitereien aus dem Weg zu gehen.

 

*-*-*

 

Wie jeden Tag hatte ich auch heute wieder unter der Grausamkeit meiner Mitstudenten zu leiden, lediglich die Vorlesungen, die mich auch endlich mal forderten, konnte ich genießen, denn in den Vorlesungen war es meist ruhig und ich hatte Ruhe vor den anderen.

 

Mal wieder konnte ich mit Wissen glänzen, was mir immerhin gute Zensuren einbrachte.

 

Mit innerlichem Grauen hörte ich, es Klingeln, denn die Vorlesung war vorbei und damit musste ich nun wieder mit der Grausamkeit meiner Mitschüler rechnen.

 

Kaum war der Professor aus dem Raum hörte ich auch schon, wie sie über mich sprachen... aber nicht etwa leise, nein, es musste laut sein, so dass ich es ja auch mitbekam.

 

Ich kümmerte mich nicht darum, packte meine Sachen ein und verließ den Raum.

 

Auf dem Weg zum nächsten Raum, wo nun mein Lieblingsfach Mathematik stattfinden sollte, hörte ich sie hinter mir reden:

 

"Seht euch den kleinen Streber an... sieht der nicht immer noch aus wie 'ne Schwuchtel?!"

 

Alle lachten und einer von denen meinte dann:

 

"Dieses Riesenbaby ist doch nicht klein... der geht als hätte der 'nen Stock im Arsch!"

 

Wieder lachten sie... während mir schon fast wieder die Tränen kamen.

 

An dem Raum angekommen, standen da auch schon einige und einer saß... wohl, so ein Modelltyp.

 

Ich setzte mich ebenfalls.... aber irgendwo in eine Ecke... versuchte möglichst unauffällig zu sein.... was leider bei meinen Feuerroten Haaren nicht ganz einfach war.

 

Noch immer lachten sie... aber ich versuchte ein wenig in meinem Lieblingsmanga zu lesen und mir nichts anmerken zu lassen.

 

*-*-*

 

Nun wurde es langsam lauter um mich herum und es kamen noch mehr Studenten. Etwas weiter weg von mir setzte sich ein auffälliger junger Mann, den ich schon öfters gesehen hatte.

 

Gleich hörten sie auf über mich zu reden und fingen an ihn zu mobben. Irgendwie tat er mir leid, denn man konnte schon merken, wie es ihm nahe ging.

 

Ob er wohl auch auf Männer stand? Das hatte ich mich schon oft gefragt. Er wirkte sehr feminin und die anderen sagten auch oft Schwuchtel zu ihm.

 

Irgendwie war ich beeindruckt von ihm, denn er war super und konnte einfach alles. Regelrecht ein Wunderkind, obwohl es für ihn bestimmt eine Last war.

 

Langsam packte ich meine Sachen wieder in die Tasche. Nun konnte ich mich sowieso nicht mehr konzentrieren, dafür war es hier viel zu unruhig und laut geworden.

 

Außerdem würde sicherlich gleich die Vorlesung beginnen.

 

Ich nahm meine Wasserflasche aus der Tasche und trank noch ein paar Schlücke, bevor ich mich erhob und an die Wand lehnte, um auf den Dozenten zu warten.

 

*-*-*

 

Noch ein wenig las ich in meinem Manga, versuchte auch weiterhin nicht hinzuhören, was die anderen da über mich laberten... auch wenn es mir sehr weh tat.

 

Schließlich kam der Dozent, schloss den Raum auf und ich stand dann auf. Natürlich ließ ich erst mal die anderen den Raum betreten, und ging dann fast als Letzter hinein.

 

Irgendwo, auf einen der noch freien Plätze, setzte ich mich hin und kramte meine Sachen raus.

 

Endlich mal wieder ein Fach, worin ich besonders gut war und ich mal wieder punkten konnte.

 

Natürlich war das hier sehr viel anspruchsvoller, als der Unterricht in der Schule und ich musste wirklich sehr aufpassen, damit ich mitkam. Nicht, dass es mir schwer fiel, aber es war eben schon was anderes... und sehr viel schwieriger zu meistern, hier musste ich echt aufpassen.

 

Aber nun bekam mein Hirn endlich mal was zu tun und ich konnte den anderen zeigen, was für "Flaschen" sie waren... dass ich eben besser war als sie.

 

Der Modelltyp, den ich hier auch sehr oft sah und den ich echt toll fand, saß nun unweit von mir, doch ließ ich mich davon jetzt nicht ablenken.

 

*-*-*

 

Mathe mochte ich nun gar nicht, da musste ich mich immer sehr anstrengen. Mir rauchte schon nach ein paar Minuten der Kopf. Wie sollte ich den ganzen Stoff nur in meinem Kopf rein bekommen?

 

So gut es ging versuchte ich mich zu konzentrieren und bekam die Stunde auch irgendwie rum. Schnell packte ich meine Sachen zusammen, da es Mittagszeit war und wollte den Raum verlassen.

 

Doch der Dozent hatte andere Pläne und rief mich zu sich.

 

''Würden Sie bitte noch einen Moment bleiben und Sie bitte auch'', kam es von ihm, während er auf den jungen Superstudenten zeigte.

 

''Herr...?'', schaute er mich fragend an.

 

''Greg Schiel'', antwortete ich.

 

''Herr Schiel, ihre Teilnahme lässt zu wünschen übrig. Wenn sie besser abschneiden wollen, sollten sie sich ein Beispiel nehmen'', fing der Dozent an und zeigte neben mir auf den jungen Mann, den er angrinste.

 

''Damien Lymand wird Ihnen sicher dabei behilflich sein und ein wenig Nachhilfe wird Ihnen sicherlich Beiden gut tun'', fügte er hinzu und packte somit seine Sachen ein und ging.

 

Er fragte nicht einmal ob wir das wollten. Es war beschlossene Sache. Dabei fragte ich mich ernsthaft wie ich das zeitlich noch unterbringen sollte.

 

Andererseits war Damien ja ganz niedlich...

 

*-*-*

 

Wie geil, die Stunde hatte mir mal wieder sehr viel Spaß gemacht und ich konnte mal wieder punkten, was mich sehr freute.

 

Traurig stellte ich allerdings fest, dass die Stunde viel zu schnell vorbei war und sehr schnell sollte ich meine Begabung bereuen.

 

Denn nach der Stunde... ich hatte meine Sachen schnell eingeräumt und wollte den Raum gerade eben verlassen, als mich der Dozent heran winkte und irgendwas faselte von … Nachhilfe....

 

Wie jetzt? Ich sollte dem tollen Modelltypen Nachhilfe geben?! Meinte der da das echt ernst?! Aber es schien wohl so.

 

Ich sah Greg an und senkte errötend meinen Blick. Dann sagte ich zu ihm, meinen Blick weiter zu Boden gerichtet:

 

"Sorry, ich... glaube nicht, dass ich dir... irgendwie helfen kann... ich kann das nicht. Außerdem... bin ich... nicht so gut, wie... der mich... darstellt. Lass... es uns einfach... vergessen, okay... bitte." und ging schon ein paar Schritte rückwärts.... auf den Ausgang zu.

 

Mir war das echt peinlich und ich wünschte mir so sehr einfach nur, dass sich der Boden unter mir auftäte und mich verschlingen würde... was natürlich nur Wunschdenken meinerseits war.

 

*-*-*

 

Damien konnte ja richtig niedlich sein, so verlegen wie er sich verhielt. Ich musste grinsen und sagte dann zu ihm: ''Bitte, ich fürchte, dass ich wirklich dringend Nachhilfe bräuchte.

 

Ich weiß ganz genau, wie gut du das kannst. Du bist der Hammer. Wenn ich das so könnte, wäre ich froh. Das Fach brauche ich nun mal und es ist leider nicht meine Stärke!''

 

Dann schaute ich ihn mit meinem Hundeblick an und hoffte, er würde sich erweichen lassen.

 

Wie ich es mir zeitlich einteilen würde, wusste ich zwar noch nicht, aber irgendwie würde das schon gehen. Der Dozent hatte nun mal recht damit, dass ich etwas tun musste.

 

*-*-*

 

Warum, zum Teufel, musste er mich nun mit diesem Hundeblick anschauen? Wusste der etwa, dass ich kaum bis gar nicht Nein sagen konnte?

 

Ich verstand ja was er sagte, und dass er es brauchte... aber konnte das nicht wer anderes machen?!

 

Mit noch immer gesenktem Blick, was bei meiner Größe wahrscheinlich schon etwas seltsam aussah, antwortete ich:

 

"Lass das, ich bin nicht der "Hammer"... ich bin erst 16 und was sollte ich dir schon beibringen können... bitte... ich kann das nicht. Aber gut... wenn es dich beruhigt... versuchen wir es halt... dann wirst du schon sehen, dass ich nicht so gut bin, wie der Professor meint."... gab ich mich teilweise geschlagen und gab auf … eben wie immer.

 

Natürlich stellte ich mich dümmer als ich war und ich fragte mich, warum mir das nicht früher eingefallen war... so hätte ich mir das hier jetzt ersparen können.

 

"Also, ich geh dann mal heim... wir können ja später mal einen.... Termin ausmachen, okay.", fügte ich mit hochrotem Gesicht hinzu.

 

*-*-*

 

Damien war rot wie eine Tomate und er sah so richtig süß aus.

 

''Ist okay'', sagte ich und gab ihm noch meine Nummer, ''Wir können ja später schreiben.''

 

Dann ging ich an ihm vorbei und lächelte ihn noch gekonnt an. Jetzt musste ich mich aber beeilen, da ich ein Fotoshooting hatte.

 

Es war zum Glück nicht weit von hier und mit dem Fahrrad schnell zu erreichen. Kaum angekommen, machte ich mich schnell frisch und zog mich um.

 

Anschließen ging es in die Maske, wo ich zurecht gemacht wurde.

 

Ein paar Fotos wurden nur gemacht, danach würde es für mich wieder zu einer Vorlesung gehen. Alles war genau geplant und durfte nicht viel länger dauern.

 

Kaum war ich in der Maske fertig, begrüßte mich auch schon der Fotograf. Zum Glück kannte ich ihn schon von ein paar Aufnahmen und die Zusammenarbeit ging schnell von der Hand.

 

Also strahlte ich in die Kamera und nahm gekonnt meine Posen ein. Die Zeit rannte und verging schnell. Als wir fertig waren, wollte ich schnell los, doch der Fotograf meinte mich angraben zu müssen.

 

Warum musste immer mir so etwas passieren. Etwas genervt gab ich ihm eine Abfuhr, womit er nicht wirklich zufrieden war. Doch es half alles nichts, ohne ihn weiter zu beachten ging ich.

 

Schnell war ich wieder mit dem Fahrrad an der Uni und hatte sogar noch ein wenig Zeit, um zu lernen.

 

*-*-*

 

Ich hatte nur genickt, als er noch etwas erwiderte und mir seine Nummer gab, diese hatte ich mir schnell gemerkt.

 

Erleichtert atmete ich jedoch auf, sah ihm noch ein wenig nach, bis er weg war und meine Gesichtsröte nun auch wieder verschwand.

 

Ich verließ dann ebenfalls den Raum und irgendwann auch die Uni.

 

Draußen schwang ich mich auf mein Fahrrad und fuhr heim.

 

Daheim angekommen, rannte ich hinauf in mein Zimmer, schlug die Tür zu und heulte mich erst mal aus.

 

Meine Eltern waren jetzt eh nicht zuhause, die würden erst spät abends heim kommen.

 

Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, ging ich in die Küche nun holte mir ein Glas Kakao, das ich mit in mein Zimmer nahm und auf den Schreibtisch stellte.

 

Dann schnappte ich mir meine Sachen und begann zu lernen.

 

Zwischendurch starrte ich wie blöd auf mein Handy... überlegte ob ich ihm echt schreiben sollte.... nach einigem Hin und Her entschied ich mich dafür und schickte ihm per SMS wenigstens meine Handynummer.

 

Anschließend wand ich mich wieder dem Lernen zu.

 

Freunde hatte ich eh keine, also gab es auch nichts das mich behindern konnte. Allerdings hatte ich nun auch nicht so viel Zeit, denn später würde ich noch zum Spanischunterricht gehen müssen und danach stand dann noch Basketball Training auf dem Stundenplan.

 

*-*-*

 

Da bekam ich doch tatsächlich von Damien eine SMS. Irgendwie freute ich mich sehr darüber.

 

Schnell überlegte ich, ob ich irgendwann ein wenig Zeit über hätte. Dann tippte ich auch schon meine Nachricht ein.

 

Hallo Damien. Wie würde es dir Übermorgen Abend gegen 19 Uhr passen? Dann kannst du mir zeigen was du so kannst Lg Greg

 

Die Nachricht abgesendet, stand ich auf und nahm meine Sachen, weil die Vorlesung begann.

 

In diesem Fach war ich besser und zeigte es auch. Trotzdem war es hart, da ich ziemlich müde war. Später würde ich noch ein Fotoshooting haben und müsste auch noch einkaufen.

 

Es würde mal wieder sehr spät werden, aber das war ich mittlerweile gewohnt.

 

*-*-*

 

Noch während ich am Lernen war, bekam ich eine SMS von Greg, in der er mir einen Termin vorschlug. Bloß gut, dass mich hier niemand sehen konnte, denn mein Gesicht begann mal wieder wie eine überreife Erdbeere zu leuchten.

 

Diese... meine Reaktion verstand ich zwar nicht so wirklich, aber ich nahm sie einfach mal so hin.

 

Ich überlegte eine Weile ob ich und was ich ihm antworten wollte.

 

Dann überwand ich mich und schrieb ihm zurück:

 

Hallo Greg, der Termin ist okay. Wo wollen wir uns treffen? Magst du zu mir kommen, oder soll ich zur dir kommen? LG, Damien.

 

Ich schickte die Nachricht ab und widmete mich dann weiter dem Lernen, bis ich mich irgendwann fertig machen musste, auch mein Sportzeug nicht vergaß, das ich ja fürs Training brauchte, und zum Spanischunterricht ging.

 

Als ich sehr spät am Abend wieder zuhause ankam, war ich ziemlich fertig, dennoch erzählte ich meinen Eltern alles was passiert war und sie hörten mir geduldig zu und lobten mich für meine Leistungen. Sie stellten auch Fragen und erklärten mir wiederum warum was und wie war.

 

Auch waren sie sehr stolz auf mich, dass ich nun Nachhilfe geben durfte.

 

Dann aß ich noch etwas und ging dann vollkommen erledigt ins Bett...

 

Der nächste Tag begann und verging wie immer, ich hatte mal wieder ziemlich unter meinen Mitschülern zu leiden... eben auch wie immer.

 

Schneller, als mir lieb war, kam dann auch der übernächste Tag und ich versuchte Greg meist möglichst aus dem Weg zu gehen... vielleicht hoffte ich einfach, dass er das Treffen bzw. den Termin vergessen würde.

 

Ich war mir einfach so total unsicher, ob ich das mit der Nachhilfe echt schaffen würde.... wo ich Greg doch nicht einmal ansehen konnte, ohne dass mein Gesicht gleich zu glühen begann.

 

Wie bitte sollte ich ihm dann so ein komplexes Fach wie Mathematik erklären?

 

*-*-*

 

Es wäre toll, wenn du zu mir kommen könntest.

 

Das schrieb ich ihm und hängte noch meine Adresse mit dran. Es wäre für mich einfacher, dann konnte ich nach dem Fotoshooting noch schnell duschen.

 

Sowie nach dem lernen, dann ins Bett und musste nicht erst nach Hause.

 

Die nächsten beiden Tage vergingen wie immer. Damien bekam ich irgendwie nicht zu Gesicht und so freute ich mich auf heute Abend.

 

Erst musste ich noch Arbeiten und das Shooting war wirklich hart. Viele meinen immer, es wäre einfach ein paar Fotos zu machen. Doch du musst immer in der richtigen Position sitzen oder stehen.

 

Dazu kommt das dein ganzer Körper dabei angespannt ist, Die Schulter und der Bauch müssen in der richtigen Stellung sein. Sich so zu halten oder so mit dem Fotografen schnell zu kommunizieren kann ganz schön anstrengend sein.

 

Ziemlich fertig kam ich erst kurz vor dem Treffen mit Damien zu Hause an. Ich hatte noch etwas zu Essen für uns besorgt. Zwar wusste ich nicht ob Damien Hunger haben würde, aber da ich noch nicht gegessen hatte, fand ich es unhöflich nur für mich etwas zu kaufen.

 

Also stellte ich die Häppchen, die man auch kalt essen konnte, auf den Tisch und ging erst mal duschen.

 

Irgendwie rannte mir die Zeit davon oder aber ich pflegte mich zu ausgiebig. Denn als ich aus der Dusche trat war es schon fast 19 Uhr.

 

*-*-*

 

Au man, der Tag verging schneller als mir lieb war und als ich nach Hause kam, dachte ich darüber nach ob ich wirklich zu dem Treffen gehen sollte. Ich hatte einfach nur 'ne Scheißangst, dass er mich auch nur auslachen und mit irgendwelchen Sprüchen peinigen würde.

 

Diese Angst saß sehr tief und war echt versucht das Treffen abzusagen und mir irgendeine Ausrede einfallen zu lassen. Jedoch sagte mir mein gutes Herz etwas anderes... ich musste ihn doch helfen... konnte doch niemanden so einfach im Stich lassen.

 

Also machte ich noch schnell meine Hausaufgaben, lernte noch ein wenig und machte mich dann fertig.

 

Essen konnte ich die ganze Zeit über nichts, denn mein Magen war einfach zu, so dass ich nichts runter gekriegt hätte.

 

Schließlich machte ich mich doch fertig, duschte und pflegte mich ausgiebig und kleidete mich dann an.

 

Bekleidet war ich mit einer schwarzen Designerjeans, einem schwarzen T-Shirt, das mit einer weißen Feder verziert war und schwarzen Sportschuhen. Sicher wusste ich auch, dass mich die schwarzen Klamotten noch etwas Schlanker, als ich ohnehin schon war, noch dünner erscheinen ließen, aber so fühlte ich mich eben einfach wohler.

 

Ich stylte noch meine langen roten Haare, die mir fast bis zur Hüfte gingen, kämmte sie, ließ sie aber offen... fand es einfach schöner so.

 

Abschließend legte ich noch diversen Schmuck an, auch etwas Parfüm durfte nicht fehlen... das aber nicht zu aufdringlich war und nur einen zarten Duft von sich gab.

 

Man, ich sah echt aus, als wollte ich ausgehen, oder als hätte ich ein Date... tze.... wie lächerlich... als ob ich jemals ein Date haben würde...

 

Ich schaute noch einmal in den Spiegel, dann schnappte ich mir meine Sachen und ging los.

 

Der Weg bis zu Greg war nicht sehr weit. So ließ ich mir noch etwas Zeit und drosselte meinen Gang etwas. Ich musste erst mal auch meine Unsicherheit.... meine Angst überwinden.

 

Irgendwann schließlich stand ich vor der angegebenen Adresse und holte noch einmal tief Luft. Meine Beine begannen nun schon zu zittern und mein Herz raste wie blöd.

 

Schließlich betrat ich das Haus, ging ein paar Stufen hoch und stand dann vor der Wohnungstür und blickte auf das Namensschild. "Schiel", stand auf dem Schild.

Gut, soweit hatte ich es wenigstens schon geschafft.

 

Übernervös hob ich schließlich meine Hand und klingelte.... versucht doch die Flucht zu ergreifen... aber dann hörte ich auch schon Schritte auf die Tür zukommen.

 

*-*-*

 

Da war ich gerade erst aus der Dusche raus, das Wasser tropfte noch von meinem Körper, als es auch schon klingelte. Schnell band ich mir ein Handtuch um die Hüften und ging nassen Fußes zur Tür.

 

Irgendwie hatte ich wohl zu sehr getrödelt, aber daran konnte ich nun auch nichts mehr ändern. Hinter mir ließ ich eine Spur aus feuchten Fußabdrücken den Boden verzieren.

 

Dann öffnete ich so, nur mit einem Handtuch bekleidet, die Tür. Wassertropfen perlten noch von meinem Körper und meine Haare tropften.

 

''Hallo Damien'', begrüßte ich ihn strahlend, ''Schön das du gekommen bist, komm doch rein!''

 

Er sah wahnsinnig gut aus, als wollte er mich beeindrucken oder als hätten wir ein Date. So dachte ich mir meinen Teil, immer noch in dem Glauben, dass er ebenfalls schwul war.

 

Niedlich war er schließlich und verlieben tat ich mich unheimlich schnell. Abgeneigt war ich definitiv nicht!

 

So lächelte ich ihn charmant an und bat ihn herein.

 

''Sei vorsichtig und rutsch nicht aus. Ich bin gerade erst aus der Dusche raus, werde mich noch eben abtrocknen und anziehen. Setzt dich doch schon mal. Etwas zu Essen hab ich uns besorgt, da ich noch nichts hatte'', sagte ich und ging dabei rüber zum Kleiderschrank.

 

Dort trocknete ich mich in Ruhe ab und suchte mir etwas zum Anziehen raus. Prüde war ich nun ganz und gar nicht. Schließlich hatte ich schon jede Art von Aufnahmen von mir machen lassen.

 

Außerdem musste ich mich wohl kaum für meinen Körper schämen. Jedoch schaute ich schon ab und an zu Damien, da ich wissen wollte, wie er darauf reagieren würde.

 

*-*-*

 

Als Greg schließlich die Tür öffnete und nur so mit einem Badetuch bekleidet vor mir stand... schoss mir sogleich die Röte ins Gesicht.

 

Wow, er hatte einen unglaublich tollen Körper und hätte ich mich nicht so sehr unter Kontrolle gehabt, hätte ich ihn wahrscheinlich halbwegs tot gestarrt.

 

Aber ich riss mich zusammen und erwiderte stattdessen die Begrüßung.

 

"H-hallo Greg.", stammelte ich vor mich hin und betrat dann die Wohnung.

 

Und dann auch noch sein charmantes Lächeln... dass der noch keine Freundin hatte, wunderte mich echt.

 

Auf seine Bemerkung, dass er es schön fand, dass ich hier war, erwiderte ich nichts... nickte nur ein wenig, während ich ihm ins Zimmer folgte und mich auf der Couch nieder ließ.

 

"Danke, ich... bin nicht... hungrig...", erwiderte ich stotternd auf sein Angebot, dass ich mir etwas zu Essen nehmen konnte.

 

Allerdings konnte ich es mir nun wirklich nicht verkneifen ihn anzusehen, als er sich so ganz ungeniert vor mir abtrocknete und sich dann anzog.

 

Bei dem Anblick seines geilen Körpers, schluckte ich hart und versuchte immer wieder weg zu sehen, während mein Gesicht nichts anderes mehr tat, als in dem schönsten Rot zu leuchten.

 

Toll.... dachte ich mir.... was soll das werden?

 

Nicht wissend wohin ich sehen sollte, senkte ich meinen Blick sehr verlegen, und doch riskierte ich ab und an einen Blick... konnte es irgendwie nicht lassen.

 

Um mich aber ein wenig abzulenken, sprach ich ruhig, fast flüsternd:

 

"Ich weiß echt nicht, ob ich das hier bringe. Wie sollte ausgerechnet ich dir schon helfen können?"

 

Mein ohnehin schon sehr vermindertes Selbstbewusstsein wurde nur noch kleiner, wenn ich Greg so vor mir sah, der so toll... so unglaublich geil aussah. Dem hatte ich nun echt nichts entgegen zu setzen.

 

Wusste ich doch nicht was er über mich dachte, aber allgemein hatte ich die Erfahrung gemacht, dass so gutaussehende Typen meist nichts mit mir zu tun haben wollten... zudem war ich ja noch minderjährig und Greg würde wahrscheinlich auch nur die Nachhilfe von mir über sich ergehen lassen und gut war.

 

Sehr wahrscheinlich würde ich mich mal wieder nur ausgenutzt fühlen.

 

Zudem wusste ich nicht einmal ob ich schwul war oder nicht. Eine Freundin oder einen Freund hatte ich bislang nicht gehabt.... hatte auch nie die Zeit für so etwas, wie eine Beziehung. Allerdings starrte ich schon immer wieder Männern nach... Mädchen hatte mich bislang nie wirklich interessiert.

 

Aus der Angst heraus etwas falsch zu machen saß ich, wie angenagelt auf der Couch und bewegte mich keinen Millimeter, fasste auch nichts an.... richtete meinen Blick jetzt nur sehr schüchtern zu Boden.... darauf wartend, dass er fertig war und ich das hier hinter mich bringen konnte. Natürlich immer in der Erwartung, dass er mich auslachen würde.

 

Und wenn er es jetzt nicht tat, dann in der Uni. Das heute Freitag war, stand eh erst mal das Wochenende bevor, so dass ich zwei Tage Zeit hatte mich zu erholen und nicht an die Uni.... das ganze Mobbing und diese Hänseleien denken zu müssen.

 

*-*-*

 

Sicherlich bemerkte ich, wie Damien immer ab und zu rüber schaute und ich genoss es, machte mir sogar einen Spaß daraus. Ich ließ mir Zeit, beim Abtrocknen und anziehen.

 

Als ich endlich fertig war, wuschelte ich mit meiner Hand durch mein Haar und es saß.

 

''So, entschuldige. Von mir aus können wir es jetzt einfach versuchen. Wenn es dich nicht stört, dass ich nebenbei etwas esse. Mein Magen hängt schon wer weiß wo...'', begann ich ein Gespräch und setzte mich zu ihm auf die Couch.

 

''Ich hoffe du denkst nicht, dass ich eingebildet bin, nur weil ich Model. Bitte, mache dir ein eigenes Bild von mir und hör nicht darauf was die anderen sagen. Bei dir werde ich es auch so machen, okay?'', sagte ich dann zu Damien und lächelte ihn wieder an.

 

Er musste mir einfach Mathe etwas verständlicher erklären. Dieses Fach war einfach wichtig für mich und ich brauchte es wirklich.

 

''Ach, was möchtest du trinken? Wasser? Oder lieber etwas warmes? Cola habe ich auch da?'', fragte ich und sprang nochmal auf, um in der Küchennische Gläser und etwas zu Trinken zu holen.

 

Ich brachte Damien das mit, was er haben wollte und setzte mich wieder zu ihm.

 

Doch leider geschah genau das, was ich befürchtet hatte. Mein Handy summte. Es war mein Ex, der mal wieder nervte.

 

Immer um diese Zeit simste er mich an. Er meinte wohl immer noch bei mir landen zu können, weil ich bisher noch keine neue Beziehung hatte. Mein Herz hatte seit einem Jahr ständig die falschen Männer ausgesucht.

 

*-*-*

 

"Es ist schon okay... du kannst ruhig was essen. Mich stört es nicht.", erwiderte ich mit ruhiger Stimme.

 

Ich holte dann die Sachen raus, die ich brauchte um ihm Mathematik erklären zu können, sah ihn an und hörte was er noch sagte.

 

Mit einem Nicken antwortete ich:

 

"Ich halte dich nicht für eingebildet. Und letztlich kann es mir egal sein, ich soll dir hier nur Nachhilfe geben, nichts weiter. Vielleicht bist du ein toller Typ... ich weiß es nicht, aber ich habe schon zu viele schlechte Erfahrungen machen müssen, um noch jemandem irgendwie vertrauen zu können.

 

Bitte, versteh mich nicht falsch, aber wenn man immer nur gemobbt und gehänselt wird, dann kommt man irgendwann davon ab, sich ein eigenes Bild von jemandem zu machen.

 

Ich habe keine Freunde und auch sonst niemanden, bin ständig allein und nur am Lernen." Und musste dabei nun schon schlucken, um mich nicht noch meinen Tränen hinzugeben.

 

Vor ihm wollte ich einfach keine Schwäche zeigen... ich hatte wahrlich schon genug Schwächen, da musste ich es hier, vor ihm, nicht auch noch zeigen... auch wenn es verdammt weh tat und ich mir ständig wünschte einfach nur zu verschwinden... damit ich keine Kränkungen mehr erdulden müsste.

 

Auf seine Frage, ob ich was trinken wollte nickte ich einwilligend und bekam die Cola, um die ich gebeten hatte.

 

Nachdem er sich wieder zu mir gesetzt hatte, wollte ich eben anfangen ihm Mathe zu erklären, als sein Handy summte und er anscheinend eine SMS bekam.

 

Ich rollte nur mit den Augen und wartete geduldig ab.

 

Als er dann endlich die SMS gelesen hatte, fragte ich ihn ruhig und einigermaßen gelassen:

 

"Können wir dann anfangen?", sah ihn dabei jedoch nicht an.

 

Au man, das war doch total paradox... ich, ein 16 jähriger Junge, sollte ihm, der wahrscheinlich ein wenig älter war, als ich, Nachhilfe in Mathe geben...

 

*-*-*

 

Genervt legte ich das Handy beiseite, was auch gleich wieder anfing zu summen. Ich stopfte es letzten Endes unter ein Kissen, da mein Ex sowieso keine Ruhe geben würde.

 

''Sicher können wir anfangen. Sorry, aber das ist nur ein Ex. Der nervt immer um diese Zeit'', sagte ich etwas genervt und rollte ebenfalls mit den Augen.

 

Dann nahm ich mir schnell noch ein Häppchen und schaute Damien aufmerksam zu.

 

Sicher war er um einiges jünger als ich, aber er hatte es einfach drauf und mir fiel Mathe sehr schwer.

 

''Wie alt bist du eigentlich?'', wollte ich frech wissen. Die Tatsache, dass er nur mit mir lernen wollte, hatte ich zwar gehört, aber es interessierte mich nicht.

 

Damien war irgendwie niedlich und ich hatte es mir in den Kopf gesetzt sein Freund zu werden und vielleicht auch mehr als das. Sicher würde es eine Zeit dauern, aber das wäre es bestimmt wert.

 

Also rückte ich etwas näher an ihn ran und lümmelte mich neben ihn auf der Couch.

 

*-*-*

 

Ich trank noch einen Schluck und nickte verstehend. So, der Ex also... hmm... also war er wahrscheinlich schwul. Das störte mich allerdings überhaupt nicht.

 

"Ich bin 16 Jahre alt.", ließ ich ihn wissen, dann schlug ich das Buch auf und versuchte ihm geduldig und auf sehr einfache Art und Weise Mathe zu erklären.

 

Dass er etwas näher an mich heran gerückt war und sich neben mich auf die Couch lümmelte, ignorierte ich gekonnt.

 

Nachdem ich ihm nun einige Aufgaben erklärt und vorgerechnet hatte, fragte ich ihn:

 

"Hast du das verstanden?" und schaute ihm dabei nur ganz kurz direkt in die Augen, um dann meinen Blick gleich wieder zu senken.

 

*-*-*

 

Er war wirklich noch sehr jung, aber nicht zu jung.

 

Ich hatte es wirklich versucht, mich darauf zu konzentrieren, was er versucht hatte, mir zu erklären. Doch so richtig wollte es bei mir noch nicht klick machen.

 

Trotzdem versuchte ich das eine oder andere zu rechnen. Haute leider immer wieder Fehler rein.

 

''Du wirst wohl noch ab und an herkommen müssen'', sagte ich, mal wieder mit meinem Hundeblick.

 

''Wenn du willst, bezahle ich dir die Stunden auch. Nur bitte versuche es weiter!'', bat ich ihn. Schließlich wollte ich doch noch ein wenig Zeit mit ihm verbringen.

 

Nur verging diese auch viel zu schnell und es war schon recht spät.

 

''Vielleicht sollten wir für heute Schluss machen. Wenn du magst, können wir noch etwas quatschen?'', fragte ich ihn dann.

 

Vermutlich würde ich sowieso einen Korb bekommen, aber das würde die Sache nur interessanter machen.

 

*-*-*

 

Au man, der hatte es doch echt nicht begriffen... genervt rollte ich mit den Augen, als er doch tatsächlich immer wieder Fehler machte.

 

Was hatte ich auch erwartet. Der Fehler musste doch bei mir liegen. Ich hatte es ihm einfach nicht richtig erklärt. Ich war doch wirklich zu nichts nutze.

 

Na, das würde ja ein mächtiges Gelächter am Montag, an der Uni geben.... ich wagte es mir gar nicht auszumalen. Vielleicht sollte ich mein Studium einfach abbrechen und eine normale Lehre beginnen.

 

Diese ständigen Kränkungen und Beleidigungen... hielt ich einfach nicht mehr aus. Wie oft hatte ich daran gedacht mir einfach das Leben zu nehmen, obgleich ich genau wusste, dass das Schwachsinn war.

 

Und jetzt auch noch Greg, der mich scheinbar auf den Arm zu nehmen versuchte.

 

"Ich weiß nicht....", begann ich: "...wenn du es doch eh nicht verstehst, dann hat das doch keinen Sinn, dass wir weiter üben. Das bringt doch so nichts. Scheinbar kann ich es dir eben doch nicht beibringen."

 

Dabei packte ich jetzt meine Sachen wieder ein und meinte nebenbei:

 

"Nein, ich hab keine Lust zu reden... wofür soll das auch gut sein. Und eine Bezahlung, für die Nachhilfe, will ich nicht. Außerdem habe ich noch anderes zu tun, als Nachhilfe zu geben. Sorry, aber es ist so. Vielleicht solltest du dir jemand anderen suchen, der dir das besser erklären kann.", mit diesen Worten stand ich auf, entfernte mich von der Couch und ging in Richtung des Ausgangs.

 

"Gute Nacht.", wünschte ich ihm mit Tränen erstickter Stimme.

 

Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten, denn es tat einfach nur weh, zu wissen, dass man wie ein Idiot dastand.

 

Dann bewegte ich mich in Richtung der Wohnungstür.

 

*-*-*

 

Erst dachte ich, dass es keinen Sinn hätte, so einer starken Abfuhr etwas entgegen zu bringen. Doch als ich Damien mit Tränen in den Augen sah, verstand ich das alles nicht mehr.

 

''Damien, bitte warte'', sagte ich zu ihm und ging hinter ihm her.

 

''Du hast mir sehr wohl schon geholfen. Weißt du, vorher habe ich rein gar nichts verstanden. Jetzt konnte ich zumindest schon die Aufgaben lösen. Wenn auch nicht immer alle richtig waren...'', versuchte ich zu erklären.

 

Aber irgendwie reichte mir das nicht, denn die Tränen die in Damians Augen standen, sagten mehr als tausend Worte.

 

Es steckte viel mehr dahinter, als ich zu denken vermochte und so ging ich einfach auf ihn zu und nahm ihn in den Arm. Ich drückte ihn einfach fest an mich.

 

Für diesen einen Moment schloss ich die Augen. Sicher war Damien größer als ich, aber es war dennoch angenehm so dazustehen. Er fühlte sich richtig gut an.

 

*-*-*

 

Ich wollte nicht, aber ich heulte dennoch einfach los und als mich Greg dann auch noch in die Arme nahm, konnte ich nicht anders, als mich kurz an ihn zu lehnen.

 

Es fühlte sich so unglaublich toll an, wie er mich in die Arme nahm und mich an sich drückte. So konnte ich nicht anders, als die Augen zu schließen und diese Sanftheit ein wenig zu genießen.

 

Hatte ich ihm doch etwas beibringen können? Konnte es wirklich sein?

 

So wirklich wagte ich nicht dran zu glauben, aber ich versuchte es zumindest.

 

Sacht löste ich mich von ihm, wischte meine Tränen weg und sah ihn an.

 

"Okay, ich... komme wieder, wenn es dir denn hilft. Sorry, dass ich mich hab so gehen lassen. Es tut mir leid.", sprach ich leise und ruhig zu ihm.

 

*-*-*

 

Es wäre wohl zu viel verlangt gewesen, wenn ich zu ihm gesagt hätte, dass er mir sein Herz ausschütten könnte. Also beließ ich es dabei und würde abwarten, was die Zeit mitbrachte.

 

''Ist schon okay!'', sagte ich und lächelte Damien an.

 

''Ich freu mich, wenn du wieder kommst und wenn du ein paar Tränen loswerden musst, nur zu. Was hier passiert, bleibt auch hier in den vier Wänden'', fügte ich hinzu.

 

Liebevoll streichelte ich dabei über seinen Arm und nickt bestätigend.

 

''Also morgen habe ich viel zu arbeiten. Wie wäre es bei dir Sonntag? Oder willst du da lieber ausspannen? Das würde ich auch verstehen...'', kam es dann von mir.

 

Immerhin wollte ich ihn nicht einfach so laufen lassen, ohne ein weiteres Date abzumachen.

 

*-*-*

 

"Danke.", sagte ich mit sanfter Stimme: "Aber es geht schon wieder."

 

Ich sah ihm lieb in die Augen... traute es mich jetzt einfach mal.

 

"Sonntag ist okay, da habe ich eh nichts anderes zu tun. Sagen wir so gegen 14 Uhr? Ist das okay für dich?", willigte ich ein und lächelte ein wenig.

 

Ich sah ihn weiter an, doch dann drehte ich mich zur Tür, öffnete diese und verließ die Wohnung... blieb jedoch draußen auf dem Flur stehen und wartete seine Antwort ab.

 

Nun, für das nächste Mal würde ich mir etwas anderes ausdenken müssen, wie ich ihm Mathe noch etwas besser erklären konnte. Allerdings wollte ich nun nicht noch mal beim Einmaleins aus der ersten Klasse beginnen... das wäre dann wohl doch etwas übertrieben.

 

Bis Sonntag hätte ich eine Strategie und dann, so war ich mir sicher, würde er es sicher verstehen.

 

*-*-*

 

''14 Uhr klingt super. Kommst du wieder zu mir? Oder soll ich lieber zu dir kommen?'', wollte ich nun von ihm wissen.

 

''Komm gut nach Hause'', fügte ich noch hinzu.

 

Irgendwie hatte ich Damien schon total in mein Herz geschlossen und darum wollte ich auch, dass es ihm gut ging.

 

Lächelnd schaute ich ihm hinterher, nachdem wir alles geklärt hatten, bis er außer Reichweite war und man nichts mehr von ihm sehen konnte.

 

Erst dann ging ich wieder rein und legte mich aufs Sofa, wo ich die mehreren Sms von meinen Ex Kopfschüttelnd studierte.

 

*-*-*

 

Nachdem ich ihm angeboten hatte, dass ich wieder zu ihm kommen würde, machte ich auf den Weg nach Hause.

 

Unterwegs dachte ich über diese doch recht seltsame Treffen und das Verhalten von Greg nach. Wollte er wirklich "nur" die Nachhilfe von mir, oder steckte da mehr hinter?

 

Auch wenn ich noch sehr jung war, so war ich doch nicht so blöd, wie man mich allgemein einstufte. Ich konnte eigentlich recht gut kombinieren und Gregs Verhalten begann ich so eben zu analysieren und kam dabei nur zu einem Schluss...

 

Wieder daheim angekommen, begrüßte ich meine Eltern und wurde auch sehr liebevoll von ihnen begrüßt, dann ging ich hoch in mein Zimmer, wo mich fast der Schlag traf.

 

Ich bekam wirklich große Augen, als ich sah was hier los war.

 

Da hatten es meine Eltern doch wirklich fertig gebracht mir meine Wünsche zu erfüllen und ich hatte mit den Tränen in meinen Augen zu kämpfen.

 

Sie hatten mir einen großen Flachbildfernseher, mit Spielkonsole einer PlayStation 4, zwei Spielen und eine Stereoanlage gekauft und mir alles ins Zimmer gestellt.

 

Zwei Hände spürte ich auf meinen Schultern und drehte mich um.

 

"Mum, Dad... DANKE!!!", weinte ich vor Freude und umarmte die Beiden einfach nur.

 

"Schon gut, Kleiner. Wir dachten einfach du würdest dich darüber freuen und es wäre auch nicht schlecht, wenn du dich ein wenig entspannst. Du kannst doch nicht nur lernen."

 

Meine Augen strahlten einfach nur, wie die eines Kindes, und ich nickte... wollte die Beiden gar nicht mehr loslassen.

 

Sie taten schon so unglaublich viel für mich. Sie bezahlten mein Studium, sie verwöhnten mich wo sie konnten und sie waren immer für mich da... ich hatte meine Eltern einfach nur unglaublich lieb.

 

*-*-*

 

Nachdem ich mein Handy weggelegt hatte, lernte ich noch ein bisschen. Dabei aß ich die letzten Häppchen auf und ging auch bald zu Bett.

 

Am nächsten Morgen würde ich früh aufstehen müssen. Es war ruhig hier in der Wohnung und in letzter Zeit fühlte ich mich sehr allein.

 

Wäre Damien doch noch ein wenig geblieben. Aber vielleicht wollte er gar nicht mehr von mir. Was wäre, wenn ich mich täuschte und er gar nicht auf Männer stand?

 

Vielleicht sollte ich es doch noch einmal mit meinem Ex-Freund versuchen...

 

Nach ein bisschen Grübeln übermannte mich die Müdigkeit doch und ich schlief auch bald ein.

 

*-*-*

 

Als ich es endlich wirklich registriert hatte, dass das alles meins war, ließen mich meine Eltern im Zimmer allein und ich zog mir erst mal bequeme Sachen an.

 

Dann machte ich mich daran alles einzustellen und zu programmieren, was ich brauchte.

 

Dann begann ich einfach nur drauf los zu zocken und ich würde wohl heute nicht so schnell den Weg ins Bett finden.

 

Meine Freude war allerdings so groß, dass ich es gleich auch noch Greg mitteilen musste... warum auch immer und ich schrieb ihm auch, dass ich mich schon auf Sonntag freuen würde.

 

Dann zockte ich einfach die ganze Nacht hindurch. Meine Eltern sagten dazu nichts, sie ließen mich machen. Es war ja egal... denn morgen konnte ich ja eh ausschlafen. Und Greg musste eh arbeiten... würde also keine Zeit haben.

 

*-*-*

 

Damiens Sms bekam ich erst am Morgen mit, als ich erwachte.

 

Ich freue mich für dich und wünsche dir viel Spaß mit deinem neuen Spielzeug. Vielleicht sollte ich morgen doch zu dir kommen, dann können wir ein bisschen gegeneinander spielen, nach dem lernen, versteht sich

 

Das antwortete ich ihm und dann machte ich mich fertig und ging zum Shooting.

 

Es würde mal wieder ein langer Tag werden, aber das kannte ich nun schon.

 

Die Mittagspause war zeitlich begrenzt und so ging ich nur rüber ins Café, um mich irgendwie zu stärken. Ausgerechnet dort musste ich auf meinen Ex treffen.

 

''Hey Greg, du siehst gut aus. Bist du etwa wieder in festen Händen'', kam es von Bryan.

 

''Hallo Bryan'', begrüßte ich ihn und merkte sofort wieder, warum wir uns getrennt hatten.

 

''Ja, das bin ich!'', antwortete ich ihm deshalb und log ihm somit eiskalt ins Gesicht.

 

Er rümpfte die Nase und ließ mich zum Glück in Ruhe. Aber ich kannte ihn viel zu gut und wusste, dass er da nochmal nachhaken würde.

 

Ich aß schnell etwas und trank ausgiebig, bevor ich wieder an die Arbeit ging. Erst spät Abends war ich wieder zu Hause und fiel todmüde ins Bett.

 

*-*-*

 

Bis frühmorgens um 5 Uhr, hatte ich gezockt, erst dann fiel ich müde ins Bett und schlief einfach nur selig ein.

 

Ich war im Moment einfach nur super glücklich.

 

Als ich erwachte war es schon fast Nachmittag und ich sah auf mein Handy, wegen der Uhrzeit, da entdeckte ich die SMS von Greg und musste irgendwie lächeln, dann antwortete ich ihm:

 

Okay, dann kommst du eben zu mir. Ich freu mich drauf. Ganz liebe Knuddelgrüße, Damien.

 

Dann schrieb ich noch meine Adresse hinein und schickte die SMS dann an ihn ab.

 

Schließlich stand ich auf, machte mich frisch und ging erst mal nach unten in die Küche, wo ich erst mal was aß und mich sogleich wieder in mein Zimmer verzog und weiter zockte.

 

Es machte mir einfach nur Spaß und jetzt war ich eh allein. Meine Eltern waren zu Freunden gefahren und hatten mich wahrscheinlich nicht wecken wollen.

 

Irgendwann, es war irgendwie schon wieder Nacht geworden... die zeit schien sehr schnell zu verfliegen.... ging ich wieder zu Bett, denn jetzt konnte ich nicht so lange zocken, wenn ich morgen mit Greg üben wollte.

 

So schlief ich ein und träumte einen wunderbaren Traum... aus dem ich am liebsten nie wieder erwacht wäre.... Greg erschien ebenfalls in meinem Traum...

 

*-*-*

 

Ich schlief sehr lange und wachte erst gegen Mittag wieder auf. Den Schlaf hatte mein Körper aber auch wirklich gebraucht.

 

Ein ausgiebiges Frühstück gönnte ich mir, bevor ich mich gründlich duschte und pflegte.

 

Dann zog ich mir noch etwas schickes an und stylte mich.

 

Es war viertel vor 2, als ich mit dem Rad losfuhr. Damien wohnte nicht weit von mir und so war ich schon nach fünf Minuten bei ihm.

 

Draußen stellte ich mein Rad an die Hauswand und schloss es ab. Dann drückte ich auf die Klingel und musste mir eingestehen, irgendwie nervös zu sein.

 

Aber ich freute mich auch sehr Damien wiederzusehen.

 

*-*-*

 

Was für ein schöner Tag heute war. Die Sonne schien und ich war glücklich.

 

Ich stand heute mal sehr zeitig auf, machte mich fertig, zog mir natürlich schicke Klamotten an und versuchte mich darauf zu konzentrieren, wie ich Greg eine bessere Hilfe sein konnte.

 

Jetzt dachte ich mal nicht ans Spielen, ich musste mich konzentrieren... was nicht gerade sehr einfach war, da mir Greg im Kopf herum spukte und mich nicht arbeiten ließ... egal was ich versuchte.

 

Endlich hatte ich es doch vermocht und mir einen guten Plan zurecht gelegt, als es um kurz vor 2 an der Tür klingelte.

 

Ich holte tief Luft und ging dann an die Tür. Meine Eltern waren noch immer nicht daheim, denn sie hatten sich das ganze Wochenende "frei" genommen.

 

Schließlich öffnete ich die Tür und sah Greg davor stehen.

 

Lächelnd begrüßte ich ihn:

 

"Hey Greg, schön, dass du da bist. Bitte, komm doch rein."

 

Nachdem er das Haus betreten hatte, schloss ich hinter ihm die Tür und geleitete ihn hoch zu meinem Zimmer.

 

"Bitte, setz dich doch.", bat ich ihn, dann holte ich zwei Gläser und eine Flasche Mineralwasser. Alles stellte ich auf den Tisch. Auch ein wenig Nervennahrung, in Form von Chips und Schokolade, stellte ich in einem kleinen Schälchen dazu.

 

*-*-*

''Hallo Damien'', begrüßte ich ihn ebenfalls.

 

Ich ging dann mit ihm in sein Zimmer und bediente mich auch gleich bei der Schokolade. Man sah es mir vielleicht nicht an, aber ich konnte zum Glück essen was ich wollte.

 

''Danke'', antwortete ich, ''Schön hast du es hier.''

 

Es war wirklich schön eingerichtet und steckte irgendwie sehr viel Liebe im Haus. Jetzt war ich der Derjenige, der mit Tränen zu kämpfen hatte.

 

Denn das hier war es eigentlich was ich die ganze Zeit wollte - Ein richtiges Zuhause haben!

 

Meine Eltern hatten mein Schwulsein nie wirklich akzeptiert und standen mir deswegen auch nicht mehr nahe. Nach der Trennung von Bryan hatte ich nur Rückschläge erlitten und sehnte mich wieder nach Geborgenheit.

 

''Wow, sorry. Ich weiß gar nicht was mit mir los ist'', versuchte ich die Situation zu erklären.

 

*-*-*

 

"Danke, mir gefällt es auch sehr.", erwiderte ich und setzte mich zu ihm.

 

Gerade wollte ich von Mathe anfangen, als ich merkte, dass er irgendwie mit Tränen zu kämpfen hatte... hörte ich es doch an seiner Stimme.

 

Ich sah ihn lieb an, überwand mich ein wenig, zog ihn sanft zu mir heran und nahm ihn lieb in die Arme, während ich zärtlich seinen Rücken streichelte.

 

"Schhh... ist ja gut. Was hast du denn, hm?", fragte ich ihn flüsternd und besorgt.

 

Er tat mir mit einem Mal so unglaublich leid, dass mir auch die Tränen in die Augen stiegen, und doch wusste ich nicht so wirklich, was ich für ihn hätte tun können.... fühlte mich so hilflos.

 

Ich wollte ihn so gern trösten, aber ich wusste nicht, was ihm fehlte... warum er so traurig war.

 

"Hey... wenn... also, wenn du reden magst... ich... höre dir gern zu... und ich bin immer für dich da, wenn du ...magst. Ich... hab dich echt... gern... und... würde dir... gern helfen... wenn... na ja... du mich... lässt.", stotterte ich wieder vor mich hin.

 

Auch wenn ich nicht wusste, wie er zu mir stand... ob er mich irgendwann auch hänseln oder beleidigen würde... so wollte ich ihm doch helfen.

 

Es lag einfach in meiner Natur, trotz allem, anderen zu helfen... egal ob sie mich nun mochten oder eben nicht.

 

Und jetzt wollte ich einfach für Greg ein wenig da sein... ihm helfen... für ihn da sein...

 

*-*-*

 

Die Umarmung sehr genießend vergrub ich mein Gesicht an Damiens Brust. Nun liefen die Tränen einfach und ich konnte nichts dagegen tun.

 

Einen Moment brauchte ich, um mich zu beruhigen. Dann löste ich mich ein wenig und wischte die Tränen weg.

 

''Danke, ich denke es geht schon wieder'', sagte ich, ''Weißt du eigentlich wie gut du das hast. Du hast zumindest eine Familie. Ich habe eigentlich Niemanden. Nach meinem Outing meiden mich meine Eltern und Freunde habe ich sowieso keine.

 

Nur mein Ex Freund der nervt...''

 

Dann holte ich einmal tief Luft und nahm mir erst mal etwas zu trinken, was ich auch in einem Zug leerte.

 

*-*-*

 

So gut ich konnte, versuchte ich Greg zu trösten und nach allem was er mir gerade erzählte, konnte ich gut nachempfinden was er fühlte und wie es ihm ging.

 

"Hey, ich weiß, was du fühlst... mir geht es nicht so sehr viel anders. Du stehst auf Männer, ja? Das finde ich nicht schlimm... selber weiß ich aber nicht ob ich Mädchen oder Männer mag.

 

Na ja, ich schaue niemals Mädchen nach... eigentlich immer Männern... kein Plan ob das was zu bedeuten hat.

 

Ich mein, wenn du magst, können wir uns ja gegenseitig öfter besuchen, meine Eltern haben sicher nichts dagegen, wenn du ab und zu hier bist und vielleicht auch mal hier bleibst... natürlich nur wenn du magst.", erklärte ich ihm ruhig und versuchte weiter ihn irgendwie zu trösten.

 

Er tat mir so unendlich leid, dass ich darüber meine eigenen Sorgen, an der Uni vollkommen unterdrückte... sie fast vergaß.

 

Liebevoll streichelte ich ihm über die Haare und schenkte ihm ein sanftes Lächeln... versuchte ihm so mitzuteilen, dass wir vielleicht Freunde werden könnten und ich ihm nichts böses wollte.

 

*-*-*

 

''Ach so ist das bei dir. Ich hätte schwören können, vom verhalten her bist du auf jeden Fall auch schwul...

 

Ich würde gerne öfters etwas mit dir unternehmen...'', sagte ich dann ruhig.

 

Es ging nun schon wieder und ich hatte mich beruhigt.

 

''Wäre es schlimm, wenn wir heute nicht lernen?'', fragte ich dann zaghaft nach.

 

Irgendwie war mir nicht mehr danach und Damiens PlayStation lachte mich total an. Einfach ein bisschen abschalten wäre jetzt gut.

 

Unsicher schaute ich in Damiens Augen und legte ein Lächeln auf meine Lippen. Er musste einfach sein okay geben!

 

*-*-*

 

Greg schien schon ganz genau zu wissen, dass ich nicht nein sagen konnte. Ich war eben, in dieser Hinsicht, echt zu blöd.

 

So, er hatte also wirklich auch gedacht, dass ich schwul wäre... hmm... genau wie meine Mitschüler.

 

"So ganz passt mir das nicht.... aber okay... dann lernen wir eben heute nicht. Ich würde auch gern mal etwas mit dir unternehmen, sofern es meine Zeit erlaubt.", gab ich nach.... eben wie immer.

 

Nur nebenbei fügte ich hinzu:

 

"Wie gesagt, ich weiß nicht ob ich schwul oder hetero bin. Ich habs nie ausprobiert... und folglich nie eine ...Beziehung oder so was. Ähm... was sollen wir stattdessen tun, hm?"

 

Ich sah ihn an und musste erst mal einen Schluck trinken, anschließend stand ich auf und räumte meine Lernsachen erst mal ordentlich weg, die wurden ja jetzt eh nicht benötigt.

 

Ich wurde nachdenklich, doch ließ ich es mir nicht anmerken... versuchte gelassen zu bleiben.

 

*-*-*

 

''Wenn du willst, können wir es ja ausprobieren, ob es dir mit einem Mann gefallen würde...'', sagte ich gelassen zu ihm.

 

''Falls es dir nicht gefällt, stehst du definitiv auf Frauen. War natürlich nur so eine Idee... wir können auch einfach ein wenig PlayStation spielen...'', fügte ich hinzu.

 

Nicht, dass es mir peinlich gewesen wäre, aber ich hatte irgendwie Angst Damien könnte es falsch auffassen. Eigentlich wollte ich ihm nur helfen und außerdem hatte ich ihn sehr gern.

 

Vielleicht übereilte ich auch gerade alles und würde es bereuen, aber ein Versuch war es wert.

 

*-*-*

 

Bei seinen Worten wurde mein Gesicht sogleich puterrot und ich hatte das Gefühl, als würde es glühen.

 

Hatte er mir gerade echt vorgeschlagen auszuprobieren, wie es sich mit einem Mann anfühlen würde?

 

Mich erfasste die Unsicherheit und ich war nun schon ein wenig aufgeregt, dennoch nickte ich einwilligend.

 

"Okay... ich ...ähm... also... probieren wir es... aus... ich... würde es ...gern... auch wissen... wollen...", erwiderte ich verlegen, senkte dann meinen Blick, konnte seinem nicht mehr standhalten.

 

Ich fragte mich, wie es sich anfühlen würde... kannte ich es doch nicht. Aber ich war auch neugierig genug, um es wirklich probieren zu wollen.

 

*-*-*

 

Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht, denn ich freute mich darüber, dass Damien es probieren wollte.

 

Sanft klopfte ich neben mir, damit er sich wieder zu mir setzte.

 

''Setz dich wieder. Ich verspreche dir, dass ich nichts tun möchte, was du nicht willst. Wenn etwas nicht okay ist oder sich seltsam anfühlt, dann sag es mir einfach. Dann höre ich sofort auf!'', erklärte ich ihm und versuchte seinen Blick zu erhaschen.

 

Er schien verlegen zu sein und gerade das machte ihn so unglaublich niedlich. Es zog mich magisch an und für einen Moment vergaß ich den Stress der letzten Tage und meine Sorgen.

 

Jetzt gab es nur Damien und mich. Ich war sehr gespannt, wo das hier hinführen würde.

 

*-*-*

 

Ich nickte, auf das was er gesagt und mir angeboten hatte und ich war neugierig genug, um sein Angebot anzunehmen.... mich überraschen zu lassen.

 

Noch etwas zaghaft ging ich wieder auf das Bett zu und setzte mich neben Greg. Noch immer sehr schüchtern sah ich ihn erwartungsvoll an, konnte seinem Blick dann aber doch nicht so wirklich standhalten.

 

Ich glaubte ihm, dass er nichts tun würde, das ich nicht wollte. Natürlich wusste ich nicht was mich erwartete, aber ich war nicht abgeneigt, denn er war sehr hübsch und er hatte einen total tollen Körper.

 

Würde ich jetzt wirklich meine ersten Erfahrungen auf einer, für mich, ganz neuen Ebene machen?

 

*-*-*

 

Liebevoll schaute ich Damien an und legte erst mal den Arm um ihn, zog ihn näher an mich ran. Er war wirklich niedlich, auch wenn er größer war als ich.

 

Sanft hob ich sein Kinn, zwang ihn so mich anzuschauen und dann legte ich meine Lippen auf die seinen.

 

Schloss dabei genießend die Augen und genoss seine weichen Lippen für einen Moment.

 

Dann wurde meine Zunge frech und drängte sich zu seinen Lippen vor, bat energisch um Einlass. Meine andere Hand hatte sich unterdessen auf seinen Oberschenkel platziert und streichelte ihn.

 

Erwartungsvoll war ich auf seine Reaktion gespannt.

 

*-*-*

 

Oh man, mein Herz begann nun doch etwas zu rasen, als er seinen Arm um mich legte und mich näher an sich heran zog.

 

Mein Gesicht wurde nun noch etwas röter, als er mich zwang ihm in die Augen zu sehen und schließlich schlossen sich meine Augen genießend, als er mich so sanft küsste und ich es nicht fassen konnte, wie absolut weich sich seine Lippen anfühlten.

 

Den Kuss erwidernd spürte ich plötzlich seine Zunge an meinen Lippen, die ich instinktiv öffnete und seine Zunge in meiner Mundhöhle willkommen hieß. Meine Zunge begann mit seiner ein wenig, wenn auch noch sehr scheu, zu spielen.

 

Mir gefiel, was ich spürte und irgendwie hatte ich das Gefühl mehr zu wollen.

 

Schon spürte ich seine Hand auf meinem Oberschenkel, was sich für mich erst mal seltsam und ungewohnt anfühlte... meinem Körper jedoch sehr zu gefallen schien, denn ich spürte, wie sich langsam in meiner Hose etwas zu regen begann.

 

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel überfielen mich diese unbekannten, aber sehr schönen Gefühle und ich seufzte leise in den Kuss hinein, während meine Hände zögernd seinen Oberkörper forschend ertasteten.

 

*-*-*

 

Es war wunderschön ihn zu küssen, doch ausgerechnet jetzt musste mein Handy klingeln.

 

Unfreiwillig löste ich den Kuss und zog mein Handy aus der Tasche.

 

Wer sollte es auch anderes sein, als mein Ex. Erst wollte ich ihn wegdrücken, aber dann siegte die Neugier und ich nahm ab.

 

''Ja?'', meldete ich mich etwas genervt.

 

''Na, störe ich etwa?'', kam es prompt von Bryan, ''Habe dein Rad hier vor der Tür, dieses Strebers gesehen. Erzähl mir nicht, dass er dein NEUER ist!''

 

''Ich wüsste nicht, was dich das angeht...'', erwiderte ich gereizt.

 

''Ha, also doch!... Lasst euch mal zusammen sehen! Ich steh draußen und lass gleich die Luft aus deinen Reifen'', sagte Bryan noch, bevor er auflegte.

 

''Das wagst du nicht!'', schrie ich noch, bevor ich das tuten resignierte.

 

Mit den Augen rollend erhob ich mich und griff nach Damiens Hand.

 

''Mein Ex ist draußen und er will die Luft aus meinen Reifen lassen. Tu mir bitte einfach den Gefallen und spiel mit. Ich hab ihm irgendwie gesagt, dass du mein neuer Lover bist. Sorry dafür!!! Aber ich hatte gehofft, dass ich ihn so los werde. Dabei hab ich alles nur noch schlimmer gemacht.

 

Außerdem hätte ich es dir sagen müssen. Es tut mir leid, aber bitte komm jetzt einfach mit mir raus'', bat ich Damien, während ich an seiner Hand zog und nach draußen wollte.

 

Ich konnte mir denken, dass mein Ex nur sehen wollte, dass wir wirklich zusammen waren. Er glaubte mir nämlich kein Wort.

 

*-*-*

 

Er hatte was?! Au man, na toll... ich wusste doch, dass es bei der ganzen Sache mit ihm einen Haken geben musste.

 

Ich hatte auch sein Gespräch am Handy genau mitverfolgt... der andere hatte ja auch laut genug gelabert.

 

Und nun auch noch sein Geständnis.... dann zog er mich mit sich... das würde er nicht umsonst gemacht haben... na warte...

 

Langsam begann mein eigentlich gutes Herz richtig böse zu werden... nicht mehr länger wollte ich mir alles gefallen lassen... ja, ich würde jetzt mitspielen und danach würde ich ihn einfach zum Mond schießen... ohne Rückfahrkarte.

 

Und seine Nachhilfestunden... ebenso wie eine eventuelle Freundschaft konnte er sich dann ebenfalls abschminken.

 

Nun wurde mir so einiges klar... ich war mit meinen 16 Jahren sehr viel größer als er und auch als die meisten anderen an der Uni... und nun würde ich mich zu verteidigen wissen...

 

Doch jetzt ging ich erst mal mit ihm raus und spielte dieses perverse Spielchen ein letztes Mal mit....

 

*-*-*

 

Bryan hockt bei meinem Fahrrad und rauchte eine, als wir draußen ankamen. Ich war so froh, dass Damien mitkam.

 

''Ach, da ist ja das süße Pärchen'', kam es frech von ihm und ich zuckte zusammen und drückte dabei Damiens Hand fester.

 

Bryan musterte uns genau und schaute auch auf unsere Hände.

 

''Hör zu, warum gehst du nicht einfach. Ich will nichts mehr von dir, wann kapierst du das endlich?'', machte ich ihn an und bemerkte gar nicht wie meine Hände anfingen zu zittern.

 

Aber Bryan grinste nur.

 

''Ihr seid nicht zusammen, und dass du nichts von mir willst ist eine Lüge!'', sagte er und ich stand sprachlos da, wusste dem nichts entgegenzubringen.

 

*-*-*

 

Man, der Typ nervte echt. Sollte ich mich da einmischen... nun, wenn ich damit beide gleichzeitig loswerden konnte... umso besser.

 

Meine Rechnung mit Greg würde ich später begleichen können.

 

"Hör mal zu, Bryan. Mir ist es so ziemlich egal, was du glaubst oder eben nicht...", begann ich meine Stimme drohend zu erheben: "Greg und ich sind zusammen und jetzt verzieh dich! Das hier ist das Grundstück meiner Eltern und du hast hier nichts verloren... hau ab... aber schnell, kapiert?! Sonst kann ich auch ganz schnell die Bullen rufen... klar soweit?!", dabei baute ich mich bedrohlich vor ihm auf... was aufgrund meiner Größe wahrscheinlich gut rüber kam.

 

Ich wusste nicht mal, wo ich plötzlich den Mut her nahm, aber im Moment war es einfach so... ich war einfach nur noch wütend... auf alles und jeden.

 

*-*-*

 

Beeindruckt schaute Bryan, Damien an und auch ich wunderte mich, musste aber ein wenig Grinsen.

 

''Hey, mach mal langsam. Ich will doch gar keinen Ärger'', kam es von Bryan, der sich nun langsam zurückzog.

 

Irgendwie war mir aber, dass es noch nicht vorbei war und er es nicht wirklich kapiert hatte.

 

Als er außer Reichweite war, lehnte ich mich an Damiens Schulter.

 

''Danke!'', seufzte ich, ''Tut mir leid, wirklich! Ich wollte ihn doch nur loswerden und dich da nicht mit reinziehen.

 

Ich mag dich halt sehr und hatte gehofft, dass wir zusammen kämen. Da war das irgendwie naheliegend...

 

Du bist sicher jetzt sauer, stimmts?''

 

*-*-*

 

Als dieser Typ endlich weg war, sah ich Greg nun wirklich sehr sauer an und wenn Blicke töten könnten, wäre er jetzt tot umgefallen.

 

"Ob ich sauer bin?! Das fragst du mich jetzt nicht wirklich!", erwiderte ich mit drohend ruhiger Stimme und entzog ihm meine Schulter: "Du... kannst direkt auch gehen... schnapp dir deine Sachen und lass dich bei mir nie wieder sehen... klar soweit?!"

 

Ich war wütend... ich war einfach wütend und übelst verletzt.

 

"Ja, ja, ich sollte wohl den Lückenbüßer spielen, oder was? Vergiss es einfach... nicht mit mir! Du wolltest mit mir zusammen kommen?! Tze... glaubst ernsthaft, dass ich dir das abkaufe?! Und ich dachte echt, wir könnten Freunde werden... dass man sich so in jemandem täuschen kann...", ich schüttelte den Kopf ...war enttäuscht... den Tränen nahe und hätte ihm am liebsten eine rein gehauen, aber ich war eben kein gewalttätiger Typ.

 

Nach dieser Ansage, ging ich ins Haus hinein... ließ aber die Tür offen, denn Greg brauchte ja noch seine Sachen... danach würde ich niemanden mehr sehen wollen...

 

*-*-*

 

Die Ansage hatte mehr als gesessen, also ging ich hinein und holte meine Sachen, ohne es zu wagen, Damien anzusehen.

 

Ich ging einfach wieder raus und schnappte mir mein Rad. Zum Glück hatte Bryan keine Luft rausgelassen, so konnte ich nach Hause fahren.

 

Tränen liefen mir über die Wangen und ich konnte kaum mehr die Straße sehen, fuhr beinahe jemanden um. Der rief noch lautstark hinter mir her.

 

Schließlich hielt ich an und wer stand vor mir? Bryan!

 

''Du Arschloch!'', fauchte ich ihn an, aber anstatt, dass er etwas sagte, nahm er mich einfach in die Arme. Mein Rad fiel zu Boden und ich lehnte mich an ihn und heulte einfach nur.

 

Als ich mich ein wenig gefangen hatte, nahm Bryan mein Rad und wir gingen zu mir nach Hause. Keine Ahnung warum ich ihn mitnahm? Es tat vielleicht einfach gut, dass jemand da war. Sonst hatte ich ja keinen.

 

*-*-*

 

Nachdem Greg gegangen war, warf ich die Haustür mit voller Wucht zu. Ich wollte niemanden mehr sehen und zur Uni würde ich auch nicht mehr gehen.

 

Ich würde mir einfach etwas anderes suchen, das ich lernen konnte, oder vielleicht gab es ja eine andere Uni, wohin ich gehen konnte... ich würde sogar bis in die nächste Stadt fahren... aber in diese Uni würde ich nicht mehr gehen.

 

Schließlich nahm ich von meiner Mutter etwas Haarfärbemittel und begann meine langen feuerroten Haare in ein tiefes Schwarz zu färben.

 

Ich war einfach nur noch verletzt... hatte wirklich gehofft mit Greg Freundschaft schließen zu können... aber nun... war ich nur noch einsam und allein... hatte niemanden mehr, außer meine Eltern.

 

Nach etwa einer Stunde hatte ich es geschafft und meine Haare waren tiefschwarz... es passte irgendwie zu meinem sehr bleichen Gesicht... so glich ich fast schon einer Leiche.

 

Aber genau das passte jetzt zu mir und meiner Stimmung.

 

Wieder in meinem Zimmer, schloss ich die Tür, warf mich aufs Bett und weinte einfach nur bitterlich... konnte mich nicht beruhigen.

 

*-*-*

 

Bryan hatte mich nach Hause gebracht und tröstete mich, kümmerte sich ein wenig um mich. Es tat gut jemanden da zu haben. Ich genoss die Vertrautheit und Nähe, doch ließ ich ihn nicht ganz an mich heran.

 

Sicher war es lieb von ihm gemeint, aber mein Herz schlug nicht mehr für ihn.

 

Leider hatte ich, wie schon so oft, mal wieder einen Korb bekommen. Damit musste ich wohl Leben.

 

Dabei hatte ich mich so sehr in Damien verliebt. Bryan verstand mich und gab endlich nach.

 

Er war bereit zumindest als Freund für mich da zu sein.

 

Die nächsten Tage waren wie immer stressig. Ich hatte viel Arbeit und viele Vorlesungen.

 

Aber richtig konzentrieren konnte ich mich bei keinem von Beiden!

 

*-*-*

 

Anders als von mir geplant, ging ich die nächsten Tage doch wieder in die Uni und wurde natürlich schräg angesehen... wegen der schwarzen Haare... und den schwarzen Klamotten.... auch ein sehr langer schwarzer Ledermantel fehlte nicht... ich sah aus wie eine Leiche auf Urlaub.

 

Allerdings musste ich mir nun keine dämlichen Kommentare mehr anhören... jetzt gingen sie mir nur noch aus dem Weg.

 

Im Unterricht arbeitete ich nicht mehr mit... vergrub mich noch mehr in mich selbst und ließ auch niemanden mehr an mich heran... auch keine Dozenten oder Professoren.

 

Inzwischen war ich so tief verletzt, dass ich mir nur noch den Tod wünschte. Selbst bei meinen Eltern fand ich keinen Halt mehr...

 

Dabei sehnte ich mich eigentlich so sehr nach Greg... mein Herz und meine Seele schmerzten... einfach nur noch...

 

*-*-*

 

Nach ein paar Tagen war ich seelisch so fertig, dass ich auf der Arbeit zusammenbrach. Ich hatte weder richtig gegessen, noch getrunken oder gar geschlafen. Alles machte mich fertig.

 

Letzten Endes wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert und da in meinem Handy nur zwei Nummern eingespeichert waren, bekamen auch nur Bryan und Damien bescheid.

 

Bryan eilte sofort ins Krankenhaus und versuchte auch meine Eltern zu erreichen.

 

Ich hing am Tropf und bekam nur verschwommen etwas von Außen mit.

 

*-*-*

 

Gerade war ich wieder zuhause angekommen, als ich auf meinem Handy die Nachricht bekam, dass Greg im Krankenhaus läge.... und musste sogleich wieder losweinen.

 

Meine Tasche hatte ich irgendwo in eine Ecke gestellt und machte mich auf den Weg ins Krankenhaus. Vollkommen geschwächt, weil ich seit einigen Tagen nicht geschlafen und auch sonst nichts zu mir genommen hatte... was für meine schon sehr schlanke Statur nicht gerade gesund war... dazu kamen dann noch die Tränen, wodurch ich alles nur noch sehr verschwommen sehen konnte.

 

So überquerte ich irgendwo eine Straße... zumindest versuchte ich es und brach, mitten auf der Straße zusammen, wurde dann noch von einem Auto angefahren und verlor das Bewusstsein...

 

*-*-*

 

Der Fahrer des Autos stoppte den Wagen sogleich und stieg aus. Mit seinem Handy rief er sogleich den Krankenwagen und die Polizei an, die wenig später am Unfallort eintrafen.

 

So wurde Damien ins Krankenhaus eingeliefert und musste auch gleich operiert werden.

 

Seine Eltern wurden informiert, deren Nummern man in Damiens Handy gefunden hatte.

 

Etwas später trafen diese dann auch im Krankenhaus ein, wo sie noch ziemlich lange warten mussten.

 

Einige Stunden später wurde Damien aus dem OP auf die Intensivstation gefahren, während sich der Chirurg mit den Eltern unterhielt, die ihn sorgenvoll angesprochen hatten.

 

"Ich will ehrlich mit ihnen sein. Damien hatte schlimme innere Verletzungen und ist derzeit dem Tode näher als dem Leben. Wenn er die nächsten drei Tage überlebt, hat er es geschafft. Aber ich kann leider nichts versprechen, denn ihr Sohn ist sehr geschwächt. Er ist viel zu dünn und scheint schon länger nichts mehr zu sich genommen zu haben."

 

Damiens Eltern sahen erst den Arzt, dann sich gegenseitig sehr erschrocken an... die Mutter begann sogleich zu weinen, während der Vater sie zu trösten versuchte.

 

"Können wir zu ihm?"

 

"Ja, aber nur kurz, er braucht Ruhe."

 

"Danke."

 

Beide wurden dann auf die Intensivstation gebracht und durften Damien kurz besuchen, der noch immer nicht erwacht war, sehr schlecht aussah, an mehreren Schläuchen hing, künstlich beatmet wurde und mehrere Verbände an seinem Körper hatte.

 

*-*-*

 

''Hey, mein Hübscher, was machst du denn für Sachen?'', kam es von Bryan, als ich einigermaßen wieder zu mir kam.

 

Als ich jedoch versuchte zu sprechen, legte er seinen Finger auf meine Lippen.

 

''Schhh, dafür ist es noch zu früh! Du hast deinen Körper ganz schön geschunden. Jetzt brauchst du erst mal Ruhe!... Deine Eltern werden wohl nicht kommen, sie wissen aber bescheid'', kam es dann von Bryan und man merkte an seiner Stimme, wie sehr er sich bemüht hatte.

 

Müde schloss ich wieder die Augen und genoss seine Hand an meiner Wange. Von allem andern hatte ich nichts mitbekommen...

 

*-*-*

 

Noch während des Besuches seiner Eltern, bekam Damien nun doch einen Herzstillstand.

 

Dr. Urban, bitte auf die Intensivstation... Dr. Urban, bitte auf die Intensivstation!, kam es warnend aus den Lautsprechern

 

Die Geräte schlugen Alarm und gaben einen warnenden, gleichbleibenden Ton von sich, auf dem Monitor waren alle Linien flach ...die Mutter begann sogleich zu weinen, während der Vater das Zimmer verließ und einen Arzt holen wollte, der allerdings, mit einigen Schwestern, schon angerannt kam und die Eltern raus schickte.

 

Der Arzt und die Schwestern bemühten sich nach Kräften... gaben wirklich alles und immer wenn sie dachten, alles wäre gut, setzte Damiens Herz wieder und wieder aus.

 

Erst als sie schon aufgeben wollten und nur noch einen allerletzten Versuch, um Damiens Leben zu retten, starteten... kam Damien zurück... sie hatten es geschafft!

 

Der Arzt stellte noch einmal prüfend die Geräte und den Tropf nach, eine Schwester deckte ihn wieder sanft zu, dann verließen alle den Raum.

 

Der Arzt berichtete den Eltern was los war, doch durften sie nun erst mal nicht wieder zu ihrem Sohn, da dieser jetzt wirklich strickte Ruhe brauchte und eben noch immer nicht übern Berg war. Immer noch konnte es schief gehen.

 

*-*-*

 

Nur beiläufig bekam ich mit, dass der Arzt da war und mit Bryan redete.

 

Ich musste ein wenig geschlafen haben, doch jetzt war ich voll da. Suchend schaute ich mich um.

 

''Na, wie geht es uns denn?'', fragte mich der Arzt und ich schaute rüber zu Bryan.

 

''Es geht schon wieder, denke ich'', antwortete ich.

 

''Gut! Sie werden noch zur Beobachtung über Nacht hier bleiben und wenn sie versprechen besser auf sich acht zu geben, können sie morgen nach Hause'', sagte der Arzt und dann verließ er das Zimmer.

 

''Da werde ich wohl ein wenig auf dich aufpassen müssen, wie es aussieht'', grinste Bryan.

 

''Eigentlich hatte sie Damien auch angerufen. Aber wie es aussieht, ist er nicht gekommen. Ich habe ihn zumindest nicht gesehen'', sprach er dann ruhig weiter, während er sich zu mir aufs Bett setzte und meine Hand nahm.

 

''Verstehe...'', brachte ich nur hervor und musste meine Tränen runterschlucken, versuchte Bryan anzulächeln.

 

''Ich bin für dich da!'', versicherte Bryan mir und streichelte meine Hand.

 

Gedankenverloren richtete ich mich auf und schaute aus das Fenster hinaus. Meine Eltern wollten mich nicht sehen... Damien anscheinend auch nicht... Eigentlich hatte ich nur Bryan.

 

''Brauchst du irgendetwas? Kann ich irgendetwas holen?'', wollte er dann von mir wissen.

 

''Fernsehen wäre gut und vielleicht irgendwas zum Naschen'', antwortete ich leise.

 

''Alles was du willst, bekommst du. Vor allem Essen!'', sagte Bryan noch, dann stand er auf und kümmerte sich um alles.

 

Vielleicht sollte ich ihm doch nochmal eine Chance geben. Er bemühte sich schließlich sehr.

 

Ich holte noch einmal tief Luft, dann kuschelte ich mich in meine Decke ein und wartete darauf, dass Bryan wieder zurückkam.

 

*-*-*

 

Damiens Eltern konnten sich nicht beruhigen und sie wollten auch nicht nach Hause gehen, ohne zu wissen, dass es ihrem Sohn wieder besser gehen würde.

 

Damiens Mutter wurde zwischenzeitlich ein Beruhigungsmittel verabreicht, da sie zusammengebrochen war. Nur der Vater schien die Nerven zu behalten.

 

Mehrere Stunden später kam eine Schwester auf die Eltern zu und sprach sie an:

 

"Wenn sie möchten können sie Damien jetzt besuchen gehen... er ist wach, aber bitte regen sie ihn nicht auf."

 

Die Beiden nickten brav und gingen ins Zimmer ihres Sohnes. Beide rissen sich arg zusammen, wollten nicht, dass er sich Sorgen machen musste.

 

Sie sahen ihn an und freuten sich, dass er wieder bei ihnen war.

 

Aber Damien weinte und wand sich von seinen Eltern ab.

 

Nur sehr leise konnten sie vernehmen, wie er sagte:

 

"Warum haben sie mich nicht einfach sterben lassen?", dann schwieg er wieder, während seine Mutter weinend aus dem Zimmer rannte und der Vater kopfschüttelnd hinterher.

 

Sie verstanden nicht was mit ihm los war. Er hatte sich ihnen ja auch nicht anvertraut.

 

Kurz bevor er wieder einschlief, dachte er nur noch:

 

Ihr werdet mich nicht retten können... ich will sterben.... danke Greg, für diese Enttäuschung... das war einmal zu viel....

 

Dann war er wieder eingeschlafen.

 

*-*-*

Bryan versorgte mich mehr als gut und ich versuchte auch wieder zu lachen, nicht mehr an Damien zu denken. Auch wenn es mir sehr schwer fiel.

 

Mein Ex Freund blieb noch lange, bis er von einer Schwester vor die Tür gesetzt wurde. Doch er versprach mich am nächsten Tag abzuholen.

 

Die Nacht schlief ich mehr oder weniger gut und als am nächsten Morgen Visite war, durfte ich tatsächlich nach Hause.

 

Bryan kam gerade, als die Ärzte gingen und begleitete mich nach Hause. Er kümmerte sich um mich und ging dann erst mal für mich einkaufen.

 

Nachdem ich geduscht und mich umgezogen hatte, setzte ich mich auf die Couch, um auf Bryan zu warten.

 

Doch überkam es mich und ich schrieb Damien eine SMS:

 

Hallo Damien, ich würde es sehr begrüßen, wenn wir nochmal über alles reden könnten. Mir tut es wirklich sehr leid und meine Gefühle für dich sind aufrichtig! Bitte lass uns zumindest noch einmal reden. Wenn du mich dann nie wieder sehen willst, werde ich das akzeptieren! Lg Greg

 

Ich überlegte hin und her, ob ich die Nachricht wirklich abschicken sollte. Tat es dann aber!

 

*-*-*

 

Damiens Eltern waren inzwischen nun doch wieder zuhause, auch wenn es ihnen sehr schwer fiel.

 

Dann hörten beide das Handy Ihres Sohnes klingeln, das sie mit sich genommen hatten, da im Krankenhaus ja kein Handy erlaubt war.

 

Der Vater las die SMS und antwortete:

 

Hallo Greg, Damien liegt im Krankenhaus, auf der Intensivstation. Es tut mir leid, aber wenn du mit ihm reden willst, dann wende dich bitte an ihn. LG, Lymand.

 

Er schickte die SMS dann ab.

 

*-*

 

Im Krankenhaus spielte sich derweil ein Drama ab, denn als Damien erwacht war, hatte er sich sämtliche Schläuche raus gerissen und hatte sich aus dem Bett fallen lassen, dann kroch er zur Tür, die er nur mit größter Mühe öffnen konnte. Er zog sich zitternd und unter großen Schmerzen an der Wand hoch und versuchte zu entfliehen.

 

Die Wunden waren wieder aufgegangen und bluteten stark, aber noch immer gab er nicht auf, er wollte das Krankenhaus verlassen und einfach irgendwo liegen bleiben.

 

Die herbei gelaufenen Schwestern und Ärzte versuchten ihn wieder in sein Zimmer zu bringen, aber er versuchte sich verzweifelt zu wehren... bis er schließlich wieder das Bewusstsein verlor...

 

*-*-*

 

Bryan war gerade vom einkaufen zurück und ich half ihm beim wegräumen, als mein Handy ging. Er war schneller und schaute mich mit hochgezogener Augenbraue an.

 

''Du hast Damien geschrieben?'', hakte er nach, als er den Absender las.

 

''Ja, ich hatte gehofft, wir könnten nochmal über alles reden...'', erklärte ich, ''Was schreibt er denn?''

 

''Soll ichs lesen? Hier, das ist doch deine Post'', sagte er und gab mir mein Handy.

 

Unsicher öffnete ich die Sms und wurde im nächsten Moment Kreidebleich.

 

''Wow, hey, alles okay?'', kam es von Bryan, der mich gleich stützte. Mit Tränen in den Augen gab ich ihm mein Handy und er las ebenfalls die Sms.

 

''Deswegen war er also nicht bei dir. Jetzt wird mir so einiges klar!'', nickte Bryan.

 

Währenddessen lehnte ich weinend an seiner Brust und schluchzte: ''Hoffentlich ist es nichts schlimmes. Wie soll ich denn jetzt mit ihm reden? Auf die Intensivstation dürfen doch nur Familienangehörige...''

 

''Tja. Am Besten, du versuchst dich nun erst mal wieder zu beruhigen. Wir wissen doch noch gar nicht was los ist und dann gehen wir mal zu Damiens Eltern. Vielleicht ist ja jemand zu Hause'', beruhigte Bryan mich und streichelte liebevoll über meinen Rücken.

 

Es tat gut, diese Vertrautheit zu spüren, aber ich war mir sicher, dass ich eigentlich Damien wollte und nicht Bryan.

 

Wie er es nun vorgeschlagen hatte, machten wir uns fertig und er fuhr mit mir zu Damiens Eltern. Wo wir Erwartungsvoll auf die Klingel drücken.

 

Nachdem uns geöffnet wurde, übernahm Bryan das Reden. Er erzählte alles und ließ nichts aus.

 

Gespannt auf die Reaktion der Eltern, schaute ich von der Mutter, zum Vater und wieder zurück. Ich kannte es nun ja schon von meinen Eltern und hoffte, dass Damiens anders reagieren würden.

 

*-*-*

 

Damiens Eltern hörten sich an was Bryan erzählte und sahen Greg prüfend an.

 

"Verstehe,", meinte der Vater verständnisvoll: "dann bist du wahrscheinlich der Grund weswegen er nicht mehr leben will, hm. Versteh mich nicht falsch, ich will dir keine Vorwürfe machen, aber ihr solltet euch wirklich aussprechen.

 

Weißt du was, wir fahren jetzt zu ihm, okay. Und vielleicht solltet ihr wirklich miteinander reden. Ich möchte Damien nämlich nicht verlieren. Er wäre uns gestern schon fast...", nein, weiter konnte der Vater nicht reden, denn die Mutter brach schon wieder weinend fast zusammen.

 

"Wartet kurz, ich hole nur meine Autoschlüssel und nehme euch dann mit, einverstanden?", fragte er und ging kurz ins Haus, wo er die Autoschlüssel holte und dann zum Wagen ging...

 

*-*

 

Derweil mussten Damiens Wunden noch einmal genäht und neu verbunden werden. Auch einen neuen Tropf bekam er und wurde wieder an die Apparate angeschlossen.

 

Damien war noch immer bewusstlos.

 

Dann verließen der Arzt und die Schwestern das Zimmer wieder, nachdem sie sich noch einmal davon überzeugt hatten, dass es Damien soweit gut ging.

 

*-*-*

 

Wir fuhren mit Damiens Vater ins Krankenhaus. Dort angekommen gingen wir auf die Intensivstation. Doch, da ich kein Familienmitglied war, durfte ich nicht mit rein.

 

Ich war total fertig und den Tränen nahe.

 

Während Damiens Vater ohne uns in die Station zu seinem Sohn ging, blieb Bryan cool und redete lange mit dem Arzt.

 

Er schien ihn näher zu kennen und erzählte ihm scheinbar alles. Meine Blicke wanderten aus dem Fenster, während ich mich an die Wand lehnte. So ganz auf dem Damm war ich noch nicht und ein wenig Kraftlos wirkte ich.

 

''Okay'', nickte dann der Arzt, ''Wenn Damiens Vater sein okay gibt, darfst du rein. Es ist gerade Niemand sonst da. Aber verhalte dich ruhig, er darf sich nicht aufregen!''

 

Ich strahlte übers ganze Gesicht und nickte zustimmend.

 

Der Arzt klärte alles kurz mit Damiens Vater ab, dann durfte ich zu Damien rein, während Bryan und Damiens Vater draußen warteten.

 

Vorsichtig ging ich ins Zimmer, während der Arzt vorsichtshalber hinter der Glastür wartete.

 

Unsicher setzte ich mich zu Damien aufs Bett und nahm seine Hand. Er sah schlimm aus und ich hatte mit den Tränen zu kämpfen. Alles war ziemlich viel. Die ganzen Schläuche und Apparate.

 

Aber dann schluckte ich kräftig und versuchte mich zusammenzunehmen.

 

''Damien'', flüsterte ich, ''Das alles wollte ich nicht... Bitte, glaube mir... Du bedeutetest mir so viel... Bitte, verlass mich nicht!''

 

Dann konnte ich nicht mehr und brach weinend auf dem Bett zusammen. Der Arzt war versucht ins Zimmer zu kommen, wartete jedoch noch einen Moment ab.

 

*-*-*

 

Irgendwann erwachte ich aus meiner Bewusstlosigkeit und hörte eine Stimme... eine Stimme, die mir mehr als bekannt vorkam.

 

...Greg...

 

Was suchte er denn hier?

 

Dann spürte ich, wie er auf meinem Bett weinend zusammenbrach.

 

"Greg...", flüsterte ich, konnte kaum sprechen: "...bitte... nicht... weinen...", gern hätte ich ihn gestreichelt und somit ein wenig getröstet, aber ich konnte mich nicht bewegen... mir tat alles weh und ich hatte vom Durst schon ganz trockene Lippen.

 

Vorsichtig versuchte ich dennoch meinen Arm zu heben, es gelang mir, unter verdammt großen Schmerzen, und streichelte seinen Rücken.

 

Ich schloss die Augen wieder... hatte ebenfalls mit Tränen zu kämpfen... und obgleich ich unglaublich müde war und starke Schmerzen hatte, war ich irgendwie froh, dass er hier war.

 

*-*-*

 

Der Arzt hinter der Scheibe lächelte und nickte Bryan und Damiens Vater zu.

 

''Damien'', schluchzte ich und spürte seine Hand auf meinem Rücken.

 

Stürmisch wischte ich meine Tränen weg und schaute ihn an. Auf dem Tisch neben dem Bett stand ein Becher Wasser mit einem Strohhalm. Ich sah Damiens trockene Lippen und half ihn vorsichtig seinen Kopf zu heben, damit er etwas Trinken konnte.

 

So große Angst hatte ich noch nie um jemanden und dabei ging es mir auch noch nicht hundertprozentig gut. Meine Hände zitterten, so dass ich den Becher bald wieder abstellen musste.

 

Wieder kamen mir Tränen und ich versuchte noch etwas zu sagen, aber es ging nicht. Schluchzend drückte ich mich vorsichtig an Damien.

 

*-*-*

 

Dankbar lächelte ich ihn an, nachdem er mir etwas zu Trinken gegeben hatte, dann spürte ich, wie er sich wieder leicht an mich drückte.

 

Meinen Arm hatte ich wieder auf das Bett gelegt, denn ich hatte Schmerzen.

 

Ich merkte schon, dass er Angst um mich gehabt haben musste und ließ nun auch meinen Tränen freien Lauf.

 

"Es... tut mir leid.... bitte.... verzeih mir... meine Worte. Es tut mir so... leid... ich... glaube... ich... habe mich... in d-dich... v-verliebt....", gestand ich Greg... mich entschuldigend.

 

Dann schloss ich die Augen. Ich war so müde und erschöpft und ich hatte solche Schmerzen, dass ich nur noch schlafen wollte.

 

*-*-*

 

''Ich hab mich auch in dich verliebt'', schluchzte ich und streichelte ihn sanft durchs Haar.

 

Der Arzt war nun reingekommen und bat mich zu gehen, da es anstrengend genug für Damien war.

 

''Werde bitte schnell wieder Gesund! Hier darf ich dich eigentlich nicht besuchen...'', sagte ich noch zu Damien, bevor ich einen sanften Kuss auf seine Lippen hauchte.

 

Dann brachte mich der Arzt auch schon nach draußen.

 

Einerseits war ich sehr froh darüber, dass Damien mir seine Liebe gestanden hatte, andererseits hatte ich immer noch wahnsinnige Angst um ihn.

 

Bryan nahm mich gleich tröstend in die Arme und der Arzt lächelte uns noch zum Abschied zu.

 

*-*-*

 

Nachdem zärtlichen Kuss von Greg, lächelte ich ihn noch einmal an, bevor er das Zimmer verlassen musste.

 

Kurz darauf schlief ich auch schon ein.

 

*-*

 

Mein Körper erholte sich im Laufe der Zeit immer mehr, es gab auch keine Komplikationen mehr, so dass ich schon bald in ein normales Zimmer verlegt werden konnte.

 

Meine Eltern besuchten mich täglich und freuten sich über meine Fortschritte. Beinahe täglich brachten sie mir das ein oder andere Geschenk mit. Sie meinten, damit ich schneller gesund werden würde.

 

Etwas später durfte ich auch schon wieder ein wenig aufstehen und herumlaufen... aber noch nicht so viel.

 

Dabei dachte ich viel und oft an Greg und was ich ihm und er mir gestanden hatte. Und ich hoffte so sehr, dass er es wirklich ernst meinte...

 

*-*-*

 

Nachdem ich erfahren hatte, dass Damien wieder in einem normalen Zimmer verlegt wurde, besuchte ich ihn ebenfalls.

 

Ich ging mittlerweile wieder zur Uni und hatte auch meine Arbeit wieder aufgenommen.

 

Nervös kaufte ich einen Strauß Rosen und machte ich auf ins Krankenhaus. Wie es der Zufall wollte, begegnete ich dem Arzt, der mich auf die Intensivstation gelassen hatte.

 

Dieser grinste mich wissend an und ich merkte, wie mir die röte zu Kopf stieg. Trotzdem klopfte ich an Damiens Zimmertür an.

 

Nachdem man mich rein bat, ging ich mit den Rosen voraus ins Zimmer.

 

*-*-*

 

Gerade war ich mal wieder aufgestanden und hatte mich an den Tisch, am Fenster gesetzt, als es an der Tür klopfte und sich, nach meinem herein, die Tür öffnete.

 

Ein Strauß roter Rosen auf zwei Beinen betrat mein Zimmer und ich musste anfangen zu kichern, als ich das sah. Es sah einfach zu komisch aus, dass es mir wirklich ein kleines Lächelnd entlockte.

 

Natürlich wusste ich wer das war... Greg...

 

Langsam stand ich auf und ging auf ihn zu.

 

"Hallo Greg... na, kommst du mich besuchen?", fragte ich ihn und lächelte ihn liebevoll an.

 

*-*-*

 

Damien sah richtig gut aus, endlich konnte er wieder aufstehen und mich richtig begrüßen.

 

''Hallo Damien, die hier sind für dich'', sagte ich und küsste ihn liebevoll auf den Mund.

 

Mein Körper stand förmlich in Flammen vor Aufregung und Erregung, ihn endlich wiederzusehen.

 

Eigentlich hatte ich kaum Zeit, aber für ihn nahm ich sie mir einfach.

 

Ich knuddelte ihn noch zur Begrüßung, wobei ich tief ausatmete. Es tat so gut, ihn in den Armen zu halten.

 

*-*-*

 

Ich wurde direkt rot im Gesicht, als er mit die Blumen überreichte und mich dann auf den Mund küsste.

 

Den Kuss erwiderte ich natürlich und nahm ihn sodann auch ganz lieb in die Arme, drückte ihn sanft an mich.

 

Die Blumen hatte ich erst mal vorsichtig auf den Tisch gelegt, denn ich wollte mich jetzt nicht von ihm trennen... dazu war die Zeit einfach viel zu kurz.

 

*-*

 

Zwei Wochen später wurde ich wieder nach Hause entlassen, musste mich aber noch etwas erholen, bis ich wieder an die Uni gehen konnte.

 

Inzwischen hatte ich mich entschlossen, die schwarzen Haare beizubehalten, da ich fand dass es mir sehr viel besser stand als das rot.

 

Was wohl mein Greg dazu sagen würde?

 

Aber jetzt hatte ich noch etwas Zeit fernzusehen und zu spielen.... bis ich wieder an die Uni musste.

 

*-*-*

 

Die ganzen zwei Wochen, hatte ich Damien jeden Tag brav besucht. Auch wenn die Zeit meist knapp war und ich auch manches Mal nur ein paar Minuten für ihn hatte, zog es mich zu ihm hin.

 

Heute hatte ich mir extra frei genommen, schließlich durfte Damien endlich nach Hause.

 

Nach der Uni sprang ich schnell unter die Dusche und zog mir etwas frisches, bevor ich mit dem Rad nach Damien düste.

 

Ich klingelte aufgeregt und war richtig ungeduldig. Endlich würden wir ein wenig Zeit für uns haben.

 

*-*-*

 

Eben hatte ich den Endgegner in meinem Spiel besiegt, als es an der Tür klingelte und ich sogleich den Controller fallen ließ... die Treppe herunter rannte und auf die Tür zu stürmte.

 

Aufgeregt öffnete ich die Tür und strahlte Greg mit großen Augen förmlich an.

 

"GREG!", freute ich mich und fiel ihm sogleich um den Hals, um ihn dann auch noch sanft zu küssen.

 

Irgendwann löste ich mich wieder von ihm und bat ihn rein:

 

"Sorry, ähm... komm doch erst mal rein.", und lächelte verlegen, während ich ihn in mein Zimmer führte.

 

"Magst du was trinken?", fragte ich ihn.

 

*-*-*

 

Ich freute mich wie ein kleines Kind über die stürmische Begrüßung und erwiderte den Kuss. Dann folgte ich Damien in sein Zimmer und nickte auf seine Frage.

 

''Gerne ein Wasser! Wow, was spielst du? Darf man mitspielen?'', wollte ich dann wissen.

 

Obwohl ich durchaus auch noch andere Absichten hatte, war es nicht verkehrt erst mal ein bisschen was zu spielen. Außerdem wollte ich Damien noch nicht überfordern...

 

*-*-*

 

"Okay, Wasser.", willigte ich ein ging in die Küche und holte eine Flasche Wasser und zwei Gläser. Beide stellte ich auf den Tisch und goss etwas in beide Gläser ein. Dann gab ich ihm ein Glas und das andere behielt ich... nahm auch gleich einen Schluck.

 

"Klar, kannst du mitspielen, dann macht es sogar noch mehr Spaß.", meinte ich grinsend.

 

Dann schloss ich noch einen zweiten Controller an, stellte das Spiel so ein, dass man zu zweit spielen konnte und gab ihm dann den anderen Controller.

 

Dazu erklärte ich ihm einiges zu dem Spiel und was er tun musste.

 

Ich war so richtig in meinem Element und freute mich tierisch, dass ich mit ihm zusammen spielen konnte.

 

*-*-*

 

Ein wenig Grinsen musste ich nun schon, nahm schnell noch einen Schluck von meinem Wasser, bevor ich mich bequem hinsetzte.

 

Sicher hatte ich einiges an Erfahrung mit solchen Spielen und Damien würde sich bestimmt noch wundern. Aber vielleicht ließ ich ihn auch einfach mit Absicht gewinnen.

 

''Der Verlierer muss ein Kleidungsstück ausziehen! Traust du dich?'', grinste ich.

 

Hatte jedoch geplant, ihn erst ein paarmal gewinnen zu lassen, bevor ich zurück schlagen würde...

 

*-*-*

 

Eben sollte ich zu zocken anfangen, als diese Frage von Greg kam und ich schüchtern zu Boden schaute.

 

"Ich... ähmm.... ich... weiß nicht.", hörte ich mich stottern, während mein Gesicht mal wieder im schönsten Rot zu leuchten begann und mein Herz einen schnellen Dauerlauf hin legte.

 

Dennoch nickte ich ein wenig... fast unmerklich.

 

Jedoch versuchte ich das Gesagte gleich zu verdrängen und begann einfach nur zu spielen.

 

Mein Gesicht nahm nun wieder eine normale Farbe an und ich konzentrierte mich einfach nur noch aufs spielen.

 

*-*-*

 

Sicher wusste ich, wie peinlich es Damien zu sein schien und ich war mir auch durchaus bewusst, dass wir nicht direkt aufs ganze gehen würden. Dennoch wollte ich zumindest ein bisschen mit ihm schmusen und das er so verlegen reagierte, fand ich total süß.

 

Wie geplant ließ ich ihn die ersten drei Runden gewinnen und saß nun nur noch in Shorts neben ihm. Meine Schuhe, meine Hose und mein Oberteil hatte ich bereits ausziehen müssen.

 

Dann konterte ich jedoch gekonnt und Damien verlor, ganz überraschend.

 

Ein breites Grinsen legte sich auf meine Lippen und ich schaute Damien mit strahlenden Augen an.

 

*-*-*

 

Oh je.... jetzt wusste ich nicht mehr was ich tun sollte... denn nun hatte ich verloren und es würde jetzt schon ziemlich brenzlig werden.

 

Normalerweise laufe ich daheim nur in bequemen Sachen herum und Unterwäsche hasste ich sowieso. Ergo hatte ich auch heute nur ein Shirt und bequeme Hosen an... sonst nichts...

 

Ich schluckte hart, wollte aber auch kein Spielverderber sein und entledigte mich meinem Shirt. Sogleich begann mein Gesicht zu glühen und ich blickte nur noch zu Boden, traute mich nicht, in die strahlenden Augen von Greg zu schauen.

 

Sicher, ich wusste, dass ich einen tollen Körper hatte und ich mich nicht schämen musste, aber so etwas hatte ich eben noch nie getan.

 

*-*-*

 

''Möchtest du noch weiterspielen? Oder sollen wir lieber eine kleine Pause einlegen?'', fragte ich Damien unsicher.

 

Schließlich wollte ich, dass er sich wohl fühlte. Er sah wirklich verdammt sexy aus und irgendwie musste ich mich sehr zusammennehmen.

 

Ohne weiter darüber nachzudenken, leckte ich mir über die Lippen. Nur zu gerne würde ich ihn jetzt einfach küssen und ein wenig seinen Körper erkunden.

 

*-*-*

 

Noch immer ziemlich rot im Gesicht, nickte ich auf Gregs Frage hin.

 

"Okay, machen wir eine Pause.", blickte dabei aber noch immer zu Boden, als wäre dieser jetzt ganz besonders interessant.

 

Ich legte meinen Controller beiseite, nachdem ich das Spiel auf Pause gesetzt hatte.

 

Als ich Greg nur ganz kurz anschaute, sah ich, wie er sich über die Lippen leckte, was das Rot in meinem Gesicht noch etwas mehr verstärkte.

 

Ich versuchte woanders hinzuschauen, aber irgendwie hatte das jetzt keinen Sinn mehr. Ich musste Greg anschauen... immerhin hatte er einen voll tollen Körper und so konnte ich gar nicht anders, als ihn immer wieder und wieder anzusehen, um meinen Blick dann auch immer wieder verlegen zu senken.

 

*-*-*

 

Wie süß Damien war und ich war versucht einfach aufzustehen und ihn aufs Bett zu reißen. Trotzdem beherrschte ich mich und klopfte sanft neben mir.

 

''Magst du auch wieder zu mir kommen? Oder hast du Angst vor mir?'', fragte ich ihn dann und lächelte sanft.

 

Vielleicht fand er den Fußboden bei sich auch viel interessanter? Aber das behielt ich lieber für mich. Schließlich wollte ich nicht frech werden, nachher würde er das mir noch übel nehmen.

 

''Ich würde dich sehr gerne küssen!'', sagte ich dann ganz offen. Denn er sollte schon wissen, was gleich passieren würde, sofern er es denn auch wollte.

 

*-*-*

 

Natürlich hatte ich keine Angst vor Greg... ich war eben nur sehr schüchtern und musste hart schlucken.

 

Dennoch nickte ich einwilligend, rückte zu ihm und sah ihn dann mit einem sehr verlegenen Blick an.

 

"Ich... hab keine Angst vor ….dir.", flüsterte ich, seine Frage beantwortend.

 

Was er dann sagte und von mir wollte, dazu sagte ich nichts, denn das Küssen kannte ich ja bereits, immerhin hatten wir uns schon öfter geküsst. Allerdings war ich nun auch nicht ganz blöd und wusste, was das hier vielleicht werden konnte.

 

Schließlich traute ich mich nun doch, überwand mich, rückte noch etwas näher zu ihm heran und begann ihn sanft zu küssen... auch wenn mein Gesicht noch immer, wie blöd, im schönsten Rot glühte.

 

*-*-*

 

Dass Damien nun von sich aus die Initiative ergriff, gefiel mir sehr. Liebevoll erwiderte ich den Kuss, seine Gesichtsröte ignorierend.

 

Klar, dass meine Hände sich selbstständig machten und ihn zu mir herzogen, so dass er nun halb auf mir lag. Seine nackte Haut erkundend, kam ich an seinen Hosenbund an und musste bemerken, dass er nichts drunter trug.

 

Das machte mich nun richtig geil und ich konnte ein leises Aufstöhnen nicht unterdrücken, seufzte regelrecht in den Kuss hinein.

 

Nur zu gerne hätte ich seine Hose ausgezogen, beherrschte mich aber. Dafür wurde es in meiner Shorts ziemlich eng.

 

Meine Hände wussten gar nicht mehr wohin und stießen immer wieder an Damiens Hose an. Krampfhaft versuchte ich ihnen Aufgaben zu geben – Sanft seinen Rücken zu streicheln, seine Brustwarzen zu necken, mit seinen Haaren zu spielen und dann war da wieder der Hosenbund.

 

*-*-*

 

Den Kuss weiter erwidernd, spürte ich Gregs Hände auf meinem Oberkörper, wie sie mich streichelten, mich liebkosten.

 

Genießend schloss ich die Augen, wollte noch mehr von ihm spüren...

 

Ich hörte ihn aufstöhnen, als er meinen Hosenbund erreicht und wohl bemerkt hatte, dass ich nichts drunter trug. Meine Hände begannen nun aber auch seinen Körper streichelnd zu erkunden.

 

Langsam begann sich in meiner Hose etwas zu regen, denn ich spürte sehr wohl, dass Greg wohl schon ziemlich heiß und geil war, drückte doch seine langsam härter werdende Männlichkeit so halbwegs gegen meine Männlichkeit und halb gegen mein Bein.

 

Greg machte mich schon ziemlich an und seine Hände, die immer wieder meinen Hosenbund streiften, machten mich schon ziemlich geil, so dass meine Männlichkeit auch langsam härter wurde und ich mich diesen neuen tollen Gefühlen nicht mehr entziehen konnte.

 

Egal was das hier werden würde und egal wie unerfahren ich war... aber ich wollte das hier, denn ich liebte Greg wirklich.

 

*-*-*

 

Den Kuss wollte ich nun am Liebsten gar nicht mehr lösen und ließ mich leiten von der Lust.

 

Damiens Hände an meinem Körper spürend, hätte ich schreien können vor Erregung, versuchte ich mich aber zu beherrschen. Immer wieder stupste ich mit meiner Nase gegen seine, während des Kusses.

 

Jetzt fing ich langsam an, meinen Körper gegen den seinen zu reiben. Dabei spürte ich genau, wie seine Männlichkeit härter wurde und meine schon schmerzlich hart gegen seine stieß.

 

Zum Glück waren wir Beide nur noch leicht bekleidet, so dass es sehr angenehm war.

 

Meine eine Hand konnte es nun doch nicht lassen und fuhr frech in den Hosenbund ein. Blieb aber am inneren Hosenbund und streichelte dort die zarte empfindliche nackte Haut.

 

Die andere Hand drückte Damien noch fester an mich und fing an über der Hose seinen Po zu kneten. Auch wenn ich gedanklich schon dabei war, dass er mich penetrieren würde.

 

Sein Hintern machte mich einfach nur geil und hatte eine sexy Rundung.

 

*-*-*

 

Was für ein lustvoll erregendes Spiel Greg doch da mit mir trieb, aber dennoch machte sich Unsicherheit in mir breit, trotzdem ich erregt aufstöhnte.

 

Meine Männlichkeit machte sich inzwischen schon schmerzlich bemerkbar, aber ich wusste nicht so recht, was jetzt Sache war.

 

Sicher spürte ich ihn und ich spürte auch, seine Hand, die meine Hüfte streichelte, was mich nun noch geiler machte... wollte er etwa, dass ich ihn... nein... das konnte ich nicht... so etwas hatte ich doch noch nie getan... ich hatte auch noch nie Hand an mich gelegt und mich selbst befriedigt... wirklich noch nie.

 

Und nun sollte ich... herrje... na, das konnte ja was werden... mit meiner Unerfahrenheit und meiner Unsicherheit.

 

Seine Männlichkeit drückte an meine und ich fand es schon sehr erregend, was sich auch bei mir natürlich bemerkbar machte.

 

Sicher, wusste ich, was ich vielleicht tun könnte, aber die Unsicherheit lähmte mich irgendwie.

 

*-*-*

 

Irgendwie spürte ich Damiens Unsicherheit und stupste meine Nase wieder mal gegen seine. Nun unterbrach ich aber den Kuss und schaute ihm direkt in die Augen.

 

''Alles okay? Sollen wir erst mal eine kleine Pause machen oder willst du aufs ganze gehen? Wir müssen noch nicht, wenn du noch Zeit brauchst!'', sagte ich im ruhigen Ton zu ihm.

 

Ich wollte ihm zu nichts drängen. Es wäre auch schön einfach nur so mit ihm zu schmusen. Hauptsache wir waren uns Nahe.

 

Meine Stirn an seine lehnend, küsste ich ihn nochmal kurz und wartete dann seine Antwort ab. Egal was er sagen würde, alles wäre okay.

 

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Verlegen darüber, weil er meine Unsicherheit bemerkt hatte, sah ich ihn an, wusste zunächst nicht was ich nun auf seine Frage antworten sollte.

 

Schließlich entschied ich mich offen zu ihm zu sein.

 

"Nein, eine Pause brauche ich nicht und ich... na ja.... würde schon gern... aufs... Ganze gehen... aber... ich hab so was noch nie... getan... auch nicht an mir selbst. Ich weiß nicht... ähm....", stotterte ich vor mich her... man war das peinlich...: "….ähm... ich hab also... keine... Erfahrung... und vielleicht... könntest du mich... na ja... du weißt schon...", stotterte ich stammelnd weiter und richtete meinen Blick dann wieder zu Boden.

 

Du meine Güte, war das schwer zu sagen, was man wollte und seine Unsicherheit auszudrücken.... ganz davon abgesehen, dass es auch noch peinlich war...

 

Na gut, ich war ja auch erst 16 und somit war es ja vielleicht auch normal... redete ich mir ein.

 

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''Du möchtest, dass ich dir zeige wie es geht? Das ich die Führung übernehme?'', hakte ich grinsend nach. Mich machte seine Verlegenheit echt an.

 

Liebevoll knabberte ich an seinem Ohr und flüsterte: ''Lass dich von mir führen und wenn was ist, dann schäme dich nicht, sondern sag es einfach, okay!''

 

Dann fing ich an seinen Hals zu liebkosen und nahm seine Hand, küsste diese und schob sie in meine Unterhose.

 

Als sie nun meine Männlichkeit berührte, stöhnte ich auf. Ich war nun wirklich schon viel zu heiß.

 

Dann küsste ich Damien wieder und wanderte ab und an zu seinem Hals, um dort eine feuchte Spur zu hinterlassen.

 

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Genau das meinte ich... dass er die Führung übernehmen könnte. Ich nickte auf sein Angebot und ließ es zu.

 

Au man, er hatte es echt drauf und als meine Hand seine Männlichkeit berührte, fühlte es sich für mich erst mal etwas komisch an... so merkwürdig, aber doch geil.

 

Sogleich umfasste ich seine Männlichkeit und tat instinktiv das was mir vielleicht auch gefallen würde.... ich begann seine schon steinharte Männlichkeit zu streicheln und zu massieren... auch seine Hoden ließ ich nicht aus.

 

Seine Lippen an meinem Hals waren einfach nur genial geil und ich genoss es vollends und mit halb geschlossenen Augen.

 

Sein Stöhnen, war wie Musik in meinen Ohren und das schönste was ich je gehört hatte.

 

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Damien war gar nicht dumm und stellte sich keineswegs ungeschickt an. Es fühlte sich richtig gut an, was er da mit mir machte.

 

Sanft schob ich nun seine Hose runter und knetete liebevoll seinen Po.

 

Dann löste ich mich kurz von ihm, um die Hose ganz auszuziehen und meine Shorts ebenfalls. Jetzt setzte ich mich mit ihm hin, so dass wir uns direkt gegenüber saßen, die Beine übereinander verschränkt hatten.

 

Jetzt fing auch ich an, seine Männlichkeit zu streicheln und zu massieren, genauso wie seine Hoden. Dabei suchten meine Lippen erneut die seinen zu einen intensiven, nicht enden wollenden Kuss.

 

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Stöhnend und vor Erregung zitternd sah und spürte ich was Greg mit mir tat... seine Hände an meinem Po fühlten sich unglaublich an, und als ich nun auch nackt vor ihm saß, so wie er vor mir, schämte ich mich schon ein wenig, ließ es mir aber nicht anmerken, denn dafür war das was wir da taten einfach viel zu geil.

 

Meine Männlichkeit stand wie eine eins und es schmerzte schon fast... aber seine Hand an meiner Männlichkeit fühlte sich so unglaublich an, dass ich mich nicht mehr beherrschen konnte und mich laut stöhnend in seiner Hand ergoss und einen kurzen Augenblick seine Erregung außer Acht ließ.

 

Nachdem ich wieder ein wenig zu Atem gekommen war, streichelte und massierte ich seine Männlichkeit weiter, hoffend, dass ich mich nicht zu dämlich anstellte.

 

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Ein wenig froh war ich schon, dass Damien kam. So konnte ich mich nun gehen lassen und ergoss mich nun in seiner Hand.

 

Dabei musste auch ich aufstöhnen.

 

Es war total schön gewesen, so intim mit ihm zu sein, auch wenn wir keinen Verkehr gehabt hatten.

 

Grinsend sah ich ihn an und küsste ihn noch einmal, bevor ich nach Taschentüchern kramte, um zumindest das meiste abzuwischen.

 

''Ich liebe dich!'', sagte ich dann zu Damien.

 

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Nun musste auch ich grinsen, als er in meiner Hand kam und aufstöhnte. Es hatte sich, fürs erste Mal, echt toll angefühlt.

 

Nun kramte auch ich nach Tempos und fand diese auch bald. Ich gab ihm eines ab, bevor er weiter suchen musste.

 

Dann säuberte ich meine Männlichkeit vorsichtig und auch die Flecke auf dem Teppich wischte ich sorgsam weg.

 

"Ich liebe dich auch, Greg.", antwortete ich ihm, mit noch immer ein wenig errötetem Gesicht.

 

Endlich hatte ich meine erste große Liebe gefunden und war überglücklich, so dass ich ihm nun vollkommen verliebt in die Augen sah.

 

*-*-*

 

Ende