Details Dreams
Detailliert - Startseite

Verdammt Gut!?!

 

Verdammt Gut !?!
 

Nils ist Mitte 20, lebt offen schwul, ist glücklich vergeben und steht in der Blüte seines Lebens, wäre da nicht eine schon seit langem Bestehende Wette zwischen seinem besten Freund Dennis und ihm.
 

Kann man überhaupt richtig guten Sex ohne Gefühle haben?

Und was ist wenn man sich seinen Gefühlen nicht sicher ist?

Wenn eine Freundschaft schon ewig besteht, ist da schon so etwas wie Liebe vorhanden?


 

Ich stehe in der Küche und schneide Gemüse, da ich entschlossen habe, dass es heute Gemüsepfanne geben soll. Nach den ganzen Süßigkeiten über Ostern, sollte jetzt etwas Leichtes in den Magen.

Hinter mir vernehme ich leise Schritte und nur kurz darauf werde ich von hinten umarmt. Zwei starke, leicht gebräunte Arme umschlingen mich und ein angenehmer Atem haucht mir in den Nacken.

Wenn ihr jetzt der Meinung seid, hierbei handle es sich um meinen Freund, dann habt ihr nicht so ganz recht, denn es ist nur mein bester Freund.

'Morgen', brummt Dennis, ohne seine Umarmung zu lösen.

'Morgen? Es ist schon fast Mittag', verbessere ich ihn.

'Mittag? Oh, dann ist ja Essenszeit', grinst er und seine rehbraunen Augen leuchten kurz auf, bevor er seine warmen Hände unter mein Shirt gleiten lässt. Ich gebe ein Seufzen von mir, denn schon wieder bringt er mich um den Verstand. Sanft, behutsam und gleichzeitig so vertraut, dass ich mich ihm am liebsten hemmungslos hingeben möchte, zieht er kleine Kreise auf meiner Haut. Es fühlt sich an als würden seine Finger Spuren aus Feuer hinterlassen, dort wo er mich berührt. Gleichzeitig suchen seine Lippen mein Ohrläppchen auf, um daran zu saugen und zu knabbern. Dennis weiß mittlerweile einfach viel zu gut wie er mich verrückt macht.

Warum hat Fabian auch nicht hier übernachtet, dann müsste Dennis sich jetzt zurück halten. Fabian ist mein Freund und das jetzt schon seit fast einem halben Jahr. Ihr seid jetzt bestimmt der Meinung, das sei doch nicht lange, aber für mich ist es sehr lange. In meinem Leben existiert neben dem Lebensnotwendigen, nur mein bester Freund Dennis. Das ist schon seit eh und je so und bisher war auch noch kein Mann imstande dies zu ändern.

Dennis ist meine Nummer eins im Leben!

Wir sind im gleichen Alter, haben die gleichen Interessen und wer daran glaubt, würde sagen wir sind seelenverwandt. Wir führen so etwas wie eine Beziehung, außer dass wir nicht miteinander schlafen. Nun fragt ihr euch sicher, warum Dennis dann gerade an mir rummacht, oder?

Naja, dabei handelt es sich um eine Wette. Dennis ist ein absoluter Männerschwarm, er kriegt alles und jeden, wegen seines Charmes, bei dem man einfach schwach werden muss. Jedenfalls, um es kurz zu machen, habe ich mit Dennis vor 2 Jahren gewettet, dass er mich nicht herumkriegen würde. Er war wieder einmal so am prahlen, dass er ja schon jeden gehabt hätte und da machte ich ihn auf mich aufmerksam. Wir sind befreundet seit wir 18 sind, doch dies war ihm nie in den Sinn gekommen. Deshalb meinte er mit mir wetten zu müssen, dass er mich doch herumkriegen würde und ich halte seitdem stets dagegen. Es gibt dabei keinen Einsatz, außer den Ruhm es zu schaffen oder zu widerstehen. Die Sache wird natürlich jetzt durch Fabian erschwert, denn er darf auf gar keinen Fall davon etwas mitbekommen.Wobei ich mir nicht wirklich sicher bin, dass er es nicht schon längst weiß. Denn so offensichtlich wie Dennis mich an gräbt, denkt Fabian sich bestimmt seinen Teil.

Fabian habe ich auf einer Geburtstagsparty eines Freundes kennen gelernt. Nach einer durchquatschten Nacht, vielen Sms und einem darauf folgenden Date, waren wir zusammen. Er ist 2 Jahre älter als ich und der Typ Mann, der irgendetwas Besonderes an sich hat, obwohl man sich nicht darüber im Klaren ist, was genau es ist. Aussehen und Körper sind okay, aber nicht atemberaubend. Er ist ein perfekter Freund, murrt nie, akzeptiert meine Zicken und beschwert sich auch nicht darüber, dass er nicht meine Nummer Eins ist. Eigentlich ist er viel zu perfekt, wäre da nicht eine Sache - der Sex ist nicht wirklich gut. Zwar auch nicht schlecht, aber auch nicht so, dass man davon schwärmen müsste. Ich komme zwar zum Orgasmus, meistens zumindest, aber es ist keine richtige Befriedigung. Irgendwie habe ich Probleme damit mich voll und ganz fallen zu lassen. Fabian gibt sich wirklich Mühe, doch merkt er natürlich das irgendetwas nicht in Ordnung ist. Ich versuche es zu überspielen, dabei lechzt mein Körper geradezu nach verdammt guten Sex.

Das Schlimme daran ist, dass ich da jemanden ständig an mir kleben habe, von dem ich weiß, wie göttlich er im Bett sein soll. Da frage ich mich schon ab und an, was wohl wichtiger ist, eine perfekte Beziehung oder verdammt guter Sex?

Die Tür klingelt und unterbricht zum Glück Dennis Tun, denn ich hätte schon fast eine Erektion bekommen. Also entziehe ich mich der Umarmung und gehe zur Tür, um auf zu machen.

Ich schrecke jedoch gleich einen Schritt zurück, denn ein Strauß roter Rosen ragt mir mitten ins Gesicht. Eine mir bekannte Stimme spricht zu mir, bevor der Strauß weggenommen wird und ich in zwei strahlend grüne Augen schaue: 'Sorry dass ich gestern keine Lust auf Party hatte', kommt es von Fabian, während er mich mit Hundeblick anschaut.

'Ist schon gut', antworte ich verlegen und küsse ihn zur Begrüßung. 'Komm doch rein', füge ich noch hinzu, bevor ich ihn am Arm in die Wohnung ziehe und die Tür schließe. Wir gehen in die Küche, da ich dies lieber gleich hinter mich bringen will. Dennis und Fabian schauen sich an und begrüßen sich knapp. Fabians Gesicht spricht Bände, denn er weiß nun, dass Dennis hier übernachtet hat, da dieser nur in Boxershorts in der Küche steht. Klar weiß Fabian wie wichtig Dennis mir ist, deshalb war er gestern, wie schon so oft nicht mit auf Tour, damit wir Zeit für uns hatten. Dennoch ist Fabian nicht wirklich gut auf Dennis zu sprechen und auch Dennis kann Fabian nicht ausstehen. Er meint Fabian wäre nichts für mich, aber dies kann ich durchaus noch selber entscheiden, obwohl ich mir nicht einhundert prozentig sicher bin.

'So, wer von euch isst denn gleich Gemüsepfanne mit?' versuche ich die erschreckende Stille zu unterbrechen.

Fabian nickt mir lächelnd zu und von Dennis kommt ein spitzer Kommentar: 'Kommt ganz darauf an, was es als Nachttisch gibt.' Ein sehr böser Blick meinerseits weist Dennis in seine Schranken und so schüttelt dieser den Kopf: 'Ich hab noch was vor.'

Etwas erleichtert über diese Antwort mache ich mich wieder ans Essen zubereiten und bekomme noch gerade mit, dass auch Fabian Dennis böse Blicke zu wirft, bevor Dennis die Küche verlässt, um sich anzuziehen. Fabian fragt ob er mir bei etwas helfen kann und nimmt am Küchentisch platz. Kann er und so reiche ich ihm die Zwiebeln mit Brett und Messer. Bin ich gemein? Ich hasse es nun mal Zwiebeln zu schneiden.

Da Fabian aber ein perfekter Freund ist, tut er mir den Gefallen.

Dennis verabschiedet sich noch bei mir mit einem Bussy und brummt Fabian ein 'Tschüss' zu, bevor er meine Wohnung verlässt.

Nun sind wir also allein und wieder herrscht eine geradezu erstickende Stille. Ich bereite das Essen zu, während Fabian mittlerweile den Tisch deckt. Anschließend schneidet er die Rosen an, stellt sie in eine Vase und bringt sie in die Stube. Beiläufig bekomme ich noch mit, wie er Ordnung in mein kleines Chaos bringt und sogar das Bett macht. Wie ich diese Perfektion hasse, sie macht mich rasend. Tief durch atmend rufe ich Fabian mit normaler Stimme zum Essen.

Es schmeckt grauenvoll, ich möchte sofort ein Steak und Fabian schmeckt es natürlich super. Ich könnte heulen, möchte am liebsten schreien, doch beherrsche ich mich wie immer.

Nach dem Essen hilft Fabian mir beim Abwaschen, obwohl ich das Geschirr viel zu gerne stehen gelassen hätte. Anschließend kommt von Fabian die Frage die immer kommt, wenn für ihn alles erledigt scheint, alles blitzt vor Sauberkeit: 'Was möchtest du heute tun?'

Also, was möchte ich tun?

Ich möchte, nein, ich will verdammt guten Sex!

Deshalb schnappe ich Fabian und ziehe ihn an der Hand ins Schlafzimmer. Er versteht schnell, küsst mich stürmisch und fängt bereits an mein Shirt auszuziehen.

Mir geht das alles mal wieder viel zu schnell, wie soll man sich da entspannen? Wie soll ich so in Fahrt kommen?

Fabian zieht mich und auch sich aus, um mich kurz darauf zum Bett zu bugsieren. Okay, das Vorspiel muss ja nicht unbedingt mit gegenseitigem Ausziehen anfangen, also versuche ich mich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Als Fabians Hände mich berühren bekomme ich eine Gänsehaut, aber nicht weil er mich wahnsinnig macht, nein, er hat nämlich eiskalte Finger.

Ich kneife die Augen zusammen und versuch an etwas Schönes zu denken. Ein heißes Bad...ein Sonnenuntergang...ein Lagerfeuer...aber auf einmal habe ich das Bild von heute Morgen im Kopf und plötzlich liegt nicht mehr Fabian neben mir und verwöhnt mich, sondern Dennis. Seine Zunge zeichnet eine zarte Spur von Speichel über meinen Oberkörper. Die Zähne knabbern neckend an meiner Brustwarze und die Hand, die gerade noch kalt wie Eis erschien, ist jetzt glühend heiß. Diese Hitze wandernd zielstrebig zwischen meine Beine, weckt eine in mir schlummernde Lust, die mich kaum noch still liegen lässt. Hingebungsvoll greife ich nach seinem Kopf, presse ihn an mich und durchstreife mit meinen Fingern die gedanklich haselnussbraunen kurzen Haare, die ja in Wirklichkeit Blond sind. Jetzt kann es mir gar nicht schnell genug gehen, denn das lästige Kramen in der Hosentasche hätte ich am liebsten übersprungen. Während ich mich an seinem Ohr fest beiße, bereiten meine eigenen Finger mich schon vor, um ihn zu empfangen, sobald der Schutz übergestreift ist. Ein Aufstöhnen meinerseits lässt nun alle Hemmungen fallen und so bestimme ich reitend einen festen, schnellen Rhythmus. Während eine Hitzespur meinen Rücken rauf und runter gleitet, ab und an meinen Hinter auf und nieder drückt, peile ich zielstrebig meinen Höhepunkt an. Ich ergieße mich zwischen zwei aufgeheizten Körpern nach nur wenigen Minuten, noch vor Fabian.

Fabian? Erst jetzt komme ich wieder zu Verstand, erwache förmlich aus meinem Tagtraum und schaue in das Gesicht meines Freundes, der nun ebenfalls kommt. Erschrocken über mich selbst klettere ich von meinem Ross und nehme auf der Bettkante platz. Krame in der Nachtschublade nach Feuchttüchern, um das Geschehene weg zu wischen.

'Du warst heute ja richtig stürmisch', kommt es von Fabian, während ich noch einen Kuss auf die Wange bekomme, bevor er im Bad verschwindet.

Oh ja, das war ich durchaus und ich muss zugeben, der Sex war vielleicht extrem kurz, aber auch verdammt gut!


 
 

Ich höre die Dusche, habe meinen Sitzplatz jedoch noch immer nicht verlassen. Fabian duscht immer nach dem Sex, ich nur wenn es wirklich schweißtreibend war, so wie heute.

Lange braucht Fabian nie im Bad, schnell ist er wieder angezogen, so etwas wie kuscheln nach dem Sex, undenkbar.

Kaum ist er im Bad fertig, stürme ich an ihm vorbei und schließe mich ein. Ich höre noch wie er durch die Badezimmertür sagt: 'Ich habe gesehen, dass du noch nicht einkaufen warst. Wenn du magst geh ich noch schnell los? Oder wollen wir gleich zusammen gehen?'

'Nein, nein, geh ruhig', kriege ich man gerade noch raus. Das ist wieder mal typisch für ihn. Etwas zu Essen hätte ich schon gefunden, ansonsten gibt es ja noch den Imbiss oder eine leckere Pizza wäre auch mal wieder was. Naja, oder ich lade mich kurzfristig bei meiner Mutter ein oder bei Dennis Eltern, die freuen sich auch immer wenn ich komme. Oder, oder, oder... Ich wäre schon nicht verhungert, wenn ich mal nicht einkaufen gehe.

Ich höre die Wohnungstür zufallen, was vielleicht auch besser so ist. Denn so entkommt Fabian einen Streit, so muss ich mich wieder einmal beherrschen, die Wut runter schlucken.

Mein Blick fällt in den Spiegel, meine dunkelbraunen kurzen Haare stehen kreuz und quer und meine blauen Augen wirken irgendwie müde und leer. Kleine Schweißperlen liegen auf meiner eigentlich gebräunten Haut, die jetzt viel zu blass wirkt, irgendwie als wäre ich krank. Wie konnte das passieren? Ich habe noch nie beim Sex an jemand anderen gedacht. Schockiert stelle ich die Dusche an und husche auch gleich unter den warmen Wasserstrahl. Mit geschlossenen Augen lasse ich mich treiben, dusche das Geschehene von mir und auch das schlechte Gewissen.

Jeder denkt doch ab und an mal an jemand anderes und bei mir war es nun mal mein bester Freund. Na und!

Nach dem Abtrocknen schlüpfe ich in meine Wohlfühlhose und geh in die Küche, um etwas zu trinken. Jetzt geht es mir gut.

Als Nächstes mach ich es mir auf dem Sofa bequem, schalte den Fernseher an und zappe mich durch die Kanäle. Irgendetwas interessantes muss doch zu finden sein. Doch eigentlich bin ich müde und kuschel mich in meine Sofakissen, um auch kurz drauf weg zu dösen.

Ich schrecke erst wieder durch die Klingel hoch. Fabian, wer auch sonst, denn Dennis hat einen Schlüssel. Er ist vom einkaufen zurück, hat natürlich viel zu viel gekauft und so kann ich ein Seufzen nicht unterdrücken. Fabian schaut mich verwirrt an: 'Ist etwas nicht in Ordnung?', fragt er mich. 'Nein, schon gut', antwortet ich. Aus irgendeinem Grund will ich jetzt gerade keinen Streit. 'Wie viel kriegst du denn von mir?', frage ich stattdessen. 'Hier ist der Bon', sagt Fabian und reicht mir den kleinen Papierzettel. Mir bleibt doch glatt die Spucke weg 136 Euro hat er ausgegeben. 'Was hast du bitte schön gekauft, Kaviar?', schreie ich Fabian an. Das ist zu viel des Guten. 'Reg dich ab, wir können ja halbe halbe machen, schließlich esse ich auch mit', schlägt Fabian vor.

Ich glaube, ich drehe gleich durch. Das ist doch nicht sein ernst, oder?

'Jetzt reichts aber. So oft isst du auch nicht hier und was kommt als nächstes? Willst du dann vielleicht hier einziehen?', entlade ich meine Wut. 'Was wäre daran so schlimm?', will Fabian von mir wissen.

'Was daran schlimm wäre?', brülle ich ihn an.

'Ach ja, richtig, dann könnte Dennis ja nicht mehr hier bei dir schlafen, oder sollte ich besser, mit dir sagen?', kontert Fabian mindestens genauso laut. 'Was?...Jetzt reichts aber!...Hier hast du dein blödes Geld und dann sehe bloß zu, dass du hier raus kommst. Ich will dich nicht mehr sehen.' Mit diesen Worten schmeiße ich ihm mein letztes Geld entgegen und füge noch hinzu: '...Nie mehr...!'

Fabian knallt die Tür hinter sich zu und lässt mich allein.

Erst die Stille, die jetzt die Wohnung erfüllt, lässt auf mich wirken, was ich gerade getan habe. Tränen laufen über meine heißen Wangen, die ganz gerötet sind, weil ich so wütend bin oder war?

Ich laufe ziellos durch die Wohnung auf der Suche nach meinem Handy, welches ich im Schlafzimmer neben dem Bett finde.

Schnell wähle ich die Nummer, die ich schon in und auswendig kann und schluchze ins Telefon: 'Es ist Schluss. Ich habe Schluss gemacht.'

'Wo bist du jetzt?', fragt Dennis gefasst.

'Zu hause', bringe ich unter Tränen hervor.

'Bin gleich bei dir', sagt Dennis noch, bevor er auflegt.

Langsam lasse ich meinen Arm sinken und höre noch den dumpfen Knall meines Handys, das zu Boden fällt. Dann sacke ich auf meinem Bett zusammen, rolle mich ein und weine.

Dennis ist wirklich schnell da, obwohl es mir wie eine halbe Ewigkeit vorkommt. Ich höre wie der Schlüssel ins Schloss gesteckt wird und das klimpern seines Schlüsselbundes. Den Anhänger hat er von mir, ein Herz mit einer Glocke und auf dem Herz steht best friends. Dann das Rascheln von Dennis Jacke und das Schlürfen seiner Schuhe, ausnahmsweise hat er sie nicht ausgezogen, wie sonst. Seine warme Hand legt er mir in den Nacken, streichelt mich sanft. Nur schwer fällig erhebe ich meinen Oberkörper, um mich in Dennis Arme zu kuscheln. Dennis, mein Dennis, er ist immer für mich da. Würde alles stehen und liegen lassen, Gott und die Welt vertrösten, damit er zu mir kann, wenn etwas ist.

Die Tränen laufen immer noch oder jetzt erst recht, denn wenn man umarmt wird oder getröstet, wird es meistens schlimmer, als vorher. Dennis streichelt behutsam über meinen Rücken, sagt jedoch kein einziges Wort. Wahrscheinlich damit er nichts falsches sagt, da er Fabian ja nicht mag. Aber was ist mit mir? Ich habe es doch lange genug mit ihm ausgehalten. Wie musste es jetzt dazu kommen? War es an der Zeit oder ist es weil ich immer alles in mich hinein gefressen habe? Hätte ich mal eher etwas sagen sollen? Auch wenn ich mir jetzt Vorwürfe mache, ändert es nichts an der Situation. Ich könnte Fabian anrufen, noch mal mit ihm über alles reden, versuchen zu erklären, was in mir vorging. Oder aber ich könnte Fabian seinen eigenen Weg gehen lassen und mich voll und ganz auf meins konzentrieren. Möglichkeiten gibt es viele. Die eigentliche Frage ist aber was möchte ich?

Während ich mich an Dennis schmiege ertappe ich mich dabei dass ich plötzlich Fabian mit Dennis vergleiche.

Die Beiden sind so unterschiedlich wie Hund und Katze, ich versteh auf einmal gar nicht was ich an Fabian finde. Nicht dass ich in Dennis verliebt wäre, aber er ist echt heiß und wir verstehen uns super. Fabian ist einfach perfekt, viel zu perfekt. Ich komme nicht mit ihm auf einer Wellenlänge, so sehr ich mich auch anstrenge. Selbst der Sex würde nur unter solchen Voraussetzungen wie vorhin gut sein. Fabian hat einen Freund verdient, der es schätzt was er für ihn tut und das bin unmöglich ich. Vielleicht sollte es so sein, wie es gekommen ist.

Dennis zieht sich die Schuhe aus und legt sich zu mir aufs Bett. Ich lege mich dicht an ihn ran, um seine Nähe zu spüren. Sein Herzschlag pocht in einem gleichmäßigen Rhythmus unter mir. Meine Augen brennen vom weinen und ich könnte schon wieder schlafen, so müde bin ich. Auch Dennis scheint Müde zu sein, denn ein Gähnen kommt von ihm. Er riecht gut und so schmiege ein wenig an ihm. Heute wird er nichts tun, das weiß ich genau, denn er ist hier, um mich zu trösten und nicht die Situation auszunutzen. Ich kann mich auf ihn verlassen, denn auch wenn er vielleicht mit den Gedanken spielt, wird er sich beherrschen und das ist verdammt gut!


 


 

Ich höre die Dusche, habe meinen Sitzplatz jedoch noch immer nicht verlassen. Fabian duscht immer nach dem Sex, ich nur wenn es wirklich schweißtreibend war, so wie heute.

Lange braucht Fabian nie im Bad, schnell ist er wieder angezogen, so etwas wie kuscheln nach dem Sex, ist undenkbar.

Kaum ist er im Bad fertig, stürme ich an ihm vorbei und schließe mich ein. Ich höre noch wie er durch die Badezimmertür sagt: 'Ich habe gesehen, dass du noch nicht einkaufen warst. Wenn du magst geh ich noch schnell los? Oder wollen wir gleich zusammen gehen?'

'Nein, nein, geh ruhig', kriege ich man gerade noch raus. Das ist wieder mal typisch für ihn. Etwas zu essen hätte ich schon gefunden, ansonsten gibt es ja noch den Imbiss, eine leckere Pizza wäre auch mal wieder was. Naja, oder ich lade mich kurzfristig bei meiner Mutter ein oder bei Dennis Eltern, die freuen sich auch immer wenn ich komme. Oder, oder, oder... Ich wäre schon nicht verhungert, wenn ich mal nicht einkaufen gehe.

Die Wohnungstür fällt ins Schloss, was vielleicht auch besser so ist, denn nun entkommt Fabian einem Streit und ich muss mich wieder einmal beherrschen, die Wut runter schlucken.

Mein Blick fällt in den Spiegel, meine dunkelbraunen kurzen Haare stehen kreuz und quer und meine blauen Augen wirken irgendwie müde und leer. Kleine Schweißperlen liegen auf meiner eigentlich gebräunten Haut, die jetzt viel zu blass wirkt, irgendwie als wäre ich krank. Wie konnte das passieren? Ich habe noch nie beim Sex an jemand anderen gedacht. Schockiert stelle ich die Dusche an und husche auch gleich unter den warmen Wasserstrahl. Mit geschlossenen Augen lasse ich mich treiben, dusche das Geschehene von mir und auch das schlechte Gewissen.

Jeder denkt doch ab und an mal an jemand anderes und bei mir war es nun mal mein bester Freund. Na und!

Nach dem Abtrocknen schlüpfe ich in meine Wohlfühlhose und gehe in die Küche, um etwas zu trinken. Jetzt geht es mir etwas besser, auch wenn ein bitterer Nachgeschmack bleibt.

Als Nächstes mach ich es mir auf dem Sofa bequem, schalte den Fernseher an und zappe mich durch die Kanäle. Irgendetwas Interessantes muss doch zu finden sein. Doch eigentlich bin ich müde und kuschel mich in meine Sofakissen, um auch kurz drauf weg zu dösen.

Ich schrecke erst wieder durch die Klingel hoch. Fabian, wer auch sonst, denn Dennis hat einen Schlüssel. Er ist vom Einkaufen zurück, hat natürlich viel zu viel gekauft und so kann ich ein Seufzen nicht unterdrücken. Fabian schaut mich verwirrt an: 'Ist etwas nicht in Ordnung?' fragt er mich. 'Nein, schon gut', antwortet ich. Aus irgendeinem Grund will ich jetzt gerade keinen Streit. Ich bin noch etwas verschlafen und deswegen auch leicht reizbar. 'Wie viel kriegst du denn von mir?' frage ich und versuche ruhig zu blieben. 'Hier ist der Bon', sagt Fabian und reicht mir den kleinen Papierzettel. Mir bleibt doch glatt die Spucke weg 136 Euro hat er ausgegeben. 'Was hast du bitte schön gekauft, Kaviar?' frage ich Fabian mit erhobener Stimme. 'Reg dich ab, wir können ja halbe halbe machen, schließlich esse ich auch mit', schlägt Fabian vor.

Ich glaube, ich drehe gleich durch. Das ist doch nicht sein Ernst, oder?

'Jetzt reichts aber. So oft isst du auch nicht hier', währe ich mich. 'Also, mittlerweile schon öfters', protestiert Fabian. Ich atme tief durch und versuche locker zu bleiben, was mir nicht gerade leicht fällt. 'Kochst du denn auch demnächst für mich?' will ich frech wissen. 'Wieso fragst du nicht Dennis?' kommt es spitzbübisch von Fabian. 'Was hat denn Dennis damit zu tun? Ich dachte es wäre okay für dich, dass er mir so wichtig ist?' frage ich Fabian. 'Sicher, ist es okay. Mir blieb ja nie etwas anderes übrig, sonst wären wir ja nie so lange zusammen', bekomme ich meine Antwort. 'Also stört es dich doch', stelle ich fest. 'Klar, überlege doch mal. Ich bekomme ja noch nicht einmal einen Schlüssel', kommt es jetzt von Fabian. Das ist zu viel des Guten. 'Ach, und was kommt als nächstes? Willst du dann vielleicht hier einziehen?' entlade ich meine Wut. 'Was wäre daran so schlimm?' will Fabian von mir wissen.

'Was daran schlimm wäre?' brülle ich ihn an.

'Ach ja, richtig, dann könnte Dennis ja nicht mehr hier bei dir schlafen, oder sollte ich besser, mit dir sagen?' kontert Fabian mindestens genauso laut. 'Was?...Jetzt reichts aber!...Hier hast du dein blödes Geld und dann sehe bloß zu, dass du hier raus kommst. Ich will dich nicht mehr sehen.' Mit diesen Worten schmeiße ich ihm mein letztes Geld entgegen und füge noch hinzu: '...Nie mehr...!'

Fabian knallt die Tür hinter sich zu und lässt mich allein.

Erst die Stille, die jetzt die Wohnung erfüllt, lässt auf mich wirken, was ich gerade getan habe. Tränen laufen über meine heißen Wangen, die ganz gerötet sind, weil ich so wütend bin. Oder war?

Ich laufe ziellos durch die Wohnung auf der Suche nach meinem Handy, welches ich im Schlafzimmer neben dem Bett finde.

Schnell wähle ich die Nummer, die ich schon in und auswendig kenne und schluchze ins Telefon: 'Es ist Schluss. Ich habe Schluss gemacht.'

'Wo bist du jetzt?' fragt Dennis gefasst.

'Zu Hause', bringe ich unter Tränen hervor.

'Bin gleich bei dir', sagt Dennis noch, bevor er auflegt.

Langsam lasse ich meinen Arm sinken und höre noch den dumpfen Knall meines Handys, das zu Boden fällt. Dann sacke ich auf meinem Bett zusammen, rolle mich ein und weine.

Dennis ist wirklich schnell da, obwohl es mir wie eine halbe Ewigkeit vorkommt. Ich höre wie der Schlüssel ins Schloss gesteckt wird und das Klimpern seines Schlüsselbundes. Den Anhänger hat er von mir, ein Herz mit einer Glocke, auf dem best friends steht. Dann das Rascheln von Dennis Jacke und das Schlürfen seiner Schuhe, ausnahmsweise hat er sie nicht ausgezogen, wie sonst. Seine warme Hand legt er mir in den Nacken, streichelt mich sanft. Nur schwer fällig erhebe ich meinen Oberkörper, um mich in Dennis starke Arme zu kuscheln. Dennis, mein Dennis, immer ist er für mich da. Würde alles stehen und liegen lassen, Gott und die Welt vertrösten, damit er zu mir kann, wenn etwas ist.

Die Tränen laufen immer noch oder jetzt erst recht, denn wenn man umarmt wird oder getröstet, wird es meistens schlimmer, als vorher. Dennis streichelt behutsam über meinen schmalen Rücken, sagt jedoch kein einziges Wort. Wahrscheinlich damit er nichts Falsches sagt, da er Fabian ja nicht mag. Aber was ist mit mir? Ich habe es doch lange genug mit ihm ausgehalten. Wie musste es jetzt dazu kommen? War es an der Zeit oder ist es weil ich immer alles in mich hinein gefressen habe? Hätte ich mal eher etwas sagen sollen? Auch wenn ich mir jetzt Vorwürfe mache, ändert es nichts an der Situation. Ich könnte Fabian anrufen, noch mal mit ihm über alles reden, versuchen zu erklären, was in mir vorging. Oder aber ich könnte Fabian seinen eigenen Weg gehen lassen und mich voll und ganz auf meins konzentrieren. Möglichkeiten gibt es viele. Die eigentliche Frage ist aber was möchte ich?

Während ich mich an Dennis schmiege ertappe ich mich dabei dass ich plötzlich Fabian mit Dennis vergleiche.

Die Beiden sind so unterschiedlich wie Hund und Katze, ich versteh auf einmal gar nicht was ich an Fabian gefunden habe. Nicht dass ich in Dennis verliebt wäre, aber er ist echt heiß und wir verstehen uns super. Fabian ist einfach perfekt, viel zu perfekt. Ich komme nicht mit ihm auf einer Wellenlänge, so sehr ich mich auch anstrenge. Selbst der Sex würde nur unter solchen Voraussetzungen wie vorhin gut sein. Fabian hat einen Freund verdient, der es schätzt was er für ihn tut und das bin unmöglich ich. Vielleicht sollte es so sein, wie es gekommen ist.

Dennis zieht sich die Schuhe aus und legt sich zu mir aufs Bett. Ich lege mich dicht an ihn ran, um seine Nähe zu spüren. Sein Herzschlag pocht in einem gleichmäßigen Rhythmus unter mir. Meine Augen brennen vom Weinen und ich könnte schon wieder schlafen, so müde bin ich. Auch Dennis scheint müde zu sein, denn ein Gähnen kommt von ihm. Er riecht gut und so schmiege ein wenig an ihm. Heute wird er nichts tun, das weiß ich genau, denn er ist hier, um mich zu trösten und nicht die Situation auszunutzen. Ich kann mich auf ihn verlassen, denn auch wenn er vielleicht mit den Gedanken spielt, wird er sich beherrschen und das ist verdammt gut!
 


 

Die Sonne scheint und dennoch ist es bewölkt. Die Wolken ziehen vorbei, was mir zeigt wie schnell die Zeit vergeht. Trotzdem starre ich weiter aus meinem Fenster und versuche das Geschehene von gestern zu verstehen, zu verarbeiten und zu akzeptieren.

Wie konnte es dazu kommen?

War ich nicht gut zu Nils?

Habe ich ihm nicht alles gegeben?

Ich habe mich stets an zweiter Stelle gestellt, es akzeptiert, dass Dennis seine Nummer eins ist. Den beiden Zeit gegeben für sich, so viel und wann immer sie wollten. Nie habe ich gemeckert oder seine Treue in Frage gestellt, so sehr ich auch daran zweifelte. Wenn man die Beiden so beobachtete, konnte man sich sicher sein, dass ihre Beziehung zueinander weit über Freundschaft hinaus ging. Dennoch wollte ich immer das Beste für Nils und war dafür bereit mein eigenes Wohl hinten anzustellen. Egal wie hart der Preis, wie lang die endlosen Stunden ohne ihn, wohl wissend dass Dennis in dieser Zeit bei ihm war.

Aber wie ich es drehe und wende, bleibt dieses Gefühl, dass alles umsonst gewesen ist. In mir steigt eine unbeschreibliche Wut auf, die die ganze Zeit über unterdrückt wurde, von der starken Liebe, die ich noch bis vor kurzem empfand für meinen Freund. Jetzt ist dort nur noch Hass, stiller Hass, der raus will. Selbst wenn ich schreien würde, wäre kaum eine Besserung da, so groß ist dieses Aufgestaute.

Kurz entschlossen ziehe ich meine Schuhe an und streife mir meine Jacke über. Ich mache mich auf dem Weg, um meiner Wut freien Lauf zu lassen.

Die Strecke kenne ich gut, zu oft bin ich sie gegangen, um dann wie fast immer wieder nach Hause zurück zu kehren. Weil keiner da war, mir keiner öffnete. Ich wusste ganz genau wo du warst, doch akzeptierte ich es still. Nahm es hin wie es war, weil ich dich glücklich sehen wollte. Doch warst du nie wirklich fröhlich und ich wusste genau warum. Egal wie viel Mühe ich mir auch gab, wie zärtlich ich zu dir war, nie hattest du das Gefühl von wirklicher Befriedigung.

Ich bin da, habe mein Ziel erreicht und drücke wie schon viel zu oft den Klingelknopf. Das bekannte Geräusch deiner Klingel surrt in meinen Ohren und ich bete noch, dass du nicht zu Hause bist. Aber die bekannten Schritte hinter der verschlossenen Tür lassen mich ahnen, dass er bei dir ist. Oh wie ich ihn hasse!

Dennis öffnet die Tür und sein Gesicht sagt mehr als tausend Worte. Erstaunt, ja, vielleicht auch ein wenig entsetzt, winkt er mich herein, während sein Blick mich mustert. Ja, ich bin unrasiert, habe auch nicht geduscht, sehe bestimmt verheult, verschlafen und einfach nur fertig aus.

Suchend schaue ich durch die Wohnung, ohne auch nur einen Schritt weiter zu gehen. Dennis zeigt in Richtung Schlafzimmer, wo ich Nils auch vermutet hätte.

'Kannst du uns bitte allein lassen?', frage ich Dennis, wobei die Betonung auf dem bitte liegt und ich sehr ernst spreche.

'Sicher', antwortet Dennis, aber ich habe auch nichts anderes von ihm erwartet.

Kaum ist die Wohnungstür hinter mir ins Schloss gefallen, ziehe ich auch rasch meine Schuhe aus und werfe meine Jacke achtlos auf dem Boden. Eigentlich untypisch für mich, wo ich doch sonst alles so genau nehme, schon krampfhaft perfektioniert. Doch dies alles erscheint in diesem Augenblick unwichtig für mich, denn ich bin immer noch geladen.

Das Schlafzimmer ist verdunkelt, so dass ich nur schemenhaft erkennen kann, dass Nils auf dem Bett sitzt.

'Hey', kommt es zaghaft von ihm.

Ich bringe kein Wort über die Lippen, gehe aber direkt auf ihm zu. Beim Bett angekommen, halte ich für einen Moment inne, bevor ich Nils an den Schultern packe und auf die Matratze drücke. Es ist ein Leichtes für mich, ihn zu überwältigen, da ich nicht nur ein ganzes Stückchen größer bin, sondern ihm auch körperlich überlegen. So lege ich mich mit meinem ganzen Gewicht auf ihn, halte seine Handgelenke über kreuzt fest und versuche in dem schwachen Licht seine blauen Augen zu erkennen. Ein Zittern geht von ihm aus, aber keine Gegenwehr und so lasse ich meiner Wut freien Lauf.

Ich presse meine Lippen auf die seinen und drücke meine Zunge in seinen Mund, um einen Kuss zu erzwingen. Er stellt sich nicht stur, sondern lässt alles geschehen, erwidert sogar zaghaft den Kuss.

Meine freie Hand wandert über seine Wange, wo ich feststelle, dass auch er unrasiert ist. Doch es stört mich nicht im Geringsten, ganz im Gegenteil erregt es mich aus irgendeinem Grund nur noch mehr. Ich lasse mich treiben und so gleitet meine Hand über Nils nackten, fast zerbrechlichen Oberkörper, kneift in seine Brustwarzen. Meine Lippen lösen sich für einen kleinen Moment von Nils, um über seinen schlanken Hals zu lecken. Etwas verkrampft dreht er sein Gesicht von mir weg und so drücke ich meine Lippen an sein Ohr: 'Ich werde es dir so gut besorgen, wie niemand zuvor', necke ich ihn.

Unter mir spüre ich, dass Nils eine Gänsehaut bekommt und so lasse ich meine Hand über die Wölbung in seinen Shorts fahren. Ein leises Aufstöhnen ist von ihm zu hören und so reibe ich mit meiner Hand seine Oberschenkel rauf und runter, bevor ich wieder von ihm ablasse, mich an ihn drücke, an ihn presse und mit leichten Druck auf seinen Lenden einen gleichmäßigen Rhythmus bestimme.

'Na, gefällt dir das?', frage ich spielerisch, lasse ihn jedoch nicht zu Wort kommen, sondern presse meine Lippen wieder auf die seinen. Ich ziehe seine Boxershorts aus, gekonnt schnell, als hätte ich es unzählige Male schon so getan. Anschließend drehe ich Nils auf den Bauch und drücke mein Knie zwischen seine schmalen Schenkel, um sie zu spreizen. Nun lasse ich von seinen Handgelenken ab, doch er gibt keine Regung von sich, lässt geschehen, was geschieht. Meine Hände finden ihren Weg, so dass die eine Nils zum Knien bringt und die andere zwischen seinen knackigen Backen den Eingang sucht. Durch ein begleitendes Stöhnen seinerseits, schiebe ich einen Finger in seine Hitze und merke wie entspannt er ist. Als meine andere Hand über seinen flachen Bauch streicht, langsam zwischen seine Beine fasst, wird mir bewusst, wie heiß er ist. So hart habe ich ihn noch nie erlebt und so lasse ich meine Lippen abermals zu seinem Ohr wandern.

'Schön, dass du mich so willig empfängst', reize ich ihn noch mehr. Dann begebe ich mich auf Tauchstation, während meine eine Hand vorne zwischen Nils Beinen verweilt und seinen Schaft mit festem Griff umschließt, drücke ich mein Gesicht zwischen seine festen Backen. Jetzt höre ich Nils zum ersten Mal laut stöhnen, was mich dazu bringt meine lange Zunge kreisen zu lassen und sie ein wenig in seine Hitze hinein zu drücken. Nils rückt nun näher an mich ran, ist aber auf einmal wieder ganz still.

Nun lasse ich von ihm ab, entblöße meine eigene, beachtliche Härte, ohne mich auszuziehen und ziehe Nils an seinen zierlichen Hüften mit einem festen Ruck an mich. Ein gequältes Keuchen kommt von ihm, bevor er locker lässt, um sich scheinbar seinem Schicksal zu ergeben. Mit gleichmäßigen Stößen treibe ich meine Härte in seine Hitze, anfangs nur langsam, dann immer schneller und treffsicherer, Nils' Prostata massierend. Ich umgreife fest seine Härte, reibe sie im gleichmäßigem Rhythmus und bekomme im schwachen Licht mit, wie er sich am Laken festkrallt. Bevor ich uns jedoch Erleichterung verschaffe, beiße ich in seinen Nacken, ziehe ihn hoch und presse ihn an mich. Durch intensive Reibung und Streicheleinheiten seiner Eichel, ergießt Nils sich über das halbe Bett, begleitet von einem lauten Stöhnen. Anschließend drücke ich ihn wieder auf die Matratze und hämmere ein paar Mal fest in seine Hitze rein, doch kurz bevor auch ich meinen Höhepunkt erlebe, ziehe ich mich aus ihm und ergieße mich auf seinem Po und Rücken. Auch ich kann ein Stöhnen nicht unterdrücken und lasse die Geräusche aus mir heraus.

Mein Herz pocht wie wild und erst langsam beruhigt sich mein Puls wieder. Nils ringt noch nach Atem und wenn ich mir auch nicht sicher bin, ob er es wirklich wollte, so weiß ich genau, das war verdammt gut!
 


 

Jetzt geht es mir besser, meine Wut ist wie weg geflogen. Ich sitze auf der Bettkante und habe bereits mein bestes Stück wieder verstaut.

Bevor ich gehe, gleitet mein Blick noch einmal zu Nils, der eingerollt, wie Gott ihn schuf auf seinem Bett liegt. Viel erkennen kann ich nicht, aber sicher ist, dass er nicht schläft. Ich stehe auf und als ich am Türrahmen angekommen bin sage ich zu ihm: 'Ich bereue nichts und ich hoffe du auch nicht.'

Es kommt keine Antwort und so gehe ich in den Flur, ziehe Schuhe und Jacke an und verlasse die Wohnung. Dennis will ich auf gar keinen Fall begegnen, weshalb ich auch immer zwei Stufen auf einmal nehme und schnellen Schrittes Nils' Wohnung hinter mir lasse. Als ich gerade um die Ecke biege, fällt ein letzter Blick zurück und ich schaue für einen kurzen Augenblick in Dennis' rehbraune Augen. Er ist zurück, was wohl auch gut so ist, da ich mir über Nils' Zustand nicht ganz im Klaren bin.

Nach Hause will ich nicht und so mache ich mich auf dem Weg in ein Café.

Nun bin ich also wieder single, denke ich und setze mich in die hinterste Ecke, wo sich alles bestens überblicken lässt. Es ist nicht so viel los, dennoch fällt mir ein gut aussehender Mann um die 30 auf. Er sitzt ein paar Tische vor mir und genießt einen Tee mit einem Stück Kuchen, der echt lecker aussieht. Als die Bedienung kommt, sage ich: 'Ich hätte gern genau das Gleiche, wie der Mann da vorne.'

'Gern', bekomme ich zur Antwort und als hätte der Fremde mich gehört, schenkt er mir einen intensiven Blick. Dabei fallen mir seine hellblauen Augen auf, die im Kontrast zu seinen grauen Schläfen einfach toll aussehen.

Vielleicht war Nils einfach zu jung für mich und ich sollte es mal mit einem älteren Mann versuchen.

Meine Bestellung kommt und als könnte der Mann Gedanken lesen, prostet er mir mit seinem Tee zu. Ich muss lachen, denn so etwas ist mir auch noch nie passiert. Im nächsten Moment erschrecke ich mich aber, da der Fremde auf einmal vor mir steht.

'Bin ich so witzig?', will er wissen.

'Naja...mir wurde halt noch nie mit Tee zu geprostet', erkläre ich mein Verhalten.

'Okay', kommt es von meinem Gegenüber und so fügt er nach kurzer Pause hinzu: 'Von mir aus kannst du so viel lachen wie du möchtest, denn das lässt dich noch hübscher erscheinen.'

Ich muss lächeln, denn so geschmeichelt habe ich mich schon lange nicht gefühlt. 'Wenn du dich zu mir setzt, werde ich mich bemühen noch mehr zu lachen', flirte ich zurück und tatsächlich geht er zu seinem Tisch, holt seine Sachen und setzt sich zu mir.

'Ich heiße Mirko', stellt sich der Fremde vor.

'Fabian', nicke ich ihm zu.

'Und, schmeckt es?' fragt Mirko mich und deutet auf den Schokoladenkuchen. Ich kann nur nicken, da ich mir gerade ein dickes Stück in den Mund geschoben habe. So bringe diesmal ich ihn zum Lachen, was in seinen Wangen Grübchen erscheinen lässt, die verdammt süß aussehen.

Ich glaube eigentlich nicht an die Liebe auf den ersten Blick, aber ich denke, mich hat es total erwischt. Dieses Knistern liegt in der Luft und ich habe ein Kribbeln in der Magengegend, das definitiv nicht vom Schokoladenkuchen kommt. Dabei kenne ich Mirko doch noch gar nicht, wie kann man dann schon so empfinden?

Egal, ich konzentriere mich jetzt voll und ganz auf ihn und nach einem langem Gespräch, verabreden wir uns für den Abend und tauschen Telefonnummern aus.

'Dann bis heute Abend', verabschiede ich mich von Mirko und gebe ihm ein Küsschen auf die Wange. Er lächelt wieder und sagt: 'Ja, bis nachher.'

Dann gehen wir getrennte Wege und ich hoffe, dass der Tag so schnell wie möglich vorbei geht und es bald Abend wird. Um die Zeit etwas zu überbrücken, besuche ich einen Freund, der ganz in der Nähe wohnt.

Nach mehrmaligen Klingeln, was man immer machen muss, da die Klingel spinnt, öffnet Leon die Tür. Er ist einer meiner engsten Freunde, auch wenn er wesentlich jünger ist als ich. Er ist ein typischer Sunnyboy, blond und blauäugig und kann sich vor Männern kaum retten.

'Hey', begrüße ich ihn super gut gelaunt.

'Hey', kommt es geknickt von Leon.

'Alles okay?', frage ich noch, während ich in seine kleine Wohnung eintrete.

'Bei dir scheint ja alles mehr als okay zu sein', faucht Leon mich an.

'Ja, mir ging es nie besser', entgegne ich und folge ihm in die Küche, wo ich am Küchentisch Platz nehme.

'Schön für dich', brummt Leon, 'dann läuft es also gut mit Nils?'

'Nein, mit Nils ist Schluss!', antworte ich.

Leon schaut mich verblüfft an und reicht mir einen Kaffee, den er wohl schon fertig hatte.

'Und wieso bist du dann so gut drauf?', will Leon wissen, bevor er gegenüber von mir platz nimmt.

'Weil ich gerade einen echt tollen Mann kennen gelernt habe', schwärme ich und bemerke natürlich, dass Leon genervt die Augen verdreht. 'Okay, raus mit der Sprache, was ist los?' will ich deshalb von ihm wissen.

Leon lehnt sich stöhnend zurück, nimmt einen Schluck von seinen eigenen Kaffee und fängt an zu erzählen: 'Weißt du, ich habe die Tage auch jemanden kennen gelernt. Eigentlich habe ich ja zwei Typen kennen gelernt, aber der eine sagte mir eher zu. Dunkler Typ: tolle dunkelbraune Augen, gut gebaut, aber du weißt ja auf was ich abfahre.'

Ich nicke zustimmend und nippe von meinem Kaffee, während Leon weiter spricht. 'Wir sind haben uns jedenfalls verabredet, wollten zusammen auf Tour. Ich habe ihn von Zuhause abgeholt, wir haben vorgeglüht und uns sogar geküsst. Doch im Laufe des Abend, habe ich immer mehr gemerkt, wie uninteressant ich für ihn war und letzten Endes haben wir uns dann in der Disko verloren.'

'Vielleicht war das ja gar nicht mit Absicht. Hast du versucht in anzurufen?', will ich wissen, da es sich nach einen Missverständnis für mich anhört.

'Ich wollte das persönlich machen und war ein Dutzend mal bei ihm zu Hause, aber nie war jemand da. Oder es war jemand da und hat nicht aufgemacht, was auch gut sein kann', erklärt Leon mir.

'Verstehe', sage ich zu ihm und füge dann hinzu: 'Wieso rufst du ihn nicht an oder schickst eine SMS, nur zur Sicherheit?', Doch Leon schüttelt den Kopf und trinkt seinen Kaffee aus. 'Nein, Jeremy ist für mich gestorben, es gibt noch jede Menge andere gut aussehende Typen', sagt er und ich sehe tatsächlich ein Lächeln auf seinen Lippen.

Gute Laune scheint ansteckend zu sein und so muss auch ich wieder grinsen. Nun trinke auch ich meinen Kaffee aus, um mich anschließend endlich nach Hause zu begeben. Leon bekommt zum Abschied noch eine kräftige Umarmung und mit den Worten: 'Wir sehen uns', verabschiede ich mich von ihm.

Der Weg nach Hause ist nicht weit, nur ein paar Straßen weiter und so

schließe ich die Wohnungstür des Mehrfamilienhauses auf und schaue in den Briefkasten, bevor ich nach oben gehe. Doch als ich den zweiten Stock erreiche, sehe ich plötzlich Sterne.

Erst viel später werde ich wieder wach und schaue in zwei wunderschöne, hellblaue Augen.

'Hey', bringe ich irgendwie raus.

'Hey', antwortet Mirko mir.

'Was ist passiert?', frage ich ihn. Doch Mirko weiß auch keinen Rat und so hilft er mir erst einmal auf und wir gehen in meine Wohnung.

'Danke, aber es geht schon', sage ich zu Mirko, der mich stützt.

'Sicher?', will er von mir wissen und ich nicke zustimmend, damit er sich von mir löst. Ein Blick in den Spiegel, der im Flur hängt, lässt mich erahnen was passiert ist, da meinem Gesicht ein blaues Auge ziert.

'Hast du etwas zum Kühlen da?', fragt Mirko mich und ich antworte ihm, während ich mich auf meiner Couch hinlege: 'Schau mal im Kühlfach nach.'

Nur kurze Zeit später habe ich eine Packung Erbsen auf dem Auge und mein Traummann krault mir den Kopf. Hätte der Abend schöner sein können? Das blaue Auge habe ich verdient und Mirko hoffentlich auch. Denn der Anfang ist schon mal verdammt gut!


 

 

Weil es gerade so interessant ist, noch einmal alles auf Anfang:

~

Die Sonne scheint durchs Fenster rein und blendet mich, so dass ich wach werde. Genervt drehe ich mich um und kuschel mich noch einmal in die Decke ein. Leider ist der Platz neben mir leer, aber was habe ich auch von dem Frühaufsteher Nils erwartet?

Bevor ich mich leise erhebe, räkle ich mich noch ausgiebig. Ich höre Geräusche aus der Küche, was mich annehmen lässt, meinen besten Freund dort zu finden. Ich schleiche mich an ihn ran und umarme ihn von hinten, wobei ich meinen Schoß gegen seinen kleinen Apfelpo presse.

'Morgen', hauche ich in seinen Nacken und meine eine kleine Gänsehaut zu vernehmen.

'Morgen? Es ist schon fast Mittag', kommt es geradezu protestierend von Nils. Mir schleicht sich ein Grinsen auf die Lippen, denn zur Mittagszeit gibt es bekanntlich ja etwas zu Essen.

'Mittag? Oh, dann ist ja Essenszeit', gebe ich zurück und lasse meine Hände unter sein Shirt gleiten. Wie ich diesen flachen Bauch liebe, andere würden sagen, Nils ist zu dünn, aber mir gefällt sein Body. Mein Körper springt auf ihn an und so lässt sich meine Erregung nicht mehr verheimlichen, schon gar nicht in so einer engen Position. Deshalb drücke ich mich noch etwas an Nils, um ihn spüren zu lassen, was ihn erwarten könnte. Meine Lippen wandern zu seinem Ohrläppchen, das geradezu nach Liebkosungen ruft. Ich meine gerade ein Seufzen vernommen zu haben, als es plötzlich an der Tür klingelt. So ein Mist, warum war ich auch gestern zu betrunken und ausgepowert, sonst hätte ich Nils bestimmt vernascht.

Natürlich ist Fabian an der Tür und unser kleines Techtelmechtel muss leider verschoben werden. Anstandshalber begrüße ich ihn und kann nur über den Strauß Rosen den Kopf schütteln – dieser Schleimer!

'So, wer von euch isst denn gleich Gemüsepfanne mit?', fragt Nils uns und ich kann nicht anders, als einen Scherz zu machen: 'Kommt ganz darauf an, was es als Nachttisch gibt.'

Fabians Blick spricht Bände, aber auch Nils scheint nicht erfreut zu sein. Deshalb beschließe ich mich aus dem Staub zu machen.

'Ich hab noch was vor', sage ich und verlasse die Küche. Nach nur einem kurzen Gang ins Bad, da ich beschlossen habe woanders zu duschen, ziehe ich mich an. Bevor ich jedoch die Wohnung verlasse, hole ich mir noch mein Abschiedsküsschen von Nils und sage höflich 'Tschüss'.

Ich schnappe mir noch meinen Schlüssel vom Schlüsselbrett und ziehe meine Schuhe an, bevor die Tür hinter mir zufällt. Meine Jacke nehme ich zwar mit, ziehe sie aber nicht an, da ich von Natur aus viel Hitze in mir habe und jetzt sowieso. Irgendwo muss ich ja hin damit, also habe ich beschlossen trainieren zu gehen, wo auch jede Menge Leckerbissen herumlaufen. Also springe ich schnell zu Hause vorbei, um meine Trainingssachen zu holen. Es hat noch einen Vorteil jetzt ins Fitnessstudio zu gehen, so muss ich mir keine Gedanken mehr machen, wo ich dusche.

Ich betrete mein gewohntes Umfeld oder sollte ich besser Revier sagen, denn ich jage meisten hier.

'Hallo Timo. Na, ist viel los heute?', will ich von dem Typen hinterm Tresen wissen, der meine Mitgliedskarte entgegen nimmt.

'Naja, es geht so. Sobald die Sonne raus kommt, ist das Fitnessstudio meist uninteressant', antwortet er, wobei er kräftig mit mir flirtet.

'Ja, da hat man meistens besseres zu tun', bestätige ich Timos Aussage und lecke mir gekonnt über die Lippen. Leider werden wir unterbrochen, denn er muss noch jemandem etwas zu Trinken bringen. Ich beobachte ihn genau und bekomme mit, dass nicht nur ich für ihn interessant zu sein scheine. Okay, diese Spiel kann ich auch spielen und sobald Timo wieder bei mir ist, erkundige ich mich nach einem alten Bekannten: 'Ist Kai auch heute hier?'

'Kai?', antwortet Timo. 'Sag bloß du weißt das noch nicht?'

Ich schüttle den Kopf und will wissen: 'Nein, was denn?'

Die Antwort kommt prompt: 'Kai ist im Gefängnis, wegen versuchter Vergewaltigung.'

Jetzt bin ich sprachlos, doch Timo hat noch mehr zu erzählen: 'Aber stell dir vor, er hat nur zwei Jahre bekommen. Ist das nicht wenig? Und er soll auch einen Mittäter gehabt haben, der dem jungen Mann Drogen untergemischt hat. Der hat nur ein Jahr bekommen, wegen der Drogen. Aber ist doch echt unfassbar, dass die nur so wenig als Strafe aufgebrummt bekommen. So etwas von ungerecht, da könnte ja jeder kommen...' Während Timo noch immer kein Ende gefunden hat, bin ich schon auf dem Weg zu den Umkleiden. Wie kann ein Mann so viel reden? Ist mir doch egal, was mit Kai ist, so gut kenne ich ihn ja nun auch wieder nicht.

Und so wie der Zufall will, werden meine Gedanken auch schon gleich auf etwas anderes gelenkt. Ein sehr gut gebauter, junger Mann scheint gerade mit dem Training fertig zu sein. Ich habe ihn hier noch nie gesehen, er muss neu sein und die Hitze, die ich immer noch von Nils in mir trage, will dringend raus. Ein kurzer Blick des Schönlings, ein zaghaftes Lächeln und er holt sein Handtuch, um duschen zu gehen. Ich glaube mein Training fällt heute aus, denn nun habe ich ganz andere Pläne. Deshalb schnappe auch ich mein Handtuch und gehe zu den Duschen. Meine rehbraunen Augen suchen nach dem Geschöpf meiner Begierde und fixieren es unter einer der Duschen. Wie der Zufall es will, ist direkt daneben frei und so gehe ich geradewegs auf die Brause zu. Beobachtet von zwei dunkelgrünen Augen, ziehe ich mich aus und fange an mich einzuseifen. So gut es geht, versuche ich meine Erregung zu unterdrücken, was meinem Nachbarn scheinbar nicht gelingt. Ein gekonnter Seitenblick mustert ihn: Seine mittellangen, blonden Haare hängen ihm strähnig ins Gesicht, seine Brust ist gut durchtrainiert und sein Bauch der absolute Wahnsinn – flach und bestimmt steinhart, genau wie etwas was steil empor zwischen seinen Beinen steht. Ein Grinsen kann ich kaum unterdrücken, muss ich auch nicht, denn der junge Mann grinst auch. Weshalb ich auch langsam von meinem Duschstrahl zu seinem rüber wandere.

'Na, wie ist die Temperatur deines Wassers?', frage ich neckisch und stelle mich frech mit zu ihm unter die Dusche. Beiläufig streife ich seinen Arm und bekomme auch rasch eine Antwort: 'Anscheinend zu warm, denn mir ist viel zu heiß.'

Während er das sagt, streichen seine Hände über meinen Rücken und bevor seine Lippen die meinen berühren, stelle ich mich noch schnell vor: 'Ich heiße Dennis.'

'Alex', kommt es noch, bevor ich seine weichen Lippen und seine heiße Zunge spüre. Nun macht sich auch mein Penis selbstständig und drückt gegen seinen. Mittellautes Stöhnen begleitet unseren innigen Kuss, obwohl wir vorsichtig sein müssen, nicht erwischt zu werden. Aber der Reiz macht es gerade aus und so steigt unsere Erregung. Wir fangen an uns aneinander zu reiben, während meine Hände zwischen uns streicheln, sind Alex' seine immer noch an meinem Rücken. Zwischendurch kraule ich durch Alex' blonde Haare, streichle seine Wange und lasse meine Hand für einen Moment in seinem Nacken verweilen. Er ist heiß, genau wie ich und so nehme ich unsere Erektionen in die Hand und drücke sie aneinander. Mit einem langsamen Auf und Ab beginnend, massiere ich sie, wobei meine andere Hand immer noch in Alex' Nacken liegt und ihn an mich drückt. Unsere Lippen spielen miteinander, während unsere Zungen einen kleinen Kampf ausfechten und die Mundhöhle des anderen erforschen. Meine kurzen Nägel kratzen über die Haut an Alex' Hals und meine Lippen saugen seine Zunge ein, wobei meine Zähne zaghaft an seiner Unterlippe saugen. Nun erhöhe ich den Rhythmus der Massage unserer Erektionen und presse meinen Mund wieder auf dem seinen, damit Alex nicht allzu sehr stöhnt. Der Griff, mit dem ich unsere Härten festhalte wird fester und gleichmäßiger reibe ich uns, bis es kaum noch auszuhalten ist. Fast gleichzeitig ergießen wir uns und der warme Strahl der Dusche spült das Geschehene in den Abfluss. Ein letzter Kuss beendet unser kleines Spiel, bevor ich auf einmal fremde Blicke spüre. Als ich mich umdrehe, steh doch tatsächlich jemand hinter uns. Ein Mann mittleren Alters steht wie versteinert da und hat unser Schauspiel scheinbar mit angesehen. Alex und ich müssen beide lachen, denn uns ist das total egal, dafür war der Sex viel zu gut - um nicht zu sagen verdammt gut!


 
 

Natürlich tauschen Alex und ich noch Telefonnummern aus und trinken eine Kleinigkeit, bevor unsere Wege sich trennen. Timo sage ich noch Bescheid, wegen des Mannes in der Dusche, falls der Schock zu groß ist und er ärztliche Hilfe benötigt. Doch als ich gerade nach Haus will, geht mein Handy und total verweint, sprich eine Stimme zu mir: 'Es ist Schluss. Ich habe Schluss gemacht', schluchzt Nils.

'Wo bist du jetzt?' will ich wissen.

'Zu Hause', kommt es, kaum hörbar von ihm.

'Bin gleich bei dir', versuche ich ihn zu beruhigen, was am Telefon sowieso unmöglich ist. Dann lege ich auf und mache mich schnellen Schrittes auf dem Weg. War doch klar, dass das früher oder später passiert. Ich mochte Fabian ja nie wirklich, seine gehobene Art und die Tatsache, dass er sowieso alles besser kann, machen mich wahnsinnig. Jedenfalls hat Nils etwas besseres verdient, nicht so einen Perfektionisten.

Ich nehme zwei Stufen auf einmal und dann schließe ich schnell die Tür auf. Nils liegt eingerollt auf dem Bett, weshalb ich zu ihm rüber gehe und tröstend meine Hand in seinen Nacken lege. Sofort erhebt er sich und drückt sich mir in die Arme. Zärtlich drücke ich ihn an mich und streichle durch sein dunkelbraunes, kurzes Haare. Er weint bitterlich und es dauert eine Weile, bis er sich beruhigt. Erst dann ziehe ich meine Schuhe aus und lege mich zu ihm aufs Bett. Auf einmal bin ich wahnsinnig müde, ein Gähnen kann ich nicht unterdrücken. Als Nils Schluchzen verstummt und seine Atmung regelmäßiger wird, kann ich meine Augen nicht mehr offen halten.

Erst am frühen Morgen werde ich wieder wach, was für mich sehr untypisch ist, da ich am Wochenende gerne länger schlafe. Doch da ich in Klamotten geschlafen habe und die Wärmequelle neben mir auch, ist es wohl die übermäßige Hitze, die mich nicht mehr schlafen lässt. Hin und wieder strahlt die Sonne ins Zimmer, was mich erahnen lässt, dass es etwas bewölkt ist. Nils bewegt sich und ich nutze die Gelegenheit, um ihn von mir zu schieben, damit ich auf Toilette kann. Als ich wieder ins Zimmer komme, ist Nils wach und sitzt auf dem Bett. Ich schließe die Jalousien, damit die Atmosphäre angenehmer wird. Da er immer noch angezogen ist, nutze ich die Gunst der Stunde, um unser Techtelmechtel fortzuführen. Langsam helfe ich Nils aus seinen Klamotten und versuche ihn so auf andere Gedanken zu bringen. Vorsichtig, ja geradezu zaghaft, ziehe ich sein Shirt über seine schmalen Schultern, um zärtlich über seinen Bauch zu streichen. Seine Hose ist schnell offen und genauso schnell ausgezogen, wobei ich wie aus Versehen seine schlanken Oberschenkel streife. Ich versuche Nils in die Augen zu schauen, merke aber wie abwesend er ist und mir wird klar, dass es nicht der richtige Zeitpunkt zu sein scheint. Es wäre nicht fair, seine Situation so schamlos auszunutzen.

Die Klingel unterbricht die Stille im Raum und Nils zuckt zusammen, während sein Blick Hilfe suchend den meinen einfängt. Ich nicke ihm zu und vergewissere ihn: 'Es wird alles gut.'

Dann gehe ich zur Tür und als ich sie öffne, bekomme ich einen kleinen Schreck, denn so habe ich Fabian noch nie gesehen. Er ist unrasiert, sieht aus als hätte er die ganze Nacht durchgemacht und riecht komisch. Dennoch winke ich ihn herein und zeige Richtung Schlafzimmer, um ihm den Weg zu weisen.

'Kannst du uns bitte allein lassen?' fragt Fabian und ich habe auch nichts anderes von ihm erwartet. Da ich aber weiß wie wichtig Nils dies hier ist antworte ich also: 'Sicher.'

Keine 5 Sekunden später steh ich im Treppenhaus und wage es kaum weg zu gehen. Doch letztendlich machen meine Beine sich selbstständig, da ich sonst womöglich noch gelauscht hätte. Ich gehe die Straße entlang und weiß nicht genau, ob ich Brötchen für zwei oder drei Personen holen soll. Kommen die beiden denn nun wieder zusammen?

Wenn ja, möchten sie bestimmt lieber allein frühstücken und wenn nicht, dann hat Nils sicher wieder Hunger, weil sie sich ausgesprochen haben. Deshalb beschließe ich für zwei Personen Brötchen zu holen, aber bei dem Bäcker am Markt, da die beiden so mehr Zeit haben, um zu reden.

Es ist noch so früh, dass mir kaum jemand begegnet und der Weg kommt mir sehr einsam vor. Ich sollte mein Singleleben langsam mal beenden, dann komm ich mir auch nicht wie das fünfte Rad am Wagen vor. Aber wenn Nils nun auch wieder single ist...

Ich wage es nicht weiter zu denken, sondern gehe lieber einen Schritt schneller. Als ich den Hauseingang erreiche, sehe ich noch wie Fabian um die Ecke biegt. Unsere Blicken treffen sich für einen kleinen Augenblick und auf einmal habe ich ein ganz schlechtes Gefühl in der Magengegend. So schnell es geht bin ich oben angekommen und habe aufgeschlossen. Es ist noch immer alles verdunkelt, weshalb ich in den Raum rufe: 'Nils?...Bist du da?' Es kommt keine Antwort und da ich von draußen rein gekommen bin, müssen sich meine Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen. Langsam gehe ich zum Fenster rüber, um mir Licht zu verschaffen, warum ich nicht einfach den Lichtschalter genommen habe, frage ich mich erst, als ich schon am Fenster stehe. Stück für Stück kommt Licht ins Zimmer und ich sehe wie Nils auf dem Bett liegt. Er hat sich eingerollt und die Decke an sich gezogen, wohl weil das Gespräch nicht so lief wie er es sich gewünscht hätte.

'Musst du mir so einen Schrecken einjagen?' frage ich ihn, während ich zum Bett hinüber gehe. 'Du hättest mir wenigstens antworten können', schmolle ich gespielt und setzte mich zu Nils auf Bett. 'Hallo? Ich rede mit dir', sage ich zu ihm, doch es kommt noch immer keine Reaktion. 'Nils?' frage ich nun besorgt und drehe ihn ein wenig um. Die Decke rutscht weg und entblößt seinen nackten Körper. Ich schrecke etwas zurück, fasse mich aber schnell: 'Was hat er mit dir gemacht?' will ich wissen und rüttle Nils an den Schultern.

Als wäre das ein Weckruf gewesen, schluchzt er auf einmal und sagt: 'Er hat...wir haben...aber ich weiß noch nicht einmal...ob ich das wollte.' Jetzt schaut er mich fragend an und in mir fängt es an zu kochen.

Warum bin ich auch nicht geblieben?

Warum musste ich zu dem Bäcker am Markt gehen?

Warum war ich nicht da und habe Nils beschützt?

'Dennis?' kommt es von Nils, doch erreichen seine Worte mich nicht mehr. Ich mache mich auf dem Weg zu Fabians Wohnung, denn er muss dafür büßen. Natürlich weiß ich wo er wohnt und wie sollte es auch anders sein, als dass er nicht zu Hause ist. Dennoch werde ich nicht wieder gehen, sondern ich drücke eine der vielen Klingel und als eine Stimme ertönt: 'Ja, wer ist denn da?'

'Die Post', lüge ich und schon bin ich im Treppenhaus. Fabian wohnt ziemlich weit oben und so steige ich die Treppe hoch und setze mich auf eine der vielen Stufen, um auf ihn zu warten.

Dass das Licht irgendwann aus geht, stört mich recht wenig, denn ich leuchte bestimmt vor Wut.

Es dauert eine ganze Weile, bis ich unten die Wohnungstür vernehme und ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, dass ich Nils so lange allein gelassen habe. Einen Blick riskiere ich nach unten und es ist tatsächlich Fabian, was mir sofort wieder das Bild von Nils vor Augen ruft. Ich ziehe mich wieder etwas zurück, schließlich soll er mich ja nicht gleich sehen und die große Blume von seinem Nachbarn macht es mir einfach, mich zu verstecken. Schritt für Schritt kommt Fabian näher, er schlurft und auf einmal ist dieses Geräusch ganz nah, was mich aus meinem Versteck hervorschnellen lässt. Mit einem kräftigen Schlag verpasse ich ihm einen Denkzettel und er geht sogar zu Boden. Schnellen Schrittes mache ich mich auf dem Weg zu Nils, um mich nun fürsorglich um ihn zu kümmern. Fabian hat seine gerechte Strafe erhalten und das ist verdammt gut!


 


 

Als Dennis wieder Nils Wohnung erreicht hat, ist dieser bereits aufgestanden und hat schon Kaffee aufgesetzt. Die Brötchen, die Dennis vor Schreck achtlos auf den Boden fallen ließ, haben ihren Weg auf den Küchentisch gefunden.

'Hey', begrüßt Dennis Nils und gibt ihm einen Kuss auf die Stirn, wobei er ihn in den Arm nimmt. Zwei starke Arme halten Nils umschlungen, aber dieser macht sich ganz andere Gedanken: 'Du hast doch keine Dummheiten gemacht?', will er von Dennis wissen.

'Ich habe nur das gemacht, was ich für richtig gehalten habe,' kommt es als Antwort. Nils atmet tief durch und will gerade ansetzen etwas zu sagen, als Dennis ihm ins Wort fällt: 'Fabian hat einen Denkzettel verdient, schließlich hätte er auch mal fragen können, ob du auch möchtest!'

'Fragst du denn, ob ich möchte?', kontert Nils leicht gereizt.

'Das ist doch was ganz anderes. Das ist eine Wette', versucht Dennis zu erklären.

'Fragst du deinen Freund, ob er Sex möchte? Wenn man nicht nein sagt, gibt es Sex!', schreit Nils Dennis an und fügt noch hinzu: 'Ach ja, hab ich glatt vergessen. Du hast ja gar keinen Freund!'

'Nils, das reicht jetzt aber!', auch Dennis ist laut geworden und das will schon was heißen, denn Dennis wird nur sehr selten laut.

Aber was ist plötzlich los mit den beiden, sie haben sich doch sonst immer gut verstanden und waren stets einer Meinung?

Fabian hat wohl einen leicht, bitteren Nachgeschmack bei Dennis und Nils hinterlassen, weshalb Dennis jetzt auch die Wohnung verlässt.

Auf der Straße angekommen tut es ihm zwar Leid, was gerade passiert ist, dennoch geht er erst einmal nach Hause. Vielleicht auch besser, wenn sich jeder für sich beruhigt, auch wenn Nils ein schlechtes Gewissen hat und überlegt, ob er Dennis nicht doch direkt anrufen sollte.

Gegen späten Nachmittag hält er es jedoch nicht mehr aus und macht sich auf den Weg zu Dennis. Doch der ist nicht da. Erst wartet Nils eine ganze Weile, da er einen Schlüssel hat von Dennis Wohnung, kann er dies auch drinnen tun. Nach einer Stunde hält er es jedoch nicht mehr aus und beschließt Dennis zu suchen.

Als Nils gerade die Treppe runter will, kommt ihm doch tatsächlich Dennis entgegen. Beide strahlen sich an und als wäre nichts gewesen, ist der Streit vergessen. Sie nehmen sich in die Arme: 'Es tut mir Leid', sagen sie fast gleichzeitig und müssen auch gleich darauf lachen.

'Bitte lass uns nie wieder streiten', kommt es von Nils und Dennis kann nur zustimmen: 'Nie mehr!'

'Mach dir keine Sorgen um mich, so schlimm war das mit Fabian nicht. Es war eigentlich so wie immer. Nur das es dieses mal zum Abschied war', sagt Nils und schaut Dennis dabei direkt in die Augen. Dennis scheint beruhigt zu sein und antwortet: 'Dann ist ja alles okay. Aber den Denkzettel musste ich ihm einfach verpassen.'

Nils nickt und fügt noch hinzu: 'Er wird das sicher verstehen und dich deshalb nicht anzeigen. So gut kenne ich ihn.'

So haben die beiden alles Wichtige geklärt, gehen in Dennis Wohnung und machen sich wie schon so oft einen schönen Abend, aber diesmal ohne Annäherungsversuche.

Auch die nächsten Tage vergehen, ohne dass Dennis irgendeinen Versuch unternimmt, die Wette zu gewinnen.

Freitag nach der Arbeit treffen sie sich wie immer und planen den Abend.

'Ich hätte mal wieder Lust auf Kino. Da kommt doch dieser tolle Film mit Mark Wahlberg', schlägt Nils bettelnd vor. Dennis kann sich ein Lachen kaum verkneifen und gibt sich geschlagen: 'Okay. Aber nur wenn wir im Nachhinein noch tanzen gehen. Wir waren so lange nicht mehr in der Disko.'

'Muss das sein?', will Nils wissen, obwohl er genau weiß, dass er nur ins Kino kommt, wenn er auch danach mit zum Tanzen geht.

'Es muss nicht sein', entgegnet Dennis, wobei er die Augenbrauen hochzieht und grinst.

'Na schön, wir gehen ins Kino und danach in die Disko', brummt Nils leise.

'Was hast du gesagt? Ich hab dich nicht verstanden', fragt Dennis schelmisch.

'Wir gehen in die Disko', sagt Nils jetzt direkt und etwas lauter. Dennis muss wieder lachen und Nils stimmt nach einer Weile mit ein.

'Ich finde, wir sollten uns noch ein bisschen hinlegen', sagt Dennis zu Nils nachdem sie sich wieder eingekriegt haben und dieser ist damit einverstanden. Deshalb gehen sie ins Schlafzimmer, um es sich auf dem Bett gemütlich zu machen. Nils holt eine Wolldecke aus dem Schrank und Dennis zieht sich sein Shirt aus, welches achtlos auf dem Boden landet. Nils' Blicke verweilen viel zu lange auf Dennis freien Oberkörper, denn er kann seine Augen einfach nicht abwenden. Obwohl er diesen Anblick schon öfters hatte, ist es heute irgendwie anders. Eine angespannte Stimmung liegt in der Luft, erst recht als sich ihre Blicke treffen. Nils spürt wie Hitze in seine Wangen steigt und wendet sich von Dennis ab, welcher versucht den entstandenen Kloß in seinem Hals runter zu schlucken. Da dies nicht gelingen will, legt er sich aufs Bett und wartet auf Nils. Der hat sich auch wieder gefangen und geht nun aufs Bett zu, wo er die Wolldecke über Dennis ausbreitet. Doch auf einmal spürt er eine Hand an seinem Bein, die ihn ohne große Mühe aufs Bett zerrt. Nils findet sich halb auf der Matratze und halb auf Dennis liegend wieder, welcher anfängt ihn nach Strich und Faden durchzukitzeln. Während Nils kreischend und nach Luft schnappend versucht sich zu befreien, gehen Dennis Fingern langsam vom Kitzeln ins Streicheln über. Wie schon so viele Male finden sie ihren Weg unter Nils Shirt, streicheln die warme, zarte Haut unter sich und genießen dieses Gefühl der Geborgenheit, die ihnen fast eine Woche lang verwehrt wurde. Sehnsucht liegt in der Luft – Sehnsucht nach mehr. Wieder treffen sich ihre Blicke, ihre Nasen streifen sich zaghaft und Dennis Lippen wandern vorsichtig zu Nils Ohrläppchen. Zärtliche Liebkosungen folgen, wie schon so oft und dennoch scheint es heute anders. Von Nils geht keine Gegenwehr mehr aus, ob es an der Woche ohne dieses Spiel liegt oder weil er keinen Freund mehr hat, weiß er nur selber. Dennis jedenfalls kann sich kaum zurück halten, schließlich hatte er noch nie freie Bahn und Wette hin oder her, darum geht es hier doch schon lange nicht mehr. Diese Nähe und Vertrautheit – fühlt sich so etwa Liebe an?

Dennis wagt sich vor und auf einmal liegen seine Lippen auf Nils, was sich so warm und weich anfühlt. Hingebungsvoll küssen sie sich, während ihre Münder sich langsam öffnen und ihre Zungen sich vereinen.

Doch irgendetwas ist anders als sonst, es scheint als stimme etwas nicht. Mit einem kräftigen Ruck drückt Dennis sich von Nils weg und schaut ihn erschrocken an: 'Das wollen wir nicht wirklich, oder?', fragt er Nils verstört, welcher den Kopf schüttelt und antwortet: 'Nein, wir sollten das nicht tun.'

'Wir sind Freunde...', sagt Dennis und Nils spricht für ihn weiter: '...nicht mehr und auch auf gar keinen Fall weniger...' Und dann sagen beide wie aus einem Munde: '...und das ist VERDAMMT GUT!!!'